FA ('S. K TKANSF EKKEl) TU . FINE ARTS UBRARV Darvarö CoIIcqc Xtbrar? FROM THE BEQUEST OF CHARLES SUMNER CLASS OP 1830 SENATOR FROM MASSACHUSETTS POR BOOKS RELATING TO POLITICS AND PINE ARTS Digitized by Google Digitized by Google Digitized by Google 4<» W f S S E N S C TI A F T V OBMALS FIUEDlUCn BltUCKMANN Digitized by Google "\k +K*vf Die a$ t»tf r ■ / f 1 : i O JL -4LDH AgS^ k'-A— ^ — fs'fte ■* Ä*y* Bezugsbedingungen : Diese Ausgabe ist nicht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement, noch in einzelnen Bliittem, sondern ausschliesslich direct von der Verlagsanstalt Bruckmann zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissenschaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung übernommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobjcct zu bilden. 1. Serie; 1. Teil. Blatt 1 — 191. 8 Blatt (No. 9 — 11, 69 — 73) des Plattcnformatcs 24/30. 6 Blatt (No. 108 — 113) des PlAttenformntes 18/24. 177 Blatt des Plattenfonnates 13/18. Preis der einzelnen Photographie 24/30: 1 Mark. „ „ „ „ 18/24: 80 Pfg. „ „ „ „ 13/18: 50 Pfg. Preis dieses 1. Teiles der 1. Serie für N i c h t a b o n n o n t e n: 101,30 Mark. Im festen Abonnement auf das gesammte Unternehmen auch in seiner Folge 20°/. Preiscrmitssigung. Preis dieses 1. Teiles der 1. Serie im Abonnement demnach : 81 Mark. Es besteht die Absicht, jährlich 300 Blatt des in der Hauptsache zur An Wendung gelangenden Formates 13/1# herauszugeben; die wenigen, voraussichtlich nur in dieser Serie zur Ausgabe kommenden Bliltter grösserer Formate bedingen eine entsprechende Verminderung der Blattzahl. Der Preis der Serie botrügt im Abonne- ment 120 Mark, monatlich also 10 Mark. Diese Summe soll jedenfalls nicht über- schritten werden. Das Abonnement wird vom 1. Januar 1893 an gerechnet; die für diese 1. Serie noch restierenden Blätter im Abonnementspreis von 39 Mark werden am 1. September 1893 ausgegeben werden. Am 1. Januar 1894 folgen die 300 Blatter der 2. Serie. (K iC* , Digitizec) C Google HEINRICH BRUNN tum 20. März i8qj. Kb ist erforderlich, dem kurzen Texte einige Bemerkungen über Zweck und Art diese» neuen Unternehmens vorauazuBchickon. Dasselbe »oll in erster Linie Vorarbeit für oin künftiges „Corpus s tat nnrum* »ein. Die Durchführbarkeit dies««» für unsere Wissenschaft grundlegenden Werkes wird allerdings von verschiedenen Seiten in Zweifel gezogen. Ich glaube, mit Unrecht. Dass eine vollständige Sammlung des uns erhaltenen plastischen Materiales in bestmög- lichen mechanischen Abbildungen die dringendste Aufgabe unserer heutigen Wissenschaft sein muss, wird allgemein zugestandeu. Die Studien über die historische Entwicklung der antiken Plastik, mögen sie auch in den letzten Jahrzehnten durch Forschungen auf anderen Gebieten in den Hintergrund gedrängt worden sein, bleiben das erste und vornehmste Ziel der Archäologie. Ohm genügende Abbildungen ist ein erfolgreicher Betrieb dieser Untersuchungen aber nicht denkbar. Ausgedehnt*» Reisen zu unternehmen sind die Wenigsten irn Stande, und bei der Fülle des Aufzu- nehinenden schwindet auch demjenigen, der die Originale zu studieren die Gelegenheit gehabt hat, das Einzelne rasch aus dem Gedächtnis. So sind wir bisher auf das in Zeitschriften, Katalogen oder Einzidabhandliingcn Veröffentlichte und auf da« durch Berufsphotographen in don Handel Gebrachte beschränkt gewesen; das gesummte andern plastische Material, das jenes bei weitem Ubertrifft, ist bisher der Mehrzahl der Archäologen so gut wie unzugänglich gewesen. Und wie verhält es sich mit dem eben erwähnten Teile des Materiales, der bereits ver- öffentlicht ist? Die grossen Moniimentalpublicntionen des vorigen und auch dieses Jahrhunderts sowie die einzelnen Zeitschriften haben sich bis in die neueste Zeit des Kupfer- und Stahlstiches, der Litho- graphie, des Holzschnittes bedient, Reproductionsverfahren, die, nicht rein mechanisch arbeitend, das Bild dos Objectes nicht in seiner wirklichen Erscheinung, sondern so, wie cs durch das Auge des Künstlers gesehen worden ist, darbictcn. Derartige Abbildungen können wohl dazu dienen, uns das Motiv eines Gegenstandes zu veranschaulichen, aber sie genügen nicht zum Studium der einzelnen Form. Erst in den letzten Jahrzehnten, durch die Nutzbarmachung der Erfindung der Photographie für archäo- logische Zweck©, ist hier eine Umwälzung eingetreten; jede grössere Zeitschrift und Serienpublication wendet heute mechanische Druckverfahren zur Herstellung ihrer Tafeln an. Erfüllen sich also in dieser Beziehung im Wesentlichen unsere Ansprüche, die w ir auf Grund der Fortschritte der Technik zu stellen berechtigt sind, so bleibt daneben doch der andere Mangel aller Zeit- und Einzelschriften bestehen: der Mangel an Planmäßigkeit. Wer in einer Zeitschrift oin Monument veröffentlicht, thut dies nur, wenn er etwas Neues über dasselbe zu sagen weise. Diejenigen Monumente, über die wir bisher nichts Stichhaltiges, Positives, das eine längere Erörterung erforderte, zu bemerken gewusst haben (und das dürfte die Mehrzahl der auf uns gekommenen sein), sind infolge dessen bisher — falls sie nicht in einer der grossen, im vorigen Jahrhundert beliebten, dann aus der Mode gekommenen und erst in neuester Zeit wieder unternommenen Museuinspublicationen Platz gefunden haben — unveröffentlicht geblieben. Digitized by Google 4 Photographische Einzolaufnahmen antiker Sculptarcn. Dio gleiche Willkür in der Herausgabe der Monumente macht »ich in den Photographien* Serien der Kunsthändler geltend. Dieselben werden hergostellt mit Rücksicht nicht auf den Archäologen, sondern auf den kaufkräftigen Fremden. Maassgebend bei der Auswahl des Aufzu- nehmenden ist also nicht der Gesichtspunkt des wissenschaftlichen Interesses, sondern des Geschmackes des grossen Publicum* Dass beide sich decken, wird nicht allzu häutig Vorkommen. So ist es in der That der Fall, dass wir z. B. aus italienischen Museen, von Florenz über Rom nach Neapel, eine Fülle monumentaler Aufnahmen von »ecundärem, tertiärem Interesse besitzen, während eine Reihe der wichtigsten Denkmäler, die von entscheidender Bedeutung für die geschichtliche Erkenntnis der antiken Kunst sind, überhaupt noch keine Veröffentlichung gefunden haben. In diesen Verhält- nissen ist auch kaum eine Änderung zu erwarten. Denn der Händler hat zunächst und ausschliesslich seinen Gewinn im Auge, der ihm von dem reichen Fremden, aber nicht vom knappen Beutel des Gelehrten zugeführt wirr). Mohr als einmal habe ich persönlich versucht, grosse Photographen, wie Alinari in Florenz, Anderson in Roin, zu Aufnahmen archäologisch besonders interessanter Sculpturen zu bestimmen, aber stets vergebens. Ein „non si venderebbero“ machte weiter« Bemühungen in jedem Falle überflüssig. Als einzige Ausnahme wüsste ich hier, von München abgesehen, wo durch Bruckmann, Böttger, Hanfstängl kaum ein wuchtiges Stück unanfgonommon gelassen worden ist, von Ausländern den Pariser Photographen Giraudon zu nennen, dessen bisherige Serien auf den Plan einer vollständigen Aufnahme der Marmorwerke dos Louvre zu weisen scheinen, ln Berlin wird, wie ich höre, ein gleiches nützliches Unternehmen vorbereitet. In der Erkenntnis, dass die Archäologie nur durch planmässige Sammlung und kritische Sichtung ihres Materiales, durch Schaffung festgesicherter Grundlagen, zu der Höhe emporsteigen kann, die ihre Schw esterwissenschaften, die Epigraphik, die politische und die Li ttera turgeschich te des klassischen Altertums bereits inne haben, haben wir in neuester Zeit nun allerdings den Anfang gemacht, das auf uns gekommene Material nach Gattungen zu sammeln. Es sind hier dio folgenden Publicationen zu nennen: dio attischen Grabreliefs von Conze u. A., die Sarkophage von Robert, die hellenistischen Reliefbilder von Schreiber, etruskische Spiegel und Urnen von Körte, die Terra- cotten von Kekulc u. A., griechische und römischo Porträts von Brunn und mir; eino Zusammen- stellung der griechischen Votivreliefs wird von Locwy vorbereitet ; eine systematische Sammlung der Vasen endlich wird nouerdings in Benndorfs „Wiener V orlegoblättem“ in Angriff genommen. Unser wichtigstes Forschungsgebiet aber, dio statuarischo Plastik, ist vom Standpunkte planmässiger Durcharbeitung aus bisher am meisten vernachlässigt worden. Das Institut hat dio Vorarbeiten für ein Corpus statuarum unter Leitung von Michaelis mit der Erforschung der Geschichte der Museen, bozw. des einzelnen Kunstwerkes begonnen. Fundstellen und Aufbewahrungsorte, das „Schicksal“ der Statue, ihre verschiedenen Publicationen und Besprechungen sollen zunächst eruiert werden. Nun ist es gewiss für uns von Wert, über alle in dieser Richtung in Betracht kommenden Punkte unterrichtet zu sein, und im einzelnen Falle können z. B. Fundnotizen von gewichtiger Bedeutung worden. Aber näher liegen uns, so scheint es mir, doch die folgenden Fragen: wie sieht die Statue aus? in welche Zeit und welche Kunstrichtung gehört sie? wen stellt sio dar? wie verhält sie eich zu den übrigen Darstellungen des nämlichen Gegenstandes, der nämlichen Persönlichkeit? was ist an ihr antik, was restauriert? Dieses sind dio Fragen, die uns in erster Linie interessieren müssen; das Andere ist von secundäror Bedeutung. Was haben wir nun zu thun,um da« Ziel zu erreichen, das ich für das erroichonswerte halte? Wir haben zuerst da« Material zu sammeln. Wie soll das geschehen? Nach einzelnen Gattungen in kunstmythologischem Querschnitte? Die Apollines, dio Athenen, die Athletenstatnen getrennt? Soll der eine von un», um es übertrieben auszusprechen, die europäischen Museen nach den Hermesgeatalton de« 5. Jahrh. durchforschen , der andere seinen Blick auf die unterwärts be- kleideten Aphroditen der nachpraxitclischen Zeit beschränken? Eino solche Arbeitsteilung wurde wohl auch in mündlichen Gesprächen über da« vorliegende Thema von befreundeter Seite in An- regung gebracht. Ich würde «ie für vollständig verkehrt halten. Denn abgesehen davon, dass wir durch eine derartige Speciallsierung die uns zur Verfügung stehenden Mittel und dio Zeit der einzelnen Mitarbeiter in überflüssiger Weise in Anspruch nehmen, hoi weniger selbständigen Geistern, statt Ihnen einen Überblick Uber das gesammte Material zu gewähren, nur eine nüchterne Beschränkung begünstigen würden, so verbietet sieb eine derartige Anordnung der Arbeit bereit« dadurch, dass Digitized by Google Photographische Einzelaufnahmon antiker Sculpturon. 5 in einer grossen Reihe von Füllen die sichere Einordnung des einzelnen Stückes in bestimmte Kategorien, sei es infolge mangelhafter Erhaltung oder falscher Restauration, sei es infolge unseres noch beschränkten Wissen» gar nicht oder nur mit zweifelhafter Sicherheit möglich »ein wird. Die „statistisch©- Aufnahme unseres Statuen Vorrates kann nur nach Museen geschehen. Das ist unsero erste primitivste Aufgabe; das andere, z- B. die Classificierung dos Materiales nach Typen und innerhalb dieser Typen in historische Gruppen, sind curae posteriores, die zu besorgen sind, wenn das Material fertig gesammelt uns vorliegen wird und die zum grossen Teil schon während dieser Sammlung erledigt werden können und müssen- Diese Sammlung des Stoffes ist nach meinem Dafürhalten in zweifacher Weise vorzunelimen. Ersten»: durch vollständige und genaue Katalogisierung der Museen; zweitens: durch photographische Aufnahmen aller irgendwie in Betracht kommenden Stücke mit alleinigem Ausschluss des absolut Wertlosen. Für die Katalogisierung der Museen liegt bereits eine Reihe vortrefflicher und dankenswerter Vorarbeiten vor, durch welche dieser Teil der Aufgabe dos „Corpus Statuarum* wesentlich vereinfacht wird. Indem ich auf die Nennung der einzelnen einschlägigen Arbeiten, die den Fachgenossen bekannt sind, verzichte, führe ich hier als Musterbeispiel den am Ende des vorvorigon Jahre« erschienenen Katalog der Berliner Scalptnren an, dor, wenn er vielleicht auch in seinen Urteilen weniger vorsichtig zurückhaltend, in seinen Abbildungen zeichnerisch vollkommener sein dürfte, doch in seiner ganzen Anlage ein vorzügliches Beispiel des nach dieser Richtung hin Erstrebenswerten bietet Kurze und verständliche Beschreibung dos Thatsäch liehen, künstlerische und knnathistorischo Würdigung des einzelnen Stückes, dazu eine Umrisszeichnung, die, olmo eine Photographie zum Studium dos Einzelnen überflüssig zu machen, zur Verdeutlichung der Gcsammt- orscheiming des Gegenstandes genügt : das ist es, was wir brauchen, und da« Vorgehen der Berliner Museums Verwaltung verdient deshalb meines Erachtens den Dank aller, die mit plastischen Studien cingohcnd sich beschäftigen. Es ist zu hoffen, dass dieses Beispiel In Zukunft von keinem Bearbeiter eines Muscmukatulogos ausser Acht gelassen werde. Vor allem darf die Beigabe von Zeichnungen jedes einzelnen Stückes künftighin nicht mehr unterlassen werden; die einfachste Konturzeichnung sngt mehr, als die langatmigste Beschreibung. Naturgemäss werden sich unsero Katalogisierungsarbeiten zunächst den italienischen Museen als den reichsten und am meisten der Verarbeitung bedürftigen zuwenden. Denn in England sowohl, als in Griechenland haben in jüngster Zeit die berufenen Hüter der dort aufgehäuften antiken Kunstschätzo eine Inventarisation ihrer Vorräte begonnen — zunächst leider freilich noch ohuo Abbildungen, — und aus Frankreich darf man in Bälde das Gleiche hoffen. Die kleineren Museen diesseits der Alpen sowie in den östlichen Ländern werden leichter gelegentlich unter günstigen Verhältnissen und durch geeignete Persönlichkeiten vorgenonunen worden können. So hat sich unser Hauptaugenmerk zunächst auf dio grossen italienischen Museen zu richten. Für die ober- und mittel italienischen Sammlungen, sowie für einige römische ist diese Arbeit bereits geschehen. Noch harren aber di« grössten Museen Italiens, der Vatican , dio capito- linischon Sammlungen — der gut« Katalog des Capitols, li era u »gegeben von der commissione archoologica comunale, entbehrt leider des wissenschaftlichen Apparates — , dio Villen Albani und Borghese, Museo Torlonia, das Therrnenmuseum in Rom, das Museo Nazional« in Neapel der wissenschaftlichen Durcharbeitung. Hier hat, falls nicht von den Vorständen dieser Sammlungen in absehbarer Zeit eine Katalogisierung zu erwarten ist, dio Thätigkeit des Corpus Statuarum zunächst einzusetzen und in Verbindung mit den oingebomen Musoumsbeamten und zur Unterstützung derselben die Inventarisation vorzunehmen. Bei richtigem Auftreten der zur Mitarbeiterschaft an diesem Unternehmen heranznziehenden Persönlichkeiten werden, so glaube ich, in weitaus den meisten Fällen dio betreffenden Muse ums Vorstände, in der Erkenntnis der grossen umfassenden Ziele eines Corpus Statuarum, eine derartige Unterstützung von fremder Seite mit Vergnügen willkommen heissen. Die Erfahrungen des Corpus inscriptionum werden hier für uns maassgebend sein können. Einzelne Fälle des Misslingen» aber, dio doch nur in momentanen persönlichen Verhältnissen ihre Be- gründung haben können und nach Veränderung dieser Bedingungen nicht notwendig wiodork ehren müssen, dürfen nicht von der Erreichung des gesteckten Zieles Abschrecken. Digitized by Google 6 Photographische Einzelaufnahmen antiker «Skulpturen. För die Katalogisierung des römischen Statuenmaterials sind in der jährlich sich erneuernden Schaar der capitolinischeu Itugazzi und Stipendiaten die trefflichsten Arbeitskräfte bereits gegeben, und wie ich höre, besteht auch an der römischen leitenden Stelle die Absicht — oder ist sie bereits ver- wirklicht worden? — , auf diesem Wege den Zwecken des Corpus Statuarum in die Hände zu arbeiten. Gerade für Neulinge auf archäologischem Arbeitsgebiete halte ich die Beteiligung an einer derartigen Aufgabe fUr ausserordentlich instructiv, da sie durch den Zwang, mit Verschiedenem sich ein- gehend zu beschäftigen, von unfruchtbarer Einseitigkeit oder ratlosem Heruintasten ablenkt, da sie nötigt, das Einzelne genau bis ins feinste Detail hinein zu betrachten, da sie auch dem Philologen Gelegenheit giebt, sieb einen bestimmten Begriff von praktisch-archäologischer Arbeits- methode zu bilden. Nehmen wir als Beispiel an, es sei die Aufgabe gestellt, das Museo Chiaramonti mit seinen 30 Comp.irtimenten und 731 darin enthaltenen Einzehverken zu inventarisieren und 5 junge Gelehrte ständen im Laufe eines Winters zu diesem Zwecke zur Verfügung. Es kämen also auf den Mann Ö Compartimente mit rund 150 Einzelbildwcrken. Die genaue Beschreibung und Unter- suchung von 150 Antiken aber lässt sich im Laufe von 4 Monaten bequem und ohne andre eigene Arbeiten zu beeinträchtigen durchführen. So ist es möglich, mit den dem Institute zur Verfügung stehenden Kräften in einem Winter einen nicht unbeträchtlichen Teil der vaticaniachcn Antiken aufzunehmen, in 4 bis 5 Jahren den ganzen Vatican, in 12 biH 15 Jahren den Gesnmmtvorrat der noch nicht inventarisierten römischen Monumente. Es versteht »ich, dass diese Arbeiten unter Leitung und Aufsicht der Institutsvorstände, denen voraussichtlich auch die Verarbeitung von Litteratur und Geschichte der einzelnen Statuen zufallen würde, zu geschehen haben, oder, falls deren Kräfte bei ihrer Überbürdung mit Geschäften zur Übernahme dieser neuen Pflichten nicht nusreichen würden, unter Überwachung durch einen besonders für die Zwecke diu Corpus Statuarum dein Institute beizugebenden Gelehrten. In Rom speciell würde es »ich sodann für «len an «ler Spitz«) stehenden Gelehrten empfehlen, in Fühlung mit den Kunsthändlern and Antiquaren zu treten, die häutig über Fundumstände und Provenienzen wert- volle Auskünfte zu erteilen im «Stande sind. Etwaige Verüiis Institutes, sondern des dio Kopien herstell enden Photographen verkauft werden. Eine unentgeltliche Abtretung dioscr Negative tritt den Interessen der bisherigen Besitzer also nicht zu nahe, unterstützt dagegen diejenigen des Corpus etatuarum J) Bis jetzt sind Aufnahmen vorbereitet aus: Florenz, Pal. Pitti und verstreut») Bild- werke, Rom, Villa Albani, Villa Ludovisi, Capitolinischo Sammlungen, Pal. Borghese, Brescia, Pisa, Neapel, Palermo, Einiges aus Consta n tinop olitaner Privatsaiuinliingcn, München Digitized by Google 8 Photographisch«* Fiuzolatifiiuhux-n antiker Sculpturen. in willkommener Weise. Von privaten Besitzern ist die gleiche Liberalität in Hinblick auf den zu fördernden Zweck für jetzt und in Zukunft erliefen und mit Sicherheit zu erwarten. Dazu kommt, dass die Fähigkeit, mit eigener Hand photographische Aufnahmen herzustellen, sich voraussichtlich und hoffentlich von Jahr zu Jahr mehr unter den Archäologen verbreiten, dass der photographische Apparat, wie Maassstab, Notizbuch und Museumskatalog, der unzertrennliche Begleiter des reisenden Fachgenossen werden wird Es w ird dann jeder Einzelne os einfach als »eine unumgängliche PHichfc empfinden, in kleinen und entlegenen Museen, w ie z. B in oberital Ionischen und englischen Samm- lungen, so viel er nur kann, photographisch aufzunehmon und somit dem wissenschaftlichen Studium zu übermitteln. Aber auch wenn wir die hier aufgeftlhrten Unterstützungsmittel zur Beschaffung der notwendigen Allbildungen in Anschlag bringen — um von anderen Hilfsquellen, die sich noch eröffnen werden , hier zu schweigen — so bleibt immerhin noch bo ausserordentlich viel zu photographieren übrig, dass nur beträchtliche Geldmittel hiurcichen werden, um alle unsere Anforderungen zu befriedigen. Wie und woher dieses Geld beschaffen? Ich spreche nicht davon, dass ich es für möglich erachte, auf privatem Wege von Freunden der alten Kunst, Maerenen, deren os ja noch, wenn auch zur Zeit nicht gerade in Deutschland, giebt, Beiträge für unsere Zwecke zu erhalten. Denn das sind Factoren, mit denen ein Budget „für das koimncudo Jahr“ zunächst nicht rechnen darf. Ich äussere hier nur meine Überzeugung, dass auch auf diesem Wege, wenn inan die Sache geschickt anpackt, Mittel für uns ffUssig gemacht werden können. In der Hauptsache wird dio Archäologie doch schliesslich in den eigenen Beutel greifen müssen. Da derselbe schmal zu sein pflegt, so w ird es sich empfehlen, etwas langsam vorzugehen und »eine Spannkraft nicht allzusehr auf dio Probe zu stellen. Mit einem Wurfe ist ©in so umfassendes Werk wie das Corpus statuarum natürlich nicht zu vollenden; es wird einer Reih« von Jahren, von Jahrzehnten bedürfen. Aber innerhalb eines längeren Zeitraumes muss o» dann wirklich auch durchführbar sein. Man prüfe, ob folgende Berechnung mit Hirngespinsten arbeitet oder mit der Wirklichkeit in Einklang steht. Man (d. h. das Institut selbst oder durch Vermittlung eines Kunstverleger» wie Bruckmann) gehe pro Jahr 500 Photographien des Formate© 13/18 cm*) heraus; das sind in 20 Jahren 10000, in 50 Jahren 25000, die uns einstweilen genügen mögen. Man wird ganz zweifellos im Minimum 30 Abonnenteu im In- und Auslande für dieses Unter- nehmen gewinnen. Der Preis des einzelnen Blattes betrage 50 Pfg., so hat der Abonnent im Jahre 250 Mark zu zahlen — der Wichtigkeit der Publication gegenüber eine geringe Summe, die den kärglicher dotierten Sammlungen, falls sie nicht aus den laufenden Mitteln bestreitbar ist, als Extra- hewilligung kein einsichtiges Ministerium verweigern wird. Die jährliche Einnahme aus dem Verkaufe der Photographien wird also betragen: 250.30 = 7500 Mark. Dieser stellen sich folgende Spesen gegenüber: 500.30 = 15000 Kopien; die Eiweisskopie im Formate 13/18 mit 20 Pfennig be- rechnet, giebt 3000 Mark. Bleiben 4500 Mark. Der Preis des Negatives 13/18 wird im Durch- schnitt, hoch gerechnet, 5 Mark betragen (in Born hatte ich für das Unternehmen des Einzel- verkaufes, falls dasselbo in grösserem Maassstab begonnen worden wäre, 2 Lire als Negativpreis [13/18] festgesetzt!); der Preis der 500 Negative würde also 2500 Mark betragen. So bleiben von den 4500 Mark noch 2000 übrig, dio, da andere Spesen (von Kleinigkeiten abgesehen) nicht mehr zu decken sind, dazu verw endet w'orden mögen, um den eigentlichen Leiter des Corpus statuarum, der dessen Durchführung Bich ja zur Lebensaufgabe machen müsste, vorläufig wenigstens einiger- *) Besonders wichtige Sculpturen, bei deren Studium die Feinheit und Bildung der einzelnen Form in Betracht kommt, werden daneben in grossem Formate ihre Publication in Brunn-Bruck- manns „Denkmälern griechischer und römischer Sculptur“ finden, zu welchen wir nach Durchführung des in Aussicht gestellten Programmes vou 450 — 500 Tafeln jährliche Supplcraenthofto (ohne Abon- nenten tszwang) herauszugehen beabsichtigen, welche neu entdeckte oder neu in ihrem Werte erkannte Sculpturen der oben genannten Art in bestmöglichen Lichtdrucken de» Maximalformatea 40/50 cm roproducleren sollen. — Noch weiter im Sinne Morellis zu vertiefen ist das vergleichende Studium der einzelnen Formen durch „VorlegeblRttor für plastische Übungen“, deren Inangriffnahme von kundiger Seite dringend zu wünschen ist Digitized by Google Photographische Einzelaufnahmen antiker Scalptnren, 0 nmassen für seine Bemühungen zu entschädigen. Dass der Sitz dies*1« Leiters nur Rotn, nicht Berlin oder eino andere deutsche Stadt sein kann, mnas der einsichtige Kenner der Verhält- nisse unbedingt zageben ; die Durchführung seiner Aufgabe wird ihm erleichtert werden, wenn er dom Institute gewisBermaassan attachiert würde. So, oder so ähnlich — man rechne mir nicht um das Einzelne nach, wo es mir nur darauf unkain, überhaupt die Möglichkeit des Ganzen zu erweisen — so, auf diesem Wege, mit diesen Mitteln, lässt sich in absehbarer Zeit und mit orschwingbaron Kosten das Ahhildungsmaterial für das Corpus statuaruin beschaffen. Ich glaube nicht, allzu falsch gerechnet zu haben. Gegen jede kleinliche Auslegung meiner Vorschläge aber, als erstrebo ich mit ihnen nur persönliche Zwecke, verwahre ich mich mit Verachtung. Aber ich vernehme den Einwand: ist es mit der Beschaffung des AbbiHungsmateriales, der Inventarisierung der Museen etwa dom» schon gothan? beginnt nicht dann erst die eigentliche Arbeit, die Verarbeitung, Gruppierung und Clas.sificierung des aufgehänften Stoffes? Ohne Zweifel. Alles Katalogisieren und Photographieren ist nichts als Vorarbeit. Haben wir unser Material einmal ganz zusammen, dann ist es an der Zeit, dio Resultate unserer während der Sammlung de*« Stoffes gemachten Arbeit in möglicbst einfacher Gestalt der Öffentlichkeit zu Übergeben. Ich denke mir «He«, wie ich schon oben andeutete, in ungofahr folgender Weise : Anordnung der Statuen nach Typen und innerhalb dieser Typen w ieder in historischer Reihe. Zusammenstellung aller Repliken mit genauen Angaben über Ergänzungen, Litteratur u. ä. und mit Abbildung der besten der erhaltenen Wiederholungen. Ob diese Abbildung in Holzschnitt, Zinkotypie, Autotypie oder einem anderen Verfahren zu geschehen hat, ist mir zunächst gleichgiltig ; denn in 50 Jahren, wenn wir einmal an die Inangriffnahme dieses grundlegenden, abschliessenden Werkes werden geben können, werden voraussichtlich auch 50 neue Reproductionsverfahren erfunden worden sein. Dies und überhaupt dio ganze Frage nach der endgiltigen Einrichtung des Corpus statuaruin sind Sorgen für spätere Zeit, deren Überlegung uns nicht von der endlichen Durchführung der dringendsten und nächsten Aufgabe nbhalten soll. Ich gehe hier absichtlich auf eine Menge von Dctailfrugon nicht oin , da die nähere Er- örterung derselben die Erkenntnis und Würdigung meiner Hnaptgesichtspunkto nur erschweren und trüben würde. Es Ing nicht in meiner Absicht, hierein System, ein fertiges Programm für dio Durch- führung des Corpus statuanim gebon zu wollen. Es galt mir vielmehr nur, die hauptsächlichen hier in Be- tracht kommenden Fragen an zu regen, da wir vor dem definitiven Beginn des gesummten Unternehmens im grossen Maassstabe uns über dio Ziele des Ganzen im Klaren und einig sein müssen. Ich will zunächst zar Discussion über dieso wichtigste, nicht länger zu vertagende Frage herausfordern, und ich würde es als willkommenen Erfolg dieser meiner Darlegungen betrachten, wenn ich durch einen Gogner meiner Ansichten, in denen ich mich im Übrigen Eines w eiss mit der Mehrzahl der jüngeren selbständig forschenden Archäologen, gezwungen würde, den von mir entworfenen Örganisationsplau von Neuem auf das Einzelne hin durchzuprüfen, zu verändern und zu verbessern. Nur gegen eine Art von Angriffen werde ich mich ablehnend verhalten : gegen Leute, die, mit dem Kopfe iu den Wolken schwobond, ihro Klage erheben werden Uber zunehmende Geistlosig- keit, abnehmende EmpfindungafÜhigkeit der jüngeren archäologischen Generation, die jetzt gar unter das Joch trockener Katalogisierungsarbcit gebeugt worden und den Apparat des Photographen hand- haben solle, statt sich mit Praxiteles und Phidias abgeben zu dürfen. Vgl. den Artikel „unsere Archäologen“ in der „Gegenwart“ 1892, No. 52, p. 409 f. Falls ein derartiger Angriff auf die geflammten Vertreter einer Wissenschaft, der doch nur einem durch Sachkenntnis nicht getrübten Urteile ent- sprungen sein kann, überhaupt eino Erwiderung verdient, so ist es diese: dass wir dio Werke des Phidias und Praxiteles nicht mittels hochtönender sogenannter ästhetischer Phrasen, sondern nur auf dem Woge ernstor und stiller w issenschaftlicher Arbeit aus der Menge dos auf uns Gckommnen herauszuerkennen vermögen, dass wir allo aber (die paar Ausnahmen bestätigen nur dio Regel) die trockno Einzeluntersuchuug mir als Mittel zum Zwecke betrachten und dass unser Interesse für die geschichtliche Entwicklung der ganzen Kunst, unser Empfinden für die Schönheit des einzelnen Kunstwerks durch die nüchterne Detailarbeit, dio gothan werden muss, nicht erstickt, sondern nur vermehrt und vertieft wird. Zur Zeit befindet sich aber die Archäologie infolge äusserer Verhältnisse in einer Entwicklungsperiode, die die Einzclarhoit begünstigt; wird die Fülle des Materiales, das uns Digitized by Google 10 Photographische Einzelaufuahmeu antiker Sculpturen. in den letzten Jahrzehnten fiberströmt hat, etwas gesichtet sein, so wird auch die ästhetische Bo trachtnngawefoo der alten Kunst wieder bei uns zu ihrem Kochte gedungen. Wilren wir wirklich so, wie uns der Verfasser jenes Artikels darzustellen beliebt, so wäre cs allerdings für uns an der Zeit, das Bündel zu schnüren. Aber zum Glück ist unsere Wissenschaft noch eine junge, der grosse Aufgaben harren, und vom Vertrocknen weit entfernt. Zum Schlüsse noch einige kurze Bemerkungen über die Ätisserlichkfdten meines „Einzel- Verkaufes“. Wie bei jedem grosseren Unternehmen, so hat auch bior eine Kcihe von CalamitUten am Beginne nicht gemangelt und das Erscheinen unliebsam verzögert. Die Aufnahmen 1 — 82 der oberitalienischen Museen haben mein Freund W. Amelung und ich gemeinschaftlich hergestellt. Beido zu jener Zeit noch wenig geübte Dilettanten, unsere Apparate mit einer damals neu erfundenen Plattensorte ausgerüstet, mit Hautnegativen ohne Glas, die zwar den Vorzug der leichten Tram.- portabilitiit hatten, sich im Übrigen aber durchaus nicht bewahrten, so dass manche gute Aufnahme durch ihre Schuld zu Grunde gegangen ist; statt des im Süden erhofften Sonnenlichtes im Mitrz Wcn'nen von Kegen und Schnoeßtürznen und in den an sich dunkeln Räumen jener Museen somit düstres Dämmerlicht; dann infolge beschränkter Zeit und räumlicher Mangel die Unmöglichkeit, dio täglich auf gut Glück gemachten Aufnahmen gleich am Orte entwickeln und etwa misslungene am nächstfolgenden Tage wiederholen zu können. So wird man in meinem „Einzelverkaufe“ eino Reihe von Aufnahmen wertvoller Stücke vermissen, die auf diese Weise zu Grande gegangen sind: in Vicenza z. B. die schöne, etwa skopasiseho Statue eines stehenden Dionysos D. 20, die interessante sitzende Frauengestalt des 5. Jahrh. in CAtajo D. 509, dio Lodz in Mantua D. 091), den sog. Narkissos ebenda D. 650. Eino photographische Nachlese wird sieh deshalb in fast allen von uns besuchten Samm- lungen lohnen. — Dann, als die Negative nach München kamen, hatten sie erneutes Unglück, indem sie in dio Hände eines untauglichen Retoucheurs gerieten, der die Hintergründe mit harten Conturon ansdeckte, dio „Cartelli“ mit Angabe des Museums und der Katalognnmmer an falscher Stolle oder auf der verkehrten Seite des Hautnegative» anhrachte und schliesslich auch eine ganze Reihe dieser Hautnegative von der verkehrten Seite kopierte (was ich besonders zu entschuldigen und zu kon- trollieren bitte). Nicht mehr Glück hatte dio Abfassung des kurzen Textes. Denn noch während jener oberitalienischen Reise verfiel ich seihst in schwere Krankheit, die mich für mehr als */4 Jahr nrbeitsuntanglich machte. In den Süden zurückgekehrt, war ich durch andere dringende Arbeiten für längere Zeit vollständig in Anspruch genommen, und so komme ich erst heute, nach fast zwei Jahren, post tot diacriminA, dazu, jene paar Bemerkungen herauszu geben. Dieselben sollen nur das geben, was nicht in den Katalogen zu finden ist, deren Benutzung neben meinem Texte deshalb als selbstverständlich vorausgesetzt wird, ln den erforderlichen Citateu mag mir Manches, ich hoff« aber nichts Wesentliches, entgangen sein. Es ist natürlich, dass hei Arbeiten auf der Reise, wo in beschränkter Zeit ein bestimmtes Quantum erledigt werden muss, ich Einzelne« falsch oder flüchtig gesehen, Andres nicht beachtet habe. Ich werde für alle Berichtigungen nach dieser Seite hin den Fachgenossen zu Danke ver- pflichtet sein und beabsichtige, dieselben in Form von Nachträgen jedesmal zum Texte der nach- folgenden Serie zu veröffentlichen, aus dem also eino Art „Anzeiger dos Corpus Statuarum“ sich entwickeln möge. Da dio Aufnahmen dieser ersten Serie fast sämmtliche mindestens seit Jahresfrist fertig vorliegon und ich mit der Mehrzahl archäologischer Fachgenossen, mit denen ich in dieser Zeit in Berührung gekommen bin, über das einzelne Stück meine Bemerkungen ausgetauscht habe, so hat es sich von selbst ergeben, dass eine Reihe von Beobachtungen, dio in meinem Text© enthalten sind, nicht aus der Quelle meines Wissens geflossen sind. Ich habe versucht, so gut es ging, unser geistiges Figentum auseinanderzuhalten, wenn gleich ich an »ich kein Freund überflüssigen Personen- citierensbin. Mit Freude und Dankbarkeit habe ich hier derUnterstützung meinesFreundesW. Amelung zu gedenken, der mit Hand und Kopf zum Gelingen meines Unternehmens unermüdlich beigetragen hat; für den Text von Blatt 1—82 wollen wir beide gemeinschaftlich verantwortlich gemacht werden. Was schliesslich die Auswahl der von mir heransgegobenen Monumente anbolangt, so soll alles, was in den oben erwähnten grossen Sericnpublicatiouen erschienen ist oder erscheinen wird oder wraa sonst gut und leicht zugänglich veröffentlicht ist, zunächst ausgeschlossen bleiben. Dass trotzdem einige bereits von Schreiber publiciorfce hellenistische Roliefbildor aufgenoinmeu worden sind, ist ein Versehen, für das ich um Nachsicht ersuche. Im Übrigen hebe ich auch hier hervor ] Digitized by Google Im. - — - — — Photographische* Einzelaufnahmen antiker Skulpturen. 11 dass dio Mehrzahl der Aufnahmen vor mehr als zwei Jahren ausgewühlt worden ist. Für Manches habe ich damals noch kein Auge gehnbt, was mir heute als wichtiges und bedeutungsvolles Monument erscheint (um ein Beispiel anzu führen, nenne ich die Mantuaner Aphrcditeetatue D. 677); Anderes, was ich damals aufnahm, sehe ich heute als minderwertige Dutzendware nur mit flüchtigem Auge an. Ohne mich derartiger naturgemüsser Irrtämer besonders schuldig zu fühlen, ziehe ich vielmehr aus dieser Thatsuche die Folgerung, das« es notwendig ist, bei conseqncntor Inangriffnahme der Sache alles nur irgendwie Beachtenswerte zu bringen. Die Auswahl der kommenden Serien, über die ich oben bereits Näheres mitgeteilt habe, wird in ihrer Folge voraussichtlich durch die Anordnung der Reisen bedingt werden, die ich im Aufträge der Verlagsanstalt Bruckmann zu unternehmen habe; ich habe als nächstes Arbeitsgebiet Spanien und englische Privatsaminlungen ins Auge gefasst. Zur grosseren Bequemlichkeit des Citierens wird es sich empfehlen, das vorliegende Untornehmen zum Unterschiede von * Brunn-Bruck inann* (Denkmäler griech. und röm. Sculptur) und „Brunn-Arndt“ (Griech, und röin. Porträts) als „Arndt-Bruckmanns Einzelverkauf* anzuführen. München, im Mai 1893. Paul Arndt Digitized by Google Digitized by Google NB. Die Blätter des Formate« 18/2-1 sind mit •, diejenigen de« Formate« 24/SO mit •• bezeichnet. Verona, Museo lapidario. I und 2. Dütschko 505. Kinderköpfchen. Vierte« Jahrhundert, mit Anklängen an den Ko]>f des Dornausziehcrs. Vgl. auch das von Furt* wSngler in der Festschrift ftir Brunn, 1803, Taf. 111, veröffentlichte Köpfchen eines Kro« ans Brauron. 3. I). 462. Fragment eines hellenistischen K e I i e f b i 1 d e « : KomÖdienscone. Schreiber, Bninnenrelief« G rinnt ni p. 0t>, Nr. 66. Reisch, grieck Weihgeschenke p. 142. Museo civico. 4. D. 600. Wiederholung des pasitelischen Tors oh in Berlin Nr. &09 (Areh. Zeit 1878, Taf. 14 und 15). 5. D. 610. Männliche Gewandstatue im Typus des latoranensischen Sophokles. Der Kopf (nach D. nicht zugehörig) scheint ein Porträt vom Endo des 2. Jahrh. n. Chr. 6. W eibliche Ge wnndstn tue. Soll mit den neuen Veroneser Funden der letzten Jahre zu- gleich ans Licht gekommen sein. Ab: Kopf, r. Arm, 1. Vorderarm, Fübho. Loch für Stütze am r. Oberschenkel. Rückseite angelegt. Himation über Kopf gezogen. Nicht vor dem Ende des 4. Jahrh. 7. Rohe Bronzestatuotte eines nackten Jüngling«, der in der vorgestreckten L. einen runden Gegenstand trägt; in der gesenkten R. Loch für stabartiges Attribut. Ab: untere Htilfto der Unterschenkel und Füsse. Vgl. Fnrtwingler, 50. Berliner Wluckelmannsprogramm p. 133. 8. Bron zestatuette einor Amazone Im Typus der Matteischen. In neuerer Zeit an- geblich in der Nähe des Mincio gefunden. In beiden Händen Schlagringe. Wird von Loesclike besprochen werden. Nach Furtwiingler Fälschung. Mantua. •*9. D. 703. Statue einer Muse, mit nicht zugehörigem Apollonkopfe. Die Verwandtschaft der Statue mit den Karyatiden dos Erechtheion ist von D. bemerkt worden. Von den drei uns bekannten Künstlern , die um die Wende des 5. Jahrh. Musenstatuen gearbeitet haben, Stron- gylion, Kephisodot, Olympiosthenos, dürfte der an zweiter Stelle Genannte den meisten Anspruch darauf haben, als Schöpfer des in Rede stehenden Typus zu gelton. •*I0 und **l I. D. 858 und 860. Zwei helleni- stische Reliofbildor mit bacchischen Darstel- lungen. Schreiber hält dieselben (nach brieflicher Mitteilung) für modern. „Da« Relief 858 ist für mich zweifo los modern wegen des maniorirten Stiles, des fremdartigen Satyrkopfea, der An- stUckung der linken untern Ecke vor Beginn der Arbeit, der ungeschickten Drapierung des rechten Beines des alten Silcns auf dem Wagen (das Gewand kann so nicht haften ; oder hält es der Satyr?). Auffällig auch das Hochstehen des hinteren Bockes, die allzu einfache Form dds Wagens, der aus Platzmangel nn die Zugtiere angedrängt wird, der überflüssig leere Raum über den Figuren, der Thyrsusstab Silens u. a. ni. Der Stil ist für hellenistische Zeit zu schlecht, für kafeerrömiscli« eher zu gut, im 16./17. Jahrh. aber möglich, etwa Algardi oder Consorten. Ebenfalls zweifellos modern ist meines Erachtens 860, wohl von derselben Hand wie 858. An beiden Stücken war von Anfang an nicht mehr gearbeitet, als erhalten ist. Bei Vervollständigung der Rdiefplntten würden in der Compo&ition grosse, nicht auszufüllende Lücken entstehen. Die Composition beidemal© durchaus gegen griechische, auch hellenistische Gesetze, die Pro- portionen z. T. verfehlt. Wo bleibt der Unter- körper des Silens und der Nymphe rechts in 860? Das Gewand der Nymphe links ganz un- verstanden (Überfall und Schlitz nur bis zur Mitte de« Oberschenkel«). Beide Reliefs sind auch nicht Seifenstücke von Sarkophagen. Das Bei- werk des Hintergrundes in 860 besonders unver- ständig* E Jt Digitized by Google 14 Mantua. — Vicenza* — Catajo. 12 und 13. D. 647. Kopf, in nächster Ver- wandtschaft zum Apollon köpf Kassel-Bar- racco- Athen und seiner Gruppe (Friederichs- Wolters 223 und 224). 14. I). 057. Musieiorondo Satyrn- Helleni- stisches Rclicfbild. Schreiber Tafel LV1 A. 15. D. 687. Jüngl i ngstorso (kein Eros, da ohne Fitigel). Der r. Kopfnicker angespannt der Kopf war also nach der 1. Schulter gewendet. Geputzt, aber griechisches Original etwa praxi- tolischer Zeit. Keine Wiederholung der sog. Narkissosstatuon 16. I). 707. Statue der Athene. Michaelis, Parthenon XV, 5. Schreiber, Abh. d. sächs. Ges. d. W. 1883, p. 570. 17. D. 711. Kopf des „Vergil“, Wieder- holung des sog. Eubuleus aus Eleusis. Die Arbeit nicht vor dem Ende des 2. Jahrh. n. Chr. 18. D. 706. Kolossaler Idealkopf. Das Loch auf dom Scheitel wird zur Be- festigung des Meniskoastachels gedient haben. An der Halsgrube und am Haaransatz Uber der Stirn in der Mitte jo ein Messpunkt. Apollo? Vgl- die Bronzestatuette in Neapel Inventar 113257 (Phot. Sommer 7562). Nach einem Ori- ginale vom Ende des 5. Jahrh. 19. D. 838- Dionysos und Satyrn bei der Weinlese. „Prachtrelief römischer Erfindung“ : Schreiber, Brunnenreliefs Grimuni p. 98, Nr. 111. Das Tier recht« von Dionysos ein Panther, kein Bock. Verwandt, aber von geringerer Arbeit, sind die beiden Reliefs im Hofe des Museo eivico zu Padua Nr. Xn und XVI (Müller- Wieseler XL1X, 611; Roulez, bull, de l'acad. royale de Belgique T. XIII, Nr. 7). 20. D. 844. Torso eines nackten Faust- kämpfers. Im Stile dein krupeziontretenden Satyr der Tribuna der Uffizien (D. 546) verwandt. 21. D. 845. Weiblicher Idealkopf. Löckchen im Nacken. Fleisch geglättet Dio nämliche Frisur an den Karyatiden des Erocli- theion und an dem Kopfe aus Argos: Waldstein, excavations at tho Heraion, 1892, pl. 4 und 5. 22. und 23. D. 853. Bacchisches Köpf- chen. Gesicht sehr überarbeitet. 24. D. 854. Kopf des Asklepios. Zweit© Hälfte des 5. Jahrh. 25. D. 876. Junger Römer vom Ende des 2. Jahrh. als Hermes. Bernoulli, rüro. Ikonogr. 1, p. 229, Anm. 2 ; II, 2, p. 235, Nr. 62. Der (vom Kopfe nicht getrennte) Torso geht auf ein Vorbild altertümlicher Kunst zurück. Vicenza. 26. D. 8- Männlicher Kopf. Fragment eines Hochreliefs. Augenbemalung erhalten. An die Kunst des Skopas erinnernd. 27. D. 9 und 10. Zwei männliche Köpfe, der eine (D. 9) behelmt, der andere (D. 10) bärtig. Fragmente eines römischen Hochreliefs. Inter- essant wegen der nuch hier, wenigstens in D. 9, erkennbaren Nachklänge «kopasischer Kunst 28. D. 25. Statuette eines sitzenden Mädchens. 29. I>. 27- Weiblicher Kopf. Ergänzt: Hinterkopf vom Hnarbaud an und die GowandbUsto. 30 und 31 D. 30. J ünglingskopf. Hinter- kopf von der Binde ab angestückt, wohl schon in antiker Zeit. Stark geputzt. Am ehesten an Pasitelischcs erinnernd. Catajo. 32 und 33. D. 610. Männlicher Kopf. Stark ergänzt, aber Stirn und oberer Teil der Nase intakt Hellenistisches Porträt? 34. D. 472. Griechisches Relief mit mythischen Scenen. Wird von R. v. Schneider besprochen werden. 35. D. 475. Artemis und Endymion, halblebeusgrosse Gruppe. Die Basis zugehörig; über ihre Form vgl. Strzygowski, röm. Quartal- schrift f. christl. Altertumskunde IV, 1890, Tafel VI, p. 104 ff. 38 und 37. D. 509. Weiblicher Kopf des 5. Jahrh. In der Anlage der Haare über der Stirn an den Berliner Kopf 606, die sog. Aspasia, erinnernd. 38. D. 519. Weiblicher Kopf. 39 und 40. D. 524. Archaischer männ- licher Kopf. Dio nächsten Parallelen scheint derselbe in aeginetischer Kunst zu haben. 41. D. 786. Oberteil einer Jünglings- statue. Wohl Porträt der Diadochenzeit. 42 and 43. D. 547. Männlicher Kopf, dein des Doryphoros verwandt. Sehr schlecht erhalten. 44. D. 602. Kopf dos Dionysos. Der Kopf scheint dem der Münchener Statue 103 aufgesetzten näher verwandt zu sein, als dem des Dionysos aus den Gruppen Chiaramonti 588 (Helbig 111) und Villa Lndovisi (Schreiber 77). 45 und 46. D. 652. Athleten köpf des 4. Jahrh. Die gedrehten Löckchen an den Schläfen w'ie bei Nr. 41. 47. D. 673. Griechisches Votivrelief Digitized by Google Catajo. — Parma, 15 an Dometor und Kor:». Vgl. Korn, da* Cultbild dl,r GOttinen von Eleusit*, ath Mitt. 1892, p. 125 ff. 48. D. 676. WiederholungdeB.,Meleager''- Kopfcs: Ant- Dcnkm. d. Jn»t. I, Taf. 40- 49. D. 682. Kleiner Torso eines Nubiers aus dunklem Stein. Die r. Hand auf der 1. Schulter. Zu der von Schreiber, Hth. Mitt 1885, Taf. XII publicicrtcn Reihe U^\ptisch-helleni- stischer Statuetten gehörig. 50 und 51. D. 685. Archaischer Jüng- lings köpf. Dem Kopfo de« sog. wage» »be- steigenden Jünglings im Conservatorenpalaste (Bull, comin. 1888, tav. XV und XVI) und dem sog. Lysins in Villa Alhani Nr. 62 am nächsten verwandt 52 und 53. D. 687. Kopf eines Athleten Wohl attisch, Anfang des I. Jalirh. Die Augen- bildung ähnlich am Kopfe desselben Museums 509 (oben 36 und 37). Der Kopf achoint dem der Statue Matz-Duhn 1040 verwandt (ehemals Palatin, jetzt Thermen; Phot. röm. Institut). 54 und 55. D. 699. Jünglingskopf, dem Kopfe des Maasimischen Diskobolen nahestehend, aber, wie es scheint, keino Wiederholung. 56. D. 702. Statue «los Serapis mit dem Füllhorn. Der Kopf war gebrochen, schien uns aber zuzugehören. Die R. war nicht, wie D. angiebt, gesenkt, sondern ging nach vom, wie ein Einsatzlot*!» für die Stütze an der r. Hüfte im Gewandwulst beweist Der r. Chitonärmel mit doppeltem Santne der Länge nach gesäumt. Das Original muss von Neuem daraufhin unter- sucht werden , ob es nicht identisch ist mit der von Michaelis, Journ. of hell. stud. 1885, p. 305 nach Maffbi, Museum Veronense pag. 75,5 abgebildoten Serapisstatue. Dieselbe ist jetzt verschollen ; Ortsangabe fehlt bereits bei Maffei. Obwohl der Kopf dort der eines Serapis ist, während er auf der Statue von Catajo den Asklepiostypus zeigt, und obwohl das Füllhorn in den beiden Statuen in verschiedenem Erhalt- ungszustand sich befindet, halte ich doch ihre Identität für höchst wahrscheinlich. Die örtliche Nähe von Catajo und Verona unterstützt die Vermutung. Die Gowandmotive der Statue selbst weisen auf die erste Hälfte des 4. Jahrh. 57. D. 716. I Bisstatue. Nach der runden Queder am Halsausschnitt auB pergainonischer Zeit. Ein verwandtes Stück Museo Chiara- monti 654. 58. D. 730. Apollo als Kind? Das Tier keine Sphinx, soudern Greif (Bart, Klauen, keine Bürste). HalsatUck zw ischengesotzt, daher Zu- gehörigkeit des (zu grossen) Kopfes zweifelhaft. Vgl. die Porträtfigur eines Knaben ats Apollino Uffizien D. 155. 59. D. 743. Statue eines Jünglings. Der Torso scheint eino auch in den Maassen ungefähr entsprechende Wiederholung der Ber- liner Bronzo aus Eleusis zu sein (Nr. 1 ; Brunn- Bruckmann Tafel 278). Der aufgesetzte, bekränzte Kopf zeigt einen späteren pcloponnesischen Athletentypus. Die Statue vielleicht iden- tisch mit der ehemals im Cortile des vat iranischen Belvedere aofgestelltcn, jetzt daselbst nicht mehr befindlichen „Dionysos^statue bei Michaelis, Jahrh d. Inst. 1890, p. 36; vgl. 1892, p 95. 60 und 61 D. 777. Athletenkopf. Hinter- kopf und r. Ohr ergänzt. Pnnkratiaatenohr. Nase intakt. An den Hermes des Praxiteles erinnernd. 62. D. 787. Statuette der Hygieia. Kopf modern. Koste der Schlange auf Rücken, 1. Schulter, Vorderseite. Vgl. Roscher, myth. Lexikon s. v. Hygieia, Schema 2. — Auf dem- selben Blatte : D. 446. Weibliche Gewand- h tat u» utto. Nach Queder und durchscheinendem Gewände auf ein pergamenisches Original zurück- gehend. 63. D. 791. Statuette des Mars. Kopf modern. 64. D. 796. Torso des Herakles. Im Motiv dem Fanieseschen in Neapel verwandt (nur dass hier die r Hand in die Hüfte gestützt ist, dort auf dom Rücken ruht), aber, wie es nach den Körperformen scheint, älter. Vgl. Furt- wängler bei Roscher, myth. Lexikon s. v. Herakles Sp. 2173, und unten Nr. 132 (Villa Borghese). 65. D. 800. Statue des Apollon. Der Omphalos links unten als solcher nicht sicher. 66. D. 813. Statuette eines Mädchens mit Vogel. Parallelen auf attischen Grabsteinen. 67. D. 815. Statue des Hermes. Kopf nicht zugehörig. Die Bildung des Schmnhaare» nach altertümlichen Mustern. 68. D. 819. Statuette der Athene. Nach einem in Anlehnung an die Parthenos ge- schaffenen Vorbilde vom Endo des 5 Jalirh. Parma, •*69 und **70. D. 869. Kopf des Zeus. Vorn Palatin: Schreiber, sächs. Bor. 1892, p. 126, XXI. ••71, Bronzestatuette de» trunknen H er ak- les. Heydemann, Mitt. aus d. Antikouaamm- lungen Ober- und Mittolitalien», 1879, p. 46, Nr. 20; Mon- d. J. I, 4i C. Aus Velleja. Digitized by Google 16 Parma. Florenz. **72. Zwei Bronze«! atu et ton : «.Jugend- licher behelmter Krieger, in Chlamys, mit Schild und Schwert, nach r. stürmend. Ül>er seinem Haupte ein Stadtthor in Relief. Vorsatz einer innen auegehöhlten, zum Aufsätzen etwa auf einen Stab bestimmten Bronzeleiste. Von einem Feldzeichen ? b. Nackter Bärtiger, mit Helm und Schwert, mit zurückgewandtem Haupt und vor- gost reck ton Händen nach r, schreitend. In Stil und Motiv an den Aias der Pasquinogruppe er- innernd. **73. Zwei Bronzestatuetten: a. Sog. A 1 c xa n d e r. Nackter gehender Jüngling mit erhohnem r. Arm. Heydemann a. a. 0. p. 40, Anin. 107. Nach dein Ausdruck der Gesichtszüge halte ich die Benennung der im (ihrigen ikono- graphisch wertlosen Statuette für nicht unwahr- scheinlich. b. Dionysos, mit übergeschlagnen Beinen stehend. II. Fnss neu. Der Gegenstand, den die R. hält, ein Rebzweig? Mon. d. J. III, Iß, 1; Müllcr-Wieselcr XXXII, 307. Zur Stellung vgl. dio Bronze eines Apollon im brit. Mus.: Phot. Stereoscopic Co. No. 270. 74. D. 876. Erostorso. Im Rücken An- sätze der Mnriuorflügel. Wiederholung der Eros- statue vom Palatin im Louvro (Phot. Giraudon 1205; Furtwänglor bei Roscher, mytli* Lexikon s. v. Eros, Sp. 1360 f . ; Baumeister. Denkmäler s. v. Praxiteles, Abb. 1551). 75. D. 886. Torso eines Satyrs. Im Rücken Stumpf dos Schwanzes. Rundlicher, walzenförmiger Körper. 76. D. 891. Torso einer Jünglings- statue. Kopie eines archaischen, dein Bog. Omphalosapoll nahe verwandten Originales, 77 und 78. D. 896. Kopf des Serapis. Overbeck, Kunstmythologie des Zeus p. 309, Nr. 3. Auf dein Scheitel runder Wulst mit Einsatz für den Modius. Über der bei D. erwähnten Ansatz- Hüche für die in di« Stirn fallende Lockonpartie und vor dem Modius Rest einer Erhöhung von unklarer Bedeutung (Lotosblüte?). Auf Grundlage der Formen des Zeus von Otricoli und wohl vom nämlichen Künstler (Bryaxis?). 79. D. 897. Torso einer sitzenden Figur aus dunklem Stein. Die Haltung umge- kehrt wie um Torso vom Belvedere. 80 und 81, D. 902 und 903. Fragmente eines Flachreliefs aus Vclleja : Haus and Ziehbrunnen. Dio Fonneu der Kandelaber er- innern an Etruskisches. 82. Bronzestatuette einer Victo ri a. Publ. Gnz. arch. 1880, pl. 26. Heydemann, u a. O. p. 47, Nr. 23. Florenz, Uffizien. 83 und 84. D. 13. Altertümlich or Kopf eines Jünglings. 85 und 86. D. 19. Inventar 3519. Kopf olnes Athleten (des Herakles?). Zweite nttipcb« 1 Schule; von Graef, röm. Mitt. IV, 1889, p. 197, Nr. 14 unt«r den Wiederholungen des Kopfes des 1 „skopasischen Herakles“ aufgeführt. 87 und 88. Jüngl ingskopf, der Statuo D. 27 aufgesetzt (Phot. Alinari 9787). Die Statuo, wie auch von Anderen bemerkt worden ist, dem sog. Omphalosapoll nahestehend ; der Kopf an attische Typen vom Ausgang des 5. Jahrh., wio den Münchner „Salber“ 165 und den Florentiner Athleten Uffizien 1>. 72, erinnernd. 89 und 90. Jüngl ingskopf, der Statuo D. 70 aufgesetzt. Wiederholung vom Kopf« des Hermes von Andros und des „Anlmous* vom Belvedere. Beachtenswert dio Verwandt- schaft dieses Typus mit dem Kopfe des Are« Ludovlsi. 91. D. 187. Statue der Demeter. Over- I beck, Kunstmythologib der Demeter, p. 461, Nr. 7. Verwandt mit den Statuen Capitol, Salone 24 (Helbig 503) und Vatican, Sala rotonda 542 ' (Helbig 297) und deren Gruppe. 92 und 93. Kopf der Asklopiosstatuo ■ D. 198 (Phot. Alinari P*- 1*- Nr. 1222). 94 und 95. I). 535. Männlicher Torso aus grünem Basalt. 5. Jahrhundert Giardino Boboli. 96. D. 77. Angebliche Replik des Har* m odios aus der Gruppe der Tyrannen in Order. Vgl. Friedericks- Wolters zu No. 124. Die Statue ist vielleicht trotz der veränderten Ergän- zungen und des vertauschten Bow egnngsinotives (Wiedergabe des Originales im Gegensinn bei Stichen häufig) identisch mit dein „Gladiator in arona“ bei: (de Rubels) Villa Pampliilia. 97 und 98. Köpf von 06. Zugehörigkeit zur Statue nicht erweisbar. Vgl. Dütscbke, A. Z. 1874. p. 163 gegen Benndorf. Ann. d. L 1867, p 828. 99. Wiederholung des Aristogoiton aus der Gruppe der Tyrannenmörder. Vgl. DÜtschke, A. Z. 1874, p. 103 ff ; darnach modern. 100. D. 79. Weibliche Gewandstatue vom Beginn des 4. Jahrh. Wie W. Amelung mir Digitized by Google Florenz. Rom. 17 nachweist, publiciort ohne Ortsangabe von Clarac 438 E, 792 J nach Montfaucon I, 43, 5. 101 und 102. Kopf von 100. Nicht zur Statu« gehörig. Mitte des 5. Jnhrh. 103. D. 84. Statue de» Herme» mit dem Dionysoskinde. Von Overbeck, Gesch. d. griech. Plastik * II, p. 7, vermutungsweise auf da» Werk des alteren Kephiaodot: Mercurius Liberum patrem in infantia nutriens, zurück- geführt. Ich halte diese Identiticierting, da der Kopf in den Kreis attischer Typen zu gehören scheint, für möglich, aber für zur Zeit nicht be- weisbar. Jedenfalls müsste das Werk dann in die früheste Zeit der Thfttigkeit des Kephisodot gehören. 104 und 105. Kopf von 103. Mit grösster Wa hrscheinl ichkeit zugehörig. 106 und 107. Nicht bei D. Überlebensgrosser jugendlicher Kopf auf moderner Büste. Der Kopf erinnert an den sog. Alexander in Bleti- heim (Koepp, Über das Bildnis Alexanders de» Grossen, 52. Berliner Winckolnmnnsprogr. 1802, p 27 und Tafel III), der seinerseits wieder mit dem Kopfe des praxitelischeu Satyrs verwandt ist. Rom, Palazzo Barborini* •• 08, *109, *1 10. Männlicher bärtiger Kopf des 5. Jahrh. Identisch mit M — I> 1741, den Dulin mit Unrecht für modern erklärt? Dem Kopfe der Dresdner ,Zeusa8tatue Augusteum Tafel 16; Clarac 549, 1150 (Treu, Areh. Auz.1890, p. 107; 1892, p. 1 f.) verwandt. Palazzo Rospigliosi. 120. M — D 1058. Jünglingstatue. Trotz j der Wnlzeufönnigkeit des Torsos nach Behandlung der Muskulatur, desSchamhaares und der Chlainys noch 5. Jahrh. 121 und 122. Nicht bei M— D. Kopf des Asklepios. Neu Büste, Nase, Oberlippe. Be- ginn des 4. Jahrh. 123. Kopf der Diony so hs tat u e M — D 369. Die Statue selbst dicht mit Laubwerk über- wachsen, so dass eine Aufnahme. unmöglich. 124. M — 1)68. Statue des Asklepios. | Dem lateranensischen Sophokles etwa gleich- zeitig, also aus praxitelischcr Periode. Der auf- gesetzte bärtige Diunysoskopf, mit Trauben und Binde, ist streng und einfach, wohl noch 5. Jahrh.; ich werde eine besondere Aufnahme desselben in einer der folgenden Serien bringen. 125. M— D 1550. Weibliche Gewand- statue mit nicht zugehörigem bacchischen Kopfe 126 und 127. Nicht bei M — D. Porträt eines bärtigen Griechen. Neu: Rüste, Nase, Oberlippe. Repliken in Villa Ludovbi (Schreib» r 93; wird in »len „Gr. und röm. Porträts“ erschei- nen), Palermo und (nach freundlicher Mitteilung E. Petoraeas) Wien. 128 und 129. Nicht bei M — D. Porträt eines unbärtigen Römers. Neu: Büste, Hals, ! Nase mul viel«* Flicken im Gesiebt. Deu sog. Ciceroköpfen ähnlich und aus ihrer Zeit. Ein sehr verwandter Kopf kolossalen Maassstabes, wahrscheinlich dieselbe Persönlichkeit darstellend, im Giardino Boboli zu Florenz, wird in den „Gr. i und röm Porträts“ veröffentlicht werden. •III. M — D 621. Statue der Athene. ^*112. M— D 707. Statue der Artemis. Villa Mattei. *113. M — I) 1375. Weibliche Kolossal- statuo nach einem Originalo phidiasischer Zeit. | Da die Statuo in beträchtlicher Hohe aufgestellt, j stark von unten aufgenommeu und deshalb unan- | genehm verkürzt. 114 und 115. Nicht hei M — D. Koplik vom Kopfe des Harm o d i o s aus der Gruppe der Tyrannonmörder. Auf moderner Büste. 1 16 und 1 17. M — D 1668. Schlecht erhaltene, aber fein gearbeitete, namentlich in den Augen Spuren noch strenger Behandlungswoise zeigende | Wiodorholung des Doryphoroskopfos. 118 und 119. M — D 1683. Athletcnkopf, Kol) binde iiu Haar. Zeit doe Skopas. 130 und 131. M D 1827. Wiederholung des Kopfes der Be rlincr „Caesar “-Statu e No. 341 (Bernoulli, röm. Ikonographie I, p. 175, Fig. 23 und Tafel XVII). Di« von M — D aus- gesprochenen Zweifel au der Echtheit des Kopfes erschienen mir unbegründet. Villa Borghese. 132. Statu o - Hrucknuum'tche Huchdruckcrei, Manchen. Digitized by Google rA 4- L 7 YERLAGSANSTäLT FOR KUNST UND WISSENSCHAFT IN MÖNCHEN VORM. FRIEDRICH BRUCKMANN. Photographische Einzelanfnahmen ANTIKER SCULPTUREN nach Auswahl und mit Text Paul Arndt. Serie 1, Teil 2. MÜNCHEN 1894. VERLAGSAXSTALT FÜR KUNST UND WISSENSCHAFT VORMALS FRIEDRICH BRUCKMANN. Digitized by Google ffv, 0 I I i JUL io 191 1 p [> \ it-» iCA~. ■a*«-«- Mk. 20 Pfg. «8 Blatt zu 7)0 Ptg. = 34 Mk. — Pfg. 87 Blatt = 49 Mk. 20 Pfg. Im Abonnement 20®/,, Ermlissigung: rund 39 Mark. Digitized by Google Die Herausgabe dieses zweiten Teiles der ersten Serie dos „Einzelverkaufes“ hat sich über Gebühr verzögert. Der Unterzeichnete trägt fast allein daran die Schuld. Besondere Verhältnisse meiner äusseren Stellung haben mir zu eigenen Arbeiten wenig Müsse gelassen. Ich darf indessen mit Bestimmtheit die Erwartung nussprechen, dass derartige Unregelmässigkeiten im Erscheinen unserer Publication sich nicht allzu oft in Zu- kunft wiederholen werden. Die Juhresserien zu 300 Blatt werden weiterhin in zwei Ab- teilungen zu je 150 Photographien ausgegeben werden. Ich glaube, das Erscheinen von Serie II (1894) noch für den Lauf dieses Jahres in sichere Aussicht stellen zu dürfen. Die Publicationsweise der früheren Petersburger Compte-rendus, die im Jahre 1884 z. B. -pour 1881“ erschienen, nachzuahmen, liegt in der Absicht weder des Verlegers noch des Autors. Wir sagen den Fachgenossen aufrichtigen Dank für die freundliche Unter- stützung unsres Unternehmens, dessen Fortbestand durch dieselbe gesichert ist. Zu festem Abonnement haben sich die folgenden 28 Herren und Institute verpflichtet: In Dänemark: Herr Karl Jakobsen in Kopenhagen. In Deutschland: . A. Kalkmann in Berlin. „ Prof Dr. G. Loeschcke in Bonn. „ Prof. Dr. G. Treu in Dresden. „ Prof. Dr. F. Xtndniczka in F rei- burg i/B. „ Prof. Dr. Dilthey in Göttingen. „ Prof. I)r. Preuner in Greifswald. „ Prof. Dr. K. Robert in Halle. „ Prof. Dr. von Dulin in Heidel- berg. Geheimrat Prof. Dr. Overbeck in Leipzig. . Prof. Dr. von Sybel in Marburg. . Geheimrat Prof. Dr. von Brunn in München. „ Prof, Dr. A. Milchhöfer in Münster. „ Prof. Dr. A. Michaelis in Strass- burg. „ Prof. Dr, K. Sittl in Würz bürg. In England: W. H. D. Rouse Estj., M. A., F. R. G. S. in Cheltenhnm. In Frankreich: Herr Professor M. Holleanx in Lyon. In Griechenland: Das k. deutsche arehaeologische Institut in Athen. In Italien: Herr Dr. Walter Aineliitig in Florenz. Das k. deutsche arehaeologische Institut in Rom. Digitized by Google In den Niederlanden: Herr Prof. Dr. Jim Six in Amsterdam. „ H. F. Donpierre de Chaufepie in Leyden. In Österreich: Herr Prof. Dr. E. Reiscb in Innsbruck. „ Prof Dr. W. Klein in Prag. „ Hofrat Prof Dr. 0. Benndorf in Wien. In Russland: Herr Prof. Redin in Charkow. „ Prof. Dr. W. Mn Irnberg in Jurjew. „ Staatsrat Prof Dr. .1. Zvetaieff in Moskau. Durch Abnahme einzelner Blätter haben die Folgenden ihr Interesse an dem Unternehmen zu erkennen gegeben. Herr Dr. H. Bulle, Athen. Herr Studiosus 6. Habich, München. „ Prof. Dr. A. Furtwüngler. Berlin. „ Dr. A. Stauffer, München. „ Dr. E. Loewe, Colmar. ] . Dr. F. Hauser, Stuttgart. „ Prof. Dr. A. Flasch, Erlangen. 1 Frau Elisabeth von Thurau, Exc., War- „ Dr. B. Sauer, Giessen. schau. Von öffentlichen Besprechungen erwähne ich mit lebhaftem Dank den Aufsatz von Dr. 0. Bie im „Hamburgisehen Correspondenten“ vom 2f>. Sept. 1 803 (Mittagsaus- gabe No. 614) und die freundlichen Worte, mit denen Furtwüngler in der Vorrede zu seinen „Meisterwerken der griechischen Plastik“ meines Planes gedacht hat. Durch Beschaffung der für unsere Zwecke erforderlichen Permessi hut uns dieses, wie auch bereits das vorige Mal, W. Helbig in Rom. ohne dessen unermüd- liche Bereitwilligkeit und weitreichenden EinHuss Arbeiten, wie die meinigen, zur Zeit in Italien mit den grössten .Schwierigkeiten verknüpft sein würden, auf das Tiefste verpflichtet. Die Erlaubnis, die Aufnahmen in Catajo (in Teil 1 der ersten Serie) herstellen zu dürfen, verdanke ich der liebenswürdigen Vermittlung R. von Schneiders in Wien. Ergänzungen und Berichtigungen zu meinem Texte zu Serie I, 1 haben die Herren Atnelnng, Furtwüngler, Hauser, Herrmann mir zu liefern die Freundlichkeit gehabt; durch unentgeltliche Abtretung photographischer Negative haben die Herren Hauser in Stuttgart und Six in Amsterdam unsere Publieatinn in dankenswertester Weise gefördert. Für die. kommenden Serien liegt ausser den im Vorwort zum vorigen Programm p. 7 Antti. 1 erwähnten Aufnahmen noch eine grössere Reihe von Photographien aus Wörlitz bei Dessau vor, die ich im Januar ds. Jahres hergcstellt habe. Meine erläuternden Bemerkungen zu den einzelnen Blättern habe ich auf mehr- fache Anregungen von befreundeter Seite hin etwas eingehender gestaltet als bei dem ersten Teile dieser Serie. München, im Mai 1804. Paul Arndt. Digitized by Google Mi. Die Blätter des Formalem 18/24 sind mit* bezeichnet Brescia. 192 und 193. D. .'{21. Weiblicher Kopf. Unter den von D. verzeiehnoton Ergänzungen so verbessern: linker Teil des Oberkopfes. Der I Iberkopf nur angelegt: wahrscheinlich als Unter- lage für einen Bronzehelm, von welchem jedoch keine Befestigungsspuren vorhanden sind. Vgl. die nächste Nummer. Typus vom Ende des 5. Jahrh. ; vgl. E— V 18 (Mantua I). 706). I94--I96. D. 335. Kopf der Athene. FurtwÄngler, Meisterwerke p. 123 ff. Zum Ein setzen in eine Statue hergerichtet. Der Oberkopf nur angelegt: auch liier keine BefestigiitigMspuren eines auf liegenden Bronzehelmes Derselbe muss indes* vorhanden gewesen Mein ; denn ich wüsste den die Stirn abschliessenden Reif mit FurtwÄngler a. a 0. nicht anders als als untern Holmrami zu deuten. Die gleiche Verwendung zweier Materialien für den Helm findet »ich an dem von FurtwÄngler und mir auf die Promaclios bezogenen Kopfe der Sammlung Jakobson: Meisterwerke p. 135. Der Kopf wird von Furt- wänglcr, wie ich glaube, mit Recht, auf eine Athene des Phidias znrückgeführt 197—199. I). 336. Arclia isolier Jüng- lingskopf. FurtwÄngler, Meisterwerke p. 350 f. Darnach ein Jugendwork de» Myron FurtwÄngler erklärt den Kopf für eine „ziemlich gute Kopistcn- :irbeit“; ich habe vor dein Stücke selbst an ein griechisches Original gedacht Der Marmor schien mir pentelisch; jedenfalls ist er griechisch. Der Fundort scheint nicht bekannt zu sein. Pisa. 200 und 201. D 16. Weiblicher Kopf Auf einen Typus vom Ende de» 5. Jahrh. zurück- gehend. Vgl. unten No. 264. 202 und 203. D. 78. Kopf de» Caesar. Bernoulli. rbm. Ikonogr I. p. 158, No. 22 ; p 172, Fig. 22. Ich wiederhole dieses bereit* abgebildete Stüek wegen der relativen Vorzüglichkeit »einer • Arbeit und »einer Wichtigkeit für die noch immer [ nicht sichergestellte Ikonographie des Caesar 204 und 205. D. 84 Kopf der Aphro* , dite. Verwandt dein der Daedalusaphroditc I im Vatiean Helbig, Führer I, 25u und dein I Münchner au* Ciiiuae Brunn IUI Vgl. auch E V 181; 182 Florenz, Palazzo Pitti. 206 und 207. D. 2 K o p f der Statue de* sog. j ii ge n d I i c h e n Z e u ». Die Statue photographiert von Aiinari No. 3567. Die Angaben Dtttochke* über die Ergänzungen dieser sowie der andoren Statuen de* Palazzo Pitti habe ich nicht nacli- prüfen können, da mir nur ein kurzer Besuch in dem Palast»* gestattet war — Hegen Overbecks Deutung auf den jugendlichen Zeus Kunst- mythologic dos Zeus p. 10* f.) hat »ich bereit* Hoydeniftiiu Mitt. aus d. Antikensanunl. in Ober* uud Mittelitalien p. 100, No. 2 ausgesprochen Aber auch dessen Erklärung der Statue als Ganymed unter Berufung auf den Ganymed au» Falerone in der Galleria de* candelabri de» Vaticana Helbig, Führer I, No. 380 und auf eitlen „gegen- seitig aufgefassten“ Dresdner Torso (Augusteum Taf. 50 unterliegt mehrfachen Bedenken. Denn einmal gebt der vaticanische Ganymed (Over- beck, Kunstmythologie, Atlas, Taf. VIII, 20 „unzweifelhaft*4 nicht auf da» Original der Floren- tiner Figur zurück, solidem hat nur ein ver- wandte* Motiv; «ein Kopf, der an den des jüngsten Niobideiiknabcu Florenz-Paris-Galleria de’ cande- labri erinnert, ist von dem des Florentiner „jugendlichen Zeus“ vollständig verschieden; und zweitens ist der Dresdner Torso (nach freund I. Mitteilung Treue) eine Wiederholung des West- macottscheu pol y kl otisehen Kuahensieger» und als solcher jetzt auch in Dresden ergänzt Nach Wegfall dieser angeblichen Repliken spricht für Ganymed eigentlich nur das aufwärts gewandte Haupt. Aber grade dieses Motiv würde sinnlos seil», wenn Oveiheeks Annahme, an Stelle der Digitized by Google Fluor« 7. 6 angeblich ergänzten Vase mit dom Lorbeerzweig sei der Adler des Zeus zu denken, sieh erweisen Hesse. Es kffme vor Allem darauf an, zu con- »tarieren, ob diese Vase antik ist; der beigefügte Lorbeerzweig würde dann für Apollo sprechen. Sonst könnte inan auch an einen Helios denken , vgl. die Berliner Bronze Arch An*. 1*91, p 123, K. — Gleich schwierig ist die Datierung des Stückes. Auf den ersten Blick macht dasselbe keinen sonderlich altertümlichen Eindruck. Das Aufblicken scheint etwas Pathetische» zu haben, die rechte Hüfte ist ausgeschwungen und das Gewand fallt in freien Falten hernieder Bei genauerem Zusehen aber wird man zunächst auf den breiten Stand der Figur aufmerksam werden, der noch in Vielem an den Idolino erinnert und für den ich aus späterer Zeit keine Parallele wüsste. Im geflammten Motiv der Figur findet diese Bcinstcllung nicht ihre Krkliirung; sie muss durch den Stil gegeben »ein. Auch der Körper, obwohl weicher, scheint, nach der Photo* grnphie zu urteilen, dem de» Idolino im Formen* bau nicht fern zu stehen. Die Chlamys mögen wir dann für eine stüutigemässo Zuthat des römischen Kopisten ansehen vgl. Furtwängler Meisterwerke p. 302 u sonst). Bei flüchtigem Hinschauen auf den Kopf wird man zuerst an späte Typen, wie etwa den Alexander, denken. Aber man beachte den regelmässigen Stirn- abschluss, der ganz der Weise des 5. Jahrh ent- spricht; die Bildung der Stirn hat ihre Analogieen bei der Barberinischen Schutzflehenden und der Ncmeeis-Leda (Hel big, Führer I, No. 451). Ich habe nicht genügend eigne Beobachtungen ge- macht, uui mit Sicherheit behaupten zu können, dass auch in der Bildung der Augen mit der geraden Linie des Unterlides sich eine ältere Zeit verrät Jedenfalls scheinen mir die ganzen Formen des Gesichtes Nichts zu haben, was eine spätere Entstellung bedingte. Man wird sich hier- gegen auf die freie und malerisch wirre Anord- nung der Locken berufen, diu über Praxitelische» noch binausgeho. Aber ist dies wirklich der Fall? Mau übersetze sich dio Locken in den Stil, den sie im Original gehabt haben, dh, man entkleide sie de» Plumpen, Stofflichen der Kopie, und denke sich jede einzeln in Bron/.e sauber ausgedreht und von der andern losgelöst : ist du noch eine Verschiedenheit von der Hnarbehand- lung etwa, w ie sie der*schöne Neapolitaner Bronze- j köpf eine» Jüngling» Brunn-Bruckmnnn Taf. 323 . z. B. iui Profile zeigt? den doch gewiss Niemand I unter das Jahr 440 wird hmnbdatieren wollen! ! Man beacht** ferner, wie jede Locke als Ganze» für sich fertig durcbgefülirt ist, wie keine unter i der andern verschwindet, wie die Enden jedes ! Mal umgebogen sind Da» ist, scheint mir, die Stilistik des 5. Jalirh., die noch um Viele» I strenger und einfacher ist, als etwa jene in den gleichen Partieen am Eubulcti* oder dem unten I). 27 zu erwähnenden „Triptolemos des Prazi- i teles* Die Statue passt sonach im Allgemeinen ! in den Kunstkreis des von Furtwängler dem ich ‘ einige diesbezügliche Hinweisungen verdanke aufgestellten „älteren Praxiteles** hinein. 208 und 209. D. 4. Kopf der Statue des Apollon. Die Statue: Brunn-Bruck mann Taf. 30 i; Alinari 3570. Nach Furtwängler, Meisterwerke p. *1 f. Stil des Kritios; den dem Florentiner am nächsten verwandten Apollotypus Neapel Mantua etc. ;Briiiin-ßruckumtin Tatf 302 und 303 I schreibt Furtwängler (p. SO' dem Hegias zu. Mantel und Kitlmra hält «*r, wie ich glaub«; mit Recht, für Zuthat des Kopisten. D. 5- Eine Replik der „Aphrodite* mit dem Schwurt aus Epidauro» und der Münchner Libera No. 1 12 (Flasch, Verli d Münchner Phil - Vers. 1*92, p. 2 16 ff , aber ohne jegliches Attribut. 1 also eine dritte Variante des Typus, wird dem- nächst von Flasch veröffentlicht worden- 210. I). 0. Statue eines unterwärts bekleideten M ftdehene. Ich möchte die Statu«* : wegen der einfachen Behandlung von Körper und Gewand nicht unter den Beginn des 1. Jahrh. hinabrücken. Eine Replik im Museo Torlonia No- 88 abg, in der Viscontischon Lichtdruck I publication und — unkenntlich — b-i Clarac 602, 1332 C). Die von Visconti a a. O. als Replik angeführte Statue der Villa Albani No. 31 | (CtiriQ 632 G, 1374; Phot Molinfl 2760 ist ähn- lich, aber keine Wiederholung. I). 7. Statue eines gefangenen Barbaren* I fürsten, ist von Alinari unter No. 3576 photo- graphiert. 211 und 212. D. 12. Kopf des poly- k I e t i * c h e n^Do'ry p h o r[o s. Auch von Alinari unter No. 3571 photographiert. Furtwängler, Meisterwerke, p. 421, Anm. 4. Hervorragend gute Kopie, die besonders in den Haaren^dor Neapler Bronzoliurme unbestellt — Eine unschw erdurchzu- führende Zusammenstellung von Abgüssen sämint- lichor bisher mit dein Doryphoro* de» Polyklet in Verbindung gebrachten Köpfe würde besonders lehrreich sein für Erkenntnis d« r Grunze zwischen Kopie und Variation eine» Originales. Vgl dio dahin zielenden Bemerkungen von Kalkmann, Digitized by Google t orenz Proportion«*» «lex G^ielito», Berliner Winckol- matinsprogr. 1803, p. In f. Gerade die Dory* phorosküpf«*, von denen wir eine grosso Anzahl, darunter vorti eff lieh gearbeitete und gut er- haltene, besitzen, die aber untereinander in Kinz«*!- heiten, zum Teil be«leutend, abweichen, liefern ein vorzügliches Musterbeispiel für Kopieeiikritik W«*!cheeKxemplar stell tdemOriginalo am nächsten? Die Neapolitaner Bronzeherine? oder haben hier bohondere Umarbeitungen für den Zw^ek «ler Henne stattgefunden ? Wurden z. B. die Propor- tionen des Gesichtes verändert, wenn der Kopf einer Statue für die niedrige Aufstellung als Herme kopiert wurde? Sind Kopieen, wie Col- lection Barracco pl. XI dH und Xldll A, ferner Berlin 475, wirklich noch Wiederholungen, «lie nur durch die Übertragung in Marmor in «len Formen des Gesicht* verweichlicht worden sind, oder sind es Wiedergaben von Typen, die bereit* von griechischen Künstlern, etwa im Anfauge des 4. Jahrh., au» dem Doryphuros abgeleitet worden sind? (Ein ähnlicher Fall bei den sog. Sapphotypen, FurtwUngler, Meisterwerke p. 98 und Amn. 2 ; das Barraccosche Exemplar [Collection Barracco pl. 18 bis] ist gegenüber dem einen Borgheseschen ß., von dem mir Photographieen vorliegen, eine auch in den Haaren stark inodi- lieierte, ins Erregte umgesetzte Weiterbildung Das Exemplar des britischen Museums dagegen, «lessen Photographieen beim Institut«* in Berlin käuflich sind, macht, wenigstens in den Augen- partieen, auch gegen die Borghesosche Kopie einen noch fast Altertümlichen, strengen Eindruck Eine Sammlung dieser Kopieen dürfte nicht minder instructiv »ein ala jener de» Doryphnros'. Weitere Fragen: Könne» wir die K«>pieeii genauer datieren? An der Neapolitaner Bronzeherme mit der Künatlerinschrift und der pompeianischen Statue haben wir annähernd genau fixierte chronologische Anhaltspunkte; zur Datierung der anderen kann uns der Vergleich mit der Technik der römischen Portrats die Grundlage liefern. Ferner: .wie verhalten sich neben den Köpfen «lie veracliie«!eni-n Doryphuros torsi zu einander? hatte das Original, w ie die PourtahVsche Replik in Berlin, Adeln auf dem Bauche, oder sind diese Kopistenzuthat(Furtw ängler, Meisterwerk« p.42 1 ? um! so fort. 213 — 215. D lö Statue des Hermes. Auch von Alinari unter No. 3574 photographiert. Furtwängler, Meisterwerke p, 504, Amn. 3: nI)as rechte Unterbein ist fälschlich zurückgezogen ergänzt. Das End«* des Kerykeions am linken Arme scheint alt.“ Der Abguss in Dresden zeigt (.nach frl. Mitteilung von P Herrinami) mehrere Abweichungen von dem Florentiner Exemplare, die wahrscheinlich aber nur auf Nachlässigkeit de» Formers beruhen- - Wie der Kopf des Dory- phoros, so regt auch diese Statue zum Nach- denken über das Wesen der uns orhnltnen Kopieen an. Furtwängler führt a. a. O als „Wieder- I holungen* «1er Florentiner Statue an: eine Statue in LaiisdowneliuusH (ahg. p. 504. Fig. 91), einen ; Torso in B«*rlin 190 Jn eigner Aufnahme mir vorliegend), eine Statue ebenda 199 (phot. von j d«*r Photogr Gesellschaft , als abgeleitete Vari- anten «len sog Hermes von Aegion in Athen Athen Mitt. III, Taf. 5 un«l in Phot.) und «Jessen ! Repliken, und als Umbildungen in lysippischem Gescliiuack die Statue des Antipliane» von PHros Berlin 2U0, den Mercur«* Richelieu im Louvre und den Herrn«?» von Atalanti in Athen Ich beschränke «lie Vergl«*ichung auf die vier erst- genannten Stücke, du ich sowohl den Hermes von Aegion als den von Atalanti und seine Ge- nossen für zwar verwandte, aber im Grunde nicht identische Typen halte, die nicht auf «las nämliche Original zurückgeben. Ab«*r sind auch jene vier Ex«*mplare, Laußdow ne, Florenz und «lie beiden Berliner, wirklich Repliken? Furtwäugl«?r hat die Abweichungen «lerselben untereinander bemerkt, schreibt sie aber der i Hand «les Kopisten zu. Nehmen wir «lie Statue | Lansdowne mit ungebrochnem, nach Furtwängler» ; Angabe po ly k le tischen Kopf zum Ausgang»- 1 punkt, so scheint allerdings der Berliner Tors«« i 196, wenigstens nach d«*r BehaiHllung «ler Chlawv » zu urteilen, wirklich eine, nur in Kleinigkeiten, wie «ler Hinzu nähme der Fussflügel, abw'eichemle, Wiederholung zu »ein. Die Florentiner Statue hingegen hat ein im Motiv zwar ähnliches, in der Kinzelbehamlluug aber durchaus verschiedene» Gewaml auf der Schulter, und der Kopf ist von jenem de» englischen Exemplare», der „einen dem Dresdner polykletischen Smgerkmtben und dem Öleingtoaer von Petworth ähnlichen Typus* lmh«*n | soll ; Furtwängler p. 503), absolut abweichend I Ich sehe in dem Florentiner Kopfe (den auch ich für zugehörig halte) keine Spur mehr von Polvklct. Die B«*rl»n«*r Statue 199 endlich »teilt dem Florentiner Exemplar näher als d«'in Londoner, weicht aber auch von jenem sowohl im Kopfe als in der ChlHinysboliandliing ab Ein sicheres Urteil darüber, oh w ir ^derartige Differenzen der Ein- wirkung der Kopistenarbeit Zutrauen oder ob wir auf verschalen«« zu Grunde liegende Originale Digitized by Google r loriMiy, achliessen sollen, mag ich nicht abgebon , ohne die ganze Frage in grösserem Zusammenhänge erwogen zu haben Einem Ähnlichen Kalle werden wir gleich unten unter No. 222—225 begegnen. Zunächst muss ich gestehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Kopist aus einem Kopfe vom Stile des Potworther Ein- gi essenden den der Florentiner Statue, der mich «her an Attisches erinnert, hat zurechtarbeiten können. Wie sich die Torsi d«s Londoner und dos Florentiner Exemplare» zu einander ver- halten, kann ich nach der mangelhaften Abbildung dos orsteren nicht beurteilen. Die Toraobehand- lung der Florentiner Statue erinnert mich mehr als an Polyklotisehe» an den myronischen Hermes Jngenni (Furtw fingier p. 361), und in Myrons weiterem Kreise würde auch der Typus des Kopfes seinen Platz finden Vermutlich haben wir, w ie unten bei den Statuen der Olein giesser, an eine polykletische und eine, resp. mehrere attisch»» Variationen desselben Motive» zu denken 216 218. D. 17. Statue der knidischen Venus. Furtwfingler, Meisterwerke, p- 551, Anni. 2, 5. Der Kopf im Halse gebrochen, der Bruch verschmiert. Zugehörigkeit des Kopfes wahrscheinlich; er ist aber falsch aufgesetzt Michaelis, Journal of hell. Studie* 1887, pp 10 f. und 27 ff des Soparatabdruckes). Gute, nicht verflachte Kopie. 219—221. D. 19- Statue des Asklepios. Phot, von Alinari No. 3572. Dass die Statue »»in berühmtes Original reproduciert , beweisen ihre mehrfachen Kopieen: einmal auf einer unter Antoninus Pius geprägten Münze von Ainastris hei Panofka, Asklepios und die Asklepiaden, Berliner Akadomieabh. 1815, Taf. I, 15 (Dütschke a. a. 0.), sodann auf dem sog. Diptychon Gaddi in Liverpool W. Meyer, zwei antike Elfenbein- tafeln p. 81, No. 55; Müller-Wiesoler II, Taf. LXI, 792 a; Thraemer in Roschers inyth. Lexikon s. v Asklepios, Sp. 636 f.) und endlich eine statuarische Replik, auf die W. Amelung (Flo- rentiner Antiken p. 30, Aum. 2) aufmerksam gemacht hat, im Palazzo Massimi alle colonne in Rom (Matz-Duhn 52; Rossi-Maffei, raccolta di statue tav. CXXXII) mit nebenstehendem Telesphoros- Die Entatehungszeit der Statue ist meines Erachtens die Mitte dos 4. Jahrh., nicht die Wende desselben, wie Amelung meint Die Gewandinotive sind die der vorgeschritten praxitelischen Kunst. Das d«»n alt»»n Mann churaktcriamrende welk» Rrustfleisch, das auch an dor Massi mischen Replik wiederkehrt und d»?shalh dem Original» zu eig**n gewesen sein | wird, kann in jener Zeit nicht befremden, wenn 1 wir uns des um mind»*Htons 100 Jahr«* filteren „sinnenden Greises“ vom olympischen Ostgiebel entsinnen. Im Kopfe selbst erkenne ich viel I direct Praxitelisehes, so in der Formation der | Stirn und in dein Winkel, den Nase und oberer Augenhöhlenrand bilden. Di» Erfindung de» Typus, der sich, soviel ich sehe, an Altere» nicht anlehnt und durch individuelle Auffassung aus gezeichnet ist, geht jedenfalls auf einen be- deutenden, convontioneller Darstellung abholden Künstler zurück. Vgl Thraemer a. a. O., wo auch die Angabe (die ich zur Zeit nicht prüfen kann *, dass der Gott ursprünglich »len Stab unter di» 1. Achsel gestemmt habe, dass die jetzig« Er- gänzung also unrichtig »ei. 222-224. I>. 22. 225. D. 25. Zwei Statuen von öleingiessendon Athleten. Auch von Alinari photographiert: I). 22 | unter No 3569, D 25 unter No. 3568 Von Furtwfingler, Meisterwerk» p. 467, An ui. 4 worden beide als K»pliken de» Dresdner Torsos auf- gefasst. Für D. 22 trifft dies zu vgl. auch Kalk mann, Proportionen des Gesicht» p. 62, Anm 1); nur scheint, worauf mich P. Herrmann auf- merksam macht, der r. Arm des Dresdner Exemplares etwas höher erhoben gewesen zu sein. D. 25 ist hingegen weder Replik des Dresdner noch des Münchner wie Kalkmann I u. a. O. will) noch des Petwortlier Typus, auch nicht der durch die beiden vaticanischen Statuen Braccio nuovo 99 und 103 vertrotnen ; Variante, sondern, falls nicht Wiederholung des Turiner oder des Cassler Typus, die mir beide unbekannt sind, einziger bisher nachweisbarer Ver- treter einer neuen Abwandlung dieses beliebten Motive». Vgl. oben zu 213—215. Die Behand- lung der Körperformen steht — soweit die Photo- ( graplue darüber ein Urteil gestattet — derjenigen »ler polvkle tischen Statue in Petworth näher als jener der attischen Typen; auch die dem Motiv eigentlich nicht entsprechende gezwungene Stei- lung der Beine und Bewegung der Arme kehrt hier wieder. — Den durch D. 22 vertretenen Typus weist Furtwfingler einem attischen Künstler um die Wende des 5. u. 4. Jahrh. zu (p. 468:. Der Kopf, obwohl geputzt und von flacher, leerer Arbeit, lässt noch deutlich, besonders in Stirn- und Augenhildung, als sein niebt unbeträchtlich älteres Vorbild »len Kopf de» Münchner Olein- giessera erkennen. Die Verwandtschaft mit «lern , Florentiner von Bloch: Köm Mitt. 1892, p.81 ff.ver- Digitized by Google öffentlich ton Apoxyomoiin« scheint mir, im Kopfe wenigstens, nicht eine so starke zu »ein. als dass ich daraus mit Furtwftngler p 46* ttuf «len nüin* liehen Künstler schließen mochte. Dem Kopfe des Florentiner Oleingiess«rs ist — worauf mich Furtwftngler mündlich hiitwies — sowohl in der Tracht des Backenbartes als in Einzelheiten der Formengebung verwandt ein auch in Abgüssen verbreiteter, vielleicht etwas jüngerer Kopf der Sammlung Barracco (pl LV ; Hel big, Text p 43;, der seine nächste Parallele im Kopfe einer ge- stürzten Jünglingsfigur vom Maussolnumsfriese bat Photogr. Bernieri, Caldosi & Co. No. 10; i Overbeck, Plastik # II, Fig. 111,1) Von Timotheus sind (Overbeck S- Q 1330) athlutao überliefert. — D. 27 (phot. von Aliuari No. 3573) ist von Furtwftngler, Meisterwerke p. 567 ff-, als T ri pto- 1 ein os des Praxiteles veröffentlicht worden. Grössere Aufnahmen des schönen Kopfes liegen für „Brunn -Bruck nrnnn" vor 226. D. 2H. Replik der Athene Giusti- niani. Furtwftngler, M— W p. 503, Anm 2, d. Die daselbst als weitere Wiederholung angeführte Statue in Neapel Inventar 0300 ist, wenn ich nicht irre, identisch mit Olarac '*06 A, 1020 A und Wiederholung vielmehr der „Sappho" Albani Phot- Alinari No 3575. Ob der ergänzte) I. Arm ursprünglich, wie bei den anderen Repliken, den nach Ausweis der Natterschen Gemme das Original gehabt hat, von den Kopisten weg- gelassen worden (Furtwftngler, M — W p. 207, Anm I). — Ein analoges Beispiel eines Athena- typua mit und ohne Aegis liefern die beiden ! Statuen Chiarainonti 400 •Beschreibung der Stadt Rom II, 2, p 60, No. 494 und Museo Torlonia 62, Athenestatoen der phidiasiachen : Zeit, die bisher nicht genügend beachtet worden sind. (Die von Visconti im Katalog des Mnseo Torlonia 1*80, p. 4«>, No. 62 citierte Replik im Casino Pius IV. im Garten des Vatican ist mir nicht bekannt). Was hier da« Original« war, Aegis oder nicht, lässt «ich, soviel ich sehe, nicht mehr feststellen. Wie frei im Allgemeinen die Kopisten mit Zuthnt, Wegnahme und Ver- änderung von Attributen geschaltet haben, lehrt besonders deutlich das oben erwähnte Beispiel der sog. Aphrodite mit dem Schwert aus Epi- dauro« und ihrer Repliken (D. 5). Man ver- | gleichet». A. auch das Verhältnis der „Karyatide 1 des Kriton uiul Nikolaus* zu der „Leinnia des Phidias" ; Furtwftngler, M — W p 8 und Anm. 3. Furtwftngler führt den Typus auf ein Werk des Kuphranor zurück Für mich habeu die Gründe, mit welchen Furtwftngler die Statue aus den Jahren etwa 440 -430 hinweg in das vierte Jahrhundert »‘tickt und sie mit den andern von ihm dem Kuphranor zugeschriebenen Werken in das Gewand gefasst hat, habe ich versftumt. fest- | Verbindung setzt, bisher noch keine zwingende zustellen Das Florentiner Exemplar schien mir Beweiskraft »Die Chitonfalten gleichen nur vor den» Originale) in der Arbeit besser und J oberflächlich der Weise des 5. Jahrhunderts, in lebensvoller als die plumpen und leeren, in den Wirklichkeit stehen sie der Behandlung an der Proportionen untersetzteren K Opi een im Vatican Koorin des Praxiteles viel näjier. Die Muntel- »ind im Capitol Furtwftngler a. a. O.) und falten sind ernst und einfach beabsichtigt; Ameluug (brieflich hingegen stimmen in der namentlich der Überfall über die linke Schulter Würdigung der Florentiner Kopie als einer ober- hat etwas Strenges. Doch fehlt alles Schneidige, tlftchlichen und geringen Arbeit überein — Nach Grosse, und man fühlt etwas Absicht und etwas Furtwftngler p. 594) ist die bei der Mehrzahl Zurechtgelegtes- (p. 591). Helbig und Wolters der Wiederholungen auftretende Aegis Kopisten- beurteilen die Statue ähnlich: jener (Führer 1, zu t hat „Dergleichen populäre charakteristische No. 51 meint, „die gekünstelte Faltengebung Attribute haben di« Kopisten wohl zugefügt, aber verrate den Geschmack einer späteren Zeit nicht, wenn sie das Original bot. weggelassen*. ! (Wende des 5. und 4. Jahrh “, und Wolters gar Die Frage verdient, im Zusammenhang und mit (Bansteine 1436 , nach dein „dio Anlage des Go- grosgein Material untersucht zu werden. Für wände» späteren Geschmack verrät", bringt die mein Empfinden hat das Obergewand des capi- Statue in der hellenistisch-römischen Epoche toliniscben Exemplare« ohne Aegis etwas un- unter Ich erkenne in den» Gewände durchaus gemein Langweilige« und Nüchternes, Nichts, | keine Elemente, die der Stilistik des dritten was „den Eindruck ernster Ruhe- (Furtwftngler Viertels des 5. Jahrh widersprechen. Anlage hervorruft Und bestätigt sich die eben erwähnte und Durchführung der Gewandung im Einzelnen Behauptung Furtwänglcrs wirklich durchgehend«? stellen vollkommen auf der Stilstufe der Athenen An einigen Exemplaren des Amazonentypus Mattei Farnese, Hope, Albani, der Sapplio Albani, also i«t z. B d«r an» Köcher angebundene Bogcu, von Werken aus dem Kiinstkrcise de« PhMias Digitized by Google 10 Floren». Schwerer ist das Urteil über den Kopf, da mir für denselben bisher jede di recte stilistische Parallele mangelt. Die von Furtwilngler (p. 595) als Beweis späterer Entstehungszeit angeführten Details der Helm Verzierung brauchen, obwohl sie auf Münzen erst am Ausgange des 5 und im Verlaufe des 4. Jahrh. Auftreten, danach doch nicht notwendig im dritten Viertel de» 5. Jahrh. unbekannt gewesen zu sein. „Die Haarbehand- lung sticht von der stärker stilisierenden Weise des 5. Jahrh. ab*1. Aller in welche Zeit gehören dann die Dioskuren vom Monte Cavallo? Ich kann auch im Köpft* keinen Einzel zu g entdecken, der über die oben gegebene Datierung hinab- zugehen zwänge. Richtig angesetzt wird die Statue auch von Kalkmann, Proportionen des Gesichtes, p. 92, No. II; p 99, No. 28; p. 104, No. II ; p 110, No. 28. 227. D. 30. Statue der Hygieia Puhl, auch von Clarac, 553, 1172. Die von D. als entsprechend angeführte Figur einer Münze von AniRBtris MüllerWieseler II, 781) hat mit diesem Typus nichts zu thun. Mit dem As- klepios D. 19 stoht die Statue ebensowenig in Beziehung. Das späte Motiv des durchscheinenden Chitons ist wohl auf Rechnung des Kopisten zu setzen, da im Übrigen die Gewandanlage nicht später als die Mitte des 4. Jahrh zu sein scheint 228- 230. D. 33. Statuo des Herakles. D.'s confuse Beschreibung wird durch die Photo- graphie berichtigt. Zugehörigkeit des Kopfes kann ich nicht verbürgen ; vor dem Original war sie mir wahrscheinlich Die Behandlung de« Körpers weist, wie jene des Herakles Lansdowne. auf Vorbilder des 5. Jahrh. aus dem polykle- tischen Kreise zurück , ist aber weicher und runder als an diesen. Der sehr individuelle Kopf erinnert nicht minder an den des Herakles Lans- downe nnd noch mehr an den diesem verwandten Siegerkopf in Dresden: Einzelverkauf No. 161/165, namentlich in der Bildung de« kurzen Unter- gesichtes. Die Statue ist also wahrscheinlich ebenfalls die Wiedergabe eines Werkes von der Kunstart des Skopas. 231. I>. 35. Sta tue des Hera k les. Furt- wänglor, M — W p. 515, Anm. 1; darnach keine Replik des Herakles Lansdowne, als welche ich früher die Statue nach dem Gedächtnis bezeichnet hatte. Sie ist vielmehr nach Ausweis der Ab- bildungen Wiederholung einer iin Museo Torlonia l»etindlichen Herak lesstuf ue No. 25 der Publi- c.ition; Clarac 794, 1909 A Neu scheinen an dieser nach meinen Notizen) beide Arme und der grösste Teil der Beine zu »ein; Halsstück zwischengesetzt, Zugehörigkeit des Kopfes daher nicht sicher. Derselbe (an seinem Altertum habe ich nicht gezweifelt ist interessant, da er einen jünger- inyronischcn Typus wiedergiobt. der dein der sitzenden Colossalstatue fies Herakles im Palazzo Altemps Kalkmann. Proportionen de» Gesichtes, Taf II) nahe verwandt i»t. Wie sieh zu diesen beiden Statuen die jedenfalls ähnliche Herak leaetatae Matz-Duhn 97 (Clarac 790, 1970; Graef, röm. Mitt 1889, p. 214, Anm. 2; Palazzo Torlonia) verhält, kann ich Mangel» genügender Abbildungen diese» Stückes nicht feststellen. D. 30. die Statue des lysippischen Herakles, ist bei Brnnn-Bruckiniinn Taf. 284 abgebildet Der an Commodus erinnernde Kopf der Statue ist nach meinen Notizen modern. Dem wider- spricht allerdings der bei Loewy, Inschriften griech. Bildhauer No. 506 wiederholte F.undbe- richt des Flaminio Vaeea : „ne ui mancaua nitro che una rnano*. D. 37, Herakles nnd Autani», ist von Alinari unter No 3505 photographiert. 232 und 233. D. 48. Weiblicher Kopf. Durch einen Irrtum de« Photographen ist die nicht zugehörige, wohl moderne Büste mit auf- genomme» wordeu Von ausserordentlich weicher und verschwommener Behandlung der Form, und hierin wie auch in der haubenartigen Kopfbe- deckung an die sog Met he München 134 Bronn- Rnickinann Taf. 125 erinnernd. Über die Datie- rung dieser Kunstart in nachpraxitelische Zeit allerdings in die u n mittel ba r auf den Meister folgende) vgl meine Bemerkungen in der Fest- schrift für Overbeck 1893, p. 9S. 234 und 235. Nicht bei D. ln der Sala di Giovanni da San Giovanni. Mit. roter Nummer 945 bezeichnet. Kopf des Caesar. Neu die Büste.NaseJJppenfKinn: an den Augen und Wangen geflickt. Nicht bei Bertioulli. Die Persönlichkeit gewiss identisch mit E— V 130/131 und 202/203 I) 50- Statue der schlafenden Ariadne, befindet sich jetzt, noch nicht .öffentlich aus- gestellt, im Museo ^archeologieo. Veröffentlicht bei Brann-Brin-kmann Tafel 168. D. 52. Sog. Sapphokopf. jetzt auf der Treppe aufgestellt, ist veröffentlicht in den Annati d J. 1879, tav O, p. 246 ff. von Gamurrini und von nnrin den griech. und röm . PortrIts/r»ff. 149/150 Vgl. Furtwiingler, M — W p. 103, Anm. 2. I) 66. Angeblich Replik des farnettteben Herakopfes in Neapel , im Magazine de« Pal Pitti, habe ich nicht gesehen Digitized by Google Floren*. Uffizien. 236. D. 526. Römisches Relief mit Darstellungen angeblich aus der Aenoaa- sage wird von H. L. Urlichs demnächst er- läutert werden Uiardino 'lorrigiani. 237 und 238. D. 450 Sta tue eines sterben- den Galliers Reinach, revue Arch. 1889, p. 13, No. 6. Stark gepatzt. Düfsclikes Angaben schienen mir vor dem Originale im Wesentlichen richtig. Reinachs Behauptung, der Marmor sei der nämliche feinkörnige, weisse, wie der der Figuren des attalisehen Weihgeschenk es, bat sich mir hingegen nicht bestätigt ; oa fehlt der dem pergamenischen und k vzikenischon Marmor eigen- tümliche bläuliche Schimmer. Auch die Arbeit hat- mir in Einzelheiten, wie dem Schamhaar, einen minderwertigen Eindruck gemacht. Da die Statue in den Grössenverhältnisacn zu den andern des Weihgeschonkes zu passen scheint, so halte ich Dütschkes Vermutung , dass die Statue antike Kopie eines Originales ans dem Weihgeschenk des Attalos sei, für richtig Ähnlich beurteilt man bisher — ob mit Recht, lasse ich ^ dahingestellt — die beiden Figuren des Museo Torlonia 279 mit der Kttii»tlerin*elirift des Phi- lumetios (Loewy 381; Reinach a a. O, p. 14, ! No. 7 und 8) sowie die Amazone Patrizi (Matz- Ihihn 948; Robert, Sarkophage II, 83;. 239. D p 214 Statuette des vom Adler gerauhten Ganymede». Nicht hei Overbeck, Kunsfcmvthologie des Zeus. Neu: Flügel und Schwanzfedern des Adler», Unterarme und Beine des Ganymed, Stamm und Basis Alt also nur: Mittelteil de» Adlers (mit Kopf) und Oberkörper des Knaben. Dies genügt zur Erkenntnis des Motiven, das von demjenigen der auf Leochare» zu rückgeführten Statuette der Galleria de’cando labri (Helbig, Führer I, 398 bei finsserficher | Ähnlichkeit in wesentlichen Punkten abweicht, j Der Kopf des Adlers blickt an der Florentiner Statuette abwärts zu dem ursprünglich offenbar | zu ihm emporgewaudten des Ganymed. Die Klanen des Adlers fassen den Jünglingskörper i direct ohne zwischengelegtes Gewand Der | Körper des Ganymed liegt in der Diagonale, 1 nicht senkrecht. U. A. m. Die Eiitstehungszeit den Originales wird von jener des vaticanisehcn Typus nicht weit ah liegen; ilas Sinnliche des Motive» ist in dem Florentiner Exemplar durch di** Annäherung der Köpfe gesteigert worden. Palazzo Orlandi (Via de'Bnoni 4, jetzt im Besitze der englischen Versicherungsgesellschaft Gresham 240 md 241. Kopf de» Aak lopios. D. 503. Photographiert auch von Alinari unter No. 3562 Furtwängler M W p. 400, Anm. 3 Darnach Wiederholung der Asklepiosherme in London Brunn-Bruckmann 22t» und des entsprechenden Pariser Kopfes aus Sammlung Campana. Alle drei Werke aber fasst Furtwängler als dnreh den Kopisten variierte Repliken des Kopfes der von ihm auf Myron zu rückgeführten Florentiner Afktepiosetafa« IJ. 198 (der Kopf E — V 92 und 93) auf. Photographie des Pariser Exemplare» besitze ich leider nicht ; aber auch ohne dieses ist ein Vergleich der drei anderen Köpfe (der- jenige de» brit Museums liegt am besten ausser in der Abbildung bei Furtwängler, M -W p 401 in einer beim Institute in Berlin käuflichen Aufnahme von Face und Profil vor) ausserordent- lich lehrreich, um sich über »las Wesen der uns erhaltnon Kopieen klar zu werden. Sind zunächst der Londoner und der Orlandiache Kopf wirklich Wiederholungen eines Originales? IVm Orlan- diMchen Kopfe scheint die starke mittlere Bart- locke de« Londoner Exemplare« gefehlt zu haben, dieses wiederum entbehrt der schweren, gesenkten oberen Augenlider de» Orlaudinchen, die Behand- lung de» Haupthaares unterhalb der Binde im Profil ist bei beiden Köpfen stark verschieden — und doch glaube ich mit Furtwängler, dass sie in der Tliftt auf em gemeinsames Original zu rück gehen Die Anordnung der I»eken Über der Stirn z. B. ist bei beide« Köpfen, von der Verschiedenheit der Ausführung abgesehen, ganz gleichartig, und auf dem Schädel oberhalb der Binde erkennt man da» Vorhandensein einzelner, den regelmässigen Gang der Frisur unterbrechen- der Locken beidemale in übereinstimmender Weise. Die verschiedene llaarunordnung kn Profil wird darnach mit Furtw ängler wohl auf die Ver- wendung de» Londoner Kopfe» als Herme zurück - zuführen »ein, während der Orlandische einer Statue angehört haben mag Sehr bedeutend »ind die Abweichungen des Kopfes der Statue in den Uffizien. Die ganze Haarbehandlung ist, worauf Furtwängler (p. 402) hin weist, in den kleinlich unruhigen Geschmack der anton mischen Periode umstilisiert; die Modellierung der Stirn ist kräftiger entwickelt; die Augen, im Gegen- satz zu den durch das Oberlid beschatteten d«» Orlandischen Kopfe», weit geöffnet, die Augäpfel Digitized by Google I 12 Floren*. rund und voll heraustretend. Und doch sind, auch im Einzelnen , der Berührungspunkte mit den beiden anderen Köpfen so viele — z B. in der sei tw Art« eingebognen Locke auf dein r. vorderen Obersch&del — , dass auch ich die Statue der Uffizien für eine durch Kopistcnhaud stark ver- iinderte Wiederholung des nämlichen Originales halte, auf das der Londoner und der (Irländische Kopf zurückgehen. Es ist zu bedauern, dass die Replik im Louvre noch nicht in allgemein zu- gänglichen Photographieen vorliegt. Jedenfalls lehrt dieses Beispiel , wie ausserordentlich vor- sichtig wir im Gebrauche von Kopieen bei stilistischen Fragen sein müssen. Man vergleiche den ähnlichen Fall in meinen griech. und rön». Por tritt« Tnff. Ifi 1 — 100. 242. Nicht bei D. Am Aufgang zur Trepp©. Statue eines reiten «len Knaben. Auch von Alinari unter No. 3561 photographiert Unter* lebensgroß» Neu: Kopf, 1. Arm, r. Unterarm, Füsse des Knaben, Schnauze und Beine des Pferd««. Harnisch, Basis. Ein puer celetizon, wie die Werke des Kanacho» und de« Hcgius und die erhaltncn Statuen der Akropolis. Indessen aus späterer Zeit, als die*e Werke; die Formen der Statue sind durchaus die der freien Kunst. Ob es plastische Analogiecn für den Brustschmuck des Pferdes gieht, weise ich nicht zu sagen. Rom, Villa Ludovisi. 243 und 244. Schreiber 1. Helbig, Führer II, 855. Kopf der sog Th ose usherme Brunn - Bruckmann Tafel 3*2lJj Nach Fnrtwr Angler, M — W j p. 431 Herakles; aber ist die Strigilis antiker Rest in der 1. Hand, ein passemies Attribut für ' diesen? Über die polykletischer Kunst ver- wandte Körperhehandlung der Hernie vgl. Furt- wXngler a. a. 0., der auf die Ähnlichkeit mit dem Dresdner Torso E — V 184 aufmerksam macht. Der Kopftypus hingegen ist rein attisch, nach Furtwängler dem Kresilas verwandt. Mich erinnern SchXdelforin und Haarheliandlung stark I an den inyronisehen Diskoboleu und an dessen j Genossen, den Lapitheri G aus dem olympischen 1 Westgiebel. Das 1. geschwollene Ohr besser er- halten als das auf der Abbildung ersichtliche r. Sind di© sechs ludovisischen. Hermen Brunn- Bruckmann Taff. 329 und 330; Schreiber I, 3, *, 55, 00, 62; Helbig 854, 855, *56, 857, 858, 861) griechische Originale oder Kopieen? Sind sie Werke (liezw. Ueproduetionen von Werken aus der nämlichen oder aus verschiedenen Stilepochen: Diese Fragen werden verschieden beantwortet. - Rom. Schreiber Katalog p 42 hält fünf der Hermen für zusammengehörig und für Originalwerke de« 5 Ja lirli . die sechste, den Diskoholen, für ein«* Alter© , gleichfalls originale , Arbeit Helbig (Führer II, p 9s ff., p. 102 f.) scheidet gleich- falls den Diskoholen aus, als älteres und in der Arbeit geringeres Werk vielleicht Kopie ; di«* fünf anderen Hermen sei«*u attische Original* arbeiteu aus der Mitt© des 5. Juhrh nur die Pallas könne ihrer geringeren Ausführung halber möglicherweise ebenfalls eine Kopie aus späterer Zeit sein;. Furtwängler (in Koscher» mythol. . Lexikon, Spalte 2159 oben' hingegen glaubt. dass di© Hormon nach < Originalen verschiedenen < Stiles zu einem bestimmten Zwecke vielleicht j schon gegen End«* des 4 Jahrh. in Athen ge- arbeitet worden sind vgl auch M — W p 430, Anin. 1 ; p- 591 und Anm. 2). Was die Originalität der Arbeit anbolnngt, so scheint mir dieselbe für «len Diskobolen, den Thescus{?)t den H«*rakles und den Dionysos (? unbestreitbar. An der 1. Seite des Dionysos, wo di© Oberfläche unberührt ist, ist die Arbeit von ausserordentlicher Frische und Schneidig- koit (Brunn, ein© kunstgeschichtlich© Studie, | Sitz.-Ber d. bayr. Akad 1892, p. 661). Die Ilaarhehaudluug am Herakles und namentlich am sog Theseus ist nicht »ehr fein und «*iu- geheud, aber doch von der trocknen und Ängst- lichen Manier gewöhnlicher Kopieen unterschieden. Es sind oben derorativen Zwecken bestimmte Werke, keine CabinetestUcke Bei der Athen© und «lern Hermes ist mein Urteil über den Charakter der Arbeit Angesichts der Originale weniger sicher gewesen; doch neige ich mich auch hier mehr «ler Ansicht zu, dass die Stücke, wie die andern, Arbeiten griechischen McisscU sind. Bezüglich der Entstehungszeit der Stücke ist mir Furtwänglers Ansicht die wahrschein- liebste Die Hermen reproducieren ganz un- leugbar statuarische Vorbilder; es ist danach anzunehmen, dass sie mindestens einige Zeit nach Entstehung dieser Vorbilder ausgeführt w orden sind. I>a nun aber, wie wir unten ©eben werden, »lie Heriucshertno in die erste Hälfte des I Jahrh gehört, so kann inan — vorausge- setzt, dass die Hermen einem bereite im Alter- tum zusainmengestellten Cyclu» angehören leicht zu dein Furtwänglerschen Ansatz «ler Hermen in «las Endo des 4. Jahrh. gelangen. Furtwängler (bei Roscher a. a. O. macht dafür noch besonders geltend, «lass das Füllhorn de* Herakles geriefelt und mit Früchten g«*füllt ist. Digitized by Google Koni Wann zuerst auf den Denkmälern ein gefüllte» I rtichthorn auftritt, die« festzustellen wüide eine besondere Untersuchung erfordern; die Itieftdang ; aber dient doch wohl nur zur Charakterisierung des W i d d e r hornes. Vollständig hingegen stimme ich wiederum Furtwängler zu, wenn er in den Hennen, bexw. | ihren Originalen , Werke verschiedener Zeiten und Stilstnfen erblickt. Der Älteste ist der Dis- koboi, dessen Verwandtschaft mit den olympischen Seulpturen mehrfach hervorgehoben worden ist Er hat das nach oben dreieckig verlaufende Schamhaar, das 11. A. auch jenen eigen ist. Der Übergang des Körpers in den Hermonpfoiler ist noch etwas ungeschickter als bei den andern Hermen; vgl- Schreiber zu No 8. Die zweite Gruppe bilden der Thesetis {? und der Herakles, die nach Körperbildung wie Kopftypus zusammen- j gehören. Der Herakles findet sich, worauf Furt- wängler (bei Koscher a. a. O. Spalte 2108 Iimi- weist, ganz entsprechend, auch als Herme, auf , athenischen Kupfermünzen. FurtwÄnglers Ge- danken, beide Werke, Marmor wie Münze, könnten auf den Herakles Alexikakos des Ageladaszuriick- gehen (vgl. auch M — W p. 59 1\ halte ich wegen des durchaus attischen Kopftypus der Herme für verfehlt. Dass letzterer der Stilstufe des Euphranor entspreche (Furtwängler a. a. O.), ist gewiss un- | richtig; Mitte des 5- Jahrh. Des Weiteren stelle j ich als eine etwas jüngere Gruppe der später- phidiasischen Zeit den sog. Dionysos und die Athene zusammen Das Gewand des Dionysos macht zunächst einen etwas späteren Eindruck Aber ein genauerer Vergleich etwa n»it «lein praxitelischcn „Sardanapal* der Sala della biga, an dessen Gewand die unteren Particen der Herme erinnern, zeigt deutlich, das» die Herme nach dem grossen Schwung und der einfachen, aller kleinlichen Unterbrechungen haaren Einzel- behandlung der Falten noch ins 0. Jahrh., in die Gegend der Athene Albani und ihrer Ge- nossinnen gehört Für die Beurteilung der Gewand- behandlung der Henne ist zu beachten, dass sie ausserordentlich stark übergangen, zum Teil direct dureh Abmeisselung entstellt worden ist. Das letzte, getrennt sich absondernde Stück, den sog Hermes, noch ins 5. Jahrh zu versetzen, I habe ich mehrere Bedenken. Wie der für den Unterschied der Gewandung im 5. und im 4. Jahrh besonders charakteristische Wulst des Himations über den Bauch gebildet war, lässt sich in- folge seiner starken Zerstörung auf der Ab- bildung wenigstens nicht mehr erkennen. Aber 13 die Art, wie die grösseren Flächen dos Ge- wandes durch kleine Zwischenfiiltchen belebt sind (z B an dem vom 1 Arm heruhhängenden Zipfel iles Himations . wie sich an der r Hüfte, wo das Gewand aufgezogen w'ird. Augen und Zusainmenschiehungen bilden : derartige Fein- heiten sind meines Wissens im 5 Jahrh. uoch nicht bekannt gewesen. — Jedenfalls ist nach allem dem eine gleichzeitige Entstehung der 6 Hernien oder ihrer Originale ausgeschlossen. Eine weitere Frage ist: waren di« Ü Hennen bereits im Altertum vereinigt (.etwa zum Schmuck« eines Gvmnasions) , oder sind sie erst in der Renaissance von verschiednen Punkten herboi- geholt und ihrer Ähnlichkeit halber zuaammen- gcstellt wordeu, wie dies z B. offenbar mit den vier sog. farnesischen Gladiatoren in Neapel ge- schehen ist? Da die Maasse der 6 Herrneu über- einzustimmen scheinen und ihr Marmor «ler gleiche pentelische sein soll, im» ist ihre ursprüng- liche Zusammengehörigkeit sehr wahrscheinlich. Im 17. Jahrh- gehörten noch zwei, jetzt ver- schollne, doch wohl antike Hermen zu dieser Serie (Schreiber pp. 35 und 42). Ähnliche Stücke im braccio nnovo des Vatican I, 65, 67 A, 136 (= Loewy, Kün&tlerinschrifteu 61»); ferner die Herme aus Rhamnus * Eqtf ft au/. 1891, Taf. 7, auf die Furtwängler, M — W p. 591, Anin. 2 hinweist 245 und 246. Schreiber 8. Helbig 11, a6l. Kopf der Herme dos sog. Diskoboleti Die Herme; Brunn - Bruckinann , Tafel 329. Über Motiv, Stil und Arbeit vgl Schreiber und Helbig a. a. O. und oben No. 243/44. Auch in der Bil- dung des runden Ohres den olympischen Sculp- turen verwandt. Interessant der Vergleich dieser aus griechischer Zeit stammenden Reproduction eines olympischen Originales mit den, nach Treu Jahrbuch d. J III, 187) römischer Zeit un- gehörig«», Ergänzungen des olympischen West- gicbeU aus pentolischem Marmor, die boi weitem weniger stilgetreu sind *247. S 9. Männlicher Torso. Im Motiv, | dem erhobenen Arm, dem vor das andere ge- setzten Bein, (nach einer Beobachtung von W Amelung) an den auf Leochares zurückgeführte» Ganymede« und die sich anjliesen anschliessen- den Werke (Satyr von Lamia in Athen, Svbel 269; Friederichs-Wolters 1429; zwei Satyrstatuon in Villa Albani, Phot Molius 2817 und 2823; die von Furtwängler im Berliner Winckuliiianns- . programm; „Der Satyr von Pergamon“ zu- | sammengestollteu Satyrtypen u. A.) erinnernd Digitized by Google 14 Rom uimI wohl derselben Zeit wie diese ungehörig. Ob die von Schreiber als im Motiv verwandt angeführte Statue Chirac 486, 941 auch stilistisch in diesen Kreis gehört, hisst sich nach der un- genügenden Abbildung nicht sagen. Die Statue befand sich ehemals in der Galleria Giustiniani : ihr heutiger Aufbewahrungsort ist mir unbekannt. Es ist wünschenswert, dass dem Verbleib« der in der I’ublieation der Sammlung Giustiniani ab- gebildeten Stücke einmal im Zusammenhänge nachgegangen werde. •248 und *249. S. .<5- Kopf der Hera. Es ist nicht leicht, dieses Stück, von welchem sich eine Replik in Neapel (Saal dos Porphyrapoll : Inventar 6268; in Photogr. käuflich befindet, zeitlich unterzuhringen- Bei der Lebendigkeit der Bewegung, dein stark unterhöhlten Haar, den Schläfenlöckchen, ist man zuerst geneigt, mindestens an 4- Jahrh zu denken. Aber ein Vergleich mit dom Kopfe der auf Alkamenes ziirückgcfUhrten barberinischen Hera in der Ro- tunde des Vaticane (Hel big, Führer 1, .»Ol; Furt- wängler, M — VV p. 117), mit dein der ludovisische grosse Verwandtschaft hat, beweist »eine Ent- stehung im 5 Jahrh. Vor Allem ist die Bildung der Stirn ganz entsprechend; man vergleiche ferner die Scheitelung der Haare, das Unter- gesicht. Dass iui übrigen der Kopist sein Ori- ginal nicht getreu roproduciert hat, lehrt das Schläfeulöckchen, das ich im 5. Jahrh. noch nicht kenne ■ zuerst am Sauroktouos und das nach Aus- weis der Neapolitaner Replik dem Original ge- fehlt hat. Dieser Fall ist von Interesse, weil er uns warnt, auf derartige scheinbar feste chrono- logische Indicien zu bauen, wenn sie nicht durch mehrere Wiederholungen als dem Original un- gehörig gesichert sind. Auch «las Diadem w ird wohl erst Kopistenzuthat »ein; vgl. den nämlichen Fall an der oben erwähnten „Hera des Alka- menes* (Exemplar Borghese- Jakobseu , das stili- stisch reinste, ohne Diadem); Furt wängler, M — W p. 742. Die zu dem Kopftypus gehörige Statue ist mir nicht bekannt Sie w ird. nach dem Aus- drucke des Kopfes zu urteilen, vor der barberini- sehen Hera die grössere Frische und Lebendig- keit voraiisgehabt haben, ähnlich wie etwa die Protnacho» sich von der Partheno» unterschieden zu haben scheint. Auf ein Original des näm- lichen Stiles geht augenscheinlich der, im Unter* gesicht leider schlecht erhaltene , Kopf der sog Juno Sospita in «1er Rotunde des Vatieans zurück (Helbig I, 307), die mir im Übrigen noch ein kun«thistorische* Rätsel ist *250 und *251. S DO. Weiblicher Kopf 'auf nicht zugehörigem Torso). Stark geputzt und übergangen. Furt wängler , M-W p. 99. Amu. 2, r. Ganz verhunzte Kopie des sog. Sapphotvpus, den Furtwängler auf eine Aphrodite des Pbidias zurück führt. Vgl Helbig, Führer II, 01 9 252 und 253. S 62 Helbig HM. Kopf der | Her m e des Hera kies mit dem F ül 1 li o rn. Vgl i oben No 243,41. Die plastische Angabe der oberen Zalmreilie gilt jetzt allgemein (ob mit Recht, wäre zu untersuchen als ein Zeichen späterer Zeit, als Zuthat des Kopisten, die einem , altertümlichen Originale fremd gewesen sein müsse 1 Herrmann, athen Mitt. 189t, p. 322, Anm 1 *254 und *255. S. 63. Helbig 877. Kopf der Statue des sitzenden Ares. Furtwäng- ler, M — W p. 525 f. Eine bessere Replik des j Kopfes ist in München No. 83: Flasch, Verb, d Münchner Philol.-Vere. 1891 , p 244 f Die Er- findung der Statue wird von Furtwängler dem j Skopas zugeschrieben; mir ist jedenfalls soviel j sicher, dass sie init Lvsipp nicht das Geringste j zu thun bat. Vgl. E — V 89,90. *256. S. 65. Statue des sitzenden Apollon. Wiederholung: uiit.-n No. 276 Schrei- ber 116; Helbig 872. Ein verwandtes Stück, aber keine Replik, ist, worauf mich Amelung aufmerksam macht, der bekannte farneeischc Dionysostorso in Neapel (Inventar 6034; Brunn* Bruckmann Tat* .»00b; Frieder ich»- Wolter» 1286 Die Erfindung dieses Apollontypus wird wegen seiner idyllischen, genrehaften Stimmung, welche Helbig a a. O. hervorhebt, in die frühhclleniatische Zeit zu setzen sein Ob sich das Motiv des den Raum zwischen den Beinen füllenden Gewand- I zipfeis zeitlich fixieren lässt, habe ich noch nicht j genügend beobachtet Gruppe von Eros und Psyche; Gruppe der Aphrodite mit Eros und Psyche als Kindern in Dresden, Clarac 640, 1451 *257. S. 67. Statue der Athen». Wie Amelung bemerkt hat, wiederholen die Gewand- inotive den Typus der sog. barberinischen Hera 1 (». oben No. 248/219), bezw des stilistisch treueren Jakobsenschen Exemplare« aus Villa Borghese Ist nun diese Athene ein Werk des nämlichen Künstlers — wie auch ich glaube, des Atkaincnes ; — oder ist sie nur eine Kopistenvariante des Heratypus? Ich bin geneigt, mich für da» Letztere zu entscheiden. Denn einmal entspricht die Athene so genau in den Eiuzelnheiten der Gewaudung jenem Heratypus, dass eine eigne neue Leistung de» Künstlers sich höchstens in dem (leider verlornen) Kopfe gezeigt haben könnte, Digitized by Google Knill. und ferner existiert «in« ander»* Umgestaltung de» lleratypns, diesmal zu Hygiei» (Roscher, mytli. Lexikon ». v. Hygieia, Spalte 2790), in Kassel, die ebenfalls nur durch da» Attribut der Schlange (von welcher nach freundl. Mitteilung I)r Bühlaus antike Rest«' vorhanden sind von dem ihr zu Grund«? liegenden Originale unterschieden ist (ißt der Kopf antik und zu- gehörig?). Wir haben aber keinen Grund, einein Künstler wie Alkaincnes eine so geistlose drei- fache Verwendung eines Gewandmotives zu- zutraucu. Nach der Zahl der K, Anm. 2 mit Kalamin in Verbindung gebracht. F. Hauser erinnert mich bez. der Haartracht am Hinterhaupt« an den Dresdner Kopf ans Sammlung Dreesei Areh Anz IV, p 97. Zu No. 52/53: Jünglingskopf in Catajo. Furtwängler, M—W p. 520 ff. Die ehemals auf dem Palatin befindliche Statue, die eine Replik dieses Kopfes trägt, stellt nach F. Hermes dar. Aber kommt dieser jemals mit gesehwollnon Atbletonohren vor? Zu No. 54/55: Myronischer Jünglings- kopf in Catajo. Furtwängler, M—W p. 342. Zu No. 50: Serapisstatue in Catajo. Vgl. Berlin 157 Zu No. 59: J ünglingsat atuo in Catajo. Furtwängler, M—W p 584, Anm. 1. Zu No. 84: Heraklestorso in Catajo. Hermann, Arcl». Anz. 1894, p. 20. Fr. Hauser verweist mich auf die Bronzestatuett« der Villa Albani Helbig 719 (wird bei Brnnn-Bruckmann erscheinen) als im Motiv identisch, vielleicht Replik de» nämlichen Typus. Zu No. 72b: Bronze eines bärtigen Nackten in Parma: puld. Mon. d. J. 1840, tav. 10,4. Zu No. 74 Erostorso in Parma. Furt- wilngler, M—W p. 539, Anm. 1 Zu No. 83/84: Altertümlicher Kopf eines Jünglings in den Uffizieu. Replik vom Kopf«* des Hermes LudovW nach Furtwängler, M-W p. 742. Siehe oben zu No. 270/271. Ich habe das Original auf die Richtigkeit der Fnrtwänglerschen Identification hin bezüglich seiner Ergänzungen noch nicht wieder untersuchen können Zu No 85/86: Athletenkopf in den Uffi- zien. P. Herrmann: gehört zu der E — V 184/165 erwähnten Gruppe des Herakles Lansdowne und seiner Verwandten. Zu No 87/88 : Jünglingskopf In den Uffizien Die dort von mir angeführten ) stilistischen Parallelen sind nicht schlagend; ich ; werde jetzt mehr an den Kopf des Sorrentlnvr Athleten in Neapel Kalk mann, Proportionen des 1 Gesichtes p. 68) erinnert. Zn No. 89/90: Jünglingskopf in den * Uffizien Amelung, Florentiner Antiken p 37 f Furtwängler, M — W p. 571. Zu No- 92/93: Kopf einer Asklepios- statue in den Uffizien. Furtwängler M—W p. 394 ff. Vgl oben No 240/241. Zu No. 94/95: Männlicher Torso in den Uffizien. Replik des Doryphoros nach Furt- wängler, M—W p. 421, Anm. 2. Zu No 96 - 99: Statuen angeblich der Tyrann e nm örd er im G iardin o Bo bol i. Vgl. Furtwängler, M — W p. 346. Ebenderselbe in der Berliner philol- Wochenschrift 1888, Sp 1448: darnach der Aristogeiton antik. Ich habe die Originale seither nicht wieder gesehen. Den I Kopf dos Anderen hält F. für zugehörig (M—W ; p. 346, Anm. 4); or schreibt die Statue dem Pythagoras zu. Zn No. 100 — 102: Weibliche Gewand- statue im G iardin o Boboli. Als Replik habe i ich mir notiert (ohne im Augenblick die Richtigkeit : nachprüfen zu können) : Louvre, Museumsinventnr 2977. Phot Girandon 1376 „Agrippina“. Ist i diese Pariser Statue identisch mit dem in meinem Text© angeführten, bei Clarac 438 E, j 792 J ohne Ortsangabe veröffentlichten Exemplare * des Typus, oder ist die Florentiner Statue mit I demselben gemeint? Als ähnlich vgl. auch Clarac 305, 1170, sowie eine weibliche Gewandstatue im Conservatoronpalast (Raum vor dein ersten Treppenabsatz, bei den Marc-Aurelischen Reliefs Helbig 540 —542), die in der Gesammtanordnung des Gewandes sehr verwandt ist, in der Einzel- behandlung desselben aber Züge aufweist, die bereits für das 4. Jahrh. charakteristisch sind (Abguss in der Kunstakademie in München). Den Kopf fuhrt Furtwängler, M- -W p. 86 und 389 ff* auf ein Werk des Myron zurück. Zu No. 103—105: Statue des Hermes mit dem Dionys oskinde im Giardino Boboli. Furtwängler, M—W p. 424, wo die Beziehung des Werkes auf Kephisodot bestritten und es in den Kreis des Polyklet verwiesen wird Chlamys und Kopftlügel hält F. für Znthat d©B Kopisten, Digitized by Google Nachtrag. 19 dem möglicherweise sogar auch di« Cnmposition erst zu verdanken sei. Zu No- 108— 1 10: Bärtiger Kopf im Palazzo Barberini. Furtwängler, M— W p. 84 f Zu No. 111: Statue der Athone im Pal. Rospigliosi Furtwängler, M — W p. 527, der j die Erfindung des Typus auf Skopas zurückführen möchte. Zu No. 113: eolossale weibliche Go- wandstatue in Villa Mattel. F urtwfingler, M— W p. 44, Anm 7. Meine Angabe ira Texte, die Statue sei von unten ausgenommen worden und erscheine deshalb stark verkürzt, ist un- richtig; denn dann müssten die Beine sehr lang, der Oberkörper kurz erscheinen. Das Umge- kehrte, dass der Photograph die Statue von oben hör aufgcnominen hat, ist ausgeschlossen durch die Grösse derselben und ihre hohe Aufstellung Folglich ist die Statue absichtlich so gearbeitet, init kurzen Beinen, langem Oberkörper. Offenbar mit Rücksicht auf die hohe Aufstellung, die die Statue auch ursprünglich gehabt hat; würde der | Künstler die Beine nicht verkürzt haben, so würde ; der Oberkörper, von unten gesehen, zu kurz er- I schienen sein. Ganz das Nämliche kann man I an dein ludovisischon Exemplar der Parthenos (Antiochos) beobachten sowie an einer weiblichen Gewandstatue des 5. Jahrh. in .Sammlung Jakohsen No. 1002 (dort aura velificans genannt ; von Fartwängler in der Berliner archacolog- Gesell- schaft vor etwa 2 Jahren besprochen), die „auf einer TerrAss© von beträchtlicher Höhe ge- funden wurde.“ Eine ähnliche feine Berech- | nung de» Eindruckes der vollendeten Statue an ihrem Standort« auf das Auge de« Beschauer» I zeigt sich in der Art, wie die antiken Künstler I bei Sitzstatuen, die auf höhere Aufstellung be- rechnet waren, die Oberschenkel gesenkt haben, I damit dieselben dem unten stehenden Betrachter nicht di© Brustpartie der Statue verdeckten. Grade bei neueren plastischen Kunstwerken be- gegnet man häufig einem Mangel an derartigem Feingefühle; die Künstler scheinen die Statue im Atelier ausgearheitet zu haben, ohne ihre spätere Verwendung zu berücksichtigen. Es wäre interessant, die diesbezüglichen Beispiele ans der Antike zusammenzustellen; man könnte vielleicht wertvolle Rückschlüsse auf die Höhe der ur- sprünglichen Basen, auf den Ort der einstigen Aufstellung u. A machen. Zu No. 116/117: Kopf des Doryphoros in j Villa Mattei. Furtwftngler, M— W p. 421, Anm 4 Zu No. 124: Ask lepiosstatne in Villa Mattei. Amelung erinnert mich an die in Per- gamon gefundne Ammonstatue, jetzt in Konstan- tinopel, die verwandte Gewandmotive hat. Zu No 126/127: Porträt eines bärtigen Griechen in Villa Matt ei. Eine weitere Re- plik ist der dem sog. Posidonfus im Louvre auf- gesetzte Kopf (Friederichs -Wolters 1322; Milch- höfer in der Festschrift zu Ehren Brunns 1893). Zu No. 132: Heraklesstatue in Villa Borghese. P. Herrmann im Archaeol Anzeiger |sy4, p 25, No. 4, nach dessen Ausführungen meine irrtümlichen Angaben über zwei Repliken im Museo Torlonia sowie die auf eine derselben basierte Datierung des Typus zu verbessern sind Zu No. 133: Statue der Artemis in Villa Borghese. Puhl, bei Clarac 5 1 6 1 050. F Wtwängler, M -W p. 554, Anm. 1. Falls die Aufwürtsbo- wegnng des r. Annes gesichert ist, gehört da« Exemplar zu den Wiederholungen des ursprüng- lichen, praxi telischen Artemistypus (ob ein Köcher vorhanden war, weise ich nicht). Der Chiton am l. Oberarm hingegen ist sonst den Variationen der Statue zu Tvche zu eigen, die den r. Arm gesenkt haben. Zu No. 135 — 137: J (in gl in gs statue in Sammlung Monte verde. Furtwftnglor, M — W p. 737; darnach attisch um 440, Fortsetzung der Schule des Kalami» Zu No. 138 und 139: J U ngl ingskopf in Sammlung Monte verde. Furtwängler, M — W pp. 738 f und p 101; darnach ein Eros des Phidia» Diesem Typus nahe verwandt ist meinem Empfinden nach und nach Acusserlichkeiten, wie der Disposition der Haare über der Stirn, dem Conturo des Profils, der herrliche Neapolitaner Bronzekopf eines Jünglings Brunn-Bruckmann Taf. 323, den Furtwängler, M— W p. 508, mit Polyklet iu Verbindung bringen will, während er mir ein Werk von reinstem attischen Charakter scheint. Zu No. 141: Statue dt« Eros in Samm- lung Monteverde. Furtwängler, M — W p. 542 Anm. 2- Die über den Stamm gehängte Chlamy« ist der des Neapolitaner Exemplares sehr ähnlich und hat den Charakter der praxitelischen Zeit (vgl. z. B- die von Furtwängler p. 573 auf Pra- xiteles bezogne Hermusstatue der Uffizien). Furt wänglcr (p. 541 f.) spricht indessen die StÜizc am linken Bein dein Originale ab. Wir müssen dann annelimen, entweder dass die «ine der beiden Kopieen mit Kenntnis und Benutzung der anderen oder dass beide nach einer dritten entsprechenden Digitized by Google Nachträge. 20 Wiederhol ii na;, nicht nach dem Originale, ge- arbeitet worden sind. Die Kopieenkritik wird in Zukunft auch derartige Verhältnisse, wie Re- production berühmter Kunstwerke nicht nach den Originalen, sondern nach Wiederholungen, tu berücksichtigen und zu untersuchen haben. Die grössere Zuverlässigkeit werden im Allge- meinen natürlich die directen Kopieen der Ori- ginale zu beanspruchen haben. Ebenso wie z. B. bei römischen Porträts die in der Hauptstadt selbst, nach dem Leben oder jedenfalls nach getreuen Vorlagen gefertigten Exemplare von grösserer i ko nographischer Bedeutung sind als in der Provinz gearbeitete Werke, die in den lindsten Füllen ihre Vorlagen nur in Münzen, geschnittenen Steinen o. ii. gehabt haben werden Zu No. 14h: Wiederholung des Kopfes der Knidiorin. Furtwftngler, M — W p 551 u. Anm. 2. Zu No. 119 ii. 150: Wiederholung des Kopfes der Sosik lesamazone. Furtwftngler, V W p. 2*6 ft*. Zu No. 184: Horakiestorso in Dresden. Furtwftngler, M— W p. 429 u. Anm 3. Zu No. 1*6 und 187: Apollonkopf in römischem Kunsthandel. P. Herrmann ver- weist mich bezüglich der Mischung älterer Stil- elemente mit späteren Zuthaten auf einen Bronze- kopf des Dionysos in Berlin (Arch. Anzeiger 1890, p. 91). Zu No. 190 u. 191: Diadumenoskopf in r ö m lach em K u n s t h a nd el.F urtwftngler, M— W p. 441, No. 6. Nicht Replik des Diadumenos Farnese, sondern desjenigen von Vaison-Madrid. (Einen Abguss der letzteren Statue, ohne Arme, habe ich auf dein Speicher der Münchner Kunst- akademie wiedergefunden; derselbe ist jetzt im obern Corridore der Akademie anfgestellt) Hiuikraaniitrhe Huehdrnekerci, München. Digitized by Google 1 A huc,’ / YERLÄGSANSTÄLT FÜR KUNST UND WISSENSCHAFT IN MÖNCHEN VORM. FRIEDRICH BRUCKMANN. Photographische Einzclaufnalinieii ANTIKER SCULPTUREN nach Auswahl und mit Text Paul Arndt und Walther Amelung. Serie II. Mit Beitrügen von Heinrich Bulle und Friedrich Hauser. Prcl* %! Mark. M Ü N C H E N 1895. VERLA GS AN ST ALT FÜR KUNST UND WISSENSCHAFT VORMAIJS FRIEDRICH BRUCKJIANN. Digitized by Google JUL 13 1911 <^LBRVg,S \jio t^w» u£/U- 4 zu Hunden gekommen. Der Text ist — fast wider tuwem Willen — im Vergleich mit den früheren Heften ausserordentlich umfangreich geworden: es erschien uns als Pflicht, gegenüber den zahlreichen Fragen, die ein zum grössten Teile neues und unverarbeitetes Material anregt, bestimmte Stellung zu nehmen. München und Rom, am 1. April 1895. Paul Arndt. Walther Amelung. Digitized by Google Florenz, Giardino Boboli. 279. D. 72. 8 1 a t u c d e r D ein e t e r. Was D. für einen Messpunkt an der r. Seite ausgiebt, ist vielmehr der Ansatz des entsprechenden Mantel- zipfcls, welcher liier ursprünglich ebenso tief, wie auf der Seite deä Standbeins, herabfiel. Die Figur ist nicht, wie D. tmd Overbeck, Kmistmytho- l*»gie III, p. 461, 6 angeben, eine Wiederholung des capitolinischon Demeter-Typus (Helbig, Führer I, | No. Ä03; über die richtige Bezeichnung dieser j Typen als Demeter vgl. Bloch, Roschers inythol. \ Lex. Sp 1352 ff). Sie hat dieselbe Stellung, Kopf- haltung, dieselbe Kleidung, aber an dieser Kleidung ist alles Einzelne verschieden, und zwar wird man leicht unsre Figur a's die ältere, einfachere, die capitolinische als die jüngere, reichere er- kennen. Leider ist die Arbeit des hiesigen Excra- ! plarcs schlecht und die Erhaltung nicht besser. Die Brust ist unproportioniert, der Kopf hinten vernachlässigt und ganz zersprangen. Dennoch zeigen Gesicht und Haare fn.>t die gleichen Züge wie bei dem römischen Typus und es kann nicht zweifelhaft sein, dass beide Figuren demselben Künstler angeboren. Für ilie Gewandung ver- gleiche man dagegen die ausserordentlich viel bessere Wieder h o I u n g unserer Figur in de m Berliner Museum ( Besch r. No. 178), an der aber der Kopf ergänzt ist (In der gen. Be- schreib. ist auch diese Statue als Replik des capitoliniscben Typus angeführt; ebenso bei Over- beck). Man hat bisher (so noch Bloch a. a. 0.) angenommen, dass die capitolinische Demeter auf dem berühmten eleusitiischen Keliet benutzt sei, ebenso wie die Kore Albani. Das ist aber factisch ii n möglich. Das Relief wird überein- stimmend und mit Recht in die Jahre kurz vor Vollendung des Parthenon, vor 438, verlegt. Die Gewandmotivo der Itetreffenden Statue dagegen sind vor der Zeit des Erechtheions, d. h. der Voll- endung der Korcnhallc, also vor 413 nicht dank- bar, ja vieles erinnert schon lebhaft an die Eirene des Kephisodot (deren späte, dem Stil der Statue widersprechende Datierung auf 370 mail doch endlich aiifgeben sollte). Sehr wohl denkbar wäre es indessen, dass das unserer Figur zu Grunde liegende Original dem Künstler des Reliefs als Vorbild gedient habe. Der Stil der Statue ent- spricht durchaus demjenigen der Giebdfiguron des Parthenon; man vergleiche den Oberkörper z. B. mit dem der im langen Gewände vorwärts Eilenden des Ostgiebels. Peterscti hat in den Antiken Denkmälern I T. 53 den Kopf der rapi- tolintseheu Deineter mit dem der sog. Venus Genetrix zusammengestellt und beide für Werke eine« Meisters erklärt; die Zusammenstellung wirkt vollkommen überzeugend. Als Künstler der Venus Genetrix hatte Furtwänglcr schon früher (Roscher, mythol. Lex. Sp. 412) den ebenbürtigen Schüler des Phidias, Alkainenes, genannt. Hiergegen hat Reisch im E ratlos Vindoboncnris p. 1 ff. opponiert, indem er nachwies, dass sieh einige der berühin- j testen Werke des Alkamonos zeitlich fixieren I lassen u. zw. in die Zeit um 420: Hephäst«»» j und Athena vor 421/20; Dionysos 420- 413. In | dieselbe Zeit wird auch die Hekate gehören, welche wahrscheinlich ziemlich gleichzeitig mit dem Bau de« Nike-Tcmpels (ca. 42 *. Vgl. Furt w. Meisterw. p 207 — 211) oder höchstens später auf- gestellt wurde, und endlich der Asklepi«»s von Mantinea, dessen Errichtung man vor 418 wird , ansetzen müssen, d. h. ehe Mantinea nach der ! unglücklichen Schlacht vor seinen Mauern von Sparta abhängig wurde. Alkameues wird 420 etwa nach Mantinea gegangen sein, als durch Alkibiades das Bündnis zwischen Athen, Argot, Eli» und Mantinea zu Stande kam. Es würde Digitized by Google ft Florenz. also der Asklepios zwischen Hephäst und Athenn einerseits und Dionysos andrerseits snzusetzen sein. Nun ist mit diesen Werken aber noch nieht die Zahl derer erschöpft, die uns als von AI- kanienes herriihrend überliefert sind, und wir dürfen annebmen, dass diese wiederum nur einen kleinen Teil der einstmals wirklich existierenden Werke des Meisters ausmachen. Wir haben des- halb auch gar keinen Grund, die Zeit desselben auf diese wenigen Jahre zu beschränken ; werden wir ja durch die Nachricht von dem Weihgeschenk lies Thrasybulos und der Keinen weit über jene Zeit hinausgeführt bis an das Ende des Jahr- hunderts. Ebenso also dürfen wir annehmen, dass der Künstler auch lange vor jener Zeit schon thätig war, und, da uns nichts hindert, das letzt- erwähnte Weihgeschenk in das höchste Greiscn- alter des Alkamencs zu rücken, so können wir seine Geburt schon zwischen 470 und 460 an- nrhmen und demnach bald nach 460 den Beginn seiner Thiitigkeit vermuten. Es ist aber augenscheinlich ke'n Zufall, dass wir gerade aus jener Zeit um 420 soviel sichere Daten besitzen. Die Jahre 426— 4l.‘S sind für Athen die glänzendsten im Verlauf des ganzen peloponncsiaehcn Kriege«; hier herrschte sogar ein zeitweiliger, wenn auch nicht ganz ungestörter Frieden. Vorher, vom Beginn des Krieges bis 425 und nachher bis zum Ende desselben waren alle Verhältnisse so trübe — ausgenommen den kurzen, bald wieder verlöschenden Glanz der Siege des Alkibiades von 411—407 — , dass für grössere künstlerische Unternehmungen weder Sinn noch Geld vorhanden war. Vor dem Kriege aber wird Alkamencs, als Schüler des l’hidias, wesentlich an dessen' grossen Unternehmungen beteiligt geweseu sein. Wahrscheinlich war er doch auch nach Vollendung des Parthenon ndt seinem Meister nach Olympia gegangen, und es wird sich auch dort das eine oder andere Bild von seiner Hand gefunden haben — vielleicht sein „enkrinomenos* — , sodass sich hierdurch die Entstehung der Legende von seiner Arbeit an den Giebeln des Zeustempels erklären dürfte. Längere Zeit vorher aber könnte Alkamencs schon die berühmte Aphrodite in den Gärten anfgestcllt haben, wenn uns dieselbe wirklich in der Venus Oenetrix erhalten Ist. Denn von dlcspr hat Winter (50. Berliner Winckclmannsprogr. p. 118) mit vollem Hecht behauptet, dass sie wegen der eigen- artigen Stilisierung des Gewandes beträchtlich Her sein müsse, als die Figuren des Parthenon. Unverträglich scheinen mir demnach die Ansichten Furtwängler's und Heisch 's nicht. Die des ersteren bedürfen allerdings immer noch eines sicheren Beweises. 280. D.80. Hcraalatue. Die Ergänzungen bei D. richtig angegeben. Der Kopf ut antik, aber nicht zugehörig. Die Figur scheint auf den ersten Blick eine Replik der bekannten Hera von Ephesos in Wien (Koscher, mytliol. Lex. Sp. 2114)*), ist aber in der That durch geringe Abweichungen verschieden, Abweichungen, welche dieselbe als eine wenig spätere Weiterbildung des Typus erscheinen lassen; und zwar leiten diese Verschiedenheiten — man ; beachte besonders die Partie vor dem linken j Bein — über zu einer abermals etwas jüngeren Fortbildung, jener llcrastatuc, die sich früher in ' Villa Borghese befand und jetzt in der Sammlung des Herrn Jacobsen zu Kopenhagen steht. Furt- . wängler bat in seinen Meisterwerken p. 742 mit Hecht die Verwandschaft des Kopfes, den diese Statue ungebrochen trägt, mit denen der Venus Gcnctrix etc. hervorgehobrn ; falsch aber ist, was er ebenda und vorher p. 177 behauptet, dass die barberiniseho Hera in der Rotunde des Vaticana eine Kopie desselben Originales sei. Die Köpfe und die Statuen sind verschieden. Die bar- berinische Hera ist vielmehr alwrtnals eine Weiter- bildung. Man vergleiche die obere Abschluss- linie des Chiton auf der Brust, die verschiedene Lage des Himation auf der linken Achsel, den verschiedenen Verlauf der feinen Fältchen de* Chiton, die verschiedenen Faltenzüge in dem horizontalen Wulst des Himation und dem lierali- liiingcndcn dreieckigen Zipfel. Und zwar ist all dies bei der barberinisehen Hera reicher und mannigfaltiger.**) Stellt man nun die vier verschiedenen Ab- wandelungen: Hera von Ephesos, Hera Boboli, Hera Borghese und barberinisehe Hera neben- einander, so erhält man eine continuicrlichc Ent- wickelnngs-Rcihc, ein sprechendes Beispiel dafür, wie in der griechischen Kunst ein einmal beliebt gewordenes Motiv in langsamer Weiterbildung bewahrt wurde. Der Kopf der Hera Borghese scheint zwischen dem Kopf der Venus einerseits und dem der capitoiiuischen Demeter und dem in diese Reihe gehörenden Berliner Kopf anderer- seits zu stehen. Die Hera von Ephesos wird, *J Kueh ihrer Wiederholung in Neapel Ut auch der obere Teil des Oberkörpers ergänzt worden. ••) Die übrigen mir bekannten Wiederholungen (Bmecio nuovo und Tbertnenmuseum) geben die Ilera Borghese [ wieder. Digitized by Google Florenz. dem Gewand» nacli zu urteilen, etwa in die Zeit der Vollendung de« Parthenon gehören, und an sie miis-en sieh die übrigen Glieder der Kette in schneller Reihenfolge angeachlosscn haben. Alle gehören jedenfalls den Scliülerkreisen des Phi- dias an. 281 und 282. I). 80. Kopf der Statue 280. Der Kopf ist eine vollkommen nn v erscli rt erhaltene Keplik des Kopfes, wclehcr im capito- liniselieu Museum auf der pergamenisehen sog. Persephone im Saal des sterbenden Fechters auf- sitzt (Helbig, Führer I, 528 n. K-V no. 470—71). Allerdings steht er jenem an Gilt» der Arbeit nach. Augensterne und Pupillen sind eingegraben (wohl modern); der Blick ist nach rechts oben gerichtet. Furtwängler hat in den Meisterwerken p. 644 den gewiss berechtigten Zweifel ausgcsprocheu, ob der Kopf zu der Statue im capitolinischcn Museum zugehöre. Kr stellt denselben in eine Keilte mit den Verwandten der Venus von Capna, welche er alle dem Skopas zuschreibt. Wenn wir imles berechtigt sind, aus tlen Köpfen von Tegea den Stil des Skopas zu erkennen, so halten die Köpfe, welche Furtwängler dort mit Hecht zusainmenordnet, gewiss nichts mit diesem Meister zu thut), ebensowenig wie der vorliegende Kopf. Die Motive der zugehörigen .Statuen (Venus v. Capna, Bogcnspanncudcr Eros, Hypnos ete.) ge- hören alle in die zweite Hälfte des vierten Jahr- hunderts, während die Hauptblüte des Skopas in die erste Hälfte gehört. Vergl. übrigens meine Aus- führungen zu No. 292. Der Kopf wird von Fiirt- wängler, Meistcrw. p. 643 Oilsehlicli für eine Kopie der praxitelischen Aphrodite in l’etworth erklärt. 283 und 284. D. 89. Statue der sitzen- den Aphrodite mit Eros. Erg. an der Aphro- dite: ein Stilek am Hals, r. Arm, beide Brüste, 1. Arm bis auf die Hand, au dieser ein Teil des Mittelfingers, der untere Teil des Uber den Unter- arm hängenden Felles, gr. Zehen am I. Fass und Kleinigkeiten; der r. Fuss ndt einem Stück des Gewandes war gebrochen. Der Kopf, an dem die Nasenspitze ergänzt ist, ist antik, aber nicht zugehörig. Erg. an dem Eros der r. Arm, die 1. Hand, beide Beine; der Oberkörper und der I. Arm waren gobroebon. Diitschke hat übersehen, dass die Göttin als Unterlage für das Kind eine Nehris benutzt, deren Kopfende über den linken Unterarm geworfen ist; ein deutlich erkennbarer Fuss hängt neben dem Gcwaudzipfel zwischen den Beinen herab. Ich dachte daher zunächst daran, es möchte eine Thyiadc mit dem Dionysos- kind gemeint und das Oberteil das Eros modern sein. Das letztere zeigt jedoch ganz dieselbe Arbeit mid Erhaltung wie das übrige, ist auch durch Bruch, nicht durch Schnitt von dem Unter- teil getrennt. — Die Arbeit ist recht gnt ; der Fels ist auf der linken Seite (No. 283) roher als an der rechten. Vielleicht war derselbe liier durch eine stehende Figur verdeckt, denn die Hanptansicht der Gruppe ist von dieser Seite. Die Bewegung des Eros entspricht vollkommen der de» Dionysos-Kindes an dein praxitelischen Hermes, an das auch die Behandlung der Formen erinnert Das Original der Gruppe wird also etwa in derselben Zeit, wie jenes Werk des Praxiteles, entstanden sein. Der Kopf der Aphrodite entspricht dem Ideal des j ausgehenden vierten Jahrhunderts. Über eine Wiederholung der Gruppe im Pal. Dante zu Kom vgl. Matz-Dubn no. 354. 285. Statue des Asklepios. Nicht bei DUtschkc verzeichnet. Befindet sich unten links am Ende des grossen Cypressenganges. II. ca. 1,80. Erg. Kopf mit Ilals, r. Arm, I. Unterarm und Hand, der Schlangenstab bis auf das oberste j Ende unter der Achsel und die ganze untere Partie unterhalb der Ktiicc mit Basis bis auf ein Stück am linken Schienbein und ein Stück des Hiniation vor dem rechten Schienbein, die beide gebrochen waren. — Die Ergänzung des rechten Annes ist richtig, da sich noch die antiken Ansatz- spuren der Hand finden. Die Haltung der linken I Hand wird ungefähr richtig »ein ; vielleicht be- schäftigte sic sich mit dem Haupt der einpor- steigenden Schlange. Das Uimation muss kürzer gewesen sein. DieStellung der Küsse ist gegeben. Die Statue repräsentiert den vierten Asklepios- typns in Florenz tind steht den drei anderen au Interesse nicht nach.*) Eine Wiederholung ist i augenscheinlich eine in Villa Doria-Pamfili zu , Kom befindliche Figur (Clarar 551, 1160 C), auf die mich Arndt aufmerksam macht. Nach Matz- Dulm (55) wäre hei ihr der Kopf alt und sässe ungebrochen auf. Es war mir nicht möglich, die Richtigkeit dieser Angabe nuchzuprüfcn. Eine andere Wiederholung s. unten No. 553. Ein weiteres Interesse verdient dieser Typus deshalb, weil er auf drei Deckeln von Arznei- kästchen benutzt ist; am deutlichsten in Neapel, I abgebildet „Antichitä d'Ercolano, Tomo quinto I p. 271“, liespr. ebenda p. 264 f. (gefunden in •) Die «Ire! anderen : D. III, 197 nnd 198 und II, 19. MH der Datierung diese» letzteren (Hui. Pilti) ln No. 219 bla 221 dca E.-V. durch Arndt kann ich mich nicht ein* | verstanden erklären, halte dagegen wn meiner eigenen, in i den Flor. Ant. gegebenen fe*L. Digitized by Google 10 Floren?.. Portki). Hier steht Asklepios neben Hypieia auf einer Basis, also ist eine Cultgrnppc gemeint. Flüch- tiger, aber doch sofort tu erkennen, auf zwei weiteren hu Berliner Museum, abgeb. „Jahrbücher de« Vereins von Alterthumsfr. i. Itheinl.“ XIII, T. I. (aus Neapel) u. T. 11. (vom Niederrhein', bespr. ebenda p. 33 flf. von Urlichs. Auf beiden steht der Gott allein auf einer Basis *) Kunstgeseliichtlieh repräsentiert unser Typus die bezeichnende Weiter- bildung einer Asklcpiosdarstellung aus dem fünf- ten Jahrhundert, welche in einer guten Kopie im berliner Museum erhalten ist (Beschr. No. 68). Diese dürfte, besonders nach dem Kopf zu urteilen, welcher mit dem Dresdener „Zeus“ (Arch. Anz. 1892 p. 1. f.) nahe verwandt ist, etwa um das Jahr 440 entstanden sein. Unsere Figur da- gegen zeigt in der reichen, lebendigen Bildung der Falten, wie in der weicheren Haltung des Körpers den verfeinerten Geschmack des vierten Jahrhunderts. In dieselbe Zeit führt auch die beste statuarische, wohl noch etwas ältere Parallele, der sogen. Lykurgo» in der Sala dcllc Muse de« Vatican (Helbig, Führer 1, 280).**) 286—289 sind nicht bei Dütsehke verzeichnet ; sic befinden »ich auf den hoben Geländerpfcilem vor den grossen Gewächshäusern in der Näbo des Ausgang* nach Via Humana. Gerechnet sind sie von rechts nach links. 286. Tyche. Lcbcnsgross. Krg. Kopf und Hals, r. Arm, Teil der I. Hand mit unterem Ende de« Füllhorns, oberes Ende desselben. Das mittlere •Stück de« llorncs ist erhalten und damit die Deutung gegeben. Die Ergänzung der Arme etc. ist richtig. Die Figur ist eine bessere Wiederholung von No. 350, nur dass da» Attribut der Unken dort eine Palme ist. Alles Weitere siehe dort. i ') Muh vprfflelrltu ein ähnliches Arineikästrhen am EllViiUln, auf «la» mich (J raven hingew iosen bat, in den- selben Jahrbüchern Lll p. 127 f. T. 1 «n«l Westwood, Ficlilc Jroric* in ehe Kuuth Kcn»lngU>n Mumdiuii Nu. 17 (au* Hilten). Anf dem Deckel Atkleplo* und llygichi nach , anderen Vorlagen. Endlich ein drittel» Kästchen a. a. O. . LXXI p. 117 f., in dem sich eiuc streute gebildet«? Asklepios- herine uns Elfenhein als Futteral für eine lanueite ge- funden hat. ••) Der Kopf dieser Figur kehrt in Florenz zweimal In beaucren Exemplaren wieder: 1. l’ffixien, Saal der In- . schritten D. :i:m (durch eine gratiMAm ergänzte Käse tu einem Sokrates verfälscht) und 2. Pal. Biccardi D. IM. I Hei Isolden sind die Augen klein und iinregeluiusaig, wie bei den meisten guten Porträt*. Nicht* dagegeu lässt auf eine gewaltsame Bose lind igung de» einen Auges »chlicssen, wie es bei der Deutung auf Lyknrgn« vorausgesetzt wurde. Bei beiden ist Übrigens diu Behänd lung der Haare und des Bartes einfacher, dem Ktil der Statue entsprechender als an dem römischen Exemplar. Vgl. Brunn-Arndt, Porträt* werk, Tatf. IW- 170. 287. Tycbe. Lebcnsgrosa. Erp. r. Arm, Finger der I. Hand, r. Fm. Abgobr. die Nasen- spitze. Das Füllhorn ist alt und zugehörig; da- mit ist die Deutung bestimmt. Auf dem Haupte ein eigenartig geformtes Diadem; vgl. No. 358. Der leichte Chiton ist einfach gegürtet. Die Figur ist eine gute Kopie nach einem Werk desselben Meistern, der die bekannte Aphro- dite mit dem Sehwerte von Epidauros geschaffen hat (Brunn- Bruckmann, Denkm. T. 14). Man vergleiche den eigenartig charakteristischen Fall des Chiton an den Unterschenkeln und die Falteu- gebung an dem Iliination. Leider ist der Kopf auf der Photographie nicht deutlich; die Auf- nahme war mit grossen Schwierigkeiten ver- bunden, und zudem ist der Kopf besonders ge- schwärzt durch den Einfluss der Witterung So muss ich hier besonders auf das Studium des Marmors selbst verweisen. Man wird dann er- kennen, dass auch die Haartracht und die Be- handlung der Haare an beiden .Statuen ttberein- Btininit. Die Figur verdiente trotz aller .Schwierig- keiten und Kosten gegossen zu werden. 288. Muse. Lebensgross. Erg. Kopf mit Hals, r. An» vom Ärmel an, 1. Hand mit Gewand, Stück der Lyra und de« Felsens, Knie und Kleinig- keiten. Die Figur existiert in zwei weiteren statuari- schen Wiederholungen: Vanvitelli, marmi »colpiti del miisco archeologico della Marcinna di Venezia T. XXXII (Dütsehke V No. 280) und Clarac 554, 1180 (Cavaeeppi T. 3 No. 6); ferner als Terracoltc aus Myrina (S. Ueinach, Observation* sur l’apo- theose d’IIonuvre, Gazette archeol. XII p. 183 ff. und Pottier et Heinaeh, La n£cropolo de Myrina ph 34). Heinaeh hat bei Besprechung der Terra- cottc schon darauf hingewiesen, dass dieselbe Figur auf dem Relief des Archelaos von Prienc rechts neben Apollon verkommt. Entgangen ist ihm noch, dass eben diese Fignr auf der Musen- basis von Halikarnass wiederholt ist (Trendclcn- btirg, W inckelmannsprogramin v. Berlin 1876). Während nun die beiden Reliefdarstclluugen für die Restauration des rechten Armes von Wert sind — der Unterarm w ar seitwärts erhoben und hielt eine »Srhriftrolle — , ist unser Exemplar be- sonders wichtig für die Restauration der linken »Seite; denn hier ist ein Teil der grossen Lcycr erhalten, auf die sieh die Linke stützt, ähnlich wie bet einer andern Figur der Muscnbasis von Halikarnass. Da nun fast alle Typen der beiden Relief» unter einander übereinstimmen, ferner sich Digitized by Google Floren*. 11 in römischen Kopien statuarisch nachweisen lassen, da dieselben endlich anf römischen Sarkophagen häufig sind, so ist cs ausser Zweifel, dass wir hier das Glied einer berühmten Musengnippc vor uns halten, welche in Koni und vordem bis *um Anfang des letzten vorchristlichen Jahrhunderts etwa in Klein-Asien nachweislich bekannt und beliebt war. Dies scheint mit Bestimmtheit auf die Mnscngrnppc des Philiskos von Rhodos zu führen. Alle weiteren Ausführungen hierüber behält sich der Verfasser für cino besondere Arbeit vor. 289. Weibliche Figur. I.ebensgross. Erg. beide Unterarme mit Attributen, Kleinig- keiten. Der Kopf wohl autik, aber nicht zuge- hörig. Die Figur scheint nicht durch Znfall neben No. 288 geraten *n sein, denn sie stimmt im Stil vollkommen mit ihr überein. Wahrscheinlich haben wir hier ein weiteres Glied jener Musen- gruppe zu erkennen. Wiederholungen sind mir nicht bekannt. 290 und 291 sind nicht bei Diltschke ver- zeichnet; sie befinden sich nahe bei dem obersten Ausgang des Gartens. 290. Wiederholung der sogen. Klio in der Kala delle Mnse (Helbig, Führer I, 274). Erg. Hals, I. Brust, beide Arme mit Attribut und Kleinigkeiten. Der sehr zerstörte Kopf antik, aber nicht zugehörig. Die Figur verdient ein selbständiges Inter- esse nur wegen eines merkwürdigen Bestes an ihrer linken Hüfte, den man auf der Photographie erkennen kann. Es scheint der Best eines Musikinstrumentes zu sein. Vielleicht war diese Figur mit ihrem Gegenüber zu Einzclverwendung bestimmt und hielt ein Instrument statt der bei dem vaticanischcn Exemplar zum Teil erhaltenen Rolle. 291. Wiederholung der sogen Kalli- ope in der Kala delle Muse (Helbig, Führer I No. 273). Erg. Kopf mit Hals, beide Arme und Teile des Gewandes. Schlecht und zerstört. Poggio Imperiale. 292. D. 90. Statue des Apollon, Die Ergänznngen bei D. richtig angegeben. Antik auch der mit der I. Hand zusammenhängende obere Steg der Lyra. Der Typns ist bei Overbeck, Kunstmy Biologie des Apollon, p. 189 ff. behandelt, und im Atlas T. XXI, 34 ist die bestgearbeitete und besterhaltene Wiederholung, welche aus Kyrcnc in das brittisehe Museum gekommen ist, abgebildet. Die Erfindung ist eine der allersehönsten ; der Contrast des reichfaltigen, um den Unterkörper geschlungenen liimation mit dem nackt em|Mirsteigeuden Ober- körper wirkt prachtvoll. Furtwängler hat in Rosehcr’s mytliol. Lexikon Sp. 462 richtig erkannt, das« dieser Typus eine reichere, prächtigere Entwickelung des praxitelischen Apollon Lykeios ist. Willkürlich alicr ist »eine Behauptung eben- dort, das« diese Entwickelung oder vielmehr nur Variicrung durch Zufügen des Mauteis erst in römischer Zeit »tattgefunden lialie Denn cs findet sich derselbe Mantel mit denselben Falten oder der gleiche Wurf mit dnrehaus verwandten Mo- tiven an einer ganzen Reihe von Werken wieder, welche auch ans anderen Gründen eng Zusammen- hängen und alle der gleichen Zeit und augen- scheinlich dem gleichen Künstlork reise angehören. I Einen Teil dieser Werke hat Furtwängler selbst in den Meisterwerken p. 614 ft. zusanmicn- gcstollt. Die nächste Verwandte unseres Apollon ist, wie ich schon In den Florentiner Antiken p. 30 hervorgehoben habe, die Ilygicia eines in Liver- pool befindlichen Diptychon (Baum. Dcnkm. Abb. 152), dessen Figuren auf statuarische Vorbilder zurilekgehen. Miese alter bildet nun eine Brücke zu den Werken, welche sich um die Venus von Capua gruppieren, denn bei diesen Ist nicht nur der Wurf des Mantels ganz nahe verwandt, auch der Kopf der Hygieia entspricht in allen liaupt- ziigen, soweit dieselben eben anf dem Diptychon- Relief dargestcllt sind, dem Typus jener Aphro- dite nnd ihrer Verwandten. Hier ist zunächst zu nennen der auch bei Furtw. p. GIG erwähnte Leda-Typns, ferner das Mädchen mit dem Wasser- becken in der Gal. delle Statue (Helbig, Führer 1 No. 208), dann das Original des in Pergamon ge- fundenen Hermaphroditen (jetzt im Museum zu Konst autinopel), die bemalte Aphrodite-Statuette ans Pompei in Neapel, endlich der bogenspannende Eros nnd die Statue des Hypnos (siehe bei Furtw ). Furtwängler erklärt die Gruppe der Venus von Capua für Werke des Skopas; schon bei No. 281 habe ich erklärt, dass und aus welchem Grunde mir diese Ansicht unwahrscheinlich ist. Den Gegensatz gegen den praxitelischen Charakter hat Furtwängler vollkommen richtig dargestellt; dieser Gegensatz ist aller ganz allgemein und kann in sehr verschiedenen individuellen Einzel- formen znr Erscheinung kommen. Auf diese, d. h. die Hanilsehrift de« Künstlers, kommt es vor Allem an, und diese stimmt an den bespro- chenen Werken durchaus nicht mit den charak- Digitized by Google 12 Florenz. toristischen Zügen überein, welche die wenigen • sicher bestimmbaren Werke de» Skopas ans* zeichnen. 293. D. 91. Satyrstatue (?). T>ic Er- gänzungen bei I). richtig angegeben. Das I. Hein ist gar nicht gebrochen gewesen, und somit ist D.’s Zweifel an seiner Echtheit ganz unberechtigt. Das Feil soll das eines Hoekcs sein, wie mau an den Hörnern des Kopfes erkennt. Die Darstellung des Felles mit langen Haaren ist aber durchaus ungewöhnlich. Stellung und Formen des Köipcrs sehr inen die Figur in das fünfte Jahrhundert zu j weisen, doch widerspricht dem die Hchamllung I der Ncbril. Der Kopf ist schwerlich zugehörig. Kr ist von anderem Marmor, und der Hals ist z e ischcngesctzt. Vielleicht stammt der Kötper von einer Dekorationsligur, einem Satyr als Atlanten, ähnlich wie die beiden Fane im Hof des capitoliuischcn Museums (Iielbig, Führer 1 No. 400 und 401). Die Bewegung des r. Armes, die durch den Ansatz der Schulter zur Hauptsache gegeben ist, wünic gut hiezu ]iassen. Oder stammt der Körper von einer Figur des Faunns? Vgl. den betreffenden Artikel von Wissowa in Boselicr's uiythol. I.cx. 294. I). 92. Statue der Demeter mit l’ort rätkopf. Die Ergänzungen bei D. richtig angegeben. Die Statue gehört zu dem Typus, den Overbeck, Kunstmythnlogic der Demeter p. 485 f , T. XIV, 23, behandelt. Das Origiiial.muss nach den Eigenheiten des Gewandes dem Beginne des dritten Jahrhunderts angehören. Der Künstler hat noch an der für Demeter und Kore charakteristischen Tracht des Himation (vgl. No. 357) festgehalten, aber alle* nach seinem verfeinerten Geschmack eleganter und reicher gestaltet. 295. D. 93. Statue des Asklepios. Erg. r. Arm, das untere Ende dos Schlangenstabes und Kli inigkiiten. Die Figur war mehrfach dureligelirochen, was D. verleitet hat, fast die ganze Figur für ergänzt zu halten. Die merk- würdige 1'a‘el ueben dem r. Fuss ist an der äusseren Seite abgebrochen. Auf ihr ist in ganz tiachcni Belief ein steruartiges Viereck und eine Tünic dargestellt. Die Bedeutung ist mir unklar. Die Figur ist recht roh und schlecht gearbeitet, erregt aber durch ihren Typus Interesse. Es ist der fünfte Asklopiostypns, den wir in Florenz finden. Für die Verbreitung des Originales spricht eine zu Rheims gefundene, jetzt iu di r Blbliothöquo nationale zu Paris befindliche Bronze-Statuette, auf deren Photographie mich Arndt aufmerksam gemacht bat (Oirattdon B. 253). Dieselbe giebt unseren Asklepios wieder bis auf die fehlenden Küsse und den Schlangen. tab. Der r. Arm stimmt ebenfalls mit unserem Exemplar überein, ist an diesem also richtig ergänzt. Die Arbeit ist wesentlich hc.-ser als an dem Marmor. Natürlich fehlt an der Bronze auch die zur Stütze dienende Tafel neben dem r, Bein. Der Ausdruck der Figur ist ein ausserordentlich frischer und ener- gischer. Der Typus steht zeitlich zwischen zwei l>e- kannten Darstellungen des Gottes, näher der älteren. Diese ist die Statue, deren vollständigste Kopie in Petersburg erhalten ist; Furtwünglcr, Metoterw. p. 887 (vgl. No. 306). Der herab- hängende, dreieckige Überschlag des Himation stimmt noch fast Zug für Zug llbcrcin; aber die reicheren Motive in den übrigen Gewandteilen, die Schrittstellung der Beine und die Bewegung des Körpers weisen in spätere Zeit. Die Haare und Bartlocken sind im Einzelnen noch ziemlich streng gebildet, aber sie entfalten sicli schon in reicher malerischer Fülle. Die jüngere Darstellung des Gottes, welche abermals unter Beibehaltung i einzelner Motive eine Wdtercntwickclung im 1 Ganzen repräsentiert, ist der Typus, welcher zu | dem berühmten Kopf voll Melos gehört (Wolters, | atheu. Mitt. XVII, p. i ff. Taf.U — IV). Derselbe j gehört etwa der Mitte des vierten Jahrhundert« an. Nach alledem werden wir das Richtige : treffen, wenn wir die Erfindung unserer Dar- ! Stellung im Beginn des vielten Jahrhunderts 1 ansetzen. 296. D. 94. Weibliche Gewandstatue, i Erg. r. Arm, I. Hand, Nasenspitze, Teile der I Locken und des Diadems. Der Olicrkörper war ilurehgebrochcn. Der Kopf ist gebrochen, scheint aber zugehörig; wohl Porträt. Die sehr schlecht gearbeitete Figur gehört stilistisch zu einer ’ grösseren Gruppe, von der ich vorläufig nur einige I 1 laiiptstückc herausheben will : D’Escamps, Marbres anlique* du Musie Camparin, I.ivic, fcmnic d'Augnste en Junen, dann Jordan, Tempel der Vesta etc. T. VIII, 3 u. 6, und besonders wich- tig als griechische Arbeit: Journal of bell, studics 1866 P. LXXI (besprochen ebenda p. 246 f. von Cb. Waldstein; stammt ans Klein-Asien, aus der Nähe von Sardcs). Die Gruppe ist vor Allem von Interesse, weil ihre Hauptmotive an einer berühmten | Figur auf einem der schönsten pompcjanischcn Wandgemälde wiederkehren, an der Hera auf dem I Bilde der heiligen Hochzeit. Wie mir Bulle mitteilt, , wurde kürzlich in Eiensis ein 2 cm hohes Figürchen Digitized by Google r lorenz. an» Silber gefunden im Typus der Hera Campana, aber als Tyche mit Schale uud Füllhorn. Vgl. auch No. 333. 297. 1>. 95. Karyatide. Erg. Hals, bohle Hände. Der Kopf — ein schlechte» römisches Forträt — nicht zugehörig. Die Figur war mehr- fach gebrochen. Sie ist ein bis auf geringe Ab- weichungen ü herein»4, immen des SeitcnstÜck zu der einen Karyatide in Villa Albaui (Hclblg, Führer II No. 827). Das Himatiou reicht hier bis auf die FUsse herab, w elche mit Schuhen, statt mit Sandalen 1h> kleidet sind. Zu beiden Seiten des Halses sind die Iteste von je zwei gedrehten Locken sichtbar, welche eine andere Haartracht voraussetzen lassen, als sie die Karyatide Alhani zeigt. Sonst aber stimmt Zug für Zug überein. Vgl» über diese und die mit ibr zusammengehörigen Karyatiden die erschöpfende Arbeit Hülle’» in den U m. Mittii. 1894 p. 184 ft'. IlitizuziifUgen ist nur ein Hinweis auf ein kleines Fig drehen aus Amethyst, das in den Jahrbüchern d. Verein» v. Alterthfr. in d Rheinl. IV, T. IV abgebildet und p. 185 ft', von Urlichs besprochen ist > gefunden in den pompti- niselien Sümpfen, jetzt im Besitz des Herrn Leven in Cöln). Dasselbe ist in allem Wesentlichen eine Wiederholung der oben genannten Karyatide Al- ban!, ist aber selbst keine Karyatide. Der Kopf ist von einem Diadem-Hand umschlungen , vor dem die Haare in gedrehten Lockeu nach vorne uud hinten in den Nacken fallen. Auf dem Oberkopf lauten alle Haare gleichmässig von dem Scheitel- punkt strahlenförmig nach dein Hände zu, wie z. H. bei der Hera Farnese. In der 1. Hand etwas, „das vielleicht von dem aufgcuommcucn Gewände ver- schieden ist- (vielleicht ein Strauss von Ähren?) Das Figürchen dürfte nicht nur für die weite Verbreitung des Typus sprechen, sondern auch für die Datierung des ursprünglichen Originales von Wichtigkeit sein. Giardino di Castclio. 298 und 299. D. 102. Athletcnstatue. Erg. r. Hein, I. Unterschenkel, Hämisch, Gewand, beide Arme, Kinn, Unterlippe, Nase, Teil des I. Ohres und de» Oberschädels. Abgcbr. .Scham und Oberlippe. Oben an der 1. Hüfte hat sich der Rest eines viereckigen Fmitello erhalten (auf 298 sichtbar). Der I. Oberschenkel war gebrochen. Durch eine oberflächliche Ähnlichkeit hat sieh Diitschkc verleiten lassen, diese Figur für eine Wiederholung des Lysippischen Apoxyomeno» aoszugeben. Die Figur kann weder ein Apoxyo- meiios sein, noch war ihr Vorbild von Lysipp. Linen Athleten stellt dieselbe sicher dar, denn das linke, vollständig erhaltene Ohr ist verseil wolleu. Die Arme können sich aber nach den Ansätzen an den Srlmltern niemals so weit genähert haben, w ie bei dem Apoxyomeno». Vielmehr hat die Er- gänzung in der Richtung der Arme ungefähr das Richtige getroffen. Die Stütze, deren Rest wir an der 1. Hüfte finden, kann niemals dem Arm gedient haben; dazu ist sic zu klein. Mittel» derselben wird ein Attribut befestigt ge- wesen »ein. Über die richtige Ergänzung kann ich nach den wenigen Indicicu keine sichere Ansicht Vor- bringen. Am wahrscheinlichsten ist es noch, dass ein Faustkämpfer dargestcllt war. Wozu aber diente dann die .Stütze ? Ja, mau könnte auch an den jugendlichen Herakles denken; für diesen aber erscheint die Hildung de» Gesichte» nicht vornehm genug. Kein Zweifel kann hingegen über den Stil des Werkes walten, noch darüber, welchem Kreise wir das Original desselben zuzu- »chreiben haben. Es ist der Kreis des S k o p a », von dem wir hier die erste Athletenfigur kennen lernen. Die Züge des Köpft*« tragen so unverfälscht den Stempel seiner Eigenart, wie wir ihn sonst nur wieder an den Köpfen von Tegea finden. Ich kann im Angesicht der Photographien auf Einzel- Angaben verzichten und verweise nur auf die Analyse der skopasischen Köpfe bei Graf, Köm. Mitth. 1889 p. 189 fl*. Von den Haaren ist leider wenig erhalten, doch stimmt das Wenige durch- aus mit den Haaren jener Herakles-Köpfe, die ebendort (T. VIII und IX) publiciert sind. Ausser- ordentlich charakteristisch ist auch der Hals in »einer übermässigen Bewegung und der starken Schwellung des Muskels; man vergleiche den un- behelmten Kopf von Tegea (ähnlich, aber ge- mässigt noch am Melcager). Nach den Formen des Körpers und der Behandlung der Schamhaare gehört das Werk noch entschieden in die erste Hälfte, wahrscheinlich in das zweite Viertel des 4. Jahrhunderts. Mit hohem Interesse sehen wir Skopas oder einen »einer Genossen hier mit einem so bewegten Motiv beschäftigt, wie wir es früher nicht vor dem Auftreten de» Lysipp vorauszusetzeu geneigt waren. Hierin findet denn auch der Fehler Diitschke’s einige Entschuldigung. Man versäume aber nicht, um »ich auch die starken Unterschiede klar zu machen, den Vergleich unserer Figur mit dem Apoxyomeno». Dort ist alle» rund und flüssig ge- worden, der Körper bewegt »ich mühelos; hier spüren wir bei »1er noch tlächenhafteren Itehand- Digitized by Google 14 Florenz. hing de* Torsos eine gewisse Gewaltsamkeit und damit noch nicht da» vollo freie Leben wie dort. Palazzo Riccardi. 300. I). 116. JQuglingikopf. Erg. Xa*e; Uhren bcstossen. Untergesicht und Hals scheinen überarbeitet. Der Kopf ist der nächste Ver- wandte de» Brouzekopfe» ans Herculanum, [ den Furt wäugler in den Mcisterw. Fig. 87 und 88 abbildet (Ürumi-Bniekmami Taf. 339). Die j llaaitrarht und auch die Behandlung der Haare stimmen überein, dann die Form des Gesiebte«, besonders der Stirn, die schmale, wenig bewegte Oberlippe, das kleine Kinn etc. Kleine Ab- weichungen verbieten, eine Kopie desselben Ori- ginales zu vermutben. Furtwänglcr erklärt den Typus a. a. 0. für polykletisch. Abhängig von l’olyklet ist er gewiss, aller einige Unterschiede I in der Form des Schädels, in der ISildnng der Augen und des Untergewichte* scheinen mir doch für eine andere Persönlichkeit zu sprechen. 301 und 302. D. 118. Kleine ltcplik von dem Kopfe der Athen« Partticnos. Erg. Nase. Der kleine Torso gebürte einer anderen unbedeutenden Athenastatuette an. Auf dem Helm haben sieh die Spuren des ganzen Schmuckes er- halten: in der Mitte die Pranken der Sphinx, link» und rechts Reste der l’egasoi, über dem Helmrand die Ansätze der abw echselndeu Pcgasui uud K> he (der Kleinheit wegen in verminderter Anzahl), auf der Wangenklappe die Spur des (•reifes. Vgl. über den ganzen Schmuck Löschcke, Kopf der Athcua Parthenon des Phi idias, Fcstschr. des Vereins von Altertumsfreunden im Rhein!, zum 50jährigen Jubil. 1891. Der Mund ist freundlich lächelnd geöffnet; das Gesicht hat die vollen runden Formen aller wirklichen Repliken der l’arthenos, wie sie auch die Madrider Statuette zeigt. Vgl. No. 575 und 576. 303. D. 121. Griechischer bärtiger Krieger köpf, Erg. Nase, Helm und Hllsle. Augensterne und Pupillen eingegrahen. Zu der Ergänzung des Helmes müssen deutliche Ansatz- spuren geführt haben. Das Original gehörte ins 5. Jahrhundert, nahe mit dein Dresdener „Zeus“ (Arch. An*, 1892 p. 1 f.) zusammen, in die Um- gebung des l'hidia». Sehr ähnlich sind bärtige Köpfe des Parthenonfrieses. 304. D. 157. Griechischer J üngli ngs- k o p f. Erg. die Rüste und die eingesetzten Augen. Abgestossen die Nasenspitze; auch sonst sehr he- stossen uud verwaschen. Das Original gehört in die Schule des Lysipp, wio die ausserordentliche Kleinheit des Kopfes im Verhältnis zum Hals, die Bildung der Stirn, der Haare und der eigenartig nervöse Ausdruck beweisen. 305. D. 160. Kopf des Doryphoros. Die Ergänzungen bei D. richtig angegeben. Der Kopf ist eine gute, besonders in den Haaren scharfe und genaue Kopie. 306. 1). 161. Bärtiger Götterkopf. Erg. Nase und 1. Teil der Unterlippe. Beatoasen die Haare und die Lider des I. Auges. Der Kopf ist eine Kopie nach dem gleichen Original, wie ein Kopf de» Berliner Museums (Bcachr. No. 158', den Furtwänglcr in den Meister- werken p. 364 ff. besprochen und T. XXI alige- hildct hat (das hiesige Exemplar erwähnt p. 369 Anui. 2). Mit geringen Abweichungen in der Lage der Haarlocken stimmen beide Köpfe überein ; indes ist das berliner Exemplar einfacher, ruhiger gehalten, während das mistige viel lebendiger und reicher modelliert ist. Jenes wird im Einzelnen getreuer sein; den Eindruck de« Originale« wird man sich vor uuserm Kopf weit frischer vergegen- wärtigen können. Dies dürfen wir mit desto grösserer .Sicherheit behaupten, als es verschiedene Köpfe giebt, welche nach stilistischen Kriterien mit diesem Typus eng zusammengehöreu und welche alle die gleiche lebendige Modellierung zeigen wie das llorentiner Exemplar. So vor Allem der Kopf jener petersbnrger Asklepios- statue, welche Furtwängler a. a. 0. bespricht uud abbildet. Derselbe ist aber augenscheinlich keine Replik unserer Köpfe, wie dort angegeben wird. (Die Deutung auf Asklepios muss bestehen bleiben, ilcnu überall, wo sich au den Wiederholungen Attribute erhalten haben, sind es eben die Attri- bute de« Asklepios; vgl. Furtw. a. a. O. p. 368 Amu. 3). Ferner der ebenfalls ungebrochene Kopf einer anderen Statue desselben Gottes hier in den Uffizien I). 197, der älteste und beste Ver- treter de» nachmals »o weit verbreiteton und be- liebten Typus. Bei diesen drei Köpfen wieder- holen sich die gleichen charakteristischen Eigen- heiten: die Umrahmung des Gesichtes durch den kräftigen Haarkran/., dessen Locken über der Stirn kurz emporstrebeu, das mächtige Vorwölben des unteren Teiles der Stirn, die grossen Augen, die Modellierung der Wangen, die Behandlung des Bartes. Auch die Körper der beiden Statuen stehen sich nicht fern. Der fiorentiner Asklepios gehört indes in die Zeit der Vollendung des Par- thenon, während diu Entstehung der Petersburger Digitized by Google Florenz. 15 Statue erst beträchtlich später denkbar ist. Kür das Gewand derselben linden sich kaum an den entwickeltsten Teilen diw Parthenon Parallelen. Die kaum bemerkbare Ähnlichkeit mit dem Ge- wand des Zeus im Ostgicbel vom Olympia (Furt- wäuglcr a. a. 0.) ist ganz bcdeutnngsloa. Der vorliegende Kopf steht der Petersburger Statue näher. Wir sind uoeh nicht iui Stande, zu er- klären, welchem Kreise wir die Originale ver- danken. Die Rückführung auf Myrou bei Furt- wänglor ist ganz problematisch. Weder die Ver- wandschaft vom Kttrpcr dcsllermeslngenuiinil dem Körper des Neptun (Kurtw. Abb. 49), noch die des letzteren uiit dom Körper der Petersburger Statue, noch endlich diedcrKöpfcdes Neptun und Asklepios ist so gross und einleuchtend, das» wir danach berechtigt wären, auf einen Künstler zu sehliessen. 307. D. 102. W i ede r h ol uu g de r sog. Sappho. Die Krgänzuugen bei D. richtig an- gegeben. Dio I. untere Kckc des Halses war ge- sprungen. Der Kopf war znm Entlassen in eine •Statue gearbeitet. Die Kopie ist erwähnt hei Kurtwäugler, Meisten»-, p. 9S, Aum. 2, e, der den Kupf, wie | ich glaube, mit Recht neben die Parthenon stellt und das Original für ein Werk des Phidias er- klärt. Mail vergleiche neben der Form des Ge- siebtes, der Augen, besonders die lichandiung der Haare und die individuelle Uihluiig des Mundes. Mit beiden Köpfen nahe verwandt und sicher auch dem Phidias gehörig ist die Kore Albaui, dereu Entstehung etwa in das Jahr 140 fällt.*) Ebenso überzeugend ist iui Vergleich mit den ge- nannten Köpfen die Rückführung des Atliena- Kopfcs aus Krescia (E. — V. 194—196) auf Phi- ilias (Furtwängler p. 123 IT.). Eine Stütze erhält Furtwängler's Ansicht über die Sappho noch durch die Verwandschaft des Diadumenos Farnese mit dem sogen. Phaou in Madrid (Furtw. p. 445). 308 und 309. D. 182. Wiederholung des Petworthcr Diadumenos. Erg. Nase, Hals und Büste von Mannor, Teile der Lippen, der r. Backe und der r. Augenbraue von Gyps. Pupillen und Augensterne eingegraben. Der Kopf ist bei Furtwängler Mcisterw. p. 333 erwähnt und richtig gewürdigt. Es ist keine Frage, dass das Original einem attischen Künstler zu verdanken ist. Für Kresilas, dem es Furt- wängler zutcilt, scheint mir indes jeder greifbare Anhalt zu fehlen. •) Vjfl. li. r. Sehne* hier, Jnhrb. der Kun«t*nm»ih d. allerh. KAi»crhuu*e* 1*91 p. 72 ff. und Hauer, FeHtKctirift für Overbeck, swel Fragmente veui Parthenon, p. 7:t f. 310. D. 201. Kopf des Apollon. Erg. Kinn, Unterlippe, Nase (zweimal i, Rand des Halses r. unten und Kleinigkeiten. Dieser wundervolle Kopf mit begeistertem Ausdruck stellt eher A|>ollnn dar, als Aphrodite. Derselbe war zum Einlassen in eine Statue ge- arbeitet ; die letztere war also wahrscheinlich voll bekleidet, was allein schon gegen Aphrodite spricht. Es wird die Figur eines Apollon Musa- getes gewesen sein. Diu» Original ist nicht vor dem Ende des 4. Jahrhunderts zu vermuten. 311. D. 202. Griechischer Jünglings- kopf. Erg. Nase, beide Obren, Teil der r. Wange, I. Teil des Halses und Büste. Wegeu »ler eigenartigen gewellten Haartracht und des individuellen Ausdruckes haben wir viel- leicht ein Porträt zu erkennen. Das Original wird den Sclmlkreiscn des Lysipp entstammen. 3l2und3l3. D. 207, Wiederholung des A nakreon k o pfes. Erg. Nasenspitze und Büste. Die Haare über der Mitte der Stirn sind abgestossen. Das Exemplar ist von Furtwängler in den Meisterwerken p. 92 Anm. 1 und 3 richtig ge- würdigt. P. 93 Aum. 6 weist Furtwängler mit Recht die Zuteilung des Originales an Kresilas, wie sie von Kokille versucht war, zurück. Eben- sowenig wie der Kopf mit dem Perikiesporträt, ist der Körper mit dem des zusamiucnsinkendcii Athleten in Neapel (Furtw. a. a. 0. p. 282) ver- einbar. Dieser Athlet und der Perikle» sind alter die einzigen Werke, die wir mit einiger Sicher- heit auf Kresilas zurückführen können. Nicht weniger problematisch hingegen erscheint mir dio Behauptung Furtivänglers, der Anakreoii sei ein Werk des Phidias. Die Verwandschaft des Kopfes mit dem Bologneser Athena-Kopf — und ist diese sicher von Phidias und die LemniaV — und des Körpers mit dem des Diadumenos Farnese ist keines- wegs schlagend. 314 und 315. D. 210. Griechischer J Unglingsko p f. Die Ergänzungen hei 1>. richtig angegeben. In der Stilisierung der Haare erinnert dieser schöne Typus etwas an den Pet- worthcr Diadumenos. Sein Original gehört, wie jener, der attischen Kunst vom 3. Viertel des 5. Jahrhunderts an. 316. D. 220. J iingli ngsstat uu. Erg. Kopf mit Hals, r. Arm, I. Unterarm, I. Unter- schenkel, r. Bein von der Mitte des Oberschenkels an, Hund, Basis, 1. Hinterbacken, Vorderteil des Geschlechtsteiles (Penis abgebrochen). Die Armu sind in der Haltung nach ge- bliebenen Spuren richtig ergänzt, ebenso die Beine. Digitized by Google 1 fi r lorctis. Audi tlic Haltung des Kopfes ist richtig getroffen. ; Nach alledem würde man geneigt »ein, die Figur dem 5. Jahrhundert zuznspreehen , wenn nicht | die weichere iiehatidlung der Formen im Ein- ; zelnen, vor Allem eine Einzelheit wie die Bildung des Schainhaarcs mit Entschiedenheit auf das { 4. Jahrhundert liiuwicsvn. Die Gestalt gehört in eine Reihe mit dem sog. Adonis des Gahinelto delle maschcre (Helhig, Führer I, No. 25.">) I fiese Werke repräsentieren eine eigenartig conscrvative Richtung de* 4. Jahrhunderts, in welcher nicht, wie in den Kreisen des Praxiteles und Skopas, 1 die Formen des l'olyklct fortwirken, sondern das Ideal der älteren pcluponncsi dien Schule bewahrt , wird. Diesen Charakter hat Furtwänglcr, Meistcrw. j p. 528 ff. richtig dargestcllt; ob alle Werke, welche er dort vereinigt, einer Künatlcr-Indivi- . duulitüt gehören und oh diese Eujdiranor ist, . mag vorläufig dahinstchen. 317. D. 221. Wiederholung des praxi- telisehcn Satyrs. Von D. richtig erkannt. Die Arbeit, besonder» am Fell, sorgfältig und gut. Giardino dcl Palazzo Corsini al Prato. 318. D. 229. Statuette eines sitzen- ^ den Hermes. Erg. Kopf mit llals, r. Arm und Schildkröte, I. Hand, unterer Teil der Basis. D. nimmt auch die Beine von der Mitte der Ober- schenkel und die Küsse mit dem vurderen Teil der Basis als ergänzt an, doch trennen die Beine weder oben noch unten Schnitte, sondern Brüche. Indes wiir der wahre Thatbestand nur festzustellen, wenn die Figur von dem gelben . Farbonllbcrzug befreit würde. Die Statuette ist eine genaue Kopie eines im j Akropolis-Museum zu Athen (No. 1346) befind- ’■ liehen Torsos, wohl des ursprünglichen Originales.*) Dort fehlt der Kopf, r Arm mit Vorderteil der Schulter, r. Bein fast ganz. I. Bein vom Knie ab- wärts, I. Daumen, der ganze untcro und I. Teil des Felsens. Die Linke hielt ein Kcrykcion aus [ Bronze, dessen Bloiverguss noch in der ge- schlossenen Hand erhalten ist. Zur weiteren Be- festigung diente ein kleines Loch im Gewand reehts von der Hand. Zwei grössere I sicher, eines an der I. Schulter, das andere auf dem Kücken dicht an dem Rande der Chlamys, dienten wahrscheinlich zur Befestigung des aus Bronze gearbeiteten Hutes mit seinem Bande. Nicht ganz übereinstimmend mit dem florentiner Exemplar *) II. Bull«-' hat die Einzelheiten nuehnial« verglichen. wäre nach Bulle nur der Zipfel der Chlamys auf dem Fclseu neben dem I. Bein. Die Kerbte stützte sicli ursprünglich augen- scheinlich auf den Felsen; der Kopf war stark nach der r. Schti'tcr gedreht, so wie der hei unscrni Exemplar ergänzte. So erhalten wir eine Figur, welche in allen Motiven an die berühmte Bronzestatue des sitzenden Hermes mit der Rosette in Neapel erinnert, und vielleicht waren ja auch die Beine analog gestellt. Das darf lins iudessen nicht verleiten, unsere Statuette in die gleiche Zeit lind Schule mit jenem zu rücken, d. h. in diejenige Lysipps. Die Behandlung der dirk- wolligen Chlauiys lind die des Körpers weisen vielmehr in wesentlich ältere Zeit, etwa das dritte Viertel des 5. Jahrhunderts.*) Die athenische Statuette diente jedenfalls nicht dem Cultus, sondern wird eine« der vielen zerstreuten Weih- gesclicnkc auf der Akropolis gewesen sein. Wohl weniger die Berühmtheit de» Künstlers als der Reiz de» Motive» und der Ausführung veranlasst™ den Kopisten, dem wir das Florentiner Exemplar verdanken, zur Nachbildung dt» Werkes. 319. D. 247. W ei bliebe 0 e wandstat ne. Die Ergänzungen lassen sich nicht mehr durch- gehend fcststellcn, treffen aber Im Ganzen das Richtige. Sie sind augenscheinlich ausgeführt nach der einen Figur der Loggia de’ l.anzi D. 858, welche dasselbe Original besser und ml: dem Unterschied wiedergiebt, dass das Himation als Schleier Uber den Kopf gezogen ist. Das Original muss der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts ange- hören. 320, 321 und 322. Kopf der Statue 319. Er ist nicht zu der Statue gehörig. Erg. die ganze Nase, Mund und Kinn in einem Stück, ein Stiirk des Haares über der Mitte der Stirn, das Ende des Schopfe« im Nacken. Wir müssen den schlechten Erhaltungszustand dieses Kopfes tief beklagen, denn das Original desselben stammte ohne Zweifel von demselben Künstler, der den „Kasseler Apoll“ geschaffen bat. Mail vergleiche die Kihluug des Schädels, der Stirn, der Augen, der Haarlocken über der Stirn und der gedrehten Locken hinter den Ohren. Alle» spricht so entschieden dieselbe Sprache, wie bei dem Kopf jenes Apoll, dass wir an der Identität des Künstlers nicht zweifeln können. •) Bulle tun) Ich Stimuli™ In diesem Ansatz unah- hängig flhcrcio. llullc denkt an myronisehe Klchtung und vergleicht wegen der Bildung der Bauehfalle den Dlskobtdcn. Attlaeher Kund gehurt die Erfindung sicher au. Digitized by Google 1- loreuz. Auch di« Vorlieho für oittc kraftvi>llo und zu- gleich kunstvolle Haartracht charakterisiert ihn dort wie hier. Die Stirn wird von zwei Wollen einzelner, nach den Seiten strebender Locken um- rahmt; der Schädel ist von zwei mächtigen Haar- flechten wie von einer Krone umgehen;*) hinter den Ohren fallen je drei kurze geringelte tacken herab und endlich ergicsst sich noch in den Nacken ein gewaltiger Schopf von losen Strähnen, welche einst wohl an ihrem Ende in einem Hing zu- sauimengefasst waren. Es ist der dritte weibliche Kopf, den wir von diesem eigenartigen Künstler kennen lernen (Ausser der Athena Albani ein Kopf in Mantua E.-V. 12 u. 13). Gewaltig, wie in seinen Männerköpfen, tritt er uns hier ent- gegen Wer war dieser Künstler? Furtwängler teilt in den Meisterwerken p, 371 ff. den genannten Apoll und p. 382 dou von diesem untrennbaren Perseus dem Myrou zu. Wie ich schon einmal ausgesprochen habe, fehlt mir zwischen den sicheren Werken des Myrou**) und dieser Gruppe jede Brücke. Dort linden wir eine ausserordentliche Feinheit dos Formgcfühls, ein Beschränken alles rein Decorativen, wie der Haare, auf das Notdürftigste, sodass überall die Klarheit der Form und Linie gewahrt bleibt, hier eine gewisse gewaltsame Grösse des Form- gcfiihls und ein auffallendes Interesse für einen rein decorativen Teil, wie das Haar, und seine Tracht. Wo sind hier Ähnlichkeiten oder auch nur Verwandschaften, und nicht vielmehr Gegen- sätze? Wie hätte jemals auch nur der oberfläch- lichste oiler befangenste Scrib nt im Angesicht eines Kopfes wie des vorliegenden oder wie jenes des A |m >llou zu einem Urteil wie dem folgenden ge- langen können: cnpillutu quoque et pu hem non emeudatius fecisse quam rudis antiquitas insti- tuiasct? Dagegen scheint unser Kopf den Ge- danken an Pythagoras wieder besonders zu em- pfehlen. 323. D. 250. Statue des Ganymed. Erg. I. Hand mit dem unteren Ende des Pcdum, 1. Unterschenkel, Fusu und die entsprechende Ecke der Basis, .Schnabel des Adlers und Kleinigkeiten. Das Erhaltene war mehrfach gebrochen. Die Situation ist ähnlich, wie bei der be- kannteren Gruppe desselben Gegenstandes, von •} Ebenso bet »ton Karyatiden vom Krechtheion, ••) Schriftlich hexe n gt : Di« kohol uud Miusyns. Nach stilistischen Merkmalen sicher: Hermes InKennl Kurtw. p 300 tr.i, bärtiger Kopf ans l'ctontbnrK (Kurtw. p. 3X2 ff.) und tlemkles Altemps (Kurtw. |i. 30t IT.). der eine Kopie in den Uffizien steht (D. III, 115). Trotz der Kleinheit dt» Adlers ist auch hier die allmähliche Annäherung den Knaben an den Boten des Zeus dargestellt, tlenn Pedum und Hund ver- wc'sen die Scene noch in den bla. Ein Vergleich mit dem Apoxyotneuos de» Lysipp lässt es ausser Zweifel erscheinen, dass wir auch hier die Kopie nach einem Werke des- selben Meisters vor uus haben Der Hund ge- hörte sicher zu der Original-UoiiqHisitiou. Die sehwubcmlu Bewegung des Körpers ist auch an diesem Werk wie am Apoxyoinenoa von höchstem Ke;z. 324. Amazone. Bei Dütschkc p. 105 unten erwähnt. Erg. Kopf, beide Arme, I. .Schulter, r. Teil tles Kückens, der freistellende Teil des Köchers, das Nackte beider Beine fast ganz, Stamm und Basis. DUtachkc giebt das Antike für modern uud das Moderne für antik aus. Der Torso stammt von einer etwas unter- lebensgrossen Wiederholung der Amazone Mattei. 325. Dionysos. Bei Dütsehke p. 10G oben erwähnt. Lebensgross, Erg. beide Anne mit Ärmeln und deti Enden der Chlamys, beide Unter- schenkel. Der unversehrte Kopf ist antik, alter nicht zugehörig. Ahg.hci Chirac 833 B, 202t; B. Die Figur wird von Dütschkc für weib- lich und modern erklärt. Es ist Dionysos, der über dem kurzen, ziemlich tief gegürteten Chiton von leichtem Stoff die Ncbris trägt. Dieselbe ist auf der rechten Schulter geknüpft uud um den Leib gegürtet. Eine Chlamys, welche am Kücken der Figur erhalten ist, muss der Gott auch ursprünglich ähnlich gehalten halten wie jetzt. Das Flattern der Chiton-Falten lässt auf tanzruüssige Bewegung Schlüssen. Die Enden von zwei Schulterloekcn sind zu beiden Seiten des Halses erhalten. — Es ist ein Dionysostypus, wie er uns auch sonst mehrfach erhalten ist. Siehe die Zusammenstellung bei Thrätuer in Koscher's mythol. Lexikon Sp. 1133 und daselbst Fig. 14.*) Der Kopf der Statue gehört der Mitte des vierten Jahrhunderts an. Nächitverwandt ist ihm ein Kopf, der auf einer Statue der Artemis in Stockholm (V, 15) aufsitzt und dort nicht zn- geliört, 326. D. 251. Statue der Artemis. Erg. r. Arm, 1. Schulter, I. Unterarm, beide Knice, Teil des r. Unterschenkel», Teile des Hundes uud Kleinigkeiten. Der Kopf (erg. Hinterkopf und •) Man T0T»l. die Artemis des Bert. Museums, Bescbr. No. 2 Digitized by Google 18 Florenz. Nasenspitze) ist eingelassen (kaum ursprünglich zugehörig). Die Figur geht auf ein Original au« dem dritten Viertel des 5. Jahrhundert« zurück. Der I lu 11(1 ist wold Zlll hat de» Kopisten. Auffallend verwandt ist die liehamllung de« Gewandes an einem Torso des Kasseler Museums (Furtw. Meistorw. Abb. 22; vgl. No. 331). 327. D. 252. Kphebcnstatne. Krg. da» untere Stück de» Halses, beide Anne, beide Heine von über den Knieen an abwärts, Stück de» r. Oberschenkels, I. Hinterbacken, Glied, Stamm bis auf da» obere Hilde und Itasis. Au dem antiken, aber nicht zugehörigen K< pf ist die Nase modern. Der linke Arm ist richtig ergänzt. Die Figur stimmt mit einer bekannten polykletischcn Figur im Motiv überein (Furtwänglcr, Meisterw. p. 434), ist aber aus dem 4. Jahrhundert und bietet so- mit ein interessantes ileispiel von dem Fortwirken nicht nur der Formen, sondern auch der Motive dieses Meisters im 4. Jahrhundert. Hin ähnliches Vorbild für Praxiteles war die Amazone des Folyklct. Der nicht zugehörige Kopf ist nahe verwandt mit eiuem herrlichen Knabcukopf des Pal. Pitti (D. 11, 27), den Fnrtwängler in den Meisterwerken Fig. 106 abbildet und p. 567 für den Tripto- lemos des Praxiteles erklärt. Daselbst Anin. 2 »vird gesagt, auch ich hätte bei diesem Kopfe an Praxiteles gedacht. Diese Behauptung muss auf einem Irrtum beruhen. 328 und 329. Kopf der Statue D. 254. Die Figur selbst ist zu sehr von der Witterung mitgenommen, als dass sic noch mit einigem Nutzen hätte photographiert werden können. Der nicht zugehörige, schöne Kopf hingegen ist bis auf einige Flecken ganz unversehrt. Der nächste Ver- wandte desselben ist ein J Uuglingskopf der Samm- lung Barrncco(I,VII u. LVHa, Alcxaiidcr? i welcher unseren jedoch an Güte der Arbeit nicht entfernt erreicht. Hin weiterer Verwandter scheint ein besonders schöner nnd ebenfalls unversehrter Zeuskopf des lierliner Museums (llcschr. No. 291) zu sein. Die drei Werke gehören der zweiten Hälfte de» vierten Jahrhunderts an. 330. I). 266. Kleine Gruppe des Silen und Pan. Erg. ausser den I. Armen beider Figuren noch der Schnabel der einen Ente und Kleinigkeiten. Zu der Beschreibung ist noch hinzu- zufUgcii, das» der Pan den Silen in sein liukes Ohr heisst, wodurch diu Situation de» letzteren äusserst peinlich wird, w-a» er denn auch durch heftiges Schreien kuudgiebt. Die Gruppe ist sehr hübsch und lebendig erfunden und geht sicher auf ein gutes Original aus dem Anfang des dritten Jahrhunderts zurück. Palazzo Corsini Lung’ Arno. 331. D. 267. Torso eiuer Statue des Hephäst, ergänzt als Silen. Erg. Kopf mit Hals, beide Anne mit Schlauch, beide Beine vom Gewand abwärts. Ganz unklar ist, was llcydc- mann (3. Höllisches Winrkclmannsprogramm p. 102) über die Statue sagt. Das Bartende auf der Brust oben ist nicht, wie er dort angiebt, modern heransgearbeitet. Die t'haraktcristik dieses Bartes, sowie da» eigenartige derbe Ge- wand (Exomis) passen nur für Hephäst. Die Be- handlung de» Stoffes, sowie die Körpcrfonneu weisen in das 5. Jahrhundert. Als die nächsten Parallelen bieten sich die Gewänder dir Ama- zonen; dieselben stehen in der Stilisierung des Stoffes jedoch auf einer noch älteren Stufe.*) Ans der fraglichen Zeit wird uns imrcinellephästos- statue überliefert, die des Alkamcnes (Overb. S-0 821 u. 822), deren Aufstellung nach Heisch (Eranos Vindolionensis 1893 p. 1 ff.) in das Jahr 421.20 fallen würde, was mit dem Stil unserer Statue wohl vereinbar ist. Doch kommt man über Möglichkeiten nicht hinaus, Furtwänglcr hat in den Meisterwerken p. 119 ff', einen schönen Torso de» Kasseler Museums für den Hephäst des Alkamcnes in Anpmch genommen. Soviel ich weis», hatte Michaelis mündlich schon früher diese Ansicht geäussert. An diesem Torso will ab.r Verschiedenes nicht für Hcpliästos passen ; so diu Gürtung de» Gewandes durch einen Ledergurt, dessen Schnalle aus Metall besonder* angesetzt war, ferner der grosse Mantel, welcher auf der Unken Schulter aufliegt und dann um den I. Unterarm geschlungen war, und endlich die Charakteristik de» Stoffe», welcher fein genug ist, um das Glied leicht durchscliimnicrn zil lassen. Nun kommt Ares in einer dem Torso ganz entsprechenden Tracht vor, z. B. an der Brunnen- mündung in dem Saal der Itcliefs zu Neapel Nu. 6070, wo für ilio einzelnen Gottheiten be- kannte gute Typen gewählt sind, und bei diesem Gott würden alle erwähnten Züge unbedenklich sein. Diesen erkenne ich denn auch in dem Torso von Kassel. 332. tmpcratorcnstatuc. Bei Dütschkc p. 110 in der Mitte erwähnt: Lucius Vcrns (49a). Diitschkc hat nur ein Stück des Gewandes für *) Mau vngl. such «I io Artemis Urs Berliner Museums, Ilcsckr, Ko. Dl. Digitized by Google Florenz. 19 antik gehalten, getäuscht dadurch, dass der nackte Körper von dem Gewandteil gebrochen gewesen ist. Krg. Kopf mit Hals, r. Artu, 1. Oberarm und I. Hand, beide Unterschenkel mit itasis und unterem Stammende, manche Flicken am Gewand. Hie Figur geht auf ein Original von der Wende des 5. zum 4. Jahrhundert zurück. Das Gewand steht /.wischen dem oben erwähnten ber- liner Asklepios, ilcschr. No. G8 und dein Asklepios des Giardino ßobnli No. 281 in der Mitte. Voll- kommen übereinstimmend ist die Figur dt» Opfer- priesters, des Kpibomios, auf der liekannten l'racht- vase aus Uumä mit Darstellung der clcusinischcn Gottheiten (t'ompte-rcndu 1862 T. 111 und danach hei Baum. Denkm. Abb. 520). Diu Vase gehört sicher der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts an. Wir erhalten dadurch eine feste Bestätigung für die Datierung des Originals unserer Statue. Das ursprüngliche Vorbild stellte wahrscheinlich Her- mes dar. Kino Wiederholung derselben Figur in einem Hof lies l*al. Pitti D. 46. 333. D.268. Weibliche Gewandstatuc. Erg. dor ganze untere Teil von dem Bruch über den Kniecn an abwärts, beide Unterarme, Nasen- spitze, Lippen, r. Wange und das Diadem, bi» auf den Ansatz. Hals und Kopf waren mehrmals gebrochen, ebenso der Oberkörper. Die Figur stimmt, geringe Abweichungen ab- gerechnet, mit vier .Statuen in der Loggia de’ Lanzi überein: D. 111,569, das I iirnat ioti über den Kopf ge- zogen; I>. 561; 562; 563, das Himation über den Kopf gezogen. Die Figuren stimmen in den Haupt- Motiven mit der unter No. 296 erwähutun Gruppe überein, geben aber alles Einzelne weit prächtiger und in reichlicherer .Stofffülle. Vgl. Michaelis, Anc. marld. in Gr. Br. p. 481 ff. 334. D. 269. Gewandstatuc. Erg. der ganze Oberkörper vom Gürtel an aufwärts mit Ausnahme des kleinen Gewandbausches über der Mitte des Gürtels und einem dreieckigen Stück recht» davon. An dem Gewand manches gcllickt. An dem antiken, aber nicht zugehörigen Kopf erg. Nase, Lippen, Kinn, Teile des Haares und lies Ohres auf der r. Seite. Wie aus der Form der Hüften hervorgeht, ist der Unterkörper männlich [und gehörte also einem Apollon Musagetcs Im langen Gewände and Mantel an, ähnlich wie die sog. barbcrinische Muse in München, der unser Werk auch zeitlich nahe steht; doch ist dasselbe etwas jünger, da alle Motive des Gewandes lebendiger und reicher sind. Manches stimmt mit der Eirene in München überein. Da» Original wird der Wende vom f>. zum 4. Jahrhundert angchören. Das Fragment gewinnt ein besonderes Interesse dadurch, dass es Zug für Zug mit der Apollonligtir dos Sorren- tiner Altars (ibcrcinstimint, welche, wie Hülsen (Köm. Mittli. 1894, p. 238 ff ) kürzlich iiachgcwieseu hat , den Apollon A c t i u s des Palatin wiedergiebt. (Vgl. E.-V. no. 544.) Die barhcriuischc Muse stimmt thatsächlieh nicht mit der Relief- tignr überein. Der sehr zerstörte Kopf erinnert an die Köpfe der Venus Genetrix etc. 335. D. 270. Apollon Lykelos. Erg. beide Unterschenkel, Basis, Stamm, I.eyer, beide Arme, Nase, Teile des Kranzes. Das Erhaltene war mehrfach gebrochen. Gute Wiederholung des prnxitclischen Apollon; vgl. Furtwänglcr in Roscher's mythoi. Lex. Sp. 460. Der Kranz ist Zuthat des Kopisten. (Ähnliche Variationen hei dem Satyr de» Praxiteles.) 336. D. 271. Statue des Dionysos. Erg. Kopf mit Hals, beide Arme, Ober- und Unterteil des Stammes, Basis, Füssc mit dem unteren Teil der Unterschenkel, Flicken an der Stelle, wo die Oberschenkel gebrochen waren. Die I). utung als Dionysos ergieht sielt aus den Kesten einer Weinrebe an dem erhaltenen Teil des Stammes. Stilistisch gehört der interessante Körper in den Anfang des 4. Jahrhundert». 337. D. 275. Wiederholung der Ar- temis Co Ion na. Erg. r. Arm von der Mitte de» Oberarmes an, 1. Arm, freistehender Teil des Köchers, Hals und unbestimmbare T :,c ■*“* Kopfes. Das Wenige, ' Vs von dem Kopf erhalten ist, stimmt mH dem Kopf überein, der auf dem berliner Exemplar aufsitzt, aber dort nicht zuge- liürcn soll. Natürlich lässt sich auch hier nicht die Zugehörigkeit der wenigen antiken Fragmento erweisen. Auf dem Kodier liegt hier wie dort ein Schopf zierlich gedrehter Locken auf. Der untere Teil des Himation hat viele bemerkenswerte Verwantlschaftcu mit den entsprechenden Teilen an der älteren Tochter der Niobe (D. III, 265) unti dem kleinsten Sohn derselben (D. 266). 338 und 339. D. 280. AthletcnkCpfchen. Nase und Unterlippe und Ohren bcstosscu. Sehr gnt gearbeitet. Wohl griechische Kopie. Der Stil ist unverkennbar skopasisch. Palazzo Vecchio. 340. D. 510. Statue des A pollon. Erg. ein Streifen im r. Oberarm, 1. Fus», Streifen im Gewände. Beide Unterschenkel, der r. Fuss und die Arme waren gebrochen. Der Kopf antik, 2* Digitized by Google 20 Kloi euz. aber nicht zugehörig. Vgl. über die Figur Over- beck, Kunstmythologic de» Apollon p. 240 f. Die Haltung der Figur, ihr Motiv und die licdeutung des Wasservugel» i«t vollkommen unklar. Man muss wohl eine Stütze unter dem Gewand an- nehmen, angedeutet ist eine solche aber nirgend». Die Arme schienen mir an diesem Exemplar antik; nach diesen, aber auch nach den au anderen Kopien erhaltenen lteaten i»t es unmöglich, dass der Gott eine Lyra gehalten habe. Die Arbeit unserer Kopie ist nicht schlecht, wie Diitsehkc augii bt. Den Körperrormen und der eoinplieierten Stellung nach kann da» Original nicht vor dem licginu des .'I. Jahrhunderts ent- standen sein. Der schöne Kopf gehört dem praxitelisehen Apollon I.ykcios. 341. D. 511. Wiederholung des Anti- no u s v om li cl vedere-II erm es von A n d ros. Erg. beide Unterschenkel, r. Arm, I. Hand mit Flöte, Stücke des Halses. An dem autiken, aber nicht zugehörigen Kopf erg. Fetasos, r. Unterlid, Teil der Unterlippe und viele Teile der llaare. Der Torso scheint neben dem londoner Exem- plar die beste Wiederholung des einstigen Ori- ginales zu sein. Die Bildung des Körpers, seine Proportionen und alle Detail-Formen stehen dem Hermes zu Olympia ausserordentlich nahe. Die griechische Kopie von Andros beschränkt sich hingegen mehr auf die allgemeinen grossen Züge. Der schöne interessante Kopf gehört noch in •bs r\ '•■.' -hundert ; die nächsten Analogien bieten rtionon arg verfehlt. Ihr Original trägt, lauft an dem Hinterkopf desselben in die muss noch dem 5. Jahrhundert nngehöit haben. : Hübe; seine Fortsetzung wurde also von der I. 349. D. 112. Kopf der Statue 345. Auch i Hand der Nymphe gehalten. Hierdurch ergiebt dieser gehört in da» 5. Jahrli., n. zw. in den »ich eine, sprechende .Situation, welche auch für engsten Kreis des l’hidias, ist aber sicher nicht die Deutung der Gruppe von Wichtigkeit ist. Das zur Statue gehörig. . Tier ist der Begleiter der Nymphe auf ihren 350. D. 127. Nike. Erg. r. Arm, I. Hand, 1 eiligen Streifzflgen durch die Berge; sie hält das- oherer Teil der l’nlinc, ltansch de» Gewandes am selbe an festem Hantle gefesselt. Gehorsam bleibt r. Oberschenkel aussen, Streifen im Hals, Nase es in Rull« bei seiner Herrin, aber der Kopf und Kleinigkeiten. Mehrfach gebrochen. Der h endet sich fragend nach oben, denn die Nymphe Kopf ist sicher zugehörig, da die Haarsträhne, hat sich in heftiger Bewegung auf die Zelien- w eiche auf der I. Schulter liegt, ölten ansetzt. spitzen erhoben und die rechte hoch erhobene Dadurch, dass sieh ein Teil des Palnicnsticlce Hand muss ein Attribut geschwungen haben. All erhalten hat, ist die Deutung gesichert. Die rieh- diese Motive sind aber erst bedeutungsvoll, wenn tige Ergänzung ergiebt sich durch No. 286, eine wir die Gruppe in eine Jagd hineindeiiken und bessere Wiederholung desselben Originales. Dort also der Nymphe einen geschwungenen Speer in aber ist die Figur durch das Attribut des Füll- die Rechte geben. Dieser wird im nächsten Mo- horns zu einer Tycho gemacht. Glücks- nnd ment hinansfiiegen, ihm nach die Jägerin und mit Sieges-Göttin stehen »ich ja im Wesen nahe. Der ihr da» der Fessel entledigte Tier. Es ist also Kopf unserer Figur schliesst sich nicht ohne Be- eine Gefährtin der Artemis, die wir in diesem deutung und im Einklang mit der Erscheinung zart gebauten jugendlichen Wesen zu erkennen dos Körper» in dem durchsichtigen Gewände an ! halten. Sonst könnte man ja nur noch an eine den späteren Aphrodite-Typus an. Münadc denken; bei dieser Deutung aber würde Auf das gleiche Vorbild, wie diese beiden weder die Bewegung der Figur selbst, noch da» Figuren, geht eine 8talue in der Münchener Glypto- , Halten des Tiere» an dem fest geschlungenen flick zurück, die t'eres im schwarzen Gewände Halsband seine Erklärung finden, in dem Saal der farbigen Bildwerke (Bcscbr. Bei unserer Deutung aber giebt nun die dar» No. 298). Tenerani hat sieh bei der Ergänzung gestellte Verwendung eine» Panthers oder pantbor- zu einer Demeter, welche mit der Fackel die ver- ähnlichen Tieres zur Jagd einen gewissen Anhalt lorene Tochter sucht, wohl durch das ernste für Herkunft nnd Datierung des Originales. Eine Schwarz des Gewandes leiten lassen, und wir derartige Abrichtung und Verwendung des w erden unten bei No. 357 allerdings eine derartig Panther» oder vielmehr des Geparden ist uns nur sinnreiche Verwendung des dunklen Materiales an- aus Ägypten, dort allerdings schon aus sehr alter erkennen müssen; bei der Münchener Figur aber Zeit bekannt (Vgl. Keller, Tiere des klass. Alter- scheint diese doch mehr spielender Absicht ent- thuins p. 146). Eine Übertragung dieses Factums »prangen zu »ein, und wir w erden Brunn liecht geben. aus der wirklichen in die mythische Welt kann wenn er die Gestalt dein Kreise der den oberen Gott- aber "erst stattgefunden haben, als den Griechen beiten dienenden Wesen, wie Horen u. a. zu- die eigcnthiimlichen Sitten Ägyptens in vollem schreibt. Umfange erschlossen waren, d. h. in der alexan- 351. D. 139. Erotenstatue. Der Kopf drinlschen Epoche. In dieselbe Zeit weist unsere war gebrochen, ist aber antik. Gruppe auch der ganze stilistische Charakter; die Digitized by Google 22 Florenz. Behandlung des wehenden Gewandes findet in einigen sogen, neu-attischen Reliefs die nächsten Parallelen. In specieil alexandrinischen Künstler- kreisen wird das Original unserer Gruppe ent- standen sein. Die C'otn poaition derselben verdient hohes Lob, vor allen» die Art, in der das Momentane, Gespannte in der Handlung zum Ausdruck ge- bracht ist; dann die höchst e!egaute, chiastische I Bewegung des jugendlichen, weiblichen Körper» ' und endlich die überaus reizvolle Wirkung de» Winde» in dein zarten Stoffe de» Gewarnte». Auch die Arbeit an unserem Exemplare ist I nicht schlecht, kommt aber über äussere Eie- * ganz nicht hinaus. Vgl. Hcydcmann p. 73. 353. D 177. Statue der Ilygicia. Erg. r. Unterarm, 1. Hand mit Schale, Teilen des Ge- , w amles und der Schlange, viele Teile des übrigen | Gewände»; an dein nicht zugehörigen Kopf erg. ; der ganze Ober- und H'ntcrkopf, Kinn, beide Unterlider mit dem grössten Teil der Augäpfel. Das Gesicht war mitten dnrchgcbrochcn. Die Figur gehört ’n die Übergangszeit des Kcphisodot. Ili t findet der Stil und die Idee, «lass Hygieia die Schlange wie ein Kind in dem Bausch ihres Gewandes birgt, die nächsten Parallelen. Man vergl. besonders die Athcna m t der Schachtel, aus der die Krichthouios-Scklange schlüpft, in Paris (.siche Besclir. der ant. Sculpt. Berlin No. 72). | Sehr ähnlich ist die llygieia einer Münze von I Pergamon (Müller-Wieseler, Denkm. I No. 219 h). | Das Kopffragmeut scheint von einem Werk aus dem Kreise de» Skopa» zu stammen. 354. D. 182. Statue des Asklepios. Erg. auch der r. Arm. Die Figur repräsentiert einen wenig er- freulichen Typus etwa vom Endo des 5. Jahr- hunderts. Sehr ähnlich, aber keine Replik ist der Asklepios aus schwarzem Marmor in der Mitte des Saloue im capito Untschen Museum. 355. D. 200. Jugendliche männliche Statu e. Ergänzungen bei I >. richtig. Das Original dieser Figur, wohl ein Hermes, ist nicht vor dem Ende de» 4. Jahrhunderts vorauszusetzen. 356. 1>. 209. Musenstatue. Erg. r. Hand, 1. Unterarm und die Hörner der Lyra, der untere Teil de» Pfeilers. Der Kopf war gebrochen, ist aber zugehörig. Die Figur ist in ihrer Abscheulichkeit äusserst charakteristisch für das letzte Stadium der ab- »tcrbendeii Antike. 357. D. 213. Statue der Demeter. Erg. r. Unterarm, I. Hand, Nasenspitze, Kleinigkeiten am Gewände. Der Kopf war gebrochen, ist aber zugehörig. Da» Gewand ist nicht aus Basalt, sondern aus schwarzem Marmor. Die Figur wird als Demeter bestimmt durch die für diese Gottheit um! ihre Tochter typische Gewandung. Viele Beispiele in Overbeck» Kiinst- my Biologie (Atlas T. XIV, XV u. XVIII) auf Votiv- reliefs und Vasen bildern. So erscheint Kore auf dem schönen Vasen bild, da» ihre Ziirückfüliriing zur Mutter durch Hermes und Hekate darstellt. Sta- tuarisch erhalten an einer Figur des Pal. Doria, ( K erb, a. a. D. T. XIV, 24. Nach dieser dürfen wir auch unsere Figur ergänzen. Der r. Unterarm war erhoben and die Rechte fasste eine Fackel; die Linke hielt einen Straus« von Mohn und Ähren. Als besonderes Kriterium kann hier aber noch das Ornament des D'adems gelten, «bis eiu Ge- liecht von Ähren darstelt. Die Entscheidung für die Mutter fonlern die vollen matronalcn Formen der Gestalt und de» Gesichtes und das schwarze Gewand. Denn wrir dürfen wohl anuclnmii, das« die Farbe liier nicht ohne Bedeutung sei, viel- mehr an die trancrvollc Zeit de» vergeblichen Suchen» nach der Tochter gemahnen soll, in der die Göttin nach dem homerischen Hymnus sich den dunkelfarbigen Schleier um die Schultern warf. Die Figur kann uns eine Vorstellung von den Akrolithen der Alten gehen. Auch können wir uns leicht ihre einstige volle farbige Erscheinung vor Augen stellen, wenn wir Haare, Augen und Lippen gemalt, Diadem, Fackel und Straus» aber vergoldet denken, in prächtigem Uontrast zu dem I ernsten Schwarz de» Gewände». Dem Stil nach gehört die Figur in die Über- gangsperiode des 5. zum 4. Jahrhundert. 358 und 359. Kopf der Statue 357. Der Kopf ist von einer ganz eigenartigen Grossheit und Schönheit. Leider ist d e Arbeit unseres Exemplare» dem Vorwurf nicht entsprechend. Die eigentümliche Form des Diadems ist mir nur aus einem weiteren Beispiel erinnerlich, von der Statue No. 287 iiu Giardino Boboli. 360. D. 230. Statue des Apollon. Erg. Vorderteil der Basis, r. Fuss mit Vorderteil der Schlange, Zehen de» 1. Kusses, beide Arme, obere Teile der Lyra, Hals und an dem nicht zuge- hörigen Kopfe Kiun und Nase. Dargestellt ist sicher Apollon. Für ihn allein passt Lyra und Schlange. 361. D. 242. Statue des Apollon. Die beulen Arme sind sicher ergänzt ; ebenso die rechte Digitized by Google Floren* 23 obere Ecke de» Felsens. Der Köcher ist ange- setzt, aber gesichert durch die erhaltenen Bänder. Mit der Haltung der Arme und den Attributen wird der Ergänzer allerdings das Richtige ge- troffen haben, wenn er auch mit den letzteren nicht „Stübchen zum Weissagen* (Wieseler) ge- meint hat, sondern Pfeil (Rechte) und llogou (Linke). Vcrgl. Münzen von Antiocheia bei Bau- meister, Denkm., Münzkunde Abb. 1108 und 1109. Ilcydcmann p. 74. 362 und 363. D. 245. Jttnglingskopf. Der Kopf sitzt auf dem Torso de» myronischen Diskobolen. Er ist vollkommen unversehrt. I.eider ist die Arbeit nicht hervorragend. Sein Original gehört in die Mitte des 4. Jahrhunderts. 364 und 365. 1>. 263. Kopf der sogen. N io bidcn-Trophos. Erg. der untere Teil der Nase. Der schöne, fein gebildete Kopf gehört noch an «las Ende de» 5. Jahrhunderts. Die Behand- lung der Haare ist ähnlich, wie bei der Aphrodite mit «lom Schwert von Epiilauros. Sehr ähnlich ist der Ilygicla-Kopf der Mßuzen von Metapont ans der Zeit um 400 (Koscher, 13 LSI h Lex. Sp. 2780). Eine bessere Wiederholung in Siena im Besitz de» Marchese t'higi, eine weitere lebens- grosse grobe Wicderhidung im Museo Civieo von Bologna aus der Sammlung der Universita. (Die- selbe war zum Einsetzen in eine Statue gearbeitet. Nase abgestos» en ; Augensterne tief cingcgrabvn.) liier schliessc ich gleich an: 366. Weiblicher Kopf. Erg. Nase. Der- selbe ist nicht bei D. verzeichnet; er steht in dem Ycrbiudnngsgang zwischen Uffizien und Pal. l'itti, wohin er aus l'oggio imperiale gekommen ist. Die Arbeit ist ziemlich roh, und ausserdem hat der Kopf durch Wasser gelitten. Er ist stilistisch nahe mit dem vorigen Kopf verwandt; die Ori- ginale waren sicher von demselben Künstler. Auch er war zum Einsetzen in eine Statue ge- arbeitet. Ein weiterer hierher gehöriger Kopf sitzt un- zugehörig auf einer Wiederholung der Artemis L'o- lonna in l’asino Borghese (Eingangssaal, rechts von der Tliilr). 367. D.271. Kopf eines Triton. Nur einen solchen und weder einen Flussgott noch Okcanos (Heydcmanu p. 74) kann der Kopf darstellen. Für den letzteren fehlt ihm die Würde, für den ersteren die Ruhe. Der Kopf ist ausserordentlich charaktervoll. Er sehlicsst sieh wohl noch ziem- lich eng an die Schöpfungen de« Skopas an. Er wie D. 272 steht jetzt am Ende des 3. Ganges, D. 273 am Anfang des 1. 368 und 369. Ü. 321. Bärtiger Götter- kopf. Ergänzungen bei D. richtig angegeben. Sehr mässige Kopie eine» Götterkopfe» aus dem Ende de« 5. Jahrhundert«. 370 und 371. D. 322. Bärtiger Götter- kopf. Ergänzungen bcil). richtig angegeben. Mittel- gute Kopie nach einem Original aus der Mitte des 5. Jahrh. Die nächste stilistische Parallele bietet der Kopf de» sog. heroischen König» in der Mün- chener Glyptothek (Xo. ICO). Die Behandlung der Haare in einzelnen dicken Locken, «las breite, Haeh aufliegende Band und die betonte Querfalte auf der .Stirn finden sich ganz übereinstimmend liier und dort. Allein Andere», wie vor Allem die Kopfform, ist verschieden. Ein ähnliche» Stück, keine Replik, ist im Lateran, B-S 382 (auf Phot. Molins 2887). 372. D. 354. Fragment einos grie- chischen Votiv rclicfs Erg. an «lein vor- deren Pferd der Unterschenkel de« r Hiuter- bcincs und de» r Vorderbeines, der Huf des I. Vorderbeine», an dem hinteren Pferd die Schnauze. Das schöne Fragment stammt aus der Zeit de» Parthenon. 373. D.417und418. a. Apoll niitMusen. Es liegt gar kein Grund vor, in «lern Gott Dionysos und nicht Apoll zu erkennen. Zu h. vgl. Heyde- mnnn p. 74 und Overbeck, Kunstmythol. «1er Demeter p. 51ö f. 374. D. 425 und Anhang p. 259 f. Kopf eines Fettschwanzschafes. Hcydemann p 74. 375 und 376- D. 471. Kopf des Zeus Ammon. Ergänzungen bei D. richtig. Over- beck, Kunstmythol. de» Zeus p. 280 No. 14. Der geile tierische Ausdruck ist vorzüglich gegeben. Das Original aus dem 4 Jahrhundert. 377. D. 607. Relief mit Darstellung eines Tuchladen». Die hehlen Männer, welche zu Selten der Sitzenden stehen, sind wohl die Sclavcn der Käufer Die Darstellung ist ausser- ordentlich lebendig Die Ausführung hält sich ganz an die bei «len alexandriiiischcu Kcliefbihlern übliche Manier. 378. D. 610. Volivrelief an Dionysos. Vgl Heyilcmann p. 75; Hauser, Neuattische Reliefs p. 13 No. 9 uud Winter, 60. Berliner Winckel- mannsprogramm p. 97. 379. D. 533. Relief mit Darstellung eines Stickerei-Ladens Vollkommenes Gegenstück zu 370, wahrscheinlich von denselben Hand. Digitized by Google Wörlitz. 24 Kunsthandel. 3S0. Statue eine» Knaben. II. ca. 1,40. Griech. Marmor. Erg. Kopf m. Hals, beide Anne von der Mitte der Oberarme au, 1. liein, r Iiein von der Mitte den Oberschenkels an, Glied, be- findet sieh bei dem Kunsthändler A. Mellt, Via Guicciardini 26 und will aus einer Villa in der Nähe von Ferrara stammen. Ziemlich gute Ko- pistenarbeit. Das Original muss einer attischen Schule vom Ende des 5. Jahrhunderts angehören. Die Ergänzung der Arme hat jedenfalls das nich- tige getroffen. Hei dein Kunsthändler Hardini befinden sich unter Anderem : verschiedene gute römische Porträts mit erhaltener IHlste, zwei nach der Form der letzteren ans rcpublicanischer Zeit; ein vorzüglicher Barbaren köpf; du sehr schönes Kn lest lick einer sitzenden Figur mit Drap i e r u n g , in der die Liegefalten angedcutct sind, doch ist das Original mindestens um ein Jahrhundert älter als die pergamenische Schule i die aus Villa Horghese stammende Wiederholung der in einen l«orlieer sich verwandelnden Daphne ohne Kopf und Hände (ahg. bol Brunn - Brock uiann Taf. 260); ein lebhaft in chiastischer Bewegung vorwärts eilender Jüng- ling (vorgestreckt der r. Arm, vorgesetzt das 1. Bein; fehlen der r. Arm von der Mitte des Oberarmes an, I. Arm mit Schulter, beide Unter- schenkel; der fein geformte, reich gelockte Kopf ist nach rechts vorgestreckt), dessen Original nach der sehr naturalist'schen Behandlung des weichen Körpers (vgl. «len Hypnos in Madrid und die Bronze aus Xanten in Berlin, Besch r. No. 4) nicht vor dem Ende des 4. Jahrhunderts denkbar ist; endlich ein ebenfalls aus Villa Borghese stammender, vorzüglich gearbeiteter, bisher noch in keinen weiteren Exemplaren bekannter, polyklcthehcr Körper mit ungebrochenem Kopf (griechischer Marmor; die Grösse des Doryphoros; die Arme bis auf die Ansätze abgebrochen, ebenso das r. Bein in der Mitte dt» Oberschenkels; ergänzt die Nase, die 1. Hüfte mit dem Ansatz des Beines); der I. Arm war erhoben, der r. gesenkt; der Kopf neigt sich stärker als bei dem Doryphoros, etwa in der Art des sich bekränzenden Knaben, in der Hiehtmig, in der sich die r. Hand befunden haben muss: die Behandlung des feinen, vornehmen Kopfes und der Körperformen weist das Werk in die spätere Entwickelung des Polyklct. Es wurde nicht gestattet, Photograph ieen zu nehmen. Wörlitz (bei Dessau). Wilhelm Ilosaeus, die WOrllticr Antiken. Dessau 1873. Daselbst früher" I.ittcratnr. Ilosaeus 2, der auch in Abgüssen (z. 1t. München und Berlin, Frirderiehs- Wolters lGOü) verbreitete schöne (alter nicht originale) weibliche Kopf, dessen Urbild nicht lange naeli 400 auztt- setzen ist, wird in den „Denkmälern gr. und röm. Sculptur“ veröffentlicht werden. 381-384. Altertümlicher Jünglings- kopf. Ilosaeus 5. Grobkörniger parischer Mar- mor. Seit: Nase, Teil der Uppen, Stück am Hals, Einzelnes an den hocken des hintern Ilaarkranzos; die antike Büste nicht zugehörig. Das Ilaar intaet. Gute Kopistenarbeit. Ich hin nicht im Stande, diesen interessanten, bisher unr in dieser einen Keplik bekannten Typus einem bestimmten Meister ziizuschreibeu und begniige mich daher mit der Aufzählung der ihm am näclistcn stehenden Monu- mente. Den U Barabschluss ühcr der Stirn hat er gemein mit der Sehntztlehenden Harberini (s. unten No. 483 und 484), dem Kopfe der Münchner Glypto- thek No. 40 (Fnrtwingler, Meisterwerke p. llä, Fig. 21) und dem diesem sehr verwandten des l’ula/.zo Torlonia Matz-Dnhii 234 (Phot, hei l)r. A Kaikuianii). Die Bildung der Seitenloeken über den linken Schläfen mit den eingerollten Enden kehrt ganz ähnlich wieder am Kassler Apoll und seinen getreuen ltcplikeu, sowie an dem myroiiischcn Herakles des l'alazzo Alt mips (Kalk- mann, Proportionen des Gesiebtes Taf. 2); auch der sog Jakrhos de» Braccio nuovo (Helbig, Führer I, 9), bei dem ausserdem die Bildung des Naekeuhtuurea zu entspreehon scheint, sowie der Asklepios der Uffizien D. 108 (E-V 02 und 93) otlcr vielmehr seine genaueren Heplikeii (vgl E-V 240 und 241) sind für die Behandlung des Haare» zum Vergleiche heranzuziehen. Diese Parallelen führen auf ein attisches Original ans der Zeit um 480. Es wäre sehr zu wünschen, dass der Kopf geformt würde. 385. Gruppe, restauriert als Theaeus mit der athenischen Jugend, die ihn als Minotaurus- toter preist. Ilosaeus 9. Brunn in den Verb. d. Dessaucr Phil.-Vcr». 1881, p. 189 ff. Bezüglich der Ergänzungen, die sehr geschickt gearbeitet und mit Sinter Hbcrschmicrt sind, weichen meine Notizen in einigen Punkten von den Angaben bei Hnsaeus und Brunn ab. Ich habe das Folgende angemerkt: an der .lünglingslignr ist alt der r. Fuss, die Zelten des 1., die untere Hälfte des Stamme» mit Sehwanzende und Klaue; das che- Digitized by Google Wörlitz. malige Vorhandensein der (rcstanr orten) Keule ist durch den Astanfang, auf dem sie aufsitzt, (re- sidiert. Von der kniceuden Figur I. ist nur da* Unterteil etwa 2 ein oberhalb der jltasis antik, ferner Zellen und Sohle des r. Kusses und das 1. Unterhein vom Knie ab eainnit Kuss. An der deui Jüngling zu nächst stehenden vorderen Müd- cbenfigur ist Kopf und r. Ami ergänzt, an der hintern Mädchenfigur der Kopf sowie der r. Unter- arm mit dein Gewandzipfel. Ausserdem sind Kleinigkeiten an der liasis restauriert. Darnach ist also die Kxhdctiz einer Gruppe von vier Figuren auf zugehöriger liasis erwio-cn, und zwar eines (wie das Maas« des Kusses ergiebt) grösser ge- bildeten Jünglings, der nach Keule und Keil nur Herakles oder Thesen* seiu kann, und dreier weiblicher Figuren , deren eine kniet. Ob die von llosaeiis und lirunn statt der früheren in Vorschlag gebrachte Deutung auf Henkln und Auge das nichtige trifft, müssen Kenner der Mythologie entscheiden; dass die beiden Mädchen zur Linken des Jünglings, die doch nicht blosse Nebenfiguren, wie etwa die AntJnpe beim far- nesischen Stier, hier a'so etwa Tenipeldienerinnen der Athcna, zu seiu scheinen, dabei keine ge- nügende Interpretation erfahren, ist fiir mich ein starkes liedonken gegen den Krkllrungavorsehlag. Ilruun hat denselben zu stützen geuicht durch den Hinweis auf die Qualität des Marmors, der, wie meine Untersuchung bestätigt hat, der bläuliche klcinaaiatische der Scnipturcn von Pergamon und Kvzikos ist ; der Mythus von Herakles, Auge und Telephon ist aber eine der perganicnischcn tiründiitigssagen. lirunn erklärt darnach sowie nach der Form der Plinthe, die in ihrer singulären Form mit der des .Schleifers der Tribuiia fibcrcin- stimmt, und nach der Glättung der Marmorolicr- tiärhe (dieses allerdings kaum mit Hcelit, da ich die angebliche Glättung der aus Italien stammen- den perganicnischcn Sculpturcn fiir Renaissance- |M>litnr halte) die Würlttsor Gruppe für ein per- gamenischcs Original, und zwar Tür die freie Übertragung eines Werkes von grösserem Maassstabo in kleinere Verhältnisse, wie man dies auch Dir einige der Figuren des attalischcn Wcih- gesehenks voraiissctzen darf. Art des Marmors, Form der I’linthe und Anordnung einer Gruppe von vier Personen auf einer Hais empfehlen meines Krachten* llrtimis siilistisehe Kinreihung de* Stückes. Die Arbeit allerdings, die naeli Hrunn „in einigen wohlerhnltencn Gcwandpartieen nicht eines bestiuunten t harakters entbehrt, der sie von römischer Kopistcnarbeit wesentlich unterscheidet“, 25 schien tnir keine auf ein Original weisende Spuren zu tragen. Ich bedaure, keine besonderen grösseren Aufnahmen der beiden stellenden Mädchen her- gestellt zu haben. Man könnte dann auch besser erkennen, ob die Anordnung ihrer Gewänder Ana- logieou mit Pergamenischem zeigt. 386 und 387. llosaeiis IO, Kopf des Apol- lon (?). Neu: ilrust, Teil des Halses, Teil des j Kinnes, läppen, Nase, der hintere llaarzopf, der | sog. Krohylos, dessen Ansätze aber alt sind, und, I wie es scheint, Mehrcres auf dem Oberkopfe. Stark geputzt. In Frisur, Stimbildting und Gesichts- oval erinnert der Kopf all den der capitoüniselien Aphrodite und an den Kopf der kauernden Aphro- dite des Daedaltis von llithynicti (ähnlich auch der Münchner Kopf aus Ciiinac N 1. 110 in seiner : neuen Restauration) und wird wie diese dem 3. Jalirti. angehören. Das Neapler lind das vor- treffliche Torlolliasche Kxeniplar (No. 170) der kauernden Aphrodite haben Stirn- und Schläfen- löckehcn; vgl. olien Text zu No. 273: die Uotiibi- nation beider erst an Werken der ersten |»erga- menisriieu Schule sicher nachweisbar. Durch Vergleichung säumitlichcr Repliken der Daedaltis- aphrodite müsste allerdings untersucht werden, oh dieses Detail auch dem Originale zu eigen war. Die capitolinischc Aphrodite und der Wörlitzer Kopf haben nur Scliläfeulöckclien, sind also viel- leicht etwas älter als Daedaltis, d. Ii. ans dein Heginn des 3. Jahrlt. Wegen seines ernsten lind stillen Ausdrucks scheint mir der Kopf eher Apoll als Aphrodite oder Artemis darzustellon. 388 390. Oberteil einer ltcplik der Soaiklcsatnazone. llosaeiis 11. Friederiehs- Wolters 515. Nach dem Gips ahg. im Jahrli. d. J 1886, Taf. 4 (Michaelis); vgl. p. 18 i. FnrtwKnglcr, Meisterwerke p. 291 ff. Neu: r. Brust (die Wunde alt), Flicken auf der 1. Wange, Nasenspitze, Teil der Oberlippe, der rechte seitliche Obcrschildcl und der Hinterschädel. Ober- und Unterkopf waren einmal von einander gebrochen; die Brüche sind teils verschmiert, teils in Form der aufgefllhrten Krgänzuugen verdeckt. Das Fleisch ist stark ge- putzt. — Meine Aufnahme der ganzen Figur ist leider iiliercxpoiiicrt. — Wie ein Vergleich mit den Abbildungen besserer Itcplikcn (Kopf auf der Mattelsclicn Amazone im Vatlcan, Furtwänglor a. a. O. Taf. XI, und Kopf im l onaervatoren- palast, Phot. rötn. Inst. 131 uml 132) ergiebt, finite und leblose Kopie, ilie wenig vom ursprüng- lichen Bronzecharakter bewahrt hat. Fnrtwänglcr will in diesem Typt» das Werk de* Kresilas er- I kennen. Digitized by Google 26 Wörlitz. 391 und 392. Weiblicher Kopf mit j Mauerkrone. Hoeaeti» 12. Keu: Kaue, Lippen, Kinn, Loekenteile, Hain; Bruststück nicht zugehörig. Die Mauerkrone antik; was 8 A, auf der Insel Santorin gezeichnet, jetzt wo? Über Zeit und Meister des Original» vgl. W. Amelungs demnächst erschei- nendes Buch über die praxitclischcn Musenreliefs von Mantinca. — Das» die Wörlitzcr Musenstntucn nur der Phantasie des Restaurators ihre Vereinigung ver- danken, hat Hosaeus a. a. 0. p. 32 liereits richtig bemerkt Nur fünf von ihnen sind als Musen überhaupt gesichert (Hosaeus 24, 28, 29, 30, 31), von denen 24, 29, 30 vielleicht ursprünglich zu- samnieiigehört haben (um dies zu entscheiden, wäre erneute Besichtigung der Originale im Hin- blick auf Grösse, Arbeit, Marmor erforderlich’, da sie alle drei Repliken nach den Thcspiaden de» Praxiteles sind (vgl. Amelung a. a. 0.), während 31, ebenfalls hierher gehörig, sieh durch sein kleineres Format ansscheidot Hosaeus 28 endlich gehört einer der praxitelisrhen zeitlich voraus- liegenden Musengnippe an. Der Apoll ist nach der Gruppe des Philiskos von Rhodos kopiert (s. Amelung a a. 0.). Auf die nämliche Gruppe geht die in Wörlitz offenbar irrtümlich von den Musen getrennte „Flora“ Hosaeus 22 zurück. — 393 und 399. Kopf de» Ammon und Kopf eines Mädchens (die Faces und die Profile auf je einer Platte). Hosaeus 34 und 36. Kopf des Amnion. II. 80. Neu: Nasenspitze, Oberlippe, grösster Teil beider Hörner und die darunter in der Mitte der Stirn hcrvorkoimnende Locke, Kleinigkeiten an der (antiken) Herme. Sehr verwaschen. Wiederholung in Berlin, Katalog No. 9; ». das dort Gitterte; ferner Stockholm, Phot. Lngrrliu» V, 48. Der Typus gehört nach Haar- und Aiigeubehaudlung in die Mitte des 5. Jahrhundert». Die llaai Verschlingung über der Stirn entsprechend an dem bärtigen Kopfe des Giardino lioholi Amelung, Florentiner Antiken, Tafel, und an dem Kopfe des Lateran B.-S. 388 (M.-N. 770; Phot, auf Gcaammtvcdutcn). Vgl. Furtwänglcr, Meisterwerke p. 679 f. (dessen Liste ein neu erworbner strenger Apollon[?]kopf der Sammlung Jacobson zuzufügen ist). Wir besitzen mehrere Ammontypen au» dem 5. Jahrhundert: 1. den oben besprochenen, 2. den durch den schönen Neapler Kopf Inv. 6274 vertretnen (Phot. Sommer 1535, Brogi 5781, Alinari 11082), 3. den Typus München 81, von welchem eine ältere Vor- stufe (oder nur Replikenvariante?), ohne den wild durclieinandergeworfnen Bart, aber mit dem ganz entsprechenden singulären Arrangement de» Kopf- haares, in einem Kopfe vorliegt, der mir nur au« l’hott. bekannt ist und von dem ich nicht weis», wo er sieh befindet. (Die scheinbar altertümlichen Züge in dem Constantinopolitancr Ammonkopf Kcinach 307; Gaz. arch. 1887, pl. 10, 2 sind wohl nur durch die Schwierigkeit der Arbeit in hartem Material — schwarzem Granit — liincingebracht. Den Kopf des museo Chiaramonti Del big, Führer 1,72; Furtwänglcr, Meisterwerke p. 95, den ich früher wegen seiner für Ammon »pecicll charakteristischen Barttracht trotz einzelner Abweichungen vom ge- wöhnlichen Typus diesem Gotte znscli reiben zu müssen geglaubt habe, reihe ich hier nicht mehr mit völliger Sicherheit ein, seit die Sammlung Jaeobscn Digitized by Google Wörlitz. unter No. 1100a eine Wiederholung ohne «lies« Barttracht, mit gewöhnlich streng geringelten Hartlorken, besitzt. Was das Ursprüngliche gewesen ist, wage ich noch nicht zu ent- scheiden; derselbe Kall, wie ei scheint, oben bei München 81 und seiner Replik ) l im Kahmes ist uns bekanntlich eine Statu.' des Ammon, die I’indar in Theben weihte, überliefert (S.-Q. 512; da l’indara Todesjahr gesichert, jedenfalls vor 4M). Kitten der angeführten Ty|teii mit diesem Werke bestimmt zu identitiricren bin iclt nicht im Stande; doclt halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass dasselbe hinter einem von ihnen verborgen ist. Am nächsten liegt di t Vermutung, dass der in den meisten Repliken erhaltne Typus, llerlin- Wörlitz-Stockholm, auf das Werk des Kalauiis zurDekgeht. Kopf eitles Mädchens. 11. 34 (?). Neu: Brust- stück, Nase, llintcrhnl*, I. Ohrrand, r. Ohr und Haarstreif über demselben. Stark geputzt. Am I. I’rofil nach meinen Notizen ein SehUUenlöckchcn. iiosacus' Gedauke an modernen Ursprung lic- stimmt unrichtig. Nach der Anordnung des Haares über tier Stint und im Nacken gehört der Kopf in die Mitte des 5. Jahrhunderts, in die Gegend etwa der Neapler bronzenen A masonont VJhcrnie lirnim-Bruekmann Taf. 337 oder des der Petwor- ther Amazone aufgesetzten Köpft» Jaltrb. d. inst. 1886, Taf. 1 und 2. Oh die mit dieser Datierung in Widerspruch befindlichen Spuren weicltercr Kormcnhehandlung in Mund nnd Augen sowie das Schläfenlöckclten damit zu erklären sind, dass der Kopist ungenau arbeitete und Züge späterer ! Zeit dem strengen Originale bcimischte, oder da- mit, dass das Original des Kopfes in eitler Zeit entstanden ist, in welcher sielt bereits Spnren weicheren seelischen Kmpfindcns mit den strengen Können mischten, also etwa in der Zeit tier Kirnte des Kcphisodot, eine Entscheidung dieser wichtigen Krage hin ich weder in diesem ein- zelnen Kalle noeil Ulicrliattpt bisher mit Sicher- heit zu gehen im Stande. Es fehlt liier durchaus noch alt eingehenderen, ziisauiinrnfassendeit Be- obachtungen. 400. Kopf eines Satyr s (llosacns 35), Relieftorso eines Giganten (? H. 43V, sog. Gruppe von Fortuna und Abnndautia (II. 62). Kopf eines Satyrs. Neu: Brust, Kinn, Kippen, Nase, Hinter- und Oberkopf. Ähnliche Köpfe z. B. in Dresden (Hettiter* No. 195; Augusteum Taf. 96), Stockholm (Phot. Kagrelitts V, 50), Neapel (Inv. 6328, neben der Gruppe von Pan und Olyrn- 20 |his), Capitol, Galleria 25. Wie sind diese Typen zeitlich zu fizieren?*) Relieftorso eines Giganten (V): -auf der Rück- seite abgesägt und unbedingt früher Teil eines Reliefs* (Iiosacus). Wie llosacns ebenfalls bereits richtig bemerkt hat, vermutlich von einem Giganten- sarkophage in der Art de* vaticanisrlien (Hclb'g, Eflhrer I, 213) und wie dieser auf ein Vorbild hellenistischer Zeit ztirilckgelieml. Statuettengruppe von „Fortuna und Alum- dniltia“. Neu: die Köpfe; r. Vorderarm mit Hand und Attribut der Stehenden; r. Hand der .Sitzenden nebst Ruiier (die Kngel darunter alt). Die Füll- hörner sind antik. Trotzdem dass die Basis zwischen beiden Figuren Schnitt hat, kann ich Iiosacus nicht folgen, der die Figuren überhaupt für nicht zusammengehörig hält. Denn die Arbeit und die Grösse beider ist ganz übereinstimmend, ihre Attribute sintl die gleichen, der Stil der Ge- wandung der nämliche : nur ein ganz seltner Zu- fall könnte einem Restaurator zwei so ent- sprechende Figuren gleichzeitig zugefiihrt haben. Vielleicht Italien sic ursprünglich weiter aus- einander gestanden oder CB befanden sich zwischen ihnen noclt mehr Figuren auf der Bas». Vermutlich Nachbildung einer römischen Cnltgruppc, die sieh vielleicht auf Münzen wiederfindet. Wie sind die Figuren zu benennen? Fortnnac? Vgi.dic Glan- (taste bei Baumeister, Denkmäler s. v. Fortuna p. 672, Abb. 609. Roscher, mytli. Iasxikon s. v. Fortuna Sp. 1537 ff. und 1546 ff. Die Originale, auf welche diese Fignren zurückgehen, sind nach der Gewandung nicht später als das 4. Jahrhundert. 401 und 402. Kopf einer Wieder- holung der sog. I, eda oder Nemesis (Hclbig, Führer I, 454) und weiblicher Kopf prazitolisehen Stils (die Faees nnd die Profile auf je einer Tafel). Kopf der l.cila. Iiosacus 69. Neu: Büste, Nase, Uppen; Augen und Haar geiliekt. Winter (atheu. Mitt. 1894, p, 157 ff, Taf. 6) erkennt in Kopf und Gcwandnng der Kcda Ähnlichkeit mit den Sculptitrcii vom Asklcpiostempcl in Kpidatirus und schreibt deshalb tiie Erfindung der Statue tietn Timotheus zu, auf dessen Entwürfe die Gieitel- scnlpturen zttrflekgehen. Ich kann Winters Ver- gleich für nicht richtig oder wenigstens für nicht zwingend halten. Der Kopf der Ketin reiht sieh nach der Art, wie das Haar des Hinterhauptes vom Wirbel ans sieh gleichinässig verteilt, wie es •) Der Torrncottakopf einen Biitjr» Ilosaeus ,ji Ut eine Fälschung nach de tu Münchner f«uno cuttn murehiit Brunn W. Digitized by Google ui— 30 Rom. hinten in einem Schopfe endigt, wie es die Stirn ab- [ schlicsst und seitlich in gleiehmüssigen gegliederten Wellen sieb ausbreitet, am ehesten an Köpfe aus dem dritten Viertel de* 5. Jahrhunderts an. Die Köpfe aus den epidaurischen Giebeln hin gegen scheinen nach den Publieatioiicn und . I’hotiigraphiccn bereits pathetischer, seelisch er- regter und in der Eiiizclbebandliing freier r.u sein, j Der Kopftypus der I.cda wäre in den Jahren 380— .170, in welche Zeit etwa die epidaurischen GieboUculpturcn gehören sollen, eine singuläre Erscheinung. Ebensowenig kann ich eine nahe Verwandtschaft in den Gewandungen der I.cda und der epidaurischen Scnlptoren erkennen. In den letzteren linden sich allerdings noch zahlreiche Ankliinge an das 5. Jahrhundert, die aller doch nicht bis zur Zeit der sog. Aphrodite des Alkatnenes hinanfreiehen. mit welcher, wie dies bereits Furt- wängler ansgesprochen hat (Sammlung Saburoft, Test zu den Vasen p. !l), tlic I.cda in der Gewandung die meisten lierühmngspnnkte hat. Eine nahe Beziehung dlcecr beiden Werke wird mir ausserdem besonders wahrscheinlich durch eine nur aus der l'ublieation mir bekannte Figur, die zwischen ihnen zu stehen scheint. Es ist dies die bei Visconti- Eabus, monumenti scelli Horghcsiani, Milano 1837, t tav. XVII, 1 = Sculture della Villa llorghese (17M6) II, Stanza IV, No. 13 abgcbildctc Statue (jetzt im Louvre; vgl. Müllcr-WIcscler 2, XXIV, 265, wo Litteratur und Angabe der Ergäuznngen'i, die in ihren untern Partien! ganz auffallend an die I.cda erinnert, während die Gewandung des Oberkörper» die nächsten Analogieen an der Alkamencsaphroditc hat. Vgl. auch Sculture della Villa llorghese II, StanzälV, No. 1. Zwischen den Giebeln von Epidauros und der I.eda bestehen meines Erachtens nur gewisse Ähnlichkeiten in den Motiven der Gewandung, die aber elienso wenig hinrriehen, beide Werke dem gleichen Meister zu- zuschreiben, als die Ähnlichkeit im llewegungs- motivo beim Apoll vom Belvedere und beim Ganymed des I.eocharc* genügt, beide auf den nämlichen Künstler zurlickzuführen. Weiblicher Kopf. Hosaeus Nr. V . Neu: liüste, Nasenspitze, ganzer Hinterkopf. An Lippen und Stini etwas geflickt. Praxitclisch auf der Stilstufe der Knidicrin. Rom, Capitol. Die Angabe der Ergänzungen verdanke icli der Gefälligkeit W. Amclungs. 403 und 404. Cortilc 4, auf einer Säule neben dem Marlbrio. Weiblicher Golossalkopf, ohne Grund im Kataloge (nuova descrizinnc del Museo t'apitoliuo, 2. Anti., ltom 1888) alsGiunonc bezeichnet. Ainclung hält an dem Kopfe Alles für antik und ist nur zweifelhaft bei einem Stilek der I. Wange mit (Ihr und Haaren. Doch dürfte wohl auch das Bruststück vom Halse an abwärts modern sein. Im Haare ein Diadem. Die Augen ursprünglich eingesetzt. Der Kopf geht auf ein wold attisrhe» Original aus der Mitte des 5. Jahrhundert» zurück. Im Untergcaichte, in der Bildung des Mundes untl des breiten knochigen Kinnes erinnert der Kopf an den Kassler Apoll und seine Genossen, während die Stilisierung lies Haares bereit« freier und vor- geschrittener als an jenen ist. 405. Atrio 42. Statue eines Jünglings, als Hermes ergänzt. G'larac 658, 1527 A. Lebens- gross Neu : r. Arm von der Mitte de* Oberarmes an mit Kcrykcion, 1 Fnterarui und Hand mit dem hcrabhängcndcu Ende der t'ldaniys und dem Beutel, I. Bein von der Mitte de» Oberschenkels au, r Unterschenkel, Stamm, PUnthe, Knopf an der Chlamys. Kopf antik, aber nicht zugehörig. Ergänzt an ihm die Flügel uud fast der ganze Rand des I’ctasos, Stücke an der I. Augenbraue und unter dem r. Auge. Die Photographie ist leider von einem ungünstigen Standpunkte aus aufgenommen; vor dem Originalo schien mir die einfache und strenge Behandlung der Körperformen, sowie die Faltengcbung der Chlamys , vgl. E.-V.134) auf da» 5. Jahrhundert zu weisen. Der schöne Kopf, von welchem ich leider keine besonderen Aufnahmen habe allfertigen lassen, gehört in da» 4. Jahr- hundert. Vgl. E. Braun, Kunstmythologie Taf. 87. 406 408. Auf dcrTreppo (Katalog p. 108). Statue einer weiblichen Gottheit. Ilelbig 125; daselbst Litteratur. Gefunden bei t'ivitä Lavigna, dem alten Lanuvium (daher auf der Plinthe die moderne Inschrift: Juno Lanum- vina). Neu: Diadem, Nase, beide Unterarme mit Teilen der Ärmel, r. Knie und Kleinigkei’en am Gewände. Der Kopf soll zugehörig »ein. Das Fell scheint mir dasjenige eine« jungen Schweines zu sein; ich vermute daher, dass die Statue Demeter, der das Schwein geopfert wurde (Preller- ltobert, griech. Mylhologio I, p. 706), darstelleu »oll (mit dem Ferkel in der Hand Demeter häulig auf Tcrracotten). Für Demeter passen ferner die vollen, matronalcn Formen der Figur am besten. Vielleicht sind auch die Schuhe, die die Statue trügt, mit Alisicht der .wandernden* Göttin ge- geben. Die ungewöhnliche Kürze des Chitons, der die Füsse frei lässt, wird man vielleicht ebenso Digitized by Google Ham. zu Gunsten dieser Deutung anfiiliren dürfen. I)io Disposition der Gewänder, die. die Statue trägt, ist nicht ganz leicht zu verstehen; mir scheint sic viiach der Photographie und der Beschreibung des Kataloge») so gcuieint zu »ein, dass die Güttin eiueu gegürteten Chiton mit einem feiner ge- J fältelten 0 bersch lag trägt, der nur auf der Seite der r. Brust sichtbar wird; der Schleier ist vom Hinterhaupt abwärts um die r. Hüfte nach der I. Schulter hinaufgezogen unii dort befestigt, so dass sein herabfallendes Kode unterhalb des Felles auf der 1. Seite des Oberkörpers sieht bar wird. Über alles Dieses ist endlich noch das Schwcins- fell gegürtet. Für die sehr individuelle l'mkrem- pung des ChitonUhcrschlagcs am Halse weiss ich keiuc monumentale Parallele. I )as Original dieser interessante!! Figur gehürt an den Schluss des 5. Jahrhunderts, in die Nähe der Karyatiden vom Ereehtheion und der diesen gleichzeitigen Kirene des Kcphisodot. Auch der Kopf hat zu Werken jener Zeit die meisten Bezüge (vgl. unten No. 1 22 und 423). Hie gedrungenen Proportionen, nament- lich die Kürze der Unteisehcukel, haben vermut- lich ihren Grund in hoher Aufstellung der Statue. 409 und 410. Galleria 15. Kopf eines Hermaphroditen (?). Neu: unterer Teil der Nase, Unterlippe, Stück im Kinn, oberster Teil der Haare mit Band, äusserer Band der Büste. Hals antik und ungebrochen, die Neigung des Kopfes also ursprünglich. Amcltuig hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Kopf sehr au denjenigen der Neapler llermaphroditenstatuettc aus Pompei, im Saal des Atlas, Inv. G352 (phot.), erinnert. Frisur und Stirnbildung vor Allem sind ganz identisch; die Übertragung des Namens kann trotzdem natürlich nicht für zweifellos gelten. Die colossalen Proportionen scheinen eher zu wider- sprechen. Hie Entstehungszeit des Kopfes möchte ich wegen seiner immerhin noch einfachen Fonncn- gebung nicht allzu weit unter das 1. Jahrhundert hinabrücken. Vor dem Marmor selbst habe ich 1.1392) an oiigiuale Arbeit, wenn auch nicht von besonderer Feinheit, gedacht; namentlich schien mir die Arbeit der Haare von der der gewöhn- lichen Kopicen verschieden. 4M und 412. Galleria 00. Satyrkopf, einem Exemplare des flötenden Satyrkuaben mit gekreuzten Beineu (». Frioderichs-Woltern 1501 und 1502) aufgesetzt, aber nicht zugehörig, da von den echten Köpfen dieses Typus verschieden. Neu : Hals, I. Ohr, I. Hörnchen, Nase und, wie es srheint, Einiges am Hintcrkupf. Praxituliscliem ; aus der späten Periode des Meisters, wie dem 31 Hermes, nahe verwandt und vielleicht auf ein Original de» Praxiteles selbst zurückgehend. 413 und 414. 8a!a dolle Uolombe 1 7. Herme einer bärtigen Gottheit. Neu: Nasenspitze und Kami de» 1. Obres; von der Herme nur da« Mittelstück oberhalb der Miiseumsnuiumer alt. Ähnliche Stücke: Villa Albani 1035 (Replik Museo Torlonia 401, t'apitol, Sala dcllc eolombeöO und Berlin 109 (Abguss käuflich; vielleicht Replik). Hie «crapisartig in die Stirn fallenden Haare, sowie andrerseits das Diadem legen den Gedanken nahe, das» der UnterwelUhemchcr Hades in dem Kopfe dargcstcllt ist. Nach der strengen Behandlung der Barthaare wird da» Original dieses Kopfes noch in tlas 5. Jahrhundert gehören. 4l5und4l6. Sala dcllc Colombo 19. Herme einer bärtigen Gottheit. Neu: Nasenspitze. Das vom Barte freie Kinn, die mageren Wangen mit den vorstehenden Backenknochen, der olfue Mund und der con vergici ende Blick geben dem Gesichte einen thicrischeti Ausdruck, dem die über der Stirn aufspriesseudeti Bockhörnchen entsprechen. Das Diadem verbietet, an ein niederes, dienendes Wesen des bacchischen Kreises zu denken. Einen be tiuiintcn Namen weis« ich dem Typus indessen nicht zu geben. Amching denkt an Faunus, den Schützer der Viehzucht und alt italischen Bandes- künig; doch ermangeln die bisher auf diese Gott- heit bezognen Darstellungen (Wissowa bei Koscher, myth. Lexikon s. v. Faunus; der Andeutung de« thierischen Elementes. Vielleicht ist Pan selbst als .Allgott“ gemeint (Preller-Robert, grfech. Mytliol. p. 744 f.). Die Formen des Typus sind nicht echt altertümlich; die strenge Behandlung der llart- locken steht iu Widerspruch zu derjenigen des Haares und zu den individuellen Zügen im Gesicht. In welcher Zeit aber die Erfindung einer solchen stilistischen Mischbildung stattgcfuildcn haben kann, weiss ich noch nicht zu sagen. Und wenn in der Thal eine römische Gottheit dargeöclll sein sollte: ist dann dieser aus verschiedenen Stil- elementen combinierte Typus als Erfindung eines römischen Künstlers denkbar? 417—419. Sala delle colombc 28. Doppel- herme zweier W assergotthejt eil. Ilclbig 4-18; daselbst I.itteratur. Am unbärtigen Kopfe ergänzt die linke Ecke der Herme und eine Haar- locke rechts, am bärtigen das Ende der änssersten Bartlockc rechts iuid das Ende der einen llaar- lucko neben den rechten Schläfen. Die besonders charakteristischen Nasen unergänzt. In Abgüssen verbreitet. Man kanu hier ähnlich wie liei der Digitized by Google 32 Korn. vorigen Nummer fragen: Entsteh ungszeit der beiden Typen? römische Erfindung nach griechi- schen Mustern oder genaue römische Kopie eines griechischen Originale»? und war auch letzteres bereits eint» Doppelherme oder hat erst der Kopirit zwei statuarische Kundköpfe zu einer Doppel- herme vereinigt? 420 und 421. Sala dello colombe 85. Weib- licher?) Kopf. Neu: Hals, Düste, Nasenspitze. Stirnbildung und das Haar bereits mehr in der ! Weise de» 4. Jahrhundert», wahrend die streng | geschnittenen Uder und das I n torgeeicht noch an Älteres erinnern: also wohl Kopie eines Werkes aus der Übergangszeit. Die Stintspitzc liegt be- trächtlich nach recht» seitab von der Verlängerung der Nasenaxe: beabsichtigte Disharmonie? 422 und 423. Sala dclle colombc87. Herme einer jugendlichen Gottheit. Neu: Nase, Hals, Herme uiit den Lockensträhnen. Das Ge- schlecht des Dargestellten unbestimmt; daraus, dass eine Wiederholung des Typus im Lateran (B.-S. 378; auf Phot. Drogi 83G7) als Pendant zu einer bärtigen Dionysoshernie gearbeitet ist, darf j man noch nicht sehliessen, das» mit dem jugend- lichen Kopfe Ariadne gemeint sei. Eine weitere Wiederholung in Sammlung Jacobson 1007 (»ehr gewöhnliche Arbeit; trotz des, wie cs nach der Photographie scheint, fehlenden Diadems, das hinter den Ohren au» den Haaren liervorkomiut, als Kopie sicher). Ebenda unter Ko. 1073 c eiu im Stile ausserordentlich verwandter, iu den Formell etwa» mehr weiblich- weicher schöner Hermen- kopf. Vgl. ausserdem oben zu No. 407 und 408, wo ich bereit» bemerkt habe, dass diese Typen zeitlich in das Ende des 5. Jahrhunderts gehören, iu die Nahe der Eirene de» Kephisodot. Die im Lateran als Pendant gearbeitete bärtige Dionysos- herine zeigt eine ganz verwandte Anordnung des i Haupthaare» um die Stirn; ihr Bart hingegen ist 1 in steife, stilisierte Locken gedreht. Wenn sieh festste! len Hesse, dass die Erfindung dieser Herme nicht einem combinicrcndeu Kopisten zu verdanken, sondern gleichzeitig mit derjenigen der unbärtigen Henne erfolgt sei, so würde die» einen wertvollen terrainu» für das Port leben bezw. für die Wieder- aufnahme altertümlicher Kinzelzüge liefern. 424 .Stanza dei filosofi 1. 1* rofilj de» , sogen. E ii b ulen». Hel big, Führer 1, No. 458. Da» Profil ist wichtig, da an diesem Exemplar die Nase hi» auf die Spitze erhalten bt. 425 und 426. Stanza dei Filosofi 11. Weib- licher Kopf. Neu: Diiatc, grösster Teil der Nase, Stück der Haarsträhne neben der r. Schläfe und Enden beider Strähnen neben den Ohren S. die folgende Nummer. 427 und 428. Stanza dei Filosofi 12. Weib- licher Kopf. Neu: Nase mit Nasenwurzel und Oberlippe, Kinn, die frcihäiigenden Haarsträhnen, das r. Schulterstück der Herme. Dieser und der vorige Kopf sind einander im Typus nahe verwandt, aber keine Repliken. Ähnliche Stücke, bei welchen ebenfalls die Mischung älterer und jüngerer Stilelemente auf- lallt, sind der aus Pumpei stammende Kopf in der Sala de’ capolavori in Neapel luv. 100621 (Phot. Sommer 1532; Brogi 5501 \ ein Kopf der Sammlung Jacobson 1076, ferner Museo Torlonla 500 und 505 und Collection Barraecopl. 31 W«. Ein mir nur au» der Photographie noch erinnerlicher Kopf de» athe- nischen Nationnimiiseums, den inan durch die drei Löckchonreihon leicht herauserkennen wird, scheint »ich ebenfalls liier cinztifügcn. Vgl. auch oben No. 306. Ferner »ind hier, als zur nämlichen Gruppe gehörig, zu nennen der in den Mon. d. Ist. 1874, tav. VII veröffentlichte Kopf der Sammlung Struganoff iu Petersburg (Friedoriehs- Wolter» 230; Alinall d. bt. 1874, p. 172 ff. i und ein Kopf de» Museum» in den Dioclctians- thennen zu Korn (Phot. röm. Inst. 207). Endlich sitzt ein ähnlicher, offenbar nicht zugehöriger Kopf einer Statue der Villa Albnni (No. 3; Chirac 944, 2583 A; Phot. Möllns 2753) auf. Ich vermag nicht anzitgcbcii, weder in welcher Zeit diese ..archaisierende“ Kunstrichtung gehen acht hat, der derartige Typen zu verdanken sind, noch wie die zu diesen Köpfen gehörigen Statuen auageschen haben. 429 und 430. Stanza dei filosofi 17. II er nie de» Ile räkle». Sog. Ilicron. llolbig I, 465. Abguss in Dresden. Ergänzt (nach Ml. Mitteilung der Herren Gracveu und Potenten'*: Der ganze llenuenschaft, doch ist am Habe vorn von Büste und Schulten! genug erhalten, um zu erkennen, «lass der Kopf einer Henne angehörte. Auf diesen Schultcrausützcn sind auch die Koste der vom Kopf horabfallendcii Bänder erhalten. Neu ferner die untere halbe Nase und «ler ganze Hiutcrkopf, und zwar geht die Fuge vom Nacken zur Höhe de» r. Auges, läuft dann über der Stirn und auf der 1. Seite stets unterhalb der Binde hin, so das» fast nur das Gesicht und die untere Haarparlte auf «ler r. Seite antik bt und an «len übrigen Teilen nur das, was vor der Biude liegt. Dagegen hält Potenten das freiliegende Stück der Binde auf «ler I. Seite dos Kopfe», das »ich von den Digitized by Google Rom 33 sicher ergänzten Teilen stark unterscheidet, für antik, obgleich es an beiden Seiten gebrochen war. Von der Koilbindc selbst ist nach diesen Angaben nichts antik. Das Erhaltene scheint eine flaue Replik des sog. skopasischeu Ilcraklcs- typus zu sein; vgl. Graef, röm Mitt. 1889, p. 197, No. 12. 431 und 432. Stanza dei Filosofi 28. Jugend- licher Colossalkopf. Neu: Büste, Nasenspitze, einige Teile des Haares, Teil des r. Ohres, kleiner Klicken am Kinn. Aus Privcraum im Volsker- gebirge. Früher Alexander der Grosse benannt; doch ist die Ähnlichkeit nicht schlagend. Porträt aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts scheint der Kopf allerdings zu sein; der Katalog des Capitols weist mit Recht auf Verwandtschaft mit Ivsippischcr Kuustweise hin. Für einen Ideal- typus enthält der Kopf meines Erarhtcns nament- lich im Profil zu stark individuelle Züge, (»rosse phyaiugnomischo Treue in der Wiedergabe eines Porträts darf mau allerdings bei einem in Privemum nicht nur gefundnen, sondern möglicherweise auch gearbeiteten Kopfe nicht erwarten: so muss immer- hin die Möglichkeit, dass Alexander gemeint sei, aufrecht erhalten bleiben. Vgl. den entsprechenden Fall bei provincialen römischen Porträts: Text zu K-V 1, 2, p. 20 oben. 433 und 434. Stanza dei Filosofi 54. Herrn o der Athene. Furtwäingler, Meisterwerke p. 90 f. und p. 747 f., daselbst Utteratur. Neu: Nasenspitze, I. Hinterteil des Helmes, I. Schulterstück der Herme. Furtwünglers Angabe, dass die Herme die „genaue Replik“ einer in Neapel (abg. ebenda p. 91) be- findlichen sei (die andere Neapolitaner Wieder- holung Inv. 6282 — Arcli. Jahrb. 1893, p. 176 halt« ich nur 1892 als modern notiert), ist nicht richtig. Vielmehr zeigen beide Köpfe, die allerdings Re- pliken eines Originales sind, beträchtliche und für die Freiheit der Kopisten charakteristische Abweichungen von einander. Der Kopf der Neapolitaner Herme ist nach der I. Schulter ge- wendet, der der capitolinischon geradeaus ge- richtet. Das Bruststück der letzteren ist, offen- bar in Übereinstimmung mit dem Originale, mit Gewand bedeckt, jenes der Neapler nackt. Der Helm des Neapler Exemptarcs hat einen Bügel, der dem römischen fehlt. Das Gorgoneion der Neapler Replik reckt die Zunge heraus, das der capitolinischen nicht. Und vor Allem sind die Go- sichtszüge des letzteren in das Unbedeutende und Kleinliche verflacht und verweichlicht, während die Neapler Herme eine allem Anscheine nach getreue Replik des Originales ist (so auch Wolters, Jahrb. d. Inst. 1893, p. 173 ff.). Als solch«» hat Wolters eine Athene des Kepliisodot angenommen, während Furtwängler (a. a. 0.) die Erfindung des Typus dem Pliiilias zuschreiben möchte. Auch ich halte die Datierung des Kopfes in den Beginn der 2. Hälfte «les 5 Jahrhunderts namentlich gegenüber der strengen Neapler Wiederholung für wahrscheinlicher als in den Schluss desselben, in welchen die Eirene des Kephisodot gehört. Für Phidiaa seihst mangeln nach meinem Dafürhalten die entscheidenden Gründe. Die zu dem Hennen- kopfe ursprünglich gehörige Statue ist noch nicht bekannt. 435 und 436. Stanza dei Filosofi 55. Weib- licher Kopf. Neu : Herme, fast die ganze Nase, nach dem Katalog des Capitols auch die Alabaster- angen. Das Face auch von Alinari photographiert (P° 1« No. 15 183). Früher Cleopatra genannt. Eine Wiederholung des Kopfes in Sammlung Jacobacn No. 1098, mit einer kleinen Abweichung im Bindcnarrangemcnt am Hinterkopf, weniger sorgfältig, aber lebendiger und geistvoller in der Arbeit. Zwei weitere Repliken im Museo Torlonia, No. 54 und No. 58 der Fublication (an 54 Herme, Nase, Lippen, an 58 Herme, Nase, Hinterkopf neu). Von Furtwängler (Meisterwerke p. 98) ist der Typus mit Recht dem Kreise des Phidiaszu- gewiesen worden. 437 und 438. Stanza dei Filosofi 68. Bär- tiger behelmter Kopf, früher Massinissa oder Miltiades genannt. Hclbig 1,483. Neu : grösster Teil der Nase und unterer Teil de« Halses. Der Helmschmuck besteht aus zwei Greifen (I. weib- lich, r. männlich) auf den Beiten und einem nicht mehr erhaltenen Tiere in der Mitte; am Nacken- schutz stehen sich ein Löwe und ein Stier gegen- über. Uber der Stirn ein Stern. Furtwängler, Meisterwerke p. 122; englische Ausgabe p. 90 und pl. IV, woselbst Abbildung der schönen und ausserordentlich viel charaktervolleren Pariser Wiederholung. Die weitere von Furtwängler an- geführte Replik in Palazzo Colonna habe ich (1891) in Übereinstimmung mit Matz-Duhn (No. 1743) für modern gehalten. Furtwängler deutet den Kopf auf einen Heros, Hclbig ansprechend auf Are». Der Helmschmuck wird in seiner Allge- meinheit in keiner Beziehung zur Persönlichkeit des Dargestellten stehen; höchstens der Stern, der an der Pariser Replik wiederzukehren scheint, könnte bedeutungsvoll sein (vergl. Collection Barracco pl. 521*1*). Furtwängler will den Kopf dem Phidias selbst zuschreibeu, ohne zwingende Gründe; doch trifft sc'nc Datierung in die Mitte 3 Digitized by Google 34 Rom. des 5 Jahrhundert» gegenüber der Helbigschen in den Anfang de» 4. Jahrhundert» jedenfalls da» Richtige. 439 und 440. Stanza dei Fi'oaofi 69. Bär- tiger Kiipf. Ilclbig I, 484. Neu : Nase. Stück de» Halse» zwisehengeetzt. Henne antik, alter nicht zugehörig. Da» Haar endigt hinten in einem Nackenscliopfc; zwischen diesem und dem Ohre ist beiderseits je eine Haarsträhne aufgezogen und unter dem Diademe dnreligcsteckt. Nach der Stilisierung der einzelnen Formen gehört der Kopf in den Beginu ('.erzweiten Hälfte de» 5. Jahr- hunderts. Cher seine Bedeutung habe ich keine Vermutung. 441 und 442. Stanza dei Filosofi 85. Jugend- liche männliche Herme. Neu: fast die ganze Nase und die r. Vorderecke der Büste. Kurt- wängler, Meisterwerke p. 82 ff., wo auch Ab- bildung de» 1. Profils. Furtwänglcr stellt den Kopf mit dem „Jakchos“ de» Braccio nuovo, der „Pallas mit dem l,üwcnhelm‘‘ Alhani, dun „I.vsias“ Alhani und dem Münchner Kopf 49 zusammen und schreibt diese Gruppe vermutungsweise dem Praxias, dem Schüler de» Kaland», zu (p. 116). Damit ist der Kopf zeitlich jedenfalls richtig fixiert. 443 und 444. Stanza dei Pitnsofi 94. Bär- tige Herme. Neu: Nase, vorderer Teil diu Kinn hartes mit den Finden des Schnurbartes und die Herme. Kino Replik in Stockholm (Phot. Lagrclius III, 63;. Beginn der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts. 445. Salone 10. Wiederholung dcspoly- klctischcu Diadumcuos, als Augustus er- gänzt. Neu: Nase, Ohren, Hals, r. Arm, I. Unter- arm, Stücke an beiden Schultern, I. Harken und j Teil de» Spannes. Das r. Bein w ar in der Mitte de» Obcrschonkcl», da» 1. unter dem Knie und am F’usa gebrochen. Der Kopf nicht zugehörig. Bull. comuuale 1890, p.l89,n”l (Petersen). Sorgfältig gearbeitete und, wie es scheint, getreue Kopie. 446—448. Salone 12. Statue eine» nackten Jünglings. Neu: Naseuspitze (nach dem Katalog des Capitol»', r. Arm, I. Hand, beide Unterschenkel, Stamm und PKnthe. F'urtwängler (Meisterwerke ]>. 596) hat die Stiltue richtig als letzte» Glied einer Reihe von J ünglingsstatuen erkannt, deren Anfänge auf die Schule des Polyklet znrückführen (Idoliuo, Pariser Bronze: Meisterwerke Tafel XXVUI, 8) und deren Ilauptvertretcr der Dionysos von Tivoli, die Berliner Saburuffsche Bronze und eine Dresdner Jüugliugsstatuc (Furtwängler F'ig. 114; Phot, in meinem Besitz) sind. Ich füge den Neapler Antinons derSala de’ capolavorl (lnv. 6030) und die ähnliche Statue des Capitols Hel big 1, 520 (werden beide in meinem Porträtwerk veröffent- licht werden) hinzu, sowie den Oberteil e'ner Jünglingsstatue mit Kopf, diu 1894 in römischem Knnsthandel war un i nach Amerika verkauft sein »oll (Phot, in meinem Besitz). Der von F’urt- wängler hier eingereihte Typus de» sog. Adonis von Centocelle im Gabinetto dellc maschere ge- hört streng genommen nicht hierher, da er in den Proportionen, wie es scheiut, vorpoly- kletischen Mustern folgt; die Dresdner Hermes- statue Meisterwerke p. 596 nnd Amu. 2 (Phot, in meinem Be ilz\ die F'urtwängler der capito- liiiischen Statue Sabine 12 verwandt nennt, ko- p'ert ein ältere» Vorbild: die Arbeit der Haare de» Ilintcrknpfc», die der Kopist sauberer und sorgfältiger als die vorderen Partieeu ausgeführt hat, erinnert au den Münchner Bronzekopf 802. Die olion angeführten Werke hängen durch, die Behandlung der Körpurformen, die Neigung de» Kopfes, die Pondericrung, die Haltung der Arme, zusammen. Sie indea-en alle einem Künstler znxnarhrciben und in diesem Euphranor zu er- kennen, wie Furtwängler will, scheint mir zu ge- wagt. Die in Rede stehende capitolinische Statue ist die jüngste, in der I'oi men Bildung am weitesten vorgeachrittue der Reihe; F’urtwängler vermutet als ihreu Künstler Sostratos, den Sohn des Fluphranor und Zeitgenossen des bysipp. Kill nahe verw andter Kopf ist nach meiner Erinnerung der Berliner Jünglingskopf No. 548. 449-451. Salone 17. Weibliche Statue, Wiederholung der »og. Sappho Alhani Hclkig li, 805 Brunn-Bruck mann Tafel 255. Ilelhig I, 507. F'urtwängler, Meisterwerke p. 100. Bei Beiden Utteratur. Neu: Nasenspitze, unterer Teil ilcs Halse», beide Unterarme mit Teilen der Ärmel, | sehr viele Teile des Gewandt*, besonders hinten link». Der (antike) Kopf ist nicht zugehörig; er scheint, wie auch der Katalog augiebt, stark mit dem Raspel übergangen zu sein. Die Statue ist, im Gegensatz zu andern, ebenfalls zumeist für Repliken ausgegebnen Exemplaren, die aber nur in den Motiven verwandt sind, eine wirkliche, mir durch die Minderwertigkeit der Ausführung unterschiedene Wiederholung der Sappho Alhani; s. Amclung unten zu Nr. 497. Im Kopf erkennt Hclhig, wie icii glaube, nicht mit Recht, „einen au» dem polykletUchen abgeleiteten Typus“. Die vor den Uhren auf die Wangen sieh senkenden und wieder aufgezognen Haarsträhnen erinnern au arcliaischcn Gebrauch Ich kenne keine schlagcn- Digitized by Google Rom. 35 den stilistischen Parallelen fiir diesen schönen und individuellen Athencknpf. 452 — 454. Salone 20. Wiederholung des sog. (Imp h al osa pol I o n. llelbig 1, SOG. Neu: Nase, Unterarme, Unterschenkel, Stamm, Plinthc; Kopf war gebrochen, ist aber zugehörig. Furtwängler, 50. Berliner Winckcluiannsprograuim p. 150. Hi rou de Villefosse in den Monuments et memoire» (Fondation Eugene Plot) I, 1894, pl. 8 and 9, pp. 61 — 70. 8. unten zu Nr. 481 und 482. 455 und 456. Salone 21. Kopf der Statue tines ansruhenden Kphebcn. llelbig I, 505. Hninn-Bruckniann Taf. 387. Neu : l)ic Nase. Die Statue stammt aus der Hadriausvilla. Kekule, die Gruppe des Künstlers .Menelaos p.40. Furtwängler» Meisterwerke p, 525. Letzterer hat richtig darauf hingewieseu, dass die Statue mit dem sog. Jason München- Paris -Lansdowne- Akropolis nichts zu thun hat. Kekule und, wie ieh weiss, auch Brunn, brachten die Statue in Verbindung mit der Gruppe des Menelaos. Diese Ähnlichkeit beschränkt sich aber auf die Kaltenbehaudlung des Mantels und erklärt sich dadurch, dass beide Werke auf ein Vorbild praxiteliseher Zeit zurilckgchen. Auch der Kopf hat iu jener Zeit die nächsten Analogieen (vgl. Furtwängler a. a. 0.). Auffallend das laug- gezogene Ohr. llelbig datiert die Kopie nach ihrer glatten Ausführung iu hadrianische oder anto- ninischc Zeit; ob die Fonu der Plinthe zu diesem Ansätze passt, bedarf besonderer Untersuchung. 457 und 458. Salone 24. Kopf der Statue «ler sog. Hera oder Demeter, llelbig 1, 503. Furtwängler, Meisterwerke p. 117. Bei Beiden Lit- teratur. Neu: unterer Teil der Nase. Vgl. Pctcrscn in den riim. Mitt. d. Inst. 1889, p. GG f. und im Text zu den „Antiken Denkmälern" Taf. 55. Die gedrückten Proportionen, die der Kopf in der lTofilansicht hat, verschwinden, wenn man die Statue von unten sicht. Vgl. E-V I, 2, Nach- träge, p. 19, No. 113. Bessere Aufnahme des Profites in den „Antiken Denkmälern“ Taf. 55. Nach Pctcrscn, dem Furtwängler folgt, ein Werk de* Alkamcnes, s. auch oben Amelung zu No. 279. Ich gestehe, dass ich die angebliche enge Ver- wandtschaft des Kopfes dieser Statue mit dem der sog. Gcnctrlx nicht sehe; noch weniger kann ich die von Furtwängler vorgesehlagene Einreihung der Athene Farnese und der barbcrinischen Hera mit ihren Verwandten in diesen Kreis gutheissen. Nur die letztere, bezw. den Typus Borghcse- Jacobsen (s. oben Amelung zu No. 280) halto ich für möglich, mit der „üenetrix* des Alkamcnes iu Verbindung zu bringen. 459—481. Salone 30. Statue des Apollon, llelbig I, 500. Furtwängler, Meisterwerke p. 77 und Anm. 4 und 5; p 381 Und Auui. 2. Bei Beiden Littcratur. Neu : Nase, Teil der Oberlippe, Kinn, .Stück des Halses, Teile der langen Bocken, r. Arm von der Mitte des Oberarme» an (Ober- arm gebrochen), I Unterarm, r. Unterschenkel (Fuss antik), Stamm mit Köcher, Rand der Plinthe; I. Unterschenkel und 1. Knie waren gebrochen. Vgl. Pctcrscn in den röm. Mitt. d. .1. 1891, p. 802 und 378. Furtwängler hat darauf hingewiesen, dass der Körper der Statue vollständig dem des Kassler Apollon und seiner Repliken entspricht; man vgl. die Abbildung der Pariser Wiederholung bei Furtwängler p. 373 (Phot Girandon 1199). Die Ähnlichkeit scheint mir nach den Photographiccn so stark, dass ich eine nochmalige genaue UntCT- suehnng, ob der Kopf der eapitolinischcn Statue wirklieh zugehört, für sehr wünschenswert erachte. Overbeck, Kunstmythologie des Apollon p. 175: „Der Kopf ist gebrochen gewesen, aber, wie ieh überzeugt Iüd, zugehörig“. Pctcrscn brieflich: „Der Kopf ist zugehörig wegen der zum Teil auch hinten antiken Lockenenden“. Pctersen» Gedanke, das Werk dem jungen Phidias zuzuschreiben, ist (für den Kopf wenigstens) bestechend; der Kopf zeigt im Grunde bereits ganz die Fornivnelemcnte de» Parthenoskopfcs (man vgl. die Abbildungen de» Kopfe» der ludovisischeu l’arthcnoskopie de» Antiochos oben No. 274 und 275), nur in ge- hundnerein Stile. 462 und 463. Stanza del fantio rosso 4. Jünglingskopf. Neu: Büste, llals, fast der ganze Iliuterkopf, Stück in der 1. Wange und im Kinn, Rand des 1. Ohre». Der Kopf gehört in den Beginn des 4. Jahrhunderts. Während der Haarabschluss über der Stirmuittc noch der Weise des 5. Jahrhunderts entspricht, sind Blick und Mund bereits innerlicher und freier. Vgl. die oben unter No. 222 — 225 behandelten ähnlichen Köpfe. 464 und 465. Stanza del faunn rosso 19. Kopf des Dionysos (?). Neu: Unterteil des Halses, Nase, Traube r. oben. Etwa aus der Mitte des 4. Jahrhundert». 466 und 467. Stanza del fanno rosso 21. Kopf der Ariadne (?), llelbig I, 513. Das Face besser phot. von Alinari p« 1» No. 19663. Neu: Nase, Oberlippe, fast die ganze Büste mit den Haarenden; wie es nach der Photographie scheint, auch ein Teil des Hinterkopfes. Ich weiss keine genauere Datierung fitr diesen herrlichen Kopf in Vorschlag zu bringen. 3* Digitized by Google 3G Rom. 468 und 469. Stanza del fauno roeso 26. Kopf des Dionysos. Neu: Büste, Kinn, Unter- lippe, Nase, Teile der Locken und die Trauben r. Himer den Traulien r. scheint nach der Photo- graphie eine Stütze zu sein, wohl für die auf den Kopf gelegte Hand: dies ergieht das Motiv der zu dem Kopfe gehörigen Statue. Auf weinselige Mattigkeit deuten auch diu schweren gesunknen Lider. Die kreisrunde Scheibe ?) iui Haare neben dem r. Auge, die ich, wie die Stütze, erst auf der Photograph io bemerkt habe, weis« ich nicht zu erklären. Genaue Datierung des Stückes? 470 und 471. Stanza del gladiatore 2. Kopf auf der sog. Persephonestatue liolbig I, 528; Rrunii-liruckinami Taf. 359. S. oben Anielung zu No. 281 und 282; daselbst die neueste Lltteratur. Der Kopf in Abgüssen z. H. in Dresden und Mllnrhcu; in Kerlin bei Gcbr. Michcli, unter den Linden 76a, unter dem Namen „Juno vom Capitol" käuflich. Wie die zu dem Kopfe ursprünglich gehörige Statue etwa ansgesehen haben mag. kann die schöne Konstautinopolitaner Statuette eitler stehenden Artemis aus l.csbos (Mus.-No. 38; Jütihin 13; Phot. Schah & Jonillier; American Jotim. of arch. I, pl. 9) vergegenwärtigen, die einen ganz ähnlichen Kopf trägt. Die Entstchungszcit des durch die Statuette vertretenen Typus w ird die zweite Hälfte de* 4. Jahrhundert* sein. Auch der der Statue einer „Gcfüssträgerin* im Capitol, Stanza del gladiatore (llclbig I, 524), aufgesetzte Kopf ist verwandt. Rom, Consorvatorenpalast. Die Krgänzungcn nach Angaben W. Amelungs. 472. llof. Sitzende weibliche Statue, als Roma o. ä. ergänzt. Clarac 770 K, 1903 A. Neu : Kopf mit Hals und grösster Teil der Brust, beide Hände, die vier Stuhlbeine mit den Waffen, der r. grosse Zeh, Teile der Basis. Stil der Parthenongicbel und darnach Kopie eine* Werkes ans dem Kreise dt» l'hidias 473. Atrio 29. Statue einer Mänade. Clarac 694 B, 1656 C. Neu: Kopf mit Hals nach Clarac der Kopf zwar nicht zugehörig, aber antik), I. Arm, r. Arm von der Mitte des Oberarmes ab, Teile der Guirlande. Die Aufnahme ist leider von ungünstigem Standpunkte aus hcrgcstclit. Der Chiton scheint dicht unter dem Busen gegürtet zu sein ; darüber trägt die Statue ein Fell (welche* Tieres?) und über diesem zwei sieh kreuzende Guirlamlcn. Die Behandlung der Falten weist in die Zeit der praxitelischen Artemis Furtwängler, Meisterwerke, Taf. 29 und p. 554 fl. Bottari er- wähnt mach Clarac, Text a. a. 0.) eine „ähnliche“ Statue im Palazzo Colonna, die Ich nicht kenne. 474 und 475. Treppenhaus, Halle der Marc- Aurel-Reliefs, auf No. 38. JUnglingskopf mit Kranz. Neu: Nasenspitze, Rand dos 1. Ohres, unbedeutende Teile des Kranzes. Die Büste war in mehrere Stücke gebrochen; eie ist antik, aber nicht zugehörig. Ktwa au* dem dritten Viertel des 4. Jahrhundert*. 476 uRd 477. Sala di Appio Claudio 5. Jünglings köpf. Die Krgänxuugcn (nach Arne- lung und E. Peterscn): Die nicht zugehörige Büste ist ihrer singulären Form halber kaum alt, sondern neuerdings aus einem Torso-Oborstück 'zurechtgeschnitten Neu: Hinterkopf von hinter dem 1. Ohr ab; die r. hintere Kopf hälfte bis zu dem Schnitt auf der r. Wange; die halbe Nase Antik also iui Wesentlichen nur da* Gesicht, da* in der Mitte gebrochen war (Bruchlinie auf der I Gesiehtshälfte). Da* Erhaltene ist vollständig überarbeitet. Furtwängler, Meisterwerke p. 310 Dem Typus lticcardi (Kninn-Kruckuiann Taf. 361; Furtwängler, M- W Taf. XVII) am nächsten stehend; ob wirklich Replik, wie Furtwängler will, lässt sieh bei dem traurigen Erhaltungszustände des Kopfes nicht naehweisen. 478 und 479. Sala degli arazzi (oder del triuio) 3. Bacc bischer Kopf. Neu: Büste, Flicken am Kinn, Nase, nach meinen eignen Notizen auch tler Hinterkopf. Durch Putzen und die hässlichen Ergänzungen verhunzt. Im Haar ein Ephctikranz. Da» Original diese* schönen Kopfes wird nocli in die erste Hälfte de* 4. Jahrhunderts gehören. 480. Obcrtoil einer Statue des Apollon. Nichts ergänzt. Naeh Politur, Haar- und Augen- Behandlung frühestens au* autoniiiisclier Zeit. Overbeck, Kuustmythologio des Apollon p. 150; Atlas Taf XXII, 31: „Apollon um llyakinthos trauernd“. Vgl. oben Aincliing zu No. 3-12. 481 und 482. Octogon. Kopf der sog. esquilinisrben Venu*, llclbig L 561. Furt- wängler, Meisterwerke p. 633, Anm. 1. Neu: die Nasenspitze. Seine stilistische Verwandtschaft mit dem Berliner Penelopckopfe (No. 603) ist so stark, dass cs naliciicgt, beide Werke dem nämlichen Künstler znzuschrciben. Demselben Kunstkreise gehören naeh der Ähnlichkeit des Kopftypus in weiterer Entfernung der sog. Omphalosapoil, die vaticanischc Wettläuferin, die Hcstia Giustiniaui an, die mau nicht ohne Wahrscheinlichkeit mit Kalamis in Verbindung gebracht hat. Digitized by Google Rom. Rom, Palazzo Barberini. 483 und 484. Kopf der sog. Sebutz- flchcnden. M-D 988. Frioderiel i»- Wolters 498. Kalkmann, Bonner Studien 38. Furtwänglcr, Meisterwerke pp. 34 und G47. Brunn-Bruckmann Taf. 415. Neu: ein Stück des Nasenrückens. Ab- güsse u. a. in Berlin, Halle und Strasslinrg. Es ist meines Erachtens bisher noch nicht mit Sicherheit gelungen, einen bestimmten Meister für dieses schöne und, wie die raticanlscho Replik beweist, Itcreits im Altertum berühmt gewesene Original nachzuweisen. Iler Stil der Gewandung ist älter als derjenige der (licbclfiguren des Parthenon und ebenso steht der Kopf einer den Parthenon typen vorausliegenden Gruppe nahe: man darf darnach die Entstehung der „Schutzflehenden“ mit ziem- licher Sicherheit in die Mitte des 5. Jahrhunderts versetzen. Rom, Palazzo Borghese. Eine Kontrolle der Ergänzungsangaben bei Matz-Dulm verdanke ich der Freundlichkeit der Herren Graevcn und Albrecht Dieterich. 485. Statue des Herakles. M-D 90. Drci- vicrtel-lebcnsgross. Neu: obere Hälfte des Kopfes, r. Unterarm vom Ellenbogen ab mit der Keule, I. Hand, das Stück des Löwenfelts, das vom linken Arm herabhängt, beide Beine vom o beraten Bruch an, Füsac und Basis. Auch die Ergänzungen mehr- fach gebrochen. Verwertbar im wesentlichen nur der Torso. Furtwänglcr, Meisterwerke p. 517, Anm. 1, wo sich das Gitat aus Winckelmann auf den Diadumenos Farnese bezieht. Ob die Erfindung des Typus, wie Furtwänglcr meint, auf Phidüis bezw. seine Schule zurttrkgeht oder ob sic in die Frühzeit des Skopas gehört, in welcher der Künstler in der Behandlung der Körperfonncu den Traditionen des 5. Jahrhunderts gefolgt zu Bein scheint, lässt sich nicht entscheiden, da von dem Kopfe, der den Ausschlag gellen würde, zu wenig erhalten ist. Ein ähnliches Stück ist bei de Rubeis, Villa Pamphilia, abgebildct, ohne Tafelnununcr, wo befindlich? 486. Statue des Dionysos. M-D 396. Neu: Kopf, Hals, Anne, Beine, Basis, Stamm. Ähnliche Statuen in grosser Zahl vorhanden, so dass es schwierig ist, anzugeben, von welchem Typus das Borghcscsche Exemplar Wiederholung ist. Die Erfindung des Motives geht in praxite- lische Zeit hinauf. Ein sehr verwandter Torso, dieser vielleicht wirklich Replik, befand sich 1889 in Eregll (Perinthos) am Marmaramecrc in einem 37 Zimmer der Kircho rla J/ijrgi.Toiic, am Orte ge- funden; Phot, in meinem Besitz. Hoch ea. 1,30; ohne Kopf, Arme, Untcrlieine. StüUenrcst an der r. Hüfte für den gesenkten Arm. Feine und welche Arbeit. 487. Kolossale weibliche Statue. M-I> 595. Neu : r. Unterarm vom Gewandansatz ab, Spitze des r. Fussen, kleine Stücke des Mantels. „Der Kopf scheint vom Rumpfe nicht getrennt gewesen zu sein“ (M-D). Nach M-D hat der Kopf Porträtzflge und Frisur der Julia Domna; dagegen Hernoulli, rüm. Ikonogr. Hl, p. 41, No. 18: „Der Kopf, der hinten jetzt ebenfalls mit dem runden Schopf ergänzt ist, hatte ursprünglich die Haar- tracht der Mammaea“. Die Erfindung der Go- wandmotive wohl nicht später als das 4. Jahr- hundert. I.iegefaltcn im llimation. 488. Weiblicher Kopf, einer Artemis- statue aufgesetzt. M-D 69 9. Ilabstück zwiseben- gesetzt, Zugehörigkeit nicht sicher.. Über den Typus der Statue vgl. M-D. Der Kopf, dessen j Haar von einem Kekrypbalos bedeckt ist, gehört : in die erste Hälfte des 4. Jahrhundert». 489. Zwei weibliche Statuen. M-D 850 und 1539 850: Zwcidrittel Lebetisgrösse. Statue der sog. Nemesis. Vgl. Furtwänglcr, Einleitung zu den Vasen der Sammlung Saburoff p. 17. Die L. hob ursprünglich den Zipfel des Überschlags; die jetzige Ergänzung falsch. U. Unterarm sowie Oberteil des Pfeilers modern „Der offenbar zu- gehörige antike Kopf ist auf einen eingedickten Hals aufgesetzt“ (M-D). Mir sind folgende weitere Wiederholungen des Typus bekannt: 1. Galleria dei candclabri des Vatieau No. 224; Clarac 759, 1854 und in Phott.; r. Unterarm und I. Hand neu, Kopf scheint mit Schnitt aufzusitzen. 2. Lateran, B-S 19, Ilelbig 620 (Phot, auf Geeammtvednton des ersten Saales); Kopf nicht zugehörig. 3. Samm- lung Jacobson 1063 a; ohne Kopf; die L. hält eine Traube, die im aufgezognen Überfall des Chitons liegt, die gesenkte R. hält eine Oinochoc, die auf einem Pfeiler ruht. Gefltss, Pfeiler und Basis durchbohrt, also Brunnenfigur. 4. Clarac j 773, 1925 (Colt. Giustiniani; wo jetzt? Kopf nach Clarac nicht zugehörig'i. 5. Wilton Hotise; Michaelis, J ancicnt marbles p. 675, No. 10 — Clarac 538 B, 1122 B (Kopf neu) Wie w eit diese 6 Exemplare im Einzelnen mit einander Ubereinstimmen, ob sie alle Repliken oder ob sie zuin Teil Weiterbildungen sind, lässt sich Mangels genügender Abbildungen von 2, 4 und 5 nieht feststellen. Das laterauensische Exetn- | plar scheint ältere Einzelzüge bewahrt zu haben. Digitized by Google 38 Rom. Hinsichtlich der Bedeutung der Figur hat Wolters (Bausteine Ho. 155:2) auf die Grundlosigkeit der Benennung Nemesis hingewiesen. Eine sichere Erklärung lässt sich nicht geben. Die Verwen- dung des Jacobsenschen und wohl auch des Borg- heseschen Exemplare« als Brunnenfiguren sowie das baceliische Attribut des eratcrcn sind Be- sonderheiten anscheinend ent der Kopieen. Die Hohe der crhaltnen Exemplare ist die gleiche von ungefähr 1,10 in ; darnach wird auch das Original eine Statuette gewesen sein. Bei keiner der Kopieen ist der Kopf sicher zugehörig. Die Motive der Gewandung erinnern stark an die der praxitelischeu Artemis Fui twängler, Meisterwerke Tafel 29; in die nämliche Zeit, also in die Jahre 360—350, ist auch die Erfindung dieses Typus zu versetzen. 1533 (?). Zweidrlttcl Ecbensgrösse. Neu: Kopf, Hals, r. Arm von der Mitte des Oberarms ab und der ganze untere Theil der Statue von über den Kniecn an. Nach den Ucwaudino'.ivcn dem Kreise der von Amelung, Florentiner Antiken p. 32 ff. und von Uob. v. Schneider im Jahrbuch der Kunstsammlungen des allcrlr. Kaiserhauses 1894, p. 135 ff. behandelten praxitelischen Figuren angehörig. 490. Statue der llygieia. M-D 859. Zwei- drittel Ecbensgrösse. Neu: Kopf, r. Unterarm, I. Hand vom Gewandansatz ab, zwei Stückchen der Schlange, unterer Teil der Statue von den Knieen ab neiwt Basis. 491. Jugendliche nackte Statue. M-D 985 (T). Drei viertel l.ebensgrössc. Nen: beide Arme von der Mitte der Oberarme ab, die Beine vom Knie an, Stamm und Basis. Der Kopf nicht zugehörig; er erinnert sehr an den des Satyrs von Earnia im Nationalmuseum zu Athen No. 239 (über dessen Datierung s. oben zu No. 247). Der Torso nach einem Werke praxitclisclier Zeit 492. Statue, als Augustus restauriert. M-D 1060. Vgl. M-D 1078. Antik nur der Torso mit der Hälfte der Oberarme und dem Ansatz der Schenkel. 493. Statue eines Jünglings. M-D 1331. Neu: Unterteil der Statue von oberhalb der Kniee ab nebst Basis und Altar. Halsstüek zwischen- gesetzt, Zugehörigkeit des Kopfes nicht beweisbar. An diesem neu die Nase. Er bestellt aus vier Stücken: einem untern Teile, einem obero, einer l’latto hinten und einem Haarstück über dem I. Ohr. Was davon antik, bedarf noch genauer Untersuchung. Die Deutung der Figur ist un- gewiss; die Entstehung ihres Originales fällt in die Frühzeit des Praxiteles (Venus von Arles). 494. Kolossale weibliche Gewand- figur. M-D 1374; daselbst Eittcratur. Neu: beide Unterarme vom Gewand al», ein Stück des Mantels auf der 1. Seite der Figur. Matz-Duhn sowohl wie Graeven und Dieterich halten den Kopf mit Hals für modern : „Von unten lies* sicli zwar keino Fuge erkennen; doch die Wcisse des Marmors und die Unverletztlicit des Kopfes zwingt zu dein Schlüsse, dass er ergänzt und zwar mit dem Hals genau in das Gewand ciugcpasst ist, dessen Raul jetzt dem Untenateh enden die Fuge verdeckt.“ Auch ohne nochmalige Untersuchung des Originales, die wegen der Höbe desselben kaum durchführbar ist, glaube ich diesen An- gaben bestimmt widersprechen zu dürfen Der Kopf rcproduciort ein Werk aus dem Kreis.: des Aikamenes (?) und zwar ist er der nächste Ver- wandte des in Furtwänglers Meisterwerken Taf. V abgebiideten Berliner Kopfes G08. Da von dem Borghesesehen Kopfe meines Wissens keine genaue Replik existiert, nach der er in moderner Zeit gearbeitet sein könnte und da andrerse'ts diese ganze auf Aikamenes znrückgcfilhrtc Gruppe erst im letzten Dccennium wissenschaftlich untersucht und besprochen worden ist, so halte ich es für ganz undenkbar, dass ein Restaurator vergangener Jahrhunderte ans freier Erfin lang einen so stil- getreuen Kopf der Statue zugcarbeitet habe. Mau kann höchstens den sehr unwahrscheinlichen Fall set.,en, dass der Kopf vom Restaurator nach einer inzwischen verloren gogangnen Antike gearbeitet worden sei. — Seine Zugehörigkeit zur Statue ist zunächst nicht erweisbar. Die Statnc seihst ist schwer zu datieren. Die gesaiinnte Gewandanlage entspricht der Weise des 5. Jahrhunderts; M-D vergleichen passend den Apoll der Sala a croee greca 582 (C'larac 520, 1068). Das unter dem Giiitel hinaufgezogene Stück des l'hitonü bersch lag- kchrt au der Barbcriniachen Muse in München wieder. Die mehrfach ausgesprochene Behauptung, die hohe Gürtnug direct unter dem Busen sei erst in hellenistischer Zeit anfgekoinmen, bestätigt sich nach meinen Beobachtungen nicht. Das für hellenistische Werke entsprechender Gewand- anlage charakteristische Uerabfallcn einer dichten Stoffmasse zwischen beiden Beineu (vgl. oben Wör- litz Hueaeus32 und Stockholm Phot. Lagrelius V, 12) fehlt bei der Borglicsusclien Statue vollständig. In der De tai I beba udl u ng hingegen zeigt die Statue mehrfach Spuren einer jtingern Zeit, von dencu es schwierig ist zu entscheiden, ob sie bc- Digitized by Google Neapel 3Ö reits dein Originale zti eigen waren oder ob erst der Kopist sie hineingebracht hat. Es sind di»» die Liegefalten u d die im Hinblick auf die kolos- sale Grösse der Statue feine Fältelung des die Heine liedeckenden Chitons, die sonst bei Werken ans der Mitte des 5. Jahrhunderts weniger durcli- gefülirt ist und die man hier, bei einer Kolossal- figur, eher noch steifer und monotoner erwarten würde. Ähnlich liegt der Fall bei der kolossalen Mclpouicne in Paris (Clarac 315, 1046), die Wolter» (Hausteine 1 442) in die hellenistisch-römisch e Epoche versetzt. Wenn sich erweisen Hesse, dass die auf jüngere Zeit weisenden Details Schuld des Kopisten wären, so würde ich die Zugehörigkeit des Kopfes für wahrscheinlich ha’tcn. Dass derselbe auf der Photographie ein so hässliches und in den Pro- portionen gedrücktes Aussehen hat, liegt daran, dass ich die Statue ihrer Grösse halber viel zu stark von unten her aiifgenommen habe. 495. Kolossale weibliche Gewand- figtir. M*D 1480. Neu: beide Unterarme vom Gewand ab, nach Graeven und Dieterich auch der für die Statue viel zu grosse, plumpe Kopf. Datierung der Gewandmotive V Neapel, Museo nationale. 496. Saal des Herakles mit ümphale. Inv. 6378. — Sog. „Mnemosyne“. Der für die Ge- stalt zu kleine Kopf ist antik, aber von anderem Marmor, mit einem modernen Halsstück auf- gesetzt; Nase neu. Ferner ergänzt: der linke Unterarm mit sämtlichen davon herabhängenden Falten, ein grosses Stück über dem r. Knie. Aus dem Theater von llerculanum. Abg. Clarac 111, 498 c, 973 A. Vgl. Gerhard und Panofka, No. 263. Köm. Mitt 1894, s. 158, — Der 1. Unterarm ist im wesentlichen richtig ergänzt, nur war vielleicht die Hand nicht bedeckt und trug etwa ein Opfer- gerät, da diese Art, das Himntinn zu tragen, für die Mädchen auf attischen Wcihrelicfs seit dein Ende des 5. Jahrhunderts die typische ist Doch eignet sich die Gewandung ebensogut für eine Muse (vgl. die Muse ohne Attribut auf »len praxi- telischen Mantincarcüefs). Der Chiton ist doppelt, die innere Stofflage steht unten um etwa 2 ein heraus. Der 1. Fus» hat nur drei Zehen, eine Nach- lässigkeit, die auch sonst vorkommt, z. H. an der Vaticanischen „Pudicitia“, Hel big I, 8. Das Vor- bild »ler Statue wird nach der grossen Einfachheit der Gesummtanluge und der noch mangelhaften Verschmelzung von Körper- und Gcwandmotlvcn uoeh dem 5. Jahrhundert angehören. Der Kopf aus praxiteliseher Zeit; vgl. Anidt in der Fest- schrift für Overbeck p. 96 fT. und Brunn- Arndt, Porträtwerk, zu Tafel 218 und 214. 497. WeibllchöStatuette. Stammt aus Pompei. Erg. Kopf mit Hals, beide Unterarme. Die Figur steht in dem Portieo «lei Halbi rechts lieben «lein Eingang zu der Sala «lell* Apolline und trägt die Nummer 6107. Clarac 410 D, 742 C ; Overbeck, Kunstmythologic der Demeter p. 470. Die .Statuette gewinnt jetzt ein erhöhtes, eigenartiges Interesse, nachdem Sauer in «ler Fest- schrift für Overbeck p. 73 f. nachgewiesen hat, «lass ein athenisches Fragment, «las sieh zu un- serer Figur fast wie das Original zu «ler Kopie verhält, ursprünglich zu einer «ler Parthemm- Metopcn gehörte, deren Entstehung in die Jahre kurz vor 440 fällt. Abweicheml Ist nur, das» sieh bei «l«*r Statuette zwischen den Brüsten einige Falten spitzwinklig senken, und «biss «ler Chiton an der r. Hüfte weniger voll über «las lliination fällt. Damit gewinnen wir für «li»* 1 »atierung «li«*ser Statuette einen sicheren Anhalt; ihr Original muss ebenfalls in den letzten Jahren vor 440 entstanden sein, und zwar spcciell in den Kreisen «I«** Phidias. Die Statuette bildet nun eine interessante Vor- stufe für eine bekannte Antike, welche von R. v. Schneider (Jalirh. d. Kunstsamml. d. allerh. Kaiser!». 1891 p. 72 ff.) schon mit dem athenischen Fragment in Zusammenhang gebracht worden war, für die Kore Albani (Bruun-Bruckmann, Dcnkm. T. 255). Dass diese Figur ebenfalls «len engsten attischen Kreisen angehöre, wir«l uns ja liewiesen «lureh ihre Benutzung auf «lern grossen eleusini- sclicn Relief, welches sieb wiederum zeitlich ziemlich genau fixieren lässt. Es wird übereinstimmend in die Jahre vor Vollendung «les Parthenon, vor 438 gesetzt. Hienlurch also gewinnen wir für die Kore Albani einen Terminus ante und einen p«>»t quem, nnd ihre Entstehung um 440 wird givichcrt. Der Vergleich «ler beiden Werke ist für «Uc Ent- wickelung der Gewandung äusserst lehrreich. Eine ebenfalls in Neapel befindliche Figur aus Herculaneum in der Sala «lelle Muse No. 6399, ergänzt als Thalia (neu: Kopf mit Hals un«l beide Unterarme), bat bisher immer als \ViV«lerli«dii»g der Kore Albani gegolten (Clarac 506 A, 1026 A; vgl. E-V 226), indes sind die Abweichungen doch so stark und erstrecken sich auf alle Teile, «lass man dieselben nicht, mehr dem Kopisten zuschreilvcn darf, sondern das Original für eine ungeschickte Abwandlung «les gleichen Typus erklären muss. Eine «Iritte Statue des Museums zu Neapel endlich in der Sala dell* Apolline No. 6269 (Clarac 420 A, 727 B ; Overbeek a. a. 0. p. 470) erinnert Digitized by Google 40 Neapel. bi den Gewattdmotiven lebhaft an die besprochene Keilte und muss demselben Kreise und derselben Zeit entstammen, wie die Kure Albaui. Die Betrachtung dieser Figur tirnl ihrer Ge- wandung bringt uns aber mit Notwendigkeit eine andere bekaunte Antike ins Gedächtnis, welche jünger ist, alter sieh doch noch in ihren Haupt- motiven an die Keilte der erwähnten Werke an- sehliesst: die Atlicna Giustini.ini. Man vergleiche neben dein allgemeinen Wurf Einzelheiten wie die Falten des von dem 1. Ellenbogen an die Hüfte gedrückten Mantels mit der gleichen Partie an der Kore Albani und besonders auf dem eleu- sinischcn Relief. Arndt hat in dem Text zu der vorigen Serie des Einzel- Verkaufs (No. 'Ü0) dem Ansatz der Atlicna in das vierte Jahrhundert durch Furtwängler u. A., wie ich glaube, mit Recht widersprochen. Er geht indessen mit dem Ansatz in das dritte Viertel des fünften Jahr- dus Berliner Museums, die Kckttld in einer beson- deren Festschrift für Brnnn (lieber eine weib- liche Gowandstntue aus der Werkstatt der Par- thenongielM-lfigitrcri; publiciert hat. Die Rechte ist mit einer Schale vorgestreckt, der linke Ellen- bogen lehnt sich auf eine Stele, der linke Fus« tritt auf einen Itesonduren Klotz (nicht die Basis der Stele'. Das Haar ist in der Mitte gescheitelt und in wellenförmige Streifen parallel dem Scheitel gelegt. Von dem Gesicht ist leider die rechte Seite abgeschlagen, die linke fast ganz zerstört. Einzelnes mag hier der Künstler des Reliefs der Bequemlichkeit zuliebe geändert haben: jedenfalls muss tlie Figur in Berlin in Rücksicht auf das Relief einer erneuten Prüfung unterzogen werden. Einet scheint das letztere ohne Weiteres zu be- weisen, dass nämlich die an der Keknleaelien Restauration störende Wiederholung des Vogels unter dem Fuss uud auf der Hand an dem hnnderts wieder zu weit hinauf. In dieser Zeit Original nicht vorhanden war. wäre in der That die Arbeit der Chitoufaltcn ttn- Eine interessante, wenig jüngere W eiter- denkbar, welche, wie Furtw. Meisterw. p. 51*4 mit bililung der bet reffenden Figur ist die hei D’Es- Reeht hervorhebt, schon an die Webe des vierten catnps, ntarhres aut. du M us£o fampana I auf Jahrhundert« erinnert Statt der weielt-gornn- 'lern 19. Rlatte abgebildete, als Mclpomcnc er- deten Einzelrippen des Stoffes geben die Künstler jener älteren Zeit noelt scharf geschnittene, im Einzelnen viel bewegtere Rip[>en. Nichts hindert uns aber anznnehiiien, dass die spätere Webe schon auf der Wende des 5. zum 4. Jahrhundert begonnen habe, und in dieser Zeit dürften auch alle anderen Eigentümlichkeiten der Atlicna ihre besten Parallelen finden. NR. Die Kure Albaui oder jedenfalls eine Figur de« gleichen Typus bt im Profi! auf der einen Seite des viereckigen Klotzes dargestellt, der den Sitz der bekannten sogen. Agrippina in Villa Albani stützt (Hclbig, Führer II No. 707. Diese Beobachtung, sowie die ausführlicheren Notizen Uber die Einzel- heiten an den Figuren dieser Stütze sind den Herren Reichel, Pallat uud Münzer zu verdanken). Die Unke bt gesenkt, die Rechte leer vorgestreekt. Auf der zweiten Seite dieses Würfels befindet sich eine tief in das Ilimation gehüllte Figur, welche am uicbtcn au ein besouders häufig statu- arisch wiederholtes Glied der Musengruppe erinnert, die auf der Tafel des Arehelaos von Pricnc und der Musenliasis von Halikaniass benutzt ist (die Muse mit der kleinen Lyra; vgl. No. 288). Die interessanteste Figur jedoelt befindet sieh auf der dritten Seite, rechts vom Beschatter.*) Es ist eine Wiederholung der jüngsten Erwerbung *) Sichtbar auf der In Rom käuflichen Photographie I giinzte Statue (vgl. auch die Gcsamlaitsiehten auf dem 106. und 107. Blatte). Der Chiton bt doppelt gegürtet; das Hiniation bt über die L Schulter geworfen und die Falten desselben ver- laufen mannigfaltiger. 498. Weibliche Statuette. 11.0,51. Par. Mann. Nichts ergänzt. Der Saunt des Chitons und Himations bt mit Blatt, ltotli und Gelb (Gold) bemalt Das Figürcheu steht in dem Saal der Amazone und bt mit No. I.H65 bezeichnet. Der 1. Arm war erhoben und zog das Hiniation über die I. Schulter. Schon au diesem kleinen Exemplar bemerkt man die auffallende Verwandt- schaft mit der Venus Gcnetrix. Dieselbe wird zur Gewissheit, wenn man eine wundervoll ge- arbeitete, lebensgrosse Wiederholung vergleicht, welche au dem Westabhang des Palatin gefunden wurde und sich jetzt in dem Thcnncn-Museum zu Rom befindet.*) Es fehlen der Kopf, beide Arme von tler Mitte der Oberarme an, der Niederfall des Himations links iiml beide FUssc. Es kann kein Zweifel sein, dass wir hier ein Werk des gleichen Meisters vor uns haben, dem wir die Venus Genctrix verdanken, ein Werk, tlas eben- falls geschätzt war, und mit Recht. *) PhotoKraphlccn dieser stotuc sind Jetzt ln Rom bei Maoclont, Via CondoftilOa, häuflieh, der überhaupt die bedeutendsten Stücke des Thermen* Museums neu auf- der Htatuo. j gcnouinieu hat. Digitized by Google Neapel. 41 Während wir in der Venns das vollerblühte Weib im Reichtum seiner Schönheit bewundern, sehen wir hier einen zarten Mädchenkörper, dessen Formen indes schon die ganze Fülle aphro- disischer Reize ahnen lassen.*) Fs kann kaum fraglich sein, wen wir in dieser jugendlichen (liittin der Fiche und der Anmut zu erkennen haben ; es ist Charis oder eine der Chariten. Dass es in der Tliat einen derartigen Typus für diese Göttinnen gegeben habe, beweisen uns, wie Furtwänglcr in Roscher's mythol. Fex. Sp. 883 richtig bervorgekobrn hat, zwei römische .Schrift- steller, Scneca, der in de benef. 1, 3 die Chariten beschreibt luanibus implexis solutaiinc aeper- Incida veste, und Horaz, der Ode, 1, 3J von den Grazien solutis zonis spricht. 499. Saal der Amazone. Statuette eines Mädchens. Wcisscr Marmor. Kopf war gebrochen. Derselbe erinnert, in der weichen und duftigen Be- handlung an den bekannten schonen Kopf aus Pergamon. Die gross stilisierte Gewandung mit der starken Schattenwirkung weist in dieselbe Richtung. 500. Saal des Snlpionkrntcrs. Inv. No. 6.519. Torso einer kleinen Wiederholung des nty To- nischen Diskobois. Wcisscr Marmor. II. O.lbo in. — Trotz der Kleinheit sorgfältig gearbeitet. An der rechten Hüfte der Rest einer auffallend starken Stütze für den aushoicudcn Arm, woraus vielleichtzu schticsscn ist, dass das Stück nicht nach dem Bronzeuriginal, sondern nach einer Mannor- kopie gearbeitet wurde. Die gleiche Stütze war nach Guattani, Monuni. iued. 1784, Febraro, s. 12 ur- sprünglich auch an dem Diskoboi Massiini vor- handen. Von diesem weicht der Neapler Torso in einer anatomischen Einzelheit ab, indem über der Nabelfaltc eine zweite, der Natur entsprechende Qiiertciluug des geraden Baurhmuskels angegeben ist, die aber dem Uronzevorbild gefehlt haben wird. Ausserdem macht sich durchweg eine weichere Begrenzung der Muskelränder geltend. Da cs lehrreich ist, an einem so berühmten Beispiel die Abweichungen der Repliken im Einzelnen zu verfolgen, so stelle ich die mir bekannten zu- sammen, obwohl ich nicht über sämtliche aus eigener Anschauung urteilen kann. Die ausführ- lichste Aufzählung derselben bisher bei Wclcker, Alte Doukm. I, s. 417 fg. A. Wiederholungen in der Grösse des Originales ; 1. Rom, Palazzo Faneelotti, früher in Palazzo Massimi alle Colonne. Gefunden 1781 in der Villa V Das kann man alKriHi.pl nur an dem herrlichen rUmtichcn Exemplar erkennen, bei dem Ich zweifle, ob ca Kopie oder Original Ul. I Paloiubara auf dum Esipiilin. Abg. Brunn-Bruck- I mann Taf. 25(5. Collignon, Hist, de la sculpture j grceipie Taf. 11. Anerkannt beste Wiederholung, I welche alle Eigentümlichkeiten de« Brouzcstits j beibehaltcn hat. 2. Fondon, British .Museum. Smith, Catai. J of sculpt. I, No. 250. Fricderichs-Woltcrs, No. 452. I Gefunden 1791 in der Villa Hadrians in Tivoli. 1 Die Annahme liegt nahe, dass diese wie die folgende Kopie auch in hadrianischor Zeit gearbeitet siuil. — An dem Fomloncr Exemplar ist sichtlich eine getreue Wiedergabe de« Vorbilds angostrebt, aber die Hätte und Trockenheit aller Formen wirkt | übertrieben. Der Baumstamm ist In geschickterer Weise als bei 1 soweit nach vorne gerückt, dass | er »ich in der Hanptansirht mit dem Standbein ! deckt und dass das andere Bein frei nachsclilcift. 3. Rom. Vatican, Sala dclia biga. Ilelbig, Führer I, No. 332. Friederichs- Wolters No. 451. Gefunden ebenfalls 1791 in der Villa Hadrians. Vgl. Winnefeld, die Villa de* Hadrian bei Tivoli p. 1 44 und j 162. Der ergänzte und falsch gewendete Kopf stimmt vollständig mit demjenigen von 2 überein, welcher j in dem Katalog von Smilh als zwar unrichtig auf- gesetzt, aber als antik und zugehörig behandelt wird. Vgl. Wclcker, Alte Dkm. I, s. 421 fg. Falls er überhaupt antik ist, bat der Ergänzer ilm sich für die Vatioaniache Statue als Vorbild genommen. | Der Körper der Vulkanischen Kopie ist von | weicherer nnd flauerer Formgebung, doch zeigt sich nirgend» eine bewusste Uinstilisie. utig des j Originals; der Kopist hatte offenbar fiir die Herbig- keit seines Vorbildes weniger Verständnis als der | von 2. — Fiir die Echtheit der Inschrift, die von Sy bei, Weltgeschichte der Kunst s. 14(>, Anm. 1 ohne weiteres angenommen, von lielbig wieder energisch lies! ritten worden ist, möchte ich an- fiihrrn, dass das hohe 1' sehr gut dem Gebrauch des 2. Jahrhunderts n. dir. entspricht; auch bleibt E. Brauns Beobachtung zu liechte bestehen, dass sieh in den Tiefen der Buchstaben Spuren von Sinter linden. Eine erneute Untersuchung von be- rufener epigraphischer Seite wäre sehr erwünscht. 4. Rom. Fapitolinis dies Museum. Ilelbig 1, No. 448. Als stürzender Krieger ergänzt, mir der Rumpf alF — An diesem Exemplar scheint mir bereit* eine alMÜehtlkhc Umbildung der ana- tomischen Detail» vorzuliegen. Die an 1 *o auf- fallend harte Begrenzung des Brustkörbe* ist fast verwischt, über der Hüfte tritt der schräge Baucli- I mnskel sehr viel weniger dick und scharf heraus; die Erhöhungen des Sägemuskels sind rundlich I und zeigen weichere Umgrenzungen. Endlich ist Digitized by Google 42 Neapel. an dem Nal>el die aueh an dem Neapler Tors» ! Matt, 1830, s, 213. Abg. ('larac 482 D, 988 11. beobachtete zweite Baucliinacription hinzngefHgl. Ilei Matz-Dnhn nicht anfgeführt; ich habe das Ks liegt offenbar eine altertümliche ltefangenheit Stück gleichfalls nicht mehr dort gesehen, des Vorbildes darin, dass der Abstand zwischen 10. Rom. .Ein Rumpf ist in der Villa Albani dem unteren Brnstbeinendc und dem Nabel so in dem untersten Teil des Gartens in einer Mauer gross ist, während sich in der Natur lwi der ge- etngemanert Im Katalog der Villa ist dieses krümmten Stellung diese Teile mehr zusammen- Bruchstück nicht erwähnt.“ Welckcr a. a. 0. Oh schieben müssten. Vgl. z. B. die ähnliche Stellung noch dort vorhanden ? Jedenfalls ist es nicht der Körperteile zueinander in der Figur bei Koll- identisch mit dem Würzburger Fragment aus mann, l'lastiscbe Anatomie s. 66 (aus Michelangelos Wagner» Besitz (unten No. 14), da Welcher sicher t'arton der badenden Soldaten) oder an dem den kleineren Maasstab erwähnt hätte. Torso vom Belvedere. Aufgerichtet würde der ll. .Eine Wiederholung in Turin, wozu Diskoboi vermutlich einen zu langen Mittelrumpf Milli» Vojr. an Piemont eine in Neapel nennt.“ haben. Um dieses von den Kopisten als Mangel ' Welcher in K. 0. Müllers Handbuch 122, 3. Die empfundene Verhältnis zu verwischen, wurde die Turnier nicht lwi Dütachkc. Bei Millill habe ich weitere Bauchteilung zugefügt. Die Hautfalte am das Cltat nicht finden können. Dass er den Nabel ist trotz der Weichheit der übrigen Teile kleinen Torso 13 bemerkt, ist wenig wahrscheinlich, sehr tief und unvermittelt eingeschnitten, in einer ,o ßccbtcr Arm mit Diskos. Nur aus altem Weise, wie es etwa erst bei den gefallenen Bar- Stich bekannt Welcher, Alte Dkm. 1,428. Vielleicht baren des attali-chen Wcihge chenks geschieht, identisch mit einem entsprechenden Stück, das Da» alles ist nicht Unfähigkeit des Kopisten, gich, wie mir Arndt mitteilt, in Rom in der sondern Umsetzung des Originals in die Manier Sammlung Barracco befindet und noch nicht ver- jfingercr Zelt. nffeutlicht ist. 5. Florenz, Uffizien. Diitschkc III, No. 245. Geringe Arbeit. Nur die IIau|>tforraen des Körpers ^ erkleincrte >\ iederholungen : sind wiedergegebon, so dass z. B. jede Andeutung 13. Neapel No. G5I9: s. oben, des Brustkorbrandes und des Sägemuskel» fehlt; 14. Wilrzburg. Ab#, in ungenügendem die Brustmuskeln verlaufen flach und un bestimm*. Stich Sittl, Würzburger Antiken Taf. VI. Erw. Man bat die Empfindung, dass dem Kopisten nur Overbeck, Gesell, d. Elastik* I, ». 300, Auin. 218. Körp *r von praxitclisclier Weichheit und Fleischig- Erhalten nur der Kumpf bis etwa» unter den kelt zu bilden geläufig war. Nabel. II. 0,140. „Carrarischer Marmor** (Over- 6. *) L o n d o n , Lansdownc llouac. Michaelis, beck). Nach Sittl sind Messpunkte stehen geblieben. Aue. Marb. s. 467, No. 80. Gefunden 1712 in 15. München, Antiquarium. Bronze. Bi» O tia. Al» Diomcdcs ergänzt. „Good workmansbip, zur r. Schulter 0,28 hoch. Ergänzt der r. Fils» thougli not pohitivly excdlcnt.“ und der Disko». Erworben in der zweiten Hälfte 7. Wien. Sacken und Kenner, Antiken de» de» vorigen .lahrhnndert» (Christ, Abh. der Münz- und Ant.-Cabiuet» s. 37, No. 138. Jahn, bayr. Akad., philos.-philol. ('lasse, X, 1, 1864, Arch. Zeitung 1854, Anz. s. 454*. Ohne Kopf» s. 397j. Er war früher falsch aufgesetzt (sitzend) r. Arm, I. Hand. Nach Jahn von niittelmassigcr und wurde von Hirt richtig erkannt (Tliierech, Arbeit und hie und da geflickt. Epochen*, b. 214). — Der 1. Ariu war für ßich 8. Abguss in Koni, von Welcker (A. D. ^ gegossen, ist aber so nachlässig allgefügt, daa» er ». 428) bei dem Kupferstecher Firoli gesehen: viel zu lang geworden ist, weil man versäumte, „Der linke Arm mehr als der rechte erhalten und die überstellenden Bänder an den beiden An- »o das Bein: wo der Marmor »ich befinde, war scblussfläcben abzufeilen. Obwohl die einzige nicht zu erfahren“. Ob mit dem vorigen identisch ? Replik, welche im Material de» Originals ausge- 9. „In Rom in Villa Pamfili, in dem Blumen- führt ist, ist sie doch für die Reconstruction des- garten am Casino, in der Nische einer Mauer dicht selben völlig wertlos. fcI>enn die Ausführung aller neben diesem sind die gut gearbeiteten Beine Formen des Körpers und vornehmlich des Kopfes eines Diskobois und andere Bruchstücke mit ist so sehr in der gewöhnlichen römischen Manier anderen fremdartigen zu einer Statue zusammen- erfolgt, dass Furtwängler (Meisterwerke p. 341, gesetzt.“ Welcker a. a. 0. Wagner im Kunst- Anm. 4) zu einem verneinenden Urteil über die •) Die .Nummern c kl. 12 .lud mir nlrhi .... elnner Echtheit veranlagt wer, Ion konnte, welche« aller An.thi.uunK bekannt. in der cugliBclicn Au»gabe s. 168, Ami). 2 bereite Digitized by Google Neapel sciuo Richtigstellung erfahren hat. Dieses Exemplar beschlicaat die iilien gegebene Bcilic von llcispiclen bewusster Umsetzung der älteren Formen nnter genauer Beibehaltung des Motivs. lfi. Koni. Abguss, bei AI. Ghcrardi, Rom, Via -Sistiua 87, känflich. H. bis zur r. Schulter 0,35, von etwa der gleichen Grösse wie das Würz- burger Fragment. Von ganz vorzüglicher Aus- führung. Furtwänglcr, der das Stück aiifgefunden hat, glaubt in ihm eine Maschincnverklcinerung des Massiiuisehen Exemplars zu sehen (Meister- werke p. 29, Anm. 2 und p. 311, Anin. 1). So- weit sich ans dem Vergleich mit den Photographien desselben urteilen lässt, ist die Übereinstimmung vollkommen. Nur im Stamm weicht der Abguss dadurch ab, dass unter dem linken Schienbein noch ein Kranz von schmaleren Blättern vor- handen ist, der am Afarmor zu fehlen scheint. Auch Ist die Plinthe nicht rund, sondern ein recht- eckiger Kasten mit vorspringeudem schmalen Rand unten, eine Form, die durchaus antik ist und sich z. B. au Neapler Bronzen sehr häufig findet. Mir scheint daher die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass cs eine antike Verkleinerung ist, zumal wir bereits drei andere Wiederholungen in kleinem Masstabe kennen. Arndt erhielt bei seinen Nach- forschungen in Kom die Auskunft, dass die Form von einem Amerikaner stamme; vielleicht ist das Original, von der Wissenschaft unbemerkt, ausser Landes gegangen. Auf alle Fälle ist der Ab- guss ein vollkommenes Hilfsmittel zum Studium tny tonischer Kunst, doppelt schätzbar bei der Unzugänglichkeit der Massiiuisehen Replik. 501. Inv. 6354; Saal des Atlas; Gerhard und Panofka Nr. 309; abg. Chirac 671 , 1636. „Racco Krmafrodito“, ein in schönem griechischem Marmor ansgefilhrter, fast lebensgruaser Torso eines in dünnem wallendem Chiton lebhaft ein- herschrcitendcn Dionysos, dessen Brust eine auf der 1. Schulter geknüpfte Nehris srhärpcnartig umgiebt. Der Krgänzcr, welcher den Torso mit einer schlechten, an einigen Stellen überarbeiteten Replik vom Kopfe des eingiessenden Satyrs versah, hat, wie die Verschiebung des Gcnitnls zeigt, die Statue falsch ponderirt; das nackt aus dem Ge- wand herausstehende r. Bein fiberkreuzt das I. in raschem Tanzsehritt. Die ausgezeichnete Ar- beit des Torso erinnert an die tanzende Macnade in Berlin Nr. 208. Aua Sammlung Farnese: Doc. In. IV S. 170 No. 9 und I S. 76; nach Aldroandi (1556) S. 151 in den C'aracallathermen gefunden. Aus diesem Typus ist die Macnade in Villa Albani, Hel big H. No. 786 abgeleitet. 43 502 und 503. Portico dei Balbi, Inv. 6115. — Knicender Perser aus lmntem Marmor, das Ge- wand und die Plinthe aus Pavonazetto, die Fleisch- teile aus Nero antico II. ohnedie Plinthe 1,55,1! der Plinthe, welche auch hinten abgerundet ist, 0,085. Erg. r. Arm mit Hand, 1. Unterschenkel, Stücke am Rande der getragenen Console. — An dem Gegen- stück, Inv. 6117, welches auf dein 1. Bein kniet und den r Arm erhebt, sind neu beide Arme, oberer Teil der Console, Spitze der Mütze, Teile der Plinthe. — Nur bei 6115 ist die Oberseite der Console erhalten (0,34 : 0,45 m); sie ist rauh, in der Mitte ein rundes Loch von 0,045 Dm. und 0,045 Tiefe. Aus der Kleinheit desselben geht hervor, dass ein Gegen- stand aus Bronze darauf ruhte. Die Finger der erhobenen Hände griffen vermutlich nicht oben über, sondern legten sich an die Seite des kasten- artigen Cippus an. Khcmals auf dem Palatin In den Orti Farnesiani ; Ergänzungen von Albaccini. Abg. ist bisher nur 6117: bei Guattani, Mon. ined. 1789, Luglio, tv, 1 ; danach Clarac, V, 853, 216;); nach anderer Zeichnung CI. V, 854 C, 2163 Die bei beiden Figuren identische Tracht ist die persische. Als deutlichstes Unterscheidungs- merkmal gegen ähnliche Barbarentrachten, z. B. die dakische, dient die Mütze mit den herab- hängenden Laschen, welche, wie neuerdings wie- der der Alexandersarkophag von Sidon gezeigt hat, beim Kampfe um das Kinn gesteckt werden. Die Köpfe stimmen in den allgemeinen Zügen Uberein mit denen der kämpfenden Perser aus dem Weih- geselienke des Attalos, besonder» mit der .Statue in Aix (Fricdericlia-Wolters 1409), mit der sic auch die biischclwcis wachsenden Haare an Kinn und Backen gemein halten (6117 mehr als der hier publicicrtc). Von den dakisclien Barharenköpfen unterscheiden sic sich durch die edleren und weniger verkniffenen Gesichtszilgc. Keine genaue Replik, aber nach demselben Vorbildc gearbeitet Ist der beträchtlich kleinere Perser aus weissem Marmor in der Galleria dei candelabri de« Vatican (Heilig, Führer I, 348), der den Arm auf der Seite des emjiorsteliendeii linken Knies erhebt, die r. Hand in die lliifte stützt und sich im ganzen tiefer ziisammenkanert. Auch fehlt ihm der Mantel, der bei den Neapler Statuen von der llrust nach hinten und dann zum Hoden herabgeht. Dagegen hat er w ie jene auf dem Nacken ein Polster, auf welches ihm der Restau- rator eine antike Vase gesetzt hat Der Kopf- typus ist der gleiche, nur dass der Kinnbart voller ist. Die stark sichtbaren Bohrlöcher in den Haaren deuten auf spätere römische Arbeit — Genau Digitized by Google 44 Neapel. stimmen mit No. 6115 drei kleine Statuen überein, eine in Berlin (Beschreibung cL ant. Sc. 493 A, ohne Kopf, 0,41 hoch, carrarischer Marmor), eine zweite in Madrid (Hübner, Bildwerke in Madrid No. 73; II. 0,66, italischer Marmor; der bartlose Kopf ist anders gewendet und hat grosse Verwandtschaft mit den bekannten Attistypen , der getragene (Segenstand ist kalathosförmig und nach Hübner zwar angesetzt, aber zugehörig; doch zeigt die Photographie an seiner Grundfläche und am Ge* lenk der anliegenden Hand deutlieh einen scharfen Schnitt), endlich eine dritte in Neapel (im Saal der Marmorgeräte, Inv. 6118, II. 0,85). Diene ist wieder au» buntem Marmor (graublau mit einge- sprengten weissen, roten und gelben Stücken). Hinter der Gestalt befindet »ich ein Pfeiler, von dem eine Gonsole vorspringt; auf der gemein- samen Oberfläche beider befinden sich zwei kleinere und zwei grössere Stiftlöchcr, vermutlich zur Be- festigung einer marmornen Tischplatte. — Vgl. auch das Bronzefigürchen aus Alexandria Ath. Mitt. X (1885), tf. XI, 1, ». 382 (Schreiber). Schon Gunttani hat darauf hingewiesen, dass Pausania» I, 18, 8 im Bezirk des olympischen Zeus in Athen HOou *Pnvytm> IJiooat xuXxovv jofaoda «r- //oitfc, Mac ästot erwähnt. Aus dem letzteren Zusatz darf man schliesson, dass es ein in die Augen fallendes Monument, also wohl von beträchtlicher Grösse war, da Paus, für rein künstlerischen Wert wenig Auge zu haben pflegt. I>a die breiten und wenig tiefen Gonsolen der Neapler Statuen sehr gut zum Tragen eines Bronzcfusses, etwa in Klauenfonn, geeignet sind, gewinnt die Vermutung an Wahrscheinlichkeit, dass sie mit den athenischen entweder identisch oder in gleichem Material nach ihnen kopiert sind. Man hat sich dann einen dritten hinzuzudenken und sie so anzuordnen wie die knieenden, becken- tragenden Silene in der Galleria dei candelabri (Hel big, Führer I, 430). Die Frage nach der Identität würde von der Datierung abhängen* Die Ausführung der Neapler Statuen wird man nach der Darstellung der Augensterne durch Ein- kerbung der Pupille und Umrändening der Iris ins 2 Jahrhundert n. Clir. setzen wollen, obwohl wir nicht wissen können, ob man bei Köpfen in farbigem Material diese Gewohnheit nicht schon früher angenommen hat, da in griechischer Zeit ein unbelebter Augapfel undenkbar sein dürfte. Andrerseits zeigen sie im Kopfe so nahe Ver- wandtschaft mit den Persern des attalisehett Weih- geschenks, dass man sic am liebsten für Wieder- holungen nach Werken aus pergameniseher Zeit ansprechen möchte. Auch Schreiber a. a. 0. hält sie für hellenistisch. Es liegt daher die Gom- hinathm nahe, dass die Perser im Olyiupicion das prächtige Geschenk eines pcrgatncnischcn Herrschers, vielleicht Attalos dcsl. seihst waren, der neben dem Bezirk der Athcna auch den des Zeus zu bedenken Veranlassung haben mochte, und dass ein Körner sich diese Weihgabc kopieren lies», worauf das römische Kunsthandwerk den auch für Hausgerät gut verwendbaren Typus sich aneignete. Doch muss diese ganze Aufstellung auch deshalb als zunächst problematisch bezeichnet werden, weil wir für die Verwendung bunten Marmor» für statuarische Werke in vorrömischer Zeit keine gesicherten Anhaltspunkte haben. 504. Zimmer de« Narcis». Inv. 5206. Bronze- statuette eines flöteblascndcn Silcns. II. 0,29. Aus Portiei. Klein abg. Gomparetti e de Petra, la Villa Ercolanest* tf. 16, No. 10, ». 271. Vgl. Friederichs- Wolters Nr. 1428. — Nicht Koplik der Borghesisehen Statne Hclbig, Führer II, 037, son- dern nach einem älteren Vorbild kopiert. Der obere Teil des Rumpfes ist weniger stark gegen die Hüften verdreht, das Mnskeldetail einfacher, Haar und Bart anders als an dem Silen Borghese; auch kreuzen sich die Beine nicht so stark. Die Bronze dürfte nach Proportionen und Kopftypus dcm.Krotec de» Lvsipp angehören; die Borghesischc 1 Statue ist eine Weiterbildung in hellenistischem Geschmack. Eine dritte als Replik geltende Figur (ohne Arme und Beine, jetzt im Conservatoren- palast ; Bullet, comuu. VIII, 1880, tf. 10) ist wiederum älter als die Bronze. Ich stehe nicht an, sie nach dein außerordentlich schlicht behandelten Haar an Kopf, Bart uiul Scham, sowie nach der ganz knappen uml einfachen Stilisierung de» Körpers bis in die Nähe des iiiyroiiischen Marsyas hiuaufzu- rücken. Es liegt hier also eine Behandlung dos gleichen Motiv» in der Weise dreier verschiedener Jahrhunderte vor. — Eine Marmorstatuettc der Sammlung Barracco, tf. 65, wiederholt das Motiv nach der andern Seite gewendet; die Ausführung ist von charakterloser Eleganz. 505 und 506. Saal des Porphyr-Apollon. Inv. 6258. Archaischer J ü n g 1 i n g » k o p f. Neu: Henne, Nase. Abguss in München. Stilistisch ist diesem interessanten und singulären Typus am ehesten der allerdings beträchtlich jüngere sog. Hernes Chinnery in London (Friederichs- Wolters 160; Furtwängler, Meisterwerke p. 3*48, Antn. 2; Brunn-Bruckmann Taf. 224; Phott von Face und Profil beim Institut in Berlin käuflich) zu ver- gleichen, welchen man mit myronischer Kunst Digitized by Google Neapel. 45 in Verbindung bringen will, (inte uud sorgfältige Replik« 507 und 508. Saal der Ileraklea-Omphale- G ruppe. Inv. 6393. Replik vom Kopfe des Kassler Apollon. Auf nicht zugehöriger weiblicher Herme. Nase neu. Helbig, Text zu Collection Barraeco pl. XXXIV a und b; p. 34, Anin. 2; daselbst Litteratur. Furtwängler, Meister- werke p. 371, Amu. 1, No. 8. Zwar Borgfaltig gearbeitet, aber ziemlich stark übergangen und durch den Kopisten ins Flache und Leere ver- wässert. Namentlich die Partiecn um den Mund lassen nichts von der Hoheit und verachtenden Erhabenheit erkennen, die nach Ausweis der in diesen Partiecn gewiss getreuen, charaktervollen Barraccosehcn Replik (Collection Barraeco a. a. ()., die Faceaufnahme ganz ungenügeud) das Original ausgezeichnet hat. 509. Inv. 6412; Saal der Flora. Gerhard und Panofka No. 311. Gut gearbeitete und gut erhaltene Replik de» Doryphoros-Kopfcs; in einen Hermenpfeiler eingelassen. 510 und 511. Sala de’ capolavori. Inv. 6011. Kopf der Doryphorosstatuc aus Pompei: Friedcrichs- Wolters 503; Hrunn-Bruckmann Taf. 273. Intact. IMe Statue ist wichtig für die Datierung der uns erhaltenen Kopien, weil sie durch ihren Fundort einen terminus ante quem gicbL Vor 79 n. Chr. hat man bereite so kopiert. Von der Bronzehenne des Apollonios in Neapel (Brunn- Rruckmann Taf. 336), die doch wohl als die ge- naueste Kopie anzusehen ist (vgl. Furtwängler, Meisterwerke p. 421), zeigt der Kopf der pom- peianischen Statue eine Reihe von Abweichungen im Detail. Vgl. oben zu No. 211 und 212. 512 und 513. Kopf einer Aphrodite- Statue. Erg. die Nasenspitze. Es ist der Kopf der in der Sala dclle Muse befindlichen Figur No. 6396 = Chirac 498 C, 1019 A, an welcher nur die beiden Unterarme, soweit sie nackt sind, und unbedeutende Teile des Gewandes ergänzt sind. Die Statue ist ver- hältnissmiissig oft wiederholt wurden, aber dicB scheint das einzige Exemplar, das mit dem Kopfe erhalten und bei dem das Himation als Sehleier über den Kopf gezogen ist. Leider ist seine Ar- beit ganz minderwertig. In demselben Saal in Neapel steht als No. 6395 = Clarac 498 C, 1019 B eine sehr viel bessere Wiederholung, au der Kopf und Unterarme ergänzt sind. Ein gute» Exemplar befindet sich in dem Gang des capito- linischen Museums No. 52 =r- Clarac 508, 1019 (erg. Kopf m. Büste, I. Unterarm mit Flöte, r. Arm vom Biccpti an mit Gewand und Flöte, beide Fftsse mit Gewand), eines, unbekannten Standortes, bei Clarac 515, 1041 C (siehe die Ergänzung dort), zwei im Louvre: a = Clarac 295, 1016 (Phot. Giraudon 1139; der Kopf antik, aber nicht zu- gehörig; erg. Ilal», Kinn, Nase, !. Arm, r. Unter- arm, Teil des Pfeilers, 1. Fnss uud Teil de» 1. Schenkels ; b Phot. Ciraudon 1138 (erg. beide Unterarme, Kleinigkeiten am Gewände; der Kopf, an dem die Nase fast ganz ergänzt ist, war gebrochen und iat vielleicht zugehörig; es wäre »lies ein erhaltenes Beispiel ohne Schleier). Endlich befindet sich noch eine schöne griechische Kopie, leider sehr fragmentiert (ohne Kopf, Arme, Unterschenkel und Stütze) im Museum zu Smyrna, welche Pottier im Bulletin de corr. hell. 1881 pl. 13 p. 279 ff. publiciert, aber nicht erkannt und als Nike erklärt hat. Alle diese Wiederholungen stimmen in der Grösse überein, d. h. Lebensgrösse, sodass wir diese auch für das Original voraussetzen dürfen. Alle weichen indessen in Einzelheiten von der ersterwähnten Replik in Neapel und auch unter einander ab. Die Hauptabweichung ist schon er- wähnt; das Himation ist 1k?I keiner der andern Wiederholungen über den Kopf gezogen. Dies dürfte sich aber hauptsächlich aus der grösseren Bequemlichkeit für den Kopisten erklären; der Handwerker, der die neapeler Wiederholung fertigte, hat sich diese Schwierigkeit sicherlich nicht erst geschaffen; ferner erhält die Rechte eine natürliche Beschäftigung; sie fasste das Himation, wie der Ergänzer der Figur richtig er- kannt hat; die anderen Ergänzer werden ihren Figuren entweder eine Blume oder einen Spiegel in die Hand gegeben haben. Mit dem Wegfall des auf der l. Schulter auf liegenden Teile» de» Himation» hat sieh auch eine andere Abweichung ergeben: statt die rechte Schulter freizulassen, wie bei der neapeler Replik, lässt das Himation an den andern Wiederholungen — hier mehr, dort weniger — die linke Schulter frei. Unter einander weichen die Figuren ferner darin ab, dass der Pfeiler nicht bei 'allen die gleiche Höhe hat. Hier worden die pariser Exemplare, die den höheren Pfeiler haben, den Vorrang verdienen , denn es ergeben sich hierdurch reichere Motive. Die Deutung auf Aphrodite ist wohl zuerst von Furtwängler In Roschers rnyth. Lex. Sp. 413 ausgesprochen worden. Sie ist zweifellos, und ebensowenig kann, wie ich glaube, über Herkunft und Zeit des Originales ein Zweifel herrschen. Wir können hier die liegende Thau- Digitized by Google 46 Neapel. Schwester aus dem Parthcnongicbel im kleineren Massstab und deshalb zarterer Ausführung that- sächlicb fast Zug für Zug wiedererkeunen. Und in die gleiche Zeit gebürt denn aueh, soviel man an dem schlechten Exemplar erkennen kann, der Kopf unserer Photographien, die zur Hand- habe dienen mögen, bessere Er.emplarc zu Imstimmen. An den Parthenon frics gemahnt uns endlich die Verschleierung. Dem Geiste jener Zeit aber entspricht die Auffassung der Göttin, deren voller Körper sich in bequemer Ruhe, aber doch voll Würde und Züchtigkeit den Rücken darstellt. — Man hat die Figur früher wegen des Anlehnens an einen Pfeiler und des Ueber- einanderlegens der Reine an den Reginn der helle- nistischen Zeit gerückt. Dass sich dies indes nur auf oberflächliche Renlmchtung gründet, wird man recht erkennen, wenn man die Figur mit einer sehr viel späteren, der Kutcrpc des Berliner Museums (Bcschr. No. 218) vergleicht. Die allgemeinen Motive sindganz die gleichen. Aber schon die Körperfurmen, hier breit und voll, dort schlank und zart, lassen uns einen grossen Abstand fühlen. Ferner beachte man eine kleine, scheinbar geringe Abweichung, welche in der That höchst bedeutsam ist: die Stellung des linken, über den rechten gelegten Fusses. Man erprobe aiu eigenen Körper die beiden verschiedenen Stellungen. Bei der Aphro- dite ist der linke Fuss gerade, fast parallel, die Sohle nach unten gewendet, neben den rechten gestellt. Dabei kann der Körper breit zurück- gelagert bleiben, die Brüste in der gleichen Ebeno wie die Hüften, und selbst das naturgemäße Aus- biegen der rechten Hüfte ist nicht übermässig. Nun ändere man die llaltuug des Fusses zu der- jenigen, die man an der Euterpe wuhruiinmt, d. h. man drehe den Hacken nach aussen, sudass der Fuss nur noch mit den Zeilen nach innen den Roden berühren kann; sofort wird mau ein weit stärkeres Herausdrängeu der rechten Hüfte be- merken, und der Oberkörper fällt mit seiucr rechten Seite nach vorne, wodurch sich dann eine vollkommene Drehung des Körpers um die eigeuu Achse ergicht. So nahe verwandt also aueh die Motive beider Statuen sind, so leicht sieli das Motiv der einen aus dum der andern hcrstellt, so charakteristisch sind sie untersdiiedcn, charakteristisch für das verschiedene Wollen und Können zweier weit von einander getrennter Zeiten- Das Werk muss den häufigen Wiederholungen nach sehr berühmt gewesen sein. Durch die Ver- wandschaft mit der Thausehweater ist die Be- ziehung auf Pliidias besonders nahe gelegt. Unter den Gründungen des Perikies wird ein Tempel der Aphrodite Urania im Stadtviertel Melitc zu Athen ge- nannt, dessen Bild aus parischem Marmor ein Werk des Phidias war (Paus. 1, 14, T). Dieses glaube ich in unserer Figur wiederzufinden. Man vergleiche die einzelnen Motive des Ge- wandes auch mit denen der Kore Albani, welche ich oben (No. 307) für ein Werk des Phidias er- klärt habe, und man wird überall Berührungs- punkte finden. 514 und 515. Sala ilei rapolavori. Inv. No. V. Kopf der Athene Farnese. Der Kopf ist mit dein Hals in die Statue eingelassen, vielleicht auch von anderm Marmor: trotzdem ist kein Grund vorhanden, an der Zugehörigkeit zu zweifeln. Neu: die aufrecht stehenden Hrlmklappcn und die Köpfe der Uehnticrc; sonst intact, auch die Nase. Furtwängler, Meisterwerke p. 103 ff., dar- nach ein Werk des Alkamenes. 516 und 517. Saal der Flora. Inv. 6411. Farnese 176. Kopf, der Statue des sog. Protesilaos (BrunnBruckinann Taf. 331) auf- gesetzt. IlalBstück zwischengesetzt, Zugehörig- keit des Kopfes also nicht zu beweisen. Neu: die Nase. Replik in London, von Amelung (1892 mündlich) und Furtwängler, Meisterwerke p. 668 ff. erkannt; abg. bei Furtwängler a. a. 0. und bei Kucpp, Bildnis Alexanders d. Grossen, 52. Berliner Wlnekelmanusprogr. 1892, p. 24; Phot, beim Institut in Berlin käuflich. Koepp und Furtwängler deuten den Kopf auf A|iollun. Ersterer versetzt ihn in die Kutstchungszcit des Aisdlon vom Belvedere, letzterer in die Mitte des 5. Jahr- hunderts, in den Kreis des altern Praxiteles. Der Apollon I’arnopios der Akro]wlis, der als angeb- liche* Werk des Phidias überliefert ist, sei mög- licherweise vielmehr von diesem älteru Praxiteles und der in Kedu stehende Typus möglicherweise eine Wiederholung des Kopfes dieser Statue. Eine Entstehung des Typus hu 5. Jahrhundert halte ich für ganz ausgeschlossen; allein schon eine derartig freie Bildung des Haare* auf dem Ober- kopf ist den Werken jener Zeit fremd. Die Be- handlung der Uder und Brauen an dem Londoner Exemplare hat allerdings noch etwas Strenges und Hartes, das jedoch, wie die weichere Neapler Wiederholung erweist, sehr wohl auf Rechnung des Kopisten gesetzt werden kann. Zeitlich den Typus bestimmt einzureihen, scheint noch nicht möglich ; die Zeit vor 350 kann meines Erachtens nicht in Frage kommen. 518 und 519. Sala de' capolavori. luv. 6009 und 6010. Kopf, dem Aristogeitou aufge- Digitized by Google Neapel. 47 setzt. Friedcrichs-WolterB 123, p. 66. Xen: untere I Hilft« der Nase. Wiederholung vom Kopfe des auf Skopas znrQckgefUhrten Meleager: neueste Utteratur bei Furtwängler, Meisterwerke p. 526, Anin. 2. Unter den zahlreichen „Repliken1*, die zum Teil in der Haarbehandlung und -Disposition stark von einander abwcichen und unter diesem Gesichtspunkt eiuer strengen kritischen .Sonderung bedurften, zeichnet sich dieses Kxemplar durch zwar nüchterne, aber sorgfältige und verständnis- volle Arbeit aus. 520 und 521. Portico dei Balhi. Inv. 6138. J ttnglingskopf. Ausserordentlich raffiniert re- stauriert Neu: Brust, Nase, Fleck auf I. Wange. Mehrfach gebrochen und ganz Hberschmicrt; doch scheint das Andere antik. Vermutlich trotz kleiner Abweichungen im Haar und der Hinzufilguug des Backenbartes Wiederholung vom Kopfe des An- tinous von» Belvedere — Hermes von Andre«: Furtwängler, Meisterwerke p. 571 ff. 522 und 523. Sala de' capolavori. Inv. 6016. Kopf der Statue des sog. Adonis von Capua (l’hot. Sommer 11223; Alinari py 1* No. 11028). Neu: die Nase. Praxttelisch aus derZeit des „Pcriboetos1* und de« „Kuhuleua“. Ebenso gehört »las Bewegungsmotiv der Statue (neu: r. Bein, I. L'ntcrbein, Stamm mit Bogen und Köcher, Basis, I. Arm, r. Hand; der r. Arm war oben ge- brochen, ist aber antik) in jene Periode Eine bestimmte Deutung lässt sieh dem Werke nicht gehen. 524. Saal de» Porphyrapollon. Ohne Nummer, r. neben 6261. Weiblicher Kopf mit Hörnern Ober der Stirn. Nur Maske. Nichts ergänzt. Nicht vor dem 4. Jahrhundert. Jo? Eine Statue der Jo von Deinomenes auf »ler Akropolis; vgl. I.oewy, KUnsterimchriftcn No. 233. Oder Isis? Vgl. »len Kopf im Louvre Phot. Giramlon 1217 Frölmcr, notice de la sculpture antique du Louvre, 1871, No. 553. Ein kleines Fragment einet weib- lichen Kopfei aus schwarzem Stein, mit Kranz und zwei Stierhörnern, iui Thorvahbeu-Muscnm iu Kopenhagen, Saal XXXIX, Schrank I, No. 25. 525 und 526. Saal der „Venus genetrix“. Inv. 6315. Uubürtiger Kopf. Nou: »lic Nasen- spitze. Zum Einsetzen in eine Statue hergerichtet. Schwarze Farbspuren in dm Augen deutlich er- halten; auch im Haar Farbenreste erkeunhar. Das Profil de» Kopfes hat manche individuelle Züge, namentlich im Blick und in der Bildung des kralligen Untergesichts. Vielleicht ein stark ideali- siertes Porträt der Diaduchcn/.cit. Der Reif im Haar ist allerdings von der Königsbimle der Diadocheuporträts verschieden. Über das Ge- schlecht des Kopfes kann man trotz der auf Schultern und Nacken lang horabfallendcn Locken nicht zweifelhaft sein. 527. Saal der Vase des Salpion, Relief: Herakles und Hebe; abg. Kcknle Hebe Taf. I. Stammt aus Andres uacli Angabe im Inventar »lcr Sammlung Borgia, Doc. In. I, S. 284, No. 45. 528. Saal der Vase des Salpion. Relief: abg. Arch, Ztg. 1871, Taf. 53a, No. 3. leb habe nur den antiken Teil ohne die hässlichen modernen Köpfe aufgeuommen. Vgl. Michaelis a. a. 0. S. 143; Gerhard und Panofka No. 524; Rciseli, Weihgcschcnke S. 137. Ein von einem Hunde begleiteter Jüngling, welchem Artemis (vgl. C. R. 1868 S. 66 und für die Handlung Mon. d. Jst. XI, 33) die Hand auf die Schulter legt, reicht Hermes die Rechte (vgl. Gerhard AVB 200). Für »lic chrono- logische Fixierung vgl. das Relief bei Schocne Taf. VIII 50, au» dem Jahr 424. 529. Saal der Puteolanischen Basis. Inv. 6757. Eines der Reliefs von der Basilica N e p t u u 1 iu Rom mit der Personification <»iner Provinz; Gerhard und Panofka No. 322; Doc. In. I. S. 77; Aldroaudi 8. 159; abg. Mus. üorb. UI 57 links. Über die anderen zugehörigen, in ver- schiedenen Sammlungen zerstreuten Stücke vgl. Helbig, Führer I, No. 533. — Auf demselben Blatt Teile der aus »lern Amphitheater von Capua stammenden Reliefs; vgl. Francesco Alvino, Anfi- tcatro Cauipano (Napoli 1842) Taf. 11. 530. Saal der Vase des Salpion. Nchcnscite eines Sarkophags. Vor einem Parapctaama sitzt auf »lein Fels ciu Philosoph, docierend, bloss mit »len» llimation bekleidet, einen Knoteustoek iu der Haml; liehen ihm eine Rollenka|H»»-t; vor ihm ein vicrfUsaigc» Tier. Die Züge gleichen denen des Diogenes, das Thier sollte also wohl ein Hund Bein. 531. Hof. Torso eines Heros. II. 1,29. Nichts ergänzt. Die Beine unterhalb »ler Kniec ab- gebrochen. Die übrigen fehlenden Teile waren besomlers angesetzt. Der vorgestreckte I. Unter- arm muss einet» Schild gehalten haben, sodasa die rauli gelassene Fläche auf der 1. Schidter verdeckt war. Um den untersten Teil des Annes war dann der lange Mantel geschlungen. Der Teil des Schwertriemens über der I. Hüfte ist nur angelegt; die Stelle war durch den Mantel ver- deckt. Der Torso stammt von einer jugendlichen Hcrecnfigur, u.zw. einem Bruder »ies praxitclischcn Ueruies von Andros. Ganz auffallend ist die Digitized by Google 48 Neamd. Ucbcreinstiminnng beider Statuen in dem von der Schulter herabhütigcuden Ende des Mänteln; aber aueli die Behandlung de« Körpere, die Bildung de« Schamhaare# stimmen vollkommen überein, nur dass der Heros augenscheinlich einen festeren Stand und compacter« Formen hatte als der be- wegliche Bote der Götter. Wir gewinnen damit ein zweites Beispiel spät-praxitolischer Kunst. Die Arbeit di1» Exemplare Ist recht gut. 532. Hof. Kuiecndes Mädchen (Kopf und Arme fehlen) in steifer Haltung, mit streng stili- sierter Gewandung. Eine Replik in Stockholm, Clarac 750, 1837; Phot. Lagrclius IV 22, hält vor dem Schooss eine Muschel, welche aber auf Er- gänzung beruht. An dem neapolitanischen Exem- plar führte in das verlorene Attribut eine Wasser- leituugsrühre, für welche zwischen den Schenkeln eine Höhlung durchgebohrt ist. Anstatt einer Muschel ist w'ohl ein Becken zur Fusswaschuug von den Händen gehalten worden. Stand diu Figur auf dem Boden, so hielt sic das Becken in bequemer Höhe, welches dann praktischen Zwecken dienen konnte, wie da» Weihwassorbecken in der Hand des Knaben von Lykios. Auch im Stil ent- spricht die Statue der Zeit dieses Künstlers. 533. Hof. Untcrlebensgrosso Statue der thronenden Kybcle, zu jeder Seite des Throne» hockt ein I-owe. Einer der Haupttypcn für die Göttin, wie Repliken in Baalbeek (Phot. Bonfds 474) und in Oreos (Phot. d. ath. Inst. „Euhoca 3‘) Imweisen; im Wesentlichen liegt der Typus schon in dem Berliner Relief Arch. Ztg. 1880 Taf. 1 vor. Kopf, r. Arm und 1, Unterarm fehlen. 534.535. Hof. Replik des Ares l.udovisi. Erwähnt: Furtwängler Meisterwerke S. 526; daselbst IJtteratur. 536. Hof. — Leda. Replik der Floren- tiner Statue DUtschke III, 192. Vgl. Furtwängler, Meisterwerke s. 644, 646. Nach Mitteilung von Amelung ist der Kopf des Florentiner Exemplare sicher nicht zugehörig. Nach dem Halsansatz der Neapler Replik scheint er zur rechten Körpcreeite und nach oben gewendet zu sein, was allein ein befriedigendes Motiv ergiebt, da sich der Vogel von dieser Seite her unter das Gewand geflüchtet hat und I-eda naturgemäss nach dem Verfolger ausschaut. Von einer dritten Replik im Tiergarten der Villa Borghese in Rom teilt mir Amelung mit, das» der erhaltene r. Unter- arm im Erstaunen und zum Schutze des Schwanes erhoben ist. — In der Körperhaltung sehr ähnlich ist die beckentragende Nymphe dur (ialleria dellc statne de» Vatican (Helbig I, 208), die auch in der zarten Bildung des Nackten und in der Gc- wandbcliandlung Analogien bietet. Vgl. auch die Statue E-V 183, die nach Arndt» neuester Untersuchung sicher keine Leda, sondern eine beckcntragende Brunnenfigur ist. — Die Florentiner Statue ist von Furtwängler a. a. 0. dem Kreis des Skopas zugetcilt worden. 537. Hof. Reliefbruc hat il ck mi t U ber- lebensgrosser Figur. Ein Jüngling, bis zum Ansatz der Beine erhalten, mit l'hlamya bekleidet, auf dom Kopf einen Pileus, bewegt sich nach rechts vor einem galoppierenden Pferde hin; also wohl ein Diosktir. 538. Hof. Zeus Aminon auf einem Fclson sitzend, doppelt lebensgrossc Relicf- figur, abg. (’larae 410 E 692 E; vgl. Overbeck Zeus S. 200. Vor den Originalen unterlicss ich leider Nachforschungen darnach, ob No. 537 und 538 zu der gleichen Dccoration gehören könnten. 539 h. 540. Hof. Torso einer kolossalen Satyrstatue. Griech. Marin. Hoch 0,79. Nicht» ergänzt. Reste von Stützen : an der 1. Seite unterhalb der Rippen, an der r. Hüfte; an der 1. Hinterbacke Ansatz für da» Schwanzende. Rest eines kleinen Puntcllo unten an der 1. Brust. Auf der r. Brust ein kleines Loch zur Befestigung eines Gegenstandes in Metall, bei dessen Entfernung auch die Um- gebung des Loches zerstört ist Der r. Arm war besonders gearbeitet und angrsetzt ; oben auf dem Ansatz desselben befindet sich noch der eine Teil des DBbclIoches. Die Figur muss auf dem r. Bein gestanden haben, der Oberkörper war zurück- gelegt; beide Oberarme waren vom Körper ab- gcstreckt, der rechte erhoben ; der Kopf wendete »ich nach der 1. Schulter. Die Ergänzung ist rätselhaft und ebenso die Bedeutung der Stützen und des laiche» auf der r. Brust Die Arbeit ist ganz wundervoll und, wenn auch Kopie, doch cie» höchsten Lobes wert. Man wird zunächst an den kolossalen pergamenischen Satyr-Toreo in Florenz (D. 520) erinnert. Vergleicht man aber beide, so wird man nur Unterschiede, ja Gegen- sätze gewahr. Hier ist nlehls von der perga- menischen Geschwollenheit und Überfülle. Eine schlagende stilistische Parallele zu unserem Torso gestehe ich nicht zu kennen. (W. Amelung). Mir scheint die Körperhaltung am ehesten für einen Krupeziontrctcr geeignet, zumal da der Kopf, wie die Rückenansicht am deutlichsten zeigt, voll- ständig vornüber geneigt war. Er muss ohne Bart gewesen sein, da sonst Ansatzspuren davon zurückgeblieben wären Der Florentiner Kru- Digitized by Google Neapel. Sorrento. Palermo. 49 I>e7.i< m treter bietet auch stilistisch «lie nächste Parallele, da an ihm die eigentümlichen rund- lichen I, ücher zwischen den Muskeln (besonders aussen am graden liauchnmakcl) noch deutlicher auftreten als an dem Torso. Oer Torso dürfte ebenfalls au den sehr individuellen Satyrbildungen der pergarcenischen oder rhodischen Kunst ge- hören. (H Bulle). 541. Hof. Lebensgrosac Statue eines mit der Exomis bekleideten Negerscla von. Ähnliche Statuen im ltrit. Mus., Guide II 52, und im Vatican, Museo Pio t'lem. III 34. Oie Gesichts- züge verzerrt, wie bei einem Menschen, der in grelles Sonnenlicht schaut. Kräftige Ansätze an der Kxomis beweisen, dass der Sklave einen grossen Gegenstand auf den Armen trag. 542. Hof. Tektonisch verwendete Platten, welche in Tierküpfo (Hase, Löwe, Hirsch, Säbelantilope, Gazelle u. s. f.) Auslaufen. Aus dem Amphitheater von Capua; vgl. Alvino, Anfiteatr» Campano Taf. 11. Neapel, Museum von S. Martino. 543. Sarkophag. Auf einer Schmalseite Odysseus mit dem llnnd. Oie Abbildung bei Robert Sarkophagreliefs II Xo. 150 lässt nicht er- kennen, dass hier eines der am besten gearbeiteten Stücke vorliegt. Mir ist dieser Sarkophag noch ein Itiitsel. Denn der gute Stil des Reliefs will sich mit der geringen Arbeit der Balustern auf der Vorderseite nicht vereinigen lassen. Ich muss zu der Annahme greifen, dass der Sarkophag eine zweite Verwendung fand, wobei das Relief der Vorderseite abgearbeitet und die Balustern über- arbeitet wurden. In der Mitte der I-angscite sitzt ein I.orbeerkranz. Von den gut auegefithrten Blättern bis zum Grunde läuft ein 2 cm starker, raub gelassener King herum, der sich auch in der Farbe von den Blättern unterscheidet. Dieser King stellt wohl die Stärke der Schicht dar, welche ausser dem vermutlich einst vorhandenen Relief von der Vorderseite abgearbeitet wurde. Sorrento, Museo. 544. Basis. Oie Seite mit Apollon, Artemis und Lcto. Vgl. Hülsen in: Köm. Mitth, 1894 S. 238, wo weitere Mttcratur angegeben. S. ferner oben zu No. 334. Palermo, Museo nazionale. 545. Cortile. Kauernder Löwe, der mit den Vordertatzeu einen Sticrsehädcl packt. Kalkstein. „Dono de! Bar. B. Salamone di Mistretta“, also wohl auch an diesem Orte, dem antiken A inestrato», südöstlich von t'efalü an der XonlkUsto Sieilieas (s. Panly-Wisson a, Roalencyclopädie s. v. Amestratos), gefunden. Archaische Arbeit, vermutlich aus der Periode der phoenikischcn Herrschaft iu Sicilien. Vgl. Perrot-Chipiez III, p. 436 ff. und 419 ff., smvie die Gruppe in Marsala Arch. Zeit. 1871, Taf. 51. 546. Cortile. Thronende weibliche Gott- heit, zur Seite je eine bekleidete Sphinx. Kalkstein. Aus Solunt, dem phoenikischcn Soloeis, bei Palermo. Puhl, von Perrot-Chipiez III, p. 425 f., wo ältere Littcratur. Archaische plioenikisehe Kunst auf einer den ältesten milesischcn Sculpturen noch vorauslicgeuden Stilstufe. 547— 549. Cortile. Inv. 715. Statue eines Bärtigen (Zeus?). Etwa drcivicrtcl lebens- gross. Amciung, Florentiner Antiken p. 7 ff. Furtwänglor, Meisterwerke p. 746 f. Bei beiden Littcratur. Neu: r. Arm, I. Hand, r. Unterbe’n vom Knie ab mit Stamm und Plinthe, untere Hälfte des I. Unterbeines, Nase mul einige Locken. Oer Kopf war gebrochen, ist aber alt und zuge- hörig. Oie Statue gilt bisher als Wiederholung eines Zeustypus, der am besten durch eine Floren tiner, zuletzt bei Amciung a. a. 0. p. 10 abge- bildets Bronze vertreten ist. Nirht mit Recht ; denn wenn auch die Torsi der Florentiner Bronze und der Palcrmitancr Statue sieh im Wesent- lichen entsprechen und die grössere Schärfe und Strenge in der Muskulatur an ei sterer sich ebenso wie die Differenzen in der Behandlung der Chlamys durch Verschiedenheit des Materiales, der Grösse uud der Kopistenhände erklären lassen könnten, so sind doch die bei beiden Exemplaren zuge- hörigen Köpfe so durchaus von einander ver- schieden, dass, falls »ir nicht der Palcrmitancr Kopie mit grundlosem Misstrauen begegnen wollen, an Wiederholung des nämlichen Originales nicht zu denken ist. Wir halten es wahrscheinlich viel- mehr mit der Abwandlung eines eimini beliebt gewordnen Typus durch versehiedno Künstler- bände zn tliun: ähnliche Fäl'e sind u. a. oben unter Nr. 222 -225 und 280 besprochen. Oer Florentiner Typus ist der ältere, ungefähr aus dem Jahre 460; seinen Kopf hat Aiuelung überzeugend mit dem des Kassler Apollou zu- samnirngi stellt, während der Torso, wie Furt- wiingier nachgewiesen hat, in der Behandlung vom Stilcharakter jener Statue beträchtlich abweicht. Das Original der Palcrmitancr Statue, deren Be- deutung als Zeus darnach, wenu auch wahrschein- lich, so docli nicht mehr sicher bleibt, -gehört 4 Digitized by Google 50 Palermo. einem im Beginn iler zweiten Hälfte de» 5. Jahr- liumicrt» arbeitenden Künstler an; die nächsten Parallelen zum Kopfe linden sich unter den jllngern Metopen und am Priese des Parthenon. 550. Stanza del fauno di Prassitcle, links neben Inv. 085: Jugendlicher nackter Torso altertümlichen Stiles. Leicht bläulicher Marmor. Ohne Kopf, Arme und Be'ne, Etwa lebcnsgross. Provenienz? l>ie Arme waren ge- senkt: Stützenreste an beiden Oberschenkeln amen. Der r. llalsnicker angespannt, der Kopf war also etwas nach der I. Schulter gedreht. ; Auf der linken Schulter liest eines Ansatzes: vielleicht schulterte der Jüngling eine Lanze, wie der Doryphoros, oder er trug eine Palme in der L. wie der Münchner Athlet 107 (Phot, lliittger) und der abbozzierte Athlet im athenischen Natioual- museum Sy bei 411 (Phot Athanasios Konstantinu 55). Der Stand der Beine war ziemlich gleich, das 1. ging vielleicht etwas vor. Die Hüften gleichweit ausgebogen. Noch kein Schamhaar; zu beachten die auf der Photographie erkennbare Einränderung am Penisansatz. Der Nabel kreis- rund. Vom Rücken eine Photographie zu nehmen war bei der damaligen Aufstellung des Stückes nicht möglich; er ist sorgfältig gearbeitet, der H'ntcre stark hervortretend. Der nächste Stil- verwandte dieses schönen, originalen Torsos, von welchem hoffentlich bald ein Gipsabguss hergestcllt wird, ist diu Jünglingsstatue von der Akropolis Athen. Mitt. 1880, Tat-. 1, und, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, ein nackter Jtinglingstorsu, den ich 1889 im Winter in Eregli ( Perin tlios) am Marmarameer im Hause des Konstantine» Kara- theodoru sah und von dem ich nur ungenügende l'hotographiecn besitze (hoch 0,46; cs fehlen Kopf, Arme, Beine; im Nacken Best des Haarschopfes, der an Älteres erinnert; am I. Oberschenkel nntor der Bauchfalte zwei Löcher, in deren unterm auch ein Bronzestift sitzt). 551. Cortile. Zwischen den Inventammu- mern 362 und 366: Lebensgrosse Gruppe von Selene und Eros. Aus Museo Astuto. Kopf und I. Arm der Selene neu, Manches geflickt. Der Eros schien mir trotz seines barocken Aussehens alt. Arbeit gewöhnlich decorativ. Die tiefe Giirtung dicht oberhalb der Scham sowie das llcrahsinken des Chitons auf die eine Brust ver- binden die Statue mit einer Kcilic von Werken, welche zeitlich zu filieren noch nicht gelungen ist (vgl. Furt wängler, Meisterwerke p. 663) : Flora Farnese i (Brunn- Bruckmann Taf. 860); München 298 (Phot. Bruckmann, ältere Serie); die beiden Florentiner Statuen E-V 286 und 360; Torso in Dresden: Phot. Krone (52) 718. 552. l'ortile. U n ter! ebensgrosse St «tue eines Läufers oder ltingers (mitPlinthe 1,02 hoch). Ganzsingulär sind die Stützen behandelt. Vom Boden bis zur r. Hand hinauf läuft eine »ich ver- jüngende Säule, die man zunächst für eine Keule halten könnte; da sie aber glatt gearbeitet ist und in den Boden überläuft, statt von ihm ge- trennt zu sein, ausserdem die r. Hand die ver- mutliche Keule gar nicht recht anfasst, da ferner auch da» I. Bein durch eine unmüssig lange und dünne Stütze mit der Basis verbunden wird, so ist damit die richtige Auffassung der Säule recht» gegeben. Neu ist der Kopf nebst Hals, der Penis, der I. Unterarm, dessen Richtung aber indlciert ist; vom r. Arm ist nur ein Teil der Handfläche mit den Fingern alt. Ähnlich dem sog. Alkibiades im Vatikan abg. Furt wängler Meistcrwei ke S. 284. 553. Stanza del fauno di l'rassitele. luv. 685. Statue des Asklepios. Aus Girgenti (nach Baedeckcr, Unteritalien und Sicilien, p. 304). Von dem Stabe, auf welchen der Gott sich stützend gedacht ist, sind keine Reste vorhanden. Trotz geringer Abweichungen im Detail, die der Kopist verschuldet halten wird, Wiederholung der oben unter No 285 besprochuen Statuen des Giardino Boboli und der Villa Doria-Panfili (M-D 55). Ich stimme Amelungs Datierung des Typus in das 4. Jahrhundert bei. 554. Stanza de) fauno di l’rassitele. Inv. 710. Statue der Athene. Neu: Arme, Hals, Nase, Unterteil der Figur von den Knieen ab, Kleinig- keiten. Der Kopf nicht zugehörig. Im Stile ver- wandt der Pallas der Villa Albani 970 (phot.; ohne Ergänzungen abg. in Winckelmnnns Denk- malen der Kunst des Altertums, Donaueschingen 1835, No 17) und wie diese auf ein Original der Zeit um 500 zurückgehend. Der Kopist verrät sieh an dem Palcrmitaner Stücke durch das fein- gefältclte Untcrgewaud unter der I. Achsel, das in der Epoche des Phidias (Athenen Farnese und Albani) am Platze sein würde. Ich bedaure, von dem interessanten Kopfe, der ebenfalls Athene dar- stellt und ganz praxitclisclien Typus zeigt, keine grösseren Aufnahmen liergestellt zu haben. 555. Cortile. Inv. 725- Statue eines von derSkyllagcpacktenjiigendlichenGc- fiihrten des Odysseus. Publ Arch. Zeit. 1870, Taf. 34,2; p. 57 f. Neu sind von wesentlichen Teilen beide Arme, Nase und Kinn de« Jünglings. Wiederholung in Villa Albani, ebenda Taf. 841; jetzt im Museo Torlonia, No. 167 der Publieatioii ; Digitized by Google Palermo. 51 vgl. Schreiber in der Arch. Zeit. 1879, p. 63 f. Eino weitere Wiederholung vielleicht ein ans bmld (Nicotnedia Hithyniae) stammender sehr roh ge- arbeiteter Jünglingskopf mit Hand auf dem Scheitel, ehemals in Sammlung Radowitz in Konstantinopel, jetzt wohl im dortigen kais. ottoiuauischcn Museum (Phot, in meinem Besitz). Vgl die folgende Nummer. 556. Cortile. Inv. 744. Bärtiger, von der Klaue der Skylla gepackter Kopf cinos G e f ft h r t c n d e s 0 d v s s c u s. Aus Museo Astuto, aus dem wohl auch die vorige Nummer stammt. Neu: Hals und Nase. Eine Wiederholung im Museo ( hiaramonti No. 79, llelblg I, 66; ferner zwei Köpfe in Berlin No. 569 und 570, die der Katalog ebenfalls als Wiederholungen aufführt, obwohl die Hand der Skylla fehlt. Vgl. Michaelis, ancient roarbles p. 549, n° 33 (Oxford). Die Entstehung de« Originales, das, nach der Anzahl der erhaltenen Kopien zu urteilen, sich grosser Beliebtheit im Altertum erfreut hat, ist von 1t. Schöne (Aich. Zeit. 1866, p. 153 ff.) richtig in die pergamenisch-rhodischc Kunstepoche ver- legt worden; die nächsten Analogieeu bieten der Laokoon, der sog. Seneea, den Kopf des älteren Kentauren des Aristeas und Papias und der Kopf des sterbenden Giganten vom attalischcn Weihgeschenk in Neapel. Ob der Laokoon in der Detail beliandlung die Skyllagruppe noch über- triö't, lässt sich nach der schlechten Arbeit wenig- stens der Paleraiitaner Stücke nicht sagen. Es ist zu wünschen, dass au Gipsen eine Recon- struction der ganzen Gruppe versucht wird, mit Zuhilfenahme der Beschreibung der Bronzegruppo, die ehemals im Hippodrom von Konstantinopel stand (Näheres bei R. Schöne a. a. 0). 557. Stanze del fauno di Prussitclc. Inv. 713. Kopf einer Wiederholung des sog. Sardanapal. Neil: Nase und Brust von unterhalb des Bartes an. Aus Rom: Winckel- manns Werke, Douaiicschingeu 1825, Band V, p. 199; 8. Buch, 1. Kapitel, § 23. Band VIII, p. 308. Vermutlich identisch mit dein von Winckelmann bei Cavaceppi gesehenen: Band IV, p. 120; 5. Buch, 1. Kapitel, § 25. Ich kenne ausser diesen und der vaticanischcu folgende we teren Repliken des Typus: 1. Neapel, Inv. 6306, Phot. Aiinari p« I“ No. 11052. 2. Florenz, Uffizien, Mus. -No. 286, D. 364, Phot. Brogi 9410; stark ergänzt. 3. Athen; der Torso; Sybel 292; der- selbe, Weltgeschichte der Kunst p. 255; Reisch, grieeh. Weihgeschenke p. 31. 4. London, atu Posilipp gcfundcu; Sybel, Weltgeschichte der Kuust p. 255; Roschers myth. Lexikon s. v. Dionysos 8p. 1118. — Interessant ist auch hier wieder die Vergleichung der einzelnen Wieder- holungen im Detail. So hat die Neapler Replik am Bartansatz unter der Unterlippe kleine spitz- zulaufoudc Zwischenlöckchcn, die dem vaticani- sehen, dem paleraiitaner und dem fiorentiner Exemplare fehlen und sonach wohl auch dein Originale nicht zu eigen gewesen sind. Das Londoner Exemplar kann man, nach den Ab- bildungen zu urteilen, kaum mehr als Replik be- zeichnen : nicht allein ist die Gewandung aus dem noch streugeu und einfachen Stil des vaticanischcu Exemplare« durch reichere Fältelung ins Unruhige und Bewegte umgesetzt, sondern vor allem ist der Kopf unter Beibehaltung der Hauptziige des älteren Typus im Detail wesentlich (ungestaltet. „Des älteren Typus-: vielleicht auch nur „der strengeren Kopteen“! — Über die Datierung des Originales und seine, von Treu zuerst ausge- sprochene, wie mir scheint, unwiderlegliche Zu- rückführung auf ein Werk des Praxiteles vgl. meine Bemerkungen in der Festschrift für Over- beck 1893, p. 100. 558. Oberteil eines Pan aus der Gruppe des Pan mit Daphnis. Hals neu ; Kopf sehr bestossen, Hörner abgebrochen. Eine Replik scheint auch die von Guattani, Mon. ined. 1788, Aprile, tv. 2 abgeb. Büste zu sein (al Museo del Marchese Romlinini; bei Matz-Dulm nicht mehr verzeichnet). Die übrigen Repliken sind gesammelt von Sauer bei Reitzenstein, Epigramm und Skolion s. 279 fg. 559. Cortile. Auf diesem Blatte sind fünf Sculpturen abgebildet. Da die Photographie ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, wolle man einige Mängel in der Angabe der Ergänzungen, besondere bei d und e, entschuldigen a. Weibliche Htatuette. Die Aufschrift der Plinthe lese ich auf der Photographie „Astuto-; darnach aus dieser Sammlung Ergänzt (nach Mitteilung von II Bulle): r. Unterarm und Pcduiu, 1 Unterarm, der Pfeiler, von dem nur der oberste profilierte Teil antik (modern auch die Maske), das Gewandstück am 1. Oberschenkel, der l. Fuas, die Plinthe in ihren äusseru Teilen Kopf antik, aber vermutlich nicht zugehörig. Wie Amclung bemerkt hat, in der Gewandung nahe verwandt mit der Wiener Artcinisstat nette aus Larnaka, die Furtwänglcr (Meisterwerke p. 556, daselbst die Littcratur) mit Recht dem engsten Kunstkreise des Praxiteles eingereiht hat. b. Inv. 735. Herme des Mctrodor. Aus Rom. Neu: Henne (mit der Inschrift), Hals, Nase und fast die ganze 1 Gesichtshälfte mit grossem 4* Digitized by Google 52 Palermo. Teile des Hiuterkopfe». Die arg vcrschundcncn antiken Teile seluinen mit dem inschriftllch ge- sicherten Porträt des Metrodor im Capitol (Hclhig, Führer I, 482) iUicrvinznstimincn. c. Inv. 742. Herme des Sokrates. Aus Rom. Neu: Henne (mit der Inschrift), Nase, 1. Ohr. Augensterne angegeben. Spät und schlecht. Kine genaue Scheidung der versehiedncn Typen der Sokrates|H»rträts ist noch vorzunchuien. d. Statuette eines Narkissus (?) mit Kros zu seiner L. unten. Aus Museo Astuto. Füssc, Basis, Kopf, Arme neu. Oh etwas von dem Stamme, in den der Krgänzer den Jüngling greifen lässt, alt ist, habe ich nicht untersucht. Zur Deutung vgl. die Statuette im Museo Chiammunti No. 655 = Clarac 4'J5, DG4 ; den Sarkophag der Galleria lapidaria 162 — Visconti, MPCI VII, 13 Gerhard, ant. Bildwerke Taf SKI, 3 — Millin, nouv. galerie myth. pl. 151, 557; die Statue des Louvre Clarac 300, 185!» = Frühner, notice 4‘J3 — Phot. Giraudon 120.3; die Berliner Statuette 225 und das im Katalog zu dieser Nummer Citierte, sowie die Beschreibung des Kallistratos Ix^q. tlynlfi, V. Der Kopf der Statuette muss, wenn die Deutung auf Narkissos das Richtige trifft, ur- sprünglich mehr gesenkt gewesen sein. e. Statuette eines nackten Jünglings. Da mir genaue Angaben über die Ergänzung des Stückes nicht vorliegen, muss ich mich damit be- gnügen, die Aufmerksamkeit auf diese trotz ihrer Kleinheit, schlechten Erhaltung und massigen Aus- führung interessante Sculptur zu lenken. Sie rc- produciert offenbar ein Original aus der Zeit um 400: während das Arrangement de» Haares noch an Altere«, wie den Berliner auf Alkamenes zuriiekgeführten Kopf 608 (Furtwängler, M-W Tafel V), erinnert, haben die Cesiehtszüge bereits einen weicheren, mehr seelischen Ausdruck, der der Zeit des Praxiteles entspricht. Am Torso ist die Brust stark entwickelt, doch wird man nicht an einen Hermaphroditen denken dürfen. 560. Cortile. Proxeniedecret der Athener für Lachares, Sohn des Chares, den Apolloninten. Aus OL 106, 2 = 355,54 v. Chr Die Inschrift im C. J. A. II, 70; zur dort aufgetuhrten Litteratur ist Schreiber, Athene Parthcnos p, 578, Anm. liin- zuzufdgen. Gefunden „prope Athenas ad IH&Nim". Links unvollständig. Von der Darstellung ist er- halten (v. 1. n. r.): stehende Athene n. 1., voll- bekleidete stehende Frau n 1. mit erhobener R., den I. Arm aut die 1. Schulter der folgenden sitzenden Figur legend (* Apollonia heroina“ nach Stephani; vgl. das C. J. A. a. a. 0), auf dem Omphalos sitzender Apoll, n I. Während die Figur der Athene auf ein ans der Parthenon de» Pliidia» abgeleitetes Original zu rück weist, geht die andere weibliche Figur auf eine offenbar nur um Weniges späten1 statuarische Vorlage zurück. Es ist von Wert, hier an einem sicheren Beispiele constaticren zu können, dass ein Votivrelief aus der Mille des 4. Jahrhunderts Götterg«*stalten wiedergiebt, deren Erfindung zweifellos noch dem 5. Jahrhundert angehört. 56 1. t ’ortile. F r agm ent ei n es V ot i v relie f s, vermutlich au» Athen. Altar, dahinter stehende Göttin, wahrscheinlich Hygieia im Typus der Votivreliefs aus dem Asklepicion, kleiner Opfer- knahu mit .Schwein, stehender Adorant mit er- hobener R. 562. Cortile. Inv. 768. Voti v rel ie falls Athen. Besprochen von Deneken in Roschers myth. Lexikon s. v. Heros, Sp 2565 unten Von r. nach I : de face stehender gerüsteter Krieger mit Schild, ihm entgegentretend Frau in ärmellosem Chiton mit Überschlag, aus einer Kanne in eine Schale spen- dend. llinterhaiipthaare in Haube. Über ihr kleine Nike, dem Krieger entgegeiischwebend, eine Tänie (?) in den Händen Zwei Adorantcn : Kind und Bärtiger. Gute Arbeit wahrscheinlich noch des 5. Jahrhunderts 563. Cortile. Weihrclicf eines Wagen- sieg c rs. A ns M iiseo Astuto Ergänzt : einzelne Stücke der Relicfplatte und sonstige Kleinigkeiten. Die Zügel des Viergespanns waren durch Farbe an- gegeben. Hinter dem Ia»nker die dns Ziel der Rennbahn bezeichnende .Säule. Der Sieger selbst in dem langen Gewand der Wagenlenker; auf dein Haupte trägt er eine heluiartige Kappe mit herabfallenden Laschen (oder ist es die einfache .Siegerbinde und sind die Haare de» Oberkopfes nicht nusgeführt ?). Feint« griechisches Original aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts. 564. Cortile. Inv. 775. Grabrelief des Philokrates, aus Athen. De face stehende» Knäbchen, das in der R. einen Vogel hält, zu welchem ein Spitz aufspringt; in der L. hält cs ein Spielrad. Über der Stirn ein seltsames, offenbar aus Bronze zu denkende» Diadem. Gute Buch- staben des 4. Jahrhundert». Ein sehr ähnlich«« Stück, mit der Inschrift THA EM A X 02, in Kon- stantiuopcl als angeblich dort gefunden erworben, in der ehemaligen Sammlung Radowitz, jetzt im kais. ott omanischen Museum in Koiistantinopcl. 565. Cortile. Grahrclicf eines stehenden J iinglings. Aus Museo Astuto. Obcrtcilde» Kopfes neu ; in der Mitte de» Relief» ein Stück quer ein- Digitized by Goc Castelvetrano. gesetzt. Die gesenkte R. hält an einer Schnur ein Sallilläsrhrhcn. Auf iler 1. Schulter die lang hcrahfallcnde Chlamys. Feine griechische Arbeit ans der Zeit des Parthcnonfricsv». 566. t'ortile Relief. Links gebrochen. I’ Ist einem Altar sengt eine stehende Frau das Gefieder eines Vogels, den sie in der R. hält. Auf dem Altar stark verwitterte Reste eines darauf befindlichen Gegenstandes: nach meiner Ansicht nicht Flam- men, sondern eine Art Kost, den bekannten Vor- richtungen zur Abhaltung des Luftzugs vergleich- bar (vgl. E-V 14 und Dfitschko IV, G57 zu der Stelle). Links schwer zu deutende Reste der weiteren Darstellung, am ehesten eines Tropaions. Rechts ein Raum, an welchem verschiedene Gegen- stände, darunter ein l’cdum und ein Tympanon, aufgehängt sind. 567. CortUc. Relief. Tänzerin, Typ. 39 meiner neuattischen Reliefs. Höhe 0.68, Breite 034. Erg.: die I. obere Ecke der Platte, fast die ganze Maske des Gesichts, mit Ausnahme des 1. Auges und der Wange; da» I. Knie. Da ergänzte uiul echte Teile die gleichen Raspelstriche aufweisen, so muss da» Relief stark übergangen sein. Das Ver- schwinden der Bodenerhebung zwischen beiden Füssen ist ursprünglich. 568. t'ortile. Bein eines kolossalen Marmorthrones aus Solnnt. Abg. Arcli. Jalirb. 1889, S. 255. liu Palazzo del Municipio in Palermo, im ersten Stock, in einem Privatzimmer des Sindaco Marchese Ugo, befindet sich (1892) eine nach Aussage des (.'ustoden nicht in Sicilicn gefundene etwa leliensgrossc völlig nackte Statnc eines Jünglings mit gesenktem Uaupt und leichtgc- locktem Haar, in dem ein Lorbcerkranz ruht. R. Standbein, r. Hüfte heraus, I. Fnss etwas zu- rück ; von den abwärts gebenden Oberarmen mir die Hälfte erhalten. Am r Bein Stamm. Der Kopf (neu : Kinn und Nase) hat keinen bestimmt ausgesprochenen Schulcharakter; er erinnert etwas an denjenigen der neugefundenen Jllnglingsatatnc ans Klensi» «ojr. 1890, S. 207 fl' Die Arbeit ist nicht fein, die Rückseite besser erhalten Sieger- statue aus dem Anfang des 4. Jahrhunderts. Wir hoffen, in einer der nächsten Serien eine Ab- bildung dieses interessanten Stückes bringen zu können Castelvetrano. 569 -572. llronzestatuc ans Sclinunt. Als ich die Statue im Dezember 1891 photo- graphierte, befand sie sich im Museum zu C'astel- 53 vetrano und zwar war sic sequestriert, weshalb sic einen versiegelten Papierstreifen um den Leib trägt. Inzwischen wurde das Streitobject, wie ich höre, im Proces» dem Finder zugesprochen, welcher die Statue bis auf weiteres verschwinden lies». Über den Fund teilt mir Herr Guzzo, Municipal- beamter in Castelvetrano, Folgendes mit: „la statuetta fu geoperta in Giugno 1882 da ecrti Ancona Giovanni c la Tona, a 100 metri ad cst delle case detto della Galera-Bagliazzo“ (auf Baedeckera Plan angegeben), „ove twiste una necropoli Selinuntin.i. E qnnutunquc la profon- ditä media delle tombe ivi esistenti fosse di metro um» circa, i»ure la statua fn rinvenuta entro un sarcofago di terrarotta, quasi a fior di terra; e cif» pcrchc cssemlo il luogo del sotterramento a declivio, coll'andare dei tempi le acque scorrendo sopra la terra che la coprivano, ne trasportarono la tnaggior parte. Mel Dicembre 1891 ccrto Caruso Mattco rinvenne la mano sinistra che mancava a detta statua c che cra rotta e dispersa dai sco- pritori.“ Die .Statue von 0.85 Höhe, also reichlich halber Lcbcnsgrösse, ist fast vollständig erhalten, denn die Arme und der 1. Unterschenkel fehlen nur auf der Photographie, weil diese Glieder noch nicht wieder an den Rumpf angesetzt sind und getrennt im Museum lagen. Gebrochen uud ver- loren sind nur: die vordere Hälfte des r. Kusses, j die vorderen Fingergeienke der r. Hand. Ausser- dem felden folgende ursprünglich au» anderem Material angesetztuu Teile: die Attribute der Hände, die Ilaarbinde, fiir welche ira „Krobylos“ eine Höhlung freigelasseu ist, und die Augslorne. Die r. Ilaud war vorgestreckt, ihre innere Fläche nach oben gedreht; die Fingerhaltung lässt deut- lich erkennen, dass sic eine Schale hielt. Mehr gesenkt war der I. Arm. Die ungewöhnlich kleine Hand mit scharf angegebenen Nägeln hielt ein »tabförmiges Attribut von geringer Dicke gesenkt; das Attribut war in einem runden Loch in der inneren Handfläche befestigt. Dieser Gegenstand kann wohl kaum etwas anderes gewesen »ein als ein Zweig. Am Kuss des 1. Standbeins befindet »ich der Zapfen zur Befestigung mit der Basis unter- halb der Ferse, am Spielbein dagegen in der Höhlung de» Fnsses. Nicht bloss die Augäpfel, auch die Atighraucn sind mit Bein eingesetzt Im Innern der Statnc steckt, wie dies bei archaischen Grcssbrouzen da» Gewöhnliche ist, nocli der Thonkern. Mit der durch die Fingcrhaltung indicicrtcu Ergänzung stimmt min die Statue vou Sclinunt auffällig mit dem Münzlypus dei Stadt (abg. Hcad Digitized by Google 64 Taormina. Madrid Petersburg. Nachträge Guide Tat". 17 No. 32) überein, dem opfernden Flnss- gott, der durch die üeischrift bald als llypsas, bald als Srliims bezeichnet wird. Wenn der .Statue das charakteristische Attribut des Flusagottes, die Hörner, fehlen, so will ich nicht daran eriunern, dass Sclimis auch auf den Münzen einmal 1111- gehörnt dargestellt ist (No. 19 im Verzeichnis bei j lienndorf, Metopen S. 75), vielmehr hat es gar keine Schwierigkeit, wenn man einmal die Coui- hination von Statue und Miinztypus gelten lässt, sich die lliirocr zusammen mit der tlaarbinde an- gesetzt zu denken wie auf den Münzen von (lela llead Taf. 16 No. 24. Bei einer Statue, an welcher so vielerlei angestückt ist, wären sie auf keinen Kall zusammen ndt dem Kopfe gegossen worden. 1 lass die Statue in einem Thousarkophag gefunden wurde, Hesse sich doch nur dadurch erklären, dass sic etwa vor hcranzichendeu Feinden verborgen werden sollte. Also auch die Kuuduuistäude weisen daraufhin, dass in der Statue eines der wichtigsten (lütterbilder der Stadt vorliegt, das man als .■tneäoij/tor n'/f nuiton auf die Münzen setzte. Erwähnt iBt die Statue von Kurtwängler j Meisterwerke S. 77 Aum., welcher aie der Schule des Kritius und Ncsiotcs zuschreibt, aber hiuzu- setzt, die Bronze erscheine etwas altertümlicher als der Knabe von der Akropolis. Dieses .alter- tümlicher* würde ich stärker betonen; die Bronze ist wesentlich unreifer als was mit Sicherheit von jenen Künstlern herrührt, auch wesentlich be- fangener als z. B. der Aktaion auf der Metopc. Taormina, Museo. 573. 574. Kopf des .Apollon“, abg. Arch. Ztg. 1878 Taf. 1; Overbeck Atlas z KM Taf. 20 No. 4 und 5, Text III S 131. Koepp, 62. Herl. Winckelmannsprogr. p. 24. Die l’hoto- graphie, welche wegen der gelben Flecken des Originals und der schlechten Beleuchtung iiu Museum nicht gut gelang, genügt dennoch, uw zu zeigen, wie verfehlt die übliche Benennung dieses Kopfes ist. Dass es vielmehr ein Frauen- kopf ist, zeigen die zwei ringförmigen Einschnitte im Hals, mehr noch die Schwäche des Halses im Ycihältnis zur Geeichtsbreitc. Der Kopf war, wie auch Kckulc bemerkte, zum Einsetzen in eine Statue bestimmt ; aber nicht bloss der untere Hals- nhschintt ist für diesen Zweck hergerichtet, auch der hintere Teil des Kopfs ist regelmässig mit dem Spitzclscn zugchaucn. Bis zu dem wahren Schädelkoutur fehlt ein so beträchtliches Stilek, dass auch der üpp'gstc Kranz diesen Mangel nicht verdecken könnte. Wenn der Uiuterkopf keil- förmig zugehaueu ist, so erklärt sich die» nur daran«, dass die Büste bestimmt war, in eine ■Statue eingesetzt zu werden, bei welcher das Himatiou über den Kopf gezogen war. In der Tracht liegt ein weiterer Beweis für das weib- liche Geschlecht der dargcgtclltcn I’ersou. Ein Namen lässt sich ihr aber nicht geben. Madrid. 575 und 576. Hübner 10. Kopf der Atliena Parthenos. Durch diese beiden Aufnahmen er- ledigt sieh die schon von Kurtwängler, Meister»', p. 21 und 90 bekämpfte Ansicht Graf s, dass das Gesicht der Parthenos schmal gewesen und in den nieistcu römischen Kopieeil nur vergröbert worden sei, und dass uns in einem schönen Athcna-Kopf des Museums zu Neapel die beste Kopie der Par- thenna erhallen sei (Aus der Auomia 1890 p. 61 ff. T. 1, 2). Die bblier verbreitete Photographie der Madrider Figur täuschte durch die Dreiviertcls- wendung des Gesichtes. Vgl. No. 301 u. 302. Petersburg, Sammlung Stroganoff. 577 und 578. Vorder- und Rückseite der bronzenen Wiederholung des Apollo vom Belvedere. Diese seit längerer Zeit bereits im Besitze der Verlagsanstalt Bruckmann befindlichen Abbildungen, die wir mit gütiger Genehmigung S. E. des Herrn Grafen Sergci Stroganoff' ver- öffentlichen, werden willkommen sein, auch nach- dem Fnrtwänglcr (Meisterwerke p. 659 ff) mit Gründen, die mich überzeugt hallen, den moder- nen Ursprung der Petersburger Bronze naehge- wiesen hat -=-<*•>- Nachtrage. Die am Beginne dieses Unternehmens ausgo- sprochne Bitte, durch Mitteilung abweichender Ansichten oder t hatsächlicher Verbesserungen unsere Textheftc zu einer Art von »Spreclisaal für die das t ’orpus Statuarmu betreffenden Fragen gestalten zu wollen, ist leider bisher so gut wie erfolglos geblieben. Wir suchen den Hauptgrund hierfür nicht in Interessehwigkeit oder Egoismus, sondern in der »Scheu der meisten Fachgenossen, Ansichten zu äuasern, für die sie keine iintmi- stössliehcn Beweise beizubringen im »Stande sind. Stilkritischc Untersuchungen aber, denen unsere Blätter ja zunächst gewidmet sein sollen, gelangen überhaupt nur in ganz seltenen Fällen zu positiven, unbestreitbaren Resultaten, und Wissen, Blick und Digitized by Google Nachträge. 55 Feingefühl des Urteilenden müssen zwingende Be- weisführungen hier zumeist ersetzen Unter diesem Gesichtspunkte erneuern wir unsere Bitte an die- jenigen Fachgenossen, die eingehenden plastischen .Studien obliegen, in der Hoffnung, dass durch lebhaft geführte Discnssionen über die streitigen Punkte, durch Ablehnung oder Annahme unsrer in Vorschlag gebrachten Beurteilungen sich all- mählich ein gewisser Consensus gentium einstellen wird, auf Grund dessen die Inangriffnahme der abschliessenden Redactionsarbeiten für die end- giltige Herausgabe lies Corpus Statuarum möglich sein wird. — Berichtigungen zu Teil II der ersten Serie sind nur von Herrn Dr, Paul Herrmann in Dresden eingolanfen, dessen Hilfsbereitschaft zu gedenken der „ Einzel verkauf “ bereits mehrfach erwünschte Gelegenheit gehabt hat. Zu No. 152 und 153: P. Herrmann im Arch. Anz. 1894, p. 172, No. S. Zu No. 164 und 165: P. Herrmann im Arch. Anz. 1894, p. 171, No. 5. Zu No. 172: Joh. Dragendorff, de vasculis Romanorum rubris, Diss Bonn. 1894, These VII, will die Statue in Verbindung mit dem Künstler der sog. Venus genetrix oder einem seiner Nach- folger bringen. Mehr als zeitliche Verwandtschaft zwischen beiden Werken kann ich nicht zugeben. Zn No. 183: vgl. oben Bulle zu No. 336. Zu No. 184 : P. Herrmann im Arch. Anz. 1894, p. 169, No. 1. Zu No. 226 : über die dasetbst als Replik der „Sappho“ Albani erwähnte Statue Neapel Inv. 6399 = Clarac 506 A, 1026 A vgl. jetzt Ainelung zu No. 497. Ebenda über die Datierung der Athene Giustiniani. Zu No. 228—230: P. Herrmann im Arch. Anz. 1894, p. 172. Zn No. 236: Herrmann äussert Zweifel an der Echtheit des Reliefs, die mir beachtenswert scheinen. „Die seitlichen Pilaster mit ihrem Rankcnomament, der Schild links mit dem merk- würdigen Gorgoneion, die sonderbare Stnictnr de» Altars, der auffallend kleine Mann, der das Schwein opfert, die grossen Köpfe, dto ganze Technik in iler Behandlung der Gesichter und Gewänder berühren fremdartig.“ Ich habe das Original seither nicht wiedergesehen. Zu No. 237 und 238: ilcydcinanu, Mitt. aus d. Antikcnsamml. Otter- und Mittelitalieus p. 104, N<». 456. Zu No. 245 und 246: Zur Datierung dieser Herme ist, falls man ihn nicht erst später ein- graviert hat, der nach Schreiber Nr 8 an der Rückseite des Pfeilers unten eingeritzte Buchstabe E, von welchem genaues Facsiiuile erwünscht ist, zu verwerten. Zu No 256 und 276: Herrmann wirft die Frage auf, ob nicht statt Apollons vielmehr Dionysos gemeint sein könne Die den Apollon charakterisierenden Attribiitesindsämtiich modern. Zu No. 257 : Herrmann widerspricht meiner Behauptung, die Athene I.ttdovisi sei Repliken- variante der sog. barberinischen Hera. Die Gcwandanorilnung ist zwar in den grossen Zügen entsprechend, im feineren Detail aber mehrfach verschieden. „Der Schlangcnnaum der Aegis — ein Schlangenkopf aus jeder Spitze — ist archäologisch zu treu, zu sehr im Stil des 5. Jahrhunderts, als dass ein Kopist dies gefunden halten sollte. Der umgesehtagno Acgisrand findet sieh 'schon bei der „„Eetnnia““, wenigstens auf dem Rücken, bei der auch sebou der Aegis- sclilangcnaauin in die jüngere Form übergeht.“ Ich beabsichtige, das Thema „Kopistenvariante oder Weiterbildung eines älteren Typus“ in grös- serem Zusammenhänge zu behandeln. Zu No. 264. Der Kopf der Jaeobscnschcn „Demeter “Statue sowie die I. Hand mit dem Strausse sind, wie ich im Sommer 1894 genau constatiert habe, modern, die auf das Altertum beider basierten Schlüsse danach hinfällig. Die Nummern 151, 167 und 158, 163, 166 — 170, 183, 186 und 187, die photographisch aufgenommen wurden, als sie sich nocli im Kunathandcl be- fanden, sind inzwischen in die Glyptothek Ny- t'arlsbcrg des Herrn Carl Jacobson in Kopenhagen übergegangen, die Nummern 152 und 153, 164 und 165, 184 in das K. Albertinum in Dresden — in Folge ihrer Publication im K-V. Es sind dies beinahe die Hälfte der von uns aus dem Kunsthandcl veröffentlichten Antiken. Wir er- blicken in dieser Thatsache einen Beweis für die Nützlichkeit unseres Unternehmens auch für Museen und Sammler. Wir hoffen, in jeder der folgenden Serien einen Teil der Blätter für Nova aus dem Kiinstliandcl reservieren zu können, und erbitten auch nach dieser Richtung hin diu Unterstützung der Fachgenossen durch Mittei- lungen und Übersendung von Photograpiiicn oder Negativen. — 4— Digitized by Google FA 4U2.1 VERLAGSANSTALT F. BRÜCKMANN A.-G. IN MÜNCHEN. Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN. Nach Auswahl und mit Text Paul Arndt und Walther Amelung. Serie III. Mit Beiträgen von H. Bulle, A. Flasch, H. G raeven. Fr. Hauser, F. Freiherrn Hlller von Gflrtring-en, E. Petersen, Br. Sauer, A. Schiff. Preis 2 Mark. MÜNCHEN 1897. Digitized by Google Bezugsbedingungen : Diese Puhlication ist nicht durch die Buchhandlungen , weder iiu Abonnement noch in einzelnen Blattern, sondern ausschliesslich direct von der Verlagsanstalt Bruckmann zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissenschaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung übernommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfasst 278 Nummern, davon 8 Blatt im Format von 24 : 30 cm zu 1 Mark 25 , „ * » 18:24 , , 80 Pfennigen 245 . , . , 13:18 „ „ 50 Die zweite Serie (No. 279 —578) enthalt 300 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Die dritte, vorliegende Serie (No. 579—900) enthalt 322 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Für die Abonnenten tritt eine Ermässiguug von 20 % auf die vorgenannten Preise ein, sodass die ersten beiden Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige kostet. Von der vierten Serie ab werden regelmassig 300 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen (Abonnementspreis der Serie 120 Mark) erscheinen. Digitized by Google Um die durcli Ankauf der grossen Monumentalpublicationen der letzten Jahre sehr in Anspruch genommenen Kassen der Museen und Bibliotheken nicht allzu stark anzugreifen, halten wir das Erscheinen der dritten Serie unseres „Einzelverkaufes“ mit Altsicht etwas hinausgeschoben. Dass wir die Blätterzahl über den gewöhnlichen Umfang von 300 ausgedehnt halten, um mit Abschluss dieser Serie die Zahl 900 zu erreichen und von nun an in jeder Serie ordnungsgemäss das gleiche Quantum von Photogrnphieen nur in Cabinetformat zu veröffentlichen, wird hoffentlich die Billigung unserer Abonnenten finden. Mehrfachen Anregungen folgend werden die Kopieen von jetzt ab auf starkem I’apier, das sich nicht rollt, hergestellt, so dass das Auf- ziehen derselben auf Carton nicht mehr unbedingt erforderlich ist. Um den Anteil der einzelnen Mitartieiter auseinander zu halten, wird von dieser Serie ab jeder Beitrag mit dem Namen des Verfassers bezeichnet. Die Photographieen der Nummern 579—734, 739 — 744 sind von P. Arndt, 756 , 806 — 810, 819, 883—895 von H. Bulle, 754, 755, 757 — 760, 762 — 764, 818 von Er. Hauser, 735 — 737 von A. Schiff, 745—750, 752, 753, 761, 823 — 827 von Jan Six, 738 von J. Str/ygowski, 774 — 805, 811 — 817, 820 und 821 vom Photographen G. Luchetti in Rom, 765 — 773 vom Photographen Giustino Lembo in Neapel, 822 von Alinari in Florenz, 751 vom Photographen Nöhring in Lübeck, 896 — 898 von Amsler und Ruthard in Berlin. 899 und 900 von einem Basler Freunde unseres Unternehmens, 828 — 882 von der Verlagsanstalt Bruckmann hergestellt worden. Die Photographieen der Herren Hauser, Schiff, Six, Strzygowski sind unserer Publication als Geschenk zu- gestellt worden, ebenso die Aufnahmen von Amsler und Ruthard durch Herrn Hiller von Gärtringen, die Basler Negative durch Herrn Prof. J. J. Bernoulli. Einiges haben ferner die beiden Herausgelier, sowie Herr Dr. H. Bulle geschenkweise bei- gesteuert. Für Beschaffung der Photographie Nr. 751 sind wir Herrn Prof, von Duhn in Heidelberg zu Dauk verpflichtet. Von Serie IV ab ist die Verlagsanstalt Bruck- mann imStande, für jedes zur sofortigen Verwendung geeignete Glas- negativ des Formates ,s,i8 die Summe von 4 Mark zahlen zu können. Eine Hono- rierung der Herausgeber und Mitarbeiter ist bisher leider noch nicht möglich gewesen. Als neue Abonnenten sind unserem Unternehmen zugetreten: In Deutschland: Miss Eugenie Seilers in München. Ein ungenannter Gönner in Stettin. In England: British Museum, Dept. of Greek and Roman Autiquities iu London. 1* Digitized by Google In Frankreich: Bibliothöque de l'Institut national de France in Paris. Herr Salomou Reinach in St.-Gerraain-en-Laye. In Griechenland: L'Ecole frangaise in Athen. In Rufsland: Kaiserl. Universität, Museum der Altertümer iu St. Petersburg. In Schweden: Herr I)r. Lennart Kjellberg in Upsala, so dass die Gesammtzahl der Abonnenten jetzt 38 1* trügt. Durch Abnahme einzelner Blätter ha!>en unsere l’ublieation unterstützt: In Amerika: The Bryn Mawr College j Mr. R. C. Bosauquet. Alnwick. Library. Bryn Mawr. Pa. In Halle a./S. : Herr I)r. C. Wemicke. The University of Chicago, Chicago, III. In Königsberg: Herr Gynwasialdirector Miss A. M. Stetson, Bangor, Maine. | Prof. Dr. Grosse. Iu Braunschweig: Frl. Mathilde Vier- In München: Herr Prof. I)r. A. Furt- thaler. ! wüngler. In England: Mr. G. V. Harding, Lewes. Herr Dr. Albr. Stauffer. Sussex. j Iu St. Gallen: Herr Prof. I)r. A. Dick. Allen diesen, sowie den olien genannten Herren, die unsere Pläne durch selbst- lose Mitarbeit oder Abtretung von Negativen gefördert haben, sowie den Vorständen der einzelnen Museen und den Besitzern der Privatsammlungen, in denen wir unsere Arbeiten haben vornehmen dürfen, sagen wir auch an dieser Stelle unseren verbindlichsten Dank. Von ausführlicheren öffentlichen Besprechungen unserer I’ublication sind uns zu Gesicht gekommen die Recension von H. L. Urlichs in den Blättern für das baye- rische Gymnasialschulwesen XXXII, p. 6% ff., sowie diejenige von Salomon Reinach in der Revue critique vom 23. December 1895, p. 471 ff. Fis sei uns gestattet, einige irrtümliche Behauptungen der letzteren richtig zu stellen. Unser Plan war von Anfang an, in jeder Serie 300, nicht, wie Reinach angiebt, 500 Blatt zu veröffent- lichen. Mit bibliographischen Citaten sind wir. um uns nicht in endlosen Arbeiten zu zersplittern, möglichst sparsam und geben nur das Notwendigste an. Vollständige Litteraturaufführungen gehören iu das dereinstige Corpus StatUarum, und auch dort wird eine verständige Beschränkung geboten sein. Für unsere nächsten Zwecke — Einreihung des einzelnen Stückes in den historischen Gang der Stilentwicklung — ist oft die Citierung einer guten Giraudonschen oder Alinarischen Photographie von grösserem Nutzen als die Erwähnung einer schlechten I’ublicatiou. die für Stilkritik nichts lehrt und keine sachlichen Angaben von Wichtigkeit bringt. Vor Allein ver- lange man nicht, wie dies S. Reinach thut, dass wir die in den Katalogen z. B. von Dütschke oder Matz-Duhn gebrachten Litteraturangaben nochmals wiederholen. Die Mehrzahl der von Reinach als fehlend aufgeführten Citate steht in diesen Katalogen liereits verzeichnet. — Was die Qualität der Photographieen , die wir bringen , an- belangt, so verlange man auch da nichts Unbilliges. Der grösste Teil derselben wird von uns Gelehrten, also Dilettanten, hergestellt, da die Einkünfte aus unserer Digitized by Google Publikation noch nicht gestatten, kostspielige Negative von Berufsphotographen in grösserer Zahl nusführen zu lassen. Von Dilettnntenphotogrnphieen aber darf man, wenigstens in schwierigen Aufnahmefilllen , nicht Leistungen ersten Ranges erwarten. Das Eine glauben wir behaupten zu dürfen : dass sellwst die schlechteren unserer Auf- nahmen bessere Dienste für die Wissenschaft leisten, als die früher üblichen Reproduk- tionen durch Küustlerhaud. — Bei der vorliegenden Serie war es ein besonderer unglück- licher Umstand für den die Photographieen ausführenden Gelehrten, dass, nachdem die aus Deutschland mitgebrachten Platten zu Ende gegangen waren, in Athen im Hoch- sommer nirgends gute Platten aufzutreilien waren, so dass man gezwungen war, sich mit minderwertiger Waare zu behelfen. Des Weiteren hat der Mangel an frischem Wasser in dieser Jahreszeit es verschuldet, dass ein grosser Teil dieser au sich bereits mangel- haften Negative jetzt, nach mehr als Jahresfrist, gelb geworden ist. Besonders gute Kopieen sind von diesen Negativen natürlich nicht zu erzielen gewesen. Wir schildern diese Übelstiinde ausführlich, um nicht wiederum dem Vorwurfe ausgesetzt zu werden, wir Hessen die Auslieferung ungenügender Photographieen Seitens des Verlegers ungerügt geschehen. — Dass wir in eine Puhlication , die das Corpus Statuarum vorbereiten soll, auch einige Gegenstflnde der Kleinkunst aufgenommen haben, liedarf wohl keiner l>esonderen Rechtfertigung*). München und Rom, Februar 1897. Paul Arndt. Walther Amelung. *) Im letzten Augenblicke vor Abschluss der Drucklegung kommt uns Band I von Salomon Keinuchs „Repertoire de la statuaire grecque et rnmainc“, Paris, I.eronx , 1897, zu Händen, wo in der Einleitung aueh unserer Publication gedacht wird. Ohne den praktischen Wert dieser nach- ahmenswert billigen Beinachschen Unternehmung für bestimmte statistische Arbeiten, aber auch nur für solche, zu unterschätzen, müssen wir doch betonen, dass für stilistische Untersuchungen, auf denen der Fortschritt unserer Wissenschaft in erster Linie beruht und auf deren liesnltaten das Corpus Statuarum sich anfhauen wird, Utnrisszcichnungen, wie die von Reinach gebotenen, nur geringen Wert besitzen. An der Durchführbarkeit des Corpns Statuarum aber deshalb zu ver- zweifeln, weil die Zahl und das Volumen der für dasselbe aiiszuffihrendcn Photographieen unbequem gross, ihre Anordnung schwierig, ihr Preis nicht unbeträchtlich ist — das heisst doch wahrhaftig die Flinte zu rasch ins Korn geworfen! Den Vergleich unserer Thätigkeit mit der von Berufs- photographen, wie Alinari, Ciraudon, lehnen wir höflich dankend ab. Digitized by Google Triest. 11 rauseo civico di antichita di Triestc. In- formazione di Carlo Kunz con note illustrative del lapidario triestino del Dr* Carlo Grego- rutti. Trieste, G. Balestra e C., 1879. Museo lapidario. 579. Weibliche Statue. Aus Aquileja. Hoch 0,85. Das Material schien mir weifscr Marmor, der stark durch Feuchtigkeit gelitten hat Dargestellt ist ein Mädchen in flatterndem Gewände, das eine Amphora oder Hydria auf der I. Schulter trägt. Der 1. fehlende Arm, der be- sonders eingesetzt war, hielt offenbar das Gefäss. i Der r. bis zum Ellenbogen erhaltene Arm ging abwärts. Das 1., aus dem Gewände nackt her- austretende Bein ging vor. Der Kücken scheint von unterhalb der Gurtung an besonders an- gestückt gewesen zu sein. Oberhalb der Gür- tung ist eine grosse viereckige Eintiefung, wie für ein anzusetzendes Marmorstück, und , innerhalb dieser ein tiefes Dübelloch. Ich konnte mir Angesichts des Originales diese ( Zurichtung nur so erklären, dass Flügel aus Marmor angestückt waren. Ein geflügeltes Mäd- chen mit einem Gefässe auf der Schulter wird man am passendsten wohl Eos, Aurora benennen, die Göttin der Morgenröte, die den Thau auf die Wiesen giefst (vgl. das strengrotfig. Vasenhild bei Koscher, mythol. Lexikon s. v. Eos Sp. 1257 f.). Eine ehemalige Verwendung der Statue als Brunnenfigur habe ich nicht mehr feststellen können. Nach Carlo Gregorutti, le antiche lapidi d'Aquileja (Triest 1877), p. 5 ff. wurde die Statue in der Nähe der Grabinschrift C. J. L. V, 8307 gefunden, welche von einem collegium der aqua- tores Feronienses (vgl. Koscher, mythol. Lexikon s. v. Feronia Sp. 1478) errichtet worden ist, und trägt deshalb im Museum die Inschrift „la dea Feronia in forma di ninfa acquntica“ — soviel ich sehen kann, ohne zwingenden Grund, da Zusammengehörigkeit von Statue und Inschrift nicht erwiesen sind. War es ferner in römischer Zeit üblich, auf Grabcippen Götterstatuen auf- zustellen? Das Gefass, das die Figur trägt, würde nicht gegen eine Darstellung der Feronia sprechen, welche sich aus einer ursprünglichen Gottheit des Wolken wassers zur Getreidegöttin ent- wickelt zu haben scheint (vgl. Koscher a. a. 0. Sp. 1481). — Stilistisch gehört das Vorbild der Figur an das Ende des 5. Jahrb. Mit der Nike des Paionios hat sie noch das Anliegen des Ge- wandes an Hauch und Oberschenkeln und das Heraustreten des nackten 1. Beines gemeinsam. Die Behandlung des Chitonüberfalles unterhalb der Brust erinnert an die gleichen Partieen an der einen Nereide von Epidauros (Brunn -Bruck- mann Taf. 19). Arbeit decorativ, Erhaltung schlecht. (Arndt.) 580. Nack ter männlicher Torso. Hoch 0,88. Der 1. Kopfnicker angespannt; der Kopf war etwas nach der r. Schulter hin gewendet. An der linken Hüfte und dem Oberschenkel scheint der Stammansatz ausgebrochen zu sein. Auch das Schamliaar ist ausgebrochen. Das 1. Bein i scheint das Standbein gewesen zu sein. Nach dem noch erhaltenen Armansatz zu urteilen, ging i der r. Arm über die Brust vor: eine Bewegung, die für die Ergänzung des Torsos zu einem Apoxyomenog spricht. Über die einstige Richtung des 1. Armes lässt sich nicht mehr urteilen. Für einen Apoxyomenos passen auch die etwas nach ! vorn zusammengescliohenen Schultern. Vgl. den Berliner Torso 470, das athenische Grabrelicf I Le Bas-Reinach pl. 62, 2 (Kavvadias 888) und ' die bei Furtwängler, Meisterwerke p. 470 f. ab- gebildeten Gemmen; hei allen diesen Stücken schabt der Athlet mit der Rechten, wie am Triestiner Torso, während der lysippische Apoxyo- Digitized by Google 8 Triest. menoM sowie der unten unter No. 722 veröffent- lichte Torso des athenischen Nationalmuseums die Strigilis in der Linken hält. Nur die Blick- i rieht ung an der Triestiner Statue — von dein zu | reinigenden Arme weg — hat hei der Ergänzung I zu einem Apoxyomenos etwas Auffälliges, Ge- | zwungenes. — Die Muskel hehandlung des Torsos j sowie die Form des Hauchahschlusses verweisen die Figur in den polvkletischen Kreis. „Fecit Polyclitus destringentem se.“ Overheck S-Q 962. Furtwftngler, Meisterwerke p. 471. Gute und aus- drucksvolle Arbeit, Der Klicken wenig detailliert. Katalog p. 46, No. 4. (Arndt,) 581 und 582. Statuette eines auf einem Felsen liegenden Silens. Hoch 0,48. Auf der , Brust Spuren t wie es scheint, eines Vollbartes, im Rücken der Schweif: danach die Benennung. Der r. fehlende Arm scheint hochgegangen zu , sein, die 1. Schulter ist ganz ausgebrochen. Auf dem Felsen, der auf der I. Seite unvollständig i ist, liegt ein Gewand. Teil eines Syinplegmah von Silen und Hermaphrodit , wie das Dresdner Müller- Wieselcr, Tat. XL, No. 474. Gewöhnliche Arbeit. Katalog p. 46, No. 6. (Arndt) 583 und 584. Kopf des Dionysos. Hoch ca. 0,30. Arg verstossen. Kranz (wahrscheinlich Epheu) und, wie es scheint, Stirnbinde. An der r. Seite des Kopfes scheinen noch Spuren einer trauhenahnlichen Frucht vorhanden zu sein. Nach einem Rest am l. Hals hatte der Kopf wahrschein- lich Schnltcrlockcn. Schläfenlöckchen. Der Kopf ist nach der 1. Schulter hin gewendet. Nach der Arbeit der Lider und der harten Führung des oberen Augenhöhlrandes möchte ich, falls uns die Kopie nicht trügt, das Original des Kopfes noch n das o. Jalirh. versetzen und zwar in die Nähe des Amazonen-Kopfes vom Sosikles-Typus (Furt* wängler, Meisterwerke, Taf. XIX Die Anbringung •der Schlfffetilöokchen würde dann dem Kopisten zur Last fallen (vgl. K-V 248-49). Harte Arbeit. Katalog p. 47, No. 7. (Arndt.) 585 und 586. Zwei Köpfe in Hoch- relief. Feiner pentelisrhcr Marmor. Der Kopf des Mannes hoch 0,23 in, der Frau 0,26 m. Am Kopf des Mannes I. hinten noch Reliefgrund. Nach Material, Maassen und Stil offenbar zu- sammengehörig und wohl von einem attischen Grabrelief grösserer Sorte. Im Haar des Mannes ziemlich weit nach vorn zwei Stiftlöcher, für einen Kranz? Am Kopf der Frau ist die Nase neu. Zwischen der Stirnbinde und dem über das Hinterhaupt gezogenen Schleier ist das Haar in ein Netz gefafst, das sich ganz ähnlich wieder- findet an einem Kopfe am südöstlichen Aufgange des Capitols, Matz-Duhu 4088 ■» Urlichs, Würz- burger Gipse 108 (Phot von Gundermann, Würz- burgX Vier Stiftlöcher dienten wohl auch hier zur Befestigung eines Kranzes. Vor dem Ohr, an welchem eine runde Scheibe zum Schmuck befestigt ist, eine Lorke. Besonderes Interesse verdienen diese beiden herrlichen Köpfe, denen die athenischen Museen kaum Gleiches ihrer Art zur Seite stellen können, durch ihren Stil. Der Kopf des Mannes beweist — was man für die nackte Figur schon aus der Körperhildung bei Skopas und Praxiteles ge- schlossen bat — , wie tiefgehend der Kinflufs der polykletischen Kunst auf Attika war. Übersetzt mau sich den Reliefkopf in Rundplastik und denkt man sich den Bart hinweg, so hat man den Bruder, um ein Beispiel zu nennen, des Neapolitaner Bronze- Kopfes Brunn - Bruckmann, Taf. 389 = Furtwängler, Meisterwerke, p. 496 f, vor sich. Wir werden dadurch zur Vorsicht ge- warnt, derartige Typen allzu sicher der pelopon- nesischen Kunst zuzuschrciben. Auch von dem Ostfriese des Parthenon (Michaelis, Taf. XIV, 44) ist mir eine solche „polykletische* Physiognomie erinnerlich. Die Sammlung Jarobsen hat un- längst ein ausserordentlich schönes Votivrelief j pentelischen Marmors, angeblich aus dem Piraeus, erworben, aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrli., auf welchem neben weiblichen Figuren phidiasischen Stiles eine Jünglingsgestalt ausgeprägt polykleti- schen Charakters steht. Aus der gleichzeitigen Vasenmalerei nenne ich die von Six in den „Bonner Studien, U. Kekule gewidmet“, Taf. XII, p. 157 publi- cierte weissgrundige Lekythos in Athen, auf der der Kopf des Jünglings nicht mvronischen Typen (Winter im Jahrbuch d. J. 1887, S. 286), sondern vielmehr dem Kopfe des Diadumenos des Polyklet i besonders nahe steht. Der weibliche Kopf in Triest hingegen steht zwischen dem Diadumenos Farnese und dem Ares Borghese, wohl näher nach dem ersteren hin: er hat manche Berührungspunkte mit dem etwas jüngeren Grabreliefkopf in Lans- downe House (Michaelis, anc. marbles, p. 437, No. 1; Conze, att. Grabreliefs Taf. CXVI). Die Entstehung des Reliefs wird in die Jahre 440— 420 fallen. Grabreliefs so bedeutender Dimen- sionen sind mir sonst aus jener Zeit nicht bekannt. Katalog p. 48, No. 8 und 9. (Anult.) 587. A. Grableky thoa, ohne Hals, der Fufs neu. Hoch 0,69. Sehr verwaschen. In der Mitte eine n. I. sitzende Frau, Händedruck mit 1. naeh r. stehendem Manne, r. hinter der Frau kleines Mädchen. Ohne Inschrift. Attisch. Unbedeutend. Katalog p. 48, Nr. 10. B. Fragment einer dreiseitigen Basis. Digitized by Google Triest. 9 Nur Reste von zwei Seiten erhalten. Hoch 0,61. Unten Rest eines Kymations. Rechts I. Fufs und Gewand einer vollbekleideten Frau: das über dem Fufs aufgezogene Gewandstück ist „archaisierend“ behandelt. L. hingegen Rest eines Togntus, der mir auf Monumenten dieses „neuattischen“ Stiles sonst unbekannt ist. Saubere Arbeit. Katalog p. 49, No. 2. C- Männliche Statuette. Hoch 0,48. Fehlen: Kopf, Unterbeine, r. Unterarm, ln Chiton und Himation, das vorn von der r. Hüfte unter den 1. Arm hinaufgezogen ist. Rest einer Kopf- binde auf der r. Schulter. Stützenansätze an r. Hüfte und r. Oberschenkel vom r. Arm und seinem Attribute. Die vorgestreckte L. hält einen Hasen oder ein Kaninchen (der Kopf fehlt, Reste der langen Ohren auf dem Rücken). Gewöhnliche Arbeit nach einem Originale etwa des 4. Jahrh. Opferdiener oder Angehöriger eines Cultus? Vgl. Athen. Mitt. 1895, p. 857 f. und die Statue eines Opferdieucrs mit Schwein in Petworth: Michaelis, auc. marbles, p. 618, No. 53. Der Hase war u. A. ein heiliges Tier der Aphrodite, (»egen die Deutung auf einen Knaben, der mit seinem Haustier spielt, spricht die Kleidung der Figur und die feierliche Art, mit der sie das Tier trägt. Katalog p. 46, No. 5. D. Relief mit Isis. Hoch ca. 1,30. Die Inschrift EQttrto im Felde modern (vgl. Conze in den Sitz.- Ber. d. Wiener Akad., pla.il* -hist. Cln 1872, p. 325). Viel ergänzt. Die L. hielt offen- bar die Situla, die R. das Sistruin. Schulter- locken. Gefranster, auf der Brust geknoteter Mantel. Von der 1. .Schulter in der Diagonale abwärts eine breite G ui rl aride. Vgl. zu diesem Attribute E-V 473 und die Jünglingsstatue in Konstantiuupel Reinach 39 (Phot. Sdbah u. Joail- lier). Das Ganze offenbar Grabstein einer Isis- p rieste rin wie der athenische der Alexandra (Sybel 447) und der des Ktikarpos und der Sophia (Le Bas -Reinach, pl. 75). Gewöhnliche Arbeit Katalog p. 46, No. 2. (Arndt) 588. A. Attisches Grabrelief. Hoch 1,07. Pentelischer Marmor. Neu: I. Schulter der sitzen- den Frau. — R. eine nach I. sitzende Frau, unter ihrem Stuhle ein Spitzhund. Händedruck mit einein 1. nach r. stehenden Bärtigen. Zwischen beiden im Hintergrund eine Frau, den r. Ellen- bogen auf der I. Hand. Der Kopf der sitzenden Frau scheint antik (rote Farbspuren), ist aber nicht zugehörig. Der Bruch ist jetzt verschmiert; Marmor und Arbeit sind verschieden. Oben, auf der die Seitenpilaster verbindenden Leiste, die Inschrift: KAAY<1IA HY PA A ASt (?) MAPA- ti&IXfA. Dieselbe mufa von einer erneuten Be- nutzung der Stele aus römischer Zeit herrtih reu. Das Relief ist eine gute Handwerksarbeit des : 4. Jahrh.; es erinnert in Stil und Uoinposition an i das Grabrelief des Thraseas und der Euandria I in Berlin 738. Katalog p. 47, No. 1. B. Grabstele, von einer Palmette bekrönt. | Hoch 0,64. Pentelischer Marmor. L. ein de face I stehender Mann in Himation. R. eine Jünglings- i herme, auf einer Basis nach 1. stehend. War der Verstorbene besonder» athletisch geübt oder be- kleidete er ein Amt in der Palastra? Man vgl. I die Herme auf dem Votiv des Tiberius Claudius Syntrophos in Konstantinopel, Le Bas -Reinach pl. 133. 2 und den athenischen Grabstein National- inuseuui 1318, sowie die Bemerkungen von Christ in den bayr. Akad.-Ber. 1866, p. 244 f„ wo andere 1 einschlägige Monumente angeführt sind. S. ferner I auch unten No. 764. Flüchtig. Katalog p. 49, I No. 4, wo auf den „Osservatore Triestino“ vom 21. März 1868 verwiesen wird. C. Fragment eines attischen Grab- reliefs. Hoch 0,73, grösste Breite 0,49. Pentel. Marmor. L. und unten Bruch; I. ist der Bruch | modern glattgearbeitet, so dass er jetzt aussieht wie Schnittfläche. Kleine Ricken ergänzt. Sitzende Frau n. 1. Die Maske des Gesichts war geplatzt ; , ihr Altertum ist zweifelhaft. Das Arrangement des Haares nach meinen Notizen wie an dein von Furtwängler, Meisterwerke, p. 665, An®. 1 er- wähnten Jacobsenschen Grabrelief. Katalog p. 47, I No. 2. (Arndt.) Museo civico. 589 — 91. Nackte männliche Statue. Pentelischer Marmor. 1888/89 in einer römischen | Villa zu Barcola, zwischen Triest und Miramarc, zusammen mit Münzen aus verschiedenen Zeiten gefunden, die keinen Anhalt ftlr die Datierung der Kopie ergeben. Siebe: Alberto Pust- hi (Director des Museums), Scavi di Barcola, im Arcbeografo Triestino 1890, p. 316 ff. Die Statue ist jetzt ca. 1,52 hoch. Sie war in viele Stücke zerbrochen und hatte, nach Puschis Angaben, bereits im Altertum Restaurationen erfahren. Jetzt ist der untere Teil des Stammes, von ober- halb des r. Kniees an, neu (auf der Phot, er- kenntlich). Die Statue steht falsch: sie ist viel zu sehr nach hinten ühergencigt. Ihre Ergänzung giebt viele Rätsel auf. Das r. Rein ist das Standbein, das 1. geht, etwas entlastet, nach vorn. Unter- | halb der r. Schulter sowie an der r. Hüfte weiter nach vorn steckt je ein starker Metallstift. Es ist unmöglich, dass dieselben Armstützen gewesen sind; sie müssen vielmehr zum Attribut der R. gehört halten. Zwischen diesen Stiften endigt eine von der 1. Brustseite quer ülter die Brust Digitized by Google 10 Triest. sich hinüberziehende rauhe Bearbeitung , die schwerlich zufällig ist. Sie mute mit den Metall* stiften irgendwie in Zusammenhang stehen. Sie sieht aus etwa wie eine rauh gelassene Unterlage für einen Bronzegurt: aber Schwert wie Köcher tragt man, wenigstens in griechischer und früh- römischer Zeit, an der 1. Seite. Auch am Hucken glaubte ich vor dem Originale noch Spuren eines darüber laufenden Bandstreifeus zu erkennen. Über die Haltung der mit Metalldübeln angesetzt | gewesenen Arme lässt sich nichts Genaueres mehr feststellen. Am 1. Unterschenkel aussen scheint irgend ein Gegenstand gebrochen zu sein. Der antike Teil des Stammes hat hinten einen glatten Streifen ; ein auf der Photographie sichtbarer Eisendübel führt nach hinten: zu welchem Zwecke? — Im Museum sind ausserdem mehrere, nicht direct anpassende Fragmente der Statue erhalten, darunter ein gut gearbeiteter, aber nicht weiter charakteristischer Fuss, ein r. Unterarm mit halber Hand, clie einen Gegenstand getragen hat, für welchen im Innern Metallstifte angebracht sind, ferner ein mir unerklärliches, für die Hestauration vielleicht wichtiges Fragment, dessen eine Seite glatt gearbeitet ist. Die Kopfrichtting der Statue lässt sich nicht mehr bestimmen. Die Statue ver- diente, von einem in derartigen Untersuchungen geübten Fachgelehrten mit grösserer Müsse, als sie mir gegönnt war, genau geprüft zu werden. — Im Stile steht die Statue dein Kreise des Poly- klet nahe; zu vergleichen ist etwa der Dresdner i Torso eines Herakles Arch. Anz. 1894, p. 2, no.4. I Das Schamhaar ist, wie am Diaduuienos Farnese, auf dem unteren Teile des Bauches selbst an- gebracht, während es bei Polyklet vom Bauch durch die Ingiiinalfalte getrennt ist. Der Ein- druck des ganzen Körpers, auch der Schamteile, ist ein jugendlicher, sehniger. Der Kücken ist fein ausgeführt, wie überhaupt die Arbeit der Kopie verständnisvoll ist. (Arndt.) 592. A. Saal I, Schrank 7, No. 962. Kleines, irgendwie tektonisch verwendet gewesenes Mar- ino rfigü rchen des vor einem Stamme sitzenden, gehörnten, nicht ithyphallischen l’an, de face mit gekreuzten Üocksheinen; die beiden Hände halten die Syrinx vor den Mund. Oben im Stamm zwei runde Löcher wie für Metallstifte. Derselbe Typus wie auf attischen Votiven, z. B. Berlin 709 und Athen, Nationalmuseum, Instituts- Photographie N. M. 69. Vgl. K-V 709 a. Wohl griechische Arbeit. B. Im selben Schrank No. 1588 Relief- fragment eines n. r. eilenden, im Oberkörper in Vorderansicht gedrehten Pa ns, der mit beiden | Händen die Syrinx vor den Mund hält. Ithy- phallisch, ohne Hörner, mit Spitzohren, Schweif, Bocksfell; Oberschenkel tierisch behaart, Unter- schenkel menschlich. K. im Keliefgrund ein Arm (?), I. Reste eineB weiblichen Gewandes (?). Wohl von einem Votiv an Pan und die Nymphen. Feine griechische Arbeit. (Arndt.) 593. A. Saal III. Oberteil eines delicat ge- arbeiteten Heraklesfigürchens, hoch 015, aus Aquileja. Der Kopf, vom Löwenfell bedeckt, ist nach der I. Schulter hin gewendet Beide Arme ginget abwärts, der 1. etwas nach hinten. Ich kenne keine Wiederholung des Typus, aber mehrere sehr ähnliche Stücke: die Dresdener Statuette Ilettner4 No. 79= Ularac 799, 2007 = Augusteum Taf. 91 = Furtwängler, Meisterwerke, p. 576, Anm. 1 ; die Münchener Statuette No. 234 Ularac 793, 1983 (Phot. Ilanfstängl); die Statue der Glyptothek Ny- Carlsberg No. 10*59» (abg. im Prospect der Publicatinn) und deren in einer Kopie im Louvre (Phot Giraudon) erhaltene, ver- mutlich pergamenische Umbildung*) mit der Hindin lind dem Telephosknaben auf dem 1. Arm. (Wie weit die drei Torloniaschen Statuen 86, 242, 388 hierher gehören, läfst sich erst nach Fest- stellung ihrer Ergänzungen constatieren.) Die Originale der angeführten Stücke scheinen nicht später als das 4. Jahrh. zu sein. B. Saal III. Weiblicher Kopf. HochO.31. Aus Aquileja. Hinten nicht ausgeführt Am Hals Gewandrest Löcher für Ohrringe. Stark ge- glätteter italischer Marmor, ln der Frisur der kleinen Henulanenserin in Dresden (Amelitng, Basis des Praxiteles aus Mnntinea, p. 31) ver- wandt. Zweifelhaft, ob Porträt oder ideal. Nicht sonderlich feine Arbeit (Arndt.) 594. A. Saal III. Ba6altkopf eines Römers. Hoch 0,19. Auf dem Cartello am Halse: „22 Feb- braio 1880“. Hinten abgesplittert; es scheint als habe der Kopf einen Pfeileransatz gehabt wie er den Statuen dieser, noch nicht genügend untersuchten, ägyptisch-römischen Porträtgruppe I zu eigen zu sein pflegt. Vgl. Arndt-Bruckmann, j griech. u. röm. Porträts, Text zu Taf. 261f'26S. Im Haar ein Kranz mit einzelstehenden Blättern. 1 Der Kopf ist ein aufserordentlich ausdruckvolles Porträt, vermutlich noch aus republicanischer Zeit, nicht weniger vorzüglich wie der Caesarkopf der Sammlung Barracco (Helbig et Barracco, la collection Barracco, pl. 75 u. 75a; Arndt-Bruck- *> Vgl. >ten entsprechenden Fa.ll bet den HerfthleastAtafn Albwni u. (.'hiaramonti, Furtwftngler, Meisterwerke, p. 575 K. Digitized by Google Triest II mann a. a. Q.\ mit dem er übrigens eine gewisse physiognomisckc Ähnlichkeit hat. B. Kleine Bronze (hoch 0,12) einer weiblichen Gestalt im Typus der schweben- den Nike, aber ohne Flügel. Nach dem Aufsatz im Haar, der einem Halbmond ähnelt, mochte man die Figur für Selene halten; aber die Kugel, auf der die Figur steht, widerspricht dieser Deu- tung. Die Arme sind gebrochen. Roh. C. Kleine Bronze eine» nackten Jünglings. Hoch 0,20. Angeblich aus Fernio. Die gesenkte Linke hält einen grofsen Hing, die halberhobene R. in den Fingern anscheinend den Rest eines Stabe» o. ä. Nach einem Vorbild des 4. Jalirh. Die Krhtheit des Figürchens möchte ich allerdings nicht verbürgen. (Arndt.) 595. A. Saal I. Toten mahl. Besprochen von Conze, Wiener Sitz. -Her., phil.-hist. CI., 1872, p. 317 ff., Taf. 1, 2. Furtwängler, Samml. Sabu- roff I, Sculpturen-Kinleitung, p. 31 und Anm. 1. Roschers myth. Lexikon s. r. Heros Sp. 2583 oben. Arcb. Jahrb. 1887, p. 27. Ahg. auch in den Wiener Vorlageblättern Serie IV, 10, 3a. 0,32 breit, 0,40 hoch (nach Conze). Aus Athen. Ich habe das Original, da ich die darüber geführten Discussionen damals noch nicht kannte, leider nicht gründlich genug untersucht. Conze giebt an, 1. fehle nur der dem r. entsprechende Pilaster, Furtwängler: ein weiteres Stück der Platte mit Adoranteu. Conze und Furtwängler halten die Inschrift für antik, aber überarbeitet: das erstere habe ich auch angenommen, das letztere versäumt zu prüfen. Conze spricht die Vermutung au», ob nicht die seltsamen Archaismen der Inschrift auch dem modernen Verbesserer zuzuschreiben seien. Die Inschrift lautet: .... ioj tnnon xtn nt ßnaiXum (C. J. Gr. I, 925). Die Buchstaben» formen u. ». w. sind auf der Photographie ersicht- lich. Zur Erklärung der Namen Zeuxippos und Basileia s. Furtwängler a. a. O. Falls die In- schrift echt, ist Furtwänglers Vermutung, dafs 1. Adoranten folgten, die wahrscheinlichere, da die Buchstaben ... doch vermutlich da» Ende eines Demotikon sind, und die Inschrift ursprüng- lich o til spricht für spätere Zeit. Die Echtheit der Inschrift bedarf der Untersuchung von kundiger epigraphischer Seite. B. Saal 1. Griechisches Votivrelief. I R. nach 1. thronender Bärtiger, da» Himation um | den Unterleib, in der B. die Schale; die hoch- | erhobene L. fasste das (offenbar gemalte) Scepter in Kopfhöhe. Im Haar ein Lorbeerkranz. Unter »einen Füssen ein Schemel. Jenseits seiner Beine ein Altar. Ihm entgegen tritt eine Göttin, in Chiton und Himation, mit der I.. da» Gewand in Schnlterhöhe vom Rücken vorstehend, in der ge- senkten R. die Kanne. Ihr Haar ist hinten in einen Schopf aufwärts gebunden. Ihr folgen drei I kleiner gebildete Adoranten: Bärtiger, Frau, Mädchen. Wäre nicht der Lorbeerkranz, so würde man versucht sein, das Relief auf Asklepios und Hygieia zu deuten. Wohl erste Hälfte des 4. Jahrh. Grofse Härte in den Falten. Die Echt- heit schien mir sicher. Katalog p. 48, Nr. 5; danach früher itn Museo lupidario. (Arndt.) 596. A und B. Zwei Ter racottakö pfe an» ! Tarent. Der rechte, ca. 0,12 hoch, erinnert in I Haltung und Ausdruck an die Köpfe der Dios- ! kuren vom Monte cavollo (Furt wängler, Meister- | werke Taf. VII), der andere, mit Backenbart, I wild gesträubtem Haar, vom Petaso» (?) bedeckt, i gehört nach dem lebhaften Pathos, das ihn durch- | dringt, wohl in die nämliche Zeit; wen er dar- stellt, weifs ich nicht« Beide Köpfe sind Pracht- stücke der Tarentiner Terracottaplastik , über welche der Aufsatz von Wolters in der Arch. Zeit. 1882, p. 285 ff. zu vergleichen ist. C. Fragment einer Terracottast atu- ette, vom Typus der Statue E-V 712, wo da» Weitere, (Arndt.) 597 und 598. Ter racott arel ief». Saal I. Das Relief auf Blatt 597 ist im folgenden Text mit A, das Mittelstück von 598 mit B bezeichnet; von den beiden ornamentalen Fragmenten auf 598 trägt das linke den Buchstaben das rechte D. — Aus Tarent, wo ich 1889 zwei minder voll- ständige Exemplare von A und B gesehen habe: eines (a) mit den beiden sitzenden Figuren, doch j oben und unten unvollständig, da» andere (b) nur der obere Teil, link» und rechts etwas tiefer hinab- reichend als in der Mitte, beide stumpfer. Nur eine äufsere, Aa und Bb scheidende Zuthat waren die seitlichen Pilaster, dort fehlend, liier vor- handen, aber am unvermittelten Abschnitt der Digitized by Google T riest. Kline auch dort als zugehörig erkannt. Es sind Votive, bestimmt, aufgestellt zu werden, mittels des rauben Fufses, der bei B (ähnlich C) sicht- bar, bei A bestimmungsgetnäfs ins Holz einge- lassen scheint, Votive von Brauten. Denn eine Braut ist es. welche in ionischem Kleid, das schleierartig den Kopf deckende Himation, wie Hera auf der selinuntischen Metope oder am Parthenonfries wie die Gattin des spartanischen Heros, nach vorn ziehend, auf der sauber be- stellten Kline sitzt, auf welche sie die Hechte ! stützt. An bräutliche Schmückung erinnert die Hydria auf dem Boden und die runde, auf diese gestellte Schachtel. Ähnliche Ausstattung findet sich ja auch neben der Todesbraut Andromeda. Selbstverständlich ist es Aphrodite, welche vnu ihrer Hechten den kleinen Eros ausfiiegen lafst, der Braut eine Binde zu reichen, während ihm sein eigenes shawlartiges Gewand um den 1. Arm und über den r. Flügelansatz herahhängt. Auch Aphrodite ist ionisch gekleidet; auch sie bat das Haar mit einer (gefältelten) Haube bedeckt. Wie sie dasteht mit dem Eros auf der K., so wie Zeus und Athetta gleicher Zeit ihre Nike tragen, und Attribute auch in der L-, könnte inan sie für ein Ciiltbild halten, aus dem Tempel zur Braut gekommen. Was für Attribute es sind, ist freilich weder auf A noch auf a deut- lich. Früchte, etwa Mohn und Apfel, wie Schmuck scheint ausgeschlossen, für einen Spiegel das Hund etwas klein; die bimförmigen Gegenstände (vgl. die Vase Arch. Zeit. 1877 Taf. 6), für Spinn- rocken und Spindel gehalten, wurden Aphro- dite in ähnlichem Lichte zeigen, wie die Schild- kröte die Urania der Eleer, nach Plutarchs Auffassung (praec. conjng. 82 otxoig föf avu- ßolor. Genug, Aphrodite erweist der Braut sich gnädig. Unterhalb dieser, auf dem Schemel, sitzt die kleinere Magd, ähnlich der Herrin, aber das r. Bein über das 1. schlagend, mit der H. leicht einen Gegenstand haltend, der, auf b ein wenig deutlicher, ein Kreuz mit gleichen Armen, aber ungleichen Winkeln schien. Man kann nicht um- hin, hei diesen Belief» sich der aldohramlinischen Hochzeit zu erinnern, wo Aphrodite sich zur Braut auf die Kline gesetzt hat, dienende Frauen zur Seite stehen. Vergleicht man dann weiter die bekannten Alexandros-Helenn-Keliefs, so wird man diese nicht allein nach ihrer äufserlichen Anordnung, sondern auch durch das stärkere Hervorheben des innerlichen Vorgangs dem al- dohraiidinischen Bilde näherstehend linden, als den Tarentiner Belief». Trotz des Fundorts, an dem sie gewiss auch gemacht sind, scheinen diese aber durch die schlichte Natürlichkeit eher ioni- schen als dorischen Geist zu atmen. (Petersen.) Die beiden ornamentierten Platten C und D, die ich in Triest für die Nehenseiten de» Frag- mentes II gehalten habe, gehören, wie Petersen in Erfahrung gebracht hat, n’cht dazu. Eine weitere, sehr verwaschene Wiederholung — Ober- teil der I. sitzenden Frau und der ihr zu- fliegende Eros — befindet sich im Gymnasion zu Corfti, ferner eine Wiederholung der Aphrodite im Antiquarium zu München, 1888 von mir in Koni als aus Tarent stammend erworben und der Sammlung (Inv, 848a, 1. Saal) geschenkt. (Arndt) 599. Alt italisch es Bronzel» lech. Abg. in dem Eingangs citierten Katalog Taf. IV. „Uomperato e riuvenuto(V) a Pisa“, 20. febbr. 1876. Zwei ähnliche Stücke befinden sich in Karlsruhe (Schumacher, Sammlung ant. Bronzen in Karlsruhe Nr. 925, Taf. VI, 8), ein viertes im Münchener Antiquarium (Nr. 525. Aus Italien). Die drei zuletzt genannten waren auf Eisenplatten befestigt, die am Bande über die Bronzeschcihe Übergriffen. Oben und unten waren viereckige eiserne Plätt- chen angebracht, die am Münchener Exemplar Spuren hinterlassen haben, an den Karlsruher Stücken zum Teil erhalten sind. Der Zweck der ! Scheiben ist unaufgeklärt. (Bulle.) 600. Elfenheinrelief. Saal I. 0,21:0,13 m, j mit Spuren von Farben (Grund blau, Stier, Ge- wänder, Muscheln etc. rot) und Vergoldung. Wie cs scheint, dem vierten nachchristlichen Jahrhun- dert angehörig (abgeb. Arch. Zeit. XXXIU, 1875, Taf. 12). Das Werk kam aus dem Nachlass de» Conservators Dr. Kandier ins Museum; der Fund- ort ist unbekannt; nach der Vermutung Pervuno- gltts (a. a. U. S. 181) stammt es aus Istrien. Kr bezeichnet« das Belief fälschlich als Diptychon, doch kann die Tafel zu einem solchen nicht gehört haben, ist vielmehr den Elfenbeinschnitze- reien beizuzählen, weh he zum Schmuck von Kästchen und Thüreu verwandt worden sind. ln der unteren Hälfte ist Europa dargestellt, den Stier liebkoseud; hinter der Gruppe erscheint das Brustbild eines bärtigen Mannes auf einer Scheibe. Pervanoglu sah darin das Porträt de» Diptychonbesitzen, es kann indes» nicht zweifel- haft sein, dal» der bärtige Mann Zeus ist (vgl. zu solcher Darstellungsweise der Götter die HomeriUust rationeu, besonder» Taf. 47 in A. Mai’s ; Homeri lliados IHcturae etc.). Schwieriger ist die obere Scene zu deuten, darin wir zwei jugend- liche Gestalten mit phry gischen Mützen sehen, welche »ich umarmen, während Eroten ihre Spiefse halten. Nach Pervanoglu» Ansicht sind die Hauptfiguren die „troisch • dardanischen Digitized by Google Corfü. 13 grofgen Götter“; privatim wurden mir die Deu- tungen auf Aeneas mit Dido und auf Zeus mit Kallisto mitgeteilt. Ausführlicher werde ich demnächst das Relief besprechen im Zusammen- hänge mit mehreren anderen Pseudodiptychen. 8. jetzt auch meine Bemerkungen im Jahrbuch d. preussischen Kunstsammlungen Will, p. 20, Anm. 1. (Graeven.) Im Museo civico befinden sich ferner das von Momrasen in den athen. Mitt. 1888, p. 18, veröffentlichte Relief aus Hula (vgl. Roschers myth. Lexikon s. v. Heros Sp. 2564 oben) und das in den athen. Mitt. 1890, p. 162, publicierte Gladiatorenrelief des Akritos und Mariskos, so- wie ein grosser, angeblich aus Tarent stammen- der Terracottakopf vom Typus Bernoulli, röm. . Ikonogr. I, Taf. 8 (früher Sulla oder Pompeitis, neuerdings von Studniczka Menander benannt), den ich, trotzdem er Farbspuren zeigt und bei der Auffindung in «58 Stücke gebrochen gewesen sein soll, für eine Fälschung gehalten habe. Endlich besitzt das Museum noch zwei ganz vorzügliche Stücke der Kleinkunst, die hoffentlich bald eine würdige Veröffentlichung finden werden: eine l Bronzekanne aus Tarent (in Saal VII des 2. Stockes, No. 1217) mit Greifen und am Henkelansatz angebrachten Hirschkopfen, sowie ein Silberrhyton aus Tarent in Form eines Hirsch(?)kopfes (No. 1216), auf dessen Mündung eine mythologische Darstellung in getriebenem Relief mit Goldaufsatz sich befindet. (Arndt.) Corfü, Kgl. Schlofs. 601 und 602. Archaischer Löwe. Ver- öffentlicht von Overbeck, griech. Plastik 4 I, 178 f., und von Collignon, hist, de la sculpture grecque I, p. 220; bei beiden die altere Litteratur und einge- hende stilistische Würdigung. Gefunden in Corfü in unmittelbarer Nahe des Menekratesdenkrnales und wahrscheinlich zu diesem gehörig. Die Inschrift dieses Denkmals (J. G. A. 842) gehört ungefikhr in die Jahre 570-540 (nach Collignon a. a. O.). Schmalseite der Plinthe ca. 0,41 lang, Langseite ca. 1,21, Höhe der Plinthe ca. 0,07, höchste Höhe der Statue ca. 0,45. Aus grünlich ‘gelbem, sehr feinem Kalkstein, wie ich ihn ähnlich auch sonst in Corfü verwendet gesehen zu haben glaube. Von Overbeck wird als Material fälschlich Marmor an- gegeben. Wahrscheinlich also locale Arbeit. Inter- essant ist unter diesem Gesichtspunkt der Vergleich dieses in Kerkvra, einer korinthischen Kolonie, ge- fundenen Löwen mit zwei ungefähr derselben Zeit- epoche angehörigen Löwenstatuen, die in der ' Nähe des alten Korinth gefunden worden und letzthin in die Glyptothek Ny-Carlsberg verbracht worden sind. Auch der Vergleich mit der ägyp- tischen Statue Spec. of anc. sculpture II. pl. 2 ist instructiv. (Arndt.) Gvmnasion. 603. Weibliche Statuette. Hoch ca. 0,66. Der fehlende Kopf war mittels Dübels eingesetzt; er war offenbar nach der 1. Schulter hin gewendet. Der 1. Ellenbogen stützt sich auf einen Stamm, über den die um Rücken und beide Unterarme gezogene C'hlaina fällt. Die R. ist in die Hüfte gestützt. R. Standbein. Feiner Chiton mit Halb- ärmeln und langem, unter der Brust gegürtetem Überfall. Auf der Photographie scheint es, als laufe von der r. Schulter zur 1. Hüfte ein auf- gemaltes Baud, das ich am Originale nicht be- merkt habe. Hinten roh. Nicht sehr feine, griechische Arbeit, etwa aus der mittleren Periode des Praxiteles, um 350; das Motiv hat manche Verwandtschaft mit dem der schönen Wiener Artemis von I.urnaka (R. v. Schneider, Album auserlesener Gegenstände der Antikensammlung d. allerh. Kaiserhauses, Taf. IV). (Arndt.) 604. a. Kleine A sk le p ios s t a t uet te. Hoch 0,25. Die r. Hand war in die Hüffe gestützt. Der Stab, auf dem die 1. Achsel ruht, ist nicht an- gedeutet. R. Standbein. Ansatzspuren, wahr- scheinlich der Schlange, am 1. herabfallenden Gewand. Gute Arbeit. Rückseite angelegt. Nach der Photographie scheint es, als habe das Ge- wand im Gegensatz zum Fleisch noch Farben- überzug; vor dem Originale habe ich nichts davon notiert Etwa aus der Mitte des 4. Jahrh. Repliken des Typus sind mir nicht gegenwärtig. Sehr verwandt der Asklepios im Giardino Boboli E-V 285. b. Statuette der Aphrodite. Hoch 0,47. Von schlechter Arbeit und Erhaltung. Es fehlen: Kopf, 1. Unterarm, r. Arm. R. Standbein, das 1. ist etwas vorgesetzt. Das den Unterleib ver- hüllende Himatiun wird unter der I. Achsel, wo wieder ein Zipfel herabtallt, festgehalten. Hohe Gurtung. Der 1. Ellenbogen ruht auf dem Mo- dius (?) eines itliyphallischen Hermaphroditen- idoles (Arme gebrochen), dessen Gewand bis zum Nabel aufgezogen »st und das auf hoher cylin- drischer Basis steht (vgl. Herrmann in Hoscliers myth. Lexikon s. v. Hermaphroditos Sp. 2320). Nach den Gewandmotivcu gehört die Hauptfigur nicht vor das Ende des 4. Jahrh. c. Kleine Statuettenreplik der sog. Gen et rix. Hoch 0,25. Ab: Kopf, I. Hand, r. Arm, Fttsse. Sehr feine, griechische Arbeit. Ab- Digitized by Google 14 Corfü. bildung des gut durchgeführten Kückens auf Blatt 605 h. Eine Replik von ungefähr der näm- lichen Grösse (hoch 0,37), aber viel schlechterer Arbeit, aus Syrien, in der Glyptothek Ny -Carls- ( berg No. 1055. (Arndt.) 605. a. Torso eines Eros. Der Kücken auf | Blatt 606 b. Hoch 0,385. Durch Feuchtigkeit verwittert. Auf dem 1. Schulterblatt eine Ein- tiefung mit einem Loche für einen Metallstift, zur Befestigung des Flügels. Auf dem r. Schulter- blatt, aber sehr nach der Seite zu und ohne Loch für einen Metallstift, eine entsprechende Ein- tiefung, offenbar für den andern Flügel. Wovon die Ansatzspuren am 1. Uberarm hinten und die ausgebrochene Stelle auf der 1. Schulter her- ruliren, ist mir nicht klar geworden. Die crstere kann nicht vom Flügel herrühren, da dieser ja besonders gearbeitet war; die letztere mag vom Attribute der 1. Hand herrühren. Der r. Arm scheint, nach der liantfalte unter der Achsel zu urteilen, nicht in die Höhe gegangen zu sein. K. Standbein. Der Kopf sch e int nach der I. Schul- ter hin gewendet gewesen zu sein. Gute Arbeit : etwa vom Ende der ersten Hälfte des 4. Jahrh. 1». Siehe Blatt 604 c. c. Altertümlicher nackter Jünglings- torso. Hoch 0,39. Der Bücken auf Blatt 606c, Am Hals beiderseits je zwei Lockenenden. Der I. Unterarm ging vor: Stützenrest an der 1. Hüfte. Für den gesenkten r. Arm Stützenrest um r. Oberschenkel in Penishölie. Am 1. Oberschenkel in Kniehohe hiuten und aussen Ansatzreste wohl des Stammes. Ziemlich detaillierte, aber nicht wirklich altertümliche Arbeit, wie die Haar- behandlung an Locken und Scham beweist. Wie es scheint, Statuettenreplik des sog. Kasseler Apollon. (Arndt.) 606. a. Fragment e i n e s V o t i v r e I i © f s. Grösste Höbe 0,28, grösste Breite 0,26. L. Ante, oben Dach. Die Figuren sind v. 1. u. r.: 1. Bärtiger kleiner gebildeter Adorant u. r. 2. Jüugli. g, de face, im Typus etwa des sog. praxitelischen ein- sc henkenden Satyrs Ludovisi-Dresden, in der er- hobenen K. die Kanne zum Spenden (Hermes- i Kadinilos oder Attis?). 3. Kopf und Best von j Schulter mit Gewand, von einer n. r. stehenden Göttin; der Kopf hat ungefähr den Typus von München 89 (Hekate?!. 4. Best vom Kopfaufsatz (Modius'O der folgenden Figur (Kybele?). Vgl. Koscher, myth. Lexikon s. v. Kybele Sp. 1663 ff. — Ungefähr Mitte des 4. Jahrh. Gewöhnlich. b. Vgl. Blatt 605a. c. Vgl. Blatt 605 c. (Arndt.) 607. Yotivrelief. 0,54 breit, 0,58 hoch. Pentelischer (?) Marmor. Sehr verwittert. L. kleiner gebildeter unbärtiger Adorant n. r., die K. im Adorationstypus hebend. Die Göttin, in Chiton und Himation, das Haar, wie es scheint, in einer Opisthospheudone, spendet aus einer Kanne, die sie in der K. hält, in eine Schale, die der ihr gegenüberstehende bärtige Gott mit der R. ihr entgegenstreckt. Die L. des Gottes geht abwärts. Sein Gewand ist in der für Asklepios gewöhnlichen Art ungeordnet. Unter seine 1. Achsel ist der (schwer erkennbare) Stab gestemmt. Zwi- schen beiden Gottheiteu ein Altar. Oben eine ganz zerstörte Inschrift, die man nur mit Hülfe eines Abklatsches, für welchen ich leider die nötigen Vorrichtungen nicht zur Hand hatte, wird lesen können. Mehr, als man auf der Photographie mit Hülfe einer Lupe erkennen kann, habe ich auch an dem Originale, das hoch eingemauert ist und in schlechtem Lichte steht, nicht ent- ziffern können. Gute Arbeit der 2. Hälfte de» 5. Jahrh. (Arudt.) 608. Fra guient eines Hochreliefs. Grösste Breite 0,44, höchste Höhe 0,38. Hinten rauh. Nirgends Rand. Pentelischer (?) Marmor. Oberkörper einer von vorn gesehenen Frau, die den Kopf n. r. v. B. wendet. Nackt, nur Gewand- test über r. Oberauu. Der r. Unterarm scheint seitlich nach vorn gestreckt gewesen zu sein; der 1. Oberarm ging abwärts. K. von ihm am Ende der Platte ein verstofsener Rest, etwa von einem Thymiaterion. — Das Fragment ist gegenständ- lich wie stilistisch von Interesse. Im Kopfe, dessen Haar von einem breiten Bande durch- zogen ist, spürt man noch leise Reste des alter- tümlichen Stils. Der Kontur der Figur ist an einigen Stellen durch Einticfung iu den Grund noch mehr hervorgehoben, ähnlich wie an dem in Gipsabgüssen verbreiteten Fragment eines römischen Kindersarkophages aus Sparta (Frie- derichs -Wolters 1821). Die Arbeit, wenigstens des Kopfes, muss recht fein gewesen sein. Eine Deutung de» Reliefs ist schwer zu geben. Man wird an den „Thron“ aus Villa Ludovisi iHelhig, Führer II, 886) an das Belief im Lateran B-S 283 (Taf. XXIII, 1) erinnert, ohne zu einer schlagenden Erklärung zu gelangen. (Arndt.) 609. a. Weiblicher Kopf. Höhe des Erhal- tenen 0,32; der Kopf war etwas unterlehensgrofs. Von einer Statue. Oben und hinten nur angelegt. Reif in» Haar. Hinter den Ohren Schulterlocken. Zunge zwischen den Zähnen angegeben. Schlechte Kopie. Stilistisch gehört der Kopf zu der von Digitized by Google Athen. 15 Furtwängler, Meisterwerke p. 644 ff. zusammen- gestellten Gruppe. b. Bärtiger Kopf. Hoch ca. 0,29. Von Statue oder Herme. Hinten und oben roh. Pinien (?)- Kranz im Haar. Stark sinnliche Züge im Munde. Benennung unsicher. In Haar und Bart Beste altertümlicher Behandlung, die auf das 5. Jahrh. als Entstehungszeit des Originals weisen. Vgl. Museo Torlonia 179. Gewöhnliche Arbeit. (Arndt.) 610 und 611. Griechisches männliches Porträt. Wird von Studniczka besprochen wer- den. Nach diesem Menander. (Arndt.) 612. Capitell mit der Inschrift des Xen- vares. Vgl. Puchstein, Das ionische Capitell, 47. Berl. Winckelinannsprogr. (1887?, p. 47 ff. und p. 66, no. 39, wo weitere Litteratur. (Arndt.) Ausserdem befindet sich in der Sammlung des Gymnasions noch eiue Statue nbasis, von welcher es mir nicht möglich war eine Photo- graphie zu nehmen. Breite 0,97; Höhe 0.30; grösste Tiefe des erhaltenen Blockes, au welchen sich dahinter wahrscheinlich noch ein zweiter anschlofs, 0,44. Die rechte Nebenseite ist fein gespitzt, die 1. rauh. Auf der Oberseite der Basis ist eine ovale, ca. 0,08 tiefe Eintiefung für die einzusetzende Plinthe der Statue, sowie drei jetzt leere Dübellöcher. Auf der Vorderseite ein flaches, sehr zerstörtes, roh gearbeitetes Belief. Die Figuren sind von I. nach r.: 1. Artemis, n. r*, kurzge wandet ; in der vorgestreckten L. der Bogen ; die lt. greift nach dein Köcher. 2. Athene, n. r., etwa im Typus der capitolinischen Statue Helbig 497; in der L der Schild. 3. Eine de face (?) stehende, ganz zerstörte weibliche Figur (Aphro- j dite). 4. Pluto», n. r., auf dem Wagen, die Perse- | phone raubend, im gewöhnlichen Typus der Surkophagdurstellu ngen. Unten spriefsen Blumen hervor. 5. Hermes, n. r., die Zügel der Pferde führend. — Basis einer KorastatueV (Arndt.) Athen, Nationulinuseuiii. Ka ß ßad yXvnrn tov tfhnxov uoracfov 1. Teil, 1890-92. 613 — 616. Weibliche Statuette. Kavv. 176, daselbst Litteratur (hinzuzufügcti: Roh. v. Schneider im Jahrbuch d. Kunstsammlungen d. allerh. Kaiserhauses XII, p. 75, Anin. 6; fer- ner Jahrb. d. J. 1892, p. 208, Anm. 9). Aus dem Piraeus. Die Rückseite angelegt. Der Ge- wandsaum mit Saalkante. Löcher für Ohrringe. Original mäfsiger Arbeit. Die Dargestellte ist nach Conze (athen. MitU XIV (1889) p. 203 und Taf. IV) und Wolters (Bausteine 1209) die Votiv- figur eines Mädchens, nach lt. v. Schneider Kora oder eine Sterbliche unter dem Bilde dieser Göttin; er gieht ihr Fackeln in die Hände. — Die Statuette ist stilistisch von Interesse, weil sie das Bindeglied zwischen zwei bekannten Statuengruppen aus der Mitte des 5. Jahrh. bildet. Während sie in der Disposition des Ge- wandes, wie B. v. Schneider richtig bemerkt bat, der sog. Sappho Alb&ni nahe steht, erinnert der Kopf nach einer Beobachtung S. Reinachs (Gaz. arch. 1887, p. 260, No. 38) an den der sog. Genetrix (vgl. die Phot, vom Kopfe des Pariser Exem- plare» Giraudon 1432 und 1433). Auffallend ist u. A. die Ähnlichkeit der Ohrenbildung. Auch in den wie nafs anliegenden Falten des Himations am r. Bein und auf dem 1. Oberschenkel verraten sich Anklänge an die letztgenannte Statue. Die Statuette steht in der Mitte zwischen der älteren Kunstweise der „Genetrix“ und der entwickel- teren der Sappho Alhuni, die in der klaren und übersichtlichen Anordnung der Gewandung weiter vorgeschritten ist. Verwandt ist, namentlich im Kopfe, nach einer richtigen Bemerkung L. Kjell- bergs, die auch in der Grösse ungefähr ent- sprechende Athenestatuette aus Leptis in Kou- stautinopcl (Joubin No. 20; Phot. Söbah et Joaillier No. 4, 6, 7, 33)l (Arndt.) 617—620. Statuette eines nackten Jünglings. Kavv. 223; daselbst Litteratur. Aus Sparta. Früher im Museum der archäol. Gesell- schaft im Polytechnion. Der Marmor ist nach Kawadias wahrscheinlich pelopo n ne» i scher, nach Furtwängler (Meisterwerke p. 379, Anm. 1) pari- scher. An beiden Oberschenkeln aussen Slützen- reate. Von Wolters wird die Statuette irrtümlich unter den Wiederholungen des Neapler Bronze- Apollos (Brunn -Bruckmann, Taf. 302) aufgeführt (Jahrbuch d. J. 1896, p. 4, Anm. 7). Furtw ängler (a. a. O.) bringt sie iu Zusammenhang mit dem Kasseler Apollon (s. jetzt denselben auch in „Intermezzi- 8. 7, Anm. 3). Näher steht sie in Kopfhaltung und Körperformen dem Apoll aus dem Tiber im Thermenmusenm (Brunii-Bruckmaiiii Taf. 462). Auch die Behandlung des Haares im Nacken ist sehr ähnlich. Besondere stilistische Feinheiten darf man in der harten und, wie ein Blick auf das charakterlose Sckamhaar lehrt, im Detail gewiss nicht sonderlich getreuen Kopie nicht erwarten. (Arndt.) 621. Grabstatue einer trauernden Frau. Kavv. 825. Aua einer athenischen Nekro- pole: Athen. Mitt. 1885, p. 404, 3. Eranos Yin- dobonensis (1893) p. 48 (B. Weissbaeupl). Furt- I wangier, Sammlung Saburoff Taf. XV — XVII. Digitized by Google 16 Athen. Von den beiden entsprechenden Saburoffschen Statuen in Berlin (No. 498 und 499) unterscheidet sich die athenische durch die kur/.cn Ärmel des Chiton. Jene sind durch den Chiton mit langen Ärmeln als Sklavinnen charakterisiert; es ist also möglich, dass, wie Kavvadias a. a. 0. ver- mutet, das athenische Kxemplar die Verstorbene seihst darstellte. Schulterbänder wie an den 1 Berliner Statuen. Ganz verunglückt ist die An- lage der Küsse. Kriselte und sorglose attische Arbeit, an Güte der Ausführung hinter den lier- j liner Statuen zurückstellend. Zeitlich etwa gleich vn ij r rj Digitized by Google 29 Smyrna, Konstantinopel. (Nachbarort von ninxa) befindlich. Von Ross irrtümlich für ein Grabrelief gehalten. Das Relief ist dadurch von Interesse, dass ! die Figur des Gottes mit der bekannten Statue i des Poseidon von Melos int athenischen National* I museuin (Kavvadias 235) im Wesentlichen über- I einstimmt. Da das Relief auch aus Melos stammt, ist es büchst wahrscheinlich, dass es in An* i lelinung an diese Statue geschaffen worden ist. | Der Typus lässt sich, immer mit leichten Varia- , tionen, noch auf zwei anderen Monumenten nach- | weisen: der in Herculaneum gefundenen Bronze- | statue des Augustus in Neapel (Inv. 5595; Phot. Sommer 7513; Overbeck, Gesch. d. griech. Plastik 8 , II, Fig. 154e; Bernoulli, röm. Ikonographie II, 1, p. 34, No. 39), die den Kaiser (falls die Restau- ration das Richtige trifft) als Zeus darstellen soll, . sowie auf dem bekannten Relief mit der sog. | Apotheose des Augustus in San Vitale zu Ra- venna (Friederichs- Wolters 1923; Bernoulli, röm. Ikonographie II, Taf. 6; Phot. Alinari 10251X wo Augustus ebenfalls offenbar als Zeus gemeint, ißt. Diese aus verschiedenen Orten stammenden Wie- derholungen (die melisrhe Statue ist wegen ihrer ; harten Arbeit gewiss nicht das Original, sondern i eine Wiederholung griechischer Zeit) lassen auf ein berühmtes Original scliliessen, das der zweiten attischen Schule oder frühhellenistischen Zeit nn- gehrtrt haben muss. Vgl. Furtwängler, Meister- werke, p. 615. Ob dasselbe Zeus oder Poseidon dargestellt hat, ist nicht zu entscheiden, da die Wiederholungen in den Attributen schwanken. In der Beinstellung und Kopfhaltung wie in der ganzen, etwas theatralischen Pose scheint mir I eine grosse Verwandtschaft zum Apoll von Bel- I vedere zu bestehen. Falls Winters Zurückführung dieser Statue auf Leochares zu Recht besteht i (E-V 401402 habe ich allerdings Widerspruch 1 geäusscrt), so könnte man hei dem in Rede stehenden Typus an eine der Zeusstatuen des | Leochares (S — Q 1303 — 1305) denken. Der Kopf j der athenischen Statue erinnert sehr an den : Zeuskopf aus Pompei in Neapel (Inv. 6266; Phot. Alinari 11081; Overbeck, Kunstmythologie des Zeus, p. 82, No. 13, Atlas Taf. II, No. 3), hei welchem Winter, wie ich aus einer mündlichen Äusserung weiss, früher ebenfalls an Leochares j gedacht hat. — Ob auf dem indischen Relief f Zeus oder Poseidon gemeint ist, lässt sich nicht mehr feststellen. (Schiff und Arndt.) Smyrna, Museum der griechischen evangelischen Schule. 738. Inv. No. 40. G ra h stein ei nes sieg- j reichen Hahneg. Neben dem Hahn der 1 Palmzweig mit Tänie. Feines griechisches Origi- nal guter Zeit Nach einer Notiz, die ich mir früher gemacht habe, publiciert in dem zur Zeit mir nicht zugänglichen Buche „Phokaika“ (n/r. III, a) von Pappadopulos Kerameus. (Arndt.) Konstantinopel, Sammlung S. E. des kaiserl. russischen Botschafters Herrn von Nelidow in Pera. 739. Torso eines Eros. Aus Sammlung Dorigny in Konstantinopel. Hoch 0,47, also unter- lebensgross. Feiner pentelischer Marmor. Von beiden Flügeln sind die Ansätze erhalten. Der Köcher wird an einem fein eingeritzten, ursprüng- lich bemalten Bande getragen. Das Haar endigt in einein kurzen Nackenscliopf; von den Locken sind beiderseits auf den Schulten» Ansätze er- halten. Die Richtung des Kopfes lässt sich nicht mehr feststeilen. Am 1. Oberschenkel 1. hinten in Kniehöhe setzte ehemals der Stamm an. Der Marmor war auf der Vorderseite bereits im Alter- tum, wie der darüherliegende Sinter bezeugt, ge- glättet. Der Kücken ist nur angelegt, Raspel- Striche stehen gebliehen. Die Federn der Flügel sind plastisch angegeben. Im Motiv scheint der Torso dem Typus des Eros von Centocelle nahe zu stehen; der Gott ist aber, wie die kleinen Proportionen der Statue und die mageren Formen beweisen, als Knabe dargestellt. Die Arbeit er- schien mir 1889, als ich das Stück zuni letzten Male sah, die eines Originales von grosser Fein- heit und Eleganz, und die Photographie bestätigt diesen Eindruck. Es wäre zu wünschen, dass der schöne Torso durch Abgüsse zugänglicher würde. Zeitlich scheint er noch dem 4. Jahrh. anzugehören. __ Die Sammlung Nelidow*) enthielt ausser diesem hervorragenden Stücke irn Jahre 1889 von M a r m o r we r k e n u. a. den in Roschers inytholog. Lexikon, Sp. 1564, Fig. 11 s. v. Kronos veröffent- lichten kleinen Kronoskopf (hoch 0,07; in Konstantinopel erworben), eine aus Rhodos stam- mende Statuette eines liegenden Jüng- lings, die von Treu im 2. Texthaude zu den statuarischen Funden von Olympia publiciert werden wird, einen ebenfalls in Rhodos gefun- denen Asklepiostorso (Phot., hoch 0,27, pari- scher Marmor) von einem im Wesentlichen der *} Oer in der Bibliographie dos Arckiol. Anaeiger» 1895, p. 243 angeführt* Aufsatz Ton DomwiUki über Terrakotten ond MannoraUtoett«»n am der Sammlnng von Nelidow (Annalen der k. OdeMaer Üesellscbafl fttr Üeechlebt* and Alterttmer ISBft, p. S02 ff.) i*t mir hier nicht ta^lng heb gewesen. Digitized by Google 30 Konstantinopel. athenischen Statue aus Epidauros Kavr. 263 entsprechenden Typus; ferner eine fragmentierte Wiederholung des Herme» von Andros (Phot., hoch 0,65, parischer Marmor, aus Samm- lung Dorignj). Unter den kleinen Bronzen schien mir die 0,13 hohe, in Konstantinopel erworbene Sta- tuette eines stellenden Nackten (I’hot.) mit erhobenem 1. Arm und in die Hüfte ge- stemmter K. bemerkenswert. B. Standbein. Iler lockige Kopf mit l'nrträtzügeu ist nach 1. gewandt. Beide Beine von den Knieen abwärts neu. Die Bronzestatuc des Thermenmuseums Hclhig 958 sowie die von Winter im Anzeiger tles Jahrbuchs 1895, p. 168, publicierte Pariser Statuette bieten die nächsten Vergleichungspunkte. Die Ober- fläche leider geputzt, das Uunze sicher antik. Von den Terraeotteu verdienen einige weniger ihrer Schönheit halber als wegen ihrer Fundorte Kyzikos, Ephesos, Sidon, Thessalien Beachtung. Von den Vasen ist eine s. 1. Pelike (hoch 0,26; Sammlung Dorigny) hervorzuheben mit der Darstellung einer Widderausweidung (vgl. Benn- dorf, Gjölbaschi-Trysa, p. 167). fehlen; das 1. scheint etwas mehr vorgesetzt ge- wesen zu sein. Gute und sorgfältige Arbeit; Bohrlöcher in den Haaren. Schlecht erhalten und schwer zugänglich aufgestellt. (Arndt.) Soiumerpalast der französischen Botschaft in Therupia aut Bosporus. 740. Fragment eines grossen Grab- reliefs des 4. Jahrh. Skizziert hei Conze, attische Grabreliefs, Tat. CXIII, No. 505; dort genauere Angaben. (Arndt.) 741. Grabstein eines Gladiators. Hoch 0,925. Bläulicher Marmor. Wohl von der ur- sprünglichen Aufstellung des Steines rühren folgende Bearbeitungen her: an der 1. Schmal- seite ist eine Hinue eingelieft, die auf der Ober- seite in einer viereckigen Vertiefung (0,10 in tief) endet; r. neben dieser auf der Oberseite ein Dbbelloch; an der r. Schmalseite springt oben ein Stuck Band vor, das oben ein IlUbelloch hat Im vertieften Felde de face ein Gladiator, in kurzem Chiton, zu den Füssen den Helm, in der I,. den Schild, in der erhobenen 11. eine Waffe. Sehr rohe Arbeit. Die Bemalung der Augen ist modernen Ursprung». Die Inschrift Im Sommerpalaste der russischen Botschaft in Bujukdere beflndet sich ausser einigen Grabsteinen im Gebüsch versteckt auf- gestellt die ca. 1,15 hohe Statue einer pan- theistischen Gottheit (l’hot.), die, wie es scheint, ursprünglich als Gebälkträger o. ä. ver- wendet war, da sie hinten senkrecht abgeschnitten und gerauht ist und über der Mütze einen run- den profilierten Aufsatz trägt. Es ist ein Misch- wesen aus Attis, Eros und Hermaphrodit dar- gestellt. Ein Jüngling mit gelocktem, lebe nach 1. geneigtem Haupt, das von einer phrygischen Mütze bedeckt wird, deren Laschen mit je einer Locke zusammen auf die Schultern fallen. Lange gesenkte Flügel, von denen der I. erhalten ist Ein dünnes, auf der Brust mit einer Medusen- maske zusammengeheftetes Gewand geht, den Bauch bis zur Schamgegend nackt lassend, von der Brust an beiden Seiten entlang bis zu den Beineu, wo es in Hosen sich fortsetzt, die vorn mit einem grossen Knopfe geheftet sind — die für Attis typische Tracht. Ausserdem bedeckte das Gewand die, wie es scheint, auf dem Bücken ge- kreuzt gewesenen Arme bis zu den Ellenbogen; diese Partieen sind sehr zerstört. Die herm- aphrodisische Natur ist angedeutet durch die Ver- einigung eines ziemlich kleinen männlichen mit einem weiblichen Genitale und durch weibliche Schwellung von Brüsten und Bauch. Die Beine weiss ich nicht zu lesen; sic ist nach meinen Notizen vom Jahre 1889 vollständig, da r. kein Bruch. Vgl. Arclt. Zeit. 1882, p. 147 ff. (P. J. Meier). Athen. Mitt. 1890, p. 162 ff. (derselbe). (Arndt.) Sammlung S. E. des Grosslogotheteu des griechischen Patriarchats im Phauar, Aristarehi Bel, in Jeniköi am Bosporus. 742. Bärtiger Porträtkopf römischer Zeit aus üortyn auf Kreta. Hoch ca. 0,30. Nach der Atigeubeliandlung nicht vor dein Ende des 2. Jahrh. Gutes Beispiel der provinziellen griechi- schen Porträtkunst jener Zeit. Die Sammlung, aus der auch der Dresdener altertümliche Jünglingskopf von Perintli (Herr- mann, ath. Mitt. 1891, Taf. 4 und 5) stammt, ent- hält noch einige Marmorwerke, die genauere Untersuchung verdienten, und mehrere In- schriften. Als Fundorte der Gegenstände wer- den Periuth (lleraklcia, am MarmarameerX Kon- stantinopel und Gortyn auf Kreta genannt. (Arndt.) Digitized by Google Palermo. Syrakus. 31 Sammlung des Herrn Dr. Albert L. Long, Professors am Robert College in Rumeli- Hissar am Bosporus. 743 und 744. H e raklesköpfchcn. Hoch 0,11. Feiner, leicht krystallinischer Marmor. Aus : Isnik (Nicaea). Geglättet. Von einer Statuette, j Stirnbinde, die am Hinterkopf geknotet ist. Ausserdem liegt ein Tuch auf dem Haupt, ähn- lich wie bei der Münchener „Methe“ (No. 134. i Brunn-Bruckmann Taf. 125), dem Kopfe des Pal. Pitti E-V 232-233 und dem unter No. 872 be- sprochenen Hennaphroditentypus. Sorgfältige Arbeit. Die Sammlung, aus der auch der schöne Dresdener Artemis(?)kopf Brunn- Bruckmann Taf. 390 Arch. Ana. 1894, p. 5, No. 10 stammt, ent- hält ausser einigen nicht uninteressanten Werken der Kleinkunst ein Votivrelief an Apollon Krateanos, von welchem, zusammen mit an- deren, teils im Robert College in Rumeli-Hissar, teils (1889) beim armenischen Antikenhändler Alischan in Konstantinopel -Galata befindlichen entsprechenden Exemplaren, ich in einer der kommenden Serien genauere Nachricht geben werde. (Arndt.) Palermo, Museo nationale. 745—750. Drei zu Jen sei inu nt i sehen Metopen gehörige weibliche Köpfe. 745 und 746 « Benndorf, Metopen von Selinunt, Taf. XI, 2; 747 und 748 Benndorf XI, 3 = Sermdi- falco XXXV, 3 = Ilittorf 50, 3; 749 und 750 <= ' Benndorf XI, 5 = Serradifalco XXXV, 5 »-■ I Hittorf 50, 4 « Brunn -Bruckmann 293a. Aus Marmor. In der Himerhalle des Tempels E (der ! der Hera geweiht war) gefunden. Zu der jüng- i Bten Metopenreihe gehörig. Weiteres bei Bonn- , dorf. (Am dt.) j Municipio. 751. Statue eines Jünglings. Wir ver- 1 danken die Beschaffung der Photographie dieser ' Statue, über welche ich im Text zu Serie II, p. 53, links, das Nötige bemerkt habe, der liebens- würdigen Vermittlung des Herrn Prof, von Duhn 1 in Heidelberg. Besondere Aufnahmen des Kopfes haben wir leider nicht erlangen können. Die Statue stebt in ausserordentlich ungünstigem Lichte. (Arndt.) Syrakus. 752 und 753. Archaischer weiblicher Kopf mit Polos. Phot. Prof. Six; ich habe I das Original nicht gesehen. Nach Petersen, röm. Mitt. 1892, p. 181: „unlängst «aus Afrika« ins Museum gekommen; colossal; aus Kalkstein; nicht viel jünger als die Hera von Olympia“. Journ. of hell. stud. 1891, p. 56, No. 1. Offenbar ein Stück von grosser kunsthistorischer Wichtig- keit, über welches genauere Herkunfts- und Erhaltungsangaben notwendig sind. (Arndt.) 754. Torso einer lebensgrossen (von Hals- grube bis Schamansatz 0,50 m hohen) männ- lichen Statue archaischen Stils. Eine auf der 1. Schulter aufliegende Chlamys, welche sich dicht an die Körperformen anschmiegt, wird über den Rücken weg nach der r. Hüfte gezogen. (Hauser.) 755. Fragment einer Demeterstatu- ette, im Typus der von Overbeck, Kunstmytho- logie der Demeter, p. 465, zusammengestellten Statuen ; besonders nahe verwandt Atlas Taf. 14, no. 23. Rechts neben der nur von den Hüften abwärts erhaltenen Gestalt die grosse Fackel. Stein der Latomien. (Hauser.) 756. Gelagerter Mann. Länge 0,56 in. Er stützte sich auf den 1. Ellenbogen auf; der Kopf war, wie die Verschiebung der Bartenden auf die 1. Brusthälfte zeigt, sow eit zur L. gedreht, dass er nahezu im Profil gestanden haben muss. Der r. Unterarm war nach Ausweis des Puntello durch eine Stütze mit dem Körper verbunden. Das r. Bein schiebt sich utiruhig über das I. Die Formgebung des Nackten ist im Allgemeinen die der hellenistischen Zeit; auch das flüchtig behandelte Gewand stimmt zu diesem Ansatz. Die Lage der Gestalt erinnert sofort an die Eck- figuren der Giebel des 5. Jahrh. Ein Analogon bietet auch der gelagerte Mann aus dem Giebel des dorischen Tempels auf Samothrake (Conze, Arch. Untersuch, auf Sam. 1, Taf. 36). Ich glaube aus der Kopfwendung der Syrakusaner Statuette mit Sicherheit schliessen zu dürfen, dass die Statue nicht für sich gearbeitet w ar, sondern die Kopie nach einer hellenistischen Giebelstatue ist, da sie wegen der vom profilierten Plinthe nicht seihst in einem Giebel gestanden haben kann. Eine Deutung, etwa als Flussgott, wage ich nicht vorzunehinen, seit die Erklärung der olympischen Ecktiguren als solcher erschüttert ist (Bulle.) 757. Fragment eines prachtvollen Reliefs mit zwei le bensgrossen Figuren, etwa aus dem Ende des 5. Jahrh. Höhe 1,05 m, Breite 0,90 m. Nach r. hin ein Mann in imposant drapiertem Himation, von den Hüften abwärts erhalten ; ihm halb zugewandt ein nackter Jüngling (fehlt: der Kopf, 1. Arm, r. Hand), welcher mit dem r. Arm den Gestus der Adoration auszuführen scheint. Digitized by Google 32 Girgenti. Catania. Das» es sich um einen Menschen vor einem Gott handelt, darauf weist auch der bedeutende Grossen- unterschied zwischen beiden Gestalten hin. Eine schlagende Analogie mit dem Relief im Lateran Benndorf-Schöne No. 399 erhebt diese Vermutung fast zur Gewissheit. Weitere Schlüsse wage ich 1 aus dem lateranischen Relief nicht zu ziehen, weil dasselbe an mehreren Stellen überarbeitet ist; umgekehrt fällt aber von dem syrakusani- schen Relief ein Licht auf das lateranische , in- dem es uns zeigt, wo etwa der unbekannte Ur- sprung jener Blatte zu suchen ist, deren Stil mit keinem Relief aus Griechenland Zusammengehen will. (Hauser.) 758. Fra gment eines Ma rmorreliefs; Höhe 0,25 m, Breite 0,28 m. Zwei auscheinend im Reigentanz nach 1. eilende Mädchen, an Dar- stellungen von Nymphen erinnernd; doch be- wegen sich Nymphen weniger heftig. Vor den Mädchen am Boden ein undeutlicher Rest, der i wie der Oberkörper eines Mannes ausschaut, | welcher die L. an die Hüfte legt. Bei einem der I Mädchen entspricht die Art, wie das Gewand j angeordnet ist, ganz der in Syrakus gefundenen Aphrodite (Friederichs -Wolters No. 1469); das llimation lässt den Oberkörper bloss, wird vor den» Schoosse festgehalten und senkt | sich nach hinten allmählich derart, dass die Glutäen frei heraus treten. I>a hei dein Relief nicht an Aphrodite gedacht werden kann, so er- scheint mir das Wiederkehren dieses Gewand- motivg um so bezeichnender, und besonders auf- fällig, dass dieses Motiv gerade zweimal durch W erke in Syrakus verwendet wird, wo bekannt- lich das Bild der Aphrodite Kallipygos stand* | Mit viel mehr Recht als in der berühmten Statue des Nationalmuseums zu Neapel wird man also den Typus der syrakusanischen Kallipygos in der in Syrakus gefundenen Aphrodite suchen \ dürfen. (Hauser.) Girgenti. 758-761. „Apollo n“, am Flusse Akragas unterhalb der Kirche S. Biagio gefunden (C’aval- lari, sulla topografia di talune cittn greche in Sicilia, p. 73), bis zu den Knieen erhalten, 0,79 m hoch. Friederichs -Wolters No. 153; Farneil im Journ. Hell. Stud. 1891, p. 56. Cavallari erklärt | die Statue des Fundorts wegen für ein Bild des j Flussgottes Akragas, wozu es aber selhstver- | stündlich eines bestimmteren Hinweises bedürfte. War dieser Apollon schon als eine der wenigen auf Sicilien gefundenen archaischen Statuen von Bedeutung, so hat er neuerdings durch den Fund j einer Bronzestatuette auf der Akropolis von Athen i noch an Interesse gewonnen. Die im Bull, de corr. hell. 1894,Taf.5 und 6, ahgebildetc Bronze zeigt eine auffallend grosse stilistische Übereinstimmung mit der Statue: den halbkreisförmigen Schädelbogen, denselben Schnitt, dieselbe Gliederung der Haare, die weiche Behandlung der Muskulatur, welche scharfe Former grenzen vermeidet, die grosse Differenz zwischen Schulter- und Hüftenbreite. Der Ursprungsort des Stils dieser beiden Werke aus Athen und Akragas darf aus chronologischen Gründen nicht in Athen gesucht werden, sondern da, wohin Furtwängler (Bronzen von Olympia IV, p. 20, no. 52) allein schon der Stil der Bronze zu weisen schien, nämlich in Aegina. Die Be- ziehungen von Akragas zu Aegina sind dadurch verbürgt, dass Akragas zuerst unter den Stätten Siciliens die aeginetische Währung einführt. Die grosse Virtuosität der Marmorbehandlung an der Statue von Girgenti, welche Stützen verschmäht, erinnert an die aeginetischen Giebel. Und doch wäre in diesem Fall der Notbehelf einer Stütze um so eher zu entschuldigen gewesen, als der r. Arm viel weiter vom Körper absteht, als sonst hei dem Apollon typus üblich ist; die Haltung dieses Armes muss durch das Attribut, welches einst die Hand hielt, begründet gewesen sein. (Die Phot, der Rückseite nach einem Negativ des Herrn Prof. Six.) (Hauser.) Catania. 762. Niob i de. 0.35 in hohes Bruchstück eines Reliefs ohne Grund, wie die Figuren vom Erech- theionfries. Der auf beide Kniee niedergestürzte Sohn der Niobe, der mit beiden Händen nach der Wunde im Nacken greift, lässt sich in drei weiteren Wiederholungen nachweisen: auf dem Diskos im Brit. Mus. (Heydeinann, Niohidenreliefs, in Sächs. Ber. 1877, Taf. 1), einem Relief in Bo- logna (das. Taf. 4), einem verschollenen Relief (das. Taf. 5). Vgl. Raoul - Rochette, mon. inert, pl. LXXIX, 2. (Hauser.) 763. Fragment eines Ik ariosreliefs: die vier letzten Figuren aus dem Gefolge des Dionysos. Reisch, Weihgeschenke, p. 28; Hauser, neuatt. Reliefs, p. 194, No. 11. Ergänzt ist der 1. Rand des Reliefs mit den Flöten und dem r. Knie des Silen; von sonstigen Flicken nenne ich noch: die Hälfte vom Schallkasten der Kithara in der Hand der Maenade. (Hauser.) 764. Sarkophag(?)-Fragment. (0,40 m: 0,30 m.) Ein sitzender Mann mit rasiertem Gesicht legt die R. an den Kopf einer vor ihm stehenden bärtigen Herme. Zwischen der Herme und dem Mann sieht eine in Haltung und Bekleidung an den Sophokles im Lateran erinnernde Gestalt. Digitized by Google Neapel. 33 Eine stilistische Parallele und zugleich eine ver- wandte Darstellung bietet ein Bruchstuck im Lateran, Benndorf- Scheine, Taf. 17, No. 16; vgl. auch Clarac II, 119, No. 48. Das Bruchstück im Lateran zeigt una einen Schriftsteller, umgeben von Musen , z. T. mit l’orträtzügen, und von anderen Schriftstellern, die sich durch ihre ab- weichende Tracht als die klassischen Vorbilder der Hauptfigur, nimlich des in dem Sarkophag bestatteten Littcratrn, zu erkennen geben. Auf dem Fragment in Catania erinnern die Zuge des Klassikers lebhaft an das angebliche altere Sophoklesportrat, abg. Jahrb. V, 1890, p. 160. Das Berühren von Hermen lässt sich auch auf Grabstelen naebweisen, z. B. Clarac II, 155, j No. 269. Vgl. ferner oben No. 588 B. Ergänzt j ist ein Stück vom Schädel des „Sophokles“, I Daurnen und Zeigefinger des sitzenden Mannes. , Über die Provenienz konnte auch Dir. Orsi, trotz seiner freundlichen Bemühungen, nichts erfahren. (Hauser.) Neapel, Museo nazionale. Im Hofe links: 765. Statue eines eilenden Mädchens. Hoch 1,45. Feinkörniger gelblicher Marmor. Kopf und Hals waren besonders eingelassen. R. Ober- arm war seitwärts erhoben, I. gesenkt. R. sind 2 Stützenreste (vielleicht für ein Attribut der Hand), 1. einer für den Zipfel des Überschlags. Vielfach bestossen. Die Figur tragt den dori- schen Chiton mit Überschlag über dem ionischen Ärmelchiton. Für eine Deutung fehlt jeglicher Anhalt (keine Flügel). Die Arbeit ist sehr gut. Der Stil entspricht dem der Nikebalustrade. Nach Sogliano (notizic degli scavi 1898, p. 264, II) ge- funden in Via del Pendino presso S. Agostino la Zecca bei Gelegenheit der neuen Strassenanlagen. Eine andere Photographie (mehr von vorn ge- nommen) ist käuflich in Neapel bei Giustino Lembo, Strada S. Mandate No. 78a, Salvator ^08a- (Amelung.) . 766. Männliche Gewandstatue. Höhe 1,86. Feinkörniger weisser Marmor. Ein Bruch , durch den Oberkörper, einer durch die Füsse. In der I. Hand eine Rolle. Vorzüglich gearbeitete Wiederholung der Figur, die in der Sala della Biga des Vatican steht und Sextus von Chaeronea genannt wird (Heibig, Führer No. 384). Fundort wie bei No. 765 (a. a. 0. IX Das Original dieser schönen Gestalt muss dem 4. Jahrh. angeboren, j (Amelung.) i 767. Torso ein er guten Wiederholung der capitolinischen Venus. Höhe 1,00. I Grobkörniger gelblicher Marmor. Ansätze der I Arodt'Ar&elang, Pbotogr. Ein7«l»ufnaLmen III. Lo<*ken und Finger erhalten. Die Locken liegen etwas anders als hei der capitolinischen Statue. Ansatz einer Stütze am r. Oberschenkel aussen; bei der capitolinischen Statue ist hier keine Stütze vorhanden. (Amelung.) Im Hofe rechts: 768. Torso einer vorzüglichen Wie- derholung des Apollon Sauroktonos. Hube 0,88. Feinkörniger gelblicher Marmor. An der r. Hüfte Stütze für den r. Ellenbogen. (Amelung.) 769. To rs o e i n e r m Ä ss ig gearbeiteten Replik der Artemis von Gabii. Höhe 0,87. Feinkörniger gelblicher Marmor. Das Exemplar zeigt bemerkenswerte Abweichungen von dem in Paris, welche indes alle nur Vergröberungen und Vereinfachungen des schlechteren Kopisten sind. Das Stück ist deshalb nur für die Beurteilung der Kopisten wertvoll. (Amelung.) 770. Fragment einer menschlichen Figur, die auf einem Widder reitet. Hoch 0,68. Feinkörniger weisser Marmor. Es fehlen dein Widder die beiden Hinterbeine, der Schwanz, das ganze Vorderteil, der Figur der ganze Ober- teil und die Fftase. Der Oberteil der Figur, Vorderteil und Schwanz des Widders waren be- ; sonders angesetzt. Gute Arbeit. Das Geschlecht der Figur ist nach dem Er- haltenen nicht zu bestimmen. Zunächst wird man an Phrixos denken, der auf den Wand- bildern ganz ähnlich dargestellt wird (vgl. Roscher, mythol. Lexikon, Sp. 2027 zu Art. „Helle**). Grössere Wahrscheinlichkeit aber hat die Deutung auf Aphrodite Epitragia für sich (vergl. Flasch, an- gebliche Argonnutenbilder, p. 1 ff., Böhm im Jahrb. d. I. 1889 p. 208 ff. und Bethe ebenda 1890, Anz. p. 27 ff., wo unser Fragment p. 28 rechts beschrieben ist, und Anz. p. 69) (Amelung.) 771. Torso einer weiblichen Statue. Höhe 1,19. Feinkörniger weisser Marmor. An der Seite des r. Beines unten ein grosser Stützen- rest, vielleicht für das von der erhobenen r. Hand gehaltene Attribut. Wahrscheinlich die Darstellung einer Provinz. (Amelung.) Im Saal der kleinen Bronzen: 772 und 773. Kopf der kleinen reiten- den Amazone. Puhl, bei Brunn -Bruckmann Taf. 355 A. Angesichts der zuletzt von Furt- w Angler (Meisterwerke, p.303) ge&usserten Ansicht, dass in dieser .'Statuette die „Eukncmos** des Strongylion nachgebildet sei, erschien es der Mühe wert, den Kopf besonders aufnehmen zu lassen. Das Arrangement der Haare erinnert an das bei Polyklet übliche, ist aber kunstloser. 3 Digitized by Google 34 Rom. Dies und die übrigen Formen des Gesichtes be- weisen in der That zweifellos, dass das Original der Statuette in das 5. Jahrh. gehört. Dadurch und durch die Kleinheit der Darstellung empfiehlt sich Furtwftnglers Hypothese als möglich. (Amclung.) Rom, Garten des Vatican. 774 und 775, Sitzende weibliche Statue. Höhe ca. 2,05, Tiefe ca. 0,48. Ziemlich feinkörniger gelblicher Marmor. Erg.: Nasenspitze, Vorderteil des Halses, die Teile des llimation zu beiden Seiten des Kopfes und neben der 1. Schulter, beide Unterarme mit Hunden und dem von der 1. Hand gehaltenen Gewandstück, der obere Teil des im Schoosse liegenden Gewandbausches, 1. Fuss mit Teil des Gewandes, die geschwungene Lehne des 1. Armes und da» darunterl egende Stück Felsen. Die Figur ist in eine moderne Basis eingelassen. Der Kopf scheint nicht ur- sprünglich zugehörig. Hinten ist die Figur nicht ausgeführt, son- dern glatt abgeflacht. Sie muss also ursprüng- lich an einer Wand gestanden haben. Dies und das eigenartige Bewegungsmotiv machen es wahr- scheinlich, dass die Figur sich einst in dem Giebel eines römischen Tempels befand. Dübel- löcher sind an dem Erhaltenen nicht vorhanden. Der Kopf erinnert sehr au den der Florentiner Demeter im schwarzen Gewände (E-V 357—359). Man vergleiche wegen des .Stiles und verwandter Motive die Giebelfiguren aus Thon im Conserva- torenpalast (Helbig, Führer 1, p. 465). Die Arbeit unserer Statue ist decorativ und effectvoll. (Amelung.) 776. Stehende männliche Statue. Höhe 2,37. Feinkörniger gelblicher Marmor. Erg.: Oberteil der Stirn und der Haare, die unteren Teile der seitlichen und rückwärtigen Locken, Kinn, Hals mit Oberteil der Brust und Schultern, r. Brust und Arm, 1. Arm bi» auf ein Stück Ober- arm, Gewand am 1. Unterarm, r. Fusa mit Knöchel, Vorderteil des 1. Kusses, Basis und Teile der Stütze. Nase und Lippen abgebrochen. Die Figur war mitten durchgebrochen. Der Kopf ist von einer gewundenen Binde umgehen, in deren antiken Teilen sich Löcher für Strahlen befinden. Er stellte demnach einen hellenistischen Herrscher als Sonnengott dar. Zu der Figur wird er kaum ursprünglich gehören. Diese wird von einer römischen Imperatoren- statue stammen. Sie ist gut gearbeitet. I i 777- 780. Büste mit einer Wieder- holung des Kopfes des myronischen Dts- kobolen. Höhe 0,55 (Scheitel bis unterer Rand der Büste; Höhe des Kopfes allein 0,25). Ziem- lich feinkörniger weisser Marmor (der des Kopfes sicher pentelisch). Erg.: Nase, Kinn, Hals, Büsten- fuss. Der Mund fehlt. Die Ohren sehr bcstossen. Der r. Armansatz teilweise abgebrochen. Der Kopf (nicht zu der Büste gehörig) ist eine gute , leider sehr mitgenommene Wieder- holung des myronischen Diskoholen. Am Halse ist die ursprüngliche Drehung noch deutlich sicht- bar. Die Haare sind sehr sorgfältig gearbeitet. Von den Angen bewahrt das r. ganz die archaische Form, während sich bei dem I. die Lider ftber- schneiden. An der Büste ist die Rückseite inter- essant. Vgl. hierzu Bicnkowski, Geschichte der antiken Büstenform (polnisch), in dein XXIV. Bande der Abhandlungen der Akademie der Wissen- schaften in Krakau (deutscher Auszug in dem Anzeiger der gen. Akademie, December 1894». (Amelung.) 781. Statue der Hera. Höhe 1,85. Gross- körniger weisser Marmor. Erg.: Mittelteil des Diadems und der Haare darunter, Nase, Mund, Kinn, Stück des Mantels über der 1. Brust, 1. Schulter und Stück des 1. Oberarmes, 1. Hand, das unter ihr herabhängende Stück Mantel, r. Unterarm. L. grosser Zeh abgebrochen. Augen- sterne und Pupillen eingegraben. Der Kopf scheint gebrochen und zugehörig. Nach Zeichnung publi- cicrt in Overbecks Kuiistmythologie. Taf. X, 35; Textband Hem p. 121, No. 12. Die weiteren dort angeführten Figuren haben nichts mit diesem Typus zu thun. Eine Wiederholung derselben Figur in Stock- holm (Phot. Lagrelius 13). Doch ist hei ihr das Himation nicht über den Kopf gezogen. Auch sind Abweichungen im Einzelnen zu bemerken. (Amelung.) 782. Statue der Hygieia. Höhe 1,02. Ziem- lich grobkörniger weisser Marmor. Es fehlen : Kopf und Hals (waren besonders gearbeitet und tun- gesetzt', r. Arm, 1. Hand mit Teil des Unterarmes, Teile des Leibes und Kopf an der Schlange. Uber der Schlange ist ein grösserer Stiitzeu- ansatz. Die Figur ist eine Wiederholung der Hygieia Hope (Roscher, mythol. Lexikon, Sp. 2788 und 2789, Thrämer). Während aber bei dieser die Schlange von der I. Schulter der Göttin der r. Hand zustrebt, richtet sie sich bei unserem Exemplar neben der Göttin auf. Der r. Arm war augenscheinlich gesenkt, und die Stütze wird einem von der Hand gehaltenen Attribut als Halt gedient halfen. Vgl. oben No. 717. (Amelung.) Digitized by Google Horn. 35 783. Kopf einer Karyatide auf einem umgekehrten Kapitell. a. Der Kopf: Hohe (Ende des Haarschopfes hinten bis Höhe des Korbes hinten) 0,31. Fein- körniger weisser Marmor. Erg.: Gesicht und Hals. Die gedrehten Lorken beiderseits hinter den Ohren und der Schopf hinten abgebrochen. Die Frisur ist die gleiche, wie hei einem Kopf in Florenz (E-V No. 820—322), der mit dem „Kasseler Apoll“ eng verwandt ist Doch sind die Stirn- locken hier freier behandelt. Über der Mitte der Stirn eine eigenartige Haarschleife. Das Original aus der Zeit des Erechtheion. b. Das Kapitell: Höhe 0,30, Breite ca. 0,82. Feinkörniger weisser Marmor. Zwei Ecken sind abgebrochen. Das Kapitell ist mit einer Löwen- haut umwickelt. Zwei ganz entsprechende Kapitelle befinden sich im Museo nazionale delle Terme (Ala IV, No. 26 und 27). Sie stammen von einem kleinen Rundtempel, welcher am Tiber in der Nahe der Engelshrücke gelegen hat (Bulletino comimale 1892, j». 175 f., T. IX). Dorther muss auch unser Kapitell stammen. (Amelung.) 784. Statue der Kybele. Da die Figur an dem Casino des Pirro Ligorio jenseits eines Wasserbeckens steht, war die Höhe nicht festzu- stellen. Feinkörniger weisser Marmor. Erg. der obere Teil der Mauerkrone mit Gewand, 1. Unter- arm mit Hand und dem oberen Teil des Tym- panon. Der Vorderteil des 1. Fusses fehlt. Be- schädigt die r. Hand. Unterhalb der Brust war die Figur durchgehrocheti. Die bisherigen Publi- catione» der Statue siehe hei Roscher, mythol. Lexikon, Kybele, Sp. 1645 unten. Vergl. E-V No. 891/392. Wegen des Gewaudmotives vgl. man die Monumente, welche hei Amelung, Basis des Praxiteles, p. 50 f., zusamniengestellt sind. Sie gehören dem 4. Jahrli. an. Derselben Zeit kann auch das Original unserer Figur in Rücksicht auf den Typus des Kopfes angeboren. Zu den eigen- artigen Gewandfalten zwischen den Füssen vgl. die entsprechende Partie an dem Dionysos vom Thrasyllos- Monument aus Athen (Brunn -Bruck- mann, Denkmäler, Taf. 119), ebenfalls einem Werke des 4 Jahrli. Die Mauerkrone ist für diese Zeit nirlit unerhört. .Sie bildet sich schon auf dem Kopf einer Statue in Villa Doria - Pamphili (M-D 920), dessen Original noch in das 5. Jahrh. gehört. Derselbe stimmt fast vollkommen überein mit dem beim Parthenon gefundenen Fragmente eines Colossalkopfes (Michaelis, Parthenon, Taf. 8, 14). Vgl. jetzt: Furtwangler, Statuenkopieen im Alter- j tum, I, p. 577 ff., Taf. X, 2. (Amelung) 785. Sitzende weibliche Statue. Gelb- licher Marmor. Höhe und Ergänzungen waren , nicht zu constatieren. (Amelung.) 786. Sitzende weibliche Statue. Höhe nicht zu constatieren. Gelblicher Marmor. Erg. Kopf und Hals, r. Unterarm mit Teil des Ober- armes, r. Unterschenkel mit Knie und Fuss. Es fehlen die Hinterbeine des Stuhles. (Amelung.) 787. Sitzende weibliche Statue. Höhe 1,40. Grosskörniger weisser Marmor. Erg. Kopf mit halbem Hals, r. Unterarm mit Ellenbogen und Teil des Ärmels, die beiden Enden der Bolle, Teile der Basis. Die drei letztgenannten Statuen waren wahr- scheinlich römische Grabet atuen. Ihre Erfindung hat sich augenscheinlich an griechische Vorbilder angelehnt, diese wohl zum Teil direct nachgeahmt, wie bei den Kopieen der sog. Olympia* (Mus. Torlonia). (Amelung.) 788. Statue der Tv che. Höhe 1,29. Mar- mor der Gestalt grobkörnig und we'ss, der des Kopfes feinkörnig und gelb. Erg. Nase mul beide Anne mit Füllhorn. Die Figur ist eine schlechte Wiederholung eines auch sonst als Tyche oder Nike verkommenden Typus; vgl. E-V No. 286 und 350. Der Kopf ist eine schlechte Wieder- holung des Kopfes der Le da mit dem Schwan (Helbig, Führer 454). (Amelung.) 789. Mädchenkopf. Höhe 0,27. Fein- körniger gelblicher Marmor. Erg. Hals, Büste und Fugs. Halbe Nase abgebrochen. Irn Nacken ein kleiner Schöpf. Das Original wird etwa im Anfang des 4. Jahrh. entstanden sein. (Amelung.) 790. Weibl ich er Ideal köpf. Höhe 0,38. Feinkörniger gelblicher Marmor. Erg. Nase, Unter- lippe, Büste und Fuss. Die I. Kopfseite war ab- gebrochen; der Bruch verschmiert. Rückseite nur angelegt. Im Nacken ein kleiner Schopf. Erinnert trotz seiner schlechten Arbeit an die Hera Farnese und soll augenscheinlich einen dieser verwandten Kopf wiedergehen (man be- achte die Bildung der Haare und Augen). Sehr ähnlich der Kopf des Louvre „Apollon“ No. 69, Phot. Giraudon 1241. (Amelung.) 791. Mädchen köpf. Höhe 0,35. Fein- körniger gelblicher Marmor. Erg. Haarschopf hinten, Büste mit Fuss. Nasenspitze abgebrochen. Die Haart* sind oben und hinten nicht ausgeführt. Sehr welch die Arbeit der Haare und Augen. Man vgl. dagegen No. 789. (Amelung.) 792 und 793. Kopf der Ceres. Höhe 0,35. Feinkörniger grauer Marmor. Erg. aus Marmor: 1. oberes Ende des Kranzes, Nase mit Mund und Kinn und Umgebung, Büsten fuss; aus Gips: r. oberes Ende des Kranzes, Teil der r. Braue, Büste. Durch den Ährenkranz ist die Person als Göttin des Getreidesegens bezeichnet; durch die 3* Digitized by Google 36 Rom. eigenartige Frisur wird die Erfindung in römische Kreise gewiesen. Also Ceres. Die erhaltenen Teile des Gesichtes haben nichts Porträthafles. (Amelung.) 794 und 795. Porträt hü ste ei ne s Römers. Höhe 0,53. Feinkörniger wcisser Marmor mit schwärzlichen Adern. Erg. Teil des r. Ohrrandes und Büstenfuss. Nase und Rand des 1. Ohres beschädigt. Die Brauen sind durch eingeritzte Striche angedeutet. Wegen der Büstenform vgl. Bienkowski, Ge- schichte der antiken Bastenform, T. I, Fig. 13 (Trajnnische Achselbüste). (Amelung.) 796. Weibliche Statue. In einer Nische des Casino des l’irro Ligorio. Höhe und Ergän- zungen nicht zu constatieren. Wiederholung der sog. Pudicitia. (Amelung.) 797. Weibliche Statue. Ebenda als Gegenstück. Jedenfalls erg. Kopf und Hals. Gute Wiederholung eines •der sog. Pudicitia verwandten Typus. Uber den Kreis, in den» die Entstehung dieser Typen zu suchen ist, vgl. Ame- lung, Basis des Praxiteles, p. 82, Anm. 3. (Amelung.) 798. Statuette eines Mädchen mit einem Vogel in den Armen. Auf einem Giebel des Casino; daher Höhe gar nicht und Er- gänzungen nur ungefähr zu constatieren. Sicher erg. r. Unterarm ohne Hand. Kopf antik, aber nicht zugehörig. Wohl eine Grahstatue. Der Stil des Ge- wandes schlicsst sich at» den hellenistischer Vor- bilder an. (Amelung.) 799. Statuette der Hygieia. Gegenstück zu der vorigen. Sicher erg. r. Arm mit Schwanz- ende der Schlai ge. Ein Teil der Schlange ist sicher zugehörig. Kopf antik, aber nicht zu- gehörig. Die Schlange wird so zu ergänzen sein: sie wird am unteren Ende von der r. Hand der Göttin gehalten und strebt nach einer von der 1. Hand gehaltenen Schale, um zu trinken. Die Figur ist eine Wiederholung der als Muse er- gänzten Statue im Lateran, ß-Sch 187; diese stammt aus demselben Besitz wie die entsprechend aufgestellte Asklepiosstatue No. 182 und hat die gleiche Grösse. Sie wird also ursprünglich auch eine Hygieia dargestellt haben. Die Figur erinnert sehr an die sog. Spinnerin der Glyptothek (vgl. Amelung, die Basis d. Prax. aus Mant., p. 51), die Kopie eines Werkes aus dem 4. Jahrh. v, Chr. Derselben Zeit wird auch das Original unserer Figur angeboren. Damit stimmt der Typus des Asklepios überein. Zu dem Kopf glaubt Arndt ein verwandtes Stück in Athen zu kennen (Kentrikon No. 550, Theben). (Amelung.) 800. Statue des Zeus. Höhe 1,90. Fein- körniger weisser Marmor. Erg. Kopf und Hals, r. Arm von der Mitte des Oberarmes an, 1. Arm von oberhalb des Ellenbogens an (Daumen antik), beide Küsse mit Stütze und Basis. Am r. Ober- schenkel aussen ein rundes Loch. Die gut gearbeitete Statue ist nächstvenrandt dem Dresdener „Zeus“ (Arcli. Anz. 1890, p. 107 und 1892, p. 1 f.) und geht mit ihm jedenfalls auf ein Original derselben Zeit zurück. Bisher publi- cicrt im Museo Chiarnmonti I, pl. 4 (ehemals in den Gärten des Quirinalt, danach bei Clarac 400, 678. (Amelung.) 801. Grab gruppe des Cornntus. Höhe 1,10. Feinkörniger weisser Marmor. Erg. an dem „Kronos“ Nase, kleiner Finger der 1. Hand; an dein Knaben r. Hand; an dem Stuhl r. Teil der Rückenlehne, Vorderteil der 1. Armlehne. Es fehlen: Stück des Himation auf dem Kopf des Kronos, Kopf mit lials und r. Unterarm des Mädchens. Bisher publiciert hei Clarac 395, 660. Die Inschrift an der Basis (jetzt ganz überschmiert) im Corpus Inscr. I.at. VT, p. III, 16 483. Das Ganze ist von dem Wetter arg zuge- richtet. In der r. Hand des Kronos ein ziemlich kurzes, breites und Haches Attribut (nicht die Harpe). Vgl. Koscher, mythol. Lexikon, Art. Kronos, 8p. 1564 (d). (Amelung.) 802. Weibliche Statue. Hohe 1,92. Fein- körniger weisser Marmor. Erg. Nase, Hals, beide Unterarme mit Henkel des Gefässes, I. Vorder- ecke der Basis. Vgl. zu der Figur E-V No. 396. Der nicht zugehörige Kopf ist eine Replik des Kopfes des Omphalosapollon. Darüber eingemauert ein hübsches decora- tives Relief mit bacchischer Scene. (Amelung.) 803. Kopf der Statue No. 802. Höhe 0,23. Ein Teil der Locken über dem r. Auge abge- brochen. (Amelung.) 804. Kopf des Herakles. Höhe nicht genau zu constatieren. C'olossal. Grosskörniger weisser Marmor. Erg. Nase, Hals und Büste. Beide Brauen fehlen. Die Haare bedeckt ein Wein« oder Pappelkranz. Nach Arbeit und Grösse ein Gegenstück zü dem Herakles Farnese j und seiner Wiederholung im Pal. Pitti. (Amelung.) 805. Weibliche Statue. Höhe 1,80. Fein- körniger weisser Marmor. Erg. 1. Schulter mit der äusseren Hälfte des Oberarmes, beide Unter- i arme, l. Knie, Vorderteil des r. Kusses mit Ecke Digitized by Google Koni. 37 der Basis, grosser Zeh des 1. Kusses, Kleinig- keiten am Gewände. Der Kopf (röm. Porträt), dem Nase und Teil des Halses fehlen, ist nicht zugehörig. Puhl, hei Clarac 4-39, 796. Vgl. zu der Figur E-V No. 287. Darüber eingemauert ein römischer Kindersarkophug. (Amelung.) Magazzino archeologico (Orto hotanieo). 806 und 807. Stehendes Mädchen. Mar- morstatue. Höhe 0,97. Kopf und Halsausschnitt gesondert gearbeitet und eingesetzt. Der 1. Unter- arm war angestückt (Zapfenloch). Der r. Unter- arm hing herab. Das Mädchen hat sich den hinteren Teil des Überschlags ihres einfachen Chitons über den Hinterkopf gelegt. Diese Ge- wandanordnung giubt die Erklärung für das Motiv der einen der „hercula ensischen Tänzerinnen“ (Comparetti e de Petra, La Villa Ercolanese, Taf. XIV, 3, p. 269), die sich mit der L. den Über- schlag in gleicher Weise von hinten über den Kopf ziehen will, so dass auch ßie, wie ihre gewandnestelnde Schwester (a. a. O. Taf. XIV, lk in einer Ankleidehewegung begriffen ist. Zu er- innern ist auch an eine Marmorsftatue der Samm- lung Jacobsen (»Aura velificans.“ Erw. E-V I, 2, p. 19, zu No. 113k obwohl hier das Motiv zu- sammen mit der eiligen Bewegung der Beine noch andere Bedeutung haben dürfte. — Die Statue des M. a. ist auch stilistisch aufs Engste mit den „Tänzerinnen“ verwandt (vgl. besonders die Brustfalten des Überschlags), vornehmlich mit der kleinsten von ihnen (a. a. 0. Taf. XIV, 4). Die breiten, hohlen, scharfrückigen Falten um die Beine sind hei beiden so übereinstimmend, dass ich nicht anstelle, die Marmorstatue für eine ge- treue Kopie nach einem verlorenen ßronzeoriginal zu halten, das, wenn es nicht überhaupt zu der Gruppe der „Tänzerinnen“ gehörte, jedenfalls aus derselben Kunstschule war. (Bulle.) 808. Hermes. Marmor&tatiie. Höhe 0,85. Er tragt in der L. das Kerykeiou, von dem Reste auf dem Unterarm erhalten sind. Auf dem Petasos, dessen Rand gebrochen ist, die Ansätze von Flügeln. Die Chlamys ist angeordnet wie bei dein Hermes mit der Inschrift Ingenui uud zahl- reichen anderen Statuen. Fuitwängler (Meister- werke p. 362) hält diese Drapierung in vielen Fällen für Zuthat der Kopisten; hier jedoch passt die strenge Anordnung der Falten voll- kommen zum Stil des Kopfes. Denn obwohl die Statue eine sehr Haue Kopie ist, erkennt man am Kopfe, namentlich an den Haaren, deutlich, dass ein Original etwa von der Mitte des 5. Jahrh. zu Grunde liegt. Am Nächsten verwandt scheinen mir der Kasseler Apollon und die Perseusköpfe in London und Rom zu sein (glatte, von einem niederen Dreieck begrenzte Stirn; schmale Lid- spalten; kräftiger Mund und Unterkiefer; auch die Stilisierung der einzelnen Haarlöckchen ist sehr ähnlich). Der Körper scheint durch die Hand des Kopisten »ehr verweichlicht worden zu sein. (Bulle.) 809 und 810. Kopf des Diomedes. Der Kopf verhält sich zu dem Münchener Diomedes ähnlich wie die vermutlich in England befindliche, nur durch den Dresdener Abguss (Fuitwängler, Meiste rw., Taf. 14) bekannte Wiederholung. Alle Formen erscheinen einfacher und w eniger effektvoll, so dass man glauben konnte, es liege ein etwas älteres und strengeres Original zu Grunde. Den- noch sind dafür meines Erachtens die Überein- stimmungen zu gross. Furtwänglers Anschauung (a. a. O. S. 811 fg.)> die in dem Münchener Exem- plare eine d$m Kopisten zur Last zu legende Steigerung und Übertreibung der originalen For- men sieht, scheint mir durch diese neue Wieder- holung bestätigt zu werden. Unser Kopf zeigt eine skizzenhaftere und weniger ängstliche Be- handlung von Haar und Bart, ist aber in der Modellierung des Fleisches, namentlich der Wangen, vortrefflich. In der Wiedergabe des Haares hat sich der Kopist anscheinend dem Mannorstil mehr angepasst. (Bulle.) Kunsthandel. Beim Kunsthändler Cupponi, Via della Fontunella di Borghese 20: 811. Büste eines Herrschers als Sonnengott. Höhe 0,49. Feinkörniger weisser Marmor. Erg. Nase, 1. Schulter und Büstenfuss. Hinten unter den Haaren ein Loch zur Befestigung. Die Haare von einem Reifen umgehen, in dem sich sieben Löcher zur Einfügung von Strahlen befinden. Eigenartig sind die drei Ähren auf der Brust unten. Sie sollen die das Wachstum för- dernde Kraft des Sonnengottes andeuteu (Roscher, mythol. Lexikon, Sp. 2021 f. Rapp). Die Gesichts- zuge erinnern an die Alexanders d. Gr. (Amelung.) 812 und 813. Statuette des Apollon. Höhe 0,64 (des obereti Fragmentes 0,38). Fein- körniger gelblicher Marmor. Da» untere Frag- ment scheint von einer ehemaligen Ergänzung zu stammen. An der l. Hüfte vorne ein kleines rundes Lock. Gute Kopie einer dein Mantuaner Typus ver- wandten Apollonfigur, etwas weiter entwickelt als dieser (vgl. Jahrbuch d. J. 1896 p. 1 ff. Wolters). (Amelung.) Digitized by Google 38 Florenz. Heim Kunsthändler Jandolo, Via Ha* buino 92: 814 und 815. Griechischer Porträtkopf. Höhe 0,25. Feinkörniger weisser Marmor. Erg. Nasenspitze, beide Lippen, Hals, Huste mit Kuss. Kinn hestossen. Die ganze Vorderseite sehr ver- waschen. Gut erhalten der Hinterkopf. Auf ihm ein Loch mit Blei vergossen. Erinnert stark an das Pariser Porträt Alexan- ders d. Grossen. (Amelung.) Heim Kunsthändler lunocenti, Via Ha- b ui no 77: 816. Männlicher Torso mit Agis. Höhe 1,12. Feinkörniger gelblicher Marmor. 1~ Arm war erhoben. Kopf nach der r. Schulter gewendet, ln Zeichnung publ. Mon. d. Inst. 111, tav. II. Aus dem Theater von Falterone in Umbrien. Es ist unbekannt, wo der Torso inzwischen sich be- funden hat. Der Körper schließt sich durchaus au poly- kletische Formengebuug an. Die Agis ist da- gegen ganz naturalistisch behandelt: das Medusen- haupt vom spateren Typus. Al« Stutze dient ein Palmenstamiu. Die Figur wird ursprünglich den Kopf eine« römischen Imperators getragen haben. Vgl. Furtwünglcr, Meisterwerke, p. 425. Wegen der Ägis vgl. Furtwängler, Gemmen mit Küiistler- inschriften , Jahrb. d. J. 1889, p. 69 f. ; Helhig, Führer, No. 556 und Hübner, die ant. Hildaeike in Madrid, No. 5 und 123. (Amelung. 817. Statuette der Hygieia. Hohe 0,43. Feinkörniger gelblicher Marmor. Der Kopf der Schlange war bei der 1. Hand, welche demgemäss eine Schale hielt. Die sehr hübsch gearbeitete Statnette hat das Gewandmotiv, das sonst bei Kore üblich ist (vgl. Amelung, Basis d. Prax., p. 51 f.). Vor dem Faustinatempol. 818. Fragment einer ara. Von einer darauf im Belief dargestellten Götterprocession sind die Oberkörper von Athena und Hepha«to$ erhalten t in e.nem eigentümlichen archaistischen Stil, der Züge des Stils aus dem 4. Jahrb. mit übertriebener Stilisierung vermischt. (Hauser.) Forum Romanum, Rasilica Julia, auf einem der modern aufgemauerten Pfeiler. 819. Basisrelief mit Hygieia und Athena. Pentel. Marmor. H. 0,38. Br. 0,355. Dicke jetzt 0,195. Oben ohne Kinlassspuren; hinten glatt abgeschliffen, offenbar, weil der Stein zur Pflasterung benutzt war. Dass da« Stück von einer Basis stammt, gebt aus der beträcht- lichen Dicke hervor. Flotte, nicht ängstliche Arbeit, aber doch wohl Kopie. Links Hygieia, in der L. die Schale, aus der I sie die in der B. gehaltene Schlange tränkt. Sie I ist nach einem statuarischen Original kopiert, der „ Aphrodite mit dem Schwert“ aus Kpidauros (Kawadias, Nationalmnseum, No. 262: Jahrbuch d. archäol. Inst. 1892, S. 203), da* in der Mün- chener Ariadne (Brunn, Glyptothek No. 112) eine andere Abwandlung erführen und in der Statue , de« Palazzo I'itti E-V 822 sogar jedes kennzeich- nende Merkmal verloren hat. Das Belief weicht in der Haltung des 1. Beine« ah, was durch die Profil Stellung erfordert wurde, und durch die für Hygieia passendere Bedeckung der r. Brust. Hechts Athena , im gegürteten , unter der Achsel offenen Peplos, durch den Best de« Helm* husche« kenntlich. Sie geht deutlich auf eiiieu, vielleicht ebenfalls statuarischen Typus de« 5. Jabrh. zurück. Das Belief erinnert an die Basen der grossen Kultbilder, namentlich au« der zweiten Hälfte des 5. Jahrb. Ausser der Basis der Partlienos (Jahrbuch 1890, 8. 114) und der der Xeinesia von Rhamnus (Jahrbuch 1894, S. 0) ist auch e.n neuerdings durch Photographien bekannt gewor- j deues Belief in Stockholm (Phot. Lagreliu« No. 150) , zu vergleichen, das, wenn nicht eine directc Kopie | der Nemesisbasis, ihr zum mindesten auf« Engste I verwandt ist (eine Behandlung desselben äst | von Pallut zu erwarten). In dem Götterbild, das unsere Basis trug, wird man wegen der Hygieia | vielleicht eiiieu Asklepios vermuten dürfen, und j wegen der Verbindung mit Athena se der Hin- ! weis gestattet, dass die Darstellung für die Basis des Kultbildes im athenischen Asklepieion (nach Heisch« Vermutung, Eranos Viuduhonensis, p. 21, von Alkameues. Vgl. Pauly-Wissowa, Healencycl. II, 1692) wohl passen würde. (Bulle.) Florenz, Uffizien. 820 und 821. Kopf der jüngsten Nio- b i de I). 234 (nach einem G ipsnhguss). Da der Kopf der Figur weder in Orig nal noch auf Photographieen des Originale« gut zu sehen ist, erschien es an- gebracht, die beiden Aufnahmen des seltenen Gipsabgusses zu veröffentlichen. Es ist von be- sonderem Intere«se, diesen Kopf, wie die der beiden anderen Töchter, deren Studium leichter 1 möglich ist, mit praxitelischcn Köpfen zu ver- gleichen. Man erkennt an der Verschiedenheit, besonders der oberen Gesichtspartieen, der Bil- dung der Augen, Zeichnung der Lider, Bildung der Stirn, sofort, dass wir es hier mit zwei ver- schiedenen Meistern zu thuu haben. Stärker Digitized by Google Venedig. 39 noch als an den weiblichen Köpfen tritt der Unterschied hervor, wenn man die Köpfe der männlichen Niobiden mit dem des Hermes von Olympia vergleicht. Die Niobideuköpfe teilen da- gegen alle charakteristischen Eigentümlichkeiten i mit den Köpfen von Tegea, dem skopasischen Heraklestypus und dem Meleager, der Kopf der Niobe selbst mit dem weiblichen Kopf vom Süd- I abhang der Akropolis. Es kann demnach kein Zweifel sein, dass die Gruppe Skopas XUXU- ! schreiben ist. Wenn sich die weiblichen Nio- bidenköpfe in einigen Zügen, wie dem Umriss der Stirn (nicht der Bildung) und der Form des Untergesichtes, mehr dem praxitelischen Ideale aitnäherii, als z. B. der Kopf vom Südabhang, so erklärt sich das dadurch, dass die Niobiden- grnppe ein Spätwerk des Skopas ist. Die beiden hervorragendsten Meister jener Periode können nicht ohne gegenseitige Kenntnis neben einander hergegangen sein, und gegenseitige Beeinflussung ist deshalb nichts mehr als natürlich. In dem Gesicht des Hermes finden sieb auch manche Züge, welche an Skopaiisches erinnern und die I in den früheren praxitelischen Werken durchaus fehlen. Man erinnere sich ausserdem an Polyklet, I in dessen Diadumenos starke attische Einflüsse unverkennbar sind (vgl. No. 866—868). (A me hing.) I Palazzo Pitti. 822. Dütschke 5. Wiederholung der | sog. Aphrodite mit detn Schwert aus Kpidauros (vgl. No. 629 , 630) und der sog. Libcra der Münchener Glyptothek: Brunn, Beschreib, d. Glyptotb. No. 112; Clarac , 690, 1621. Bereits erwähnt E-V 209. Der Vergleich lehrt, dass hier nicht etwa nur eine ähnliche Schöpfung, sondern eine richtige Wiederholung des Typus gegeben ist, die auch gleichen Muassstab hat mit den beiden anderen Exemplaren. Dieses Horentinisclie steht indessen gegen das ausgezeichnete epidaurische weit und ! seihst gegen das der Glyptothek zurück. Nament- lich die Draperie des Hiination ist ihrer charakte- ristischen, malerischen Reize verlustig gegangen, vereinfacht und verflacht, leer. Zwar hat die- selbe augenscheinlich eine derbe Überarbeitung | sich gefallen lassen müssen, dennoch muss sie j ursprünglich schon ärmer au Detail und Gliede- rung gewesen »ein und der accentvollen Differen- zierung der einzelnen Faltengunge entbehrt haben, die auch dem Glyptothekexemplar noch verblieben ist. Davon kann schon ein Blick auf das gröb- lich gezeichnete Faltenbündel uu der r. Hüfte überzeugen. In einem Punkte könnte man da- gegen versucht sein, die Überlieferung des floren- tiner Beispiels für eine, wenigstens der Intention nach, authentischere anzusehen. Der von der r. Schulter niedergeglittene Chitonbausch zeigt seine Längsfalteu von weichen (^uerbrttchen durchsetzt und belebt, wie sie, häufiger vorkommend, w'eiehes Linnen recht wohl charakterisieren. Allein ab- gesehen davon, dass auch an diesem Bausch eine Reduction der Hauptfalten stattgefunden hat, so sind diese vertical ziehenden Weichbrüche hier sichtlich stark übertrieben. Beachtenswerter ist eine andere Auskunft, die das florentiner Exemplar giebt Wahrend das epidaurische ein Schwertgehänge, das Mün- chener eine Nehris um die Brust aufweist, fehlt hier an dieser Stelle ein Attribut. Da zu der Annahme, der Typus sei hier zur Darstellung irgend eines andern Wesens als des ursprüng- lichen benutzt worden, vorläufig und an sich nicht der mindeste Grund besteht, so können wir aus dem Fehlen vornächst nur folgern, dass zum Verständnis» des Bildes, des Bildes in seinem ursprünglichen Sinne, jenes Attribut nicht gerade nötig war, die in den beiden Händen vorauszu- setzenden Attribute genügten. So erhält die unter No. 629/630 erwähnte Deutung Milchhöfers durch diese neue Replik nichts weniger als eine Stütze. Auch wenn wir uns die Figur „mit dem Schwert in der gesenkten Rechten“ und einem „scepterartigen (ki/hfof“ in der Linken ergänzen wollten: welcher Hellene sollte in dieser Gestalt mit dem senti- meutvoll geneigten Haupt, dem ersichtlich auf sinnlich reizende Wirkung berechneten Körper die gestrenge Dike erkennen? Zu der Frage, welcher Zeit ich die Entstehung des Typus zueigne, habe ich mich kurz unter No. 629 630 ausgesprochen; sie auch nach Maassgabe der Figur hier näher zu erörtern, scheint nicht der Platz. Betont sei nur ein Moment von meh- reren, das leider auch von soust geschulten Kri- tikern noch immer nicht genug gewürdigt wird: die Proportionierung. Sie ist in allen drei Re- pliken wesentlich die gleiche, schlankere des 4. Jahrh. (Flasch.) Venedig, Museo archeologico. 823 und 824. Kopf de, Apollon I). 360. Der Kopf ist der teste Vertreter eine, verbrei- teten Typus, über den iui Text zu E-V 842 und in meinem „Führer durch die Antiken in Florenz“ No. 2 ausführlich gesprochen ist. Die im liuudel verbreiteten Pliotographiecn geben den Kopf in Dreiviertelsprofil. (Anielung.) Digitized by Google 40 München. Arsenal. Nach Aufnahmen von Prof. Six; die beiden andern Löwen sind von Naya gut photographiert. 825 und 826. Sitzender Löwe. II "he (ohne Plinthe) ca. 1,85, Höhe der eingelassenen Plinthe 10 cm. Unbekannter Herkunft, jedenfalls nicht mit den drei anderen aus Attika; laut Unterschrift: „Anno Corcyrae liberatae“ 1716 auf* gestellt. Modern Kopf und Basis; Geschlechts- teil abgearlieitet. Naxischer Marmor gröbsten Korns. Nicht einzeln abgebildet; s. jedoch die Gesammtan sicht des Arsenals hei Lahorde, Par- thenon. Litteratur bei Sauer, Altnaxische Mar- morkunst, p. 89, No. 1, wozu poch Kock, deutsche Bundsclmu, 1892, S. 400. Gutes Beispiel archa- ischer Auffassung von Tierformen. Leih unnatür- lich gestreckt und schwächlich, besser die Bcitie. i Mähne zwischen den Vorderbeinen als dick auf- liegende Schicht behandelt, während im Nacken einzelne Locken sauber und vorsichtig aus dem spröden Material herausgemeisselt, bez. graviert, durch Überarbeitung freilich entstellt sind. In schwächerem Belief, vielleicht auch ohne Gra- vierung ist der jetzt schwer erkennbare, nahe vor dem 1. Hinterknie liegende Schwanzhüschel gearbeitet. Anatomisches Detail spärlich; um so auffallender die starke Betonung der drei letzten Kippen und der Kreuzwirbel. Das Ganze sehr zerfressen (besterhaltene Epidermis unter dem Kinn); es hat gewiss auch itu Altertum (als Grab- mal?) im Freien gestanden. < Sauer.) 827. Li egender Löwe (oder Löwin?) von ! hvmettischem Marmor. Aufschrift: Ex Atticis. Identisch mit der in einer Depesche Morosini's (bei Laborde, Athönes II, 225 f.) erwähnten Löwin, der ein Stück gleichen Marmors zum Ersatz des Kopfes beigegehen wurde. Dass diese Löwin von der Akropolis stammte und mit der von Guillet (bei Lahorde, I, 217, Anin.) erwähnten identisch sei, finde ich nur bei Hertzberg, Gesell. Griechen- lands III, p. 145 angedeutet; die Aufschrift würde, wenn dies wirklich so wäre, gewiss stolzer lauten. Flüchtige Arbeit, vielleicht sogar spater Zeit. Grabmal? (Sauer.) Mönchen, Glyptothek. 828 und 829. Jünglingskopf. Brunn No. 49. Erg. Nase, Herme. Nach einem Original aus der Mitte des 5. Jh. v. Chr. Vgl. Furt wangier, Meister- werke p. 115.— Eine Replik des Kopfes im Besitz von F. llauser wird in der nächsten Serie ver- öffentlicht werden; eine weitere im Pal. Torlonia M-D 234 = Furtwangler, Meisterwerke p. llo, Anm. 4 (Phot, bei Dr. Kalkmann). (Bulle.) I 830 und 831. Hermenbüste des Hermes. Brunn No. 58. Erg. Nase, Oberlippe, unterer Teil des Bartes, vorderer Teil der Büste. Am Hals gebrochen. Kopie nach archaischem Ori- ginal. Von der Replik bei Barracco (La Collec- tion Barracco, Taf. 26) weicht das Münchener Exemplar in» Nackenhaar ab, das hier in einem nach unten sich zuspitzenden Schopf glatt an- liegt, während es dort ähnlich wie über der Stirn in kurzen Löckchen unter der Mütze her- vordringt. Unzweifelhaft hat sich der Kopist des Münchener Stückes enger au seiu Vorbild ge- halten. Für den Kopf hei Barracco kann es übrigens zweifelhaft sein, ob er als Herme ge- arbeitet war. — Brunns Deutung auf Hephäst hat Furtwängler (Führer durch die Glyptothek) durch die auf Hermes ersetzt, unter dem Hin- weis, dass Hephäst in dieser Zeit noch nicht init dem Pilos ausgestattei wird, dagegen ähn- liche archaische Köpfe sicher Hermes darstellen. Vgl. Arndt, La Glvptotheque Ny-Carlsberg. Text p. 19, Anm. 3. (Bulle.) 832 und 833. Brunn No. 83. Replik des Kopfes des Ares Ludovisi (Schreiber« Be- schreibung der Villa Ludovisi, p. 82 ff. No. 63; Uelhig, Führer II, No. 877), als solche erklärt von mir in den Verhandlungen der Münchener Philologenversammlung 1891, p. 244 f. Sep.- Ahdr. p. 3 f. Auf meine dortigen Ausführungen verweisend, füge ich Rückschlüsse bezüglich des Originales hei. Der Münchener Kopf war mir stets eine Arbeit nach Bronze. Als ich später seine Beziehungen zu dem Ares Ludovis er- kannte, bestärkte mich eine Prüfung auch der Statue in der Annahme eines Bronzeoriginals. So konnte drittens die Thatsache, dass in einer Neapolitaner Replik (K-V 534^35) ein völlig ver- schieden gestalteter Sitz erscheint, kaum mehr be- fremden, und gerade deshalb, ira Hinblick auf die Frage des Originaluiaterials, geschah es, dass ich a. a. O. die Fachgenossen auf jenes Neapolitaner Stück aufmerksam machen zu sollen glaubte. Denn gegenüber jener so auffälligen Differenz — der Sitz ist eine Art Pfeiler, seitlich und vorne glatt zugearbeitet, vorne unten mit dem Rest einer vorspringenden Platte — kann mau nicht umhin, zu folgern, dass in dem Original der Sitz eine künstlerisch ganz irrelevante Zugabe ge- wesen sein müsse, bestimmt nur, dem Bilde einen entsprechenden Sitzboden zu geben, nicht auch mitberechnet in der Umrissentwicklung des Kunst- werkes selbst, eine Art mächtiger Unterstütze, die unbeschadet der eigentlichen Kunstforuieti in der einen Kopie diese, in der andern jene Gestalt empfangen konnte : was w jeder auf eine Bronze- Digitized by Google München. 41 tigui' führt, etwa wie, um ein bekanntes und auch künstlerisch nahe stehendes Beispiel anzuführen, die Bronzestatue des ruhenden Hermes in dem Museum zu Neapel (Baumeister, Denkm. Fig. 788; lieber - Bayersdorfer, Klass. Skulpturenschatz No. 7; Bninn-Bruckmaun, Taf. 282). Es leuchtet ein, dass unter diesem Gesichts- j punkte u. a. die Krage, zu welcher schon das Neapolitaner Exemplar an sich drängte, näm- lich welche von den Attributen, mit denen der Kopist des Ludovisischen Exemplars den Sitz zu beleben für gut fand (.Schild, Beinschienen, Eros, i HelmX in dem Original vorhanden gewesen seien, | ob überhaupt eines, geradezu unahweislich wird; und man wird dieselbe principiell dahin ent- scheiden dürfen, dass, je weniger Objecte die ; unteren Umrisse der Figur bedrängten oder gar schnitten, desto mehr den Intentionen des Ori- ginalkünstlers entsprochen war. Was Stil und Entstehungszeit des Werkes | anlangt, anerkenne ich das Urteil Brunns (a. a. O.), Friedericht» ' (Baust. 486 = Fr.- Wolters 1268), I llelbigs i,a. a. O.) u. A., wenn sie dasselbe der naturalistischer gewordenen Kunst um den Aus- gang des 4. .lahrh. zuschreiben und speciell lvsip- ! pische Richtung in ihm linden. Die Möglichkeit, dass es auf Skopai1 Kolossalmarmorbild (l’lin. : 36, 26) zurückgehe, halte ich für ausgeschlossen, | nicht etwa nur wegen des vermuteten Original- materials, auch nach Allem, was ich von der früheren Kunst des 4. .lalirli. bis zu den Maus- solleionArbeiten, diese mitinbegriffen, weiss. Wenn Furtw Angler — bei Roscher, mytk. Lexikon, S.490f., noch der meines Erachtens richtige.! Ansicht — in den Meisterwerken S. 525 f. wieder auf Skopas , ruckfallend an die, ich möchte sagen, berüchtigte Stirnfalte des Apoxyomenos erinnert, statt deren \ an dem Areskopfe „nur eine glatte Modellierung der Form wie in der gesammten vurlysippi sehen Kunst“ erscheine, so ist damit für die Entstehung des Ares weder vor noch nach Lysipp etwas besagt. Denn einmal ist doch wohl Lysipp ! selber so weit Naturkonner gewesen, dass er nicht ohne Unterschied alle seine Jünglingsköpfe mit jener Stirnfalte ausstaffierte , zweitens würde die Abwesenheit dieser famosen Kalte ja über- ' haupt erst dann ein Beweismoment abgehen, ( wenn dieselbe wirklich von Lysipp ab auf allen Jünglingsstirnen oder doch den meisten spukte. Dafür gar, dass die vorhandenen Repliken des Ares nicht den originalen Massstah hätten, son- dern Verkleinerungen wären, fehlt jedes Indicium. Wir überlassen es Fnrtwängler, das Auftauchen eines Gros&exemplars zu erhoffen, und glauben unsererseits vorläufig Angesichts dieser tüchtigen Stücke gleichen Massstabs, dass dieser auch der des Originales war. Am wahrscheinlichsten trifft die von Meyer ausgesprochene Vermutung (s. Jahrb. d. arch. Inst. 1889, Arch. Anz. p. 41) das Richtige, dass Fiston (Hin. 84, 89) der Autor des Bildes gewesen sein möge. Vielleicht hilft hier die oben an- geführte Hermesstattic etwas weiter, die ich frei- lich auf den genaueren Grad ihrer stilistischen Verwandtschaft zu prüfen noch keine Gelegenheit gefunden habe. (Flasch.) 834 und 835. Kopf der Athen a, auf nicht zugehöriger Athenastatue. Brunn Nr. 86. Der Kopf parischer, die Statue italischer Marmor. Am Kopf ergänzt: der lieltnhnsch; der Stim- Bchutz des Helmes mit der Palmette, doch ist die untere Spitze alt; der grössere (obere) Teil der über der Stirn liegenden Locken; die Spitzen der Locken neben dem r. Ohr; die Endigung der vordersten unteren Locke vor dem 1. Ohr; der untere Teil des Halses mit dem Einsatzstück, den beiden Locken unter dem r. Ohr und den weiss erscheinenden Lockenenden auf der 1. Seite; das (weisse) hintere Ende des Nacken- schirmes mit den Locken darunter; im Gesicht Nase, Oberlippe und Unterlippe bis zu den Mund- winkeln. Der weisse Fleck an der 1. Halsweite rührt von der Abarbeitung der sich nach unten fort- setzenden grossen Locke her, die hinter dein 1. Ohr entspringt. Aus dem Fall dieser Locke und der stärkeren Schwellung des linksseitigen Kopf- nickers ist zu entnehmen, dass der Kopf beträcht- lich nach vom und zu seiner Rechten geneigt war. Kopie nach einem Original des 5. Jahrh., etwa aus dem dritten Viertel desselben. Die ungewöhnlich fleischigen Wangen hei schmaler Bildung des Kinns und tief bedeckter Stirn geben dem Kopf etwas Eigenartiges. Bei richtiger Nei- gung des Kopfes verschwindet der Ausdruck von Verdrossenheit etwas. Erwähnt von Fnrtwängler, Meisterwerke S. 90, Anm. 4. Löschcke, Fest- schrift zum 50jähr. Jubiläum d. Vereins v.Alter- tumsfreunden im Rheinland«*, 1891, p. 7, Anm. 1. (Bulle.) 836 und 837. Brunn No. 90. Kopf des Apollo Citharoedus, gen. Muse Ba rberini. Der Kopf, itn Gesicht, ausgenommen die Stirne und die Umgebung der Augen, etwas durch Corrosion beschädigt, ist in die Figur eingelassen, aber sicher zugehörig, wenn auch nicht richtig sein wird, „«lass die alte Verbindung beider Teile nie wieder gelöst worden ist“ (Brunn). Ergänzt sind der untere Teil der Nase, zwischen Hals- ende und Brust Stücke der Schulterlocken, ein Digitized by Google 42 München. schmaler Einsatz*! reifen, welcher die Haarmasse des Nackens mit jener auf dem Kücken der •Statue verbindet. — Cher Augapfel und Wimpern s. Brunn a. a. 0., auch Winckeluiann, Werke (Ausg. Eiselein), V, p. 77 f. Ein selten charaktervolles Marmorhaar: un- gemein weich bewegt, breit und pastös gezeichnet, durch ein paar stärkere Cäsuren zu einigen I grosseren Büscheln gruppiert. Arbeit und Arrange- ment machen von vornherein geueigt, die Stärke des Künstlers, der das Original erfunden, in dem Meissei zu suchen. Es ist dieses Haarwerk aber : keineswegs Phidia s’scher Zeit, noch selbst des j ausgehenden 5. Jahrhunderts. Zwar in deu Windungen macht sich noch Zusammenhang mit den älteren Traditionen bemerkbar, aber die einzelnen Körper sind doch schon zu decorativ und in ihrem Zusammenhänge zu sehr auf- gclockert, zwischen Hinterhaupt, Stirn und Schlafen zu buckelig angehäuft, als dass das Ganze nicht einen bedeutenden Fortschritt in das Malerische des 4. Jahrh. markierte und dass es mit verwandten Exempeln der früheren Zeit ziisamiiiengebracht werden könnte. Auch ein Stirnkrobylos so ausgebildeter Gestalt oder so kräftig wirksamen Sonderreliefs wird schon aus inneren Gründen im 5. Jahrh. nicht gefunden werden können. Diesen Wahrnehmungen entsprechen Kopf- form und Gesichtsbildung. Schon die Länge der Maske und die breite, nach Art z. B. der Knidierin ! oder der Niobe in höherem und gesell weif- i tereni Bogen zum Scheitel verlaufende Stirn halten mich ab, eiue Schöpfung des 5. Jahrh. j anzuerkennen. Das Maass, in welchem der Künstler um Kinn und Wangen ins Fleisch, ins weiche Fleisch gegangen ist, die Milde der ein- zelnen Umrisse, das Sfuuuito des Haaransatzes fallen gleichfalls zu Gunsten einer späteren Ent- stehung in die Wagschale, und aberinuls eines Marmorkiinstlers. Andererseits ist nicht zu leugnen, dass trotz des Verlustes des Kernigen und Flächigen der alten Schule sich doch noch etwas von der Grosszügigkeit des 5. Jahrh. durch die allerdings geschwungenere und weicher modellierte Decke hindurch geltend macht; auch in den Lippen, die an den alten, göttlichen Wurf wenigstens noch erinnern. Mit einer solchen Beurteilung des Kopfes, welcher übrigens analog der Figur vornehmlich auf Vorder- und halbe Seitenansicht gearbeitet ist, treten wir in Widerspruch mit der fast all- gemeinen Annahme, die in dem Bilde ein Werk der Phidias 'sehen Epoche sieht. Allein so ver- breitet diese Meinung sein mag, irrig ist sie | nichtsdestoweniger. Denn auch die Figur tragt sichere Kriterien späterer Entstehung. Furt- w&ngler, Meisterwerke p. 119, nimmt zu einer GrupjH* zusammen die sog. Ceres der Rotunde (be- züglich deren die Bemerkung gestattet sein mag, dass ich sie in Vorträgen lange vor dem Er- scheinen des F.schen Buches mit Agorakritos Nemesis in Verbindung gebracht habe), die Muse Barberini und die grosse Athena in dem unteren Corridor des capitolinischen Museums. Aller- dings diese Figuren tragen den gleichen Chiton; aber um so mehr kann man an ihnen lernen, wie stilverschieden sie untereinander sind und wie sic chronologisch auseinandergehen müssen. Es handelt sich da um nicht allzuschwer zu demonstrierende Unterschiede. Beschränke ich mich hier auf den Apollo, so sehe ich z. B. die Steilfalten des Chiton, ausgenommen die Mittel- falte, die nach unten spitz verläuft, in eine grössere Reihe von zum Teil sehr schmalen Rücken und Tiefen sich gliedern, dabei jene, wenn möglich, noch durch Eindrücke gebrochen, diese zumeist sehr weit hinein zurückgeschnitten: Erscheinungen, wie s'e der sog. Ceres der ltotonda, der Parthenos und anderen ähnlichen Werken wirklich der Pliidias'schen Epoche fremd sind, die sich noch mit einer schlichteren Art der Gliederung und weniger lebendigem Wechsel be- gnügt, demgemäss breitere Kücken, breitere Thäter bildet und diese auch viel weniger tief einsenkt, überhaupt sparsamer faltet. Die reichere, belebtere Art des Citharödus begegnet uns ganz ähnlich schon an der Eirene des Kephisodot. Dennoch kann ich mir den Meister des Citharödus zwar wohl als den Schüler des Kephisodot, nicht aber als einen in der gleichen Kuustlergeneration aufgewachsenen Zunft genossen denken. Dazu zwingen die Fortschritte in dem Kopfe des Citharödus und überdies der völlig verschiedene Bau der Gestalt. Das kürzere Rechteck, wie es dem entwickelten 5. Jahrh., auch noch der Eirene, eigen, ist hier bereits mit Entschiedenheit in das gestrecktere, das Proportionsideal des 4. Jahrh., übergegangen. Auch der schon verhältnismässig hoch genommene Stand der Gürtung, auf dessen Wert als kunstgeschichtliches Kriterium ich (vor Anderen) schon in dem Annali 1878, p. 18 auf- merksam gemacht habe, bestätigt unsere Be- obachtungen. Grösse, feierliche Haltung, die gewählte Tracht, die hier noch frei ist von den Un- tugenden, welche späterhin diesem Kleidungs- stück ein gut Teil seiner künstlerischen Wirkungs- fähigkeit entzogen, reihen den Apollo Barberini den Götterbildern der grossen Zeit an, aber als Digitized by Google München. 43 einen Spätling, geschaffen wohl eher erst in dem zweiten als in dein ersten Viertel des 4. Jahrb. — Ich setze die Statue seit lange in Beziehung zu Skopas. Doch auch darüber mich hier noch auszusprechen, wurde zu weit führen. (Flasch.) 838 und 839. Kopf der Artemis. Brunn No. 93. Stark geputzt. Ergänzt die Nase , eilt Teil des Gewandes an der 1. Seite des Halses und Teile der Diudcmverzieruug, nämlich: die mittelste Gruppe von zwei Tieren und der Gegen* stand rechts davon ganz; an der Gruppe Uber dem r. Auge Köpfe und Hälse der Tiere, an der über dem 1. Auge das erste Tier ganz, der grössere Teil des Gegenstandes daneben, Hals und Kopf des nächsten Tieres. Die Tiere sind ihrem Baue nach deutlich Hebe. Der Gegen* stand zwischen ihnen, am liesten erhalten Über der 1. Schläfe, ist sehr wahrscheinlich ein weib* liebes Idol mit über der Brust gekreuzten Annen. — Boss Imcli. Athen. Mitt. 1890, p. 69. Furt* wangler, Meisterwerke p. 203. Wolters in Lütxows Ztschr. für bi Id. Kunst, N. F. VI, 8, 44. (Bulle.) 840—843. Kopf der Eirene vonKephi* sodot d. ä. Nach dem Original und nach Gips*). Ergänzt die untere Hälfte der Nase der Eirene, der Arm des Plutos. Der Kopf des Knäbchens alt, aber nicht zugehörig. — Zu Kephisodot vgl. zuletzt Wolters, Jahrbuch VIII, 1893, p. 173 f. Furt wä» gier, Meisterwerke p. 613, und Denk* schritten der bayer. Akad. 1. CI., Bd. XX, Abt. III, p. 552. (Bulle.) 844 und 845. Brunn No. 108. Kopf der Statue des Dionysos, früher in Verona inl’a- lazzo Bevilacqua: Clarac 675 B, 1584 (Maffei, Verona illustnita III, p. 226, Tat. XII). aufgesetzt, doch sicher zugehörig. Ergänzt die Nasenspitze, ver- schiedene Flickstücke am Hals, Partien der Haar- locken um den Hals. — Ich habe in den Verhand- lungen der Münchener Philologen Versammlung (1691), p. 248 = Sep.-Abdr. p. 7 den Typus für eine Schöpfung des mittleren 4. Jahrb. erklärt und muss daran festkalten trotz Milckhöfers Widerspruch, der ihn für jünger nimmt (Jahrb. der arch. Inst. 1892, p. 200 j. Bei allem Natura- lismus ist das Werk für eine jüngere Zeit zu bescheiden und massbalteml in der Anordnung, zu stilvoll in der gesummten Formgebung, des Nackten wie der Draperie. Die weiche und zarte Führung der Umrisse, die aber weit entfernt ist von Verschwommenheit, die stilistische Verwandt- schaft mit dem Hermes des Praxiteles, die auch in dem Kopfe hervortritt, lassen mich ein Original praxitelischer Provenienz vermuten, an dem der Kopist höchstens in der Beigabe lind nächsten Umgebung des Panthers sich Licenzen gestattet haben wird, schwerlich auch in dem auf der linken Schulter hängenden Fultenhiindel (Furtwängler: freie spätere Variante [nicht Kopie J eiues Typus des 4. Jahrb.). Das Bild verdient durch Abguss dem Studium zugänglicher gemacht zu werden. (Flasch.) 846. Archaisches Belief von Delos. Brunn No. 117. Nach dem Abguss, weil in grosser Höbe eingemauert Sehr grobkörniger Marmor, vielleicht naxisek. — Erhalten sind die Oberteile dreier Frauen nach links, von denen die mittlere Oberkörper und Kopf nach aussen wendet, gauz wie auf den bekannten atheni- schen Chariten reliefs (Koscher, raytk. Lex. I, Sp. 882). Der Kopf der mittleren ist von reich- lichem Haar umrahmt. Die erste und zweite von rechts tragen gegürteten Chiton, die zweite auch einen Mantel, der vom Kücken herabhängt und lieben der r. Brust und am I. Ellenbogen ! sichtbar wird, ln den erhobenen r. Händen sind bei der ersten und dritten gemalte Attribute zu denken, während die Hand der mittleren einen Gestus der Adoration zu machen scheint. — Nymphen oder wahrscheinlicher die Chariten. Links, wo das Belief sich fortsetzt, ist dann viel- leicht nach Analogie des t basischen Keliefs Apollon zu ergänzen, mit dem die Chariten auch auf Delos eng verknüpft sind (Cultbild des Tek- j taios und Augelion mit den Chariten auf der Hand: Overbeck, S-Q 335/336). (Bulle.) 847 und 848. W i e d e r li o I u n g vom K o pf d e s Hermes von Andros. Brunn No. 123. Nase und hintere Hälfte des linken Ohres ergäizt. Der Kopf ist stark geputzt. — Die Statue, auf welcher er mit ergänztem Hals aufsitzt, ist eine Wieder- holung des polykletisrhen Diadumenos (Amelung, Florentiner Antiken p. 37) und erst von dem Er- günzer nach dem Vorbild des „Antinous vom Belvedere- zu einem Henne» gemacht. (Bulle.) 849 und 850. Männlicher Torso. Prunn *1 Wir haton. da di« Aafnahm« d«a originalen Kopfa* in- folg« der ungünstigen ttotoochtungaverhAitniaa« in Ort reiflichen Photographien de« (iipMa veröffentlichen iu müssen geglaubt. 1). H. No. 137. Replik des sog. Omphalosapolloii. ln der einfachen und flächigen Wiedergabe der Formen ist die Kopie dem Berliner Exemplare No. 510, sowie dem Florentiner D. 27 (vgl. E-V 87/88) verwandt. (Arndt.) Digitized by Google 44 Mönchen. 851 und 852. Brunn No. 151. Aufgesetzter, nicht zugehöriger Kopf der Statue des sog. 1 a s oit. Der Kopf ist, wie Brunn nach mir bemerkt hat, eine Wiederholung des Kopfes des vaticani- ! sehen sog. Adonis, nur ohne llaarschimr: llelhig, Führer, No. 255; Furtwängler, M*W, p. 588, Fig. 115. — Besonderer Wert kommt dem Exemplar nicht zu. Es ist zu schlecht erhalten, das llaar an mehreren Stellen verstossen, das Gesicht nicht nur stark ergänzt (Nase, Unterlippe mit Kinn, grössere Partien der Wangen, das halbe 1. Auge und Teile der Stirn), sondern auch üherputzt. Das geistvoll entworfene, auf feine Detaillierung berechnete, kurzlockig sprossende Haar gemahnt an ein Original in Bronze, das von einem der noch mit den grossen Stilisten der unmittelbar nachphnliasischen /eit sich berührenden Meister stammen muss. (Flasch.) 853 und 854. Brunn No. 152. Kopf de 9 Asklepios, auf e’nen modernen Hernienschaft \ aufgesetzt: modern ist auch die Nase. Die von mir herrührende Deutung beruht ausser auf der Typik des Kopfes auf seiner Übereinstimmung mit dem Kopfe der Dresdener Statue: Augusteum, Taf. 16; Clarac 549, 1156, von welcher Treu eine Beplik in dem Sculp- turenschatz aus Olympia entdeckt hat (Arch. Anz. 1890, p. 107; Olympia III, T. 58, 1). Da der Kopf den Gott sehr wohl charakterisiert (s. Brunn a. a. O.X so kann ich gleich Furtwängler (M-W, p. 84, Anm. 4) Treu nicht beipflichtcn, wenn er in der Statue später Zeus dargestellt vermutete (Arch. Anz. 1892, p. 66 f.). — Die Arbeit ist flau und liandwerksmässig, aber die Vorlage eines Originals aus der späteren Zeit des 5. Jahrh., vermutlich Phidiasisrker Schule (so auch Treu, Furtwängler), dennoch unverkennbar. S. auch unten No. 869—871. (Flasch.) 855 und 856. Kopf des nackten Zeus. Brunn No. 160. Nach Gips. Nase ergänzt — Die von Kekulö, Jahrbuch 1888, p. 42 f., gegebene Deutung auf Zeus näher begründet von Furt- wängler, Meisterwerke p. 408 f., der die Statue für ein vorpolykletisches Werk der argivischen Schule erklärt und in ihr eine Nachbildung des im Jahre 466 v. Chr. in Syrakus aufgestellten Zeus Eleutherius vermutet. (Bulle.) 857 und 858. Kopf eines Athleten. Brunn No. 164. Ergänzt Hals, Nase, der hintere Band des r. Ohres, ein Klicken an der r. Seite des Kinns. Kopie nach einem Typus des 4. Jahrh., der den praxitelischen Köpfen sehr nahe steht, namentlich in Haar- und Augenbildung. — Re- pliken (nach Arndt): 1. Collection Barracco, Taf. 56 und 56a. Sehr hart gearbeitet. 2. Pa- lazzo Torlonia. M-D 1679 (Phot, bei I)r. Kalk- manii). 8. Villa Albani, No. 57, wird in einer der nächsten Serien des E-V veröffentlicht werden. (Bulle.) 859 — 862 Vier Kanep hören. Brunn No. 167 — 170. Nicht, wie Brunn und Schon» an- nahtnen, aus Villa Abani, sondern „aus der alten Versailler Sammlung*1. Vgl. L. v. Urlichs, Bei- träge zur Geschichte der Glyptothek, S. 14 u. 17. Hohe ohne die modernen Kalathoi 2 in. Lunensi- scher Marmor. Ergänzt: bei allen die gesenkten Anne und Hände mit dem oberen Teil des Mantel- endes (bei 167 und 168 Oberarme alt), die er- hobenen Arme, die Körbe; bei 169 der Mantel- zipfel auf der Schulter, bei 167 und 170 dessen äussere Hälfte; die Köpfe und Hälse von 167 und 170. Antik dagegen sind die mit ergänztem Hals aufsitzenden Köpfe von 168 und 169 (Nasen ergänzt); ihre Zugehörigkeit ist durch Gleich- artigkeit des Marmors und richtigen Verlauf der Schulterlocken gesichert Auf dem Oberkopf ist | bei beiden der Rest e'nes dünnen runden Trag- ! polsters alt. — Sehr iiiittetmässige Arbeit Die Augensterne sind eingegraben in der Art des zweiten nach- christlichen Jahrhunderts. Da die Gestalten hinten ausgearbeitet sind, haben sie frei, nicht an einem Pfeiler gestanden. Ob sie ehemals ein Gebälk trugen, ist unsicher. Wegen der Er- hebung der Arme scheint es mir schwierig, sic 1 alle nebeneinander unter demselben Arch Brav zu denken, doch wäre eine Anordnung zu zweien, etwa neben einer Thür das vorkragende Gebälk tragend wie jetzt in der Glyptothek, auch in römischer Zeit wohl denkbar. Alle vier haben neben dem linke? Fuss am Gewand die antike Inventarniimmer XUII (bei 168 geschrieben V1IL). Da das bei Statuen, die mit einem Gebäude in architektonischem Zusammenhang stehen, wenig Sinn hätte, so ist auch die Möglichkeit zu er- wägen, dass sie im Freien, etwa als Weihgeschenke in einem Heiligtum, paarweise aufgestellt waren. Es sind nicht, wie ich früher ineinte (Röm. Mitt. 1894, p. 152), Umbildungen der Koren am Erechtheion, da sie ausser durch die Erhebung der Arme auch im Kopf und namentlich in den Falten um das Standbein sehr wesentlich ab- weichen; auch ist die Hüfte auf der Seite des ! Standbeins sehr viel stärker ausgebogen. Die Kopfe, so schlecht sie gearbeitet sind, erinnern in der Anordnung des Haares und im Gesicht*- oval sehr an den Amnznnentypus. der auf l'oly- klet zurückgeführt wird (Furtwängler, Meister- werke p. 293). Da uns von 1‘olyklet die Dar- Digitized by Google München. 45 Stellung von Kanephoren überliefert ist — aller- dings nur kleiner Erzbilder im Besitz des Heius, die aber nach grösseren Originalen kopiert sein konnten (Overbeck, S-Q 964) — , so ist es mög- lich, dass die Münchener Statuen späte Nach- bildungen nach diesen Werken sind. Die starke Ausbiegung der Hüfte des Standbeines würde gut dazu passen. (Bulle.)* 863. Augustnt. Brunn No. 209. Über den nicht zur Statue gehörigen Kopf (erg. Nase, r. Augenknochen zur Hälfte, die oberen Blätter des Eirhenkranzes, die herahfalleuden Enden der Binde. Beutel. Marmor) vergl. Bernoulli, Röm. Ikon. II, 1, p. 42, No. 85. — An der Statue (grobkörniger Marmor) sind ergänzt der Hals- einsatz lind der obere Rand des Chitons sammt deui Knopf, der r. Arm, die I. Hand mit Schwert- griff (das innere Stück des Schwertes alt’, alles Gewand unterhalb des 1. Armes, die verbindende Stütze (Ansatz alt, so dass das weite Herab- hängen des Gewandes richtig ergänzt ist), das 1. Bein von unterhalb, das r. von oberhalb des Knies an, Stamm, Schamhaare, Geschlechtsteile, verschiedene Flicken an Körper und Gewand. Flüchtige Kopie, nach Stellung und Proportionen auf ein Vorbild des 5. Jahrh. xurückgehend. Von den nicht seltenen Statuen mit ähnlicher Gewandanordnung scheinen Clarac 658, 1527 und Museo Borhonico V, tav. X am Nächsten ver- wandt, vielleicht Repliken. Vgl. K -V 184 und 405 und Museo Torlonia 52. (Bulle.) 864 und 865. Kopf der Artemis. Brunn Saal IX, c (jetzt Vorhalle BX Erg. Nase, unterer Teil des Halses. Kopie etwa des 2. nachchrist- lichen Jahrhunderts (tiefe Bohrgänge im Haar) nach einem hellenistischen Vorbild. Die Haaranord- nung und die etwas kleinliche Sfissigkeit der Formen lassen den Kopf aufs Nächste verwandt erscheinen mit dein von R. von Schneider mit einiger Wahrscheinlichkeit als Artemis gedeuteten Köpfchen aus Tralles (R. von Schneider, Album der Antikensammlung des Kaiserhauses in Wien, Taf. 6). Doch ist hei dem Wiener Kopf das üe- sichtsoval gestreckter, die Stirne mehr vorgewölbt und oben dreieckig begrenzt und die Kopf- wendung zur L. statt zur R. Auch ist er kleiner (Gesichtshöhe 0,13; am Münchener 0,185). Wenn somit kein gemeinsames Original anzunehmen ist, so haben beide Köpfe jedenfalls ihren Ur- sprung in denselben Kreisen hellenistischer Kunst. Die von Brunn gewählte Benennung des Mün- chener Kopfes als Artemis dürfte das Richtige treffen. (Bulle.) Akademie der bildenden Künste. 866 — 868. Gipsabguss des Diadu- raenos in Madrid. Gegenüber der vom falschen Standpunkte aus veranstalteten LaurcnPsrhen Aufnahme des Originales (reproduciert in Furt- wänglers Meisterwerken p. 439) ermöglichen diese Aufnahmen des Abgusses ein genaueres | Studium der Formen, besonders des Kopfes. Die Puhliration erschien wünschenswert, weil Ab- güsse der Madrider Statue äusserst selten sind. • Ausser dem Münchener Abguss*) der ganzen Figur kenne ich nur noch einen Abguss des Kopfes allein hei Gherardi in Rom (Via Sistina), der nach diesem eine neue Form hergestellt hat. Zn dem, was zuletzt Furtwängler in den , Meisterwerken“ p. 435 ff. über die Figur und ihre Kopien gesagt hat, ist wenig hinznxufügen. Seitdem sind zwei neue Kopien bekannt ge- worden, eine ganze Figur aus Delos in Athen (Bulletin de corr. hell. 1895, pl. VIII p. 484 f.) und ein Kopf im Britischen Museum (Revue arch. 1895, pl. XI u. XII, p. 144 ff-X Ferner macht mir Arndt folgende Mitteilung: „Im Thorvaldsen- Museum in Kopenhagen, Saal XXXIX, Schrank 1, No. 50 betindet sich ein sehr fein gearbeitetes Fragment vom Kopfe des polykletischen Hindu- tnenos; r. Ohr mit Binde und Teil des Ober- kopfes; Stil der Dresdener Replik.“ Die Figur aus Delos scheint sehr gut gearbeitet zu sein; das Sehamhaar hat sie nach der Art des 4. Jahr- hunderts; sonst scheint sie in Allem mit den übrigen Kopien übereinzustiramen. Über den Kopf im Britischen Museum urteilt Furtwängler in seiner Schrift „Uber Statuenkopien im Alter- tum“ (Ahhandl. d. k. bayer. Akad. d. Wissensch. I. CI. XX. B. III. Abt) p. 548 sehr hart („ein sehr luittelmässiges Stück“), wie ich nach der Abbildung glaube, mit Unrecht. An dem Kopf ist der Bronzecharakter des Originales besser bewahrt, als an irgend einer andern Kopie, ohne dass die Arbeit dabei hart und leblos ge- worden wäre, wie bei dem Pariser Fragment (Meisterwerke, p. 440 No. 8X Die Haare sind ab- i weichend von denen der übrigen Kopien gebildet; I da diese, soweit bei ihnen die Haare gut erhalten sind, in diesem Punkte vollkommen unter ein- ander übereinstimmen, so müssen wir annehmen, dass sie das Original getreuer wiedergeben. Der Künstler des neuen Kopfes war selbständiger *) Ich muss bemerk«», das» diewsT Abiross, el« ich ihn vor einigen Jahren not dem Speicher der Akademie wieder entfernt, in mehrere Stacke »erbrochen and erg Tersclmaden wer. Er Int denn wieder xniemcnrngeeettt end seine OberiUcbe etwea ber- ge richtet worden. Pftr Petnilntndien iet dieeer Gips eleo jeden- falls nnr mit Vorsicht xn benot xen. (Arndt.) Digitized by Google München. 46 und freier. An dem Dresdener und Kasseler Kopf ist an der Binde oben und unten ein Saum angegeben; dieser fehlt an allen ührigou Kopien, hei denen er allerdings durch Farbe an gedeutet sein konnte. Die beiden genannten Kopfe unter- scheiden sich aber noch durch andere Eigen- heilen von den übrigen. Sie sind entschieden die weichsten in Form und Ausdruck; bei ihnen ist dem Material, in dem sie gearbeitet sind, am meisten Rechnung getragen. Am auffallendsten ist das hei der Bildung der Augen. Ä unser st charakteristisch ist die Bildung der Augen an der bronzenen Doryphoros-Herme in Neapel, die bei allen Untersuchungen über Polyklet den Ausgangspunkt bilden muss. Das Auge ist rund und sehr weit geöffnet, das Oberlid hoch aufgeschlagen. Besonders auffallend aber ist der Fhergang vom Unterlid zur Wange, der durch einen kantigen Knick markiert ist. Hier ftussert sich um stärksten die starre, stark schematisierende Art polvkletischer Stilisierung im Gegensatz zur attischen Art. Dass dieser Zug nicht etwa erst von dem Künstler der Neapler Herme bereingebracht ist, sondern am Original vorhanden war, wird uns bewiesen durch den herrlichen Münchener Bronzekopf eines Knabensiegers, ein Original polykletischer Schule (vgl. Hauser in den Rom. Mitt. 1895, p. 108 ff.). Kr ist weiter entwickelt, als der Doryplwroa, und doch findet sich noch der gleiche kantige Knick heim Ansatz der Wange unter dem Unterlid fast in der gleichen Starrheit wie dort. Betrachten wir daraufhin nun die übrigen Kopien poly- kletischer Werke, so linden wir die gleichen Charakteristika immer hei den besten wieder, besonders auffallend an der llerakle>herme in Neapel (Furtwängler, Meisterwerke p. 4^0). Unter den Kopien des Diadunienos haben sie in voller Stärke bewahrt der Kopf der Statue von Vaison, das Pariser Fragment und der neue Kopf im Britischen Museum. Die schlechte Abbildung der Figur ans Delos lässt mir erkennen, das» die Augen rund geöffnet sind; ebenso hat sie der Kopf der Statue in Madrid, doch ist hier das Unterlid und der Übergang zur Wange verweich- licht. Die Augen des Kasseler und Dresdener Kopfes aber sind schmaler gebildet, und von den Härten ist keine Spur geblieben. Sie entfernen sich in diesem Punkte augenscheinlich recht weit von dein Original. Die Constatierung dieser Thatsache ist auch für die Beurteilung der übrigen Kinzelheiten von Wichtigkeit. So werden wir uns die Haare des Originales nicht so reich und vollkommen entwickelt \ erstellen dürfen, wie sie der Dresdener Kopf zeigt. Wir dürfen demnach den Grad der Ent- > Wickelung, die Polyklet durchgemacht hat, nicht nach jenen beiden Köpfen allein bemessen. Den ■ im Ganzen und Grossen richtigsten Massstab scheint uns nach Obigem die Madrider Figur zu liefern. (Amelung.) 869-871. Gips einer römischen Por- trätstatue mit aufgesetztem bärtigem Götter- kopfe. Das Original in Holkham Hall: Michaelis, ancient marhles, p. 820 No. 55. Der Torso rührt wahrscheinlich von der Statue eines l'rinzen des iullaeh-claudischcn Hauses her, für welche diese (nach Originalen des 4. Jahrhunderts componierte: Amelung, zu E-V No. 882) Art der Gewand- tracht typisch gewesen zu sein scheint (vgl. z. B. den Marcellus aus Pompei: Mau in den Atti delP Accademia di archeologia, lettere e helle arti di Napoli 1890, vol. XV, Tafel, und de Ulaudius- statue aus Gabii im Louvre [Litteratur hei Hcrnoulli, röm. Ikonogr. II, 1, p. 885, No. 22]). Der Kopf hingegen ist, wie es scheint, eine Wiederholung des Kopfes der unter No. 858854 besprochenen Dresdener Zeus- Asklepios-Statue. Die oberen Partien des Kopfes erinnern sehr an den Kasseler A|wdlon. (Arndt.) 872. Gipsabguss des Torsos ei lieg i stehenden Hermaphroditen. Wiederholung der Statue Berlin 198» in welcher Furtwängler (Statuenkopien im Altertum I; bayer. Akad.-Abh. 1896, p. 582 ff. und Tafel XII) und Amelung (Führer durch die Antiken in Florenz p. 256) 1 mit Wahrscheinlichkeit das Werk des Polykies erkennen wollen. Die ältere Litteratur über den angeblich in Villa Pamfili befindlichen, hei Matz- Duhn aber nicht erwähnten Torso s. hei Furt- wängler p. 582, Anm, 2. (Arndt.) 873 und 874. Gipsabguss vom Kopfe der Hera Barberini. Die beiden Aufnahmen sind insofern von besonderem Interesse, als sie jedem ermöglichen, den Kopf in allen Details nicht nur mit dem der Hera Borghese (jetzt in Kopenhagen), sondern muh mit anderen, dein letzteren stilistisch verwandten Köpfen zu ver- 1 gleichen. Bekanntlich hat Furtwängler Meister- I werke p. 177) die Köpfe beider Ilerastatuen für Kopien desselben Werkes erklärt und nach der | unleugbaren Verwandtschaft des Kopfes der Hera Borghese mit dem der Venus Genetrix und ihren Verwandten (a. a. O. p. 742) dieses Original dem Alkamenes zugeschrieben. Ich habe an dieser Stelle zu No. 280 nachgewiesen, dass die lieiden Figuren in der Gewandung verschieden sind. Vergleicht mail nun die beiden Köpfe mit ein- ander, so sieht man ohne Weiteres, dass sich I auch hier überall Abweichungen finden, welche Digitized by Google Würzburg. 47 nicht etwa dem Kopisten Schuld gegeben werden können. Man braucht nur die Haare Uber der Stirn, an den Schläfen und auf dem Schädel zu vergleichen, die Stirnform, die Augen, den Mund und vor allen Dingen die Schädelform, welche bei allen mit der Venus Genetrix verwandten Köpfen gleich und sehr ähnlich der Schädelform des Doryphoros ist« (Amelung.) 875 und 876. Gips eines weiblichen Kopfes mit Stirnkrone, wahrscheinlich der Aphrodite. Wir wissen nicht, wo dieser sehr schöne Kopf von ausgeprägt praxitelischen» Kunst- charakter sich befindet. (Arndt.) 877 und 878. Gips einer Wiederholung vom Kopfe des Hermes von Andros. Auf- bewahrungsort des Originales uns unbekannt. Mit keiner der von uns gesehenen Repliken identisch. (Arndt.) 879 und 880. Gips eines jugendlichen Kriegerkopfes. Aufbewahrungsort des Ori- ginales uns unbekannt. Das Bruststück wahr- scheinlich modern. Das 1., offenbar antike, Ohr versch wollen; das r. wohl modern. Die Züge sind »ehr individuell, so das» der Kopf eher von einer Port rät- als von einer Idealfigur herrühren j wird. Da der Stil vollständig der der ly täppi- schen Kunst ist, liegt der Gedanke an eines der zahlreichen Keldherrenporträts dieses Meister» (S-Q 1485—89; 1492) nahe. Der Helmschmuck (auf den Backenlaschen ein, wie es sehe nt, doppeltgeschwünzter Triton, mit Helm, Lanze in der R., Löwenfell um den 1. Arin? darunter Orna- ment. Auf dem Stirnbügel zwei Seepferde. Dar- über: Medusenhaupt zwischen Hanken. Oben auf dem Helm: zwei Seelöwen) scheint hier nicht bedeutungslos zu sein und weist entschieden auf einen Seehelden hin. Vielleicht ist der Admiral Kearchos, der Jugendfreund Alexanders des Grossen, gemeint. (Arndt) Nach einem käuflichen Gipst». 881 und 882. Kopf der Statuetten- ' replik des myronischen Diskobolen, die | E-V No. 500, 16 von Bulle besprochen worden ist. Die ganze Statuette ist inzwischen abgebildet bei M. G. Zimmermann, Kunstgeschichte des Altertums p. 113, Abb. 75. (Arndt.) Würz bürg, Wagnersches Kunstinstitut. 883 und 884. Herakles mit der Hydra. Marmors tatuette. Höhe 0,35 m. Besprochen von II. L. Urlichs, Verb, der Görlitzer I'hilol.- Vers. 1890, p. 312 f., und Bonner Jahrbücher 95, p. 90 f. — Körperbildung und -haltung gehen, worauf Arndt bei Urlichs, Bonner Jahrbücher p. 97, auf- merksam macht, auf ein Vorbild des 5. Jahr- hunderts zurück, das der Stephanosfigur in Villa Albani sehr nahe steht. Auch die einfache Stili- sierung des Löwenfells entspricht der Art des 5. Jahrhunderts. Der Typus der Hydra dagegen, eine Schlange mit weiblichem Kopfe, aus dem kleine Schlangen he rau »wachsen, ist bi» jetzt nicht früher als für die hellenistische Zeit nach- weisbar (Dragendorff, Rom. Mitt. 1895, p. 210). Es wäre zwar möglich, das» die Rundplastik »ich diese Darstellnngsweise schon früher geschaffen hat, da die gewöhnliche Bildung der Hydra, bei der die Schlangeuhälse aus einem dicken gemein- samen Leibe hervorkommen, für sic schwerer verwendbar war. Auch könnte dem Gesiehts- tvpus der Hydra an unserer Statuette sehr wohl ein strenges Vorbild zu Grunde liegen. Aber solange keine gesicherteren Anhaltspunkte vor- handen sind, werden wir als das Wahrschein- lichere anzusehen haben, dass in der Würz- burger Statuette nicht die Kopie eines alten Werkes vorliegt, sondern eine römische Zu- sammenstellung etwa aus der Pasitelessclmle, die ja gerade den Typus des Stephano»- Jüngling» auf die verschiedenste Weise verwendet hat. (Bulle.) 885. Torso eines Apollon. Urlichs, Ver- zeichnis der Antikcnsamnilung I, p. 1, No. 5. Ungenügend abg. Sittl, Würzburger Antiken Taf. III. — Italischer Marmor. Höhe 0,395. Brustwarzendistanz 0,105. Das Dübelloch im Hals und zwei Eisenstifte in den Armstümpfen dürften von moderner Restauration herrühren, die entweder nicht ausgeführt wurde oder aus Gips war und verloren ging. Am r. Oberschenkel unten der Ansatz einer Stütze. Die Oberfläche zeigt die leichte Politur von Werken lmdrianischer Zeit. Das Vorbild wird au» dem 4. Jahrhundert stammen und ist am nächsten verwandt mit einer Gruppe von Statuen, die Furtwängler (Meisterwerke p. 596) als „Aus- läufer der Richtung des Euphranor“ bezeichnet, hat Der Jüngling im capitolinischen Museum, Salone No. 12, E-V 446, steht unserem Torso am Nächsten, doch hat er kurzes Haar, wäh- rend hier im Nacken ein Haarschopf erhalten ist, der, der Bewegung des Kopfes nach r. fol- gend, sich auf die 1. Schulter verschoben hat. Der Schopf besteht aus senkrechten gewellten Strähnen, die unten durch ein qiierlaufendes Band zusanunengefasst sind; er macht einen etwas altertümlichen Eindruck. — Urlichs’ Be- zeichnung der Statue als Apollon wird da» Rich- tige treffen. (Bulle.) Digitized by Google 48 Würzburg. 886. Disk oho I de» Myron. Verkleinerte Nachbildung aus italischem Marmor. Vgl. E-V 500, 18. Die strengen und mageren Formen des Vorbildes sind verloren gegangen. Die rund- lichere Muskelhildung und das stärkere Hervor- treten des Bauches erinnern an hellenistische, etwa pergamentscbe Art. (Bulle.) 887. Kentaurenkopf von einer Me- to pe des Parthenon. Höhe 0,245 m. Breite 0,145 m. Pentelischer Marmor. L. Urlichs, Ver- zeichnis I, p. 5, Xo. 27. H. L. Urlichs, Abgüsse in WQrzburg Xo. 113, wo das Stück richtig er- kannt ist, (Dagegen kann der ebenda vermutungs- weise dem Parthenon zugewiesene Unterarm No. 114 — L. Urlichs, Verzeichnis der Antiken I, p. 10t No. 67, der aus pentelischem Marmor ist und von der Akropolis stammt, nicht zum Par- thenon gehören, weil er für die Metopen zu gross und für die Giebel zu klein ist). — Provenienz- angaben über den Kentaurenkopf scheinen nicht vorhanden. Die Zugehörigkeit zu einer Metope des Parthenon steht aber nach Stil und Material ausser Zweifel. Der Haltung nach könnte er von der verlorenen Metope Süd XXV (Michaelis, Tafel 3) stammen. — In dem geöffneten Munde sind die Zähne sichtbar. Der Oherkopf ist für Bemalung glatt gelassen, wie an den Köpfen auf Metope XXX und XXXI, doch ist hei dem Würz- burger Fragment der untere Teil der Haare plastisch ausgearbeitet*). (Bulle.) 888. Oberkopf eines Athleten. Ur- lichs, Verzeichnis I, p. 5, No. 20. Pentelischer Marmor. Höhe 0,10 m. Breite 0,186 m. Tiefe 0. 207 in. — Die Unterseite ist eine etwas unregel- mässig nach innen gewölbte, gerauhte Fläche, die ohne Verdübelung auf den verlorenen unteren Teil des Kopfe» aufgekittet war. Vom I. Ohr ist der obere Band mit an dem Erhaltenen aus- gearheitet. Drei Messpunkte sind stehen ge- blieben, zwei oberhalb der aufgeklebten Museums- nummer, der dritte, sehr verscheuert und in der Photographie nicht herausgekommen, auf dem Scheitel neben der Nummer. Die Anordnung der Haare ist derjenigen bei polykletischen Athleten- köpfen ähnlich, doch sind die Haarlocken in grösseren Massen zusammengehalten und haben weniger geschweifte Enden. — Erwähnt von Furt- wängler, über Statuenkopien, Abh. d. bayer. Akad. 1. CI., XX. Bd., 3 Abt, p. 545, Anm. 4, wo andere Kopien mit Messpunkten aufgezählt sind. (Bulle.) •) Kinn naaf^brlirb« B*h*a«llcnjc <ü«mws Starke« von Michaeln erscheint eoebeo in Jahrbuch d. J. XI, 18ÖC, S. 300 fg. An t Grand der Beobachtang ron Studaicxka, den am antereten Ende de« Barte* der Keit eine# Paamena erhalten iat. wird der Kopf der dritten Sbdmetope I Michaeli« 3. III i aaffeertxt. 889 und 890. Zweiseitiges griechisches Belief. L. Urlichs, Verzeichnis I, p. 7, No. 39. II. L. Urlichs, Bonner Jahrbücher LXXXVII, p.4, Taf 2. Aus Athen. Pentelischer Marmor (nicht naxischer). Höhe 0,42 m. Erhaltene Breite 0,21 m. Grösste Dicke 0,135 m. Gute griechische Arbeit des 4. Jahrhunderts. Auf der in etwas höherem Belief gearbeiteten Vorderseite 889 sieht man links ein Stück des Reliefgrundes. Die weibliche Gestalt trägt feinen Annelchiton mit Arhselbftndern, darüber das Himation. Die R. hält eine Fackel, die L. war bis in Brusthöhe gehoben (Unterarm ab, die Falten des Himation» gehen im Bogen um den Arm- stumpf). Hinter dem r. Handgelenk zwei kleine ahwartsgehende Stiftlöcher, ein weiteres hinter dem r. Ellenbogen, eines aussen am 1. Oberarm. — Rechts stand quer vor der Schmalseite des Belief« eine kleinere Gestalt, anscheinend ein Knabe. Sichtbar ist auf 889 der r. Unterarm; der ovale Gegenstand mit zwei Bohrlöchern im Innern, einem kleinen und darunter einem grösseren, scheint für eine Hand etwas gross, doch kann es kaum etwas anderes sein. — Auf 890 ist erkennbar der Umriss des 1. Armes dieses Knaben, mit einem Gewandrest, ferner ein Teil der nackten Hütte. Vorderseite und Beine sind vollständig zerstört. Hinter ihm steht auf 890 ein Mann im Himation, den 1. Arm gesenkt Es scheint mir nicht nötig, mit Urlichs hier des Gewandmotiv» wegen einen unter die Achsel gestemmten, ehe- mals gemalten Stab anziinehtnen. Vielmehr glaubte ich vor dem Originale den Gegenstand vor der r. Schulter als einen Stab deuten zu können, der von dem rechten, im Winkel gebogenen, aber nur ganz flach angedeuteten Arm gehalten wird. Da, wie auf 889 deutlich ist Bich da» Relief nach links fortsetzte, so haben wir noch eine oder mehrere Gestalten auf beiden Seiten hinzu- zudenken, die durch den an der Schmalkante stehenden Jüngling verbunden wurden, eine Relief- form, für die ich keine ganz genaue Parallele kenne. Doch ist die Schmückung der Keliefkunte durch eine Gestalt an sich nichts Ungewöhnliches (vgl. z. B. «las von H. I,. Urlichs a. h. O. Taf. I veröffentlichte athenische Belief; Photogr. Athen. Inst. X. M. 128), und die Verbindung zweier Relief- seiten durch eine übereck gestellte Figur ist zu belegen durch die Basis von Epidauros, Kawa- dias, Ephem. arch. 1895, Taf. 8; Defraasc et Lcchat, Epidaure p. 87. Die Kackelträgerin dürfte der jugendlichen Formen wegen eher Kore als Demeter sein, der Knabe dann wahrscheinlich Triptolemos, da sich Digitized by Google Würzburg. Basel. 49 die Bohrlöcher in seiner K. für die Befestigung von Ähren besser eignen, als fttr irgend etwas anderes, etwa ein Kerykeion, an das H. L. Ur- liebs dachte. I>en Mann aut der Rückseite hat Urlicha auf Asklepios gedeutet. Sehr verwandt, fast als wäre er nach demselben Vorbilde kopiert (nur nach der anderen Seite gewendet), ist der Asklepios auf dem Weihrelief Ath. Mitt. II, 1877, Tuf. 15, in dem Reisch (Eranos Vindobonensis p. 22) wegen der Ähnlichkeit mit späteren atti- schen Münzbeizeichen eine Nachbildung des viel- leicht von Alkamenes gearbeiteten Kultbildes im Asklepieion vermutet hat. Über die Verbindung der elensinischen Göttinnen mit Asklepios vgl. zuletzt Rubensohn, Ath. Mitt. 1895, p. 365. (Bulle.) 891. Ringende Eroten. Relief aus pen- telischem Marmor. Urlichs, Verzeichnis der Wftrzb. Antiken I, p. 16, \o. 40. — Höhe 0,22 m. Breite noch 0,16 m. Ehemalige Breite unten etwa 0. 25 m. Dicke 0,05 in. Aus Athen. Die hintere Fläche ist rauh gelassen und etwas gewölbt. Die Form erinnert an einen Stirnziegel, doch muss das Relief aus der Nähe sichtbar gewesen und daher etwa an einem Sarkophag oder dergl. als Bekrönung gedient haben. Dargestellt siud zwei Eroten, von denen der eine den andern am Beine fortschleppt. An Eros und Anteros zu denken, scheint mir nicht direct notwendig, da Eroten auch als einfache Pa last ri teil Vorkommen. Vgl. Roscher, mvthol. Lex. I, Sp. 1368. Hinten eine bärtige Herme und die Zweige eines Baumes mit zackigen Blättern. Flüchtige Arbeit Nach hellenistischem Vorbild. (Bulle.) 892. Hellenistisches Relief. Penteli- scher Marmor. Links und oben gebrochen. Am 1. Bruch unten ein senkrechtes Zapf loch zum Auf- setzen auf eine Balustrade. Breite 0,24 m. Höhe 0,195 m. L'rlichs, Verz. d. Würzb. Ant. 1, p. 13, No. 14. — Auf der Vorderseite eine Herme des bärtigen Priap mit Kopftuch. Hinter ihm ein umgestürzter Kantliaros mit Blattmustern, auf den die Enden des langen Bartes einer Maske (abgebrochen) herabfallen. Zwischen den Bart- spitzen ein Gegenstand, der einem Tierkopf ähn- lich sieht Die flach sculpiurte Rückseite, die eine Publication nicht lohnt, ist von einer breiten Leiste eingefasst an der links schmale Fels- schichten übereinander angedeutet sind. Daneben der Rest eines in einen Pinienzapfen endigenden Stabes. (Bulle.) 893. Weiblicher Torso. Urhclis, Ver- zeichnis der Abgüsse No. 159. Höhe 0,53 m. Nach Gips. Das Original, von Bröndstedt in Carthaea auf Kcos gefunden, aus parischem Marmor, ist Arndl-Atn«-1 untf, Pfaotogr. Kinii’laafcahmen III. verschollen. Die viereckige Basis („piedestal carre“) war ganz in der Nähe gefunden worden. Bröndstedt, Voyages et recherches en Gröce, Taf. 9, p. 22 und p. 124 f. Friederichs- Wolters No. 495. Ein weiterer Abguss in Dresden. — Der Kopf ist besonders gearbeitet gewesen. Das r. Bein war Spielbein. Der r. Arm war gesenkt, der 1. in Schulterhöhe erhoben, etwa ein Scepter auf- stützend. Der Torso ist interessant weil er aufs Engste mit der Eirene des Kephisodot verwandt ist. Er stimmt mit ihr in den Proportionen und in der Gesammtanordnung deß Gewandes überein, ausserdem in manchem Detail, wie der schrägen, nnten senkrecht umbiegenden Falte von der r. Brust bis über den 1. Oberschenkel, in der weiten Öffnung der schweren Falten unter den Achsel- höhlen, endlich auch in der Behandlung des Kolpos. Doch stellt der Torso von Keos ein jugendlicheres Wesen dar. Ob er ein flüchtiger gearbeitetes Original vom Anfang des 4. Jahrh. oder eine Kopie ans guter Zeit ist, wage ich nach dem Abguss nicht zu entscheiden. (Bulle.) 894 und 895. Jugendlicher Kopf. Ur- lichs» Verzeichnis der Abgüsse No. 286. Nach Gips. Aufbewahrungsort des Originals unbekannt. Höhe 0,25 m. Starke Wendung des Kopfes nach links und unten. Die 1. Gesichtshälfte ist ver- kürzt und weniger ausgearheitet. Am Hinterkopf fehlt ein Haarschopf. Nase ergänzt. — Der Kopf ist dem SauroktonoB des Praxiteles nahe ver- wandt. (Bulle.) Im Besitz des Herrn Dr. Freiherrn Hiller von Gärtringen. 896 — 898. Drei weibliche Köpfchen. In der Stadt Rhodos erworben. Von einem Relief abgeschlagen, dessen Grund am Rande des einen Kopfes noch sichtbar ist. Der Marmor wahrscheinlich parisch. Dio Photographien in der Grösse des Originals. 896 und 898 tragen im Haar ein Diadem, 897 eine Haube (?). Nicht vor der Mitte des 4. Jahrh. v. Chr. Erwähnt in der Bibliographie des Arcli. Anz. 1894, p. 196, r. Spalte (unter: Hiller von Gärtringen). (Hiller von Gärtringen und Arndt.) Basel, Museum. 899 und 900. Weibliches Köpfchen. Bernoulli, Katalog der antiquarischen Abteilung des Basler Museums (1880), p. 28, No. «34: „Ge- schenk der Erben des Herrn Ratsherrn Vischer. Kopfhöhe 9 cm, mit Herme 18*/i cm. Neu: Hälfte der Nase, I. Seite des Haares und Herme. Über der Stirn ein Loch zum Einsetzen eine» 4 Digitized by Google 50 Nachträge. Schmuckes“ — vielleicht einer Mondsichel; da- nach wäre das Köpfchen Artemis zu nennen; vgl. den weiblichen Kopf aus Kyzikos in Dresden Brunn-Bruck mann Taf. 390 — Areh. Anz. 1894, p. 5, No. 10, mit dem das Basler Köpfchen auch zeitlich zusammengehören wird. Noch naher steht es der von mir in der Festschrift für Overbeck, p. 98, Anm. 1 und E-V 332/233 zu- sammengestellten Gruppe (der der Kopf von Taormina E-V 578/574 , sowie das Neapolitaner Köpfchen Inv. 6542, Phot. Sommer 1509 anzu- reihen sind). Bernoulli bemerkt mit Hecht, dass der Kopf „seinem ganzen Charakter nach griechisch“ ist. (Arndt) Nachträ Zu No. 10—11: Das eine der Reliefs hat Giulio Romano in seinen Fresken des Palazzo del Te in Mantua in der Camera di Psiche be- nutzt; die meckernde Ziege kehrt ebenda auf dem Fresko der der cantera dei cavalli zu- gekchrten Wand (Bacchanal) wieder. Daraus er- giebt sich, falls die Reliefs wirklich modern sein sollten, ein terminus ante quem für ihre Ent- stehungszeit. Zu No. 18: Vgl. Collection Greau, Versteige- rungskatalog der Bronzen, 1885, pl. XX, 918 — Overbeck, Kunstmyth. des Apollon p. 229 ■— Jahrbuch d. Inst 1886, p. 157. Zu No. 19: l’uld. bei Schreiber, hellenistische Reliefbilder Tafel 107 a. Zu No. 32 — 68: Die Sammlung von Catajo ist vor einiger Zeit nach Wieu überfuhrt worden. Zu No. 36—37: Bessere Replik im Thermen- museum zu Rom (nach Furtwängler, Statuen- kopien im Altertum I, j». 541, Anm. 4). Zu No. 56: Die dort erwähnte, bei Matfei, Museum Veronense p. 75, 5 = Michaelis, Journ. of hell, stuct 1885, p. 305 abgehildete Scrapis- statue ist nicht identisch mit unserer No. 56, sondern befindet Rieh jetzt in Sammlung Duval in Morillon bei Genf (v. Duhn im Jahrb. d. Inst, Anzeiger p. 53, No. 11, Fig. 11). Zu No. 71: Vgl. Michaelis, ancient marblcs p. 267, No. 102; p. 240, No. 112; p. 517, No. 4, und die an letzterer Stelle angeführte Litteratur. Neuerdings ist die Bronze auch von Alinuri photographiert worden. Zu No. 72b: Vgl. R. v. Schneider, Album der Wiener Antikeiisainrnlung, Taf. XXXII (Stra- tege zum Kampf rufend) und Arndt, gr. und röra. Porträts, Text zu Lieferung 29. Zu No. 73 b: Vgl. Cabinet Pourtales pl. XIX. Zu No. 83-107, 206—242, 279-380 (Florenz) vgl. jetzt: W. Arnelung, Führer durch die An- tiken in Florenz, München, Bruckmuiin, 1697. g 6 (Arndt). Zu No. 85 — 86: Vgl. Furtwinglcr, Statuen- kopien im Altertum !, AM), auf p. 558; Text p. 568. Zu Ko. 120: Vgl. Duhn im Jahrbuch d. Inst. | 1895, Anz. p. 51, No. 3, Fig. 3. (Sammlung Duval in Morillon hei Genf). Zu No. 126—127 (vgl. Nachträge I, 2, p. 19): | Eine weitere Keplik in den zwei Hüpfen einer I neugefundenen Doppelherme in Athen (vom athe- i nischen Institut photographiert). Das Wiener Exemplar jetzt abg. bei H. von Schneider, Album der Antiken -Sammlungen d. a. h. Kaiserhauses, Tafel XII (Text p. 6). Zu No. 133: Puhl, bei (Tarne 516, 1050 (nach Rcinach, revue critiquc vom 23. Dezember 1895, 1 p. 473) Zu No. 147—148: Ein ganz verwandter Kopf im Thermenmuscum in Hom, phot. von Moscioni. Zn No. 161—162: Nach Dragendortf, lihein. Museum 1896, p. 281 rAmische Vestalin. Zu No. 163: Vgl. Furtwängler, Statuenkopien ; im Altertum I, p. 555. Zu No. 166 -170: Vgl. Furtwängler, Statuen- kupien im Altertum I, p. 547, Anm. 4. Zu No. 183: Vgl. Duhn im Jahrbuch d. Inst. 1895, Anz. p. 53, links oben. Zu No. 185: Vgl. Roschers mythol. Lexikon s. v. llerinnphroditos Sp. 2320. Zu No. 226: Die dort besprochenen Statuen ('biaraninnti 496 und Torlonia 62 jetzt auch von Furtwängler, Statuenkopien im Altertum I, p. 556 behandelt. Zu No. 227 : Vgl. Berlin 100. Zu No. 236: Das Relief ist ohne jeden Zweifel eine Arbeit der Frührenaissance (Arnelung). Zu No. 243 — 244: Vgl. Furtwängler, Statuen- kopien im Altertum I, p. 545, Anm. 4. Zu No. 264: Vgl. Arnelung, Führer durch die Antiken in Florenz No. 262 a. F,.: die Haar- bchandlung sei ähnlich wie an den echten Köpfen Digitized by Google Nachträge. 51 der Tyche von Antiochia des Eutychides; der Kopf stimme fast ganz mit demjenigen einer Wiener Bronzestatuette der Hera aberein (Over- beck, Kunstmyth. der Hera, Text-Tafel I, 1 = Roscher, myth. Lexikon s. v. Hera Sp. 2117). Zu No. 265: Vgl. Bull, comuuale 1875, tav. 9 *=* Helbig, Führer No. 559. Zu No. 272: Vgl. die Zeusstatue des Louvre Phot. Giraudon 1224. Zu No. 285: Die dort (und unter No. 553) erwähnte Asklepiosstatue der Villa Pamfili ist besprochen von Wolters in den athen. Mitt. d. Inst. 1892, p. 6. Zu No. 288: Vgl. Amelung, Basis des Praxi- teles aus Mantinea p. 79 und 80. Zu No. 290-291: Vgl. Amelung, die Basis 1 des Praxiteles aus Mantinea p. 42, Antn. 1. Zu No. 294: Sehr ähnlich, vielleicht Replik, ist Museo Torioma 220. Zu No. 295: Vgl. Furtwingler, Statuenkopien im Altertum I, p. 581 f. Zu No. 318: Vgl. die Bronze von I’aramythia in nor Park: Michaelis, ancient tnarbles p. 213, 2 = Spec. of ancient sculpture II, 21. Zu No. 352: Bereits publ. (nach frdl. Mit- teilung von Sal. Reinach) hei C'larac 699, 1628. Zu No. 357—359: Vgl. Amelung, die Basis des Praxiteles aus Mantinea p. 53, Anm. 2. Zu No. 391—392: Die dort erwähnte Kybele- statue der Sammlung Jacobsen ist jetzt abge- bildet und besprochen in den rom. Mitt. 1895, p. 90 ff. (Petersen). Zu No. 2)95: Die hei Clarac 700, 1H54 puhli- : eierte Statue der Sammlung Chahlais befindet sich in» Vatican, Helbig 364 (nach Reinach, revue critique vom 23. December 1895, p. 473). Zu No. 2)96: Zu der dort aufgefUhrten Gruppe vgl. Furtw&ugler, Statuenkopien im Altertum I, ; p. 577 ff. In diese Reihe gehört auch die Wiener Bronzestatuette: R. v. Schneider, Album, Tafel XXVI, rechts. Zu Serie II, p. 28, Hosaeus No. 32: Vgl. i Amelung, Basis des Praxiteles aus Mantinea p. 80. I Zu No. 2)98—2)99: Vgl. Furtwängler, Statuen- kopien im Altertum I, p. 563. Dass ich die richtige Deutung auf Ammon a. a. O. „ausge- sprochen, doch gleich wieder zurückgenommen“ hätte, ist ein Irrtum Furtwünglers. Zu den Am- montypen des 5. Jahrh. gehört auch die Kon- J stantinopolitaner Statue aus Pergamon (Phot. Söbah und Joaillier No. 23 „Jupiter de Pergame“ ; Joubin No. 68). Die Wörlitzer Aminonshenne j ist puhliciert von Overbeck, Kunstmythologie 1 des Zeus, Atlas, Tafel III, No. 4; Text p. 279, No. 9. i Zu No. 422—423: Vgl. Amelung, die Basis des Praxiteles aus Mantinea p. 57 und Furt- wängler, Statuenkopien im Altertum I, p. 580. Zu No, 425—428: Vgl. Arndt, la Glyptothfcque Ny-Carlsberg, Text zu pl. 16. Zu No. 446 — 448: Die beiden Statuen in Neapel (Antinous) und im Capitol sind bereits von Furtwängler, Meisterwerke p. 586, Anm. 2, in diese Reihe gestellt worden. Zu No. 449—451: Die nächste Parallele zum Kopfe dürfte das sogenannte „Relief der trauern- den Athene“, im Akropolisimiseum bieten. Zu No. 459 — 461 : Vgl. jetzt auch die Wiener Bronze bei II. v. Schneider, Album, Taf. XXVII. Zu No. 474—475: Eine Wiederholung dieses Kopfes hat kürzlich die Glyptothek Ny-Carlsberg erworben. Zu No. 495: Vgl. Amelung, Basis des Praxi- teles aus Mantinea p. 80. Zu No. 497: Eine Vorstufe der hier behan- delten Gruppe zeigt die Wiener Bronze R. von Schneider, Album, Tafel XXVI, links. Eine schöne Replik der „Sappho“ Alhani bei Gauckler, Musöe de Cherehe! pl, XVI, 1. Überhaupt lässt sich die zu No. 497 gegebene Aufzählung von Wiederholungen, Um- und Weiterbildungen noch bedeutend erweitern. Es giebt kaum ein in- structiveres Beispiel für Kopienkritik in der ganzen Antike als diese Gruppe der „Sappho“ Alhani. Die Statue d'Escamps 19 ist in der Ermitage (Guödöonow 2)07] (nach Reinach, revue critique vom 22). December 1895, p. 473). Zu No. 500, 12: Vielleicht auch identisch mit den» Exemplare der Casa Buonarotti in Florenz: An»elung, Führer durch die Florentiner Antiken zu No. 107. Zu No. 502 — 502): Eine ähnliche Perserstatue soll neuerdings die Glyptothek Ny-Carlsberg er- worben haben. Zu No. 527: Friederichs- Wolters 1202). Zu No. 52)0: (Nebenseite eines Musen- sarkophages?) vgl. Arndt, gr. u. rö»n. Porträts, Text zu Taf. 2)25-2)26. Zu No. 547 — 549: Vgl. Hauser, neuattische Reliefs p. 151 f. Zu No. 555—556: Farneil im Journ. of hell, stud. 1891, p. 52, 3, fig. 2). Vgl. Treu, Statuen der Ilias und Odyssee, in den athen. Mitt. 1889, p. 163, Anm. 2. De Wahl, quomodo monstra marina artitices graec» ünxerint, Diss. Bonn. 1896, p. 4L Jahrh. d. Inst. 1895, An*, p. 217 (Loeschcke). Matz-Duhn 966 (Palazzo Camuccini). Zu No. 559 e: Neu: Nase, Hals (Kopf zu- gehörig), Penis, Oberschenkel, Oberteil des Stammes (Fftsse und Plinthc scheinen alt und 4* Digitized by Google 52 Nachträge. xugehörig), r. Brust, Klicken Uber Nabel. Schläfen- lflckchen. Zn No. 560: Farneil im Journ. of hell, stud. 1891, p. 49, oben. Zu No. 562: Karnell im Journ. of hell. stud. 1891, p. 48, c. Zu No. 563: Dieses Relief dürfte eiuen An- halt zur Ergänzung der neugefundenen Bronze- statue eines WagenlenkerB in Delphi bieten. Zu No. 564: Puhl, von C’onze, att. Grabreliefs CXCIV, 978; Farneil im Journ. of hell. stud. 1891, p. 49, 2. Die Inschrift bei Kaibel, inscr. graccae Italiae No. 304. Zu dem Diadem des , Knäbchens vgl. Gonzc a. a. 0. CLXU, 828 und Gerhard, ges. akad. Abh. Taf. 77. Zu No. 565: Publ. von Conze, att, Grab- reliefs CXCII, 935; Karnell im Journ. of lielL stud. 1891, p. 48, b, hg. 1. Zu No. 566: Eiue entsprechende Darstellung auf einem Sarkophagfragment der Villa Albani: Winckelmann , mon. ant. inediti, 1767, I, 29 «■= Donaueschingener Ausgabe, 1835, No. 29; Text (Ausgabe Eiselein, Donaueschiugen) VII, 356 f. Zu No. 569—572: v. Duhn, neue Heidel- berger Jahrbücher 1896, p. 46, Anm. 87 -» Vor- trag auf der Kölner Philologen - Versammlung , 1895. — -O PStrer'arb« Hofbnchdrocfcanri -Stephan Geisel k Co. in Alttnbarg. Digitized by Google P A v ^ ^ 3 - / VERLAGSANSTALT F. BRUCKMANN A.-G. IN MÜNCHEN. Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN nach Auswahl und mit Text PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG. Serie IV. Mil Beitrigen von P. VON BIENKOWSK1. H. BULLE, H. GRAEVEN, P. HERRMANN u. A. Frei« 8 Mark. MÜNCHEN 1899. VERLAGSANSTALT F. BRUCKMANN A.-G. Digitized by Google Bezugsbedingungen. Diese Publication ist nicht dnrcli die Huclihandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern atissehliesslirh direct von der Yerlagsanstnl t üruckmann zn beziehen, welche, um die Erreichung des wissenschaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung übernommen hat. ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfasst 278 Nummern, davon 8 Blatt im Format von 24 : HO cm zu 1 Mark 25 „ „ „ 18:24 „ „ HO l’fennigen 245 „ „ „ 13:18,, „ 50 Die zweite Serie (Nr. 270 — 578) enthalt 300 Blatt in Cabinet formst zu 50 Pfennigen. Die dritte Serie (Nr. 570 — OOÖ) enthält 322 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Die vierte, vorliegende Serie (Nr. 001 — 1200) enthält 300 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Für die Abonnenten tritt eine Ermftssigung von 20*/« ein, sodass die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige nnd jede weitere .Serie wieder 120 Mark kostet. Hru'iniatm'teh« Huch MXt KitMMrn<-ho*i, Mlmctin» Digitized by Google Der Umstand, dass das sog. Antiquarium der Münchner Kgl. Residenz dem allgemeinen Besuche vollständig verschlossen ist, veranlasst uns, die in dem- selben aufgestellte, bisher nur litterarisch bekannte Sammlung antiker Sculpturen in ihrem gesummten Bestände, soweit derselbe überhaupt Beachtung verdient, mit Einschluss der Porträts, die den Hauptbestandteil bilden, zu veröffentlichen. Wir danken Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzregenten Luitpold von Bayern untorthänigst für die gnädige Erlaubnis zur Herstellung der, durch locale, Verhältnisse erschwerten, photographischen Aufnahmen sowie zur Publication, dem Kgl. Oberst hofmeisterstab verbindlichst für die liebenswürdige und nachsichtige Unterstützung der zum Teil umständlichen und störenden Arbeiten des Photographen und des studierenden Gelehrten. S. Kgl. Hoheit Prinz Rupprecht von Bayern, Ehrenmitglied des K. d. archäol. Institutes, hat uns die Veröffentlichung der in AllerhUchstseinein Besitze befindlichen antiken Sculpturen, zu denen sich seither eine Reihe anderer gesellt hat, gnädigst gestattet und uns dadurch zu unterthänigem Danke verpflichtet. Gleichen Dank schulden wir den Fürsten Colonnu und Torlonia in Rom sowie, den Privatsainmlem und Museumsvorständen, die auch dieses Mal die. Benützung ihrer Schätze für unsere. Zwecke zugestanden haben. Als neue Abonnenten sind unserem Unternehmen hinzugetreten: ln Dänemark: Die K. Kunstakademie in Kopenhagen. ln Deutschland: Die Kgl. Bibliothek in Berlin. Die Abteilung für antike Sculptur hei den Kgl. Museen in Berlin. Die Universität Erlangen. Die Universität Giessen. Die Universität Kiel. ln England: M. E. P. Warren, Lewes House, Lewes, Sussex. ln Frankreich: ,M. Gustave Foug&res iu Lille. ln Italien: Frl H. Hertz iu Rom. Frau Mond in Rom. Digitized by Google Das Abonnement aufgegeben haben hingegen die Kgl. Akademie in Munster i/W. und die Bibliothfeque de l’Institut national in Paris, so dass die Gesammtzahl unserer Abonnenten jetzt 46 beträgt. Durch Abnahme einzelner Blätter haben uns zu Dank verpflichtet: In Amerika: The University of Chicago, Chicago, 111. In Braunschweig: Frl. Mathilde Vierthaler. Herr Prof. Meier. In Giessen: Das Kunst-, Münzen- und Autiken-Cabinet der Universität. In Königsberg: Herr Gymnasialdirector Prof. Dr. E. Grosse. In Weimar: Herr Hauptmann von Schoeler. In Znaiin: Herr Prof. J. Wisnar. Von Recensionen ist uns die freundliche Besprechung unserer Publication durch Lennart Kjellberg in der schwedischen Zeitschrift , Eranos“, II, app. crit. fase. I; II, p. 10 f., zu Gesicht gekommen. Das starke Papier, auf welchem die Blätter der vorigen Serie kopiert worden waren, haben wir wieder durch das dünne der früheren Serien ersetzen müssen, das sich zwar rollt, aber der zahlreichen andern Nachteile des starken Papieres, dass sich nicht bewährt hat, entbehrt. Für Serie V und VI liegen Aufnahmen aus folgenden Sammlungen bereits vor: Spanien: Madrid, Prado, Museo arqueolögico, Kunstakademie, Sammlung Alba. Escorial (Codex Escorialensis). Schloss La Granja bei Segovia. Sevilla, Museum, Casa de Pilatos. Barcelona, Museum. Kaxa bei Palma auf Mallorca, Sammlung Despuig. Italien: Udine, Sammlung des Seminario nrcivi covile. Genua, Pal. reale, Pal. bianco. Rom, Pal. Aldobrandini. Oesterreich : Trient, Museum. Frankreich: Aix, Museum. Nimes, Museum. Griechenland: Corfü. Patras. Athen. Andros. Paros. Sparta. Türkei: Smyrna, evangel. Schule. Sammlung Gaudin, Dänemark: K openhagen , Thorvald senmuseum . Deutschland: München, Privatsammlungen, Kunsthandel. Mannheim, Museum. Karlsruhe, Museum. Sammlung Erbach. Worms, Sammlung von Heyl. Strassburg. Berlin, Sammlung Klügmann. Digitized by Google Herrn Professor J. .T. Bernoulli in Basel sagen wir fllr die freundliche Beihilfe, die er bei der Bestimmung der Porträts in der Münchner Residenz uns geleistet hat, unsem Mitarbeitern aber für ihre selbstlose und freundschaftliche Unterstützung dieser Publication unsem herzlichsten Dank. München und Rom, Oktober 1899. Paul Arndt. Walther Amelung. Digitized by Google Inhalt Nr, !M)1 — - 906. Sammlung Sr. Kgl. Hüheit lieg Prinzen Kupprecht von Bayern „ 907 — 1035. Sammlung iin Antiiinarimn der Kgl. Residenz in München „ 1 030 — 1047. Münchner Privatsauimlungeti „ 1048/49. München, Knngtakademie „ 1050 — 1057. München, Kunsthnndel „ 1058 — 1067. Augsburg, Maximiliansmuseuni „ 1068—1085. Hannover, Provincialmuseum „ 1086 — 1089. Privatbesitz am Gardasee „ 1090— 1 120. Korn, Villa Albani „ 1127 — 1166. Rom, Palazzo Colouna „ 1167/68. Kom. Villa Martiuori „ 1169—1173. Rom, Palazzo Lazzeroni „ 1174/75. Koni, Hanca nazionale „ 1176/77. Koni, Privatbesitz (Mangauil „ 1178 — 1196. Kom, Kunsthandel „ 1197/98. Neapel, Privatbesitz „ 1199 1200. Florenz, Galleri degli Arazzi p. 56 bis p. 68 Nachträge J’niil Anult. Pani Ariult. /•„ui Ar/ult. Paul Arndt. Paul Ar mit. Paul Arndt. Ham Graeven. Heinrich Bulle. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Walther Amelung. Paul Herrmann, die Herausgeber und Amirre. Digitized by Google München. Kgl. Hoheit Prinz Rupprecht. 901 — 903. W eib lieh es Köpfchen. I’ubl. von Amelung, Bull, dclla commiBsione archeologica comunalc 1897, p. 115 uuil Fig. 4. Hoch 0,185 m. Ziemlich krystallinischer, dem panschen ähnlicher Mannor. In Ägypten erworben. Der Kopf war nicht, wie man zunächst denken konnte, zum Ein- setzen in den Uewandausschnitt einer Statuette gearbeitet. Die r. Seite des scheinbaren Brustaus- schnittes hat Bruchttäche, die I. hingegen Schnitt, den ich für antik gehalten habe. Die, ganz unten grob gepickte, Rückseite des Kopfes ist unaus- geführt. Amelung vermutet, dass ein Schleier den Kopf bedeckte: wahrscheinlich mit Recht, ubwold keiuc sicheren Spuren eines solcheu vor- handen sind. Der im Stil nächst verwandte Kopf von Oizeh in Dresden (Areb. Anz. 1891, p. 25) trug ebenfalls einen Schleier (Iber dem llinter- baupte. Ob der Münchner Kopf, wie jener von (iizeh, von einem Relief stammt, lässt sich nicht mit Bestimmtheit feststellen. Dafür spricht, dass ■lie I. Seite bei weitem sorgfältiger als die ver- nachlässigte r. ausgearbeitet ist ; auch ist nur auf dieser Seite, wenn gleich sehr flüchtig, eine liaar- biude angedeutet. Obwohl nicht detailliert und fein in der Arbeit, ist der Kopf ein besonders charakteristisches Bei- spiel für die Formenbehandlnng der hellenistischen Plastik auf ägyptischem Boden. Dieselbe ver- mied präcisc Begrenzungen der einzelnen Formen, indem sie die plastischen Flächen durch weiche, verschwimmcnde Uebergänge verband, ln der Bildung der Augen tritt dieses, dem Sfumato der Malerei entsprechende, Princip am Klarsten hervor. Vgl. Amelung a. a. 0. — Ein schönes Köpfchen dieses Stiles, wohl das Porträt eines hellenistischen Fürsten, hat unlängst die Glyptothek Ny-Carlsberg aus Ägypten erworben. 904. Weibliches Köpfchen. Hoch 0,08 m. Feiner pariseber Marmor. In Ägypten erworben. Hinten nicht ausgeführt. Der Hals war in der Mitte gebrochen. Zum F, inlassen in eine Gewandstatuette hergerichtet. Rotbraune Farbspuren au Augen und Haar. Feine Arbeit. — Nach der Bildung der sehmalen Augen mit hoch- gezogenen Mderu zu der von Amelung p. 134 ff. zusammengestelltcn Gruppe ägyptisch-hellenisti- scher Bildwerke gehörig. 905. KOpfchen des Serapis. Hoch 0,12 in. I Grobkörniger krystallinischer Marmor. In Ägypten erworben. Untere Hälfte der Nase neu. In der Mitte des abgeplatteten Oberkopfes ein Loch für i den Modius. Die Farbspuren wohl modern. Sehr verwaschen. — Wichtig wegen seiner Herkunft; es bleibt zu untersuchen, wie sich der Kopf zu deu anderen aus Alexandria stammenden Typen dos Serapis (Arch. Anz. 1890, p. 93) verhält. 906. K ö p f c h e n d e s H e r a k I e s. Hoch 0,115 m. In Aegypten erworben. Sehr feinkör- niger weisscr Mannor. Durch Feuer (?) gefärbt und zum Teil verslntert. Hinten und oben nicht ansgefilhrt. Der obere Kopfabschiuss ist offen- bar als dicke Wulstbinde gedacht: vielleicht war Herakles als Tnmkncr dargestellt. Ziemlich rohe, aber recht ausdrucksvolle Arbeit hellenistischer oder römischer Zeit. Besonders charakteristisch die einwärts gekrümmte Nase. Antiquarium der kgl. Residenz. W. von Christ, Beiträge zur Geschichte der Antikensammlungeu Müucheus (Abhandlungen der baver. Akad. der W., Klasse I, Band 10, Abtei- lung 2; 1865). Paul Arndt, Zeitschrift des Münchner Altertumsvereins 1898, p. 13 ff. G. B., Münchner Allgemeine Zeitung, 24.. iuli 1897, No. 203. An diesen Orten Näheres über Herkunft und Ge- schichte der Sammlung. Eine, den Zwecken der vorliegenden Pulilication zunächst ferner stehende, Digitized by Google 8 MUnchon neue Untersuchung Uber die l’roven lenzen der einzelnen Stücke des Rcsidonzantiqiiariuuis ist notwendig. Unter Anderem muss festgestellt werden, ob Alles alter liestaud ist oder ob auch zu den Zeiten König I.u lwigs 1. Werke der Samm- lung eingefUgt worden sind (vgl z. II Xo. ltiOl und die iieinerkungcn von U. von Urliclis in den „Beitrügen zur Geschichte der Glyptothek“, p. 14). — Die Angabe der Krgünzungcn begegnete mehrfach Schwierigkeiten, da die Stücke zum Teil arg Qlierschmiert sind und auch sonst in üblem Zustand sich lielinden, andrerseits ihre Ilcrrichtung und Krgünzung zurZeit nicht vorgenotumen werden kann. suuiartarlo1*. 907. Weib liehe Statuette. Hoch 0,505 tu. Hinten angelegt. Her Kopf, tler aul'gcbuitdenes Haar gehabt haben muss, und die Arme waren mit Metallstiften, wie es scheint bereits iui Alter- tum, besonders augesetzt, (’ber dem Chiton mit geknüpften Ärmeln der gegürtete Peplos mit Über- schlag; im Rücken fallt ein über die Oberarme gelegter langer Mantel herab. Uelicate, wohl griechische Arbeit. In den Kreis der im E-V 2711 und von Amelung, Führer durch die Antiken in Florenz No. 196 besprochenen Werke gehörig und, wie diese, eine Schöpfung der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts vor (Jhr. Wahrscheinlich stellte die Münchner Statuette auch Demeter dar. 908 912. Statue ei uer Sela vi». Abg. im Prospect zur zweiten Serie der Brtickuiannscheu „Denkmäler“ und in der Zeitschrift des Münchner Altertumsvereins 1898, p 14. Hoch 0,99ui Penteli- sclier, stark gebräunter Marmor. Neu: die unterste Spitze der Nase und der r. Unterarm vom Ellen- bogen bis zur Handwurzel (die Hand antik). Viele nicht verglättete Kaspelstriche. - Das beste Stück der Sammlung Vortreffliche attische Decorat ions- arbeit, offenbar Schmuck eines Grabes, wie die der- selben Zeit angehürigen Statuen von Sclavinnen in Berlin (Katalog No. 498 99) und Athen E-V 621). Die Gewandmotive der Münchner Statue erinnern sehr an die praxitelische Artemis -Tyche (Furt« wängler. Meisterwerke, Taf XXIX); man möchte an ein Werk aus dein weiteren Schülerkreise des Praxiteles denken. Die Entstehung der .Statue fällt ungefähr in das Jahr 360. Trotz des Mangels der für die Sclavinnen charakteristischen langen Ärmel erweist meines Erachtens der ungriechische Kopf- typus, «lass eine solche gemeint ist (vgl. Furt- wängler, Sammlung Sab uro ff, Text zu Taf. XV bis XVII). Das kurzgeschnittene Haar ist das Zeichen der Trauer. 913 und 914. Statue eines Satyr». Hoch ca. 1,27 in. Italischer Marmor- Die untern Partieen der Statue sind mit Ölfarbe verschmiert, Angabe «ler Ergänzungen daher nicht völlig sicher. Neu schienen mir die Beine von den Kniecn abwärts und «ler Stamm, ferner der r. Unterarm mit der Syrinx. Der hinten eingestemmtu 1. Arm ist alt. Der Kopf, mit Spitzohren und zwei kleinen Stirnimniern, ist ungebrochen. Ihn bedeckt ein Fell, «las auf der Brust geknotet und als Chlamys um «len I. Ober- t arm geführt ist Glatte Arbeit, an deren Altertum wohl nicht zu zweifeln ist. Nach dem Motiv der gekreuzten Beine — vorausgesetzt, «lass die Er- gänzung das nichtige getroffen hat — gehört die Statue frühestens in die spiiter-praxitclische ■ Epoche. 915. Statuette des Asklepios. Hoch 0,53m. Neu: Kopf, r. Schulter mit Arm und Hand (von «ler aber antik«? Spuren vorhanden), die Ftiase mit der Plinthe, «ler untere Teil dt» 1. herabfallenden Gewandes mit dem Stamm, auf den «laaselbe auf- trifft Hinten unausgeführt. Gewöhnliche Arbeit. Bis auf geringfügig«' Abweichungen Typus der athenischen Statuette Athen. Mitt- «I. Inst 1892, Taf. II, von welcher sieh u. a. eine Koplik auch im MUnchner Antiquarium der neuen Pinakothek heüudet (Nr. Gl 5). 916. Weibliche Statue. Hoch ca. 1,10 ui ohne die Plinthe. Neu scheinen; Kopf (lleete der Schulterlocken antik), Uuterarme mit Attributen, I Plinthe. Von sauberer Arbeit Der iui E-V 227 ! publicierten Hygieia-Statue des Palazzo Pitti nächst 1 verwandt, vielleicht sogar nur ©ine durch den Kopisten uioditicierte Replik des nämlichen Typus. Vgl auch Berlin No. 160. 4. Jahrhundert. 917. Weibliche Statuette. Hoch 0,81 ui. Kopf und Arme waren mit Metalldübeln befestigt. Die Vorderseite ist ganz mit Ölfarbe übcrstricben: soweit mau erkennen kann, ist der Unterteil der Figur von etwa der Mitte der Unterschenkel au neu. Audi die Rückseite ist ganz gut gearbeitet. Zeitlich mit der im E-V 735 publicierten Statuette aus Thera Zusammengehen«!, als«.» wohl 3. Jahr- hundert. Vgl. auch Reinach, rvpertolre II, 1,318, 10 (aus Pergamon). 918. Weibliche Statue. Hoch ca. 1 in. Neu sind der Kopf, die Unterarme, die Plinthe, der Löwe, kleine Gewandflicken. Vermutlich ist auch der vordere Teil des r. Kusses der Frau modern. Dass das r. Bein auch früher leicht aufgestützt war, geht aus der Vorbeugung des Kuiees hervor. Am Gewände I. aussen in Kniehöhe ein Stützenrest, I welchem unten auf der Plinthe ein mit dem Ende Digitized by Google München. D des Gewandes zusammenhängender runder Ansatz, etwa das Knde einer Fackel oder eines Scepters, entspricht Dieses Attribut wurde offenbar von der Unken inSchultcrhiihe gefasst. Reste von Schulter* locken. Chlaina auf der I. Schulter Geknüpfte Halbärmel. Leidliche Arbeit — Krinnert im Ge wandnmtiv an diu ludovisische Statue K-V 265 (vgl. auch Nachträge zu Serie III unter dieser No.), mit der sie den Wechsel von drei Arsen und zwei Thesen im Faltenarrangemcnt der unteren Gewandpartie gemein hat. Darnach woht aus hellenistischer Zeit, wenngleich das Motiv der Statue — der eine Fuss leicht aufgestützt, ein Arm einen Stab hoch fassend — bereits im 5. Jahr- hundert beliebt war. 919. Torso einer Artemisstatue. Hoch ca. 0,61 m. Hinten der Kocher. R. in Kniehohe Rest des Stammes. Stlltzenrcste am Wulst der um den lajlb geschlungenen Chlaina I., am I. Ober- schenkel au-sen, am Chilonüberfall r. aussen in HUftcnhOhc. Sorgfältige harte Arbeit. Häufig wiederkehrender Typus wohl des 4. Jahrhunderts; vgl. Clarac 671, 1210 II; 577, 1242 und 124:!; Kcinach, repertoirc 311, 7; 314, 1, 5, 10; 317, 7. 920. Männliche Statue. Hoch ca. 0,89 ui. Stark überschmiert, daher Angabe der Krgän- zungen schwierig. Sicher neu: r. Arm, r. Hein, I. Unterbein. Zugehörigkeit des Kopfes i,mit HohrlOchern im Bart und Pupillenangabe später Art) zweifelhaft, da der Hals verschmiert. Die Amphora ist alt. Kbenso, wie es scheint, das Gewand zwischen den Beinen. Die Arbeit des Körpers ist ganz, leidlich. Die nächstliegende Deutung auf den trunkuen Herakles wird durch die Chlaina statt des Felles zweifelhaft gemacht. Der Kopf trägt keinen ausgesprochenen Herakles- charakter. An Odysseus zu denken, der dem Polyphem die Schale reicht, verbietet die dem Typus des Odysseus widersprechende geringe Bekleidung der Figur, der mangelnde Pilos (vor- ausgesetzt, dass der Kopf zugehört), wohl auch die Amphora, an deren Stelle man eiuen Schlauch erwarten würde. 921. Weibliche Statue. Hoch ca. 1,19 m. Neu: Kopf, Unterarme mit Attributen, viele Gewandtlicken. Die Kugel unter dem (modernen) Ruder ist alt und hängt mit der Plinthe zu- sammen. Danach dürfte die .Statue wohl richtig als Fortuna ergänzt worden sein. Ganz gute Arbeit nach einem hellenistischen Vorbild von der Art der Pariser „Melpomeue“ (vgl. .Arndt, la Glyptothe«|ue Ny-Carlaberg, Text zu pl. 43, note 4). 922. Weibliche Statue. Hoch 0,97 m. Neu: i r. Schulter und Arm mit Doppelflöte, I. Hand, FUsse, Plinthe. Das ganze r. Bein ist mit Ölfarbe überschmiert und vielleicht auch modern. Der Kopf, au dem die Nase neu, scheint nach Stil und Arbeit zugehörig; der Halsbruch ist allerdings verschmiert. Schlechte Arbeit nach hellenistischem Vorbild. 923. Weibliche Statue. Hoch ca. 1,10 m Neu: I. Hand, Füsse, Gewandteile. Der lorbeer- bekränzte Kopf, dessen Gesiebt ganz mit Ölfarbe überstrichen ist, ist antik, aber kaum zugehörig, da von roherer Arbeit und zu gross für die Figur. Der Halsbruch ist verschmiert, ebenso der oberste Teil des Gewandes vorn: doch scheint die Queder nach antikvn Spuren angegeben zu sein. Am Beginn des I. Oberschenkels aussen im Gewand ein Metallstift, wohl für das Attribut der Linken. — Durch die vielen unruhigen (juerfältchcn der Ge- wandung unerfreulich wirkendes, aber inter- essantes Originalwerk pergamenischcr Zeit 924. Weibliche Statuette. Hoch 0,57 m. Vorderseite schlecht erhalten. Hinten angelegt. Die Inschrift Yl’IA auf der Plinthe modern. Der Kopf war zum Kinsetzen gearbeitet. Der r. Unter- arm und das Gewand darunter waren gebrochen, scheinen aber alt Die Figtir verbreitert sich nach unten. Querfältchen in der untersten Ge- wandpartie zwischen den Beinen Frühestens Knde des 4. Jahrh 925. W ei bliebe Statue Hoch mit Plinthe ca. 1,05 m. Neu: der Kopf Kbenso scheint der 1., mehrfach gebrochene, Arm ganz modern; beim r. sind vielleicht nur die Finger nen. Die profilierte Plinthe scheint trotz mehrerer Brüche im Wesentlichen alt zu sein. Das Ganze ist stark übergangen und nur dos Gewandmotives wegen noch von Wert. Dasselbe erinnert nämlich stark an dasjenige der Pariser Statue, die Furtwängler (Meisterwerke p. 652) mit grosser Wahrschein- lichkeit auf die koische Aphrodite des Praxiteles [ zurückgeführt hat. Vgl. auch Gaucklcr, M usee de t'herchel, pl XVI, 2 und eine Stele aus Sidon in der BibliothtV|tte nationale zu Paris (erster Treppenabsatz; donnOe par M. L. Batissier en 1H47 1. 926. Stat nette der Fortuna. Hoch 0,53 m Kopf, I. Hand, r Unterarm waren mit Metalldübeln, I die mir antik schienen, angesetzt. An der r. Hüfte nach vom zn im Gewandbausch ein Loch für einen Metallslift, der mit dem Attribut der Rechten hu Zu- sammenhang gestanden haben wird. — Gegürteter Chiton mit Überschlag : Mantel Uber die Schultern Digitized by Google 10 München Im Füllhorn Trauben uml Äpfel. Gewöhnliche Arbeit. Wie mich Aiuelung belehrt, au» praxi- telischer Zeit (Torso aus llalikarnas» im Ixiuvre, No. 2838; Furtwängler, griech Originalstatuen in Venedig, p. 3U6). 927. Statuette der Aphrodite von Aphrodiaias in Karicn. Abguss in Berlin: F Hederichs- Wolters 1551; dort die ältere I.itte- ratur, darunter vor Allein: Jahn, Entführung der Europa Taf. VI, p. 41 tl. Ferner: Fredrich, Athen. Mitl. d Inst. 1897, p. 8G3, E Hoch 0,915 m. Neu: Kopf und Hals, der Stumpf des r. rnteranu», das ganze Unterteil der Figur von unterhalb der auf dem Seewidder reitenden Frau an; Einzelheiten der Relieffiguren. — Aua Rom (Christ a a. O. p. 8G5). Ober die Kleidung der Güttin s. Fre- drich a. a 0. p 3Bö. Um den Hals hat sie eine kranzähnliche Kette. Lias scldlrzenartige, engan- liegende Gewandstück, das sic Uber dem Chiton tragt, ist auf dem Busen mit einem tintenliach- ähuiicheu Ornament geschmückt, unter dem sich ein nach unten gekehrter Halbmond befindet Her oberste der drei Figurenstreifen zeigt zwischen zwei Full hörnern die Gruppe der drei nackten t ha- riten, deren äusscrete jede einen Zweig von Ähren und Früchten zu hallen scheint ; der zweite Streif eine nackte stehende Frau „vclitieantcui sua viste“ zwischen den Oberteilen der Selene (mit Halbmond; links und des Helios rechts; an diesen beiden Figuren sind die Gesichter neu. Das dritte Feld enthält die Darstellung eines von einem Triton geleiteten Seewidder», auf dem eine Frau, ebenfalls mit über dem Haupte flatternden Schleier, »itzt; dahinter ein Uelphiu. Seewidder und Nereide siud zum grössten Teile modern. — Die Statuette ist von sauberer Arbeit. II. t:lD«-lkS|ire.*: 928 und 929. Altertümlicher Kopf aus l’orphyr. Hoch 0,28 in. Neu: l.ippen und Kinnpartie. Die Nase ist ganz zerstört. Auf der llinlerseite rauh gepickt Vermutlich mit dem bei Christ a. a. 0. p. .'lliö erwähnten .Abgott aus Porphyr oder rotem Stein“ identisch und dann uui IÖG7 in Rom erworben. — Des Mate- riales wegen dachte ich zunächst all ägyptischen Ursprung dieses interessanten Stückes, den in- dessen Prof. Kriuan in Berlin bestreitet. Da an eine absichtliche KeuaissaneefaLschuiig kaum zu denken ist, der Kopf auch äusserlich keine: lei *1 Ui« Hüsten uml HruHtutürke dieser Kiiu<‘lk«'|»(e sowie der Portriits sind, soweit nicht anders bemerkt, »ituimtllch modern. Merkmale nicht-antiker Entstehung trägt, so wird man ihn wohl dem Bereiche der griechisch- römischen Kunst zuteilen müssen. Für das Ar* rangeinent der Frisur wüsste* ich aus archaischer Zeit allerdings nicht gerade dirccte Parallelen bei* zu bringen. Zu dein hohen Diadem vgl. die Tcrra- eotteu der Akropolis: Juhrb. d. Inst. 1H93, Ans. p. 140 ff. (Winter). Stilistisch steht der Kopf etwa auf der Stufe de« Apollon von Orchoincnoe, mit dem er eine gewisse Hatte Stillosigkcit gemein hat, die freilich auch erst durch die Hand des Kopisten hineingebraelit worden sein kann. Denn römische Kopie wird der Kopf . ■'eines Materiales wegen sein: von Verwendung de» Porphyrs für griechische Originalarbeiteu ist mir kein Beispiel bekannt. 930. Archaisches Köpfchen. Hoch 0,155 in. Pentelischer (?) Marmor. Offenbar von einein Hochrelief. Porträt? Erinnert im Stil etwas an den, allerdings »pätcrerZcit angchörigen, Porträt- kopf von schwarzem Granit aus Sammlung Saburoff in Berlin (No. 301); Furtwängler, SaiumlungSaburoff, Taf. XLV), der „von einer der griechischen Inseln“ stammen soll. Flüchtig gearbeitet. 931. J ugendlicher Kopf. Hoch ca. 0,21 ui. Die Nasenspitze tut l ein »Stück im Hals 1. neu. Das Gesicht ganz geputzt Die Angabe des Augensternes wohl antik; das laich der Pupille wird mit eiueui »Stein gefüllt gewesen sein. Nur in diesem einen Exemplar vertretener Typus aus der Mitte des »5. Jahrhunderts, zu dem ich keine dirccten stilistischen Parallelen kenne. 932 und 933. Bärtiger Kopf. Unteres ! Bartende— »Scheitel ca. 0,42 ui. Neu: Hals, Nase. Der Bart und der Lockenkran/, hinten ganz über schmiert, ihre ehemalige Form unkenntlich. Schnur- bart und Lippen sind alt, ebenso die Pupillcn- angabe. Stirn und Wangen dagegen sind ganz geputzt, ihre Formen dabei verändert worden. Starke Bohrerarbeit. Das Haar ist sehr sorg- fältig im Bronzestil ausgeführt: hinten ist cs nicht ausgearbeitet. Zeustypus des 5. vorchristlichen in Ausführung des 3.- 4. christlichen Jahrhuuderts? 934. Weiblicher Kopf. Von Kinnspitzc Haaransatz 0,215 m hoch. Abscheulicher Er- haltungszustand. Neu: Hals. Kinn, Lippen, Nase. Da» Ganze mit Ölfarbe überschmiert. Ober- und linker Seitenschädel waren besonders angestückt; die Schnittflächen sind roh gepickt; Dfthellöcher für die angesetzten Teile sind nicht vorhanden. Löcher für Ohrringe. Von jeher gewöhnlichste Arbeit. Nur als Typus von Interesse: in den Kreis der dem Alkamene» ziigewie^enen weib- liclieu Köpfe gehörig. Digitized by Google München. 11 935. Jünglings köpf. Hoch 0.23 m. Neu: die Nase. Au Kinn, Unterlippe, Brauen geflickt. Schlecht erhalten. Da« Haar nur skizziert als Unterlage für Farbe. Flüchtige griechische Arbeit vom Endo de« 5. Jahrhundert«, mit Remiuisccnzen an Myrnnisclies. 936 und 937. Weiblicher Kopf. Hoch £a. 0,30 ui. Neu: Nase, Kinn, die freistehenden Schlcierteile. An Augen und Lippen verschmiert. Neu «ehr wahrscheinlich auch da« ganze Diadem, so da»« der Kopf nicht« andere« als eine wenig getreue, stilistisch gelockerte Replik der sog. Aspasiatypen (Arndt, la glvptotheque Ny-Carls- berg, Text p. 53) «ein dürfte. Da« Krhaltne ist gut und sorgfältig gearbeitet. 938. Weiblicher Kopf. Hoch ca. 0,21 in. Pentelischer (?) Marmor. Hals und Nasenspitze neu. Der hintere Teil des Oberkopfe» nur ange- legt, der llinterkopf fehlt: offenbar von einem Relief. Gut gearbeitetes griechische» Original der zweiten Hälfte des 5. Jahrhundert«. 939 und 940. Kopf der Athene. Hoch ea. 0,30 in. Der fehlende llinterkopf war mittels eine« Metallstifte« angestückt; glatte Schnittfläche. Neu: die Nnseuspitze. Über dem I Auge ist der Marmor geplatzt. Gute, aber etwas leere Arbeit. — Replik de« K-V 433 34 besprochenen Typus (s. auch die Nachträge zu dieser Serie . Besser als da« flaue capitoliniache Exemplar, aber der vortreff- lichen, charaktervollen Neapler Replik weit nach- stehend. Ob, wie diese beiden Wiederholungen, auch ehemals Henne, ist ungewiss Interessant ist der Vergleich der drei Repliken*; im Detail (s. K-V a. a ü.). Der Münchner Kopf wendet »ich etwa« zur r. Schulter, der Neapler zur I-, der capi- toliiiische blickt gradeatis. Da» Gorgoneiou auf dem Stirnschirm ist auf den beiden italienischen Exemplaren mit hcruusgestrcckter Zunge gebildet, I auf dem Münchner nicht. ' Dem Münchner fehlt, wie dem capitolinischcn, der Helmbügel, den das Neapler bat Am Münchner Exemplar ist das Unter- gesicht noch voller gebildet, als am capitol'mischen. während offenbar einer der Hauptreize dt?« schöllen I Originals in dem feinen Oval des Gesichte« bestand, wie es uns die Neapolitaner Wiederholung aufbe- wahrt hat. In ähnlicher Weise differiert die Bil- dung der Augen ; die schmalen, nicht weit geöff- neten Augen des Neapler Kopfes sind höchst wahr- scheinlich auch dem Originale zu eigen gewesen. Auch iin Detail der Haarbchandlung offenbaren •) Eine vierte Replik, in Petworth iMlchaeli*. wicien» mwrlilr» No 74; Klein, Praxiteles p. 10 ), ist in AliliiliiaDgen Uoefc nicht bekannt »ich Unterschiede ähnlicher Art — Einen weib- lichen Kopf nächatverwandten Stiles, leider von schlechter Arbeit und Erhaltung, habe ich 1HÜS aus Sammlung Dcspuig auf Mallorca (wohl Hübner 781) für die Glyptothek Ny-Carlsborg angekauft. 941. Weiblicher Kopf. Hoch ea. 0,35 m. Neu: Nase und r. Teil de« Halse«, dessen 1. Teil »ammt dem Brustausschnitt alt ist. Zum Einsetzen in eine Gewandstatue Im Nacken ist das HaAr in einen Schopf gebunden. Schläfenlöckchen. (Jute, etwa« nüchterne Arbeit — Dieser schöne, in der Photographie leider nicht rocht zur Geltung kom- mende Kopf, der durch die Wendung zur Seite einen besonders frischen und lebendigen Ausdruck gewinut, dürfte in die Wende vom 5. zuu) 4. Jahr- hundert gehören. DieSehtäfenlöckchen fallen wahr- scheinlich, da sie «ich sonst erst in etwa« späterer Zeit Anden, dem Kopisten zur Last. 942und943 Kopf der Athene Iloch0,35m. Neu: Hai«, Kinn, Lippen, Nase. Auf dem Ileln» Flügelgreife; in der Mitte der Bügel für den Busch. An dem hässlichen schiefen Mund trägt der Er- gänzer Schuld Wenn die Abbildung nicht trügt, Replik vom Kopfe der Statue in Jnce Blundcll Hall, die Furtwängler, Statuenkopien I, p.555 ff., Taf. IV, veröffentlicht und behandelt hat. Da» Antike von nicht übler Arbeit. Ende de« 5. Jahrhundert*. 944 und 945 Weiblicher Kopf. Hoch 0,25 m. Schlecht erhalten und überarbeitet Neu : die Nasenspitze. Löcher für Ohrringe Die Arbeit der unberührten Teile ist ziemlich gut, jedenfalls besser, als die Photographie es vermuten lässt. In den Kreis der sog. Snpphotvpen (Arndt, griechische lind römische Porträte, Text zu Taff. 141 — 50) ge- hörig; oh aber auch, wie diese, Porträt, zweifel- haft wegen der starken Überarbeitung. lu» andern Falle etwa eine Aphrodite. Um die Mitte de« 4. Jahrhunderts entstandener Typus. 946 und 947. Weiblicher Kopf. Hoch 0,25 m. Neu: die Nase An Lippen und Kinn geschmiert. Das Ilinterhaar ist in eine auf dem Scheitel geknüpfte Haube gcbuudcii. Davor liegt ein Lorbeerkranz. Gewöhnliche Arbeit, — Replik des der vatieanischeu Statue der Klio (Musen- saal 505; Geling1 281) aufgesetzten Kopfes. Der- selbe ist dort nicht zur Statue gehörig und kann (nach Amolungs Mitteilung) »ein«*« verschiedenen Marmors wegen überhaupt von keiner Statue der vatieanischeu Gruppe stammen. Da der Typus indessen in Ausdruck, Bekränzung, Stil durchaus zu den erhaltenen Köpfen der praxltetlschen Musengruppe stimmt (vgl. Amclung, Basis des Praxiteles aus Mantinea, p. 31 ff.), liegt die Ver- Digitized by Google 12 München. mutung nahe, dass er zu einer der in anderen Museen erhaltenen praxiteüschen Musen -Serien gehört 948 und 949. Jünglings köpf. Etwas u n ter lebensgross: Kinn — Scheitel ca. 0,23 m. Neu: Hals, Nase. Das Ganze leider dick mit Ölfarbe überzogen, so dass etwaige weitere Ergänzungen nicht coustatierbar. Gute, etwas flüchtige Arbeit. Typus etwa von der Mitte des 4. Jahrhunderts, l'raxitelisehcin nicht fernstehend. 950 und 951. J Üugl ingskopf von einem grossen attisch en G rabrelief des 4. Jahr h Hoch ca. 0,30 m. Neu: die Nase. Stirn- und Augen partien mit Ölfarbe überscluniert Infolge dieser »Restaurationen* ist die hervorragende .Schönheit des Kopfes zur Zeit leider kaum geniessbar. 952. Weiblicher Kopf von einem attischen Grabrelief des 4. Jahrh. Hoch ca. 0,28 in. Sehr schlecht erhalten. Neu: Nase, Stücke in Stirn und Kinn, Teile des Schleiers. Gute Arbeit. 953 und 954. Ko pf einer Sei ayin. Hoch 0,25 m. An der Nase und auf der I. Wange geflickt, sonst gut erhalten. Der Hinterkopf war angcstückt: zwei Löcher für Metallstifte, sowie zwei verticale Killen, in die offenbar die Pro- minenzen des Ansatzstückes hineinpassten. Flüch- tige attische Arbeit. Von einer Grabetatue wie ilio unter No. 908—12 besprochenen Werke, und ans der nämlichen Zeit. 955 957. J ii n g 1 i n g s k o p f. Abg. iu der Zeitschrift des Münchner Altertumsvereins 1898, p. 15. Hoch von Kinn -Scheitel ca. 0,30 m. Neu: der Hals. An Nase, Kinn und Lippen geschmiert. Hohrerarbeit im Haar Athletenohren. — Von der Schönheit dieser trefflichen Kopie, die neben der Statue der Grabsclavin (908—12) das beste Idealwerk der Sammlung ist, besonders von der vorzüglichen Arbeit und Erhaltung der fleischigen Partieen, giebt die Photographie keine genügende Vorstellung Die Stirn ist stark bewegt, über dem Nasenansatz zwei ausdrucksvolle Schwellungen. Die düster blickenden, von den schwer liber- hängenden Lid Wülsten beschatteten Augen liegen tief zurück. Im Stil steht der Kopf den Werken des Skopas sehr nahe. Man könnte glauben, sein Pathos »ei noch heftiger als bol jenen; doch mag dies auf die Persönlichkeit des Dargestellten — cs ist doch wohl Herakles gemeint - und auf die besondere Situation, in der er zu denken sein wird, zurück- zuführen sein. Repliken des Typus sind mir nicht bekannt. Es ist »ehr zu wünschen, dass der Kopf gegossen werde 958 und 959. Weiblicher Kopf. Hoch ca. 0,3ü iu. Feinkörniger weisser Marmor. Hinten in der Verticale bis zum Ende de« Halses hinunter glatt abgeschnitten. In der Schnittfläche vier ziem- lich tiefe Löcher, davon drei ungefähr von Blei- stiftdicke, das vierte etwas breiter. Es scheint nicht, als sei dies eine für Anstückung hergerichtete An- satzfläche, Bondern als Bei der Kopf zum Aufsetzen auf einen Kcliefgrund bestimmt gewesen. — Durch da» Haar läuft ein Band. Auf dem Hinterhaupt der Schleier. Stirn- und Schläfenlöckchen. Danach und nach der Behandlung des Haares gut ge- arbeitetes Originalwerk pergamenischen Stils. 960. Jünglingskopf mit phrygischer Mütze. Hoch ca. 0,31 ra. Sandstein. Römische Pro vincialar beit rohen Charakters. Eher Attls oder Mithra» als Paris. « . I'ortrftt». I. Griechische. 961 Unbekannter. Neu: Bruststück, Nase und r. Braue. Die 1. Gesichtsseite stark gebräunt Reif im Haar. Gute und sichere, wenn auch nicht sehr eingehende Arbeit. — Der Kopf steht im Aus- druck den von mir in den »Gr. und röm. Porträts“ Taf. 40 1 — 410 veröffentlichten Köpfen (zu denen eine weitere Replik in Madrid, Hübner p. 164, No. 13, gänzlich geputzt, aber antik, sich gesellt) sehr nahe; ob er aber ebenfalls als Replik dieses Typus zu gelten hat, wage ich nicht mit Bestimmt- heit zu entscheiden. Auf die physiognomische Verwandtschaft dieser Köpfe mit dem lateranen- sischen Portrat des Sophokles habe ich im Text a. a. 0. hingewiesen. Ihre Entstehnngszeit ist un- gefähr das zweite Viertel des 4. Jahrh. 962. Sog. Homer („Apöllonios von Tyana“). Bruststück, Nase und Kleinigkeiten neu Das Gesicht ist an mehreren Stellen ver- schmiert. Schlecht erhaltene, ehemals ganz leidliche Replik des vonBernoulli im Jahrbuch des Inst. 1896, p. 164 ff. besprochncn Typus. 963. Kolossal köpf eines Unbekann- ten. Gesichtslänge ca. 0,36 ni. Neu: Bruststück, Hals, Nase, Oberlippe. Der schiefe Mund rührt von der Ergänzung her. Geputzt, Gute Arbeit. Im Haar kein Reif. Repliken mir nicht bekannt Erste Hälfte des 4. Jahrhunderts. 964. Kopf des Sokrates. Sitzt auf der Panzerstatue No. 987 auf. Nichts ergänzt. Die Pupillen scheinen alt, darnach etwa aus dem 3. Jahr- hundert u. Chr. Gewöhnliche, aber ausdrucksvolle Arbeit. Der Kopf, durch die hohe Glatze ausge- zeichnet, ist von edlerem, weniger ins Hässliche Digitized by Goo München. 13 verzerrten Typus als die Mehrzahl der anderen Bildnisse des Philosophen. 965- -67. Sog. Alkibiades Ahn. Inder Zeitschrift des Münchner Altcrtumsvcreins 189h, p. 16. Hoch (vom untern Bartende ab) ca. 0,32 m. Neu: ein grosser Teil des Halses, ein kleiner Flicken auf der Stirnnritte. Din Nase ist intact; am entern Ende vorn r. eine Kleinigkeit abge- splittert Das r. Ohr ist geschwollen, das I. nicht. Um das Haupt ein vorn in eine Spitze auslaufender Metallreif. Vortreffliche Arbeit. Uber Kepliken, Stil, Benennung s. Arndt in der Festschrift für W. Hel big, 1899. 968. Unbek annter. Neu: Hals, 1. Braue. Gänzlich mit Ölfarbe überschmiert. Gewöhnliche Arbeit. Dem Aschincs (Arudt, gr. und röm. Porträts, Taff, 116—120) physiognomisch ver- wandt und wohl in dessen Zeit gehörig. 969. Unbekannter. Abg in der Zeitschrift des Münchner Altcrtumsvercins 1898, p. 17. Ganz intact. Etwas verwaschen (nicht geputzt). Vortreff- lich. Wohl bereits xweite Hälfte des 4. Jalirh. 970. Unbekannter. Neu: Nase, Brauen, Hals. Auf der Mitte des Oberecliädels eine cpia- drate, nach allen Dimensionen hin 0,06—0,07 m messende Eintiefung. Schlechte Arbeit. Dem in , den .Griechischen und römischen Porträts“ Tafel 366/86 abgebildeten Typus verwandt. Wohl aus dem Beginn der hellenistischen Zeit. 971. Unbekannter. Neu: Nase und Ober- ! lippe. Die 1. Selto des Schädels ist mit Ölfarbe Uberschmiert. Das r. Profil gut erhalten. Weit gcöfTnete Augen, stark bewegte Stirn. Gute Arbeit. Schwer zn datieren; schwerlich vor dem Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. 972. Unbekannter. Sehr schlecht erhalten. Neu: Nase, I.ippcnteile, 1. Braue, der ganze Hinter- kopf in der Verticalc mit dem I. Ohr, die Haar- partie über der Stirnmitte. Das Antike ist von guter Arbeit. Etwa aus dem 4. Jahrhundert v. Uhr. 973. Unbekannter. Marmor. Der ganze Kopf ist, um den Eindruck einer Bronze zu er- wecken, mit schwarzer Ölfarbe überzogen. An- gabe der Ergänzungen deshalb nicht möglich; mit Sicherheit sieht man nur, dass die Nase neu ist. Athletenohrcn. Zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Uhr. 974. Epikur. Nase und Uppen abscheulich ergänzt. Stark verwaschen. Gewöhnliche Arbeit. 975 und 976. Unbekannter. Neu: Hals, Kinn, Uppen, Unterteil der Nase. Das Gesicht ist (wodurch?) dunkelbraun gefärbt. Runde wul- stige Reifbinde im Haar; ob hinten geknüpft, ist nicht zn sehen, da diese Partie ergänzt Sorg- fältige Arbeit ungefähr lysippischer Zeit; kaum Idealtypns, sondern wohl sicher Porträt, vermut- lich eines Diadochen au* der Zeit kurz nach Alexander. 977 und 978. Kol ossalkopf eines Dia- dochen. Hoch vom Beginn des Hai«« bis znm Scheitel ca. 0,39 m. Neu: Nase und Oberlippe. An Unterlippe und Kinn geflickt. Ober- und Hinterkopf sind rauh gepickt Breite Binde im Haar; ob als hinten geknüpft zu denken, unge- wiss, da diese Partie nicht ausgeffihrt. Flott, in groben Zügen gearbeitetes Original 3 —2. Jahih v. Uhr. Eine gewisse Ähnlichkeit scheint mit den Zügen der makedonischen Könige Philipp V. und Perseus zu bestehen (Inihoof-lllumer, Porträts auf ; griechischen Münzen, Taf. IV, 10—13). 979 und 980. Unbekannter. Neu: Nase, Kinn, Flicken auf r. Wange, Ohren. Sonst gut erhalten. Vortreffliche Arbeit 981. Unbekannter. Intact bis auf das r. Ohr. I.eicht geputzt. Massige Anwendung des Bohrers im Barthaar. Von besserer Arbeit als die Photographie vermuten lässt. 982. Unbekannter. Nase, I.ippen, Kinn überschmiert: wieviel darunter antik? Das I. Ohr ergänzt I.eicht geputzt Gute Arbeit. 983. Unbekannter. Hals und Hinter- kopf neu. Nase .alt. Backen- und leichter Schnurbart. Die vier letzten Porträts, 979—983, die in Gesiclitsausdruck wie in Haar- und Bartschnitt gewisse gemeinsame Züge anfweism, habe ich zwischen die griechischen und die römischen Bild- nisse der Sammlung cingeordnet, weil ich nicht sicher bin, weder welcher der beiden Nationali- täten die Dargestclltcn angehören, noch in welcher Zeit sie gelebt halten. Zu römischen Physiognomien haben die Köpfe keinen entschiedenen Bezug. Man könnte hei 983 au Entstehung in othonischcr Zeit wegen des für die Porträts dieser Periode charakteristischen trepponartig abgestuften Haupt- haares denken: doch macht der Vollhart diese Einreihung wieder unwahrscheinlich. Bei 981 ist im Barthaar der Bohrer leicht verwendet; doch ist die Physiognomie von Hadrianisehein zn sehr verschieden, um wegen dieses technischen Details, dessen Gebrauch wir bisher vielleicht zu streng zeitlich zu fixieren suchen, den Kopf bis in jene Periode hinunterzurüeken. Die. nächste Parallele zu den vier Porträt», besonders zu dem sehr schönen Kopfe 979 80, bietet, wie mir sebeint, die aus Smyrna stammende, um 1700 gefundene Digitized by Google 14 München Büste den M. Mod ins Aslaticus im Pariser Cabinet de** mcdnillcs (Visconti, Icon. grecqtie, 1824, pl. XXXIII, p 395 tT. ; Babeloii, cahiuet des anftqu«*« ä la Hiblio- tliöque nationale, pl. XXVIII).* » Dieselbe ist, nach dem Buchstabencharakter ihrer Inschrift zu urteilen, im 1. «Jahrhundert n. Ohr. entstanden. Wir Hütten danach in den Münchner Köpfen ebenfalls Griechen dieser Zeit zu erkennen Ks ist merkwürdig, dass sich vier ursprünglich gewiss nicht zusammen* gehörige Exemplare dieser seltenen Porträtgattung in München zusammengefunden haben. Als weitere Beispiele derselben seien u. A. genannt die Köpfe in Athen, Nationalmuseum 372, und Neapel: „Gr. ii. röni. Portr&te“, Taft". 447/48. II. Römische. 984-986. Pa nzerstatue. Hoch ca. 2 m. Neu: Arme und Beine. An den unteren Teilen des Panzers viel geschmiert. Die Zugehörigkeit des Kopfes, au dem Nase, Kinn, Ohren und mehrere Flicken neu sind, ist nicht erweisbar, «la am Halse alles verschmiert ist. — Interessant Ist die Relief- darstelluug des Panzers: ein nackter, aehildbc- waffneler Krieger stösst (wie es scheint) mit der liechten sein Schwert in «len Kopf eine« vor ihm iiiedergestürztenKtmtanren, «ler dasselbe mit beid«m Händen abwehrt. Den 1. Kuss stemmt der Krieger dem Kentauren gegen die Brust Was man r. neben dein Kentauren sieht, ist der Zipfel der durchge- steckten Fehlbinde, was über dem Haupt«* des Kriegers erscheint, der weggebrochene Medusen- kopf des Panzers. Eine Wiederholung di«*»«*« Panzer- schmuckes findet sich auf einem hei lteinach, reper- t«>irc II, 2, 586, 3 abgebildeten Fragment einer Iroperatorcustatue auf Tenos. Vielleicht stammt auch «las Münchner Stück aus dem griechischen Osten. — Der aufgesetzt«; Kopf ist ein schönes, geistvolles Port ritt eines Körners vom Ende «ler Republik oder Anfang der Kaiserzeit 987. Pa nzerstatue. Hoch ca. 2 ui. Neu: Arme und Beine und das Paludainentiim auf der I. Schulter. Der nicht zugehörige Sokrateskopf ist unter No. 964 abgebildet. Die Statue ist sehr schlecht erhalten. Auf dem Panzer ein Thymiaterion zwischen Nemden auf Seepferden, unter denen Delphine. Vgl. von Rhoden, Bonner Studien, Taf. I, 1; p. 16 f, und Warwick Wrotli, Joura «»f hell »tudies VII, 1887, p. 134. 988. Männliche Ge w an data tue. Hoch ca. 1,19 ui. Vor gründlicher Reinigung der «Statue •) H«ruoulll verdächtigt In brieflicher Mitteilung; die Echtheit dieser büate; ich aelbat hibe *le bisher uur flüchtig gesehen. nicht K**naucr untersucht. | sind ihre Ergänzungen schwer zu eonstatieren. Neu scheinen die ans dem ( Je wände heraustretenden (Jliterbeine »ammt Füssen und Plintlie, der unterst«* Te‘l des r. Unterarm» mit Hand. Der Kopf, an I dem Kinn und halbe Nase neu, war vom Körper getrennt, die Bruchstelle iat verschmiert; Bohrer- arbeit im Haar: es ist »ehr wahrscheinlich, dass er modern iat. Ich fürchte, dies«* Stück hier an falscher Stelle eingereiht zu haben, durch «len römischen Aus- druck des Kopfes, den ich anfangs für antik hielt, irregeführt. Aber das Gewand hat mit Römischem Nichts zu thiin. Die Bekleidung des Oberkörpers legt nahe, an einen Serapis zu denken, der in ähnlicher Bildung vorkommt (z. B E-V 56 \ Der Stil der Gewandung webt auf das 4. Jahrhundert v. Chr. 989. Porträtkopf von einem Relief. Hoch 0,22 m, soweit antik. Neu: die Nasenspitze. Hinten derReliefgrtind; der Kopf wurde de face gesehen. — Auch dieses Stück wäre es richtiger gewesen an früherer Stelle unterzubringen: dem phyniogiiotni- , sehen Ausdruck nach stammt «*s eher von einem s|&t griechischen Grabrelief in «l**r Art derer von Rheneia, als von einem römischen Monument. Man vgl z B. die athenische Stele aus Rheneia Sy bei 546 (Phot. Athanasios Koiistautinou 61, 14 oder 41 und dasGrabrclief des’.-M&ordpo; *Aiesurt\ttov Mulf aioi in Athen (Phot. Athanasios Konslantinou 61,84). 990 und 991. Un bekannter. Neu: Nase und r.Ohr. An Kinn, Oberlippe. Brauen, Kand des 1. Ohres ist geflickt. Hinter- und Oberkopf sitzen mit einem quer rundum gehenden Schnitt an, machen indessen durchaus antiken Eindruck, so dass alte Austück* uiig vorzuliegcn scheint. Das nackte Bruststück ist alt. — Dieser vortrefliieh gearbeitete Kopf ist so eigenartig, dass man zunächst an ein Renaissance* werk von der Art de» Niccolö da Fzzano denken könnte. Ich kenne für den langen, schmalen Hals, die starke Kopf Wendung, den unnatürlich weit aus- ladenden Hinterkopf keine schlagenden Analogien unter «len römischen Porträte. Aber der Kopf ist sicher antik, ungefähr aus den Ictzteu Zeiten der Republik. 992 Unbekannter. Hals, untere Hälfte der Nase, 1. Braue neu. Im Auge ein leicht ein* gerissener Kreis. Nackenhaar. Hervorragend vor- zügliche, scharfe Arbeit, vom Ende der Republik. 993 Unbekannter Neu: der Hals. Die Nase ist überschmiert; jedenfalls neu ist au ihr die Spitz«*. Ober- und Hinterkopf sind nur an- gelegt. Die Pupille ist als ganz leicht eingehohrte Vertiefung gegeben. Das Fleisch leicht ge- glättet. Grosse Ohren. Nackenhaare. Ebenfalls Digitized by Google München. 15 ein treffliches Porträt aus den letzten Zeiten der Republik. 994- Unbekannter. Die äußerste Nasen- spitze neu, sonst intact. I)aa Fleisch geputzt, das Haar unberührt. Eines der großartigsten überhaupt existierenden Republikanerbildnisse ! Man beachte den von Runzeln zerfurchten Hals, den dicken Ilautwulst im Nacken, den herab- gezogenen Mund, die schiefgewaohsene Nase, die colossalen Ohren, und zu allem Dem die gemeine Geizhalsphysiognoiiiie. Es giebt wenig römische Porträts, die sich diesem Meisterstück zur Seite stellen dürfen! 995. Unbekannter. Hals und Ohren neu, sonst ganz intact, auch die Nase. Das Fleisch ist geputzt; das Haar hingegen, in dem noch zahl- reiche Farbspuren in vortrefflicher Erhaltung, unberührt. Als Unterlage der Färbung diente Rotbraun, als Deckfarbe Gold. Nackenhaar. Vor- treffliche Arbeit, wohl vom Beginn der Kaiserzeit. 996. Unbekannter. Neu: die Nase. Hinten und oben nur angelegt. Ende der Republik oder Anfang der Kaiserzeit. In der mürben Behand- lung der Haut dem Neapler Kopf Inv. No. 6243 verwandt. 997. Unbekannter. Nen: Xa-e, Teile des Kinns, Brauen, Ohren Ausdrucksvolle Arbeit, ebenfalls etwa aus der Übergangszeit von Republik zu Monarchie. 998 Unbekannter. Neu: die Ohren und Flicken auf der Stirn Die Nase intact. Der Marmor ist rötlich-gelb gefärbt. Nackenhaar Aus- gezeichnetes Porträt, etwa eiceronianisclier Zeit. 999. Unbekannter. Nasenspitze und Ohren- teile neu, sonst intact Da der Marmor ähnlich wie an 998 gefärbt ist, die Stücke ausserdem in Grösse, Stil, Vortrefflichkeit der Arbeit sich ent- sprechen, liegt die Vermutung nahe, dass sie als Pendants gearbeitet waren. Etwa vornehme Be- amte an Augustus’ Hofe 1000 und 1001 Caesar. Neu: Nase, Kinn, Telle von Brauen und Ohren, wohl auch das unterste Stück des Halses. Geputzt. Der Kopf stand ehemals, auf moderner Büste, in der sog. Josephskapelle der kgl. Residenz, von wo er jetzt in das Antiquarium übertragen worden ist. Er scheint danach nicht zum alten Bestände dieser Sammlung zu gehören. Sollte er identisch »ein mit dem von L Urliclis, Die Glyptothek etc. (1867). p. 56 erwähnten «ganz vortrefflichen Caesar“, den Urliclis unter dem Bestände der Glyptothek nicht auffinden konnte? Derselbe war 1815 vom da- maligen Kronprinzen Ludwig in Wien angekauft worden. Vgl. L. von Urlichs, Beiträge zur Ge- schichte der Glyptothek, 1889, p. 14. Das Stück ist in der That ganz vortrefflich, eine« der besten uns erhaltenen Porträts des Uaesar. Die Richtig- keit der Zusammenstellung dieses mit den übrigen auf Caesar gedeuteten Bildnissen unterliegt meines Erachtens keinem Zweifel. Vgl. Arndt, Gr. und röni. Porträts, Taf 261 — 270. 1002. Octavianus Die Nase, die die ge- bogene Form zeigt, die z. B. auch das Florentiner August usportiät hat (Arndt, Gr. und rötn. Porträts, Taf. 244), ist, soweit erhalten, leicht mit Ölfarbe Ubersclimiert; sonst ist der Kopf intact. Sehr feine Arbeit. — Augustus ist hier im jugendlichen Alter von etwa 20 .Jahren dargestellt. Der Typus steht in der Mitte zwischen dem Knabenporträt derSala de’ bnsü (Arndt a. a. O., Taff. 241/42) und den Darstellungen des reiferen Mannesalters (ebenda Taff. 243 —250). Porträts au» dieser Lebensperiode des Augustus, bevor er zu grösserer Berühmtheit gelangte, sind begreiflicherweise selten (vgl. Ber- noiilli, Körn. Ikonographie II, 1, p.62 ff'., zu dessen Liste ich bemerke, dass der Kopf der Sammlung Dcspnig auf Mallorca, Hübner 717, jetzt im Be- sitz von E. P. Warren, ein ganz ausgezeichnetes Werk, sowie die beiden Köpfe der Caaa de Pilato» in Sevilla, Hübner 890 und 891, «len Fürsten im reiferen Alter von 30—40 Jahren darstelleu. Die Büste beim Marques de (’ampofranco in Palma auf Mallorea, Hübner p. 292; Bcruoulli a. a. 0. p. 40, No. 71, habe ich leider nicht zu Gesicht bekommen). 1003. Drusus rainor? Neu: Hals, Nase, Flicken an Oberlippe etc. Das Fleisch ist geputzt. Nackenhaar. — Die Benennung entbehrt vollstän- diger Sicherheit. Der Vergleich mit den Münzen (Bcruoulli a. a. 0. 11,1, Taf. XXXIII, 2-4) und mit zweifellosen plastischen Darstellungen des Drusus minor, wie dem Kopfe derSainmlung Jacob- son (Arndt a. a- 0. Taf. 17 und 18) und dem- jenigen des Museo arqiicolögico in Madrid (Inv. 2731; aus Sammlung Salamanca, in Rom gefunden; Phot für Serie V' liegt vor; Bcruoulli p 201, Fig. 35, No. 3), zeigt grosse physiognomische Ver- wandtschaft im Allgemeinen, in Einzelheiten, wie der Bildung von Kinn und Mund und den schläf- rigen Augen, aber Abweichungen, die allerdings vielleicht nur der Hand des ziemlich flauen Ver- fertigers der Büste zuzuschreiben sind. Dass ein Prinz de* inlischen Hauses, oder, noch präciser, aus der Familie des Tiberius gemeint sei, ist mir auf jeden Fall wahrscheinlich. 1004. Unbekannter. Ergänzt: der Hinter- kopf, das r. Ohr, der grösste Teil der Nase, die Digitized by Google München. 1<> Kinnpartie, Flicken am Haar vorn und an der 1. Braue Das Antike fein lind lebendig. Aus der iiiliHcli'clauilisclien Epoche. 1005. Unbekannter. Der Hals ist neu, Honst ist der Kopf gänzlich intact. Das Fleisch ist etwas geputzt. Nackenhaar. Harte Arbeit. Etwa Mitte des t. Jahrhunderts n. Chr. 1006. Unbekannte. Neu: Nasenspitze und Lippen. Die feine Arbeit dieses schönen Kopfes kommt auf der Photographie leider nicht genügend zur Geltung. Die Frisur ist die der Frauen des iulisch-claudisehen Zeitalters, die hinten geknüpfte und zu beiden Seiten des Haarknoteos hcrabfallendc Binde erinnert an die Königsbinden der Diadochcn- zeit lind scheint «lic Dargestellte als Fürstin zu bezeichnen Wer gemeint ist, bleibt zu untersuchen. 1007. Unbekannte. Neu: Hals, Nase, Flicken im Kinn Die Frisur ist im Wesentlichen diejenige der Fulvia und der Oetavia, der beiden Gattinnen des Mare Anton (Bcrnotilli, Köm. Ikonographie I, Münztafel IV, 92; 11, I, Taf. XXXII, 14; linhoof- Blumer, Porträtköpfe auf röm. Münzen, Taf 1,6; Helbig, Osservazioni sopra i ritratti di Fulvia e di Ottavia, Monum. anticlii dei Lincei 1891, tav II ), in deren Zeit die Dargestellte gelebt hat. 1008 Knabenkopf. Neu: Hals und Nasen- spitze; am Kinn geflickt. Sehr gute Arbeit Nach seinem physiognomischen Ausdruck aus neronischer Zeit. 1 009. U li b e k a n n te r. Sehr schlecht erhalten Neu: Nase und Hals. An Brauen, Lippen, Kinn und Wangen viel geflickt. Aus flavischer Zeit. Vielleicht dieselbe Persönlichkeit ist mit einem Kopfe des Museo Torlonia, No. 313 der Lichtdruck- publication, gemeint, welcher die dionysische Stirn- binde und Wem(?)laub im Haar trägt 1010. Unbekannte. Neu: Hals, Lippen, Nase. Die Frisur ist die bekannte der flavischen Zeit: von den sechs Löckchenreiheu vorn sind die fünf obersten, offenbar gewaltsam, abgostossen worden. Im Übrigen ist der »ehr fein und sorg- fältig gearbeitete Kopf gut erhalten. 1011. Knaben köpf Neu: der Hals und wohl auch die (verschmierte) Nase. Delicate und feine Arbeit. — Ich habe das Stück wegen seiner Frisur, der in die Stirn gekämmten Haare, unter den Porträts trahinischer Zeit cingcreiht; doch wage ich nicht, diese Bestimmung mit voller Sicherheit zu vertreten Jedenfalls ist der Kopf nach Ausdruck wie Arbeit eines der anziehendsten Werke der Residenz-Sammlung. 1012. Unbekannte. Neu: Hals, Kinn, Lippen, Nase, Ohren, das Band hinter der vorderen Frisur. Sehr gute Arbeit Nach der Haarord- nuiig aus traianischer Zeit, aber nicht mit Sicher- heit mit einer der damaligen Fürstinnen zu identi- ficieren. 1013. Traian. Neu: Nase, Flicken an Hals und I. Wange. Sehr gute Arbeit. 1014. Kolossal köpf des Hadrian. Hoch (mit Hals) ca. 0,49 in Uncrgiinzt, aber geputzt. Der Kopf scheint eine geschickte Nachahmung der Antike zu sein. 1015. Unbekannter antoninischer Zeit. Ohne Ergänzungen. Geputzt. Die Pupille als leichte Höhlung. Im Gegensatz zum vorigen Kopfe des Hadrian scheinen mir bei diesem Stücke, trotz seiner vortrefflichen Erhaltung, Zweifel am Alter- tum nicht erlaubt 1016. Unbekannter. Intact bis auf die äusserste Nasenspitze. Zeit des Lucius Veras oder Coiimiodus 1017. Unbekannter. Neu : die Nasenspitze. Etwa Zeit des Marc Aurel. 1018. Unbekannter Neu: die Nasenspitze. Geputzt. Dieselbe Persönlichkeit (ungefähr vom Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr.) ist in einer Büste des Braccio nuovo (No. 63; aus Sammlung Ruspoli; Phot. Sommer iu Neapel No. 1789) dar- gestellt, welche, fälschlich den Namen Aelius Caesar trägt Die Münchner Büste ist, wie die vatiea- nische, von guter Arbeit. 1019. Unbekann ter. Neu: die Hälfte der Nase. Antike Glättung. Ausgezeichnete Arbeit. Wie die nnnimisclie Physiognomie beweist, (irieche antoninischer Zeit, mit den athenischen Porträts von Kosmetcn zu vergleichen (Arndt, griech. und rilm. Porträts, Taf. 381—889). 1020 und 1021. Bronzekopf eines Un- bekannten. Ohne Ergänzungen; das Bruststück alt. Am Hinterkopf ist die Bronze mehrfach ge- platzt; auf dem Oberschädel links ein durch äussere Verletzung entstandenes Loch. Ziemlich dünner Guss. Schöne schwarzgrüne Patina. Die Arbeit ist nicht von sonderlicher Feinheit. Ungefähr Zeit des ( ominotlus. 1022. Unbekannte. Bis auf die ergänzte I Nase intact Sorgfältige Arb . Haartracht der , jüngeren Faustina und ihrer Tochter Lucilla, 1023. Unbekannte. Neu: Nase, hinterer j Teil des Halses, 1. Teil des Schädels ml» Ohr. 1 Gut gearbeitet, aber schlecht erhalten. Zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts n, Chr. 1024 Faust ina maior. Neu: Nase Lippen, Kinn, untere Teile des Schleiers, Hals. Löcher für Ohrringe. Der Marmor ist sehr nachgedunkelt. Digitized by Google MUnrhen 17 Gute Arbeit. Die Benennung scheint mir ziem- lich sicher (vgl Beinonlli, Rom. Ikonographie II, 2, Münztafel IV, 8 10'; der Schleier ist bei den Bildnissen gerade dieser Kaiserin häufig (Bernoulli a. a 0. p 152). 1025. Unbekannte Die Nasenspitze ist etwas abgestossen, das Fleisch leicht mit Ölfarbe ü bersch iniert Mässige Arbeit. Nach der Frisur aus der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. (vgl. Bernoulli, Köm. Ikonographie III, p 138). 1026. Knabenkopf. Neu: die Nasenspitze. Im Augapfel ein leicht eingeritzt r Dreiviertels- kreis. Vortreffliche Arbeit Schwer zu datieren: Bernoulli versetzt den Kopf (brieflich) ins 1. Jahr- hundert n. Chr., ich hatte ihn seines physiog- nomischen Ausdruckes halber hier, in gordianischer Zeit, eingereiht, bin jedoch jetzt mehr dazu ge- ueigt, in Hinblick auf seine Frisur und die Art der feinen, aber etwas nüchternen Arbeit ihn der traianischen Epoche ziizuschrcibeu. 1027. Jünglings köpf. Neu: die Nase und Teile der Ohren. Der Bruch im Hals ist ver- schmiert-, die Zugehörigkeit der Büste daher nicht ganz sicher. Da« untere Postament ist jedenfalls modern Ein grosser runder Maruiortlicken über dem r. Ohr scheint in antiker Zeit eingesetzt worden zu sein Gute Arbeit gordianischer Zeit. 1028. Maximinus Thrax(?). Leider ist «ler für seine Zeit sehr gut gearbeitete Kopf mit Ölfarbe überzogen, so dass die Ergänzungen nicht mehr genau fretzustcllen sind. Sicher neu ist die Nase. Die Benennung hat grosse Wahrschein- lichkeit für sich (vgl. Bernoulli, Röra. Ikono- graphie II, 3, p. 110 flf. Die daselbst erwähnten fünf Köpfe des Maxiuiiu , die sich ehemals in Villa Ludovisi befanden, stehen jetzt in der Glyptothek Ny- Carlsberg). 1029. Kolossal köpf eines Unbekannten. Der Hals neu, sonst iiituct Vorzügliche Arbeit. Bernoulli bezeichnet den Kopf zweifelnd als Caracalla lind wird damit zeitlich wohl eher das Richtige getroffen haben als ich, der ihn in die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts versetzt hatte. Dass Cautcalla selltst gemeint sei, halte ich nicht für wahreef in lieh, obschon man zur N«>t die Physiognomie mit derjenigen der Münze Ber- noulli, Köm. Ikonographie 11, 3, MünztatVI 1, 17 iden.. «eieren könnte. Doch weichen die erhaltenen plastischen Porträts des Caracalla, vor Allem die ausgezeichneten Büsten in Berlin und Neapel, zu stark von dem Münchner Typus ab, der ausser- dem etwas zu alt für den bereits im 29. Lebens- jahr ermordeten Kaiser sein dürfte. Der Maass- stab der Büste spricht allerdings andererseits da- für, dam keine Privatperson dargcstellt ist. 1030. Unbekannter. Neu: .Spitze nnd Rücken «ler Nase; die Oberlippe geflickt Im Haar starker Bohrer; die Augensterne sind nicht angegeben. — Auch dieser Kopf ist zeitlich schwor unterzubringen. Seiner Arbeit nach möchte man ihn in das Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. ver- setzen, in welcher Zeit allenlings die mangelnde Andeutung «ler Pupillen auffällig sein würde. Der Ausdruck des Kopfes verrät einen Nicht- Römer, Barbaren 1031. Unbekannter. Neu : die halbe Nase. Bernoulli und Amelung halten den Dargestellten für einen Griechen vorchristlicher Zeit; «loch glaube ich, dass er eher um die Wende des 2. und 3. christlichen Jahrhunderts, in «ler Zeit des Pertinax und Diditis Julianus etwa, gelebt hat Vgl. Athen, Nationaluiuseum, Kavvadias 336; Phot, athen Inst. Die Arbeit ist für jene Zeit gut und sorgfältig. 1032 Links: Unbekannter. Neu: die Nasenspitze. Das Gesicht ist mit Ölfarbe über- schmiert. Gute Arbeit antnninischcr Zeit. Rechts: Unbekannter. Neu: der Hals und eine Kleinigkeit am 1. Ohr Bläulich- weisser Marmor. Ich halte den Kopf trotz seiner guten Erhaltung, dos wenig häutigen Material», der seltenen (auf der Photographie! ersichtlichen) Art der Pupillen- angabe für antik. Das Haupthaar ist fein gerippt nach aut«>ninischer Weise; doch dürfte der Kopf, «ler Augenbehandlung wegen, bereits dem 3. Jahr- hundert angehören. 1033. Links: Mädchenkopf. Neu: Nase, Hals, Flicken. Massig«1, glatte Arbeit «l«*a .3. Jahr- hunderts. Rechts: Unbekannter. Non: Nasenspitze und Kleinigkeiten. Sehr feine Arbeit frühestens gordianischer Zeit. 1034. Links: Unbekannter. Neu: die Nase. Höchst ausdrucksvolle Arbeit aus «ler Zeit unge- fähr des Septiiuius Severus. Rechts : Unbekannter. Nur der Uber- Bchädel in der Gegend des Wirbels und kleine Flicken iiu Gesicht sind neu, sonst ist der Kopf iutact. Ein ausgezeichnetes Stück der zweit«*n Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Uhr. 1035. Links: Unbekannter. Neu: Hals und Nase. Das Fleisch antik poliert. Das späteste der Residenz-Porträts, wohl bereits au» dem 4 Jahr- hundert n. Chr.: ein Wunderwerk von Sclien»- I ich keilt 2 Digitized by Google 1« Miinrhrn. Hecht«: Unbekannter. Neu: Na*cnspit*e, Kinn, I. Ohr (da* r. ist abgebrochen), Hals. Haar und Hart gedickt. Vortreffliche Arbeit der ersten Hälfte de* 3. Jahrhunderts n. I hr Unter den von uns «war photographisch auf- genommenen, aber thcils ihrer schlechten Erhal- tung, tc.ils ihrer störenden Ergänzungen halber nicht veröffentlichten Antiken’) der Kesideuz seien hier noch folgende erwähnt: \. SUliiirltriH1». 1. Ein ca 0,30m hoher Tors«) einer männ- lichen nackten Statuette ans pcutclischcin Marmor, von sehr feiner nml ausdrucksvoller Ar- beit, Stil der Mitte des 5. Jahrhundert*. Der r Arm King hoch nach aussen, die Bewegung des I. ist nicht mehr constatierbar. Da* I. Hein ging vor. Im Kücken Gewandrest, der von der r. .Schulter nach 1. abwärts zieht Auf dem r. Hinterbacken ist ein grosser Puntello weggebrochen. Die Rück- seite ist nur skizziert 2. Eine Replik des sogen. NarkisBos- typus (Portwänglcr, Meisterwerke, p. 484, Fig.84), aber im Gegensinne. Vgl. Michaelis, an eien t tnarbles p. ö48, No. 1 (Rossie Prior)') Ehemals ganz gute Arbeit. Hoch ca. 1,15 m. Neu: Kopf, I. Arm (lland auf Hinterbacken alt), r. Unterarm mit Stamm, I. Unterbein, r. Hein von Mitte des Oberschenkels ab, Plinthe. 3. Statuette eines nackten Jünglings. Hoch 0,70 m. Ganz mit Oclfarbc überzogen. Neu scheinen das r. Hein, da» 1 Unterhorn, Stamm und Plinthe. Die 1. Schulter, zu der der Kopf sich hin- wandte, ist gehoben Der Torso in der r. Hüfte stark eingezogen. Der r. Unterarm ist vorgestreckt, der I. Arm hängt herab. Das r. ist das Standbein. Ehemals gute Arbeit isdykletischen Stil» 4 Jünglings» tat ue. Hoch ohne Plinthe) ca. 1,15 tu. Neu: 1. Hand, r. Arm, wie es scheint auch die Heine, der Kopf. Der Torso, das einzige Antike, ist nackt; von der 1. Schulter fallt eine den Arni bedeckende Uhlamys herab. Flüchtige und stillose Arbeit. 5. Statue de* Apollon (?) Hoch ca. 1,35m. Neu scheint grösster Teil der Arme und Heine Am (ungebrochenen'1 Kopfe ist die Nase ergänzt; er ist »ehr schlecht erhalten An I. Schulter und I. Oberarm aussen mehrere Löcher für .Metallstifte *) PhotogTapliliclie Aufnahme» «lrr»ell*>n werden von der Vcrl»K»;in»t«lt Hruekmann Jntrrrssinton zu den ge- wöhnlichen Freiten zur Verfügung geztdü. I (für eine Leier?). -- Nackter stehender Jüngling, | mit gesenkten Armen. R. Standbein. Leidliche Arbeit, nach dem Ausdrucke des ziemlich flauen und dazu arg zerstörten Kopfes aus der Mitte des , 4. Jahrhunderts. 6. Statue des Apollon. Hoch ca. 1/15 in. Neu: Kopf, 1 Arm, r. Hand, Unterbeine, Unter- teil des Stammes. Das Oberteil desselben, welches alt ist, ist als Lorbeer charakterisiert: danach die Benennung. Weggemefoseltc Binden-(odcrLockcn-?) enden auf beiden Schultern. Der Kopf scheint einen Nackenschopf gehabt zu haben. — Nackter stehender Jüngling; indem der r. Unterarm auf dem Stamme aufruht, wird der Körper leicht ent- lastet. L. Standbein, das r Spielbein etwas vor. j Das Hewegungsuiotiv ist die nächste Vorstufe zu demjenigen des Silens, der da» Diouysoskind wartet (Louvre, München, Hraccio nnovo; vgl. Aiuchmg, Führer, p. 81); daraus ergiebt sich die Datierung des Stückt« Gute Arbeit. 7. Oberteil einer Arteinisstatue Hoch 0,52 in. Modern aus einer Statue zur Rüste her- I gerichtet. In der 1. nackten Schulter ein Metallstift. Der obere Teil der Haarschleife neu. Köcher- band von der r. Schulter zur I. Hüfte. Feiner ärmelloser Chiton. Kopfwendung zur I. Schulter. Der 1. Arm war gesenkt, der r. ging nach aussen. Trockne Arbeit, nach der Pupilleuangabc frühesten* vom Ende des 2. Jahrhundert» n. Uhr Wichtig nur wegen des ungebrochenen Kopfes, der die Frisur der capitolinischen Aphrodite hat, in deren Zeit die Entstehung diese» Artemistypus fallen wird* 8 Jüngliugsstatue. Ucbcr lebensgross. Alt scheint nur der Torso zu sein, der im Wesentlichen eine Wiederholung von E-V 144 ist. Die Zuge- hörigkeit des stark ergänzten und schlecht erhal- tenen Kopfes, der einen Jflnglingstypus der zweiten Hälfte de» 4. Jahrhunderts v. Uhr. wiedergiebt ist zweifelhaft 9. Stark ergänzte Jünglingsstatue, nackt, mit der lauer in der Rei hten. Arme lind Heine sowie der Kopf (Im Typus des Eros von Cento- celle) scheinen neu, alt nur der schwammige Torso, der in Stil und Motiv dem Apoll der Sala della biga No. C14 entsprochen zu haben scheint (kein Köcherband). 10. Statuette eines Knäbchens; jetzige Totalhöhe 0,77 m. Neu: Anne, r Hein von Mitte de» Oberschenkel» ab, I. Hein von Mitte des Unter- schenkels ab, Stamm lind Plinthe. Der iiber- sohiuierte Kopf ist alt und ungebrochen. Eiu nacktes, stehende» Knähchen, mit hochaufge- »tützteuj r. Kuss, auf den r. Oberschenkel gelegtem Digitized by Google München. 19 r. Arm, erhobenem I. Arm, stark empoibllckcn- tlcm Kopfe. Dlirrh die hässlichen Ergänzungen verunstaltetes, frisch gearbeitetes griechisches Ori- ginal, wohl eine Grabtigur nach Art der Statuetten des athenischen Nationalmusenms Sybel 59.5 und 504, etwa aus dem 4. Jahrhundert. 11. Knabenstatnette. Hoch : ca. 0,82 in. Neu Schemen: Kopf, I. Unterarm, r. Arm, Unter- beinc. Ilas Ganze fiberschmiert. In den antiken Teilen ganz gut gearbeitet. Replik eines häufigen, in den Attributen mehrfach variierten Kinder- typus hellenistischer Zeit; z. 15 Keinach, repertnire 430,8(Tonlouse); 482,5(Torlonia 69); 432,7 Neapel): 455,10 (Capitol); Chiaramonti 284, und sonst. 12. Satyrstatue. Von Kuss bis Kopfende ca. 1 m hoch. Neu scheinen: Kopf, Arme, ünter- beinc. Hinten scheint der Schwanz angegeben zu »ein. Ganz ordentliche Arbeit. Würde sich nach Abnahme der Ergänzungen voraussichtlich als Wiederholung des sein Schwänzchen haschenden Satyrs (Helbig, Führer’ 377; Klein, Praxiteles p. 217, Anm. 1) hcrausstcllen. B. FJnzelkSnn-. 13. JQnglingskopf, anscheinend von einem Hochrelief. Hoch: ca. 0,24. Nase und Kinn neu. Griechische Arbeit des ausgehenden 5. Jahrhunderts, mit entfernten Reminiscenzen an Polykletisches. ' 14. Weiblicher Kopf. Hoch, soweit an- tik, ca. 0,30 m. Neu: Hals, I.ippen, Nase. Mas- sige Arbeit. Schlecht erhalten In den Haupt- zügen Typus der capitolinischcn Aphrodite, und diese Göttin oder Artemis darstellend. 15. Miidchenkopf. Hoch 0,30 m. Neu: Nase und Lippen War gänzlich mit ( jetzt zum Teil heruntergekratzter) Ölfarbe Qberachmiert. Sogen Melonenfrisur Aus praxitelischer Zeit. Durch die schweren Oberlider erhält der Kopf einen porträt- liaftrn Ausdruck IG. Hernieskopf. Hoch ca. 0,36 m. ZiimEin- srtzen in eine Statue. Neu: Nase, Lippen. Voll- ständig mit Ölfarbe llbersclmiiert Pupillcnnugahc autouiniseher Zeit Mässige Arbeit. Der mit dem ; Prtasoa bedeckte, kurzlockige Kopf ist leise zur r. .Schulter und abwärts geneigt. Hinter den Zü- gen dieses nach Arbeit und Erhaltung gleich un- , erfreulichen Stückes leuchtet ein schönes, meines Wissen» nur in diesem Exemplare erhaltenes Vor- bild praxitelischer Zeit hervor. 17. Apollonkopf. Von Kinnspitze bis Schei- tel ca. 0,35 m hoch. Ganz mit '»Ifarbe über- schniiert, so dass die Angabe etwaiger weiterer Ergänzungen unmöglich ist Leidliche Arbeit I Wiederholung de* von Ameluiig, Führer durch die Antiken von Florenz, No. 2, besprochenen Typus. 18. Zeuskopf. Hoch ca. 0,22 m Neu: Nase und viele Flicken, Rohe Arbeit mit 15e- nntzung des Bohrers. Typus der zweiten Hälfte des 4 Jahrhunderts, von etwas erregtem Ausdruck. 19. Weiblicher Kopf von einem atti- schen Grabrclief. Hoch, soweit antik, ca. 0.20 in. Neu: die Nase Schlecht erhalten. Aul dem Hinterhaupt ein Schleier Flüchtige Arbeit des 4 Jahrhunderts. 20. Weibliches Köpfchen. Hoch ca. 0,145 m. Pentclischer Marmor. Nasenspitze und Lippen ergänzt. Der Hinterkopf ist abgebrochen; der Kopf rührt von einer Rundfigur, nicht von einem Relief her Frische griechische Arbeit vom Beginn des 4. Jahrhunderts. 21 und 22. Zwei schlecht erhaltene A tlicnn- köpfe, jeder 0,2G in hoch, und au beiden Hals und Nase ergänzt. Soweit Erhaltung und geringe Arbeit zu beurteilen erlauben, erinnert der eine im Allgemeinen an praxitelische, der andere an skopa- sischc Typen Repliken sind mir nicht bekannt; der praxitelische Athenakopf Berlin 78 (Furt- wängler, Meisterwerke, p. 556 und Anm 3) geht auf ein anderes Vorbild zurück. 23. Hermeskopf. Hoch ea. 0,23 m. Nasen- spitze neu. Kurzlorkigcs Maar, in dem über der Stirn kleine Flügel Harte, aber ganz ausdrucks- volle Arbeit römischer Zeit ohne ausgesprochenen Stilcharakter 24. Weibliches Köpfchen. Ca. 0,30 ui hoch Nase neu. Schlechte Arbeit. Ifcratypu», etwa praxitelischer Zeit. Diadem, darüber hoher modiusartiger Aufsatz (vgl. Dragendorlf, Hb Mus. LI, p 294 IT): also wohl eine Stadtgüttin 25 Dioskurenküpfchen. Hoch ca 0,21 m Neu: Nase, Lippen, wohl auch Kinn Schlecht und spät. Eiförmige Mütze ohne Stern. Kurzes krauses Haar, das in der Anlage über der Stirn entfernt an die bekannten, von Furtwängler (Meister- werke p. 591 f.) auf Enpbranor zurückgcfülirten l’aristypen erinnert 26. Satyrkopf, lloeh 0,22 m Nase, Lippen, Hais, Flicken neu. Die Augensterne sind ange- geben. Stirnhöraer, Warzen an der Seite, Spitz- obren. Schlechte Arbeit mit viel Bohrer. Das Altertum des Kopfes ist wohl nicht zu bezweifeln Jugendlicher Typus von grinsendem Ausdruck. Ähnliche Köpfe u. a in Dresden, im Capitol (Gal- leria), in Neapel (luv. 0328:. Frühestens 4. Jahr- hundert. Digitized by Google 20 München. 27. Kintge Hiichtig ausgcfUhrte Köpfchen ' apätgriechiechcr Arbeit, zum Teil von Hoch- reliefs (in der Art derer von Rhcneia) stammend. Vgl. No. OHO. 28. JüngtiugsUopf mit Wulsthinde. Von Kinn hi» Scheitel 0,80 m hoch. Neu: Kinn, läppen, Nase, Krauen; fast die ganze Maske ist mit Ölfarbe Hherechiniert. Da* Haar stark gebohrt. > [’upitien angegeben. Schlechte Arbeit vom Knde ; des 2. Jahrhunderts n. t'hr. — Idealer Jünglings- typus, mit kurzlockigcm, wirren Haar, durch das eine dicke, wulstige Kinde gelegt ist. Zur Deu- tung ist etwa zu vergleichen der Campus Martins auf dem Relief de* Fussgestclla der Antoninssäide im Vatican (Krunn-Rruckmann 210; Kriederichs- Wolters 1080; KekuK' bei Koepp, über das Bild- nis Alexanders des tlrosscn, 52. Berliner Winckel- inannsprogramm 1805, p. 28). I'. PortriUs. 29. Ein zweites Porträt des Sokrates (vgl. No. 9f>4). Nase und Oberlippe neu, Augensterne angegeben. Sorgfältige, etwas ängstliche Arbeit, im Ausdruck den Typen der Sala delle mtise und des Louvre nahestehend. Wohl sicher antik« 30. Ein zweites Porträt des Epikur (vgl. 1 No. 074). Da die Maske gänzlich mit Ölfarbe überstrichen ist, sind die Restaurationen nicht constaticrbar. Das Stück in seinem jetzigen Zu- stande wertlos. 31. Sehr schlecht erhaltenes Porträt eines Barbaren (?). Hals, Kinn, Nase und Anderes neu. i Das Antike von guter Arbeit. Schnur- und leichter , Backenbart; kiirzgcschnittencs Haar; schmale, ein | gefallene Wangen; schwere Lider. Die wulstigen ! Lippen geben dem Kopfe einen negerartigen Aus- druck. Interessantes Stück, über dessen Datie- rung und nähere Stilbestimnmng vor Entfernung der abscheulichen Ergänzungen schwer zu ur- i teilen ist. 32. Römischer hnperatorenkopf mit | Lorbeerkranz. Hoch ea. 0,37 m Neu: Nase, Lippen, Kinn, 1. Braue. Wieviel vom Oberkopf ergänzt | ist, ist unter der Hülle von Ölfarbe, «Ile früher auch das Gesicht bedeckte, nicht zu erkennen Ehemals von vortrefflicher Arbeit. Wahrschein- lich Nerva. Unter den in Photographieen nicht vor- handenen Porträts sind noch erwähnenswert: 36. Ein schwarz angestrichcner, jugendlicher, bartloser Kopf mit Lorbeerkranz, ans der iulisch-c laudischcn Epoche. Zwischen den Fensternischen des ersten Stock- werks des dem Anthpinriuiu vorgelagerten sogen. Grottenhofes, welcher allgemein zugänglich ist, sind auf der West- und der Ost wand zwölf antike Statuen aufgestcllt, deren photographische Auf- nahme aus localen Gründen bisher nicht möglich war In kleiner Abbildung sind sie zu sehen auf den photographischen Reproduetioncn des gedämm- ten Hofes hei: L- Bauer, Münchener Renaissance vom Ende des 16. bis Ende des IS. Jahrhunderts. München 1878; Folio. 72 Lichtdrucktafeln mit Text Ich habe die Statuen aus der Nähe nicht untersuchen können und kann daher keine genauen Angaben über ihre Ergänzungen machen. An der Autiquariumswaml sind angebracht: 1. Aphroditestatue des mediceischen Typus. 2. Ein zum Dionysos ergänzter nackter Torso mit stark ausgebogener r. Hüflc, etwa praxitelisclien Stils. 3. A rtemissta tu e. Typen wie Reinach, Repertoire 314, 9; 316, 4 nahestehend 4. Asklepiosstatue. L Spielbein vor, beide Arme gesenkt, in der Linken die Schale, in der Rechten den Schlangenstab, Oberleib nackt. Ge- naue Wiederholungen der Gewandanordnung mir nicht bekannt. Kjellberg. Asklepios II, p. 14, Amn. 5. F o r t u n a s t a t u e . <1 egürteter Chiton. Himation um Unterleib und 1. Unterarm. Füll- horn im 1. Arm. 6. Eine stark restaurierte und überschmierte und dadurch zur Zeit wertlose Hera kl esstat ue. An der gegenüberliegenden Wand stehen: 7. Artemis(?)statue, im allgemeinen Typus an die E-V 172 erwähnte Statue des Dresdener Museums erinnernd, doch ohne die quer ftber- gegiirtete Nebris. 8. Nackter; Chlamy» auf I Schulter. Wertlos. 9. A rtemissta tue. Typen wie Reinach, Repertoire, 313, 6; 801, 5 n. a. nahestehend. Gut. 10. Zum Hermes ergänzter nackter Torso. L. Hüfte leicht ausgebogen, r. Spielbein etwas zu- rück, r. Arm erhoben. Scheint eine Replik des sogen. W estmacottaclieu (polykletischen> Athleten zu sein. Gut 33. Ein schlechter August us. 34. Ein mit schwarzer Farbe übeizogener Frauenkopf augusteischer Zeit 11. Nackter. Zum Apoll ergänzt. 12 Herakles. Digitized by Google MUnchi-u. 21 Einige andere in der Residenz ver- streute antike Sculpturen, »aimntüchc ohne besonderen Wert, bedürfen noch gelegentlicher genauer Untersuchung: im Charlottengang ein Kinderkiipfchen, auf der Silberkannnertrep|>e ein Kopf der Ktddierin und ein (antiker?) Satyrkopf, an dein llrnnnon in dem ersten der sogen. päjist- lichen Zimmer eine schlafende Nymphe, ein neuat- tisches Relieffragment mit der Darstellung einer MUuade, ein Torso. Im Witt elsbaeher Palais auf der Briennor- Strasse befinden sich iui Bibliotheksaal zwei gute römische l’orträtbüsten, eiu Marc Aurel i Nase und Büste neu) und ein Antoninua l’ius (Nase, Brauen und Büste neu). Ueinmenkunner »eien darauf aufmerksam ge- macht, dass an den Cimelien der .reichen Kapelle* und der Schatzkammer in der kg I. Residenz, sowie an denjenigen des Kirchcn- »chatzes der Tlioatiuor-Hofkircho sich eine Anzahl antiker geschnittener Steine befindet, die der wissenschaftlichen Prüfung noch harren. Eine Reihe von ursprünglich zum Antiquarium der Residenz gehörigen Sculpturen ist jetzt im Antiquarium der Neuen Pinakothek auf- gestellt. Wir werden Abbildungen dieser Stücke in einer der nächsten Serien bringen Ans Münchner Privatbesitz*) veröffentlichen wir in dieser Serie tlic folgenden Stücke: Bei Herrn Ministerialräte Gottfried Bohm, k. b. Reichsheroldc und Vorstande des k. Geheimen Haus- und Staatsarchives (Thierschstrasse 49): 1036. Fragment eines weiblichen Köpf- chen» Pentelisclicr Marmor Höchste Höhe 0,195m. Früher im Besitze des verstorbenen Oberbau- directorg von Herrmann, der es 1835 in Athen, •) An dieser Stelle sei bemerkt» dm die ehemult in München bei Herrn von LoUbcck befindliche, spater in den Besitz den (trafen Aruim In lluluendorf iiberK«Kanicciio Vh»o mit der Sühnung de» Orest (Baumeulcr, Denkmäler, p. 1117, Fig 1314} durch einen Brand zu (iruudc gegangen im angeblich auf der Akropolis, gefunden hatte. — Vorn drei Reihen Löckchen, dahinter nach vorn 1 gellende Haarsträhne und hinter diesen Reste des Schleier». Der Hinterkopf ist völlig abgesplittert, so dass mau nicht mehr feststellen kann, ob das Fragment von einer Randfigur oder einem Relief stammt. Ziemlich gewöhnliche und unsichere Ar- beit. — Dieser kleine Kopf ist trotz seines kümmer- lichen Aussehens nicht ohne archäologisches In- teresse, da er auffallend an den Kopf der mittleren Charite auf dem sogen. Cbaritenrelief des Sokrates (vgl. E-V 731/32) erinnert. Doch kann er, wie mir Paul Wolters bemerkt, nicht von einem der erhaltenen Exemplare dieses Reliefs stammen (deren bekanntlich zwei auf der Akropolis, dem Fundorte auch des* Höhnischen Fragmentes, vor- handen sind), da er, abgesehen von geringfügigeren Abweichungen im Detail, wesentlich kleiner als der entsprechende Kopf auf dem vaticanischen Exemplar ist, bei dem (nach Mitteilung von Paul ilernnann, der den Dresdner Abguss verglichen I hat) die Entfernung von Haaransatz— Unterfläche de» Kinnes 0,085 in beträgt, gegen 0,071 m am Röhmschen Fragmente, Dasselbe ist in Abguss vom Foruiator der Münchner Kunstakademie, Heiler, zu beziehen. 1037. Weibliche Statuette. Hoch 0,65 in Angeblich am Fncineraee gefunden Der Hals ist mit Gips verschmiert Der ausdruckslose Kopf (Nase neu; starke Hohrerarbeit) gehört nicht zum Torso, da seine Locken keine Fortsetzung auf den Schultern Anden; auch ist er von anderem, wei»sercn und feinerkörnigen Marmor. Ergänzt sind ferner: Vorderteil des r. sowie der I. Fuss, soweit er aus dem Gewände heraustritt, sammt der Pliuthe rings herum. Die Rückseite ist nur angelegt. Am Chiton unten vorn und an den Seiten starke Reste von roter Farbe; desgleichen an der 1. Hüfte in der Höhlung. Nach der hohen Gürtung aus helleni- stischer Zeit Ganz hübsche Kopistenarbeit. 1038- Relief mit Hero und Leander. IPubliciert vom Hesitzer in der Zeitschrift des Münchner Altertumsvereins 1893, p. 5 ft, mit Tafel. 1885 in Venedig als aus Palazzo Mocenigo stammend erworben. 0,85 m breit, 0,835 in höchste erhaltene Höhe. Grau-grünlich gestreifter Mar- mor. Hinten glatt, l-ntou Bruch, auf den drei anderen Seiten Rand, der hinten etwas nach ein- wärts geht. Hinten am oberen Rande in der Mitte stak ein Metallstift, wie die rötliche Färbung des Marmors beweist Die ehemalige tektonische Ver- wendung des Reliefs ist mir unklar. An seinem Altertum zu zweifeln, sehe ich keinen Grund. Späte Digitized by Google 99. München und rohe Arbeit; 3 hi« 4 Jahrhundert n. I hr. — I.cander ist fast knabenhaft gebildet. Sein Unter- körper steckt in den Wellen, llero trägt einen ärmellosen gegürteten Chiton; an tieiden Ober- annen Spangen. Im Haar, wie ca scheint, Binden. Auffällig ist die Zugabe de» I’ferdes, das bei dieser Scene eigentlich keinen Kaum hat Neben dem- selben ein kleiner Wächter, im Chiton. — Das Kclicf ist die einzige erhaltene Darstellung des Mythus in Marmor Die Littcratur über dieselben siehe bei liöhm a a. 0.; ferner Kiggaucr in der Zeitschrift des Münchner Altertumsvercins VII, 1835; Kuaaek in der „Festgabe für Franz Suse- mihl“ 1838, p. 46 ff.; Berliner philol. Wochen- schrift 1898, No. 29, p. 907 ff. (IG. Juli); Keschers inythol. Lexikon s. v. Leandros, wo das Höhnische Belief erwähnt ist. Bei Herrn Dr. Julius Naue, Promenade- platz 6. 1039 und 1040. Doppelseitiges kypri- sches Kelief. Hoch 0,40m, breitO, 51m. Kalkstein. 1039. Oberteil eines bärtigen Kriegers, in ge- wöhnlichem halbhohen Belief. Beste de» Gewändes sind auf der Schulter erkennbar. Den Kopf scheint eine enganliegende Kappe bedeckt zu haben Die Kerbte schulterte eine Lanze. Das vertiefte Belief- leid ist oben von einer ganz zerstörten Palmette gekrönt. 1040. Oberteil eines unbärtigen Kriegers, in ganz flachem Kelief und von weit schlechterer, stillos hässlicher Arbeit. Vermutlich von einer späteren Benutzung der Grabplatte herriilirend. Im Haar ein Kranz, in der Linken die l.anze. Der Oberkörper ist mit Gewand bedeckt. Das Ganze sicher antik. 1041 und 1042. Bärtiger Kopf. Höchste erhaltene Höhe ca. 0,20 m. Aus Athen. Nase und Schnurbart neu. Am I. Ohr ein 4—4'/, cm tiefes, ca. 2 cm im Quadrat umfassendes Loch, wohl modernen Ursprung». Vorn über der Löckchcn- reihe, nicht in der Mitte, sondern über dem r. Auge, ein breiter Ansatz, wio von einer Stütze, in dem ein Metallstilt steckt: von unklarer Bedeutung Im Haar ein Reif. Hinten ein Narkcnschopf. .Schulterlocken. Wohl von einer Herme. Flüch- tige, aber nicht Ublo griechische Arbeit. Zu der grossen Gruppe der „archaisierenden“ Köpfe gehörig, die dringend einer zusammenfassenden Bearbeitung bedürfen. 1043. Weibliche Statuette. Hoch 0,53ui. Aus Kos. In mehrere aneinander anschliessende Stücke gebrochen. Auch der arg verriebene Kopf, der eine dunklere Färbung als der Torso ange- nommen hat, war vom Körper getrennt, istaber nach Stil und Schultcrlocken zugehörig. Die Füsse, so- weit sie aus dem Gewand heraustreten, fehlen. Hinten ist die .Statuette nicht ausgearbeitet. Beide Arme sind in das Gewand gewickelt; die Hechte fasst einen Gewandzipfel, die Linke liegt auf der Brust. Nach der hohen Giirtuiig, der zwischen den Keinen stark hervortretenden Gewandmasse, der vcrschwimmenden Arbeit an Augen und Haar ein sehr charakteristisches Beispiel für hellenistische Gewandfigiircn. Die Arbeit ist ziemlich gewöhnlich. 1044. Ammonskopf. Aus Athen. Hoch 0,14 m. Pentelischor Marmor. Vorder- und I. Seite di« Gesichts sind leider ganz überarbeitet und geglättet; auf der r. Seite sitzt noch der antike Sinter. Hinten leicht gerundet und geraubt : wohl Ansatz eines grossen Gelasses. Am Überkopf hinten ein glatter gerundeter Streif: der Gefässrand. Bohrerarbeit. — Vom Formator des Münchner Natiimalnmseiiius Kreittmayr gegossen. Das von mir in der Zeitschrift des Münchner Altertumsvercins 1897 und danach von Aincliing im Bulleltino coiiitmale 1897, p. 115, Fig. 2 und 3, publiciertc weibliche Köpfclu-ii aus Memphis in Aegypten ist 1898 aus der Sammlung Naue in den Besitz der Glyptothek Ny -Carlsberg (No. 108) übergegangen. Bei Herrn Professor A. Holm borg, Director der k. neuen Pinakothek zu München. I 045 Köpfchen des bärtigen Dionysos. Aus giallo antico. Die Fleisclipartieen geglättet, Haar und Bart rauh. Hoch 0,075 m Im Haar ein Kpheukranz. Niedliche Arlieit. Kincm, als Kunst- werk allerdings weit überlegenen, Kolossalknpfe der Glyptothek Ny-Carlsberg (No. 191; Arndt, pl. 71; aus Coli Tyszkiewicz) nahe stehend und, wie dieser, auf ein Origiual aus dem Beginne des 4 Jahrhunderts zurückgehend. Bei Herrn Dr. Richard Simon, Privat- docenten an der Universität, Neu-Pasing bei München. 1046 und 1047. Männlicher bartloser Kopf. Aus les Baux bei St. Kemy in Südfrank- reich. Hoch 0,54 m. Grauer Sandstein, wie er sieh an den antiken Localaculpturon jener Gegend häufig findet. Unterteil der Nase neu. Im Haareiii Ocl(?)- Kranz. — Ich weiss dieses selt->amc Stück nicht Digitized by Google ,\1 lim- heu. 23 unterzu bringen. Kenner der mittelalterlichen «üd- j französischen Kmust vermögen ihm innerhalb der- selben keinen Platz anzu weisen. Aus dem Pe- reiche der antiken Kunst kenne ich ebenfalls keine zutreffende Parallele. Ob les llaux, dessen BlUtc in das 12. und 13. Jahrhundert fällt, bereits in antiker Zeit bewohnt war, ist mir unbekannt. Doch ist Verschleppung aus einer der nahegelegenen römischen Ansiedlungen der Provence nicht aus- 1 geschlossen. Die Perm der Herme ist in der antiken Kunst ohne Aualogic. Vermutlich locale, bäurische Arbeit; beabsichtigt ist wohl ein Porträt Akademie der bildenden Künste. 1048 und 1049. Gipsabguss eines männ- lichen K o p f es. Aufbewahrungsort des Originals unbekannt. Hoch bis zur Inschrifttafel 0,40 m. Dem von Petersen in den Rom. Mitt. des J, 1895, p. 134, Pig. 1, veröffentlichten Kopfe der Stanza dei husti (No 310) des Vaticans nahestehend, und vermutlich, wie dieser, einen Griechen aus einer pcrgainenischen Kampfgruppe darstellend. Kunsthandel. 1050 Gruppe von Asklepios und Ily- gieia. Hoch 0,53 m. Aus Adana iu Cilicicn. As- j klepioe hält in der 1 Hand eine Holle,*) in der r. : «len von einer Schlange umwundenen Knotenstock, llygieia fasst mit der H. eine zweite Schlange, die nach einer in der L gehaltenen Fracht züngelt, i Eine weggebrochene Stütze verband beide Statu- j etten au den Oberschenkeln Poliert. Geringe j Arbeit frühestens antoninischcr Zeit. Zu ver- | gleichen ist die Gruppe in Palazzo ttarberini: i Furtwängler, Meisterwerke, p. 397. Palls über- j haupt der Kopie eine originale Komposition zu Grunde liegt, so ist dieselbe nicht vor dem 4. Jahr- hundert v. Chr. entstanden. 1051 Bronze eines stehenden Jüng- lings, mit Chlainys auf 1. Schulter und um 1. Unterarm. Hoch 0,125 m. Der 1. Unterarm war bc- sonders angesetzt Die r. Hand ist durchbohrt, für Stab oder Lanze K. Standbein, 1. Spielbein vor. Die Chtauiya hat die sogen. Sal kante. Leichter Backenbart. Das Haar geht ziemlich regelmässig vom Scheitel aus. Im Hinterkopf «ier sogen, attische Kinschnitt. Gedrungene Proportionen, kurzcrOber- i körper. Der Torso wie auch der stark mit Rost besetzte Rücken sind gut durchmodelliert. Sorg- fältige Arbeit römischer Zeit, nach einem Vor- j *) Vgl. Furtwängler, römische Bronzen aus Deutsch- land, lihein, Jahrbücher k«, p 'J, An ui. 1. bild aus dein Kreise des Kresilas (Münchener Diomcdet). 1052 und 1053. Bronze eines nackten stellenden Jünglings Hoch 0,18 in. Dasl. Bein scheint iin Knie gebrochen gewesen zu sein. Das I. Spielbein ist mit voller Sohle auf den Boden gesetzt. Die Hechte ist iui (iestus der Ansprache halb erhoben. Schani- und Haupthaar sind cha- rakterlos gearbeitet. Iin Kopfe Keinitiiscenzen an Polyklctisches. Gedrungene Proportionen. Gute, durch die schöne Patinierung anziehende Arbeit nach einem Vorhilde der Mitte des 5. Jahrhunderts. Auch der Rücken ist gut durchmodelliert. — Die Bronze soll seither an ein deutsches Museum ver- kauft worden sein. 1054. Bronzestatuette der Tyche- Forttina. Hoch 0,15 iu. Die Göttin trägt den langen ärmellosen Chiton mit kurzem Uebcrschlag; darüber, um die Mitte des Körper», das über den 1 Unterarm geworfene Uimation. In der Unken hält sie das mit Früchten gefüllte und am Schafte mit zwei Tänien geschmückte Füllhorn. Auf dem Haupt ein Diadem. Das Haar, das vom Scheitel glcichmässig ausstrahlt, fällt hinten laug in den Nacken und wird in der Halsgegend mit einem Bunde zusammongefasst. Je eine Seliulterlockc. Die Augen waren aus edlerem Materiale besonders eingesetzt. Sehr anmutige, auch im Rücken gut durebgeführte Arbeit nach einem Vorbitde etwa von der Wende des 6. und 4. Jahrhunderts. Vgl. Reinaeh, Repertoire 248, l. — Das Stück ist seit- her in den Privathesitz des Herrn Dircctor Dr. Carl Jaeobscn in Kopenhagen übergegangen. 1055. Bronzestatuette des Dionysos. Hoch 0,19 m. Iu der Linken ist das untere Ende eines geringelten Stabes (des Thyrsos?) erhalten. In der Rechten das Rhyton. Chlainys auf I. Schulter und um Unterarm. Hohe Stiefel; die Enden der Riemen sind au beiden Seiten des Beines durch- gcsteckt Stirubindc, Epticu- oder Weinkranz. Schulter- und Rilckeiilockcn. Hinten ist das Haar iu einen Nackenschopf zusammengebunden. Die Arbeit ist im Gauzen unerfreulich, an Händen und Unterbcincn sogar recht hart. Der Torso ist von unangenehmer Schwa,mmigkeit, das Gesicht ohne Ausdruck, Nach einem Muster praxitelischer Zeit. 1056 Bronzestatuette eines taufenden Satyrs. Hoch 0,456 m. Spitzohren, kein Schwanz. Die Hände hielten Nichts. Der Mund zum Rufen geöffnet. Gute, nach dem Ausdruck des Gesichts zu urteilen, wohl etruskische Arbeit nach einem Vorbilde der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderte. Digitized by Google 24 Mönchen. Kleiubronzon in diesem Motive sind nicht selten; vgl. z. 1$. Roinach, Repertoire 489, 5. 1057. Bronzestatuetto des Paris. Hoch 0,17 in ohne die moderne Basis. Das Stück muss als Attache gedient haben, da cs anf der Rück- seite hohl ist, mit zwei nach hinten gehenden dicken Ansätzen. Schuhe, geschlitzte Hosen, kurzer, ge- gürteter Chiton mit laugen Aenneln, darüber ein auf der Brust geknöpfter Mantel Auf dem lockigen Haupt die spitze Miitze. ln der Rechten ein Apfel, in der I.inkcn das I.agobolon. Stark patiuiert. Massige Arbeit Augsburg. Im Rathaus, im ersten Fürstenzimmer. 1058 und 1059. Gefälschter weiblicher Bronzekopf. 0,2f> m hoch. Aus der Sammlung Riedinger. Unserer Absicht, ein Specinien dieser häutig wiederkehrenden Fälschung zur Warnung zu veröffentlichen, ist inzwischen Furtwäugicr in seinem Buche „Neuere Fälschungen von Antiken“ p. 24 ft zuvorgekommen. Das Augsburger Kxcui plar stimmt mit dem dort abgebildeten, ehemals Kadowitzschen, im Wesentlichen völlig überein, leh kenne ausser diesen beiden folgende Exem- plare: 3. im Neapler, 4. itn Schweizer Kunst- handel (letzteres von mir nicht selbst gesehen), 5. in römischem Privatbesitz, li. in Pest (bei Furt- wängler a. a. 0 erwähnt, 7. bei Prof, llolmberg in Mönchen, 8. bei Jatta in ltuvo (nach Mitteilung Amelungs), 9 bei Generalkonsul Kiscnmann in Berlin (vou Furtwängler a. a 0. erwähnt), 10. im Museo civico in Verona (1. Zimmer unten rechts; nach Mitteilung Bulles).*) Im Maximiliansmuscum. (Vorstand: Regierungs- und Kreismediciimlrat Dr. Roger.) Vgl. Chronica der Stadt Augsburg 1595 (mit Abbildungen der Antiken) und die beiSittl, Hand- buch der Archäologie, p. 154, citierte l.itteratur, vor Allem: M. Mezgcr, Die römischen Stoindenk- mälcr im Mnscum zu Augsburg, 1882. 1060 and 1061. Bronzestat uclte de r Aphrn dite. Museumsnummer 169. Hoch ca. 0,16 m ln der GUni (im baycr Regierungsbezirk Schwaben, in der Gegend von Ulm) gefunden. Sicher antik ; gute Patina mit roten Wucherungen. Die Augen waren mit Silber eingelegt; der Mantel hat einen doppelten, mit Silber eingelegten Saum. Die Ohren scheinen Schmuck getragen zu haben. Das Stöck •) Verschiedene weitere Kxemplsre bähe Ich vur vier Jahren itn Florentiner Kunathanüvl gttftehen. (Amclnng ' Augsburg. int von ganz besonderer Feinheit, unter den in Deutschland gefundenen Bronzen jedenfalls eine der besten. Die Göttin ist als .Sandalenbindcriu dargestellt: sie stellt mit dem I. Bein, befestigt mit der Hechten die Sandale am r. Fuss und balanciert mit der 1. Hand. Das gewöhnliche, it» zahlreichen Kleinhronzen und Marmorstatuctten vertretene Motiv der .Sandalenbinderin ist das chiastische: dass die Göttin, auf dem r. Beine stehend, mit der Hechten die .Sandale am 1. Fusse befestigt. Der Augsburger Bronze steht im Motive eine aus Alexandria (wo wahrscheinlich der Typus erfunden worden ist) stammende Bronze der Bihliotheque nationale nahe: licinach, Repertoire, 347, 10. — Abguss des Augsburger Stückes itn Münchener Gipsrauscum. 1062 und 1063. Pferdekopf aus vergol- deter Bronze. Puhl, von Dr. v. Kaiser, der Ober Donau Kreis im Königreich Bayern, Augsburg 183*2, 111, Taf. 1, Xo. 5. befunden 1760 hei Pfer- see an der Wertach. Dünner Hohlguss. Höchste Höhe ca. 0,47 m, höchste Breite ca. 0,70 ui. Sorg- fältige römische Arbeit, vielleicht von einein Vier- gespann. Abguss ebenfalls in München. 1064 a. Heraklesköpfchen. Hoch 0,1 Im. Von einer Statuette. Feinkörniger Marmor. Poliert. Die Nase ergänzt. Nach der Pupillcnaugabe nicht vor dem Kode des 2. Jahrhunderts u. Chr. Vcr- schwollcnc Ohren. Im Haar ein hinten geknüpfter Pappcl-(?)Kranz Leidliche Arbeit nach hellenisti- schem Originale. b. Torso einer Herakles Statuette. Mtiscuuisnummer 130. Erwähnt bei v. Baiser, Das römische Antiquarium zu Augsburg, 1823, p. 26, No. 6 Angeblich aus Pompei. Hoch 0,24 in. Grob- körniger Marmor. Das Fell fallt im Rücken weit herab Der abwärts gehende r. Arm war mit einem Metalldübel angesetzt; der I. Arm ging ebenfalls abwärts In der Mitte des r. Oberschenkels aussen der Stammansatz. Am Oberschenkel des 1. Spiel- beins aussen ein .Stützenrest. Flotte römische Arbeit mit viel Detail; auch die Rückseite ist ausgearbeitet. Zum Motiv vgl. etwa Museo Tor- lonia 242; ob der Kopf bärtig oder unbärtig war, lässt sich nicht mehr entscheiden- Nach einem Vorbilde frühestens des 4. Jahrhunderts. Vgl. auch E-V 503 A. 1065. Hochrelief: Mercuri ust den Amor tragend. Mit B, 12 bezeichnet. Mezger p 20, No XII 1854 in Gersthofen gefunden Hoch ca. 1,30 m, breit ca. 0,63 m. Sandstein. Mercurius, die lange C'hlaniys anf 1. Schulter und Arm, hält Digitized by Google Augsburg. Hannover. in der Kochten das Kcrykoiou, unterhalb dessen Hahn und .Schildkröte angebracht sind, in der Linken eine runde Kugel (den Beutel ?)t auf welcher ein kindlich gebildeter, am Flttgelrcst hinten links kenntlicher Amor sitzt (Oberteil fehlt)» der mit beiden Händen einen Apfel o. ä. hält, (inte locale Arbeit. Für die Verbindung der beiden Gottheiten kenne ich aus römischer Zeit keine Be- lege ; das aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. stimmende Münchner Terracottirelief aus Unteritalien, auf dem Hermes der Aphrodite gegeu- überstellt, die auf ihrem r. Unterarm einen kleiner gebildeten Eros trägt (Roscher, Mythol. Lexikon s. v. Eros. Sp. 1352, und dazu Furtwängler: „Offenbar ein Votiv- Piuax, der sich auf einen Kult bezieht, in dem mit Hermes und Aphrodite zusammen auch Eros verehrt ward"), darf man schwerlich zur Deutung eines provincial-römischen Monumentes herbeiziehen. Mezger denkt an Bonus eventus oder einen der Dii Lncrii. 1 066. U e 1 i e f f r a g in e n t. Mit B. 1 be- zeichnet. Mezger p. 14, No. 1. Ehemals am Jacobsthor iu Augsburg eingemauert- Oben Ab- lauf; Nebenscito eines .Sarkophags? Grösste Breite ca. 1,02 in, höchste Höhe ca 1,10 in. Sand- stein. Das Relief, von roher, offenbar localer Arbeit und schlechter Erhaltung, steht, in die Wand eingelassen, in ungünstiger Beleuchtung. Was ich erkennen konnte und was durch die Photographie bestätigt wird, ist Folgendes: Links Rest eines n. r. sitzenden Bärtigen; Mantel auf der I. Schulter. Die 1. Hand ruht auf dem I Bein; sie hält einen langen Stab, offenbar ein Sccptcr, das bis zwischen die Füssc der r. ihm zugewandt stehenden Frau reicht. Diese erhebt dcu im Ellen- bogen gekrümmten r. Arm mit demonstrierender Gebärde, während ihr 1., in das Gewand gehüllter Arm aufgestützt gewesen sein muss. Ihr Ober- körper scheint bis unter die Scham nackt zu sein ; der Unterkörper ist von einem auf den 1. Arm hinaufgezogeiicn Gewände verhüllt. Auf dem Kopfe hat sie anscheinend eine spitze Mütze. Hinter ihr steht de face Hermes, nackt, in der Linken das Kerykcion. — Schwierig ist die Deutung der dargcstellteu Scene. Trägt die Frau that- sächlich eine spitze Mütze, so müsste man sie für eine Thrakeriu halten, und es läge dann nahe, in ihr Eurydike, die Gattin des thrakischen Sängers Orpheus, zu erkennen, etwa wie sie Hades anficht, ihr die Rückkehr an die Oberwelt zu gestatten. Litterarisch ist eine derartige Episode allerdings nicht überliefert. Im andereu Falle köuute man z. B. an die auf der capitolinischen tabula Iliaca 25 Uargestellte Scene der Ilias denken, wo Thetis den Zeus aiifleht, Agamemnon und die Achäer zu demütigen. Bei beiden Sccnen wäre Hermes nm Platze. 1067. Römisches Relief: Totenmahl. Mit C. 20 bezeichnet. Mezger p. 53, No. XXIX. Aus Stadthagen bei Augsburg Rechts unvollständig. Breit ca. 1,90 m, hoch ca. 0,50 m. Sandstein. Rohe, logale Arbeit. Sehr zerstört. Von I. nach r. sind j dargestellt: Ein auf einem Untersatz stehender I Mischkrug, auf dessen Henkeln ie eine Taube | sitzt. Eine nach r. stehende Frau. Der Verstorbene 1 auf einer Kline u. I. liegend. Diesseits der Kline ' ein kleines Tischchen, dessen Fflsse in der Mitte Löwen köpfe haben. Zu Füssen des Toten auf der Kline steht ein Hund. Zweite stehende Frau, ». I. gewendet. Einhenkliger Becher. Linke Hälfte eines Tisches, mit geHügclteiu Löwengreif als Elisa, drei Gcfäase auf der Tischplatte. — Vgl. Hettner, die römischen SteiudcnkmÄler de« Provincialmiiscums zu Trier, No- 808, und die dort cltierten entsprechenden Darstellungen, sowie j Furtwängler, Bayer. Sitzungsberichte 1897 (Adain- | Kltasi. Zur Athena Lemma), p. 279, nach welchem in der provincialen Kunst die Reliefs mit dein sog. Totenmahltypus in seiner hellenistischen Ge- stalt in der Havischcn und noch mehr in der I traianischcu Epoche beliebt geworden sind. Unter dcu übrigen Sculpturen des Maximilians- luuseiiins verdienen hier noch Erwähnung: a. Statuette eines liegenden Aiuor, ca. 0,90 m lang, höchste Höhe ca. 0,82 in. Mezger p 29, No. XXV. AtisOber-Bächingen bei Augsburg. Im Typus der Statuetten Reinach, Repertoire, pl 490—492; Clarac-Kcinach, pl. 353, 354, 442, 443, 445; am nächsten io der Haltung der nicht gekreuzten Fiiase entsprechend der Florentiner Statuette Clarae- Reinach pl. 442,2 — Diitschke 544 Marmor. Schlafend. Hinten der Köcher, das Band | über der Brust. Lockiges Haar ohne Scheitelzopf. I Die Linke hält einen Mohnstongel, der r. Arm von der Mitte de» Oberarmes ab fehlt. Liegt auf seinem Gewand. Auf dem Fel» vorn Eidechse, Schnecke und ein zerstörter , peduiiiähnlichcr (aber nicht gekrümmter) Gegenstand (kein Bogen). I Hübsche Arbeit b. Rechter weiblicher Bronzearm, von guter Arbeit und feiner Patina, 1894 im Fluss- bett des Lechs bei Augsburg gefunden. Die Finger scheinen etwas gehalten zu haben. Digitized by Google 26 Hannover, Provincial-Museum. Katalog von Heinrich Köhler, 1891. Den Grundstock der Sammlung bilden die Antiken, welche der General von Walnioden in der» sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Kom kaufte (vgl. Justi, Winckclinami*, III, I». *280). Ein Verzeichnis seiner Sammlung erschien anonym 1781: „Nachricht von einer Kunstsainni- hing zu Hannover“ (Bild, der schönen Wissen- schaften B. IV, St. 2); 18 Jahre später von Fr. Ball- horn: „Nachlicht von der Gräflich Walinoden-Gim- born’schen Antikensammlung zu Hannover“ (Beil. Archiv der Zeit und ihres Geschmacks, Okt. 1798. 1». 346). Aus diesen Nachrichten stammen die iiu Folgenden angeführten Fundnotizen, die indes» mit Vorsicht aiifziinelimeii sind, da sie teilweise von den Verkäufern der Antiken erdichtet »ein mögen. Die Waliiioden’schcnSeulpturcii gingen später in könig* liehen Besitz über und wurden liebst einigen anderen zur Decoration der .Schlösser verwandt (Justus Moltlinn, Verzeichnis der Bildhauerwerke und Ge- mälde, welche sich in den künigl. HanuovcrVchcn Schlössern und Gebäuden betinden, Hannover 1844). Nach der UeberfUhrung ins Provincialmuscum kanten zu der Sammlung einige wenige neue Er- werbungen hinzu, wie Nr. 1085 (Relief aus Smyrna < 1068. Flöte blasender Satyr. Köhler 2. Gefunden in der lladriansvilla bei Tivoli, war dann zunächst in der benachbarten Villa d’Estc aufge- stellt (fehlt in der Aufzählung der Kunstwerke aus der lladriansvilla hei Winnefeld, Ergänzungslicft de* Jahrh. III, p. 150 IT.) Hoch: ohne Pliutlic 1,27 m. Grosskrystalliger Marmor. Der Kopf war gebrochen, seine Zugehörigkeit ist fraglich; die ganze Statue ist aus vielen Stücken zusamincn- gellickt. Ergänzt (von Pietro Paeilli): die Nase, der Penis, ein Teil des I. Beines unterhalb des Kniccs, ein Stück des Bauches, das 1 Handgelenk, Teile des r. Unterarms und der Hand, sowie Stücke der Querflöte. Über den Typus vgl. Klein, Praxiteles p. 212 ff. 1069 Dionysos. Köhler 4. Gefunden 1766 auf dem Palatin. Gelblicher, grosskrystalliger Marmor Hoch: mit Pliutlic 80 cm Ergänzt (von G. Angcliui): Stück der Nase und der I Wange, Teile des Kranzes, beide Arme, das Glied, das 1. Bein vom Knie abwärts, das r , soweit es unten vom Stamm gelöst ist, die Plinthc. Iler Baumstamm mit der ihn umwindenden Hebe ist antik, ergänzt noch der Vord erteil des Panther» und da» Gefäs», darauf er den Fass setzt Schlechte Arbeit. 1070 Eros und Psyche, Köhler 10. Befand sich bis 1766 im Palazzo Barberiui; Justi, YYinekcI- llannover. mann*. III, 25 ideutificiert da» Werk mit «1er bei Tivoli gefundenen Gruppe, wegen deren Winckcl- mann dem c, »minien* Bosclii «len Proces» machen wollte, weil er den Fund nicht angezeigt hätte | (vgl Brief an Riedesel vom 9. Nov. 1765). Fein- körniger Marmor. Hoch: mit Plinthc 90 cm, Breite der Plinthc 34 cm; diese ist hinten halbkreisförmig. Ergänzt: beide Flügel des Eros, der I. der Psyche, die 1. Hand der Psyche, der r. Fils» des Eros, : sein Köcher, welcher an der oben als Baumstamm charakterisierten Stütze hängt Die Gruppe unter- | scheidet sieh sowohl durch die Haltung der Figuren, i als auch durch die für Psyche ungewöhnliche I Art der Euthlössung von allen übrigen Dar- [ Stellungen des kindlichen Liebespaares (vgl. die Aufzählung derselben bei CoIHgnon „Essai sur los monnments grecs et romaius rclatifs au mythe de Psyche“, Paris 1877). Die moderne Entsteh- ung des rohen Werke» ist daher nicht unwahr- scheinlich. 1071. Sitzende Frauenfigur. Köhler 15. Gefunden 1765 unweit Tusculums Hoch: ohne die moderne Plinthc 76 cm Ergänzt: beide Hände, Zehen des r. Kusses. Der Kopf ist antik, aber nicht zugehörig, von grobkörnigerem Marmor als der Torso. Für diesen war der Kopf gesondert gearbeitet ziuu Einsetzen in den Ucwaiulausscliuitt: um den jetzigen Kopf zu verweudeu, ist ein I modernes HaUstück cingcfügt. Aui Kopfe ist Nase und Kinn ergänzt, er ist mit einem Zacken- diadem geschmückt, das Haar ist hinten zu einem Schopf aufgenoimnen. 1072. Sitzender Pan. Köhler 6. Ehemals im Palazzo Salviati in Rom. Feinkörniger Marmor. Hoch: ohne die moderne Plinthc 61 cm. Ergänzt: der r. Unterarm mit der Schale, die Nase, der vordere Teil des Pinienkranzes über der Stirn, der grösste Teil des Olierschädels, der I Unter- schenkel, Henkel and Hals der Amphora, Stücke de» Felssitzcs. Wiederholung der Figur in Madrid, Museo arqueolögico 2716 (Abb. Reinach, Repertoire de la Statuaire 11. 68, 4). Auf der 1. Schulter liegt ein zusammengeknotetes Ziegenfcll, von dem je ein Kuss nach vorn und hinten herab- hängt; die Enden fallen über die Amphora. Diese ruht auf einem anderen Fell eigentümlicher Form. Da» auf der Innenseite des Schenkels sichtbare Stück i»t viereckig zugeselinittcn und hat einen dreieckigen Einschnitt, auf der anderen Seite scheint cs in zwei Streifen geteilt zu »ein, deren längerer wieder heraufgezogen ist, so dass eine Art Schleife entsteht. Diente ein solches Fell zum Tragcu der Amphoren V Gute Arbeit. Digitized by Google 27 aiiiiovti. 1073. KnücbeUpieleriu Köhler 3. A hg. bei Cavaceppi, Raccolta iPanticbc atatuc I 60, mit der falschen Unterschrift: Niufa, rinvennta nel niese di maggio deü’ anno 1766. Clarac 754, 1836. Vgl. Hcydemann, Die Knöchelftplelcrin im Palazzo i'-olonna, Halle 1877, p. 26, Anin. 08. Gefunden ward die Statue zusammen mit einem Pendant (British Museum, abgeb. Clarac 578, 1248) Milte Okt. 1765 in der Vigna Verospi am Pincio neben einer alten Pontainenanlnge (vgl. Winekelmann, Briefe an Ueyne vom 5. und 20. Dez. 1765) lb»eh: mit Plintho und Kopf 70 cm. Die Plinthe hat die Form eines unregelmässigen Ovals (grösste Länge 67 cm) und bildet unterhalb des I. Fussen des Mädchens eine Ecke, und an einer anderen Stelle, unterhalb der r. Hand, ist die ringsum laufende Hohlkehle noch- mals unterbrochen (vgl. die Plinthe des schlaugeu- wiirgeiulen Herakles in Turin, DUtschke 85). Er- gänzt sind (von Cavaceppi) der Kopf uml die I Schulter, der r. Fuss und die Zehen des l, Mittel- lind Zeigefinger der I. Hand, an der r. Daumen, Zeigefinger, Spitzen «1er Übrigen. — Der Typus dieser Figur ist in mehreren Repliken erhalten (siehe Heydemaun a. a O ); die meisten derselben stellen kuöchetspiclende Mädchen dar, zum Teil mit Por- trätzügen; eine ist zu einer Wasser schöpfenden Nymphe iniigewandelt. Da am hannoverschen Exemplar keine Knöchel auf der Plinthe liegen, muss angenommen werden, dass dieselben von «len abgebrochenen Fingern der R gehalten waren, wenn anders die Figur als Knüchelspiclenn er- kennbar sein sollte. Eigentümlich ist diesem uml dein mit ihm gefundenen Exemplar der kleine Bogen mit Tierköpfen an «len Enden, der unter der I. Hand liegt. Durch ihn wird angedeutet, «lass die Dargestcllte eine Gefährtin «ler Artemis ist, die sieh nach der Jagd an dem mädchen- haften Spiel ergötzt. 1074 Perseus und Andromeda. Köhlerl. Abg. bei K. F. Hermann, Perseus und Andro- meda, Göttinger Winckeliuannsprogramm 1851. Friederichs- Wolters No. 1551h Die Gruppe ward 1760 Im sogenannten Ainpliiilieatruni Castrensc bei Santa Crocc in Horn gefunden (siehe Winckel- maun's Brief an Muzel Stoscli vom 1. Nov. 1760; Werke ed. Eisclcin, X, p. 452); sie war in viele Stücke zerbrochen, die von Cavaceppi zusammen- gesetzt und ergäuzt wurden. Hoch: die Andro- medafigur 1,36 m, «ler antike Teil der Plinthe 16 cm; der hohe untere Teil «ler Plinthe ist ergänzt, auch ist die Plinthe an der Rückseite, wo sie halbkreis- förmig gebildet war (zum Aufstellen iti einer Nische bestimmt), zum Viereck ergänzt. Breite der Plinthe an der Vorderseite 82 cm. Ergänzt sind der Kopf des Perseus, der Penis, Flügelende aiu r. Schuh, Splitter des Mantels, der Schopf der Meduse und Teile ihres Gesichtes; «lio Nase der Andromeda, ihr r. Arm, Stück des I Fuss es und Splitter des Gewandes. Die Frage, in wieweit die erhobenen Arme der beiden Figuren antik sind, bedarf noch einer neuen Untersuchung, deren Resultat im nächsten Heft mitgcteilt werden soll.*) 1075. Atliena. Köhler 7. Gefunden 1765 in der Nähe von Tusculniu. Hoch: mit Sockel 03 cm Ergänzt (von G. Angclini): der Kopf, der ganze 1. Arm, der r, soweit er aus dem Ärmel hervor- kommt, der Schild mit «lern darunter liegenden Block, Splitter des Gewandes. Die Stütze des Schilde-« ist an «las Gewand angegipst ; es ist nicht wahrscheinlich, dass an dieser Stelle der Rest eines antiken Puntcllo war. Iin Nacken ist das Ende des Zopfes, mit einem Bande umwunden, erhalten, die Aegis ist auf dem Rücken ohne Schuppen gebildet. Die Statuette gehört in eine grössere Reihe von hellenistischen Athenatypen, die alle durch die hohe Gürtuiig, das lange Apo- ptygma, tlie grosse Faltenfülle des unteren Teiles des Peplos, die Aegis mit aufgeworfenen Rändern charakterisiert werden: Clarac 462 D, 888 D und 461), 888 (Neapel), 462 E, 848 (Turin), 472, 81)8 A (Rom). 1076 und 1077. Köhler 22 Weiblicher I d e a I k o p f , als Muse bezeichnet. Höhe des Kopfes 26 cm, ergänzt die Nase und die Büste. Das Gesicht ist geputzt, in den Haaren ist der bräunliche Sinter belassen. Wiederholung des Kopfes, der der Artemis Colonna aufgesetzt ist. Sehr ähnliche Köpfe finden sieh an dein Sarkophag mit den Klagefrauen in Koustantinopel. 1078. Köhler 23. Idealer Mädchenkopf, Hebe genannt. Hoch mit Hals 23 cm. Ergänzt: die Nasenspitze, Teile der Locken, ein Stiiek des •; Diu (irtip|»e ist vor einem Fenster aufgcstellt uml kaum photugraphierbar; daher die geringe «Jualitüt der Aufnahme. Eine gute Photographie nach deui Berliner Gipsabguss Ul hei der photogr. Gesellschaft in Berlin unter Nu. 1171 küufileh. — Wir verdanken Franz Ktudnicxka die Mitteilung seiner Untersuchungen über die Restauration der Gruppe, die sich in den Hauptpunkten mit den Grooven-* sehen und meinen eignen Beobachtungen decken: .Im Wesentlichen ist die Gruppe antik Neu: Kopf und Hai» de« Perseus, ftclr.c r. Hand, von Andromedas I- Arme höchst wahrscheinlich nur das Htück, wo die B. de» Perseus an- »ctxl, und ihre Finger. Am Gorgoueion grosser Teil de» Gesichtes neu, mit scharfem Schnitt eingeselxt und ge- kittet. Andromedas Gesiebt geputxt, aber echt, mit gut griechischer, an Grabreliefs de» 4. Jahrhunderts erinnern «ler Hanrhchnndlung". (Arndt) Digitized by Google 2H Hannover. lialsrandes und den Hinterkopfcs. Die Rückseite des Kopfes ist unbearbeitet von dem Hände an, das hinter den vorderen llaarwellen den Kopf umzieht. Die Angabe der Augensterne jeden- falls modern; das Altertum des Kopfes (Iberhaupt zweifelhaft. 1079. Kopf des Apollo auf moderner Bllste. Kühler 16. Nach der Koriu des Hrustaiissrlinittes war der Kopf zum Einsetzen InelneSlatue bestimmt. Hoch: vom Scheitel bis zum unteren Itandc de» Brustausschnittes 46 cm. Ergänz : die Nasen- spitze, Oberlippe, Teil der Unterlippe, l.ocke über dem r. Auge, Teil der entsprechenden Locke I., die meisten .Spitzen der Lorbeerblätter und die meisten Lockenenden. Die Rückseite des Kopfes hinter dem Kranze und den zu den Schultern fallenden Locken ist ganz roh belassen — Der Kopt tragt den Lorbeerkranz gleich den bekannten Köpfen des Apollon Kitliaroidos, stimmt aber im Typus nicht mit ihnen überein. Die Haarordnung hat er gemein mit dem Kopfe Harraeco und »einer Sippe (Overbeck, Kunstmythologic IV., p. 10!) ff.). 1080 lind 81. Fragment einer (iruppc: Kopf eines Jünglings, der mit der I. Hand die in »ein I. Auge greifende I. Hand eines Anderen ahzuwohren sucht. Köhler 24. Abgeb nach einer kleineu Skizze Treu» in den Athen Mitt.l889,p. 163, Anm. 2. Grosskrvstalliger Marmor. Hoch : vom Bruch des Halses bis zu der höchsten Stelle der Hand 28 cm. Ergänzt ausser der Büste die Nase, Ober- und Unterlippe, das r. Ohr. Ein Splitter der I. Wange ist eingekittet. Von der Hand des Gegner», deren Mittelfinger sich ins Auge bohrt, liegen der Ringfinger und kleine Finger umgebogen auf den Haaren, Zeigefinger und Daumen Bind vorgestreckt der Stirne zu. Die Lage der Finger zu veranschaulichen dient die erwähnte kleine Skizze Treu» Er schrieb unsern Kopf einer Replik der Gruppe zu, welche Skylla die Gefährten de» Odysseus verschlingend darstellte. Die Verbreitung dieser Gruppe im Alter- tum bezeugen die Reste verschiedener Marmor- repliken, die zusammen mit der Beschreibung einer in Konstantinopcl aufgeatcllten Bronzereplik ein deutliches Bild der Darstellung gewinnen lassen (siebe AA’aser , Skylla und t'harybdis, Zürich IH'.'t, und oben No. 55"»/56 und Nachträge zu Serie 1 II'. Skylla war gebildet als mächtiges, nacktes Weib, dessen Körper von den Hüften ab in einen Fischschwanz übergeht. Au» dem mit Blättern verdeckten Unterleib ragen die Vorder- teile von drei Hunden hervor, deren jeder einen Mann zerfleischt, während ein vierter Mann von der L. des Weibes gepackt wird, deren R. ein Ruder hält. Aon diesem Opfer der Skylla ist uns der Kopf in zwei Exemplaren erhalten, kenntlich eben durch die Hand der Skylla, welche in seine Haare greilt. A'on der Hand de» Mannes hingegen ist an beiden Köpfen keine Spur erhalten ; wenn er eine Bewegung gemacht hat, um sich zu befreien, muss seine Hand den Arm der Skylla berührt haben Im Gegensatz zu den Köpfen in Rom uud Palermo , die beide bärtig sind . ist der hannoversche jugendlich, und der Griff der Hand, die auf ihm liegt, ist hier ein total anderer wie dort. Sie hat den Kopf nicht erfasst, um seinen Besitzer in die Höhe zu ziehen, ihr ganze» Be- streben geht vielmehr darauf, den Mittelfinger in das Auge zu bohren. Zu beachten ist ferner, dass diu Hand durchaus nicht grösser ist als die abwchrciide des Jünglings; dagegen giebt sich die Hand in den Haaren de» römischen und des palen&itaner Kopfe- durch ihre Grosse als die eine» übermenschlichen Wesens zu erkennen. Während die hehlen letzteren Köpfe und ebenso die der unbärtigen Odyssetlsgcführten, welche von Hunden zerfieischt werden, längeres Haar haben, ist das de» hannoverschen Kopfes kurz, in kleine Klumpen geballt wie an anderen Atbletenköpfen, und das antike I. Ohr zeigt die .Spuren früherer Kämpfe, wie es bei l’aukratiastcn der Fall ist. Mit Recht ist in dem Museumskatalog auf die l’ausaniasstellc (III, 14, 10) verwiesen, welche die Kämpfe der spartanischen Epheben im l’latanistas schildert: pä/ovTtu bt xul t\ /rpoi xni (pui;- buivtcg bäxioeui Ti xai tuüs i'upltaXuuög iBiopeo- novmv. Einer (•rappe, die eine Scene solchen Kampfes darstellte, scheint der Kopf angehört zu haben — Stilistisch dürfte am ehesten der Kopf des borghcsischcn Fechter» (» oben zu No. 733/34) zn vergleichen sein. 1082 Bronzemaske, sog. Scipio. Köh- ler 26. Bi» 1762 im Palazzo Spada befindlich. Höhe : 31 cm. Die Maske, deren ganz regelmässig ge- schnittener Rand hinter den Ohren hinläuft, ist auf einen Hinterkopf und eine Büste ans Basalt gesetzt. Das Mittelstück der Maske war ausgebroehen, die Naht umzieht just das Gesicht. Einige au die Naht stossende Stücke sind ausgebroehen und durch Flicken ersetzt, z. B. Uber beiden Augen. Ziemlich weit oberhalb des r. Auge» ist die für die sogenannten Scipiokopfe charakteristische Narbe, halb auf dem inneren, halb auf dem umgebenden Teil Die Maske bat den Typus des Basaltkoplcs im Pal. Rospigliosi (abg. bei Bernoulli, Köm. Ikon. I, Tal' II). llemoulli hält die hannoversche Digitized by Google Hannover. Privat besitz am Gardasee. Koni 29 Brnn/ctnnskc für eine Fälschung (a. a. 0. p. 43, No. 34).*) 1083. Römisches K na benporträt, Brutus genannt. Köhler 28. Ende 1764 in der Vigna des Marchese Cornavallo (zwischen Coclins und Palatin i ausgegraben. Ergänzt ist die Büste sannnt dem Halse, die Nasenspitze und der grösste Teil des lliutcrkopfes. Hoch: vom Scheitel bis zum Kinn 19 ein. Ca. 200 n. Chr. 1084. Spätröuiische Port rät hünte, als Marius bezeichnet. Köhler 27. 1763 in der Vigna Belutli, nahe der Porta San Sebastiauo, gefunden. Hoch: ohne den modernen Fuss 58cm; die Reste des antiken Büsteiifusses sind abgemeisselt, die dadurch berges teilte untere Fläche der Büste ist vorn 18, hinten 12 cm breit. Ergänzt sind die Spitze der Nase und der vordere Teil des Kinnes Der Kopf ist von Bemoulll (a. a. O. p 43, No. 31) der Liste der Scipioncnküpfc eingereiht worden — trotz des kurzgcschorenen Backenbartes und der Tracht, welche die Büste zeigt. Vgl über dieselbe llula, die Toga der späteren Kniserzcit, Gymnasial* Programm, Brünn 1895. Nach diesem kommt eine solche Tracht vor dem 3. Jahrhundert nicht vor. Die Art, llaar und Bart zu scheren, weisen unsere Büste in «lie Zeit der Gordiane. 1085. Grabreli ff der Eiitaxia und dos Arteuiisios. Alt« Smyrna durch Vermittlung ilmuann« erworben. Hoch 1,08 in, breit unten 50, oben 47 ciu. Auf den beiden, von Kränzen um- schlossenen Scheiben liegst man XAIPK, unter der liogettc I. KYTASIA EPMdNO—, unter der Rosette r. APTEMIXIK MKNEKPATO. Die Frau i»t dargestellt in Typus der sogen, l’udicitia, mit ihrer kleinen Dienerin neben sieh, die ihr eine Pyxis hinhält. Neben dem Mann im Mantel sein kleiner Diener im Chiton. Auf dem Pfeiler in der Mitte ein geöffnetes viereckiges Toileltekästchen auf Füssen, daran lehnt der gewölbte Deckel; zwischen ihm und dem Kasten zwei undeutliche runde Gegenstände. Vgl. die Relief« gleicher Her- kunft in Berlin (No.7f>8 fl'.; und in Oxford (Michaeli«, Ancient marblcs in Great ltritain, p 678,». Privatbesitz am Gardasee. 1086 -1089. Weiblicher Kopf. Marmor. Nach dem Abguss,**) der leider unrichtig anfgc- *) Meines Krachten« mit Unrecht. (Arsill.) *.) Des Orfgtn.l, Uns «Ich im Besitze eine« «tidtleutschen Kunstfreuinle» hettnUet, ist una er»t In leliter Sluntle, nla ilfese Serie versxnitlbereit war, zugsngilch geworden. Die Aufnahmen de« Kopfes nach dem Original werden hei einer anderen (lelefrenhett veröffentlich! werden. setzt ist Höhe 0,28 in Gesichlslänge 0, 18 m. Ergänzt: tlie Nase (Ansatz alt), der mittlere Teil ties r Augenlides und der r. Braue nebst einem Teil der Stirn, das I. Drittel der Lippen und der vordere Teil des Kinnes. Die Augensterne sind fiir die Bemalung vorgeriasen. Der Kopf war zur linken Schulter geneigt. Sehr gute römische Kopie nach einem gross- artigen Typus des 5. Jahrhundert«. Brunn, der dcu Kopf einmal gesehen hat, vermutete die Amazone des Phidias in ihm. Die Verwandtschaft mit den Köpfen i|cr ephiwischcn Amazonen ist unverkennbar. Jedoch wäre da« gelöste Haar, das teils in den Nacken, teils auf die I. Schulter nach vorn gehängt hat, für eine rubigstehende Amazone ungewöhnlich. Vielleicht stammt der Kopf aus einer Gruppe (vgl. die olympische Metope und die auf dem Stackelbergschen .Marmor- thron, J. h. st. 1884, Tf. 48, kopierte Gruppe). Das Löckchen vor dem r. Ohr ist sicher Kopi»ten- ztithat. Eine genauere Bearbeitung des Kopfes behalte ich mir für eine spätere Gelegeuheit vor. Rom. Villa Albatii. Angaben über Maasne, Marmor und Ergän- zungen verdanken wir Herrn Prof, von Bienkowski. Diejenigen Nummern, welche die Stücke in der Sammlung tragen, sind in Klammern hinter unsere Nummern gesetzt 1090 (44). A rchnischc J II nglingss tat tie. Hoch (Sohle — Scheitel) 1,56 m. Italischer Marmor. Ergänzt: Nase, ein zur Befestigung dienender Streifen am Bruch des I. Oberarms oben, I. Hand mit Gelenk, r. Unterarm mit Ellenbogen, Absatz des 1. Kusses, Spitzen beider grossen Zehen, Glied. 1. Oberarm, beide Filsse und Pliuthe waren mehr- fach gebrochen. Die I. Ohrmuschel ist beschädigt. Die Figur ist das getreue Nachbild eines Bronze-Originals, wie die Angabe der Brust- warzen lind die Arbeit an Haar und Augen zeigt, ln der Eittcratur ist sie bisher nur zw eimal kurz erwähnt worden, von Studniczka (Röm. Mitt. 1887, p. 99, Anm. 28), der sie der Zeit des Agc- ladas zuwies, und von Fiirtwängler (50. Berl. Winckelin.-Progr , p. 151), der iu ihr ein Werk der attischen Kunst eben jener Zeit erkannte Beide Ansätze halten meiner Meinung nach Recht, bedürfen aber der näheren Begründung. Jedem wird, wenn er vor die Figur tritt, zunächst die grosse Ähnlichkeit zu Bewusstsein kommen, die sic mit der Jünglingsstatnc des .Stephanos (siehe No. 1093) verbindet. Bei einer näheren Ver- Digitized by Google glcichitug beider Gestalten ergeben sich aller- dings Unterschiede von höchst bedeutsamer Art, Unterschiede, die uns über die kunstgcscliichtlirlu» Stellung beider Werke die wichtigsten Aufschlüsse geben. Was uns vor Allem entgegentritt, ist der Kindruck sehr viel starrerer Gebundenheit hier gegenüber der Leichtigkeit und Schmiegsamkeit in den Formen und ihrer Beweguug dort. Die Küsse stehen bei beiden gleich, aber sic lasten hier sehr viel breiter, sehr viel weniger elastisch auf dem Boden als dort; die Knöchel entbehren hier der Feinheit, Oberschenkel und Knie des Spielbeines treten weniger weit vor, das Knie ist nicht, wie dort, leicht nach innen gezogen, die Last des Körpers ruht gleicluuiissiger auf den Beinen, wodurch der Körper selbst starrer, unbe- wegter bleibt; die Breite der Brust und Schultern im Verhältnis zu der lliiftpartie ist Übertriebener, die Arme sind gezwungener vom Körper abge- »trcckt, sie hängen nicht leicht iu den Geleuken wie dort; der unviuhältnismässig breite Hals slut gerade wie eine Säule in den Schultern, und dein Kopf fehlt die liebenswürdige Neigung, die dort der ganzen Figur einen Ausdruck stillen, hor- chenden Hin neigen* giebt, ein Moment, das mir zu erklären scheint, weshalb man darauf verfiel, gerade sie zu den bekannten Gnippcnbildnngen i.Orost und Klektra; Orest und Py Indes) zu ver- wenden. Aus alledem ergiebt sich die sichere Folgerung, dass die Figur des Stephano« einen stilistischen Fortschritt unserer Statue gegenüber repräsentiert. Dazu kommt das verschiedene Verhältnis der Köpfe zu den Körpern. Der Kopf ist hier noch unveihältuismässig gross, dort stellt er in richtiger Proportion zu dem Übrigen. Vergleichen wir nun allerdings die Köpfe genauer(inan siehe unsere lieidcn nächsten Nummern und die Abbildung der besser erhaltenen Replik des Kopfes der Stephauosfigiir im Lateran bei Furt- wängler, Meisterw. Fig. 02), so könnte man zu dem unigckchrö n Resultat gelangen. Zwar die un- gleich lebendigen» Stilisierung der Haare an un- serer Statue wird dem Kopisten zuziischrcilicn sein. Aber auch abgesehen davon, macht der Kopf durch seine ausgeprägtere Form, die sichschon der der myronischen Köpfe annuliert, und durch die geringere Ausdehnung des (Jotergesichts und seine feinere Form einen entwickelteren Kindruck. Andererseits fehlt ihm jener erste Hauch von Seele, der sich in dein Kopf der andern Statue durch den leisen Ausdruck eines natürlichen Lächeln* äussert, wenn damit zunächst auch nicht« weiter als der t 'harakter geistloser Liebens- würdigkeit erreicht ist. Wägen wir aber die verschiedenen Unter- schiede zwischen den Köpfen und den Körpern gegen einander ab, so werden wir nicht zweifeln, dass das vorhin angedeutete Resultat bestehen bleiben muss, nur werden wir zweifeln, ob die Meister beider Statuen in mehr als zeitlichem Zusammen- hänge mit einander gestanden haben Für den Kör|>cr giebt es noch zwei rocht bedeutsame Parallelen : erstens den Körper des Omphalos- Apollon, neben dem sich die albanische Figur allerdings wie ein Bauern bursebe neben einem aristokratischen Jüngling ausnimmt; aber die Bildung des Kör|»crs, die Proportion voll Schultern und Hüften, die ArJ des Standes scheinen mir sehr verwandt. Dass die Köpfe beider Figuren nichts mit einander gemein haben, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden; dennoch ist die Ähnlichkeit der Körper nicht bedeutungslos. Man hat jenen Apollon mit Kalamis oder Pythagoras, aber nie mit der petopoinicsischcn Kunst in Zu- sammenhang gebracht, deren Haupt mcistcr Age- ladas dagegen die Figur des Stephano« mit einiger Wahrscheinlichkeit ziigeseh rieben worden ist. Ist der Apollon individuell, eigenartig durch und durch, so macht der Jüngling des Stephano» einen akademischen, etwas langweiligen Kindruck. Mit «len gleichen Worten könnten wir den Unter- schied bezeichnen, der zwischen den beiden alba- nischen Statuen besteht. Dazu kommt, dass der Kopf unserer Figur, wie wir sahen, in manchen Zügen den myronischen Köpfen ähuelt. In der ganzen Haltung der Figur liegt etwas ungeschickt Moment am»«. Man könnte sich denken, dass «Irr jugendliche Myroii so gearbeitet hätte. Dieses Resultat wird nun durchaus bestätigt durch die zweite, noch schlagendere Parallele zu dem Körper unserer Statue, eine Im Louvre er- haltene, leider kopflose Figur des Herakles (Salle des Karyatide« No. 101; Phot. Giraudon 1294; Furtwängler, Meisterw. p. 1 10 u. Mastcrpicccs p. 82, Fig. 33). Die Übereinstimmung ist in der Tbat so gross, dass inan meinen könnte, es sei derselbe Mensch auf verschiedenen Altersstufen dargestellt; sie erstreckt sich bis in die schwere Bildung der Beine und spcciell der Knöchel. Stand und Hal- tung sind gleich; nur ist der 1. Fuas etwas weiter vorgesetzt, und die Arme sind umgekehrt bewegt. Die Figur ist von Furtwängler a. a. 0. eben- falls mit dem Omphalos-Apollou in engste Be- ziehung gesetzt worden. Digitized by Google Rom. 31 1091 und 1092. Kopf der Statue Nr. Iu90. llocli Kinnspftze - Haaransatz 0,145 in, Kinn- spitze—Scheitel 0,22 ui, Schläfe— Schläfe 0,12 iu. 1093(317). Wiederholung der J ünglings- statue des Bildhauers Stephanos. Hoch (Sohle— Scheitel) 1,435. Weisscr italischer Mar- mor. Ergänzt: Nase, Spitze des r. Ohres, Teil des Halses, 1. Arm nebst Stütze, r Arm vom Biccps abwärts, r. Bein, 1. Unterschenkel mit Knie, Stamm. Filme, Plinthe. Mehrfach gebrochen (so oberhalb dos Nabels) und an den Brüchen geflickt. Die I. Gesiehtshälfte überarbeitet llel big, Führer ’ No. 820* 1 094 — 1 096 ( 316). Are h a i s c h c J ü n g 1 i n gs- statne. Hoch (ohne Plinthe) 1,39 in. Griechischer gelblicher Marmor. Ergänzt: die r. obere II dfte des Schädels mit dem Band. Nasenspitze, 1. Hälfte der Oberlippe, r. Arm vom Biccps abwärts nebst Puntello, I. Unterarm mit Ellenbogen und Pun- tello, beide Beine von der Mitte der Oberschenkel abwärts nebst Stamm und Plinthe. Der Kopf war gebrochen. Die Haare besonders an der l Schläfe bestosseii. Kopfhöhe 0,20 in. FurtwÜnglcr, Mei- st erw., p. 738, erklärt die Figur für die Coplo eines Werkes des jugendlichen Phidias. Bedenken dagegen erhebt Arndt, La glyptothcquc Ny-Carls- berg, p. 3G (Fig. 13 — 15 Abbildungen nach unseren Aufnahmen 1094—96), der ebendort auf PI. 23,24 eine bessere lteplik des Kopfes und PI. 21 eine sehr ergänzte Statue publicicrt, deren Torso vielleicht von einer Keplik der albanischen stammt (s. den Text). Mit Hecht weist F. auf die Verwandtschaft des Kopfes mit den von ihm a. a. O. Figur 7 8 ab- gebildeten Köpfen hin (man beachte besonders die llaarliehnndliiDg und die Unirisslinic des Schädels; aber auch die Züge des Gesichtes, besonders Mund und Kinn, sind sehr ähnlich); aber deren Bezie- hung zu Phidias scheint mir durch nichts bewiesen. Zu dieser Gruppe, allerdings als ein Zeuge wei- terer Entwicklung, gehört auch der bei uns No. 381/84 publicierte Kopf in Wörlitz. Die dort im Text von Arndt zum Vergleich herangezogenen Köpfe scheinen mir nur unwesentliche Ähnlich- keit mit dem Wörlitzer Kopf zu haben. Auch dürfte dieser jünger sein, als dort angenommen wird (460 1. 1097(323). Jünglingsstatue. Hoch 1,40m. Italischer Marmor. Ergänzt: der Kranz (aus Gype), Nasenspitze, Teil des Brustansatzes (Gype), I. Schulter, beide Unterarme ne I ist Händen lind Stützen, Fiisse mit Unterteil des Stammes und Plinthe. Der Kopf ans hellgrauem Marmor ist nicht zugehörig; seine Haare sind hinten in eiuoui Schopf aufgcnotuincu (Apollon V). Erwähnt von Arndt, La glyptothcquc Ny-Carlsberg p. 36, Anm. 5, lind dort richtig für nflehstverwandt unserer No. 1094 erklärt. 1098 668). Archaischer Apollon-Torso. Hoch 0,99 ui. Grobkörniger gelblicher Marmor (parisch). Uber der r. Hüfte der Ansatz eine» Puntello. War in der Höhe der Hüften ge- brochen. Der Kopf war nach der I. Schulter gewendet, der r. Arm gesenkt. Die Küsse müssen ziemlich gleiclunässig nebeneinander gestanden haben; I. Standbein. Auf jeder Schulter je zwei lange Locken. Das Schatnhaar hat noch ganz archa- ische Form, wie bei den Ägineten, den Tyrannen- mördern und einigeu von Kalkinaun im Jalirh. d. I. 1892, p. 132 f.f zusamuieiigcätellten Sctilp- turen, die aber dieser Torso alle in der leben- digen Wiedergabe von Fleisch und Haut, weit hinter sich lässt. Erwähnt bei Sauer, das sog. Thcscion, p 219, Anm. 1. Sehr sorgfältige, gute Arbeit. Helbig, Führer ‘ II, 848. 1099 (604). Poly k I et i sc he Kriege r- st a t ii e. Die Höhe der gauzenStatue mit der Plinthe (0,105 ni) nnd dein llclmbiiscli (0,085 m) beträgt 2,07 m. Der Körper aus bläulichem, gestreiften, italischen Marmor: der Kopf aus feinkörnigem, weissen (wohl pcntel.). Ergänzt: llelnibusch, oberer Hand am Helm vorn, Stirnlocken über der r. Seite der Stirn, Nase, Lippen, Streifen und Stück im Halse vorn, beide Unterarme mit Händen, der obere und untere Teil des Schwertes, Spitzen der beiden grossen Zehen E» fehlen einzelne birken, die ursprünglich vom Bai ttlaiuu bedeckten Teile der Wangen, und die Spitze der r grossen Zehe; alle diese Teile waren einst ergänzt. Der Kopf gehört nicht zu der Figur. Helbig, Führer 1 No. 824 ; Furtwiinglcr, Meisterw. p. 423 („Aiu r. Oberschenkel Dt ein Puntello nb- geincisselt, der wie am Doryphoros den Unter- arm verband.“) Da das Erfassen des Schwert- griffe« durch die l.inke eine inhaltslose Geste ist, wird die Hand vielmehr den Speer geschultert haben: ein Schild aus Bronze, den man auch an dein I. Arm voranssetzen könnte, würde jedenfalls liefest igmigsspurcn am Oberarme Unter- lassen haben. Der Kopf war auch ursprünglich nach der I. Schulter gewendet. Augenschein lieh hat diese Figur Thorvaldsen vorgeschwebt, als er seinen Jason schuf (J. Lange. Thorvahlsens Daistelluug des Menschen, p. 10). Vgl. unsere No 1168. Digitized by Google 32 K<»iu. 1100 und HOI. .1 ttgondlichcr Krieger* köpf, der .Statue No. 1099 aufgesetzt. Siche die Angaben Ober Ergänzungen dort Kinnspitze — Haaransatz 0,19 m, .Jochbein — Jochbein 0,14 in. Das Original dieses ausdrucksvollen Kopfe» wird im Anfang des 4. Jahrhunderts entstanden sein. 1102 (596). Statue des Hermes Hoch (ohne Plinthe) 1,89 in. Marmor des Torso italisch, der des Kopfes griechisch. Ergänzt der ganze Hut, Nase, Teile beider Uppen, Hals, der grösste Teil des Mantels auf der I. Schulter (das Stück mit der Fibel antik), 1. Arm mit dem anliegenden Stück Mantel, r. Arm mit dem ganzen Kerykoion, Keine, Stamm, Plinthe. Der Kopf gehört nicht zu dem Körper. Die Figur ist von Furtwängler, Meisterw., p. 425, Anm. 1, erwähnt und dort richtig in die Werke polykletfochen Stiles eingereiht worden; doch ist der Körper nicht, wie er angiebt, eine bh>sse Wiederholung des Doryphoros; er ist weicher, jugendlicher und feiner in seinen Formen Wahrscheinlich liegt also hier eine Copie nach einem besonderen Original des polykletisohen Kreises vor; dem widerspricht die einfache Stili- sierung der Chlamys nicht 1 103 und 1 104. Wiederholung des Kopfes des Hermes Ludovisi, der Statue No. 1102 aufgesetzt. Siehe die Angaben über Ergänzungen dort. Kopfhöhe 0,23 m, Gesichtshöhe 0,155 m, Gc- siclitsbreite 0,14 in. Der Kopf ist erwähnt von Arndt oben zu Nr. 270,71 und von Furtwängler, Meisterw., p. 425, Anm I : .scheint eine Kcplik des Ludovisischen Hermes“. Dass er das sicher ist, erkennt man trotz der schlimmen Zerstörung an den wenigen erhaltenen Zügen des Gesichtes, vor Allem Itcsoiidcrs dem Munde und den Locken, besonders denen hinter dem I. Ohr. 1105 (945). Statuette der Athen a. Hoch 0,71 m. Der Körper aus Alabaster; alles übrige aus Bronze. Ergänzt: Sphinx und Greife auf dem Helm, Hals und Brustansatz, Arme und Fiiase; auch ein Flicken in der l. Wange scheint ergänzt Die Augen- sterne waren eingesetzt Stammt nach Bienkowskis Notizen aus den Orti Farnesiani auf dem Palatin. Chirac 462 C, 902 C; Furtwängler, Meisterw , p. 1 1 1. Der Kopf ist eine freie Wiederholung der Athena Hope (Furtwängler a. a. 0. p. 113). Er gehört nicht ■ zu dem Körper, der auf ein Werk vom Ende des 5. Jalirhnudei ts zurückgehJ. 1 106 (4). S t atu e d e r A p 1» r o d i t e. Hoch 1,385 in. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Diadem, Nase, Lippen, Hals, Oberteil der Brust ; mit I. Busen, beide Schultern mit Armen und fast ' allen freistehenden Teilen de* Mantels, zwei Zehen nächst der grossen am 1. Fitss, r. Kuss mit Ge- wand, fast die ganze Plinthe. Viele Sprünge und Flicken. Die Bauehgcgend ist überarbeitet. Der unbedeutende, sehr zerstörte Kopf ist nicht zuge- hörig. Clarac 632 F, 1449 0. Die Figur steht in merkwürdig gebundener Weise; das h Bein ist Standbein, aber das r. be- teiligt sich mit aui Tragen des Körpers; der r. Fass ist nur wenig zur Seite gesetzt Die Anne sind mit dem Mantel beschäftigt; sie wiederholen um- gekehrt das Motiv der Venus Genetrix. Der Chiton ist ganz durchsichtig und hat ein kleines Apo* ptygraa, wie w ir es an Werken von der Wende des 5. zuiu 4. Jahrhundert häufiger linden, und zwar besonders häutig an Werken, die sich an die Nike- Balustrade aiischliesscn (siehe 8p. 2320 in meinem Artikel .Chiton“ bei Pauly-Wissowa, Rcalencyclopädie). Dass unsere Figur ebenfalls zu diesen Werken gidiört, ist auf »len ersten Blick einleuchtend. Sie bildet, wie die oben unter No. 401/2 besprochene Statue des Louvre, die Vermittlung zwischen der sehr viel älteren Venus Genetrix und den auf Timotheus ziirückgefiihrtcn Werken. Mit ersterer hat sie Motiv und Typus gemeinsam, mit letzteren die Einzelheiten der Stilisierung. 1107 und 1108. Torso einer Satyrstatu- I ette. Hoch 0,495 m. Ziemlich grobkörniger gelb- I lieber Marmor. Es fehlen Kopf und Hais, r. Arm, | 1 Arui mit Hinterteil der Schulter, r. Bein bis zur I Hütte, I. Bein von der Milte des Oberschenkel» ab- j wärt», Glied. Das r. Bein war Standbein und w'eiter zurilekgesetzt als das I. Der I. Ami war erhoben lui Nacken ein undeutlicher Best und daneben eine grosse Verletzung. Stützenansätze an der 1. Schulter hinten, an dem r Armstumpf oben, an der I. Hüfte und an der I. Hinterbacke. Der Satyr ist augenscheinlich in Bewegung gewesen und hat vielleicht zu einer Gruppe ge- hört Sein Stil erinnert lebhaft an den einer Faust- kämpfer-Statuette in Mantua, die bei uns No. 20 publicicrt ist. Die Ausführung ist deb und hart. 1109 und IHO. Archaischer bärtiger M :i n ni'rk o p f. Höhe des Kopfes 0,37 m (Gesichts- liölie 0,285m). Wcisser italischer Marmor. Ergänzt: Nase, Teil der 1. Braue, beide Rippen mit dem grössten Teil des Schnurbartes, ein grosser Teil der r. Seite des Kopfes nebst Teil des Backen- bartes darunter, der ganze Hintcrkopf, Teil des I. Ohres, Hals und Büste. Der erhaltene Teil des Kopfes war mitten durchgebrochen (senkrechter Digitized by Google 33 Rom. Bruch durch die Schläfe). Sehr bcstosscn, beson- ders die kleinen Löckchen, die die Stirn umgrenzen. Das Haar ist hinten in zwei Zöpfe geflochten nach den Resten richtig ergänzt), die rings um den Schädel gebunden sind. Trotz dersehrschlec liten Erhaltung des Stückes entbehrt es nicht des kunstgeschichtlichen Inter- esses, da sich die Zeit, in der sein Original ent- standen sein muss, ziemlich genau bestimmen lässt. Die ohne Andeutung des Scheitels strahlenförmig j vom Wirbel Uber den Schädel gelegten Haupt- haare, die niedrige, flache Stirn, das grosse, flache Auge, das kräftig vorgebaute Kinn und endlich auch die Zopftracht weisen mit Bestimmtheit in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts. An den älte- sten Metopcn des Parthenon finden sich ähnliche Köpfe. Unbestimmt ist, ob ein Gott oder ein Irdi- scher dargestellt werden sollte. Etwa zu vgl. ist die Bronze eines blitzschleudernden Zeus aus Olympia (Furt w Kogler, Olympia, IV [Bronzen], Taf. VII, 43; Text p. 18. Jetzt in Athen, Nationalmuseum, In- ventar No. 61Ü4). III I und 1 1 12. Archaischer Frauenkopf. Stellt auf einer 4 m hohen Säule, weshalb Maasse und Marmor nicht, Ergänzungen nur schwer zu constatiereii sind. Sicher ergänzt ist Nase, Hals und Büste. Verschiedene Brüche. Sehr zerstört. Die Spitze des Haarknotens hint n abgebrochen. Die Haare hinter den Ohren nach unten zu nicht ausgefiihrt 'oder abgearbeitet?). S. Uber diesen Typus Mariani im Bull, coiuunale 1897, p. 1G9 ff., tav. XII -XIV, und Arndt, La glyptothcque Ny-Carlsberg, Text zu PI. 31/32 (wo j Abb. des Kopfes). 1 1 13 und 1 1 14(1012). Kopf der sog. Athene mit dem Löwenlielni. Marmor peutelisch. Er- gänzt: Nase, Mund, kleiues Stück der I. Braue, . Schnauze der Kopfbedeckung, oberer Teil deH IJinterkopfes. L. Augapfel, r. Braue und Unterlid bestossen- Das ganze Gesicht hat durch Reinigung gelitten. Eine Überarbeitung ist nur an den Haaren der I. Kopfseite bemerkbar llelbig, Führer 1 II, 775. Vgl Fnrtwängler, Meiitcrw. p. 113 ff., Fig. 20, wo die Kopfbedeckung für die aus einem Wolfs- oder Hundsfell hergestellt« Iladeskappe und die Figur deshalb für Athena Itonia erklärt wird. Es war mir nicht möglich, nachzuprüfen, ob das Krhalteue iu der That zeige, dass die Schnauze spitz zulief (a. a. 0. p. 114, Amn.); doch scheint mir, allein nach den Photographieen zu nchliessen, die Behauptung wahrscheinlich, besonder* da die Hadeskappe bei Athena eine besondere Bedeutung hat, während sich für den Löwenhelm gar keine Erklärung finden dürfte. Dies Argument ist aller- dings für den hinfällig, der den Kopf nicht für den ursprünglich zur Statue gehörigen hält. Ich kann — einer eigenen Untersuchung zufolge — die diesen Punkt betreffenden Worte Furtwänglers a a. 0 nur bestätigen; auch nach unseren Photo- graphieen kann man das constatieren A lerdings glaubt F. selbst eine gewisse Disharmonie zwischen Kopf und Körper zu bemerken; jener sei auf- fallend strenger als dieser. Indes« scheint mir dieser Eindruck nur darauf zu beruhen, dass der Künstler des Kopfes jenem Proportionssystem huldigte, das dem Untergesicht eine un verhältnis- mässige Ausdehnung gab; alle anderen Teile de« Kopfes entspiochen ganz dem Stile der Zeit, in der wir die Entstehung des Körpers annehmen müssen Aus diesem Festhalten an dem älteren Proportionssystem können wir schliessen , dass der Künstler nicht zu dem engeren Kreis des Phidias gehört haben kann; dass er und seine Wrcrke jedoch in diesem bekannt und geschätzt waren, beweist die Weiterbildung der Figur in der Athena Hope und Farnese (Furtw., a. a. Ü, p. 104 ff.). F. will das Verhältnis der Figuren umkehren: denn er glaubt nicht annehmen zu können, dass Phidias, in dem er den Meister der Athena Hope vermutet, sich auf der höchsten Höhe feines Schaffens so genau an ein fremdes Werk angeschlossen habe. Allein gerade Air ein derartige* Anschlüssen auch der grössten Künstler an einander liefern uns unsere Studien immer aufs Neue sprechende Beispiele. F. stellt dann p. 115 den Kopf der Athena mit einer Reihe anderer zusammen, die derselben Zeit angeboren, und erklärt sie alle für Werke au* dem Kreise des Kalamin und seiner Schüler. Es würde mich hier zu weit führen, auf alles Einzelne einzugehen Mir scheinen die verschiedenen (Bieder dieser Reihe nicht eng genug zu einander zu gehören, um Schlüsse zu gestatten, wie sie F. zieht Die Köpfe, die am meisten Ähnlichkeit miteinander hnb^n, sind der Kopf des Wagen- lenkers hu Capitol, der Jiiuglingskopf aus der Münchener (Hypothek (Furtw. Fig. 21) und der der Demeterstatue in Berlin (KekuU, Über Kopien eiuer Fra neust atue aus der Zeit des Phidias, 57. Bert. Winckölm -Progr., Taf. V). Sie alle sind in der Structur de» Kopfes durchaus verschieden von der Athena, bei der man auch immer in Be- tracht ziehen muss, dass die Lippen sehr hässlich ergänzt sind, und dass dadurch der Ausdruck des Uutergesichts ganz gestört ist Verdeckt mau indes* die ergänzten Teile, so wird die grosse Abu- 3 Digitized by Google 34 Rom. lichkeit, die den Kopf mit dem de» Kassler Apoll verbindet, recht deutlich, und in eine Gruppe mit diesem gehört die Figur, wie ich nach wie vor annehme (vgl Text au No. 320—22 und meinen Führer d. d. Ant in Floren, p 264) I M5 und 1 1 16(749). Kopf der KoreAlbani. Kopfhühe 0,24 m. Gcsiclitshölic 0,18 m Weisser, feinkörniger Marmor (wahrscheinlich pentelisch wegen der Spaltungen). Es fehlt die Spitze der Nase und der r. Ohrmuschel. Das Gesicht .stark gereinigt- lielbig, Führer1 No. 835. Furtwängler, Meisterw., p. 100, und (»riech. Originalstatuen in Venedig, p. 286. Die Haare haben die grösste Ähnlichkeit mit denen der Sosikles-Amazone (s. No 1117/18). Vgl Pottier im Rull, de corr. hell. XX, p. 448 ff. 1 1 17 und 1 1 18 (76). Hermenbüste mit dem Kopf der Sosikles-Amazone. Höhe 0,415 m. Kinnspitze Haaransatz 0,17 m Kinnspitze Scheitel 0. 255 m. Griechischer Marmor. Ergänzt die ganze 1. Seite des Gesichtes mit Nase und den ent- sprechenden Teilen der Haare (doch ist die 1 Kinnlade und Schülterlocke antik), Ilintcrkopf, Teil der r. Braue und die r. Srhnlter. Der Kopf der Sosikles-Amazone ist hier zu einer Henne verwendet worden; man hat ihn ge- rade auf den Hals gesetzt und ihm je eine kleine und eine grosse seitlich lierabfallende Locke ge- geben. Vgl. Arndt, La glyptothe<|ue Ny-Carls- berg, Text zu pl. 47/48. Einfache, decorative Arbeit. 1119 und 1120 (57). Hermenbüste eines Jünglings. Hoch 0,49 ui. Kopfhöhe 0,245 m. Griechischer Marmor. Ergänzt: Nase, Ränder der Ohren, hinterer Teil der r. Schulter. Die r. Ge- sichtshälfte sehr stark beschädigt. Vgl. den Text zu E— V 857/58. Sehr verwandt mit diesem Kopf und seinen dort angeführten Repliken ist der Kopf, der ungebrochen auf einer schönen, leider sehr überarbeiteten .Jünglingsstatue des Museo I hiarainonti sitzt (No. 297; Museo Chiara- monti III, t. XXVIII; gefunden in Anzio). Der Jüng- ling ist im Motiv des Apollon Lykeiofl dargestellt II 21 und 1122 (711). Kopf einer Gott in mit D i ad e in. Gesiehtshühe (Kinnspitze— Haaransatz) 0,14 in. Grobkörniger, gelblich-grauer, wohl griechischer (parischer) Marmor. Ergänzt : untere Hälfte der Nase, die ganze mittlere Partie der Stephane nebst Wollbinde, sowie der Teil der .Stephaue an der r. Kopfseite ohne die Binde, die beiden Schulterlocken (Ansätze vorhanden), Unter- teil des Halses. Teil de» Haark noteii» hinten fehlt. Der Kopf gehört nicht zu der Statue, der er auf- gesetzt ist (L'larac 416, 719 A: lielbig, Führer' No. 837). Der Kopf ist von Furtwängler, Meisterw , p. 558, Anin. 1, erwähnt im Zusammenhang tnii der Juno Ludovisi, da er wie diese am Diadem eine geknotete Wollbinde trägt. Der Knoten, in dem die Haare hinten endigen, Ist bestossen; doch genügt das Erhaltene, um constatieren zu können, dass er derselben Art war wie der der Juno. Furtwängler betont a. a. 0. mit Recht die »ehr viel grössere Idealität diese» Köpft*» und seinen rein praxite Hachen Charakter. Wahrschein- lich war in dem Original Aphrodite dargestellt; aber auch eine der Chariten wurde durch das Diadem ausgezeichnet. Für Hera ist der Kopf zu jugendlich. Diesen beiden Köpfen schliesscn sich durch die eigentümliche Mischung mehr oder minder idealer Züge aus dem vierten vorchristlichen Jalirh. mit römischer Frisur au: der lebensgrosse Kopf einer als Diana Lucifera ergänzten Statue des Museo Chiaramonti No. 548; Pistoleai, II Vaticauo descr. IV, t XLVII; Clarac 564, 1205; ergänzt: Nase und Oberlippe; er gehört nicht zu der Figur, der er aufgesetzt ist); ferner der Kopf, der der sog. Kalliope im Mitscnsnal des Vaticau (lielbig, Führer* No. 280» aufgesetzt ist; ein zum Ein- setzen in eine Statue bestimmter Kopf in Neapel (luv. No. 6289; ergänzt die Nasenspitze), und der Kopf einer Venus Anadyomcne ebenda (luv. No. 6292). 1123 und 1124(119). Hermenbüsto de» j ugendlichen Dionysos Hoch 0,41 m. Kopfhöbe 0,245 in. Gesiehtshühe 0,1 7 m Gealchtsbreite 0,13m. Griechischer Marmor. Ergänzt: Nase, Teile der Brauen und der Ränder der Ohren, grosse Locken- büschel seitwärts Über der Stirn, Teile der Ränder, die beiden Vorderecken der Herme. Helbig, Führer' No. 789; Amelting, Floren 1. Ant , p. 21; Klein, Praxiteles, p, 415, Anm. No. 5. Zu der bei Klein gegebenen Reihe von sechs Repliken sind hiuzuzu fügen : 7. Exemplar im Museum de» Klosters von Groltaferrata; die Hörner »ind erhalten; noch nicht näher von mir unter- sucht. 8. Kleine, sehr stark ergänzte Replik mit Wendung uach der r. Schulter im Museo Chiara- monti No 410. — Rei einem Besuch der Gail, geografica konnte ich f entstellen, dass die Hörner au dem dortigen Exemplar in der That ursprüng- lich sind. Das Londoner Exemplar, da» Klein a a. O. Fig. 89/90 ptiblicicrt, ist eine Umarbeitung ins Sentimentale. Durch den veränderten Ausdruck der Augen (leise Hebung und Vertiefung der inneren Winkel), die Senkung der Mundwinkel und die Verweichlichung aller Formen ist dem Kopf jede Frische und, um es offeu zu sagen, Digitized by 35 Koni. alles Praxitelische verloren gegangen. Ich hätte vor diesem Exemplar nie — wenigstens soweit ich nach der Abbildung bei Klein urteilen kann - und ebensowenig vor dem albanischen auf Praxi- teles geraten Mit dem Adonis des Gabin. d. maschere haben sie allerdings auch nichts gemein, ausser allgemeine seitliche Verwandtschaft (siehe Furtwänglcr, Meisterw., p. 590). 1125 (218'. Kopf des Paris. Kopfhöhe (Kinnspitze' Miitzenspitze) 0,235 in. Uesichtshöhe 0. 145 m. Gesichts breite 0,11 m. Griechischer, wohl parischer Marmor. Ergänzt: das ganze Untergesicht mit Nase und Umgebung, Hals. Sehr bcstossen; die I. Kopf hälfte sehr corrodiert; die 1. Ohrmuschel ist fast gauz verschwunden. Der Kopf gehört nicht zu der Statue, der er aufgesetzt ist (diese von italischem Marmor) Er ist von Furtwängler, Meisterw., p 592, er- wähnt, dessen Ausführungen mannigfacher Be- richtigung bedürfen, die er zum Teil schon selbst (Über Statuenkopien im Altertum, p. 566 ff.) ge- geben hat. Doch muss betont werden, dass der albanische Kopf mit dem in den Meisterwerken erwähnten Münchener Kopf (Glyptothek 135) nur die allgemeinste Ähnlichkeit bat; beide gehen ent- schieden auf verschiedene Originale zurück; und zwar scheint mir der Stil des römischen Kopfes älter als der des Münchener. Seine Augen haben sehr viel Praxitclisches. Den ältesten Eutwickelungsgrad dieses Typus von Köpfen repräsentiert jedenfalls ein Pariser Kopf (Salle du Heros comb. No. 535; Phot. Giraudon 1242); er ist bei Furtw., Statuenkop., p 566, Anui. 1 nur flüchtig erwähnt. Seine her- vorragende Schönheit sichert ihm einen der ersten Plätze, und zudem gehört er unbestreitbar in die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts, dürfte also bei der Suche nach dem Paris des Eupliranor mehr berücksichtigt werden, als bisher geschehen Ist. Indes« scheint es mir nicht so unmöglich, wie Furtw , Meisterw , p. 591, Anm. 5 es ausgiebt, dass einige dieser Köpfe auch Ganymed dar- stelleu: muss doch dieser in der Gruppe mit dem Adler, die ihr Motiv dem Sauroktonos entlehnt hat und jedenfalls nicht sehr viel jünger ist als | jene« praxitelische Werk, nach den Kesten vou Mützeubändern an dem Neapeler Exemplar eben eiuen solchen Kopf getragen haben i siehe meinen Führer d. d. Ant. in Florenz, No. 51, und Klein, Praxiteles, p 128 ff.). Kobert’s Hypothese, der Ares Borghese sei eine Kopie jener Figur des Euphranor (Votivgeui. eines Apohaten, 19 haitisches Winckelm.-Progr., p.21 ff.) wird von Furtwängler (Statuenkop. a.a.O.) mit Recht bekämpft. Robert hat eine Fignr über- sehen, an der sich der bewusste Knöchelring eben- falls findet, die aber nicht jugendlich ist und bei der es sich uicht um Sucht zu gefallen handeln kann : den Agamemnon auf dem Bilde Hierons, das die Wegführung der Briseis darstellt (Hon. d. J. VI, 19 = Baumeister, Dcnkm-, Abb 776). A. wird hier durch diesen Ring (am 1. Knöchel), wie durch die breitere Binde im Haar und das Armband an der r. Handwurzel, als die reichste, vornehmste Person bezeichnet; auf Reichtum und Vornehm- heit allein kann der Ring denn auch bei der Statue deuten wollen. 1126(706). Relief: Th eseus und Aitbra. Hoch 1,07 in. Eäugc 1,97 m. Ergänzungen siehe bei Helbig 1 No. 838. Ebendort siehe über die Deutung. Die Gewandmotive der weiblichen Figuren gehören alle in hellenistische Zeit. Wahrschein- lich gehört das Relief auch zu jener Gruppe, die wir unten unter No. 1162 behandeln werden Sculpturen in der Gemäldesammlung des Palazzo Colonna. Ausser den Augaben über die einzelnen Werke bei Malz-Duhn, Antike Bildwerke in Ruin, die bei jedem Stück citiert sind, ist für die Geschichte der Sammlung Material enthalten in den „Docuinenti inediti per servire allastoria dei uiusei d'ltaliu" IV, p. 382 ff. (Inveutarium bouor. haered a 1714), in der „Beschreibung der Stadt Rom“, III, 3, p. 162 ff., in dem Bull. d. ]. 1838, p 22 (Braun), und in der Vorrede zu dem in der Sammlung selbst käuflichen „Uatalogo“. Die „Beschreibung der Stadt Koni“ gibt als die Zeit, in der die noch jetzt bestehenden Palastbauteu errichtet wurden, die Mitte des 16. bis Mitte des 17 Jahr- hunderts an. Der „Uatalogo“ nennt als specielles Datum 1620. Nach ihm wäre die Mehrzahl der hier befindlichen antiken Sculpturen an der Stätte des alten ßovillnc gefunden; die „Beschreibung der Stadt Rom“ beschränkt diese Angabe auf die Reliefs, was, wie es scheint, auch Braun a. a O. sagen will. Im Jahre 1714 war die Sammlung in ihrem jetzigen Bestände oder wenigstens in ihrer jetzigen Anordnung noch nicht vorhanden.4) In der Aufzählung des Inventar» fehlen alle die Reliefs, die unter den Fenstern eingeinaucrt sind. *) Die diesbezügliche Angabe in deui topographischen I Register von M. D. ist, nach deu Statuen tu urteilen, die I dort angeführt worden und die mit den heute an Ort und Stelle befindlichen üt>erein»tiinineti. uicht correct. 3* Digitized by Google 36 Rom. In der Beschreibung der Stadt Rom werden sie genannt; sie werden mit den Relief» gemeint »ein, j die nach Braun Cav D Filippo Colonna au» dem Besitztum der Familie an der Stelle des alten I Bo villaein den Palast bringen lies» Die Postamente in dem Hanptteil des grossen Saales mit den in sie eingelassenen Reliefs standen schon 1714, wie sie jetzt stehen; nicht durchweg die Statuen. Doch sind diese Umstellungen unwesentlich. Wich- tiger ist, dass damals noch einige Figuren dort standen, an deren Stelle wir heute andere linden.*) So sind vier nackte Venusstatucn, von denen eine sicher, eine andere wahrscheinlich in den Vatican gelangt ist .Michaelis im Jonrn. of hell. stnd. 1887, p. 331), eine Athen«, ein Herakles und ein Askle- pios verschwunden. An Stelle dieser sieben Figuren sind getreten unsere No. 1127, 1149, 1150, 1153, 1155, und zwei ganz schlechte Gewandfiguren, | römische Grabstatuen, die eine in Motiven des , 4. Jahrhundert», die andere von der Art der so- I genannten Pudicitia (M.-D. 1433 und 1455) Auch in dem hochgelegenen kleineren Teil des grossen Saales ist manches gegen 1714 ver- ändert Von den dort angeführten Figuren ist nicht mehr vorhanden: Statuette einer Flora; un imperatore; zwei Putten und ein. Cupido. Von den Figuren, die M.-D. in diesem Teil des Saales auffibhren, Ist der Silen (475) nicht mehr vorhanden. An der Rückwand diese» Teiles (Ausgang nach der zum Garten führenden Brücke stehen drei moderne Sculptnren, die sämtlich nach Stücken : des Capitol ln »eben Museum» cuplort sind: 1. der J sogenannte Miltiade» (von Furtwüngler, Meisterw., j p 122, Anm. 3 fälschlich als antik aufgezählt; vgl Arndt, K-V 437 38); 2. Kopf des Dionysos, M.-D. 408; Copie des bei uns unter No 404,5 publicierton Kopfes; 3. Kopf de» Antinous; M.-D 917 (Attis; offenbar modern); Copie des Antinous-Kopfea in der Galerie de» cap. M No. 43 (Nuova de»criziuuc p. 128). 1 127. Wiederholung des „llernies Ludo- visi“. M.-D. 157. Hoch 1,80 in. Feinkornigci gelblicher (wohl penteliachcr) Marmor. Die Er- gänzungen des Körpers bei M.-D. richtig ange- geben. Ueber den nicht zugehörigen Kopf siehe j No. 1128. Ueber den Typus dieses Hermes siche Furtwängler, Meist er w, p. 80 ft' und 742; in un- aerm Text No. 270,71 und 1103/4. Furtwängler spricht a. a, 0. die Vermut ung aus, da» Origi- •) Auch die MUtuette No U M Mehl Jetzt nicht mehr in den öffentlich luganfrltchen Tellen, wo nie bis 1#m7 ge- standen hat. nal sei vielleicht ein Werk des Telcphanes gewesen, eines Zeitgenossen des Myron, Polyklet und Pythagoras, aus Phokäa in Kleinasien Als Anhaltspunkt dient ihm die Verwandtschaft, die den Kopf unsere» Hermes init dem einer Münze von Phokäa verbindet Aber die Herkunft dt« Telcphanes au» jeuer ionischen Colonie ist mehr als unwahrscheinlich, und ihre Annahme in unserer Ueberlieferung absolut nicht als notwen- dig indiciert. Plinius erwähnt den Telephane» N. II. XXXIV, 68. Das Wort, das die Herkunft des Künstlers bedeutet, schreibt der Bambergens» „Phoeaeum“, die Mehrzahl der Hamlschriften aber •Phoctum* (siehe die betreffende Stelle in Sillig’a Ausgabe, vgl. C. Keil, Analecta epigr. et ono- matol. p. 213). Phocaeus findet sieh ausserdem noch bei Vitruv. ptaef. VII Theodorus Phocaeus de tholo qiii cst Delphis), wo es zweifellos „aus Phokis“ bedeutet, und im Plural bei Hora/., Epod. XVI, 17, wo es „Einwohner von Phokäa- bedeutet. Phoceus findet steh sonst nur bei Ovid (trist I, 9, 28; rem. 589) als Beiwort bei Pylades, heisst dort also „aus Phokis“. Mögen wir demnach unser Urteil nach der Qualität oder nach der Quantität in der handschriftlichen Ueberlieferung richten, in beiden Fällen werden wir eher dazu geführt, Phokis al» das Vaterland des Telephanes zu ver- muten; wenigsten» spricht nichts Entscheidendes für Phokäa. Für Phokis aber spricht mit Entschiedenheit die Thatsache, dass ein Hauptteil der Werke des Künstlers »ich in Thessalien befand. Nach Furt- wängler soll »eine ionische Herkunft den Anlass gegeben haben zu der anekdotenhaften Erklärung seines geringen Bekanntsein», durch die Annahme, dass er für die Perserkönige Darin» und Xerxcs gearbeitet habe. Zur Bildung dieser Legende aber genügte die Thatsache, das» er sich ungefähr zur Zeit jener Könige in Thessalien aufgehalteu hatte, denn die perserfreundliche Stellung der Theeealer in eben jener Epoche iat bekannt. Deshalb scheint es mir auch zweifellos, dass die Legende nicht Darin» II., sondern I. meinte. Doch braucht das für die Chronologie des Künstlers nicht» zu bedeuten, für die vielmehr die Gleich- set/.ung mit Myron, Pythagoras und Polyklet ent- scheidend ist. War nun Telephanes, wie mir evident scheint, aus Phokis — bei E. Seilers, The elder Pliny's chaptcrs on the hist, of art, p. 54 (vgl. ebenda p. XXII) ist diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen - , so wird für die Vermu- tung, dass er der Künstler unseres Hermes sei, die Aehnlichkeit des Kopfes der Statue mit der Digitized by Google Rom 37 Münzt von Phokäa bedeutungslos, und mehr als Aehnlichkcit ist nicht vorhanden. Nicht anders aber steht cs mit der weiteren, von Kurtwänglcr versuchten Begründung durch die Verwandtschaft des Hermeskopfes mit dein einer Grabstele des b. Jahrhunderts aus Thessalien (Bull, de corr. hell. 1888, pl. VI); diese Verwandtschaft, die fast nur in der Art besteht, wie der Pctasos ge- tragen wird, scheint mir denn doch zu oberfläch- lich, um daran kunstgeschichtliche Po'gcrungen knüpfen zu dürfen Sucht man die Stellung der Figur in der geschichtlichen Kntwicklung allein nach ihrer künstlerischen Kigenart zu eruieren, so lässt sich der Kieis, dem sic angehürt, recht genau bestimmen; es ist der Kreis der at tischen Werke des Phidias und des Myron aus dom dritten Viertel des 5. Jahrhunderts. Mit den Werken ans dem Kreis des Phidias (vgl. 1! Grilf, Aus der Anomia, p. 69) hat das Werk die formale Dar- stellung des Körpers, die eigenartige Stellung und Proportion (kurze Unterschenkel) gemein; die enge Beziehung zn Myron wird klar bei der Vergleich- ung des Kopfes mit dem des Diskobolen: die Form des Schädels, die ausserordentlich feine Profillinie, die lebendige Bildung des Mundes, vor Allem der Oberlippe, sind besonders auffallend verwandt; dabei ist aber Alles weiter entwickelt, wie auch die Haare beim Herme» schon viel freier behandelt sind, als am Diskobolon. Am Indivi I Hellsten wirkt das Motiv des vom Arm hcrabgieitenden Gewandes und dessen eigenartige Behandlung, wie wir sie an unserm und an dem Kxemplar Eudovisi beobachten, lieber das stilistisch ganz umge- arbeitete Gewand am sogen. Klcomencs siehe Kurtwänglcr a. a. 0., Anm. 3. Am Kleomenc* Anden sich auch sonst Einzelzflge, die auf starke Benutzung des lebenden Modells schliesscn lassen: siche besonders die I. Hand. Vgl. /immermann, Kunstgeschichte des Altertums und des Mittel- alters, p. 304. Auch das Gewand an unserem Kxemplar stimmt nicht in allen Kinzelheitcn mit dem des Kxemplar» Kndovisi überein. 1128. Kphebenkopf in ProAl, aufgesetzt auf No. 1127. M.-D. 157. Ergänzt: Teil des llinterkopfcs, kleines Stück der Stirn, Nase, Kippen, Kinn, Rand des I Ohres. Trotz der starken Er- gänzung ist cs deutlich, dass wir hier die Copie nach einem Ephcbcnkopf des 4, Jahrhunderts vor uns haben. Die Haare erinnern iu ihrer Anlage, besonders an Schläfe und Ohr, noch an die Art des 5. Jahrhundert». Aber die runde Form des Schädels, die hohe Bildung der Stirn, die Weich- heit, mit der die Eider um! ihre Umgebung go- arbeitet sind, sprechen deutlich für die spätere Zeit.*) 1129. Statue der Athcna. M.-D. 640. Hoch ohne Kopf 1,33 m Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Kopf nnd Hals, r. Arm vou Uber dem Ellenbogen abwärts, I. Arm mit Schild, Teile der Falten, Füsse mit anstossenden Teilen des Gewandes und Basis. Siche über diesen Athcna- Typns Fnrtwängler, Ueber Statnencopicu im Alter* ; tum I, p. 555, Taf. IV, wo ein Exemplar mit dem 1 zugehörigen Kopf pnbliciert, unsere Kopie nicht . verzeichnet ist Vgl. ferner oben No. 942/43. | Die Arbeit ist recht, schlecht. Der obere Aegis- rand ist mit Schlangen umsäumt. Im Nacken ist, nach der I Schulter verschollen, der Haarschopf erhalten. Die Falten sind womöglich noch alter- tümlicher im Stile, als die des capitolinischen Exemplare»; doch mag sich dies aus dem geringen künstlerischen Wert der Arbeit erklären. Be- deutsamer ist, dass sich die gloiche Art der Stili- sierung an einer weiteren Replik findet, dem in der 2. Auflage von llelbigs Führer No. 620 richtig bestimmten Torso. In dein Stil, der nunmehr also durch die Mehrzahl der Kopien repräsentiert wird, müssen wir uns das Original voretcllcn Lag ein solches vor, so konnte der Wunsch eines einzelnen Kopisten, die Faltenlagen lebhafter im Kontrast von Eicht uud Schatten zu gestalten, leicht zu Ebnwaudltingen im Einzelnen fuhren, wie wir sic an dem englischen Exemplar unserer Figur vor uns sehen. Eine übereinstimmende archai- sierende Vereinfachung seitens all der anderen Kopisten scheint mir wenigstens sehr viel weniger wahrscheinlich. Dagegen möchte ich kaum wagen, eine derartig durchgreifende systematische Um- wandlung, wie sie das Stockholmer Exemplar repräsentiert (Photogr. I.agrelius No 2), einem Kopisten zuznschreiben ; hier ist nicht etwa die ältere Figur mit einzelnen Zügen praxitclischen Gewandstils ausgeslattet, sondern es liegt eine vollkommene, planmäßige Umarbeitung in diesem I Stil vor. Die Brust ist aug. nscheinlich schmal r, I der Brustausschnitt infolgedessen spitzer zulaufend ; der Fuss des Spielbeins ist weiter zur Seite und zurückgesetzt Nur Mitglieder der pasitelischen ' Schule scheinen fähig gewesen zu sein, derartige Umarbeitungen in späterer Zeit vorzunehmen, und doch tragen ihre Werke unverkennbarer den •) Man vgl den viel verbreiteten (Hpiahguss eine« Jüngling»kopfe«, der eine Wiederholung den Henne« Litnfl- downr Michaeli«, ancient markte« p. 467, No. 88) ohne Hut | i«t. Der Aufbewahrungsort de» Originale« diese» Kopfe« I ist mir unbekannt (Arndt ) Digitized by Google 38 Hom. Stempel der alten Zeit, als inan das von der Stockholmer Athena behaupten kann Ich möchte deshalb eher dazu neigen, hier eine Umarbeitung aus dem 4 Jahrhundert selbst anzunehmen. Das Original der Übrigen Repliken ist aber, nach dem Zeugnis der Mehrzahl derselben, nicht erst am Ende des 6. Jahrhunderts entstanden (vgl. Arndt, } La glyptotheque Ny-Carlsberg, p. 71 f). Der Kopf de« englischen Exemplare« steht stilistisch zwischen dem der Athena von Velletri und dem der Athena Ilcphaisteia, die Heisch kürzlich dem Alkamenes zugeschrieben hat (Jahreshefte des österr. archäol. Institutes I, p 66 ff.) und die ohne Zweifel noch dem Ende des ß. Jahrhunderts angehört. 1 130. Torso der attischen verwundeten Amazone. M.-D. 940. Höhe des Antiken 1,28 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Die Ergänzungen bei M.-D richtig angegeben. Richtig gewürdigt bei Fnrtwängler, Meisterw., p. 294, Anm. 2. 1131. Statue der Aphrodite, Typus der sogen. Venus Gonetrix. M.-D. 711. Hoch 2,06 in. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, r. Arm mit dem von der Hand gehobenen Zipfel de« Mantels, 1. Hand mit dem Kranz. Der Bildhauer dieser Figur, den man kaum noch Copist nennen kann, hat nicht nur das Unter- gewand zugefügt, sondern auch in den Falten und vor allem in der Stellung geändert; die I. Hüfte ist viel w eiter ausgebogen, die Taille darüber viel mehr eingeknickt, als bei den genauen Repliken des Werkes. Ein Vergleich dieser Punkte ist sehr lehrreich, denn er zeigt besonders deutlich, wie gebunden die Darstellung dieser Aphrodite noch in künstlerischer Hinsicht ist. Erwähnt bei Klein, Praxiteles, p. 57, II, 8, wo die Notiz „Torso rest.- auf Irrtum beruht. 1 132. Weibliche Statue, eine Höre, Charite oder ein verwandtes Wesen darstellend. M.-D. 608 Hoch 1,41 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Er- gänzt: Nase, beide Arme bis auf Ansatz, Teile der Gewandfalten, Zehen des r. Fusses, Vorder- teil des I. Fusses, Plinthe; kleine Flicken an den Wimpern, den Lippen und an den Brüchen, von denen einer sich am Hals unten, der andere in der Höhe der Knie befindet. Die Ränder der Ohren sind abgeetossen; kleinere Beschädigungen auch sonst. Die Figur macht, so anmutig auch ihre Erfindung ist, wegen der geringen Güte der Arbeit und der schlechten Erhaltung keinen sehr erfreu- lichen Eindruck. Desto interessanter ist sie kunst- geschichtlich, denn sie tritt vermittelnd zwischen zwei Flgaren-Grnppen, die man auch sonst schon in Verbindung zu einander gesetzt hat, zwrischen die der sogen Venus Genetrix und die Gruppe der Figuren, die sich stilistisch an die Nike-Balu- strade anschlies&cn. Während unsere Gestalt zu letzterer durch ihre leichtgcw'ebte, reichgefältete und mannigfaltig flatternde Gewandung in Be- ziehung steht, bekundet ihr Kopf (siehe die nächste . Nummer) in allen Zügen, bis auf die ihre Haare hinten eiuschlieascnde Sphondone, ihre Abkunft von dem Kreis der Venus Genetrix. Sie gibt sich zugleich in allen Teilen als die nächste Verwandte der Hera Borghese (Arndt, I«a glyptotheque Ny- Carlsberg, pl. 56-58; Fnrtwängler, Meisterw., p. 117 und 742; siehe hier No. 280 und Röm. Mitt. 1897, p. 73) zu erkennen. 1133. Kopf der Statue. Siehe die Ausfüh- rungen zur vorigen Nummer. Wegen der Sphendune vgl. Helhig, Coli. Rarracco, p. 57 f., und Savignoni, Mon. ant. dei Lincei 1898, p. 11 f. 1134. Torso einer männlichen Statuette. M.-D. 1019 Höhe des Antiken 0,36 m. Feinkör- niger gelblicher Marmor. Die Ergänzungen bei M.-D. richtig angegeben. Nach dem allgemeinen Charakter der Formen, Proportionen und der Ponderation zu schliessen, gehörte dieser Torso zu einer kleinen Wiederholung einer Figur aus dem Kreise des Stephanos-Athletcn. Während aber bei den übrigen Gestalten dieses Kreise« der Arm auf der Seite de« Standbeins gebeugt ist war hier das Umgekehrte der Fall. Eine Sonder- stellung nimmt unser Torso auch dadurch ein, dass die schematische Bildung des Nabels, die flache und kurze Bildung des Bauches, der Mangel jeder Trcunungder Scham vom Bauche und die flache Bildung des Schamhaares noch anf eine unentwickeltere Stufe deuten, als sie jeno Figur des Stephanen repräsentiert. Diese Züge ver- dienen um so mehr beachtet zu werden, als die Arbeit des Torso gut ist. 1135. Torso einer Wiederholung des poly k letischen Diadumcnos. M.-D. 1008a. Höhe des Antiken 1,12 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Die Ergänzungen bei M.-D. richtig ange- geben Die Arbeit der Copic ist schlecht; die schöne Eigenart polykletischcr Gestalten, die klare Sonderung der verschiedenen Flächen, ist fast ganz verloren gegangen. Der Torso ist in dom von Peteraen aufgestellten Kcplikenverzeichnfo de« Diadumcnos im Bullcttinu comunale 1890, p. 189 ff. nicht erwähnt. 1136. Statue des Herakles. M.-D 96. Hoch 2,03 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Oberkopf, Brauen, Nase, Lippen, Kinn, Digitized by G Rom 39 beide Ohren, Hals, r. Arm von der Mitte de« Ober- arme an mit ganzer Keule, 1. Hand milden Aepfcln, r. Hüfte und Hinterbacke, r. Bein (der Fuss antik), l. Knöchel, Teile des Felles, hinterer Teil des Stammes. Bruch im I. Oberarm, quer durch die Hüften, iin 1. Oberschenkel; mehrere Brüche im Fell. I)ic Plinthe in die jetzige profilierte Basis eingelassen, deren antiker Ursprung mir zweifel- haft ist. Der Kopf gehört nicht sicher zu der Figur; er hat ganz kurz geschorenes Haar, das an dem oberen Teil des Ilinterschiidels gar nicht | ausgearbeitet ist, und kurzen Backenflaum. Leider ist er in einem zu traurigen Zustand der Erhal- tung, um ein sicheres Urteil zu gestatten Arbeit : und Erhaltung ist bei dem Körper nicht viel besser ^ als bei dem Kopfe; aber der Körper repräsentiert unverkennbar einen strengen TypuB der Herakles- : Figur aus dem 5. Jahrhundert mit zur Hauptsache polykletischen Formen. 1137. Torso einer polykletischen A t h I c t c n-S t a t u e, zu einem Zeus ergänzt. M .-T>. Iß. j Hoch 1,97 iu. Feinkörniger weisser Marmor Die Ergänzungen bei M.-D. richtig angegebcu. Nach Furtwänglcr, Meisterw., p. 494, wäre der Torso eine Replik des ebenda abgebildeten Torso einer polykletischen Athleten-Statuo in der Galleria dello statue des Valican tHelbig, Führer*, No. 190). Das scheint mir jedoch nicht zweifellos. Der Körper I ist an jener Figur stärker bewegt und deshalb j die Mittellinie des Torso mehr geschwungen Auch sind an jener Figur im Vatican die Muskeln auf der r. Schulter weniger stark bewegt, was darauf I schliessen Messe, dass der Kopf der colonna’schen Statue mehr gedreht war. Da intles auch unser Torso entschieden jMjlykletisch ist und die allge- meinen Motive beider Figuren Ubereinstim meu, so mögen diese Differenzen den verschiedenen Copisten zuzuschreiben sein. Unser Torso ist dem vaticani- schen an kräftiger und ausdrucksvoller Formen- i gebung überlegen. L>ie Ausführungen Furtwänglers über die vati- can ische Figur sind in einem wichtigen Punkte zu berichtigen: der Kopf gehörte ursprünglich nicht zu dem Torso. Der Marmor des Kopfes ist fein- körnig und weiss mit schräg (von 1. oben nach r. unten) verlaufenden, schieferigen Streifen; der Marmor des Körpers hat etwas grössere Kry stalle und ist weise ohne Streifung. Die Oberfläche des Kopfes ist ausserdem schlechter erhalten als die des Körpers; sie hat augenscheinlich durch Wasser gelitten. Endlich muss der Kopf auf einem stärker bewegten Hals gesessen haben, als ihn der Torso nach »len erhaltenen Ansätzen hatte. Alle an die Zugehörigkeit des Kopfes ge- knüpften Folgerungen sind deshalb hinfällig. Der Kopf hat in der That die grösste Verwandtschaft mit dem Bronzekopf aus Herculaneum (Furtwänglcr a. a O Fig. 87), der mir nach wie vor eine von Polyklct beeinflusste Richtung der attischen Kunst zu repräsentieren scheint (vgl No. 300). 1138. Statue des Hermes mit nicht zuge- hörigem Kopf des Trajan (ergäuzt: Nase und Hals), der auf der Photographie weggefaasen wurde, da er unbedeutend ist M -D. 1065. Höhe der Figur ohne Kopf 1,80 m. G rosskörniger gelblicher Mar- mor. Ergänzt: 1. Unterarm mit Hand, Attribut und dem darüber liegenden Teil der Chlamys bis zum Stamm, Glied; sonst nur Kleinigkeiten. Ein Bruch geht durch das r. Handgelenk, ein zweiter durch die Hüften, ein dritter durch die Oberschenkel, ein vierter durch da« r. Knie und ein fünfter durch den r. Knöchel. Die V ordereeite der Plinthe ist durch eine nur oben und rechts mit einfacher Leiste umränderte Platte markiert. Der Kopf war nach der r. Schulter gewendet. Die Arbeit ist ziemlich schlecht; das Schainhaar ist, der Bequemlichkeit wegen, iu fast archaischer Weise, d. h. in einzelnen Hachen Lockenringcln gearbeitet. Die Figur gibt einen Hermes-Typus wieder, der uns ausserdem in fünf Exemplaren erhalten ist, von denen vier in unserer Publication No. 635/36 von Bulle be- sprochen sind, während die fünfte, ein Torso, von Furtwänglcr in der Sammlung Somz6c T. VII, p. 9, No. 9 publiciert worden ist. Von diesen schliessen sieh unsere Figur, der Henne» von Ata- lanti und die Statue des Antiphanes in Berlin (Beschreibung No. 200) dadurch, dass bei allen dreien der Kopf nach der r. Schulter gewendet ist oder war, näher zusammen, während die anderen, an deren Spitze der Mercure Richelieu in Pari» steht, wie Furtwänglcr a. a. 0. richtig ausfiihrt, wiederum eine zusammengehörige Gruppe bilden, die wohl auf ein etwas älteres Vorbild zurück- gelit als die andere. Die Originale beider Gruppen müssen im 4. Jahrhundert entstanden sein. Vgl. Klein, Praxiteles, p. 393 Die Chlamys liegt bei unserer Figur andere als bei dem Hermes von Atalanti und den übrigen. M39- Wiederholung des sogenannten Narkissos. M -D. 222 Hoch 1,13 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzungen bei M.-D. richtig angegeben. Der Kopf nicht zugehörig; siehe nächste Nummer. Bei Furtwänglcr, Meisterw., p. 483, Anrn.3 unter k mit Recht als Replik des sogen. Narkissos aufgeführt. Ebenda, p. 485 ff., hat Furtwängler alle Möglichkeiten einer mythischen Deutung auf brei- Digitized by Google 40 Korn tester Basis erwogen; das Resultat bleibt aber zu schwankend, als dass wir in der Figur nun mit Sicherheit Adonis erkennen konnten. Was das formale Motiv angeht, so hat Furtwänglcr mit Recht auf seine Verw andtschaft mit dein des aus- ruhenden Herakles im 5. Jahrhundert hingewiesen; doch fehlt bei ihm die Erwähnung eines poly- kletischcn Athlcten-Typus, der in noch engerem Zusammenhang mit dem Narkissos steht, d. h. des Typus, dessen I. Hand seitlich Uber dem Gcsüss ruht (am besten erhalten in der Statuette der Coli. Barracco, 1*1. XLV; siehe Furtwänglcr a. a. O. p. 434 f. und Arndt, La glyptoth£que Ny-Carls- berg, pl, 49/50). Trotzdem scheint mir der Narkissos dem polykletischen Kreise nicht so nahe zu stehen, wie Furtwänglcr meint, ebensowenig wie der Pan, den er in demselben Werke auf den Seiten, die den citierten vorhergehen, behandelt Für die Bc- urtheilung dieses Werkes haben wir in dem schönen Kopf im Conservatoren-Palast (Hclbig, Führer’, No. 626) eine sichere Grundlage. Furtwänglcr, der ihn p. 480, Amn. 1 unter e anführt, schreibt zwar, der polykletische Stil sei hier recht rein wieder- gegeben. Es steht hier aber, meiner Meinung nach, wie bei dem Bronzekopf aus Herculaneum und seinen Verwandten (siche oben No. 1137); der Ein- fluss des polykletischen Style« ist unverkennbar, stärker aber noch ist das attische Element, das sieh weder in der Straetur di*» Kopfes noch in den Einzelformcn verläugnet Der Kopf im (’ouser- vatoren-Palast hat z. B. eine unverkennbare, starke familiäre Verwandtschaft mit dem der Amazone, dessen bestes Exemplar sich in d r gleichen Samm- lungbefindet (Helbig, Führer*, No. 596 ; ß.Gräf «Ver- such im Jahrb. d. I. 1897, p. 81 ff , diesen Ama- zonen-Typus für polykletisch zu erklären, hat mich nicht überzeugt). Uebrigens ist zu beachten, dass nicht sämmt- liehc Köpfe der „Xarkissos^Statuen genau mit ein- ander übcrcinstimmen; am deutlichsten zu unter- scheiden ist das vaticanischc von dem Berliner Exemplar. Kopf und Gesicht sind bei jenem be- deutend schmäler und länger als bei diesem, bei dem ausserdem die Modellierung, entsprechend der runderen Bildung des Ganzen, lebhafter ist. Das ist vou besonderer Bedeutung, da wir diesen letzteren Typus auch sonst finden, und zwar an Figuren, die an der Grenze zwischen polyklctischer und attischer Kunst stehen; so z B. an dem Hermes mit dem Dionysosknaben im Giard Boboli (siehe unsere No. 103 105) und an der bei Barracco befindlichen Darstellung des »ich kränzenden Knaben (Coli. Barr. XXXVIII und f ), derei» Kopf sich unmöglich als Wiederholung des Wcsttn cott‘schen Exemplare» (siehe Furtwänglcr, Meisterw., p. 452 ff.) fassen lässt. Wir haben cs hier augenscheinlich mit einer attischen Variation einer ursprünglich polykletischen Figur zu thun, wie wir eine solche ja zweifellos in dem in Athen befindlichen, in Eleusis gefundenen Exemplar (Ephem. arch. 1890, p. 207 ff., pin. 10/11) vor uns haben. Es ist auch diese Beobachtung wieder ein Zeugnis für die lebhafte, gegenseitige Beeinflussung der polykletfocben und attischen Schule, die wir auch aus dem Auftreten des Diadumenos und de« Salben in beiden schließen können Vgl. auch Michon in Mon Piot I, p. 115 ff., pl. XVII, und die Pariser Bronze bei Babeion et Blanrhet, Catal. des br. ant. de la bibl. nat , n° 926. Vgl ferner die Bemerkungen zu E-V 585 und 586. 1140 und 1141. Kopf des unbärtigen Asklepios, aufgesetzt der unter der vorigen Nummer behandelten Statue M.-D. 222 Ergänzt: ] die Nase Für die Deutung auf Asklepios scheint mir der turbanartige Kopfschmuck zu sprechen. Man könnte andernfalls nur an die gewundene Sieger- binde denken, wie sie Herakles trägt (Furtwänglcr, Meisterw , p. 430 f.); aber erstens müssten dann die Enden der Tänie hinten herabhängen und auf die Schullern fallen, zweitens hat der Kopf durch- aus keinen athletischen Charakter. Sein Aus- sehen, da» an Apollon-Kopfe und an den soge- nannten Kubuleus erinnert, spricht vielmehr eben- falls fiir die Deutung auf Asklepios Stilistisch gehört der Kopf in die Mitte des 4. Jahrhunderts. Die Augen erinnern an die praxitclisehen; sonst hat der Kopf nichts von der Art dieses Künstler» Auch von dem „Eubuleus", an den er im Allge- meinen erinnert, ist er in wesentlichen Dingen, wie besonders dem Bau des Schädel», durchaus verschieden. So kann nur ungefähr seine Zeit angedeutet werden. Seine Arbeit ist ziemlich flau: von den Haaren auf dem Schädel sind nur die llauptziigc angegeben, wodurch sic einen stilistisch strengeren Eindruck machen als die übrigen Partien Zu vergleichen ist ein Kopf des Thermen-Museums (Guida del tuiiseo nazion rom., p. 13, No. C) von ähnlichem Typus. 1 1 42. Statue des Dionysos. M.-D. 393. Hoch 1,51 m Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: r. Arm mit Ellenbogen und Stütze, 1. Unterarm mit Hand (die Richtung de« Unterarms gegeben durch den Rest des Ellen bogens), Stamm mit grosser Stütze, 1. Unterschenkel (Fu&s antik), Teil de» r. Schienbeins aussen, r Knöchel; von I dem Panther sind nur die beiden Hintertatzen Digitized by Googl Ko ui 41 mit Schwänzende und r. Vordertatze antik Das Fragment des r Unterschenkels war abgebrochen; ein Bruch auch in der Plinthe neben dem 1- Fuss Beschädigungen an Kranz und Glied Gute Coplc, von besonderem Wert wegen der vortrefflichen Erhaltung des ungebrochenen Kopfes (siehe nächste Nummer) Auch für die Ergänzung der Extremitäten ist alles Notwendige gegeben Das Original muss dem Kopf und dem Körper zufolge im 4. Jahrhundert entstanden sein. Wegen der einfachen Bildung der Augen könnte man sogar geneigt sein, noch an das Ende des 5. Jahr- hunderts zu denken; dem widerspricht aber die reiche, lockere Bildung der Haare und vor Allein die verhältnismässig kurze Gestalt des Leibes, dessen Brust nicht mehr die breite, flächenhafte Bildung jener Zeit zeigt und dessen Formen ziem- lich voll und rundlich erscheinen: alles Züge, die mehr dem Ideal des Lysipp als dem des Polyklet entsprechen Es hat augenscheinlich iin 4. Jahr- hundert Künstler gegeben, die den Hauptmeistern in der malerischen, effectvollen Darstellung des Auges nicht gefolgt sind. Diese Darstellung ergab sich aus der Bevorzugung des Marmors als Statucn- Materialea; wir bemerken aber selbst an den Figuren, die in Marmor nach ßronzeoriginalen jener Hauptmeister copiert sind, ein Züriicktreten jener speciell malerischen Züge. Nach Bronze wird denn auch unsere Statue und der Kreis von Figuren mit analogen Eigenschaften gearbeitet sein Unser Dionysos repräsentiert einen eigen- artigen Typus dieses Gottes, der uns sonst noch in zwei Fassungen erhalten ist , die stilistisch weiter entwickelt sind und ungefähr zur selben Zeit entstanden sein werden. Die eine ist in voll- ständiger Figur in Madrid erhalten (Hübner, Die ant. Bildw. in M , p 43, No. 18; Frieder -Wolters, Bausteine, No 1485; Furtwängler, Meistorw. p 571 ; Ktcin, Praxiteles p 407. Bruststück einer Replik im Braccio nuovo des Vatican, No 125, zur Büste j hergerichtet durch Aushöhlung des Kückens; die | darauf gesetzte Replik vom Kopf des Apoll von 1 Belv. ist modern; publ. Mus. Chiar. II, t. VI), die andere in dem schönen Bacchus Richelieu im Louvre (Salle des cariatidcs, No. 87; Fröhncr, Notice de la sc. ant , No 217; Replik des Torso mit Kopf iu der (»all. delle statue des Vatican, No. 258; Replik des Torso in der Gail, lapidnria des Vatican, No. 67'. Bei allen ist das Haupt- motiv der Stellung und Haltung gleich, aber unsere Statue steht noch am geradesten und festesten auf den Beinen; am weichsten ist der Bacchus Richelieu. Gleich ist auch bei allen dreien der Kopftypus, bei dem selbst das Arrangement der Haare mit Stirnbinde und Kranz überein- stimint, nur dass die Haare hinten bei dem B R in breiter, compacter Masse über den Rücken fallen, während sie an unserer Statue aufgebunden sind (e nächste Nummer); der Madrider Dionys«», von welchem Aufnahmen für die nächste Serie bereits vorliegen, stimmt in diesem D6tail mit dem B. R überein. Wir haben hier also einen festgeschlossenen Kreis typisch zusammengehöriger Figuren, von denen augenscheinlich die eine der andern als Vorbild gedient hat. All * gehören sie wohl noch dem 4. Jahrhundert an • Wie unsere Statue die älteste ist, so ist sie auch künstlerisch die zahmste und unbedeutendste Die vollkommenste IJfenng ist in dem B R. gefunden: ich wüsste keine antike Figur des Dionysos, in der das feurig schwärmerische Wesen «les Gottes, seine weiche und doch mächtige Erscheinung bedeutender zur Darstellung ge- kommen wäre. 1143. Kopf der Dionysosstatue No 1142, in Profil. Siehe die Ausführungen unter der vorigen Nummer. 1144. Statue der Aphrodite Anadyo- mcnc. M.-D. 765. Hoch 1,80 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Die Ergänzungen bei M.-D. richtig angegeben. Siche Stephani, Compte-rendu 1870/71, p. 79, No 4; liernoulli, Aphrodite, p. 286, No- 2. Die Figur repräsentiert einen Typus, der uns besonders häutig in kleinen Bronzen erhalten ist, von denen jetzt eine Reihe bei S Reinach, Repertoire de la statuaire, II 1, p. 341 ff. ge- sammelt ist (vgl. Stephani a. a. 0. p 81 ff. und Bcrnoulli a a. 0. p. 288 f.). An unserer Statue ist die Nässe an den auf dem Kopf und dem Rücken anliegenden Haaren deutlich zum Ausdruck gebracht. Bei M.-D. wird die über- mässige Schwere und Derbheit der Formen mit Recht hervorgehoben. Zum Teil fällt sie wohl dem Copiflten zur Last: zum Teil aber wird sic auch darin ihre Erklärung finden, dass das Origi- nal in Bronze gearbeitet war, wie mir aus dem Motive selbst, aus der verhältnismässigen Strenge der Gc8icbtäfonncn und aus der Thatsache her- vorzugehen scheint, dass das Motiv so häufig iu kleinen Bronzen wiederholt worden ist. Die Zeit dieses Originales wird durch den Vergleich mit der knidischen Aphrodite bestimmt, mit deren Körperbildung es die grösste Verwandtschaft hat Ausserdem w ird man geneigt sein, eine Abhängig- keit der Figur von dem Gemälde des Apelles an- zunehmen, das den gleichen Gegenstand in der Digitized by Google 42 Korn gleichen Form darstellte. Mit den attischen Werken des 4 Jahrhunderte hat der Kopf in «einen Formen allerdings keine Achnlichkeit. Iler Schädel ist oben in seiner Längsrichtung nicht gewölbt, sondern ganz gerade, und fällt nach hinten steil ab, ebenso wie der Schädel des Doryphoros. K» sei daher mit allem Vorbehalt an die ‘Agnodini xcdxfj des Sikyoniors Kleon im Ilcraton von Olympia erinnert (Paus. V, 17, 3); vgl. Furtwftngler, Meister*., p, 416. A pell es hatte sieh in Sikyon ausgebildet; vgl. Benndorf, Athen. Mitt 1876, p. 50 ff. NB. lieber die angebliche Keplik im Museo Torlonia (Mon.d. M. T. ripr in fotot T. XXVII, 107;, die Bcrnoulli a. a. 0. unter No 1 anführt, siehe Th Schreiber, Arcli. Zeitung 1879, p. 68, No. 105, der nur den Kopf für antik hält; mir fehlen Notizen darüber Die bei Bernoulli a. a. O. unter No. 3 verzeichnete Statue in Syrakus ist zu streichen; es ist die Figur, in der Hauser mit grosser Wahrscheinlichkeit die Kallipygos ver- mutet hat; siehe unsere No. 758. 1145. Männlicher Torso. M -D. 1030 Höhe des Antiken 1,14 m. Feinkörniger gelb- licher Marmor Die Ergänzung bei M -D. richtig j angegeben. Die runde, walzenförmige Bildung ! des Torso, die geringe Höhe der Brus: scheinen dem Original dieses Fragmentes seinen Platz in der Epoche des Lysipp anzuweisen. Dem aber scheint andererseits die reichliche Bildung des Schamhaares, das oben mit einem Halbkreis ab- schlieest, zu widersprechen. Ich kenne weder zu dieser Bildung des Scham haar ca eine Parallele, noch eine Replik des Torso 1146. Unterlebensgrosse Statue des Herakles M -D 109. Hoch 1,02m. Feinkörniger gelblicher Marmor Zu den bei M -D. genannten Ergänzungen sind noch einige Flicken im Fell zu notieren. Schlechte Arbeit. Da« Original ge- hörte der Schule de» Lysipp an. Die Rechte stützte jedenfalls die Keule auf. 1147. Statue ei ner Vestalin. Hoch 2,10 m. Marmor des Körpers gross körnig und gelblich. Der Kopf ist von anderem Marmor und nicht zuge- hörig; nähere Angaben über ihn unter der nächsten . Nummer. An dem Körper ergänzt: die ganze | Partie der Brust und der r Schulter, soweit sie von dem Tuch bedeckt sind, die obere Partie der I. Schulter und des Nackens, der r. Unterarm mit Hand und Flöte und einem Teil des Oberarms, 1. Hand mit Maske, Teile der Falten, die Vorder- teile beider Küsse, Basis. Das grosse Medaillon ist besonders gearbeitet uud angesetzt. Die Figur ist ohne Zweifel identisch mit der- jenigen, die nach verschiedenen Zeugnissen im Jahre 1591 in der Vigna de« Cardinal« Ce»i (nahe bei S. Maria maggiore) zusammen mit einer In- schrift gefunden wurde, die von der Errichtung einer Statue der Vestalin Uoelia Concordia meldet: Graevius, Thesaurus V, p 656 f aus Justi Lipsl de Vesta et vestalibus syntagma (mit Stich nach einer Zeichnung des Jo. Mennelarius); CIL VI 2145 u. S. 32408 (danach eine weitere Zeichnung im Ciacconius cod. Oliver f. 233 in Pesaro); Lan- ciani in den Notizie degli scavi 1883, p. 462, T XVIII 4, 5 und 7 (nach dem Stich bei Graevius); Jordan, der Tempel der Vesta und da« Hau« der Vestalinnen, p. 46, No 12, u. p. 55. Der Stich des Graevius giebt die Figur, wie sie im Palast des Cardinal« Federieus Cacsius stand, d. b. ohne Kopf, r. Unterarm und i I. Hand Die Uebereinstimmnng mit unserer Figur I ist so auffallend und erstreckt sieb bis in alle De- | tails, so dass ein Zweifel über die Identität nicht aufkomuicn kann Da sie in ihrer jetzigen Ergän- zung schon in dem UolonnaVhen Inventar von 1714 figuriert, muss sie vor dieser Zeit aus dein Besitze der Cesi in den der < olonua gelangt sein, und zwar musste ihre Bestimmung als Vestalin vergessen sein, als man sie durch die Attribut«* zu einer Muse machte. Während »ich die Statue auf diese Weise erhalten hat, scheint die Inschrift verloren zu sein Wenn die Figur in ihrem merkwürdigsten Teil, dem Halstuch und Medaillon, jetzt nicht mehr vollständig mit der Zeichnung übereinstiiiiint, so liegt das an ihrer Ergänzung. Da» Tuch breitet sich jetzt auch über den Teil aus, wo nach Mcr- melarius* Annahme eine auf dem Transport vom Fundort zum Ort der Aufstellung verloren ge- gangene Kette (monile . . . commtnutum) gewesen wäre, die da» Medaillon gehalten hätte Dass diese Annahme nicht richtig war, beweisen die erhal- tenen Reste des Tuche» auf der I. Schulter, die auch den Ergänzer zu weiterer Ausbreitung de» Tuches veranlasst haben, und der Vergleich mit anderen Monumenten, auf denen ähnliche Ketten fehlen (anders steht es mit dem Schmuck, den wir nach den vorhandenen Löchern an einer der Vesta- linnen aus dem Hause der Vestalinnen voraussetzen müssen: Jordan a. a. 0. T VIII 1 ; Lanciani a. a. O., p. 462, Anm 3). Der Teil de» Nackens, wo Mcrme- larius die vier vittae gezeichnet hat, ist jetzt er- gänzt; er, wie da» ursprünglich erhabene, jetzt auch ergänzte Stück des Tuche» auf der r. Schul er. muss vor oder bei dem Uebergang der Statue in deii Besitz der t'olonna zerstört worden sein. Den Digitized by Google Rom 43 Kami des Tuches im Kücken und auf der I. Schulter erkennt man auch jetzt noch deutlich. Das Me- daillon sitzt nicht mehr in derselben Art, wie cs die Zeichnungen angeben; cs ist nach der r. ISrust hin gedreht, so dass jetzt nicht mehr eine der rechteckigen Vertiefungen am höchsten sitzt, son- dern eine der runden. Diese rechteckigen, kreuz- förmig sich entsprechenden Vertiefungen sind in denZeichnungen dos Mermelarius etwas vergriiesert, so dass die Kreuzform stärker zur Geltung kommt, als es in Wirklichkeit geschieht. Ohue Zweifel aber ist das vorhandene Medaillon dasselbe, das Mermelarius gezeichnet hat. Es ist entweder bei jener Beschädigung der Statue, die wir annehmen müssen, ausgebrochen, oder es war auch ur- sprünglich besonders gearbeitet und aufgesetzt.*) Mit unserer Figur erweitert sich also die l.iste der erhaltenen Statuen von Vestalinnen.**) Das sul'fibulum war bei ihr auf die Schultern herab- gesunken und die vittae hatten sich im Nacken darüber gelegt. Einzig steht sie unter den Statuen nicht nur durch diese Eigenheit da, sondern auch durch die Grösse des Medaillons, das das suflfi- bulum zusammenhält. Zu ihm und zu der Lage des Tuches***) findet sich nun, was äusserst be- deutsam ist, die einzige deutliche Parallele auf der Darstellung einer .gottgeweihten Jungfrau“, der heiligen Agnes, auf einem tioldglase im christ- lichen Museum des Vatican (Wilpert, Die gott- geweihten Jungfrauen, p. 22, T. II, 8), das zudem ebenso wie unsere Statue aus dem 1 Jahrhundert n. Chr stammt. Durch diese schlagende Uebcrein- stinunung wird der enge Zusammenhang zwischen der Tracht der Nonnen und Vestalinnen aufs Neue bestätigt. Bei unserer Figur fehlt die (Jürtung, wie bei der schon oben erwähnten Statue aus dem Haus der Vestalinnen (Jordan a a. 0. T. VIII 1). Die Figur verdient zwar nicht das I,ob des Mermelarius (perfectissimi operis), ist aber noch •} Während des Druckes ist mir die Zeichnung in Pesaro mittels einer von Dr tirären gUtlgst besorgten Photographie bekannt geworden. Das Medaillon ist etwas abweichend gezeichnet: mit 15 statt 12 kleinen Vertiefungen und einer grossen rechteckigen im inneren Kreis. Mit letzterer soll einer der Edelsteine nugedeutet sein, deren einstiges Vorhandensein in den Vertiefungen nun annahm. In der lielschrin ist von der Kette nicht die Hede; des Medaillon selbst wird Monile gensnnt: ln pectore monile inest, nt videlur etc. **) Vgl sutetst Dragendorff itn Rhein. Museum, N P. M, p. 281 ff. ***} Diese allein auch auf dem Medaillon der Bellieia Modesta, Lanciani a. a. l>. T. Will 6 und Baumeister, Denkui, Abb. 2122. verhältnismässig gut gearbeitet. Sie schlicsst sieb in der Anlage der Gewandung in freier Weise an Typen des 4. Jahrhunderts v. Chr. an. NB. Ausser dieser Figur vermag ich noch eine sichere Statue einer Vestalin aozuflihren, die aus einem alten Funde stammt. Sic steht in den : Uftizien in Florenz am Ende des dritten Ganges an der Fensterwand lind ist bei Diitschke 1U, 219 richtig beschrieben (siehe dort unter No. 218 über ihre wahrscheinliche Herkunft aus Kom). Auch bei ihr ist das Motiv der Gewandung von Figuren des 4. Jahrhunderts übernommen Da ihre Arbeit sehr schlecht ist, habe ich sic in unseren Einzel- Aufnahmen nicht puldiclert. In Grösse, Marmor und Art der Arbeit stimmt die ebendort befindliche, von Dütschke unter No. 221 beschriebene Statue mit der eben be- sprochenen überein, mit der sie auch die Her- kunft gemeinsam hat Sie hat keine Anzeichen der Tracht der Vestalinnen, sondern ist eine Copio der grossen Herculanenscrin in Dresden (ihr jetziger Kopf ist ergänzt). Angesichts der genannten Bc- i rührnngspunktc mit der sicheren Vestalin ist zu bedenken, dass sich eine Keplik derselben Figur itn Haus der Vestalinneu gefunden hat (Jordan a. a. 0. T. VIII 4); deshalb ist es sehr wohl möglich, dass auch diese Figur ursprünglich den Kopf einer jener Dienerinnen der Vesta trug und mit der anderen Statue am nämlichen Ort ge- funden wurde. Endlich sei darauf hingewiesen, dass sich in derselben Sammlung noch eine Büste einer Vestalin aus hadrianischer Zeit befindet (Amelung, Führer , d. d. Ant. in Fl., No. 50) Auch habe ich in Villa Aibani einen lebensgrossen Kopf einer Vestalin notiert (einer fremden Büste aufgesetzt; Nase er- gänzt; Brauen und Augensterne angegeben; steht in dem dritten .Zimmer an der Halle“ und ist mit No. 160 bezeichnet) 1148. Kopf des Apollon, der Statue No. 1147 aufgesetzt. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase, r. Braue, Unterteil des Halses. Die Ränder der Ohren bestossen. Der Kopf stammt von einem Exemplar des .Apollon mit dem Wasservogel“; er stimmt auch in der Grösse mit der überwiegenden Mehrzaitl der übrigen, etwas itberlcbenBgrossen Repliken überein. Kr ist weder in dem Verzeichnis bei ; Overbeck, Kunstmythologic V, p 240, noch in dem von Klein, Praxiteles, p 122 erwähnt. Seine Arbeit ist flau und weichlich. Zu den in den betreffenden Verzeichnissen anfgczähltcn Repliken des Körpers kann ich einen Digitized by Google 44 Rom Torso de« Museo Uhiaromonti, No 590 (Mus Cbiir. III, t. XXIX), hinzufügen. 1149- Statue eines tanzenden Satyrs. M.-D. .441. Hoch: 1,43 m Feinkörniger, gelb- licher Marmor. Ergänzt: Nasenspitze, Kinn, Hals, r. Schulter mit anliegendem Stück des Mantels und ganzem Arm, 1 Arm, beide Reine von ober- halb der Kniee abwärts mit dem Stück des Mantels dahinter, Flisse und Plinthc Die Geschlechtsteile sind tortgeineisselt und statt ihrer ein Loch ge- bohrt, wohl zur Befestigung einer Ergänzung best i nimmt Die Zugehörigkeit des Kopfes ist möglich Die Figur ist sicher mit der von Winckel- mann, Mon ined , p 261 (Werke, Donaueschinger Ausgabe VIII, p 424) erwähnten identisch. Da» Original dieser leicht bewegten, elegant gebauten Gestalt mit ausgesprochenem <‘on trapost in der Bewegung kann nicht vor dem Ende des 4 Jahrhunderts entstanden »ein I ISO. Statue einer Muse. M -D 821. Hoch 1,53 in. Feinkörniger, gelblicher Marmor Ausser den bei M -D angegebenen Teilen noch ergänzt : der Rand de« Mantels unter der I. Brust um! fast die ganze Plinthc Gute Arbeit Die Figur gehört zu der Gruppe von Musen, die ich : Basis des Praxiteles aus Mantinea, p. 79 ff.) dem Philiskos von Rhodos zugeschrieben habe. 1151. Statuette der Artemis. M -D 686. Hoch 1,31 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor Die Ergänzungen bei M -D richtig angegeben, doch schien mir ausserdem auch das Vorderteil der Plinthc modern. Der Kopf des Hundes ist an- gesetzt. Die ganze Figur ist ii bersch iniert, so dass eine untrügliche Constaticrung der kleineren Er- gänzungen unmöglich ist Der Kopf ist ein schlechtes spätes römisches Porträt mit eingegrabenen Augensternen. Die Figur geht auf ein nicht sehr reizvolles Original wohl aus dem Anfang der hellenistischen Epoche zurück. 1152. Statuette eines Hirten M.-D. 1204. Hoch 1,23 in. Feinkörniger, gelblicher Marmor, j Ergänzt: Kopf und Hals, r Arm von der Mitte des Oberarmes an, Beine des Lamme», I Hand mit Teil des Unterarmes und fast dein ganzen Stab, untere Hälfte der Unterschenkel und des Stamme» Fiisse, Plinthc Der von Matz geäußerte Zweifel an der Echtheit ist unberechtigt. Späte Arbeit Vgl die ungleich bessere Statuette eines Hirten unter No. 1171. 1153. Weibliche Statue im Typus der „Elektra-. M -D. 720. Hoch 1,75 m. Gross- j körniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase, Hat» ! mit Kinnlade mul Unterlippe, Mant el bausch auf der r. Schulter, r Arm von der Mitte de» Ober- armes an mit Hand und Rolle, die an einer antiken Stütze auf der Hüfte befestigt ist, 1 Arm vom Ellenbogen an mit dem darüber fallenden Teil des Mantels, Hand und Flöte Der Kopf ist von demselben Marmor, wie die Statue, von gleicher Erhaltung und Arbeit lind gehört deshalb sicher zu der Figur. Ich kann drei Wiederholungen der Figur an- führen: die eine steht im Casino Borghese im Zimmer rechts vom Eingangssaal (No. LV1; Chirac 532, 1108);*) ihre Arbeit ist besser als die de« eolonnaseben Exemplare* Sie ist ergänzt als Muse der Astronomie; vielleicht mit Recht, denn von dem Attribut der R. ist der am Handgelenk und Unterarm anliegende Teil, ein schmaler Stab, er- halten; bei der Verlängerung diese« Stabes hätte es allerdings der Ergänzer lassen «ollen, denn den Zirkel finden wir sonst nirgends in der Hand einer Muse. Die zweite Wiederholung kenne ich nur ausClarac 594, 1449 B; Michaelis, Ancicnt marble«, p 503. No 6**), die dritte aus S Ueitinch, Reper- toire de la «tatnairc II 332, 9, wo sie aus Mus. Naniauo 181 wiederholt ist; sie befindet sich jetzt in der Ermitage No. 160 (Ouedeonow, Ermi- tage, p 42.)M*) Ich habe die Figur als im Typus der „Elektra“ bezeichnet In der That stimmt sie mit der „Elektra“ der bekannten Grupp * in Neapel Zug für Zug überein, bis auf den absolut ver- schieden gebildeten Oberkörper Ist dieser bei unserer Statue ganz ül>ennä»sig schmal, so Ist er bei der Elektra ganz unorganisch breit, so dass da» Schulterstück fast den Eindruck macht, als sei cs von einer anderen Figur genommen worden. •) Grösse, wie bei dem co Ion naschen Exemplar. Fein- körniger, welsser Marmor. Der »ehr xer*turte und geflickt» I Kopf nicht zugehörig Krgftnxt : llals, Teil der 1. Schulter | und des I Armes, 1. Hand mit Kugel, (Jewand, das vom 1. ruterann vorn und hinten herabhiingt, Flicken lin r. Ellenbogen, r. Zeigefinger und Scharnier nnd vorderer Schenkel des Zirkels, viele Klicken im (Jewand r. und 1 vom I. Bein nnd im I. Schienbein, Vorderteil dea 1. Kusse» mit (}«.- wand, lu moderne Ea»i» eingelassen Vielfach ge brochcn und an den Brüchen geflickt Da« Gürtelhand ist eine geflochtene Schnur. **} I>ie*e beiden Exemplare und da« von uns publlclerte «Iml augenscheinlich identisch mit den bei Klein, Praxiteles, p. 59, Anra. mit No. 4, 37, 11 und dem *u*ammenfas*en- den Namen „Elektiatypus* bczeichneten Statuen, trotxdem die dort gegebenen Citate fast durchweg mit den unseren nicht iibereinstimmen ••♦) Eine vierte, «ehr schlechte Wiederholung in einer Villa Cafaggiolo ltn Florentl Machen (Itealts der Familie Borghese) ist mir nur aus Photographie bekannt. Digitized by Google Rom. 45 In der Gestalt der Elektra herrscht eiue unge- löste Dissonanz durch den Gegensatz zwischen dein nach archaischer Weise unentwickelten Kopf und breiten Schulterstück einerseits, und dem leb- haft bewegten Unterkörper mit weit ausgebogener Hüfte, weit zurUckgesetztem Spielbein, tiefer Giir tung und dem ganz frei behandelten Gewände andrerseits. Dagegen ist an unserer Figur Alles aus einem Guss; Alles ist hellenistisch in seiner weitesten Ausbildung, und hellenistisch ist auch der Kopf mit seinen Stirnlocken, den nach perga- menischer Weise tief gesonderten Haarsträhnen an den Schläfen und dem sentimentalen Blick, dessen Ausdruck bei der schlechten Arbeit der Replik allerdings fast ganz verloren gegangen ist. Mir scheint es nach diesen Indicien zweifellos, dass uns in dieser Figur und ihren Wiederholungen diejenige hellenistische Statue nachgebildet er- halten ist, die dem Verfertiger jener Gruppe als Vorbild fib seine Elektra diente. Hellenistisch war dieses Vorbild, und nicht, wie hie und da ange- nommen wurde archaisch. Fiir die Arbeitsweise jener Leute, die diese und die verwan '.ten Gruppen hergestelli haben, ist dies äusserst charakteristisch. 1154 Kopf der Statue Nr 1153. Siehe dir Ausführungen zur vorigen Nummer Keine dei anderen Repliken hat den zugehörigen Kopf. 1155. Stat ue einer Pro vinz (?) M -D 945 Hoch 1,80 m. Marmor des Kopffragmentes gross- körnig und gelblich, der des Torso feinkörnig und weiss. Ergänzt: Helm, Nase, Mund, Kinn, Hals, r Arm fast ganz, 1. Unterarm mit Teil des Mantels und Schild, beide Unterschenkel, grösster Teil des Stammes, Fiisse und Plinthe. Das Kopf- fragment gehört nicht zu dem Torso, an dessen Echtheit Matz, wie es mir scheint, mit Unrecht zweifelt Die Breite des Oberkörpers erinnert an Werke des 5. Jahrhunderts; dieser Zeit widerspricht aber die tiefe Giirtung Die Arbeit des Gewandes ist zu charakterlos, um bestimmte Schlüsse zu ge- statten Die Bezeichnung der Statue als Provinz scheint mir die meiste Wahrscheinlichkeit für sich zu haben Vgl. No. 771. 1156/57. Kopf desZeus M.-D. 25. Höhe des Kopfes 0,34 in. Feinkörniger, gelblicher Mar- mor. Ergänzt: Nasenspitze, llals mit Nacken- haaren und dem untersten Teil des Bandes, Büste. An dem Band in den Haaren auf jeder Seite ein tiefes Loch, dessen Bestimmung nicht klar ist (zur Befestigung eines Kranzes?). An den Haaren und im Bart hat der Bohrer stark lind ziemlich roll geholfen Sonst ist die Arbeit nicht schlecht Sie giebt ein schönes Original des 4. Jahrhunderts aus der zweiten attischen Schule wieder, das den König der Götter jünger und einfacher darstellt, als die berühmte Maske von Otricoll Bei Over- beck, Zeus, p. 87, No. 18 erwähnt Von Furt- wänglcr, Meisterw., p. 369, Anm. 2, fälschlich als freiere Wiederholung des Petersburger Asklepios (nach F. Zeus) verzeichnet. 1158 - 1 1 60. Weiblicher Idealkopf M.-D. 916 (Attis). Hoch: 0,51 m Grobkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: unterer Teil des Halses und der Nase. Das eigenartige, schöne Gesicht wendet sich nach der r. Schulter; der* Blick, bezeichnet durch leichte Abflachungen des Augapfels, folgt dieser Wendung Die ganze Fülle wirr durcheinander geworfener Haare ergoss sieb über Nacken und Schultern; eine Partie bildet oben eine merkwürdige, vorn bestossene Erhöhung, an der weder Zweck noch Richtung klar ist. Die Haare sind an der r. Kopfseite weniger aus- gearbeitet, als an der I; der Kopf wendete also dem Beschauer seine I. Seite zu. Er gehörte sicher zu einer Statue Seine Arbeit ist sehr gut, und es scheint mir nichts der Annahme zu wider- j sprechen, dass er ein griechisches Original sei. Die eben beschriebene Andeutung des Blickes ist speciell giiechisch. Die Bedeutung des Kopfes ist mir rätselhaft; auch Uber seine Entstehungs- zeit wüsste ich nur zu sagen, dass sie in der hellenistischen Epoche, d h. in einem der letzten drei vorchristlichen Jahrhunderte, zu suchen ist. Währeud die Behandlung der Haare an die barocke Art gemahnt, wie wir sie an den Sculpturen der zweiten pergamenischen Schule finden, sind die Formen des Gesic htes und speciell des Auges so einfach, wie wir sie sonst nur an älteren Werken kennen. 1161 Relieffigur eines sterbenden Niohiden. Hoch: 0,47 m. Feinkörniger, gelb- licher Marmor. Ergänzt: das r Bein. Die Naseu- spitze war einst ergänzt. Die Figur gehört zu jeuer Niobiden-Darstellung, die am besten durch das bekannte Petersburger Relief vertreten ist und auf ein Original aus dem Kreise des Phidias zuriiekgebt (Furtwängler, Meisterwerke, p. 68 ff. Aiuelung, Führer d. d. Antiken in Florenz, p. H6). Unsere Figur ist bei Stark, Niobe, p. 175 und bei Heydemann, unedierte Niobidenreliefs, säebs. Ber. 1877, p. 73, Anm. 11, und p. 93 erwähnt; sie hat augenscheinlich zu einer Darstellung von derselben Art gehört, wie die, von der uns ein Rest in dem Niobiden von Catania erhalten ist: siehe No. 762. Digitized by Google 46 Rom. 1162, Relief: Heimbringung der Leiche I eines jugendlichen Kriegers. M.-I). 3728. Hoch: 0,"7 in Breite: 1,02 in Feinkörniger, gelblicher Marmor Über die Zusammenfligung dieses Frag- mentes mit einem anderen in Grottaferrata*), da» die Darstellung links ahschliesst, siche Braun im Bull. d. J. 1838, p. 22 fl. und Antike Marmor- werke, I. Dekade, T. IX a und 1». Der Leichnam hat einen kurzen Vollbart. Das dreieckige unverständliche Zeichen links neben dem Stab des Alten auf Braun's Zeichnung scheint mir von Falten herzustaimuen; doch ist mir nicht klar, wozu sie gehören: auch von der Bewegung, die der I. Anu des Alten machte, vermag ich . mir kein klares Bild zu machen. Der Stab ist oben durch eine Ausladung abgeschlossen. Von den Umrissen des Baites und Mundes des Alten ist Nichts mehr vorhanden. Die Alte kann nicht, wie Braun annimmt, die Rechte des Toten gehalten haben; der Ansatz jener Hand ist auf der Hüfte des Alten deutlich erhalten: auch die Arme der Alten hätten hier ihre .Spuren hinter- lassen müssen Der vorspringende Rand unten | ist rechts beschädigt; doch ist es ohne Weitere« sicher, dass die Darstellung hier abgeschlossen ist. Die »Spuren starker Verklammerung bezeugen, dass das Relief an einer Wand befestigt war Doch kann cs, was Braun als möglich liinstellt, weder eine Metope gewesen sein — dazu ist es zu laug — noch zu einem Fries gehört haben, da die Darstellung in sieb abgeschlossen ist; man müsste denn einen Fries amiebuien, der durch Pilaster in mehrere Scenen geteilt war. Die Arbeit ist sehr gut und leltendig. Beim Haar dos Toten ist der Bohrer zu Hilfe genommen. Wenn das Relief wob) auch erst in römischer Zeit ausgeflilirt ist, so gehört es doch zu den best- gearbeiteten antiken Reliefs überhaupt. Braun giebt, Wiuckelmann folgend, die Deu- tung auf die Scene, in der der Leichnam Rektors j nach Troja geschafft wird, oder auf die, in der er zum Scheiterhaufen getragen wird. Als Stütze I dient ihm die In der Gruppierung allerdings ver- | wandte Darstellung auf der ilisclien Tafel, auf 1 der der Leichnam Rektors voll drei Jünglingen aufgehoben wird, während daneben Priamos noch im Zelt des Achilleus weilt. Mir scheint die Deutung nicht über jeden Zweifel erhaben. Braun selbst giebt zu, dass das Schwert des Toten der Darstellung des Homer widerspreche, denn Achill habe seinen Gegner aller Waffen beraubt; aber •) Jetzt von Ifoacioni (Kutn, VI* Comlotli) pholo irraphkrt . No. «122. die antiken Bildner hätten nicht pedantisch Wort für Wort ans den poetischen Schilderungen in ihre Kunst übertragen. Nun scheint es mir aber, dass es sich hierbei nicht um etwas Nebensächliches, sondern um einen der tiefsten Züge der homerischen Dichtung handelt Der furchtbare Rachedurst des Achill verlangt die tiefste Demütigung des Feindes, und wenn der Held dem Flehen des Priamos nachgiebt, so liefert er eben doch nur dem Vater den Leib des Sohnes aus, aber er er- spart ihm nicht die bittere Erniedrigung, ihn seiner Waffen cntblösst heimtragen zu müssen. Zu- dem scheint es mir vollständig sicher, dass der linke von den beiden auf dem andern Fragment dargestellten Knappen Helm und Schild de« Toten trägt. Aber in der Darstellung liegen noch mehr Widersprüche gegen die beiden versuchten Deu- tungen Nehmen wir die erete an — Heimbrin- gung der Leiche — , so müsste der Moment ge- meint sein, in dem der Zug mit dem Leichnam am Palast de» Priamos aulangt. Wäre dann die äusser- lich wie innerlich nebensächliche Stellung der llekabe verständlich, der Mutter, die jetzt erst des Sohnes ansichtig wird? Ihr müsste, wenn nicht der bedeutendste, so doch ein weit bedeutenderer Platz in der Composition gebühren. Es ist charak- teristisch, dass sie auf der von Braun abgebildeten Gemme (darnach auch Overbeck, Gal her. Bildw., T. XX, 10, p. 486 f.) und auf einem in Neapel befindlichen Relief aus Knochen (Giornale degli scavi di Pompei N. S. 111, T. I, 2d, p. 15 f.), für deren Darstellungen unser Relief beuiltzt ist, ein- fach als überflüssig für das Verständnis ausge- lassen ist. Der Moment des Transportes zumScbeiter- häufen scheint mir wieder ganz ausgeschlossen, da der Künstler viel mehr Apparat hätte dar- stellen müssen und darge^ellt hätte, um uns deut- lich zu sagen, dass es sieh um eine derartige Action handle. Der unbefangene Beschauer wird in dieser Scene immer den Moment sehen, in dem ein Krieger, der in der Schlacht gefallen ist, von seinen Waffen- gefährten den trauernden Eltern ins Haus ge- bracht wird. Endiich würde sich der Künstler kaum ein Mittel haben entgehen lassen, seine Absicht zu ver- deutlichen Er würde dem Priamos Abzeichen asiatischer Kleidung gegeben haben. I )hne Zweifel lebte ja doch der Künstler dieser Composition in einer Zeit, in der man die asiatische Tracht kannte und gern auf Bildwerken verwendete Dieser Alte trägt weder Hosen noch Ärmel, und, dass sein Kopf unbedeckt war, bezeugen uns die Gemme Digitized by Google Hora. 47 und da» Knochenrelief. Au» all' diesen Gründer halte ich die Deutung Brauns für äusserst zweifel- haft Wer dennoch, gestützt auf die äussere Ähn- lichkeit mit der Gruppe der ilischen Tafel, daran fest halten will, muss annolnnen, das - der Künstler die Charakterisierung der spcciellen Situation ganz ausser Acht gelassen habe. Eine mythische Scene muss ja dargestellt sein; man könnte sonst nur au ein ganz eigenartiges Grabmonuraent denken, wofür uns jede Analogie fehlt. Für die mythische Bedeutung sprechen auch die verkleinerten und abgekürzten Nachbildungen. Man möchte am ehesten an die Heimbringung des todten Meleager denken, wobei allerdings die Hurtigkeit des Helden und das hohe Alter der Eltern Bedenken erregen. Für die künstlerische Würdigung des Reliefs ist die speciclle Deutung im Grunde gleichgiltig. Der oben angegebene menschliche Inhalt ist ausser- ordentlich klar und schön zum Ausdruck gebracht. Da» Rührende des letzten Dienstes hilfreicher Freundschaft, das Ergreifende des trostlosen Eltern- schmerzes und das Jammervolle im Anblick des unbeweglichen schweren Leichnams eines Mannes in »einer schönsten Blüte — Alles kommt kräftig und natürlich zur Wirkung. Es giebt kein Werk des Altertums, au das unser Relief durch eben diesen Gehalt und die Art seiner Darstellung so stark erinnert, wie au die Gruppe de« Pasqnino. Ich glaube, dass damit zugleich die Richtung für die Zeit und den Kreis gegeben ist, in denen wir den Künstler des Originals zu suchen haben. In die gleiche Zeit weist uns eine, zunächst schein- bar rein äusscrliche Beobachtung. ln merk- würdig genauer l’cbcrcinstiimming finden sieh die Motive der beiden tragenden Jünglinge bei zwei Figuren einer athenischen Basis w ieder, auf der I sechs Athleten in der Beschäftigung des A*o- I Sm.oUcn oder ruhig stehend dargestellt sind (Ann. d. I. 1862, p. 208 ft'., tav. M). Vergleichen wir eingehender, so bemerken wir, dass auch die körperliche Bildung der Figuren und die Art des Reliefs bei beiden Werken sehr verwandt ist, mir das« sich au der Basis die Figuren nicht über- schneiden. Letztere wird von Michaelis mit vollem Recht in nahe Beziehung zu den Reliefs des , Ly«ik rate»- Moli um ent« gesetzt (also 335 v. Chr.) •) •J Die um meisten rechts befindliche Figur der Basis erinnert merkwürdig lebhaft au den Hermes des bekannten SÜulenrellef« von Kphesut Eine nähere Vergleichung Über- zeugt uns aber, dm» der Künstler der Baal« in der Relief bi blutig weiter vorgeschritten war. al»der des KÜuletireUef». auf dem die Figur noch viel llkehcnhafiur auf dem Unitide auagebreltet ist, wahrend sie dort »ebon rund au» ihm hervoitritt. j Unser Relief wird wegen der Anordnung der Fi- s guren hintereinander und wegen der weiteren Aus- bildung des umgebenden Detail« eher noch etwa» jünger sein, d h. am Ende des 4. Jahrhundert» entstanden sein, in derselben Zeit, in der man jetzt auch die Schöpfung der l’astpiino-Gruppe anniiumt. Es scheint mir nicht bedeutungslos, dass wir hier, am Beginn der hellenistischen Periode, ein Relief finden, da« in seinem heroischen Inhalt, in der Vertiefung des Reliefs durch gegenseitiges Uebersch neiden der Figuren und in der andeuten- den Darstellung der architektonischen und vege- tativen Umgebung einen ersten Ansatz zu dem enthält, was wir in reichster Ausbildung an dem pergameniseben Telephon- Friese finden. Die Art wiederum, wie die Architektur und die Bäuinc dargestellt sind, setzt die Anfänge, w'ie wir Bie auf attischen Votivreliefs und an den schon genannten Lysikrates- Denkmal finden, unmittelbar fort (siehe Rüiu. Mitt. 1894, p. 6f> ff.). Hier scheint mir eine continnierliche Entwicklung zu Tage zu treten. Auf allen Gliedern dieser Reihe — und dadurch unterscheiden sie sich von den eigentlichen Relief- bildern — bleibt der menschliche Vorgang die Hauptsache, und die Umgebung bildet nur Deco- ration; auf den Reliefbildern wird die Umgebung ebenbürtig mit dem menschlichen Vorgang be- handelt; dieser ist nur eine» der Elemente der Kom- position neben Gebäude und Vegetation. Diese letztere Ausbildung des Reliefs dürfen wir mit Recht alexandriniseh nennen; die andere Art ist die folge- richtige Weiterbildung de» attischen heroischen Reliefs, wie es sich in reichster Blüte am Mausso- leum findet. Ob diese Weiterbildung sich in Athen (»der in Klcinasien oder in beiden parallel ent- wickelt hat, lässt sich heute nicht feststellen. Ungefähr der gleichen Zeit und Richtung müssen die Originale der Reliefs angehören, die zu- letzt Bienkowski in den Jahresheften des öslerr. Archäol. Institutes I p. 17 flf., T II, behandelt hat. 1163. Relief: Selene zu Wagen. M.-D. 3 7. ‘18. Sehr zierliche Arbeit. Das Gewand ist missverstanden : unter der Gü. tung ist eine Längs- tronnung des Gewandes angegeben, wie sie bei dem ionischen Chiton, den die Göttin trägt, nie- mals vorkam Auf dem Original wird sie den Peplos über dem Chiton getragen haben, uud ! vielleicht machte der Bildhauer unseres Reliefs »ein Versehen mittelst der Farbe bei der Bemalung wieder gut 1164 and 1165. Zw* ei Reliefs: Wind- götter M.-L> 8662. Siehe Matz in der Arch Ztg. 1880, p. 18 ff , T. 4. Digitized by Google 1166. Relief: Eros und Anteros M.-D. 3586. Furtwängler in Roschers mythol Lexikon s. v. Eros, Sp 1368 unten. Das Relief ist in einer engen Nische unter einem Fenster eingemauert, weshalb die Photographie so matt ausgefallen ist. Man vgl. die Zeichnung bei Braun, Ant Bildw., II. Dekade, T. Va. Villa Martinen. Die beiden Aufnahmen sind von Professor P. von Bienkowski hergestellt. 1 167. Statue des Poseidon (?) mit Kopf des Herakles. M.-D. 100. Hoch 1,93 m. Gross- krystallinischer weisser Marmor. Seit M.-D. die Statue beschrieben haben, ist der ergänzte 1. Arm mit Löwenfell und Keule abgenoinmen und durch einen andern ohne Fell ersetzt worden. Ausserdem ergänzt: Nase. Hals, r. Arm, Oberteil des Stammes, I. Unterschenkel und die Basis, in die die Statue eingelassen ist. Es fehlen: Teil der Nase, Ober- lippe, 1. Hand, Glied, Stück des r. Oberschenkels hinten. Verschiedene, zum Teil verschmierte Brüche. Der Kopf ist von dem gleichen Marmor wie die Statue, kann aber nicht ursprünglich zu ihr gehörnt. Kr stellt den Herakles mit Pappclk ranz in dem auf Skopas zurückgeführten Typus dar, während der Körper in seinem Schema am meisten an den Omphalos-Apollon erinnert, wenn er auch lebhafter als dieser modelliert ist. Das vom Co- pisten beigefügte Meerungeheuer l>ezeugt, dass eine Meergottheit dargestellt war. Für Poseidon ist der Körper allerdings sehr jugendlich. Die Arbeit ist gering. 1168. Statue eines Satyrs. M.-D. 417. Hoch 1,97 id. Feinkörniger gelblicher Marmor. Die Ergänzungen bei M.-D richtig angegeben; aber modern auch die Basis, in die die Figur eingelassen ist Die von Clarac als ergänzt an- geführte r. grosse Zehe fehlt jetzt. Mit dein Pimtcllo „auf dem r. Teil der Brust“ hat Matz wohl den gemeint, der auf der Höhe der I. Schulter sichtbar ist und dazu bestimmt war, «las stab- artige Attribut derL zu unterstützen. Ein anderer Puntello ist auf der Photographie nicht sichtbar Die Statue ist jetzt ganz mit Epheu überwachsen und eiue genauere Untersuchung dadurch unmög- lich geworden. Die Zweifel an der Echtheit sind unbegründet Duhn macht mit Recht die Bemer- kung, die Statue reproditeiere den sogen. Dory- phorostypus. In der That ist sie aus diesem nur durch Zufügung des Fells entstanden. Sie ent- spricht in diesem Zustand einem verbreiteten Dio- nysostypus, dessen berühmtester Vertreter der Dionysos aus der Villa des Hadrian im Thermcn- I Museum ist (vgl. Milani, Mon. dei Lincei 1896, p. 77 ff. und Amelung, Führer durch die Antiken in Florenz, No 1). Trotzdem, und trotzdem das Satyrschwänzchen fehlt, hat unsere Figur augen- scheinlich einen Satyr darstellen sollen, wie sich aus der am Stamm hängenden Syrinx und dem Schultern des Attributes ergiebt: so trägt der Satyr sein Pedum, aber nicht der Gott den Thyrsos. Man kann zweifeln, ob diese Variierung des Dory- phuros noch zu Lebzeiten des Polyklet vorge- f nommen worden ist, oder erst in römischer Zeit. Da die Figur im Typus mit dem Dionysos des Thcrmcu-Musciiiiis Ubereinstimmt und durch- aus polykletiscli ist, so ist ein Vergleich mit eben dieser Statue, in der man ja auch polyklctischen Stil vermutete, äusserst lehrreich Man wird sich gerade dadurch des grossen Abstandes bewusst, der jenen Dionysos von dem Kreis wirklich poly- kletischer Gestalten trennt. J Palazzo Lazzcroni, Via de’ Lucchesi No. 26. Bei M.-D. ist dieser Palast nach dem Strassen- natnen aufgeführt: T« pographisches Register, p 341, r. u.; doch sind nur drei Sciilpturen als dort befindlich beschrieben. No. 1220 (Toga- statue 1 ist eine ganz elende Wiederholung der kleinen lierculanenserin, neben deren 1. Bein von moderner Hand aus den Falten des Chiton ein Scriniinu ausgearbeitet ist, und der man einen schlechten antiken Kahlkopf im Typus der sogen. Scipioköpfe aufgesetzt hat. No. 1429 ist eiue schlechte römische Grabstatue im Typus der Pudi- citia. Beide stehen wie unsere No. 1169 und 1173 in der Einfahrt. Der .Sarkophag M.-D. No. 2592 steht in dem Hof links von der Einfahrt und dient als Bnmncntrog In dem hinteren Hof steht unsere No. 1170. Die ebendort stellende Replik der kleinen Herculanenserin ist modern. Hier befindet »ich auch die neueste Erwerbung des Barone Lazze- roui, ein sehr gut gearbeiteter, aber leider »ehr zerstörter Sarkophag mit der Darstellung des Mythos von Eudymion und Selene. Es ist der- selbe Sarkophag, der bei M -D. 2726 beschrieben und bei Robert, Antike Sarkophagrel. 111, p 76, No 60, als verschollen verzeichnet ist Er war | zunächst aus Vicolo della Fontana secca 16 in einen kleinen Hof de» benachbarten Palazzo Sacri- j pante gelangt, von dort in diesem Jahr in den j Palazzo Lazzcroni, wo ihm sein Aufstellungsort | noch nicht eudglltig angewiesen ist. Der Hypnos hat 1 in der That grosse Schult ei Hügel. An der r I Schmalseite ist eiu sitzender Greif in Flachrelief, Digitized by Google Rom. an der 1. nichts dargestellt. Die Composition stimmt mit keiner der sonstigen im Sarkophag-Cor- plus abgebildeten genau überein. Im Treppenbaus ist ausser unseren No. 1171 u. 1172 ein Sarkophag mit bakchischen Darstellungen hervorzuheben (nach der inschritt für Maconiana Sevetina, Tochter des M. Semproniu» Proculus Faustinianus und der Praecilia Severina 0. F. bestimmt; Photographie bei Professor Robert). Sonst sind in den Höfen, in der Einfahrt und dem Treppenhaus noch allerlei, meist fragmentierte, unbedeutende antike Sculp- turen verstreut. 1169. Statue der bekleideten Aphro- dite. Höhe des Ganzen 2,26 m. Höhe de» An- tiken 1,60 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt : Kopf, Hat», Brust, beide Arme, Flicken in der Gewandung, ein grosses Stück des Maireis hinter und neben dein 1 Bein, beide l'Usse, soweit sie aus dem Gewände vortreten, Plinthe. Der von dem I. Oberarm vorn herabliängende Zipfel des Hitnation ist znm grössten Teil antik, aber kaum zugehörig, da er von sehr viel schlechterer Arbeit Ist, als das Uebrigc. Die Figur ist die weitaus beste Wiederholung der Aphrodite-Gestalt, die Furtwängler in den Meisterwerken, p. 654 f., besprochen und für ein Werk des Agorakritos erklärt hat. Bisher waren von ihr nur zwei Repliken bekannt (Valentini und Odesc&lcht; siehe Furt w Angler a. a O., Anm. 1); das Fragment einer vierten, von miissiger Arbeit,— , teilweise erhaltener Unterkörper - steht im Giar- dino pubblico von Frascati. Jedenfalls stammt das Original von einem Künstler aus dem Schülerkreis des Phidias. Alle ! seine einzelnen Motive finden ihre Analogien an Werken jener Periode. Auf die Parthenon-Sculp- turen, die Hera von Ephesoi, die Hera Barbe- rini und ein Fragment von der Nemesis-Basis des Agorakritos hat Furtwängler a. a. 0. hingewiesen. Wegen der Lage des Himatiou im Allgemeinen und des eigenartigen Motives des auf dem I. Ober- schenkel unter den horizontal verlaufenden Falt u herabfallenden, in der Mitte durch eine senkrechte Falte geteilten Bausches vergleiche man eine Figur vom Friese des Erechthcion (Schöne, Griech. Rel., T. I— IV, 1; Brunn-Bruckmann, Dcnkm., T. 33 r). Die kleinen, kraus gebildeten Bausche, die an der r. Hüfte über den horizontalen Falten sichtbar werden, finden »ich ebenso an einer gewissen Reihe von Grabreliefs, deren Köpfe sich ebenso, wie der Kopf der im Palazzo Valentini befindlichen Replik, durch weiche Fülle, pastose Behandlung der Fleisch- partien und zarte Ausführung der vollen, in hohen 49 Wellen arrangierten Haare auszeichnen (Conze, Griech. Grabrel., T. 39, 40, 86, 115 und besonders 22*2). Richtig ist auch, dass die colossale Athena- Statue des Capitol in die gleiche Gruppe gehört, da ihr Kopf stilistisch mit den genannten verwandt ist (Furtwängler, Meist er w, p 119, Anm. 4; derselbe, Masterpieces, Fig. 37); dagegen scheint er mir mit dem der Aphrodite nicht genau genug übereinzustim- men, um die Rückführung auf den gleichen Meister zu rechtfertigen*). Mit der Basis der Nemesis ver- bindet die Athena andererseits eine sehr merk- würdige Kigeuheit Die ganze Gewandung der Athena ist ruhig, nur am I. Unterschenkel sind die Falten wie von einem Btarken Winde zurück- gewellt Die gleiche Erscheinung findet sich au einer Figur der Basis, an der von Pallat Nemesis genannten Gestalt (siche Jalirb. d I. 1894, p. 9), an der ilie Falten des Mantels allein bewegt sind, während die ganze übrige Figur ruhig gehalten ist. Eben diese Eigenheit findet sich an einer Apollonstatue des Conservatoren- Palastes (Bullet- tino comiinalc 1887, T. XX), dem älteren Vorbild der sogen harberinisclien Muse, deren Epoche von Flasch im Text zu unseren No. 836/37 richtig be- stimmt ist Sie gehört nicht mehr in den engeren Kreis diese.’ Figuren Aus diesem ist auch die Demeter in der Rotunde des Vatican (Furtwängler a a. 0. Anm. 2) auszuscheiden; ihr Kopf hat keinerlei Verwandtschaft mit denen der anderen Figureu und stimmt in der That nicht mit dem Fragment vom Kopf der Nemesis von Rhamnus überein Das» Agorakritos im Mittelpunkt de» oben ge- schilderten Kreise» stand, ist möglich, doch können wir es meiner Meinung nach nicht beweisen. Die bei Furtwängler a a. 0. Fig 126 ab- gebildete Terracotte aus Myrina stimmt in der Haltung und im Wurf des Mantels zu genau mit unserer Statue überein, als dass man an einem engeren Zusammenhang zweifeln könnte 1170. Weibliche Gewandstatue. Hoch 1,80 in. Grosskörniger gelblicher Marmor. Nase fehlt. Der Gegenstand in der Linken ist wohl ein Rüchschen für Weihrauch. Roh ausgcfülirte Replik einer iu Florenz be- findlichen Figur: Amelung, Führer durch die Antiken in Florenz, No. 1 12. Nach der Frisur des •) Zu dieser Gruppe gehören ferner die von Arndt unter No. ttO — A3 publlcierlon, in Athen befindlichen Köpfe, dann der Kopf, der dein Apollon Kitbnrödos der Gail. d. Statur (llelbig, Führer*, No. 1V3) aufgesetzt ist und ein Kopf des capilol isehen Museums fNuova desrriiione, p 338, No. 6;. 4 Digitized by Google Koin 50 Kopfe» und der Andeutung der Augensterne ist dies Exemplar in der zweiten Hälfte de# 2. Jahr- hunderts n. Chr. entstanden 1 171. Statuette eines Hirten. Hoch 1,30m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt : Kopf, Hals mit Teil des Bandes auf der Brust, Köpfe beider Tiere, r. Vorder- und I. Hinterbein des von der Rechten gehaltenen, beide Beine des Hirten sanitnt Stamm und Plinthe. Bruch im r. Oberarm und Ellenbogen, auch sonst kleinere Brüche. An dem Gewand neben den Fingern der r Hand Spuren roter Farbe. Ein alter Hirt, bekleidet mit der Exouiis, trägt zwei Zicklein; das grössere hält er mit der ge- senkten Rechten; das kleinere trägt er in einer Felltasche an seiner 1. Seite; die Hand, die die Tasche umfasst, hält das l’edutn, dessen Enden abgebrochen sind. Die Arbeit ist derb, aber lebendig. Das Alter ist sehr naturalistisch wiedergegeben. Eine Wieder- holung befindet sich in St. Petersburg in der Er- mitage: Clarac 742, 175*3; Gu&Monow, Kim., p. 41 Ko. 158; nach der Beschreibung in dem Katalog, trüge der Hirt in seiner Tasche hier zwei Hähne Fragmente einer weiteren genauen Wiederholung habe ich im Garten des Magazziuo archeologico liegen sehen. 1172. Büste des Helios Hoch 0,64 m Grob- körniger gelblicher Marmor. Der Fuas der Büste ist bis auf das obere Profil abgebrochen; ebenso die Schnauzen und Vorderbeine der vier kleinen Pferde bis auf die Ansätze der Hufe. In der Sen- kung für den den Hinterkopf umschlicssenden Reif sieben grosse, mit Metall gefüllte Löcher- sieben kleinere davor in den lacken. Die mit der Chlamys bedeckte Büste ruht auf vier kleinen, nach vorn sprengenden Pferden, in deren Mitte oben die DeiehHel eines Wagens sicht- bar wird. Die Büste stellt Helios dar; das Vier- gespann sind die Pferde seines Wagens, die hier in höchst naiver Weise in verkleinertem Maa#ti tiner Exemplar summarischer, aber auch weicher Dagegen ist der von Le Bas, Voyage architi- logi<|iie T. 143, 3 pnblicierte Kopf au» Smyrna nicht, wie Klein, Praxiteles p 367, Anm., angiebt, eine Keplik-, die Frisur stimmt nicht überein und der Kopf ist nach der anderen Schulter geneigt. Schneider meint am Schluss »einer Aus- führungen, es werde sich schwerlich entscheiden lassen,' ob das Original von Praxiteles oder von einem unmittelbaren Nachfolger geschaffen wor- den sei. Meiner Meinung nach lässt sich wenigstens sicher aussprechen, dass Praxiteles der Urheber nicht gewesen sein kann, denn die Züge der beiden Wiederholungen des Kopfes — man be- achte besonders die Augen — haben nicht das Geringste mit sicher praxitelischen Werken gemein 1200. Statuette einer Paniskin. Hoch 0,97 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, r. Ann von der Mitte des Ober- arms abwärts, I. Handgelenk, I. Zeigefinger, Künder des Fells, r. Bein, I. Unterschenkel, Stamm und Plinthe. In dem Fell ein kleines Panskind — Die Statuetto ist erwähnt bei Wicscler, Weibl. Satyrn und Pane in der Knust der Griechen und Körner (.Göttinger Gelehrte Nadir 18!*0) p, 391 nach A. Hirt, Bilderbuch fiir Mythol , Arch und Kunst II, p 163, der sie als in der „Gallerte zu Florenz" befindlich anführt. Wieseler hielt sic für ver- schollen, da er sic in den Ullizien nicht anffinden konnte. Keine hervorragende Arbeit. Nachträge {soweit nicht besonders unterzeichnet, von P. Arndt). Kine Iieihe unsrer Aufnahmen ist in Keinachs „repertoire de la statuaire“ in Umrisszeichnungen reprodilciert worden. Zu No. 15: Vor dem Original habe ich mir den Torso doch als Replik des sogen. Narkissos- typus notiert und stimme darin mit Furtwängler, Meisterw , p. 463, Anm. 3, h überein. Es ist ja richtig, was Arndt unter den Zusätzen zu der Nummer (Serie I, 2, S. 17) bemerkt, dass die I Schulter beim Mantuaner Torso weniger hoch ge- hoben ist als gewöhnlich, doch weichen darin die Repliken überhaupt von e'nander ab. Man vergleiche als Extreme etwa die Karlsruher und die Pariser Wiederholung (Mon Piot., I, pl. 17). Der Copist, der den Mantuaner Torso verfertigte, hatte, wie der Augenschein lehrt, überhaupt die Tendenz, die Stilstrenge des Originals in der Formenbchand- lung zu mildern, und diesem Streben entsprang cs wohl auch, wenn die harte und eckige Bewe- gung der I. Schulter gedämpft wurde. Die Karls- ruher Keplik verfolgt ähnliche Ziele und steht der Mantuaner am nächsten; auch bei ihr paart sich weichere, flüssigere Formenbehandlung mit Milderung der Schulterbewegung. (Herrmann.' Zu No. 24: Kjcllberg, Asklepios II, p. 37, Anm ; p. 41. Zu No. 48: Klein, Praxiteles p 394, Anm. 1. Zu No 49: Amulung, Bull com. 1897, p. 142, Anm. 1 Zu No. 54 55: Studniczka, Festschrift für Benndorf p. 169. Zu No 57: Amelung, Bull, com 1897, p 122, Anm. 1. Zu No. 74: Klein, Praxiteles p. 241, Anm. 1. Zu No. 89 90: Klein, Praxiteles p. 392, Anm., No 3. Zu No. 94 515: Arndt, la glyptotheque Ny- t'arlsberg p 80. Zu No. 103—105: Klein, Praxiteles p 90, Anm. 1 Zu No 112: Klein, Praxiteles p. 336, Anm. Zu No. 121/122: Kjellberg, Asklepios II, p. 37, Anm ; p. 41. Zu No. 124: Kjellberg, Asklepios II, p. 19. Zu No 182: Eine Keplik dieser Heraklcs- statue, mit ungebrochenem Kopfo, habe ich un- längst für die Glyptothek Ny-Carlsberg erworben Zu No 133: Klein, Praxiteles p. 309, Anm., No. 5. Die ebenda erwähnte Statuettenreplik der Sammlung Despuig auf Mallorca befindet sieb jetzt in der Glyptothek Ny-Carlsberg. Zu No. 134: Amelung bei Pauly-Wissowa s. V. Chlamys Sp. 2345. Zu No. 145: Klein, Praxiteles p 253, Anm , No. 16. Zu No. 151: Amelung bei Pauly-Wissowa s v. Chiton Sp. 2322. Zu No 163: Arndt, la glyptotheque Ny-Carls- berg p 71 ff. Zu No. 183 (vgl. No. 536 und Nachträge zu Serie 111 unter No. 183): Zwei ähnliche Statuen aus Aspra sind abgcbildet in dem Buche „sullc seoperte archeologiche della cittä e provincia di Koma negli anm 1871.72. Ketazione presentata .... dalla K. sopraintendenza degli seavi della provincia di Roma“. Rom 1873. Vgl ferner Matz-Dulm 812. Zu No 185: vgl Clarac 668, 1554 A. Zu No. 194 — 196: die Bemerkungen über das doppelte Helmiuaterial an dem sogen. Promachos- Digitized by Google Nachträge. köpfe der Sammlung Jacoben sind unrichtig ; vgl. Arndt, glyptoth6que Ny-Carlaberg, Text, p. 68; p. 70. ZaKo.206und207 : Ich benutze die »ich bietende Gelegenheit, bezüglich de» (»anvmed au» Falerone in der Galeria dei candel. (Helbig, Führer I , 3b7) zu constntiercn, da«» Knabe und Adler gar nicht zusaiutnengchöreu. Der Körper des Knaben besteht aus schönem p arischen, der des Adlers dagegen aus einem ganz feinkörnigen Marmor Dazu stimmt, dass zwischen dem 1 Flügel de» Adlers und dem Baumstämme neben dem r. Bein des Knaben eine durchgehende Lücke klafft. Flügel und Stamm waren also niemals mitein- ander verbunden, haben nicht aus einem und dem- selben Stück bestanden, was man doch als selbst- verständlich annehmen müsste, wenn der Adler ursprünglich zur Compositiou gehörte. Die Ver- einigung ist erst mit Hilfe der modernen Plinthe erfolgt. Bezüglich der Deutung der Knabenstatue haben wir nunmehr freie Hand. Es kann natür- lich auch so Ganymed gemeint sein, doch kann sich diese Benennung nicht mehr auf den Adler stützen und hat keinen höheren Wert als den einer Hypothese. Durch die Loslösung des Adlers rückt die vaticanischc Statue etwas näher an die des Palazzo Pitti heran, wenn ich auch mit Arndt darin übereinstimme, dass wir nicht beide Statuen auf das gleiche Original zurückfnhren dürfen. Das wird durch die von Arndt mit Recht betonte Verschiedenheit der Kopftypen erwiesen. Indes die Aehnlichkeit im Aufbau der beiden Statuen und im Bewegnngsmotiv ist doch eine recht grosse, und die Erklärung ist für beide gewiss in der- selben Richtung zu suchen. (Herr mann.) Zu No. 211 212: Artult, la glyptotheque Ny- Carlsberg p 43. Zn No 213—215: Klein, Praxiteles j>. 303, [ Amu. 2. Zn No. 216—218: Klein, Praxiteles p. 251, Anm 2, No. 3. Zu No. 219 — 221 : Das oberste Ende des Schlangenstabes habe ich mir als antik notiert, das Stellungsinotiv ist also vorn Krgänzer im Wesentlichen richtig gegeben; es kann nicht, wie Thräraer bei Roscher, Myt hol. Lex. I, Sp. 687, und Amelung, Führer durch die Antiken von Florenz, p. 135, behaupten, der Schlangeustab ursprüng- lich unter die 1 Achsel gestemmt gewesen sein. (Uerrmann.) Fnrtwängler, Rhein. Jahrb. 103, p. 9. Nach ihm wie nach Amelung (Führer No. 188) hellenis- tisch. Ich sehe auch jetzt noch keinen Grund, von meiner Datierung der Statue in die Mitte de» 4 Jahrli. abzuweichen Vgl ferner Kjellberg, Asklepios II, p. 35 ff. Zu No. 222 225: Kjellberg, Asklepios II, p. 29, Antn. I. Klein, Praxiteles p. 48, Anm. 1 Zu No. 226: Furtwänglcr, griech. Ortginal- statuen in Venedig, p. 288, Anm. 1. Zu No. 282,233: Ein entsprechendes Kopftuch hat auch die sogen. Brautmutter auf dem Münchner Poseidonfrie» — ein nicht unwichtiges Kriterium für die Datierung des Reliefs. Vgl. ferner Amelung, Bull. com. 1897, p. 135 f. Zu No. 237—239: Die Antiken der Sammlung Torrigiani befinden »ich zur Zeit im Florentiner Kunsthandel. Zu No 243/244: eine wohl auf dasselbe Ori- ginal wie die ludovisische sogen. Theseushermc znrückgehendc abbozzierte Statuette aus Athen, im Museo arqueolögico nacional in Madrid, No. 1 2729, wird in Serie V veröffentlicht werden. Mau vgl. auch die Bemerkungen 1*. Herrinanns zu dem j Dresdner Torso, Arch. Anz. 1894, p. 169, und | denselben in den Athen. Mitt d. J. 1891, p. 324. Zu No. 252 253: Arndt, la glyptotlu’quc Ny- Garl»bcrg p. 22 und p. 62. Zu No. 257: Klein, Praxiteles p. 64, Antn. 1. Zu No. 269: Klein, Praxiteles p. 174, Anm. I. Zu No. 272: Kjellberg, Asklepios 11, p. 14, Amu ; p. 20. Zu No 277'78: Der Kopf ist, wie ich mich vor dem Original überzeugen konnte, dennoch eine Replik de» Melcager, allerdings eine hervor- ragend schlechte. (Amelung.) Klein, Praxiteles p. 394, Anm 1. Zu No. 280: Klein, Praxiteles p. 63, Amu. 2; p. 64, Antn. 1. Zu No. 285: Kjellberg, Asklepios II, p. 23, Anm 4; p. 24, Amn. 5; p. 27, Anm.; p. 31. Zu No. 292: Klein, Praxiteles p. 163, Anm., Nu. 4. Zu No 294: Klein, Praxiteles p. 866, Anm., No. 6. Zu No. 295 : Eine weitere, ungenauere Replik bei Keinach, Bronze« fignres p. 244, No. 29. — Kjellberg, Asklepios II, p. 16 f. Zu No. 296: Furtwänglcr, griech. Origiual- statuen p. 307 ff. Zu No. 306: Kjellberg, Asklepios II, p. 16, Anm. 1. Zu No. 312,313: Arndt, la glyptotheque Ny- Carlsberg p. 44. Zu No. 316: Vor dem Original hatte ich den Eindruck, als ob die Stellung des I. Unterschenkels Digitized by Google Nachträge. ;>s vom F>gänzer nicht ganz richtig getroffen sei. Die Lage der Muskeln am Knie und der erhaltene liest des Schienbeines deuten, glanbe ich, daran!' hin, dass der Unterschenkel etwas stärker zuoiok- gesetzt und dementsprechend die Ferse des Kusses leicht gehoben war. Ks würde sich dann eine stärkere Anlehnung an Polykletischcs ergeben, als es bei der jetzigen Ergänzung scheint Und wie sollen sich zu dem im Text als Vorbild |HWtu- lierten älteren pcloponnesischen Canon die stark gesenkte r. und das Vorwerfen der I. Schulter verhalten, die schon ein lebhaft rhythmisch be- wegtes Standmotiv ergeben? Die Statue wird also doch dem 4 Jahrhundert angeboren, wohin die Eormcnbehandlung sie verweist, und steht, wie gewisse Skopasische und Praxitelische Motive, zu Poiykleli chen Vorbildern, nicht zu denen der älteren Peloponneaichen Schule in einem Abhäugig- kcitaverhältnis. Die Zusammenstellung mit dem sogen. Adonis des Gabln, delle tnasch. und seiner Sippe kann ich nicht für richtig halten. (llerrmann) Ich habe die Figur mit Entschiedenheit dem 4 , nicht dem 5. Jahrhundert zugeschrleben, wie es nach Obigem scheinen könnte. Wenn ea auch richtig sein nag, dass der I. F’u-s ursprünglich etwas weiter zurückgesetzt war, so kann das doch nicht in der polyklctischcn Weise gewesen sein, solidem etwa in der Art des Dionysos aus der lladriansvilla. Die Senkung der r. Schulter ist nicht stärker als die der linken am Stephanus- Jüngling, und von einem »Vorwerfen* der I. Schulter kann wohl gar nicht die Rede «eiu. Die Figur scheint mir wirklich in den vom pclopomie- sischcn Canon abhängigen Kreis zu gehören. (Amclnng.) Zu No. 323: Klein, Praxiteles p. 131, Anm. 1 Zu No 334: Amelung bei I’auly-Wissowa s v. Chiton Sp. 2317. Zu No. 835 : Klein, Praxiteles p. 162, Amu 1, No 4. Zu No. 337: Klein, Praxiteles p. 311, Anm., No. 13; p. 344, Anm. I Zn No. 340: Klein, Praxiteles p. 122, Amu., No. 5; p. 164, Anm., No. 10. Zu No. 341: Klein, Praxiteles p .390, Anm. 1, No. 11. Zu No. 342: Klein, Praxiteles p. 126, Anm. 1. Zu No. 346: Klein, Praxiteles p 402, Anm. 1. Zu No. 354: Kjellberg, Asklepios II, p. 14, Anm ; p. 18. Zu No. 357: Klein, Praxiteles p. 364, Anm. 2, No. 7. Zu No. 368|369: zwei woitcre Wiederholungen des Typus, die eine in Nitucs, Maison carree No. 18, die andere in Madrid, Prado, Hübner 150, werden in Serie V veröffentlicht werden. Zu Serie II, p. 24, »polyklelischc Statue“ : jetzt publ. von Hienkowski in der Festschrift f. ltonndorf p. 117 ff und Taf. V. Zu No. 385: Die Darstellung dieser Gruppe war — in Beschränkung auf die 3 vorderen Figuren — auf einem späten römischen Relief wiedergegeben, von dem sich nur die r. untere Erke erhalten hat Das Fragment ist im Giardino della Pigna des Vatiean cingcmaucrt und in der Beschreibung d. St. R. II p 107 No. 12 als »Herakles vielleicht mit einer llesperido* erwähnt. Erhalten ist das I. Bein des Herakles, von dem F'ell die herabhängende Tatze und das Schwänzende (die, Keule ist hier nicht dargestellt;; dann die nach rechts entweichende Genossin der Auge mit er- schrocken erhobenem Antlitz; die r. Hand ist bis zur Scliulterhiilic erhoben (hier hat also der F.r- gänzer der Gruppe nicht das Richtige getroffen); hinter und Uber der F’igur ein Baumstamm. Das Relief war von einem einfachen Profil umrahmt, auf das die Küsse der Personen (lbergrcifeu (Amelung.) Zu No. 395: eine weitere Replik bei Reinach, rOpertoire 399, 6. Zu No. 398/399: Arndt, la glyptothtque Ny- Carlsberg p. 75. Zn No. 406— 408. F'ttr die Felltracht vergleiche die Statue im Hofe des Palazzo Altcmps in Rom, Matz-Duhn No. 512, Photogr. des Röm. Inst. No. 289—91, wo mir die Charakterisierung des Felles als dasjenige eines Schweines besonders deutlich erschien. Zwar ist daran ergänzt — Obcr- und Unterkiefer bestellen aus Gips — , aber es waren doch wohl antike Reste, Brnclifiächen oder dergleichen erhalten, welche die Ergänzung des Tierkopfes zu dem eines Schweines nahe legten; allein wäre ein Krgäuzcr wohl kaum auf diese sonst bo feni liegende Charakterisierung verfallen. Vgl. auch die F’urm des I., auf dem Grunde an- liegenden Ohres. Dadurch gewinnt die im Texte gegebene Bezeichnung des gleichen Attributes bei der capitolinischen Statue an Wahrscheinlichkeit, tiud diu Deutung der so charakterisierten Statuen auf Demeter liegt dann wold am nächsten. Die Trauben iin Haar mul in der I. Hand der Statue Altcmps, welche gegen diese Deutung zu sprechen scheinen, sind, letztere sicher, crstcrc sehr wahr- scheinlich modern; ich zweifle sogar sehr stark, ob der antike, aller mit glatter Schnittfläche auf- Digitized by Google Nachträge. 69 sitzende Kopf zur Statue gehört: die Stillste» rung des Haares in den .Seitenlocken des Halses ist eine andere, weniger präcise und ängstlich sorgfältige als in den Haarwellen um die Stirn. Eine merkwürdige, aber wohl zufällige lieber- einstiinnmng ist die fast gleiche und gleich unver- ständliche Anordnung des Gewandes auf dem Ober- körper Die Entstehungszeit der Originale beider Statuen ist annähernd die gleiche, doch steht die capitoliniscbe den Gewohnheiten des strengen Stiles noch näher ln der Auffassung und im Formen vortrag weichen beide stark voneinander ab und lassen die Schöpfungen zweier durchaus individuell und sehr verschieden veranlagter Künst- ler erkennen. (Herrmann.) Das Schweinsfell ist im dionysischen Kreise nicht ohne Beispiel; es findet sich an einem sehr ver- breiteten Satyrtypus (x. B. Clarac 706, 1686; 712, 1694; 716 B, 1673 A u. sonst). Die Statue stellt eine Bakehantin oder Ariadne selbst dar. Vgl. übrigens zu der Figur iin eapit. Museum llelbig, Führer* No. 436. (Amelung.) Zu No. 409 u. 410: Der Kopf der Neapeler Hermaphroditen-Statuette (er ist gebrochen, aber nach Marmor und Erhaltung zweifellos zugehörig] hat S p i t z o h r e n Es ist das eines der deutlichsten Indicien für die Einmischung des Hermaphroditen in dm dionysischen Kreis. (Amelung.) Zu No. 427/428: der dort erwähnte Kopf des athenischen Nationalmuseums trägt die No. 65 (wird in Serie V publiciert werden). Er hat nichts mit den dort besprochenen Typen zu thun. — Zur Zeitbestimmung dieser Typen ist der Kopf der mittleren Charite des Sokrates- Reliefs zu vgl. (siehe auch No. 1036). Zn No 420/430: Ich notierte mir ein Stück der Rollbinde über dein r. Ohr als antik. Dann wird man von einer Replik des bekannten Skopasischen Herakiestypus im eigentlichen Sinne kaum reden dürfen, es handelt sich nur um ein stilistisch und zeitlich verwandtes Werk. (Herruiann) Zu Nu. 433/434. Der Kopf sitzt allerdings geradeaus gerichtet auf der Herme, doch scheint ursprünglich eine Wendung desselben, und zwar nach der r. Schulter intendiert gewesen zu sein, die der Copist nur nicht durchgeftthrt hat. Denn die 1. Schulter ist gegen die r. beträchtlich zurück- genommen, d. h. sic weicht gegen die beiden paral- lelen Achsen, welche durch den vorderen Rand der Herme und die Verbindungslinie der ausseren Augenwinkel gebildet werden, stark nach hinten aus. Damit wollte der Copist wohl eine Wendung des Kopfes nach der r. Schulter bin amieuten, die er in der Bewegung des Halses durchzuführen versäumt hat. Wir finden dann auch hier die bei Hcnnencopien häufiger zu beobachtende Erschei- I nung, dass die Copisten in der Stellung des Kopfes | frei und ohne genauen Anschluss an die Original- Cüiuposition verfuhren. — Das Gorgoneion auf dem Stirnschirm des Heimes ist doch, wie bei dem Neapeler Exemplar, mit herausgestreckter Zunge gebildet,*) nur hat auch hier der Copist seine Absicht mehr flüchtig angedeutet, als streng durch- geführt. Auf der Fläche der Unterlippe heben sich zwei vertiefte, nach unten convergicrende Striche ah, die kaum anders erklärt werden können, denn als die Ränder der herausgestreckten Zunge. (Herrmann.) Klein, Praxiteles p. 100. Zu No. 435,436: Arndt, la glvptotbeipie Ny- Carlsberg p. 73. Zu No. 439,440: Der Kopf ist, wie Hclbig I* No. 498 mit Recht angiebt, mit Diadem und Binde geschmückt,**) und als einen Teil dieser Binde, nicht als Haarsträhne fasse ich die über dem Diadem ! jederscit* eiuporstehende Schleife, die mit den ! hinter den Ohren herabhängenden Bindenenden unverkennbar in Zusammenhang steht, auch deut- lich als aus Stoff bestehend behandelt ist. Wie und wo Diadem und Binde zusamnienstossen, lässt sich freilich nicht erkennen. (Herrmann.) Zu No 443/444: eine dritte Replik, in Madrid, Prado, Hübner 155, wird in Serie V veröffentlicht werden. Zu No. 446-448: Furtwängler, Sammlung Somzee, Text, p. 54. Zu No. 450/51 : Dieser Athena-Kopf scheint mir eine verfeinerte Entwicklung des Stiles zu repräsen- tieren, den wir in den olympischen Tempelsculp- turen, oder specleller in dem Knabenkopf von der Akropolis finden, der mit jenen so eng verwandt ist iKpliem. arch. 1888, pin. 2). Be- sonders ähnlich ist die Bildung der Augen und des Mundes. Durch beiderseits übereinstimmende Züge, wie die hohe Lage der Brauen, die flache, noch archaische Bildung der Augen, der Lider und ihrer Umgebung, sowie durch die breite, wenig modellierte Form der Lippen, die ein sehr feiner Contur umzieht, und schliesslich durch die weiche Bildung der Wangen und des zarten gerundeten Kinnes wird in beiden Fällen der gleiche Ausdruck einer bescheidenen, etwas blöden Liebenswürdigkeit erreicht. (Amelung.) •) Ko »ucli nach Mitteilung Klerekhig« ■•) So such imch Hiorckinga Untorsucbuug Digitized by Google Nachträge. (50 Furtwängler, griceh. Originalstatuen in Venedig p. 285, Anm. 1. Kine Heplik de» Kopfes in Madrid, Prado, Hübner 124, wird in Serie V veröffentlicht werden. Zu No. 457/458: eine weitere Heplik der Demeter im Salone de» Capitol, die »ich im Prado in Madrid befindet Hübner 42), wird in Serie V veröffentlicht werden. — Klein, Praxiteles p. 02, Anm. 2. Zu No. 459/401 ; Noch ehe ich Arndts im Texte angedeutete Zweifel wegen der Zugehörigkeit des Kopfe« zur Statue gelesen hatte, notierte ich mir vor dem Original die nachfolgenden Beobach- tungen: Die äusseren Umstände sprechen nicht nur nicht für eine Zusammengehörigkeit von Kopf und Statue, sondern lassen im Gegenteil Bedenken nufkommen. Der Kopf sitzt nicht mit Bruch, sondern mit Schnitt auf, und es ist zwischen beide Schnitt- flächen wenigstens vorn du Stück Marmor ein- geschoben. Ferner muss der Kopf, der ursprüng- lich aufdercapitolinischen Statue sasa, eine andere Richtung gehabt, er kann nicht geradeaus geblickt haben. Die auf dem Torso erhaltenen Enden der Hängelocken fallen auf der r. Seite des Halses beträchtlich weiter nach vorn, als auf der I., sie nehmen genau dieselbe Lage ein, wie bei dem (•asseier Apollon, und es ergiebt sieh daraus mit Notwendigkeit, dass wie dort auch bei der capito- linischen Statue der Kopf ursprünglich eine aus- gesprochene Wendung nach der 1. Schulter hin machte, welche den unsymmetrischen Fall der Hängelocken bedingte. Hätte der Kopf, wie es bei der jetzigen Zusammensetzung der Fall ist, auch ursprünglich geradeaus blickend auf den Schultern gesessen, so wäre diese Anomalie un- erklärlich, bei einer solchen Haltung des Kopfes würden vielmehr die Locken aut beiden Seiten ganz, gleichmässig angeorduet gewesen sein. Wollte mau aber detu jetzt auf der Statue sitzenden Kopf die durch die Lockenenden des Torso angezeigte Wendung geben, so würden sich die an seinem Halse herabhängenden Hängelocken mit den auf der Brust der Statue erhaltenen Spitzen nicht organisch verbunden haben; um diese Verbindung herzustellen, war man vielmehr gezwungen, den Kopf gerade auf die Schultern zu setzen, damit die vorderste Locke des Halses auf die erste des Torso traf. Die Folge aber war, dass nun dem unsymmetrischen Fall der Lockenenden am Torso nicht Rechnung getragen werden konnte, und es erscheint mir deshalb ganz ausgeschlossen, dass der jetzt auf der Statue sitzende Kopf ursprüng- lich zu dieser gehörte. Es kommt hinzu, dass in der Farbe der Marmor des Kopfes von dem des Torso nicht unbeträchtlich abweicht: indess das könnte an dem verschiedenen Grade der Reini- gung, bezw. Ueherarbcitung liegen, welcher Kopf wie Torso, vielleicht zu verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Händen, unterzogen wurden, wenngleich es am wahrscheinlichsten scheinen muss, dass diese Reinigung nach der Zusammen- setzung beider Theile erfolgte. Ob auch im Korn des Marmors ein Unterschied vorliegt, konnte ich von unten nicht entscheiden. So weit meine Notizen an Ort und Stelle, die ich Angesichts der auch von Arndt oben im Text geäusserten Zweifel nicht unterdrücken zu sollen glaubte. Ich bin also überzeugt, dass bei der capi- tolinisclien Statue Kopf und Torso nicht zusammen- gehören, dass vielmehr letzterer einfach von einer Replik des (.‘asseler Apollon stammt, mit dem be- reits Furtwängler, Meisterw., p. 77, Anm. 5, und danach Arndt oben in» Tost eine vollständige Uebereinstiummng constatiert haben Auf den gleichen Fall der Lockenenden auf der Brust habe ich oben schon hinge wiesen Dem steht nun freilich die von Arndt mitgeteilte briefliche Notiz Uetersens entgegen, «lass bei der Capitolinischen Statue der Kopf zum Torso gehöre „wegen der zum Teil auch hinten antiken Lockenenden“. Ich habe das am Original von unten nicht entscheiden können. Die Profilaufnahme des Kopfe« No. 461 (Instituts- Photogr. No. 249) zeigt, dass an der r. Seite des Halses mit Ausnahme der beiden vordersten keine Isockenspitzen am Torso erhalten sind; über einen Lockenwulst im Rücken wage ich auf Grund der Photographie keine Entscheidung. Angesichts der oben ausgeführten Bedenken, welche mir eine Zusammengehörigkeit von Kopf und Torso geradezu auszuscb Hessen scheinen, möchte ich vorläufig mit der Möglichkeit rechnen, dass Petersens brieflich ge- äus&erte Angaben auf einem .Sehfehler beruhen. (Vgl. aber auch unten die Bemerkungen zu No. 507 ii 508). Für den auf der capitolinischen Statue sitzenden Kopf scheint mir die von Furtwängler a. a. 0. hervorgehobene Verwandtschaft mit dem dt» wagen besteigenden Jünglings im Conservatoren- palast besonders augenfällig. Seine Bedeutung wird etwa in derselben Richtung zu suchen sein, wie die der capitolinischen Herme E.-V. No. 441 und 442, die Furtwängler, Meisterw., p. 84 auch stilistisch mit Recht zur Vergleichung heranzieht. (lierrmann.) Die ganzen Lockenenden bis auf die der •Schultcrlocken sind aus Gyps, ohne dass Marmor- rote darunter liegen; der Marmor des Kopfes ist Digitized by Google Nachträge. fi] anders als der de» Körper» (an erstem» sicht inan die einzelnen Kry stalle, an letzterem nicht). Beide Thatsachen schlicssen die Zugehörigkeit de» Kopfes ziiin Körper aus. Dieser stimmt fast ganz, aber nicht vollständig mit dem des Kasseler Apoll überein; das Knie des Spielbeins tritt etwas weiter vor; dadurch ergeben sich weitere Abweichungen auf dieser Körperseite. Die Formen sind etwas voller. Der Kopf scheint mir mit dem des Wagen- Icnkers im Cons -Pal. wenig Verwandtschaft zu haben. Er ist von dem des Thermen- Apollons nicht zu trennen. (Amelung.) Klein, Praxiteles p. 61, Anin 1. Zu No. 468/469: Was im Text als «kreis- runde Scheibe (?) im Haare neben dem r. Auge“ bezeichnet ist, ist keine solche, vielmehr einfach ein in der Form etwas rundlich ausgefallenes Ephcublatt, de sen von oben herabkommender Stiel in den Locken am Original deutlich zu er- kennen ist.*) (Herr mann) Zu No. 472: Amelung bei Patily- W isso wa s. v. Chiton Sp. 2320 Zu No 473: Es schien mir vor dem Original nicht ausgeschlossen, dass der Kopf trotz «1er vor- trefflichen Erhaltung antik sei, allerdings stark ge- putzt und überarbeitet Ergänzt ist an dem Kopfe sicher die obere Korytube links. — Das Tier- fell sieht, nach dem gehörnten Kopf mit dem breiten Maul zu urteilen, am meisten wie das eine« Kalbes aus, jedenfalls ist es nicht vom Bock, wie man erwarten könnte. (Uerrutann.) Zu No. 485: Es ist von Kopf und Gesicht ein so charakteristischer Teil erhalten wie der Mund, und diesen mit seinen weichen, sch wellenden Formen, «len stark geschwungenen und reich belebten Poli- turen seiner Lippen wird man sich schwer im Kreise des Pheidias entstanden denken Auch die Art, wie der Kopf auf den Schultern sitzt und sich leicht und frei, ohne jede Gebundenheit, auf dem Halse bewegt, weisen auf eine jüngere Zeit und enthalten Im Keime bereits «las später, z. B. bei dem Frauenkopf vom Siitlabhange der Akro- polis, zu höchster Ausdrucksfähigkeit gesteigerte pathetische Bewegungsmotiv «ies Skopas. Das Standmotiv mit dem fast gestreckten, zur Seite gesetzten Spielbein, dessen Ergänzung mir in» Wesentlichen richtig getroffen schien, bedeutet g«‘gcnüber der gebundenen Strenge, wie sie z B. «ler Phidiasische Diadumenos Farnese noch auf- weist, einen Fortschritt zu grösserer Freiheit und findet seine nächste Parallele am Herakh's Lans- *) So auch K I c v *• k hi k downe. Diese Gründe, zu denen endlich noch «lie flockige Behandlung des Bartflaumes auf der I. Wange und der Schamhaare hinzukommt, scheinen mir genügend, oder vielmehr zwingend, die Borghe- sisclie Statue aus dem Pheidinsischen Kreise heraus- zulüseu und sie vielmehr der Reihe derjenigen Werke anzuschliessen, welche, um den schon ge- nannten Herakles Lansdowne gruppiert, die charak- teristischen Züge der Kunst des jungen Skopas ver- raten. (Herr mann.) Arndt, la glyptothe«|Uc Ny-Carlaberg p. 43. Zu No. 4H8: Der Kopf gehört nicht in die erste Hälfte de» 4., sondern entschieden ins 5. Jahrhun- dert, letztes Drittel desselben. Diellaiibentracht,die Anordnung und Behandlung der sichtbaren Haar- partien, die grossen, weitgeöffneten Augen, die überall hervortretende Strenge der Formenbeband- I lung erweisen das zur Evidenz. Zu der Statue, | deren Typus eine viel spätere Eutstehiingszeit j verrät, kann «ler Kopf keinesfalls zu gehören. (Hermann.) Der Kopf gehört in die Reihe der mit der Venus Genetrix verwandten Werke ( A in e I u n g.) Zu No. 489: Zu der vat iranischen Statuette «ler sogen. Nemesis (Galleria dei t'amlelabri, No. 224) | benütze ich die Gelegenheit, Folgendes zu bemerken : | Der Kopf sitzt nicht nur mit Schnitt auf, sondern es ist zwischen ihn and «len Torso ein Stück des Halses modern eingeschoben. Er gehört aber auf keinen Fall zur Statue, weil er überhaupt nicht weiblich ist. sondern einen Knaben «lai stellt, wenigstens die antiken Teile Denn antik ist nur die vordere Hälfte des Kopfes, etwa bis in die Gegen«! der Ohren. Der Hinterkopf ist modern angesetzt. Man kann deutlich auf dem Schädel «lie verticale Schnittfug«: verfolgen. An dem an- tiken Gesichtsteil nun ist die Anordnung der Haare durchaus knabenhaft Feber der Stirnmitte weichen sie in zwei symmetrischen Löckchen auseinander, weiter nach hinten zu ist das Haar in herab- hängend«: Locken mit aufgerollten Spitzen ge- gliedert, über Schläfen und Ohren in zwei paral- I leien Reihen übereinander. Von den Ohren an wird die Frisur weiblich, aber das ist eben Alles i modern, einschliesslich der seitlich des Halses ! hcrabhüiigemlcn Locken, «lie rein äuaserlicl» und | schematisch mit den horizontalen Haarwellen ver- I hundeu sind Der Typus des Knabenkopfes mit [ seinem Lockenschmuck erinnert mich am meisteii an den Jüngling der Madrider Doppelherme, j Furtwängler, M eist er w., p. 99, Fig. 12, den Furt- ' wäuglera. a. 0 , p. 101, auf einen Eros des Pbei- Digitized by Google 62 Nachträge. dlas ziirilckfillircn möchte, wenn auch die Strenge der Formenbcliandlung bei dem vaticaniachen Köpfchen sehr verflacht, allenfalls noch in der Zeichnung des Mundes zu spüren ist Von den secVs Repliken der sogen Nemesis, die Arndt auf- führt, würde somit nicht eine den ursprünglichen j Kopf bewahrt haben, wenn nicht vielleicht doch | der Kopf des Borghesischen Exemplars zugehörig 1 ist, was M.-D. mit aller Bestimmtheit behaupten, was ich selbst mir aber vor dem Original als ziemlich zweifelhaft notierte Uebrigens kann ich zu den sechs Repliken Arndts noch eine siebente, leider ebenfalls kopflose, hiuzulUgeii: sie ist als .Ariadne“ ergänzt und mit Dionysos zusammen- gestellt in einer Gruppe des Berliner Museums, No 93, abgeb. Beschreib, der ant Seulpt , p. 31. Dass die Gruppierung der beiden Figuren der Phantasie des modernen Krgänzcrs entsprungen, giebt der Berliner Katalog an Nicht erkannt, wenigstens nicht erwähnt ist aber die ursprüng- liche Bedeutung der weiblichen Figur Ks ist eine Replik der sogen. Nemesis, bei der das ursprüng- liche Motiv durch moderne Ergänzung und Eeber- arheitung, welcher z. B. das charakteristische Detail des aufgehobenen Gewandzipfcls zum Opfer gefallen, verdunkelt ist. (Herr mann.) Der Kopf ist in der Tbat eine Replik des Madrider .Eros“. Der Hinterkopf ist nicht modern, aber vollständig überarbeitet; ergänzt sind nur die Teile mit den Haarschleifen. (Atnelung.) Zu No. 494: Den Kopf der Statue habe ich durchaus für antik gehalten Die Gründe, die Arndt — abgesehen vom Augenschein dafür anführt, scheinen mir durchschlagend Ob der Kopf ur- sprünglich zur Statue gehörte, darüber bin ich zu einer Entscheidung nicht gekommen; aber wahr- scheinlich schien mir auch das. Für den Kopftypus ist ausser dem von Arndt genannten Berliner ein Koloesalkopf im Magazzinu arclieologieo (Orto botanico) auf dem Caelitis heranzuziehen (s. Helbig Führer’ No. 740). •) Formenbchandlung und Haubentracht stellen ihn mit dem Borglieseschen und dem Berliner Kopf in eine Reihe. (Herrmann.) Kjcllberg, Asklepios II, p. 29, Anm Zu No. 497: Dass die im Text erwähnte, in Neapel befindliche Statue Olarae 506 A. 1026 A), die mit der Kore Albaui im Typus wohl, in Einzel- heiten aber nicht übereinstimmt, in der Tliat eine selbständige Variante jener berühmteren Figur •) Replik der Ilers Hur* bete. Jarolixi n (Arndt) repräsentiert, wird dadurch gesichert, dass sich eine genaue und besser gearbeitete t 'opie derselben nachweisen lässt. Es ist die in Venedig befindliche, von DUtschke V, No. 210 beschriebene Statue, die kürzlich von Furtwängler, Griecb. Originaistatnen p. 262 ff., T. I n. II publiciert lind richtig gewürdigt worden ist; Photographie in der Aiinarisehen Sammlung No 12911. (Auiclnng.) Ergänzt ist, ausser den im Text angegebenen Teilen, auch der t e c h t e F u a s von da an, wo er unter dem Mauleirand lieraustritt. Das Stück Chiton, das nul dem FussrUcken aufliegt und das iu seiner weichlichen, völlig stillosen Stoff- und FaUctihehandlung so gar nicht zu dem übrigen Gewandstil der Figur passen will, ver- liert damit das Anstüeaigc. Wie die betreffende Gowandpaitic aussehen mi ss, zeigt die herrliche Originalstatue in Venedig, die von Furtwängler, Abh. d. Bavr. Akad. d W., XXI, 2, Taf. 1, ab- gebililet lind bereits ra t der liier besprochenen Figur in engen Zusammenhang gebracht ist (Herrmann.) Zu No 5t)Ü: Studnirzka in der Festschrift für Benndorf p. 163 ff. Zu No. 502 503: In der Beschreibung des Textes sind die Nummern der beiden Originale mit einander verwechselt worden, auch die Er- gänzuiigsangabcn durcheinander geraten. Das in den Photographien wiedergegebene Exemplar trägt die No. 6117 (wie man übrigens auch auf der Photographie erkennen kann). An ihm sind er- gänzt: K. Arm ganz, vom 1. das vorderste Stück mit dem iimgcschlagcnen Aermelrand, 1. l'nter- schcnkui mit Kuss, Fersenteil des r. Ftisaes, Stück vom r. Rand der Plinthe, fast die ganze Mütze, das meiste vom oberen Teil der Konsole Die im Text oitierten Abbildungen bei Ctarae beziehen sich nicht auf dieses Exemp'ar 6117, w ie dort angegeben, sondern auf das Gegenstück No. 6115. An diesem notierte ich mir von Er- gänzungen: R. Arm ganz, 1. von Mitte des Ober- armes an, vordere Hälfte des r. Fusses mit dem zugehörigen Stück der Plinthe und dem ganzen anschliessenden Vorderteil derselben bis zum I. Knie hin, Spitze der Mütze (NascnrUckeu mit Teil der i. Augenbraue?). Die Kousole ist im Wesentlichen intuet, nur an den Rändern leicht bestossen. Bei der Statuette des gleichen Typus in Neapel, Inv. 6118, ist der Kopf nicht zugehörig, wenn auch antik. Er zeigt keinen Barbai entypus, sondern den eines griechischen Athleten mit kiirzlockigem Digitized by Google Nachträge. 68 Haar und Wulstbinde, von ungefähr Skopasischer Richtung. (llerriuann.) Zu No. 504: eine Wiederholung der Neapler Bronze, kopflose Porphyratatuette im Museum von Aix cn Provence (Bildergallerie No. 269), wird ln Serie V veröffentlicht werden Zu No. 607/508: Iier Kopf ist jetzt von der Herme getrennt und in der Sala «lei capolavori gesondert aufgestellt. Die Nase ist nicht neu, sie ist überhaupt gar n'cht gebrochen, wie ich mir vor dem Original gegenüber der Angabe des Textes ausdrücklich notierte. Was auf der Photo- graphie der Seitenansicht wie eine Ansatzfuge aussieht, ist nur eine Ader iui Marmor. Zu be- achten ist übrigens am Neapler Kopf der Kranz von kurzen Locken im Nacken, der au den Exemplaren Barme co Wien und Kopenhagen (Jacolisen) fehlt, wahrend die am Olympieion ge- fundene Athenische Replik an jener Stelle eine dicke, wulstige und formlose Masse zeigt, die doch wohl zu einem Nackenschopf ausgearbeitet werden sollte. Wie sich die sonst bekannten Kopfrepliken in diesem Punkte verhalten, darüber fehlen mir die Beobachtungen Das Detail Ist wichtig für die Kopienkritik im Allgemeinen und im Beson- deren vielleicht Tür die an den Capltolinischen Apollon (vgl. zu 459/461) sich knüpfenden Fragen. Denn wenn dort am Rücken des Torso wirklich antike Lockenrcste erhalten sein sollten, wie Petcrscn angiebt, so würden dieselben vielleicht dadurch zu erklären sein, dass zu dem Torso eine Replik des Casseler Kopfes gehörte, die, wie die Exemplare in Neapel und Athen (vielleicht gegen die Tradition des ursprünglichen Originals), mit Nackenlocken oder einem Schopf ausgestattet war. Welche Freiheiten die Copisten sich in solchen Details erlaubten, kann das Beispiel des Kopfes lehren, der auf dem Pylades des Louvre und der Elektra in Neapel sitzt: vgl. meine Bemerkungen zu diesen Köpfen und einer dritten Replik in Dresden Arch. Anz. 1894, S. 24. — Zu der Reihe der Kopfrepliken des Casseler Typus kann ich eine neue hinzufügen, die ich bisher in der Litte* ratur nicht erw'älmt finde (vgl. das vollständigste lieplikenver/.eichnis bei Furtwängler, Meisterw. S 371, Anm. 1). Der betreffende Kopf steht im Palazzo Vecchio zu Florenz, 2. Stock, in einem kleinen korridorartigen Raum hinter der Capclla de’ Priori di S. Bernardo, unter anderen meist werthlosen, z. T. auch modernen Büsten magazin- artig aufgestellt. Er ist, soviel ich in dein dnnkclcn Kaum von unten sehen konnte, gut erhalten, mit ungebrochener Nase, abgebrochen sind nur «He Hängeloeken zu beiden Seiten des Halses. Der Hals selbst ist ungebrochen und in eine moderne Panzerbüste eingefügt. (Herrmann.) Zu No 512/513. Der Berliner Statuette stellt in Stil un«l Motiv sehr nahe eine, hoffeutlich echte, Terrae«>tte der ehemaligen Sammlung Castellani (Versteigerungs-Katalog 1884, pl. XII, No. 64‘), aus Tanagra), die durch den beigegebenen Eros deutlich als Aphrodite charakterisiert ist. Zu No. 516/517: Arndt giebt im Text an, die Zugehörigkeit des Kopfes zur Statue sei wegen des zwischen üeschobenen Halsstückes nicht zu be- weisen. Gewiss nicht. Vielmehr l:is«t sich mit völliger Sicherheit nach weisen, dass der Kopf nicht zur Statue gehört. Es ist am Torso unter- halb des modernen Einschiebsels vom Hals ge- nug erhalten, um erkennen zu lassen, das* der 1. Kopfnicker gespannt, der r. geltist war. (Es ist «las auch auf der Photographie, namentlich bei der Aufnahme in Seitenansicht, deutlich zu er- kennen.) Demnach sass auf der Statue einstmals | ein Kopf, der zur rechten Schulter gc- | wendet war, und zwar ziemlich energisch, «la die Spannung des I. Kopfnicken! relativ tune recht beträchtliche ist. Da nun der jetzt auf der Statue sitzende Kopf mit aller Entschiedenheit nach der Richtung der 1. Schulter gewendet ist, so können diese Statue und dieser Kopf niemals zu- sammen gehOrt haben. Der Verfertiger des zwischengeachobenen Halsstiickes hat ja denn auch bei dem Versuch, die beiden heterogenen Elemente miteinander zu verbinden, mit seiner Anatomie kläglich Schiffbruch gelitten. Mit Recht trennt also Furtwängler, Meisterw., S. 668 ff., Kopf und Statue von einander und lässt dem erstcren eine gesonderte Betrachtung zu teil werden. Gräfs Versuch dagegen (Rom. Mitt. XII, S. 38), aus Gründen mythologischer Interpretation die Zu- sammengehörigkeit von Torso und Kopf deunoeh vielleicht zu retten, kann gegenüber den oben be- tonten Thntsacben nicht bestehen. Bezüglich der stilistischen Würdigung des i Kopfes und seiner daraus resultierenden Ent- stchungszeit muss ich bekennen, mich dem von Arndt oben gegebenen Ansatz (nicht vor 350), «ler im Wesentlichen mit Köpps und Gräfs An- sichten übereinstimmt, nicht aiiBch Hessen zu können. Es ist mir unmöglich, diesem Kopfe mit seinen grossen, klaren, ruhigen Flächen — man ver- gleiche nur die ganz glatte, fast ungegliederte ; Stirn — mit den scharf und bestimmt gezeichneten I und gegen einander abgenutzten Formen innerhalb der Kunatentwicklung des 4. Jahrhunderts seine Digitized by Google 64 Nachtrüge. Stelle anzuweisen. Ich muss mich vielmehr auch hier Furtwänglors Ansicht (Meisterw., a. a. O.) in so weit nnsehliesseu, ab er die Entstehung des Kopfes in das 5. Jahrhundert zu rück verlegt Arndt webt auf die Bildung des Haares „auf dem Ober- kopf- (soll w ohl den hinter der Binde liegenden Teil bezeichnen?) hin, die den Werken des 5. Jahr- hunderts fremd »ei. Letzteres kann ich nicht zu- geben. Vielmehr findet doch gerade die Art, wie das Haar hinter der Binde in lauter einzelne, scharf betonte und präcis modellierte, recht regel- mässig angeordnete Locken gegliedert ist, die sich nur in geringem Relief vom Schädel n blieben, allein in Werken des 5. Jahrhunderts Parallelen und entspricht einer Stilstufe, die schon durch den Diadumenos Polyklets mit seiner weich über die Binde hcrvorqmdlenden Haarmasse überwunden ist Die Haarbehandlung bei dein Florentiner Athleten (mit der modernen Vase) erscheint un- serem Kopf gegenüber fast schon naturalistisch und impressionistisch. Die Asymmetrie in der Lage und Anordnung der in die Stirn fallenden Locken ist gleichfalls durch Beispiele aus dem 5. Jahr- hundert zu belegen. Nicht allzu weit scheint mir die Kluft, welche in dieser Beziehung den Neapler Kopf von dem des Omphalos- Apollon trennt, bei dein eine solche Asymmetrie doch schon mit voller Absicht und in Rücksicht auf eine bestimmte künstlerische Wirkung durchgeführt ist Der (an- geblich aus Bcneventstammende) bronzene Knaben* köpf des Louvre kann für die Anordnung der Lockenpartie über der Mitte der Stirn herange- zogen werden, und für den einer naturalistischen Behandlung sich nähernden Formen' vortrag des gesummten Stirnlockcnkranzos bildet doch wieder, ausser manchem Andern — man denke z. B. an den Pctworther Athletenkopf — , Polyklets Diadumenos mit. den auf die Schläfen herabhängemlcn Haar- partien eine lehrreiche Parallele. Arndts Ar nutz würde den Neapler Kopf zeitlich in die unmittel- bare Nähe des Praxitclbchen Hermes rücken. Wie das möglich sein soll, bekenne ich nicht zu ver- stehen. Der ganze gründliche Wandel in den künst- lerischen Anschauungen, der die Schöpfungen des 4. Jahrhunderts von denen des 5. unterscheidet, hat den Neapler Kopf meines Erachtens noch nicht berührt, dessen Entstehungszeit deshalb in die letzten Jahrzehnte des 5. Jahrhunderts zu ver- setzen sein wird. Ich henütze die Gelegenheit zu einigen Be- merkungen über den Torso, mit dein das Neapler Exemplar des oben behandelten Kopftypns fälsch- lich verbunden ist, um zii Gräfs Ausführungen über denselben (Rom. Mitt. XII, S. 30 ff.) Stellung zu nehmen. Durch den oben gefühlten Nachweis, dass der ursprünglich auf dem Torso sitzende Kopf nach der r. Schulter gewendet war, wird, scheint mir, das Verständnis der gat zen Statue wesentlich gefördert. Die der jetzigen Ergänzung in Ausfallstellung zu Grunde liegende Idee ist durch die nachgewiesene Kiiekwärtawendung des Kopfes ohne Weiteres beseitigt, vielmehr deutet eben diese Rückwärts Wendung in Verbindung mit der Vorwärtsbewegung des Körpers darauf hin, dass der Jüngling etwa auf der Flucht vor einem Gegner zu denken ist, dessen drohendem Angriff er durch das Einziehen der r. Hüfte auszuweichen sucht. Die letztere Annahme scheint mir durch das romplicierte Bewegungsmotiv des Oberkörpers -- die auch von Grat", p. 72, hervorgehobene Bie- gung, wie sie in der stark gekrümmten Mittel- linie der Brust zum Ausdruck kommt — nahe ge- legt, das auf diese Weise seine angemessene Er- klärung findet. Diese meine Auffassung steht mit der von Graf a. a. 0. vorgetrageneti in Wider- spruch, wonach nicht ein V'or wärt» bewegen, sondern vielmehr ein Ziisaimiicnbrechen darzustellen in der ursprünglichen Absicht des Künstlers gelegen habe Gräf hat eine seiner Anschauung entsprechende Er- gänzung oder vielmehr Aufstellung des Torso auf Tafel II zur Darstellung zu bringen versucht. Allein diese Aufstellung lässt sich meines Erach- tens mit den am Torso seihst zu beobachtenden Thatsacheu nicht in Einklang bringen Gräf selbst gieht richtig an, dass das 1. Bein des Jünglings, wenn auch aus mehreren Stücken zusammengesetzt, doch im Wesentlichen antik sei. Da nun im Knie die Brüche aneinander schliessen, so sind die ein- zelnen Teile des Beines in ihrer gegenseitigen I*agc, und damit die Stellung des Beines so, wie es die jetzige Aufstellung zeigt, mit völliger Sicherheit gegeben, namentlich ist es ganz unmöglich, den linken Fuss, wie es Gräf p. 33 verlangt beliebig weit vom Pal in stamm zu entfernen. Unter demselben Fuss ist aber ein Stück der Plinthc erhalten, deren Oberfläche doch natürlich wagerecht g. legen haben muss. Letzteren Grund bat bereits Petersen mit Bezug auf ein unter dem Palmstainm erhaltenes Stück der antiken Plinthe in eiuer Anmerkung zu Gräfs Aufsatz (S. 84) gegeu diesen geltend ge- macht. Es ist also unmöglich, dein Torso die von Graf geforderte Lage zu geben, wenn man nicht gleichzeitig annehmen will, dass die Plinthe schon ursprünglich jene stark geneigte Oberfiäche hatte wie auf Gräfs Tafel. Pas will ja auch Graf selbst Digitized by Google Nachträge. 65 nicht. Stand dagegen die Oberfläche der Plinthe horizontal, so ist die Stellung de« Torso so wie jetzt absolut gesichert und die Auffassung der Statue als der eines Fliehenden, wie sie oben ver- treten ist, sehr nahe gelegt. Auch die Richtung der Blutstropfen widerspricht meines Krachten» nicht der jetzigen Stellung. Ich vermag wenigstens nicht einzusehen, dass sie bei der von Graf vor- geschlagenen Stellung auch nur im Geringsten eine mehr der Natur und den Gesetzen der Schwer- kraft entsprechende Richtung verfolgen. Im Gegen- teil macht auf Gräfs Tafel der Blutstropfen zu Husserst 1. eine bedenkliche Abweichung von der zu fordernden verticalen Richtung, während am Original diese Forderung mit mathematischer Ge- nauigkeit erfüllt wird. Also auch von dieser Seite erfahrt die jetzige Aufstellung vielmehr eine Unter- stützung als eine Krschüttcrung. Ob man die Figur in dem neugewonnenen Stellungsmotiv wird mytho- logisch deuten können, das zu untersuchen ist hier nicht mehr der Ort. (Herrmann.) Zu No. 522/523: Klein, Praxiteles p. 427,Anm.l. Zu No. 531 : Das angesetzte Schulterstück I., dessen ganze Oberfläche nur gerauht ist, ist modern und kann für die im Text angenommene Ergän- zung mit eiuem Schild nichts beweisen. Das Stück ist aus anderem Marmor, ausserdem ist au dem antiken Teil des 1. Oberarms vorn ein kleiuer Zipfel der Chlamys angearbeitet — man erkennt darau das kleine, in den Zipfel eingenähte Ge- wicht zur Beschwerung — , dessen Falteuzüge mit denen des gerauhten Gewandes auf dem ange- setzten Schulterstück in keiner Weise Zusammen- gehen. Wenn also, in Abweichung von der sonst mit vollem Recht zur Vergleichung herange- zogenen Statue des Hermes von And ros, die I. Schulter noch zum Teil von der Chlamys be- deckt war, wenn ausserdem, wie im Text eben- falls mit Recht angenommen, der untere Teil der Chlamys um deu 1. Vorderarm geschlungen war, so wird die weitere. Ausstattung dieses Armes mit einem Schild doch recht unwahrscheinlich. (Herrmann.) Zu No. 534 535: Der Torso ist jetzt in die Inucnräume des Museums, Sala dei capolavori, % ersetzt. (Herrmann.) Zu No. 547 — 54‘J: Arndt, la glyptotheque Ny- Carlsberg p. 20. Zu No. 560: Auf Grund der auf den Hüfteu er- haltenen Stützenreste wird oben im Text ange- nommen, die bei deu Arme der Statue seien ge- senkt gewesen. Dem steht die nur einige Zeilen weiter ausgesprochene, an die Rruclistelle auf der I. Schulter auknüpfende Vermutung entgegen, der .Jüngling habe ursprünglich eine Lanze oder Palme geschultert. Dann könnte aber der I Unter- arm eben nicht gesenkt, sondern er müsste, wie beim Doryphoros, bis zu horizontaler Lage er- hoben gewesen sein. Trotzdem wird die letztere Annahme die richtige und der Stützenrest auf der I. Hüfte so zu erklären sein, dass die Stütze zuu» Halt des erhobenen Unterarmes diente, also ent- sprechend der in demselben Saal aufgestellten Replik des einschenkenden Satyrs. Man erkennt an dem erhaltenen Rest noch deutlich, dass die Stütze ursprünglich schräg nach oben lief, wodurch unsere Annahme besonders empfohlen wird Die Hüften sind keineswegs gleich weit atisgebogcn, auch der Stand der Beine war durchaus nicht ziemlich gleich. Vielmehr ist die Ausbiegung «1er 1. Hüfte ganz entschieden betont, hier war also das Standbein, und nicht das !., sondern vielmehr das r. Bein war vor und zur Seite gesetzt. Dem entspricht der ganz verschiedene Zug der Inguinal- falten, die Senkung der 1. Schulter und die Krüm- mung der Mittellinie der Brust. In Verbindung mit der Drohung des Kopfes ergiebt sich also ein ziemlich bewegtes Motiv. Nicht die zum Ver- gleich lierangezogene, viel einfachere und ruhigere Knabenstatue von der Akropolis (Athen. Mitt 1880, Tafel I), sondern vielmehr da» Urbild des Stephanos- Athleten würde etwa die nächste Paral- lele zu unserem Torso bilden. Da dieser, wie auch ich glaube, ein griechisches Original ist, und da das oben für ihn erschlossene Motiv thatsächlich genau mit dem Stephanos- Athleten übereinstimmt, »o könnte inan auf die Vermutung kommen, «lass uns in dem Palenuitaner Torso und in der Statue des Stephano« Urbild und (modificicrtc) Copie nebeneinander erhalten seien Dennoch ist das nicht recht wahrscheinlich, schon der Grössen- unterschied macht bedenklich. Vielmehr werden wir cs hier, in ähnlicher Weise wie bei den älteren sogen. * Apollon“ -Figuren, mit einem Zeittypu» zu thuu haben, der von verschiedenen Künstlern und in verschiedenem Sinne benützt und verwendet wurde. Die nicht geringe Bedeutung des Palcr- mitaner Torso liegt dann darin, dass er lins von der stilistischen Eigenart, der charakteristischen Formenspracbe desjenigen Werkes, da» uns in der Statue des Stephanos in einem gründlich ver- wässerten Aufguss erhalten ist, die lebendigste und klarste Vorstellung vermittelt. (Herr mann.) Zu No 553: Kjellbcrg, Asklepios II, p. 24, Anm 5; p. 32 — Klein, Praxiteles p. 424, Anm . No. 6. 5 Digitized by Google 66 Nachträge Zu No. 554: Zu dein Kopf notierte ich mir vor dein Original, das» er nicht praxitcliseh, wie im Text angegeben, sondern ebenfalls archaisierend sei, mit dem bekannten Nackenschopf lind, wenn auch nicht erhaltenen, so doch durch Reste indi- cicrten, geringelten Schulterlocken. (Herrmann.) Zu No. 558: Eine weitere Replik des Fan- Kopfes befindet sich im Thorvaidsenmuseiun in Kopenhagen, No. 18 (erscheint in der nächsten Serie). Zu No. 559 d: Allerdings ist der ganze Baum- stamm bis dahin, wo die modernen Ergänzungen oben überhaupt beginnen, antik, also etwa bis zur llaWmhe der Figur. Von da an mit Kopf und Annen modern, da« Itaweguiigsmotiv der letzteren also Erfindung des Ergänzeis. Herrmann. Zu No. 583: Die Haare des Oberkopfessind, wie mau am Original siebt, thatsächlich plastisch aus- geführt. Der Mann trägt also nur die Rinde mit herabhängeiideii Enden, nicht eine helmartige Kappe. Im Nacken die Haart olle. (Herrmann.) Zu No 566: Vor dem Original hatte ich kein Be- denken, die verwitterten Reste oberhalb des Altars dennoch als Flammen anznsehen. Die Darstellung links vom Altar ist im Original deutlich zu er- kennen Es steht dort eine zweite Frau, etwa eil face, während der Kopf nach r. rückwärts ge- wendet ist. ln meinen Notizen finde ich weiter die Angabe, dass sic in der Rechten einen zweiten Vogel hatte, dessen Flügel man erkenne. Das ist mir angesichts der Photographie nicht mehr ganz klar* Wahrscheinlich bezieht sich die Angabe auf die undeutlichen Reste I. neben dem Kopf der Frau, in denen wohl die hoch erhobene, den Vogel haltende r. Hund derselben zu erkennen ist. (Herr manu.) Vgl. den Sarkophag mit dem Triumphzug iles Bacchus im Palazzo Hianco in Genua (Phot. A. Noack No. 6738). Zu No. 575/576: die Statue wird iu ver- schiednen Dötailanfnahmen in Serie V publiciert werden. Sie ist weitaus die beste der Parthenos- repllken. Zu No. 579: Maionica in der Festschrift für Benndorf p. 296 fl’. Zu No. 583 584: Abguss in Heidelberg, No. 171. Zu 589—591: Puschi in „Atti del mtiseo civieo di antichitä in Trieste“, No. 2, 1897, p. 35 tT. und tav X. Zu No 595 B: nach frdl. Mitteilung E Lnwvs völlig Überarbeitet. Zu No. 697,598: das Relief war, wie Arndt vermutet hatte und wie ich an den Tarentiner Originalen constatiert habe, die Vorderseite eines Kastens, vermutlicher einer Arula, die niedriger und kleiner, als in TarenL und sonst in Griechenland gebrauch lieb, gebildet war. Die Schmalseiten sind mit einer aus stacldichtem Akanthos einpor- wachsenden Blume verziert; die Arula war schwerlich, wie sonst, geschlossen und ist, wie oft, ohne vertretenden Rand und unten ohne Boden. Die Länge beträgt 0,265, die Breite 0,21 (über den Kopfleisten gemessen), die Höhe 0,225. (Petersen.) Zu No. 599: Ein ähnliches Blech im Bronze- saal des Louvre, No. 407 (Phot, Giraudon 192). Zwei weitere sind abgebildet im Auctionskatalog der Sammlung des t av. Luigi Saulini Rom, Hotel de vente Sangiorgi, 24./26. April 1899); pl II, lüO. Aus Praeneste. — Vgl. ferner Bull. d. Jst. 1851, p 58. Zu No. 604 c (= 605b : Klein, Praxiteles p. 56, Anui., No. 26. Zu Nu 606a: Klein, Praxiteles p. 193, Anm 1. Zu No. 613—616: Furtwänglcr, griccli. Ori- giualstatuen in Venedig, p. 291 f. Zu No. 621: Duhn, Bronze der früheren Sammlung Ancona, in den .Neuen Heidelberger Jahrbüchern** 1893, p. 98 tf. Zu No. 633/634: Furtwängler, Meisterwerke p 424. Zu Nu 635/636: Furtwängler, Sammlung Somzec, Text zu Taf. VII, No. 9 und p 79. — Klein, Praxiteles p. 393, Anin 2, Ko. 1. Zu No. 637/638: ein w eiteres verwandtes Werk ist der Kopf einer Artemisstatuette in der Glypto- thek Ny-Carlsberg (No. 4fi), eines reizvollen griechischen Originals der zweiten Hälfte des 4. Jahrh. Zu No. 698—701: Klein, Praxiteles p. 387, Anm. 1. Zu No. 706a: Furtwängler, zu den Tempeln der Akropolis von Athen (bayr. Akad.-Ber. 1898), p. 367 fl'. — Furtwftnglera Gedanke, die , Athene der Ecole des beaux art» in den Ostgiebel des Parthenon zu stellen, ist, abgesehen von anderen Gründen, schon deshalb unrichtig, weil das Pariser Exemplar, das jetzt bequem zugäng- lich und in vortrefflicher Beleuchtung aufgestellt ist, sicher kein Original, sondern römische Kopie, nicht einmal erster Qualität, ist- Amelung und ! ich haben dies unabhängig von eiuauder vor dem Marmor festgestellt. Zu No. 707: Furtwängler, griech- Original* ■ Statuen in Venedig p. 309, Anm. t. Digitized by Google Nachträge. 6 1 Zu No 708: Furtwängler, griecli. Original- statuen in Venedig p. 313. Zu No 710,711: Ainelung bei Pauly-Wissowa ». v, Chiton Sp 8821. Zu No. 714: Klein, Praxiteles p. 419, Anin. 2. Zn No. 715: Klein, Praxiteles p. 390, Anm. 1, No. 2. Zu No. 716: Furtwängler, griecli. Original- statuen in Venedig p. 310, Anm 1. — Klein, Praxiteles p. 364, Anm 2, No. 6. Zu No. 718 720: Kjcllberg, Asklepios II, p. 37, Anm.; p. 38; p. 40, Anm. 1; p. 42; p. 43 Zu No. 724: vgl. Athen Mitt. d. J. 1897, p. 380, Anm. 4. Zu No 728: Stiiduiczka, Jahrbuch d. J 1896, p. 257 unten. Zu No. 737: Furtwängler, zur Venus von Milo (bayr. Akad.-Ber. 1897), p. 418, Anm. 1; darnach (Jrabrelief. Zu Serie III, p. 29, rechts: die Statuette eines liegenden Jünglings in der Sammlung Nelidow (jetzt in Rom) ist von Treu im 3. Textbaud zu „Olympia“ p. 221 f., Fig 248 abgebildet und als Dionysos erklärt worden. — Die hellenistische Bronze eine* stellenden Nackten ist von O. Wulff, Alexander mit der Lanze, Berlin 1898, veröffentlicht worden. Zu dem Asklepiostorso: Kjcllberg, Asklepios II, p. 26, Anm. Zu No. 741: die Inschrift ist ~\ Md»F.IMJN zu lesen (Sal. Kein ach.) Zu No. 743/744: jetzt in Dresden; Arch. Auz. 1898, p. 54, No. 4. Zu No. 745—750: Kckule in der Festschrift für Benndorf p. 121 ff. Zu No. 756: ans einer ähnlichen (inippe, wie der Kaukasos des Berliner Prometheusreliefs aus Pergamon? (Bulle.) Zu No. 759: Der Statue ist jetzt der r. Unter- schenkel angefügt, der mit der Bruchtläche ge- nau anpasst. Als ich sie sah (atu 5. September 1898), sagte der anwesende Museumsvorsteher, das* die Anfügung etwa vor zwei Monaten vorge- nommen sei. Das neu angesetzte Bruchstück soll nach der gleichen Quelle an derselben Stelle, in einem Brunnen, gefunden sein, wie der Torso. Man habe den Bruuuen ausgeräuint, und unter den heratisgeworfeneu Bruchstücken habe sich der betreffende Unterschenkel gefunden (Herrin a nu.) Zu No. 762: vgl. Friederichs- Wolters 1509. Zu No. 766: Die Statue ist der des sogenannten Sex t us von Chaeronea in der Sala della Biga sehr ähnlich, aber als Wiederholung kann man sie nicht bezeichnen Die Anlage des Mantels ist dazu doch gar zu verschieden, wie eine Verglei- chung mit den Abbildungen bei Visconti, Mus. Pio dem. III, 18 und Pistolesi, Vatic. descr. VI, 10 ohne Weitere» lehrt- (Herrmaiin.) Zu No. 768: Klein, Praxiteles p. 108, Anm., No. fl. Zu No 777—780: Studniczka in der Fest- schrift fiir Benndorf p. 169 Zu No. 799: Klein, Praxiteles p. 361, Anm 1, No 5. Zu No. 800: Treu in der Festschrift für Beim dorf p. 108. Zu No. 806 - 807: Ainelung bei Pauly-Wissowa s. v. Chiton Sp. 2314. — Artidt, la glyptotheque Ny-Carlsberg pl. 38-40, p «5 ff. Zu No. 809/810: eiue weitere Replik des Dio- medeskopfes (schon von P. Herrmann in Furt- wänglers „Meisterwerken“ p. 316, Anm 2 als solche vermutet) in Madrid (Prado, äussere (lal- lerien), sehr gut erhalten, aber von flauer Arbeit; wird in Serie V veröffentlicht werden. - Ainelung, Bull com. 1897, p. 196, Anm 3. Zu No. 817: Klein, Praxiteles p. 365, Anm., No 6. Zu No. 822: eine vierte Replik des Typus, dieses Mal der Münchner entsprechend mit Fell, im Palazzo reale in Oenua, wird in Serie V ver- öffentlicht werden. Zn No. 8:16/837: Furtwängler, griecli Original- statuen in Venedig p. 308, Anm. 3. — Amelung bei Pauly-Wissowa s. v. i'hiton, Sp 2317. Zu No. 840 -843: ein sehr verwandter Kopf, aber keine Replik, in der .Sammlung der Madrider Kunstakademie , wird in Serie V veröffentlicht werden. Zu No. 847 848: Klein, Praxiteles p. 392, Amu., No. 2. Zu No 853 854: Treu in der Festschrift für Benndorf p 105 Zu No. 855 856: Kjcllberg, Asklepios II, p. 5 f. Zu No. 857 858: Klein, Praxiteles p. 414. Anm. 1. Zu No. 869 871: Treu in der Festschrift für Benndorf p. 105. Zu No. 875/876: Das Original befindet »ich auf einer Statue des Louvre, No. 485 in der Salle de la Pallas de Velletri. Der Marmor de« Kopfes ist grossköruig, der der Statue feinkörnig. Er- gänzt sind Flicken an den Brauen, Nase, Mund, Kinn, Flicken der linken Wange, Hals mit Locken, beide Unterarme mit Händen, Teile der Falten, beide Füsse und Ränder der Plinthe. Die Zu- 5* Digitized by Google 6K Nachträge gchOrigkeit de» Kopfe» ist also »o gilt wie aus- geschlossen. Kopf und Figur sind erwähnt l>ei Klein. Praxiteles p. .'164 f. Die Statuen, die dort Anui. 3 als Repliken der Figur angegeben »ind, stellen ihr thatsäehlicli nicht so nahe. F.s sind alles sellntändigc Variationen de» dort behandelten Kore-Typus. Klein'» No. 4 hat in dieser Reihe gar nicht» zu thun. (Ainelung.) Zu No. 877 878: Klein, Praxiteles p. 392, Anin , No. 4 Zu 879 880: der Kopf ist der Statue de» Louvre No 883(Löwy, Kilnstlerinschriftcn No 293; Phot, Oirandon) aufgesetzt; ergänzt (nach frdl Mitteilung von A Heren de Villefosse): der llehnkainm mit dem Busch (fehlen im Abguss , die Nase, das r. Ohr, Kleinigkeiten am Halse Zu 881 882: Studniczka, Festschrift für Benn- dorf p. 187 Zu No. 887: Treu im Jahrh d. Inst. 1897, p. 101 f. Darnach zur fllnften .Sildwetopc ge- hörig Zu No 893: Furtwängler, griech Original- statuen in Venedig p. 309 Zu No 894,895: Klein, Praxiteles p. 110, Antn. (dort fälschlich: „No. 285 286“). Zu No 899/900: Klein, Praxiteles p. 353, Aum. 2. — Amelung, Bull, com 1897, p. 127, Anm. 1 e. »,ft>r » , s Digitized by Google f A t-f • ~l VERLAGSANSTALT F. BRÜCKMANN A.-G. IN MÜNCHEN Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Herausgegeben von PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG Jedes Blatt auch im Einzelverkauf zu beziehen Serie V Mit Beiträgen von HEINRICH BULLE, ADAM FLASCH, ANDRfi JOUBIN, EMANUEL LÖWY, ADOLF MICHAELIS, FERDINAND NOACK, JOHANNES SIEVEKING -x- Preis £ Mark Digitized by Google Bezugsbedingungen. Die vorliegende Publication int nicht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschliesslich direct von der Vcrlagsanstalt F. Br tick mann A.-G. in München 20 zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissen- schaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung über- nommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfasst 278 Nummern, davon 8 Blatt im Format von 24 : 30 cm zu 1 Mark ‘25 „ „ „ „ 18 : 24 „ „80 Pfennigen 245 „ „ „ „ 18 : 18 „ „ 50 Die zweite Serie (Nr. 279—578) enthält 300 Blatt in Cabinctformat zu 50 Pfennigen. Die dritte Serie (Nr. 579 — 900) enthält 922 Blatt in C'ahinetformat zu 50 Pfennigen. Die vierte Serie (Nr, 901 — 1200) und die fünfte, vorliegende Serie (Nr 1201—1500) enthalten je 300 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen, Für die Abonnenten tritt eine Ermäasigung von 20"/» ein, sodass die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige und jede weitere Serie wieder 120 Mark kostet. IlkUSI». sIstMs. Digitized by Google Ais neue Abonnenten sind seit dem Erscheinen der letzten Serie hinzugekommen : In Dänemark,: Das k. Museum von Gipsabgüssen in Kopenhagen. In England: Das Fitzwilliam-Museum in Cambridge. In Frankreich: Die Universität in Montpellier. In Russland: Die Antikensammlung der Kais. Ermitage in St. Petersburg. In der Schweiz: Herr Professor Dr. J. J. Bernoulli in Basel. Dagegen haben das Abonnement aufgegeben : Die künigl. Bibliothek in Berlin und Mrs. Strong-Sellers in London, so dass die Gesammtzahl unserer Abonnenten jetzt 48 beträgt. Durch Abnahme einzelner Blätter haben unser Unternehmen unterstützt: In Amerika: Miss Stetson. In Braunschweig: Frl. Marie Daeneke. Frl. Mathilde Vierthaler. Herr Prof. Dr. P. J. Meier. In Jena: Herr Prof. Dr. F. Noack. In Königsberg: Herr Geheimrat Director Prof. Dr. E. Grosse. In München: Herr Director Prof. Dr. A. Furtwüngler. In St. Petersburg: Herr Oberlehrer R. von Kieseritzky. In Strassburg i. E.: Herr Oberlehrer Dr. Ruhland. 1* Digitized by Google Das finanzielle Ergebnis der Publication ist der Art, dass der Verleger von dieser Serie ab den Mitarbeitern ein, wenn auch bescheidenes, Honorar zu zahlen im Stande ist. Fllr gut ausgeführte, zur Publication geeignete Negative des Formates 13:18 cm werden wie bisher 4 Mark bezahlt. Wir ersuchen insbe- sondere unsere jtlngeren Fachgenossen , dem Unternehmen in dieser Form ihre Unterstützung zu schenken. Der nächsten Serie wird voraussichtlich ein ausführlicher Index Uber das bisher Erschienene beigegeben werden. Für die kommenden Serien liegen Auf- nahmen vor aus Spanien und Venedig (wo alles Erreichbare photographiert worden ist), Kreta, Weimar. Auf Beigabo von Nachträgen wollen wir in Zukunft aus praktischen Gründen verzichten. Jeder der beiden Herausgeber hat hingegen für jedes bisher erschienene Blatt einen besonderen Act angelegt, auf welchem neue thatsächliche Angaben, die inzwischen erschienene Litteratur, sowie treffende stilistische Be- obachtungen eingetragen werden. Diese Nachträge sollen später in geeigneter Form den Abonnenten zur Kenntnis gebracht werden. Um das Girieren unserer Publication zu erleichtern, werden fortan nicht mehr die ganzen Seiten , sondern die einzelnen Spalten des Textes nummeriert werden. Von befreundeten Seiten werden uns zum Aufziehen der Photographien anstatt des gewöhnlichen starken Pappcartons die Klebeleinwand von Dr. A. Hesekiel & Co., Berlin NO 18, sowie die Toile adhäsive „Linotype“ der Firma J. Gautier, Paris, Boulevard Beaumarchais 81, empfohlen. Doch haben nach unseren Erfahr- ungen beide Stoffe den Nachteil, dass die Photographien dann keinen Rand haben zum Einträgen von Notizen, die Rückseite aber nicht beschrieben werden kann, sowie dass der Preis dieser Fabrikate ungewöhnlich hoch ist. Die Verlags- anstalt Bruckmann ist übrigens bereit, das Aufziehen einer Serie von 300 Blatt auf starkem graublauen Carton itn Format 19 : 24 cm zum Preise von 24 Mark zu übernehmen. Der Titel der Unternehmung hat auf mehrfach geäusserten Wunsch hin eine Aenderung erfahren. Wir bitten, die Publication künftig unter dem Namen „Einzelaufnahmen“ (E-A) oder (unlogisch, aber praktisch) „Einzel verkauf“ (E-V) citieren zu wollen. Von Recensionen sind ein mit ,,M“ gezeichneter Bericht in der Frankfurter Zeitung vom 7. April 1900, sowie die Besprechung von Gräf (Jahresbericht Uber antike Plastik, in Bursians Jahresbericht CX [1901] S. 74) zu erwähnen. Der Auf- forderung, unsere Texte kürzer zu gestalten, können wir nicht nachkommen, da wir nicht nur für Andere Arbeitsmaterial herbeizuschaffen beabsichtigen, sondern auch selbst eine wenigstens vorläufige Einordnung und Würdigung der einzelnen Stücke, die wir veröffentlichen, geben wollen. Digitized by Google Wir erwarten im Übrigen vom Rechtlichkeitssinn unserer Fach- genossen mit Bestimmtheit, dass Keiner von ihnen den weiteren Ab- sichten, die wir mit dieser unserer Unternehmung verfolgen, durch ähnliche Veröffentlichungen oder durch Ausbeutung der unsrigeu hindernd in den Weg tritt. Unsem Mitarbeitern herzlichen Dank für ihre Hilfsbereitschaft! Adam Flasch müssen wir ihn ins Grab nachrufen. München und Rom, Februar 1902. Paul Arndt. Walther Amelung. Digitized by Google Inhalt Spalt« Nr. 1201 — 1265. Athen, Nationalmnsenin 1 — 32 „ 1266 — 1273. Athen, Nationalmuseum, Magazine 32 — 34 „ 1274 — 1287. Athen, Akropolismuseum 3-1 — 37 „ 1288 — 1297. Athen, Kunstbandel 37 — 39 „ 1298 — 1299. Kleuaiä, Museum 39 — 40 „ 1300. Oropos, Ainphiareion 41 „ 1301 — 1303. Thespiae, Museum 41 — 42 „ 1304 — 1306. Patras, Dimarchie 43 „ 1307 — 1309. Patras, Gymnasion 43—46 „ 1310. Kloster Lukü (Tbyreatis) 46 „ 1311 — 1324. Sparta, Museum .............. 46 — 51 „ 1325—1328. Corffi, Gymnasion 51—52 „ 1329. Andros, Palaeopolis 52 — 54 „ 1330 — 1332. Paros, Museum 54 „ 1333. Paros, Ortschaft Kustos 54 — 55 „ 1334 — 1337. Paros, Privatbesitz 55 „ 1338 — 1344. Smyrna, Kräng. Schule 55 — 58 „ 1345 — 1350. Smyrna, Konak 58 — 59 „ 1351 — 1352. Smyrna, Sammlung Gaudin 59—60 „ 1353. Konstantinopel, Kunsthandel 60 „ 1354 — 1355. Itom, Palazzo Aldobrandini 60 — 61 „ 1356 — 1357- Rom, Privatbesitz 61 — 63 „ 1358 — 1365. Genna, Palazzo reale 63 — 66 „ 1366 — 1370. Genua, Palazzo bianco 66—68 „ 1371 — 1372. Genna, Villa Gruber 69—70 „ 1373 — 1380. l'dine, Klient. Sammlung Cernazai • 70 — 71 „ 1381 — 1383. Trient, Museo mnnicipale 71 — 75 „ 1384—1408. Aix en Provence, Muse« 75 — 80 „ 1409 — 1430. Nimes, Maison carree 81 — 88 „ 1431. Nimes, Kcole des beaux-arts 88 — 92 „ 1432 — 1435. Mannheim, Grossherzogi. Antiquarinm 92 — 93 „ 1436 — 1443. Karlsrahe, Vereinigte Sammlungen 93 — 99 „ 1444 — 1447. Schloss Krbach 99 — 102 „ 1448 — 1451. Dannstadt, Sammlung von Heyl 103 — 105 „ 1452. Würzburg, Privatbesitz 105 „ 1453—1459. München, Sammlung Georg Hirth 106 — 107 „ 1460 — 1475. Jena, Sammlung Schott 107 — 110 „ 1476 — 1488. Kopenhagen, Thorvaldsenmnsenm 110 — 117 „ 1489 — 1500. Escorial, Codex Escorialensis 117 — 122 Digitized by Google 1 Athen. 2 Athen. Nationalmuseum. 1201 und 1202. Jugendlicher Kopf. Kavvadias65. Etwa* unterlebensgross. Die Angen waren aus anderem Stoffe eingesotr-t. An den Seiten fielen Schultorlocken herab. Erwähnt: Arndt - Amelung , Einzclaufnahmen, n° 427/428; ebenda, Nachträge zu Serie IV, n0 427 128; Arndt, laGlyptotlieque Ny-Carlsberg, Text zu pl 16, note 1 Furtwänglcr, Statuencopien I, p. 13. Die freieren Gcsichtszügc contrastieren mit der altertümlichen Haarfrisur: es bleibt zu untersuchen, ob dieselbe bewusstem Wiederaufnehmen archaischer Formen ihre Anwendung verdankt, oder ob sie ein älteres Detail ist, das eich in jüngere Zeit hinüber ge- halten hat. Nach Furtwänglcr Kichtung des Kallimachoa. Die Arbeit des Kopfes ist leblos und nüchtern, seine Benennung zweifelhaft. (Arndt.) 1203 und 1204. Weiblicher Kopf. Kavva- dias 381. Sybcl 718. Arndt, la Glyptotheque Ny- Carlsberg, Text zu pl. 43. Etwas unterlcbeusgross. Locher für Ohrringe. Auf der Rückseite nur an- gelegt Binden quer über die Stirn und um den Obcr- schädel; das Haar des Hinterkopfes in der Sphcn- done. Bei schlechter Erhaltung und harter Arbeit interessant als ältere Vorstufo von Typen, wie der sog. Madrider Sappho (Aphrodite phidiasischer Zeit: Furtwängler, Meisterwerke p 98 ff.) und den «Glyptotheque Ny- Carlsberg« a. a. 0. zu- sammcngestcllten Köpfen. (Arndt.) 1205 und 1206. Weiblicher Kopf. Kavva- dias f>50. 1883 in Theben gefunden. Sehr grob- körniger Marmor (nicht pcntclischcr, wie Kavva- dias angiebt). Wiederholung des Kopfes, der auf der Artemis Colonna (Berlin 69) nicht zugehörig aufsitzt (vgl. oben zu n° 337). Der Typus scheint im Anfang des 4. Jahrb. geschaffen worden zu sein und, nach der Zahl der Repliken zu urteilen — eine weitere ist unlängst in die Glyptothek Ny-Carlsberg gelangt — , sich grosser Beliebtheit erfreut zu haben. Auch auf dem Sarkophage der Klagcfraucn in Konstantinopel finden sieh ähnliche Köpfe. Vgl. Klein, Praxiteles, p. 344 ff. Zu welcher Statue der Typus gehört, Ist noch nicht bekannt. Die Arbeit des vorliegenden Excmplares ist nicht ilbcl, die Erhaltung dagegen schlecht (A rn d t.) 1207—1209. Jünglingskopf, sog. Jnba. Kavvadias 467; dort die ältere Litteratur. Etwas nnterlebensgross. Die auf den Fundort (die Atta- loestoa in Athen! sich gründende Deutung auf Juba II. von Mauretanien, die von Brunn aufge- stellt worden ist, entbehrt jeglicher Wahrschein- lichkeit; vgl. Helbig, Führer 'I, 426. Der Kopf stellt vielmehr offenbar einen jugendlichen Ath- leten dar, der sich ein Tuch in mehrfachen Win- dungen um den Schädel geschlungen hat, ver- mutlich zum Schutze bei palästrischcn Übungen, wie wir dies auch sonst auf Denkmälern sehen (vgl Brunn-Bruckinann, Tafel 527, und das im Text dazu Bemerkte). Der Kopf ist meines Er- achtens eine feine, bisher nicht gewürdigte, Ori- ginalarbcit des 4 Jahrhunderts. Die von Kavva- dias unter n° 458 erwähnte, am gleichen Orte gefundene Wiederholung des Typus ist mir in Athen nicht zu Geeicht gekommen. (Arndt.) 1210 und 1211. Jünglingskopf. Kavva- dias 364. Sybel 684. In Athen gefunden. Ge- schwolleno Athletenohren. Sehr individueller Ty- pus frühestens vom Ende des 4. Jahrh. Die Lippenränder sind durch eine feine Linie ange- geben; darnach ist der Kopf Kopie nach Bronze Harte Arbeit. (Arndt.) 1212. Attisches Urkundenrclicf, Vom Südfuss der Akropolis. Foueart, Bull, Corrcsp hellen. 1878 T. X p, 37 ff. CIA II 2,653; IV 2. p. 17T. Sybel 4012. Fried. -Woltem zu No 1158. Leliuer Digitized by Google 3 Athen. 4 Athen. Schatzverzeichn, p. 127 f. Collignon, Hist, do la Sculpt. II F. 71. — Die Urkunde, welcher unser ltelicf als Krönung dient, ist das Protokoll betreffend die Übergabe des Schatzes der Athens und der anderen Götter seitens der Schatziueister- kommission des Jahres 398/7 vor Ohr. an jene des darauffolgenden Jahres. Dargestcllt ist Athens, in deren R. ein würdevoller bärtiger Mann die seinige legt. In diesem hat man einen der anderen Götter, den Demos, endlich den Vertreter des Reamtcnkollegs, auf welches die Urkunde sich bezieht, erblicken wollen. Keine dieser Deutungen ist einwandfrei; die Wahr- scheinlichkeit jeder einzelnen kann nur an einem Überblick über den Sprachgebrauch dieser Reliefs abgewogen werden, der an anderer Stelle gegeben werden soll. Die Abhängigkeit der Athena vom Gohlelfenbeinbitde des Pbeidias bedarf, trotz der Verkleinerung bezw. Vereinfachung von Acgis und Helm, keines Hinweises. Für das Motiv der männlichen Figur, in Relief und Zeichnung von der Mitte des 5. Jahrh. ab in verschiedenster Verwendung beliebt, liegen dio Vorbilder sicher noch jenseits des Parthenonfrieses. Vgl. auch No. 1256. Unser Relief ist eines der sorgfaltigst ausgeführten seiner Gattung Die liebevoll spielende Bewegung der Gewandsäuine bildet in anderen gleichzeitigen Reliefs Analogien. (Löwy.) 1213. Attisches Urkunden rclief. Schöne, Gr. Rel. No. 48. CIA II 1, 6«. Sybel 33«. Fried.- Wolters 1163. v. Nullet, ßcschr. d. aut. Münzen II p. 103 f. No. 36. v. Scala, .Staatsverträge d. Altert. I No. 191. Dittenberger, Syll.’ I, 115. — Die Ur- kunde, aus dem Jahre. 856/5 vor Chr , betrifft iu dem erhaltenen Teile Verhandlungen mit Abge- sandten des thrakischcn Neopolis, wahrscheinlich den Alischhias eines Bündnisses. Demgemäss reicht im Relief Athena der durch die Inschrift auf dem Sims als Parthenos bezeichneten Stadt- göttin von Keo))olis die Hand. Athena ist wieder im pheidias'schen Typus dargestcllt; die Parthenos, in deren Kleinheit sich das politische Macht- verhältnis ansspricht, giebt sicher das heimische Idol wieder, dessen Aussehen dem attischen Stein- metzen offenbar durch Münzen vermittelt wurde. (Löwy.) 1214. Attisches Urkundenrelief Schöne, Rel. No. 93. CIA II 1,69. Sybel 316. Fried.- Wolters 1164. Dittenberger, Syll.’ I. 116. — Die Inschrift, vom Jahre 355 4 vor C'hr., enthält die Verleihung der erblichen Prozente an die Bewohner einer hellrspontischen Stadt für eine wichtige Meldung während des Feldzuges des Cliares gegen die abtrünnigen Inseln des thrakischen Meeres. Das (durch Abschlagen auf die Silhouetten beschränkte) Relief stellt im Sinne und offenbar im Aufträge des Geehrten diesen selbst dar, wie er in an- betender Huldigung der Göttin Athens für die Auszeichnung dankt. Eben den Geehrten hat man, gewiss richtig, in dem links hinter Athena heran- sprengenden Reiter vermutet — ein in diesen Kunstwerken nicht befremdendes Beispiel naiv- kompletierender Darstellung. In der Athena ist die Anlehnung an die pheidias’sche Statue besonders eng : im abgesetzten Schild die Schlange, auf der Hand die Nike. Letztere hält nach Schöne's Zeichnung einen Kranz. (Löwy.) 1215. Attisches Urkundenrelief. Arch. Dritten 1891 p. 89 No. 23. CIA IV 2, &3c A. Körte, Athen. Mitt. 1893 p. 253 ff. Phot. Inst. Ath. NM 229. — Die geringen Reste der Inschrift unter dem Relief ergeben nichts für die besondere Beziehung der Darstellung. Nach den Aufschriften auf dem Epistyl sind die beiden grösseren Gestalten Ampluaraos und Hygieia, der wohl durch Be- kränzung (dies hier wahrscheinlicher als Hand- aufiegen, s. No. 1232) seitens der Letzteren Geehrte heisst Artikleides. Das Relief kam in der Gegend des sog. Theseion zum Vorschein. Auch andere eben daher rührende Funde bezeugen ein städti- sches Heiligtum des Amphiaraos; Verdienste um dieses mochten die öffentliche Ehrung des Ar- tiklcides veranlassen. Amphiaraos ist ganz nach einem für Asklepios geläufigen Typus (vgl. No. 1224 f.) gebildet (s. Körte a. 0. und Reisch, Festschr. f. 0. Benndorf p. 143 ff.); bis auf den anders bewegten r. Arm und die fehlende Schlange entspricht er genau der am reinsten durch eine epidaurischc Statue (Athen. Mitt 1892 T. I p. 1 ff.) vertretenen Varietät, deren Erfindung Wolters (ebenda) der Zeit des Praxiteles zuweist. Nicht früher ist, glaube ich, unser Relief anznsetzen; die in der Photographie erkennbaren Schriftreste widersprochen wohl nicht Hygieia ist nahezu identisch mit der von No. 1232; zum Krug in ihrer Hand vgl. No. 1220. Wie sonach in der Erfindung der Figuren sich ein besonderes Maas von Abhängigkeit kundgiebt, bo herrscht in der Durchführung starke Eintönigkeit und fehlt es zwischen den nur für den Beschauer posierenden Figuren an innerer Verbindung. (Löwy.) 1216. AttischesUrkundenrelief. Schöne, Rel. No. 94. Sybel 337. — Die mit den unteren Partien der Figuren weggebrochene Inschrift bezog sich, wie aus der erhaltenen Adorantenfigur hervorgeht Digitized by Google & Athen 6 (vgl. zu No 1314), auf Ehrung einer oder mehrerer Personen. In dem fehlenden Teil rechts können noch andere Sterbliche oder etwa ein (bekrän- zender) Demos als Gegenstück zu der links hinter Athena befindlichen, inschriftlich bezcichneten Bule gestanden haben. Letztere, wohl für den Gebrauch dieser Reliefs erfunden, lehnt sicli im Allgemeinen an matronaie Göttertypen des aus- gehenden 5. Jahrh. an. Ob die in der Athena vorliegende Erweiterung resp. Abänderung des Parthenostypus durch den Mantel und den dem jüngeren Ideal gemäaseren korinthischen Helm auf ein bestimmtes statuarisches Vorbild zurückgeht, ist fraglich. Wohl noch erste Uälfte des 4. Jahrh. (Löwy.) 1217. Attisches Urkundenrelief. Wahr- scheinlich aus Acharnä. Le Ilas, Mon. fig. T. 43, 2, p.TOf. (Rein ach). Sy bei 341. Milchhüfer, Athen. Mitt. 1888 p. 336 No. 499. Deneken, Heros, in Roscher’s Lex. 1 2, 2565. — Hei der grösser gebildeten, anscheinend bärtigen Gestalt in kriegerischer Rüstung kann man an einen Gott, einen Epo- nymos oder sonstigen Heros, wie an den Demos denken. Doch lässt das Fehlen der Inschrift hierüber, wie Uber das Verhältnis der drei Männer, die dem idealen Urheber empfangener Ehrung in solcher Webe den Dank zurückgeben, nichts Be- stimmtes sagen. Ruhig beqnenie Standmotive, wie sie schon der Parthenonfries kennt, werden in der Kunst dieser Reliefs für die Verehrung entgegen- nebmenden Wesen begreiflicherweise schon früh bevorzugt; statuarisch bt die hier vorliegende Kombination (aufgestiitzte Hand, gekreuzte Beine) wohl erst im vorgerückten 4. Jahrh. ausgebildet worden; vgl. Amelung, Röm. Mitt. 1994 p. 69; Arndt zu Einzelaufnahmen No 677 f. (Löwy.) 1218, i (NM 1419). AttischesUrkunden- r e I i c f. Schöne, Rel. No. 59. CIA 1, 75. Sybel 834. — Nach dem unter dem Relief erhaltenen Reste der Einleitungsformel eines Beschlusses nocii aus dem 5. Jahrh , möglicherwebe noch periklcischcr Zeit, daher eines der ältesten erhaltenen Urkundcnreliefs. Die den drei übrigen Bärtigen voranschreitende Figur scheint durch die grössere Gestalt ab ihr i Anführer gekennzeichnet zu sein; doch wäre auch die Deutung auf oin übermenschliches Wesen (Demos) nicht ganz ausgeschlossen. Der noch strengen Zeit entspricht die fein empfindende Aus- führung mit leicht archaischen Reminiszenzen im Stande der Figuren, sowie die von Routine freie Behandlung der Gewandmotive mit den stellen- weise noch leblos aufgesetzten Falten. (I, ö w y.) 1218. 2 (NM 1430). Ich weise dieses feine, ge- wiss nicht unter die ersten Jahrzehnte des 4. Jahrh. herabzurückende Reliefbruchstück aus Sybel nicht zu identifizieren, obwohl cs nach dem auf- gemalten II zum älteren Akropolisbestand zu ge- hören scheint Die zwei jugendlichen Gestalten rechts und ihre im Vergleich mit den anderen kleinere Statur könnten an eine Familie von Heilgöttern denken lassen, doch stimmt damit die Haltung der anderen und wohl auch die Tracht des Jünglings selber nicht. Nahe liegt der Ge- danke an Adoranten; doch bleibt auch hiebddie Haltung des (einen undeutlichen Gegenstand an die Brust drückenden ?} Mädchens wie die starke Bewegung der äussersten Figur links auffällig. (Löwy) 1219. Votivrelief atu dem Asklcpieion am Südfuse der Akropolb. Der Asklepiue 1 aus Sybel 4306 (?) und 4252 zusammengesetzt; der Adorant anscheinend Sybel 4263. Die Richtigkeit der letzteren Zusammensetzung kann ich nach der Photographie nicht beurteilen. Asklepios und ein Sterblicher. Ersterer nach dem ersten der von Thrämer, Asklepios, in Roscher’s Lex. 1 1, 634 IT. unterschiedenen Schemata, worüber zu No. 1220 und 1231. In dem nicht gewöhnlichen Stock in der Hand des Adoranten wie in dessen steifem Stand auf beiden Füssen bt vielleicht ein liinweb auf sein der Weihung zn Grunde liegendes Ge- brechen beabsichtigt Nicht zn frühes 4. Jahrh. (Löwy.) 1220. Votivrelief aus dem Asklcpieion in Athen, v. Duhn, Athen Mitt. 1877 T. XIV, p. 214 fT Sybel 4327. Fried. - Wolters 1143. Löwe, De Aescnlapii figura p. 18 ff. — Dem Heilgott mit seiner Familie tritt ab Adorant der Stifter des Reliefs in kurzem gegürteten Chi- ton mit llelmkappe gegenüber. Dass Letzterer dem Gott für an sich erfahrene Heilung dankt, das am Zügel nachgeführte Pferd darnach nur seinen ritterlichen Stand nusdrUckt, möchte man lieber glauben, ab dass die Heilkunst des Askle- pios für das Pferd angerufen worden wäre. In den über dem Kopf des Adoranten erhaltenen In- schriftresten AN--- IOI — glaubte v. Duhn vor- euklidische Zeit (£« . . .) zu erkennen, was freilich nicht sicher ist Doch genügt diu Stilbtische, um das Stück dem 5. Jahrh., somit der Zeit unmittelbar nach Begründung des Heiligtums zuzuweben, von dessen erhaltenen (bezw. publizierten) Weihreliefs es das älteste bt. Dass die Gestalt des Asklepios, von dessen 1. Hand möglicherweise ein gemalter Stab berniederging, durch das bereits bestehende 2 Digitized by Google 7 Athen. 8 Tempelbild (A. Körte, Athen. Mitt. 18% p 316) bestimmt sei, wird man um so eher glauben dürfen, als im Grunde sämtliche Elemente der späteren Darstellungen des stehenden Asklepios (s. die Aufzählung bei Thrämer, Asklepios, in Roschcr’s Lex. 1 1, 633 ff.), die ihrerseits als Varia- tionen eines und desselben Themas betrachtet werden können (vgl. A. Körte, Athen. Mitt. 1893 p. 253), hier schon vereinigt sind. Damit soll natürlich nicht gesagt sein, dass dieser Typus nicht schon aus vorhandenem Kunstvorrat schöpfte, noch entschieden, ob In der Verwendung für den Heilgott oder -Heros die Priorität Asklepios ge- hörte (vgl. Furtwiinglor, Meister w. p. 368; 399). Dass von den 1. folgenden Figuren auch die Asklep zunächst stehende seine Tochter ist, geht aus ihrer mädchenhaften Erscheinung, sowie aus dem den beiden weiblichen Gestalten gemeinsamen ! Grössenunterschied gegen Asklepios hervor; seit Koepp, Athen. Mitt. 1885 p. 260 hat man in ihnen allgemein (vgl. zuletzt Blinkenberg, ebenda 1899, p. 303) Panakeia nnd Iaso erkannt. Die Ver- schiedenheit der Tracht entspricht einer in der griechischen Kunst weitverbreiteten Tendenz (vgl. archaische Chariten- und Kymphendarstellungen | ii. s. w.); der Krug, wohl mit Hciltrank, soll die Charakteristik vervollständigen; über das Motiv des Sichanfassens vgl. Jahrb. d. Inst. 1887 p. 108, Blinkenberg a. 0. p. 300. Schwerlich werden auch für diese Figuren statuarische Vorbilder anzu- nehmen sein; dass es aber auch für ihre Verbin- dung nicht an einer künstlerischen Tradition fehlte, zeigt No 1221. Die individuelle Gesichtsbildung des Adoranten ist, wie Milchhöfer, Athen Mitt. 1880 p. 207 bemerkt, ein den älteren attischen Votivreliefs gemeinsamer Zug. Dasselbe gilt für | die schlichte, architektonischer Einfassung noch entbehrende Form (Milchhöfer, ebnda p. 220; vgl. auf anderem Gebiet Brückner, Ornament und Form d. Grabstelen p. 62 f.). Im übrigen ver- leugnet unser Belief auch in der Anmut der Motive wie in der Naivetät des Ausdrucks (man beachte die Abstufung der Grössen, das unmittel- bare Herantreten des Sterblichen an die Götter u. s. w.) seine Entstehungszeit nicht. (Löwy.) 1221. Votiv re lief aus dem Asklepieion in Athen, v. Duhn, Athen. Mitt 1*77 T. XV' p. 215 ff. Girard. L'Asclepieion T 3. Sybel 3995. Brunn-Bnickinann T. 62a. Thrämer, Asklepios, in Roscher s Lex. I I, 639 f. — Über den zu einem Stückchen noch erhaltenen Tisch mit Opfergaben s. zu No. 1231. Die Asklepios zugesellten weiblichen Gestalten sind, wie in i No. 1220 und aus denselben Gründen, Panakeia und Iaso; dass die voranschreitende für diese Deutung zu matronal sei, lässt Bich angesichts der Photographie wohl nicht aufrechterhalten, vgl. auch Koepp, Athen. Mitt. 1885 p. 260. Für den Fortbestand gewisser Hauptzüge der Charak- teristik bei stilistischer Weiterbildung der Motive selbst ist bezeichnend, dass auch hier eine Unter- scheidung der Schwestern, u. zw. durch dieselben Trachtelemcnte gegeben ist, wie in dem um mehrere Jahrzehnte älteren Relief No. 1220. So ist auch der Asklepios eine Weiterbildung des No. 1220 erscheinenden Typus. Nur war hier die Kleinreliefkunst nicht auf sich augewiesen: das Schema ist statuarisch durch zahlreiche Exemplare belegt (Thrämer a. 0. 631, 1), und die schon von Duhn gerügte ungeschickte Anbrin- gung des Stabes unter der dem Beschauer zuge- wandten Achsel in unserem Relief erklärt sich besonders gut aus dem engen Anschluss an ein statuarisches Original Überhaupt giebt cs in dieser ganzen Gruppe von Reliefs kaum eine Darstellung des stehenden Asklepios, die nicht ihr Gegenstück in erhaltenen Statuen hätte: es lässt das bei dem schon charakterisierten Ver- hältnis dieser Typen zu einander (No. 1220) einen Schluss auf die gegenseitige Originalität der Asklepiosbildungen zu, die uns gerade für das 4. Jahrh. von namhaften Bildhauern in grösserer Zahl bezeugt sind. Die in Rede steheude Ge- staltung des Typus würde ich, abweichend von Furtwängler, Meisterw. p. 121, 3; 488, 3, nicht vor dem 4. Jahrh. ansetzen Freilich gebricht es uns für die Entwicklung der Gewandmotive in der Zeit zwischen der Schule des Pbeidias und Praxiteles noch an gesicherten chronologischen Kriterien. (Löwy.) 1222. Votivrelief aus dem Asklepieion in Athen. Sybel 4001. Koepp, Athen Mitt. 1885 p. 258. — Asklep entspricht dem Schema III Thrämers (Asklepios, in Roscher's Lex I 1, 636). Schwierigkeit macht die Erklärung der neben ihm stehenden, in Bildung und Tracht (doppelter Chiton, schwerer, über den Kopf gezogener Mantel) völlig matronal erscheinenden Figur, wie sie als einzige Genossin des Asklepios auch in anderen Reliefs dieser Gattung (z. B. No. 1223 f.) vorkömmt, v. Duhn, Athen. Mitt. 1877 p. 218 f. betrachtet sic ;ila Hygieia. und Koepp a 0. p. 257 ff zog aus diesen Reliefs den Schluss, dass die attischo Kunst des -1 Jabrh. iti der Darstellung der Hygieia zunächst zwischen dem matronalen und dem jungfräulichen Ideal Digitized by Google 9 Athen. 10 schwankte1 , bis das letztere Uberwog. Beige- stimmt haben A. Körte, Athen. Mitt. 1893 p. 250, Lechat, Hygea, in Daremberg n. Saglio, Dict. V p. 329; Einsprache erhob Thrämer, Hygieia, in Koseher's I,ez. 1 2, 2780 ff. Befremdend bliebe ein solches Neben einanderbestehen zweier verschie- dener Vorstellungen immer, und so plausibel es an sich wäre, wenn in der Verkörperung der Ge- sundheit die Kunst statt der knospenden die beran- gereifte Jungfrau zum Vorbild gewühlt hätte (v. Wilamowitz, Isylloe p. 193), so geht sie in dem vorliegenden Falle doch von einem geradezu matronalen Ideal aus und in dessen Betonung so weit, wie es neben Asklepios nur für eine Gattin passend scheint: als solche ist aber Hygieia der Vorstellung dieser Zeit durchaus fremd. Wo in auseerattischcn, aber doch von attischer Kunst ab- hängigen Asklepiosreliefs eine analoge Figur er- scheint, wird sie unbedenklich als Epione erklärt, während andrerseits bei den sonst fUr eine raa- tronalc Hygieia angeführten attischen Beispielen der Bezug auf den asklepischen Kreis zumeist unsicher, die künstlerische Charakteristik überdies eine andere ist. Dass Epione auch in attischen Darstellungen der Familie des Asklepios nicht fehlt, ist jetzt durch das von Ziehen, Athen. Mitt. 1892 p. 242 zusammengesetzte Relief er- wiesen; vgl. auch Thrämer a. 0., zu Sybel 4988. Gleichwohl kann ich miyh nur mit Vorbehalt der Benennung dieser Figur als Epione anschüessen, und dies wegen Ko. 1224, wo sie als dem Altar zunächst stehend und mit Schale versehen an der Ehrung grösseren Anteil zu haben scheint, als für Epione recht verständlich ist, überdies gegen Askle- pios auffällig kleiner gebildet ist, und Ko. 1227, wo die verschleierte Figur, wenn die Zerstörung nicht täuscht, mädchenhaft schlank und an den Stuhl des Asklepios gelehnt ist in einer Welse, wie sie sich nicht selten für Hygieia angewandt findet und der Tochter eher angemessen scheint als der ebenbürtigen Gattin. Dass in unserem Relief die Figur nicht ganz freie Gestaltung des Künstlers ist, scheint mir auB Ko. 1223 hervorzugehen, wo offenbar dasselbe Vorbild wiedergegeben ist (man beachte auch die Befestigung des Mantels unter der I. Hüfte), dessen statuarische Natur durch die in beiden Reliefs abweichenden Ansichten besonders ins Licht gerückt wird (s. auch zum Asklepios Ko. 1221): man vergleiche dazu die eine Muse der Mantincabaais und Amelnng, Basis d. I’raxit. p. 16 ff. Überhaupt veranschaulichen Ko. 1222 und 1223 in der handelnd belebten Erscheinung der schräg gestellten Götter auf Ko. 1222 und der die Adoranten des Bildes ignorierenden Vorder- ansicht in 1223 zwei Tendenzen, denen das Votiv- relief des 4. Jahrk. in gleicher Weise zustrebt; charakteristisch für die erstere ist auch die Lockerung der Adorantengruppe in 1222 mit teil- weiser Abkehrung der Gestalten, ln dem von dem Opferknecht gefassten Gegenstand erkannten Duhn und Sybel das Horn eines Stieres, der als Opfertier für Asklep auch in der Inschrift CIA II 1, 453 b, Z. 7, p. 418 und dem Pariser Relief Rochctte, Mon. inöd. III T. 70, Phot. Giraudon 1009, vorkömmt. (Löwy.) 1223. Votivrelief aus dem Asklepieion in Athen. Svhel 3994. — S- zu Ko. 1222. Sorg- fältige, saubere Arbeit. (Löwy.) 1224. Desgleichen, v. Duhn, Arch. Zeit, j 1877 p. 147 No 15. Sybel 4009. Wolters, Athen Mitt. 1892 p. 10 Anm. 1. — Vgl. zu No. 1222. FUr das Motiv der übergeschlagenen Beine bei Asklepios weiss ich keine Analogie aus der statuarischen Kunst. Es war dieser technisch nicht eben günstig, während seine Entstehung aus dem von Wolters ' a. 0. p. 1 ff. (vgl. auch No 1215) behandelten Schema gerade in diesen Reliefs nahe lag (s. zu No. 1217). Ob der vorderste Adorant aus einer Schale über dem Altar spendet (so fragend Sybel) oder bloss etwas auf denselben legt (vgl. Rochetto, Mon. inöd, III T. 70; Sybel 4036), lässt auch die Photographie (vgl. Duhn) mich nicht deutlich ent- nehmen; ebensowenig die von Sybel Im Gewand des Asklepios bemerkte Salkante. (Löwy.) 1225. Votivrclief aus dem Asklepieion in Athen. Das I. Stück: Sybel 3993. — Askepios wie in Ko. 1224; die weibliche Gestalt neben ihm vollbekleidet, aber ohne das Schleiermotiv. (Löwy.) 1226. Desgleichen. 8ybel 4032. — Hygieia jugendlich gebildet. Bezeichnender Weise hier schon die Entblössung der I. Schulter durch i den herabglcitcnden Chiton; vgl. Thrämer, Hygieia, in Roscher’s Lex. I 2, 2780, (Löwy.) 1227. Votivrelief aus dem Asklepieion in Athen. Sybel 4019 Fried -Woltem 1144 Kocpp, Athen. Mitt. 1886 p 259. — Asklepios sitzend Diese Art der Darstellung tritt in unseren Reliefs später , auf als die des stehenden; von den hier gegebenen I Beispielen gehen nur Ko. 1229 uud 1232 stilistisch Uber die Mitte des 4. Jalirh. hinauf. Auch hier handelt es sich um verschiedene Variationen eines Grund- themas, wobei der bequemere Diphros an Stelle des Throns einer vorgeschritteneren Gestaltung angehört. Was für die genauere Kenntnis des I Originals, als welches allgemein die opidatirische Digitized by Google 11 Athen. 12 Statue des Thrasyinedes angesehen wird, ans den Reliefe zu gewinnen ist, soll an anderer Stelle gezeigt werden. Über die an Asklepios' Stuhl sich lehnende Figur ist zu No. 1222 gesprochen; vgl. Berlin 685 und Vatican, Statuengal. 260 = Helbig, Führer 1 1, 194. Wenn auch dem Relief- brauch gemäss aufgerollt, ist das Motiv doch kein anderes, als das statuarisch durch die vaticanische Gruppe (Helbig I 212, Hoecher's Lex. I 2, 2779) vertretene. (Löwy.) 1228. Votivrelief aus dein Asklepieion in Athen. Girard, Bull. Corresp. hellön. 1878 T. IX p. 65. Sybel 4007. Fried -Wolters 1145. Lechat, Ilygea. in Daremberg und Saglio's Dict. V p 329, F. 3930. — Die Anordnung der stehenden Hygieia im hinteren Plan neben dem sitzenden Asklepios ent- spricht einem auch in der fortschreitenden Knt Wick- lung des Votivreliefs empfundenen Bedürfnis nach möglichstem bildlichen Zusammenschluss der gött- lichen Gestalten. Das Motiv der Hygieia mit einem eingestemmten und dem anderen stützend abge- atrecktcn Arm ist ein in den jüngeren Reliefs dieser Klasse beliebtes (mehr in den .Attischen Reliefs1*). Besonders nahe steht das Relief in Paris Gatal. somin. 755 ( Kochet te, Mon. inöd. III. T 70; Phot. Giraudon 1009). obwohl hier die Gruppe gelockert und die Stützmotive der Hygieia abge- sc-h wacht sind. Wichtig ist dagegen die Überein- stimmung des Kopftypus, der sieb in dem Pariser Exemplar bemerkenswert eng an den voll Koopp, Athen. Mitt. 1886 p. 264 IV erörterten anschliesst. Die nahe Verwandtschaft dieses Kopftypns mit dem der von R. v. Schneider, Auieliing lind Klein besprochenen „Kora“ sehe ich eben auch von Arndt zu Dcnkm. griech. und rom. Skiilpt. No. 6*25, 1 her- vorgehoben. Das Pariser Relief lässt uns aber auch den bisher verkannten Gegenstand, an den sich Hygieia uiitdcrK anlehnt, verstehen: eine auf einem Pfeiler aufgestellte runde Scheibe, die Hcydemann, Pariser Antiken p. 14 No. 22, als eingezapften DiskoB der von Wclcker, Alte Denkm. II p. 143 f. behan- delten Art auffasst. Die Dicke der Platte macht aber Hcydemann's ursprünglichen Gedanken an eine Sonnenuhr (wofür sich a*klepische Bezieh- ungen finden liesseu) oder dgl wahrscheinlicher. Vgl. auch zu No. 1230 (Löwy.) 1229. V otivrelief ans dem Asklepieion in Athen. Sybel 4013. CIA II 3, 1474. — Vgl. zu No. 1222 und 1227. Am Architrav dir Inschrift : acoüelc t% [rjtup soXtpcm xai XvTpcoÜcU ---an tXco» iKji.fi :* dteih)] *ev. Danach ist die Weihung ganz oder zum Teil durch Befreiung aus Kriegs- gefangenschaft veranlasst. (Löwy.) 1230. Desgleichen. Girard, Bull. Corresp hellen. 1878 T. 7 p. 65 und L’Asclep. T. 4. Sybel 4000. Fried. - Wolters 1147. Collignun, Hist, de la Sculpt. 11 F. 130. — Links hinter dem (auf Thron mit Tierfüssen : Sybel: sitzenden, den Stab in ungewöhnlicher Weise haltenden Asklepios könnte noch eine Figur fehlen Hygieia in dem zu No. 1228 erörterten Stützmotiv. nur dass, wie bei No. 1231, der erhobene Arm an einen, zu der fingierten Architektur de« ltahincns nicht recht passenden, Baumstamm gelehnt ist, um den •ich in No. 1231 die Schlange ringelt. Köhler, i Athen. Mitt. 1877 p 241 f. Anm. 2, möchte in drin Baum die Andeutung eines auch inschriftlich belegten llaiucs im Asklepieion erblicken. Dasselbe Motiv ist von der neuattischen Knnst verwendet worden (Hauser, Neu-att. Reliefs Typ. 45, vgl. p. 144 f.); dass hier der Baumstamm der Figur mitfolgt, scheint seine Ursprünglichkeit zu be- stätigen. Hs würde also ein eben aus den be- sonderen Voraussetzungen des athenischen Askie- pieions hervorgegangenes ausgezeichnetes Werk (wohl eher ein Gemälde als ein Relief) das gemeinsame Vorbild abgegeben haben. Indessen lässt der wiederholt vorkommende Pfeiler mit dein wie immer zu erklärenden Objekt, wie in No. 1228, mit nicht minderem Rechte eine besondere lokale Anknüpfung vermuten. Da ferner die neuattische Figur mit ihrer abweichenden Ge- wandung nichts fttr Hygieia Spezifisches hat, so kann das Original auch flir eine ganz andere Bedeutung erfunden, und Pfeiler wie Baumstamm nur mit dem Motiv übernommen sein : der Hin- weis auf den Sauroktonos, wo gleichfalls das Motiv ein der statuarischen Plastik so nicht ge- läufiges landschaftliches F.lement mit sich zieht, liegt in mehr als einem Betracht nahe. Dem vor- gerückten 4. Jahrb., dem unser Relief offenbar angchört, entsprechen die X’orderwendungcn der Adoranten (das grössere Mädchen in einem von den Grabreliefs bekannten Motiv) und, wie ich glaube, auch die plastische Darstellung der Flamme | auf dem Altar. (Löwy.) 1231. Votivrelief ans dem Asklepieion in Athen H. 0,00, Br. 0,64 (8ybel). v. Duhn , Athen. Mitt. 1877 T XVI p. 220 f Girard, Bull. Corresp. hellen. 1878 T. VIU p. 73 und L'Asclt-p. p 45. Sybel 4tX)2. Fried - Wolters 1146. Schreiber, Wien. Brunnenrel. p.52 CIA 113,1477. Brunn-Bruekmann No. 62h. Thrämer, Hygieia, in Kuecher's Lei. I 2, 2781. Amelung, Köm. Mitt 1894 p. 71. Lechat Ilygea, in Daremberg und Saglio's Dict V p. 328 F. 3927. — ln der effektvollen Durchführung eines Digitized by Google 13 Athen. 14 der hervorragendsten Stücke des gesamten Fun- des. Das Thronen des Asklepios ist ganz in die lässig elegante Art des Sitzens übergegangen, wie sie im Vorsehreiten zur hellenistischen Zeit die Kunst mit steigendem Raffinement an zahlreichen Re- liefs und Sitzstatuen („Menandros" etc.) durch- bildet. Ziemlich nahe steht unserer Figur die des capitolinischen Reliefs, Uber welches Ainclung a. 0. p. 60 ff. Ilygieia hat auch die Beine über- geschlagen (s. zu Nr. 1217). Mit dem Baume ist die Schlange verbunden in der später stereotypen Weise; das unsrige ist wohl das früheste er- haltene Beispiel. Der Sorgfalt in der gesamten Durchführung entspricht auch die detaillierte An- gabe des Opfers. Lieber als an einen Tischform nur nachahmendcn Altar (Reisch, Altar, Fauly- Wissowa I 2, 1676) mochte ich direkt an einen Opfertisch (tpaaeja) denken, wie sie gerade für den Kult des Asklepios in Athen und sonst be- zeugt sind (Girard, Bull, t'orresp. 1678 p. 76 f., Blinkenberg, Athen. Mitt. 1898 p. 2*): der Stein- metz scheute nur die freie Herausarbeitung. Ähnlich wohl No. 1221, 1233. Auf dem Epistyl, Uber den Figuren der Stifter, deren Namen: --s, Nialoc ’On»Ev, ’Agapveös. Die Ursache der Vereinigung verschiedenen Deinen angchürigcr Personen zur Weihung (es muss eine grossere Anzahl gowesen sein, da nach dem senkrecht unter der r. Kante des Altartisches beginnenden Zapfen fast die Hälfte des Reliefs fehlt) entzieht sich unserer Kenntnis. Identität des Mneaiinachos mit dem in einer Diätetenliste v. J. 825/4 (CIA II 2, 913 IV, Z. K) erscheinenden vermutete v. Dulm. Da in diese Zeit das Relief seinem Stil nach treff- lich passt (man beachte noch die geflissentlichen Schrägstellungcn), so erhält es für die Chrono- logie der ganzeu Klasse Wert. (Lü w y ) 1232. Votivrelief ans dem Asklepieion in Athen, v. Duhn, Athen. Mitt. 1877 T. XVII p. 221 f. Sybel 4008. Fried. -Wolters 1149. — Zum Unter- schiede von der Mehrzahl dieser Reliefs, in denen die weibliche Begleitung des Asklepios sich mehr zu- aebauend verhält, tritt hier Hygicia handelnd hervor (ähnlich, aber schwächer, No. 1224). Da an Be- kränzung des Adoranten wohl nicht zu denken ist, wie in No. 1215 (von Ziehen, Athen. Mitt. 1892 p. 230 Anni. 2 als Parallele angezogen), so wird die Bewegung ihrer r. Hand als schützend oder gewäh- rend anfzufassen sein; vgl. Vuulliümc, Quoiu. • Dutneibets Vertäuen Asklepios oa hens ftsemter etc. Ut mir nicht augüiiglich. Ebensowenig Alice Wallern, The Cult of Abklepio», Cornell Studie« in Clus Philo! No. Hl. veteros adoraverint p. 40, Sittl, Gebärden p. 319; 323. Stilistisch nicht unter der Mitte des 4. Jahrh. (Löwy.) 1233. Votivrelief vom Südfnss der Akropolis. Das r. Stück mit den Adoranten: Sybel 4034. — Beziehung zu Asklepios lässt der Fundort voraussetzen, die beiden links noch er- haltenen Figuren sind also wahrscheinlich aus dem Kreise der Heilgütter zu erklären: die sitzende, wegen des Chitons unter dem Mantel wohl sicher weiblich und danach Epione; das Kästchen auf ihren Knien mag ähnlichen Sinn haben wie die Büchse in dem Relief Athen. Mitt. 1899 T. X (s. Blinkenberg das. p. 299); die neben ihr stehende in einfacherer Tracht eino der Tochter. Ob von ihr die Schale oder das Becken, in welches der vorderste Adorant hinein- greift, gehalten sei, wie v. Duhn, Arch. Zeit 1877 p. 148 No. 18 und r. Sybel meinen, kann ich der Photographie nicht entnehmen. .Zwischen der Güttin und dem Anbetenden stand ein Opfertisch, von dem noch der Ansatz des r., auf einer Löweu- klane ruhenden Beines erhalten ist“ (Duhn): also wie No. 1231. Anscheinend feine Arbeit des vor- geschrittenen 4. Jahrh. (Lüwy.) 1234. Votivrelief an Asklepios und seine Familie, vom Südabhang der Akropolis. Die Güttergruppe links vou Kocpp, Athen. Mitt. 1885 p. 264 Anm. 2 zusammengesetzt aus Sybel 4264 und 4323 a. Ein Teil der Adoranten vielleicht Sybel 4023 — Asklepios in der Mitte zwischen der an scinon Stuhl gelehnten Ilygieia (vgl. zu No. 1227) und einem Sohne, wohl Machaon. Ilygieia hat den von Koepp a. 0. p. 263 (vgl. zu No. 1228) behandelten jugendlichen Kopftypua mit hoch aufgestecktem Haar. Die gegenseitige Beziehung zwischen Angebeteten und Anbetern ist sehr locker. Vorgerücktes 4. Jahrh. (Lüwy.) 1235. Desgleichen. Die Adorantcngruppe: v. Duhn, Arch. Zeit. 1877 p. 142 No. G. Sybel 4005. — Der von der Güttcrgriippc links erhaltene Rest gehört dem einen der Asklepiossöhnc an Die Adoranten auch hier für den Beschauer po- sierend. Das grössere Mädchen und das kleinere, I welches einen Vogel an die Brust drückt ^Dulin;, sind aus Grabreliefs bekannte Typen. (Löwy.) 1236. Weihrclief an Asklepios und i die eleusinischen Göttinnen Vom Südfuss I der Akropolis. Köhler, Athen Milt. 1877 T. XVIII p. 24.3 f. Girard, Bull. Corrcsp- hellen. 1878 I p. 87 lf. und L’Asclep. T. 2 p. 43 ff. Sybel 8996. Digitized by Google 15 Athen. 16 CIA II 3, 1449. E. Curtius, Stadtgesch. p. 211. Kern, Ephim. 1892 p. 116 ff. A Körte, Athen. Mitt. 1893 p. 237. 0. Rnbcnsohn, ebenda 1896 p 365 f. — Neben Asklepios (zmn Typus vgl. No. 1216) erscheinen hier Demeter und Kora, die erstere sitzend, die andcro mit den Fackeln ehrer- bietig neben der Mutter stehend in der von Kern, Athen. Mitt. 1892 p. 135 ff. fttr das eleusiniache Kultbild der Göttinnen nachgewieseuen Anordnung. Kern hat auch in dem Sitz der Demeter die mystische Cista erkannt. Dass in unserem Relief zusammen mit Asklepios die elcusinischen Göttinnen dargestellt sind, hat man aus einer inneren Ver- bindung dieser Gottheiten zu erklüren gesucht und dafür auch die Thatsache, dass die Epidauria, das Fest des Asklepios, einen Teil der Eleusinien bildeten, sowie zwei Reliefs und die Inschrift CIA II 3, 1620 angeführt. Allein letztere wie das eine Relief enthalten nichts, was auf Ver- bindung von Asklepios mit den Göttinnen wiese, und in dem anderen Relief, Sybel 4010 (nach Wolters’ Zusammensetzung Bonn. Jahrb. 1889 T. I), ist weder die matronale sitzende Gestalt auf der Vorderseite {vgl. zu No. 1222) als Demotor, noch die fackclbaltcnde der Nebenseite als Kora ge- sichert. Girard's Ergänzung des E auf dem Epi- styl über Asklepios zu 'Esibaopia schwebt vollends in der Luft Eher könnte man nach den von A. Kürte, Athen. Mitt. 1896 p. 315 ff. dargelegten Verhältnissen auf alte Besitzrechte der eleusini- schen Göttinnen an den heiligen Bezirk am Siidfnsa der Burg schliessen, die auch nach Einsetzung des Asklepiosheiligtums nicht ganz aufgehört hätten. Wahrscheinlich war aber die hier gege- bene Verbindung in den besonderen l'niständcn der amtlichen Funktion begründet, deren mit Kiänzen belohnte Erfüllung den Anlass zu der vorliegenden Weihung gab. Die Natur dieses Amtes entzieht sich unserer Beurteilung. Doch hat von den in die Kränze eingeschriebenen Namen : 0E}ub[z] ’ F.stxpü- ro(o)z, ’EafV>/[i|s) Aw o/oi n)t, Aidxpuoc; Aieo/o(o);, M[v|i|(oü>eoz Ms]r|Oi!>€o{o) Girard zwei: Mncsithcos und Dicuchcs, als Namen berühmter Arzte der gleichen Zeit (von denetulerersto wenigstensAthencr war) erkannt Eineu Arzt Mnesitheos hat ferner Köhler, Athen. Mitt. 1884 p. 80 f. als Zeitgenossen des Alexis und Praxiteles nachgewiesen; das könnte also der eine der Stifter unseres Reliefs sein, das nach der konsequenten Schreibung o=ou wohl nicht unter 460 (Mcistcrhans-Schwyzer, Gramm, d. att. 1 lisch r * p. 6 Anm. 22), wenn auch nach den Schriftformen nicht wesentlich Uber diesen Zeitpunkt hinauf datiert werden dürfte. Dass von Mnesitheos auch für seine Person Weihgeschenke an die eleusinischen Gottheiten errichtet wurden (Köhler a. 0 ), mag nicht ohne Zusammenhang mit dein Anlass unseres Reliefs stehen. Voraus- gesetzt, dass die Söhne des Dieuehes den Beruf des Vaters fortführten , wären also drei der Stifter unseres Reliefs, und damit wahrscheinlich alle, Arzte gewesen. Auffällig ist die Zahl von sechs Adoranten im Relief, während die darunter befindlichen Kränze nur fünf und die auf dem Architrav stehenden Namen, von dem zu keinem passenden E abgesehen, gar nur drei: Bejobroptbqc, 'Enoi/m, MvrpiiSteoi; sind. Letztere freilich sind nach Köhler ohne Sorgfalt eingehauen und könnten spätere Verstärkung aufgemaltcr Buchstaben sein. Da ihre Reihenfolge indessen, je mit Überspringung eines Namens, der der Kränze gleich ist und die sohin als Epenches anzusehende dritte Figur (von L) die folgende an der lland fasst, so ver- mutet Girard hierin feinsinnig die Andeutung des brüderlichen Verhältnisses zwischen den beiden Söhnen des Dieuehes und diesen selbst in der an den Randpfeiler gerückten Gestalt, welche die Hand auf des Diakritos Schulter legt Mög- licherweise ist in diesem Sinne auch die etwas kleinere Statur der Brüder beabsichtigt. Es wäre also der noch lebende Vater der Beiden, obwohl an dem Amt und der llekränzung nicht beteiligt, pietätvoll in die Weihung mit einbezogen. (Löwy.) 1237. Votivrelief an Asklepios und Athens. Vom Siidfusse der Akropolis. Sybel 4006. Studniczka, Vermut, z. Kunstgcsch. p. 13. Löwe, De Aescul. figura p. 53 f. Ziehen, Athen. Mitt. 1892 p. 261. — Die mäuuliche Gottheit ist zweifellos auch hier Asklepios (Schema 1 Thrämer), nach Löwe vielleicht in derselben Go- bärde wie Hygieia in No. 1232. Bei einer privaten Stiftung, wie die vorliegende offenbar ist, lassen sich, zumal in Athen, Gründe genug für die ge- meinsame Weihung an Asklepios und Athens denken, auch ohne der Letzteren Eigenschaft als Ileilgöltin hcrauzuzieheu. Ihr Typus ist der der Parthenon; au dieser war auch der Sockel unter dem hier des bequemeren Armmotivs halber noch höher gestellten Schild vorgezeichnet. (Löwy.) 1238. Thronender Asklepios. Fragment eines Votivrelicfs. Sybel 328. — Erinnert in der grossartigen Auffassung an Athen. Mitt 1892 p. 243 F. 7. Von langem Haar (so Sybel) lässt die Photographie nichts erkennen. (Löwy.) Digitized by Google] 17 Athen 18 1239. Fragment aus dem ath e nisc hen Aaklepieion. Soviel ich sehe, nur von Duhn, Arch. Zeit. 1877 p 163 No. 73 beschrieben. — Da Fundort und Kopftypus den Gedanken an Askle- pios nahe legen, so wird die erhaltene Figur wohl auf den Gott selbst zu deuten sein, der wie ein aufmerksam dem Kranken zuhürcnder Arzt sich dem Anbeter znneigt. Der Ärmelchiton, als Haus- kleid, Hesse sich aus dieser Vorstellung erklären. Ähnlich glaube ich auf dem bekannten Relief aus dem Amyncion: A. Körte, Athen. Mitt- 1893 T. XI p. 231 IT den Heilgott selbst in ärztlicher Thätigkeit dargeetellt, wie er ein krankes Bein (man beachte die geschwollene Ader) durch Um- fassen heilt. (LOwy.) 1240. Votivrelief aus dem Heiligtum des Amphiaraos in Rhamnus. StaYs, Praktika 1891 I p. 18, Arch. Deltion 1891 p. 117 No, 22. — Nur die Adoranten erhalten ; hinter dem Opferknecht ein Schwein; im Hintergrund auf eine Stele ein- gezapft ein Votivrelief oder -Pinax — eine uicht | vereinzelte (sonstige Beispiele bei Blinkenberg, Athen. Mitt. 1899 p. 295 Anm. 2, vgl. Schreiber, Jahrb. d. Inst. 1896 p. 99, 56), typische Be- zeichnung des heiligen Ortes, ähnlich wie in Vasenbildern die Säule mit Dreifuss. Die Ge- sichter des vordersten Adoranten und des Opfer- kn echten haben, vielleicht unbeabsichtigt, etwas Individuelles. Auf dem Architrav eingemeisselt die Namen: Bothiov, 'lxsoxpArns, ECoyykoc (so), AioxvXoc ihrer Stellung nach auf die Frau und die drei Kinder zu beziehen. War der Mann, wie anzuuehmen, Stifter des Reliefs, so war sein Name vielleicht an anderer Stelle angebracht. Vgl. übrigens diesbezüglich zu No. 1236. (Löwy.) 1241. Votivrelief. Angeblich aus dem Peiraiens. Le Bas, Mon. fig. T. 45, I, p. 69 (Rcinach). Overbeck, Kunstmyth. IV T. XIV, 6, p. 509, 6. Sybel 323. R. v. Schneider, Jahrb. d. Knnstsamml. d. Ah. Kaiserh. XII p. 74 Anm. 2, p. 75 F. 6. — Kine der eleusinischen Göttinnen, also wohl Demeter. Ein Diadem, wie v. Schneider meint, kann ich auch auf der Photographie nicht wahrnehmen Der Typus geht auf ein Vorbild des 5. Jahrh. zurück, vgl. darüber Schneider a. 0. p. 72 ff., Sauer, Festsehr. f. Overbeck p. 74. Ungewöhnlich sorgfältig durchgeführt auch der Altar, hinter dem sich der Adorant (der vorderste eines Zuges?) vorgeschoben hat (Löwv.) 1242. Wcihrelief des Archandros an die Nymphen und Pan. Vom Südfuss der Akropolis. Milchhöfer, Athen. Mitt. 1880 T. VII p. 206 ff. Pottier, Bull. Uorresp. hellen 1881 p. j 351 No. 1. Sybel 4040. Fried.-Wolters 1136. CIA II 3, 1513. Brunn - Bruckmann No. 439 a. Bloch, Nymphen, in Roscher’s Lex. III 562. — Schon wegen der Grösse, nicht minder aber durch die Ausführung und die Entstehungszeit eines der hervorragendsten Votivreliefs. Der Stil weist ins 5. Jahrh., dem Ende nicht zu nahe, wogegen die Formen der Inschrift: "Apxa'bp(o]c Novaen xo[! II cm wohl nicht Einspruch erheben. Es ist also die Zeit, in der das Votivrclief auch noch in Attika etwas Seltenes, seine Tradition sich erst zu bilden beginnt. Demgemäss ist auch hier wie in dem ungefähr gleichzeitigen Relief von Neu- Phaleron Ephim. 1893 T. 10, Rloch a. 0. Sp. 569, und dem etwas jüngeren in Berlin No. 709 A die tektonische Form noch die alte mit einfachem Epistyl und Kyma, ohne seitliche Einfassung (vgl. zu Nr. 1220), noch nicht die später für die Reliefs dieses Gegenstands beliebte der Grotte (s. zu No. 1243, 2). Erst als an Stelle jenes ab- strakten Bildraumes man in der Einrahmung der anderen Votivreliefs den Tempel darstelien wollte, ergab sich für die Wcihreiiefs der nicht in Tempeln verehrten Nymphen die Grottenform als logisches Scitenstück. Ein Beginn zur Andeu- tung der Landschaft ist jedoch in unserem Relief durch den Felsausschnitt gemacht, in welchem Pan mit dem Oberkörper sichtbar wird. Die Deutung ist durch die Inschrift gesichert: offen- bar noch vor der Besitzergreifung durch Asklepios (i. J. 420: A. Körte, Athen. Mitt. 1896 p. 315), walten die Nymphen des Quells am Fusae der Burg. Eine feste Typik besitzen wie der Pan so die Nymphen noch nicht, wie der Vergleich mit dem erwähnten Exemplar von Neu-Phaleron dar- thut. Es sind die allgemeinen Mädchenmotive der pheidias’schen Zeit mit dem Ausdruck schwester- licher Zusammengehörigkeit (s. zu No. 1220) und dem die Kunst damals besonders beschäftigenden Streben nach Gruppcnbildung (s. „Drcifiguren- reliefs“). Zu den wie aufgeeetzteu streifigen Falten namentlich an der mittleren Figur rgi. No. 1218, 1. Im Hinblick auf die Entstehungszeit doppelt be- achtenswert sind die langgezogenen Proportionen. (Löwy.) 1243,1 (NM 1439). Votivrelief an die Dioskuren. Aus Aigeira in Achaia Sybel 3103. — Die Beit Alters übliche symmetrische Gegenüber- stellung der Dioskuren erhält durch das unge- wöhnliche Attribut der Hähne (vgl. Furtwängler, Dioskuren, in Roscher’s Lex. I 1, 1171) eine neue Motivierung: auf die Lanze gestützt, seheu sie aufmerksam auf die Hähne herab, etwa wie Digitized by Google 19 Athen. 20 Knaben beim Hahncnkampf. Ähnlich scheint das von Duhn, Athen. Mitt. 1877 p. 891 No. 213 beschriebene Relief Das nach Sybel über jedem Antenkopf befindliche Stiftloch könnte zur An- bringung von Kränzen gedient haben ; vgl. Arch - epigr. Mitt. aus Ocstorr. 1887 p, 178. (Löwy.: 1243.2 (NM 1445). Votivrelief an Natur- gottheiten. Aus Eleusis. Furtwäugler, Athen. Mitt. 1878 p. 201. Sybel 3139. Mylouas, Hüll. Corresp. hcllin. 1880 p. 478 No. 3. Pottier, ebenda 1881 T. VII p. 356 f. Bloch, Nymphen, in Roecher's Lex. III 557 ff. F. 2. — Die Form de« Reliefs als Grotte (vgl. zn No. 1242), sowie die Darstellung im Innern: drei Nymphen im Reigen nach links an einem rohen Altar vorbei, resp. um ihn herum tanzend, dazu Acheloos und am Rande Ziegen, ist einer Anzahl offenbar auf ein gemeinsames Vorbild aus dem F.ndc des 5. oder Beginn des 4. Jahrh. zurückgehender Reliefs eigen (vgl. zuletzt Bloch a. 0.). Von der Mehr- zahl der übrigen weicht das vorliegende dadurch ab, dass sich die Nymphen bei den Gewandzipfeln fassen, und vor Allem, dass an Stelle des Hermes (z. B. No. 1248, 8; 1254, 6 -8) der syrinxblasende Pan Koryphaios ist. Beides, wie auch die Ge- wandmotive an sich, weisen auf eine schon vor- geschrittenere Entwicklung das Typus. Dass diese nicht erst in unserem Relief erfolgte, beweist die Wiederkehr der Miidckengruppe in der neu- attischen Kunst (Hauser, Neu-att, Reliefs Typ. 46, p. 140 f). Von einem 1894.5 in athenischem Privatbesitz befindlichen BruclistUck, welches die Nymphen in gleicher Weise enthält (L. 0,52, II. 0,36), habe ich durch eine Photographie Kenntnis. (Löwy.) 1244. Votivrelief an Naturgottheiten Aus der im Peiraieus gebildeten Sammlung Dokos. Arch. Deltion 1889 p. 145 No. 40. — Ohne Kenntnis über das Heiligtum, dem dieses Bruchstück ent- stammt. bleiben die drei Gottheiten im Vorder- gründe: eine thronende männliche mit Szepter (die R weggebrochen), eine stehende weibliche mit Polos, Nzepter und Schale und eine thronende weibliche mit Polos (?), Füllhorn und Schale, besser unbenannt. Über ihnen , nur von den Schultern an wie über einein Felsen sichtbar, drei weibliche und eine undeutliche Gestalt im Zuge nach links, offenbar die Nymphen mit Hermes. Zu ähnlicher Anbringung vgl. Reisch, Festschr. f. 0. Benndorf p, 142. (Löwy.) 1245,1 (NM 1409) Votivrelicf an die Dioskuren. Nach Kumanudis, bei dem Conze 1881 das Relief als für das Varvakion erworben . sah, aus dem Peiraiens. Von mir 1886 im National- museum gesehen mit der zum Inventar nicht stimmenden Bezeichnung 2514 E. — Kicher, wie auch t'onze mir bemerkte , Weihrelief eines Schiffers, wofür das Argenidasrelief Dütsrhke IV 538 das klassische Beispiel; vgl. anch Furt- wängler, Dioskuren, in Roscher's Lex. 1 1, 1163f. Die kleine Figur im Kchiffsvorderteil ist offenbar der Stifter ; ihm naht sich, vom Pferde gestiegen, der eine Dioskur, in der ganzen Darstellung etwas .rührend Vertrauliches“ it'onze). Im Stil erinnert mich das Relief au mehrere im Museum von Mvkonoe gesehene aus den letzten vorchristlichen Jahrhunderten. (Löwy.) 1245,2 (NM 1410). Votivrelicf an einen Heros. Im athenischen Kunsthandel konfis- ziert. Arch. Deltion 1888 p. 53 No. 6. — Die Darstellung setzt sich aus zwei Elementen zu- sammen: dem sein Rosa führenden Heros, dem eine gleich grosse weibliche Gestalt den Trauk kredenzt, und den sich an Letztere anschliessenden Adoranten. Neben dem allgemeinen Ausdruck der Verehrung haben wir so noch den besonderen der für den Heroenkult bezeichnenden Spende. 1 Ausführlich über diesen Gegenstand gehandelt haben namentlich Kurtwängler, Satrnnl. Sabouroff, Sculpt. Eiul p. 16; 26 ff. und Dencken, Heros, in Roscher's Lex. 1 2, 2486 ff. Unserem Relief beson- ders nahestehend x. B. Samrnl Sabour. T. XXIX (Berlin 807, vgl. anch 709); Athen. Mitt. 1879 T. XVI u. a. Auf den Typus gedenke ich in meinen .Attischen Reliefs“ zurückznkommen. Zur Form des Altars vgl Jahrh. d. Inst. 1887 p 110, Reisch, Altar, bei Pauly-Wissowa 1 2, 1665, Dencken a. 0. Sp. 2499. 4. Jahrh. (Löwy.) 1245, S (NM 1408). Votivrelief. Sybel 342. Fried - Wolters 1139. — Der thronende bärtige Gott mit Szepter und Schale ist nach der Analogie anderer Reliefs (vgl. No. 1246, 2) wshrschcinlich als Zeus Mcilichios (oder Pbilios, vgl. zu No. 1247, 2,?) anzusehen Damit stimmt anch das Schaf, das als Opfertier auf sicheren Meilichios- reliefs (z. B. No. 1245, 4) bezeugt ist, sowie die seltene Adoration auf den Knien, welche bei diesem von fremder Beimischung doch schwerlich freien Gotte mehrfach vorkömmt (so anch No 1246, 1; mehr in meinen .Attischen Reliefs“). Das hübsch ausgeführte Stück gehört sicher ins 4. Jahrh (Löwy.) 1245. * (NM 1407). Votivrclief an Zeus Meilichios. Gefunden beim Theater Taocha Im Peiraiens, dann in der Sammlung Meletopulos. I Dragatsis. Arch Deltion 1890 p. 75 f. No 22. — An Digitized by Google 21 Athen 22 sich würde inan den bärtigen auf den Stab ge- stützten Gott flir Asklepios halten (vgl. znui Typus No. 1221); doch lässt die neben ihm sich auf- ringelnde grosse Schlange keinen Zweifel, dass Meilichioe gemeint ist (vgl. Drexler, Meilichioa, in Roecher’s Lex. 11 2, 2561), der also hier von Asklepios, wie andere Male von Zeus, den TypuB entlehnt. Furtwängler, Sitzungsber. d. bayr. Akad. 1897 p. 407 Antu- 1 vermutet an- sprechend, dass die zahlreichen aus dem I’eirai- eus zum Vorschein gekommenen Votivreliefs an Asklepios, Zeus Meilichios nnd Zeus Philioe aus einem und demselben Heiligtum stammen ; vgl. Milchhiifer bei E. Curtius, Stadtgesch. p. CXI, 46 ff. (Lüwy.) 1 245, 5 Obere Partie des Asklepiosreliefs aus Lukn: Sybel 319, A. Körte, Athen. Mitt. 1893 p. 254 etc. (Löwy.) 1246.1 (NM 1433). Votivrelief, wahr- ' scheinlich an Meilichios. Litterarisch, soviel ich sehe, nicht erwähnt. Die Deutung wird durch die Übereinstimmung des Gottes mit No. 1246, 2 nahegelegt. Wegen des Opfertieree und der ; Adoration auf den Knien vgl. zu No. 1245, 3. (Löwy.) I 1246, > (NM 1431). Votivrelief an Zeus Meilichios. Gefunden beim Theater Tsocha im Peiraieus, dann in der Sammlung Meletopulos. Foucart, Bull. Corresp. hellen 1883 T. XVIII p. 507 ff. Dragatsis, Arch. Deltion 1890 p. 76 No. 23. CIA 11 3, 1579. Milchhöfer bei E. Curtius, Stadtgesch. p. CXI, 42. — Die Deutung gesichert durch die Inschrift ’Apiotüpxn Ad MiXiyfcp. Zum Typus des Gottes vgl. No. 1245, 3; 1246, 1. Dass die Darstellung im Zeustypus, statt der allerdings häufigen Schlangengestalt, durch Ankauf eines fertigen Reliefs anderer Bestimmung zu erklären sei, wie Foucart meinte, ist wenig glaublich; vgl. auch zu No. 1247, 2. Ebensowenig berechtigt wohl die Fassung der Inschrift, in dem voran- schreitenden Mann statt des Gatten (oder Sohnes) der Stifterin den Priester zu erkennen. 4. Jahrh. (Löwy.) 1247.1 (NM 1406). Votivrelief an Men. Aus Thorikos. Sybel 390. CIA II 3, 1593. Sinirnow in Ettipavo^ p. 122 f. No. 28 F. 4 (mir nicht ver- ständlich). Drexler, Men, in Roscher's Lex. II 2, 2730 f. F. 9. Perdrizet, Bull. Corresp, hellin. 1896 p. 83 f. No. 6 F. 6. - Der phrygischc Mondgott Men, in orientalischer Tracht auf einem llahnc reitend, vor ihm ein besetztes Opfertischchen (vgl. zu No. 1231), dann die Adoranteu, nach der Inschrift Mupabünp; xui f\ Mrpl 4[v€Üt;xciy selber aus Asien, offenbar Leute niederen Standes. Perdrizet weist darauf hin, wie die Bergwerke von Laurion zahlreiche Fremde, namentlich aus den erzreichen Teilen Kleinasiens, beschäftigten. Köhler setzt die Inschrift ins 3. Jahrh. Zu den auf Men bezüglichen Darstellungen (s auch No. 1248, 2) vgl. ausser den drei Letztcitierten Wolters, Festschr. f. 0. Benndorf p. 126 ff.. Bull. Corresp. hellin. 1899 T. I p. 389. (Löwy.) 1247,2 (NM 1405). Votivrelief an Zeus Philios. Atu dem Peiraieus. Schöne, Gr. Rel. No. 105 Sybel 3751. CIA II 3, 1672. Milchhöfer bei E. Curtius, Stadtgesch. p. CXI, 71. — Die Architravinschrift Mvvwsr Ad «IsXiqi dveöfrpieY lässt in dem das Szepter aufstutzenden thronenden Gott den Zeus Philios erkennen. Dieser begegnet sich übrigens in dem vorliegenden Typus mit Zeus Meilichios; auf dem Relief Schöne a. 0. 104, Sybel 1107, liegt die Ergänzung der Inschrift zu Ad) Mc[tXi)({

clbildor zurttek- gehende Tradition f enthaltend, lässt dieses Relief die seitwärts stehenden Geschwister sich etwas mehr der Mutter zu wenden, was der Gruppe grössere Geschlossenheit giebt Von den Eluzelmotivcn dagegen ist nur der Typus des Apollo bewahrt; Leto hat ein kunstreich um Kopf und Oberkörper geschlungenes Himation, für Artemis ist ein statuarisch mehrfach vertretener Typus verwendet, über den, nach Furtwängler, Meistcrw. p. 554, ausführlich Amelung a. 0., Klein, Praxit. p 308 ff. gehandelt haben. (Löwy.) 1253. Votivrelief an chthonische Gott- heiten. AusTegea. Milchhöfer, Athen. Mitt. 1880 p. 69 und Arch. Zeit. 1883 p. 225 f. Athen. Mitt. 1886 p. 206 f. (aus Arch. Deltion). Reisch. Weihgesch. p. 19 Anm. 2. Immerwahr, Kulte n. Mythen Arkad. p. 109. Bloch, Kora, in Roscher’» Lex. II 1, 1301 — Milchhöfer erkannte in der thronenden Gestalt mit Füllhorn Hades, in der neben ihm stellenden weiblichen mit Polos und Digitized by Google 25 Athen. 26 Szepter Kora, in der anderen mit Schale und Fackel Demeter, endlich in der kleiner gebildeten Hydrophore und ihrer Genossin mit Eimer die Stifterinnen des Reliefs, deren heiliger Dienst eben den Anlass zur Weihung gab. Als interessantes Seitenstück zu den Letzteren verweist Milchhöfer auf Votivterracotten des gleichen Habitus ebenfalls von Tegea (H. Sostis), Athen. Mitt. 1879 p 168; 170 — eine andere Ausdrucksform des in unserem Relief dargcistellteu Gedankens — , für das Ganze auf das Relief ausGythion Arcb Zeit. a. 0. T. 13, 1. Das unarige wohl aus dem 4. Jahrh. (Löwy.) 1254, i (NM 1436): Bruchstück eines Votiv- reliefs, von mir nicht identifiziert. (Löwy.) 1254,2 (NM 1437). Votivrelief an die Dioskuren. AnsKythera. Mylonas, Bull. Corresp. hellin. 1878 p. 365 No. 4. Weil, Athen. Mitt. 1880 p. 231 f. Sybel 3278. C'auer, Delcctus a No. 28. — Die Dioskuren erscheinen hier, ganz ohne die üblichen Beigaben (Ross, Amphora, Hahn), gleich- mässig dem Beschauer zngewandt. Die Inschrift Mcravhpo« dpuoöT^p Tivbopö>ai[« scheint etwa 3. Jahrh. (Löwy.) 1254, 3 (NM 1438): Untere Partie eines Votiv- reliefs, von mir nicht identifiziert (Löwy.) 1254, « (NM 1439) = No. 1243, 1. 1254, 5 (NM 1440) = No. 1248, 1. 1254.« (NM 1448). Weihrelief des Tcle- phanesanPan und die Nymphen. Aua einer Grotte des Parue». Rangabe, Ant. hellin. II T. XXII No. 1081. Michaelis, Annali 1863 T. L, 3, p. 313, E. Sybel 360. Lölling, Athen. Mitt. 1880 p. 291. Pottier, Bull. Corresp hellin. 1881 p. 352 No. 2. Fried.- Wolters 1839. CIA II 3, 15G2. Bloch, Nymphen, in Roscher's Lex. III, 559 — Vgl. zu No. 1243, 2. Nur ist hier in der üblichen Weise Hermes der Führer des Nymphenreigens, während Pan, mit gekreuzten Beinen in der Höhe sitzend, mit der Schalmei aufspielt. Links Achclooa, nur mit dem Kopfe sichtbar, am oberen Grotten- rand Ziegen. In dem ziemlich rechteckigen äusse- ren Umriss hält sich das Relief nocli einigermassen an die gewöhnliche Form der Votivreliefs. Darf darin, wie in den einfachen Gewandmotiven, ein Anzeichen relativ höheren Altera erblickt werden? Die Können der unter dem Relief angebrachten Inschrift: ii pV . f, u , I : ' ditüexe llavl xal Ni'ii yavp wären (nach dem Stich der Annali) dieser An- nahme günstig, dagegen scheint nur die hohe Gürtung (s. Petcraen, Arch.-epigr. Mitt. a. Öst 1881 p. 2 H.) und die Haartracht des ersten Mädchens (vgl. Fltrtwängler, Meisterw. p. 665 Anm. 1) zu sprechen. (Löwy.) 1254,7 (NM 1447). Votivrelief an Pan und dieNymphen. Aus dem Peiraieus. Schöne, | Rel. No. 117. Sybel 3753. Potticr, Bull. Corresp. : bellen. 1881 p. 353 No. 8. Bloch. Nymphen, in Roscher's Lex. III 559. — Sämtliche drei Nymphen mit schärpenartig über die I. Schulter genommenem Hiiuation. Am oberen Rande rechts über der zweiten Pan, ganz klein. Links unten Acheloos unhärtig. Ein kleines viereckiges Loch auf der unteren Fläche zum Aufstecken auf einen Zapfen. (Löwy.) 1254, 8 (NM 1116). Desgleichen. AusMe- gara. Wieseler, Ber. üb. seine Reise p. 28 Furt- wängler, Athen. Mitt. 1878 p. 201. Sybel 387. Pottier, Bull. Corresp. hellen 1881 p. 353 No. 11. Bloch, Nymphen, in Roscher's Lex. III 559. — Die Komposition gelockert, einiges Charakteristi- sche verwischt. Hermes steht vor dem nicht mehr aus Feldsteinen geschichteten, sondern kunst- gemäss rund zugehauenen Altar, die erste der Nymphen ist ganz in den Hintergrund gedrängt, .indem Uber sie weg die zweite einen Zipfel von Hermes’ Chlamys fasBt“ (Furtwänglcr). (Löwy.) 1254, 9 (NM 1445) = No. 1243, 2 1254, 10 (NM 1444) = No. 1248, 2. 1254, >■ 12 (NM 1451. 1452). Blöcke eines Fries os unbekannter Bestimmung Angeblich beim Dipylon gefunden. Bunian, Ber. d. säclis. Ge- sellsch. 1860 p. 197 f. E. Cnrtius, Arcb. Anz 1861 j p. 231*. Wieseler, Ber. üb. a. Reise p. 31 f. 8ybel i 304, 1. Reisch, Weihgesch. p. 107 Anm. 2. — Das grossere Stück (1451) hat beiderseits Stoss- tlächc, obenauf Klammerlöcher; das kleinerc(1452) links Bruch, reclits Klammcrloch und Stosstlächo (Sybel). Gctlügelte Jünglinge (doch wohl Eroten) im Zuge nach links, alle in der L. vor der Brust eine Scbale haltend, nur durch dio Attribute der r. Hand (Krug und Thymiatcrion, meist abwech- selnd; und die Haartracht (Uaarknauf in 1452) verschieden. Ein drittes, offenbar zugehöriges Stück bei Stuart und Revett II T. XVII Cb. 2—5, Fig. 15, wo gleichfalls das Haar in Knoten auf- gesteckt ist und die mittlere Figur zwischen zwei Kaunenträgern einen Dreifuss hält. Stuart’s Ge- danken an ein choregischcs Weihgeschenk lehnt Reisch ab Für ein stilistisches Urteil reichen die Photographie und meine Erinncruug nicht. Ob ein Relicffragment aus Daphui Ähnlichkeit besitzt, ist aus den kurzen Notizen Praktika 1892 p. 11. Arcb. Deltion 1892 p. 49, nicht zu entnehmen. (Löwy.) 1255. Errichtung eines Drcifusses. ! Früher heim Zugang zu den Propyläen. Müller- Digilized by Google 3* 27 Athen, 28 Schöll p. % No. 85. E. Curtius. Arch Zeit. 1867 T, CCXXV1, 2, p. 94. Sy bei 898a. Heisch, Wcib- gesch. p. 57. — Schwerlich Votivrelief, eher Ver- kleidung einer Basis od. dgl., wie auch Heisch denkt, der den Mann im Ilimation (vgl zu No. 1258) als siegreichen Choregen oder Dichter, den mit der Aufstellung des Drcil'usscs beschäftigten kleineren Satyr entweder als Personifikation des Dithyrambus oder als von Dionysos beauftragten Diener erklärt (Löwy.) 1256. Belief unbekannter Bestimmung. Aus dem Hicron von Epidauros Mvlonas, Kphim. 1884 p. 93. Athen Milt 1886 p. 455 J 2 (nach Arch. Deltion). Furtwänglcr, Sitxungsber. d. bayr. Akad. 1H97 p. 289 IT Reisch, Österr. Jahresh. 1998 p. 79 ff. F. 37. Sauer, D. sogen. Thcsciun p 248 f. Pcterscn, Rom. Mitt. 1900 p. 148 f. Phot, d Inst. Ath. NM 152. — Die Art der Einrahmung wie die Dimensionen machen Furtwängler's Gedanken, es könnte das Relief unter einer Erkunde ge- standen haben, wenig überzeugend. Architek- tonische Verwendung, wie Reisch wahrscheinlicher vermutet, braucht nicht gerade im Schmuck eines Altars oder einer Basis bestanden zn haben (als Plattcndicke notierte ich 0,10—0,14). Was die Deutung betrifft, so erkennen Furtwängler und Reisch (dem Sauer im Wesentlichen bciptlichtet) in der männlichen Gestalt übereinstimmend He- phaistos, verwerten jedoch dessen Gegenwart zu Gunsten abweichender Meinungen über das Vor- bild der Athenafigur: der Gott der Insel Lemno* passe, nach Furtwängler, zur Athcna im Typus der pheidiaa’schen Lemnia, zumal falls das Ganze eine launische Stiftung gewesen seiu sollte; wo- gegen nach Reisch die Athena Ilepbaistia das Vor- bild unserer Göttin, die ganze Gruppe im Geiste der von Alkamenes für das athenische Hephaisteion geschaffenen zwei Tcmpelbilder gehalten sei. Es ist bei dieser Sachlage doppelt geboten, die Er- klärung des Reliefs aus diesem selbst heraus zu versuchen. Mir scheint nun zunächst die Deu- tung der männlichen Figur auf Hephaistos nicht zwingend und angesichts der Fundstelle des Re- liefs jene auf Asklepios voll vornrherein min- destens gleich berechtigt. Auch in einer für Athen gearbeiteten Darstellung dieser Zeit würde Letzterer nicht anders ausgeschen haben (vgl. zu No 1220), und das (von Sauer bemängelte) Fehlen der Schlange hat seine Analogien gerade in den älteren Darstellungen des stellenden Asklepios. Von beabsichtigter Andeutung der Lahmheit kann ich nichts erkennen, und dass sich die Figur an- scheinend mit dem Helm der Athena zu schaffen macht, genügt doch nicht für die Benennung als Hephaistos. Ja, wenn meine im Sommer 1885 in Epidauros von dem zu Boden liegenden Relief genommene Skizze nicht täuscht, war damals am I Bruch noch der Verlauf des r. Zeigefingers zn erkennen in einer Bewegung nicht des Anfassens, sondern des Grusses. ln jedem Fall aber ist es Athena, die den Helm am Naekenschirm gefasst hält, und wäre ein Überreichen seitens des Mannes durch seitliches Hineingreifen ungeschickt und nicht mit der der griechischen Kunst sonst eigenen Klarheit ausgedrückt. Es fragt sich nun, wie der abgenommene Helm der Athena zu erklären ist. Die Freiheit der Rcliefkünstler im Variieren über- nommener Typen je nach den besonderen Um- ständen der Darstellung bedarf keiner Erinnerung, und im friedlichen Verkehre mit Anderen Athena sich der Waffen cutledigen zu lassen, ist ein Zug, Dir den aus verwandtem Gebiet die Beispiele nicht fehlen ; s. die Reliefs Studniczka, Vermut, z. Kunst- gcsch. p. 12 (wo die Annahme besonderer statua- rischer Vorbilder wohl nicht mehr atifrechtcrhalten wird) und Lansdowne House, Michaelis, Anc. Mbls. p 450 No. 59 (vgl. auch das Epigramm IGB 532). Das Motiv in unserem Relief aus der Abhängigkeit von der Lemnia zn erklären ginge nur dann, wenn der Anschluss an diese Figur im Übrigen ein pein- lich genauer wäre. Das ist aber nicht der Fall , i Schild und Mäntelchen sind jedenfalls fremde Elemente, und statt der mächtigen übergürteten Acgis erscheint hier eine kleine schärpenartige umgcbäiigt. Mit anderen Worten : unserem Künstler hat überhaupt nicht die Lemnia vorgeschwebt, sondern eine jener jüngeren Athenen, wie sie die Kunst de» 5. Jahrh. mit fortschreitender Verein- fachung der schrägen Aegis ausznbilden liebte (vgl. die Aufzählungen bei Reisch p. 66 ff.). Damit ist alter auch der von Reisch a. 0. behandelte Athcnatypus ausgeschlossen, der sich mit dem ungegUrietcn Überschlag des Peplos noch weiter von dem unsrigen entfernt. Es wird also bei der Erörterung beider Statuentypen von unserem Relief besser abzuseben sein. Trifft unsere Erklärung das Richtige, bo ist eine Begegnung Atbenas mit Asklepios dargestellt: dieser, als Herr des Orts in ruhiger Stellung, empfangt (resp begrttsst) die Besucherin — für die Gesinnung etwa von Athenern, die die Gastlichkeit des llierons genossen , kein unpassender Ausdruck. Das Herantreten Athenas ist deutlich; das Anlehnen des Schildes an ihre Person, selbst wenn so gemeint, würde durch die Häufigkeit solcher Gedankenlosigkeiten im Untergeordneten entschuldigt. Als attisch aus der Digitized by Google 29 Athen. 30 Zeit um 400 vor Cbr. ist die Arbeit mit Recht bezeichnet worden. Für die ganze Komposition bietet sich No. 1212 von selbst zum Vergleich dar, wenn auch nicht notwendig als Beweis eines konkreten gemeinsamen Vorbildes. (Löwy.) 1257. Jüngling mit Pferd, wahrscheinlich Grabrelief. Aus Aegina Exped. d. Moree III T. 41, IV. Sybel 322. — Wohl 5. Jahrh., ob aber attisch? (1,0 wy.) 1258. Stele für eine Ephcbenurkunde vorbereitet. P. Gardner, Journ. of Hell. Stad- 1890 p. 14(i ff. Fig. 1. 2. — Die Bestimmung er- hellt aus parallelen Monumenten (vgl. No. 1259 bis 61). Ober diese ganze Klasse von Inschriften wie das Institut der Ephebie vgl. Dumont, Essai sur l'Ephebie attique, Qirard, Ephebi, in ßareui- berg und Saglio's Dict. II 1, n. A. Dass in unserem Falle die Inschrift bloss gemalt war, wie Gardner vermutet, wäre möglich. Nicht bloss als zumeist datierbare Erzeugnisse der späten Relief- knnst verdienen diese Kopf- und Kussvignetten der Ephebenstelcn einiges Interesse; mögen sie auch in dem das Ephebcnwcsen beherrschenden konser- vativen Zug (E. Curtius, Stadtgesch. p. 281 f.) ihre besondere Pinache haben, so zeugen sie doch filr den nicht ganz erloschenen Geist der attischen Kunst, die selbst die nüchterne Urkunde zu ver- edeln, deren Inhalt auch in der eigenen Spraclio wiederzugeben sucht. Einförmig, wie die zu Grunde liegenden Voraussetzungen, sind freilich diese Darstellungen: sie wiederholen in stereotypen Formeln den Ausdruck der Dankbarkeit des Corps gegen seinen Chef, den Kosmeten, die errungenen Auszeichnungen, sowie was im heben der Ephebcn voranstand, die gymnastischen Übungen, nament- lich die Wettkämpfe zu Boot (vgl. Dumont I p. 234 ; 245). Im vorliegenden Exemplar zeigt die Kopfleiste den Kosmeten in feierlicher Bürgcr- tracht in dem vom 4. Jahrh. her für Porträt- statuen unendlich oft wiederholten Typus, be- kränzt von einem Epheben in Uhlamys zu seiner Linken, während der zu seiner Rechten mit Palme aut der L. sich selbst den Kranz aufsetzt, auch dies ein in weit ältere Zeit hinaufgehender Typus, den Milchhöfcr, Arch. Stud. II. Bruun dargebr. p. 62 ff. auf Eupompos zurilckführt : möglicherweise ist auch das I. stehende Gelässi eine häufig wiederkehrende Ilindcutung auf Pa- lästra u. dgl., aus dem Original übernommen (a. z. B. Matz-Duhn III 4110. 3, Milchhöfcr a. 0. p. 63, a). Am unteren Rande ein mit acht Ephe- ben bemanntes Ruderboot, als siegreich durch die vom ersten getragene Palme bezeichnet. Auf das Technische dieser Boote und ihre Füh- rung kann ich nicht eingehen. (Löwy.) 1259. Oberes Stück einer Kphebenliste, Offenbar am ursprünglichen Aufstellungsort Dio- geneion), bei II. Dimitrios Katiphoris gefunden Dumont, Essai II p.246 No XLVI c, CIA III 1, 1092. — Aus dem Archontat des Pantainos, zwischen 98 und 117 nach Chr (wahrscheinlich 105 6: Schöffer, Archon, Pauly-Wissowa II 1, 595). Der Kosmet in der Mitte, wie auf No. 1258, in der L. eine Schriftrolle (?, Dittcnberger), ist von einem zu seiner Linken stehenden Epheben bereits bekränzt, während von der anderen Seito her ein zweiter ihm einen Kranz aufzusetzeu im Begriffe ist. Diese Gnippe rechts gauz wie in No. 1258 Links und rechts jo ein ruhig stehender Ephcbe mit Palm- zweig in der L , der links auch mit Stlengis (Dittcn- berger; in der R., am Boden zwischen ihnen und den mittleren Epheben je eine Amphora (s. zu No. 1258). (Löwy.) 1260. Ephebenstele. Fundort wie bei No. 1259. Dumont, Essai 11 p. 344 No XCIV. CIA III 1, 1177. Sybel 3308. — Aus dem Archontat des Aurelios Dionysios, zwischen 212/3 u. 221 2 nach Chr. (nach Schöffer, Archon, Pauly-Wissowa II 1, 597 wahrscheinlich 219/20) Oben in vier- eckiger Nische der Kosmet mit beiderseits be- kränzenden Epheben, ganz wie No. 1259, nur haben hier die Epheben auch Palmzweige auf der L Rechts zu Füssen des Kusmcten ein Bund Schrift- rnllcn, zu jenen des Epheben rechts ein Gcfäss. Unten von mehreren Booten noch zwei, in Aktion, mit jo zwei Insassen. (Löwy.) 1261. Ephebenstele Vom gleichen Fundort. Epbim. 1862 T. 29, 1. Dumont, Essai II p. 326 ff. No. LXXXIX. CIA III I, 1160. Sybel 3300. Girard, Ephebi, in Daremberg u. Saglio's Dict. II 1, 631 F. 2681 f. — Aus dem Archontat des Helvidius Sccundus, 192,3 nach Chr. Das obere Relief, in viereckig eingetieftem Feld, nicht voll- ständig: das Erhaltene bezieht sich auf Fackellauf (ein Ephcbe mit Fackel eilt vom brennenden Altar weg) und Ringkampf (Ephebe bringt den Gegner zu Fall). Weiter rechts eine Statue des einen Schutzgoltes der Epheben, Herakles, im Typus des farnesischen. Der Raum reichte noch filr eine Figur (Hermes?, vgl. Preller- Robert, Griccli. Mythol. 1 415 f.). Unten ein Boot mit drei Epheben, der mittlere hält Palme, die beiden anderen voll- fübren das auch in No 1260 dargcstcllte Manöver. (Löwy.) 1262. Relief unklarerBestimmang. Aus deuiDionysostheater.Sybe!ü85. Fried.Wolters 1884. Digitized by Google 31 Athen. 32 Reisch, Weihgesch. p. 123 Anrn. 3. — Viel- leicht von einem Götterverein. sind erhalten eine weibliche Figur, die ein Räuclierkorn auf ein Thymiaterion legt, und, ihr folgend, Dionysos, jugendlich, mit Nebris nnd hohen Stiefeln, Spitz- amphora und Kantbaros tragend, in einem von Artemis entlehnten Typus (s. zu So. 1251). Von der IJasis einer Dionysosstatue ? (Löwy.) 1263. KomOdienszcne. Sybcl 2200. L. Gur- litt, Arch. Zeit. 1881 p. 57 (T. Reisch, Weihgesch. p. 141. — Ein (trunkener?) Mann wird beiderseits von je einer Gestalt im Uimation umfasst und in die Hohe gehoben; links enteilt hilferufend eine kleinere Figur, von rechts kommt eine andere, gleichfalls kleinere, im Laufe hinzu, vielleicht mit Stein bewaffnet. Die Erklärung als Komödien- Szene (so schon Sybel) trifft wohl das Richtige. Nach Reisch bildete das Stück »den oberen vor- springenden Rand einer grösseren, die Hauptdar- stellung tragenden Kelicftafel, von der am untern Rande noch der Ansatz der zurücktrctendcn Fläche mit deutlichen Spuren der Reliefbcarbei- tung erhalten ist.“ (Löwy.) 1264. Herakles schlänge n w ürge n d, hinter ihm Amphitryon. Gefunden in Athen, dann in einer Sammlung im Piräus. Rhusopulos, Annali 1803, T. Q, 2, p. 457. Wiescler, lier. üb. s. Reise p. 57. Sybcl 680. Robert, Sarkophag-Rel. III 1 T. XXVII, 100, p. 123. — Die Herkunft von einem griechischen Sarkophag, n. zw. wahr- scheinlich von der Schmalseite, sprach zuerst Kern (bei Robert) aus »Die Falmcttc am r. Rand bezeichnet die Mitte. Auf der rechts wegge- brochenen Hälfte wird die erschreckte Alkmene mit dem kleinen Ipbikles dargestellt geweseu sein. Diese Komposition hat weit höheren An- spruch, für eine Nachbildung des berühmten Hil- des von Zeuxis zu gelten, als die charakterlosen pompejauischen Wandgemälde, die gemeiniglich mit ihm in Verbindung gebracht werden.“ (Robert.) (Löwy.) 1265. Heroenrelief. Angeblich aus Cbry- sapha bei Sparta. Milchböfer, Arch. Zeit. 1881, T. 17, 2, p. 293 ff. Fried.- Wolters 05. — Das Relief gehört in die Klasse der von Milchböfer a. O. besprochenen „Kautharosmänner“. Ob die Linke etwas hält (Granate?) oder ob das durch die I-iurisse von Daumen und Zeigefinger um- schriebene Stück nichts bedeuten soll, ist ange- sichts der durchgängigen Angabe der Details durch bloss eingeriHsene Linien auf der flach vor- liegenden Silhouette der Figur nicht sicher zu sagen. Die im Grunde Uber den Kantbaros sich ringelnde Schlange will gewiss nicht daraus trinken, sondern ist alB Genossin des Heros ohne konkrete Ortsvorstellung seinem Bilde beigefügt- Stilistisch kann das Stück noch dem 5. Jahrh. angehören (Löwy.) Athen Nationalmuseum. Magazine. 1266 und 1267. Arcbaiachcs bärtiges Köpfchen. Hoch 0,105 m. Aus dem Amphia- raosheitigtum von Rhamnus. Feinkörniger Marmor. Körte, Athen. Mitl. XVIII, S. 252. Stais, Deltioo 1891, s. 117. Die Nase fehlt, ferner das untere Ende des Bartes sowie ein Stück der Stirn Uber dem linken Auge. Das volle fleischige Gesicht zeigt einen freundlichen Ausdruck, die Augen sind von dicken Wülsten umgeben. Das Haar rahmt die Stirn in Buckellöckchen ein, der Oberkopf ist glatt und von einer flachen Binde umgeben, unter der hervor das Haar lang in den Nacken fällt, wo es in einen durch Streifen regelmässig gegliederten Schopf ziisammengebunden ist. Die Modellierung des Bartes ist roh angegeben, überhaupt zeigt die ganze Arbeit, abgesehen von der schlechten Erhaltung, einen groben Hauen Charakter. Der Kopf ist stilistisch am nächsten verwandt dem auf der Akropolis gefundenen Kopfe, Furtwängler, Sammlung Sornzee S. 2 und gehört wie dieser in die Zeit um 500 v. Chr. Die Deutung auf eine bestimmte Gottheit, sei cs Zeus oder Amphiaraos, ist unsicher, doch machen die Fuudiimstäude wahrscheinlich, dass der letztere dargcstcllt ist mit einfacher Übertragung des Zeustypus. (Sievekiug.) 1268. Bärtiges Götterköpfchen. Hoch 0,07 m. Aus dem Amphiaraosheiligtum von Rhamnus Feinkörniger Marmor Körte, Athen. Mitt XVIII, S.252 Stais, Doltion, 1891, S. 117. Furt- wängler, Sammlg. Somzec S. 69. Reisch, Fest- schrift für Benndorf S. 147. Savignoni, Notizie d. scavi, 1901, p- 250. Es fehlt die Nasenspitze Zu den derben Gesichtsformen, die in der niedrigen Stirn, dem sehr stark entwickelten Untergesicht und den vollen Lippen zmn Ausdruck kommen , sowie zu dem mächtig ausladenden llinterkopf stellt die elegante Anordnung des Haares in auf- fallendem Gegensatz. Zu beiden Seiten der Stirn fallen Uber die Ohren zierlich gewundene Locken bis auf den Hals, die Hauptmasse der Haare legt sich in langen Strähnen Uber dcu Hinterkopf bis in den Nacken. Die Enden sind nach innen Digitized by Google) 33 Athen. 34 zu umgebogen. Sparen einer Binde, die wahr- scheinlich mit Farbe aufgetragen war, glaube ich am liinterkopf zu bemerken. Dieser etwas gesuchten Haaranordnung, die zuerst bestechend wirkt, hat es wohl das Köpfchen zu verdanken gehabt, das« sein Wert bedeutend Überschätzt worden ist; man hat sich sogar an den Zeus des Phidias erinnert geglanbt. Der Zeitansatz ist richtig, auch eine allgemeine Beeinflussung durch die Kunst des Phidias nicht ausgeschlossen, im Übrigen aber ist das Werk in Erfindung und Ausführung kaum mehr als eine Du rehschnitta- arbeit- Hinsichtlich der Benennung gilt das von dem eben besprochenen Kopfe Gesagte; indes ist hier die Deutung auf Amphiaraos besonders wahr- scheinlich, da kürzlich in den Caracalla-Thermen ein t'olossalkopf zu Tage gekommen ist (von Savignoni a. a. 0. veröffentlicht), der mit dem Köpfchen von Rhamnus die Haarordnung gemein hat und dazu eine breite rollenartige Binde trägt, also nur Asklepios darstellen kann. (Sieveking.) 1219. Bärtiges Köpfchen. Kavv, 594. Hoch 0,135 m Herkunft unsicher. Penteliscber Marmor. Nase sowie ein Stück oben auf dem Kopfe fehlen. Dor Kopf war nach der Schulter hin geneigt und trägt eine Binde im Haar. Die in der unteren Partie stark hervorspringende Stirn ist von einer tiefen Horizontalfurchc durchzogen, die dem Gesicht einen düsteren, schwermütigen Ausdruck verleiht. Die Arbeit ist römisch, es liegt jedoch ein Göttertypua aus der Mitte des 3. .lahrh. und zwar der argivischen Schule zu Grunde. Am nächsten verwandt, besonders in der Kopfform, der Augen- und Ohrenbildung und der Haarbe- handlung sind der Kopf des .Münchener Königs* Einzelaufnahmcn 855 u. 56, und der sog. Stephanos- figur Purtwängler M. W. p 405. Die Haarbinde schneidet allerdings etwas tiefer ein. Welcher Gott oder Heros dargestellt ist, ist zweifelhaft. (8 i e v c k i n g.) 1270. Weibliches Köpfchen. Kavv. 291. noch 0,07 tu. Aus dem Asklepieion in Kpidauros. Pcntel. Marmor. Nase bestossen. Das niedliche Köpfchen von ziemlich flüchtiger römischer Arbeit, wohl Aphrodite darstellend, lehnt sich an praxitc- lisclie Schöpfungen an, an die die dreieckige Stirn und das feine Oval erinnert. Die Haare fällen im Nacken lang herunter, ein Teil hinter den Obren auf die Schultern. (Sieveking.) 1271. Männlicher Torso. Hoch 0,31 m. Blauer, wohl hymettischcr Marmor. Die Körper- formen sind polykletiscb. Bemerkenswert sind die beiden Ansätze am Rücken, ans denen bervor- gebt, dass die Figur irgendwie als Stütze gedient haben muss. (Sieveking.) 1272. Männlicher Porträtkopf. Hoch ' 0,25 m. Feinkörniger Marmor. Nase fehlt. Nach der ganzen Kopf- und Gesichtsbildung sowie auch im Einzelnen nach der Behandlung der Augen und Haare gehört das Porträt an das Ende des 4. Jahrh. und ist von der Skopasischen Kunstrichtung beein- flusst. Schnurrbart, Backen- und Kinnbart sind leiebt angegeben. Die GeeichtszUge zeigen keinen rein griechischen Typus, vielleicht ist eine Ver- mischung mit afrikanischem Blute vorhanden. Gute Arbeit. (Sieveking.) 1273. Porträtkopf. Hoch 0,26 m. Pente- lischer Marmor. Nase und Lippen fehlen. Kinn bestossen. Der Kopf zeigt in seinen Gesichtszügen grosse Verwandtschaft mit dem der Statue E-A 713, wahrscheinlich gjebt er die gleiche Person wieder. Dieses Porträt gehört nicht, wie Arndt a. a. 0. an- nimmt, in die Zeit des Lucius Veras oder Commodus, sondern noch in die des Hadrian. Die Verwandt- schaft mit dem Antinouatypus ist in die Augen springend, vielleicht dürfen wir auch in dem vor- liegenden Jiinglitigskopf einen Bithynier erkennen Ausführung hart. (Sieveking.) Athen. AkropolLsmuseum. 1274. Bruchstück eines Votivreliefs an Pan und die Nymphen. Gefunden beim Ab- bruch der grossen Bastion unter den Propyläen. Ross, Arch. Aufs. I p. 97. Müller -Schöll p. 95 No. 81, T. V, 12. Le Bas, Mon. fig. T. 59 p. 75 (Reinach). Michaelis, Annali 1863, p.311, B. Heyde- mann, Verh Tänzerin p. 10, X. Sybel6961. Fried.- Wolters 1138. Hauser, Neu-att. Rel. p. 140 f. — Cnter den Reliefs dieses Gegenstandes nimmt das vorliegende seinen Motiven nach eine beson- dere Stellung ein. Die Motive der zwei fehlenden Nymphen hat Hauser aus □enattischcn Wieder- holungen nacligcwicsen (a. O., Typ. 35. 36, die erhaltene Figur Typ. 34). Dass unser Exemplar selbst das Original war. könnte man nach seiner Grösse vermuten. Indessen scheint die Ausführung damit nicht ganz im Einklang. Gegenüber der früheren, sicher zu tiefen Datierung unseres Re- liefs ins vorgerückte 4. Jahrh. vertritt Hauser auf Grund von Vasenbildern einen um nahezu ein Jahrhundert höheren Ansatz. Doch bedarf die Verwertung stilistischer Parallelen aus anderen Knnstzweigen für dio Chronologie dieser Reliefs überhaupt uoeb durchgängiger Revision. Vgl. auch Digitized by Google Athen. 36 35 Milchhöfer, Jahrb. d. Inst. IX (1894), S. 81. Die von Sy bei bemerkte Sal kante ist in der Photo- graph» sichtbar. (L ö w y.) 1 275. ReiieffragmenL Hoch 0,34 in. Breit 0,18 m. Pentclischer Marmor. Athen Mit- teil. 1880, Taf. 5, p 102 ff. Furtwängler, Meister- werke p. 49 ff. Das Belief füllt durch seine unbedeutende Arbeit ans der Reihe der hier besprochenen Votiv- reliefs heraus und gehört erst in römische Zeit Gegenständlich interessant ist das Stück in so fern, als die dargeetcllte Athena eine Wieder- holung des Torso Medici ist, wie schon Sybel a. a 0. erkannt hat. Seine Vermutung, dass auf dem Relief Poseidon neben der Göttin ilargcstcllt war, hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich. (S i e v c k i n g.) 1 276. Relieffragment- Hoch 0,22 m. Pentclischer Marmor. Stehende Athena in Chiton, Obcrgcwand und Aegis. Das gut gearbeitete Stück ist im Stil abhängig vom Krechtheionfries. Eine genauere Datierung desselben wie auch der unter den folgenden Nummern besprochenen Re- liefs des Akropolismuseums ist trotzdem nicht möglich, weil der Eintlnss der Skulpturen des Parthenon, des Erechtheion und des Niketempcls sich auf derartigen Votivreliefs vom Ende des 5. Jahrh bis etwa durch die ersten 4 Jahrzehnte des 4. Jahrh. in gleicher Weise geltend macht, wie die inschriftlich datierten Stücke beweisen. (S i e v e k i n g.) 1277. Rclieffragment. Hoch 0,29 in Pentclischer Marmor. Oberkörper der Athena nach rechts im Profil. Der etwas geneigte Kopf ist ab- hängig vom Typus der Parthenus. Die kleine Aegis, an der weder Schuppen, Schlangen noch Gorgoneion sichtbar sind, zeigt dieselbe Form wie auf der Aspasiosgemme. Das Bohrloch am Helm diente zur Anstücknng der Seitenklappe. Sorgfältige Arbeit. (S i e v c k i n g.) 1 278. Relieffragraont. Hoch 0 26 m. Pcntelischcr Marmor. Schöne, Griech. Reliefs Nr. 91. Fricdcrichs-Wolters 1186. Sitzende Athena ohne Ägis, den korinthischen Helm auf dem Schosse. Reste einer Nike, rechte Hand und Flügel sind rechts sichtbar. Sehr feine Arbeit. Auch dieses Stück steht dem Krecldheion- fries stilistisch nahe. (S i c v e k i n g.) 1279 und 1280. Zw ei Fragmente von einer kleinen Marmorbasis, das eine zur Vorder- seite gehörig, hoch 0,23 in, das andere zur rech- ten Nebenseite, hoch 0,28 m. Schöne, Griech. Re- liefs, No. 97. Heroenrelief. Die Trophäen sind nicht ver- schieden, wie Schöne anniinmt, denn der Neben- seite fehlt nur das Obergewand, das die Nike noch in der Hand hält Etwas flüchtige Arbeit (S i e v e k i u g.) 1281. Relieffragmont. Hoch 0,15 m. Breit 0,27 m Pentelischer Marmor. Zwei glcichmässig gekleidete und in der Haltung übereinstimmende weibliche Figuren stehen wie Adorantcn hintereinander. Die Ge- wandbehandlung erinnert an den Parthenoufries Sorgfältige Arbeit. (S i e v e k i n g.) 1282. Rclieffragment. Hoch 0,37 m. Pcntelischcr Marmor. Sicher kenntlich ist eine weibliche nach rechts stellende Figur; die sonst erhaltenen Reste der Darstellung sind nicht recht deutlich. Oben glaube ich den Ellbogen eines rechten Arms zu erkennen, der vielleicht der stehenden Frau angehört Rechts von dieser scheint mir der rechte gesenkte Arm einer zweiten Figur sichtbar zu sein, die vielleicht von der ersten bokränzt wird. Zierliche Arbeit. (S i e v e k i n g.) 1283. Rclieffragment. Hoch 0,17 m. Pente- lischer Marmor. Dargestellt war ein ruhig stehender Mann in der typischen Haltung, den Mantel unter der einen Achsel eingeklemmt, den einen Arm im Gewand verborgen, die Brust nackt. (8 i e v e k i n g.) 1284. Relieffragment. Hoch0,19m. Pente- lischer Marmor. Schöne, Griech. Reliefs, Nr. 69, wo noch ein zweites Fragment, Oberkörper einer Frau, das zugehoren soll, hinzugefügt ist. Eine Erklärung des Reliefs lässt sich nicht geben; nur glaube ich, dass kein Grund vorhanden ist, in der zweiten männlichen, mit Chlamys bekleideten Figur, wie Schöne cs thut, Hermes zu erkennen. Denn der undeutliche Gegenstand, den die Linke hält, scheint mir sicher kein Beutel zu sein, ein Attribut, das ausserdem bei rein griechischen Hermesdar- stellungcn bisher noch nicht nachgewiesen ist (S i e v e k i n g.) 1285. Rechte Seite einer kleinen relief- gescbmUckten Basis. Schöne, Griech. Reliefs, Nr. 100. Huch 0,41 m. Feinkörniger Marmor. Der sitzende Mann scheint in die Betrachtung des in Beiner Rechten befindlichen Gegenstandes — ist es ein Kranz? — versunken. Dass er, wie Schöne meint, im Begriff ist, denselben auf den vor ihm stehenden Schild zu legen, halte ich für unwahrscheinlich; auch dass der Oberkörper .durch ein augenfälliges Versehen wesentlich zu kurz geraten ist“, kann ich nicht erkennen. Der Mann Digitized by Googli 37 Athen 38 sitzt nur ziemlich gebeugt und mit vorgeschobener rechter Schulter da. Das Motiv ist sehr gefällig und die Arbeit zierlich, wenn auch etwas flüchtig. Die Gewandbehandlung erinnert an die sitzenden Figuren des Parthenonfrieses (S i e v e k i u g.) 1286. Fragment vom Oberkörper einer weiblichen Figur. Hoch 0,28 m. Pentelischer Marmor. Der Kopf war zum Einsetzen bestimmt. Der linke Arm stutzt sich auf einen Pfeiler auf, der Körper war nach seiner rechten Seite abwärts genoigt, so dass sich filr die Figur ein ähnliches Motiv ergiebt, wie das der Sandalenbinderin von der Nikebalustrade, an die auch die Gewand- behandlung erinnert. (S i e v e k i n g.) 1287. Oberkörper einer weiblichen Figur ohne Kopf. Hoch 0,37 m. Pentelischer Marmor. Das Stück ist in der Gewandbehandlung den Figuren der Nikebalustrade sehr verwandt. Als jüngere Weiterbildung schliesst sich an das- selbe die sog. Aphrodito mit dem Schwerte aus Epidauros an Sehr gute Arbeit- (S i e v e k i n g.) Athen. Kunsthandel. 1288. Kleine Bronzestatuette. Die Hände fehlen. Die Bronze gehört der pcloponnesi- seben Gruppe an, die Furtwängler, Neue Denk- mäler antiker Kunst, II, Sitzungsber. d. k. b. Akad. 1809, p. 5CG ff. zusammengestellt hat. Die Hüften sind schmal, die Brust ist unverbält- nismäasig breit, der Kopf vierschrötig, das Ge- sicht fliiehenhaft, die Haare sind an der Stirn gerade geschnitten, mit scharfen Winkeln zu beiden Seiten, die einzelnen Haare mit feinen Strichen eingraviert. Die beiden Unterarme waren vorgestreckt. Der Kopf ist nicht mehr wie bei dem Apollon von Lusoi, (Furtwängler a. a. 0. p. 667) gradeaus gerichtet, sondern etwas zur Seite gewendet. Im Missverhältnis zu diesem Fortschritt steht die merkwürdig ungeschickte Beinstellung und llaltuug der Oberarme, die daher nur mit der Unfähigkeit des Künstlers, nicht etwa mit älterer Entstehungszeit des Werkes zu er- klären ist, das, wie die Behandlung der Bauch- partic und der Pubes zeigt, zu den jüngeren Gliedern der Gruppe gehört. (S i e v e k i n g.) 1289 und I29Q. Weiblicher Kopf. Hoch 0,20 m. Er gehört zu der grossen Masse der lokalen cypri-chen Kalksteinskulptnren , die ein Gemisch von einheimischer Kunstweise und frem- dem Einfluss, besonders der archaisch-ionischen Kunst, zeigen. Verglichen mit den reinen Erzeug- nissen der letzteren Kichtung, die sich durch ihre Frische und Natürlichkeit hervorthun, wirken jene mit wenigeu Ausnahmen unerfreulich, unhar- monisch, und in ihrer süsslichen Weichlichkeit ab- stosseud. Bei dem vorliegenden Kopf ist die Frisur nicht rein griechisch, sie zeigt nicht wie andere Beispiele die horizontal über die Stirn laufenden Haarwellen. Hinten erinnert die Haar- behandlung an den sog. Rampin'schen Kopf im Louvre. Dio Gesichtsbildung ist in der Haupt- sache ganz von der ionischen Kunst beeinflusst; dieser gehört auch der kreisförmige Ohrschmuck an. (S i e v e k i n g.) 1291 und 1292. Weiblicher Porträtkopf. Hoch 0,28 m. Feinkörniger Marmor. Nase, sowie ein Stück des Hinterkopfes und der Frisur fehlen. Arndt (Zeitschrift d. Münchner Altertumsver- eins, XI, S. 4, Anm. 3) fuhrt den Kopf als eine Wiederholung des bekannten Kopfes der Kaul- bachschen Sammlung an; wie ich glaube, mit Un- recht. Bei der ganzen Keilte dieser noch recht ideal gehaltenen Porträts mit der gleichen soge- nannten Melonenfrisur ist es schwer, den feineren Unterschieden, und zwar denen, dio nicht den Kopisten zuznschrcibeu sind, Rechnung zu tragen. Vergleichen wir den vorliegeuden Kopf mit dem Kaulbaehschen, so fällt zunächst eine Verschieden- heit in der Art, wie das Haar an der Stirn an- setzt, auf, die jedoch auf Rechnung des Kopisten gesetzt werden kann. Auch die abweichende Behandlung der Augen und Brauen, die in ihrer Härte dem athenischen Kopfe einen strengen Charakter verleiht, lässt sich mit der Minder- wertigkeit der Arbeit erklären. Dagegen ist die Gesamtstruktur des Gesichtes bei beiden Köpfen eine zu verschiedene, um in ihnen dasselbo Por- trät erkennen zu dürfen. Der Bau der Stirn ist bei dem athenischen Kopf viel breiter, auch das Untcrgcsicht ist voller angelegt, es zeigt nicht die schmalen Wangen des Kaulbaehschen Kopfes. Endlich sind Mund und Kinn durchaus abweichend, ln dem Kaulbaehschen Kopf sieht Furtwängler (Beschreibg d. Glyptothek 8. 185) gewiss mit Recht eine Weiterbildung des auf praxltelische Kunst zurückgehenden Typus, wie er uns in dem weiblichen Kopf der Münchener Glyptothek, Furtwängler Nr. 210, vorliegt, in das Individuellere, uud schreibt ihn der Alczanderepoehu zu. Der- selben Zeit gehört auch der athenische Kopf au, nur scheint er mir nicht, wie der Kautbachsche, auf einem praxitelischen Idealtypus zu basieren, sondern dem Kopf der grossen Herrulanenserin nahe zu stehen, die neuerdings 8. Reinach (Revue arch. 1900, II, S. 393 (T.), wie ich glaube mit guten 4 Digitized by Google Athen. Elenais. 40 39 Gründen zu Lysipp ln Beziehung gebracht hat.*) (S i e v e k i n g.) 1293. Jünglingakopf. Von einem attischen Grabrelief. Hoch 0,19 m. l'entelischer Marmor. Nase bestossen. Der Kopf, eine geringe handwerks- mässigc Arbeit, wie besonders die Behandlung des Hartes zeigt, gehflrt in die Mitte des 4. Jalirh. und schlicsst sich in seinen Formen am ehesten an die praxitclische Richtung an. (S i e v c k i n g.) 1294 und 1295. Bärtiger Kopf. Hoch 0,35 m. Feinkörniger Marmor. Der merkwürdig gut erhaltene Kopf scheint mir eine schlechte moderne Fälschung zu sein Besonders ver- dächtig ist die äusserst naturalistische Ausführung deeKranzes. Die Angenbildung ist sehrunnatürlich. (S i e v e k i n g.) 1296 und 1297. Weiblicher Kopf. Hoch 0,2.4 m. Wcisser feinkörniger Marmor. Die Ober- fläche ist mit einer grauen Schicht überzogen. Der in seinem Ausdruck äusserst langweilig wirkende Kopf, der auch in den Proportionen bedenklich missraten ist und sich beinahe wie eine Karikatur ausnimmt, macht einen durchaus unantiken Eindruck. Die Haarbehandlung und die sonderbare Kopfbedeckung scheinen mir eben- falls auf modernen Ursprung hinzuweisen. Die Arbeit lehnt sich, nach der Augenbildung zu schlicssen, an ein noch ziemlich strenges Vor- bild an. (S i e v e k i n g.) Eleusis. Museum. 1298. Bärtiger Kopf, von einem attischen Grabrelief. Conze, Grabreliefs, 1293 a. H. 0,33. Wcisser Marmor. Am Barte ein Rest der rechten Hand. Die Gestalt ist zu ergänzen wie der Alte auf dem Relief vom llissos (Conze II, Taf. 211, No. 1055). Und zwar sab der eleusinische Kopf ebenfalls nach links, wie aus der Verwitterung der linken Gesichtshälfte (nicht der rechten : Zahn bei Conze, Nr. 1293 a) hervorgeht. Auch scheint die linke Gesichtshälftc als Hauptseite namentlich am Auge weicher und feiner gearbeitet gewesen zu sein. Ferner ist Regel, dass bei diesem liewegungsmotiv die Haud stets auf der dem Reliefgruud zuge- wandten Körperseite erhoben wird; vgl. u. a. #) Um nicht dis Meinung sufkntnmün zu lassen, dass ich ebenso, wie 8., von Kelnach’s Küeknihning der llerculaneneerlD auf I.jrtf pp überzeugt worden sei, erkläre loh hier zunächst nur kurz, dass mich vielmehr ft.’a Aus- führungen und besonders seine Abbildungen nur in meiner eigenen Ansicht, die Heecuianenserin sei prnzitetisch, be* •türkt haben. (Amelung.) Conze Taf. 80, 322; Taf. 221, 1084; eine der wenigen Ausnahmen siehe Taf. 32, 70. — Für den Kopftypus vgl. den Kopf vom Mausoleum im British Museum, abg. bei Bullc-Hirth, Stil I, Tf. 151 ; Arndt in der Strena Helbigiana S. 12, Fg. 3 und 4. Sehr gute Arbeit des 4. Jalirh. v. Cbr. (Bull e.) 1299 rechts. Statue eines Mannes, archai- sierenden Stils. H. 1,18. Weisser Marmor. Kopf und r. Arm fehlen. Plinthe alt, Basis modern. Die Grundmotive des Unterkörpers, namentlich die schrägen Falten von der r. Hüfte zu l Knie und Knöchel, sind solche des 4. Jahrhunderts, jedoch modifiziert durch altertümelndee Ankleben des Gewandes am Körper. Die Riischo von Zick- zackfalten schräg über die Brust giebt ein archaisches Motiv in weicherer Ausführung wieder. Es ist dieselbe archaisierende Stilmischung, wie bei der Statue in Eleusis, die Fnrtwängier, Statuenkopien I, S. 13, abgebildet und besprochen hat, und die nach der Inschrift nocti ins 4. Jahrh. gehört. Die frische, gute Arbeit weist unsere Statue der gleichen Zeit zu. Schultcrlocken. Der Dargestelite war wahr- scheinlich ein Priester oder Hierophant. (Bulle.) 1299 links. Mädchen mit Wasserbecken, archaistischen Stils. II. 0,60. Weisser Marmor. Ein Teil des Beckens, das sie mit beiden Händen hielt, ist vor dem Schooss erhalten. Danach ist auch die sehr ähnliche, bei Furtwängler, Statuon- kupien I, S. 13 abgebiidete eleusinische Figur zu ergänzen. Diese Statuen dienten ohne Zweifel zu praktischem Gebrauch für das Sprengwasser im heiligen Bezirke (vgl. auf der athenischen Akro- polis Aexfou toö Möpiovoc yaAxovv itatba, 8c vö sepippavnjpiov l/a, Paus. I, 23, 7) nnd daraus erklärt sich ihr «hieratischer* Stil (Furtwängler a. a. 0.). Auf der hellenistischen Gemme bei Furtwängler, Antike Gemmen I, Taf. 31, 33, lehnt sich ein Apollon mit der Leier anf die Gestalt einer solchen Beckenträgerin. Diese Statue ist, im Gegensatz zn den beiden anderen, rein archaistisch; denn cs sind keine jüngeren Motive eingemischt und nur die Ausführung verrät die Arbeitsweise einer jüngeren Zeit (am deutlichsten an den Haarlocken). Ein vollkommenes Gegenstück, mit dem Obcrgowand von rechts nach links statt von links nach rechts, befindet sich im British Museum unter den Eigin Marbies (Cat of sculpt. I, Nr. 152. t larac 821 A, 2069 B), stammt also jedenfalls aus Griechenland. Es scheint mir sehr wahrscheinlich, dass cs einst mit dem unsrigen in Eleusis stand. (Bulle.) Digitized by Google 41 Oropos. Oropos. Amphiareion. 1300. Weihrelief an einen Hero» („Totcnmahi“.) Wcisscr Marmor. H. 0,28. Br. 0,455- Unten Zapfen zum Einsetzen. Ancli Photogr. =Hirsch- feld. Hilfst Nr. 11, 1. 1345 Mitte links, Inv. Nr. 19, nicht zum Fries gehörig; wohl von Heroenrelief. 1345 Mitte rechts, inv. Nr. 6 = Taf. 5, rechts oben. 1345 rechts, Inv. Nr 4 (steht umgestürzt) = Taf. <5, links unten. 1316 links, Inv. Nr. 9 = Hilfataf.. Nr. III, 1. 1346 Mitte, Inv. Nr. 8a = Hilfst., Nr. III, 3. 1346 rechts, Inv. Nr. 8 = Hilfst., Nr. IV, 2. 1347 Inv. Nr. 7 = Taf. 5, links oben. 1348 Inv. Nr. 10 = Taf. 6, rechts unten. Weitere I.itteratur giebt von Dnhn bei Durm, Baukunst der Griechen’, S. 385. Unsere Photographien ermöglichen zuerst eine genauere stilistische Würdigung der Reliefs. Es fällt zweierlei daran anf: eine grosse Skizzen- haftigkeit, Flüchtigkeit, ja Derbheit in der Aus- führung, und eine sonderbare Proportionierung der Figuren (übermässig langer Oberleib, sehr grosso Köpfe, unerhört kurze Beine; vgl. namentlich 1347), Beides wird aber nicht künstlerisches Un- vermögen und Roheit sein, sondern Berechnung auf Fernwirkung. Die Proportionen sehen ohne Zweifel bei der Betrachtung von unten richtiger aus, und die derbe Einzelausführung, die auf ein sehr starkes Spiel von Licht und Schatten ange- legt ist, wird von weitem nur kräftig-dekorativ, nicht roh wirken. Immerhin ist zuzugeben, dass sich diese dekorative Derbheit von dem feineren Empfinden, mit dom dio ältere Zeit solche Auf- gaben löste, weit entfernt, obwohl man z. B. am Fries von Phigalia auch manche recht derb, fast roh hiugchauene Partien findet Digitized by Google 59 .Smyrna. Konatantinopcl. Rom. Zum Glllck ist der Fries von Teos gut da- tiert, da der Tempel von llcrmogcnca errichtet ist und sich seine Erbauung nach llirschfelds Ausführungen rund um 200 v. I hr. (erstes Jahr- zehnt des 2. Jahrli. v. Chr.) ansetzen hisst Inter- essant ist der Vergleich mit dem Friese des eben- falls von Hermogetics erbauten Artemistempels von Magnesia a. M., der allerdings eine grossere Sorgfalt der Ausführung aufweist (Clarac Taf. ■ 117 C— J; Phot. Giraudon 1(M0 — 1040). Vgl. auch j den späthellenistischen Fries vom Hekatetempel von Lagina, Bull. corr. hell. 1895, Tf. 10—15. (Bull e.) 1349. Relief mit religiöser Ceremonie. Marmor. In der Mitte ein idol-artiges, weibliches Götterbild mit unkenntlichem Gegenstand im liuken Arm, den ein von rechts herantretender Mann berührt. In der Linken hält er eine Kanne. Weiter nach rechts eine Flötenspielerin, dann zwei Frauen, die ein Gewand (Himation oder Peplus) herbeibringen, mit dem das Götterbild bekleidet werden soll. Links vom Götterbild ein verstümmelter Gegenstand, wohl ein Kandelaber. Dann ein Mann mit langer Fackel (wohl nicht Sccptcr). Weiter eine Flötenspiclerin. Endlich eine Frau Ausführung etwas trocken und nüchtern, wohl römischer Zeit. (II u 1 1 e.) 1350. Grabrelicf der Tyrannis. Marmor. Stele in einem bekannten Typus hellenistischer Zeit Vgl. z. B Berlin Skulpt Nr. 767 ff. Tyrannis mit zwei Sklavenmädchcn, von denen das eine trauernd dasteht, das andere ein Kästchen hält. Auf dem Gesims hinten links eine hohe runde Kiste, rechts ein Kästchen mit Füssen in Form eines Hauses Die Frau steht in der Haltung der vatikani- schen Pudicitia (Helbig, Führer I*, Nr. 8) da, nur dass der Iteliefarbeiter das Motiv verdorben hat, indem er im Oberkörper die Bewegung um- kehrte, sodass sich nun der linke Ellenbogen und die rechte Hand verkehrterweise auf die Hüfte des .Spielbeins, statt des Standbeins stützen. Vortreffliche sorgfältige hellenistische Arbeit. Man beachte das Durchscheinen des Unterge- wandes an der rechten Seite des Unterkörpers. (Bull e.) Smyrna. Sammlung Gaudin. 1351 und 1352 Kopf des Tiberius. Hoch 0,27 m. Feinkörniger Marmor. Das charakteristische Profil mit der steil an- 00 steigenden Stirn, der stark gebogenen Nase, die noch im Ansatz kenntlich ist, dem zurücktreten- den Mund und dem energischen Kinn lässt un- schwer den Tiberius erkennen, dem auch die Frisur mit den tief einschneidenden, spitzen Winkeln zu beiden Seiten der Stirn eigen ist. Dieselben Merkmale zeigt am besten der in Gortyn gefundene Kopf desselben Kaisers (Ameri- can Journal 1897, Taf. 12,2), obgleich der Smyr- naer Kopf den Tiberius im vorgerückteren Alter dai stellt. Die Züge sind schärfer geworden, der Ausdruck finsterer Auffallend ist der Pinienkranz, den ich sonst bei keinem römischen Kaiser nacli- w eisen kann. Wahrscheinlich bezieht er sich auf den Kult eines Gottes, vielleicht des Liber, als dessen Vertreter oder Priester der Kaiser dargestellt ist. Die Arbeit des Kopfes ist sehr gut. (S i e v e k i n g ) Konstantinopel. Kunsthandel. 1353- Statuette der Aphrodite. Hoch 0,00 m. Aus Kyzikos. Ich habe das Original selbst nicht gesehen, soudern besitze nur eine Photo- graphie des Stückes, nach welcher unsre Auf- nahme hergcstellt worden ist. Repliken, beide mit modernem Kopf, in der Sala ottagona des Con- servatorenpalastcs und in der Galleria dei Cande- labri des Valieans (Clarac 752, 1830; Bernoulli Aphrodite, p. 168); eine ähnliche Statuette auch im Antiquarium der Münrhner neuen Pinakothek. Im Motiv erinnert die Figur auffallend an die Münchner Statue Alexanders des Grossen. (A r n d t.) Rom. Palazzo Aldobrandini. 1354. Statue des Zous(?). Matz-Duhn n° 17. Hoch ca. 1,8» m. Qrosskrystallinischer gelblicher Marmor Ergänzt: Kopf und Arm*. Die Beine sind mit Stamm und Tieren summt Plinthc aus einem Stück und setzen an den Torso mit Schnitt an. Da die Statue zu lange im J Freien gestanden hat, ist aus dem Erhaltungs- zustand der Oberfläche nicht mehr zu schliessen, ob die Beine otc. antik oder modern sind. Gegen den antiken Ursprung spricht die plumpe Form der Beine, die linkische, ganz un- antike Stellung der Füsso und die, meines Wissens, sinnlose Zusammenstellung der Tiere (Winckel- tnann's Erklärungen in den Denkmalen, p. 297 des VII. Bandes der Donaueschinger Ausgabe. I und im .Versuch einer Allegorie* § G9, p. 7, im Digitized by Google 61 Rom. 62 IX. Bande derselben Ausgabe, sind gleich unan- nehmbar). Auch müsst« bei so starker Hebung der r. Ferse die 1. Hüfte weiter heraustreten. Für den antiken Ursprung spricht, dass beide Teile der Statue aus demselben Marmor gearbeitet sind. Auch scheint aus Winckelmann hervorzugehen, dass in der Villa Borgheso eine Replik der Statue mit dem gleichen Beiwerk war. Der Torso copiert in sehr flauer Weise ein Werk des 5. Jahr- hunderts. (Amelung.) 1355. Statue des Dionysos. Visconti, Villa Miollis, p. 35 f , n° 135; Matz-Duhn n°364. Hoch 1,99 m (mit Plinthe). Kleinkryst&llinischer, hellgrauer Marmor. Ergänzt: halbe Nase, grosses Stück im Hals über der r. Schulter, freistehende Locke auf dieser Seite, r. Arm mit Hand, Schulter und Flanke, 1. Arm von der Mitte des Oberarmes an mit Hand und Stamm, beide Beine von der Mitte der Oberschenkel abwärts mit Füssen und Plinthe. Der Kopf war gebrochen. Die Deutung der Figur ist gegeben durch die Bekrfinzung des Kopfes mit Epheu. Die rechte Hand ruhte auf dem Kopfe; Reste der Finger haben sich auf dem Schädel erhalten. Das Ende der Cldamys muss uin den I. Arm geschlungen gewesen sein. An der Rückseito der 1. Flanke hat sich die r. Hand einer kleinen Figur erhalten, die also einst an Stelle des Stammes gestanden haben muss und auf die sich der Gott lehnte; nur Satyr oder Eros können in Betracht kommen. Vgl. die Zusammenstellungen analoger Gruppen bei Clarac 690—4 und S. Kein ach, Repertoire II, p. 129 — 32. In der Figur des Dionysos ist ein Original der attischen Kunst nachgeahmt Die Arbeit ist gering; in den Haaren ist jedes De- tail vernachlässigt. (Amelung.) Rom. Privatbesitz. Via Nazionale 184.*) 1356—57. Statue der Artemis. Hoch 1,45 ru. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase mit Oberlippe, Flicken in der r. Wnnge, Armo (der r. in mehreren Stücken) mit Händen, frei flatternde Teile der Gewandung, Köcher, Unterschenkel mit Füssen, fast der ganze Stamm, Plinthe. Der Kopf war gebrochen. Ein Flicken auf dem Scheitel eingesetzt. Viele kleine Ver- letzungen. Augensterne und Pupillen angegeben, •) Das Hau« ist auf deiiiCiruad and Boden der Bospi- Kliosl Kchaut Ob die Figur au« dem Besitz der Familie »lamme, habe ich nicht ermitteln können. Bei llatz- Dulm ist sie nicht verzeichnet. wodurch die Ausführung der Figur in anto- ninischer Zeit fixiert wird. Die Göttin eilt nach ihrer Rechton, den Kopf lebhaft nach der anderen Seite gewendet Sie trägt einen kurzen, ringsum geschlossenen Peplos, dessen Gürtel von dein Mantel verdeckt ist, der um die Taille geschlungen, im Rücken kreuzweis gelegt und dann beiderseits Uber die Schultern geschlagen ist; die beiden Zipfel sind an den Seiton durch den die Taille umschliessenden Teil gezogen und flattern zurück. Das umsäumte Köcherband überquert die Brust. In der Er- gänzung der Füsse mit Jagdstiefeln und der der Arme — der 1. ist mit einem Teil des Bogens vor- gestreckt und gesenkt, der r. zum Köcher er- hoben — ist sicher das Richtige getroffen worden. Die Haare sind vorn gescheitelt; dann ist neben den Schläfen je eine breite Strähne aufgenommen, und oben sind boide verknotet (die Lockenenden jederseits abgebrochen); am Hinterkopf sind die Haare ebenfalls gescheitelt und abwärts gekämmt, bis sie unten von horizontal verlaufenden Strähnen überschnitten werden, die von den Ohren aus- gehen; hinten wird Alles von einem Band zu- sammengehalten und bildet dann einen kleinen abstehenden Schopf lebhaft geringelter Locken. Die ganze Stirn ist umsäumt von einer Reihe kleiner, enganliegender Löckchen, eine zierliche Modetracht, die dem Wesen der Jägerin ent- schieden widerspricht und deshalb wohl erst vom Kopisten zugefügt ist. Thatsächlich findet sich die gleiche Löckchenreihe bei römischen Porträts, die allerdings aus dem 1. Jahrh. n. Chr. stammen (Bernoulli, Röm. Ikonographie II, 1, T. XIX und Fig. 32). Fraglich ist es, ob an der Stelle, wo auf dem Scheitel ein Flicken eingesetzt ist, einst die Mondsichel befestigt war. Jedenfalls würde auch sie ein Zusatz des Kopiston gewesen sein. Zu der Frisur vergleiche Klein, Prazitolische Studien p. 16 ff. In der dort gegebenen Ent- wicklungsreihe würde die Artemis ihron Platz zwischen dem Bostonor Knaben (oder der Wiener Kore) und der mediceisclien Venus Anden. Am ähnlichsten sind die Haartrachten jenes Knaben (a. a. 0. p. 1 ff ) und des Apollon im Pal. Vecchio (Amelung, Antiken in Florenz No. 2). Selbstverständlich ist damit noch kein Anhalt für stilistische Zusammenhänge, sondern nur für die Datierung des Stückes gegeben, das man auch nach anderen Indicten zweifellos auf ein Original aus der Mitte des 4. Jahrh. v. Chr. zurückführen würde. Dagegen wüsste ich zu- nächst kein Werk zu nennen, mit dem die Artemis Digitized by Google 63 Rom. Genua. 64 so nahe Verwandtschaft verbände, dass man beide demselben Künstler znschreiben könnte. Nur der Kunstkreis im Allgemeinen dürfte nach der be- sonderen Art der Gewandbehandlung za be- stimmen sein, die durch das flächenhafte Anliegen ganzer Partieen an den Körper und die tiefo Einhöhlung der dazwischen liegenden Falten an zwei andere Darstellungen derselben Göttin er* innert: die Artemis von Gabii in München (Furt, wängler, Beschreibung, n° 214) und eine Statue in Stockholm (Photographie LAgreliun n° 15). Sie alle entstammen augenscheinlich einem Zweige jener eigenartigen Schule, von der wir zwei Künstler — Paionios aus dem 5. und Timotheos aus dem 4. Jahrhundert — mit Bestimmtheit nennen können. Das Original wird man sich lieber in Bronze als in Marmor denken. Die Arbeit des Exem- plares ist sehr gering; doch ist der erfreuliche Eindruck dos Ganzen geblieben, ln der That wüsste ich keine andere Darstellung der Artemis — die berühmte Artemis von Versailles nicht aus- geschlossen — , in der die Bewegung des stür- mischen Laufes und das jugendlich lebhafte Temperament der Jägerin mit so frischer Energie und Anmut zugleich zum Ausdruck gebracht wäre, wie hier. (AmelungJ Genua. Palazzo reale. 1358 und 1359. Kopf eines Dioskaren(?). Er stellt im Garten, rechts hinter dem grossen Gitter. Weisscr (pcntelischer) Marmor. H mit Hals 0,41 m. Gesichtslänge 0,21m. Haar und Nase stark verwittert, Ohren bestossen, sonst unversehrt. Büste modern. Hals zum Einsetzen in eine Statue hergerichtet. Oben in der Mitte des Kopfes ein laich von 3 — 3* . cm Durchmesser und mindestens 2'/t cm ehemaliger Tiefe (Bänder ausgesplittert), das unten etwas breiter wird. Hier war also ein Gegenstand befestigt. Sehr starker Hals. Kopf ein wenig hinten- über geworfen, nach links oben gewendet. Im Haar gedrehte Binde Die Deutung hängt davon ab, was man in dem oben besprochenen I.ocbe auf dem Kopfe voraussetzt. Ich finde nichts näher liegendes als einen Stern aus Bronze, wie ihn die Dioskuren als Götter der Seefahrer tragen (Roscher, Lexikon I, Sp. 1171, 0- Der Typus des athletischen Jllnglingskopfes passt vorzüglich zu dieser Deutung, ebenso der aufwärts gewendete Blick. Vgl. die Dioskurentypen Keinach, Rep. II, 109; 110. Das Kehlen des Kilos ist kein durch- schlagender Einwand gegen die Deutung, da dieser erst ein spätes, der Stern dagegen ein frühes Attribut der Dioskurcn ist (vgl. Roscher a. a. 0 ). Endlich passt es sehr gnt (da der Kopf schwer- ; lieh von anderswoher gebracht ist), in einer alten Seestadt ein so gutes Bild der seefahrtsebützendeu I Dioskurcn zu finden. Der Kopf erinnert an den Hermes von An- dros, namentlich in der Anlage des Haares Uber der Stirn, wo über der linken und rechten Schläfe die Locken fast direkt übereinstimmen. Auch in ■ den übrigen Teilen ist der Charakter des Haares verwandt. Die Angcnbildung. namentlich die starke Rundung der Augäpfel erinnern an Sko- pasisehes. Im Gesicht ist der Kopf jedoch evi- dent jünger. Wir haben hier die Weiterbildung eines Typus des 4 Jahrhunderts in hellenistischem Geschmacke (vgl. zu den vollen runden Wangen und dem kleinen Munde etwa die Köpfe des Damophon . Die Arbeit ist ausgezeichnet. Es ist keines- falls gewöhnliche römische Kopistenarbeit. Das Haar ist in der duftigen lockeren Manier ange- legt, wie sie zuerst im 4 Jahrhundert aufknmmt Vortrefflich sind die Partien um die Augen, namentlich am unteren Augenlid , das ohne jede Härte nach aussen iiin verfiiesat Auch die weichen Ränder der Lippen und vor allem die Mundwinkel, an deren Leblosigkeit sich sonst der Kopist am ehesten zu verraten pflegt, zeugen von einer empfindenden Hand. Ich stehe nicht an, hier ein griechisches Original etwa des 3. Jahrh. v. Chr. zu sehen. (Die unmittelbare Wirkung der Schönheit des Kopfes wird auf unserer Aufnahme durch die schiefsitxcude moderne Büste etwas gestört. Man decke sie auf den Photographien mit Tusche oder Tinte ab, da es leider an der Negativplatte nicht mehr möglich isL) (Bull e.) 1360. Replik des sog. Narkissos Neu: Kopf, Unterarme, Unterschenkel, Stamm und Piinthe Hinten ist die rechte Hand, die einen Apfel umschliesst, erhalten. Gute Arbeit. Er- wähnt von Furtwängler , Meisterwerke, p. 483, Amu. 3, i. Abg. hei Reinach, repertoire 102, 8. (A r n d t.) 1361. Wiederholung der sog. Liberi der Münchner Glyptothek: Krunn, Be- schreibung Nr. 112; Furtwängler, Beechr. Nr. 236, wo die Figur .Nymphe“ genannt ist. — Weitere Wiederholungen: Sog. Aphrodite mit dem Schwert ans Epidanros, vgl. Arndt, E-A. 629 , 630; Statue des Palazzo Pitti, vgl. E-A. 822 Digitized by Googli 65 Genua. 66 Ergänzt: Kopf, 1 Arm, r. Vorderarm. Im ganzen wohl verstandene und scharfe kopistische Arbeit, weniger breit und dekorativ als die des Münchner Exemplars. Unser Interesse für den Typus wird zwar durch diese neue, nun vierte Replik noch erhöht, leider aber nicht durch neue Gesichtspunkte in einer bestimmten Richtung weitergeführt. Die Replik zeigt, wie die Münchner, ein Fellchen um die Brust, das auf der rechten Schulter zusammen- geknüpft ist- Dieser Variante mit Fell steht jene von Epidauros gegenüber mit Schwert (bei Furt- wängler a. a. 0. heisst es kurzweg ein .Schwert- band*, während thatsüchlich ist: ein .Gurt mit Schwert daran, dessen oberstes Ende, separat gear. beitet, leider verloren ist*,) und als drittejenedcs Pa- lazzo I'itti, frei von jeglichem Attribut um die Brust. Dürfen wir daraus, dass das Fell nunmehr zweimal vertreten ist, folgern, dass diese beiden Exemplare in diesem Punkte den Archetypus wiedergeben? Man sollte meinen. Jedenfalls passt das Feil ganz wohl an die betreffende Stelle und nicht minder auch zu dem übrigen Habitus der Figur. Andrerseits scheue ich mich eine Entscheidung zu fällen, angesichts der That- sache, dass das Exemplar mit Schwert doch vor den anderen das bedeutendste ist und das Schwert au sich, als das .originellere und demonstrativere*, ich setze noch bei, gegensätzlichere Attribut, mir houte wie früher (vgl. Vcrhandl. d. 41. Philol. Versamml. 1891, p. 246 ff.) besser gefallen will als ein Fellchen. Zu dem Fellchen der Münchner Statue äussert sich Brnnn a.a 0.: »Ausserdem ist über das Unter- gewand nach Art einer Nebris ein Fell geknüpft, das, obwohl an der Kopfhaut etwas beschädigt, doch ziemlich sicher als das Fell eines Ferkels bestimmt werden kann*. Bei Furtwängler a. a 0. ist das schon nicht mehr nur .ziemlich sicher*, sondern schlechtweg .sicher*, wiewohl dieses Urteil von ihm so wenig, als seiner Zeit von Brunn eigens begründet ist. Ich meinerseits bin nach wie vor der Ansicht, das Fell bedeute nichts anderes als eine Nebris ; dies geht teils aus der Tracht, teils daraus hervor, dass das Fell nicht eindeutig als Ferkelhaut charakterisiert ist-, und schliesslich ist allein das schon entscheidend, dass die Sehenkeldecken weit länger sind als es je bei einer Ferkelhaut möglich wäre. Das neue, ge- nauere Exemplar hebt vollends jeden Zweifel, wie er allerdings infolge der Zeichnung des eigen- tümlich verdrehten Ohres an dem Münchner Exemplar wohl einmal auftauchen konnte. Das Ohr sitzt ganz anders und ist auch anders geformt, kürzer und spitz, und das Gesicht ist deutlich nicht das eines Ferkels, sondern das eine« Rehes oder gattungsverwandten Tieres. Zur Deutung des Typus bringt die neue Roplik also kaum ein Neues bei; sie bekräftigt nur, was ich ehedem schon als das Wahrscheinlichste zeichnet habe, dass der Urtypus ein .bakchisches Wesen* dargcstellt haben werde. Dagegen dürfte sie auch an ihrem Teile wohl dazu beitragen, einer richtigeren Ansicht Uber die Entstehungs- zeit der Schöpfung den W’eg zu bahnen. Die Proportionen sind hier vielleicht noch entschie- dener, als in den anderen Exemplaren, jene des 4. Jahrh , nicht die breiteren, noch etwas unter- setzten, die wir an gesicherten Rundwerken des 5., ja zum Teil noch vom Anfang des 4. Jahr- hunderts antreffen. Dass die sog. nasse Be- handlung des Chiton in der Epoche des pelo- ponnesischen Krieges zwar nicht, wie Furtw. a. a. 0. sich ausdrUckt, .herrschte*, aber wohl bekannt war, das weiss man allerdings. Aber niemand auch wird .die Manier* auf die Epoche des pelo- ponnesischen Krieges beschränken wollen. Ich linde in solchen Beweisführungen, die sich auf ein Motiv stützen, andere ausser Acht lassen, nur die Nachwirkung jener Hypothese, die in der sog. Venus Genetrix nun einmal die Schöpfung eines Alkamenes erkennen will, (Flasch.) 1362—1364. J ünglingsstatue. Neu: Arme, Unterbeine, Stamm und Plinthe. Der Torso, von guter Arbeit, hat ein praxitelisches Bewegungs- motiv. Am Kopfe, der mit Schnitt aufsit/.t, sind, ausser Kleinigkeiten, Nase, Kinn und die Haare über der Stirn ergänzt. (Arndt.) 1363. Dionysos (?) torso. Halsgrube bis Scham 0,41 m, bis Nabel 0,295 tn, Brustwarzen- abstand 0,19 m. Neu: Kopf*), Arme, I. Bein fast ganz, r. Bein von oberhalb des Kniees ab, Stamm, Plinthe Schulterlocken. Massige Arbeit von schlechter Erhaltung, nach einem Vorbilde spät-praxitclischer Zeit. (Arndt.) Genua. Palazzo bianco. 1366. Weibliche Gcwandstatuc. In der Vurhallc des 1. Stocks, Nr. 10; Inventamummor 496. .Collezione Varni; proveniente da Verona*. Es fehlen: Kopf, 1. Unterarm, r. Arm mit Schulter, FUsse. Gewöhnliche Arbeit. Ende des 5. Jahr- hunderts; vgl. Amelung. Basis des Praxiteles aus Mantinca, p 54, Fig. 28. (Arndt.) •) Nach Bulle alt, ab«r nicht zugehörig Digitized by Google Genua. t!8 67 1367. Silcnsstatuette. Saal 9 des 1. Stocks, Nr. 54; Inventarnummer 1315. Neu: Kopf, Arme, Unterbeinc, Plinthe. Reste des Bartes und der gedrehten Schultcrlockcn auf der Brust. Chlamys über dem linken Oberarm. Das Haar des Nackenschopfes in troppenförmiger Abstufung stilisiert. Typus des alten feisten Schlemmers. Nette Arbeit. (Arnd t.) 1368 und 1369. Kopf einer römischen Fürstin. 1 Stock, Vorhalle, No. 19 C. Inventar- nummer 612. Aus Luni, zusammen mit einem am gleichen Orte (Nr. IS E, Inv. 509) aufgostcllten Augustuskopfe ganz hübscher Arbeit gefunden. Es fehlen : die Nase, ein Stück des Diadems links und der linke Hinterkopf. Das Fleisch ist leider stark geputzt. Der Kopf stammt wohl von einer Statue. Die geknotete Wollbinde unter dem Diadem charakterisiert die Dargestelltc als Prie- sterin (vgl Furtwängler, Meisterwerke p. 557 (.). Das Haar ist hinten in einen Nackcnschopf zu- sammengefasst. Die Fundumstände sprechen dafür, dass I. ivia dargestellt ist. Beider ist die Erhaltung des Kopfes zu ungünstig, als dass man weitere Folgerungen für die noch immer dunkle lkono- graph:e dieser Kaiserin ans ihm ziehen könnte. (Arndt) 1370. Marmorrelief. Ehemals an einer Kirche in Molaasana bei Genna im Tlialc des Bisagon eingemauert. Im Museum jetzt wieder eingemauert, sodass die Ränder nicht genau zu untersuchen sind. Oben, rechts und links ist glatter Schnitt, und zwar, wie mir schien, antiken Ursprungs. Jedoch muss links wegen der Dar- stellung jedenfalls noch eine Platte augestossen sein Unten Beizte. Die ehemalige Bestimmung dis Reliefs ist nicht ganz sicher erkennbar. Jeden- falls gehört es nicht zu einem Sarkophag. Wahr- scheinlich war es Wandschmuck. H. 0,735 m. Br. 0.45 m. Athens auf einem Felsen nach links, ohne Ägis. aber mit Helm, Banze, Schild. Sie blickt abwärts und macht mit der Hand eine abwehrende Bewegung. Binks vor ihr muss also etwas vor sich gegangen sein. Man würde an Harsyas mit den Flöten denken, wenn nicht der Satyr hinter ihr bereits Flöten hielte. Also handelt cs sich vielleicht um den Wettstreit des Marsyas mit Apoll, bei dem Athens auf Sarkophagen stets zugegen ist, allerdings in der Regel stehend (vgl. die Zusammen- stellung dieser Sarkophage bei Michaelis, Ann. d J. 1858, S. 325 Hg.'. Dem Athenatypus liegt ein hellenistisches Vorbild zu Grunde; vgl. die Athena der grossen Schale bei Holzer, Hildesheimer Silberfund, Tafel 1. Hinter Athena ein spitxohriger, jugendlicher Satyr in Fellgewand, ebenfalls nach links blickend, in tänzelndem Schritt. Er hält in jeder Hand eine sehr lange Flöte, an deren unterem Ende je sechs kleine glockenförmige Schalltrichter mit langen, etwas gebogenen Griffstücken zu sehen sind (z. T. abgebrochen). Diese Art von Flöte kommt auf Denkmälern häufig vor, aber erst in römischer Zeit (vgl. Jan in Baumeisters Dkm. I, S. 557, F'g. 594 f. Weitere Beispiele Athen. Mitt II, 1877, 8. 340. Mon. d. J 1858, Taf. 18). Von besonderem Interesse ist das Gebäude hinter den beiden F'iguren. Es besteht aus vier korinthischen Pfeilern, die mit Rundbogen über- spannt sind; darüber erhebt sich ein Zeltdach mit blütenförmiger Krönung. Obwohl die Basen der Pfeiler alle auf derselben Binie (einer erhöhten Stufe) stehen, ist der Grundriss des Baues wohl so zu verstehen, dass die Pfeiler im Quadrat an- geordnet sind, und dass wir dem vordersten, gross dargestellten Rogen so gegenüberstehen, dass die anderen drei Bogen unter ihm sichtbar werden, allerdings mit Vernachlässigung der Verkürzung der beiden seitlichen Bogen. Unten ist die Per- spektive völlig vernachlässigt, indem kein Ver- such gemacht ist, die mittleren Pfeiler zurück- treten zu lassen. Das Sacellum scheint leer. Ein jenseits stehender Ölbaum streckt einen Ast durch die linke vordere Ecke des Gebäudes nach vorne, ein von Reliefbildern, Stnckreliefs und Wand- gemälden hellenistischer Art bekanntes Motiv. Wir haben hier eines der ganz seltenen Beispiele aus der Antike, wo Bogen unmittelbar auf Pfeiler gesetzt sind. Und überhaupt er- scheint mir dies eigenartige kleine Gebäude, das sicher kein Phantasieprodukt des Reliefkünstlers ist, für die Geschichte der spätrömischen Archi- tektur von einigur Bedeutung. Die Datierung ergiebt sich aus technischen Anzeichen, der sichtbaren Anwendung von Bohr- löchern (an Haar, Augen, Mund der Figuren) und der sorgfältigen Glättung der Oberfläche; danach etwa 2. Hälfte des 2. Jahrh. n Uhr. oder später. Der au kleinen Einzelformen reiche, im Ganzen etwas unruhig und zerfetzt wirkende Stil ähnelt dem einer Gattung späterer Sarkophage (Ann. d J 1863, Taf. 80, 1. Brunn- Bruckmann Dkm Taf. 490), die mit ihrer pretiösen Eleganz und ihrer lebhaften unruhigen Gesamtwirkung etwas ltokok oartiges haben. (Bulle) Digitized by C (59 ('•«nun. lldinc. 70 Genua. Villa Gruber (Corso Magenta). 1371. BärtigerSatyr Brunnenfigur. Weisscr Marmor. H. des Erhaltenen 0,50 m. Unterschenkel ergänzt- Etwas verwittert. Kr befindet sich in einem drehenden Tanz- schritt. In der gesenkten Rechten ein Kantharos, aus dem ehemals Wasser floss Der linke Arm war hoch erhoben und hielt nach Ausweis der Repliken einen Schlauch. Fell, vor der Brust ge- knüpft, im Rücken herabhängend. Im Haar Piuien- kranz mit Früchten. Viel Bohrarbeit. Dekorative Figur etwa des 2 Jahrh. n. Ohr. Es giebt drei Repliken, die jedoch in Einzel- heiten verschieden sind. 1. Nr. 1371. 2. Bronzestatuette. II. 10 inches. Abg. imCatal. of the Furnuui Collection of antiquities I (Lon- don 1399, Sotheby. Wilkinson and Hodge. Text von Cccll Smith), Taf. 6, Nr. 83. Linker Arm mit Schlauch erhalten. Abweichungen: kein Fell, Fackel statt Kantharos in der Rechten 3 Marmorstatuette in Karlsruhe, unten Nr. 1438. Abweichungen: kein Fell, der r Arm ging weiter vom Körper ab , Haar etwas anders. Vorzügliche ArbeiL Das Motiv des Tanzes viel deutlicher. Lehrreiches Beispiel für Abwandlung eines Motivs zu verschiedenen dekorativen Zwecken. Nr. 1 durch den Kantharos zu einer Brunnenfigur gemacht. Nr. 3 schwerlich Brunnenfigur. Nr. 2 auf die halbe Höhe für Bronze verkleinert. Bei 3 wird wegen der Armhaltung wohl auch eine Fackel in der R. zu ergänzen sein. Was bei dem Urtypns das ursprüngliche war, ist nicht festzustellen Die Erfindung geht jedenfalls auf die spätere helle- nistische Zeit zurück, die derartig drehende Be- wegungsmotive mit besonderer Liebe auBgebildet hat. Vgl. Furtwängler, Satyr von Pergamon, S. 12 fg. Reinach, Rfp. II, S. 137, 6-7; 138, 1, 2; 139, 1, 10; 140, 1 fg. (Bulle.) 1372. Stirnziegel mit Athena. Marmor. H. 0,42 in. Hinten oben flach gerundet, im unteren Teil nicht sichtbar, weil eingemauert. Unten Leiste. Profilierte Umrahmung, oben halbrund. Darin eine stehende Athena (langärm- liger Chiton, Aegis, Mantel doppelt gelegt, auf linker Schulter genestelt; Schulterlocken: Lanze, Schild) Kopf fehlt; der Hintergrund für eine moderne verloren gegangene Restauration herge- richtet. Dekorative römische Arbeit. Genau übereinstimmend mit zwei Stirn- ziegeln im Lateranischen Museum, Benndorf und Schöne Nr. 456, 468, Taf. Vin, 3 a. Zn Grunde liegt sicher ein statuarischer Typus der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts, den aber schon Benndorf und Schöne vergeblich in erhaltenen Repliken gesucht haben und den ich gleichfalls nicht nachzuweisen vermag. Seine Auffindung wäre jedoch von einiger Bedeutung. Denn dieser Athenatypus ist offenbar aufs engste verwandt mit einer Gruppe von Werken, die Furtwängler mit Agorakritos in Verbindung gebracht hat (Furt- wängler, Statuenkopien I, S 53), namentlich mit der Karyatide von Mantua und ihren Schwestern (Bulle, Röm. Mitt. 1894, S. 153). Der durch die Reliefs bezeugte Tvpns würde als eine etwas jüngere Stufe neben die Athena mit dem Fellhelm in Villa Albanl treten. Eine jüngere Fortbildung bietet die kleine Bronze Reinach, R4p. II, S. 276, 4 (Turin). (Bulle) Udine. Ehemalige Sammlung Cernazai.*) Vgl. Arch.-epigr. Mitt. f. Oesterreich XVM (1895), p 52 ff. (Baukö & Sticotti). 1373 und 1374. Jünglingskopf. Jetzt in der Glyptothek Ny-Carlsberg. Hoch 0,34 m. Feinkörniger Marmor Nase fehlt, Lippen bestoasen. BankeV-Sticotti S. 64, Nr. 15 In der Besprechung des Kopfes daselbst ist derselbe mit Recht an die in den Kreis des Skopas gehörigen Werke angereiht worden. Doch ist die Anlehnung an dieselben nur eine äusserliche. Dio Unterstirn ist stark hervortretend gebildet, die Augen tiefliegend, die Haare an der Stirn empor- strebend, aber das gewaltige innere Leben jener Schöpfungen fehlt. Feine Arbeit. (Sieveking.) 1375—1377. Doppelherme des Hermes und Herakles. Jetzt in der Glyptothek Ny- Uarlsberg. Hoch 0,19 m. Feinkörniger Marmor. Bankö-Sticotti S. 76, Nr. 34. Ergänzt die beiden Nasen. Dio beiden Köpfe sind Schöpfungen eines römischen Künstlers nach älteren griechischen Vor- bildern und zwar verschiedener Zeiten. Während sich der Herakles deutlich an einen Typus des 4. Jahrh. aus der Kunstrichtung des Skopas an- lehnt, scheint der Hermes einen älteren Typus wiedergeben zu wollen , wie die breite Stirn, die flachen Augen, das volle Untergesicht und die ziemlich streng angeordneten Haare zeigen. •) Die Sammlung i»t im Ilcrbete 1900 versteigert worden, 6 igitized by Google 71 Udinc. Die Arbeit lat unbedeutend und lasst kaum Schlüsse auf die Originale zu. (Sieveking) 1378 und 1379. Unbärtiger männlicher Kopf. Jetzt im römischen Kunsthandei. Hoch 0,22 m. Feinkörniger Marmor. Banco-Sticotti 8. 75, Nr. 33. Nase fehlt, Lippen, Kinn und Kopf- bedeckung bestossen. Der Kopf ist eine mittelmässige, römische Arbeit, geht aber auf ein griechisches Original des 5. Jalirh. zurück. Dasselbe gehört in den Kreis der von Furtwängler, Meisterwerke p. 134 ff. der Kunst- richtung des Phidias zugeschriebenen Werke und scheint mir dem Pariser Areskopf, ebenda Taf. 6 stilistisch nahe zu stehen. Die Kopfbedeckung ist eine phry gische Mütze mit kreuzweise suf- gebtindnen Laschen und weist auf Paris oder einen Bogenschützen hin ; für Ganymed sind die Züge zu männlich. Die Haarbehandlung zeigt einige Eigen- arten, so die halbmondförmige Lorke vor den Ohren und cito im Nacken unter der Kopfbedeckung herauskommeuden Windungen. Es ist fraglich, ob dieselben schon dem griechischen Vorbild zu- zusrhrcibrn oder nur als Kopistrnzuthat aufzu- fassen sind. (Sieveking} 1380. „Tote nmahlrelief.* Jetzt im Museum von Aqulleja. Hoch ohne den Einlasszapfen 0,27 m. Breit 0,30 m. Feinkörniger Marmor. Bankö-Sticotti p. 84, Nr. 63. Das Relief, dessen wenige Figuren geschickt angeordnet sind, bietet inhaltlich nichts Neues. Stilistisch gehört cs in das 4. Jalirh. und wird attischen Ursprungs sein. (8loveklng.) Trient Museo tnunicipale. 1381. Relief eines Hermaphroditen. Weisser Marmor. Von einer dreiseitigen Kande- klbcrbasis. Oberfläche schwach verwittert. Er- halten ist der mittlere Teil, H. 0.58 in. Breite unten auf der Seite mit dem Hermaphroditen 0,16 m, auf den beiden anderen Seiten 0,39 in. Ecken nbgeschrägt, darauf eine dicke Perlschnur. Auf der Oberseite die Ränder rauh, in der Mitte dreieckiges l.orli von 23 cm Länge an jeder Seite und 22 cm Tiefe. Darauf wird eine profilierte Platte und der anfgehende Schaft des Kande- labers zu ergänzen sein; unten fehlt ein profiliertes Unterstück. — Gefunden in der (legend „ai l’ara'ii.-i" bei Trient. Früher bei einem Mon- signore Zanella, dem wohl die Verstümmelung des ehemals grade nach vorn stehenden Gliedes des Hermaphroditen zuzuschreiben ist. Der Hermaphrodit, über Schultern und Armen ein in archaistischen Schwalbenschwänzen endi- TrienL 72 gendes Mäntelchen, tänzelt nach rechts, in der erhobenen Linken einen langen Thyrsos, in der gesenkten Rechten einen ln strenger Seitenansicht gegebenen Klappspiegel haltend, in welchem er wohlgefällig die Rundungen seiner Rückseite be- trachtet. Es ist offenbar ein bacchischcr Tanz, in welchen eine solche Spiegeltour eingelegt ist. Auf dem Kopf trägt er eine Mütze ohne Rand, mit umgelegter Spitze. Unten an der Mütze ein Kranz von kleinen runden, windenähnlirhen Blumen. Darunter umrahmt welliges Haar Stirn und Schläfen. Das gut gearbeitete Relief gehört in die Gattung der „Neu-attischen'*, und ist das beste Exemplar eines bereits in drei oder vier unvoll- ständigen Repliken erhaltenen Typus. Die Repliken sind Hauser, Neu-attisebe Reliefs, S. 15, Nr. 17 (= Gerhard, Antike Bildwerke Taf. 45); S. 39, Nr. 52 (= Kiescritzky, Ann d I. 1882, Taf. W); Nr 53 (= Kiescritzky, Taf. V); Nr. 54. Dasselbe Motiv kommt auch in kleinen Bronzestatuetten vor, Reinach, R6p. II, S. ! 76, Nr. 1—5 (woselbst die besseren Abbildungen und die Littrratur nach- zusehen sind). Am nächsten steht unserem Relief Reinach Nr. 2, dann Nr. 3 (linker Arm am Kopf). Beide sind für relief massige Profilaiwicht gedacht Ebenso auch 5, das in der Beiuhaltung und Haltung des 1. Armes etwas abweicht. Zu Nr. 5 wird von dem Herausgeber R. von Schneider im Areh. Anz 1892, 8 51, Fig. 79 eine ganz entsprechende unedierte kleine Bronze in Neapel beschrieben, die zum Aufheften auf einen Hintergrund her- gerirbtet ist (Rundplastisch komponiert nnd auf Vorderansicht berechnet sind dagegen Reinach Nr. 1 und 4. Doch betrachtet bei Nr. 4 sicher, bei Nr. 1 anscheinend der Hermaphrodit nicht seine Rückseite, sondern sein Geeicht und Haar im Spiegel, sodass diese beiden Figuren bisher zu Unrecht mit den andern in eine Reihe gestellt worden sind.) Es kann kein Zweitel sein, dass das Motiv des Spiegel ns der Kehrseite für Relief erfunden und von da für die Kleinbronzen übernommen ist. Die Erfindung gehört zusammen mit Motiven wie dem der Aphrodite Kallipygoa und namentlich mit dem Satyr, der sein Schwänzchen betrachtet (Furt- wängler, Glyptothek Nr. 4ö6. Helbig, Führer* I, Nr 377), die alle hellenistischen Ursprungs und aus der Freude an starker Verdrehung de* Körpers um seine Mittelachse entstanden sind Die Ncbensoiten der Trieiitcr Kandelabci basis, die Ich wegen schlechter Beleuchtung nicht photographieren konnte, zeigen jederseits einen Digitized by Google 73 Trient Satyr. Rechts vorn Hermaphroditen : Satyr, ithy- phallisch (modern verstümmelt), nach links (vorne), steht auf den Zehen des linken Beins, hebt das r. Bein hoch im Tanzsprung; die gesenkte L hält ein Pedinn, die R. ist vor dem Kopf ansgestreckt, als wolle er auf den Hermaphroditen eine Attacke machen. Links: Satyr, ithyphallisch (verstümmelt), schreitet auf den Zehenspitzen nach rechts (vorne), die rechte Hand mit der Handfläche nach unten hinter sich gestreckt, die Linke dsuoxozeümv Uber dem Kopf, als schleiche er sich ausschauend und andere zurilckweisend an den Hermaphroditen heran. Gesträubtes Haar, Spitzohren. Beide Neben- seiten sind weniger sorgfältig als die Vorderseite. Auch dio grösseren Maasse der Vorderseite (siche oben) lassen schliessen, dass der Kandelaber mit der Spitze nach hinten an eine Wand gestellt werden und das Hermaphroditenrelief die Haupt- und Vorderseite sein sollte. (Balle.) 1382 und 1383. Mädchenfigur als Pfannen- griff. Bronze, bellgrfln patinierL H. 0,18 in. Sie legt die rechtwinkclig erhobenen Arme an ein Ansatzstück, auf das Voluten und gespaltene Pal- metten graviert sind. Hinten ein horizontales Ansatzstück, das auf die Rundung des Tigels Übergriff. Nackt mit Ausnahme des Schurzes um die Hüften, der vorne spitz zuläuft, hinten in breiter Rundung die Glutäen bedeckt. Der Schurz ist mit eingeschlagencn Kreisen versehen, wie in der älteren Kunst häufig zur Bezeichnung eines rauheren Stoffes. Das Haar fällt in breiter Masse, die sich auch auf die Schultern hei über ausbreitet, in den Nacken herab. Unten endigt es in einen runden Knauf. Die Gestalt ist weiblich, wie die Profilansicht der Brust ohne Zweifel zeigt, obwohl bisweilen auch bei Jilnglingsfiguren dieser Art die Brust- muskeln etwas dick und rundlich ausfallen. Jedoch ist die hagere, muskulöse Bildung des Körpers sonst durchaus männlich; es sind an den bekannten Jünglingstypus einfach weibliche Brüste angefügt, wie es die reifere archaische Kunst, die den nackten weiblichen Körper so auffällig vernachlässigt, auch sonst regelmässig thut (vergl. die Bronze- atatuette der Sammlung Trau, Arch. epigr. Mitt. aus Oesterreich H, 1878, Taf. 8. Attische Tcrra- cotte einer liegenden Krau in Berlin, Arch. Anz. 1892, S. 108, Nr. 27. Kino grosse vorzügliche Terracottafigur desselben Typus auf der Stilstufe der Aegineten habe ich vor einigen Jahren im Kunathandel photographiert, habe jedoch nicht die Erlaubnis zur Publikation.) 74 Nackte archaische Frauenfigürchen sind ver- hältnismässig selten, doch hat sich das Material seit Kürtes Behandlung (Altgrichische Statuette der Aphrodite, in den Arch. Studien für H. Brunn, 1893, S. 24 fg.) ziemlich vermehrt, sodass man die Entwickelung bis zu einem gewissen Grade überschauen kann. Es ergiebt eich das merk- würdige Resultat, dass die älteste archaische Kunst den spezifischen Eigentümlichkeiten des weiblichen Körpers weit mehr gerecht geworden ist als die entwickelte archaische Zeit. Elfenbeinstatuetten des 8. Jahrhunderts, gefunden mit Vasen des Dipvlonstils im Kerameikos zu Athen (Bull. corr. hell. 1896, Taf. 9, S. 279, Fig. 8 fg., die Perrot mit vollem Recht für einheimische griechische Arbeit, nicht phönikischcn Import erklärt), zeigen sehr gut die starke Einschnürung der Taille, die stärkere Schwellung der Glutäen, das organische Hcranswachsen der Brüste. Eine alte pelopon- nesische Bronze des 7. Jahrhunderts im Stil der alten lakonischen Weihbecken trägerin von Olympia (UI, Taf. 6, Nr. 6, S. 20), abg. bei de Ridder, Bronzen de la societö archöologique d’Athines, Nr. 879, Taf. 3, 2, zeigt ebenfalls die gut be- obachtete, wenn auch eckig wiedergegebone Aus- buchtung der Hüften und Einziehung der Taille Dagegen giebt die fortgeschrittene archaische K unst, unter dem überwiegenden Interesse für den Jttng- | lingskörper, auch den Frauen männlich schmale Hüften, oft auch harte Muskulatur (Bronze Trau; unser Griff; die Spiegelstutze von Hermione im Münchener Antiquarium [Flasch, Verh. der 4L Philol. Vers., 8. 266 f.]; eine ähnliche Statuette von Aigina, Eph. arch. 1896, Taf. 7; die obengenannten Terracotten). Die Gewohnheit der zu schmalen Hüften wirkte noch weit ins 5. Jahrhundert hinein nach, auch bei bekleideten Frauenbildern. Der Schurz kommt bei Jünglings- und Frauen- figuren dieses Typus vor, aber selten (Jüng- linge: Olympia UI, Taf. 9, Nr 86. Carapanos, Dodone Taf. XII, 1, hier zusammen mit Bcschuhung. de Ridder, Rronzcsde l’Acropoled' Athene*, Nr. 706, Fig 223. Frauen: Griff von Trient. Statuette von Aigina). Eine besondere Bedeutung ist die.-.em Umstande wohl nicht zuzusebreiben. Ueber das Verbreitungsgebiet dieser Griffe und Stützen haben Furtwängler, Olympia V, S. 26 und de Ridder, Ephim. arch. 1893, S. 178, kurz gehandelt, doch dürfte bei einer eingehenderen Behandlung, die hier zu weit führen würde, kunst- geschichtlich noch Manchus aus ihnen zu gewinnen sein, da bei einigen Hauptstücken der Fundort feststeht. Digitized by Google Trient Aix en Provence. 76 75 Uebcr unser Exemplar exiatieren keine spe- ziellen Fundangaben, doch teilte mir der Direktor de« Musen mnnieipale, Herr Dr. Oberziner. mit, da«« das Museum nur aus Gegenständen aus der unmittelbaren Umgegend zusammen gekommen sei. Der Griff ist sicher ein griechische« Importstilck, keinesfalls ctruskisrho Arbeit, wie der Vergleich mit den griechischen Exemplaren erkennen lässt (Bulle.) Atx en Provence. Musee. Le nurnero entre parenthhses est celui du catalogue. Le cataloguo (Le M u s c e d'Aix, l4« partie, comprenant les monuments arch£ologiques, les sculptures et les objets de curiosite. par II. tiibert, Aix, 1882) est fait avee soin et contient des ren- seignements interessant«. Mais ii fallt se dotier de i'interpriMalioii des monuments qui est souvent inexacte. 1384. (210.) Belief votif. Marbre Penti- lique. IIr- 0,43. Larg. 0,54. Provient probablement de Grice. La bordurc ä gauehe est refaitc en plätre. On ne saurait aflirmer, encore que ce soit tres peu vraisemblablc, que le relief ne se continnait pas ä g. — La queue du cheval etait probablement en metal, comme le laisse supposer le trou de seel- lement oü eile renait s'inserer. A g. nn eph^be nu, debout, coiffe du pf'tasc, une chlamyde posee sur l'epaulc g., fait de la mahl dr , clevce ä bautcur de la tfitc, un geste d'adoration. Devant lui, un autel en forme de rippe avcc fronton deeore d'aerotires Derricre lui, un cheval aux forme« un ]>eu grelos, occupe le centre de la composition. A dr. enlin, entre les deux jambages d’une porte, on voit une jeune femme, vetue du chiton et de l'himation, la tete legerement penchee en avant, l'avant bras dr. tendu avec un ginte de doigts qui a sans duute une signifi cation. Sur le sens possible de la «eene ligurce sur ee monument, cf. Furtwängler, Coli. Sabon- roff, p. 40 et suiv. On pourrait songer aussi ä une scene d’uffrandc falte ä une divinite par un ephelie vainqneur ä la rourse des chevaux. Relief attique d'un travail tres soign®, de la fin du V* ou du ilebut du IV« sieclc Cf. Helbig, la collection Harraeco pl 52. Furtwängler (Coli. Sabouroff, p. 40) donue une liste des reliefs de ce type, assez rares en Attique ä l'epoquc classique. Publid tlans Millin, Voyage, pl. XXXI, n I (Jo u bin.) 1 385 und 1 386. (224.) Täte de femme. Marbre blaue Hr du b uste entier 0,52. Faisait partie de la Collection Campana. Le buste est moderne. La tete et le rou aout autiques et intacts, malheurcusement grattbe. Un itroit diademe reint la ehevclure disposi-e en deux larges bandeaux sur les teinpea et rclevde en un minre cliignon sur la nuque. La disposition tres simple de la chevelure, la forme triangulaire du front, le modele un peu sec des paupieres et des levres, sont la marque d'un style intermtdiaire entre cclui de Phidias et celui de Praxitcle, par exemple d’un artiste du groupe de Ctphisodote. — ltapprocber de cctte tite, la tete de Ximes (Eiuzelaufnahuien 1414, 1415). (Joubin.) 1387 et 1388. (212.) Tete de femme. Marbre blanc. Ilr 0,29 Le nez et l’extrbmitb posterleure de la Coiffure sont briscs- Les yeux, ia bouche, le menton, les oreilies ont beancoup souffert. — Le globe de l’mil est fait d'nne matitre blanche, sertie entre les paupitres; eile a disparu en partie. Les chevcux, enfermes dans an cbcryphale qui les reieve sur la nuque, s'cchappcnt snr le front qu'ils cncadrent de deux iargee bandeaux. Le front triangulaire, l'arcade sourciliere en saillie. les yeux profondement enfonces, la bouche pa- thetique, rappcllent le style de Scopas. — Travail tres soigno. (Joubiu.) 1389. (266.) Torso d’tphebe nu. Marbre blanc. IIr 0,82. Provient peut etre de Salon (Boitchcs du Blume Manquent la tüte, les bras, le pbnis, les jambes au dessous des genoux Ephebe uu, debout au ropus, dans l'attitude du pretendu Xarcisse de Berlin (Bcscbr. d. Sculpt. 223), la jambe g. en avant, la hanche dr. en forte saillie, les pectoraux dispoecs suivant un plan obli- que. Im tete etait releveo et inclinee sur l'hpaulc g Le bras g. etait pendant (piintello sur la cuisse g.), de rnerne que le bras droit (pas de traccs de la main sur la hanche). Sur un soele ä dr. est posee une urne perree de part en pari. Sur le haut de l'urne, on voit les restes d'un objet indetermine, peut-etre la queue d'un dauphin. La statue servait probablement a decorer une fontainc. — Copie assei soignbe d’un original de l'ccolo polyclfettcnnc. Le dos n'est que degrosei. Noter le modele du sein qui imite la teebniquo du bronze (Joubin.) 1390. (268.) Torse de Dionysos. Marbre blanc. Plus grand que nature: Hr 0,91. Manquent la tete, les bras, les jambes. Dionysos debout, nu, de type praxitelien, le bras dr. relevtS k hauteur de Digitized by Google 77 AU en Provence. 78 U töte, le bria g. tombant le long du corps, la töte li göremcnt inclinee vers l'öpaule g., la bancbe en forte •aillie. Deux longuea boucles de chcveux tombent aur lea öpaulee k dr. ct a g. du rou. — Travail trös soignö. Rapprocher de ce torae le Dionysoa Hor- ghiae (Hclbig, Führer’, 951 — Reinach, Röp. II, 121, 2) ct le Dionysos de Berlin (Beschr. d. äculpt.94 = Reinach, Rep. II, 123,4). (Joubin.) 1391. (245.) Tete de jeune Centaure riant. Marbre blanc. Hr 0,30 Le buate et le n ei sont modernes. Ressetuble beaucoup u la töte du jeune Cen- taure de Papias et Aristeas d'Aphrodiaiaa (Helbig, Führer’, 526). Le aty le eat mou et aana rarartöre, trea införieur k celui de 1’excellcnte röplique de Munich (dite Fauno colla maechia, n° 222 du Catalogue de Furtwängler). Pour l’ötude du type et la bibliographie, cf. Helbig, Führer’, n° 525 et 526, et Furtwängler, Catalogue de Munich, n° 222. (Joubin.) 1392. (214.) Statuette d'enfant drapö. Marbre blanc. Hr 0,69. La töte, lea pieda, la plinthe aont modernes. Cf. le numöro suivant (Joubin.) 1393. (215.) Statuette d’enfant drapü, analogue ä !a pröcödente, mais ne lui faiaant pas pcndanL Marbre blanc. Ilr 0,74. Lea pieda et la plinthe sont modernes La töte est rajustöc, mais eile apparticnt ä lastatue. Enfant debout, la töte touracc vers la dr., envcloppe completement dans un himation qui lui couvre lea deux bras. — Cf. 11° 488 du Catalogue de Berlin. (Joubin.) 1394. (269.) Torae de Silene Porphyre. H' 0,32. Manquent la töte, lea bras, lea janibea k partir du geuou. Sur la cuisse g. derriere, ou voit les restes d’un eupport. Traeea de grattage au bas des reins: peut ötre la queue du Silene a-t-elle etc briaöc. Type de Silöne dansant analogue au Silöne en bronze k Xaples (E-A 501). Bulle cousidöre avee raison ce type comme plus aneien que le Silene Borghese (Helbig, Führer’, 987) et le rattaehe ä la tradition Lyaippiquc. Le torse d'Aix, trea largeuient et aimplement traite, apparticnt ä la meine epoque. (Joubin.) 1395. (225). Töte de Cyböle ou deville personni fiöe, avec eouronne murale. Marbre blanc. Hr 0,22. Büste moderne Le ncz, la bourhe, le menton sont restaures. Couronne murale endommagee Monument romain dörivö d’un type hellö- niatique, tel que la Tychö d’Antioche. — Travail trös eommun (Joubin.) 1396—98. (209.) Perse agenonillö de l'ex- voto d’Attale. — Friedrichs-Wolters 1409. — Marbre blanc ä graina trös aerrös ct trös fms, identique k celui des autres figurea de l'ex-voto. ID 0,64; dimensiona analogues ä eelles des autres peraonnagca de l’ex-voto. Provenance eertaine: Rome. La atatue a ötö acquiae au XVIII* siöcle par le sculpteur Adam (cf. Benndorf, Ath. Mittbell. I, p. 167.). Manquent le bras et l’öpaule g. La reetau- ration de cea partiea faite par le sculpteur Adam a öte enlevöe (La tigure reatauröc a ötö publiöe, u l’envers d'ailleura, dans le >K ecu eil des sculp- tures antiquesi d'Adam, pl. 32 et 33; et cea deux reproduetions inexactes se retrouvent dans lea Ath. Mitth. I, pl. 7, et dans Overbeck, 0 riech. Plastik', fig. 189, 111, 5). Le monument a ötö brise en plusicurs mor- ceaux. Tunt d’abord, le personnage eat complöte- ment dötache de la plinthe (brisure au dessus du poignet droit, du pied g. et des doigts du pied dr.; le genou dr. n'adhere pas ä la plinthe), en Sorte qu'on peut se demander ai la plinthe n'est pas moderne. Mais aucun doute, aur re point, ne peut subaiater pour les raisona suivautes: le marbre de la plinthe et celui de la statue aont identiques; la main dr. et le pied g. font l’im- preasion d’ötre antiques; enfin, la plinthe eile meine est brisöe de part en part en deux endroits, re qui s’expliquerait mal, si eile ötait moderne. Donc, s'il y a cu restauration, eile a ötö faite dans l'antiquitö. — Par conlre, un poignard gravö en creux sur la plinthe est probablcment moderne, encore que Io doute aoit perrnis. — Les autres cas- sures sont : au genou g. et au dessous du mollet dr.; mais peut-ötre ötaient-ce des morceaux rappor- tös. — La töte est iutacte: le bout du nez et la pointc du bonnet sont sculs lögürcment örornöa. Lc menton a ötö dötache et recollö; mais rette restauration est peut-ötre antiqiio. Eutin, l'en- scrnble de la Btatue a ötö grattö, frottü, lavö, sans pitiö. Le personnage est coifTö d'un bonnet phry- gien et vötu du costume asiatique, courte exomis agrafee sur l'öpaule g., anaxyrides euveloppant les jambcs, ebaussures faites d’unc semelle main- tenuc par une courroie. A ce costume, on reconnait un Perse qui faisait partie du troisiöme groupe de l’ex-voto d’Attale, oü l'on voyalt reprösentö un öpisode de la bataillede Marathon (Pausan 1, 25, Digitized by Google 79 Aix en Provence. 80 2). Le Peree, agenouille, Be couvre de aon bouclier; ia töte en arriere, les traits convulsös par la ter- renr, il aernbic implorer an ennemi qui le menare. Le travail eat excellent; l'cxpreaaion pathö- tique de la töte anrtout eat rendue avee beaueoup de puiaaance. En dehora de» mauvaiaea reprodnrtiona de la atatue restauree, signalces plua haut, rf. un ine- diocre deaein dana la »Sculpture antique< de Paria, fig. 157, et Rcinarh, Repertoire II, 198, 8. (Jo abin.) 1399 — 1401. (211.) Raae de candölabre nöo-attique. — Marbrc blanc. Hr 0,47. La baae a la forme d'un trone de pyramidc triangulaire, supporte par troia pieda en forme de daaphin (la tete a öte brisöe). Chaque face cat döcoröe de reliefa cmpruiites au repertoire bien eonnu des artiatea nöo-attique». a) Monade dansant, la töte renversöe en arriere. Le braa g et la draperie k dr. aont brise*. b) Dionysos imberbc, vetu d’un chitön flottant, les pieda eliausses, an tbyrse dana la inain g , marehe ä granda paa ver» la g. Manquent le braa dr. et unc partie du visage. — Travail trös soignö. b) Pan marchant ü dr. Le baa des jatnbca acul eat conservö. (.Ion bin ) 1402 et 1403. (230.) Tete de Platon. — Marbre blanc. — Hr 0,34. Provient probable- ment d’Aix. Le nez seid eat brise. L’identiÜ- cation avee Platon eat certaine. Cf. Bernoulli, Grieehiache 1 konog ra ph i e II, pl. VI, 1; p. 28, n» 9. Le moulage de la tete eat en vente au Musöe d’Aix an prix de 12 Fr. (Joubin.) 1404. (259.) Double II ermöa. — Marbre blanc. Hr 0,33. Le visage de l’une des deux totes eat brise, roste aeulemcnt l’amorce de la barbe aur lea jenes. L'atitro töte cst intacte, sauf le nez. Peraonnage barbn, au large front carrö, preaentant quelque reaaemblance avee les figures de Sophocle; maia il n'est paa possible de l'identißer. — Travail mödiorre. (Joubin.) 1405 et 1406. (237.) Töte de Zönon. — Marbre blanc. Hr 0,32. Restauration» en plätre: le nez et la partie postöricurc du cou Lea oreillee aont öeornöes. L'identifirationavccZenon est trös vraisemblablc. Cf. Bernoulli, (»riech. Ikonographie, II, p. 138, n® 3. Travail excellent. (Joubin.) 1407 et 1408. (852.) Töte de Diogene. Marbre blanc. Hr 0,09. Le front, le nez et lea orcillea aont cudommagös. L'idcntißeation avee Diogöne est fondöe sur ia reaaemblance etroite de rette töte avee eelle de la Statuette Albani (Helbig, Führer*, 796 = Arndt, Gr. u R. Porträts, 321 il 322), oil le philosophe est reprösentödebout, appuy ö aur un bäton. Comme dana rette Statuette, Diogöne eat figurö Sri avee le crime chauve, uue rhevelure abundante sur la nuque, une longue barbe friaöe, le regard sombre, la bourhe voloutaire. Maia la töte d’Aix cst beau- coup plus expressive. Le earartere röaliste de rca portrails auggöre ä Arndt (I. 1.) I'idöe de les rattarher ä la traditiun lysippique (Diogöne est mort en 323). Dana tous les ras, l'emploi du foret pour l'exeeution de la barbe et des cheveux du Diogöne d'Aix, est la marque d'un travail roinain. Cf. Bernoulli, griech. Ikonographie U, p. 50. (J o u b i n.) On peut aignaler eneoro au Musöu d’Aix quel- ques monuments que nous n'avons paa jugö nöressaire de faire reproduire: (235.) Töte-portrait barbuede i'öpoque des Antonina. Excellent travail. H' 0,30. Marbre blanc. Provenance: Aix. Manque le bout du nez. Le front et la barbe aont ecornös. (213.) Statue de Priape. Calcaire indigöuc. Hr 1,60. Trouvee ä Aix. Manque la töte. Type ordinaire du dicu, debout, vötu d'un long chiton. Un pan do aon vötement, relevö par devant et döcouvrant un önorme penis, cst chargö de fruita au niilfcu desquels jouent deux Eros. A dr. du Dieu, une panthöre(?) montöe par un Eros. A g. un autre Eros debout. — Travail eommun. Publiö dana Clarac pl. 734 B, n° 1775. (17.) Töte d’homme imberbe, adossöe ä ii n pilier. Hr 0,18. Pierre noire d’Egypte. Brisöe au dessoua du eou. Travail soignö. Style gröco-ögypticn. Cf. F. W. von Bissing dans »ltecueil de travaux« etc. XVIII (1896), p. 132 et suiv. (97) Gainc d’hermes, Bans tete. Hr 1,17. Snr le devant 1’inscriptlon : MPQI AYCANAPOY (Kaibel 2467.) Provenance: Aix. (267.) Torae du »Periboötos*. Travail döcoratif. Provenance: Saint-Römy. (Joubin.) Digitized by Google 81 Ntmea Nimes. Maison Carr6e. Le* Chiffre* entre parenthösos *ont ceux qni sont indlquö* sur les monument* et qui corres- pondent A un inventaire inödit de la Maison C’arröe. Uno partie des marbres de la Maison Carröe provient de l’acquisition de la Collection PerroL Piusieure sont faux. Quant aux provenances donnöes par Perrot (Notice dn Mus ö c de Sculptnre et d'antiqnit6s, 1813), il faut nc lee acueillir qn’avec le plus grand scepticisme. Qnand la provenanco n'est paa Indiquöe c'cst qu'elle est inconnue. 1409. (6.) Statue de fenirne. Prov.: Villevicllle prös Sommleres Coli. Perrot. Hr 1,20. La töte n'appartient paa au corps. Le nez est rcstaurö. Manque le bras dr. I. 'avant bras et la main g sont rcstaurös. — Plinthe profilöe. Femme debout, 1a jambe g. en avant. Elle releve de la main g. un pan de son chitön. Dans le coetume on reconualt la combinaison de denx typcs bien distinets: le costume de l'öpoque ciassi- que, chitön arec apoptygma, le costume archal'que, chitun et himation au large pli qui barre la poitrine en biais. Le contraste entre la libcrtö du style do l'apoptygma et la raideur voulue du pli qui barre la poitrine, prouve que la Statue n'est paa la copie d’un original archaVque mais un simple arrangement archalstique. Cf. type analogue A Berlin (Catalogue, n° 284 — Reinaeh, Repertoire, 636, 9), i Paris. (Catalogue des bronzes do la Bibi, nat, n° 213= Reinaeh, Repertoire, 641, 3.) La tC'te est eclle d’une femme Ag Ae, Inconnue. de la fin du 11« siöcle — Style tres mediocre. La statue est reproduite dans Reinaeh, Re- pertoire, 637, 4. (Joubin.) 1410 ei II. (18.) Töte et buste de Dio- nysos barbu. Marbre. Ilr de la tete: 0,24. Coli. Perrot. Prov.: (jenes. (?) Le buste est moderne. La tete a Ate forte- ment grattöe. Le nez est restaurö. La chevelure est reinte d’un large bandcau. La tcelmique de la barbe et des cheveux, trös sobrement traitös, la sevöritö du style, indiquent pour l'original de eette tete une date voiaine de 450. Cf. 1° une tete identique au Louvre, n° 213, placöe eile aussi sur un buste moderne. 2° une töte au Musöc des Offices ä Florenee (E-A 368, 309). 3° une tAte au Prado A Madrid (Hübner 510 E-A 1649, 50). (Joubin.) 82 1412. Demeter aasisc. Statuette en marbre. Hr 0,51. Prov.: Nimes. Manque le bras dr. Le haut de la corne d’abondance a ötö brise. La tüte, brisec et ra- justec, appartient au corps Le cou et une partie du voile sur la nuqno sont res tauros Le tout est tres endommagö. Demi ter est aseiae sur un tröne sans dossier. Elle est vetue d'un chitön serrö A la taille. Un voile, pose sur la töte, retombe sur le s duSilüne, la tüte et les pattes du boue. Sur le haut des euisses du Silcne on voit les restes de sa peau de boue. Cf. le gronpe de la rollcotion Ulrth 4 Munich, E-A 1455. (J u u b I n.) 1420b. (447.) Enfant. Statuette en marbre. II' 0,31. Manquent les jambes et les bras; la tüte a un pen soufl'ert I.’enfant ctait »ans doutc assis. La tüte, fortement inelinüc sur la poitrine, regarde en bas 4 g., peut etro un animal. Le bras dr. ütalt levö 4 hauteur de la tüte (puntello sur la tüte en baut 4 g.). On peut songer 4 un gruupe analogue au gronpe Torlonia (Reinarh, Rüpertoirc II, 463, 6), oü est reprüsente un enfant avcc des rhiens. Travail soignü. Cf. d'autres type» analogncs: 1° au Louvre, n° 471 (niemes dimensions, mouvement inverse), 2° 4 Wobnrn Abbey (Michaelis, Ancient mar- bles, IVoburn, n“ 123 = Reinarh, Hüpertoire 11, 442, 9). (Joubin). 1421. (10.) Croupe de Pan et de Dio- nysos enfant. Hr 0,36. — Trouvö 4 Hirnes. Coli. Perrot. Manquent : La tüte, la main dr., les pattes de Pan, les pieds et la main dr. de Dionysos. La ruisse g. de Pan est brisöe, mais antique. Restauration» nombreusrs: jambe dr, bras g., avant-bras dr. de Pan, tonte la partle supürieure du corps de Dionysos 4 pnrtir du penis, son genou g., la plinthe presque tont entiüre. Les rcstaurations eile» inümes ont ötü brisües et rajustües. Pan, nu, une peau de boue agrafüe sur l’üpaule g., est assis sur un rocher; sur sa jambe g. il tient Dionysos enfant auquel il presente un objet de la main dr. — Travail assez soignü. (Joubin.) 1422. Hüraclüs enfant ütouffant les sorpents (?) Statuette en marbre. Hr 0,47. Restauration» : La tüte et le bras g. d’Hürarles; la tüte et la partle supürieure du corps du serpent. L’ensemblc a ütö badigeonnü de rouleur janne du plus fücheux effet. Hüraclüs agenouillü sur le genou droit, serre dans «cs bras un enorme serpent. Travail mü- diocre (Joubin.) 1423a. Torse d’Athüna Statuette en marbre. ID 0,31. Manquent: la tüte, le bras dr., les jambes. Athüna debout, vütue du chitün; un himation posü sur l'üpauie g. revient en avant et couvre les jambes. Snr la poitrine est placüe l’ügide Le bras dr. ütait ütendu et s’ai>puyait sur la lance; le bras g. tombe le long du corps et sc perd dans les plis de l’himation. — Travail trüs grossier. (Joubin.) 1423b. Barbare prisonnier. — Statuette en inarbre. Ilr 0,34. Manquent: la tüte et les jambes. Il est vütu du costume ordinaire (tunique serrüe 4 la taille) et tient les mains jointes en signe de soumiasion. Travail commun. (Joubin) 1424 Fragment de relief en marbre, brisü dans tous les sens ( Stele funöraire?). H' max. 0,70. Larg. 0,40. Ep. 0,20. Episode d’un combat entre un cavalier et un Digitized by Google 85 Nime». 86 guerricr tombö. Un gncrrier nu (manquent la töte, l'avant bras dr, la jambe dr. tout entiöre, 1 la jambe g. ä partir du gcnou) s’aft'aisse age- nouille soua uu cheval qui l'a renvcrsö (nute seuleinent tm fragment du poitrail du cheval). La disposition gönörale du groupc rappelle eelle de la Stele de Dexilöos. — Travail soignö, (Jonbln.) 1425 et 26. (26.) Tete de femme casquöe (Roma?). Marbre. Prov.: Coli. Perrot, 1823. llr du visage: 0,135. Le huste est moderne. Le bout du nez est restaurö, ainsi qu'un fragment de la visiere du caaque. L’eusemble a ete fortement grattö. Cf la U'te de Roma, en bronze, du Musöe de Berlin (Catalogue n° 6). (Joubin.) 1127. Tete colossale de Tiböre (?). Marbre. Rr 0,41. — Trouvee 4 Nlmes eu 1838. La face antericure de la tüte a seule ötö con- servile Le visage est tri» endommagö, le nez est brisö. Sur le front, quatre trous qui servaient pro- bablement k fixer une rouronne de bronze. D’apres la forme raractöriatique de la tüte, on reconnait ici un prince de la fainille d’Auguste. On peut songer ä Tiböre (cf. le Tiböre, arec une barbe naissante, du Musöe de Berlin, dans G riech. u. Riim. Porträts, pl. 19 et 201 plu- töt qu’ä Drusus minor, avec lequel la töte de Nitnc* präsente aussi des traita de ressemblance (cf. le Drusus Jacobsen, dans Griech. u. Köm- Porträts, pl. 17 et 18). — Travail soignö, malgre les dimensions colossale» de la töte. (Joubin.) 1428 et 29. (20.) Töte de femme aveo cou- ronne crönelöe. Trouvee en ltalie. Coli. Perrot, Hr 0,70. Reetaurations : une partie des erüneaux de la couronne, l’extrömitö de» bouclee des chcveux aur la pottrine, le bout du nez. le bas du cou et le bustc. Les yetix profundöinent enfoncös, le nez aquilin, la bourbc charnue, donnent ä rette töte tous les caractere» d'uu portrait. peut ctre relui d'une iraperatrice, employö pour personnificr une ville. Le travail est un peu sec. (Joubin.) 1430. (38.) Büste de dame romaine. Marbre. Prov.: Nime». Coli. Perrot. Hr du visage: 0,25. Le bustc. d’un marbre different de celui de la töte, parait moderne. Le nez est restaurü. Portrait de feuimo inconnue du III® siöcle. D'apres Bcrnoulli, Köm. lkonogr. Ul, p. 110, n® 15: Julia Mammaea. Le travail est soignö On voit encore des traces de pcinture sur les pupilles. (Joubin.) La belle töte virile en bronze, de l'öpoque liellöniatlque, n® 213 du Musüe, a ötö publice dans Arndt, gr. u. röm. Porträts, pl. 494—96. A ces monuments on peut ajouter encore lc» suivants, que nous n'avons pas jugö ä propos de photographier : a Torse d'Aphrodite. Marbre. Hr 0,49. Prov. Nlmes. Manqucnt la töte, les bras et les jambe». 1 Sur l'cpaule dr. (leux trous de scellemcnt pour les boucles de cheveux La töte, srulptöe ä part, ötalt insöröo dans le bnste. Travail soignö. b. (3.) Romaine en Cörös. Marbre. Prov.: Bouillargues. Coli. Perrot. Hr 0,98. La tete et les mains ont ötö brisöes, inais appartiennent au rorp». Type et rostume de l'Höra Campaua au Louvre, n“ 2344 (Reinacb, Itöper toi re, 240, 9): chitün, liimation et volle. Sur la töte, une couronne d’öpis; dans la main g une gerbe d'öpis. dans la dr. une coupe Visage sans expression. Travail trös commun. c. (12.) Statue de fenime. Marbre. Ur 0,81. Trouvöe ä Guarigue. Coli. Perrot. La töte n'appartient pas au rorp». Kestau- rationB: L’avant bras dr. et le pied droit, la bordure de la plintbe. Femme debout, vötue d'un chitün sur lequel est jetö un himation, la main g. poeüe sur la banche. Cf. la statue trouvöe dans l'tle de Klaudos: Reinacb. Röpertoire II, 677,2. d. Aphrodite pudique. Marbre Trouvöeä Nlmes en 1873. Ur 1,30. Elle ötait brisöc cn mitte morceaux, qui ont ötö rajustös; inais les rostaurations sont aussi nonibreuses que les partics originales, ce qui enlöve ä ce monument beaucoup de sa valeur. Mampie le bras dr. Un fragment de la main et de l’avant-bras n’a pas ötö utilisö. Preeque toute la töte est en plätre. Aphrodite doboht, nne, cache sa nuditü avec une draperic qui eouvre le haut de» ciiissc». C'est une röplique du type de la Vöuus de Syracusc (Clarac, 608, 1344. — Alinari 19783). Le travail est soignö, inais asscz banal. Reprodnitc dans Reinach, Röpertoire II, 357, 8. o. (2.) Röplique de l'Apollon Ly eien. Marbre. Hr 1,03. Prov.: Nime». Coli. Perrot 7 Digitized by Google 87 Nimm. 88 N« MSI. La tüte — une tCto de Vünua quelronque — n'appartient paa au corps Reetaurations nom- breuaes: lc bras g., la main dr., les jambes. l’arbre et la plinthe. Le bras dr. briet' cn dcux endroits est peut etre antique. Manque le petita. Travail aaacz soignä. Reproduite dans Reinar h,R ü p e r t o i r e, 11, 94, 7. f. (1.) Rüplique de la Vünua de Onide. Marbre. Trouvüe entre Alaia et Anduze. Coli. Perrot. Hr l ,M5. Aux troia quarta moderne. La tüte eat an- tique eauf le nez Dana le corpe il n’y a gurre d'antique que la partie g. du torae. Le reate eat moderne. Auaal la rüplique n’a-t-elle paa grande valeur. g (30.) Täte de Särapia. Marbre. Trouvüe & NImes. Coli. Perrot. Hr 0,26. Type ordinairc. Sur le menton la barbe forme detix large« inaasea boucläea, süparfcee l'uno de l'autre. Lc aommet de la täte a ütü erenafc pour recevoir le modiua. — Travail commun. h. Fragment d'une täte de Zeus. Marbre. Hr max. 0,20. larg max. 0,25. Rriaäe dana toua lea acns Reatent aeulemcnt le front, lea yeux, lc baut du nez et lea chereux qni bordent le front. lat aaillie de l'arrade sotireiliüre, le deaain de* yeux et la diapoaition dea cbeveux permettent de reeonnaltre dana rette täte nn type de la 2* äeoie attique (ef. LOarhclce, Bonner Jahr- bücher, Heft 88, p. 266). Happrorher de cea types de Zeus, le Zeua en bronze deJanina i Constan- tinople et l’Hürarles Chiaramonti (Furtwängler, Meiaterwerke, fig 100 et HO). 1. Täte tri'B endommagäe par l'eau. et par auite t r ex difürilc & identiüer. C'eat peut ätre uue täte d' Apollon du V“1« sierle. IP du viaage : 0,20. k. Copie moderne de la täte de la Vänua d’Arles, (Joubin.) NImes. Musee epigraphique ä l'Ecole des beaux arts. Le nnmäro entre parentheae* eat relui du Musüe epigraphique; il correapondau «Catalogue dea Inarriptiona antique« de Nimea* par Allmcretlea l'rüres (*erraer-Durand(Tonlousc,1893). 1431. (131.) Quatre fragmenta de relief, faiaant partie probablement d'un mono- in o u t funeraire. Trouväa a NImes cn 1775. Digitized by Google 89 Nimcs. 90 Le 1er de oes fragmenta, aujonrd’hui perdu, n’eat plus connu qne par un d essin ins'dit de Seguier, i la bibliothcque municipale de Niincs (ms 138Ö2, V, p. 32). II s’adaptait en haut du fragment n° 2, dont la photographie est donnfee tci. 1IC des deux fragmenta reunis 2,50, larg. 1,25. Le fragment n» 2 est b riefe en haut, i droite et eu bas ä droite. 3« fragment: Hr 0,75, larg. 0.85. Brise dans toua lea aens. 4« fragment: Hr 1 larg. 1 m Brise a g., en haut, et i dr. en haut. A l’aide de ces fragmenta, on peut recon- atituer i peu prfes l'ensemble du monument de la miniere suivante (voir le deasin ci-contre) : Au eentre, une inscription en tourfee d’une moulure formant un cadrc reetangulaire; quelques lettre« de rette inscription aont conscrvfeca aur les fragment« 1, 2 et 3 (cf CIL, XII, 3300). M . . F . . . F [lamen ?] H[n vir quinquennali] 3. Elle eontenait le nom et lea titrea d'un person- nage qtii paralt — aana qu’on puisae conaidfercr la restitution commc certaine — avoir itfe un qua- tnorvir quinqtiennalis et en inenie tenipa ansai flauiine A g. (fragment 2) et a dr. (fragment 4) de rinarription fetaient reprfeacntfea deux pcrsonnagei semblahles (hr 1,20) (la partie infferienre du eoriia du personnagc de droite eat seule eonservfee). 11a sout debout, de troia quart, et tournfea toua les deux vera la dr. Ils sout vOtua de la tuge. De la main g. ils tiennent deux biitons, non lies, posfes Ifegferement aur l'fepaule. Ce sout peut-etre lea lieteura faiaant partie du eortfege du quatuorrir quinquennalis. Lea kätons qu'ils tiennent ä la main seraient alorsles dont parle dfedaigncuse- ment Cirferon (Leg. agr. II, 31), par romparaison aver lea amplcs faisreaux des magistrats romaina. Sur le fragment disparu (n° 1) on voyait un vase u libations (simpulum) et un asperaoir de rrins deeheral (aapergillum) figurfes Tun au deasoua de l'autre. Ces aeeesaoirea aont probablement les insignea du tlaminat. (Joubin.) Signaloua cneore lea monuments snivanta que nous n’avons paa juge utile de photographier. a. (262.) Fragment de relief. Hr 0,45, larg. 0,29. Brise a g. Prfetre baehique tournfe vera la g ; il ae penehe Ifegferement en avant, tient de la main g. un thyme et avanee le bras dr. romme pour prfe- aenter ou prendre quelque ehose. II est vfetu d'un chitön et d'un himation, dana le style du V* siede. La tüte presente des analogies ave«- relle du Zeus Talleyrand. La Hgure dferive d'un modele nfeo-attique. Le travail en eat trfes common. b. (268.) Fragment de relief. Larg. 0,24. Hr 0,165. Briefe en haut et ä dr. Lea deux faccs sont ornfees. Sur le revers, en relief plat, on voit deux masques de Satyre devant un autel en forme de pilier. Sur 1’avera, en haut relief, est figurfe tlanymfede (?) asaia faiaant boire l'aigle dana une eoupe. Travail cominun. Cf. un relief identique au Muafee de l'Ermitage a Peters- bourg (Catalogue, n“ 332). c. (586—596.) Fragmenta d’nn entable- ment (hr 0,60) dfecorfe d'aiglea portant des guir- landes (distanre entre deux aiglca 0,60). Le travail en eat trfes soignfe. Ces fragmenta ont fetfe dfeeou- vcrta aur remplacement prfesumfe de la Baailique de Plotine ce qui permettrait de lea attribilcr au II« sifecle. d. 492 (150 et 105). Stfele funferaire de Licinia Flavilla et de Sextua Adgen- niue Macrinn s. — Dana une niche cintrfee en forme de coquille, les bustea des deux personnagea reprfeaentfea de face : & g. Licinia, k la chevelure | friere, ä dr. Sextua en coatume de tribun miiitsire. ! Dans chacun des snglea aupferieurs de la stfele, un dauphin. Sous la niche, inscription funferaire (CJL, XII, 3175). En bordure, aur toute la hau- teur de la stfele, h dr. des faiseeaux lifea, insignea de la dignitfe de Sextua, VIvir jure dicundo, k g. une baguette, insigne de la dignitfe de Licinia, flaminique augustale. TrfeB bon style, II« ou III« a. apr. J. C. La Coiffure de la femmo est analogue a celle de Julia Titi, tandiaque la phyaionomie de Sextua rappelle lea portraits de l'fepoque de Trajan. e. 148 (9). Autel en forme decippequa- drangulaire (Hr- 0,87. Larg. 0,49), dfedife par Severa Nigri f. a Vulcain et aux Venta. (C I L, XII, 3135.) — Sur la face antferieure, relief trfes endommagfe. A g. une femmc, la dfedicante (manque le haut du corps), agenouillfee devant Vulcain (manque la tüte) debout ä dr. vfetu d’un himation qui enveloppe les jainbes et laisse la poitrine dfecouverte. De la main g. il tient un sceptre felevfe. A sa g. par terre, des tenailles, ä sa dr. une hache. — Sur les petits cötfes, h dr. une tete ailfee imberbe, de pro6! ä g.; ä g. une tete ailfee barbue, Digitized by Google 91 Nimes. Mannheim. 92 de profil ä dr.; probableinent les Vents person- nifies. Travail tres grossier. f. 150. Fragment de relief, brisG en baa, k dr. et a g. Hr 0,019. Larg. 0,68. En haut, rangee d’ovea qni prouve que le relief faiaait partie d'une decoration arehitecturale- Une ferame nue, ailöe (le haut du corps eat I seulconserve), porte dana aea braa une autre femme (manquent lea pieda) tournee ä dr. Celle ci s'appuie du braa dr. aur la töte du pereonnage aile, et ötend le braa g. Elle eat vetue d un long chitön serre & la taille, et d’un himation qui enveloppe lea jambee. Un pan du vGtement flotte au vent en arriere de la tete et forme cointne un nimbe. Lea cheveux aont serrös en chignon aur la nuque. Travail ordinaire. g. 314 (38), 312 (219:, 310 (220 , 308 (12t;), 306 39), 304 (42), 302 (222), 316. Sörie de pilaatres en forme de gaines (Hermös), se diminuant par le bas. La face antGrieure porte une inscription : dedicace d’eaclavea et d'affranchis ä leura maitres. La partie snperienre I de quelques uns de cea Hermes eat legörement I entaillee en rond pour recevoir le buate (probable- ! ment en bronze) du dedicant. h. 874. Torso depaysan. Marbre, Hr 1,08. Manquent la tete, le pied g., la jambe dr. k partir du geuou, la töte du cbevreau. Sur lo sein dr. deux trous profonds au foret. 11 est debout, vetu d’un chiton court qui s’arrete aux genoux, attachö sur I’öpaule g. et decouvmnt la poitrine ä dr. De In main dr. il porte un cbevreau, de la g. une outre suspendue ä I’öpaulo par uno eourroie. Une bande, large de deux doigts, entoure Io mollet g. A. g. du personungo un arbre aervant de point d’appui* Mauvais travail. i. 868. (42). Personnage barbu, sernblabl e au pröcödent, mais un pen plus petit. Man- quent les jambee ä partir du genou, l’avunt bras dr qui Gtait baisse. La main g. a demi soulovöe tient un objet indöterminö, peut-etre un sac, sua- pendu a l'öpaule. Le personnago est vetu d'un chitön court, en peau de bete, dögageant la poi- trine k dr. Travail tröa commun. (Joubin). Nimes. Musee de peinture. Grande moeaique trouveo k Nimes en 1883. Au centre est reprösentö un öpisode do la lögen de d'Admeto et d'Alcesto. A dr. sur une estrade, Adinete aesis sur un tröne, la main dr. etendue, la g. tenant un sceptre ; preß de lui, Alceste debout, les jambes drapöes, la poitrine nue, s'accoude sur le tröne d’Admöte- Au dessus du grou pe un velum. Au pied de l’estrade, ä g. un jeune hoinme vetu d'une chlamyde, tient en laisse un cerf et un lion. Derrikre lui, deux per- sonnagee, un guerrier et un ephebe, debouebent d'un portique. Excellent travail. Une de plus bolles mosaYques connuea- 418. Une copie moderne de l'Arrin- gatore en bronze. Hr 0,25. (Jon bin.) Mannheim. Grossherzogi. Antiquarium. 1432. 1433. Weiblicher Kopf. Marmor. H. 0,56 m. Nase ergänzt. Der interessante Kopf hat leider so stark ge- litten, dass namentlich in der Vorderansicht alle Wirkling verloren geht. Er bietet e:ne eigenartige, von dem gewöhnlichen Archaisieren durchaus ab- weichende Mischung strenger und freier Züge. Streng ist die Haaranordnung*, die Haare laufen alle vom Wirbel aus, werden durch einen dünnen Keif zusammengehalten, bilden über der Stirn eine wellenförmige Umrahmung und sind sowohl über den Obren wrie hinten in ihren längsten Teilen nochmals unter der Binde durchgezogen. Sie sind in strengen, feinen Wellenlinien gegliedert, in der Art, w*ie es etw*a um 460 v. Cbr üblich ist, aber in weicherer, man möchte fast sagen pikanterer Manier Das Gesicht andrerseits zeigt völlig freie, naehpraxiteltseh - hellenistische Formen in den schmalen Augen, den w eichen Lidern, den vollen runden Wangen, dem kleinen Munde mit tiefen Mundwinkeln. Vor dem Original schien es mir, als dürfe man an Originalarbeit hellenistischer Zeit d> nken. Die archaisierenden Dinge augustei- scher Zeit scheinen mir alle etwas trockuer, nüchterner in der Ausführung Im Gcsamteharakter könnte man am ehesten die sog. Danaostöebter im Oonservatorcnpalast (Ilelbig , Führer *, 1, No. 580, 581) vergleichen, namentlich den Kopf der im Bull. com. III, 1875, Taf. 10 abgebildeteo, und fernereinen Kopf des Museo Torlouia, No 188, der im Gesamtcharakter mit diesem letzteren eng zusam mengeht. Diese Groppe von Werken ist bisher stilistisch und chronologisch noch nicht recht untergebracht worden. Die Vereinigung von eiucr gewissen Strenge und gesuchten Ein- Digitized by Google 93 Mannheim. Karlsruhe. 94 farhheit mit grossem Raffinement ist ftlr sie, wie fUr den Mannheimer Kopf das Charakteristi- sche. Ich glaube, dass die Vermutung ausge- sprochen werden darf, dass es sich um eine Rich- tung der späthellenistischcn Kunst handelt, um beginnenden Klassizismus, wie er von Furtwängler, Antike (iernmen III, S. 161 auch auf geschnittenen Steinen für die spätere hellenistische Zeit nach- gewiesen ist. In der Frisur sehr ähnlich ist die Gruppe von archaisierenden Frauenköpfen, die Arndt, Glypto- tht-que Ny-Carlsberg tu Taf. 16, S. 23 tusamtnen- gcstcllt hat (Bulle.) 1434, Wcibrelief an Ileros Eukolos. Penteliscber Marmor. Hoch 0,33. Breit 0,28. Typus des ..Totenmahls'“. Feine attische Ar- beit des 4. Jahrhunderts (nach den Schrift formen). Besprochen von Michaelis, Arch. Zeitung 187b, S 48 fg , der es aber zu spät (3. oder 2. Jahrh.) datiert; Furtwängler, Sammlung SaburotT, Skulpt. Einl. S. 31, Anra. 2; Baumanu, Marmorskulpturcn des Antiquariums zu Mannh. S 21, n° 9. (Bulle.) 1435. Schlafende Nymphe. Marmor Länge 0,65, Breite 0,29. Ergänzt: Nase, rechter Ellenbogen, I. Hand und halber Unterarm nebst Unterlage, r Fuss. An der Plinthe vorn links Delphinkopf, in der Mitte und rechts Fischküpfe. Im Haar Epheu- blätterkranz mit Korymben. Derbe dekorative Arbeit (Bulle.) Karlsruhe. Vereinigte Sammlungen. 1436 und 1437. Bärtiger Oötterkopf. Pent. Marmor. Hoch 0,23 m. Aus der Nähe von Athen. Erworben 1884. In kleiner Zeichnung abg. Arch. Auz. 1890, S 5, Nr. 11. Gehörte ohne Zweifel zu eiuer Herme. Er schliesst sich ganz der Serie bärtiger (iötterkOpfe an, die Paul Arndt, La Glyptothcquc Ny-Carls- berg, Taf. 11—16, Text S. 17 fg. veröffentlicht hat, und steht dem jüngsten Exemplar dieser Reihe, Taf. 14, am nächsten. Wohl originale Arbeit aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrh. v. Chr. (Bulle.) 1438 und 1439. Bärtiger Satyr. Marmor, anscheinend pentelisrh (derselbe wie an Nr. 1440). Hoch 0,48. tief. 1883 in einer römischen Villa bei Marino, woher auch 1440 n. 1441 stammen; vgl. Uber die Fundumstände das zu 1441 Bemerkte. Erworben 1885. Abg. Bull. com. Xll, 1884, Taf. 19, No. 15; dazu Lancianj 8. 162 d, C. L. Visconti 8. 217, No. 15. Arch. Anz. 1890, 8. 3, No. 2 (Schumacher). Reinach, Rep. H. 8. 49, 7. Beide Arme waren angesetzt; Anschlussfiächen mit runden StifUöchem. Ebenso in der Stütze am r. Oberschenkel ein Stiftloch, so dass der Stamm oder was daneben stand, gleichfalls für sich ge- arbeitet gewesen sein muss. Laneiani (8. 166) uimrnt antike Restauration an, was mir sehr unsicher zu sein scheint. Der Satyr trug auf der 1. Schalter einen Schlauch, dessen Rest sichtbar ist. Der rcchteArm ging abwärts, aber weiter vom Körper ab, als in der freien Replik oben No. 1371 und der dort (No. 2) genannten Bronzestatuette Er hielt vielleicht auch eine Fackel, wie die Bronze, und war schwerlich Brunnenfigur (Schumacher). Das linke Knie tritt stark hinter das rechte zurück. Da die Oberschenkel ge- schlossen sind, war cs offenbar ein drehender Tanzschritt. Diese Stellung ganz analog in den Statuen bei Furtwängler, Satyr von Pergamon, Taf. 2; 3, No. 1, wo die Entstehung und Ge- schichte des Motivs eingehend verfolgt ist. Vgl. das zu No. 1371 Bemerkte. Hinten kleines Schwänzchen. Penis kurz, be- stossen, war anscheinend inlibuliert. Lange spitze Obren, l’iuienkranz. liaar oben gescheitelt; Uber der Stirn und hinten Uaarrollc. Der Kopf er- innert in Haltung und allgemeiner Anlage au den bronzenen Dionysoskopf strengen Stils in Neapel (Hirtli - Bulle, Stil 1, Taf. 75. Brunn- Brnckmann, Denkm. 382) und darf wohl als hellenistischer Ausläufer desselben Grundgedankens gelten. Sehr sorgfältige subtile Arbeit. An Haar und Bart viele Bohrlöcher, wie an den Porträts der Epoche der Antouiuc häufig. Oberfläche schwach poliert, wie an Kopien badrianischer Zelt, ln der Arbeit so übereinstimmend mit 1446, dass beide Stücke aus demselben Atelier stammen müssen, das nach den genannten Anzeichen in das 2. Jahr- hundert n. Chr. gehört (Bnlie.) 1440. Gigant im Kampf. Marmor, an- scheinend pentelisch, derselbe wie au No. 1438 Hoch 0,71. Aus Marino, wie No. 1438. Abg. Bull, com. XII, 1884, Taf. 17, No. 2; dazu Lauciani, ebenda S. 162 c; G. L. Visconti, ebenda S. 213, No. 4. Arch. Anz. 1890, S. 3, No. 1 (Schumacher). Reinach, Rep. II, S. 26, No. 1. Arme und r. Unterschenkel waren besonders angesetzt, was keineswegs eine antike Restau- ration zu sein braucht (Laneiani S. 166). In den Armstümpfen runde Dübellöcher und Reste von Eisenzapfen; am 1. Arm noch die Stückchen der Ausrblusstläcke. Im r. Oberschenkel langer Digitized by Google 95 Karlsruhe. 96 Kanal für Eisendübel (Kostspuren), daneben ge- krümmter Kanal zum Vergüssen; unten Ansatz- fläche. Im I. Knie tiefes rundes Bohrloch wie rechts, ebenfalls Kostspuren. Keinerlei Marmorstütze. Vielmehr muss der Diibcl im 1. Knie die ganze Eigur, welche jetzt falsch aufgesetzt ist, auf der Unterlage festgehalteu haben. Die ehemalige Aufstellung giebt beistehende Ergäuzungszcielinung Kcirhliolds. Die Riclitig- keit wird ohne weitere* durch den Verlauf der Dübel bewiesen. In dieser Haltung wird die Be- wegung des Rumpfe* erst verständlich. Der Gi- gant ist im Kampf aufs Knie gestürzt (ist aber nicht verwundet, wie Schumacher annimmt); sein Gegner muss gegen seine rechte Seite eingedrungen sein und hatte ihn wahrscheinlich irgendwie am r. Arm gepackt, wodurch seine Kopfwendung ver- anlasst wird. Beide Oberarme gingen grade nach den Seiten; der I. Unterarm war vermutlich nach dem Kopfe zurürkgebogen. Das Motiv ist schon im 5. .lalirh. gefunden und sehr mannigfaltig variiert worden („Kapancus“ der Villa Albani, Gefallener unter dem Drxileos, Giebelfigur aus Sammlung Alba (Madrid) in der Glyptothek Ny-l'arlsberg, E-A 1790; häufig auf Vasen), dann in hellenistischer Zeit weitergebildet (Krieger von Delos; Gigant unter der Athens des pergamenischen Altarfrieses). Diesen reiht sich als eine der jüngsten Ausbildungen der Karlsruher Gigant an, bei dem die Haltung des Oberkörpers erst dann ganz verständlich werden würde, wenn man die Bewegung des Gegners kennte Der Kopf ist im Ausdruck (Mund zum Schreien geöffnet) und formal (Augenbildung) dem Laokoon aufs engste verwandt, sodass man an ein Vorbild aus der rhodischen Schule denken darf. Gute Arbeit, sehr weiche verwischte Behandlung der Oberfläche, namentlich am Kopf. Aber sicher nicht hellenistische Originalarbeit, da an einzel- nen Stellen sehr roh mit Bohrlöchern gearbeitet ist (Schamhaar, namentlich aber im inneren Winkel des 1. Auges). Schwache Politur der Oberfläche. Aus demselben Atelier wie 1438; 2. Jahrhundert n. Uhr. (Bulle.) 1441. Marsyas am Bau mstarnm. Rot- gestreifter („phrygiseher“) Marmor. Hoch 3,12 m. Aus der Villa bei Marino wie No. 1438—1440. Ergänzt der halbe rechte Unterschenkel mit Fuss, die Zehen des 1. Kusses, der r. Unterarm, die Finger der I. Hand. Beider konnten die Hände nicht mit auf die Photographie gebracht werden. Der Stamm ist nach C. E. Visconti ergänzt; Schu- macher sagt nichts davon. — Abg. Bulletino co- munale XII, 1884, Taf. 18, No. 12; dazu Lanriani Digitized by Google 97 Karlsruhe. 98 ebenda S. 160, C. L. Visconti ebenda S. 216. Ferner Arch. Anz. 1890, S. 4, No. 5 in Zeichnung, mit Text von Schumacher. Endlich Reinach, 116p. II, S. 56, 6. Stimmt In dem schiefgezogenen Mund mit dem kapitolinischen Exemplar flberein und gehört zu dem „roten“ Typus, den Amelung, Führer durch Florenz, S. 61 f., für eine jüngere Weiterbildung erklärt Ob mit Recht? Ob nicht der einfachere „weisse Typus* bloss eine Verflachung durch Ko- pistenhände ist? Liste der Repliken giebt zuletzt Jessen in Roschers Lexikon II, Sp. 2458. Dazu neu der Torso aus Tarsos in Konstantinopel, publ. von Joubin in den Monum. Piot, VI, Taf. 13, S. 145 fg. Die Fundumständo der drei zusammengefun- denen Statuen 1438—1441 erlauben leider keine genauere Zeitbestimmung, als sie für 1438 und 1440 aus den technischen Anzeichen zu gewinuen war. Der Marsyas wurde in dem ältesten Teile der Villa gefunden, den Lanciani aus bauteebni- schon Gründen etwa in augusteische Zeit setzt. Satyr und Gigant fanden sich in dem Anbau, der nach Lanciani später, aber jedenfalls vor Hadrian hinzugefügt ist Doch waren beide Stücke zwischen die Doppelmauer einer Apsis verbaut, unbekannt wann, so dass, da die Villa bis in die späteste Zeit bewohnt war, jeder Anhalt einer Datierung fehlt. (Bulle). 1442 and 1443. Statue des »Hypnos*. Weisaer Marmor. Hoch 1,20 m. Gef. bei Tnsculum. Kopf aufgesetzt, aber zugehörig. Ergänzt durch Bildhauer Heer in Karlsruhe: Plinthe; Stamm; I. Knie von Mitte des Oberschenkels ; r. Bein von Mitte des Kniees; I. Arm vom Ellenbogon ab- wärts nebst Hand; r. Arm von unterhalb der Schulter; r. Hand ausser dem am Rücken anliegen- den Teil; Nasenspitze. — Abg. bei Winnefeld, Hypnos Taf. I, II; der Kopf jedoch in einer zu Vergleichen nicht brauchbaren Ansicht, weshalb eine neue Veröffentlichung des Stückes gerecht- fertigt ist. Bei Winnefeld Einzelmaasse und Replikenliste. Neueres Replikenverzeichnis bei Furtwängler, Meisterwerke S. 483, Anm. 3, ver- vollständigt durch Arndt, Glyptothäqne Ny Carls- berg S. 85. Siehe auch Amelung, Einzelauf- nahmen IV, 1139. Die ungewöhnlich lange Reihe der Wieder- holungen zeigt, dass die römischen Decorateure diesen Jünglingstypus höchst brauchbar fanden. Jedoch verfuhren sie sehr frei damit (die grössere Hälfte der Repliken wird als »flau“ oder »ver- weichlicht* bezeichnet, Furtwängler a. a. O ) und haben in zwei Fällen die Haltung sogar im Gegen- sinne wiedergegeben, natürlich aus rein äusseren Gründen, einem dekorativen Pendant zn Liebe- Wenn man den Karlsruher Kopf ohneWeiteres mit dem Berliner Exemplar vergleichen wollte, so müsste man zu dem Resultate kommen, dass der Berliner Kopf in seinen knappen Formen und in dem diadnmenos-ähnlichen Haar den ur- sprünglichen, polykletischen Charakter ziemlich getreu wiedergiebt, während der Karlsruher mit dem völlig veränderten, krauslockigen, »praxi- telischen“ Haar und den weicheren, volleren Ge- sichtszügen eine attische Umarbeitung wieder- holt. Als Parallele dazu führen Arndt (a- a. 0. S. 84, Anm. 5) und Amelung (E-A IV, S. 40), die dieser Meinung zuneigen, neben anderem die Attische Umarbeitung des Westmacottschen Athleten aus Eleusis an, die einen überzeugen- den Schulfall für ein derartiges Verhältnis reprä- sentiert Aber hier ist nicht nur der Kopf, son- dern der ganze Körper attisch umstiÜBiert. Da- gegen unterscheidet sich der Karlsruher «Hypnos* kaum durch grössere Weichheit der Übergänge, sicher aber nicht in der Gesamtauffassung des Rumpfes von dem Berliner Narkissos. Hält man sich dazu die ungemeine Ver- schiedenheit auch der anderen Köpfe — die z. B. bei den beiden Jacobsonschen Exemplaren: Arndt, a. a. 0. Taf. 53, 54, erschreckend gross ist, ohne dass hier aber von einer entschiedenen Umsetz- ung in einen anderen Stil die Rede sein könnte — vor Augen, so kann der Schluss gar kein anderer ■ein, Als dass diese in den römischen Kopisten- ateliers so gangbaren Statuen nicht auf ein doppel- tes Urbild, sondern unbedingt auf ein Vorbild zurUckgeben. Dieses verändert sich freilich unter den Händen der scalpellini mannigfach, je nach- dem einer mehr an praxitelisch-attische Weich- heit und Süssigkeit gewöhnt ist oder an stilistisch strengere Dinge, denen er dann auch bei flüch- tiger Übertragung wenigstens den GesamtchArak- ter zu wahren versteht. Das Problem derNarkissos- Repliken ist also lediglich eine Frage der Kopien- forschung, nicht eine der Geschichte der älteren Kunst. Auch die Abwechslung im Beiwerk, worüber Furtwängler, Meisterwerke S. 486, näheres atis- führt, bekräftigt das. Von den Kopfflügeln unseres Exemplare», die sehr klein sind, ist der linke in der Aufnahme der gAnzen Statue besser sichtbar, als an der Vorderansicht des Kopfes; vom rechten sieht man im Profil das Einsatzloch. Diese Art kleiner Kopfflügel ist Attribut des Hermes, wie Digitized by Google 99 Karlsruhe. Schloss Erbach. 100 Furtwängler ebenda S. 4K5, Anm. 3} richtig be- merkt Bei dem guten griechischen Hypnos- typns Bitzen die Flügel an den Schläfen und sind die grösseren Schwingen eines Nachtvogels (Brunn, Götterideale S. 31) •) Also liegt kein Grund vor, die Karlsruher Statue Hypnos zu nennen. Der Kopist hat diesmal aus der „Nar- kissoHMfigur , deren ursprüngliche Bedeutung immer noch zu suchen bleibt, einen Hermes gemacht (Bulle). Schloss Erbach im Odenwalde. 1444. Hermes als Kind. Weisscr Marmor. Hoch 0,85. Anthes, Antiken der gräflich Erbacbi- seken Sammlung in Krbarh i. 0 , S. 12, No. 3. Kunstilenkiuäler im Grossherzogtum Heesen, Kreis Erbach, lierausgcg. von Georg Schaefer (Darm- Stadt 1891), S. 77 fg., Fig. 45. Ergänzt : Nase, Lippen, rechter Arm, linke Hand mit Heute! und Stück des Gewandes, Flicken am Gewand. Der Kopf war gebrochen, seine Zugehörigkeit wird aber gesichert durch Vergleich mit der Vatika- nischen Replik, unten No. 2. Das etwa vierjährige Knäbchen trägt ein Hemd mit kurzen Ärmeln, das von der linken Schulter herabgegiitten ist: durch kleine Flügel im Haar ist cs als Hermes gekennzeichnet. Es ist die Kopie eines beliebten Vorbildes, da cs nach- stehende Wiederholungen giebt: 1. Die Erbachische Statue 2. Statue im Vatikan Visconti, Museo Pio- Clementino I, Taf. 5. Ciarac 653, 1507. Scherer in Roschers Lexikon I , Sp. 2430. Kopf gebrochen, aber zugehörig; mit Flügeln im Haar und von demselben Typus wie No 1 Beine z. T ergänzt. Rechter Arm mit Hand erhalten. Die Hand nähert sich mit einer kindlich schalk- haften Bewegung dem Munde; danach ist No. 1 richtiger zu ergänzen. Linke Hand mit Beutel ist ergänzt Die ehemalige Bewegung dieser Hand wird gegeben durch No. 3 und 4. 3. Louvre. Fröhner, Notice de la scnlpt d. L. No. 175. Ciarac 317, 1506. Kopf, Unterschenkel, Hände ergänzt Mit der Linken fasste er das Ge- wand: .de la main gauche, l'enfant rcleve un pan de son vetement“ (Fröhner). Diese Bewegung wird gesichert durch No. 4. Auch zeigt die ganze •) Di« Fragment im Louvre, Friedrichs* Woltcra 12H9, abg. Koscher, Lex I, Sp 2850, ist seinen Gcsichtsxügcn nach Medusa mit brechendem Auge, nicht llypnos. Anlage der Gewandfaltcn, dass dies die einzig richtige Ergänzung ist Dass ausserdem ehemals ein Gegenstand in der linken Hand lag, wäre zur Not möglich, ist aber durchaus unwahrscheinlich. Es ist eine echt kindliche Gebärde, aus Verlegen- heit am Hemdehen zu zerren. 4. Torso im kapitolinischen Museum Righetti, Descrizione dcl Campidoglio Bd. II, Taf. 2515, 1. Reinach, Röp. II, 4öö, 10. Kopf, rechte Hand, Unterschenkel fehlen. Die linke Hand zieht das Gewand empor; ob Teile daran ergänzt sind? Das Gewand, dessen untorer Rand gebrochen ist, scheint weniger tief herabgehängt zu haben als bei 1 und 2. 5. Vatikan, t'larac 876, 2236 A. Kopf, r. Arm ganz, I Arm z. Hälfte, Beine, grosse Stücke des Gowandes ergänzt. 6. Museo Torlonia No. 69. Reinach, Rt'p II, 432, 5. Ohne Zweifel sind der Kopf, der r und 1. Unterarm, die Früchte unten im Schurz nnd wahrscheinlich noch mehr am Gewand modern. 7 München, Residenz. Nur Torso alt. Be- schrieben oben IV, S. 19, No. 11. Durch diese Repliken wird der ehemalige Zustand fcstgclcgt: Rechte Hand dem Kopfe ge- nähert, linke Hand das Gewand fassend. Dieser Typus ist abgewandelt worden dureli Zuthaten in folgenden Varianten: 8. Vatikan. Ciarac 655, 1505. Beine und I. Hand modern. Die Rechte drückt einen kleinen Hund gegen die Brust Kopf mit kleinen Flügeln nach Ciarac gebrochen, aber zugehörig; anderer Typus wie bei 1 und 2. 9. Museo Chiaramonti. Ciarac 878, 2231 R. Arm neu. Die Linke drückt eine Gans gegen die Brust. Der Kopf ist verschieden von dem Typus sowohl bei 1—2, wie bei 6. 10. Toulouse. Ciarac 763, 1878 In anderer Ansicht nach Photographie (ohne dass die Iden- tität bemerkt ist) bei Reinach. Rep II, 430, 8. I Rechte Hand wie hei 2—4 erhoben. Kopf ab- weichend von allen anderen. Linke hält ein grosses Füllhorn. Hier ist also ein Harpokratcs daraus geworden Die Erfindung gehört jedenfalls in hellenisti- sche Zeit, die so viele genrehafte Kindertypen geschaffen hat. Der ursprüngliche Kopf (No 1,2) mit seinen vollen krausen Locken ist dem kürz- lich von Furtwängler in der Zeitschrift des Münchener Altertumsvereins 1900, Taf. 1 fg., ver- öffentlichten verwandt, nur zeigt er ein etwas reiferes Alter. Beide Kopftypen gehören wohl in die spätere hellenistische Zeit. Dass unser Knäb- Digitized by Google 101 Schloss Erbach. 102 dien von Anfang an als Herme» erfunden worden sei, ist durchaus unwahrscheinlich, da die Charak- terisierung durch die KopftKigcl deutlich ein von dem Kopisten äussorlich hinzugefügtes Moment ist. Der Originalkttnstler hätte sie nicht so neben- bei ins Haar gesteckt, sondern Bie richtig mit der ganzen Uaaranordnung zusammenkomponiert. Erst die römischen Dekoratcnre, die das Vorbild so flcissig kopierten, hatten wohl das ßedtirfnis, einen bestimmten Kamen fttr das Kind zu haben. (Bulle.) 1445. Links: Nike. Bronze Hoch 0,18m. Abg. Canseus (de la Chaussc), Museum Komanum 11, S. ttl, Taf. 16 (damals, 1690, bei dem Sammler Magnini in Rom). Diese Abb wiederholt bei Montfaucon, Anb expl. I, 2, Taf. 209, No. 6, S. 342; Keinach, Rep. II, 885, 2. Seitenansicht abg. Guattani, Mon. ined. 1787, Febbraju Taf. 3, Marzo S. 19; danach Clarac 638, 1441. Anthea S. 29, No. 2. Hinten eine breite Hülse von l'/i cm Durch- messer, zum Hineinateckcn eines Stabes. Sehr wahrscheinlich von einem römischen Feldzeichen, ähnlich wie dio Lyoner Nike Gaz. Arch, 1876, Taf. 29; Reinach, Rep. II, 388, 7 (vgl. Roschers Lex. HI, 357). Die Bronze ist eine freie Wieder- holung des berühmtesten Nikebildes des römischen Reiches, der Victoria in der Curia Julia, deren Typus ich in Roschers Lei 111, Sp. 354 f. nach- gewiesen habe. Gute, namentlich am Kopf sorg- fältige römische Arbeit. Mitte: Athens. Bronze. Hoch 0,20 m An- thes S. 29, No. 1. Erwähnt vou Michaelis, Ancicnt Marbles in Great Britaln, S. 530. Die Statuette stimmt Zug für Zug, nur mit einigen Vereinfachungen und Vergröberungen, überein mit der Marmorstatue in Newby Hall, Michaelis a. a. 0. S. 529, No. 23; abg. Specimens of ancient sculp. II, Taf. 38, Clarac 402 A, 888 B. Der Gegenstand in der r. Hand der Bronze soll offenbar eine Eule sein, obwohl die Formen ziem- lich unklar sind. Auch die Köpfe stimmen über- ein. Nun ist jetloch von Michaelis aktenmässig nachgewiesen, dass der Kopf der Newby-Statue nicht dazugehört, sondern willkürlich von einem Restaurator aufgesetzt ist. Dieser hätte also zufällig einen Kopf von richtigem Typus ge- nommen. Jedoch ist eine so völlig genaue Überein- stimmung ciuer Kleinbronze mit einer lebeusgrossen Figur etwas so Ungewöhnliches, dass der Verdacht aufsteigt, dass die Erbacher Bronze eine moderne Fälschung nach der Statue ist. Letztere ist etwa 1765 in Rom restauriert und erworben (Michaelis S. 522), die Bronze ist wenig später (1774 — 75 oder 1790, vgl. Anthes S. 2) vom Grafen Erbach von ebendort mitgebracht. Ich habe, als ich vor mehreren Jahren die Aufnahme in Erbach machte, keinen Verdacht an der Echtheit gehabt, möchte jetzt aber ohne eine neue Untersuchung des Ori- ginals von kompetenter Seite die Bronze nicht wissenschaftlich verwertet wissen. Ist sie jedoch echt, so repräsentiert sie zu- sammen mit der Statue von Newby-Hall einen sonst nicht erhaltenen, sehr reizvollen Athenatypus hellenistischer Zeit. Rechts: Krieger. Bronze. Hoch 0,20. Bei Anthes S. 30 summarisch mit anderen „italischen Idolfiguren“ erwähnt. Archaisch-etruskisch. (Bulle.) 1446. Mcuander. Anthes S. 15, No. 8. Näheres in Studniezkas zu erwartender zusammen- fassender Arbeit über Menander. Bernoulli ( Griech. Ikonographie II p. 113 n° 16. 1447. Sog. Sertorius. Marmor. Nase ergänzt Hoch 0,45. Anthes S. 15, No. 7. Kunst- denkmäler Hessens, Erbach, Fig. 44 b. Das linke Auge halbgcsehlossen, wohl er- blindet woher die unhaltbare Bezeichnung Ser- torius Die stilistischen Merkmale (Angabe der Augensterne, die „gehackte“ Arbeit am Haar) weisen den Kopf ins dritte Jahrhundert n. Chr., Zeit der Gordiane. Vgl. Bernoulli, Rüm. Ikonu- : graphic II, 3, Taf 33, 89—42, 46. Porträt von grosser Kraft, namentlich in den leidenden Zügen um den Mund und in dem Kontrast des gesunden gegen das erloschene Auge. (Bulle.) [Das Münchener Kupferstiebkabinett bewahrt unter No. 712 „Erbach, Antiken“ ein handschrift- liches Verzeichnis der Erbacher Mannorbild- werke, hergestellt 1816 von dem Grafen Franz für den damaligen Kronprinzen Ludwig von Bayern und begleitet von 33 getuschten Bleistiftzeich- nungen. Der Katalog enthält jedoch nichts heut- zutage mehr Brauchbares. In dem vorgebundenen Begleitschreiben, d. dato Erbach 8. Aug 1816, fragt der Graf an, ob er eine Sammlung „Bardi- scher Altertümer“, an hundert Stück, die er drelssig Jahre früher von Dr. Mcsny in Florenz erworben habe und die bei dllancarvillc, Antiqui- tes du Gabinet Hamilton, 111, S 111, Aiiut. 9 er- wähnt seien, in die Sammlungen des Kronprinzen stiften dürfe. Im Münchener Antiquarium, wohin sie gekommen sein müssten, sind diese sardischcn Altertümer nicht vorhandeu, aber auch in Erbach scheinen sie nicht mehr zu sein.] (Bulle.) 8 Digitized by Google 103 Darnmtaiit 10-1 Darmstadt. Sammlung des Majors a. D. Freiherrn von Heyl. 1448 — 1450. J il n|{l i l> k» kop f. Weisser Marmor. Hoch 0,38, Geatchtsläng» 0,205. Gut er- halten Ergänzt nur die Nasenspitze. Überarbeitet die llinde an der rechten Kopfseite und das Haar darüber. — Komische Kopie von guter, obwohl nicht ungewöhnlicher Arbeit. Das Gesicht ist stark zur Unken und etwas nach oben gewandt. Im Haar eine runde Binde, die oben in den Docken verschwindet und unten keine freien Enden hat, sondern ununterbrochen umläuft (also nicht die Künigsbinde der helleni- stischen Herrscher). Der Kopf stellt einen jugend- lichen Gott dar, sehr wahrscheinlich Apollon. Repliken sind mir nicht bekannt. Der Kopf ist aufs engste verwandt mit zwei Köpfen, die man mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Leo- chares zurilckführeu kann, dem Kopf auf dem sogenannten Adonis in Neapel (Graef, Köm. Mitt 1897, S. 38*}), und dem Apollon vom Be- vedere. In der Gesamtanlagc des Gesichts, in der stark gelockten Haarfdllc um Stirn, Schläfen und Hals, bei sehr viel ruhigerer Behandlung des Hinterkopfes, endlich auch in der bewegten, auf- •) Furlwäugler (Meisterwerke 8 663 (g ) bet geglaubt, das# man da« Vorbild dieses Kopfe« Ina 5. Jahrb binauf- rttcken müsse, weil die Londoner Replik desaelben (abg. ebenda Fig. 131) ganze barte Orbitalrinder, Augenlider, Lippen u. «. w. zeigt. Die fortaclireitende Erkenntnis der römiflchen Kopistenge wohnheiten lässt aber Jetzt deutlich einsehen, dass ca sich hier um die Verhärtung eine« wel- chen Vorbildes durch den Kopisten, um ein kiinatlichefl llineintragcn älterer Fonneu in einen Jüngeren Typus himdelt. So richtig schon Arndt, oben n 1 516/1"; Hermanns Rinwände (Serie IV, 8. 63) sind nicht stichhaltig. Das Musterbeispiel fUr dieses Verfahren, Air das sich die Beispiele jedenfalls mehren werden, ist der Alexander- Kopf von Erbach (Arndt, Porträts Taf. 473, 474), desaen scharfe, tLächige Behandlung an Augen und Mund auf daa 6. Jahrhundert zu weisen scheint. Dass das aber nur vom Kopisten — der an der Manier des 5. Jahrh. mehr Geschmack fand oder sich einseitig mit Werken de* 5. Jahrh abgegeben hatte — herrührt, zeigt unwider- leglich die sonst völlig übereinstimmende, aber ganz weich in der Art des ausgehenden 4- Jahrhunderts ge- arbeitete Wiederholung auf der athenischen Akropolis (Arndt, ebenda Taf. 475, 47C). Natürlich giebt es auch Fälle, wo da* Umgekehrte ei n tritt ; vgl. z. B, die ver- weichlichten Repliken des myronischen Diskobolen, oben Serie II, 8. 41, No. 4, 5, 15. Es wird eine der wich- tigsten Aufga ben der systematischen Kopien- kritik sein, von solchen klareu Fällen aus auch Air Kopien, bei denen keine atilgctrcuen Repliken neben den abgewandelten steheu, den richtigen Standpunkt zu , lehren. blickenden Haltung des Kopfes stehen sich die drei Köpfe nahe. Es ist eine unmittelbar fühlbare | Familienähnlichkeit eine verwandte künstlerische Onindstimmung ln ihnen. In Einzelheiten ist der Hey Ische Kopf dem „Adonis“ namentlich in den Uaarpartien um Stirn und Schläfe ausser- ordentlich ähnlich. Andererseits stimmt er mit dem Apollon vom Belvedere fast völlig überein in der Lagerung der Augen und der Führung des Profils Da ich Winters Rückführung des Apoll vom Belvedere (Jahrbuch 1802, S. 164) auf Leo- chares für durchaus annehmbar halte, so können wir also in dem Hey Ischen Kopf mit einiger Zu versieht ein neues W er k des Leochares den be- kannten hinzufUgen. Der Vergleich mit dem Gany- med-Kopf des Leorhare*, soweit derselbe zu Ver- gleichen brauch bar ist bestätigt unsere Ansetzung. Etwas ferner stehen dann zwei Wrerke, die man ebenfalls mit Leochares in Bezug gebracht hat, der Alexander Rondanini zu München (Furt- wänglcr, Glyptothek No. 298) und der Alexander von Magnesia a. S. (Monuments Piot III, Taf. 16 -18. Wiegand, Jahrbuch 1*99, 8. 1 fg.)*), bei welchem Furtwänglcr, Wiegand und ich und vielleicht noch Andere unabhängig von einander auf Leochares verfallen sind. Das eine ist ein wirkliches Porträt, die Statue von Magnesia da- gegen eines jener Btark idealisierten öffentlichen Denkmäler, deren es überall gegeben haben wird, wo Alexanders Einfluss dauernde Spuren hinterliess (vgl. dazu die Bemerkung Wiegands a. a. O. S. 4, Amn. 1). Daraus erklären sich die sehr starken Verschiedenheiten. WTenn man daher bei dem Alexander von Magnesia den Namen Leochares ansspricht, so wird man allerdings schwerlich ein Wferk des Meisters selbst darin sehen können Aber er ist leocharisch zu nennen, insofern man damit eine andere, neben der ly« sippiseben Schule berlaufende und von ihr grundverschiedene Kunatwebe bezeichnen will, die | einen durchaus persönlichen Charakter hat, die aber doch weit mehr als Lysipp auf skopasischcn Traditionen weiterbaut. Für diese ganze Gruppe haben wir an dem Heylschen Kopfe ein neues Bindeglied gewonnen. (Bull e.) 1451. Aphrodite (?). Terracottastatuette. Bräunlicher Thon. Am Getvand Reste von Rosa. Huch 0,38. Aus Kleinasieu. Der 1. Fuss war aufgestützt. Beide Hände näherten sich einander und hielten wohl einen •) Diesem wiederum schliefst sich der Kopf im Glar- dino Boboli, Einzelaufnahmen Nr. 107, aufs Engste an. 105 Darmstadt. Würzburg. München. 106 Gegenstand. Im Haar Diadem. Grossartiger Kontrapoet von Ober- und Unterkörper. Dieeee wundervolle Werk lehnt »ich im Mo- tiv offenbar eng an ein statuarische» Vorbild an und durfte daher hier Aufnahme finden. Dies vorausgesetzte Vorbild selbst ist nicht erhalten, wohl aber ein sehr verwandtes Werk, die Har- morstatuette (hoch 0,71} in Argos (Bcinaeh, Rep. 11, 838, 4; Phot. Athen. Inst. Argos No 1; Athen. Mltt. 1879, S. 150, No. 489; Friederiehs-Wolters 1473), die den linken Kuss auf einen Wasservogel setzt. Eine Replik davon (hoch 0,75} in Paris, Clarac 345, 1359 (Kopf, Arme, Hals de» Vogels ergänzt). Von einer weiteren Replik in der Ge- mäldegallcric zu Edinbnrg giebt mir Wolters auf eine briefliche Mitteilung Conzes Nachricht Eine kleinere, etwas vereinfachte Wiederholung (H.0,87) im Piracus (Museum des Gymnasiums} ist vom Athen. Institut photographiert (Pir. 13}. Die Heylsehe Terrakotte darf vielleicht eben- falls mit einem Vogel unter dem Fuss ergänzt werden und wäre dann Aphrodite, für die auch die eigenartig reizvolle Gewandung am besten passt Hellenistisches Raffinement ist hier noch mit monumentaler Grösse und verhältnismässiger Einfachheit gepaart. Die Gewandung der Nike von Samothrake bietet für die Terrakotte und die Marmorstatuetten die nächste Parallele, sogar in Einzelheiten, wie den Falten über der Brust, so dass wir in «lern Vorbild der Statuetten einen Typus ausfrühhellenistischer Zeit sehen dürfen. Vgl. auch eine in Kleinasien gefunden, aas Cbalcedon ge- arbeitete Apliroditestatuette pnbl. von Babeion, (iaz. d. beaux-arts 1899,1, p. 360 ff. und von I.echst revue des etudes greques 1899, p. 494 ff. (Bulle.) Wiirzburg. Privatbesitz. *) 1452. Zeus. Bronzestatuette, etwa 12 cm hoch. Unterschenkel und linken Handgelenk ver- bogen. Augen ehemals aus Silber eingesetzt Sorgfältige römische Arbeit In der r. Hand Blitz, in der Linken ehemal» Scepter. Bekannter Typus, dessen grossartigstor Vertreter die Münchener Statuette Hirth- Bulle, Stil I, Taf. 148 ist. Dort lag der Blitz in der Hand, hier ist die Hand nach unten gedreht. Mit der hier veröffentlichten Statuette stimmt am nächsten Heinaeh, Rep. II, 4, 3; vgl. daselbst die zahlreichen Varianten des Typus. (Bulle.) *) Jet/l Io München bei Frau Gehe imrat Max von Beydel. München. Sammlung Georg Hirth. Die Antiken der Sammlung des Uerrn Dr. Georg Hirth (Luisenstrasse 81} stammen alle aus Venedig. 1453 und 1454. Unterlebensgroase Statue eines Hermaphroditen. Hoch ca. 1,25 m. Neu : Arme sammt dem Stab in der Rechten, Beine von der Mitte der Oberschenkel ab, der Penis (die Hoden alt), Stamm und Plinthe. Am Halse ist ein Stück zwischengesetzt; der Kopf, an dem Nase, Lippen und Kinn ergänzt sind, ist aber sicher zugehörig. An der r. Achselhöhle ein starker Pun- tello: die Ergänzung mit dem Stabescheint darnach das Richtige zu treffen; nnr müsste cs ein Thyrsus sein. Leider istdieStatuesebr schlecht erhalten, der Marmor braun und gelb gefärbt. Das in der Mitte ge- scheitelte and nach den Seiten zurückgestrichene Haar ist von einem Kopftuch bedeckt, wie es die Hermaphroditen öfters tragen. Eine Locke fällt jederseitsanf die Schulter. Die Brüste sind nichtsehr stark entwickelt. Die Ergänzung der gekreuiten Beine dürftedas Richtige getroffen haben. Brust und Bauch liegen in verschiedenen Flächen. Die Ent- stehung der Statue fällt nicht vor das 3. Jahr- hundert; Wiederholungen von ihr sind mir nicht bekannt. Die Arbeit ist gut, auch im Rücken. (Arndt) 1455. Statuette: Satyrknabo auf Ziegenbock. Totalhöhe 0,32 m. Es fehlen: Beine, Kopf und Schwanz des Bockes, der Ober- körper des Knaben. Der Bauch des Bockes ruht auf einem gewundenen Stamme, dessen untere Standfläche glatt geschnitten ist. Das Geschlecht des Tieres ergiebt sich aus dem Hodeusack und dem (wcggcbrochenen)Penis. DerOberkörperdesKnaben war nach der linken Seite hin gewendet: der Sitz ist etwas nach rechts verschoben, das rechte Bein weiter nach vorn gestreckt. Auf dem Hinterteil des Bockes zwei Ansatzreste, wie es scheint, von Doppelklauen. Dieselben gehörten vermutlich zu dem frei flatternden Felle, das von den Schultern des Satyrn herabhing. Die Arbeit des Frag- mente» ist vortrofflieh, wahrscheinlich griechisch, die linke Seite, als Ansichtsseite, sorgfältiger aus- geführt. Vgl. Einzclanfnahmen 1420 links; Tor- lonia 45-1 = Heinaeh , repertoire II, 1, 132,5; Clarac 694 A, 1610 B. (Arndt ) 1456 und (457. Altert UmlicherJflngli ngs- kopf. Höhe von Stirnspitze bis Kinnende ca. 0,125 m, also unterlebensgross. Ergänzt sind: Büste, Hals, Nasenspitze. Der Kopf ist gänzlich abgepntzt. Ob die Angabe der Pupillen antik, 8* Digitized by Google 10 1 München. Jen». 108 ist zweifelhaft. Saubere, aber leere Arbeit. Wiederholung dea Kopfes einer nackten Jünglings- statue in Cassel (II, 12), der nach Furtwilngler (Sammlung Somzec, p. 53 ff., wo auch Abbildung) zugehörig ist (vgl. auch desselben Meisterwerke p. 584, Anm. 1). .Werk der Schule von Sikyon aus der Zeit des Polyklct.“ (Arndt.) 1458 und 1459. Kopf eines Mädchens mit ägyptischer Lockenfris ur. Unterlebensgross. Höhe des Kopfes mit dem zugehörigen Halsstlick 0,20 m. Ergänzt sind Nase, Kinn und Unterlippe Die Büste, au der der Kuss neu, ist antik, aber nicht zugehörig. Die Arbeit ist nicht schlecht, aber kaum griechisch. Zur Deutung vgl. die von Furtwängler, Statuenkopien I, Taf. V, p. 557 f. publiciertc Statuette in Inee Blundell Hall. Zu einer ähnlichen Figur mag auch der Hirth’scho Kopf gehört haben. Porträt wenigstens scheint er kaum zu sein. (Arndt.) Jena. Sammlung Schott. Die folgenden Stücke sind alle in Sicilien erworben und in einer geschlossenen Sammlung von Herrn Dr. Schott gekauft worden. A. Msmiornrrkc. 1460. Torso eines Jünglings, Statuette 0. 43 m hoch; Halsgrube bis Nabel 0,165 m, Brust- warzenabstand 0,09 m. tirosskörniger weisser Marmor. Ausser dem Kopf fehlen beide Arme und dio Beine von den Knien ab. Der Kopf war, wohl nach einem vorausgegangeneu Bruch, mit einem Kisendübel wieder befestigt worden. Auf jeder Schulter ist das Ende einer Docke erhalten. Diese sowie der geschlossene Köcher an der 1. Seite, auf dem ein Uewand ruhte, sprechen für die Deutung auf Eros. (iute hellenistische Arbeit; besonders Brust und Bauch sind trefflich und fein modelliert. (Noack ) 1461. Stehender Silen, Statuette, hoch 0,65 m; ohne Ergänzungen; was fehlt, zeigt die Photographie. Die Arme waren mit Eisendlibcln befestigt, t Iraner, feinkörniger Marmor. Die Rück- seite ist nur flüchtig angelegt. Die Haarzotten, die den Körper vom Hals bis zu den Füssen bedecken, erscheinen als kleine Bohrlöcher im Zentrum kleiner, eingemeisselter Spirallorken. Ober der sehr fetten Brust hängt der eine Huf der Nebris herab. Das hässliche tlesicht ist gut modelliert. (N o a c k.) 1462. Weiblicher Kopf, 0,23 m hoch. Kinn bis Haar 0,135 m. Mundwinkel bis Haar 0,1 m. Kinn bis Augenwinkel 0,095 m. Augen- abstand 0,077 m. Feiner, griechischer Marmor. Ergänzt Nase, Lippen, Kinn und oberer Rand der Löckchen; die äusseren kleinen Seitenlorken, die Lorke hinter dem 1. Ohr, das rechte Ohr und der untere Teil des Haarschopfes im Nacken (vcrgl. bes. die Seitenansicht). Trockene und mässige Arbeit, archaistisch (N o a c k ) 1463 und 1464. JUnglingskopf, hart unter dem Kinn gebrochen, 0,236 m hoch, Nasenwurzel bis Nacken 0,19 m, Kinn bis Haaransatz 0,175 in; Kinn bis Nase — Mund bis Haaransatz (über den herabhängenden Locken) — 0,123 m. Augenab- stand 0,096 m, derjenige der inneren Augenwinkel 0,04 m. Mundwinkel bis inneren Augenwinkel 0,066 m. Mund breit 0,04 m. Augapfel lang 0,03 m, hoch 0,012 m. Weisser dichter Marmor. Ergänzt: die Nasenspitze, eine Stelle am Kinn und die beiden Ohrränder. Der Mund ist leicht geöffnet und tief eiugearbeitet. Die Stirnprotuberanz ist Uber der Nase durch eine Einsenkung geteilt. Auffallend ist die starke llaarmasse, die Bich besonders über die Ohren in dichten Locken legt und dem Kopf ein individuelles (lepräge giebt. Oben und hinten ist sie nur allgemein angelegt. An der Echtheit ist kein flrund zu zweifeln. Es ist eine gute römische Kopie eines Kopfes, der nicht allzulauge nach Lysipp entstanden ist. (N o a c k.) 1465 und 1466. J ü n g I i n gs k o p f, hoch 0,255 m. Langes schmales (iesicht, Kinn bis Haar 0,16 m, Augenabstand 0,082 m. (Irosskörnigcr Marmor. Ergänzt: die Nasenspitze; der Kopf ist im Halse gebrochen, der Halsausschnitt ist nicht ursprünglich zugehörig. Die Arbeit ist Hflchtig; die Haare sind nur vorn um die Stirn bearbeitet und zwar meist mit Hilfe des Bohrers. Bemerkenswert sind nur die sieben Löcher in den Stirnhaaren, die zur Auf- nahme metallener Strahlen (0,007 dick) bestimmt waren: in zweien ist noch der Blcivcrguss. 0,02 in tief, erhalten. Also spätgrieehischer Helioskopf. (Noack) 1467 und 1468. MUdrhcnkopf. hoch 0,275m. Kinn bis Haaransatz 0,17 in, Abstand der äuaseren Augenwinkel 0,086 tn. ti rosskörniger, wcisslicher Marmor. Verletzt ist hinten der Ilaarknoten; ergänzt: die Nasenspitze, beide Lippen und ein Stück filier dem 1. Auge. In den Haaren ebenso wie am Diadem vielfach rote Farbspuren. Es ist ein gutes Beispiel für die gezierte Digit ized 109 Jena. Kopenhagen. 110 Frisur hellenistischer Zeit. Die Seheitelhsare sind gesondert und enden auf dem Wirbel in einem eigenen kleinen Knoten. Ein zweiter Scheitel geht von Ohr zu Ohr. Der Rest der Uaare ist geflochten nnd nach hinten genommen. Ober der Stirn sondern sich zwei kleine kokette Löckchen ab, ähnlich auch an den Ohren und im Nacken. Die jugendlich zarten Gesichtsformen sind gut beobachtet, die Ausfahrung aber — besonders am Haar — trocken. Nach der leicht geneigten Haltung gehörte der Kopf einer Statue an. nicht einer Büste. (Note k.) B. Broam. 1469. Archaische Fl Ugelfigur,ca.0,23m hoch. Das Gesicht ist stark zerstört; von dem Gegenstand in der r. Hand ist nur ein kurzes Stückchen erhalten (Stab oder Kranz?); die obersten Spitzen der Flügel fehlen, jedoch lässt sich, auch nach dem Fehlen jeder Refestignnga- spur auf dem Kopfe, behaupten, dass cs keine StUtzfigur eines Spiegels war. Jetzt steht sie auf einem antiken Bronzeschuh, der an der Innenseite einen vertikalen Dorn hatte, wodurch der Schuh fest mit dem Uolzkern (Stab? Pfosten einer Sessel- lehne?) verbunden wurde Kopfform und Frisur noch archaisch; eine Binde hält das Haar zusammen; die Masse des Nackenschopfes zeigt leichte gravierte Linien; die Ohren sind frei, Schulterlocken nicht vor- handen. Die Flügel setzen ziemlich hoch, beider- seits dicht am Nackenscbopf und merkwürdiger- weise auf dem Gewand an, als ob sie durch das- selbe gesteckt wären. Das r. Rein ist leicht zn- rUckgesetzt, der Fuss steht aber mit ganzer Sohle auf. Beachtenswert ist bei dieser sonst noch so ganz archaischen Figur der dorische Peplos, rechts offen, mit Ueberscblag. (Noack.) 1470 und 1471. Jünglingsflgur, von irgend einem Gefüss stammend, da an der Rückseite ein kleiner kegelförmiger Ansatz zur Befestigung erhalten ist Gut erhalten. Wohl aus etruskischer Werkstatt. (Noack.) 1472. Athlet. Statuette, hoch 0,090 m; die 1. Hand und die Fllsse fehlen, das Schabeisen in der r Hand ist vorn abgebrochen. Die Wlrbcl- haare zeigen ein an dasjenige des Diadumenoskopfcs erinnerndes Schema. 5. Jhrh. v. I hr. (Noack.) 1473 und 1474. Athens mit Lanze und Eule. Kleine Statuette, hoch 0,105 m Sehr sorg- j faltige Arbeit, ohne jede Ergänzung. Gesicht lind [ attischer Helm Behr zerstört; die Lanze ist mit den Fingerspitzen der I. Hand verloren. Die Göttin steht in energischer, elastisch- lebhafter Haltung, in fast polyklctischer Ponde- ration, und trägt in der vorgestreckten r Hand die Eule. Der rechts offene Poplos ist über dem Ueberscblag gegürtet. Um die kurze Aegis, die auf der r. Schulter geknüpft ist und deren Schuppen, ebenso wie die Federn der Eule, sorgfältig gra- viert sind, ringeln sich die Schlangen in lebhafter Bewegung, z. B. eine vom Rücken her die linke Schulter hinauf zum Hals. Ueber der Stirn und an den Schläfen und zwischen Ohr und Nacken- Schirm liegen die Haare in leichten Wellen. Der Stil weist auf das 6. Jahrhundert zurück. (Noack.) 1475 s and s. Buckeliger Alter. Kleine Statuette, 0,065 m hoch. Abgebrochen sind n Hand und 1. Arm. Die 1. Hand lag an der Seite des Körpers an. Der Alte steht mit eingeknickten Knien und eingefallener Brust da Das ärmliche Gewand ist zu einem Wulst zusammengerollt und um den Leib gelegt. Der zottige Bart, die über die hohe kahle Stirn herabhängenden struppigen Haare ver- stärken die Karikatur, die gewiss (wie das fol- gende Stück) in den Kreis ähnlicher Werke alexandriniseber Herkunft gehört. 1475 o. Gefässgriff, Kopf und Arme eines Negers. Zwischen den Händen ein flacher Gegen- stand.*) Die wenigen Haarsträhnen, die die mit Fett behandelte Frisur gut charakterisieren, gehen vom Wirbel ans. Flotte, aber flüchtige Arbeit, ohne feinere (’iselierung. Der GrifT war angelötet (Noack.) Kopenhagen. Thorvaldsenmusuum. L. Müller, description des antiqnitös du Musite Thorvaldsen. Copenhague 1847. 1476. Links Saal XXXIX, Schrank 1, No. 82. Statuette eines Sitzenden, wohl des Zeus. Müller p. 186, No 32. 0,27 m hoch. Gewand um Unterkörper und auf I. Achsel. Der 1. Arm war besonders angesetzt; er stützte ver- mutlich das Scopter auf. Der r. ruhte auf dem r. Knie; die Hand scheint den Blitz gehalten zu haben. Der Gott sitzt auf einem Felsen. Vgl. Over- beck, Kiinstmythologie des Zeus, p. 114 ff. Mitte. Saal XXXIX, Schrank 1, No. 50. Fragment vom Kopfe des poly kletischen Diadumenos. Müller p. 138, No. 50. 0,22 m *) Eine frans Zbnliebe kleine Bronze, in meinem Prlvatbealtze, Im Pariser Kunathnndel erworben, giebt die Erkliirnng de« (leirenatandca : e« lat ein Elfenbcinzahn. (Arndt.) Digitized by Google 111 Kopenhagen 112 hoch. Pentelisrher Marmor. Erwähnt: „Einzel- aufnahmen“ No. 860— 868. Von ausserordentlich feiner und sorgfältiger Arbeit. Die Binde hat keine Angabe des Saumes. Ein weggebrochener, oben glatt gearbeiteter Ansatz hinter dem Ohre rührt von der am Hinterkopf geknüpften und von da aus beiderseits nach vorn gezogenen Binde her (vgl. die entsprechende Stelle an der Dresdner Replik) Es bleibt zu untersuchen, ob das Frag- ment, das notwendigerweise geformt werden muss, nicht zu dem Pariser Kopfe des Diadumenos (Furtwänglcr, Meisterwerke p. 440, No. 8; Phot. Girandon 1283) gehören kann, an dem gerade diese Teile ergänzt sind. Zn dem Verzeichnis der Repliken des poiykletischen Diadumenos bei Furtwängler a. a 0. u. in den „Einzelaufnahmen“ a. a. 0. sind hinzuzufügen : die Rückseite eines vorzüglich gearbeiteten Exemplaren des Kopfes bei Baron Barracco in Rom und ein arg verstümmelter und gering gearbeiteter Kopf im römischen Kunst- handel.*) Rechts: a. 1477 rechts. (Arndt.) 1477. Links. Saal XXXIX, Schrank 1, No. 25. Kleines Fragment eines weiblichen Kopfes aus schwarzem Stein. Müller p. 130, No. 25. Hoch 0,08 m. Im Haar ein Blumenkranz, über der Stirn zwei kleine Hörner. Jo 7 Vgl. Einzelaufnabmen 524, wo dieser Kopf erwähnt ist. R cchta(=147G rechts): Saal XXXIX,. Schrank 1, No. 34. Kleines Jünglingsköpfchen poly- kletischen Stil es. Müller p. 137, No. 81. Hoch 0,11 m. Wendung znr r. Schulter. Verschwollene Athletenohren. Sehr feine und delicate Arbeit. Ungewiss, ob Replik des Dorypboros oder des zuletzt von Arndt, la (ilyptotheque Ny-t'arlsberg p. 79 f., besprochenen Typus. (Arndt.) 1478. Links. Saal XXXIX, No. 13. Satyr- herme. Müller p. 134, No. 13. Hoch 0,38 m. Italischer Marmor. Nase ergänzt. Im Haar ein Ephcukranz. Rechts Saal XXXIX, No. 14. Satyrherme. Müller p. 184, No. 14. Hoch 0,30 m. Kinn, Lippen, Nase ergänzt. Vgl. Einzclaufnahmen 400. Mitte. Saal XXXIX, No. 35. Fragment eines Jilnglingskopfes poiykletischen Stils. Müller p. 137, No. 35. Hoch ca. 0,22m. Sehr schlecht erhalten. Das Fleisch war poliert. Vor- zügliche Arbeit. Dem Weetmacottschen Athleten (Furtwänglcr, Meisterwerke p. 452 ff.) verwandt, aber keine Replik. Abguss erwünscht (Arndt.) •) V#l jetit auch: Mahler, Polykletuml »4* Ine Schale, p. 72 ff. 1479. a.Saal XXXIX, No. 76. Griechisches Relieffragment. Müller p. 140, No. 76. Hoch ca. 0,29 m. Pentelischer Marmor. Nach rechts stehender Mann, das Himation um den Unterkörper, den Stab unter der linken Achsel, die Rechte in die Hüfte gestemmt. Jenseits der Figur rechts oben Rest eines Stammes. Die Reste am Bruche rechts unten scheinen von einer Schlange her- zurühren. Danach Asklepios, das Ganze ein Votiv. Ausgezeichnete Arbeit aus der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts. b. Saal XXXIX, No 93. Fragment eines decorativen römischen Reliefs. Müller p.143, No. 93. Hoch 0,30 m, breit 0,375 m Der Marmor schien mir italisch. Rankenwerk von Epheu, links au einem Thyreo«, rechts an einem Tbymiaterion befestigt Recht gute Arbeit de« 1. Jahrli u. Uhr. e.Saal XXXIX, Sehrank l,No.4. Fragment einer Atbenestatuette. Müller p. 132, No. 4. Hoch 0,185 m. Hinten Nackenschopf. Rechts eine laDge Schulterlocke. Ein langer Rest am I. Oberarm scheint von einer I.anze berzurühren, deren Spitze aus Bronze eingesetzt war. Flüchtige Arbeit nach einem Vorbilde ungefähr aus der Mitte des 5. Jahr- hunderts. d. Saal XXXIX, No. 10. Statuette des Eros(?). Müller p. 138, No. 10. Hoch 0,10 m. Schulterlockeu. An der I. Schulter ein grosser Rest des Bogens, am r. Oberarm ein Rest der Fackel, mit welcher auch ein Puntello am r. Oberschenkel in Verbindung zu bringen ist. Der Kopf ging zur I Schulter. e. Saal XXXIX, No. 6. Statuette der ephesischen Artemis. Müller p. 133, No. 6. Hoch 0,10 m. Doppelte Halskette. Vier Reihen von Brüsten. Unter diesen drei Reihen von je zwei Flügelgreifen. Seitlich von der obersten dieser Greifenreihen je zwei weitere Flügelgreife. Unter diesen letzteren je eine Victoria von vorn. Auf jedem Unterarm sitzt ein Löwe. Oberhalb von diesen auf dem Bruststück je ein Oberteil einer Mädchenfigur. Die Hände waren besondere an- gesetzt Rohe Arbeit. f. Saal XXXIX, No. 20. Statuette des Asklepios. Müller p. 135, No. 20. 0,14 m hoch. g. Saal XXXIX, No. 21. Statuette des Asklepios. Müller p. 135, No. 21. 0,12 m hoch. (Arndt.) 1480. Links. Saal XXXlX.No.28. Kopflose Wiederholung der Tyche von Antiochia. Müller p 130, No. 28. Aiabasteretatuette Hoch 0,115 m. Die r. Hand war mit einem Stift angesetzt. Ebenso war der jetzt fehlende Sitz Digitized by Google 113 Kopenhagen. 114 besondere gearbeitet. Die Kinarbeitung unter- halb dee r. Kusses war wohl für den, jetzt gleich- falls fehlenden, Orontee bestimmt. Recht gute Arbeit Das Werk des Eutychldes ist bekanntlich auch in kleinen Bronzestatuetten häufig wiederholt worden. Vgl. Amelung, Führer durch die Antiken in Florenz, p. 268 f. Die Riefelung des Ge- wandes muss auch am Original vorhanden ge- wesen sein; sie kehrt bei verschiedenen dieser Bronzeeopien wieder. Mitte. Saal XXXIX, Schrank 1, No. 81. Fragment eines hellenistischen Relief- bildes. Reliefbilder, Taf.LXIXA. Müller p. 140, No. 81. Gerhard, ant. Bildwerke, Taf. CX1, 4; p. 359. Schreiber, die hellenistischen Reliefbilder Tafel I.X1X A. Dreifuss oder runder Altar. (?) 0,15 m hoch. R. oben ein Ziegen(?)kopf. Auf der Seite 1. davon ein Hund, der einen sich um- wendenden Hirsch (?) verfolgt. Im vertieften Mittelfelde oben die .mystische Schwinge“, aus der ein Phallus heransschaut. Auf der Fläche r. ein ganz leicht eingerissenes Podum. Auf der Rückseite eine vorspringende, glatt gearbeitete Leiste, die vielleicht Rückschlüsse auf die ehe- malige Aufstellung des Reliefs erlaubt. — Die Arbeit des Fragmentes ist von hervorragender Feinheit. Rechts Saal XXXIX, No. 11 Altortüm liehe Statuette des Dionysos. Müller p. 183, No. 11. Hoch 0,12 in. Replik der Münchner Statue No. 57 der Glyptothek.*) Die R. ging nach vorn und hielt den Thyrsns, von welchem ein Reet am r. Oberschenkel aussen. Dicht unterhalb dieses Ansatzes wird eine Tatze des Tierfelles sichtbar; zwei andere auf der I. Schulter, hinten und vorn. Die gesenkte L. hielt, wie es scheint, Trauben. Im Nacken ein langer Haarschopf. Eine dritte Wieder- holung des Typus, mit erhabnem Kopfe, die in den Attributen mit der Kopenbagener Statuette über- einstimmt, liegt in einer Pariser Bronze vor;s. Furt- wänglcr, Katalog der Glypthothek, 1900, p. 60 f , Fragmente einer vierten (Marmor; Grösse der Münchner Statue) nach Amelung im städtischen Museum von Frascati. Die mehrmalige Wieder- holung beweist, dass ein berühmtes Original zu Grunde liegt, das der Zelt um 500 angehört haben muss Die Kopenhagner Statuette ist von ganz delicater Arbeit. (Arndt.) 1481. Links Saal XXXIX, No. 90. Frag- ment ein es griechisc he n Grab reliefs. Müller p. 142, No 90. Hoch ca. 0,35 m, breit ca. 0,24 m. •) Ober einige geringfügige Abweichungen ln Einzel- heiten vgl. Müller s. a. 0. p. 134, Anm. 1. Eine n. r. auf einem Stuhle mit hoher Lehne sitzende vollbekleidete Frau wechselt einen Händedruck mit einer ihr entgegentretenden Gestalt, von welcher sich nur Reste des Gewandes erhalten haben. Die FUsse der Frau ruhen auf einer hohen Fussbank. Harte Arbeit. 4. Jahrhundert. Rechts. Saal XXXIX, No. 77. Hockender Affe, Relieffragment. Müller p. 144, No. 77. Hoch 0,35 m. breit 0,3 1 m. Oben Kymation, links Bruch. Der Affe kaut an einem Gegenstand, den er in der r. Pfote hält L. im Felde Reste einer Inschrift. Gute römische Arbeit. Mitte unten. Saal XXXIX, No. 82. Bruch- stück, vielleicht einerThürp forte, die beider- seits mit Reliefs verziert ist.*) Müller p. 141, No. 82. Hoch 0,25 m. Auf der einen Seito eine Akanthos- ranke, auf der ein Satyr sitzt mit vorgestrecktem r. Arm. Auf der anderen Seite eine ähnliche Ranke mit einem auf den Hinterbeinen stehenden | Bock. (Arndt.) 1482. Links: s. zu Ko 1483. Rechts. Saal XXXIX, No. 18. Kopf des bärtigen Pan, aus der Gruppe Pan-Daphnis. ; Müller p. 135, No. 18. Höhe (vom untern Rande des Bruststückes) 0,36 m. Ergänzt (nach Mitteilung von Fr Beckctt): die zwei Bockshörner, die Nase mit dem angrenzenden Stück der Stirn, ein Teil des r. Auges und die anschliessenden Teile der Wange, das untere Ende des Bartes, Hals und Brust. Vgl. Amelung, Führer durch die Antiken ; in Florenz, n" 69. Leidliche Arbeit. (Arndt.) 1483. Rechts. Saal XXXIX, auf Schrank 1, No. 7. Jünglingskopf. Müller p. 133, No. 7. 0,25 hoch. Pentclischcr Marmor. Nase neu. Stark verwaschen. Durch das Haar geht eine Binde; über dem I. Ohr der Rest eines Ansatzes. Die Ohren sind leicht verschwollen. Skizzenhaft flüch- tige, aber verständnisvolle, vielleicht originale Arbeit, ungefähr der Mitte des 4. Jahrhunderts. Links (— 1482 links): Gipskopf eines Afrikaners. No. 203 der Abguss-Sammlung des Thorvaldsen-Museums (vgl. L. Müller, description des plätres au Musüe Thorvaldsen, Copenbaguc 1851 , No. 203) Hoch ca. 0,30 m. Die Statue, zu der das Original des Kopfes gehört, ist bei Guattani, Moniini. ant. ined. per l'anno 1788, Genuaio, tav. I, und darnach bei Clarac 856, 2182 abgcbildct. Erwähnt ferner von Luras im Jahrbuch d. Inst. 1900, p 40 oben. Sie stellt einen nackten, mit dem r. Bein vorschreitenden Faust- •) Nacb fVI, Mitteilungen von Fr. Beekett; mein« eigenen Notizen über «Iiw stück «im! verloren gegangen. Digitized by Google 115 116 Kopenhagen. kämpfer, mit einer kleinen Heraklesherme zur Seite, dar; ihr Material ist schwarzer Marmor. Sie befand ■ich ehemals in Villa Negroni in Korn und wurde vom I Irafen Kries nach Wien gebracht. Nach- forschungen, die Robert Ritter von Schneider nach dem Verbleibe der Statue anzustcllcn die Freund- lichkeit gehabt hat, haben zu keinem Resultate geführt. Sie ist verschollen. Über die Zuge- hörigkeit des Kopfes zur Statue fehlen nähere Angaben Da er durchaus antik zu sein scheint und aus dem nämlichen seltenen Materiale wie die Statue bestehen soll, ist mir wahrscheinlich, dass er zugehört; im Atelier des F.rgänzers würden sich schwerlich zwei zu einander passende Stücke aus schwarzem Marmor zusammengefunden haben. Die Statue würde dann — vorausgesetzt, dass die Anno antik oder richtig ergänzt sind — einen aus Afrika stammenden Athleten darstellen, dem die Ehre einer ikonischen Statue zu Teil geworden war. Bereits von der Hand des Pythagoras von Khegion stand die Statue eine« Krrenäers in Olympia. Die Fries’sehe Statue freilich gehört späterer Zeit an: das Pathos des Kopfes ist das- jenige der pergamenischen Epoche. Die Arbeit war offenbar vorzüglich; besonders geschickt ist das wollige Nubierhaar gearbeitet. (Arndt.) 1484 und I48S. Abguss eines jugend- lichen bärtigen Porträtkopfes*). Hoch 0,29 in. Aufbewahrungsort des Originales mir unbekannt. Offenbar ciu vortreffliches Werk der hellenistischen Epoche, dem Florentiner Kopfe: Arndt, gr. u röm. Porträts, Taff 341/42, zeitlich verwandt. (Arndt.) I486, a Saal XXXVI , Schrank 1, No. 10. Archaische Bronze eines knieenden Silens. Müller p. 158, No 10 0,05 m hoch. Die Bronze scheint irgendwo aufgesessen zu haben : sie ist unten hohl. Die Rückseite ist eine nicht weiter ausgearbeitete Fläche Ein Loch in dieser KürkcuHäclic ist infolge eines (ittssfehlers ent- standen. Der Silen hat PferdefUsse und Pferde- ohren; mit den Händen berührt er die FUsse. Der Kopf blickt nach oben. Sorgfältige Arbeit, wohl etruskisch. b. Saal XXXVI, Schrank 1, No. 8. Archai- sche Bronze eines stehenden Silens. Müller p. 158, No. 8. Micali, ant, mou. (1832), •j Durch mein Verschulden ist diese Aufnahme irr- tümlicherweise unter die Antiken des Thorruidsentnuscums elngcreiht worden. Der (Hirt befand sich vielmehr früher in der Aiigtisssammiung der Kunstakademie In der Cfaar- lottenhorg (Katalog von Julius Lange, 1887, No. SOI) und Ist .tetxt in der Abgussabteilung de» K Kunstmuseums auf- gestellt. (Arndt) tav. 41, 6-7. 0,07 m hoch. Die Filsse, der l. Arm, die r. Hand fehlen. Spitzohren. Ithyphallisch. Das 1. Bein ist vorgesetzt, der r. Arm zurückgebogen, als ob der Silen vorsichtig heranscliliche. Feine Arbeit, wohl ebenfalls etruskisch. c. Saal XXXVI, Schrank 1, No. 61. Ver- goldete Bronze eines auf das r. Knie ge- sunkenen, aufwärts blickenden Bärtigen, der beide Hände emporstreckt Müller p. 164, No. 61. Hoch 0,075 tu. Nach einer verticalen Einarbeitung hinten zu schliessen, war das Stück an einer Rückwand befestigt. Vielleicht Kuss eines Ciste. Ein ganz ähnliches Stück, aus Philippopel, im Museum von Sofia: Revue arch. 1897, II, p. 233, No. 32 = Reiuaeh, repertoire 810, 8, ein zweites itn British Museum: Walters, catalogue of the bronzes, n° 1440, pl. XXV11, ebenfalls mit einer Einarbeitung hinten. Zum Motiv vgl. Stark, Niobe. Taf. XIX, 1. Atlas t d. Saal XXXVI, Schrank I, No. 38. Verwaschne Bronze des nackten stehenden Apoll Müller p. 161, No. 38. 0,09 m hoch. Auf dem Rücken der Köcher. Die Attributte der Hände sind kaum mehr zu deuten : in der R. der Rest eines Stabes (Vliorbccrzwciges?), in der L. des in der Mitte gefassten Bogcns(?). Vgl. etwa die Neapler Bronze Inventar 113257 (Phot. Sommer 7562) und Einzel- aufnahmen 18. Ende des 5. Jahrh. (Arndt.) 1487. a. Saal XXXVI. Schrank 2, No. 29. Vollgegossnes archaisches Bronzerelief zweier Löwen, diu einen Hirsch zer- fleischen. Miillerp. 160, No. 29. 0,155 m breit, 0,07 m hoch. Sehr fein ciseliert. Etruskisch. b. Saal XXXVI, Schrank 8, No. 288. Rest einer bronzenen Helmwange. Müller p. 187, No. 288. Hoch 0,045 ui. Ein bärtiger Mann, in Exomis, mit spitzer Mütze, fasst mit beiden Armen einen zusammensinkenden jugendlichen behelmten Krieger. Odysseus Achills Leichnam bergend? Vgl. Roscher, myth. Lexikon, s. v. Odysseus, Sp. 661 f. Die Gruppe sieht fast wie ein Pendant aus zur bekannten Composition des Mcnelaos mit dem Leichnam des Patroklos und ist jedenfalls in Anlehnung an Bie erfunden. (Arndt.) 1488. Links. Saal XXXVI, Schrank 11. SilbcrnesPorträtbüstchoneincsBärtigcn. Müller p. 154, No. 1. Hoch ca. 0,065 m. Innen hohl, ganz dünnwandig. Hadrianisch ? Rechts Saal XXXVI. Schrank 11, VHI. 1. Fragment eines Serapis köpfchcns aus Boi n. Müller p. 214, No. 1. Hoeh0,095 m. Aufwärts blickend. Vorzüglich gearbeitet. (Arndt) Digitized by Google 117 Kopenhagen Escorial. 118 Unter den nicht photographisch mitgenom- menen StUcken des Thorvaldscntnusenms scheinen noch erwähnenswert: Saal XXXIX, No. 71. (Irusaei Relief- fragment. Apoll? Hüller p. 139, No. 71. Hoch 1,08 m. Pentelischer Marmor. Ab Kopf. Arme, Unterbeine Hochgegürtet, langbekleidet, n. r. ge- wandt. Gute Arbeit. In den Magazinen im Speicher: Ein guter, aber stark verwaschner, lebensgrosser Demostheneskopf, zum Einsetzen in eine Statue bestimmt (Müller p. 137, No. 36), und ein bartloserRömerkopf, etwa vom Schlüsse des 1. Jabrh. v. (Ihr., von guter Arbeit (A r n d t.) Escorial. Codex Escorialensis. Anf das Skizzenbnch in der Bibliothek des Escorial (früher A — II — 7, jetzt 28 II 12) hat zuerst Justi aufmerksam gemacht; s. dessen kurze Inhaltsangabe bei E. Müntz, Les antiquites de la ville de Korne auz 14., 15. et 16. siicles, Paris 1886, S. 157 ff. Vgl. ausserdem Müntz, Kendiconti del- l'Accad. dei Lincei 1888, 1, 71 ff. De Rossi, Köm. Mittheil. 1888, S. 94 f. J. Ficker, ebenda S. 317 ff. 1889, S. 75 ff Hülsen, ebenda 1891, S. 145. Robert, Sarkophag-Reliefs II. S. XI. Eine Herausgabe aller wichtigen Blätter des Skizzenbuches steht von Herrn Dr. H. Egger in Wien zu erwarten. Die Beischrift einer Grutteske auf Bl. 39' ROMA MCOOCLXXX XI weist auf die ungefähre Entstehungszeit hin. Es ist sicher, dass das Skizzenbuch zu dem Kreise Giulianos da Sangallo in Beziehung steht, doch ist die versuchte Zurückführung anf diesen Meister selbst (Hülsen a. a. 0.) nicht zn billigen, wie C. v Fabriczy demnächst in seinem Verzeichnis der Handzeichnungen Giulianos (Ergänzungsheft des Jahrbuches des Archäolog. Instituts) nach- weisen wird. Ein Toscaner scheint sich in dem durchgängigen ch statt c zu verraten. 1489 (fol. 26 r). Ausruhender Herakles im lysippischcn Motiv, nach der Unterschrift del chardinale ditiena , trovatn imonte chauallo nrla ckaprUa dtrcholr. Letztere Bezeichnung bezieht sich vielleicht auf den belvederischen Torso (Köm. Mitth. 1898 8 258). Francesco Piccolomini, (.'ardi- nal von Siena, 1503 I’ap.st Pius III, batte seinen Palast an der Piazza Siena, heute S. Andrea della Valle. Seine Graziengnippe kam bekanntlich in seine Vaterstadt ; unser Herakles stand nach A us- weis des Cambridger Skizzenbuches (Jahrb 1892 S. 95, neu eingesehen von Hrn. Sandys), Bl. 8 f., später in der quiiinalischen Vigna Carpi, und be- findet sich jetzt im Zimmer der „himmlischen und irdi- schen Liebe“ Tizians in Villa Borghese, fast lebens- gross (in keiner Brachreibung erwähnt;, s. Clarac 791, 1982 (danach wären nur die Finger der r. Hand modern). (Michaelis.) 1490 (fol. 28'). Der capitolinische Nil, damals auf Monte C'avallo; s z. No. 1499. (Mic hae lis.) 1491 (fol. 32 r). Felderdeeke, von einem Pfeilerkapitell aufsteigend; oben: choliseo. Eine kurze Andeutung dieses Schmuckes findet sieh bei Nibby, Roma nel 1838, parte antica, I, 427, eine ausführlichere Erwähnung bei Lanciani, The ruins and exeavations of aneient Rome, 1897, S. 381, wo auch andere ältere Zeichnungen angeführt werden (in Windsor Castle von Pietro Santu Bar- toli mit Angabe der Farben). Nach einer Mit- teilung Peterscns handelt es sich um die drvi- schiffige Halle, die bei dem nördlichen, den Traians- thennen zugewandten Hauptoingange des Amphi- theaters auf die beiden äusseren Umgänge folgt. Ihre Tonnengewölbe waren einst ganz mit be- malten Stuckreliefs überzogen; die hier wieder- gegebenen befinden sich am westlichsten der dem Eingänge zunächst liegenden Gurtbögen. Die noch erhaltenen Reste stimmen mit den Andeu- tungen der Zeichnung überein, die für eine Einzel- deutung nicht ausreichen (in den kleineren Feldern vielfach Eroten). Das quadrate Feld oben be- zeichnet den Scheitel des Gurtbogens, l’eterscn hält nach bestimmten technischen Anzeichen die ganze Dekoration für spätere Zuthat. (Michaelis) 1492 (fol. 36v). W eiblichc Gewandstatue. Die Unterschrift chaferelly weist auf den Pa- lazzo täffarelli unweit 8. Andrea della Valle, der 1536 Kaiser Karl V. beherbergte (Stoppani, Vidoni, jetzt Giustiniaui-Bandanij. Der Prospettivo mi- lancsc, Albcrtini, Aldrovaudi erwähnen Statuen in diesem Palast. Unsere Statue dürfte wohl eine Porträtstatue sein; die hohe Gürtung, die schlanken Verhältnisse, die Gewandmotive namentlich des Mantels, der den ganzen Leib frei lässt, das Aus- laden des Gewandes um die Füsse erinnern an klcinasiatischc Gewaudstatuen hellenistischer Zeit (Michaelis, Anc. Marbles in Great Britain S. 482. 543), Ähnliche Statuen oder Statuen ähnlichen Stils finden sich nicht selten, z. B. Berlin 503. Torlonia (Rcinach, R6p. U, 242, 9), vgl. Neapel 9 Digitized by Google 119 Escorial. 120 (Clarac 498 D. 1053 B. 505, 1007). London (cbd. 510,1030). Vatican (Mus. Pio Clem. I, 44 Clarac 680, 1G23). (Michaelis.) 1493 (fol.37 »). Weibliche Gewandstatue, l>et metucr gri/nnetta (mir sonst unbekannt). Bei mancher Ähnlichkeit mit der vorigen ist die Figur doch lebhafter und künstlicher bewegt, mit starkem Gegensatz zwischen dem Unterkör- per mit rechtem Standbein und dem Oberkörper, der sich gegen »eine Linke wendet. Da» Motiv gehört ebenfalls der hellenistischen Zeit an; sehr ähnlich kehrt es in einer Statue des Lotirre wieder (Reinach, Rf-pert. II, 673, 6; die Angabe „Louvre 2840* ist falsch; sollte 2838 gemeint »ein, so stammte die Statue aus Halikamass). Das mehr an Boissard als an die Antike erinnernde Küllliorn mit seinem malerisch geordneten Inhalt dürfte wohl eine Ergänzung des Zeichners sein (vgl. No. 1497); auch der gar so scharf seitwärts gewandte Kopf erweckt Verdacht. (Michaeli s.) 1494 (fol. 98 r). Marmorgeräte. 1. Run- der Altar mit reichen Gliederungen oben und unten; Übermässig gebauschte Guirlanden mit flatternden Bändern , ohne Tierschädel, Masken oder dgl. — 2. Seite einer dreiseitigen K an d el aber basi s mit srhildtragendem Kna- ben Nach Dr. Egger ist es eine» der l>eidcn Exemplare in Venedig (DUtschke V, No. 134). Ebenso im Louvre (< ’larac 187, 331), im Brit. Museum (Anc. Marbles 1,6), in den Uffizien 162 D (Gail, dl Firenze IV, 30) u. ö. — 3. Grosses Marmorbecken (Herakles im dionysischen Thiasos Aufdeckung de» Hermaphroditen; Zocga II 71 f.), im 16. Jahrh im Giardino Cesi, später in Villa Albani, jetzt im Mus. Torlonia 279 (Schreiber. Arch. Zeit. 1879, S. 05 No. 274. Mi- chaeli». Jahrb. 1891, S. 139 No. 25, /.) (Michaelis.) 1495 und 1499 (fol. 42 r und 62 r). Der belvederiscbe Apollon in zwei Ansichten, deren erste ziemlich genau dem Stiche Marrantons (z.B. bei Thode, die Antiken in den Stichen Marcan- tons, 1981, Taf 2) entspricht. Der Erhaltungszustand, bezw. die Ergänzung (Petersen, Arch Anz. 1890, 8. 51. Röm. Mitth. 1894, 8. 249 ff.) ist der gleiche; hervorzuheben sind die deutlichen, den Stamm oben überragenden Reste de» einst vom Gotte gehaltenen Zweiges (Furtw äuglcr. M.-W. 8. 662 f.), die bei Marranton fehlen. Die Stütze unter dem I. Fuss und der Stülzenrest an der r. Hüfte sind wcggclassen. No. 1495 giebt die Statue ohne Basis; die Basis in No. 1499 entspricht nicht der heutigen, die schon bei Marcanton (mit Andeutung der runden Nische im Belvedere) erscheint. Es ist vielmehr die Basis, auf der die Statue an ihrem ersten römischen Aufenthaltsorte stand, nach der Unterschrift von No. 1495 nelorto di tapiern in uinhohi, d. h. im Garten von 8. Pietro in vincola, wo Giuliano da Sangallo dem Titnlar dieser Kirche, dem Kardinal Giuliano della Rovere (Julius II.), einen Palast baute (Vasari IV, 278 f.); vgl. Micha- elis, Jahrb. 1890, 8. 10. Hülsen, Arch. Anz. 1890, 8. 48 Anm. 2 (in viridario palatii 8. Petri ad Vincula.} (Michaelis) 1496 (fol. 43»). Wsssergöttin. („Aphro- dite“, „Thetis*, „Amymone*;. Kopf und Fackel mit ihren Halternden Bändern goben sich leicht als Ergänzungen des Zeichners zu erkennen (vgl. zu No. 1493). Unterschrift : luanto apottolo, d. h. in der Kirche oder dem damals ebenfalls Giuliano della Rovere zustebenden Palaste von Santi Apostoli. Unter den zahlreichen Statuen dieses Typus (Bcrnoulli, Aphrodite 8. 866 ff. E.-V. 712) kenne ich nur eine, welche anstatt des nackten Oberkörpers einen ungegürteten Chiton aufweist, die Statue in Villa Borghese, Gallerie 41 (ßernoulli n. 10. llelbig, Führer’ 971. Clarac 593, 1296), die auch von Melchior Lorch 1551 gezeichnet worden ist (Jahrb. 1892, 8. 90. Bl. 1, I, b). Diese Statue stimmt in ihren echten Teilen mit der Zeichnung (z. B. auch in dem hohen, wasserüberströmten Block unter dem Delphin) völlig überein; der Kopf, der r. Vorderarm und der Schwanz de» Delphins sind ergänzt. Nach Clarac stammt die borghesische Statue aus der Villa Moudragone, die unter Gregor XIII (1572—1585) von dem Kardinal Mark Sittich von Hohenems, dem Neffen Pius IV., angelegt und später vom Herzog Giuvan Angelo Altemps an die Borghese» verkauft ward. Der Kardinal mag also die Statue von SS. Apostoli nach jenem Prachtbau verbracht haben. (Michaelis.) 1497 (fol. 44 Br). Unterteil einer sitzen- den Statue; in der Ecke unten rechts: dianni ciapoln. Über diesen bedeutenden Antiken- sammler, einen Freund Polizianos, vgl. die An- gaben bei Michaelis, Jahrb. 1898, S. 199 f Lan- ciani, BulletL comun. 1899, S. 401 ff. Robert, Röm. Mitth 1901, 8 230 Anm. 1. 238. Vielleicht ist unsere Statue gemeint bei dem Prospettivo milanese. Str. 25 . . . un nudu che ri tede, D un re/ copcrto talvo ch’el pii manch». Qual fa mern- vegliar ogni hnm che'l veile. Heemskerck zeichnete dieselbe Statue vollständig in der esquilinischen Vigna des Kardinals Cesi, eine zweite vollstäudige Digitized by 121 Escorial. 1 22 Zeichnung aus der Sammlung dal Pozzoe befindet deren kolossale < i rosse (Länge ungefähr 4Vi m) sieh in Windsor Castle, das Fragment (Unterteil) anschaulich machen. (Michaelis) einer Wiederholung ist im Neapler Museum; alle 1499 (fol. 52>). «• au No. 1495. drei abgebildet und besprochen von Michaelis a.a.O. 1500 (fol. 54 r). Schiffskampf, Relief in S. 192 ff., der darin Kopien dos chryselephantinen Venedig aus der in Rom gebildeten Sammlung Juppiter Capitollnus des Apollonias vermutet. Die j Grimani (Diltschke V No. 295). Gegenüber den Andeutung eines von der Linken gehaltenen Stabes bisherigen Abbildungen (z. B. Arch Zeit, lüfifi, in unserer Zeichnung ist wohl ein Zusatz des Taf. 214, am besten Oesterreich. Jahresh. I Taf. 2) Zeichners; die beiden anderen Zeichnungen bietet die Zeichnung die beiden äussersten Figuren kennen den Stab nicht, und im Original dürfte links und den am Roden liegenden Toten rechts eher ein Blitz anzunehmen sein. vollständiger, ubergeht dagegen das Aphlaslon (Michaelis.) oben rechts, den Helm des Kriegers daneben, die 1498 (fol. 4fiv). Der eapitolinische Nil, Reste einer liegenden Gestalt links. Der orna- Wicderholung von No. 1490, mit der Unterschrift mentale Abschluss oben und unten ist bei der marfurio di chauagli, .liegender Flussgott von späteren Einrahmung gekürzt worden; er kehrt Monte Cavallo*. Hier stand der Nil mit seinem an griechisch - römischen Sarkophagen ähnlich Gegenstück dem Tigris (später in einen Tiberis wieder (Robert, Sark.-Rel. 11, 10, 13. Jahresh. umgearbeitet) das ganze Mittelalter hindurch. a. a. 0. S. 20 Fig. 20). Unterschrift: intreftcueri vermutlich als Schmuck eines Nymphäum, bis beide im Trastevere; von dort wird Kardinal Grimani (zwischen 1513 und 1527) auf das Capitol ver- das Relief erworben haben. Die spätere Beischrift setzt wurden (Michaelis, Rom Mitth. 1833, S. 271, oben liest C. v. Fabriczy per comict Alto di fora; Anm. 42. 1891, S. 25 f„ 29 f. 1898, S. 254 ff.). Die sie deutet die Verwendbarkeit des Stückes für einen menschliche Figur auf dem Kopfe der Statue soll praktischen Architekten an. (Michaelis.) Digitized by Google f A ö Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Unter Mitwirkung von Fachgenossen herausgegeben PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG REGISTER ZU SERIE I-V Bearbeitet von GEORG LIPPOLD Preis t Mark MÜNCHEN 1911 F. BRUCKMANN A.-G. Digitized by Google Bezugsbedingungen. Die Publikation ist ni«*ht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschließlich direkt von der Firma F. Br uck mann A.-G. in München 20 zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissenschaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung übernommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobjekt zu bilden. Die erste Serie umfaßt 27« Nummern, davon 8 Blatt itn Format von 24 : 30 cm zu 1 Mark 25 f, „ „ „ 18:24 „ „ 80 Pfennigen 245 „ „ „ 13:18 „ „ 50 „ Die zweite Serie (Nr. 279—578) enthält 300 Blatt in Kabinettformat zu 50 Pfennigen. Die dritte Serie (Nr. 679—900) enthält 322 Blatt in Kabinettformat zu 50 Pfennigen. Die vierte, fünfte und alle folgenden Serien enthalten je 300 Blatt in Kabinettformat zu 50 Pfennigen. Für die Abonnenten tritt eine Ermäßigung von 20°/® ein, sodaß die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 12« Mark HO Pfennige und jede weitere Serie wieder 120 Mark kostet. Die Texthefte zu jeder Serie kosten 2 Mark, die Register zu je 5 Serien 1 Mark. Digitized by Google Vorwort Zum Verständnis der folgenden Register zu Serie I — V der Einzelaufuahmen bedarf es einiger Vorbemerkungen, vor allem zu IV, dem kunstgeschichtlichen Register. Man erwarte hier nicht eine historische Anordnung aller in den Einzel- aufnahmen bisher publizierten und besprochenen Monumente, wie es etwa im Register zu den Griechischen und Römischen Porträts von Arndt versucht worden ist. Denn da die Abfassung der Texte z. T. zwanzig Jahre zurückliegt, da an ihnen eine ganze Reihe von vielfach in ihren Ansichten stark uuscinander- gehenden Gelehrten beteiligt war, da endlich die Texte noch gar keine endgültige Einordnung der betreffenden Stücke geben wollen, so hätte eine ganz neue Anordnung stattfinden müssen, was dem nächsten Zwecke des Registers, über das zn orientieren, was im Texte steht, widerspricht. Außerdem ist das bisher in den Einzelaufnahmen publizierte Matoriul doch zu lückenhaft, als daß sich darauf eine historische Übersicht der autiken Plastik hätte aufbauen lassen. Erst wenn einmal eine größere Reihe von Serien der E-A publiziert ist, wird sich ein solcher Versuch mit einigem Nutzen anstelle!) lassen. Es sind also alle in den Texten ausgesprochenen Ansichten registriert, auch wenn sie heute von niemand mehr geteilt werden. Z. B. mußte die sogenannte Aphrodite von Epidauros, die heute wohl jeder an die Wende vom 5. zum 4. Jahr- hundert setzt, der von Flasch so hartnäckig vertretenen Ansicht folgend, unter „zweite Hälfte des IV. Jahrhunderts“ angeführt, mußten die vatikanischen Musen nach der vom Autor selbst wieder aufgegebenen Kombination als Thcs- piaden des Praxiteles eingeordnet werden. In Register I und in dagegen ist nach Möglichkeit darnach gestrebt worden, den derzeitigen Stand der Dinge wiederzugeben, d. h. die Monumente unter den Orten anzuführen, wo sie sich jetzt befinden, bezw. wo sie zuletzt gesehen worden sind. Denn da viele Stücke noch immer keinen endgültigen Besitzer gefunden haben, sondern im Kunsthandel umherirrend, zufällig verschwinden und wieder auftauchen, andere, die nach älteren Publikationen zitiert sind, vielleicht für immer verschollen oder vernichtet sind, war gerade hier unbe- dingte Zuverlässigkeit nicht zu erreichen. Die Abkürzungen etc. sind wohl ohne weiteres verständlich. Zahlen bedeuten die No. der E-A und zwar beziehen sich (in III und IV) kursiv gedruckte auf die Aufnahmen selbst, die andern nur auf die Texte. Lateinische Ziffern bezeichnen die einzelnen Serien: 1,2 = Serie I, Teil 2. Namen wie „Eros vom Palatin“, „Kleine Ilerculanenserin“ bezeichnen im allgemeinen den Typus, nicht die einzelne Wiederholung. GEORG LIPPOL1). Digitized by Google I. Inhalt von Serie I — V. No. 1 — 3 Verona, Museo lapidario 4—6 Verona, „ civico * „ 9—26 Mantua „ 26 — 31 Vicenza „ 32 — 68 Wien, Sammlung Erzherzog Franz Ferdinand (ehemals Cataio) „ 69—82 Parma „ 83 —95 Florenz, Uffizien * „ 96—107 ,. Giardino Boboli „ 108— 110 Rom, Palazzo Barberini „ 111 — 112 „ Palazzo Roapigliosi „ 113-131 „ Villa Mattei „ 132 — 133 „ Villa Borghese ,, 134 „ Via Margutta 53 B „ 135 — 150 „ Sammlung Monteverde „ 151 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg „ 152 — 153 Dresden, Albertinum „ 154—155 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg „ 156 Rom, Kunsthandel ' „ 157—158 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg „ 159—162 Rom. Kunsthandel ,, 163 Kopenhagen, Glyptothek Nv-Carlsberg „ 164 — 165 Dresden, Albertinum „ 166 — 170 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlaberg „ 171 Rom, Kunsthandel „ 172 — 174 Boston, Privatbesitz „ 175 — 182 Rom, Kunstbandel „ 183 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg „ 184 Dresden, Albertinum „ 185 Rom, Kunsthandel „ 186—187 Kopenhagen, Glyptothek Ny Carlsberg „ 188—191 Rom, Kunsthandel „ 192—199 Brescia „ 200—205 Pisa ,, 206 — 235 Florenz. Palazzo Pitti „ 236 „ Uffizien „ 237 — 239 „ Kunsthandel ,, 240 — 242 „ Palazzo Orlandi ■■ 243 — 278 Rom, Museo nazionale (Ludovisi) 1,1, S. 1 3 „ „ 13 „ „13-14 „ 14 „ 14—15 „ „ 15-16 „ „ 16 „ „ 16—17 .. „ 17 .. 17 „ „ 17 „ 17—18 „18 „ ,. 18-19 „ »1» „ „ 1« .. 19 „ >,19 „ 19 „ „ 19 .. .. 19 „ „ 19—20 „ „20 „ „20 „ „20 „ „20 „ „ 20 „ „20 „ „ 20 „ „20 1,2... 5 .. .. 5 „ ., 5 - 10 „ „11 .. „ II „ .. 11 — 12 ,. .. 12—17 Digitized by Google No. 279 — 291 Florenz, Giardino Boboli II, S. 7 — 11 „ 292—297 „ Poggio Imperiale.. „ „11 — 13 „ 298—299 „ Giardino di Castello „ „ 13—14 „ 300—317 „ Palazzo Hiccardi „ „14 — 16 „ 318—330 „ Giardino del Palazzo Corsini al Prato „ „16—18 n 331—339 Palazzo Corsini Lung’Arno „ „ 18—19 „ 340—343 Palazzo Vecchio „ „19—20 „ 344-379 „ Uffizien „ „ 20—23 „ 380 „ Kunsthandel „ „24 „ 381—402 Wörlitz „ „24-30 „ 403-448 Rom, Capitol. . . „ „30—34 „ 449—451 „ Consorvatorenpalast „ „34—35 „ 452-471 „ Capitol „ „35—36 „ 472—482 „ Consorvatorenpalast „ „36 „ 483—484 „ Palazzo Barberini „ „37 „ 485 — 495 „ Palazzo Borghese „ „ 37 — 39 „ 496—542 Neapel» Museo nazionale •••• »» „39—49 „ 543 „ Museum von S. Martino „ „49 „ 544 Sorrent, Museum „ „49 „ 545 — 568 Palermo, Museo nazionale „ „49—53 „ 569—572 Castelvetrano „ „ 53—54 „ 573—574 Taormina, Museo „ „54 „ 575—576 Madrid, Prado „ „54 „ 577—578 Petersburg, Sammlung Stroganoff» „ „54 „ 579—588 Triest, Museo lapidario III, „ 7—9 „ 589—600 „ Museo civico „ „ 9—13 „ 601—602 Corfü, kgl. Schloss „ „13 „ 603—612 „ Museum „ „13—15 „ 613— 724 Athen, Nalionalmuseum „ „15—27 „ 725 — 734 „ Akropolismuseum „ „27—28 „ 735 Thera „ „28 „ 736— 737 Melos „ „28-29 „ 738 Smyrna, Evangelische Schule „ „29 „ 739 Konstantinopel, Sammlung Nelidow „ „ 29 — 30 „ 740 Paris, Louvre „ „30 „ 741 Konstantinopel, Sommerpalast der französischen Botschaft „ „30 „ 742 „ Sammlung Aristarchi Bei „ „30 „ 743 — 744 Dresden, Albertinum * „ „31 „ 745 — 750 Palermo, Museo nazionale * „ „31 „751 „ Municipio „31 „ 752—758 Syrakus „ „31—32 „ 759—761 Girgenti „ „32 „ 762-764 Catania „ „32 „ 765 — 773 Neapel, Museo nazionale.... „ „33 — 34 „ 774 — 805 Rom, Garten des Vaticans „ „34 — 37 „ 806 — 810 „ Magnzzino archeologico „ „37 „ 811 — 817 „ Kunsthandel „37 — 38 „ 818—819 „ Forum „ „38 „ 820—821 Florenz, Uffizien „ „ 38—39 „ 822 „ Palazzo Pitti „ „39 „ 823 — 824 Venedig, Museo archeologico „ „39 „ 825—827 „ Arsenal „ „40 „ 828 — 865 München, Glyptothek „ „ 40—45 „ 866 — 880 „ Kunstakademie „ „45 — 47 „ 881 — 882 Käuflicher (lyps „ „47 Digitized by Google No. 883 — 895 Würz barg, Wftgnergcheg Kunstingtitut . . „ 896 — 898 Berlin, Sammlung Hiller von G&rtringen „ 899 — 900 Basel, Museum »» n n »» »» i» i* » »» i» »» ** »» » »i i» *» »» n H 901 — 906 München, Sammlung Prinz Kupprecht 907—1035 1036—1038 1039—1041 1045-1047 1048—1049 1050 — 1053 1054 1055-1057 1058-1059 1060—1067 1068 - 1085 1088—1089 1090-1126 1127-1166 1167—1168 1169-1173 1174—1175 1176—1177 1178 1179 1180-1181 1182-1184 1185 1186 1187 1188—1190 1191 — 1192 1193 1194 1195a 1195b 1196 1197-1198 1199—1200 1201-1273 1274 -1287 1288-1290 „ Residenz „ Privatbesitz „ Kunsthande! „ Privatbesitz „ Kunstakademie „ Kunsthandel Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg München, Kunsthandel Augsburg, Kathaus „ Maximilianemuseum Hannover, Provinzialmusenm Privat besitz am Gardaase Born, Villa Albani „ Palazzo Colonna Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg. Rom, Palazzo Lazzeroni ,, Banen nazlonale „ Kunsthandel München, Glyptothek Rom, Kunsthandel '. München, Glyptothek Rom, Kunsthandel München, Glyptothek ,, Privatbesitz Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg Rom, Kunsthandel Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg Rom, Kunsthandel London, British Museum Rum, Kunsthandel Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg. Rom, Kunsthandel Neapel, Privatbesitz Florenz, Galleria degli arazzi Athen, Nationalmusoum „ Akropolismuseum „ Kunsthandel 1291 — 1292 Budapest, Museum 1293 — 1297 Athen, Kunsthandel..... 1298 — 1299 Kleusia, Museum 1300 OropoB, Amphiareion. . . . 1301 — 1303 Theben, Museum 1304 — 1308 Patras, Dimarehie 1307—1309 „ Gymnasion 1310 Kloster Luku (Thyreatis) 1311 — 1324 Sparta, Museum 1325 — 1328 Corfb, Museum 1329 Andres, Palaeopolis 1330 — 1332 Paros, Mussum 1333 „ Kostos ' 1334—1337 „ Privatbesitz III, 8. 47-49 „ „49-50 IV, „ 7 „ „ 7-21 „21-22 „ „22 „ „22-23 ■i »» 23 „ „23 . „23 „ „23-24 „ „24 „ „24-25 „ „26-29 „ „29 „ „29-35 „ „35-48 „ „ 48 „ „48-50 „ „50-51 „ »»51 „ „51 „ „51 „ „51-52 »» „ 52 „ „52-53 „ „53 „ „53 „ „ 53—54 „ „ 54 - 55 »> .. 55 .»• „ 55 „ „55 „ „55 „55 „ „55 „ „55-56 v, 1-34 „ ,.34 37 „ „37-38 „ ,.3« „ „39 „ „39-40 „ „41 „ 41 — 42 ..-13 .» ,» <3-40 >> >, 46 „ „46-51 „ „51-52 „ „52-54 »» ,, 54 „ „ 54—55 Digitized by Google No.l 338— 1344 Smyrna, Evangelische Schule „ 1345 — 1350 „ Konak...» „ 1351 — 1352 „ Sammlung Gaudin „ 1353 Konstnntinopel, Kunsthandel „ 1354 — 1355 Rom, Palazzo Aldohrandini „ 1356 — 1357 „ Privatbositz „ 1358 — 136b Genua, Palazzo reale... „ 1366—1370 „ „ bianco „ 1371-1372 „ Villa Gräber „ 1373 — 1377 Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg „ 1378 — 1379 Roin, Kunsthandel „ 1380 Aquileia, Museum „ 1381 — 1383 Trient, Museo tnunicipale „ 1384 — 1408 Aix en Provence, Museum „ 1409 — 1430 Nimes, Maison carree „ 1431 i, Ecole des beaux arte...» „ 1432 — 1435 Mannheim, Antiquarium „ 1436 — 1443 Karlsruhe, Vereinigte Sammlungen.... „ 1444—1447 Erbach „ 1448 — 1451 Darmstadt, Sammlung von Heyl „ 1452 München, Privatbesitz „ 1453 — 1459 „ Sammlung Hirth „ 1400 — 1475 Jena, Sammlung Schott „ 1476 — 1483 Kopenhagen, Thorvaldsenmuseum .... „ 1484—1485 „ Kunstmuseum „ 1486—1488 „ Thorvaldaeninuseum „ 1489 — 1500 Madrid, Escorial, Codex Escorialensis . V. S. »5—58 „ „ 58-59 1» „ 59—60 n „ 60 „ „ 60-61 »> „ 61-63 »» „ 63—66 M „ 66-68 »» „ 69—70 »1 „ 70-71 »» . 71 tt „ 71 tt „ 71—75 tt „ 75-80 n „ 80-88 tt „ 88-91 „ „ 92—93 n „ 93-99 „ „ 99-102 » „ 103—105 H „ 105 I» „ 105-107 tt „107-110 „ „ 110-115 „115 n „115—117 »» „ 117-122 Digitized by Google II. Verfasser der Texte. No 1—278 . . . No. N X I i . . . .\V. Amelung »1 279-380 . . . *• 822 »I 381-423 ... »1 823-824 . . . t* 424 II 825 -827 ... „ 425—495 ... 828-831 . . . .. .H. Bulle »t 496 U. Bulle 832-838 . . . . . .A. Flasch „ 497—498 . . . »♦ 834-835 . . . ....H. Bulle „ 499—500 . . . H. Bulle 836-837 . . . . . * . A. Flasch ft 601 838-843 . . . ....H. Bulle II 502- 504 ... H. Bulle ll 844—845 . . . . , . A. Flasch 11 506 - 508 ... II 846-848 . . . Bulle It 509 849-850 . . . . . . . P. Arndt 510—511 . . . 85 1 854 n 512—513 . . . »1 865 - 865 ... ....H. Bulle »i 514—52« . . . II 866—868 . . . .... W. Amelung 527—530 . . . 869—872 . . . . . . p. Arndt ii 531 II 873 - 874 ... . . . . W. Amelung »• 532-535 . . . 875-882 . . . . . . . P. Arndt fi 536 H. Bulle 883—895 . . . ....H. Bulle >i 537-588 . . . II 866—898 . . . . . . . F. Freiherr Hitler v. Gart- n 539—540 . . . ringen u. P. Arndt *« 541-544 ... 899—1067 ... ..... P. Arndt „ 545-651 . . . 1068-1085 ... H. Graoven „ 552 I» 1086-1089 ... ....H. Bulle i» 553—557 . . . 1*. Arndt 1090-1200 ... . . . . W. Ainelung „ 658 H. Bulle «r 1201-1211 ... . . . .P. Arndt „ 559-56« . . . 1212-1266 ... E. Liiwy ii 567-574 . . . n 1266-1273 ... J. Sieveking 575—576 . . . 1274 i> 577-597 ... P. Arndt »i 1275-1297 ... J. Sieveking „ 698 1298-1309 ... ....H. Bulle ii 599 H. Bulle ii 1810—1324 . . . . . . .J. Sieveking „ 600 1325-1329 ... . ...H. Bulle •i 601—628 . . . ii 1330-1339 ... .. .. J. Sieveking „ 629 — 630 ... A. Fluch * 1340-1350 ... fl. ltiille 631—632 ... 1351—1852 ... ii 633 - 634 ... ii 1353 ....P. Arndt i> 635 - 686 ... H Bulle ii 1854—1367 ... . . . . W. Ainelung n 637—646 . . . P. Arndt 1358-1359 . . ....11. Bulle »i 647 — «49 ... H. Bulle 1360 . . . .P. Arndt »» 660- 734 ... 1361 . . . . A. Flasch 735-737 . . . » 1362-1369 ... . . . . P. Arndt i» 738- 753 ... 1 >< 1870-1372 ... ....H. Bulle i» 754-765 ... 1373-1380 ... . . . . J. Sieveking »» 756 H. Bulle 1381 — 1383 ... ....H. Bulle ii 767—764 ... 1394-1431 ... . ...A. Joubiu it 765 -805 ... 1432-1452 ... ....jj. Bulle 806—810 . . . 1458—1459 ... it 8U-817 ... II 1460—1476 ... F. Noack ii 818 1476-1488 ... .. . .P. Arndt n 819 H. Bulle II 1489 — 1500 ... A. Michaelis Digitized by Google 1 Agram — Athen 2 III. Ortsregister. [D (bei ober-italienischen Sammlungen} = Diitschke; M (bei englischen Sammlungen) — Michaeli«, Ancient mnrbles; M— D (bei römischen Sammlungen) = Matz— Dnhn.l Agram. Meergöttin (?), aus Teraatto 712. Aix en Proveno«. (Katalog von 18B2.) No. 17 Kopf einer griechisch-ägyptischen Pfeiler- atatue V, S. 80. — No. 97 HermenBchaft mit In- schrift V, S. 80. — No. 209 Knioender Perser 1396 — 98; 502/3- — No. 210 Votivrelief, attisch 1384. — No. 211 Candelaberbasis 1399— 1401. — No. 212 Weiblicher Kopf, 4. Jahrh 1387/88 — No 213 Priap V, S- 80. — No. 214 Kind 1392. — No. 215 Desgleichen 1393. — No. 224 Weib- licher Kopf 1385/86. — No. 225. Kopf der Kybelc oder einer Stadtgöttin 1395. — No. 236 Bärtiger PortrnUkopf, antoninisch V, S. 80. — ■ No. 886 Kopf des Platon 1402 03. — No 237 Kopf des Zenon 1405/06. — No. 245 Kopf eines jugendlichen Kentauren 1391. — No 252 Kopf des Diogenes 1407/08. — No. 259 Doppelhenne zweier Griechen 1404 — No.2 6 Nackter Knaben- torso 1389. — No. 267 Torso des „Peribo^tos“ V, S. 80. — No 268 Diouysostorso 1390. - No 269 Torso eines Silens 1394; IV, S. 63 (504). Andros. PALAEOPOLIS. Weihreliefan die Nymphen 1329. Aqulleia. Tanzende Maenade 1419. — ,,Totentimhlrelief'/3£ö. Argos. Aphrodite, Statuette 1451. Athen. AK ROPOLISMUSEUM. Altertümlicher Jüngüngs- kopf IV, S. 59 (450/51). — Kuabe (von Kritios?) 550 ; 569—72; IV, S. 65 (550). — Fragmente zweier Charitenreliefs 731/32; 1036. — Kopf Alexanders d. Gr. 1448 - 50. — Kopf des San- dalenbinders 733 34. — Statuette des sitzenden Hermes 318. — Torso des Poseidon aus dem Ostgiebel des Parthenon 706 a. — Kopf des Po- seidon vom Ostfries des Parthenon 725. — Kopf der „Demeter“ vom Ostfries des Parthenon 726 ; 658 — 60. — Kopf des „Apollon“ vom Ostfries des Parthenon 727. — Bärtiger Kopf vom Nord- fries des Parthenon IV, S. 67. — Kopf eines jugendlichen Reiters vom Nordfries des Parthenon 729. — Jütigliugskopf vom Nordfries des Parthenon 730. — Weiblicher Torso, von einer Mctope des Parthenon 497. — Weibliche Figur vom Fries des Krechtheions 1169. — „San- dalenbinderin“ von der Nikebalustrade 1286 — Bruchstück eine« Votivrelicfs an Pan und die Nymphen 1274. — Helieffragment mit Athcna 1275. — Desgleichen 1276. — Desgleichen 1277. — Helieffragment mit sitzender Athena 1278. — Basis mit Athletenrelief» 1162. — Zwei Frag- mente von einer kleinen Marmorbasis 1279/80. — Helieffragment 1281. — Relieffragment 1282. — Helieffragment, stehender Mann 1283. — Relief- fragment 1284. — Rechte Seite, einer relief- gcschmiiekteu Basis 1285.— „Trauernde“ Athene, Relief III, S. 51 (449—51). — Neuattisches Relief, Hermaphrodit 1381 . — Fragment vom Oberkörper einer weiblichen Figur 1286. — Oberkörper einer weiblichen Figur 1287. DIPYLON. Grabmal der Deuictria und Pamphile 1169. — Grabstele de» Dexileos 1424; 1440. LYSIK RATESDENKMAL 1162. NATIONALMUSEUM. (K. = Katalog von Kastriotia 1‘JOtt.) K. 45 Sog. Omphalosapollon (Kopf) 625/26 ; 728. — K. 47 Replik vom Kopf des Kasseler Apoll 705 Digitized by Google 3 Athen 4 IV, S. 63 (607/08). — K. 65 Jugendlicher Kopf 1201102 ; 427/28 (vgl. IV, S. 69). — K. 67 Alter- tümlicher Jünglingskopf 644—46. — K. 96 Ar- chaischer bärtiger Kopf 1266/67. — K. 120 Weih- relief aus Elcusis 279; 497. — K. 157 NereYde von Epidauroa 579. — K. 176 Weibliche Sta- tuette, vom Piraens 613— 16 ; IV, S. 66. — K. 178/79 Kriegerkßpfe von Tegea 298/99; 820/21. — K. 181 „Eulmleus“ 17; 522 23; 637,38; 641/42. - K. 182 Weiblicher Kopf vomSddabhang der Akro- polis 820/21; IV, S. 61 (486); 1342/48. — K. 186 Weiblicher Kopf mit Haube 647—49. — K. 189 Jugendlicher männlicher Kopf 656 57. — K. 194 Jugendlicher männlicher Kopf 654155». — K. 195 Jugendlicher männlicher Kopf 654 33b. — K.215 bis 17 Basis dos Praxiteles von Mantinea 496; 1248,1. — K. 2l8 Hermes von Andros 341; 631/32; 679/80; 715; 877/78. - K. 223 Jtlnglings- statuette aus Sparta 617—20. — K. 230 Statuette dos Apollon 77W; IV, S. 67 ; 709b. — K. 235 Poseidon von Melos 272; 787. — K.236 Weibliche Statue aus Melos 724. — K. 239 Satyr von Latnia 641 42 (Kopf); 247; 491. — K. 240 Hermes von Atalanti 635/36 (Oberteil); IV, S. 66; 218—15; 631/82; 1138. — K. 241 Hermes von Aigion 631132 (Oberteil); 213 — 15. — K. 242 Replik der kleinen Herculanenserin 631/32. — K. 243 Hermes von Troiren 633 .34 (Kopf) ; IV, S. 66. — K.244 Jllngling von Erctria 624 (Gewandpartie). — K. 246 Statue eines vorwärts schreitenden Jüng- lings 639140 (Kopf); 134. — K. 247 Gestürzter Krieger von Delos 1440. — K. 248 Jüngling vom Olympicion 627:26 (Kopf). — K. 254 Jünglings- statue aus Eleusis II, S. 53; 1139; 1442 43. — K. 255 Sog. Dionysos von Eleusis 637I3H (Kopf); IV, S. 66. — K. 257 Silen mit Dionysoskind 643 (Kopf). — K. 262 Aphrodite von Epidanroa 629/30 (Kopf); 226; 287; 364 65 ; 710 11; 819; 822; 1287 ; 1361. — K. 263 Asklepios, aus Epi- dauroe 1U, S. 30. — K. 266 Asklepios, Statuette 915 ; 1216. — K. 291 Weibliches Köpfchen 1270. — K 299 Statuette der Hygieia (?) aus Epidauros 710 11; IV, S. 67. — K. 313 Weibliche Herme aus Rhamnus 243/44. — K. 836 Bärtiger Por- traitkopf, 2.-3. Jahrh. n. Ohr. 1031. — K. 364 Jünglingskopf 1210/11. — K. 372 Bärtiger Por- traitkopf 979—83. — K. 381 Weiblicher Kopf 1203/04. — K. 467 Jünglingskopf („Juba") 1207 — 09. — K. 468 Wiederholung des vorigen 1207- 09. - K. 550 Weiblicher Kopf 1205 i»i; 799. — K. 594 Bärtiges KBpfchen 1269. — ' K. 683 Statuette eines sitzenden Pan 709 a; , 1193. — K. 695 Statuette eines kleinen Mädchens IV, S. 18 (10). — K. 696 Desgleichen IV, 8. 18 (10). — K. 698 Jünglingsstatue mit Portrait- kopf 71 3; 1273. - K. 701 Hygieia 717; 782. — K. 702 Asklepios 719; IV, 8. 67; 719; 720. — K. 703 Asklepios 719; IV, S. 67. — K. 704 Asklepios 720; IV, 8. 67. — K. 706 Meer- gßttin (?) 712. — K. 710 Weibliche Statue 724; IV, S. 67. — K. 714 Grabrelief ans dem Piraeus 658— 60. — K. 7 15 Grabrelief aus Salamis 661— 64 (Köpfe); 1340 41. — K. 716 Grabrelief 658—60 (Köpfe). — K. 717 Grabrelief WS— 7/ (Köpfe); 1298. — K. 720 Grabstein der Mclite 665 (Kopf). — K. 724 Grabstele der Phainarete 1169. — K. 731 Grabrelief 672 (Kopf)- — K. 736 Grabrelief 679/80 (Kopf). — K. 737 Grab- mal des Prokleides 681 — H5 (Köpfe). — K. 738 Grabmal des Aristonautes 695 —97 (Kopf). — K. 741 Grabstele aus Thessalien 1127. — K. 823 Skythischer Bogenschütze 623. — K. 824 Desgleichen 622. — K. 825 Grab- statue einer trauernden Fran 621; IV, 8. 66; 908—12. — K. 826 Grabstelc der Mnosistrate 1169. — K. 882 Grabrelicf 690—94 (Köpfe); 702/8. — K. 833 Grabrelicf aus Rhamnus 673—76 (Köpfe); 1298. — K. 834 Grabrclief aus Eleusis 677/78 (Kopf); 698-701. — K. 869 Grab- mal vom llissos 698 — 701 (Köpfe); IV, 8. 66; 1298. — K. 870 Grabrelicf 686—89 (Köpfe). — K. 888 Grabrclief 580. — K. 966 Grabrelief 702/3 (Kopf). — K. 1128 Grabrelief (Conze 828) 111, 8. 52 (664). — K. 1193 Grabstein der Alexan- dra 587 D. — K. 1214 Grabstein des F.iikarpo» und der Sophia 587 D. — K. 1218 Grabstele aus Rhcnela 989. — K. 1260 Grabstelc des Alexandres von Milet 989. — K. 1818 Grab- rclief 588 B. — K. 1329 Votivrelief des Archan- drus 1242. — K. 1330 Votivrolief aus dem As- klepieion 1228; 1230; 1234. - K. 1331 Votiv- relief ans dem Asklepieion 1222. — K. 1332 Weibrelief an Asklepios und die clcusinischen Gottheiten: 1236 ; 1240. — K. 1333 Votivrelief aus dem Asklepieion 1230; 1228. — K. 1334 Votivrelief aus dem Asklepieion 1224; 1225; 1282. — K. 1835 Votivrelief aus dem Asklepieion 1231; 1221; 1230; 1247, 1. - K. 1838 Votivrelief aus dem Asklepieion 1232; 1215; 1227; 1237. — K. 1339 Votivrelief aus dein Asklepieion 1227 ; 1234. — K. 1341 Votivrolief aus dem Asklepieion 1220; 1215: 1219; 1221; 1242; 1256. — K. 1344 Votivrelief an Asklepios und seine Familie 1234. — K. 1345 Votivrelief aus dem Asklepieion 1225. — K. 1346 Votivrelief ans dem Asklepieion 1221; 1219; 1220; 1222; 1231 ; 1245, 4. — K. 1352 Digitized by Google 5 Athen 6 Votivrelief an Asklepios 1222; 1238. — K. 1354 Votivrelief aus dem Asklepieion 1229 ; 1227. — K. 1366 Votivrelief aus dem Asklepicion 1226. — K. 1300 Relieffragment aus dem Asklepieion 1239. — K. 1367 Votivrelief an Asklepios und seine Familie 1235. — K. 1368 Votivrelief vom Südfuii der Akropolis 1233. — K. 1369 Votiv- , relief an Asklepios und Athcna 1237. — K. 1372 Fragment eines Votivreliefs 1224. — K. 1374 Votivrelief aus dein Asklepieion 1223. — K. 1376 Votivrelief aus dem Asklepieion 1219. — K. 1377 Votivrelief an Asklepios 889 90; 1236. — K. 1380 Votivrelief an Apollon, Artemis und Leto 1251: 1252; 1262. — K. 1381 Thronender Asklepios, Relieffragment 1238. — K. 138-1 Votivrelief aus dem Ainphiaraos-Heiligtum in Rhamnus 1240. — K. 1385 Jüngling mit Pferd, Relief aus Aegina 1257. — K. 1396 Urkundenrelief 1215: 1232; 1236. — K. 1400 Votivrelief an Apollon, Artemis und Leto 1252. — K. 1402 Asklepiosrelief aus Luku (obere Partie) 1245,5. — K. 1403 Votiv- relief aus dem Piraeus (?) 1241. — K. 1405 Votiv- relief an Zeus Philios 1247, 2\ 1215, 3; 124ß, 2. — * K.1406 Votivrelief an Men 1247, I. — K. 1407 Votivrelief an Zeus Meilichios 1245,4 ; 1246, 3. — K. 1408 Votivrelief 1 245, 3. — K. 1409 Votivrelief an dieDioskuren 1245, /.— K. 1410 Votivrelief an einen Heros 1245 , 2. — K. 1417 Heroenrelief aus Chrysapha (?) 1265. — K. 1419 l'rkundenrelief (5. Jahrh.) 12 IS, /; 1242. — K. 14*20. Relief- bruchstück 1216,2. — K. 1421 Stück eines Votiv- reliefs an Naturgötter 1250. — K. 1422 Votiv- rclief an chthonische Gottheiten 1253. — K. 1423 Relief aus Epidauros 1256. — K. 1425 Basis von Epidauros 889/90. — K. 1426 Votiv- relief aus Kpidauros 1233. — K. 1431 Votiv- relief an Zeus Meilichios 1246, 2. — K. 1433 V otivrelief an Zeus Meilichios (?) 1246, l. — K. 1436 Bruchstück eines Votivreliefs 1254,1.— K.1437 Votivrelief an die Dioskuren 1254, 2. — K. 1438 Votivrelief (untere Partie) 1254,3. — K. 1439 Votivrelief an die Dioskuren 1243 , /; 1*254, 4. — K. 1440 Votivrelief an Dionysos und eine Göttin 1248,1 ; 1254,5. — K. 1443 Stück eines Nymphen- reliefs 1248, 3. — K. 1444 Votivrelief an Pan. Men und eine Göttin 1248,2 ; 1254, 10. — K. 1445 Votivrelief an Xaturgotth eiten 1243, 2; 1254,9. — K. 1446 Votivrelief an Pan und die Nymphen 1254, 8. — K. 1447 Votivrelief an Pan und die Nymphen 1254, 7. — K- 1448 Weihrelief des Telephanes 1254, 6. — K 1449 Votivrelief an die Nymphen und Pan 592 A. — K. 1451/52 Blöcke eines Frieses 1254, 11 u. 12. — K. 1457 Relief mit schlangen würgendem Herakles 1264. — K. 1459 Votivrelief an Naturgottheiten 1244. — K. 1462 Relief mit gelagertem Herakles 1249. — K. 1465 Ephebenstele 1260 \ 1261. — K. 1468 Stele für eine Kphebenurkunde 125H\ 1255. — K. 1469 Oberes Stück einer Epheben- liste 1259. - K. 1470 Ephebenstele (192/3 n. Chr.) 1261. — K. 1473 Urkundenrelief 1216. — K. 1474 L’rkundenrelief (355 4 v. Chr.) 1214\ 1216 — K. 1478 Urkundenrelief 1217 ; 1224; 1231. — K. 1479 Urkundenrelief (398/7 v. Chr.) 1212 ; 1256 — K. 1180 Urkundenrelief (356/5 v. Chr.) 1213. — K. 1489 Relief aus dem Dionysostheater 1262. — K 1490 Relief mit Errichtung eines Dreifusses 1255. — K. 1492 Relief mit Komödien- scene 1263. — K. 1571 „Hera“, Kopf vom Heraion von Argos21. — K. 1612 Torso, Replik des Kasseler Apollon 705 . — K. 1621 Weib- licher Torso 706 b. — K. 1622 Statuettentorso, Replik der Athena Medici 706 a; IV, S. 66. — K. 1626 Torso eines Apoxyomenos ?22\ 580. — K. 1631 (Sybe!589) Frau mit Kind zur Seite 707 \ IV, S. 66. — K. 1636 Grabfigur eines Neunzig- jährigen 709 c. — K 1637 Apollonstatuette 709 b — K 1656 Torso, Replik des „Sardanapal“ 714 ; IV, 8 67 — K. 1658 Dionysos 723. — K. 1659 Weibliche Statue 7 16\ IV, S. 67. — K 1662 Jüngling mit Palme, abbozziert 550. — K. 1663 Torso, Replik des Hermes von Andres Ti.5; IV, S 67. — K. 1664,64 A Gruppe von Theeeus und Minotauros 704. — K 1776 Weiblicher Kopf 65üj51\ 1169. — K. 1783 Zweiseitiges Votivrelief von Neu-Pbaleron 1242. — K. 1826 Diadumenos von Delos 866 — 68. — K. 2337 Archaisches bärtiges Köpfchen aus Rhamnus 1266/67. — K 2338 Bärtiges Götterköpfchen aus Rhamnus 1268. — Sybel 1107 Votivrelief (an Zeus Mei- lichioB?) 1247, 2. — Sybel 4353 Fragment eines Urkundenreliefs 1256. — Sybel 4988 Votivrelief 1222. Männlicher Torso 1271. — Männlicher Portraitkopf 1272 — Portraitkopf (hadrianisch) 1273 . — Doppelhcrine des Aristoteles III, 8. 50 (126-27). — Relief von einem Dekret für Methone (424 v. Chr.) 528. — Urkundenrelief für Neapolis (409 v. Chr.) 1256. — Weihrelief an Asklepios (aus dem Amyneion) 1239. — Weih- relief von Koropi 1248, 1. — Statuette strengen Stils (Aegyptische Abteilung) 731/32. Bronzen. Jüngling, archaisch, von der Akro- polis 759—61. — Frau mit Lendenschurz, Spiegelstütze aus Aegiua 1382/83. — Nackte Frau, archaisch 1382 83. — Jüngling mit Schurz, von der Akropolis 1382/83. — Desgleichen, Digitized by Google I Athen — Bern 8 aus Olympia 1382 83. — Desgleichen, aus Dodona 1382 H3. — Blitzschleudernder Zeus, aus Olympia 1109,10. — Knieender l’erser 602/03. PRIVATBESITZ. Fragment eines Votivreliefs an die Nymphen 1243, 2. „THF.SKION“. Metope mit Theseus und Stier 134. — Metope mit Theseus und Sau 134. Augsburg. MA.YLMILIANSMU8KUM. Bronzestatuette der Aphrodite 1060161. — Pferdokopf aus ver- goldeter Bronze 1062 63. — Heraklesköpfchen 1061 a. — Torso einer Heraklesstatuette 1061 b- — Mercur. den Amor tragend, Hochrelief ff/65. — Relieffragment 1066. — „Totenmahl“-Relicf 1067. — Biegender Amor IV, S. 25, a — Rechter weiblicher Bronzearm IV, S. 25, b. RATHAUS. Gefälschter weiblicher Bronzekopf 10S8I89. Basel. Weibliches Köpfchen 899-900-, IV, S. 68. Berlin. KGL. MUSEEN. (Katalog von 1891.) No. 1 Bronzeatatue ans Bleuste 59 ; 446 — 46. — No. 4 Bronzestatue von Xanten II, S. 24. — No. 6 Kopf der Koma, Bronze 1425 26. — No. 9 Amraonherme 398/99. — No. 22 Aphrodite- | Statuette 347. — No. 33 Aphrodite und Eros 1307/08. — No. 34 Aphrodite 3-17. — No. 37 j „Aphrodite“ 706b. — No. 59 Artemis Colonna 337 ; der Kopf: 1076/77; 1206 06. — No. 61 j Artemis 331. — No. 62 Artemis 325. — No. 63 Artemis 919. — No. 68 Asklepios 286; 332. — ' No. 69 Asklepios 718. — No. 78 Athenakopf IV, S. 19 (21/22). — No. 83 Demeter 1113/14. — No. 94 Dionysos 1390. — No. 99 „Dionysos und Ariadne“ IV, 8.62(489). — No. 109 Herme einer bärtigen Gottheit 418/14. — No. 157 „Ge- nius“ I, 2, S. 18 (56). — No. 158 Bärtiger Götter- kopf 306. — No. 160 Weibliche Statuette UI, S. 60 (227); 916. — No. 178 Demeter 279. — 1 No. 193 Hermaphrodit 872; 748/44. — No. 196 Torso des Hermes 213 — 15. — No.l99Hcrmes213 — 15. — No. 200Statue des Antiphancs von Paros 213 bis 15; 635 36; 1138. — No. 208 TanzendeMacnadc 501. — No. 218 „Euterpe“ 612/13. - No. 223 „Narkissos“, polyklctisch 1139; 1389; 1442/43. — No. 225 Narkissos 5ö9d. — No. 262 Torso eines tanzenden Satyrs 1488/39. — No. 284 „Spes“ 1409. - No. 291 Zeuskopf 328 29. — No. 309 j l’ortraitkopf ausschwarzem Granit 930. — No. 341 „Caesar1, 130/31. — No. 884 Büste des Cara- calla 1029. — No. 392 Kopf des „Tiberius“, aus Athen 1427. — No. 470 Jüngllngstorso 580. — No. 475 Kopf des Doryphoros 211/12. — No. 488 Knabe im Mantel 1393. — No. 493 A Knieender Perser 602/03. — No. 498/99 Zwei Grabstatuen trauernder Sklavinnen 621; 908—12. — No. 503 Weibliche Statuette 1492. — No. 509 „Pasite- lischer“ Torso 4. — No. 510 „Antinous“ (Torso Replik des Omphalosapollon) 849. — No. 548 JUnglingskopf 446—48. — No. 569 Bärtiger Kopf (aus der Skyllagmppe) 556. — No. 570 Desgleichen 556. — No. 582 Weibliche Gewand- statue 396. — No. 586 „Aphrodite“ aus Corneto 665. — No. 603 Kopf der Penelope 481/82. — No. 605 Kopf der sog, Aspaaia 86/37. — No. 608 Weiblicher Kopf 280 ; 494 ; 559e; IV, S. 62 (494). — No. 616 Weiblicher Kopf 637,88. - No.685 Votivrelief an Asklepios 1227. — No. 691 Votivrelief an Kybcle 538. — No. 709 Votiv- relief attischer Wäacher 692 A; 1245,2. — No. 709A Votivrelief an die Nymphen 1242. — No. 738 Grabrelief des Thraseas und der Eu- andria 688 A. — No. 767 Hellenistisches Grab- relief 1350. — No. 768 ff. Hellenistische Grab- rcliefs 1085. — No. 807 Weihrelief an einen Heros 1246, 2. — Inv. 1459 Frauenstatuc 497 ; 665. — Athens aus Pergamon 1.2, S, 18 (86/7). — Frauenkopf von Pergamon 499; 1842/43. — Weibliche Statuette, aus Pergamon 917. — Befreiung des Prometheus, Relief aus Pergamon IV, S. 67 (766). G’gant (Gegner der Athens) vom pergamenischen Altarfries 1440. — Tclc- phosfries von Pergamon 1162. — l’ortraitkopf einer Griechin, ans Alexandrien (Schliemann) 1188/89. Bronzen. Kopf des Dionysos I, 2, S. 20 (186/87). — Helios 206/7. — Apollon (aus Sammlung Greau), III S. 50 (18). — Zwei Araneikästchen mit Asklepiosfigiir 285. Terracotlen. Nackte liegende Frau, archaisch 1382 83. — Aphrodite, aus Myrina 1169. Silberschale von Hildesbcim, mit Atliena 1370. SAMMLUNG HILLER VON GrERTRINGEN. Drei weibliche Köpfchen 896 — 98. Bern. SAMMLUNG DES DERZ. BAYR. GESANDTEN VON BtKHM. Fragment eines weiblichen Köpf- chens 1036; IV, S. 59 (427). — Weibliche Sta- tuette 1037. — Relief mit Hero und Leander 1038. Digitized by Google 9 Bignor l’ark — Dresden 10 Bigaor Park. M. 2 Hermes. Bronze von Paramytbia III, S. 51 (318). Bienhein Palace (Oxfordshirc). Kopf des „Alexander" 10C/7. Bologna. Kopf der „Lemnia“ 312/13. — Replik vom Kopf der »og. Niobiden-Trophos 364 66. — Torso einer Panzerstatue 987. — Niobldenrelief 762. Boiton. MUSEUM. Knabenstatne 1356 57. — Oberteil einer Jilnglingsstatne 446—48. — Augustiwkopf (aus Sammlung Dcspuig) 1003. i SAMMLUNG MRS GARDNER. Amazone 172— 71; II, 8 55. Brescia. D. 321 Weiblicher Kopf 192/193. - D 334 llvgieia, Statuette 1176 a. — D. 335 Kopf der Athens 794-79«; IV, S. 66; 307. — D. 336 Archaischer J iingliugskopf 197 — 199. Broadlands. M. 9 Kopf des llennei (Typus Ludoviaii 270/71. Brocklesby Park. M 112 Trunkener Herakles III, S 50 (71). Brooa Hall (Schottland . Mannorthron aus Athen 1086—89. Budapest. Weiblicher Portraitkopf 1991192. — Gefälschter weiblicher Bronzekopf 1058 59. Villa Cafaggiolo (Toscana). Weibliche Statue im Typus der „Elektra“ 1153. Cambridge. M. 102 Trunkener Herakles, Hronzestatuette III, S. 60 (71). Candla. Kopf des Tiberius, aus Gortvn 1351.52. Castetvetrano. Bronzestatuc aus Selinunt 369—372 ; III, S. 62. Catalo s. Wien. Catania. Niobide, Reliefbruehstiick 762\ IV, S. 67; 1161. — Pragment eines lkariosrelicfs 763. — Prag' ment eines Sarkophags (?) 761. Cherchell. Weibliche Gewandstatue 925. — Replik der „Sappho“ Albani III, S. 61 (497). Compiegae. Korinna, Statuette 1188/89. Corf». MUSEUM. Weibliche Statuette 603. — Asklepios- statuette 601 a — Aphrodite, Statuette 601 b. — Statuette der sog. Genetrix 601 c; «05 b; IV, S. 66. — Pragment eines Volivreliefs 60« a; IV, S. 66. — Erostorso 605 1; 606 b. — Strenger J ünglingstorso 605106t. — Votivrelief 607 . — Fragment eines Hochreliefs 606 — Weiblicher Kopf 609 a. — Bärtiger Kopf 609 b. — Kopf des „Menamler“ 610 11. — Dorisches Capitell 612. — Sitzendes KnSbchen 1323. — Grabrelief eine» Schiffbrüchigen 1326. Statuenbaais 1327; III, S. 15. — Votivdiskos aus Thon 1328. — Fragment eines Tarentiner Terracottareliefs 697/98. KGL. 8UULOSS. Archaischer IgJwe 601102. Darmstadt. SAMMLUNG VON HEYL Jünglingskopf 1118 bis 30. — Aphrodite (Terracotta) 1151. Deepdene. M. 4 „Apollon und Uvakinthos“ 842. — M. 7 Hy- gieia 717; 782. — M. 35 „Amymone“ 712. — M. 39 Athena Hope 226; 396; 1105; 1113/14. Oslphl. Wagenlenker, Bronzeetatue III, 8. 62 (563). Dimltzana (Arkadien). Diosknrenrelief, aus Magula 1243, 1. Dresden. ALBERTINUM. (U.2E Kutalog von Hottnor *.) H. 40 Artemis 133. — H. 63 Knabe mit Chlamys 266. — H. 69 „Zeus“ 108-10; 285 ; 308; 712; 725 ; 800; 863 54; 866—68. — H. 74 Aphrodite mR Eros und Psyche 266. — H. 79 Herakles- Statuette 593 A. — H. 81 Athena 257. — H. 84 „Thalia“ II, 8. 28. - H. 86 Kopf des poly- klctiselten Iiiadiimenos 866 - 68; 1476 M. — H. 89 Jünglingsslatue 446-48. — H. 90 Poly- kletiseher Knabensieger 213—16. — H. 140 Sog. kleine Hercuianenserin 593 B; 631/32. — H. 141 Sog. grosso Hercuianenserin 1291/92. — H. 148 „Bacchantin“ 172; IV, S. 20 (7). — H.161 Hermes Digitized by GooglJ 11 Edinburgh — Florenz 12 446 — 48. — H. 159 Hermea (Kopf) 270/71. — H. 193 Silen and Hermaphrodit 581 '82. — H. 195 Satyrkopf 400; IV, S. 19 (26). — H. 222 Weib- licher Torso 551. — H. 254 Torso, Replik des Athleten Westuiacott 206/07. — H. 266 Knabe mit Chlamys 266. — H. 277 Torso eine« Öl- eingiessers 222—26. — Artemis IV, S. 20 (3). — Zug - Vera. 477 Altertümlicher Knaben - köpf I, 2, S. 18 (50/51). — lnv. 1045 Kopf dor Artemis (?) aus Kyzikos III, S. 31; 899 900. — Inv. 1094 Heraklestorso 132. — lnv. 1113 Altertümlicher Jttnglingskopf („Elektra“) IV, 8. 63, (507,06). — Inv. 1175 Herakles-Tors.) 184; I, 2, 8.20; II, S. 55; 243 44 ; 589-91; IV, S. 57 (243/44). — Inv. 1176 Herakleskopf I. 5 2/53; II, S. 55. — Inv. 1180 Jünglingskopf 164/65; II, 8.56; 228— 30. — Inv. 1644 Herakles- küpfchen 743 44; IV, 8. 67. PRIVATBESITZ. Weiblicher Kopf aus Gizeh 901 3. Edinburgh. Aphrodite 1451. Eleuais. Bärtiger Kopf (von einem Grabrelief) 1398. — Mädchen mit Wasserbecken, archaisierend 1399 1. Männliche Statue, archaisierend 1399 t — Weib- liche Statue, mit Weiliinschrift 1299. Eplnal. Hermaphrodit, Bronze 1381. Erbach. Rennes als Kind 1444. — Kopf Alexanders d. Gr. 1448— 50. — Kopf des „Menander“ 1446. — Sog. Sertorius 1447. — Athena, Bronzestatuette (antik?) 1445. — Krieger, Bronzestatuette 1445. — Nike (Bronze) 1443. Florenz. GALLERIA DEGLI ARAZZI. Replik des Kopfes der Wiener Kora 1199. — Paniskin 1300. MUSEO ARCHEOLOGICO. D. 50 Schlafende Ariadne (aus Pal. Pitti) I, 2, S. 10. — „Idolino“ 206/07. — Zeus. Bronzestatuette 547—49. GIARDINO BOBOLI. D 72 Demeter 379 ; 457/58; 718; 907. — D. 77 Angebliche Replik des Har- rnodioa 96—98 ; 1, 2, S. 18. — D. 79 Weibliche Gewandstatue WO—103\ I, 2, S. 18. — D. 80 Hera 380; IV, S. 57; 718; 1132; der aufgesetzte Kopf: 281/82; 457/68. — D. 84 Hermes mit Dionysoskind 10.7—105; I, 2, S. 18; IV, S. 56; 1139. — D. 89 Sitzende Aphrodite mit Eros 3*3 84. — Replik des Aristogeiton 9ä\ I, 2. I S. 18. — Asklepios 383; HI, S. 51; IV, S. 57; 332; 553; 604a. — Tychc 286; 551; 788. — Tyche 287; 358/69; 805. — Kopf, dem Cicero ähnlich 128/29. — Muse 288; III, S. 51. — Mnse 389. — Wiederholung der vaticanischen „Clio“ 290; III, S. 61. — Wiederholung der vaticanischen „Kalliope" 291; III, S. 51; II, S. 28. — Jugendlicher Kopf 106,0 7; 1448—50. — Asklepioskopf 398/99. CASA BUONAROTTL Rechter Arm eines Dis- kobolen III, S. 51 (500). PALAZZO CORSINI LUNG’ARNO. D. 267 He- phaistos-Torso 331. — D.268 Weibliche Gewand- statuc 333. — D. 269 Gewandstatue 334 ; IV, S. 58; 708. — D. 270 Apollon Lykeio« 3.73; IV, S. 58. — D. 271 Dionysos 33 6. — D. 275 Replik der Artemis Colonna 3.77; IV, 8 58. — D. 280 Athletenkiipfchen 338/39. — D. S. 110 Impera- torenstatue 332. GIARDINO DEL PALAZZO CORSINI AL PRATO D. 229 Sitzender Hermes, Statuette 3/8; III, S. 51. — D. 247 WeiblicheGewaudstatue.719 — 22; 783a (der Kopf) — D. 260 Ganymed .92.7; IV, 8. 58. — D. 251 Artemis 336. — D. 252 Ephebenstatuc 327. — D. 254 Jugendlicher Kopf (nicht zuge- hörig) .728/29. — D. 266 Gruppe von Silen und Pan .7.70. — D. S. 105 Replik der Amazone Mattei 324 — D. S. 106 Dionysos 325. GIARDINO DI CASTELLO. D. 102 Athlet 398199. LOGGIA DE’ LANZI. D. 558 Weibliche Gewand- statue 319. — D. 559 Desgleichen 333. — D. 661 Desgleichen 833. — D. 562 Desgleichen 333. — D. 563 Desgleichen 333. PALAZZO 0RLANDI. D. 503 Asklepios-Kopf 340H1- 381—84. — Reitender Knabe 242. PALAZZO PITTI. D. 2 Sog. jugendlicher Zeus 206/07 (Kopf); IV, S. 57. — D. 4 Apollon 208/09 (Kopf). — D. 5 Wiederholung der Aphro- dite von Epidauroe 822; IV, S. 67; 226 ; 819; 1361. — D. 6 Unterwärts bekleidetes Mädchen 210. — D. 7 Gefangener Barbarenfilrst I, 2, S. 6 — D. 12 Doryphoroskopf 2/1/12; IV, S. 57. — D. 16 Hermes 21.7-15; IV, 8.67; 681/82; 633 34; 718. — D. 17 Knidisehe Aphrodite 316/18\ IV, S. 57. — D. 19 Asklepios 219—21; IV, S. 67; 227 / 285. — D. 22 Öleingiessender Athlet 222-24; IV, S. 57; 462/63; 718. — D. 25 tileingicssender Athlet 223; IV, S. 57; 462 68. — D. 27 Kopf des „Triptolemos des Praxitoles“ I, 2, S 9; 206/7; 327. — D. 28 Replik der Athena Giustiniani 226; II, S. 55; III, S. 50; IV, S. 67; 497. — D. 30 Hygieia 227; III, S. 50; 916. — D. 32 Satyr 1371. - D 33 Herakles 228—30; Digitized by Google 13 Florenz — Privatbesitz am Gardasee 14 92 93 (Kopf); 1,2,8. 18; 340/41; 286; 881-84. 11,8. 55. — D.35 Herakles 23t. — D.36 Herakles, nach Lysipp I, 2, 8. 10; 346 ; 804. — D. 87 Herakles und Antaios I, 2, S. 10. — 1) 46 Im- peratorenstatue 332. — D. 48 Weiblicher Kopf 232133-, IV, S. 57; 743 44 - D. 52 Kopf der sog. Sappho I, 2, 8. 10. — D. 66 Replik der Hera Farnese (V) 1, 2, 8. 10. — Kopf des Caesar 234135. P0GGI0 IMPERIALE. D.90 Apollon 292-, IV, S. 57. — D. 91 Satyr (?) 293. — D. 92 Römerin als Ceres 294 ; III, 8.51; IV, S. 67. — D. 93 Asklepios 295 ; HI, 8. 61; IV, 8. 67. — D . 94 Weibliche Gewandstatue 296 ; IV, S. 57; 333. — D. 95 Karyatide 297; 1176. PALAZZO R1CCARDI. D. 11G Jünglingskopf 300-, 1137. - D. 118 Replik vom Kopf der ! Parthenon 301 02. — D. 121 Griechischer bär- tiger Kriegerkopf 303. — I). 157 Griechischer JUnglingskopf 304. — D. 160 Doryphoroskopf 305. — D. 161 Bärtiger Götterkopf 306; IV, 8- 67 ; 712. — D. 162 Kopf der „Sappbo‘‘ 307. 1 — D. 163 Büste eines griechischen Jünglings 476/77. — D. 182 Replik des Diadutnenos Pet- worth 303/09. — D. 184 Replik vom Kopf des vaticanisehen „Lykurg“ 285. — D. 201 Apollon- kopf 310. — D. 202 Griechischer JUnglingskopf 311. — D. 207 Kopf des Anakreon 312/13 ; IV, S. 57. — D. 210 Griechischer JUnglingskopf 314/15. — D. 220 Jünglingsstatue 316 ; IV, 8.57. — D.221 Replik des praxitelisehen,,Periboetos‘M/7. UFFIZIEN. D. 13 Replik vom Kopf des Hermes I.udovisi 83/94; I, 2, S. 18; 270/71. — D. 19 Herakleskopf skopasischen Stils 95 36 ; 1, 2,8.18; III, S. 50. — D. 27 Jünglingskopf (einer Replik des „Omphalosapollon1 aufgesetzt) 87/88; I, 2, S. 18; 849 50 (der Torso). — D. 56 Weiblicher Kolossalkopf 344/45. — D. 65 Kopf des Augnstus 1002. — D 72 Athlet 87/88;222- 25; IV, 8. 61. — ß. 76 Replik vom Kopf des Hermes von Andros 89190; I, 2, S. 18; IV, 8. 66; 254/55. - D 95 Kleine Wiederholung des Herakles Farnese 346; IV, S. 68. — B. 98 Hermes, praxitelisch 269; I, 2, 8. 19 (141). - B. 101 Aphrodite 347 — B. 112 Weibliche Gewandstatue 348/49; II, S. 26. — B. 115 Ganymed 323; 1125. - B. 127 Nike 350; 551 ; 788. — D 130 Pan und Baphnis 1482 r — D. 139 Eros 351 — D. 144 Nymphe mit Panther (?) 352; III. S. 61. — B. 148 Aphrodite mit dem Schwert 1307 08. — D. 155 Portrait- statue eines Kuabcn 58. — B. 177 Hygieia 353. B, 182 Asklepios 354; IV, 8.58. — D. 187 Be- rneter 91. — B. 192 Leda 183; 686. — B. 197 Asklepios 286 ; 306 ; 718. — D. 198 Asklepios — B. 200 Jugendliche männliche Statue 355; 134. — D. 209 Muse (Werk des Atticianus von Aphrodisiaa) 356. — I). 213 Demeter im schwarzen Gewände 157— .59; IH, S 51; IV, S.58; 350 . 774/76. — B. 219 Vestalin 1147. - D.221 Vestalin (?) 1147. — D. 236 Apollon 360. - D. 242 Apollon 361. — D. 245 Jünglingskopf (einer Replik des myronisehen Diskobois auf- gesetzt) 362/63; der Torso: 500; 1448—50. - D. 268 Kopf der sog. Niobiden-Trophos 364/65. — D. 264 Kopf der jüngsten Niobide (nach Gype) 820/21. — D. 265 Ältere Tochter der Niobe 337. — D. 266 Jüngster Sohn der Niobe 337 — D. 271 Kopf eines Triton 367. — D. 275 Weibliche Gewandstatue 1170. — D.321 Bärtiger Götterkopf 368169; IV. S. 58; 1410/11. - D. 322 Bärtiger OBtterkopf 370/71. — D. 833 Replik vom Kopf des vaticanisehen „Lykurg ‘ 285 — D. 354 Fragment eines griechischen Votivreliefs 372. — I). 364 Herme, Replik des „Sardanapal“ 567. — D. 417 Relief: Apoll mit Musen 373 a. — D. 418 Relief mit Demeter und Plntos 373 b. — B. 422 Portraitkopf eines Griechen („lysippisch") 1484/85. — D. 425 Kopf eines Fettschwanz- schafes 374. — D. 471 Kopf des Zeus Ammon 375/76. — D 507 Relief mit Tuchladen 377 ; 379. — D. 510 Votivrelief an Dionysos (neu- attisch) 378. — D. 518 Portraitkopf einer Griechin 1334 35. — D. 520 Kolossaler Satyrtorso 539/40. — D. 526 Relief (Renaissance) 236; II, 8. 55; III. S. 60. — D. 633 Relief mit Stickereiladen 379. — D. 636 Torso des Doryphoros aus grünem Basalt 94/95 ; I, 2, 8. 18; IV, S. 66. - D. 544 Liegender Amor IV. 8. 25 a. — D. 546 Krupezion tretender Satyr 20; 689 40. — D. 548 Venus Medici 1856/67. — D. S. 58 Büste einer Vestalin 1147. — Weiblicher Kopf 366. PALAZZO VEGCH10. D. 510 „Apollon mit der Gans“ 340; IV, 3. 58. — D. 611 Replik des Hermes von Andros 341; IV, S. 68. — D. 612 Apollon 342;IV, 8. 68; 1866/67. — D. 518 Dionysos 343; 1168. — Apollonkopf (Typus Kassel) IV, S.6S (507 08). Fraakfart a. M. Bronzestatuette aus Lusoi 1288. Fraaoiti. GIARDINO PUBBLICO. Aphroditetorso 1169. MUSEUM. Fragmente einer Dionysosstatuc 1480r. Privatbesitz am Gardasee. Weiblicher Kopf 1086 — 89. Digitized by Google 15 Genua — Konstantinopel 16 ßenua. PALAZZO BI ANCO. Sarkophag mit Triumphzug ! des Dionyso« IV. S. 66 (566). — Weibliche Ge- wandstatne 1366. — Silensstatuette 1367. — i Augustuskopf 1368 69. — Kopf einer römischen Fürstin 1368! 69. — Relief 1370. VILLA «RUBER. Bärtiger Satyr IV 1. - Stim- ziegel mit Athena IV 2. PALAZZO REALE. Kopf eines Dioskuren (?) 135S/59. — Replik des sog. Narkissos 1300. — I Replik der Aphrodite von Epidauros 1301. — Juuglingsstatue 1302 — 04. — Torso des Dio- nysos? 1365. St Germain. Asklepios, Bronzestatnette TV, S. 6? (39h) Glrgenti. „Apollon" 759-701; IV, S. 67. The Graage, Totteridge. Weiblicher Torso 296. Grottaferrata. Kopf de» Dionysos 1123/24. — Relief (Heim- bringung der Leiche eines Kriegers) 1162. Gythion. Votivrelicf 1253. Hannover. (K. = Katalog von Köhler, 1891.) K. 1 Perseus und Andromeda 1074. — K. 2 Flöte- blaaender Satyr 1000. — K. 3 Knöchelspieterin 1073. — K. 4 Dionysos 1009. — K 6 Sitzender Pan 1072 — K. 7 Athena 1075. — K. 10 Eros j und Psyche 1070. — K. 15 Sitzende Frauen- figur 107 1. — K. 16 Apollonkopf 1079. — K. 22 Weiblicher Idealkopf 1070/77. — K. 23 Idealer Mädchenkopf 107s, — K. 24 Fragment einer Gruppe 10SO/S1 ; 1309. — K. 26 Sog. Scipio, Bronzemaske 10S2. — K. 27 Spatrömische Por- traitbüste 10S4. — K. 23 Römischer Knabe 10S3. — Grabrelief 1065. Holkham Hall. Römische Portraitstatue mit aufgesetztem Götter- kopf(Gyps. München, Akademie) S69—71 ; IV, S. 67. Castle Howard (Yorkshire). Knabe, auf Ziegenbock reitend 1456. Ince Blundell Hall. M. 8 Athena 942/43; 1129. — M 18 Muse 11,8.26. — M 24 Statuette eines Mädchens mit libyscher Frisur 1458/59. — M. 117 Kopf eines Athleten (?) III, S 50 (86-86). Jona. SAMMLUNG SCHOTT. Torso einer Jilnglings- »tatuette 1400. — Stehender Silen. Statuette 1461. — Weiblicher Kopf 1402. — Jünglings- kopf 1463/04. — Helioskopf 1405:00. — Mädchen- kopf 1407 /OS. Bronzen. Archaische Fliigelfignr 1469. — Jüng- ling 147071, — Athlet 1472. — Athena 1473/74. — Buckeliger Alter 1475 a, b. — Gefässgriff, Kopf und Arme eines Negers 1475c. Karlsruhe. Bärtiger Götterkopf 1436/37. — Bärtiger Satyr 1*88189; 1371. - „Hypnos" 1442/43; IV, S. 66 (16). — Gigant im Kampf 1440. — Marsyas am Baumstamm 1441. — Zwei altitalische Bronze- bleche 699. Kassel. Apollon 459—61; 617-20; 647-49; 706; 808; 869—71; 1113/14. — Kopf des polyklctischcn Diadumenos 866—68, — Männlicher Torso („He- phäst“) 326 ; 331. — Hygicia 257. — Jünglings- statue („sikyonisch") 1456/67. — Öleingieaser 222-26 Kälit. SAMMLUNG LEVEN. Weibliches Figttrchen aus Amethyst 297. Konstantlnopel. SAMMLUNG AR1STARCHI BEI. Römischer bärtiger Poitraitkopf 742. FRANZÖSISCHE BOTSCHAFT. Grabstein eines Gladiators 741; IV, S. 67. SAMMLUNG NELIDOW. Erostorso 739. — Kronos- kopf III, S. 29. — Statuette eines liegenden Jünglings III, S. 29. — Asklepioetorso aus Rhodos III, S. 29. — Fragmentierte Replik des Hermes von Andros III, S. 30. — Bronzesta- tuette (Portrait) III, S. 30. 0TT0M AN ISCH ES MUSEUM. Alexander von Magnesia 1448—60. — Ammon, aus Pergamon 1,2, S. 19 (124); III, S. 61 (398 99). - Ammon- kopf aus schwarzem Granit 398/99. — Apollon- kopf, prasiteliseh 276. — Artemis aus Lesbos 470/71. — Athena von Leptis 613—16. — Herma- phrodit, aus Pergamon 292. — Jüngling 587 D. — Jünglingskopf (aus der Skyllagruppe ?) 555. — Kybele aus Baalbeck 533. — Marsyastorso aus Tarsos 1441. — Sarkophag der Klagefrauen, von Sidon 681—85; 690-94; 698—701; 1076-77; 1205/06. — Sog. Alexandersarkophag von Sidon a Digitized by Google 17 Kopenhagen 18 502 03; 677/78. — Fragment eines attischen Grabreliefs 698—701. — Grabrelief de» Tele- machoH 564. — Votiv des Tiberins Claudius Syntrophos 588 H. — Fries vom lDkatetempel in Lagina 1345—48. — Zeus, Bronzestatue aus Janina V, S. 88 (h). RUSSISCHE BOTSCHAFT (Sommerpalast . Pan- theistische Gottheit III, S. 30. Kopenhagen. KUNSTMUSEUM. Jugendlicher bärtiger Portrait- kopf (Gypa, Original Latisdowne) 1484f85. GLYPTOTHEK NY- CARLSBERG. iK*iul<>g von 1M7.) * No. 5 und 6 Zwei liegende Löwen, von Korinth 601/2. — No. 23 Lakonische» Relief 1311. — No. 38 Kopf des „Apollon“, archaYsierctid 425 bis 28. — No. 44 Statuette der „Genetrix“ 604 <*. — No 58 Ammö. — No. 265 Herakles bei Omphate 151; IV, 8. 56. — No. 206 Herakles in Weiberkleidern 151. — No 267 Herme» und Herakles. Doppel- henne 1175-77. No. 272 Hermes 635, 36. — No. 273 Kopf des Sandalenbinders 738/84. — No. 296 Weiblicher Kopf (aus Sammlung Des- puig) 939 40 — No. 300 Weiblicher Kopf mit Binde 486/36- — No. 303 Jünglingskopf 1187. — No. 330 Weibliches Köpfchen aus Memphis IV, S 22 - No 883 Kybele 391 92 - No. 335 Leda ,?) /£?; UI, S. 50; IV. 8 56;* 536. - No. 346 Jünglingskopf 1094—96. — No. 350 Kopf de» polykletischen , Narkissos*' 1442/43. — No. 361 Desgleichen 1442/43. — No. 365 Jünglingskopf aus Udine 1575)74. — No. 398 Niobide („Aura velifieaus“) I, 2, S- 19 (113); 806 07. — No. 400 Giebeltigur (aus Sammlung Alba) 1440. — No. 408 Panakopf 1340/41. -No. 424 Herme mit männlichem Portraitkopf 1191. — No. 425 Griechischer Portraitkopf 157(58. — No. 439 Kopf eines bärtigen Kriegers 1195 b. — No. 468 Männliches Portraitköpfchen 901— 3. — No. 524 Poseidon 166 — 169; III, S 50. — No. 525 Kopf des Helios 169)70 ; III. S. 50. — No. 5*16 Knicender Perser III, S. 51 (502/3). — No. 633 Kopf des Drusns minor 1003; 1427. — No. 659 Römischer männlicher Portraitkopf (modern?) 1192. — Bronzestatnette der Tyche 1054. TUORVALDSENMl’SEUM {M. = Katalog von Müller, 1847 ) M*. 4 Fragment einer Athenastatuette 1479 c. — M. 6 Statuette der ephcsischen Artemis 1479 c. — M 7 Jünglingskopf 1483t. — M. 10 Sta- tuette des Eros 1479 d — M 11 Dionysosstatuette 14*1* r. — M. 13 Satyrhenne 1478 1. — M. 14 Satyrheime 1478 r. — M. 18 Panskopf 1482 r. — M. 20 Asklepiosstatuette 1479t. — M 21 Asklc- piosstatuette 1479 g. — M. 25 Fragment eines weiblichen Kopfes 74771; 624. — M. 28 Replik der Tyche von Anriochia 1480\. — M. 32 Sta- tuette eines Sitzenden 14761. — M 34 Po|y- kletisches Jünglingsköpfchen 1476/77 r — M. 35 Fragment eines polykletischen Jünglingskopfe» t47s M. - M. 50 Fragment vom Kopf des poly- kletischen Diadumenos /47o'M.;866 - 68. — M 71 Relieffragment (Apoll?) V, S. 117. — M. 76 Griechisches Rclieffragmeut 1479 a. — M. 77 Relieffragment: Affe 1481 r. — M. 81 Fragment eines hellenistischen Relief hildes 1490VL. — M 82 Relief fragment 1481 M. — M. 90 Fragment eines griechischen Grabreliefs 14811. — M. 93 Frag- ment eines decorativen römischen Reliefs 1479 b — Kopf eines Afrikaners (Gype) 1482)85]. — Demostheneskopf V, S. 117. — Portraitkopf eines un bärtigen Römers V, 8. 117. Bronzen: M. 8 Stehender Silen 1486 b — M. 10 Knicender Silen llMtia. — M. 29 Zwei Löwen einen Hirsch zerfleischend 14x7 a. — M. 88 Apollon 14866 - M. 61 Atlas i?) 1486c. - M. 288 Frag- ment einer Helmwange 1487 b. Digitized by Google 19 l^eyilen — Madrid 20 Silberne* bärtige* Portraitköpfchen 14881. — SerapiskcipfY'htn au* Bein 1488 r. Leyden. Dionysoskopf, au* Smyrna 1342 43. Liverpool. Sog. Diptychon Gaddi 21U— 21; 292. London. BRITISH MUSEUM (Katalog von A Smith, U‘J2— l'.KM.) No. 152 Weiblicher Torso, archaistisch 1299 1. — No. 250 Diskoboi, nach Myron 500. — No. 303 D. „Thesen»“ vom Ostgiebel des Parthenon 1340/41. — No 303 G. „Iris“ aus dem Ostgiebel des Parthenon 279. — No. 303 M. „Tliau- schwcster“ vom Oatgiebel de« Parthenon 512/13. — No. 326, 2 Jüngling vorn Westfries des Par- thenon 1840/41. — No. 32H Fragment eines Kolossal kopfs, beim Parthenon gefunden 784. — No. 432 Dionysos vom Thrasyllosmonument 784. — No. 500 Diadumenoe von Vaison 866—68. — No. 501 Diadumeuos Farnese 307; 31*2/13; 585 86; 589-91; IV, S. 61 (485). — No. 650 Asklepioskopf von Melos 295. — No. 1054 Bartiger Kopf vom Maussolleiiin 1298. — No. 1106 Musenbasis von Halikarnu&s 288; II, S. 26; 497. — No. 1206 Colmnnu caelata von Ephesos 624; 1162. — No. 1300 Demeter von Knidos 690—94; 1190. — No. 1380 Apoll von Kyrene 292, — No. 1545 Weibliche Gewandstatue, als Isis ergänzt 396. — No. 1546 Kopf des Apollon (?) 828/29. — No. 1554 Dionysoskopf 1 123 24. — No. 1599 Hermes Farnese 341. — No. 1603 „Hermes Chinnery“ 506/06. — No. 1606 Koplik des „Sardanapul“ 557. — No. 1608 Asklepios- henne 240/41. — No 1656 Satyr und Dionysos- kind 1371; 1488/89. — No. 1686 „Thalia* 1492. — No. 1710 Knöchelspielerin 1073. No 1743 Perseuskopf 808. — No. 1754 W estmacottscbcr Athlet 1139 — No. 1766 Sklave 541. - No. 1786 Sog. Faganscher Kopf 753 34 — No. 1829 Kopf der „Sappbo“ 211/12. — No. 1852 Männlicher hellenistischer Portraitkopf 1194. — No. 1858 Kopf des Apollou (7) 516/17; 1448—50. — No. 1874 Büste der sog. Clytia 273. — No. 2062 Weiblicher Torso von Klaudos V, S 86 (c). — No. 2191 Kelief des Archelaos von Priene 288; II, S. 28; 497. — No. 2200 Diskos mit Niobidcnrelief 762. — No. 2729 Kopf eines Diadumeuos 866— 68. Bronzen. (ß = Katalog von Walters, 18N ) B. 271 Apollo 73 b. — B. 1440 „Atlas" 1486 c. LAN8D0WNEH0U8E. M 1 Grabreliefkopf 586/86. — M. 35 Hermes 213—15. — M. 59 Attisches Kelief mit Athena 1256. — M 61 Herakles 164 65; 228- 30 ; 281; I, 2. S. 18 (83/84); IV. S. 61 (485). — M. 85 Sandalenbinder 733/34. — M. 88 Hermes 1128. — M 89 DUkobol, nach Myron 500. Der aufgesetzte Kopf (Hellenistisches Portrait; Gyps, Kopenhagen) 1484/85 . Lowther Castle. M. 37 Fragment eines attischen Grabreliefs 1169. Kloster Luku (Thyreatis). Sitzende Athena 1HW. Lyon. Victoria, Brouzestatuette 1445 1. Madrid. MUSEO ARQüEOLOGICO. No 2716 Sitzender Pan 1072. — No. 2729 Abbozzierte Statuette aus Athen IV, S. 57 (243/44). - No. 2731 Kopf des Drusus minor 1003. — Weibliche Sitzfigur 1412. ESCORIAL. Codnz K«eomlon*i*. Fol 26 r. Ausruhender Herakles 1489. — Fol. 28 r, u. 46 v. Nil (Capitol) 1490 \ 1498. — Fol. 82 r. Felderdecke (Coliseo) 1491. — Fol. 36 r Weib- liche Gewandstatue 1492. — Fol. 37 v. Weibliche Gewandstatue 1493. — Fol. 38 r. Runder Altar 1494. — Fol. 38 r. Candelaberbasis 1494 — Fol. 38 r. Marmorbecken 1494. — Fol 42 r. u. 52 r. Apoll vom Belvedere 1495 ; 1499. — Fol. 43 v. Wassergöttin (Villa Borghese) 1498 — Fol. 44 Br. Unterteil einer sitzenden Statue 1497 \ 1493. — Fol 54 r. Kelief mit Schiflskampf (Venedig) 1500. PRADO. (I!. — Katalog von Iitibnor.) H. 10 Athena Parthenon 575176 ; IV. S. 66; 301/2 — H. 11 Fortuna Statuette 1186 — H. 18 Dionysos 1142. - H. 39 Hypnos II, S. 24. — II 54 „Kalliope1 II, S. 28. — H. 55 „Kalliope*1 II, S. 28. — H. 65 Diadumenon 866— 68 (Gyps). — H. 73 Knieemler Perser 502/03. — li. 123 „Büste“ mit Aegis 816. — H. 124 Athenakopt* IV, S. 60 (460/51). — H 14* Doppelberme: „Sappho“: 1203 04; „Phaon“: 138/39 ; 307; IV, S. 61 489). — H. 150 Bärtiger Götterkopf IV, S. 58(368/69); 1410/11. - H. 155 Bärtiger Gütter- kopf IV, S. 59 (443/44). — H S. 164, No. 13 2* Digitized by Google 21 Mannheim — München 22 Portraitkopf eines Griechen iHi 1 — Kopf des Dioraedes IV, 8. G7 (809). Mannheim. Weiblicher Kopf 1432/33. — Weihrelief an Heros Kukuk« 1434. — Schlafende Nymphe 1433. Mantua. D. 647 Kopf, dem Kasseler Apoll verwandt 12/13; 1, 9, 8. 17; 390—92. — I). 657 llellenistiachcs Reliefbild 14; 666. — D. 687 Jünglingstorso („Narkissos“ ?) 13; I, 2, S. 17; IV, S. 5G. — D. 703 Muse 9; I, 2, S 17; 257; 397. — D. 707 Athena 16. — D. 7 1 1 Kopf des „Kubuleus“ 17. — D. 720 Muse (Karyatide; 396; 1372. — D 7G6 Kolossaler Idealkopf ld; III, S. 50; 191,92; 1486d — D. 838 Römisches Relief 19; 111, S. 50. — D. 844 Torso eines Faustkämpfers 20; 1107 03 — I). 845 Weiblicher Idealkopf 21. — D 853 Bacchisches Köpfchen 22123. — D. 854 Kopf des Asklepios 24; IV, 8. 56. — I> 858 Helle- nistisches Reliefbild 10; III, 8. 50. — I> 860 Hellenistisches Reliefbild 11; III, 8. 50. — I) 87G Römer als Hermes 25; I, 2, S. 18. Marbury Hall. M. 2 Weibliche Gewandstatue 265 — M.6„Klektra“ 1 153. — M. 10 Muse (?) 395. Margam (Wales). M. 4 Trunkener Herakles III, S. 50 (71). Marlemont (Belgien). SAMMLUNG WAR0QU&. Artemis (Sciarra-Soui- zee) IV, S. 20, 9. — Paris, Bronzestatuette 1057. Marsala Gruppe vou Löwen und Stier 546. Melos. Unterteil einer weiblichen Gewandfigur/kW.— Kopf eines Faustkämpfers 698 — 701. — Votivrellef?3'; IV, S. 67. Marillen bei Genf. SAMMLUNG DUVAL. Jünglingstorso mit Chla- mysIII, SSO (120).— Serapi* (ehemals Verona) 56 (III, 8. 50). — Weibliche Statue, aus Aspra IV, S. 50 (183). München. ANTIQUARIUM Aphrodite. Statuette 1353. - Asklcpiosstatuette 915. — Diskoboi, Bronze- statuette 500. — Neger, lironzegriff (a. Samm- lung Arndt) 1175c. — Zeus, Bronzestatuette 1452. — Spiegel aus Hermione 1382/83. — Altitalisches Bronzeblech 599. — Fragment eines Tarentiner Terracottareliefs 597/98. — Terracottarelief aus Unteritalien (Locri) 1065. GLYPTOTHEK. (F — Katalog Ton Fartwängler, 1S00.) F. 56 JUnglingskopf 828/29 ; 381—84 ; 441 42; 1113 14. — F. 67 Dionysos, archaisch 1480 r. — F. 61 llennesherme 030/31. — F. 197 Weibliche Statue mit Ähren 396 — F. 204 Weiblicher Kopf 064)65. — F. 207 Athena (Kopf) 034/35. — F. 210 Sog. Brunnscher Kopf G06a; 1291/92. — F 211 Apoll Barberini 836/37 (Kopf); IV, S. 67; I, 2, S. 17(9); 334; 1169 — F. 213a. Torso des Apollon Kitharodos (?) 1100/01. — F 214 Artemis 338i39 (Kopf); 1356/67. — F. 219 Eirene 040-043 (Kopf); IV, S. 67; 331. — F. 222 „Fauno eolla macchia" 1391. — F. 225 Ammonkopf 398/99. — F. 226 Diouysoskopf (auf nicht zugehöriger Statue) 44. — F. 227 Artemis-Tyche 133; 395. — F. 230 Athlet (?) ndt Palme 550. — F. 231 Dionysos 044/45 (Kopf) — F. 234 Kopf einer Göttin, aus Cumae 204 5; 386/87 - F. 236 Sog. I.ibera 819; 822; 1361. — F. 238 Silen mit Dionysoskind IV, S. 18 (6). - F. 239 Poseidonfries IV, S. 56 (232 bis233).— F.241 Archaisches Relief 848. — F.24G Kopf der sog. Metho 232/33 ; 743/44. — F. 247 Replik vom Kopf dos Hermes von Andros 047/40; IV, 8 67. — F. 248 a Weiblicher Torso 1170, — F 250 a Kinderkopf 1444. — F. 252 A. Weibliche Gowandstatue 1105; 1186. — F. 263 Pariskopf 1125. — F 265 Replik des sog. Omphalos-Apollon, Torso 049/50. — F. 272 Replik vom Kopf des Ares Lmlovisi 832/33; 254/55. — F. 283 Heraklcsstatnette 593 A. — F. 287 Sandalenbindcr (der aufgesetzte Kopf) 051/52; 733/34. — F. 289 Athletenkopf 057/50; IV, 8. 67; 1119/20. — F. 290 Wiederholung des llennes von Atalanti 635/36. — F 294 Henne, Replik des sog. Dresdener Zeus 053/54; IV, S 67. — F. 295 Nackter Zeus 855/56 (Kopf); IV. S 67 ; 370/71 ; 1269. - F. 298 Alexander Roudanini 1353; 1448 —50. — F. 302 Öleingiesser 87.88; 222- 25. - F. 304 Diomedes 681-85; 809/10. — F. 305 Kanephore 062. — F. 306 Kanephore 059. — F. 350 Statue mit Kopf des Augustus 083; 134. — F. 371 Kanephore 060. — F. 372 Kanephore 861. — F. 444 Sog. Spinnerin 799. — F. 449 „Ceres" im schwarzen Gewände 350 ; 551. — F. 457 Bronzekopf eines Knaben 446-48 ; 866—68. - F. 466 Satyr, sein Schwänzchen betrachtend 1381. Digitized by Google 23 München 24 KUNSTAKADEMIE (Gypse). Diadumenos Ori- ginal Madrid) 866/68. — Römische l’ortraitatatue init aufgesetztem bärtigen Götterkopf (Original Holkham Hall) 869— 7 1\ IV S. 67. — Torso eines Hermaphroditen (Original Villa Pamfili?) 87 2 \ 743/44. — Kopf der Hera Barberini (Original Vatican) 873/74. — Weiblicher Kopf mit Stirn- Krone (Original Louvre) 875/76 ; IV, S. 67, — Wiederholung vom Kopfe des Ibrmes von Andros (Original verschollen) 877/78. — Jugendlichci Kriegerkopf (Original Louvre) 879/80 ; IV, S. 68. RESIDENZ Weibliche Statuette 807. — Sklavin 908— 12\ 953 51. — Satyr 913/14. — Alklepfos- stat nette 915. — Weibliche Statue 916. — Weib- liche Statuette 917. — ■ Weibliche Statue u 18. — Torso einer Arteinisstatue 919. — Männliche Statue 920. — Weibliche Statue 921, — Weib- liche Statue 922 — Weibliche Statue 923. — Weibliche Statuette 924. — Weibliche Statue.925. — Fortunastatuette 926. — Statuette der Aphro- dite von Aphrodisius 927. — Altertümlicher Porphyrkopf 928,29. — Archaisches Köpfchen 930. — Jugendlicher Kopf 931. — Bärtiger Kopf 932/33. — Weiblicher Kopf 934. — Jünglings- kopf 935* — Weiblicher Kopf (Replik der ,,As- pasia"?; 936/37. — Weiblicher Kopf 938. — Athenakopf 939/40. — Weiblicher Kopf 941. — Athenakopf 942/43 ; 1129. — Weiblicher Kopf 944 45. — Kopf einer Muse (?) 946,47. — Jüng- lingskopf 948/49. — Jünglingskopf von einem Qrabrelief 950/51. — Weiblicher Kopf von einem Grabrelief 952. — Kopf einer Sklavin 953/54. — Jünglingskopf 955 — 57. — Weiblicher Kopf 958 59, — Jünglingskopf mit phryglscher Mütze 960. — Bärtiger Grieche 961. — Sog. Apollonios von Tyana 962. — Kolossalkopf eines bärtigen Griechen 963. — Sokrates (?) 964\ IV, 8. 20 (29). — Sog. Alkibiadcs 965—67. — Bärtiger Grieche 968. — Bärtiger Grieche 969. — Bärtiger Grieche 970. — Bärtiger Grieche 971. — Bärtiger Grieche 972. — bärtiger Grieche 973. — Epikur 974\ IV, S. 20 (30). — Un bärtiger Grieche 975/76. — Kolossalkopf eines Dtadochcn 977/78. — Bärtiger Grieche 979 80. — Bärtiger Grieche 981. — Bärtiger Grieche 982. — Bärtiger Grieche 983. — Panzerstatue 984— 86. — Panzerstatue 987. — Serapis(?) 988. — Portraitkopf von einem Relief 989\ IV, S. 20 (27). Unbärtiger Römer 990 91. j — Unbärtiger Römer 992. — Un bärtiger Römer I 993. — Unbärtiger Römer 99 i. — Unbärtiger ' Römer 995. — Unbärtiger Römer 996. — Un- bärtiger Römer 997. — Un bärtiger Römer 998. — Unbärtiger Römer 999. — Caesar 1000/1001. — Octaviamis 1002. — Drusus minor (?) 1003. — Unbärtiger Römer 1004, — Unbärtiger Römer 1005. — Römerin 1006. — Römerin 1007. — Knabenkopf 1008. — Unbärtiger Kölner 1000, — Römerin 1010. — Knabenkopf 1011. — Römerin, traianisch 1012. — Traian 1013. — Hadrian (modern?) ION. — Bärtiger Römer 1015. — Bärtiger Römer 1016. — Bär- tiger Römer 1017. — Bärtiger Römer 1018. — Bärtiger Grieche, antoninisch 1019. — Unbär- tiger Römer, Bronze 1020/21 . — Römerin 1022. Römerin 1023. — Faustina minor 1024. — Römeriu 1025. — Knaben köpf 1026. — Jüng- lingskopf 1027. — Maximinus Thrax(?) 1028. — Bärtiger Römer 1029. — Bärtiger Römer 1030, — Bärtiger Grieche 1031. — Bärtiger Römer 1032 1. — Bärtiger Römer 1032 r. — Mädchenkopf 1033 1. — Leichtbärtiger Römer 1033 r. — Bärtiger Römer 1034 1. — Leichtbär- tiger Römer 1034 r. — Bärtiger Römer 1035 I. — Bärtiger Römer 1035 t. — Torso einer männ- lichen Statuette IV, S- 18, 1. — Replik des „Narkissos“ (im Gegensinne) IV, S- 18, 2. — Nackte Jüngliugsstatuette IV, S. 18. 3. — Jüng- lingsstatue IV, 8. 18, 4. — Apollon { f IV, S. 18, 5. — Apollon IV, S. 18, 6. — Oberteil einer Artemis- statue IV, S. 18, 7. — Jiinglingsstatuc IV, S. 18, 8. — Jiinglingsstatuc IV, S. 18, 9. — Statuette eines Knäbchens IV, S. 18 10. — Knabeu- statuette IV, S 19, 11; 1444. — Satyr IV, 8. 19. 12. — Jünglingskopf, von Hochrelief (?) IV, S. 19, 13. — Weiblicher Kopf IV, 8. 19, 14. — Mädchenkopf IV. 8. 19, 15. — Hermeskopf IV, S. 19, 16. — Apollonkopf IV, 8. 19, 17. — Zeuskopf IV, 8. 19. 18. — Weiblicher Kopf von attischem Grabrelief IV, 8. 19, 19. — Weib- liches Köpfchen I V. S 19, 20. — Athenakopf IV, 8. 19, 21. — Athenakopf IV. 8. 19, 22 — Hermeskopf IV, 8. 19, 23. — Weibliches Köpf- chen IV, S. 19, 24. — Dioskurenköpfchen IV, 5 19, 25. — Satyrkopf IV, 8. 19, 20 — Köpf- chen spätgriechischer Arbeit IV, 8. 20, 27. — Jünglingskopf mit Wulstbinde IV, 8. 20, 28. — Sokrates IV. S. 20. 29. — Epikur IV, 8. 20, 30. — Barbarenkopf IV, S. 20, 31. — Kopf des Ncrva (?) IV, 8. 20, 32. — Augustuskopf IV, S. 20, 33. — Frauenkopf augusteischer Zeit IV, S. 20. 34. — Unbürtiger Kopf mit Lorbeer- kranz IV, S 20, 35. Grottenhof. 1 Aphrodite IV, S. 20. — 2 „Diony- sos“ IV, 8. 20. — 3 Artemis IV, S. 20. — 4 As- klepios IV, S. 20. — 5 Fortuna IV, S. 20. — 6 Herakles IV, S. 20 —7 Artemis ?) IV, 8 20. Digitized by Google 25 Neapel 20 — 8 Männliche Statue mit Chlamys IV, S. 20. — 9 Artemis IV, S. 20. — 10 „Hermes“ (polyklc- tisrh) IV, S. 20. — lt „Apollo* IV, S. 20. — ! 12 Herakles IV, S. 20. Charlottengang. Kinderköpfchen IV, S. 21. — Silberkammertreppe. Kopf der Knidierin IV.S.21. — Satyrkopf (antik?) IV, S. 21. Päpstliche Zimmer. SrhlafendeNymphcIV.S 21 — Neuattisches Kelicffragment IV, S. 21 — Torso IV, S. 21. WITTELSI5ACHER PALAIS. Büste des Antoninus PiuslV, 8. 21. — Büste des Marc Anret IV, 8. 21- PRIV ATllESITZ. Hirth. Hermaphrodit 1453 34. — Satyrknabe auf Ziegenbock 1453. — Altertümlicher Jünglings- kopf 145*!,37. — Mädchenkopf mit ägyptischer Frisur 1456/59. Holmberg. Dionysosköpfchen 1043. von Kaulbach. Weiblicher Torso 11HH. — Por- traitkopf einer Griechin 1291 92. Prinz Rupprecht. Weibliches Köpfchen 901— 3. — Weibliches Köpfchen 004. — Serapiaköpfchen 903. — Hcraklesköpfchen !*o*i. Fran von Seydcl. Bronzeatatuctte des Zeus 1452. Simon. Männlicher Kopf aus les Bau» 104*1 7. Neapel. MUSEO NAZ10NALE. (O. — OuliU ton iso«.) G. 27 Statue einer Tochter des Ballms 1182 — G. 82 „Euterpe“ 1492. — G. 100 Archaischer Jüngliugskopf 3* *l5*i. — G. 104 Kopf, dem Aristogeiton aufgesetzt J/v W; 1139/40. — G. 107 Zusammensinkinder Athlet /Farnese; 312/13; 1177. — G. 110 „Orest und Elektra“ 1090; 1153; IV, S. 63 (507/08). — G. 111 Kuieendes Mädchen 532. — G. 112 Athlet (Farnese) I, 9, S. 18 (25) — G. 113 Kopf archaisierenden Stils 425—28. — G. 116 Herme der Athcna 433/34; 939,40; IV, S. 59 (433,34). — G 117 Herme der Athcna (modern; 433/34. — G. 118 Torso eines eilenden Mädchens 7*15. — G. 122 Relief 57s. — G. 130 Athenakopf 575/76. — G. 132 Relief 512,13. — G. 133 Athena Farnese 514/15 (Kopf); 226; 396 ; 457.58; 554; 1113/14. — G. 134 Replik vom Kopf des Kasseler Apollon 307 iS-, IV, 8. 03. — G. 136 Aphrodite 312/13 (Kopf); IV, S. 63. — G. 140 Herakles und Hebe, Relief 527; III, S. 51. — G 142 Weibliche .Statuette 497; III, 8. 51; IV, S. 62. — G. 144 llcra Farnese 790. — G. 146 Doryphoros aus Pompcii 510.11 (Kopf); 211/12. — O. 147 Doryphoroskopf 509. — G. 148 Herme des „Herakles“ 866-68. - O. 212 Faust kämpfer von Sorrent I, 2, S. 18 (87/88) — G. 218 Kopf, der Statue des sog. Protesilaos aufgesetzt 51*>I17 ; IV, S.6S; 1448 — 50. - G. 224 A-klepios 718; 720. - G. 225 Weibliche Statue 197; 718 - O. 226 Weibliche Statue, der ,.Sappho‘ Albani verwandt 226; 497; IV, S. 62 (497;. — G. 227 Sog. Mnemosyne 496. — G. 237 Satyrkopf 400; IV, 8. 19 (26). — G 238 Satyrtorso 539140. — G. 242 Flora Farnese 551. — G. 246 Männ- liche Statue 631 32; 635/36. — G. 247 Replik der Hera von Ephesos 280. — G. 251 Aphro- dite von Captia 292. — G. 265 Satyr 1371 — G 267 Ammonhcrroe 398/99. — G. 270 Sog. Adonis von Capua 5 22 23 (Kopf); IV, 8. 65. — G. 273 Kopf des bärtigen Dionysos 557. — G. 275 Eros (Typus Centocelle) I, 2, 8. 19 (141) - G. 276 Jünglingskopf 520/21. — G. 278 Ganymed 1125. — G. 280 Herakles Far- nese 64; 316; 801. — G. 287 Satyrtorso 539140. — o. 289 Pntcal 331. — G. 293 Replik des Ares Ludovisi, Torso 334 35; IV, 8. 65; 832/33. — G. 295 Dionysostorso Farnese 256. — G. 299 Herakles und Omphalo 161. — G. 301 Sterben- der Gigant aus dem attalischcn Weihgeschenk 556. — G. 303 Tote Amazone aus dem attali- schcn Weihgeschenk 344/45. — G. 306 Weib- licher Kopf 1121 22. — G. 309 Kauernde Aphro- dite 386,87. — G. 314 „Kallipygos“ 758; 1381. — G. 477 Athena 1075. — G. 479 Leda 536; 183. — G. 480 Fragment einer Figur auf Widder 770. — G. 481 Torso einer Replik der Artemis von Gabii 769. — G. 483 Athena 1075. — G. 489 Weiblicher Torso 771; 1155. — G. 491 Sanroktonostorso 768; IV, S. 67. — G. 498 Ammon auf Felsen, Hochrelief 3.18. — (G. 498) Kclicfbruchstflck 537. — G. 506 Hera- kopf 248/49. — G. 610 Unbärtiger Kopf 523/26. — 0. 515 Melpomene II, S. 26 (22); 1492 - G. 623 Kyliclc 523. — (i. 530 Dionysos 501. — G. 558 Nebenseite eines Sarkophags 530; III, S. 51. — G. 643 Unterteil einer Sitzfigur 1497. — G 658 Relief aus Capua 529. — G. 666 Knieender Perser 602/03; IV. 8 62. — G. 667 Knicender Perser 502/3; III, 8. 51; IV, 8. 62. — G. 673 Knieender Perser 502/3; IV, S. 62 (502/3). — G. 802 Augustus, Bronzcstatue 737. — G. 831 Apollon, Bronzcstatue 617—20. — G- 841 Sitzender Hermes, Bronzestatue 318; 832 33. — G. 846 „Tänzerin" aus Herculaneum 800 07. — G 847 Desgleichen 806/7. — G. 849 Bilstc der „Berenikc“ 673—76. — G. 851 Bronze. Digitized by Google 27 Newbv Hall — Oxford 28 köpf eines Jünglings 206/07 ; I, 2, S. 19 (138/89). — G. 852 ,, Tänzerin“ aus Herculaneum 806/7. — G. 854 Bronzchcrme des Doryphoros 211 12; 510/11; 886 — 68* — G. 855 Brouzekopf poly- klcli»cli8 W; 585/8«; 1137; 1139. - G.856 Bronze- lierme einer Amazone (?) 398, 99. — G. 857 Bronzekopf des bärtigen Dionysos 143S 39. G. 899 Flöteblascnder Silen, Bronzestatuette 504; IV, S. 63; 1394. — G. 939 Zeuskopf aus Pompcii 737. — G. 949 Hermaphrodit (der Kopf/ 409/10; IV, S. 69 (409/10). — G. 979 Büste des Caracatla 1029. — G. 983 Antinous 446—48 — G. 997 Marcellus, aus Pompcii 869 -71. — G. 1000 (?) Männliche Statue mit Chlamys 131 — G. 1047 Belief vou der Basilica Neptuni .529. — G. 1070 Bärtiger Portraitkopf 979 --83. — (G. 1073) Portraitkopf eines Römers 996. — G. 1103 Torso eines Heros 33/; IV, S. 65. — G. 1113 Männliche Portraitstatue 7 OS ; IV, 8 67. — G. 1139 Aischinea 624. - G 1325 Bemalte Aphrodite aus Pompeii 292. — G. 144« Poly- chrome Statuette 712. — G. 1489 Reitende Amazone (Kopf) 772/73. — G. 1672 Bronze- statuette des Apollon 18; 1486 d — G. 1585 Hennaphrodit(?) Bronzestatuette 1381. — G. 1793 Weibliches Köpfchen 899/900. — G. 1794 Sta- tuettentorso des myronischcn Diskobois 500; III, S. 51; IV, .3. 62. — G. 1872 Aphrodite Anadyomene, Statuette (der Kopf) 1121 22. — G. 1925 Weibliche Statuette 498. — Torso der nackten Aphrodite 707. — Hygicia, Statuette 1175 a. — Mädchenstatuette 499. — Torso einer Knabenstatuette IV, S. 19 (11). — Männliche Statue mit Chlamys 863. — Negersklave 54/. — Woibliclier Kopf mit Hörnern 524; 14771. — Tektonisch verwendete Platten 342. — Arzneikästchen mit AsklepiosdarstcHung 285. MÜSEI M VON S. MARTINO. Sarkophag 543. PRIVATBESITZ. Jugendlicher männlicher Torso 4/97/93. Newby Hall. M. 28 Athena 1445 M Nimes. ECOLE DES BEAUX AKTS Rclieffragmcntc US1 — Relicffragment, hacchischer Priester V, S. 89, a — Relieffragment, Masken und Ganymed (?) V, S. 90, b. — Gebälkbruehstöckc V, S. 90, c. Grabstele V, S. 90, d. — Altar, dem Vulcan und den Winden geweiht V, S 90, e. — Relicffrag- ment V, S. 91, f. — Pilaster in Ucrmcnform V, 8. 91, g. — Torso eines Bauern V, S. 91, h. — Statuette eines Bauern V, S. 91, i. MAISON CARREE. No. 1 Replik der knidiarhen Aphrodite V, S. 87, f. — No. 2 Apollon Lvkeioa V, S. 86, o. — No. 3 Römerin als Ceres V, S 86, b. — No 6 Weibliche Statue Unit. — No. 8 Tanzende Maenade /4/9. — No. 10 Pan und Dionysoskind 1431. — No. 12 Weibliche Statue V, S. 86, c. — No. 15 Weibliche Statne 111.1. — No. 18 Bärtiger Kopf /4/t»;//. — No. 20 Weiblicher Kopf mit Mauerkrone 113s 29. - No 28 Kopf der Roma;?, 11 35 36. — No. 30 Serapiskopf V, 8. 87, g — No. 31 Weiblicher Kopf 1111 15. — No. 38 üilste einer Römerin 1130. — No. 213 Bronzekopf eines Griechen, hellenistisch V, 8. 86 — No.447 Kinder- statuette 1130b — Nackte Aphrodite V, S. 86, d. — Aphroditekopf (antik?) 1110117. — Aphro- ditetorso V, S. 86, a. — Kopf des ApoIlon{?) V, S. 88, i. — Torso einer Athenastatuette 1133 a — Torso eines Barbaien 1133b. — Sitzende Demeter 1113. — Eroa und Hund 74/8. — Schlangcnwürgender Hcrakles(?) 1133. — Silen auf Bock 1430*. — Kopf des Tibcriii»(?) 1137. — Fragment eines Zeuskopfes V, 8. 87, h. — Relicffragment 1131. — Moderne Cople vom Kopf der Venus von Arles V, 8. 88, k. ML'SKE DE PE1NTUUE. Mosaik mit Darstellung aus der Alkestissago V, S 91. — Moderne Bronze- copie des „Arringatore“ V, S. 92. Olympia. Kopf der Hera, archaisch 752 58. — Lakonisches Marmorbecken 1382/83. — Zeus aus dem Ost- giebel des Zeustempcls 306. — Sitzender Greis vom Ostgicbel des Zcustempels 213—15. — Eck- figuren vom Ostgicbel des Zeustempe's 756. — Getigerte Frauen aus dem Westgiebel des Zeus- tempels (spätere Copien) 246/46. — I.apithc (G) aus dem Westgiebcl des Zeustempcls 243/44. — Amazonenmetope des Zeustempels 1086—89. — Nike des l’aionkis 579; 1179; 1180/81. — Hermes des Praxiteles 60/61; 283 84 ; 311; 411,12; 624; 820 21; 844/45; 1325. — Torso, Replik des Dres- dener Zeus 853 54. — Torso einer weiblichcu Gewundstatue 1186. Oreos Kybelc 533. Oropos. Wclhrclief au einen Heros 1300. Ouvaroffka bei Poredje (Russland). Bacchischer Sarkophag 1370. Oxford. M.33. Skylla 556. Hellenistische Grabreliefs 1085. Digitized by Google 29 Padua — Paria 30 Padua. Zwei Bacchische Reliefe 19. Palermo- MUNICIPIO. Statue eines Jünglings 75/; 11, S. 53. MUSEO NAZIONALE Inv. 685 Asklepios 535; IV, S 55; 285. — Inv. 710 Atbena 554; I IV, S. 66. — Inv. 713 Kopf des „Sardanapal“ 557 ; 714. - Inv. 715 Zeus (?). 547— 49\ III, S. 51; IV, S. 65; 718. — Inv 725 Gefährte des Odys- seus (aus der Skylla-Gruppe) JJ5; III, S. 51 ; 1080/81; 1309. — Inv. 735 Herme des Mctro- dor 33Ä>b. — Inv. 742 Herme des Sokrates 559 c. j — Inv. 744 Kopf eines Gefährten des Odysseus 3.56; III, S. 51; 1309. — Inv. 768 Attisches Votivrelief 562; III, S. 52. — Inv. 775 Grab- j relief des Philokratea 564; III, S. 52. — Kauern- der Löwe 545. — Thronende weibliche Gottheit, aus Solu nt 546. — Jugendlicher Torso, alter- tümlich 550; IV, S. 55. — Gruppe von Selene und Eros 551. — Läufer oder Ringer 532. — Oberteil eines Pan 558 \ IV, S. 66. — Weibliche Statuette 356a — Statuette des Narkissos (?) 556d; IV, S. 66. — Jllnglingsstatuette 559 e ; III, S. 51. — Attisches Proxeniedekret 560; III, S. 52. — Fragment eines Votivreliefs 501. — Weihrelief eines Wagensiegers 503; III, S. 61; IV, S. 66. — Grabrelief eines stehenden Jüng- lings 355; III, S. 52 — Relief 566; III, S 62; IV, S. 66. — Relief : Tänzerin 567. — lleiu eines kolossalen Marmorthrons 508. — Drei weibliche Köpfe von Metopen des Tempels E in Selinunt 745—50 ; IV, S. 67. — Aktaioumetope von Se- linunt 569—72 — Herametope von Selinunt 597/98. — Kopf des Aristoteles 126/27. — Ein- schenkender Satyr IV, S. 65 (550). Palma (Mallorca). AugustusbUstc 1002. Paris BIBLIOTHfeQUE NATIONALE Stele der Melitta 1298. — Stele aus Sidon 925. — Büste des M. Modius Asiatieus 979—83. Bronzen. (U ss. Katalog von Bsbelon und ltlanchet, 1895.) B. 243 Aphrodite, aus Alexandrien 1060/61. — B. 266 „Spes“ 1409. — B. 307 Hermaphrodit 1381. — B. 364 Dionysos 1480r. — B. 698 Asklepios 295. — B. 702 Laufender Knabe 1056. — B. 926 „ Narkissos* 1139. ECOLE DES BEAUX ARTS. Torso Medici 706 a; IV, S. 66 (706a); 1275; 1310. MUSEE GUIMET. Arteniisstatuette 919. LOUVRE. (t'ntaloguo sommaire von IBM.) No. 23 Aphrodite mit Wasservogel, Statuette 1451. — No. 24 (?) Zeus XU, 8. 51 (272). - No 59 Kopf des Sokrates IV, S- 20 (29). — No 75 Herakles und Telephos 593A. — No. 80 „Posidonius“ (der aufgesetzte Aristoteleskopf) I, 2, S. 19 (126/27). — No 81 „Orestes und PyLades1* 1090; IV, S. 63 (507 OS). — No. 83 Sog. Jason 733 34. — No. 87 Bacchus Richelieu 1142 — No. 101 Herakles 1090. — No. 131 Hygieia, Statuette 1175a. — No. 168 Arteniisstatuette 1303. — No. 207 Grab- stelc dos Eurythmos 764. — No. 223 Isiskopf 524. — No 247 Artemis mit Hund 919. — No. 27.8 Kopf de» „Miltiades“ 437 38. — No. 366 Aphrodite (mit Künstlerinschrift des Praxiteles) 395; 925 — No. 370 Aphrodite und Eros 1307 08. - No- 399 Aphrodite von Melos 399; 712. — No. 411 Mel- pomene 494; 921. — No. 414 „Euterpe“ 512 13. — No. 420 „Euterpe“ 512/13. — No. 435 „Nar- kissos“ 559 d. — No. 436 Alexander Azara 814/15. — No 439 Aphrodite von Arles 188; 493; 629. 30; 712. — No. 463(?) Bärtiger Dionysoskopf 1410, 11. — No. 464 Athens Vclletri 1129 — No. 485 Weiblicher Kopf (einer Statue fälschlich aufge- setzt; Gyps in München' 875,70 ; IV’, S. 67. — No 622 „Atalante“ 1183 84. — No. 625 Sog. Genetrix (Kopf) 613—16. — No. 527 Borghe- sischcr Fechter 733 34; 1080/81. - No. 529 Artemis von Gabii 395; 769. — No. 535 Paris- kopf 1125. — No. 566 Hygieia I. 2, S. 18 (100 bis 102). — No. 573 Mercure Hichelieu 213—15; 685, 36; 1138. — No. 589 Artemis von Versailles 1856/57. — No. 639 Asklepios 262; 712. — No 696 Nymphenrelief von Thasos 846. — No. 755 Weih- relief an Asklepios 1222; 1224; 1228. — No. 846 Kopf des polykletischen Diadumenos 866—68; 1476 M. — No. 847 Athena mit Schachtel, aus Kreta 353. — No. 866 Ares Borghese 586 86; 1125. — No. 883 Kriegorkopf, der Statue des Herakleides und Harmatios aufgesetzt H79f80\ IV, S. 68. — No. 884 Replik des Kasseler Apollon 459 - 61. - No. 887 (?) Asklepiosherrae 240 41. — No. 911 „Bacchantin“ 395. — No. 922 Silen mit Dionysoskind IV, S. 18(6). — No. 931 Jugend- licher Areskopf 1378/79. — No. 1037 „Plotina“ 1186. — No. 1207 Sog. Germanieus (von Kleo- mencs) 270 71; 1127. - No. 1231 Claudius 869 bis 7L — No. 1245 „Agrippina“ I, 2, S. 18(100 bis 102). — No. 1783 Fragment eines Medusen- kopfes 1442/43. — No. 2266 Eros vom Palatin 74. — No. 2283 Hera Campana 296; V, S. 86 (b). — No. 2369 Nike von Samotbrake 1451. — 31 Parma — Rom 32 No. 2614 Artomis, Statuettentorso 919. — No. 2838 Weiblicher Torso aus ilalikarnass 926. — No. 2881 Fries vom Artemiatempel in Magnesia 1345—48. — Aphrodite und Kros 401 02; 1106. — Hermes als Kind 1444. — Kind, Statuette 1420b. — Sog. Rampin'scher Kopf 1289, -90. — „Narkissos“, polykletlsch 1139; IV', 8.56(15). - Fragment eines grossen Grabrcliefs 740. — Torso einer weiblichen Gewandstatue 1493. — Bronzekopf eines Knaben, aus Bencvent IV, S. 64. — lironze- statuette eines Jünglings 446— 48. — „Alexander mit der Lanze , Bronzestatuette III, 8, 30. — Dionysos und I’an, Bronze III, S. 50 (73b). — Altitalischcs Brunzcbleeh IV, 8.66 (599). SAMMLUNG FOURNIER. Weiblicher Kopf aus Smyrna 1199. SAMMLUNG BLANCHET. Hermaphrodit 1381. Parma D 869 Zeuskopf 69170. — D. 876 Erostorso 74 ; 1, 2, S. 18; IV, S. 56. - D. 886 Satyrtorso 73. — D. 891 Jilnglingstorso 76. — D. 896 Kopf des Serapis 77/78. — D. 897 Torso einer Sitzfigur 79. — D. 902/903 Fragmente eines Flachreliefs 60 Nl. Bronzestatuetten : „Alexander" 7.1 a. — Dio- nysos 7.1b; III, S. 60. — Trunkener Herakles 7/; III, S. 50; 393. — Jugendlicher Krieger 72a. — Bärtiger Krieger 72b; I, 2, 8. 18; III, S. 50. — Victoria 82. Paros. MUSEUM. Archaischer „Apollon'-Torso 1330,31. — Weiblicher Gewandtorso 1332. ORTSCHAFT K0ST0S. Torso der Artemis (?) 1333. PRIVATBESITZ. Weiblicher Hermenkopf 1334/35. — Relief 1336. — Relieffragment 1337. Patras. DIMARCHIE. Replik der 1‘arthenos 1304/5. — Votivrelief an Asklepios 1306. GYMNA8I0N. Aphroditetorso 1307/8. — Skylla .von Sarkophag) 1309. Perinth. Torso des Dionysos 486. — Nackter Jlingliugs- torso 550. Petersburg. ERMITAGE. (Katalog von 1901.) No. 32 Weiblicher Kopf 10544 — 96. — No 68 Bärtiger Kopf, myronisch 320—22. — No 158 Hirt 1171. — No 160 WeiblicheStatue im Typusdcr,, Elektra“ 1153. - No. 303 Muse (Karyatide) 396. — No, 309 „Melpomene“ (Campana) 497. — No. 314 „As- klepios“ 295; 306; 1156 57. - No. 324 Ammons- kopf 398/99. — No. 332 Relief mit Ganymed V. S. 90 (b). - No. 337 Niobidenrelief 1161 - Hygieia (Typna Hope) 717. SAMMLUNG DES DERZEITIGEN DEUTSCHEN BOTSCHAFTERS GRAFEN POURTALES. Torso des Doryphoros 211/12. SAMMLUNG STR0GAN0FF. „Apollon Stroganofl« modern) 577/78. Petworth. M. 9 Ölcingiesser 213—15; 222 —25. — M. 18 Ama- zone (der aufgesetzte Kopf; 898/99. — M. 24 Kopf eines Dindumcnos 308,09; 814/15. — M 53 Opferdiencr mit Schwein 587C. — M. 78 Kopf der Aphrodite 281 82. — M. 74 Athenakopf 989/40. Piraeus. GYMNASI0N. Aphrodite 1451. Pisa. D. 16 Weiblicher Kopf 200 30/; 264. — D. 78 Kopf des Caesar 202 203\ 234 35. — D. 84 Kopf der Aphrodite 204 205. — D. 132 Marmorkrater, neuattisch 1381. Pollens am Vesuv. VILLA SANTANGEL0. Weibliche Gowandstatuc 260/61. Ravenna. SAN VITALE. Sog, Apotheose des Angustus, Relief 737. Rom. VILLA ALBANl. No. 2 Weibliche Gewandstatue 396. — Xo. 3 „Isis“ (der aufgesetzte Kopf) 425 -28. — No. 4 Aphrodite 1106. — No. 19 Sog. Karyatide des Kriton und Nikolaus 226 ; 257. — No. 20 Sog. Kapaneus-Rclicf 1440. — No. 34 Unter- wärts bekleidetes Mädchen 210. — No. 44 Ar- chaische Jiingiiugsstatue 1090— 92\ 627/28. — No. 57 Jftnglingsherme 1119 30; 867/58. — No. 62 Kopf de» sog. Lysias 50/51; 441, 42 — No 76 Hennenreplik der Sosikles-Amazone 1117 18. — No. 79 Weibliches Sitzbild (die Reliefs der Stütze) 497. — No. 103 Macnade 501. — No. 119 Herme des jugendlichen Dionysos 1123/24. — No 160 Kopf einer Vestalin 1147. — No. 204 Thesen» und Minotaurus 704 — No. 218 Kopf de» Paris 1125. — No. 316 Archaische JUnglingsstatnc 1094— 96\ 1097. — No. 317 Replik der Jüngiings- statuc des Stephano» 1093. — No. 323 Jünglinga- Digitized by Google 33 Rom 34 statue 1097. — No. 462 (?) Weibliche Gewand- statuc 396. — No f>96 Hermes (der aufgesetzte Kopf vom Typus Ludovisi) 1102— 04; 270,71 (Kopf) — No. 604 Polykletisohc Kriegerstatue 1099 — 1101. — No. 628 Karyaiidc297 — No 668 Archaischer A pollon - Torso 1099. — No. 706 Relief mit Theseiis und Aithra 1126. — No. 711 Kopf einer Göttin 112V22. — No. 749 Kore Albani 1115116 (Kopf); 226 ; 279; 307; 449— 51; 497; 512/18; 613-16; 726. — No. 906 ■Statue des Stephanos 883 84; 1090; 1093; IV, S. 65 (550). - No 928 Satyr 247. — No. 933 Bronzestatuette de» Herakles I, 2, S. 18 (64). — No 942 Diogenes, Statuette 1407 >08. — No. 945 Athens, Statuette 1103 — No. 954 Satyr 247. — No. 970 Pall;« 554. — No. 1012 Sog. Athcna mit dem Iäiwenlielm 1113111 (Kopf); 320- 22 ; 896; 441/2; 554; 1372. — No. 1035 Henne einer bärtigen Gottheit 413/14. — Ar- chaischer bärtiger Männerkopf 1109H0- — Ar- chaiscber Frsuenkopf 111H12. — Satyr, mit Schweinefett IV, S. 59 (406—8). — Torso einer Satyrsiatuettc 1107 19. — Rumpf eines Diskoboleu 500, 10. — Sarkophagfragment 111, S. 52 (566). PALAZZO ALDOBRAND1NI M-D 17 Zeu»(?) 1331. — M - I) 364 Dionysos 1333. PALAZZO ALTEMPS. M-D 128 Herakles 231 ; 318- 20; 381-84. — M-D. 362 „Dionysos“ 1,2, S. 18 (25). — M — D. 612 „Bacchantin“ IV, S. 68 (406- 8). ANTIQUARIUM (Orto botanico). Kopf des Dio- inedes 809/10 ; IV, S. 67. — Fragmente einer weiblichen Gewandstatue 1185 — Replik vom Kopf der Hera Borghese IV, S. 62 (494). — Hermes 808. — llirt 1171. — Stehendes Mäd- chen 8061 7; IV, S. 67 — Pcrscuskopf 803. PALAZZO BARBEKINI. M-D 51 Gruppe von Asklepios und Hygieia 1050. — M-D. 968 Schutz- Hehende (Kopf) 483/84; 206/7; 381-84. - M-D 1741 (?) Männlicher bärtiger Kopf 108 -10\ I, 2, S. 19; 725 IIANCA NAZI0NALE. Hygieia, Statuette 1175 a. — Torso des polykletischen „Narkissos“ 1175h. — Anlinous 1171. MUSEO BARRA0C0. (Pl. = Tafeln von Hslltig, L* Collection B»rr*cco}. PI 26 Hermeskopf 880/31. — PL 31 bis Jugend- licher Kopf, archaisierend 425— 28. — PI. 34, 34 a Apollonkopf (Typus Kassel) I, 2, S. 17 (12/13); 507/08; 1079; IV, S 62 (507/08). - PI. 36 Weib- licher Kopf 1094 - 96. — PI. 38 Knabe, sich kränzend 1139. — PI. 43 43a Kopf des Dory- phoros ‘2 11/12. — PI. 45 Polykletische Jünglings- Statuette 1139. — PI. 48 bis Kopf der ,,Sappho“ 211/12 — PI. 52 Attisches Relief mit Reiter 1384 — PI. 52 •>!» Weiblicher Kopf mit Stern über der Stirn 437 38. — PI. 53 bis Kopf von einem attischen Grabrelief 677, 78. — PI. 56 Kopf mit Backenbart 222- 25. — PI. 56/56 a JUnglings- kopf857 58. — PI . 57 67 a Kopf des ,, Alexander“ 328 29. — PI 5959a Kopf des Apollon Lykeios 686 — 89. — PI. 65 Tanzender Satyr 504. — PI. 73 Büste eines Knaben 1173. — PI. 75;75a Kopf des „Caesar“ 694 A — Hermapbroditenhcrnie 185. — Neuattisches Relief, Hermaphrodit 1381 — Fragmentierter Kopf des polykletischen Dia- dumeuos 1476 M. PALAZZO BORGHESE. M-D. 90 Herakles 483; IV, S. 61. — M— D. 396 Dionysos 486 — M-D. 595 Kolosssie weibliche Statue 487. — M — D. 699 Weiblicher Kopf, einer Artemis-Statue aufgesetzt 488; IV, S. 61. — M — D. 850 Sog Nemesis 4891.; IV, S.61 — M- D. 859 Hygieia 190. — M— D. 986 (?) Nackter Jüngling 191\ 641/42. — M— D. 1060 Statue, als Augustus restauriert 192. M - 1). 1331 Jüngling 193. — M - D- 1874 Kolossale weibliche Gewandstatue 494; IV, S. 62. - M-D. 1486 Kolossale weib- liche Gewandstatue49.5; III, S 51. — M— D 1539 (?) Weibliche Statue 489 r. VILLA BORGHESE. XVIII Replik der Artemis Coionna (der aufgesetzte Kopf) 366. — 1L Dio- nysos 1390 — LAT Weibliche Statue im Typus der „Elektra“ 1153. — LXXATIl Panshenno 1340/41. - C’XXIl Herakles 132; I, 2, S. 19; IV, S. 56; 64 — CXXVI Artemis 133; I, 2, S. 19; UI, S. 55; IV, S. 66. — GLXX1V Kopf der „Sappho“ 211/12. — CCII AA'eihliche Ge- wandstatue ...Isis“) 396. — CCXI Meergüttin (?) mit Delphin 1196 (nach Zeichnung); 712. — CCXXV Silen Borghese 504; 1394. - CCLX1 Ausruhender Herakles (nach Zeichnung) 1189. — Leda 636. PALAZZO BRAZZA. M -D .1069 Männliche Statue (der Kopf) 631/32. PALAZZO CAMUCC1N1. Bärtiger Kopf (ans der Skyllagruppe) III, S 51 (555/56). CAPITOL. M.-D. 4038 AVeihlicher Kopf 586/86. - Nil (nach Zeichnungen) /490; 1198. — Tigris 1498. CAP1TOLINISCHES MUSEUM Cortile. No. 3 Pan 293. — No. 4 AVeihlicher Kolossalkopf 403/04. — No. 18 Pan 293. Atrio. No. 3 Athen» I, 2, S. 17(9); 836/37; 1169. — No 19 Kopf des „Juba“ 644 -46; 1207-9. — No. 42 Jüngling 105; 863. 35 Rom 36 Treppe . Weibliche Gottheit 406—8] IV, 8. 58. Galleria. No. 15 Kopf eines Hermaphroditen ? 409110-, IV, S. 59. - No. 25 Satyrkopf 400; IV, S. 19 (26). — Xo. 29 Replik der Athena Ginstiniani 226. — No 50 Torso de» royro- nischen Diskobolen 500; 1448-50. — No. 52 Aphrodite 512/13. — No. 60 Satyrkopf 4/ 1112. Sala delle colotnbe. No. 17 Herme des Hades (?) 413/14. — No 19 Herme einer bärtigen Gott- heit 415(16. — No. 28 Doppelherme zweier Wassergottheiten 417—19. — No. 33 Torso einer Knabenstatuette 1444; IV, 8. 19, II. — No. 50 Herme einer bärtigen Gottheit 413/14. — No. 83 Tabula Iliaca 1066. — No. 85 Weiblicher (?) Kopf 420)21. — No 87 Herme einer jugend- lichen Gottheit 422(23] III, S. 51; 652/53. Gabinetto della Venere. No 1 Kapitolinische Aphrodite 386, 87; 767; IV, 8. 18(7); IV, 8 19(14). Stanza dei filosofi. No. l Replik de« „Etibu- leus“ 424. — No. 11 Weiblicher Kopf 425126] III, 8. 51. — No. 12 Weiblicher Kopf 127128] III, 8.61; IV, S. 59. — No. 17 Herme des Herakles 429(30] IV', 8.59. — No, 28 Jugend- licher Kolossalkopf 431(32. — No. 54 Herme der Athena 433/34; IV, S. 59; 939/40. — No. 55 Weiblicher Kopf 435(36 ; IV', 8.69 — No. 63 Epikur und Metrodor, Doppelhenne 559 b. — No. 68 Bärtiger behelmter Kopf (,.Maa*inisaa“) 437)38, — No. 69 Bärtiger Kopf 439(40] IV*, S. 59. — No. 71 Portraitkopf eines Griechen 1191. — No. 82 Kopf des„Ae»chylusi‘ 267/68. — No. 85 Ju- gendliche männliche Henne 44/, 42;1V, 8.60(459 bis 61). — No. 94 Bärtige Henne 443/44; IV, 8. 59 Salon e. No. 4 .Jugendlicher Kentaur des Aristea« und Papias 1391. — No. 5 Asklepios 272; 364. — No. 8 Athena 163; 1129. — No. 10 Replik des polyklctischen Diaduinenos 445. — No. 12 Nackter Jüngling 446 - 4b; III, 8. 51 ; IV, 8. 69; 885. — No. 15 W eibliche Statue 736. — No. 20 Replik des sog. Omphalosapollon 152—54] 625/26. — No. 21 Kopf der Statue eine« ausruhenden Epbebeu 455(56 ] 656 57. — No. 24 Sog. Hera oder Demeter 457/58 (Kopf); IV, 8. 60; 91; 279. — No. 27 Jäger (Portraitstatue) I, 2, S. 18 (25). — No. 30 Apollon 459-61] III, 8. 51; IV, 8. 60; IV, 8. 63(507/08;. — No. 36 Athena III, S. 16. Stanza del fauno. No. 4 Jilnglingskopf 46263. — No. 6 Weiblicher Kopf 1 169 Anra. — No. 19 Kopf des Dionysos (?) 464/65. — No 21 Kopf der Ariadne (?) 466/67. — No. 26 Kopf des Dionysos 468/69] IV, 8.61 Stanza del gladiatore. No. 2 Kopf der sog. Persephonestatue 470/71] 281/82. — No. 6 Ge- filssträgenn (der aufgesetzte Kopf) 470/71. — No. 12Sog. Antinous 446-48. - No 14 „Flora- 395. COLOSSEUM Stuckdecke (nach Zeichnung) 1491. PALAZZO COLOXKA. M— D 16 Torso einer po- lykletischen Athletcn-Statue 1137. — M— D. 25 Kopf des Zeus 1156 57. — M — D. 96 Herakles 1136. - M-D. 109 Herakles 1146. — M-D. 157 Replik de« Herme« Ludovisi 1127] 270 71. — M — D. 222 Replik de» „Narkissos“ mit nicht zu- gehörigem Asklepioskopf 1139—41] 1175 b. — M-D. 393 Dionysos 1142 43. — H I). 441 Tanzender Satyr 1149. - M — D. 603 Weibliche Statue 1132(33. - M — D. 640 Athena 1129 — M — D 686 Artemis-Statuette 1151. — M — D.711 Aphrodite (sog Genetrix) 1131. — M-D. 720 Statue im Typus der „Elektra*1 1153/54. — M-D. 765 Aphrodite Anadyomene 1144. — M—D. 821 Muse 1150. — M-D. 916 Weiblicher Idealkopf 1158—60. — M-D. 940 Replik der Sosikles- Amazone (Torso) 1130, — M — D. 945 Provinz (?) 1155. — M — D. 1008 a Torso de« polyklctischen Diadumenos 1135. — M—D. 1019 Torso einer männlichen Statuette 1134. — M-D. 1030 Mann licher Tor»o / 145. — M—D. 1065 Hermes 1138. — M — D. 1204 Statuette eines Hirten 1152. — M—D. 1743 Kopf des Ares (? modern) 437/38. — M — D. 3562 Zwei Reliefs: Windgötter 1164(65. — M - D. 3586 Relief: Eros und Anteros 1166. — M—D. 3728 Relief 1162; 1126. — M— D. 3738 Relief mit Selene zu Wagen 1163 . — Vestalin (mit aufgesetztem „Pothua“- Kopf) 1147. — Relieffigur eines sterbenden Nio- biden 1161. — „Mänade*1 473. CONSERVATORENPALAST. Replik vom Kopf der Soilkles- Amazone 388—90; 1139. — Sog. Aphrodite vom Esquilin 481/82 (Kopf). — Aphro- dite 1353. — Oberteil einer Apollonstat ue 48t)] 342 — Torso de» Apollon Kitharodos 1169. — Athenatorxo 1129. — Bacchischer Kopf 478/79. — „DanaostochteP* III, 8. 51 (265); 1432/33. — Desgleichen 1432/33. — „Geniu»‘‘ mit Aegi» 816. — Giebeifiguren au» Thon 774/75. — Herakles, Bronzestatue 154/55. — Jünglingskopf mit Kranz 474/75] III, S. 51. - Mänade 473] IV, S. 61; 587 D. — Marsyas (aus rotgestreiftem Marmor) 1441. — Replik der Sappho Albani (aufgesetzt: Athenakopf) 449/51] III, S. 51; IV, S 59. - Silen 504. — Sitzende weibliche Statue 472\ IV, 8. 61. — Wagen besteigender Jüngling 50/51; 111314; IV, 8.60(459-61). — Weibliche Ge- wandstatue 396 — W eibliche Gewandstatue 1, 2, 8. 18 1 100— 102). Digitized by Google 37 Rom 38 PALAZZO DORIA, M— D 609 Demeter 357. — M-D. 1078 „Caligula“ 492 VILLA FIORELLI. M— D. 3689 Fragment einer Marmorcase, nenattiach 1881. FORUM ROMANUX. Fragment einer Ara (vor dem Faustinatempel) X1H. — Basisrelief mit Athena und Hygieia (ßasiltca Julia) HW. Vestaheiligtum. Zwei Vestalinnen 296 — Vestalin (Jordan VIII, 1) 1147. — Desgleichen (Jordan, VIII, 4) 1147. VILLA GIUSTINLAN1. M-D. 1052 Männliche Statue mit Chlamys 134. PALAZZO LANCELOTTI. M-D. 1098 Diskoboi Massimi 54 55 ; 500. PALAZZO LASTE. M-D. 354 Sitzende Aphro- dite mit Eros 283 84. LATERAN. (B— Sch. - Katalog von Benndorf and 8choene.J B— Sch. 16 Recitatio (?), Relief 764 — B— Sch. 19. Sog NemesiB 4891. — B— Sch. 49 Meleager (der aufgesetzte Hermeskopf) 270,71. — B— Sch. 78 Asklepios 720. — B— Sch. 127 „Mars“ 266. — 11 — Sch 167 JUnglingskopf strengen Stils 1090. — B-Seh. 182 Asklepios 799. — B-Sch. 187 Hygieia (als Muse ergänzt) 799. — B-Sch 237 Sophokles 5; 678—76; 764 ; 961. — B — Seh. 239 Artemistorso 1303 — B— Seh. 283 Relicfbrueh- stlick 608. — B — Sch. 374 Herme des bärtigen Dionysos 422 23 — B-Sch. 378 Herme einer jugendlichen Gottheit 422 28. — B— Sch. 382 Bärtiger GOttcrkopf 370 71. — B-Sch. 388 Bärtiger I Kitterkopf 398/99. — B— Seh. 899 Griechisches Relief 757 — B -Sch. 427 Niobiden- sarkophag (Stützen) 1486 c. — B — Sch 456 Stirnziegel mit Athena 1372. — B— Sch. 468 Desgleichen 1872. PALAZZO LAZZER0NI. M-D. 1220 Replik der kleinen Ilerculauensorin IV, S 48. — M— I). 1429 Grabstatue im Typus der „Pudicitia“ IV, S 48. — M — D 2592 Sarkophag IV, S. 48. — M — D. 2726 Kndymionsarkoptiag IV, S. 48. — Sarkophag mit bacchischer Darstellung IV, S 49. — Aphrodite, bekleidet 7/69 — Weibliche Gewandstatne U?0. — Hirt lt7l\ 1152. — Büste des Helios 1172. — Büste eine» römischen Knaben 1172. VIA MARGÜTTA 53 B M-D. 1065 Männliche Statue 134 ; IV, S 56; 103; 039,40; 803. PALAZZO MASSIMI ALLE COLOXNE. M— D. 52 Asklepios 219 — 21. PALAZZO MATTEL M— D. 1071 MännlicheStatue mit Chlamys 266. — M-D. 1087 JUngllngs- statue 134. VILLA MATTEL M-D. 68 Asklepios 724; I, 2, S. 19; 14’, S 66. — M-D. 369 Kopf einer Dio- nysosstatue 123. — M— D. 1058 Jünglingsstatue / 20; III, S. 50. — M— D 1375 Weihliche Kolossal- statue 773; I, 2, S. 19; 457,58. — M-D. 1550 Weibliche Gewandstatue 123.— M— D. 1668 Kopf des Dorypboros 7/6 17 ; 1, 2, 8. 19. — M — D. 1683 Athletenkopf 778/79. — >M— D 1827 Kopf des „Caesar" 730 3/; 234/35. — Kopf des Harmodios 774/73. — Asklepioskopf Z2//22; IV, S. 56. — Portraitkopf eines bärtigen Griechen (Aristoteles) /26/2? ; 1,2,8.19; IIi,S.50. — Portraitkopf eines nnbärtigen Römers 728/29. SAMMLUNG M0NTEVERDE Nackter Jüngling 133/37 ; I, 2, 8. 19. — M-D. 1401a Oberteil einer weibliehen Sitzfigur /3“6. Weibliche Torsen (Athen) 1286; 1287. Vgl a. 710/11. Athena (Typus Ince Blundell) l$3;942/43; 1129 (hier höher datiert; Athena Velletri Vorstufe); vgl. 226. Athens (Villa Albani) 1105. Asklepios (Paris) 262; vgl 712. — Asklepios (Ullizien) 354. — Asklepios (Athen) 721. „Epibomios" (Corsini) 332 — Verwandte Typen (von römischen Imperatorenstatuen) 776. 869. Apollon Actius des Palatin 334 ; 544. — Ver- wandte .Statuetten (Athen) 708; 709 b. Apollon (Kopenhagen) 1496d. — Verwandt Kopf (Mantua) 18. Weiblicher Kopf (Brescia) 192/93. Dionysoskopf (Mattei) 124. Silen mit Dionysoskind (Athen) 643. Hades (Ludoviai) 267/68. Hades (Capitol) 413/14. Öleingieseer (Florenz) 222—24. Männliche Statuen 559 e (Palermo). — 120 (Mattei). — Knabe 380 (attisch). — Jünglings köpf (Mün- chen, Residenz) IV, S. 19j 13. Demeter (Nlmes) 1412. Demeter aus schwarzem Marmor (Florenz) 357—59. — Verwandter Kopf (Vatiean. Gärten) 774/7 5. Den Venezianer Demeterstatuetten verwandt (Ni- mes) 1413. „Bacchantin“ (Dresden) 172. — Verwandt: Ama- zone 172. Artemis (München, Residenz) V, S. 20, 2. „Mnemosvne“ (Neapel) 496. Dem Torso von Klaudos verwandt 1366 (Genua). V, S. 86, c (Nimes). Gewandstatue (Uffizien) 348.— Verwandt „Urania“ (Wörlitz) H S. 26, 23. Tyche (Brouzestatuette) 1054. Typus d. Kopfes der Bog. Niobiden-Trophos 364/65 (Uffizien). — Vom selben Künstler; Weiblicher Kopf (Uffizien) 366. Weibliche Köpfe 420/21 (Capitol). — 941 (München, Residenz). An matronale Typen dieser Zeit angelchnt 1216 (Urkundenrelief, Uule). Archaistisch (Kalliinaclios?): Kopf Athen 120112. Nicht näher fixierte Typen des 5. Jahrhunderts. Zeus (7 Aldobrandini) 1354. Kopf des Apollon (?) V, S. 88, i (Nimes). Athcnatypns 819. Athena (Schott) 1473/74. Asklepios? (Sparta) 1317. Hermes (Udine) 1375—77. Athlet (Schott) 1472. Bärtiger Kopf (Corfu) 609 b. Männliche Statuen 405 (Capitol). 863 (München'. Vgl. 134. Weiblicher Kopf (I.udovisi) 265. Allgemeines: Problem der Gruppenbildung 1242. — Digitized by Google 61 Reliefs — Skopas 62 Motiv des aufs Knie gestürzten 1410. — Typen dea 5. Jahrhunderte auf neuattischen Reliefe V, S. 89, a. — Formen des 5. Jahrhunderts bei späteren Werken: Karyatiden Albani ete. 297; 1176. Satyr (Poggio) 393. Provinz ? 1155. Reliefs. (irabreliefs. Zeit des Parthenonfrieses 658 — 60. 661-64 (von .Salamis); vgl. 1340,41; 565. — lim 440—490; 585/86. — Zweite Hälfte dea 5. Jahrhunderts 1301 (Thcspiac). — Wohl 5. Jahrhundert 587. 1357. — 5.-4. Jahrhundert 665 (Melite). 666—71. Urkundenreliefs 1318, 1 (Zeit des Perikies V). Votivreliefs: 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts; 1330 (ältestes aus d. Asklepieion). 537 (Herakles u. Hebe). 563 (Wagensieger). 607 (Corfu). 1343 (Archaudros). 1350 (aus Mustaphades). 4479a (Asklepios) 528 (um 420). — Ende des 5. Jahr- hunderts: 563. 757 (Syrakus). 1365 (Sparta- [ nisches Herocnrelicf). — 5. Jahrhundert ? 1374 (Pan und Nymphen). — 6. 4. Jahrhundert: 1376. 1377. 1378. 1384. Verschiedene Reliefs. Mit Resten altertümlichen Stils 608 (Corfu). — 2 Hälfte des 5 Jahr- hunderts: 938 (München, Residenz). — Ende 1 desö. Jahrhunderts: 1255(Asklepiosund Athens). — Tarentiuor Tcrracottareliefs 597)98. C. Viertes Jahrhundert. Kephlsodot. Eirene 840—43; 406 - 8 (Datierung); 836.37 (Pro- portionen). — Verwandt Frau mit Kind (Athen) Epbebenkopf (Colonna) 1138. JUnglingskopf Capitol) 4 63 63. Athletenkopf (Athen) 654 '55b. Weibliche Geuandstatue (Boboli) 100 (I. 2, S. 18). Unterwärts bekleidetes Mädchen ^Pitti) 310. Weiblicher Kopf (Wörlitz) II, S. 21. Weiblicher Kopf (Vatican. Gärten) 789. Weiblicher Kopf (München. Residenz) IV, S. 19, 20. Euphranor. Paris ? 1135. — Verwandt Dioskureuküpfchen München, Residenz) IV, S. 13, 25. Adonis von Centocclle 85153 ; 31G; 446 — 48 (Proportionen). — Verwandt: Jünglingsstatue (Riccardi) 316. Dionysos von Tivoli u.verwandtes446 — 48( unsicher, ob Euphranor); 1168 (Verhältnis zu Poiyklet). Bronze von Elcusis (Berlin); Wiederholung? (Ca- taio) 69. Jugendlicher Torso (Neapel) 1197)98. Dem Euphranor fälschlich zngeschrieben : Athens Giustiniani 226; vgl. 497. „Schule des Euphranor'. Jüngling (Capitol) 446 bis 448. — Verwandt Apollontorso (Würzburg) 885. Timotheos. Giebel von Epidxliros (880—370 v. Cbr.) 401/2. — Verwandt „Feronla" (Triest) 579. I.cda 401 3 (gegen die Zurückführiing auf Timo- tbcos ); 788 (Kopf); 206/7 (.Stirnbildung). — Verwandt H.vgicia von Epidauroa 710/11. — Vorstufe zu dieser Gruppe: Aphrodite (Albani) 1106. - Vgl. 1356/57. Athleten 222-25. 707. Torso von Keos 893. — Reliefs 665. 1339. — Vgl. 334 : 398 99 r. Weiblicher Kopf (Ai*— Nimea) 1385186; 1414)15. '■ Hygicia (l'rtizien) 353. Hermes mit Dionysoskind? (Boboli) 103 — 5. Verschiedene Werke aus dem Anfang des 4. Jahr- hunderts. Asklepiostypen 395 (Poggio). — 131/33 (Mattei), i — 718 (Berlin). — Asklepios und Hygicia 1050. — Vgl. ». 1221. Athena I.uku) 1310. Hertneaherme Ludovisi 243/44. Henne»? (Palatin) 53/53 (I. 2, S. 18;. Dionysoskopf, bärtig 1045. Dionysostoreo (U'oraini) 336. Apollonkopf (?) 186)87. Krieger (Albani) 1100/1101. Athlet (Palermo) 751 (U, S. 53). Skopas. Angenbildung 1358,59. Giebel von Tcgea 281/82 ; 238 99. Athlet (Florenz) 398 99. Herakles (I-ansdowne u. verw.) 85/6 (1, 2, S. 18. ur, S. 50); 153)53; 164/65 ; 439/30 ; 1167 (Kopf). Vgl. 298/99. — Verwandt Herakles (Pitti) 338 bis 330. — Hierhergehorig? Herakles (Palazzo Borghese) 48 5. Meleager 48; 377 '78 (IV, S. 57); 518)19. Vgl. 298/99. — Verwandt Jüngling mit Cblamys 131. 639)40 ; 713 Hcrakleskopf (München, Residenz) 955 - 57. Herakleskopf (Udine! 1375)76. Triton (Uffizien) 367. Männliche Kopfe skopasisehen Stils 118)19 (Mattei). — 338/39 (Uorsini) — 654/55 a (Athen). — IV, S. 62 (502 3, Neapel). — 36/37 (Vicenza, von Hochrelief). — 1315)16 (Sparta). Digitized by Googl 63 Praxiteles 64 Grabroliefs 693— 97 (Aristonautcs). 698—TOl(vom Ilissos), An skopasische Typen äusserlich angelchnt 1373,74. I'ortrait (Athen) 1272 (Ende 4. Jahrh.). Apollon Barberini 836,37. Vgl. 1169. Aphrodite Pandemos in Elia 1314. Maenado: vgl. 1419. Niobiden 820121 (Spätwcrk). — Verwandt: Gany- med von Faleronc 206,7 (IV, S. 57). Kopf vom Südabhang der Akropolis 820/21. — Hellenistische Weiterbildung (Smyrna) 1342/43. Demeter von Knidoa 1190. Vgl. 690—94. — Vor- stufe (Nimes) 1412. Athena Rospigliosi 111 (I, 2, S. 19). Athenakopf (München, Residenz) IV', S 19, 22. Weiblicher Kopf (Uffizien) 333. Weiblicher Kopf (Aix) 1387/88. Dem Skopas zugeschriebene Typen : Aphrodite von Papua n. verw. 281/82 (gegen die Beziehung auf Skopas; Zeit): 292. Apoll (Typus Kyrene) 292. Kopf der „Persephone“ (Capitol) 470/7 1\ 281/82. — Verwandt: Kopf der Gefitssträgerin (Capitol) 470/ 71. Artemis von Lesbos 470/71. Leda (Uffizien) 536 ; 292. — Verwandt: Beckon tragende Nymphe (Vatican) 292 ; 536. Weiblicher Kopf (Corfu) 609 a. Praxiteles. Allgemeines: Augenbildung 1125 (Paris). 1140/41 (Asklepios'. 1190 (weiblicher Kopf). Vgl. da- gegen 1199. — Abhiingigkeit von l’olyklet 327 — Verhältnis zu Skopas (Nioblden) 820/21, — Motiv der übergeschlagenen Beine 677/78; 698 bis 70t; 1217. Vgl. a. 1224. Bezeugte Werke: Basisreliefs von Mantinea: Verwandt 1222; 1248, 1 (Apoll). Sauroktonos 768; 629‘30 (Haar). — Verwandter Kopf (Würzburg' 894/95. Ganymedtypus 1125. Knidische Aphrodite 145 ; 216—18; IV, S. 21; V, S. 87, f. — Verwandte Köpfe Ul 18 (Monie- re rUe). 401!2t. (Wörlitz). — Vgl. 1144. Herrn es von Olympia; Copie? 1325 (Corfu); 341. Verwandt: Aphrodite mit Eros (Boboli) 283/84. Athletenkopf (Cataio) 60/01 . Satyrkopf (Ca- pitol) II 1/12 Dionysos (Ludovisi) 269. Dionysos (München) 844/45. — Zeit des Hermes (340— 330 v. Chr.): Jüngling von Eretria 624. Aphrodite Louvre; Koische?) 925. — Verwandt „Thalia“ (Wörlitz) 39.5. Krauenstatue (München, Residenz) 925. Auf Praxiteles zurückgefiibrt : Aphrodite von Arles (Frühzeit) 629/90 (Haar':. — — Verwandt „Amymone“ 596 C; 712; 1496. „Leda“ 183 (536, IV, S. 56). Jüngling (Pal. Borghese) 443. Aphrodite Petworth 281/82 (Kopf Boboli nicht Copie). Kopf der Aphrodite (?) 875/76 (Louvre III, 8. 61). Apollon Lykeios 276 (Kopf); 335 ; 340 (Kopf); V, S. 86, e; 292 (Weiterentwicklung); 1119/20 (Motiv). — Verwandter Kopf a. Grabrclicf 686 - 89. Dresdener Artemis (360 — 350 v. Chr. : 489 a) 133 (I, 2, S. 19; IV, S. 66). Auf Relief 1252. — Verwandt; „Thalia“ (Wörlitz) 395. Maenade (Conservatori) 473. „Nemesis" 489 a. Artemis von Gabii 769. — Verwandt 395. Artemis von Larnaka 608 (350 v. Chr.). — Ver- wandt 559 e (Palermo). 603 (Corfu). Artemis Colonna (Kopf) 1076/77 ; 1205/6. Athena .554 (Palermo: Kopf; doch vgl. IV, S. 66). Athenakopf ‘München, Residenz) IV, 8. 19. 21. Dionysos, jugendlich mit Stierhörnern 1 1 23/24 (Adonis Centocelle nicht liierliergehörig:. Sog. Sardanapallos 554; 714. — Verwandt „Da- duchoe“ (Eleuais) 637 38. Eros vom Palatin 74 Eros von Centocelle 141. Zum Motiv vgl. 739 „Eubuleus“ 77; 424; 641/42 (Satyr von Lamia verwandt). Vgl. a. 1140/41. Hera Ludovisi. Verwandter Kopf (WürliU) 391192. Porlraitkopf (Albani) 1121/22. Hermes von Andros 89190 (dem Ares Ludovisi verwandt); 341 (dem Hermes von Olympia nahe- stehend) 715; 847/48 ; 877/78; 1520/21. — Ver- wandt: Herostorso (Neapel) 531. 631/32 (ähn- liche Typen). Grabrelief 679/80. Fortbildung 1358/39. Einscbenkender Satyr 501 (Kopf). — Achnliche Figur auf Votivrelief 606 a. „Periboetos" 317 ; V, S. 80 (267). — Verwandter Kopf (Boboli) 106/7. Vgl. 641/42. „Tliespiadeu“: Kalliope 291; U. 8. 27, 29; II, 8. 28, 31. — Klio 290. — Polybymuia 11, 8. 26, 24. — Thaleia II, S. 28, 30. — Hierhergehöriger Kopftvpiia 946/47. — Verwandte Grabstatue 621. Triptolemos ? 1. 2, S. 9 (docti vgl. 327). — Ver- wandt 327 (Kopf). Sog. Adonis von Capua 522/23 (Zeit des Peri- boetos und Eubuleus). Grosse Herculanenserin 1291/92 Anin, Kleine llerculanenseriu IV, 8. 48. — Verwandter Kopf (Trieat) 593 B. Digitized by Google 05 Polykies — I.eochares 66 Sog. ürunnscher Kopf. Verwandt 606 a (Corfn). 496(Kopf; Neapel). — Fortbildung : Kaulbachscher Kopf 1291 92. Weiblieber Kopf mit Melonenfrisur (vgl- 1188 89) IV, S 19, 15 (München, Residenz). Weiterer Kreis und Schale: Aphrodite? (Athen! 1270. Apoll Kitharodos 1100181. Asklepios (Typus des Kopfes von Melos) 915. — Auf Votivreliefs benutzt 1215 ; 1236. — Vor- stufe 295. Asklepios (Typus I atteran 720. Asklepios I*ittl 219 21 (dagegen 285 Anm.). Asklepios Mattei 121 (dem lateranensisehen Sopho- kles verwandt): vgl. I, 2, S. 19. Umbildung der Athena Ince 1129. Dionysos (Pal. Borghese) 186. Dionysos. Bronzestatuette 1055. Dionysostorso (Aix) 1390. Dionysos? (Genna) 1365. Heratypus (München Residenz) IV, S. 19, 2t. Hermes (München. Residenz) IV, 8. 19, 16. Kora (Florenz, Wien u. verw.) 1199 (Wiener Kora; nicht von Praxiteles selbst'. 189 b (Pal. Borghese). 817 (Hygieia). — 716 (Athen). — Kybele (Vatic. I iilrten) 781. — Typus der älteren Balbustochtcr 1182. — Verwandtes Votivrelief 1228. — Haartracht vgl. 1956 57. Satyr Hüte blasend 1068, Satyr mjt gekreuzten Beinen (München, Residenz) 913111. Silen mit Dionysoakind 346. — Vorstufe IV, 8. 18, 6. (iruppe des Mcnelaos 258 — 61 — Verwandt Aus ruhender Ephebc (Capitol) 155 56. Weiter- bildung 656/57. K.phcbenkopf (Mil liehen - Barracco)s.57/.W, 1119 20. Männlicher Kopf (München, Residenz! 918 >19. Jüngling ; Pal. Borghese) 191. Männlicher Torso (Montcvcrde) 110. Desgl. Genua) 1362— 61. llesgl. (München. Residenz) IV, 8, 20, 2. Sog. Berenike (Neapel) vgl. 673—76. Weiblicher Torso (Athen) 706 b. Weiblicher Kopf (Wrtrlltz) 391. Desgleichen II, 8. 26, 23. Weibliche Küpfe mit verschwommener Form- behandlung (der Münchener . Methe ‘ verwandt) (Basel). 232 33 (l’itti). 573 71 (Taormina). 899/900 Crabrelief 1293. Polyklea. Hermaphrodit 872. Zweite attische Schule. — Verschiedene Werke aus der eretea Hälfte det vierten Jahrhunderte. Apollon (Pal. Vecchio — Venedig) 312; 893121; IV, 8. 19/17; 1866,57 (Haartracht). — Weiter- bildung (Conaervatori) 180. Bacchischer Kopf (Conaervatori) 178/79. Serapis (Cataio) 56. Zeuskopf (Colonna) 1156/57. Zeuskopf (Nimes) V, 8. 87, h. Weibliche Gewandstatuc Loggia de’ Lanzi — Coreini) 319. Weiblicher Kopf (Pal. Borghese) 188. Mitte des vierten Jahrhunderts. Aphrodite V (den sog. Sapphotypen verwandt) 911/15. Apollon? (München, Residenz) IV, S. 18, 5. Artemis 1356,57. Asklepios (Ikiboli) 285 ; 553. — Vorstufe 332. — Verwandt SWa (Corfu). Asklepioskopf, nnbärtig (Colonna) 1110/11. Dionysoskopf (Capitol; 161/65. Eros (Corfu) 60. 5 a. Hygieia (Pitti etc.) 227; 916. Jünglingskopf lUflizien) 362/63. JUnglingskopf Kopenhagen) 1183 r. Weiblicher Kopf (Coraini) 325. Kleon von Sikyon. Aphrodite Anadyoinene? 1114. Silanion. Korinna n. verw. 1189/89. Platon 110213. Bryaxis. Serapis 77/78. Zeus von Otricoli vgl. 77/78; 1156'57. Leooharot. Gegensatz zti I.ysipp 1448—50. Ganymed 641/42 (Kopf zugehörig?); 239; 1448 bis 1450. Satyr von Lamia 611/12. — Verwandt 217 (Lu- dovisi). 191 (Pal. Borghese, Kopt). Apollon vom Belvedere 1195 , 1199; 577.78 (Fäl- schung); 401 2 (nur äuaserlich dem Ganyuicd verwandt; doch vgl. 787); 1448—50. Apollonkopf? (Heyl) 1448—50. Alexander von Magnesia 1448—50. — „Proteeilaos“ Kopf) 516/17 (vgl. 1448 - 50). Alexander Rondanini 1448 —60. — Verwandt Aphrodite (den Fuss aufstützend) 1353. Zeus 737. Digitized by Google 67 Lyaipp — Grabplastik 68 Lytipp. Apoxvomenos: Motiv vgl. 722. Vorstufe 656/57 (Athen). Herakles Farnese 346; 1489; I, 2, S. 10. Auf Kelief 1261. — Vorstufe 64 ; 132. — Ähn- licher Kopf (Vatican Gärten) 804. Trunkene Flütenspielerin (Berlin). Vgl. 301 (in der Arbeit verwandt). 1419 (abgeleiteter Typus). Sandalenbinder 733 34. — Sicht hierhergchitrig: Ausrnhender Kphebe 465/56. Ganymed (Corsini) 323. Grosse Herculanenserin: Verwandter Kopf 1291/92. Weiterer Kreis und Schule: Gruppe des Hermes von Atalanti 635136; 1138; vgl. 631/32. Flüteblasender Silen (Neapel) 504. — Ähnlich 1394 (Aix). Herakles (Colonna) 1146. Herakles (Sparta) 1321 (nach Alexander). Hermes i'Bronze, Neapel) 318 (Motiv); 832/33. Jttnglingskopf (Riccardi) 304. Desgleichen (Portrait?) 311. Desgleichen (Schott) 1463.64 Männlicher Torso (Colonna) 1145. Portraita lysippischer Art 879j80. — 975/76. — Alexander ? 431/32. — Diogenes 1407/8. Piston. Ares l.udovisi ? 254/55 (nicht lysippiseh). 534/35; 832/33 (Beziehung zu Lyslpp). Verschieden« Werke aus der zweiten Hälfte des vierten lahrhunderts. Sog. Aphrodite von Epidauros 629/30; 822; 1361. Auf Relief benutzt 819. Vgl. 364/65 (Haar). — Vom gleichen Meister Tyehe (Boboll) 287. Ähnlich 805 (Vatican Gärten). — Vorstufe 1287. Bekränzter Kopf (ConservatoH) 474/75 (3. Viertel des 4. Jahrb.). 336 v. Chr. I.ysikratesdenkmal Verwandte« 1162. Laufender Satyr 1056. Zeuskopf (München. Residenz) IV, S. 19, 18. Jugendlicher Kopf (Corsini) 328/29. Desgleichen (München, Residenz) IV, S. 18, 8. Weibliehe Gewandstatue 1185. Nicht näher fixierte Typen des vierten Jahr- hunderts. Ammonkopf (Ullizicn) 375/76. Aphrodite Medici IV, S. 20, 1. Sog. Apoll mit dem Waaservogcl 1148. Artemis (München, Residenz 919. Artemis (Braccio nuovo): Vorstufe 1333. Artemis (Paris): auf Relief 1303. Asklepioe (Sparta) 1319/20. '■ Dionysos (Richelieu u. verw.) 1142/43. Dionysos (Aldobrandini) 1355. i Dionysos (Coraini) 325. Ucnneskopf (Capitol) 405. Uygieia (der sog. Spinnerin verwandt 799. l’an, sitzend 592 K ; 709 a; 1193. Serapis ? (München, Residenz) 988. Kphebe (Corsini) 327 (Anschluss an Polyklet). Opferdiener? (Triest) 587 C. Kopf des „Juba“ (Athen) 1207 — 9. Athletenkopf (Cataio) 45 46. Deegieicben 59 (später pcloponneeiseh). Torso (Athlet ?) 1322 (Sparta). Jüngling (Bronze, Triest) 594 C. Sog Hera Campana n. verw. 296; V, S. 86, b. — Verwandte Gruppe, entwickelter 333. Sitzfigur (Bardini) U, S. 24. YVciblicheGewandstatue(Uftizien -La*zeroni)//70. Kinderköpfchen (Verona) 1/2. Archaisierende („hieratische") Werke 1299. An Typen des 4. Jahrhunderts sich anschliessend : Vestalin 1147. Maler. Zeuxis: Schlangenwürgender Herakles 1264. Enpompos : Sieger mit Palme 1258. Apelles: Aphrodite 1144. Portraits. Wende vom 5. zum 4 Jahrhundert : Griechin (mit Melonenfrisur) 1188/89. Sokrates 559c ; 964; V, S. 20, 29. Vgl. 643. Sophokles (Lateran) 764. Vgl, 5 ; 678/74 ; 690 — 94 ; 764 — Ähnlich 1404. — Dem „Sophokles“ physiognomisch verwandt 961 (2. Viertel des 4. Jahrh ). Unbekannter (1. Hälfte des 4. Jahrh.) 963. Sog. Alkibiades 965 — 67: vgl. 677/78. Platon 140213 Unbekannter (Zeit des Aischincs) 968. Sog. Lykurg 286. Aristoteles 126/27. — Verwandt 970. Dem sog. Sextus von Cbaeronca verwandt 766. Aus der 2. Hälfte des 4 Jahrh. 969 —73. Lysippiseh 879/80 (Feldherr ?) ; 975/76 (Diadoch ?); 431 32 (Alexander?); 1407/8 (Diogenes). Ende des 4. Jahrb. 157/58. — 971. Grabplaatlk. Statuen: Trauernde Frau 621. — Mädchen mit Vogel 66. — Knabe IV, S. 18, 10. — Sklavinnen Digitized by Google 60 Relief» — Pcrgamensich 70 JMS— 42 (ca. 360 v. Chr.). 953/54. — Skythische Hosenschlitzen 622/23. Sarkophag der Klagefrauen vgl. 681—85 ; 690—94 ; 698-701; 1076/77; 1205,6. Relief»; Dexilcos vgl 1424. — Zeit de» AntiMheue» (um 360) 672. — Zeit de» 1’raxitelea 673- 76 (ans Rhamnu»). 677176 (aua Eleuaia). 1293. — Skopasiaeh 6.93 - 97 (Ariatonautea). 69H — 701 (vom Ilisaoe). — Mitte de» 4. Jalirh. 679160. 661-63 (Prokleide»). 666—69. 690-94. 702ß. — Nicht näher fixiert 564 (l'hiiokratea). 666 A und C (Trieat) 740. 960/61. 952. IV, S. 19, 19. 1461 1. Reliefs. Urkunden: 398/97 v. Chr. 1212. — 856/55 v. Chr. , 1213. — 856/64 v. dir. 360. 1214. - Zeit de« Praxiteles 1215. — 1. Hälfte tlee 4. Jahrh. 1216. — Späteres 4 Jahrh. 1217 . Votive: Apoll, Artemis, Leto (aus Larissa) 1251. 1252. — Asklepios (u. Familie) 561. 1219 (nicht zu frühes 4. Jahrh.). 1221-26 1229 (vor 350 v. Chr.). 1292 (nicht nach 350 v. Chr ). 1306 (X. Hälfte de« 4. Jahrh.). 4227; 1226 (nach 350 v. Chr.). 1230 ; 1233; 1234 (vor- gerückte» 4. Jahrh.). 1231 (um 325). 42.35 1236. 1239, 1236 (Asklepios und eleusiniscbe Gottheiten, nicht nach 360). 42.37 (Asklepios nnd Athens). 593 B (Asklepios und Hygieia?; 1. Hälfte des 4. Jahrh.). — Demeter 1241. Demeter und Kora 47. — Dionysos (und ?) 1246, 1 (Praxiteliache Zeit). — Nymphen, 1‘an etc. 592b (vgl 592a). 424.3, 2. 4244. 1246, 3. 1234, 6-6. 1329 (1. Hälfte des 4. Jahrh.! Zeus Meilichios und Philias 1245, .3. 1245, 4. 4246, 4. 1246, 2. 1247, 2 (nicht später als 4. Jahrh.). — Chthonische Götter 425.3 ( wohl 4. Jalirh). — Naturgötter 4244 — Unbestimmt 1216, 2 (erste Jahrzehnte des 4. Jalirh.). 606a Mittede»4. Jahrh.). — Votiv? 669j90 (zweiseitig: Würzbarg). Totenmahle 395 A. 1300. 1360. 1434 (Heros Eu- kolos). 1243, 2 (Heros). Unbekannter Bestimmung: Köpfe von einem Relief (nicht vor Mitte des 4. Jahrh.) 696—96. D. Hellenistische Kunst. Eutychldes. Tyche von Antiochia 44661; 391/92 (Kopf). Haar- bchandlung 264 (III, S. 50). — Verwandter Kopf (Aix) 1395. Verschiedene Werke vom Ende des 4. Jahrhunderts. Nike von Samothrake verwandt: Aphrodite (Hcyl) 1451. Pasquinngruppe: verwandt Bronzeetatuette(Panna) 72b Odysseus und Aiaa (Kopenhagen) 1467 b. — Verwandte Relief» 4462 (Colonna — Grotla- ferrata). 1500 (Schiffakampf; vgl. 1162). Aphrodite (Corf it) 604 b. Aphroditekopf (Hoboli) 263/64. Apollonkopf (Riccardi) 310. Artemis (Pal. Colonna) 1151. Dionysos? (Athen) 72.3. Herakles 'Statuetten Dresden — München u. verw.) 593 A. — Ähnlich 1064b. Hermes (Uffizien) 355. Satyr, tanzend (Colonna) 1149. Satyrkupf (München, Residenz) IV, 8. 19, 26 Jüngling (Bardini) 11, 8. 24 (dem Hypnos ver- wandt). JUnglingskopf (Athen) 1210/11. „Fortuna und Abnndantia“ (Wörlitz) 400 c. Weibliche Gewandstatuc (Verona) 6. Desgleichen (München, Residenz) 924. Desgleichen (Odescalchl) 924. Weibliche Kolossalstatiic (Pal. Borghese) 467. Schllfcrin (Smyrna) 1344. Copien dieser Zeit? Ludovisisehe Hennen 243/44. Drittes lahrhsndert. Kapitolinische Aphrodite 386/7 (Beginn des 3. Jahr- hunderts); 767.— Verwandt: Kopf des Apollon (? Wörlitz) 3 66/67. Weiblichor Kopf (München, Residenz) IV, S. 19, 14. Artemis (ebenda) IV, S. 18, 7. Apollon (? vgl. II, S. 57) 256 ; 276 (Lndovisi). Demeter (Pogglo) 294 (Beginn des 3. Jahrh.). Dioskurenkopf ? (Genua) 1356/59. Hcnnaphrodit (Neapel — Capitol/ 409/10. Hermaphrodit (Hirth) 4453/54. Silen und Pan (Corsini) 330 (Anfang de« 3. Jahrb.). Stadtgöttin (Kopf) 4496. Weibliche Statuette (Thcra) 735. — Verwandt 917 (München, Residenz). Weiblicher Kopf (Sparta) 1318. Pergamenisch. Allgemeines: Umbildung älterer Werke 593 A. — Formen pcrgainenischer Zeit in Copien älterer Werke 866. — Haarbehandlting 386/87 ; 1153 54; 1158 - 60. — Plinthc 386. Ältere attaltoche Gruppen: Grieche 1046/49. Jüngere attalische Gruppen: Gallier 237 38. — Perser 1396—98. — Amazone : verwandt Frauen- kopf (Uffizien) 344/43. — Gigant 555/56. Perser aua phrygiachem Stein 502/3. Marsyaa 4444. Digitized by Google 71 Doidalsas von Rithynien — Hellenistisch, nicht näher fixiert 72 Wörlitzer Gruppe 385. Nubier (Negrnni) 1482/83 1. „Schöner Kopf": verwandt: Mädchen (Neapel) 499. — Vorstufe: Kopf aus Tralles 1342/43 (dem Dionysos Leyden verwandt). Isis (Cataio) 57. Weibliche Gewandstatue (Cataio) ö'i'b. Desgleichen (Mönchen, Residenz) 923. Weiblicher Kopf (Mönchen, Residenz) 958159. „Attie“ (Colonna) 11S8—60. Doidalsas von Bithynien. Kauernde Aphrodite 386/87 (Verhältnis zur capi- tolinischcn Aphrodite und zur pcrgamenischen Kunst). — Verwandt: Aphroditekopf (Pisa) 2fUj5. Desgleichen (?) 181182. Hermogenes. Fries von Teos (um 200) 1345 — 48. Kleinasiatisch. Artemiskopf (einem Köpfchen aus Tralles ver- wandt) 8(14 55 (Mönchen). Weibliche Gewsndstatue 1492. Rhodlsch. Philiskos: Musen 288- 437 NB. — 289. — II. S. 26, 22. — 495 (UI, S. 61). — 1150. - Apollon II, 8. 28, 32. — Verwandt Hygieia (Chiaramonti etc.) 1175a.. vgl. IV, S. 26, 22. „Melpomene“ (Wür Utz) 394. 8og. I’udicitia 796; IV, 8.48. Auf Reliefs 1085; 1350. — Verwandt 736 (Melos). 797 (Vatican. Gärten). l-aokoon 565/66. — Verwandt: Gigant (Karls- ruhe) 1440. Kentauren (Aristeas und l’apias) 666/56. — Ver- wandter Kopf (Aix) 1391. Skyllagruppe 555/56 (III, S. 5t); auf Sarkophag 1309; vgl. 1080/81. Hierhergehörig ? Satyr (Torao, Neapel) 539/40. Alexandrinisch. Aphrodite als Sandalenbinderin 1060/61. Isis 179:80. Serapis (Mönchen, Residenz) 905. Nubier (Cataio) 49. Nymphe mit Panther (Uffizien) 352. Neger (Gefässgriff) 1475 c. Buckeliger Alter 147 5 a, b. Weiblicher Kopf mit ägyptischer Lockenfrisur (Paros) 1434 35. Mädchenstatuette (Ince Blundcll): verwandter Kopf Hirth) 1458/59. Weibliche Köpfchen (Prinz Rupprecht 901— 3.904. Verschiedene Werke der späthellenistiechen Zeit Aphrodite von Melos: Verwandt Poseidon (von Melos) 272; 737. — Asklepios Ludovisi) 272. Damophon 1358/69. Borghesischer Fechter: Verwandt 109081 (Han- nover). Torso vom Belvedere: Ähnlicher Torso (Parma 79. Bärtiger Satyr, tanzend 1371 ; 1438/39. „Danaostöcliter' (Conservatorenpalast). Verwandt; Aichaistischer Kopf (Mannheim! 1432/33. Weibliche Gewandstatue (Ludovisi, 265 (III, 8. 5t). — Verwandt 918 (München, Residenz). Hellenistisch, nicht näher Üxiert. Pan nud Daphnia 558; 1482t. Silen and Hermaphrodit 581:82. j Aphrodite, sich waffnend (in Korinth) 1307/8 (Patraa) Aphrodite von Aphrodisias 927. Ariadne (Vatican) 1344. Atliena (Hannover) 1073. Atbena (Typus der Schale von Ilildesheim) 1370. Athens (Newby Hall) 144.5 b. Ero« (Schott) 1460. Ero«, schlafend IV, 8. 26, a. Eroten, ringend (Wilrzbnrg) 891. Gigant (Wörlitz) 4O0b. Helios (Schott) 1465 66 Helios (ans dem Alezanderportrait abgeleitete Typen) 811 ; 1162. Heraklesköpfchen (Augsburg) 1064 a Herakles, trunken Panna) 71. — 906 (?). — Mingens 393. Herakles. Bchlangenwllrgcnd 1422. Hermaphrodit, Linzend (Trient) 1381. — Ver- wandt „Kallipygos" 1381; vgl, 768. Tanzender Satyr IV, S. 19, 12; 1381. Hirten 1152. — 1171. Hygieia (Büste, Ludovisi) 273. Satyr (Torso Albani) 1107. — Verwandt Faust- kämpfer (Mantua) 20. Satyr (Klein'sSchwänzchcncntdecker) IV, S. 19, 12; 1381. Satyr auf Bock reitend 1420a; 1455. Silen Borghese: Vorstufen 504. Silen (Schott) 1461. Panzerstatue (München, Residenz) 984/85. Giebelstatue (Syrakus) 756. Männlicher Torso (Sparta) 1323. Digitized by Google 73 Portrait* — Römische Gottheiten n. ä 74 Knöchelspielerin 1073. Nike-Tyche (Boboli — Uflizicn) 286, 350, 788. — Verwandt 551 (Palenuo). Sog. Elcktratypu* 1153151. Der Pariser „Mclpomene“ verwandt 931 (München, Residenz). Statue der Mcgiate (Athen) 721. Weibliche Gewandstatue (München, Residenz) 922. Desgleichen (Codex Kscurialensis) 1193. Weibliche Statuette 1037. Desgleichen 1013. Mädchenkopf (Schott) 1107169. Knaben im Mantel (Aix) 1392, 1393. „Hermes als Kind" 1111; IV, S. 19, 11. Kind, sitzend (Nimes) 1420 b. Portrait*. Alexander d. Grosse: Richtung d. I.eocharcs , Ron- danini, Magnesia) 1448—60. — Unsicher 73 a (Parma). 131132 (von Privernum). — Alexander ähnlich 811115. — Verwandte Heliostypen 811. 1172. Diadochen 975/76 (kurz nach Alexander). — 977178 (ähnlich Philipp V. und Perseus). — Der Bronzestatue im Thermenmuseum verwandt III, S. 30. — Diadoch V (Neapel) 525 26. — Herrscher als Sonnengott 776 (Vatican. Gärten). „Menander“ 610111; 1H6; II, S. 13 (falsch). Demosthenes V, S. 117. Epikur 974 ; IV, S. 20, 30. Metrodor 559 b. Zenun 1105:6. Diogenes 1107/8 lysippische Schule). Lyrischer Dichter? 1191. Unbekannte, bärtigilSl (Ny-Carlaberg). — 1181/85 (Kopenhagen). Unbekannte, unbärtig 32/33. 11 (Cataio), Grabplastik. Statue (Vat. Gärten! 798. Reliefs 587 D. - 388B. - 989. — IV, S. 20, 27. — 1085. — 1337. — 1350. Reliefs. Votive 737 (Melos). — Dioakuren: 1215, 1. — 1251, 2 (3. Jahrh.). — Men : 1217, 1 (3. Jabrh.). Mythologisch (Grottaferrata u. verw.) 1162. — 1126 (Thesaus und Aithra). Sog. Hellenistische Reliefbilder: Vorstufen 1162. — 3 (Komödie). — 10 11 (III, S. 50; bacchiseh). — 11 (musicierende Satyrn). — 19 (Dionysos und Satyrn, römisch . — 892. — 1480H. — Verwandt: Ladenreliefs 372. 379. E. Altitalische und etruskische Kunst. Altitalisches Bronzeblech 599. Etruskisch, archaisch: Bronzestatuetten : Krieger 1115 r. — Silen, knie- end 1186a. — Silen, stehend 1186\i. Bronzerelief 1187 a. Etruskisch, späteres: Bronzestatuetten: Jüngling 1170171. — Satyr 1056 (nach Vorbild des 4. Jahrh.). Etruskische Candelaber vgl. 80/81. F. Römische Kunst. Künstler und Copistes. Sog. Pasiteliker 151. 883/84. Vgl. 1129; 1162. — Menelaos 258—61. Agasia8 von Ephesos 783/34. Antiphanee von Paros 213—15; 635/36. Kleoincnes von Athen: „Germanirua“ 1127. Antiochos von Athen: Athena Parthenon 271175. Glykon von Athen 733/34. Künstler von Aphrodiaiaa: Statuengruppe (Ny- Carlsberg) 166—70. — Atticianus: Gewand- statue 356. Archaistisches. Statue (Nimes) 1109. Weiblicher Kopf (Schott) 1162. Relief 818. Verschiedene Werke. 1. Jahrhundert n. Chr.: (Jahr des Epikratee) Statue der Megtste 721. Zeit des Hadrian : Attis (Ludovisi) 263. — Hygieia (Ludoviai) 273. Antoniniach: Coplen 480. 1050. 92/93 (vgl. 240, 41). Zweites Jahrhundert n. Chr.: Copiatenatelier 1138 bis 1110. Ende des 2. Jabrh. und später: 17. IV, S. 18, 7. IV, S. 19. 16. IV, S. 20, 28. 1170. 3.-4. Jahrh. Zeuskopf ( München, Residenz) 932)33. 4. Jabrh. n. Chr. Vestalin 1117. Zeitlich nicht genauer fixiert: Barbar 1123 b. — Doppeiherme (römische Schöpfung nach älterem) 1375 bis 1377. — Pferdekopf von Pfersee 1062/63. Römische Gottheiten u. ä. Juppiter des Apoilonius 1197. Ceres (Vatican. Gärten) 792/93. Faunua? (Capitol) 113116. Feronia? (Triest) 57®. Mare (Cataio) 63. Provinz (Neapel) 771. — ?(CoIonna) 1155. Roma ? (Nimes) 1125/26. Victoria in der Curia Julia 1H5 1. Digitized by Googl 75 Römisch-provinciai — Reliefs 76 Victoria (Parma) 82. Wsssergottheiten (Capitol) 417 — 19. Cultgruppe? (Wörlitz) 400c. Rimlsch-provinoial. Attis oder Mithras ^München, Residenz) 960. Südfrankreich 1046/47. — V, S. 80 (213) (Aix). - V. S. 89 ff. i,Nimea). Augsburg und Umgebung 1065—67. Portrait». Republik. Dem Cicero verwandter Typus (Mattei — Boboli) 128/29. Sog. Scipio 1082; IV, S. 48. Unbekannte, Ende der Republik 990/91. — 992. — 993. — 994. — 1192. — Vgl. II, S. 24. Griechisch-ägyptische Portrait» 594 A (dem „Cae- Bar“ Itarracco verwandt). — V', S. 80 (17). Übergang zur Kaiserzcit 984 — 86. — 996. — 997. Anfang der Kaiserreit 995. — 998; 999. Caesar 130/31. 202, 3.234/35. 1000:1001. — V 1195 a. Zeit des Marc Anton: Römerin W07. Ende des 1. Jahrh. v. Chr. (Mann). V, S 117. Augustus 868. 1002. IV, S. 20, 33. Vgl. 737. Uvia? 1368/69. Augusteische Frau IV, S 20. 34. Tiberiu» 1351/52. — ? 1427. Drusus d. J. ? 1003. Vgl. 1427. Julisch-claudisch : Prinzentypus 776. 869. — Un- bekannte 1004. — IV, S. 20, 35 (mit I.orbeer- kranz). — 1005 (Mitte des 1. Jahrh.). — Knabe 1008 : nerouiich). Julisch-claudinche Frauen : Fürstin ? 1006. — Kaiserin als Stadtgöttin? 1428;29. — Mit Bei- mischung idealer Züge (nach Art der Juno Ludovisi) 1121/22. Griechen (dem Modius Asiaticus nahestehend, 1. Jahrh. n. Chr.) 979—83. Flavische Epoche: Manu 1009. — Frauen 159/60. 1010. Nerva? IV, S. 20, 32. Traian 1013. 1138. Zelt des Traian: Mann 794/95. — Frauen 161/62. 1012. — Knaben 1011. 1026. Hadrian 1014 (modern). Antinous 1174. Vgl. 446—48. — Dem Antinous ähnlich 1273; 713 (vgl. 1278). Unbekannter, hadrianisch ? 1488 a. Sog. Clytia 273. Antoninus Pins 266. IV, S. 21. Männer antoninischer Zeit 1015. — 1032 1. — V, S. 80 (235). — Sog. Musa 718. — Grieche (Art der Kosmeten) 1019. Faustina d. Ae. 1024. Marc Aurel IV, S. 21. Unbekannter, Zeit Marc Aurels 1017. Männer der Zeit von Lucius Verus — Commodus 713. - 1016. — 1020/21. Frau (Faustina d. J. — Lucilla) 1022. Ende des 2. Jahrh. n. Chr. Männer: 5. — (als Hermes) 25. — 742 (aus Gortyn). — 1018 (fälschlich Aclius Caesar genannt). — Barbar 1030. Ende dee 2. Jahrh. n. Chr. : Frauen 1023. — 1170 (Statue). — 1409 (d. Kopf). — 1413 (d. Kopf). Zeit des Septimius Severus, Mann 1034 1. 2.-3. Jahrh. n. Chr. Mann 1031. — Frau 1151 (Kopf). — Knabe 1083. Anfang des 3. Jahrh. Mann 1032t. Zeit Caracallas: Mann 1029. Julia Domna oderMamaea 487. — Julia Mamaea? 1430. Maiiminus Thrax? 1028. Zeit der Gordiane: Männer 1027. 1033 r. 1084. 1. Hälfte des 8. Jahrh. Mann 1035 r. Mitte des 3. Jahrh. Frau 1025. 2. Hälfte des 3. Jahrh. Mann 1034 r. 3. Jahrh. Frau 1033 1. 4. Jahrh. Mann 1035 1. Zeitlich nicht genauer fixiert: Knabe 1173. — Panzerstatue 987. — Kaiser (mit Aegis) 816. — Portraithermen (Nitnes) V, 8. 91. — Frauen 296. 805 — (Kopf). V, S. 86, b (Römerin als Ceres). Grabplastlk. Statuen Gruppe des Cornutus 801. — Neunzig- jähriger Mann 709 c. — Frauen 785—87. IV, S. 48. — Mädchen 798. Reliefs : 1067 (Totenmahltypus). — 741 (Gladiator). — 1424 (Reiter und Gefallener). — 1431. — V, 8. 90d (2.-3. Jahrh. n. Chr ). Sarkophage 400 b. — 530. — 543. — 764. — 805. IV, 8. 48. - IV, 8. 49. — 1264. — 1500. — ?891. 1066.— Stilistisch späteren Sarkophagen verwandt (Rokokostil) 1370. Reliefs. Votiv: Athena 1275. — Dea Syria 156. — Dio- nysos 378. Urkunden : Ephebcn (Athen) 1258. 1259 (106/6 n. Chr.). 1261 (192/93 n. Chr.). 1260 (ca. 219/20 n. Chr.). Statuenbasen 819 (Asklepioestatue?). — 1327 (Koraraub). Neuattisch: Vorbilder 1243, 2. Beziehung zu Digitized by Google 77 Mosaik — Zeitlich in den Texten nicht fixiert 78 alexandrinischcm 352; 1274. — Kacrhtsch 378 Votiv an Dionysos). IV', S. 21 (Maenadc). 13!*!* — 1101 (Candelaberbasia). V, S 89. a (dem Zeua Tayllerand verwandt). — Sog. Ikarios- relicf 763. — Hermaphrodit 1381. — Tänzerin 567. — Mit Togatns 587 b. Verschiedene«: 36; 37 (Köpfe von Hochrelief). — 80181 (Landschaft). — 603 (bacchiscli) — 1038 (Hero und Leander; 8-/4. Jahrh. n. Chr.). — 1161/65 (Windgötter). — 131!) .Herakles beim Mahle). — 1311 (Aphrodite Pandemos). — 1319 (religiöse Ceremonie). — V, S. 90, b (Gany- med?). — 1181 r. (Affe). — 1181 unten (Tör- pforte?). — Bein eines Thrones 568. Decoratives: Altäre V, S. 90. e. 1191, 1 — Can- delaberbasis 1191, 3. — Marmorbecken 1191, 3. — Unbestimmter Verwendung 1179, b. Elfeniteinrelief (4. Jahrh. n. Chr.) 600. Mosaik. V, S. 91 (Admet und Alkeslis). Architektonisch verwendet. Giebelstatue 771 75. Capitell (von einem Kundtempel am Tiber) 783 b ßasilica Xeptuni: Relief (Provinz) 529. Amphitheater von Capua Reliefs 539. — Tier- köpfe 512. Colosseum: Stuckdecnration 1191. Nimes: V, S. 90 c. (Basilica der l'lotina, 2. Jahrh. n. Chr.). - V. S 91, f. Zeitlich in den Texten nicht fixiert. 7 Nackter Jüngling. Bronzestatuette. 22.23 Bacchisches Köpfchen. 28 Mädchen. 29 Weiblicher Kopf. 34 Griechisches Relief. 35 Artemis und Endymion. 38 Weiblicher Kopf. 44 Dionysoskopf. 58 Apollo als Kind. 65 Apollon. 67 Hermes (Scbamhaar altertümlich). 69/70 Zeuskopf v. Palatin. 72a Krieger v. Feldzeichen? 73b Dionysos. 75 Satyrtorso. 112 Artemis. 123 Dionysoskopf. 125 Gewandstatue 144 {Replik: IV, S. 18,8) Männl. Torso m. Mantel. 154 55 Herakleskopf 171 Hades. 185 Hermaphroditenherme. 188/89 bärtige Dionysosherme. 242 Pucr celetizon. 347 Aphrodite. 351 Eros. 360 Apollon. 361 Apollon. 378 Reliefs. 374 Fettschwanzschaf 395 (Kopf; der rapitoliniachen Flora verwandt) 4001.; 1478 r. Satyrköpfe. 466 66 Ariadnekopf 468/69 Dionysoskopf 490 Hvgieia. 492 „Auguatua". 533 Kybele. i 537/38 Hochreliefs (Zeus Ammon etc.) 541 Negersklave 559d Narkissos? 566 Relief. 694 B Nike ohne Flügel. 704 Thcseus und Minotauros. 722 Apoxyomenes. 738 Grabstein eines Hahns 743:44 Heraklesköpfchen Long. 755 Demeter. 758 (vgl. V, 8. 86, a) „Kallipygos,‘-Rellcf. 770 „Aphrodite F.pitragia“? 781 Hera (Typus Stockholm). 791 .Mädchenkopf. 827 Löwe. 838/39 Münchener Artemis v Gabii. 906 Herakleeköpfchen. 920 Männliche Statue. 962 „Apollonios von Tyana“. 1041/42 „archaisierend“. 1044 Ammonskopf. 1057 Paris, Bronze. 1069 Dionysos. 1071 Sitzende Frau. 1072 Sitzender Pan. 1074 Perseus u. Andromeda. 1163 Relief mit Selene. 11F6 Eros u. Anteros. 1183 84 .Amazone"? 1200 Paniskin. 1240 Votivrelief. 1243, 1 Desgl. 1248, 2 Desgl. (.später“). 1254, 11 u. 12 Fries. 1255 Relief m. Dreifuss. 1262 Relief in. Dionysos. Digitized by Google 79 Zeitlich in den Texten nicht fixiert 80 1263 Relief m. Komüdieuscene. 1279/80 Basis. 1282 — 84 Relieffragmente. 1302 Relief dee Agathadaiinon. 1303 Votivrelief (Artemis) 1813 Grabrelief. 1324 Männlicher Torso. 1326 Grabrelief. 1328 Votivdiskos. 1332 Weiblicher Torso. 1336 Relief. 1867 Silen. 1418 Eros o. Hund. 1421 Pan u. Dionysoskind. 1423a Athenatorso. 1433 Schlafende Nymphe. 1452 Zeus. 14761. sitzender Zeus? 1477 L Jo? 1479 d Eros. 1479 e Epheeiache Artemis. 1479 f u. g Asklepios. 1486 c Cistenfuaa? 1488b Serapiaküpfchen. 1490 (1499) Capitoliniacher Nil. II, 8. 24 Daphne. III, S. 30 Pantheistische Gottheit IV, S. 18, 4 Jüngling. — — 9 Jüngling. — S. 19, 23 Hermeskopf. — S. 20, 31 Barbar. — — 8 Artemis. — — 4 Asklepios. — — & Fortuna. — — 6 Herakles. — — 8 Nackter mit Chlamys. — — 9 Artemis. — — 11 „Apoll". — — 12 Herakles. — 8. 21 Nymphe, Torso. — S. 26, b Bronzearm. V, 8. 86, a Aphruditetorso. — S. 86, g Serapiskopf. — 8. 91 h, 1 Bauern. — S. 117 (71) Relieffragment Digitized by Google 4 81 82 V. Sachregister. Abbozziert 147/48. 733/34. Acharnae (F. 0.)? 1217. Acheloos a. Reliefs 1243.2. 1264,6. 1264,7 1329. Adana, Kilikien (F. 0.) 1060. Adgesius Macrinus V, S. 90, d. Adler, b. Apotheose? 709c. decorativ V, S. 90, c. Admetos u Alkeetis (Mosaik) V, S. 90, d. Adonis? (sog. Narkissos) 1139. Aegis Rildnng 257 (II 8. 55). 1310. b. Imperatorenstatnen 816. Zutat ? 226. Aegypten (F. 0.) 901—906. Aegyptische Kunst: Löwen 601/2. vgl. 928/29. Frisur 1334/86. 1458 59. Griechisch-ägyptisch V, S. 80 (17). Aehren, b. Helios 811. Aeneas ? 236. 600. Affe 1481 r. Afrikaner 1482/831. Vgl. 1272. Agasias von Ephesos 733 34. Agathodaimon 1302. Ageladas 252 68 (243/44). 1090:92. Agorakritos 9 (I, 2, 8 17). 819. 836.37. 1169.1372. Aigcira, Achaia (F. 0.) 1243,1. Aigina (F. 0.) 1267. Währung in Akragaa 769 — 61. Aigion (F.0.) 631/32. Aischines-Portrait (Zeit etc.) 624. Aiscbylos, Votiv 1240. Aithra 1126. Alz (F.0.) 1102/3. V.8.80 (235. 218. 97.). Akragas (Flußgott) ? 769—61. Alabaster 1105. 14801. Alais (zwischen A. u. Anduze, F. 0.) V, 8. 87, f. Alexander ? Barracco 328,29, Erbach 1448—50 Amu. Magnesia 1448—50. ? Parma (Bronzestatuette) 73a. ? ? von Privernum 481/32. Rondanini 1448—60. Alkamenes 248/49. 257. 279. 331. 401/2. 457/58. 494. 514/15. 647—49. 878/74. 889/90. 934. 1129. 1256. Alkestia (Mosaik) V, 8. 91. Alkibiades, sog. 966—67. Altar 818. V, 8.90e. 1494 a. (Arula) 597/98 (IV, 8. 66). Amazone 172. ? 1086-89 (Kopf Ueyl). 1188/84. Mattei 324 ; 8 (falsch). Sosikles 149/50 (I, 2, S. 20); 888-90; 1117. bis 18; 1130. „Strongylion* 772/73. Amestratoa (Mistretta, F. 0.) 646. Amethyst 297. Ammon 398/99 A (Typen des 6. Jahrh.). 538. 1044. Amphiaraos 1266/67. 1268. a. Votivrelief 1215. (1240). Amphitryon a. Relief 1264. Amphoren 920. Palaestra 1269. b. Pan 1072. sepulcral 1311. Amymone, sog. 696c; 712; 1496. Anakrcon 312/13. Andromeda 1074. Andros (F. 0.) 527. Anteros 1166. Antinous 1174. (Neapel) 446—48. Anllocbos, Künstler 274/75. Antiphanes v. Paros, Künstler 213—15; 636/36. Antisthencs, Portrait 672. Antoninus Pins 266. IV, 8. 21. Antonius Musa, sog. 718. Apellcs, Aphrodite 1144. Aplirodisias, Aphrodite 927. Kunstschule 166—70. 356. Digitized by Google 83 Sachregister 84 Aphrodite 204,06. 347. 604 b. 875/76. 1106. 1270. 1461. V, 8.86(a). ? 181/82. 1121/22. IV, S. 19, 14. Anadyomene 1144. d. Apelles 1144. v. Aphrodisias 927. v. Capua 1307/08. Capitolinischc 767; 141617. sog. von Epidauros 629,30; 822; 1361. Vgl. 819. Epitragia 770. vom Esquilin 481/2. Genetrix 604c; 1131. Kallipygos 768. Knldische 146; 216-18; IV, S. 21 ; V, S. 87, f. Medici IV, S. 20,1. Fandemoa 1314. Sandalenbindend 1060/61. v. Syrakus 758 (1144); V, S. 86, d. Urania (Neapel— Faris) 512/18. Valentini— Odescalchi 1169. sieh waffnend 1307/08. mit aufgostiitztem Fuß 1353. mit der Göttermnttcr idcntißciert 724. bei Koraraub 1327. bei Schmückung der Braut 597/98. Apollon 9 (Kopf). 65. 360. 361. 459-61. 812/13. 885. IV, S. 18, 6. 1079 (Kopf). 1098. 1486 d (Statuette). ? 18. 186/87. 206/7 (sog. jugendlicher Zeus). IV, 8. 18, 5. 1097 (Kopf). 1323. V. S. 88, 1. I 1448- 50. Actius 334 ; 544. sog. (archaisch) 1380/81. ßarberinl 836/37. Belvedere 1495; 1499. Kassel 459 (IV, S. 60 f); 507/8; 605 c; 705. a. Kind ? 68. Kitbarodos 708. 1180/81. Krateanos UI, S. 31. Lykcios 276 (Kopf); 836 ; 340 (Kopf); V, S. 86 e. Mantua 208/9. „a. d. Omphalos* 452-54 ; 625/26 ; 802/3; 849/60. Pamopioa 516/17. 7 Parthenonfries 727. d. Philiskos U, S. 28, 32. Pitti 208/^. Sauroktonos 768. Sitzend 266 ; 276 (doch vgl. II, S. 55). v. Sparta 617—20. Stroganoff 677/78. Venedig-Pal. Vecchio 842 ; 823/24 ; IV, S. 19, 17; vgl. 480. „tn. d. Wasservogel“ 1148. a. Basisrelief 544. Votivreliefs 1251; 1252. A. u. Musen, Relief 373 a. ? Relief V, S. 117. Apollonia (Stadtgüttin) ? 560. Apollonios, Künstler 1497. Apollonios v. Tyana, sog. 962. Apotheose 7 709 c. Apoxyomenos 580. 722. Aquileia (F. 0.) 579. 593. Archaistisch 425 —28. 554 (IV, S. 66). 818. 1299. 1816/16 1409. 1432/38. 1462. Vgl. 396. 587 B. Archandros, Votivrelief 1242. Ares vgl. 331 Borghese 1125. Ludovial 89/90 ; 254/66 ; 634 35 ; 882/38. Ariadne ? 466/67. Ariatarche 1246,2. Aristogeiton 99 Aristonautes 695—97, Aristoteles 126/27. Arles (F.0.)7 1419. Artemis 112. 864/65. 899/900. 919. IV, 8. 18, 7. IV, S. 20, 3. IV, S. 20, 9. 1161. 1332. 1333. 1356 57. 7 IV, S. 19, 14. IV, 8 20, 7. 1179. Colonna (Kopf) 1076/77; 1206,6. Dresden 133. 1252. Ephesische 1479 e. Oabii (München) 838,39. Gabii (Paris) 769. Larnaka 603. v. Lesbos vgl. 47Q/71. Votivrelief 628. 1261. 1262. 1803. Basisrelief 544. (Koraraub) 1327. A. u. Endymion 35. Gefährtin der Artemis (Knüchelspielerin) 1073 Artemisios 1085. Artikleidea 1215. Arzt, Votiv von Ärzten 1236. Asklepios 24. 121/22. 124. '295. 604 a. 718. 719. 720. UI, S. 29/30. XV, S. 20, 4. 1317. 1319/20. 1479 f. 1479 g. 7 721. d. Alkamenes? 889/90. Boboli 285; 553. Caracallathermen 1268. Dresden (.Zeus“) 853,54. Melos-Athen 915. Digitized by Google 85 Sachregister 86 Paris 262. Petersburg 306; vgl. 1156/57. Riccardi-Beriin 306. Uffizicn-Orlandi 92/98 ; 240/41. Unbärtig 1140/41. A. n. Hygieia 1060. Votivrelief 1219-32. 1284/36. 1238. 1246, 5. 1306. 1479 a. — 7 595B. 1233. 1239. — A. und Athen* 1237. 1256. — A. u. elcuainiaehe Gott- heiten 889/90. 1236. — Vgl. 679/80. Basis einer A. -Statue V 819. Sohne des A. 1234. 1236. Aspasia, sog. 936/37. Aspergillum 1431. Atalanti (F. 0.) 636/36. Athen (F.O.) 569. 564. 686/86. 587 A. 588. 596 A. 621-23. 639/40. 704. 709a. 719. 720. 827. 889/90.891. 1041/42. 1044. 1210/11. 1264. 7 561. 1193. Akropolis 1086. — Unterhalb der I'ropylaeen 1274. - Sildfuß 1212. 1233—37. 1242. Asklcpieion 1219 - 32. 1239. Attalosstoa 1207-9. Diogeneion (II. Dimitrios Katiphnris) 1259 bis 1261. Dionysostheater 714. 1262. Dipylon 644—46. — 71264,11/12. b. Ilias os 560. 698—701. Köaigl. Garten 705. Olympielon 627/28. Vgl. 706. Pansgrotte 1248,3. b. Tbeseiun 1216. Zappeion 717. 718. Umgebung 1248,2. 1436/87. Athena 16. 68. 257 449- 61 554 834 36. IV, S. 19, 20/21. 1075. 1106. 1372. 1423a. 1445 b. 1473 74. 1479c. Vgl. 243/44. Albani 1113/14 Brescia 194— 96. Farnese— Hope 514 15; 1105 (Kopf). Giustiniani 226. Vgl 497. Hermen (Neapel — Capitol) 433/34 ; 939/40. Inee ßluudell (Stockholm) 168; 942, 43; 1129; Vgl. 226. l-etnnia vgl. 1256. I.eptis vgl. 613 - 16. Medici 706 a; 1276. Parthenoa 274/76 ; 301/02 ; 575/76; 1304/05. Reliefe 560; 1213; 1214; 1237; 1277. Kospiglioai 111 (I, 2, S. 19). Sitzend 1310. Velletri vgl. 1129. Urkundenreliefs 560. 1212. 1213. 1214. 1216. Votivreliefs 1237 (mit Asklepios). 1276 bis 1278. Verschiedene Reliefs 818(19. 1256. 1327. 1370. Athlet, ikonische Statue 1482/83 1. Athletenohren b. Hermes ? 1, 2, S. 18 (52 <53). Atlant (Satyr aisA.?) 293. Atlas 7 1486c. Atticianus v. Apbrodisias 356 Atlis 263. III, S. 80. 7606 a. 960. Auge und Herakles 385 (IV, S. 68). Augen, eingesetzt in Bronze 569—72. 1064. 1105. 1452. in Marmor 304. 393. 403,04. 435/36. 464 bis 466. 466 67. 575/76. 654 55 b. 836/37. 1111/12. 1201/02. 1340/41. 1387/88. Augensterne und Pupillen, plastisch angegeben; 17. 25. 103-05. 126/27. 166. 166-70. 266. 303. 308,9. 478. 487. 669 e. 627/28. 639/40. 742/43. 781. 869-62. 920. 931. 932/33. 964. 992. 998. 1016 - 29. 1081-36. IV, S. 18,7. IV, S 19,16. IV, S. 19,26. IV. S. 20,28. 1050. 10641. 1083. 1084. 1161. 1170. 1366. 1407/08. 1409. 1413. 1447. bei buntem Stein 502/03. antik ? 1456/57. Modern 281/82. 1078. fehlend 1030. Angensterne durch Farbe angegeben 26. 525/26 1086 bia 1089. Augsburg (F. 0.) 1066. IV, S. 25 b (bei A. im Lech). Augustue 863. 1002. IV, S. 20,33. Vgl. 737. Aurora 579. Bacilli 1431. Ballspiel b. Eros 361. Barbaren 1030. 1423 b. II, S.24. ?IV, 8 20,31. Barcola (F.O.) 589—91. Basalt 94/95. 694 A. ßnsileia 7 595. Basis, eigentümliche Form 35. Reliefs 644. 587 B. 819. 1279/80. 1285 1327. 7 1265. 1262. Bein, Material 1488 b. eingesetzt in Bronze 669—72. ßendis, Typus verwandt für Artemis 1251; für Dionysos 1262. Bithynier 71273. Bogen auf Pfeilern 1370. Boldion 1240. Bonus Evcntus 7 1065. Digitized by Google 87 Sachregister 88 Boot 1258. 1259. 1261. Bouillargues (F. 0.) V, S. 86.b. Bovillae (F. 0 ) IV. S. 35. Braut, Schmückung 597/98. Brindisi (F.O.) 1197/98. Bronze: Statue 569 — 72. Kopf 1058:69. Maske 1082. Arm IV, 8.25, b. Pferdekopf 1062'63. Statuetten 7. 8. 71—78. 82. 504. 577/78. 5941. u. r. III, S. 30. 772/73. 1061-67. 1060/61. 1288. 1382 83 1445. 1452. 1469 bla 1475. 1486/87. Blech (altitaliach). Kanne II, S. 13. vergoldet 1062,63. 1486 o. mit andern) Material vereinigt 569—72. 1105. Vgl. 699. Zutaten aua B. 192/93 194 - 96. 539/40. 589 bis 691. 1172. 1329. 1342/43. 1358.59.. 1384. 1427. Brunnenfiguren 183 (vgl. 536). 704. 1371. 1389. Vgl 532. BruBt, stark entwickelt b. Jüngling 559 e. Brustwarzen, Umrissen 704. Uryaxis 77/78. Büste (antik) 2G3. 264. 273. II, S. 24 777/78. 794/95. 811. 1027. 1084. 1172. 1178. 1192. Bulc, auf Urkundenrelief 1216. Caesar 130/31. 202/03. 234/35 1000/01. ? 1195 a. Campus Martins vgl. IV, S. 20,28. Candelaber, etruskisch 80/81. Basis 1381. 1399—1401. 1494,3. Cajiitell d. Xenvares 612. römisch 783 b. Capua (F. 0.) 522/23. Amphitheater 529 ; 542. Caracalla? 1029. Celetizon 242. Ceres (Römerin als C.) 792/93. V, S. 86 (b). Chalcedon vgl. 1451. Chariten 731/32. 846. 927. Vgl. 1121/22. 7 1132. Chiton: doppelt 496. durchscheinend 62 b. 227. 724. 1350. Copistenzutat 712. Choreg? 1255. Chrysapha (F.O.)? 1265. Cistenfuaa? 1486 c. Civita I.avigna (F.O.) 406—8. Clytia, sog., vgl. 293. Coelia Concordia 1147. Conturen b. Reliefs durch Eintiefung hervor- gehoben 608. Copien und Copisten. Datierung: Ende des 4. Jahrh. v. Chr. 243 14 Uellcnistiscb 710/11. vor 79 n. Chr. 610/11. Antoninisch 92/93 (vgl 240/41). 480. 1060. Atelier des 2. Jahrh. n. Chr. 1438—40. Umbildung zu Athena 257 (doch vgl. II, S. 55). bei Hennen 240/41. zu Hermes 1442/48. zu Isis 1175a. zu Muse 9 (vgl 257), zu Portraits 25 (I, 2, S. 18). 266. 718. Vgl. 718. bei Reliefs 1350. zu Satyr? 1168. Umstilisierung ? 494. Varianten 211/12. 213—15. 226. 240/41. 257 (II, 865). 898 99 A 433,34. 500. 512 13. 516,17. 567. 714. 717 ;782) 731/82. 769. 866 —68. 939 40. 1127. 1129. 1131. 1371. 1378/79. 1442/43. 1448-50 (Anm ). ? 12/13 (I, 2, S. 17). d. Attribute 1175a b. (irabstatuen 631,32. b. Portraits 240/41. Weggelassenes 226. Zutaten 208/9. 832/33. Aogis? 226. Chiton 712. Chlamys 103 - 5 (1, 2, S. 18). 206/7. ? 808. Diadem 248/49. Füllhorn 1186. Kranz 335. Schläfenlöckchen 248/49. 264. 583/84.941 . • 1086—89. Untergewand 654. Zähne? 252/53. zweiter Hand (Copien nach Copien) I. 2, S 19 (141). 600. im Gegensinne IV, S 18,2. Corfü (F. 0.) 601/2. Cornutus, Grabgruppe 801. Daduchos? 637/38. Daker (Unterschied von Persertracht) 502/3. Damophon 1358/59. Daphne II, S. 24. Daphnia und Pan 558; 1482 r. Digitized by Google 89 Sachregister 90 Dareios I und Telcphanes 1 127. Dea Syria, Votiv 156. Deinomcncs; Jo 524 Deloa (F. 0.) »46. 7706a Delphin a. Grab V, S 90, d. Demeter 91. 279. 765. 907. 1412. 7264 (II, S. 60). 467 68. u. Plutos? 707. a. Votivrelief 47. 1236. 1241 a Parthenonfries? 726. typische Gewandung 357. Demosthenes V, S. 117. Diadem, eigentümlich 868/59. 664 (III, S. 52) 838/39. 928/29. Copistenzutat 248/49. Diadumenos n. Polyklet 190/91 (I, 2, S. 20); 446; 847/48; 866 -68; 1186; 1476M. Petworth 308/9. Diakritos 1336. Dido? 600. Dienches, Arzt 1236 Dii Lucrii, vgl. 1055. Dike, fälschlich sog. 629/30 ; 822. Diogenes 1407/8. ?530. Diomedcs 809/10. Dionysos 44. 78 b. 123. 146. 269. 325. 468,'69. 683/84. 844,45. 1046. 1055. 1069 1390. ? 22/23. 125. 275/76 (II, 8. 65). 723. 1323 1366 bärtig 188/89. 1480 r. a Kind b. Pan 1421. b. Satyr, vgl. 166/70. b. Silen 643. Richelieu u. verw. 1142/43. „Sardanapaüos* 567; 714. m- Satyr (od. Eros) 1355. in. SticrhGrnern 1123/24. tanzend 501. v. Tivoli 1168. a. Relief 19. 1262. 1400. Votivrelicf 1248,1. Parthenonfries ? 727. llasis einer D.-Statue ? 1262. Dioskurcn IV, S. 19,25. 1311. 1858/59. 7 537. Votivrolief 1243,1 1245,1 1254,2. Diptychon, Pseudo- 600. Diskoboi Ludovisi 245 4 6 (248/44). n Myron 54/55 ; 500 ; 777-80; 88182; 886 Relief 1336. Diskos (Votiv) 1328. Dithyrambus a Relief ? 1255. Doidalsas von Bithynien 181/82. 204,5. 386/87 Doryphoros 94 95 (1, 2, S. 18); 116/17; 211/12; 305; 509; 610/11; 1338/39. Dreifuß. Relief 1255. Drusus d. J. ? 1003. Ei 1311. F.idechse b Eros IV, S. 25. Eircno 840—43 Elektra, Typus 115364. Elcusis (F. 0.) 637/38. 677/78. 679/80. 1243,2 1249 Elfenbein, Relief 600 Statuette (archaisch) vgl. 1382 83. Zahn 1475c. Endymion 36. — Sarkophag IV, S. 48. Eos 7 579. Epeuches 1236. Epbebenurk unden 1258 — 1261. Ephesos (F. O.) Terracotten 111. S 30. Epibomios 332. Epidinros (F.0.) 629/30. 710/11. 1266. 1270. Epikur 974. IV. S. 20,30. Epione 1233 1306 77 1222. Eretria (F. O ) 624. Eros 361. 606 a. 739. 828/29. 7 1460. 1479 d. u. Anteros 1166. v. Brauron vgl. 1/2. Centocelle 141. 7 b. Dionysos 1355. m Hund 1418. u. Narkissos (?)659d. v. Palatin 74. b. Priap V, 8. 18 (218). u. Psyche 1070. schlafend IV, S. 25. u. Selene 551. a. Terracottarelicf 597/98. Eroten, ringend 891. b. Priap V. 8.81 (213). Kuanglos 1240. Enbuleus 17; 424. Eukolos, Heros 1434 Euphranor 226. 316 446 - 48 885. 1125. 1197/98. IV, S. 19, 25. Knpompos, Maler 1258. Europa 600. Eurydike 7 1066. Eutaxia 1086. Eutychidee 264 (III, S 50). 14801. Faekcllauf 1261. Fälschungen 8. 236 (Krührenaissancc II, S. 56; Digitized by Google 91 Sachregister 92 III, S. 50,. 400 Anm 577/78. III, S. 13. IV, S. 36 (vgl. 437/38). 1294/95. 1296/97. ? 10/11. 5941 1070. 1078. 1192. 1416,17. 1445M. 1463/64. mit Unrecht für falsch erklärt: 99. 108 bis 110. 1082. Falterone L Umbrien (F. O.) 816. Farbe, Spuren 26. 526.26. 688 A. 904. 995. 1037. 1171. 1467,68. ? 603. 604 a. 905. 906. vorauszusetzen 663. 739. 837.935- 1086 — 89. 1220. 1258. 1268. 1329. Farbiger Marmur. Zeit 602 8. Faunus 7 293. 415/16. Faustina d. Ae. 1024. d J. (Haartracht) 1022. Faustkämpfer 20. 1483. Feldzeichen 7 72a. 14451. Fell, Musenatiribut 395. Fermo (F.O.) 7 594C. Feronia 7 579. Fettschwanzschaf 374. Flamme, plastisch 1230; vgl. 666 (IV, S. 66). Flöten, eigentümliche 1370. Flügel Uber dem Gewand 1469. Flußgott 669—72. 7 756. Fortuna 921. IV, S. 20,5. Fortunac 7 400 c. Fransen an Himatlon 736. Frosinone (F. O.) 1186. Fucineraee (F.O) 1037. Füllhorn, geriefelt etc. 243/44. Fulvia, Frisur 1007. Gallier 237/38. Ganymed 239. 247. Vgl. 1125. von Falerone 206/7. IV, S. 57. a. Relief V, S 90, b. fälschlich sog. 206/7. Gazelle 642. Gemmen 12991. archaisierend 1432/33. d. Aspasios 1277. Copien v. Reliefs 1162. in München IV, S. 21. Genua (F.O.) 71358/69. 1410/11. Gersthofen (F. O ) 1065. Giallo antico 1045. Giebel als Reliefbckrünung 1311. Giebelstatuen 774/75. Copien nach G. 756. 7 7 706 a (IV, S. 66). Gigant 400 b. 1440. Girgenti (F.O.) 553. 759 - 61. Gladiator III, S. 13. 741. Glykon von Athen 738/34. Gold, Vergoldung 111, S. 13. 1062/68. 1486c. Gortyn (F. O.) 742. 111, S. 30. Grabrcliefs 564, <65. 586/86. 587 A. 588 658-703. 738. 740/41. 950 -62. IV. S. 19,19. 1067. 1085. IV, S. 48. 1257, 1298. 1301. 1313. 1326. 1350. 1424. 1431. V, S.90,d. 14811. ? 1302. Zweimal benutzt 688 A. 1039,40. Grabstatuen 66. 621-23. 631/32. 709 c. 786—87. 798. 801. 908—12. 953/54. IV, S. 18, 10. Granit, schwarzer, vgl. 898/991. Grotte : Form v. V oti vrelicfs 1242. Guarigue (F. O ) V, S. 86, c. Günz (F. 0 ) 1060/61. Gürtung als chronologisches Indiciuin 494. 836 bis 837. 1254,6. dicht über der Scham 286. 360. 561 788. Guirlande 473. 587 D. Hades 171. 413/14. 7 267/68. a. Votiv 1253. -kappe 1113/14. b. Koraraub 1327. lladrian 1014 Weihgeschenke des U. 166—70. Hahn b. Dioskurcn 1243,1. Grabrelief 738. b. Men 1247,1. 1248,2. b. Morcur 1066. Harmodios 114/15. Angeblich 9G. Hase 542. 7 587 C. Hebe u. Herakles 527. Hekate 7 606a. Ilektor 7 71162. Helios 109/70. 811. 1172. 1465/66. Vgl. 927. 7 206/7. Herrscher als II. 776. Helm 1487b. Vgl. 677/78. 695—97. Hephaistos 818. Vgl. 880/31. angebl 1256 Hera 248/49. 781. 7 457/68. Ilarberini 873/74; 280. Borghese 257 ; 280 ; 457/58; 873/74. IV, S. 62 (494). Campana 296 ; V, S. 86. Farnese vgl. 790. Digitized by Google 93 Sachregister 94 I.udoviai vgl. 391/92. 1121/22. Olympia (archaisch) vgl. 792/53 Herakles 64. 132. 154/55. 184 . 228 - 30. 231. 252 bis 253. 485. 593 A, 743/44. 804.883/84. IV. S. 20,6. IV, S. 20,12. 1064 a 1064 b. 1146. 1321. 1375-77. ? 243/44. 920. 956 -67. Alcxikakos, vgl. 252 53 (243. 44). u. Auge ? 386 (IV, S. 68) Farnese I, 2, 8. 10; 346; 1489 A Relief 1261. u. Hebe, Relief 527. b. Mahl, Relief 1249. mingens 393. u. Omphalo 151. schlangenwürgend 1264. ? 1422. skopasischer 85/86; 152/58; 164/66; 429/30; 1167. i. Thiasos 1494.8. trunken 71. 398. ? 906. Hermaphrodit 186. 604 b. 872. 1463/54. Vgl. 581,82 sich spiegelnd 1381. mit Spitzohren IV. S. 59 (409/10). Relief 1494,3. kein ü. (trotz stark entwickelter Brust) 559e. Herme 185. 398/99 A. 398/99. 413/14. 415/16. 422/23. 427/28. 429/30 433/34. 441/42. 830/31. 1117/18. 1119/20 1123/24. 1188 bis 1189. 1315/16 1436/37. 14781. 1478r. Doppelherme 417-19. 1375-77. 1404 Berührung (auf Sarkophagen etc.) 764. a. Grabstelen 588B. Ludovisische 243- 46. 252/53- m Inschrift V. S. 80 (97). m Palme 1191. a. Relief 891. 892. 1166. v. Sklaven geweihte V, S. 91, g. als Stütze 735, 1334/35. Herme» 67. 177/78. 808. 833/34. IV, S. 19,16. IV, S. 19,23. 1066. 1375 -77. 1442/43. Vgl. 243/44. ? 175/76. 332. 639/40; 134. Agoraios vgl. 134; 639/40. Aigion 631/32. Vgl. 213-15; 1138. Andres 89/90 ; 341; 715; 847/48 ; 877/78. ? 520^21. Atalanti 635/36. Vgl. 213-15; 1138. Chinnery vgl. 505/06. m. Dionysoskind 103—05. m. Eros 1065. Kaduiilus ?606a. a. Kind IV, S. 19,11. 1444. Lansdowne vgl. 213-15. 1138. Ludoviai 83/84 (I, 2, S. 18); 270/71 ; 1103/04 , 1127. v. Palatin 52/53 ollnn‘') 1880 31. Sandalenbindor 733/34 Aphrodite, sandalenbindend 1060/61. Sardanapallos, aog. 557; 714. Sarkophage: bacchisch IV, S. 49. Dichter 764. Diogenes 7 630. Endymion IV, S. 48. Gigant 400 b. Herakles, schlangenwiirgend 1264. Kinder 806. Musen 7 630 (III. S. 61). Odysseus 543. SchifTskampf 1600. Skylla 1309. 7 891. 1066. Satyr 75. 4001. 639/40. 913/14. IV, S 21. IV. S. 19,26. 1107/08. 1168. 14781. 1478 r. a. Atlant 7 293. a. Bock 1420a; 1466. 7 u. Dionysos 1365. m Dionysoskind vgl. 166 — 70. fluteblasend 1068. krupeziontretend 7539/40; vgl. 20. v. Lainia (u verw.) 641/42. 247. laufend 1066. s. Schwänzchen betrachtend IV, S. 19,12. tanzend 1149. (Bärtig) 1371; 1438/39. a. Relief 10/11. 14. 19. 1256. 1370. 1381. 1481 M. Schaf b. Zeus Meilichios 1215,3. Scham v. Bauch nicht getrennt 589 - 91. 1134. Schamhaar, dreieckig 246/46 (243/44) 1098. eigentümlich 1145. Schiffbrüchiger, Grahrelief 1326. Schiffer. Votiv 1245,1. Schiffskampf 1500. Schläfenlöckchen 186/87. 314 45. 398/99. 669c (HI, S. 51). 958/59. 1342/43. 1467/68. 14771. 7 147/48. C'opistenzutat 248/49. 264. 583/84. 941. 1086 bis 1089. zuerst b. Sauroktonos 248/49. Schlange b. Apollon 360. b. Asklepios fehlend 1256. ehthonisch 1311. Ileroenrelicf 1265. Schnecke b. Eros IV, S. 25. Schurz b archaischen Figuren 1382/83. Scliustennesser 7 1824. Schutzttehende 483 84, Schweinsfell 406—8 (IV, S. 68). 7 1361. Scipio, sog. IV, S. 48. 1082. 7 1084. Digitized by Google 103 Sachregister 104 Selene vgl. 927. d. Eroe 551. a. Belief 1168. a. Sarkophag IV, S. 48. Selinunt (F. 0.) 569—72. 745 -50. Selinua (Gott) ? 569— 72. Serapis 56. 77/78. 905. V,S.87(g). 1488 b. ?988. Sertoriua, sog. 1447. Severa, Weihung V, S. 90, e. Sextus v. Chaeronea, sog. 766. Sidon (F. 0.) Terracotten III, S. 80. Signum ?73a. 14451. Silanion 1188/89. Silber O, S. 18. 1488 a. eingelegt in Bronze 1060,61. Silen 504 1367. 1394. 1461. 1486b. m. Dionysos 643. u. Hermaphrodit 581/82. knieend 1486 a. a. Relief 10/11. Simpulum 1431. Sklavin a. Grabrelief 1350. Grabstatue 908—12. 953/54. ??621. Skylla 556/56. 1309. Vgl. 1080/81. Skopas 26/27. 85/86. 111 (I, 2, 8. 19). 118/19. 134. 152/53. 228-30. 281/82. 292. 298/99. 388/39. 853 367. 429/80. 486. 618/19. 536. 639/40. 654/55 a, 695-97. 698- 701. 820/21. 836/37. 956-57. 1167. 1190. 1272. 1814. 1815/16. 1842/48. 1368/69. 1873/74. 1876/76. 1887/88. 1419. IV, S. 19, 22. IV, S. 62 (502/8). Skythen, Grabstatuen 622/23. Smyrna (F. 0.) 1086. Sokrates, Portrait 559 c. 964. IV, S. 20, 29. Vgl. 643. Künstler 731/32. Solunt (F. 0.) 546. 568. Sonnenuhr b. Asklepios 1228. Sophokles vgl. 764. 961. 1404. Sostratos, Künstler 7 446—48. Votiv 1236. Sparta (F. 0.) 617-20. Spartanische Epheben 71080 — 81. Spes I, 2, S. 17. Sphendone 1138. Sphinx 546. Spiegel b. Tanz 1381. Stadtgöttin IV, S. 19,25. 1196. 7 1395. Kaiserin als St. 1428/29. Stadthagen b. Augsburg (F. 0.) 1067. Stadttor a. Feldzeichen 7 72 a. Stein, dunkler 49. 79. Kalkstein 545. 646. V, 8.80 (218). boeotischer 1301—08. v. Corfu 601/02. v. Cypern 1289/90. dunkler („Travertino“) 1197/88. d. Latomien v. Syrakus 755. Sandstein 960. 1066— 67.. schwarzer V, S. 80 (17). 1477 1. Stern b. Dioskur 1358/59. a. Heim 437/38. Stickereiladen 379. Stier, Opfer für Asklepios 1222. Stirnlöckchen 273. 344/45. 958/59. 1196. 1467/68. Stirnziegel 1372 Strongylion, Künstler 772/78 Stuckdecke 1491. Stütze ungewöhnlicher Form 552. Stützfigur 1271. Suffibulum 1147. Tänzerin, Belief 667. Tanz, bacchisch 1381. Tarent (F 0.) HI, S. 13 Terracotten 596AB; 697 bis 598. Tegea (F. 0.) 1253. Tektaios u. Angelion. Künstler 846. Telemachos, Grabrelief 564. Telephanes, Künstler 1127 (270/71). Votiv 1254,6. Tempel, Rahmen v. Votivreliefs 1242. Teos, Fries 1846—48. Terracotten: Diskos 1328. Ephesos ni, S. 80. Klcinasien 1451. Kyzikos UI. S. 30. Myrina 288. 1169. 1419. Sidon IH, S. 80. Smyrna 1342/43 Statue 696 C. Tanagra 612/18 (IV, S. 63). Tarent 696 A,B. 597/98. Tegea 1253. Nackte Frauen, archaisch 1382/83. Wiederholung von Statuen 712. 1169. 1461. Vgl. IV, S. 63 (512/13). 1419. Theben (F.0.) 1205/06. 1248,1. Theodnridea 1236. Theseue, sog. (Herme) 243/44. n. Aitbra 1126. n. Minotaurus 704. Thorikos (F. 0.) 1247,1. Thorvaldseu: Jason 1099. Digitized by Google 105 Sachregister 10G Thron a. Solnnt 568. Thyrea (F. 0.) 712. Tiber vgl. 1498. Tiberius 1361/52. ? 1427. Tigris vgL 1498. Timothccw 222-25. 401/2. 710/11. 1106. 1356/67. Tivoli, Hadrians villa (F. 0.) 455/56 1068. Toga, spät römisch 1084. Togatus a. neuattischem Relief 587 B. Totenmabl, sog 595 A. 1067. 1300. 1380. Traian 1018. 1188. Trallea (F. 0.) 1338/39. 1342/48. Trient, Umgebung (F. 0.) 1381—88. Triptolemos 890 ? I, 2, S. 9. Troizen (F. 0.) 638/34. Trophaeen a. Relief 1279/80. ? 566. Tuchladeu, Relief 377. Türpforte ? 1481 M. Tusculum (F. 0.) 1071. 1442/43. Tycbe 286 (350). 287. 788. 1064. v. Antiochia 14801; vgl. 391/92. m. Mauerkrone vgl. 391/92. Tyrannis, (Irabrelief 1350. Oberarbeitung (antik) 543. Urkundenreliefs 560. 1212—18,1. 1258 — 61. Variation desselben Typus durch verschiedene Künstler 213—15. 222-26. 280. 297 (IQ, S. 51). 547—49. 631/32. 718. 1129. Vgl. 257 (II, S. 56). 1139. V'ascn, Agamemnon (Hieran) 1125. tn. Demeter u, l’lutos 707. m. eleusinischen Gottheiten 382. 357. 637/38. Orestes (Sühnung) IV, S. 21, Anin. m. ,polykletiscliem* Kopf 585/86. m. Widderansweidung III, S. 30. Velleia (F. 0.) 71. 80/81. Verkürzung b. hoher Aufstellung 113 (I, 2, 8. 19). 457/58. Verona (F. 0.) 6. Vestalin 1147. Victoria 82. d. Curia Julia 14151. Villevieille b. Sommiöree (F. 0.) 1409. Vittae d. Veetalinnen 1147. Votiv; Diskos 1328. Pinax (a. Relief) 1240. Relief 47. 156. 627/28. 561-63. 595. 606a. 607. 781/82. 787. III, S. 81. 757. 846. 1219—48. 1260—54,10. 1265. 1274. 1300. 1303. 1306. 1311/12. 1329. 1380. 1384. 1479a. ? 71302. Vnlcan V, S. 90, e. Wagensieger, Votiv 563. Wandgemälde m. statuarischem Motiv 296. Wassergottheiten 417 — 19. Widder, Ausweidung a. Vase III, S. 30. Aphrodite auf Widder 7 770. Wimpern a. Bronze 836/37. Windgötter 1164/66. V, S. 90, e. Wollbinde b. römischen Frauenportraits 1121/22. 1368/69. Xenvares, Capitell 612. Zähne, plastisch angegeben 252/53. 887. 1317. Zehen, nnr drei angegeben 496. Zenon 1406/06. Zeus 69/70. 328/29. 800. 932/33. IV, S. 19, 18. 1156/57. V, S. 87, h. 1452. Vgl. 166— 70. 7 206/07. 517- 49. 1354. 14761. Dresden 853,54 ; 869-71. Kleutherios 7 855/66. v. Leochares 737. Meilichios 1245,4. 1246,2. 7 1245,3. 1246,1. Otricoli vgl. 77/78; 1156/57. Philios 1147,2. 7 1246,3. Tayllerand V, S. 89, a. a. Elfenbeinrelicf 600. Zeuxippos 7 595A. Zeuxis vgl. 1264. Ziehbrunnen a. Relief 81. Zirkel b. Muse 7 1153/54. Zopftracht 728. Zunge angegeben 609 a. Digitized by Google 6 ^ ? 7 F. BRUCKMANN A-G IN MÜNCHEN C' Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Herausgegeben PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG Jedes Blatt auch im Einzelverkauf zu beziehen Serie VI Preis £ Mark 1912 Digitized by Google Bezugsbedingungen. Die vorliegende Publication ist nicht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschließlich direct von der Verlagsanstalt F. Bruckmann A.-G. in München 30 zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissen- schaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung über- nommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfaßt 278 Nummern, davon 8 Blatt iiu Format von 21: 80 cm zu 1 Mark 25 » „ , „ 18 : 24 „ ,80 Pfennigen 245 . . . „ 18:18 . . 50 Die zweite Serie (Nr. 279 — 578) enthält 300 Blatt in Cabinetformat zu 60 Pfennigen. Die dritte Serie (Nr. 579 — 900) enthält 322 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Die vierte und alle folgenden .Serien enthalten je 300 Blatt io Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Für die Abonnenten tritt eine Ermäßigung von 20% ein, sodaß die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige und jede weitere Serie wieder 120 Mark kostet. P. 11« oc kutan it A.-G,. MuacAar. Digitized by Die Antiken Spaniens habe ich auf einer Reise im Jahre 1898 kennen gelernt. Dank den gnädigen Empfehlungen 1. 1. K. K. H. H. der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern, geh. Infantin von Spanion, und der Infanta Dona Isabel sind meine Arbeiten von den spanischen Fachgenossen in liebenswürdigster Weise ge- fördert worden. Don Juan de Dios de la Rada y Delgado und Jos4 Ramön Mdlida gebührt in erster Linie mein herzlicher und aufrichtiger Dank. — Bei der Abfassung der Texte und der Durchsicht der Correcturen hat mir Georg Lippold thatkraftig zur Seite gestanden. Wir veröffentlichen alle bei Hübner verzeichneten Sculpturen, mit Ausnahme der Sarkophage und derjenigen Monumente, die in Brunn-Bruckmanns Denkmälern oder im Amdtsclien Porträtwerk publiciert werden; wir haben ferner ausgeschlossen, was allzu stark restauriert war oder zu unbedeutend schien. Einige von Htlbner aufgeführte Stücke habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Die Auf- nahme der in Reinachs Repertoire II, 1, 252, 1 = Delgado 2703 abgebildeten weib- lichen Figur glaubte ich unterlassen zu dürfen. Als neue Abonnenten sind unserm Unternehmen seit dem Erscheinen der V. Serie beigetreten: In Deutschland: Die k. Universität in Berlin. Die Deuerlichsche Buchhandlung in Göttingen, Die k. Universität in Leipzig. Herr Geheimrat Prof. Dr. Th. Schreiber, Leipzig. Herr Karl W. Hiersemann in Leipzig. Die Universität in Rostock. In Frankreich: Die Universität in Bordeaux. Die Bibliothek J. Doucet in Paris. In Österreich: Die Böhmische Universität in Prag. Das k. k. Österreichische archaeologische Institut in Wien (2 Exemplare). 1* Digitized by Google In den Vereinigten Staaten von Amerika: Die Californische Universität in Berkeley. Dae Museum in Boston. Dagegen haben das Abonnement aufgegeben: Herr Dr. A. Kalkmann in Berlin (j-), das Archaeologische Museum in Florenz, die Universität in Lille, Frau Direktor Amelung in Stettin (f) und Herr Dr. L. Kjellberg in Upsala, so daß die Gesammtzahl unserer Abonnenten jetzt 5H beträgt. Außerdem haben uns zahlreiche Institute, Gelehrte und Privatpersonen durch Abnahme einzelner Blätter unterstützt. Der von G. Lippold verfaßte ausführliche Index zu den Serien I— V ist vor einigen Monaten erschienen und zum Preis von 2 Mark käuflich. München, Dezember 1911. Paul Arndt. Digitized by Google Inhalt Spalte Nr. 1501—1703 Madrid, Prado 1-39 „ 1704—1777 Madrid, Museo arqueolögico 39 — 53 „ 1778 — 1783 Madrid, Kunstakademie 53 „ 1784 — 1800 Madrid, Sammlung Alba 53 — 56 Digitized by Googli 1 Madrid. 9 Madrid. Prado. E. Hübner, Die antiken Bildwerke in Madrid, 1862 (= H.); die von diesem citlerte Litteratur habe ich nicht wiederholt. Eduarde Barrdn, Cata- logo de la escultura, 1908 (= 1).). Von einer Keihe der Sculpturen haben auch der Madrider Photo- graph Laurent und der römische Photograph Anderson Aufnahmen hcrgestellL 1 501 —03. Kolossalstatuc des Zeus. H. 4.B 5. Die Ergänzungen sind aus verschiedenem Marmor und aus verschiedenen Zeiten. Neu sind: r. Arm (Ansatzalt); I.Arm mit dem auf der Schulter liegenden Mantel; Nase; Lockenenden; r. Hüften- partie und das ganze mehrfach gebrochene r. Bein nebst Stamm und Plinthe; Unterteil des I. Unter- schenkels und wahrscheinlich such der I. Kuß; Penis. Der freistehende Teil des Mantels neben der I. Körperhlilftc, das eingesetzte Stück Bauch rechts vom Nabel mit dem dazugehörigen Teil der Scham- haare und die Hoden Bind alt. Bohrerarbeit in Bart- und Schamhaar. Die Rückseite nnr angelegt. Von Amclung in der Revue arch. 1903, 11, S. 200, Kig. 6, veröffentlicht und auf ein Jugend- werk des Bryaxis zurückgefUhrt (vgl. dazu Sieve- king im Text zu Brunn -Bruckmann, Ta f. 606, Anm. 1, und Amelnng in der Ausonia 1908, S. 126 unten). Der Typus der Statue ist der gleiche wie der der Koiossaltigur von Ince Blundell Hall (Kurt- wängler,Statuencopien, Taf. 1 u. III) und der Kon- stantinopler Bronze: Bull. corr. hell. 1886, pl. 14; die von Kurtwängler herangezogenen Münzen des aclik- ischen Bundes (Brit. Mus -Cat l’eloponnesus, pl. II u. III) aus dem 3. Jahrh. zeigen eine ähnliche Zeus- iigur, die in der vorgestreckten Rechten die Nike hielt, die Linke hoch aufstützte. Die Madrider Statue steht nach Körperbildung und Kopftypus zwischen den beiden statuarischen Werken. Nächst verwandt ist auch der Zeus von Otricoli, der in letzter Linie jedenfalls auch auf ein Werk dieser Zeit zurückgclit. 1504. Uuterlebeusgrolle Statue des Zeus mit A cgis. II. 5. H. 16. Overbeck, Kunstmythologie des Zeus, S. 246, Nr. 1 . Der Kopf (neu : Nasenspitze) ist von äußerem Marmor als der Torso und nicht zugehörig. Am Körper sind ergänzt r. Arm und I. Unterarm. Das I. Bein von der Mitte des Ober- schenkels ab, der Stamm mit dem Adler (desaeu Kopf und Hals neu), Plinthe und r. Fuß hängen ungebrochen zusammen und seheineu antik zu sein. Obwohl ihr Marmor der gleirhe gestreifte des Torsos ist, bleibt ihre Zugehörigkeit zu demselben zweifelhaft; auf der Bruchstelle des 1 Oberschen- kels passen die Fugen nicht aufeinander. Das r. Bein war viermal gebrochen : am Ansatz oben, oberhalb und unterhalb des Knies und am Knöchel; die Brüche sind verschmiert, so daß zunächst nicht festzustellen, wie weit es antik ist. Überhaupt darf die Statue, bevor sie nicht in ihre einzelnen Teile zerlegt und gereiuigt sein wird, wissenschaftlich nicht verwertet werdeu. Der Kopf stellt ebenfalls Zeus dar. Arbeit von Kopf wie Torso minderwertig. 1505. Weibliche Statuette. H. 6. B 63. Reinach, Rep. IV, 138, 7. 0,75 m hoch. Der Kopf (mit Diadem und Schläfenlöckchen; neu: Nase und Oberlippe) ist alt. Das Halsstück ist zwischen- gesetzt, die Zugehörigkeit des Kopfes also un- sicher Ergänzt ist ferner das Unterteil der Figur von unterhalb der Kniee ab. Die Unterarme fehlen. Nackenschopf; Schulterlocken; geknöpfte Halb- ärmel; an der rechten Hüfte hat das Gewand Zot- teln. Gewöhnliche Arbeit archaistischen Stiles. Zu vergleichen Giardino della Pigna 233. 1506. Kleine weibliche Figur. H 7. B. ? Hoch 1,10m. Der Kopf (neu: das Diadem' ist nicht zugehörig. Ergänzt: beide Arme von den Ellen- bogen ab, 1. Fuß mit der Plinthe nnd dem um- gebenden Gewand Schlechte Copie eines helleni- stischen Originals (Verbreiterung nach unten, Ge- wandmnsse zwischen den Beinen). V'gl. E— A 265 (Villa Ludovisi). 1507. We i b 1 i eh e Statuette. H.8. lt. ? Reinach, Röp. IV, 179, 8. Es fehlen: Kopf, Unter- arme, 1. vordere Ecke der profilierten Plinthe, die im Übrigen alt ist. An der I. Hüfte ein Metallstift für den vorgehenden I. Unterarm Kein Nackenhaar. Ziemlich verwaschen. Die Statnette ist die stilistisch treueste Wieder- gabe eines Originals, das noch in sechs anderen, in römischer t'opistenmanicr umgebildeten Wieder- holungen vorliegt: 1. Neapel, Inv.6269(GuidaRuescli Digitized by Google 3 Madrid. 4 Nr. 223 = Clarac 420 A, 727 B); 2. Konstantinopel (Gazette arch. 1K76, pl. XII; von liekier, Münchner archäologische Studien, S. 193 und 230, irrtümlich dem Typus der Athena Giustiniani zugerechnet); 3. Ny-Uarlsberg 301a; 4. Ixiuvre, Galerie Denen 2219= Keinach. Rep II, 2, 675,9; 5. Rom, Thermen- mueeum 1759 (im llof; nach Mitteilung vou Georg Lipjtold); dieses und das Madrider Exemplar sind Statuetten; 6 Tora» (Größe ?) im Besitz von U. von Wilaniowitx-Möllcndorf in Berlin (Phot. Ber- liner Museum). Uber das Verhältnis der Eigur zum Typus der sog. Sappho Albani vergl Atnelung zu E— A 496. Doch ist zu erwägen, ob nicht viel- mehr diese 1 'opiengruppe erst auf eine römische, cla&sicistiache Schöpfung zurückgcht. 1508—09. Altertümliche Statue der Athens. H. 9. B 24. Reinach, Rep. IV, 165,6. Veröffentlicht bei Briutn-Bruckmann 502 links Die dort erwähnten Köpfe in Iaindon (Spcc. of anc sc. 1, 22) und Wien (▼. Schneider, Taf. III) hat inzwischen Amelung als Repliken des Kopfes der Athena Se- villa-Medici erkannt. Vgl. den Nämlichen in der VVoch f. klass Phil. 1900, Nr. 30)1, Sp. «20. 1510—15. Statuette der Athena Par- thenon. H. 10. B. 47. Reinacb, Rep. II, 289, 3. Veröffentlicht bei Brunn - Bruckmann 511; der Kopf auch: Ölterr. Jahreshefte 1908, 8. 194 ff., Abb. 78 und 74. 1516. Eortunastatuette. U11B.48. Neu: Kopf, unteres und oberes Ende des Füllhorns, 1. Band, r. Unterarm, r Vorterteil der Plinthe, Vor- derteil des r. Fußes. Die Repliken dieses Typus hat Amelung, zu E — A 1186, zusammengestellt, die dort gegebene unrichtige Datierung in den Be- ginn der hellenistischen Zeit hat er im Katalog des Vaticans, zu (Jhiaramonti 62, geändert: der Typus gehörte vielmehr in das Ende des 5. Jalirh. Sollte aber nicht eher eine Schöpfung römischer Zeit vorliegen? 1517—20. Kolossale Poseidonstatue. II. 13 (und Nachtrag S. 345). B.3. Overbeck, Kunst- mythologie des Poseidon, Text S. 262 und 284; Taf. XI, 4 und XII, 33. Roschers mythologisches Lexikon s. v. Poseidon, Sp. 2886 (Bulle). Neu : Nase, kleine Lockenteile, beide Arme, größter Teil der Cblamys, äußere Teile der Plinthe, hinterer Teil des sonst bis auf Kleinigkeiten antiken und zuge- hörigen Delphins. Die Unterbelne waren gebrochen, sind aber alt und zugehörig. Alt sind auch die Plinthentcile rund um die Füße herum und die Füße selbst. Der Penis ist durch ein großes Feigen- blatt verdeckt. Das Fleisch ist antik geglättet, der Delphin nicht. Der Marmor ist der bläuliche kleinaslatischcr Sculpturcn; die Ergänzungen sind aus anderem Marmor. Auf dem Schädel des Del- phins die Künstlerinschrift: n Xi k ini ioc npeiCKOC i epeYci (Kaibcl, I. G. Sic. et it 2643, der Likinuios liest). Da der Stil der Statue mit seinem barocken Wechsel von Licht- und Schatteuwirkungen auf- fallend an die Kunstart der Statuengrnppe aphro- disischer Küuatler in der Glyptothek Ny-Carlsberg erinnert (So. 521— 525; K — A 166—170; Arndt, la Glyptothtupie Ny-(ärlaberg, pl. 161—69), da ferner der Marmor der Statue auf östlichen Ur- sprung w'eist, der Name Priscus sich mehrfach auf Inschriften von Aphrodisias Cariae findet (Revue des ctudes grccquea 1906. p. 82 ff.; Rullettino comuuale 1907, p. 373 ff ) und auch ein anderer aphrodisischer Künstler seine Priesterwürde in seiner Inschrift erwähnt (LCwy 364), so haben wir os auch hier zweifello« mit einem Werk jener Kunstschule zu tun, dss auf ein Original der zweiten Hälfte des 4. Jahrh. zurüekgelien wird. 1521. Nackte kolossale Jünglings- figur. 11. 14. B. 4. Die Statue ist vor gründlicher Reinigung und Auseinanderuahme archäologisch nicht zu verwerten. Neu sind : Kopf. I. Arm, wohl auch das auf der I Schulter aufliegende Mantel- stilck, wahrscheinlich der ganze r. Arm (die Bruch- fuge ist verschmiert; ergänzt sind an ihm wieder- um die Finger außer dein Daumen), das ganze Unterteil der Figur von oberhalb der Kniee ab sammt Stamm und Gewand, übrig bleibt also nur der Torso bis zu den Kuieeu, der iu der Mitte durchgebrochen war und ebenfalls stark geflickt und verschmiert ist. Geringe Arbeit 1522—25. A p o 1 1 on s t a t u e. H 15, B. 97. Reinach, Kf-p. IV, 178, 6 und 9. Neu: 1. Teil des Oberkörpers bis abwärts zum Gürtel und daran an- schließend die r. Schulter. Ferner das ganze Un- terteil der Statue von unterhalb der Kniee ab. Die Arme fehlen. Am Kopf, der einen Isirboer- kranz trägt und Schulterincken hatte, sind die Na- senspitze und Kleinigkeiten ergänzt; er ist arg verschmiert Der Hals ist zum Einsetzen in ein Bruststück hcrgerichlet und hängt mit dem Kopf Digitized by Google 5 Madrid 6 zusammen; Zugehörigkeit zum Torso ist nicht erweisbar. Durch die langgestreckten Proportionen, die verhältnismäßig holte Gurtung und die Einzelheiten ■ler i'altengebung stellt sich die i'igur der kopf- losen Londoner Athene aus Ephesus zur .Seite (Br. Mus. Cat. II, 1241; Amelung, Basis des Pra- xiteles, S. 23; derselbe im Vaticankatalog znChiara- monti 403), die im letzten Grunde auf die Artemis- Tyche des Praxiteles zurUckgeht. Auch die Wiener stehende Nike aus Sainothrake ist als gleichzeitiges und stiiverwandtes Werk zu vergleichen. Die Be- handlung des Haares auf dem Oberkopfe ist noch ziemlich streng und bronzemäßig, Die Arbeit des Torsos ist gut: er ist wenig berührt. Mit der Musengruppe des Madrider Museums, wie Hübner will, hat die Figur nichts zu tun. 1526. Statuette des Apollon. H. 16. B. 155. Reinach, Rep. IV, 57, 6. Hoch 1,08 in. Schulter- locken. Der r. Arm ging über die Brust zur Leier. Gewöhnliche Arbeit Zu vergleichen: Clarac 207, 928 (Louvre). Viertes Jahrhundert. 1527—31. Statue des Dionysos. H. 18. B. 87. Fr— W 1486. Neu: I. Unterbein vom Knie bis zum Knöchel, 1. vordere Ecke der Plinthe. Henne und Statue waren in der Kniegegend quer durch- gebrochen , an den Bruchstellen sind neue Flicken eingesetzt. Ergänzt sind ferner: der zweimal ge- brochene r. Arm, der 1. Unterarm, die Nasenspitze der Statue und Teile des Kranzes, der Penis; an der Herme die Nasenspitze. Sonst ist die Statue vortrefflich erhalten, nur stark geputzt Die Chlamys des Dionysos über dem Kopf der Herme ist alt. Der Marmor ist stark krvBtallinisch. Zuletzt von Amelung im Vaticankatalog (zu Galieria delle statue 258) besprochen. Von beson- derem Interesse ist das Verhältnis der Madrider Statue zur Figur des sog. Bacchus Richelieu im Louvre (Giraudon 1188). Amelung hat früher (E-A 1142) in ihncu verschiedene Typen erkennen wollen, später, im Vaticankatalog, sie für Repli- ken desselben Originals erklärt, im Anschluti an Furtwänglcm Beurteilung: Jotirn. of Hell. St. XXL 1901, p. 215, Amu, 6. Dabei ist nicht berücksich- tigt worden, daß die Statuen verschiedene Größe haben die Madrider ist nach Hübner 1,58 m, nach einer von Winnefeld am Berliner Abguß vor- genommenen Messung ohne Plinthe 1,68 m, mit Plinthe 1,735 m, die Pariser 1,94 m hoch. Auch sonst zeigen sich bemerkenswerte Unterschiede: außer den von Amelung im Vaticankatalog her- vorgehobenen Abweichungen in der Bildung der Sehulterlocken und des Nackenschopfcs vor Allem die verschiedene Haltung des Kopfes. Die frühere Ansicht Amelungs verdient deshalb den Vorzug: im Bacchus Richelieu liegt eine ins Weiche ge- steigerte Weiterbildung der Madrider Statue vor, zu welcher Amelung andererseits die ältere Vor- stufe in der Statue des Palazzo Colonna E— A 1142/43 nachgewieseu hat. Der von Furtwängler vorgesehlageuen Zurück- führung des Werkes auf Praxiteles hat Amelung im Vaticankatalog widersprochen : die alter- tümelnde Bildung des Nackensehopfes, die zu- rückhaltende Modellierung des Körpers, die we- niger feinen Formen des Kopfes seien unpraxite- lisch ; die Aufwärtawendung des Kopfes und die Archaismen der Haartracht wiesen vielmehr auf den Kreis desTimotheos, des angeblichen Schöpfers der I.eda. Falls die Herme mit dem darüber ge- legten Gewand an der Madrider Statue bereits dem Originale zu eigen war, so würde dieses Detail dieZurUckfUhrung auf Praxiteles wesentlich stützen: die Behandlung des Gewandes hat ihre nächsten Analogien am praxitelischen Herme«. Vgl. Klein, Praxiteles, S. 407, der aber neuerdings, in den Osterr. Jahresheflen XIV, 1911, S. 110, die Statue in das 3 Jahrh. versetzt 1532. Hechts: Statuette des Dionysos H 20. B. 105. Reinach, Rep. IV, 63, 3. Hoch 0,98 ui. Die Statuette warmehrfach gebrochen; ca ist aber Alles antik. Über der 1. Brust ist eine breite Stütze weggebrochen. Der I. Kopfnieker ist gespaunt. Im Nacken keine Spur der Haare. Ungeputzt. Gute Arbeit. In der Bewegung dem Dionysos von Tivoli nahestehend. Links: Polyhymnia. H. 47. B. 106. Rei- nach, Rep. IV, 425, 7. Oberteil einer durch über- mäßige Fältelung verschlechterten Wiederholung der Polyhymuia aus der vaßesnisehen Musen- gruppe. Cber den Zusammenhang dieser Figur mit der kleinen Herculanenscrin sowie über die Be- ziehung derganzeu Gruppe auf Praxiteles vgl. un- ten zu 1557 —68. — Die Madrider Figur zeigt im Nacken den Rest des Haarschopfes, der auch an der vatieaniachen Figur vorhanden ist. Der Kopf war besonders eingesetzt 1533. Wreibliche Gewandstatue, der Venus von Capua verwandt. H. 23. B. 44. Furtwängler. Meisterwerke, S.630, Amu. 1. Ravais- son, la Venus de Milo. pl. VI, 3 u. 4. Herkenrath, Athen. Mitt- 1906, XXX, S 261, h. Amelung, Text zu Brunn-Bruckmann. Nr. 593, Seite 2, links Rei- nach, Rep. 11, 338, 6. Die Statue befindet sich in schlechtem Zustande Ergänzt sind, außer Kleinigkeiten : das r. Unterbein mit dem anschlie- 2 Digitized by Google 7 8 Madrid. ßenden Teil der I’linthe und die untere Gewand- partie der Rückseite, beides aus grauem Marmor; ferner der Kopf, ein Gipsabguß iler Venua von Milo. Die runde Plinthe ist profiliert. Der I. Fuß ist auf eine Felserhühnng gesetzt Gurtung unter- halb der Brust und oberhalb der Scham (letzteres wie an der Flora Farnese und ihren Verwandten). Auf dem Rücken oberhalb des oberen Gürtels Kreuzbänder. Auf der Außenseite des 1. Ober- schenkels unten befindet sich ein anscheinend an- tiker Einschnitt, mit einem Loche für einen Metall- stift. Rohe Arbeit. Die auf allen .Seiten vollständige profilierte Plinthe beweist daß die Figur nicht Bestandteil einer Gruppe war. Den Einschnitt auf dem 1. Ober- schenkel bringt Hübner offenbar richtig in Ver- bindung mit dem Schild, den die Güttin hielt Die Figur gehört zu den aus der Venus von Capua abgeleiteten Typen; der Hauptuuterscliied besteht in der HinzufUgung des Chitons Die untere Gttr- tung desselben hat sie gemein mit den bei Ra- vaisson, pl. VI, 1 u. 2 sowie pl. VII, 2 abgebildeten Statuen (Giardinodclla Pigna — vgl. Vaticankatalog 11,3.752 „zu S. SIS“ — und Turin, Dütschke312) und mit einer analogen Figur aus einer Gruppe im Salone des capitolinischen Museum» Nr. 34, die dem Ende des 2. Jahrh. n. Chr. angehört. 1534—36. Statue der Aphrodite. H.24. B. 31. Neu (von unten nach oben': Plinthe, r, Bein bis zur Mitte des Oberschenkels, I. Bein bis zum Knie (vorn außerdem am Oberschenkel großes Stück neu), Delphin bis auf das Schwänzende unter dem 1. Hinterbacken. Die vortrelllichen Ergänzungensind in sich wieder mehrfach gebrocheu. Da Alles gleich poliert und aus dem gleichem Marmor ist, sind die Ergänzungen schwer zu constatieren Ergänzt sind ferner die Nase und die Finger außer den Daumen. Sonst intact. In moderner Zeit gänzlich geputzt. Das Haar ist weniger berührt. Vorzüglich ge- arbeitet, auch der Rücken. Die Statue hat das Motiv der capitolinischen Aphrodite, unterscheidet sich aber von ihr in Hal- tung und Einzelformen des Kopfes. Es ist mir frag- lich, ob hier eine L'mstilisierung durch (jopistenhand (vgl. Sieveking, Münchener Jahrbuch III, 1903, 3. 1 ff.) oder Wiederholung einer älteren Vorstufe der capitolinischen Venus zu erkennen ist. 1537, Weibliche Gewandstatue. H. 25, wo richtigeAngabo der Ergänzungen B. 162. Hinten angelegt Gute Arbeit. Nach den gestreckten Pro- portionen und der Verbreiterung nach unten aus der Zeit der „Pudicitia“, d. h. dem 2.— 1. Jahrh. v. Ohr. (Ainelung, Basis des Praxiteles, S. 32, Amu 3). 1538. Statue der sog. Amymone. H. 26. B. 65. Bernoulli, Aphrodite, S. 367, Nr. 7. Neu : Kopf und Hals, r. Unterarm mit Vase: Kleinigkeiten. Der Pfeiler ist alt (nur der äußere untere Teil links neu). Vortreffliche Copie von guter Erhal- tung. Näheres über den Typus siehe E— V 712 und Amelung in der Ausonia UI (1909), S. 112 f.: praxitelisch aus der Zeit der Venus von Arles, mit starken Anklängen an Werke des fi. Jahrh. Von Macchioro (Revue arch. XVIII, 1911. p. 268 ff.) zu hoch hinauf datiert; die Zurückfübrung auf die Aphrodite Urania des Phidias ist unmöglich. Eine Replik mit zugehörigem Kopfe, dessen Stilcharakter aus der schlechten Autotypie nicht genügend kennt- lich ist, ist neuerdings in Ostia gefunden worden: Not d. scavi 1911, p. 326. 1539—41. Statue der kauernden Aphro- dite. 11.28 B.38 Hoch :1,28 m mit Basis. Neu: beide Anne mit Schultern, r. Brust, Stück am 1. Ober- schenkel außen. Der r. Fuß mit Stütze war ge- brochen, scheint aber alt zu sein. Sicher alt der gleichfalls gebrochen gewesene 1. Fuß (neu: der große Zeh), der mit dem darunter befindlichen Piinthenstück einschließlich der Schildkröte unter dem r. Knie zusammenhängt; alles Dies ist alt und zugehörig. Neu sind ferner: Außenteile der Plinthe vorn und ihr ganzer hinterer Teil; natürlich auch die ganze Felsbasis, in die die Plinthe eingelassen ist. Der Kopf, an dem Na»c und Unterlippe ergänzt sind, ist trotz dt» zwischengesetzten Halsstückes sicher zugehörig, da er im Haar (das ungeputzt ge- blieben ist) genau die gleiche braunrote Patina aufweist, wie die ungeputzten Teile der Figur (z. B. Schildkröte, I. Fuß, r. innerer Oberschenkel). Die andern Teile sind modern völlig geglättet Leider: denn die Arbeit des Exemplaren war gut. Der Kopf, der in seinen Fleisch partien übermäßig geputzt ist, hatte Stirn- und Schläfenlöckchen ; ein Band geht durch das Uaar. Klein (Praxiteles, S. 720 ff ; vgl auch Amelung, Vaticankatalog, zu Gab. d. maschere 427), teilt mit Recht die „Wiederholungen“ der kauernden Aphro- dite in drei Gruppen, deren erste und zweite sich durch die verschiedene Lage des r. Oberschenkels unterscheiden, während die dritte, die mit der zwei- ten die Richtung des Oberschenkels gemein hat, außerdem noch den r. Arm erhebt. Die Madrider Figur muß, obwohl der r. Arm ergänzt ist, zu der dritten Gruppe gehören, wie die Wendung ihres Oberkörpers erkennen läßt Der Sinn der Figur ist in dieser Abwandlung, daß sie sich gegen einen von oben kommenden Wasserstrahl zu schützen versucht (vgl den griechischen Klappspiegel des Berliner Digitized by Google 9 Madrid. 10 Antiquarium», Nr. 12 A und die Kertacher Deckel schale C— R 1861, pl. I = Reinach, rep. des va- ses ), 6). hu Motiv erinnert diese Variation stark an den zum attaliachcn Weihgeschenk gehörigen Perser der Galleria dei candelabri. Br— Br 481 A. 1542. Unterlebensgroßer Torso der Aphrodite. H. 31. B.95 Reinach, Rip. IV. 203,2. Armband am 1. Oberarm. An der I. Hüfte im Ge- wand viereckige leichte Eintiefung. Spur des r. Daumens an der r. Hüfte (?). Gewöhnliche Arbeit. I)cr Typus existiert in zahlreichen Wiederholungen; vgl. Bemoulli, Aphrodite, S. 373. Von sicheren Re- pliken kenne ich: A mit Kopf (j I. Dresden. F— W 1472; CI. 601,1319. / 2. Ince Blundell Hall. Mich. 86. CI. 74^, 1802 A. • 3. Newby Hall. Mich 6. CI. 628, 1364 A. — 4. Venedig D. 812. 5. Palazzo Pitti. D. 41 (Zugehörigkeit des Kopfes wahrscheinlich). 6. Conservatorenpalast, Garten. B. ohne Kopf: 7. Berlin 37. — 8. Palazzo Colonna. M— D 828 A. — 9. Torlonia 218. 10. Ehemals Ludovisi. Schreiber 290. Jetzt im Garten des Pal Margherita (E — A 2081— 83). II. Neapel, Sala di l’alladc (= Guida Ruesch 494 7). 12. Florenz, Museo archcologico, im Garten (nach G. Lippold). 13. Avignon. Reinach, Rep. II, 1, 334, 4. 14. Cambridge Mas» , Fogg Museum. Reinach, Rep. IV, 203, 3 und 7 = Hostoner Bulletin VII (1909), Nr. 39, p. 31 = Pbot. Moscioni 10997 («Mu- seo Barracco« I). Die Repliken sind siimmtlich ungefähr in Zwei- Drittel-Lebensgröße ausgeführt ; dieses Format war also auch dem Original zu eigen. An vier Exem- plaren sind die Stützen an der I. Seite alt : an 2 Delphin mit durchbohrter Schnauze, an 3 Delphin mit durchbohrter Schnauze und Amor, an 13 Baum- stamm uud Delphin, an 4 Pfeiler mit durchbohrter Kanne. Die Exemplare 2, 3, 4 waren als Brunnen- figuren verwendet. Auch das Attribut des Del- phins weist in den Kreis der Wasserwesen, anderer- seits aber auch in den der Aphrodite, auf welchen auch der Amor an Nr. 3 führt. Die Stirukrone, die sich an vier der erhaltenen Köpfe findet, zeigt, daß kein niederes Wesen gemeint sein kann. Am näch- sten liegt die Benennung Aphrodite Pontia oder Euploia. Das Original muß im praxitelischen Kreise um 350 entstanden sein. Die Gewandmotive be- rühren sich vielfach mit denen der Venus von Aries, und auch die Einzelbildung der Kopfformen steht Praxitelischem ganz nahe. Der Vorfertiger des pompeianischeu Hermaphroditenfreacoe in Neapel: Alinari 12156, hat offenbar die Statue benützt. 1543. Statue derTyche. H. 33. B. 20. Nach H. 1,48 m hoch. Ergänzt sind von wesentlichen Teilen: der Kopf und die 1. Hand mit dem An- satz des Armes und dem Griff des Füllhorns. Alte Locken-Enden auf den Schultern ln der Rechten hält die Göttin ein auf einer Kugel ruhende« Kuder. Gewöhnliche Arbeit. Wiederholung des ursprüng- lich auf Praxiteles zurück gebenden Typus: Furt- wänglcr, Meisterwerke, S. 554 ff. 1544. Statue der Fortuna. H. 34, zu dessen Ergänzungsangaben zu bemerken ist, daß an dem Idol der 1. Unterarm neu und die Nase ergänzt ist. B. 186. Reinach, Rep IV, 142, 4. Gewöhnliche stil- lose Arbeit mit Benutzung von Vorbildern des 5. Jahrh. (etwa Aphrodite Valrntini-Odescalchi). Der Fall des Himations Uber den 1. Oberschenkel ganz unnatürlich. 1545 — 47. Statue des Herakles. H. 36; nach diesem 1,50 m hoch. B. 108. Der Kopf war im Hals gebrochen, ist aber alt und zugehörig. Neu: Na- senspitze und Stück im 1. Oberschädel. Die Unter- arme waren gebrochen, scheinen aber alt; ebenso die r. Hand mit der Keule nnd die 1. mit dem Löwenfell. Neu scheint der Block, auf dem die Keule ruht, der rechte Fuß und die Plinthe mit Ausnahme des Stückes um den 1. Fuß und den Stamm herum. Am I. Fuß sind die drei inneren Zehen und die Ferse ergänzt; ergänzt auch Stücke an den Knleen und Unterschenkeln und sonstige Kleinigkeiten. Die Brüche sind überschmiert; das Ganze geputzt. Die Statue steht in sehr ungün- stigem Lichte. Im Haar ein Reif; geschwollene Athletenohren. Ziemlich harte Arbeit. Nach einem Vorbild Bkopasischen Stiles, das dem Herakles Lansdownc nahe stand. 1548. Statue des Herakles. H. 87. B. 101. Neu: Kopf, r. Unterarm mitKeule, und, wie mirschien, das ganze Unterteil der Figur von den Knieen ab- wärts. Die stark zurückgepreßten Schultern und das, wie am Diadumenos Farnese, von der Bauch- partie nicht getrennte Sehamhaar weisen auf ein älteres Vorbild; doch ist die Ausführung derCopie für genauere stilistische Einreihung zu gering 1549/50. Kopf der Hypnosstatue. H. 39. B. 89. Siehe Text zu Br— Br 529. 1551. StaluederLeda. H.40.B 9. Zu Hüb- ners Ergänzungsangaben ist zu bemerken, daß der Kopf trotz zwischongesetztcn Ualsstückee und er- 2* Digitized by Google 11 Madrid. 12 gänzter Nase neu ist. Das Antike lat recht gut gearbeitet, die Oberfläche unberührt. Wieder- holung der auf Timotheus zurückgeführten Statue, Overbeck, Kunatmythologie des Zeus, S. 491, Nr. 4. 1352. Statue der Ariadne. 11.41. 14. 107. Neu: Untergesicht von der Unterlippe ab, Oberlippe mit Nase, Stirn mit r, Auge (das I. verschmiert), Mittel , Gold- und kleiner Finger der I. Hand, größter Teil des I. Unterarms mit Uamlansatz, am r. Anne Mittelstück des Oberarms und Unterteil des Unter- arms mit Hand, 1. Brustwarze, r. ltrnst, Felspartie an den Füllen, das darunter gelegte Kissen, I. Fuß größtenteils*), einzelne Gewandflicken; die r. Vor- derseite des Felsens ist außen mit Gips verschmiert. Oie Oberfläche ist wenig geputzt, viel guter Sinter erhalten. Am I. Oberarm ein Schlangenreif Im Haar eine hinten geknüpfte Binde; lange .Schulterlocken. Schlechte harte Arbeit, nach der Haarbchandlung im Nacken frühestens aus antoninischer Zeit. Diese gewöhnlich als Wiederholung der Ariad- nen im Vatican und in Florenz bezeichnete Statue weicht von ihnen in wesentlichen l'artieen ab. Das Himation ist nicht über den Hiuterkopf gezogen. Der rechte Teil des Unterleibes ist bedeckt; der Uber die Scham hinweglaufende Gewandstreifen fehlt, ebenso wie das Uber den I' eisen horabfallende Gewand unterhalb der Beine. Amelung (zu Gal. d. Statue 414; a.auch Nachträge zu Band II, S. 757) hat auf Grund dieser Verschiedenheiten die Ma- drider Figur aus der Liste der Kepliken gestrichen und die Vermutung geäußert, es .sei hier eine schlichtere, ältere Fassung des gleichen Gedankens erhalten*. Die schlechte Arbeit macht cs indessen wahrscheinlicher, daß nur eine vereinfachte Ver- gröberung vorliegt. 1553. Kolossale weibliche Figur. H. 42, B.2. liuhland, die eleusinischen Göttinnen, 1901, S. 16,2. Zn Hübners Ergänzungsangaben ist zu be- merken, daß die Sandalen alt sind, die Plinthe neu. Viele Flicken im Gewand ergänzt. Gute Decnrations- arbeit. Keplik der »Demeter* im Salone des Capitols (Br— BrSöS.Helbig’ölBJund desTorsos im Giardino dclla Pigna 235 Keplik ist vielleicht auch die Campanaschc Statue in Petersburg Nr. 164. Andere Statuen, die als Repliken angeführt zu werden pflegen (vgl. Overbeck, Kunatmythologie der De- meter, S. 462, Nr. 13. und Bulle im Arch. Anz. XXIII (1908|, Sp. 219, Abb. 6), können höchstens als Varianten gelten- Die von Furtwängler, Ori- •) Wobt sin Irrtum in meinen Notizen, ,1er merk- wiirdigerwetse allerdings mit Hübner übcrelnstimnit; es ist offenbar der rechte Fuß gemeint, von dem jedenfalls noch der gTutite Teil modern ist. ginalstatucn in Venedig, Taf. IV, 1, S. 292 ff., ver- öffentlichte Statuette wird eine Votivfigur aus einem attischen Heiligtum sein, die im Anschluß an das in der capitolinischen Statue wiedergegebene Cult- bild geschaffen war. 1554. Statue der Athene aus der Mar- syasgruppe des My ron. H. 43. B. 62. Neu: Kopf und Hals,r. Arm, 1. Unterarm, Vorderteil der Plinthe, Flicken im Gewände und Kleinigkeiten. Besprochen und abgebildet von Sauer, Jahrb. d. Inst. XXIII, 1908, Tafel HI und IV, S. 131, B. Am r Ober- schenkel glaubt man auf der Photographie einen Puntello zu erkennen an derselben Stelle wie an der Frankfurter Statue (vgl. Österr. Jahreah. XII 1909 , Beild. S. 221). 1555. IVeibliohe Gewandstatue. H. 44 B. 93. Neu: Kopf mit ergänzter Nase, r. Unterarm, 1. Unterarm mit Maske, Vorderteil der Plinthe mit Fü- ßen. Sehr decorative Arbeit nach einem Vorbild des 4.-3. Jahrh. Mit der folgenden Statue, wie Hübner will, hat die unsrige nicht daa Geringste zu tun. 1556. Statue einer Muse. H. 45 B. 199. Reinacb, Kip. IV, 180, 1. Zu Hübners Angaben ist zu bemerken: daß die Plinthe ergänzt ist; daß der Gürtel unter, nicht über der Brust liegt; daß nicht .die Schultern*, sondern nur der r. Ober- arm unbedeckt ist; daß die anf der I. Schulter auf- liegende Chlaina um den Kücken geworfen und mit dem Zipfel an der r. Hüfte unter den Gürtel durch- gesteckt Ist; daß der 1. Unterarm nach vorn ging; daß das Körpergewicht anf dem rechten Beine ruht. Flüchtige Arbeit, schlechte Erhaltung. In den Gewandmotiven, der hohen Gürtung und den gestreckten Proportionen dem Apoll vom Archelaos- Relief nächst verwandt. Vgl. über diesen : Amelung, Basis des Praxiteles, S. HO; Watzinger, 63. Bcrl- Wluck.-Pr., S. 13; zu den dort citierten Monumen- ten sind binznzufügen: Bull, de Corr. Hell. XXXI (1907), p. 895, fig. 5, und das E- A, Serie V, 8. 117 oben, erwähnte Relieffragment des Thorvaldsen- museums in Kopenhagen. 1557. Sitzende Muse (Erato). H.49. Nach diesem 1,52m hoch. 8.61. Montfaueon, deutsche Aus- gabol807,XllI,5. DeKossi.Raccoltadi Statue CXV1. Amelung, Basis de* Praxiteles, S. 35,2. Kev arch. 1908, 11, pl. XVII, 1 (Zeichnung Heemskerks ohne die Ergänzungen). Neu : Kopf, r Arm, I. Unterarm mit Leier, die gekreuzten Füße mit den anschlie- ßenden Teilen von Gewand und Plinthe. Ein i Eros zur R. der Figur, der von einer früheren Er- gänzung herrührte, ist jetzt entfernt. Spuren der Attribute nicht mehr vorhanden; P. G. Hübner (Kev. arch. a. a. 0., p. 361, Anm. 1) glaubt auf der Digitized by Google 13 Madrid. 14 Heemskertuchen Zeichnung den Rest eines discus- förmigen Gegenstandes auf dem I. Knie xu erkennen und ergänzt denselben xu einem Tympanon, das auch der Kr ganz er der vatieanischen Replik (Helbig’279) beigefügt hat. Weitere Repliken in Dresden (Hettnor 84 ; CI. 622, 1071; Photographie Krone [40] 637) und in Wörlitx (Ilosaeus 30; E— A II, S. 28). 1558—60. Sitzende Muse („Clio“). H. 50. Nach diesem 1,46 m hoch U. 68. Montfaucon XIII, 1 De Rossi CXII. Amelung, Itasis des Praxiteles, 8. 36, Nr. 6. Neu: beide Arme mit den Attributen, verschiedene Gevrandteile. Der Kopf (Nase und Kleinigkeiten neu; mit Lorberkranx und Stirnbinde) war im Hals gebrochen. Angesichts des Originals hielt ich ihn für zugehörig; nach der Photographie kommen mir Redenken: er scheint xu klein und zu gut für die Statue zu sein. Auch ist sein Stil nicht so rein praxitelisch wie der der übrigen zuge- hörigen Köpfe dieser (irnppe. Vgl. den ver- wandten Kopf im M useo Torlonia 93 und einen zweiten, der sich vor wenigen Jahren im Besitz des Neapler Kunsthändlers Barone befand (Phot, in meinem Besitz). Andererseits führt die Ver- einigung des apollinischen I.orbeerkranzcs mit der dionysischen Stirnbinde auch für ihn am ehesten in den Kreis der Musen. Vom Typus der Statue ist keine Wiederholung bekannt. 1561. Sitzende Muse(.Polimnia“). H. 61. Nach diesem 1,45m hoch. B.69. Montfaucon XIII, 6. De Rossi CXV1I. Amelung a. a. O., S. 85, 3. Rev. arch. a a. 0., pl. XVII, oben Mitte. Neu. Kopf, I. Arm, Vorderteil des r. Fußes mit dem darunter und darum befindlichen Stück der Felsbasis, so- wie deren ganzer unterer Teil rings herum (wie an 1662 und 1564). Trotz seines modernen Aus- sehens ist der Felssitz alt. Keine sicheren Spuren von Attributen. Gänzlich verschandelte und elend gearbeitete Replik der vatieanischen Klio: Helbig’ 281. 1562. Sitzende Muse (Euterpe). 11.52. Nach diesem 1,45m hoch R. 37. Montfaucon XIII 2. De Kossi CXIII. Amelung 8.35, 1 a. Neu: Kopf, r. Arm, I. lland, Doppeltlüte, I. Füll nebst den anschließenden Teilen von Gewand und Fels, ver- schiedene Flicken im Gewand, auch der Fels I. vom Beschauer, auf dem früher ein jetzt entfernter Eros stand, sowie das Unterteil der Felsbasis (wie an 1561 und 1564) Keine Spur von Attribut vorhan- den. Replik der vatieanischen Terpsiehore: Hel- big* 276. 1563. Sitzende Muse („Terpsicore“). H 53. Nach diesem 1,24 in hoch. B.41. Montfaucon XIII, 4. De Rossi CXV. Amelung 8. 35, 1b; Abb. 20 Rev arch. a. a. 0 , pl. XVII, rechts unten Neu: I. Full, Teile der Falten, Ansätze der Arme. Antik hingegen die grolle Schildkrötcnlcicr, die in Stier- hörnern endigt und an welcher unten ein Futteral für das Plektron angebracht ist (hinterer Teil dieses Futteralen alt). Replik von Kr. 1562 1564. .Sitzende Muse („Urania“). H. 54. Nachdiesem 1,39 m hoch B.62. Montfaucon XIII, 8. De Rossi CX IX. Amelung 8.36, 4a. Neu: Kopf, r. Unterarm, I. Arm von d. Mitte des Oberarms ab, Unterteil der Felsbasis (wie bei 1561 und 1662). Keine Spur von Attributen. Roplik der vatieani- schen Kalliope: Helbig’ 280. 1565—67. Sitzende Muse („Caliope“). II. 55. Nachdiesem 1,81 m hoch. B. 40 Montfaucon XIII, 7. De Rossi CXV11I. Rev. arch. a. a. 0., pl. XVII unten. Amelung 8. 35, 4 b; Abb. 17 und 21. Der Kopf (neu: Nasenspitze, Haarpartie Uber dem . r. Ohr, der Haarknäuel hinten, Teile des „Krobyloa“, Stück im Kinn; Halsstück swischcngeeetzt) ist nicht zugehörig. Er ist eine Replik der capitoli- nischen Venus (Sievcking im Münchner Jahrbuch III. 1908, S. 4). An der Statue ist ergänzt das Vorderteil des 1. Fußes Die Oberarme sind alt (gegen Hübner). Keine Spur eines Attributes. Replik von 1564. Eine weitere Replik des Typus im Orto botanico (Phot. Muscioni 11644). 1568. Sitzende Muse („Taiia“). H. 56. Nach diesem 1,38 m hocli B. 38. Montfaucon XIII, 3. De Rossi CXIV. Amelung S. 35, 6. Neu: r. Arm von der Mitte des Oberarms ab, beide Fußspitzen, viele Flicken im Gewand. Von der Maske ist der dem Körper zunächst liegende Teil antik Im Stamm und unten hinter dem r. Fuß Metallslifte er- halten. Der Chiton hatte lange Ärmel. — Von Amelung aus derMuscngruppeansgeschieden; siehe darüber unten Über die Geschichte der Madrider Museu- gruppe vgl. P. G. Htlbncr in der Rev. arch. 1908, n, p. 359—363 (Winnefeld, Villa des Hadrian, S. 3 und 153 oben) Sie unterscheidet sich von der vati- ranischcn Mnecngruppe dadurch, daß sie nursitzende Figuren enthält. Zwei von diesen sind im Vatican überhaupt nicht vertreten, zwei sind in Madrid dop- pelt vorhanden Wenn wir nicht glauben wollen, daß Ugorios Fundangaben über die Madrider Mimen erlogen sind, müssen wir annehmen, daß der Copist aus decorativen Gründen nur sitzende Figuren brauchen konnte, daß er deshalb zwei von ihnen verdoppelte und sic eventuell durch Attribute differenzierte. Die vaticanische Gruppe umfaßt drei stehende, vier sitzende Figuren ; zwei weitere Digitized by Google 15 Madrid. 16 sitzende liefert Madrid: die von Amelung weiter- hin in Vorschlag gebrachte lndoviaische Figur, Schreiber 2, kann demnach nicht zu der Original- gruppe gehört haben; nur ihr Unterteil ist antik und ihre ursprüngliche Bedeutung gänzlich unge- wiß. Auf der andern Seite will Amelung die Figur 1568, die eine komische Maske hält, ab- trennen, da in der vaticanischen (truppe die un- serer Nr. 1557 entsprechende Figur bereits eben- falls mit einer komischen Maske ausgestattet ist. Damit ist noch nicht gesagt, daß Madrid 1557 ebenfalls eine komische Maske hielt. Daß viel- mehr die Copisten mit den Attributen gewechselt haben, ergibt sich auch aus E— A 290, einer Wiederholung der vaticanischen Klio, die nicht, wie diese, eine Rolle, sondern ein Musikinstrument hielt. Ich ziehe daraus den Schluß, daß die Wesensarten der einzelnen Musen in der origina- len Gruppe noch nicht durch Attribute charak- terisiert waren. Da eine derartige Unterscheidung der Musen in hellenistischer Zeit vorgenommen worden ist, ergibt sich die weitere Folgerung, daß das Original unserer Gruppe vor dieser Zeit entstanden sein muß. Von Amelung (Basis des Praxiteles') war dasselbe früher, unter Zustimmung von Furtwängler (Berl. phil. Wochenschrift, 22. Februar 1896, S. 243), mit den Thespiaden des Praxiteles identißeiert wor- den. Neuerdings glaubt er, sie einer etwas jüngeren Zeit, der Generation nach Praxiteles, zuteilen zu müssen. Sieveking gar (Münchner Jahrbuch III, 1908, 3. 4 f.; vgl. Text zu Br-Br Taf. 628, Anm. 5 und Münchner Jahrbuch VI, 1911, 8. 8) erkennt in ihr eine Schöpfung der „sogenannten Neuattiker, die ältere Einzeltypen aus der 2. Hälfte des 4. Jahr- hunderts zusammengeatellt und in der süßlich glat- ten Art ihrer Kunstrichtung retouchiert haben". Ich sehe keinerlei Grund, von Amelungs alter Datierung abzuweichen. Was kann man denn gegen die Entstehung der Gruppe in praxitelischer Zeit einwenden? Daß die Ausstattung mit den Attributen keinen Gegengrund liefert, haben wir bereits gesehen. Daß in der Stellung und der Frisur der „Mclpomene" eine unzweideutige Cha- rakterisierung der tragischen Muse liege — von Maske und Kranz ist, als von Copistenzutaten, überhaupt abzusehen — , kann ich nicht zugeben : galt doch die athenische Replik des Kopfes — Kavvadias 193 — anfangs für Ganymed oder für eine Sirene, und über die verkehrte Interpretation des Stellungsmotives hat Amelung, S. 41, Anm. 3, bereits das Nötige bemerkt. In dem broiten Gürtel, 1 der hohen GUrtung und den langen Ärmeln wird man freilich Reminiscenzen an das Schauspieler- kostüm nicht verkennen dürfen, und ebenso unver- kennbar ist der leise schmerzliche Zug der Augen: es sind dies die ersten Anfänge einer schärferen Charakterisierung, die über die Eintönigkeit der Ba- sis von Mantinea (und des Chigischen Musenreliefs) einen Schritt hinausgeht. Aus der hohen Gürtung der übrigen Figuren kann man ebensowenig einen Grund gegen unsere Datierung herleiten: sie findet Bich bei einer großen Reihe der schönsten tana- gräer Terracotten, in denen sich überhaupt, wie ich glaube, der Einfluß dieser praxitelischen Gruppe wiedererkennen läßt. Die verbreitete Ansicht, daß die hohe GUrtung erst hellenistischen Ursprungs sei, läßt sich darnach nicht halten. Man glaubt ferner in der Gewandbehandlung der einzelnen Figuren stilistische Verschiedenheiten zu erkennen, die einen einheitlichen Ursprung der Gruppe aus- sehließen. Aber wo ist denn ein einziges Merkmal in der Gewandbehandlung oder in den Bewegungsmoti- ven, das zu den übrigen Werken der praxitelischen Zeit nicht stimmt ? Die Faltengebnng der stehenden „Erato* und der Melpomene hat ihre nächsten Analogien an dein Typus der Dresdener Artemis (Furtwängler, Meisterwerke, Tafel 29); die „Po- lymnia“ ist Schwester der Venus von Arles und der kleinen Uerculanenserin. Wie das strenge Motiv der Melpomene in hellenistischer Formengebung aussieht, lehren Figuren wie die Melpomene aus der zu Br— Br Taf. 610, Anm. 8 erwähnten Frankfurter .Musengruppe oder das von Moscioni unter 10999 photographierte Fragment, angeblich im Museo Bar- racco, oder die Figur im fünften Saal des Orto botanico (Phot. Altnari 28084). Und ebenso geht an den sitzenden Figuren kein einziges Motiv über l'raxitelisches hinaus. Es fehlt noch ganz die Kennt- nis vom Reize der Contrapostbewegung, die die lysippische Schule in die Plastik eingefiihrt zu haben scheint (sicho Text zu Br— Br, Tafel 610). Werke, wie der sitzende Ans tipp im Palazzo Spada oder die sog. Ariadne in Dresden und ihre Re- pliken (Klein, Praxitelische Studien, S. 34 ff.) sind zeitlich entsprechende Werke. Natürlich muß man bei Beurteilung des Gewandstiles die durchgängig schlechte Arbeit der uns erhaltenen Copien, die die Feinheit der originalen Motive vergröbern und verzerren, in Abzug bringen. Viel mag zu dem harten und unerfreulichen Eindruck der uns er- haltenen Copien beitragen, daß sic offenbar nach Bronze gearbeitet Bind. Den entscheidenden Be- weis aber für praxitelischen Ursprung finde ich in dem Stil der Köpfe. Dieser ist in derartiger Rein- heit ausgesprochen, daß, besäßen wir die Köpfe Digitized by C 17 Madrid. 18 ofane Körper, niemand den geringsten Zweifel hegen würde, daß sie Werke des Praxiteles reprodncieren. Aber Klein (Praxiteles S. 227, Anm. 1) hat ja überhaupt, im Anschluß an 0 Jahn, die Existenz einer Thespiadengruppe des Praxiteles bestritten! Der Sachverhalt ist der folgende: Plinius (XXXIV, 69) erwähnt Bronzeetatuen des Praxiteles, die vor dem Tempel der Felicitas gestanden haben, der unter Claudius durch einen Brand zu Grunde ging. An einer andern Stelle (XXXVI, 39) spricht der- selbe von „Thespiaden“ aus Marmor bei dem Tem- pel der Felicitas. Cicero (in Verrem II, 4, 2) be- richtet, daß L. Mummina 146 v. Chr. Thespiaden, die später zu Ciceros Zeiten beim Tempel der Felicitas standen, aus Thespiae raubte. Die beiden letzterwähnten Thespiadengrnppen sind offenbar identisch Eine (Kombination mit den von Plinius erwäiinten praxitelischen Statuen ist wegen der Verschiedenheit des Materials nicht möglich. Von den Thespiaden des Praxiteles darf man auf Grund dieser Zeugnisse also nicht reden. Damit ist aber keineswegs gesagt, traß cs nicht eine in Kom auf- gestellte Musengruppe des Praxiteles gegeben haben kann und daß die von Plinius und Cicero erwähn- ten Thespiaden nicht mit dieser identificiert wer- den dürfen. Im Gegenteil, mir scheint die ein- fache Bezeichnung der Gruppe als Thespiaden, ohne Hinzufügung eines Künstlernamens, darauf zu deuten, daß es sich um ein allbekanntes Werk eines berühmten Meisters handelt, etwa wie wir heute von der Sixtinischen Madonna oder der Nacht- wache reden Wenn wir nun Copien einer Musen- gruppe linden, die durchaus praxitelischenCharaktcr trägt, bo ist ihre Combination mit diesen Thespi- aden höchst naheliegend. Die „Thespiaden" des Kleomcnee waren offenbar eine Cople dieser Gruppe ; Kleomenes war nichts anderes als der Vorstand eines großen und renommierten Copistenatclicrs. 1569. Gruppe des Ganymed mit dem Ad I e r. H . 68. B. 35. Zu H Ubners Ergänzungsangaben ist zu bemerken, daß mir, trotz der Ergänzungen, der mit Schnitt aufsitzende Kopf des Hundes neu erschien. Das Fleisch ist antik poliert. Die glatte und ausdruckslose Arbeit nach der Behandlung des Haares und der Angal>e der Augensterne frühestens vom Ende des 2. Jahrh. n. Chr. — Over- beck, Knnstmythologie des Zeus, S. 533 ff., Nr. 19. I.ucas, Osterr. Jahresh., IX, 1906, 8. 274, Fig. 68, woTafel I eine ebenfalls später Zeit ungehörige Re- plik aus Ephesus in Wien abgebildet wird. Das Motiv der Figur erinnert stark an dasjenige des von seinen Brüdern bedrängten Paris auf etrus- kischen Urnen (Brunn, Urne etrusche ]., Tav. 1 ff.). 1570—71. Böckchentragender Satyr. H. 59. B. 29. Fr — W1506. Kaum lebensgroß. Neu: Kopf und Unterbeine des Rückebons, I. Arm, r. Arm mit Pcdum, I. Unterbein bis auf die Zehen. Das r. Bein war gebrochen, ist aber alt Ebenso Plinthe und Stamm, an dem eine unausgeführte Panstiöte hängt. Vortrefflich erhalten, der Kopf ganz intact. Die Arbeit ist nicht fein, aber recht geschickt. Am Kinn ein Meßpunkt. Die Arbeit der Statue ist überhaupt nicht vollständig zu Ende geführt Spuren einer KUnstlerinschrift (vgl. Hüb- ner) habe ich nicht gesehen. In der Erfindung Vorläufer des Satyrs, der das Dionysoskind auf den Schultern trägt (Neapel, Vatican und Villa Al- bani), im Bewegungsmotiv und in der Bildung der Körperformen verwandt dem Madrider Hypnos. Das Original wird im Anfang der hellenistischen Periode entstanden sein. Vgl. Klein, Kunstgc schichte IU, 230 ft. 1572. Wiederholung des praxitelischen sog Periboötos. H.60. B. 30. Klein, Praxiteles, S 204, Nr. 20. Neu: r. Bein, I. Unterbein, Stamm, Plinthe, r. Arm von der Mitte des Oberarms ab, kleiner Finger der I. Hand. Penis, verschiedene Telle des Fells. Der Kopf — Nasenspitze und Kranz- teile neu — war gebrochen, ist aber zugehörig. Beider vollständig modern geglättet. Im Übrigen eine der besten mir bekannten Wiederholungen. — Alter Abguß in der Münchner Kunstakademie. 1573. Aph rodi te mit M uschel. II. 62. B. 86. Reinach, Hi p II. 405, 6. Zu Hübners Ergänznngs- angaben ist zu bemerken, daß nach der Lage der auf dem Rücken erhaltenen Locken-Enden der Kopf etwas nach der 1. Schulter zu ging. Die Inschrift „l’raxitclis opus* sicher modern. Ganz gewöhn- liche und unbedeutende Arbeit, von Hübner gänz- lich falsch beurteilt. Genaue Repliken der Figur lassen sich unter den zahlreich erhaltenen ver- wandten Statuen nicht nachweiscn. 1574—76. Weibliches Unterteil H. 63. B. 22. Reinach, Ri-p. IV, 245, 6. Die Figur war früher als Klytia oder Daphne ergänzt. — Das r. Bein war im Knie gebogen und ging zum I. Knie herüber, wie die Einarbeitung in den Falten zeigt. Der Oberkörper war aufgerichtet. Es ergibt sich daraus eine Lage, in der die Figur unmöglich lange verharren konnte, und der Gedanke liegt nahe, sie mit einer zweiten Gestalt zu gruppieren, die sie eroporriß (vgl. Berlin 209). Ihre geringe Be- kleidung läßt auf eine erotische Scene schließen, und man darf vielleicht an das Sympleguia des Euthykrates (Overbeck, 8— Q 1524; Maaß, Jahr- buch d. J. XXI, 1906, S. 89 ff.i erinnern. Die Ar- Digitized by Google 19 Madrid. 20 beit des Stücke* ist nicht original, aber von außer- ordentlicher Weichheit und Sinnlichkeit. 1577 link*. Nackter Jünglingstorso. H. 64 ; nach dieeem 0,94 m hoch. B. 12. Keinach, Rep. IV, 874, 5. R. Kopfnicker ge*|>annt. Locher für Metallatifte unter beiden Achselhöhlen, offen- bar für eine moderne Ergänzung der Arme. Am r. Oberschenkel, hinten in der Kniegegend, scheint der Stamm ausgebrochen au »ein. Die Bezeich- nung de* Torso* als llermaphrodit ist gänzlich grundlos. I.ysippischein verwandt. 1577 rechts Artemistorso. H 17. Nach diesem 0,91 m hoch. B. 1 1. Reinarh, Rep. IV', 189, 8. L. Spielbein. Der 1. Arm ging abwärts. Eine Re- plik (wie O. I.ippold gesehen hat) im Vatican. l'andclabri 111 (CI. 570, 1215). Schlechte Arbeit. 1578—84. Statue des poly kletischen Diadumenos. 11.65. B.88. Furtwängler, Meister- werke, S. 438 ff. Mahler, Polyklet, .3 73. E-A .366— 868 (Amelung). Mon. Piot IV' (1897), p 53, pl. VII 1 und IX (P. Paris). Neu: Alles von den Knicen abwärts, r. Arm ") l'cnis fehlt. Da» Ober- teil des Stammes ist noch alt. 1, Arm einschließlich der Stütze ungebrochen und Alles, sogar die Finger, antik. Von der Binde sind keine Reste mehr in der I. Hand erhalten. Der Kopf ist ebenfalls vollständig antik, auch Nase, Lippen, Haarlückchen. Das Ganze ist bis auf die Haare geglättet und zwar in neuerer Zeit, was der antike Sinter in den Haaren beweist. Die Binde hat keine .Saumlinie. Die freistehenden Bindenteile waren nie in Marmor gearbeitet; denn hinten sind an der Binde, wo sie geknüpft ist, keine Bruchstellen, sondern eine antike AbschluUstelle. Vermutlich waren diese Enden in Bronze angesetzt, wie an dem neuen Barraccoachen Exemplare: Cata- logo del Museo di scultura antica, Fondazioue Barracco (1910), Nr. 107 (mit Abb.). Auf der Photo- graphie der Rückseite (1584) glaube ich liuks ein zu- geschmiertes Stiftloch zu sehen, ungefähr an der gleichen Stelle, wie am liarraccoschen Kopfe. Vortreffliche charaktervolle Arbeit, auch iui Rücken. Der Marmor ist wühl peutelisch. Die Madrider Statue steht als Copie auf der gleichen Stufe wie der Kasseler Kopf. Sie ist eine Umsetzung in den Mannorstil, freier, gefälliger, aber weniger getreu. Für die von Hauser aufge- worfene Frage, ob Apollon oder Athlet, lehrt sie nichts Neues. 1585-87. Nackte inännl. Statue. H. 66. B. 39. Klein, Praxiteles, S. 402 ff.; l’raxiteliscbe ♦) Die Vermutung von Ada Mavjglia im Hüll com. XXXIX (19t l)p p- 197 ff, der r. Arm könne alt sein, ist darnach unbegründet. Studien, S. 57 ff.; Kunstwart 1911, S. 143; Üsterr. Jahreshefle XIV', 1911, 8 98 ff.; Bulle, der schöne Mensch I *, S. 126 ff. Amelung, Berl. phil. Wochen- schrift 1900,627. Lebensgroß. Stark geflickt. Neu: beide Arme, Penis Im Hals viele Stücke eingesetzt, hinten aber anschließender Bruch : Kopf also sicher zugehörig. Ergänzt an ihm sind: Nase und Teile der Ohren. An den Oberschenkeln, in der r. Knöchel- gegend und am I. Fuß hinten neue Stücke. Auf dem Bauch, 1. Oberschenkel und r. Schulter sind Fehler des Blocks durch runde eingesetzte Zapfen verbessert. Die Piinthe ist geflickt, aber alt. Anf ihr sitzt ungebrochen der Pfeiler, der in seinen oberen Partien stark und mehrfach ergänzt ist. Der Kopf der Herme war iu zwei Teile gespalten, die trotz der verschiedenen Färbung aneinander zu paaseo scheinen und beide alt sind; ebenso sind die wesentlichen Teile der Chlamys jedenfalls alt. Das Ganze ist stark geputzt, aber nicht ge- glättet. Sehr krystallinischer, feinkörniger Marmor Gute Arbeit, aucli im Rücken. Klein (Praxiteles, a. a. O.) hat eine nur in einer Zeichnung von Cavaieriis erhaltene Statue als Wiederholung der Madrider Figur erkannt. Die verschollene Statue hielt auf dem 1. Arm ein nacktes Kind. Eine Wiederholung dieses Kindes glaubt Klein in einer Figur des Thennenmuseuma nachweisen zu können. Wie indessen die Ver- suche mit Abgüssen ergeben haben, ist das Kind zu groß im Verhältnis zum Träger. Ferner sind, wie bereits Helbig (Führer1, II, 1103) gesehen hat, die Beine des Dionvsosk indes in der Zeichnung nach der entgegengesetzten Seite gewandt als im Marmor, und die Hand des Hermes erscheint an diesem nicht, wie in der Zeichnung, am 1. Ober- schenkel, sondern am I. Glutaeus. Zum Mindeeteu also müßten wir weitgehende Uopistenfreibeitcn annehmen. wenu wir das Kind iui Therinenniuseutu ! einer Replik der Uavalcriisschen Gruppe zuschrei- ben wollten. Offenbar Recht hat hingegen Klein in seiner Identification der ZeiclinuDg mit der Ma- drider Figur: die Chlamys allein beweist dies. Furtwängler (Herl. phil. Wochenschr., 5. Mär» 1898) hält die Figur für die Wiederholung der Gruppe des älteren Kcphisodot: „Mercuriua Libe- rum patrem in infantia uutriens“. Vorausgesetzt, dali das Kind nicht etwa nur dem Zeichner oder einem Restaurator der Renaissance seine Ent- stehung verdankt, halte ich Furtwänglers An- nahme für wahrscheinlicher, als Kleins Zuweisung an Timarchos, einen Sohn des Praxiteles. Denn wenn auch eine spälpraxitelische Figur, wie der sog. Autiuou» vom Belvedere (deu Furtwängler, Digitized by Google 81 Madrid. 22 Meisterwerke, S. 571 f., den Söhnen dee Praxiteles zugewiesen hat), in der Körperbildung noch sehr viele polykletische Elemente bewahrt hat und sich darin der Madrider Statue an die Seite stellt, so ist doch andrerseits das liewegungsmotiv der letz- teren wesentlich befangener und zurückhaltender, gebundener sogar noch als das des sog. Periboütos. bei der Betrachtung des Kopfes wird man zunächst auch an den Antinoua vom Belvedere erinnert; doch scheint, falls man der einen Replik trauen darf, das llaar strenger und einfacher stilisiert, weniger gelockert, die .Stirn nach der älteren Weise sehr hoch zu sein. Mit der Eirene freilich sind die Berührungspunkte nicht sehr eng; indessen scheint nichts im Wege zu stehen, eine Tätigkeit des älteren Kephisodot noch in der Mitte des 4. Jahrhunderts anzunehmen. Auch die Stilisierung der Uhlamy» weist entschieden auf eine dem praxi- teliscben Hermes oder der oben Nr. 1527 veröffent- lichten Dionysosstatue vorausliegende Zeit. — Eine Replik vermutet Amelnng in der verschollenen Satyrstatue der Sammlung Mattei: Clarac 704 D, 1683 B. 1588—92. Sog. Grnppe von Ildefonso. H. 67. B. 28. Fr— W 1665. Hauser, Ncuattieche Reliefs, S. 184. Anm.l. Fr. Beckett, Den Kgl. Afstoeb- ningssamling, Kopenhagen, Nr. 950. Bethe, Arch. Ans. 1898, 8. 8 ff. Furtwängler, Meisterwerke, 8. 468 f. Derselbe im Bull. d. J. 1877, p. 154. Br— Br 308. — Ehemals in Villa l.udovisi (Schrei- ber, Katalog, S. 30). a) Tatsächliches. Der Antlnouskopf, von madiger Arbeit, gehört sicher nicht zu. Neu. Nase, ganzer Hals, r. Teil des vorderen Oborschädels bis zur Stirn. Hinten, wo der antike Torso und der Kopf direct ohne zwischengesetztes HalaBtUck zu- sammenstoden, sieht man die Niehtzusammenge- hörigkeit deutlich: Schnitt; außerdem müßten die Kopflocken sich noch irgendwie auf dem Hals fort- i setzen. Am . Antinous“ ist ferner nen der r. Arm mit .Schale. Der I. Arm von der Schulter bis unter- halb des Ellenbogens war gebrochen und ist wahr- scheinlich auch modern. Sein auf der 1. Schulter des „Polyklet" liegender Unterarm ist alt; wahr- scheinlich auch die Hand, an der der Zeigefinger gebrochen war; der kleine Finger ist neu. Der Marmor am »Antinous* war an mehreren Stellen geplatzt: die Risse sind jetzt verschmiert, ober- halb der r. Brust Mannortlicken eingesetzt. Heide Unterbeine vom Knie ab scheinen neu (Bruch- llächen übcrschroiert). R. Fuß und L Zehen sind sicher alt und sitzen ungebrochen auf der Plinthe; ob der hintere Teil des 1. Fußes, der Uber dem Knöchel mit Schnitt an die moderne Wade an- stößt, antik ist oder nicht, läßt sich nicht ent- scheiden; seine Bruchstelle gegen die antiken Zehen hin ist verschmiert. Über dem r. Knöchel, zwischen Fuß und moderner Wade, ist ein Stück zwischengesetzt von einer zweiten Ergänzung, ln den modernen 1. Unterschenkel ist unterhalb des Knies ein 8tttck eingesetzt, das noch antik sein könnte. — Der Altar steht ungebrochen auf der antiken Plinthe. Auf der Oberseite derselben, am äußern Rand, hinter dem Altar, ist ein ziem- lich breites und tiefes, offenbar modernes Loch. Das Mittelstitck des brennenden Fackelteils sitzt alt und ungebrochen auf dem Altar: also ist die Fackel richtig ergänzt. Es ist sogar möglich, daß ein großer Teil ihres vorn geputzten, mehrfach gebrochenen Schaftes antik ist. — Ebenso ist es wahrscheinlich, daß der ganze r , im Oberarm ge- brochene Arm (einschließlich der Hand) des .Po- lyklet* antik ist; es ging eine Stütze vom Fackel Schaft, der ungebrochen in der R. ruht, zum r. Oberschenkel hinüber, wo jetzt noch Reste des Puntellos zu sehen sind. Der an der 8chnlter und unterhalb des Ellenbogens gebrochene 1. Arm des .Polyklet* ist ebenfalls antik. In der Hand sind noch Rette des Fackelschaftes erhalten, dessen andere Teile neu sind. Der Kopf des .Polyklet“ ist ungebrochen und intact bis auf einige Blätter des Lorbeerkranze«. Zahlreiche Reste rotbrauner Färbung in dem fast unberührten Haar. Das r. Ohr ist etwas geschwollen. Der r. Unterschenkel ist von unterhalb des Knies an neu, der Fuß aber, der ungebrochen auf der Plinthe steht, alt; die Bruchstelle oberhalb des Knöchels ist ganz verschmiert. Der 1. Fnß steht ebenfalls unge- brochen auf der Plinthe. Das I. Unterbein ist wahrscheinlich von oberhalb des Knöchels bis unterhalb des Knies modern (.Schnitt, nicht Bruch). Hinten sind im Unterbein mehrere Stücke einge- setzt. — Die Basis der Koraiigur steht unge- brochen auf der Plinthe und schließt ohne Bruch an den 1. Unterschenkel des .Polyklet* an. Die Figur selbst ist einmal oberhalb ihrer Fiiße ab- gebrochen gewesen; bei diesem Bruche ist das hintere Stück Ihrer Basis sammt den darunter und daneben befindlichen Teilen der Plinthe und dein untersten hinteren Teile ihres Gewandes und dem Gewandstück unterhalb ihrer I. Hand verloren gegangen und ergänzt worden. Die Füße und das Unterteil des Gewandes vorn hingegen sind alt uud sitzen ungebrochen auf der Basis. Am I. hinteren Oberschenkel des .Polyklet“ unterhalb der Glutäen, wo die Figur ebenfall« gebrochen 3 Digitized by Google 28 Madrid. 24 war, ist ein Ansatzstück ihres Gewandes erhalten Ihr Kopf war im Hals gebrochen, ist aber alt und zugehörig; nur die freistehenden Lockentcile sind neu. Im Übrigen ist die Figur Intact. ln der R. scheint sie einen Apfel zu halten. Vortreffliche Arbeit, auch auf der Rückseite. b) Ergebnisse. Die mehrfach geäußerten Zweifel an der Zusammengehörigkeit der ganzen Gruppe haben sich bei genauerer Untersuchung nicht bestätigt. Korafigur, „Polyklct“ und Altar gehören sicher zusammen. Der größte Teil des 1. Arms des „Antinous* und seiue Unterbeine sind zwar neu, so daß die Figur an keiner titelte Bruch auf Bruch ansitzt. Aber da die 1. Hand und die Hauptteile der Füße antik sind und ihre Verbin- dung mit dem Torso sich ungezwungen ergibt, da außerdem Größe und Marmor des .Antinous* über- einstimmen, so ist die Annahme, daß ein Pasticcio der Renaissance vorlicgc, so gut wie ausgeschlossen Bereits üethe a. a. 0. hat im Wesentlichen das Rich- tige beobachtet An eine Beziehung der Gruppe auf Antinous ist nicht zu denken, da der Kopf des .Antinous“ nicht zugehörig ist. Für seinen Körper ist der praxltelische .Sauroktonos benutzt. Die Figur des .Polyklet“ geht nach Furtwängler (Meisterwerke, 8. 463 f.) auf eine, in weiteren Repliken nicht er- haltene Statue eines Knabensiegers des polykle- tischen Kreises zurück, die dem Westmacottschen Athleten sehr nahe gestanden haben muß. Die Anordnung des Haares ist der des Doryphoros so ähnlich, daß man sogar die Frage aufwerfen kann, ob nicht die ganze Figur erst eine dem Copisten zu verdankende Combination aus dem Westmacott- schen Athleten und dem Doryphoroskopfe ist Die Haltung der Anne wäre dann, wie am .Saurok- tonos“, erst für die Gruppe zurecht gemacht Die Verbindung der beiden Figuren zu einer Gruppe ist, wie man seit Langem glaubt, in dem Kreise der „l’aslteliker“ vorgenomraen worden Die Vorzüglichkeit der Arbeit, die man z. B. an dem Kopfe des „Polyklet“ schätzen kann, weist ebenfalls auf jene Zeit. Aus der Decoration des Altars läßt sich kein genaueres Kriterium zur Da- tierung entnehmen (siehe Altmann, Römische Grab- altäre, S. 60). „Es wird zu leicht vergessen, daß die meist als bloße Pasticcios leichthin abgetanen Gruppenbildungen, wie die von Ildefonso, des Menelaos u a., Formlösungen ersten Ranges dar- stellen. Hinter ihnen steht ein Künstlertum, das zwar durchaus erfindungsarm ist, aber seine Va- riationen und Verbindungen vorhandener klassi- scher Leistungen mit eminentem künstlerischen Takt ausführt“ (Ludwig Curtius, Jahrbuch d. J. 1904, XIX, S. 69). Die Deutung der Gruppe hängt von der Be- nennung der polykletischen Figur ab. Sie löscht mit der Rechten die Fackel auf dem Altäre aus (die Fackel in der linken Hand bleibt besser un- berücksichtigt, da ihr Altertum von anderer Seite bestritten worden ist). Von einem Anzünden der Fackel kann keine Rede sein, da auf dem Altar kein brennendes Feuer erhalten ist. Man bat des- halb in der Figur einen Todesgenius erkennen wollen; in gleicher Weise sind mehrere Repliken des Eros von Centoccllc durch Weglassen der Betlügelung und Hinzufügung der Fackel in Todes- dämonen umgewandelt worden. Der Lorbcer- kranz freilich findet bei einer derartigen Figur keine Erklärung. Andererseits widerspricht das Idol der Deutung auf einen gewöhnlichen Sterb- lichen. Wie bei den übrigen Gruppen des par- teiischen Kreises bleibt auch hier die Deutung in- folge der Unbestimmtheit der Action ungewiß (vgl. Furtwängler, Ann. d. J. 1877, p. 156, Amn. I). 1 593 — 98. Nackter Knabe. II. 69. Nach diesem 1,34 m hoch. ß.85. Revue arch. 1901,11, pl. XIX— XX, p.316 (Pierre Paris); 1905, II, p. 103ff. (Mahler). Ergänzt: Beine von den Knieen abwärts, Plinthe und Stamm, r. Arm mit Lorbeerzweig, Flicken in der 1. Schulter. L. Arm und Hand sind bis auf Teile an den Fingern alt. Der Kopf ist vollständig intact. Geputzt. Gute Arbeit. Während Pierre Paris die Statue ins 4. Jahr- hundert versetzt und dem Euphranor frageweise zuschreibt, gehört sie nach Mahler an die Seite der ilestia Giuatiniani. Ich halte diese Datierung für irrig. Die Bewegung des I. Armes findet sich zwar auch schon an dem älteren Werk. Aber die Behandlung des Körpers ist von einer in der Mitte des 5. Jahrhunderts nicht denkbaren Weich- heit. Pierre Paris, Hinweis auf Furtwänglers „Euphranor“ trifft in der zeitlichen Ansetzung des Stückes jedenfalls das Richtige; auch die Eirene des Kephisodot bietet Vergleichnngspunkte. Das Haar, dessen Anordnung der Mode des 5. Jahr- hunderts entspricht, fallt an den Seiten und im Nacken in künstlich gedrehten I/rcken herab, die sich von den natürlich gewellten, z. B. des Dorn- ausziehers oder des Niobidenknaben mit dem Pädagogen bestimmt unterscheiden. Sie entspre- chen vielmehr dem Lockentoupet griechisch-ägyp- tischer Köpfe hellenistischer Zeit (Afrika, Isis, Portraits). Der Dargestellte ist danach auslän- discher, wohl afrikanischer Herkunft. Mahler hätte bei seiner Datierung an den Librs puer teneus Digitized by Google 25 Madrid. 26 tabellam des Pythagoras erinnern können. Eine ähnliche Verbindung von ägyptischer Frisur mit Form-Elementen der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts zeigt ein einer Gewandstatue der Loggia dei Lanzi (D. 559) aufgesetzter weiblicher Kopf. Vgl. auch E— A 1363 4. 1599—1601. .Schlafgott “ H. 70, danach 1,12m hoch B. 84. Beinach Rep IV, 257, 3. Neu: Plinthe, Stamm bis auf das oberste Drittel, Unter- beine. Der r. Arm (Schulterstück neu) und der 1. Unterarm waren gebrochen, sind aber alt und zu- gehörig; beide Hände neu. Den Kopf (neu : Nase) hielt Hübner für modern. Ich habe ihn vor dem Originale für antik gehalten, kann aber bei ge- nauerem Studium der Photographie erneute Zwei- fel nicht unterdrücken. Gute Arbeit. Falls der Kopf zugehörig ist, würde die Restauration der Figur zu einem Schlafgott das Richtige treffen (vgl. Furtwängler, Bull. d. J. 1877, 158). Kürper- bildung und .Standmotiv weisen auf die Zeit der zweiten attischen Sehule. 1602. Sog. Narkissos. H. 71. B. 124. Reinach, Rep. IV, 56, 4 Neu: Unterbeine, Stamm, Plinthe, 1. Arm von der Mitte des Oberarms ab, r. Arm (Hand alt). Kopf war gebrochen, ist aber zu- gehörig; neu ist Nase und r. Oberschädel Recht gute und sorgfältige t'opie des von Furtwängler, Meisterwerke, S. 483 ff., behandelten Typus. 1603. K nieender Perser als StUtzfigur. H 73. B. 208. Reinach, Rep. IV, 292, 1 Hoch 0,66 in. Die Statue ist stark verschmiert, so dail die Constatierung der Ergänzungen schwierig ist. An der Plinthe sind die Aulienränder und vorn ein großes Stück neu. Neu sind ferner die rechte Hand mit dem Modius, der selbst wieder ergänzt ist, und die Spitze der Mütze Der Kopf scheint gebrochen gewesen zu sein, ist aber wohl alt und zugehörig. Beide Arme von Schulter bis Hand- wurzel sind vom Torso getrennt gewesen. Die Fügen sind zum Teil verschmiert; sie machen eher den Eindruck von Schnitt als von Bruch. Doch schien mir der Sinter, der auf den Armen sitzt, gut und alt zu sein. Die Qualität des Mar- mors ist bei der jetzigen Aufstellung in schlech- tem Eichte schwer constatierbar. Die Arbeit ist roh. Über den Typus hat zuletzt Bulle in den Einzelaufnahmen 502/3 gehandelt, wo auch unsere Statuette S. 44 links oben erwähnt ist. 1604. Statue eines römischen Prinzen. H. 75. B. 166. Clarac 916 A, 2336 A. Hoch 2,25 m Neu: Kopf, r. Arm, 1. Unterarm. Von der Plinthe ist nur die Partie um den rechten Fuß und den Stamm herum alt. Das I. Bein war im Knie ge- brochen und ist alt bis zur Mitte des Unterschen- kels. Auf den Schultern Bindenreste. — Im be- kannten Prinzentrpus der iuliscb-daudischcn Zeit (vgl. E— A 332 und 869). Gute Arbeit, modern übergangen 1605. Statue des Augustus. H. 78. B. 170 t 'lar.ro 916A, 2337 A. Bernoutli, Rom. Ikon. (I, 1, S. 39, Nr. 63 Neu: fast das ganze Unterteil der Figur von den Knleen abwärts und die Hände. Das Halsstück ist zwischengesetzt, der Kopf aber wegen der übereinstimmenden Falten der über den Kopf gezogenen Toga zu- gehörig. Er ist von vortrefflicher Arbeit, nur durch die abscheuliche Ergänzung von Nase und Oberlippe stark verunstaltet. Die Statue ist, als datierbare Togafigur, nicht ohne Wert. Vgl. den neugefundenen Augustus der Via I.abicana Bull, com. 1910, tav. VII. 1606. Panzerstatue. H. 81 ; nach diesem 2,06 m hoch B. 168. Clarac 916 B, 2504 A Ber- noulli, Köm. Ikon. II, 1, 153. Journ. of Hell. Stud- VII, p. 132, Nr. 47. v. Rohden, Bonner Studien, S. 15. Ergänzt: außer Kleinigkeiten au Gewand und Füßen, der Kopf, die Arme, das Mittelstück des I verwandt und, wie dieser, aus helleuistischer Zeit Digitized by Google 31 Madrid. 32 1655. Bärtiger Grieche. H. 171. B. 94. Bernoulli, Griecli. Ik. I, S. 26, Amn 4, Nr. 8. Neu: Kleinigkeiten seitlich an der ilerme und die Nase. Geputzt Replik des sog. Apolionius von Tyana. 1656/57. Bärtige Herme. H. 172 B. 55. Neu: Herme mit der Inschrift EAPAANA- IIAAAQS, Hals, der ganze Hinterkopf mit Aus- nahme eines Stärken, die I obere Hälfte des Schädels, das Unterteil der Nase Alt ist also nur die Maske des Kopfes, die ihrerseits in der Mitte durcbgebrocheu war Repliken: 1. Lateran, B— Sch 374. 2. Ebenda 380. 3. Torlonia 34. 4. Ny- Carlsberg 152. 5. Wien, aus Ephesos: Ausstel- lung von Fundstllcken aus Ephesos, 1905, p 20 und 21; Phot Bosniak 415. 6. Louvre: Clarac 1086, 2760 C. 7 Villa Medici: M-D 1689 = Phot, d röm. Inst. 1042. 8. Eine weitere, angeblich aus Athen stammende Replik war 1911 im Pariser Kunsthandel. Vgl. auch Monumeuti del Museo Gri- tuani tav. II u. VIII. — Nr. 1 hat als Gegen- stück eine jugendliche Herme (vgl. E—A 422/23 und Text zu Ny-Carlsberg, PI. 69/60;, die anscheinend auf den nämlichen Künstler zurilckgeht; derselbe hat am Ende des 5. Jahrhunderts gelebt 1658. Bärtiger Grieche, H 187. B. 18. Bernoulli, Griech. Ik. I, 8 167. Am Kopf sind neu: Nase und StQck auf dem vorderen Ober- sehädel. Die Stirn war abgeplatzt, ist aber antik und zugehörig: sie besteht aus demselben rot gesprenkelten Marmor wie der Kopf. Der Kopf gehört nicht zu der mehrfach gebrochenen, aber antiken Büste: das Halsstäck ist zwischengesetzt, der Marmor verschieden. Die Büste ist hinten wenig gehöhlt; starke Mittelstutze. Auf dem BUstenfuß vorn die Inschrift: TCTAT€IAICJ CCWT^CJ (Rasur) ie?ei n-Ai a io c ANAKYN AA ?A},0X (Kaibel, I. G. Sic. et It. n° 1087). Mit Apices Der Name Anakyndaraxes ist persisch. Die 1. Brust iBt von einem Fell bedeckt, das auf der Schulter geknüpft ist. Der Chiton hat oben eine große Quedcr. Die Büste ist griechisch, aus ba- drianiseber Zeit; sie stammt aus Rom. Der auf- gesetzte l’ortraitkopf ist dem Euripides entfernt ähnlich; er wird im Portraitwerk besonders ver- öffentlicht werden 1659 — 62. Kopf, dem Dioinedes ver- wandt. H. 189. B. ? Paul Herrmann bei Furt- wängler, Meisterwerke, S. 316, Anm 2. Neu: Bruststück und Nasenspitze. Die rote Farbe auf den Augäpfeln ist modern. Geputzt. Der 1. Kopf- nicker ist gespannt, also ging der Kopf zur r. Schulter. Der Kopf ist ein interessantes Beispiel für die Freiheit, mit der die römischen Copistcn berühmte Originale umgewandelt haben. Im Bart ist noch die strenge Behandlung der einzelnen Löckchen ziemlich gewahrt; das Haupthaar hin- gegen ist vollständig umstilisiert und Polykle- tischem angenähert, so auch in der Partie um den Wirbel. Daß der kreeiläische Diomed aber ur- sprünglich zu Grunde liegt, ist nicht zu bezwei- feln. Den Übergang zwischen den strengen Copien und dieser Umgestaltung hier bildet der Kopf im Orto botanico: E—A 809 10, an welchem die strenge Stilisierung der Haare des Originals bereits verlassen ist. Daß der Diomedkopf in römischer Zeit starker Beliebtheit sich erfreute und von den Copisten mit großer Freiheit ver- wendet wurde, zeigt auch die interessante Koloseal- statue des Palazzo Odescalchi in Rom- M — D 1028, E—A 2058 —60, wo er, in den Formen abge- schwächt und modernisiert, mit einem Torso j polykletischer Art ungebrochen verbunden ist. 1663 64. Jugendlicher Römer. U. 197. B. 121- F-W 1644. Bernoulli, Röm. Ik. II, 1, S. 39, Nr. 67, Fig. 8; S 152. Nen: Hals mit Teil des Hinterkopfs, Büste, Nasenspitze, großer Fleck io der I. Wange. Nach Hübner und Fricderichs-Wol- ters Tiberius, nach Bernoulli Augustus. Schla- gende Ähnlichkeit mit keinem der beiden vorhan- den; dem Typus nach aber dem inlisch-claudischen Kaiserhaus angehörig. 1665. Küste eines Bärtigen. 11. 214. B. 185. Der Kopf (ergänzt: Nasenspitze und Ohren- teile; aus antoninischer Zeit; von Hübner ohne Grund für modern erklärt) gehört nicht zur Büste. Dieselbe ist interessant wegen des vorn an Stelle der Inschrifttafcl angebrachten, auf einem Blitz- bündel stehenden Adlers. Sic trug offenbar ehe- dem einen Kaiserkopf; ihrer Form nach gehört sie in die gleiche Zeit wie der ihr jetzt aufge- setzte Kopf. 1666/67. Kopf des Drusus minor. H. 227 B. ? Bernoulli, Röm Ik. II, 1, S 201, Nr. 2. Neu: Büste, Nasenspitze, Teil des r Ohres. Geputzt 1668. Kopf eines unbärtigen Römers. H. 230. B. 390. Neu: Büste, Hals, Nase, Ohren, Nackenhaar. Zeit des Nero Digitized by Google 83 Madrid. 84 1669—70. Büste eines unbärtigen Römers. H. 231. B. 115. Der vollständig un- versehrte Kopf sitzt mit Schnitt iu der llalsgegend auf der Büste auf. Beide Teile bestehen nicht aus Marmor, sondern einem kalkstcinähnlichen Materiale. Antik zusammengehörig können sie nicht sein; denn Stil von Kopf und Büste, an welcher Kuß und Inschrifttafel sicher neu und ans weißem Marmor sind, passen nicht zueinander: jener ist republikanisch, diese aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. Dem Gedanken, die Büste sei in neuerer Zeit zu dem antiken Kopf hinzugearbeitet, widerspricht seine vollstän- dige Unversehrtheit sowie das auffallende Material Wir haben es also offenbar mit einer sehr ge- schickten Fälschung der Renaissancezeit zu tun. 1671/72. Bärtiger Portraitkopf. 11.246. B. ? Neu: Nase, Partieen an beiden Ohren, Hals. Die Zugehörigkeit der ztim Teil antiken Büste ist ungewiß. Der Kopf ist von Interesse, weil er physiognomisch dem Typus des sogen. .Julianus Apostata“ (Portraitwerk , Register zu Tafel 1—760, S. 46; Taft. 681—686) nahesteht Der Arbeit nach gehört er in das Ende des 2. Jahr- hunderts n. Chr. 1 673, 74. Bärtiger Dakerkopf mit Mütze. H.262. B.387. Grauer Marmor. Die Brust ist neu; der Kopf war quer durchgebrochen, istaber sonst intact. Vorzügliche Arbeit traianiecher Zeit. 1675/76. Weibliche Büste mit der Frisur der Julia Titi. H. 264. B. 117. Ber- noulli, Rom. lk II, 2, S. 40 u. S 60. Neu: Nasen- spitze, beide Ohrenpartien, Teile am Büstenfuß. Wichtig wegen der ganz erhaltenen Büste. Hin- ten hohl mit frei gearbeiteter hoher Stütze. 1677 78. Kopf einer Römerin. H. 282. B. 137. Neu : Hals, Büste, Nase. Geputzt. Ich habe den Kopf, an dessen Altertum ich, wie Hübner, nicht gczweifclt habe, wegen seiner seltsamen Frisur aufnehmeu lassen. Mitten durch das Haar geht eine aus zwei dünnen Haarzöpfen bestehende Art von Keif; die rund um deu Obcrschädel laufenden Streifen indessen scheinen aus Stoff zu bestehen (rechts als Binden charakterisiert, links ganz glatt). Nach der Behandlung des Fleisches würde ich den Kopf am ehesten in neronisch-othonische Zeit setzeu. Auch der Mangel der Pupillenangabe spricht für Ansetzung in vorhadrianische Zeit. 1679. Kopf einer Ziege. H. 283. B. 83. Auf der Unterseite jetzt glatt abgeschnitten, ur- sprünglich aber wohl von einer Statue summend. Neu: Hörner, Ohren, Kleinigkeiten. Vorzügliche Arbeit Vgl. British Museum 2129. 1680—82. D r e I a ei t ige n e u a 1 1 is e h e Basis. H. 284. B. ? Das Oberteil ist neu; die Photographien zeigen deutlich den Umfang der Ergänztmg. 1680. Ein Jüngling mit flatterndem Haar, in jeder Hand eine Flöte (V); vor ihm ein AlUr mit brennender Flamme. 1681. Herakles (?), jugendlich, in der L. die stabäbnliche Keule haltend, mit der nur zum Teil erhaltenen R. winkend (Hübners Ansicht, die Hand habe die Apfel gehalten, bestätigt sich vor dem Original nicht). 1682. Apollon, die Leier spielend, die auf einer kannelierten Säule aufruht. Die Reliefs, die unzweifelhaft antik sind, haben mit einer Reihe .neuattischer* Sculptnren in Motiveu und Einzelformen altertümelnd manierierte Züge gemein, die uns heute durchaus unantik an- muten und bei manchen dieser Monumente schon den Godankcn an neueren Ursprung nahegelegt haben. 1683—86. Vier ncuattische Reliefs mit Darstellungen von Maenaden. H. 286. B. 42, 43, 46, 46. Winter, 60. Berliner Winckel- mannsprogramm, 1890, S. 97 ff., Tafel II und III. DieMaaße: 1683: 1,42m hochjobere wie untere Breite 0,79 m. 1684: 1,406 m hoch; untere Breite 0,79 m, obere Breite 0,80 m. 1685: 1,425 m hoch; untere Breite 0,81 m, obere Breite 0,78 m. 1686: 1,385 m hoch; untere wie obere Breite 0,76 m. — Die Tiefe der Platten ist verschieden; da sie an der Wand befestigt sind, kann man nicht fcatatellcn, ob ihre Rückseiten etwa abgemeißelt sind. Die untere Ablaufplatte ist bei allen vier Reliefs vorhanden; die obere fehlt bei 1683 und 1686. Bei 1686 sicht man deutlich, daß sie weg- gemeißelt worden ist; bei 1683 hingegen ist sie bestimmt niemals vorhanden gewesen ; sie ist auch nicht etwa im Uanzcn wcggenoumien worden, da die Platte in der Höhe mit den übrigen Uber- einstimmt. Trotzdem, und trotz der kleinen Maaßdifferenzen, gehören alle vier Platten gewiß zusammen. Sie bestehen aus demselben, anschei- nend nicht sehr feinkörnigen pentelischen Mar- mor und haben denselben Erhaltungszustand. Sie scheinen längere Zeit dem Regen ansgesetzt ge- wesen zu sein; die besonders beschädigten Stellen sind dann geputzt und leicht übergangen worden. An andern Stellen sitzt noch der antike Sinter, in mehreren Faltcntiefen rötliche Farbspureu, die ich für antik gehalten habe. Die Wölbung der Platten ist außerordentlich gering; nur bei 1686 ist sie etwas stärker. Von einem Puteal können Digilized by Google 36 Madrid. 36 die Platten unmöglich herrühren: dasselbe müßte einen kolossalen Durchmesser gehabt haben. Für die Reconstruction des Monuments ist zu be- achten, daß bei 1683 der obere Ablaufrand nie vorhanden war — eine plausible Erklärung für diese Abweichung vermag ich allerdings nicht zu geben An den Außenrändcrn von 1684 und 1636 befinden sich Dübellöcher und Micher für Metallstifte. Dieselben rühren anscheinend eher von einer Befestigung der Platten in neuerer Zeit her, da die Außenränder den Eindruck moderner Bearbeitung machen. Ergänzt .sind (außer Kleinigkeiten): An 1683: die NaBe, ein größeres eingesetztes Stück am linken Qlutaeus, das äußere Ende der Platte rechts von unterhalb der rechten Hand abwärts. Ueslcht und Haar sind geputzt. — An 1684: die Nasenspitze und Flicken in der Wange. Wenig geputzt. — An 1685: in der I. untern Ecke ein Stück des Reliefgrundes und des Gewandes. Der Kopf stark geputzt. — An 1686: nur un- wesentliche Kleinigkeiten Das Haar und am Thyr- sos der Pinieuapfel sind unberührt. Die Reliefs enthalten so viele auffällige Einzel- heiten, daß ich längere Zeit ihren antiken Ur- sprung in Zweifet gezogen habe. Bei 1683 fällt der gänzlich unmotivierte Efeuzweig hinter dem Haupte auf; befremdlich mutet ferner das Über- gehen des Chitons in ein Uundsfell an. Auf 1686 wird das Tympanon nicht von der L. gehalten, sondern erscheint Idnter ihr. Auch an 1686 ist die als Schweinsfell behandelte Chlamys sehr selt- sam stilisiert. Aber diese Seltsamkeiten genü- gen nicht, um die Reliefs als Fälschungen der Renaissancezeit zu erklären Zu dem Tympanon von 168f> bietet das Relief 899 in Villa Albani (Zoüga, Bassiriiievi 1, 19 links; Phot. Alinari 27676), von welchem unten noch die Rede sein wird und das bestimmt antik ist, eine vollkommene Analogie. Das Hundsfell an 1683 verdankt nicht, wie man meinen könnte, einer Überarbeitung seine Entsteh- ung. Man erkennt zwar links vom Kopfe des Hun- des eine Einarbeitung wie von einer weggemeißel- ten .Stelle; aber die Klauen des Felles sind antik und unberührt, und an der Schulterklaue sitzen gute alte rote Farbspuren. Außerdem kehrt das Fell entsprechend bei der Wiederholung der Figur auf dem Florentiner Relief D. 610 (E— A 378; Rrogi 9645) wieder. An 1686 ist auf jeden Fall eine moderne Herrichtung vorgenommen worden, da die obere Ablaufleiste weggemeißelt worden ist; wenn auch Haar und Thyrsosapfel unberührt ge- blieben sind, so ist das Gesicht doch geputzt wor- den; bei dieser Gelegenheit könnte der Ergänzer sich auch an der Chlamys vergriffen haben. Doch mahnt das Beispiel von 1683 zur Vorsicht; auch dieses Fell wird eher antik sein. Winter a. a. 0. hat vorgeechlagen, in dem bekannten Maenadenrelief vom Esquilin im Con- servatoreupalaste einen Teil des nämlichen Monu- mentes zu erkennen, dem die vier Madrider Platten angehört haben. Abgesehen von der Verschieden- heit des Stiles — das römische Relief einfach, charaktervoll; wenn nicht Original, so doch von der Qualität eines solchen; die Madrider Platten Hau, kleinlich, unruhig, Copien mit allen Miß- verständnissen des Älteren, wie sie auf neuattischen Werken sich häufig finden — widerspricht der äußere Befund dieser Combination ; die Höhe ist zwar ungefähr die gleiche, verschieden aber ist die Breite, der obere Ablauf und vor Allem die Rundung der Platten, die an den Madrider Stücken viel geringer ist. Den Gedanken, daß die beiden stilistisch übereinstimmenden Reliefplatten in Villa Albani (Ptaott. Alinari 27 574/6), an deren Alter- tum nicht zu zweifeln ist, zu der Madrider Serie gehört haben könnten, habe ich wieder aufgegeben, da die eine der beiden Figuren sich auf den Ma- drider Platten wiederholt; Genaueres über diese Albanischen Reliefs wird die 9. Serie der E— A bringen, für weiche die gesammten Sculptoren der Villa Albani aufgenommen worden sind. 1687 Neuattisches Relief mit Satyr und Maenade. H. 286. B. 90. Hoch 0,70 m, breit 0,67 m Hauser, Neuste Reliefs S. 18, No. 23. Die unteren Ecken wareu gebrochen und scheinen neu. Hausers Vermutung, der Thyrsos im Felde rechts sei durch Überarbeitung entstanden, be- stätigt sich vor dem Originale nicht Der Backen- riemen für die DoppelHöte des Satyrs (yopßtid) wird durch ein zweites, oben Uber den Kopf laufendes Band festgehalten (s. von Jan in Bau- meisters Denkmälern s. v. Flöten, S. 666). Die bekannteste Wiederholung der beiden Typen ist du Neapler Relief Inv. 6726 (Guida Ruescb, No. 281). Ihr Vorbild muß in der Mitte des 4. Jahrhunderts entstanden sein; der Kopf des Apollon mit der Gans ist die nächste Parallele zu demjenigen der Maenade. 1688. Neuattisches Relief mit Satyr and Maenade. U. 287. B. 27. Hoch 0,61 m. breit 0,62 m. Auf der linken Seite Bind die obere und die untere Ecke neu. An beiden Seiten fehlt ein Längsstreifen oder cs schlossen weitere Platten an. Sicher echt; guter Sinter, ln Villa Albani befindet sich eine Replik der Platte im Gegensinne Digitiz 37 Madrid. 88 (Zimmer des Aesop, No 948; Znega, Baaslrillevi II, Tafel 82; P — W 1883). Aus dieser geht hervor, daß der Gegenstand, den der Satyr mit der Linken faßt, ein Schelleobaum war, ein von drei über- einandergceetztcnschellengeschmückten metallenen .Schallbecken gekrönter Stab. Jahn (Kottabos auf Vasenbildern: Philologns XXVI, S 237) vermutet darin ein Gerät des Kottabos, da der Satyr ja mit der liechten dieses Spiel treibt. Vielleicht stehen auch die drei maiskolbenähnlichen Stacheln auf dem Haupte des Satyrs mit diesem Spiel im Zusammenhang. Die Maenade hat an beiden Handgelenken Schlangen — Feine, aber outriertc Arbeit. Die Figur der Maenade erinnert ln Manchem an die Aphrodite Kallipygos. IG89. Fragment eines runden Ge- fäßes mit bakchischer Darstellung. H. 288. U. 128. Nur das Mittelstflck ist antik. Jugendlicher Dionysos nach r., von einem kleinen Satyr gestutzt, von einem größeren, der die Flöte spielt, gefolgt. Die Rechte de« Dionysos scheint ein (Überarbeitetes) Rhyton gehalten zu haben, über die Wiederholungen des Typus hat Amelung zu Gabinetto delle maschere 438 gehandelt. 1690—93. Pnteal m i t b a k ch i s che n Scenen. H 289. B. 173. Neu: der unterste Block der Basis, sowie der obere Abschluß und an- schließende Teile des Reliefs. Zu HUbners Be- schreibung sind nur Kleinigkeiten hinzuzufUgen. Der nach r. hin tanzende Satyr (1692) hält in der R. einen Kantharos. Am Fuß der Pinie r. vom Silen, der von zwei Satyrn gestützt wird, kriecht eine Eidechse Dieser Silen (1693) hat kein Ziegen- fell, sondern einen gefransten Mantel um die Hüf- ten, Unter dem rechten der beiden Satyrn liegt ein Pedum. Der „ältere ziegenflißige Satyr“ ist Pan. Er trägt nicht im 1. Arm ein Böckchen, sondern Bocksfell und Pedum. Am Dionysos ist das Vordergesicht neu; ebenso am Ampetos. Zu den Filßen des Dionysos der Panther. Der Satyr mit dem Schlauch auf der Schulter (1691) steht nicht unter der Säule mit ergänzter Vase, son- dern rechts von dem Satyr, der die Priapherme schmUckt. An dem ihm gegenUberstehenden Sa- tyr, der die Doppeltlote bläst, ist das Gesicht neu. — Flache und etwas verriebene, aber ursprüng- lich feine Arbeit Eine moderne Copie in der . Galeria dei candelabrl des Vaticana No. 134a (Ilelbig II*, 360). Neuattische Arbeit nach hel- lenistischen Motiven. Vgl. Hanscr, neuattische Reliefs, S. 93, No. 18c und S. 136 ff. 1694-96. Eiförmiges Gefäß mit Ken- taur« n kä m pfen II 291 B. 803. Ergänzt: Fuß und Deckel; einzelne Partien Übergangen. Zu der Beschreibung bei HUbner ist zu bemerken: 1694. Der Jtingling hält in der L. die Schwert- scheide. Der Kopf des Kentauren ist überarbeitet. 1696. Im r. Unterarm des Kentauren ist ein Stock neu eingesetzt. — Die Composißon ist nicht für das Gefäß erfunden, sondern geht offenbar auf ältere Vorbilder zurück ; darum sind die einzelnen Scenen etwas auseinandergezerrt und matt 1697. Relief mit fünf Frauen. U. 293. B. 131. Größte Breite 0,62 m, hoch 0,46 m. Das Relief ist derartig übersebmiert und aus alten und neuen Bestandteilen zusammengeetückt, daß es vor gründlicher Reinigung uud Auseiuandernehmung wissenschaftlich nicht verwertbar ist. Die Fignr der rechts oben auf dem Felsen Liegenden erinnert an die Statue der Ariadne, die beiden andern Liegen- den an Eumenidenfiguren auf Orestessarkophagen. 1698. Stier in Hochrelief. H. 335. Da- nach 0,70 m hoch, 0,96 m breit B. 6. Reinach, Rep. IV, 482, 2. Hühnere Krgänzungsangaben scheinen richtig ; doch ist das Stück derartig ver- schmiert, daß vor genauer Reinigung präcise An- gaben nicht möglich sind. Auf der linken An- schlußfläche ist die Platte gerauht; auch sieht man an der linken 8eite im Grunde jenseits des Schweifes den Rest eines querliegenden Stammes (?) und darüber einen pnntello; daraus geht hervor, daß links die Darstellung auf einer anstoßenden Platte sich fortsetzte Auf der rechten Seite fehlt der äußere Teil der Reliefplatte; doch beweist eine Einarbeitung im Leibe des Stieres, daß an dieser Stelle etwas anschloß. Genaueres ist bei der derzeitigen Aufstellung nicht constatierbar. — Die in Madrid als Pendant aufgestellte Knh (H. 336) ist ebenfalls außerordentlich geflickt und verschmiert. Hübners Ergänzungsangabensclieinen zu stimmen. Die rechte Anscblußfläche ist ge- raubt; links scheint Ende zu sein. Die Rückseiten beider Reliefs sind glatt. Ich bedaure, daß ich nicht auch das Relief mit der Knh habe aufnehmen lassen. Denn Amelnng (Röm. Mitt. XXIII, 1908, 8 5, Anm. 1) hat darauf aufmerksam gemacht, daß der Stier in Maaßen und Stil merkwürdig entsprechend in einer römi- schen Reliefserie wiederkehrt, deren einzelne Be- standteile er scharfsinnig lieransgcfundcn hat und zu der auch eine linkshin gewendete Kuh gehört hat. Jedenfalls wird es durch diesen Vergleich sehr wahrscheinlich, daß auch in Madrid Kuh und Stier von jeher Pendants waren. Die Zugehörig- keit aller vier Stücke zum gleichen Monumente ist allerdings nicht beweisbar. 4 Digitized by Google 89 Madrid. 40 Für die Deutung der römischen Fragmente ist die Lösung noch nicht gefunden worden. | Amelungs Vermutung, daß Kuh und Stier irgend eine Beziehung zu Isis und Serapis gehabt haben mögen, halte ich wegen des Mangels von Abzeichen an diesen Tieren, die auf ägyptischen Cult deuten würden, für nicht plausibel. 1699. Eber. Relief ans weißem Marmor auf moderner grauer Platte. II. 337. B. 8 Rein ach, Rep, IV, &03, 1. Neu: Ohr, Stirn, Schnauze, die Beine und der vorspringende Untersatz, auf dem sic stehen, der Kamm des Rückens, Flicken im Bauch. Nach der Pupillenangabe aus dem Ende des 2. Jahrhunderts n Chr. Das Gegenstück, einen < nach rechtshin schreitenden Eber (H. 888), habe ich leider nicht photographieren lassen. Mit den bei- den Rindern II 33& und 330 (hier No. 1698) haben diese beiden Eber nichts zu tun, da Marmor und Arbeit verschieden sind. 1700 —1701. Büste eines Bärtigen. In Madrid Maximino genannt Nicht bei H. B. 217. Büste, Hals, Nase, Ohrenteile ergänzt; der größte Teil des unteren Hinterkopfes ist angesetzt, scheint i aber alt Die zittrige Arbeit der Haare macht die Echtheit des Kopfes verdächtig; der Fälscher muß Bich aber an ein antikes Heraklesbild des vierten Jahrhunderts gehalten haben Ein Portrait ist offenbar nicht beabsichtigt. 1702. Weiblicher Kopf. U. ?. B. ?. Neu: die Büste. Sonst ohne Ergänzungen. Gänz- lich geputzt. Halblebensgroß. Geringe, wohl antike Arbeit im Stile des 4. Jahrhunderts. 1703. Büste eines Römers. Nicht bei H. B. ?. Neu : unteres Stück der Büste und Teile der Ohren. Die Nase ist alt Stark gereinigt. Aus dem Anfang der Kaiserzeit. Museo arqueologico. Katalog von Don Juan de Dios de la Rada y Delgado, 1883. 1704. Kolossaler Ebor(?). Delgado 2011. Reinach, Röp. IV, 606, 4 . 0,95 m hoch, 1,65 m lang. Grauer Granit. Über diese Tiere, die der Spa- nier „becerro“ (Kalb) nennt und die sich zu Hun- j derteu in Spanien gefunden haben, vgl. zuletzt ! P. Paris, Essai sur l'art et l’iudustrie de l’Espagne primitive (1903) I, p. 56 ff. S. Reinach, Antiquites nationales (1894), p. 255 ff. Sie werden als Grenz- . steine oder Grabmonumente der vorrömischen Be- völkerung aufgefasst. 1705—07. D re i Stierköpfe aus Bronze, lnv 18453— Bö. Pierre Parin, a. a. O, I, p. 140 ff., Fig. 110—112 und pl. VI; liier die ältere Litteratur und die Maasse. P. Baur, Auier Journ. of arch. 1907, p 188, Fig. 6. ln Costig auf Mallorca ge- funden und 1895 erworben. 1707 ist von wesent- lich kleineren Proportionen als die beiden andern, etwa lebensgrossen Köpfe, die aber auch unter- einander in den Maaasen nieht übereinstimmen. Die HOrner, zum Teil auch die Ohren, sind be- sonders angesetzt- Bei 1705 waren die Augen eingelegt. An 1706 und 1707 ist das Haar graviert. Hinten sind die Köpfe glatt abgesehuitten. Sie sind nieht Teile ganzer Figuren, sondern waren selbständig gearbeitet und dienten entweder als architektonischer Schmuck oder als Votive. Die nächsten Parallelen in mykenischer Kunst (vgl. Jahrbuch d. J. 1911, S. 249 ff.; Furtwänglcr in der Berliner phil. Wochenschrift 1905, S. 580). 1708 — 13. Seulpturen aus dem Cerro de los Santo» in der Provinz Albacete in Siid- ostspanien. Vgl. zuletzt Pierre Paris, Promenades arch6ologiqucs en Espagne (1910), p. 45 ff. Zu der dort p- 70 citicrten Litteratur ist hinzuzufügen : Hoernes, Urgeschichte der bildenden Kunst in Europa (1898), S. 466. Verhandlungen der Berliner anthropologischen Gesellschaft, 1892, S. 69. Ameri- can Journal 1907, p. 182 ff (Paul Baur) Athen. Mitt- XXII (1897), S. 374, Anm. 2 (Fredricb). Hübner, Jahrb. d J. XIII (1898), S. 114 ff. (die Figg. 6 und 7 sind im Gegensinne). Das Material sämmtlicher Seulpturen ist Kalkstein. 1708. Statue einer reichbekleideten Frau, die mit beiden Händen ein Gefäas vor dem Leib hält. 1,35 m hoch. P. Paris, L’art ct l'io- dustrie I, pl. VII, p 173; Promenades, pl. X. Hüb- ner, S. 128, Fig. 6. Keinach, Rep. II, 652, 6. Del- gado 3500. 1709. Drei ähnliche kleinere Figuren. Links = Paris, Artl, p.206, tig. 191. Delgado 3501. Auf der Brust Halbmond, Stern und Sonne. Mitte — Paris, Art 1, p. 179, fig. 147. Inv. 7624. Rechts = Paris, Art I, pl. VIII, p 206. Hüb- ner S. 131, fig. 7, rechts. Reinach, Rep. III, 186, 4. Delgado 3502. Auf dem Gcfäas ein Widder. 1710. Desgleichen. Links = Paris, Art I, p. 181, fig. 148; Pro- menades pl. XL lnv. 7625. Mitte = Paris I, p. 204, fig. 188. Hübner S. 131, fig. 7, Mitte. Reinach, Rep. 111, 186, 3. Inv. 3513. Rechts = Paris, Art 1, p. 213, fig. 202. lnv. 7627. Sitzend, ohne Gcfäas. 1711. Torso eines Mannes im Himatiou. Paris, Art I, p. 229, fig. 234; Promenades pl. XVI, Mitte. Reinach, Rep. IV, 394, 2. Delgado 3512 Digitized by Google 4t Madrid. 42 1712. Fragment des Oberkörpers einer männlichen bekleideten Figur. Auf der Brust die Inschrift, die die Photographie deutlich zeigt. Paris, Art 1, p. 22h, fig 290. luv. 7651. 1713. Fünf Köpfe. Von links nach rechts: a) Paris, Art I, pl. IX links, p. 196; Prome- nades, pl. XIV, Mitte. Inv. 7510. b) Paris, Art I, pl. XI rechts; p. 244, No 15. Inv. 7505. e) Paris, Art I, pl. X bis, rechts und fig. 265; p 243, No. 1; p. 256. Promenaden, pl. XIV links. Inv. 7508. d) Paris, Art I, pl. IX, rechts und tig. 275; p.244, No. 12; Promenaden, pl. XlVrechts. Inv. 7513. e) Paris, Art I. pl. X bis, links; p. 188. Inv. 7527- Die Schöpfungen der einheimisch iberischen Plastik*) reichen von der archaischen Epoche bis in römische Zeit hinunter (s. auch Furtwängler an der zu E— A 170Ö—7 angeführten Stelle). Ihre Datierung im Einzelnen ist erschwert, weil sich offenbar bestimmte Typen durch Jahrhunderte hindurch erhalten haben Der Einfluss der ar- chaischgriechischen Kunst ist unverkennbar. 1714. Stier mit gehörntem Menschen- kopf aus Balazote bei Aibacete in Sildostapanicn. Inv. 18529. Paris, Art I, pl. IV und fig. 92, p. 117 ff; dort die Litteratur. P. Baur, Amor. Journ of arch. 1907, p. 187, Fig. 5. Kalkstein. Hochrelief. Nach babylonischen Vorbildern 1715/16. Zwei Kalksteinfiguren, angeb- lich ebenfalls ans dem Cerro de io« Sautos. 1715 = Paris I, p. 165. fig. 120. Delgado 3490. Isis den Horns säugend. 1716 = Paris I, p. 165, fig. 122. Delgado 3509. Rcinach, Rep. IV, 117, 2. Männliche Statue, ägyp- tisierenden Stils. Diese beiden Figuren gelten als Fälschungen, deren zahlreiche unter die Funde des Cerro de los Santos gebracht worden sind. Auch unter den andern hier veröffentlichten Figuren bedarf wohl die eine oder andere nochmaliger genauer Prüfung ihrer Echtheit. 1717. Bronzestatuettc eines Kentauren. Inv. 18586. Jahrb. d. J. 1898 (XIII), S. 122 (E. Hübner). Paris, Art I, p. 113 ff., fig 88 und 89. Dort die weitere Litteratur. Reinach, Rep. IV, 441, 3 Aus Rollos bei Caravaca in der Provinz Murcia. 0,11m hoch. Archaisch-griechischer Import. 1718. Altertümlicher bärtiger Kopf. Delgado 2760. Hoch 0,29 m Aus Athen, „encon- *) Abgüüse einer grossen Anzahl dieser Scnlpturen befanden sich in der archäologischen Ausstellung in Korn 1111. trado en lasruinasdel tcniplo de Baco“ Pentelischer Marmor Der Hinterkopf fehlt; vielleicht stammt das Stück von einem Relief. Die Arbeit ist nicht zu Ende geführt. Schnurrbart und .Fliege“, ebenso wie die Augenlider, zeigen archaische Formenbe- handlung. Vgl. etwa den Kopf io Athen: Furt- wängler, Sammlung Somzöe, Text zu Taf. 2. 1719/20. Jünglingskopf strengen Stils. Delgado 2769. Ehemals Sammlung Asensi; aus Attika. Hoch 0,21 tu. Bläulicher, stark krystal- linischer Marmor. Im Haar ein Reif; hinten der Nackenschopf. Rohe Arbeit 1721. H crak lesstatuette. Delgado 2729. Ehemals Sammlung Asensi; aus Athen. Hoch 0,49 m. Abbozziert. Jahrb. d Inst. XXVI (1911), S. 31, No. 3. Reinach, R6p. II, 1,207,7. Einzel- anfnahmeu IV, S. 57, zu No. 248 44. Pauly-Wis- sowa s. v. Hageladas (l'fubl). Im Motiv der ludo- visischen Herme, aber mit anderm Standbein. In der Körperbehandlung und im Haar ebenfalls deutliche Anklänge an den Stil der Herme. 1722. Bronzestat nette der Athene. .Encontrada cerca de Sigttciiza (Guadalajara). Donacion dcl Obispo di Sigilenza“. Hoch 0,67 m. Reinach, Rip. II, 2, p. 799, 7. Sehr dicker Guss. Hellgrüne, matte Patina. Hinten roh. Locale Ar- beit nach einem Vorbild phidiasischer Zeit. 1723. Jüngling, Bronzestatuette. Delgado 2939 1821 in Santany auf Mallorca ausgegraben. Hoch 0,495 m. Roher Guss. Die Pupillen waren eingesetzt. Falsch anfgeetelit: zu sehr nach hinten und nach links v. B. geneigt. Wahrscheinlich auch etwas verbogen; die Bewegung deshalb nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Locale Verwässerung eines polykletischen Vorbilds. 1724—30. „Puteal“ mit Darstellung der A t hen ag e bu rt. Delgado 2691. 0,99 m hoch. Ehemals in der Moncloa bei Madrid aufgestellt. Ergänzt sind nur dis I. Schulter des Hcphaest, die r. Ecke seines Beiles und der obere Teil von dessen Stiel, ferner die rechte Kniepartie mit dem grössten Teil des Beines der sitzenden Muse. Der Erhaltungs- zustand des Ganzeu ist sehr ungünstig, die Arbeit nicht besonders fein Veröffentlicht von R. v. Schnei- der in den Abhandlungen des arch. eplgr. Semi- nars der Universität Wien, 1880, Taf. I, S. 82 ff. Vgl. Hauser, tfsterr. Jahresh. VI (1903), S. 99 ff. Svoroiios, das Athener Nationalmuseum I, S. 205 ff. Friederichs- Wolters 1862. Wiederholung (auf ebener Rclieffläche) in Schloss Tegel bei Berlin (ohne die Athene): F-W 1863 — 65; Schneider Taf I, 2, 2 a, 4; Hauser S. 98 und 99, Fig. 46—48. Die Platten mit Zeus und 4* Digitized by Google 43 Madrid. 44 Hephacst stammen ans Palazzo Rondanini und wurden von Wilhelm v. Humboldt erworben. Die drei Moiren wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Villa Palombara bei S. Maria Maggiore gefunden und 1809 von Krau v. Hum- boldt aus Palazzo Massimi alle Colonne erworben (nach F-W 1810 von W. v. Humboldt). Danach ist die Zusammengehörigkeit beider Teile nicht gesichert; ob auch die verschiedene äussere Zu- richtung ursprünglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wiederholung vom Kopf der sitzenden Moire im Thermen-Museura: HauserS. 101, Fig. 49. Die (Jomposition gliedert sich in zwei Teile: die Geburtsscene und die Moiren. Es erheben sich mehrere Fragen, Erstens: geht das Madrider Re- lief als Ganzes, in seinen beiden Teilen, auf ein älteres Original zurück ? Oder ist die Vorlage der Geburtsscene zeitlich von derjenigen der Moiren zu trennen? Oder endlich, hat der neuattische Copist selbständig einzelne' ältere Typen zu einem Ganzen zusammengestellt? Hauser erkennt in den Reliefs die Wiedergabe des Altars des jüngeren Kephisodot im Pirseus (300 v Chr.), dem er ferner noch die zwei Platten mit den von ihm zusammen- geatellten Horen und Agrauliden zuteilt Die Ge- burtsscene hingegen ist früher mit dem Ostgiebc) des Parthenon in Verbindung gebracht worden. Die Verwendung der Figuren des Zeus und der Athene auch in anderem Zusammenhänge*) lässt die an dritter Stelle genannte Alternative als die wahrscheinlichste erscheinen. Für eine Compilation älterer Typen spricht auch das wenig charak- teristische Motiv des Hephaest-Prometheus, für den man einen Hermes, der in der Linken das Kerykcion trug, als Vorbild annehmen mochte’*). Der Beziehung der Geburtsscene auf den Par- thenongiebel widerspricht, abgesehen von tatsäch- lichen Schwierigkeiten (vgl. Sauer, Jahrbuch d. J. XXIII, 1908, S. 101 ff.), auch der entschieden auf etwas jüngere Zeit weisende Stil der Relieffiguren. Ganz sicher nicht auf den I’arthenongiebel geht die Grupps der Moiren zurück. Sie hängt formal mit der Geburtsscene ebensowenig zusammen, wie etwa die Gruppe der drei Musen auf der „Jenkins- *) Zeus: Schneider, 8.41, Anm.so Athens: 8. so, Anm.se {die Liste Ist allerdings der Sichtung bedürftig ; hinzazn- filgan ein Relief im Pirzsua- Museum Ko 116. mit Pferd, und die Statuette von Epidauros, Athen, K.-M. Ko. 274 Verwendet auch auf dem pergameniseheu Altar: vgl. Winnefeld, Altertümer von Pergomon III, 2, 8. 2S5; von Kalis, der Altar von Pergamon, 8. 45 ff], *•) Dass die Zusammenstellung des Zeus und des Hephacst auf der einen Tegeler Platte wiederkehrt, bew eist nur, dass diese Combiuatiou im neuattischon Kreis, der sie erfunden bette, beliebt war. Vase“ in Marbury Hall (Michaelis, Anc. Marbles, p. Ml, No. 36; Müller- Wieseler II, 37, 295; Hau- ser, Keuatt. Reliefs, 8. 28, No. 34) mit der Dar- stellung von Helenas Überredung durch Aphro- dite. Die Zusammenstellung ist das Werk des neu- attiseben Copiaten. Uanser hatte deshalb keinen genügenden Grund, beide einem Originale zuzu- schreiben. Aach stilistisch stehen die Figuren des Puteais den .Horen“ and „Agrauliden* nicht so nahe, dass man einen engeren Zusammenhang an- nehmen müsste. Die Übereinstimmung der Maasse ist nicht beweisend, da sich ungefähr entsprechende Abmessungen bei einer Reihe verwandter Monu- mente wiederfinden. — Auch nach Aufgabe der Be- ziehung zum Parthenongiebel verdient die Figur der Athene besondere Beachtung, da sie zweifel- los auf ein berühmtes Original zurüekgebt. Com- pliciert wird hier die Untersuchung dadurch, dass die Wiedergaben zum Teil im Gegensinne auf- treten, und zwar in zwei statuarischen Wieder- holungen: Capitol (Helbig* 1, 513) and Epidaaros (Athen, Nationalmnseum No. 275), und auf einem attischen Relief (abgebildet bei Helbig a. a. 0-; Schoene, G riech. Reliefs, Taf. 22, 96). Welche Fassung die ältere ist, lässt sich nicht entscheiden. 1730. Innenbild der Schale des Aison: Theaeus und Minotaurus. Aus Sammlung Sala- manca; in Italien gefunden. Historia y Arte, Re- vista mensual ilustrada, Madrid, 1895 (I), S. 32 ff. mit Tafel (Jose Ratnon Molida . Antike Denkmäler d. J. II, Taf. 1. Hanser-Furtwängler-Reichhold IU, 8. 50 ff., Abb. 21. — Die Aufnahme eines Vasen- biides in unserer Pnblication findet ihre Recht- fertigung in der engen Beziehung, in der die Fignr der Athene zur gleichzeitigen Plastik, vor Allem zur Athene Medici, steht. 1731. Re I ieffragm ent Delgado 2771 Weiblicher Kopf, wohl von einem griechischen Grabrelief. Nach dem Katalog aus Almedinilla, Co- lecciün Miro; nach mündlicher Mitteilung von D. Jos4 Kamen Mclida vielmehr aus Col. Asensl, aus Athen. Dazu stimmt der pentelische Marmor. Durch Brand etwa« geschwärzt. 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts. 1732 33. Kopf der .Sappho“. Inv. 16820. Hoch 0,27 m Stark graublauer Marmor. Durch Farbspritzer verdorben. Gewöhnliche Arbeit. Re- pliken: 1. Rom. Vatican, Gal. geografica 1128. Phot Moscionl 20314: Bernoulll, Gricch. Ikon. 1, S. 67, Abb. 11. 2. Mir nur aus einer alten kleinen schlechten Photographie bekannt. Eine dritte Wie- derholung im Museo Kirchcriano (Inv. 3925; Phot. Alinari 28386), aus schwarzem Basalt, schien mir modern, ebenso wie ein im Münchner Knnstbandsl ed by Google 45 Madrid. 46 befindliche« Exemplar, das zum Mindesten arg überarbeitet iat. Der Typus ist zu scheiden von dem etwas jüngeren der Sappho Albani (Ber- noulli, Gr. Ik. I, p. G6.) 1734. Statue des Dionysos. Delgado2707. Hoch 1.75 m. In Kom vom Mariiuis v. Salamanca erworben. Aus der Nahe von Cales. Bull, nap., N. S. VII, Tav. XIV, l; p. 185. Rcinach, Rep. II. 1, 114, 4 = 120,1 = IV, 66, 4. Unter der r. Hand ein weggebrochener Puntello. Am 1. Arm innen und atu Hitnation I. Reste des Thyrsos, der neben dem 1. Fusa aufgestützt war; am 1. Oberarm vorn Rest einer Stutze, die zu seinem oberen Knde ging. Die L. fasste ihn in Scbulterhühe. Die gesenkte R. hielt Schale oder Kanne, zu der der Panther auf- blickte. Die Plintbe ist vorn profiliert ; sie trägt zahlreiche, anscheinend antike, rote Karbepuren. Schultcrlocken und kurze Locken im Nacken. Der RUcken iat angelegt. Der I. Kopfnicker ist etwas gespannt. Bauch und Brust sind sehr flach behandelt, die Schultern herausgepreast. Im Körper eine merk- würdige Drehung: das I, Bein etwas vor und nach aussen, der Oberkörper zur 1 Seite gewendet, der Kopf hingegen nach derr- Schulter blickend. Un- gewöhnlich lange Beine. Stilistisch wohl am ehesten dem Dionysos von Tivoli an die Seite zu stellon. 1735- Fragment eines griechischen Vo- tivreliefa. Delgado 2751. Bethe, Arch. Anz. 1893, 8. 8. Hoch 0,37 m, breit 0,20 ni. Pentelischer Mar- mor. Gewiss attischer Herkunft. Sitzende Frau nach rechts, die FUsse auf Fussbank. Diesseits von ihr der SpeisetiBch. Altar Stehender grösserer Adorant. Kleiner Opferknabe mit Schwein. Offen- bar Rest eine* Totenmahls. Vgl. z. B. Svoronos, Nationahuuseum, Taf. XC, No. 1532; XCIII, 1539; XCIV, 1538. 1736. Weibliche kopflose Statue. Del- gado 2740. Keinach, Rep. II, 677, 10. ln Rom durch den Marquis de Salamanca erworben. 1,17 m hoch. Der Kopf war eingesetzt. Schulter- und Nackenlocken. Viele Licgefalten. Aus der Zelt der „Polyhytnnia“ der vaticanischen Musengruppe (Helbig’I, No. 277). Zu vergleichen sind auch Terracotten, wie Winter II 46, 6 und 47, 6. 1737. Kopflose weibliche Statue. Del- gado 2741. Reinach, Rep. II, 678, 1. In Rom vom Marquis von Salamanca erworben. 1,15 m hoch. Kopf, r. Arm und 1. Unterarm waren besonders an- gesetzt. Der I. Unterarm ging nach vom Keine Spur von Nackenhaar. Durchscheinendes Unter- gewand. Heklcrs Typus XXI (Münchner arch Stud., SS. 176 und 228) verwandt, und wie dieser aus dem Ende des 4. Jahrhunderts. 1738. Fragment einer Gruppe. Delgado 2715. Reinach. Rep. II, 63, 6= IV, 71, 6. Aus Italien bei Sevilla; dann im naturhistor. Museum. Identisch mit Hübner 511 ? 0,40 m hoch. Bläulicher Marmor. Rückseite roh. Der Satyr (Spitzohren und Fell) schritt mit dem 1. Beine weit aus, während er den Kopf zur r. Schulter zurückwendet. Im I. Arm schultert er das Pedum (Rest auf Schulter und am Oberschenkel); der r. Arm war erhoben. Er wird von zwei weiblichen Annen (Armband am r. Oberann) umfasst, die ihn an sich zu ziehen suchen. Offenbar Rest einer Gruppe von Satyr und Hermaphrodit, und zwar von derjenigen Auffassung, wo der Satyr widerstrebt. Genaue Repliken sind nicht bekannt. Vgl. Herrmann bei Roscher s. v. Hermaphrodit, und Pagenstechcr, Ca- leniache Reliefkerainik, S. 38. Rohe Arbeit. 1739. Statuette des Pan. Delgado 2716. Aus Italic* bei Sevilla; Coli. Mirö. Reinach, Rtq>. 11, 68,4. Hoch 0,52 m. Brunnenfigur: die Spitzam- pbora ist durchbohrt Pinienkranz im Iiaar. Auf der 1. Schulter Fell, das zum Teil auch die Am- phora bedeckt Der Zeigefinger der r. Hand ist erhoben: Pan schant, dass das Wasser an die richtige Stelle läuft. Als Sitz ein Fels. Replik in Hannover E-A 1072=Rciuach, Rep. III, 21, 6. 1740. Statuette eines Satyrs mit Schlauch. Delgado 27 14. Bethe, Arch. Anz. 1893, S. 8, No. 26. Reinach, R6p. IV, 72, 4. In Rom vom Marquis von Salamanca gekauft 0,67 m hoch. Der Kopf (neu: Nase und Kinn) war gebrochen, ist aber zugehörig Pinienkranz. Satyrobren und Satyrschwauz. Am Stamm Lagobolon. Variante der bekannten Neapler Bronze: luv. 111495; Guida Ruesch 815. 1741. Statuette des Marsyas. Delgado 2713. Reinach, R6p. II, 56, 7. Aus Attica (Samm- lung Asensi). 0,47 m hoch. Intact Im Rücken Rest des Baumes. Im Kopf von dem statuarischen Typus abweichend. Möglicherweise von eineui Sarkophag. 1742 links. Fragment eines runden Marmorgefüsses: Unterteil einer von hinten gesehenen weiblichen Figur, wohl einer Mänade. Delgado 2697. Aus Sammlung Salamanca. 0.34 in hoch. Vgl. die ähnliche Figur auf dem Sarkophag der Glyptothek Ny-Carlsberg No 777. 1742 rechts. Unterteil der Statuette eines Knaben mit Fischen. Delgado 2753. Reinach, RFp. IV, 285, 8. Früher im Naturhisto- rischen Musenm. 0,27 m hoch. Sitzt auf Fels. L. ein Korb, von dem Reste vorhanden sind; die I. Hand hielt vier Fische an einer Schnur. Kobe Arbeit. Digitized by Google 47 Madrid 48 1743. Tischfuss. Deigado 2824. Au» Samm- lung Salamanca. 0,85 m hoch, grösste Länge 0 95 in. Auf der einen Seite ein bärtiger Kentaur (Spitz- obren. Löwenfell auf 1. Schulter; ab: r. Art», I. Un- terarm, r. Vorderbein) Auf der andern (die au» räumlichen Gründen damals nicht gut aufnehtnbar war) ein jugendlicher, au» den Wellen auftau- chender Triton mit langem Kischschweif (ab beide Arme). Elegante Arbeit früher Kaiserzeit. Zu ver- gleichen da» entsprechende Neapler Stück : Guida Kueach 531 = Inv. 6672. 1744. Kelieffr ag me n t. Deigado 2745. Von Rada y Deigado in der Nähe von Troia erworben (aus Sammlung Calvert ? ?) Ca. 0,70 m hoch, 0,72 m breit. Der Marmor parisrhem verwandt. Der kurz- iockige Kopf des Reiter» war von vorn gesehen. Seine R liegt auf dem Kopf des Pferdes, die L. hielt einen Bronzezügel (Stiftlöcher in der Schuauze und auf dem Hais des Pferdes) Ein unter dem Bauch gegürtetes Keil als Sattel. Chlamys Uber dem Panzer. Sandalen. Der Kussgänger, in kurzem Chiton uudlangerChlamys,seukt in der Rechten den Speer. Die Arbeit des Relief» ist gewiss noch grie- chisch. Der Gedanke, es könne zu den Mctopen de» Atbenatempeis von Ilion gehört haben, ist, obwohl die Maasse flbereinstimmen, wegen der Verschiedenheit des Stiles abzulehnen. Die unge- wöhnliche Grösse und Schwere des Streitrosses lässt die Vermutung erwägensw ert erscheinen, ob nicht Alexander auf dctu Bukephalos dargestellt ist Die Aufzäumung der bekannten Neapler Bronze Statuette (Portraitwerk 479/80) ist identisch. 1745. H ellenistiBch es G ra brelicf. Del. gado 2838. Geschenk des Konsuls Spiegelthal in Smyrna. Hoch 0,63 m, breit 0,42m Kleinasiatischer, leicht bläulicher Marmor. Die I. Hand der Kran liegt auf der r. Schulter der neben ihr stehenden Dienerin. Auf dem Pfeiler jenseits von dieser ein Aufsatz mit den Resten eines Tieres (Schu’anz und rechte Hinterpfote), etwa einer Katze wie auf dem Grabrelief von Salamis Br-Br 513. 1746 — 51. Puteal mit bacchischen S c e n e n. Deigado 2708. In Rom vom Marquis von Salamanca erworben *) Hoch 1,03 m. Das Monu ment ist stark ergänzt. Vom oberen Kranzgesims ist nur ein kleines Stück oberhalb des Herakles alt. Auch die obersten Teile der Figuren sind an manchen Stellen ergänzt. Das Ornament des unteren Abschlusses, der auch zum grossen Teile modern *) Sollte des Stück nicht identisch sein mit der „arm adome dl belliaaiin! rtlleri bacchici“. die lass in Oslos eus- ftograben werde tBell. delt'fai. isas, p. 41; s. auch unsere Bemerkungen zu 175*— SS)? ist, ist durch einige antike Partien gesichert. An den Kignren selbst ist Manches geflickt, doch nichts Wesentliches ergänzt. Die Komposition scheidet sich in drei Grnppen : 1746 Der weinbekränzte Herakles im Tanz- schritt, die Keule in der R. schulternd, das Löwen- feil um den 1. Arm, den er auf die Schulter einer Mänade legt, die in der L. die Leier hält. 1747. Der efeubekränzte zottige Silen, in der R. die Kackel senkend, stützt sich w'einselig auf einen Satyr, der ihn geleitet. Das Oberteil vom Kopfe dieses Satyrs ist neu; sein Fell flattert über dem Himation des Silen. 1748. Diese Gruppe besteht aus drei Figuren Auf dem Rücken eines Kentauren, der ein Löwen- fell um den I. Unterarm geschlungen bat und mit der L. einen Pinienaat schultert, die R. wie trunken auf den Kopf legt, reitet ein efeubekränzter Silen, der in der L. den Thyrios hält. Er wendet sich um nach einem audern Silen (nackt bis auf ein Tuch um die Inenden) und hält diesem mit der K. den Kzntharos hin, in den jener aus dem Schlauch, den er auf der I. Schulter trägt, Wein presst. Geschickte und in den Motiven selbständige Ar- beit. Am Altertum des Ganzen habe ich seiner Zeit vor dem Originale keine Zweifel gehabt. 1752—55. Reliefs mit Scencn aus dem Mythus des Dionysos. 1752= Deigado 2706. 0,59 m hoch, 0,98m breit. 1753=Delgado27IO. 0,47 m hoch, 0,75m breit 1754 = Deigado 2706. 0,60 m hoch, 0,80 m breit. Bcthe im Arch. Anz. 1893, S. 8 rechts. 1755 = Deigado 2746. 0,86 m hoch, 0,47m breit. Alle vier Stücke stammen aus Sammlung Sala- manca. Von 2706 wird angegeben, es sei im Kir- chenstaate gefunden; von 2710, es sei in Rom erworben worden. Ohne Zweifel sind die Stücke identisch mit den von Helbig, Bull, dell’ Ist. 1865, p. 41 f. beschriebenen .Mctopen“ einet Tempel- chens, das bei Cales ausgegraben worden ist. Helbig erwähnt nur zwei Reliefs. Damals waren die Fragmente offenbar noch nicht zusammenge- setzt und Helbig bat sie anders verbunden, als sie in der späteren Restauration zusammcngestcllt worden sind. An der Zusammengehörigkeit der vier in den Maaasen zu einander passenden Stücke kann kein Zweifel sein, da ihre rohe, den Bohrer stark verwendende Arbeit und der bläuliche, ge- streifte Marmor ganz identisch sind. An verschie- denen Stellen des Reliefs haben sich rote Färb- spuren erhalten Leider sind die Stücke ausser- ordentlich sorglos zusammengesetzt and über- schmicrt, so dass die Zusammengehörigkeit der Digitiz 49 Madrid. 50 einzelnen Teile nicht immer verbürgt werden kann. 1752. Pflege des Dionysos-Kindes. Ergänzt sind : das ganze Stück recht« vom liegenden Silen bis auf den oberen Teil de« Baumstammes; der I Keliefgrund oberhalb der nach r. stehenden Nym- phe ii. A. Auf felsigem, von einem Iäiwenfell be- deckten Terrain liegt Silen, mit der R. die Syrinx vom Baume laugend. An seiner Seite hockt das kleine Dionysos-Kind und langt nach einer Traube, die ihm eine jenseits der Füsse de« Silen stehende Nymphe hinhält. L. kauert eine zweite Nymphe und enthüllt die Cista mystica. Über ihr kommt hinter einem Felsen das Oberteil des jugendlichen Pan hervor. An dem Felsen hängt ein Votivpinax, auf welchem eine nach r. stehende, unterwärts bekleidete Fran angebracht ist, die in der R. einen Gegenstand (Leier?) emporhebt 1753. Opfer an Dionysos, ln der Mitte ein Altar mit Flamme und neben ihm eine hohe Dio- nysueherme. Ein knieendes Mädchen hat aus einer Schale die Spende ausgegossen, während ein an- deres, mit der Kanne in der R., die L. adorierend erhoben, dem Altäre naht. Links von ihr ein drittes, identisch gekleidetes Mädchen, das die li. mit der Gebärde des Staunens erhebt. R. von dem kauernden Mädchen ein auf den Fussspitzen stehender, aufwärts blickender, jugendlicher Satyr. Die Zusammensetzung der einzelnen Teile gerade dieses Stückes ist durchaus nicht sicher; das Relief müsste auseinander genommen und gereinigt werden. Die Figur der kauernden Nymphe scheint von etwas grosseren Proportionen zu sein. Die beiden stehenden Nymphen scheinen jedoch wegen ihrer identischen Gewandung vom gleichen Relief zu stammen. 1754. Hermes bringt das Dionysoskind zu den nysaeischen Nymphen. Von links schwebt der Gott herab, das Kind im I Arme tragend Eine Nymphe kniet, um es in Empfang zu nehmen. Eine andere steht, wie erschreckt zusammen- schauernd. Im Hintergrund ein aus zwei Pfeilern mit darüber gelegtem Architrav gebildeter hoher Aufbau, durch den ein Baum hindurchwächst. Oben auf dem Architrav eine ornamentierte Vase. Auch dieses Relief ist in seiner Zusammensetzung nicht viillig gesichert und ausserdem stark über- schmiert. 1755. Semele in Kindesnöten (?). Auf einer mit einem Tuche verhängten Kliue liegt eine Frau Ihr Rücken wird durch ein Kisscu unter- stützt Auf ihren Leib legt eine zweite Figur die r Hand Die von Uelbig a. a. 0. mitgeteilte Behauptung des Ausgräbers, dass die Reliefs Metopen gewesen seien, klingt nicht wahrscheinlich. Näher liegt die Vermutung, dass die vier Reliefs die Basis einer I Dionysoastatue schmückten. Ihrem Marmor und ihrer Arbeit nach könnte man sie für ein Werk der für Rom tätigen Kunstschule von Aphrodisias in Karlen halten, die sich an hellenistische Vor- bilder anschloss.*) 1756 —58 Dreiseitige neuattische Basis. Dclgado 2828. Aus Sammlung Miro. 0,465 m hoch, untere Breite 0,27 m. Nach dem oberen Ab- schluss zu urteilen, scheint die Basis einen Can- delaber getragen zu haben. Von oben nach unten durchbohrt, zur Verdübelung des Aufsatzes. 1756. Satyr auf den Fussspitzen gehend, mit der L. eine Fruchtschale hochhebend, mit der R. das Pedum senkend. Unter dem 1. Arm im Felde Reste des Felles kenntlich. 1757. Aktaeon, durch das Geweih charak- terisiert, mit dem in der R. geschwungenen Pedum sich des Angrifles eines Hundes erwehrend. 1758. Tanzende Mänade, in den Händen die Krotalcn. Schlecht erhalten und von roher Arbeit. 1759. Archaistische Frauenstatue. Inv. 16793. Relnach, Rep. IV, 402 , 4. Aus Huetor bei Granada. Huch ca. 1,10 m. Der Kopf, der zur r. Schulter gewendet war, war einge- dübelt. Im Nacken keine Spur eines Ilaanchopfes sichtbar. Auf den Schultern Spuren von gedreh- ten Locken. Die R. war gesenkt und hielt ein Attribut: Loch filr einen Metallstift am r. Ober- schenkel vorn Uber der Guirlande. Auch der I. Unteramt ging abwärts: ein Puntello I. lieben dem I. Knie wird mit dem Attribut der I. Hand in Verbindung zu setzen sein. Das r. Bein geht vor. Die Gestalt ist reich bekleidet. Oberhalb der Küsse kommt ein sonst nicht sichtbares, fein- gefältetes Untergewand zutu Vorschein. Darüber der lange Chiton mit geknöpften Halbärmeln und Überschlag, der unter der Brust gegürtet ist. Als drittes GewandBtück trägt die Figur eine an der Halsgrube geknüpfte Chlaina, die über beide Ober- arme hinweg den Rücken hinabfällt, als viertes eine Nebris, deren Kopf (Luchs?) oberhalb des r. Beinansatzcs sichtbar ist; mit einer Klaue der *) O. Lippold mucht mich darauf Aufmerksam, «lass in Calvi ein „hallcnlstitchoK liellefblld" mit der Kiinsiler- inschrift Atin. Svnoros fe (dem Namen nach offenbar ein Küniktler von Aphrodisias; nicht boi Loewy) gefunden worden ist (Bull. delPIst. 1861, p. lö2 ff.); C. I. L. X, 4668. Wo jolzt? Digitized by Google 51 Madrid 52 Nebris wird ein Puntello auf dem I. Oberschenkel in Verbindung zu bringen sein. Kndlich geht eine Fruchtguirlande von der I Schulter zuui r. Beine abwärts, Uber den zweiten Chiton, aber unter- halb der Chlaina und Nebris hinweg. — Gut« Arbeit. — Zur Kreuzung von Nebris und Guirlandc vgl. E A 473; zur Tracht der Chlaina die Dio- uysosstatue der Gal. dei Candclabri 200{Helbig ’ I, 389). In der Gesammtdisposition am Nächsten ver- wandt ist die grosse Priapstatue des Orto botanico: Bull. com. 1902 (XXX), Tav. III. 1760/61 Bartloser ROmerkopf. Delgado 2764. Hoch 0,34 m. Aus Mi-rida in Estremadura (Augusta Emerita). Zum Einsetzen in eine Statue. Der Hinterschädel ist roh gelassen. Hinter den vorderen Haaren war ein Stilck des Schädels mit Metallstiften besonders angestUckt: offenbar war hier ein Diadem oder Kranz. Das I. Ohr war gebrochen. Bohrer im Haar. Gute Arbeit Hs vischer Zeit. 1762. Portraitkopf aus Bronze. Del- gado -2936. Aus Sammlung Salamanca Offenbar eine Fälschung. Gemeint ist wohl Claudius. 1763/64. Kopf des Drusus minor. Del- gado 2731. Sammlung Salamanca; aus Korn. Zum Einsetzen in eine Statue. Ueberlcheuagrnss. Ohne Ergänzung. Bernonlli, Rom. Ikon. II, 1, S. 201, No. 3. Fig. 86. 1765 — 67 Oberteil einer Sitzfigur desTiberius. Delgado 2730. Reinach, Rip. II. 531, 6. Sammlung Salamanca; aus Paestum (Bull. dell'Ist. 1865. p. 95; damals war nach Uelbigs Be- schreibung offenbar auch das Unterteil der Statue noch vorhanden. Die Linke hielt das Schwert und lag auf dem Schenkel). Etwas iibcrlebens- gross. Kopf und Hals sind eingesetzt, gehören aber wohl sicher zum Körper. Die Nase ist er- gänzt. Bcrnoulli, Röm. Ikon. II, 1, S. 152, No. 43. Reinach. Rep. II, 581, 6. 1768—70. Sitzfigur einer Römerin. Del- gado 2737. Reinach, Rep. II, 586, 1. Sammlung Salamanca. Zusammen mit der vorigen Figur in Paestum ausgegraben; Bull. d. Ist. a. a. 0. Auch diese Statue war zur Zeit ihrer Ausgrabung roll- ständig erhalten, da Helbig von einem Sitz mit Lowcnfilssen spricht. Bernoulli, Köm. Ikon. II, 1, S. 92, No. 5, Fig. 11. Uev. arch. XL (1902), p. 25. Reinach. Rtp. U, 685, 1 Hoch 1,77 m. Ergänzt: der Sitz. Der Kopf ist ungebrochen. Die Statue ist aus zwei Teilen gearbeitet. .Schnittfuge am Ansatz der Oberschenkel. Im Haar war ein Kranz aus Metall, für welchen die Löcher vorhanden sind. Von Hekler (Rum. weibliche Gewandstatuen, S. 146; S 226, XI) irrig auf ein Original de»6. Jahrhunderts zurllckgefQhrt Es liegt offenbar eine rein römische Schöpfung vor. — In Madrid gilt die Statue für Julia Domna, sicher mit Unrecht. Bernoulli und Helbig erklärten sie für Liria; offenbar nur wegen der mitgefundenen Tibcriusstatue. Es kann aber an dieser Stelle sehr wohl, wie öfter, eine grössere Anzahl von Mitgliedern des Kaiserhauses ver- einigt gewesen sein; soll ja in jüngster Zeit in I’aeetum selbst eine Statue des Drusus ansgegraben worden sein. Es ist deshalb möglich, dass Heklers Vorschlag, die Figur Antonia zu nennen, das Richtigo triff! (vgl. Braccio nuovo 77). 1771. Büste eines römischen Knaben. Delgado 2766. Aus Athen; Geschenk des Herrn J. B. Serpieri. 0,39 ui hoch. Die Büste ist hinten kaum ausgehöhlt; leichte Andeutung einer Stütze. Gute Arbeit traianischer Zeit. 1772. Togastatue mit Kopf des L. Vertis. Delgado 2736. Hoch 2,30 nt. Sammlung Salamanca. 1H65 in Calcs gefunden; Bull. ddl’Ist 1865, p. 42 (Helbig). Bernoulli, Rüm. Ikon. II, 2, 207. 9. Reinach. R6p. II, 613, 8. Bernoulli bezwei- felt die Zugehörigkeit des Kopfes, der indessen nach Helbigs Fundbericht zuzngehören scheint. Schlechte DecorationsarbeiL 1773/74. Bronzestatnotte eines Laren. Delgado 2943. 0,22 m hoch. Aus Mora de! Rio (Cordoba). Reinach, Rtlp. II, 2. 497, 6. Die Rechte hielt nach Analogie anderer Exemplare das Rhyton, in der L. würde man statt des Füllhorns die Schale erwarten, in die der Lar sonst die Spende giesst (ähnlich Reinach, Rep. III, 143, 7). Ungewöhnlich ist auch der Palraettenkranz als Uaarschtnnck. Der Kopf ist nach strengen Typen des 5. Jahr- hunderts stilisiert, ähnlich wie der Camillus (vgl. Furtwängler, Meisterwerke, S. 34). 1775. Statue des Hypnos. Inv. 17461. Aus Sammlung Ibarra in Elche. Reinach, Rep. II, 2, 490, 3, hier mit rechtem Arm. Trotz einiger Abweichungen in der Beschreibung identisch mit Bethe, Arch. Anz. 1893. S. 8. 0,50 m hoch. Zahl- reiche rotbraune Farbspuren. Römische ürsbfigur des öfters wiederkchrenden Typus; die r. Hand an der 1. Schläfe, der I. Arm nach vorn /Stütze an 1. Brust), das I. Bein übergeschlagen. Die Figur scheint ohne Stütze gestanden zu haben. Scheitel- Hechte. Stirnlöckchcn, Schläfcnflügel 1776, Statue desSi Ivan. Delgado 2704. Hoch 0,775 m. Reinach, Röp. II, 44, 1 Aus Mtlrida oder Italica. Rest der Baumstütze am r. Oberschenkel. Im Zicgcnfell Trauben, Äpfel, Ähren, Pinieuäpfel. Pinienkranz im Haar. In der L. das Messer. 53 Madrid. 54 Der gewöhnliche Typus in gewöhnlicher Aus- führung. 1777. Römische Aschenurne. Delgado 2843. Aus dem Naturhistorischen Museum. 0,34 m hoch, 0.29 m breit Vorder- und Rückseite gleich : je eine männliche und weibliche Herme unter Rund- bogen. R Nebenseite: Grabestür (das Inschriftfeld darüber leer). L. Nebenseite: Vase. Kunstakademie. 1778— 80. Weiblich er Kopf. Hübner 601. Bruststück (mit vorderer Haislocke links) neu: sonst intact. Stark mit Säuren gereinigt, aber sicher alt. Haaransatz Uber der Stirnmitte bis Nasenspitze ca. 0,11 m; bis zum Kinn ca. 0,17 m. Wiederholung (nach Amelung) : Chiaramonti 626. Der Eirene des Kephisodot nächstverwandt aber von kleineren Proportionen. I78l>‘82. Weiblicher Kopf mit Diadem. Nicht bei Hübner. Gnterlebensgross: Haaransatz Uber Stirnmitte bis Kinn ca. 0,136 m. Ergänzt: Büste, Unterteil der Nase, Hinterteil des Hinter- kopfes. Rechts ein Schläfenlöckchen. Stark ge- putzt Leere Arbeit nach einem Vorbild praxi- telischer Zeit 1783. Kopf eines Knaben iulisch-clau- diseber Zeit. Hübnorö02. F-W 1643. Bernoulli, Köm. Ikon U, 1. 3. 40, Anm. 1; S. 175, No. 33, Fig. 26; S. 254; S. 320. Büste, Nasenspitze, Ohren- teile neu. Lebensgross. Sichere Benennung nicht möglich. Zu den übrigen von Hübner in der Kunst- akademie aufgeführten Köpfen sei bemerkt: 500 und 503 sind wertlose weibliche Köpfe. 504: nicht Antinous, sondern Antoninus Pius. Nur der Hinter- kopf alt. 506: Vitellius, modern. Sammlung Alba. 1784 85. Weiblicher Kopf („Minerva acnz' elmo*). Hübner 571; nach diesem atu dem römischen Kunsthandel. Friederichs- Wolters 214; dort Litteratur. Journ. of hell. stnd. 1884 (V), Taf. 45, 8. 171 ff. (Waldstein). Furtwänglcr, Meisterwerke, 8. 90. Jahrbuch d J. XXVI, 1911, S. 40 (Schröder). Feiner (pentelischer ?) Marmor Vortrefflich er- halten. Falsch, zu stark nach hinten geneigt, auf- gesetzt. Oberhalb dos Reifes ist der Oberkopf glatt gelassen, nur in der Gegend des Scheitels etwas gerauht: offenbar waren die Haare durch Farbe wiedergegeben; ein Helm kann nicht auf gesessen haben. Die Arbeit ist nicht sehr fein und gewiss nicht original, aber sehr sicher und präcis. Mit Rocht ist der Kopf, dessen Benennung unge- wiss bleiben muss, mit dem der Athena aus der Atlasmetope in Olympia zusammengestellt worden. 1786 87. Hermo des Priap. Hübner 572. Roschers myth. Lexikon s. v. Priapos, Sp. 2982. 0,51 in hoch. Der mit Gewand bekleidete Uermen- echaft ist bis unter die Brust erhalten. Beider- seits Löcher für die Hermenarme. Die Arbeit ist nach Angabe der Pupillen frühestens ans anto- ninischer Zeit. Gute Erhaltung, im Haar ein hinten geknüpfter Kranz von Efeu und Wein, der ein Diadem, das oberhalb der Stirnlöckchen läuft, fast verdeckt. Hinten ein langer Nacksnschopf. Die Enden einer Tänie auf den Schultern. — Priap unter archaistischen Formen wie in dem Bar- raccoschen Kopf : Helbig pl. LXVI, 2. 1788. Statue der „Genetrix“ ohne Kopf. Hübner 567. Hoch 1,65 m. L. neben dem Nabel zwei Stiftlöcher, in deren einem noch der Metall- stift vorhanden ist. zur Stütze des 1. Unterarms: als Attribut der L. gilt der Apfel. Sehr gute und detaillierte Arbeit. 1789 — 92. Jünglingsstatue. Hübner 569. Jetzt Glyptothek Ny-Carlsberg 400 Wird von Bulle in den „Denkmälern Griech. und Röm. Sculptur“ veröffentlicht werden. 1793. Männlicher Torso. Hübner 566. 0,75 m hoch. R. Standbein. Die Figur trägt einen kurzen, feinen Chiton mit Überschlag und Uber diesem ein glattes Löwenfell, das die ganze Vor- derseite bedeckt Eine Tatze wird auf der r. Schulter : sichtbar, ein Zipfel, offenbar der Schweif, fällt ' zwischen den Beinen herab; der Kopf des Felles ist auf der r. Hüfte sichtbar. Von der Schnauze aus gehen drei riemenähnliche Fortsetzungen, deren mittlere bereits hinter den Ohren sichtbar wird, eine kurze Strecke quer über den Bauch, offen- bar zur Befestigung dienend. Über dem Fell endlich trägt die Figur noch eine Chlamys, die die I. Schulter bedeckt und an der r. Hüfte wieder hervorkommt. Der r. Arm ging abwärts, der I. anscheinend nach oben. Der Kopf war einge- dübelt. Gute Arbeit. Zur Tracht des Felles vgl. E-A 325 und den Dionysos Hope (La Glyptothcque Ny Carlsberg, p. 134), den man mit der Amazonen- figur E-A 172 — 74*) auch zeitlich am ehesten vergleichen kann. Die Rückseite der Figur habe ich nicht untersuchen können, da sie ihrer Zeit in einem dunkeln Magazine aufgestellt war. 1794. J Unglingstorso. Hoch 1,03 in. Hinter dein I. Bein der Stamm. L. Standbein. Der Mün- chener Augustusstatue Glyptothek 350 verwandt. •) „leist im Ueisilz voll Mr® John L. Onrdnor, Boston 5 Digitized by Google 65 Madrid. 56 Über diese Statue und ihren Kreis siehe K-A 134, 639/40, 713. 1795. Nackter JUnglingstorso. Rei- nach, Rep. IV, 6ti, 8. Hoch 0,90 m. Schulter- und Nackenlocken. Dem Eros vom l’alatin im 1/ouvre verwandt. Keine Flügelrestc. 1796. Erostorso. Rcinach, Rip. IV, 377, 5 0. 65 m hoch. Im Rücken Flügellöcher. Im Motiv dem Sanroktonos und der auf den Eros von t’arion zurückgeführteu Statue des Louvre (zuletzt Fflow im Jahrb. d. Inst. XXIV, 1909, S. 64 ff , Beilage zu Taf. 6) verwandt, aber keine Replik des letzteren, da in den Formen schmaler. 1797. Artemisstatuette. Hübner 565. Rci- nach, Rip, IV, 188, 2. Dreiviertel. lebensgrnes. Neu von den Knieeu an abwärts, sowie der Kopf und das Köchorende. Im Rücken der Kocher. Kurzer Chiton mit langem, gegürteten Überschlag, da- rüber ein Pantherfell. Unbedeutend. 1798. Musenstatue. Hübner 568. Reinach, R£p. IV, 180, 2. Hoch 0,98 m. Der r. Arm war gebrochen, ist aber zugehörig. Langer Chiton mit Überschlag, der dicht unter der Brust mit einer breiten Binde gegürtet ist. Den Rücken bedeckt ein auf der Brust geknüpftes LOwenfelL lm Nacken Reste von langem, wirren Haar. Für den 1. Unterarm sind zwei Stiftlöcher an der I. Hüfte vor- handen. Der Kopf war mit einem Dübel aufgesetzt. Gute Copie nach einem auf praxitelischer Grund- lage geschaffenen hellenistischen Vorbild: breite Faltenmaase zwischen den Beinen, hohe Gürtung. 1799 — 1800. Torso eins« Giganten. Jetzt Glyptothek Ny-Carlsberg No. 198 (anders aufge- stellt). Biedkowaki, Celtarum itnagines I, p. 60 ff., Fig. 73 a und b(hier wiederum anders aufgestellt). Der Marmor, den ich früher für pcutelisch ge- halten halte, scheint mir vielmehr carrarisch zu sein. In der Aufstellung bei Alba 0.65 m, bei Jaenhseo 0,74 in hoch. Über dem r. Knie vorn anssen grosser Ansatzrest. Der r. Kopfnicker ist stark gespannt; der Kopf ging zur 1. Schulter. Unter den Armen und auf der Brust Haarzotteln. Das Schamhaar ist ohne bestimmten Charakter gearbeitet. Biedkowski ergänzt den Torso so, dass das r. Bein am Boden kniet, das 1. eingebogen ist. Der vorgeneigte Oberkörper sei zurückgedreht, um sich gegen einen von 1. bedrohenden Verfolger I zu wehren. Der r. Arm sei zur Deckung erhoben. Die richtige Stellung wird sich nur durch Versuche an einem Abgüsse feststellen lassen. Die Ver- mutung, der Kopenhagener Torso könne zum kleinen attalischen Weihgeschenk gehört haben, ist voja Biedkowski durch den Hinweis auf die Versyiedenheit des Stiles zurückgewiesen worden. Auel? differieren Marmor und Maasse Mein von Biedkowski erwähnter Hinweis auf die Gruppe de« Conservatorenpalastea llelbig I*, 618 und den Karlsruher Giganten E-A 1440 bezog sich nur auf die Verwandtschaft des Stiles. Wie diese, ge- hört die Figur dem pergamenisch-rhodischcn Kunstkreise an. Ein Original kann ich schon wegen des Marmors nicht in ihr erkennen. Auch ist die Arbeit am Schamhaar zu gering. Die Deu- tung auf einen Giganten wird durch die Be- haarung von Brust und Achseln empfohlen. Digitized by Google < f~ /\ i. / f ' ! 1t Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Herausgegeben PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG Serie VI 1 Text Mil Beiträgen von Andre Joubin, Georg Lippold, Georges Nicole, Fritz Weege MÜNCHEN 1913 F. BRUCKMANN A.-G. Digitized by Google Bezugsbedingungen. Die vorliegende I’ublication ist nicht dnreh die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschlielilich direct von der Verlagsanstalt F. Bruckmann A -G. in München N \Y zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissen- schaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung über- nommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfaßt 278 Nummern, davon 8 Blatt im Format von 24 : 30 cm zu 1 Mark 26. . . . 18:24 . .80 Pfennigen 246 .. . „ 13:18 . . 60 . Die zweite Serie (Nr. 279—678) enthält 300 Blatt in Cabinctformat zu 60 Pfennigen Die dritte Serie (Nr. 579 — 900) enthält 322 Blatt in Cabinctformat zu 50 Pfennigen. Die vierte und alle folgenden Serien enthalten je 300 Blatt in Cabinctformat zu 60 Pfennigen. Jedes Blatt ist auch einzeln zu beziehen. Für die Abonnenten tritt eine Ermäßigung von 20% ein, sodaß die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige und jede weitere Serie wieder 120 Mark kostet F. Hruv Irmann A.-C., München Digitized by Google j 3, 7 .Als neue Abonnenten sind unserm Unternehmen seit dem Erscheinen der VI. Serie beigetreten : Die k. und k. Antiken-Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses, Wien Die Universität in Genf L’Ecole Framjaise de Rome Herr C. W. Lunsingh Scheurleer im Haag Mrs. Eugenie Strong-Sellers in Rom. Durch Abnahme einzelner Blätter haben wiederum zahlreiche Gelehrte und Institute unser Unternehmen gefördert. Unsern Herren Mitarbeitern sagen wir für ihre freundliche Beihilfe den herzlichsten Dank. Georg Lippold hat uns ausserdem bei der Redaction des Ganzen wie bei der Abfassung einzelner Texte seine Unterstützung geliehen. Carl Watzinger danken wir eingehende Notizen Uber eine Reihe der Sculpturen zur Casa de Pilatos in Sevilla. Serie VIII ist in Arbeit; sie wird unter anderen die Antiken des Lateran, der Villen Borghese und Doria-Panfili, der Palazzi Barberini, Doria, Altemps, Valen- tini enthalten. Für Serie IX und X sind Venedig und Villa Albani aufgenommen. Rom und München, März 1913. Walther Ameiung. Paul Arndt. Digitized by Google Inhalt, Nr. 1801 Barcelona Paul Arndt „ 1802 — 1809 La Granja Paul Arndt „ 1810 — 1824 Sevilla, Museum Paul Arndt n 1825—1847 Sevilla, Casa de Pilatos Paul Arndt „ 1848—1849 San Lücar de Barrameda Paul Arndt „ 1850 Fräjus Andrl Joubin „ 1851 — 1860 Montpellier, Mus&j municipal Andre Joubin „ 1861 — 1866 Montpellier, Soci<5t«5 archeologique Andrl Joubin „ 1867 — 1905 Genf, Musee d'art et d’histoire Georges Nicole „ 1906—1908 Genf, Collection Darier Georges Nicole „ 1909- — 1920 Genf (Morillon), Collection Duval Georges Nicole „ 1921 — 1927 Genf (Grand-Saconnex), Collection Sarasin .... Georges Nicole „ 1928 — 1932 A8chaffenburg Paul Arndt „ 1933 — 1940 Sammlung Pourtalts (früher in München, jetzt in St. Petersburg) Paul Arndt „ 1941 — 1943 München, Sammlung Berolzheimer Paul Arndt „ 1944 — 1949 Ehemalige Sammlung Klügmann (jetzt Mecklen- burg bei Schwerin) Georg Lippold „ 1950 — 1959 Modena Paul Arndt „ 1960 — 1966 Rimini Fritz IVeege „ 1967 — 1969 Florenz, Casino Mediceo Paul Arndt „ 1970 — 1972 Florenz, Kunsthandel Paul Arndt „ 1973 — 1979 Cortona Paul Arndt „ 1980 — 1985 Ehemals Rieti, Sammlung Canali Paul Arndt „ 1986 — 2041 Rom, Kunsthandel Walther Amelung „ 2042 — 2043 Rom, Palazzo Caetani Walther Amelung „ 2044 — 2045 Rom, Villa Lante Walther Amelung „ 2046 — 2047 Rom, Auditorium des Maecenas Walther Amelung „ 2048 — 2051 Rom, Antiquarium comunale Walther Amelung „ 2052 — 2057 Rom, Palazzo Massimi alle colonne Paul^mdt „ 2058 — 2065 Rom, Palazzo Odescalchi Paul Arndt „ 2066 — 2069 Pom, Palazzo Mattei Paul Arndt „ 2070 — 2073 Rom, Palatin Walther Amelung „ 2074 — 2100 Rom, Palazzo Margheritn Walther Amelung Digitized by Google 1 VH, 1801-1813 Barcelona, La Granja, Sevilla 3 Barcelona. Provincial-Museum. 1801. Weibliche Gewandstatuc. L). An- tonio Elias de Molins, Catälngo del Museo provin- cial (1888), p. 18, Nr. 716, mit Abbildung; Reinach, rep. II, 3, 671, 10; Ruhland, eleusinische Gottheiten, S. 76, Nr. 3. 1876 in Barcelona ausgegraben. Es fehlen : der Kopf, der L Unterarm und die ganze r KOrperaeite bis zum Knie. Wiederholung der Statnen im Louvre :Giraudon 1388 (mit zugehörigem traianischen Kopf), und in Ny-Carlsberg 533 (mit Gypskopf der Agrippina minor). Vgl. Uekler, Mün- chener arch. Studien, S. 181. Von dem Typus der Wiener Kora ist dieser zn trennen. Auch die spani- sche Statue wird traianischer Zeit angeboren. La Granja bei Segovia (San Ildefonso). 1802—7. Kinzelaufnabinen derKöpfe des von Bieiikowski bei Br— Br Taf. 590 veröffentlichten Reliefs mitGallierkämpfen. Nach Bieiikowski stammt das Relief aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert. Zu dem Kopfe 1804/6 vgl. den Galiierkopf des Museo Chiaramonti Nr. 635 und das Büstchen des Berliner Museums: Arch. Anz. X Vlll, 1903, 8. 34, Nr. 14. Bieiikowski vermutet in dem Relief den Rest eines Sarkophagen. Doch ist meinen Erachtens die Arbeit hierfür zu gut. 1808 - 9. Statue eines J Unglings. Die Figur war, als ich 1898 in La Uranja war, in einem schlecht beleuchteten Raum so ungünstig und unzugänglich aufgestellt, daß ich sie nur mit dem Glas untersuchen konnte; um die Hüften trug sie einen Leinwandschurz. Die Einzelheiten der Krgänzungsangaben kann ich deshalb nicht ver- bürgen. Ungefähr 1,30 m hoch, also nicht ganz lebe nag roti. Kopf und grüUter Teil der Arme fehlen. Stamm mit Chlamys und I’linthe schienen mir alt, das I. Unterbein neu. Reste von Schulter- locken: im Nacken keine Spur von Hsar. Die Vorderseite ist schlecht erhalten. Stilistisch eng mit dem Thermenapoll aus dem Tiber (Br— Br 463) zusammengehörig. Abweichend ist die Bewegung des I. Armes. Offenbar die Wiedergabe einer Kna- benfigur dieses Kreises. Sevilla. Museum. 1810. Männlicher Torso. Mus. Nr. 101. 0,90 m hoch. Aus Italien. Der I. Kopfnicker ist gespannt Der I. Arm ging abwärts, der r. etwas nach außen. Auf der 1. Brust der Rest einer Stütze; auf der r. Schulter ein unverständlicher Ansatz. Rechtes Standbein. Der Kopf hatte kurzes Haar. Flächige Formenbehandlung; nach einem Vorbild aus der Mitte des 6. Jahrhunderts. 1811. MännlicherTorso. Mus. Nr. 99. 0,95m hoch. Aus Italica ,al sitio llamado de los Palacios.“ Der r. Kopfnicker ist gespannt R. Standbein. Auf beiden Glutaoen Ansätze. Nahe verwandt der von Bieiikowski in der Revue archöol. 1896, pl. VII veröffentlichten, nur im Dresdener Gyps erhaltenen Satyrstatue, und wie diese praxitelisch atu der Zeit des ausrubenden Satyrs. 1812. Männlicher Torso. Mus. Nr. 115. 1,13 m hoch. Aus Italica. Rechtes Standbein. Der Kopf ging zur 1. Schulter. Stutzenrest am r Ober- schenkel außen und an der Außenseite des 1. Ober- schenkels hinten Zu Grunde liegt ein Vorbild aus dem Kreise von Furtwänglera Euphranor. 1813. Männlicher Torso. Mus Nr. 108. Hoch 1,62 m. Aus Italica. Jabrb. des arch. Inst, 1893, Anz. S. 9 (Bethe). Der Kopf ging zur linken Schulter. Am r. Oberschenkel oben außen Stützen- rest Am r. Oberarm oben Spur eines ausgebro- chenen Attributes. Die von Betbe als- Wieder- holung bezeiclmete Statue Nr. 99 des Sevillaner Museums ist oben unter Nr. 1811 abgebildet. Im Motiv dem Lucius Venia der Sala a croce grcca 564 (Phot. Alinari 26983) verwandt und wie dieser auch offenbar eine Kaisemtatue. Die Bewegung kehrt noch bei mehreren anderen Statuen mit veränderter Chlamys wieder: Glyptothek 394 („Nero*); Reinacb Digitized by Google 8 VH, 1814-1822 Sevill» 4 Kiip. 11,2, 559,9 = Giraudon 1288 (Louvre), und die von Watzinger, Magnesia a. M., S. 213 angeführten Statuen. Das Motiv erinnert sehr au das des Apollon vom Belvedere. 1814. Statuette des Atlas. Mus. Kr. 212. Hübner S 31G. Dort die ältere IJtteratur. Ca- 0,60 m hoch. „Procede de las Cabezas deSan Juan* (süd- lich von Sevilla). 1762 gefunden. An der Basis die Inschrift: TI • CLAVDIO CAESARI ■ AVG ■ GER manico-pont.max.tr- pot • vm IMP • XVT • COS * riTT* P* P * CENSORI TERPVLIA • SAVNI • F • EX • TESTA- MENTO • ALBAN I • SVNNAE • F-VIRI SVI (C. I. L. II, 1302). Aus dem Jahre 49 n. Chr. Die Plinthe folgt, offenbar aus Gründen der Aufstellung, den Um- rissen der Figur; ihre Seiten sind glatt, nicht ge- brochen. Die Figur kniet vor einem baumstamm- ähnlichen Pfeiler und stützt mit beiden Händen die Weltkugel, auf welcher sich oben ein Aufsatz zum Tragen eines weiteren Gegenstandes befindet. Robe Arbeit. 1815. Torso der Artemis. Mus. Nr. 100. 1,2T) m hoch. 1781 in Italien gefunden Reinach, Rep. II, 1, 31 7, 9. Rest des Stammes am linken Oberschenkel. Ein Stützenrest vorn am untern Chiton-Ende Uber dein linken Knie stand wohl in Verbindung mit einem neben dem Stamm ange- brachten Tiere. Der .Stützenrest an der r. äußeren Hüfte diente für den gesenkten rechten Arm. Die linke Hand war in die Hüfte gestemmt, der Daumen nach hinten. Im Nacken der Köcher. Langes Haar hinten. Wo Gürtel und Kocherband Zusammen- stößen, ein Widderkopf Repliken: 1. Siena, Samm- lung Chigl. Der Kopf nicht zugehörig, Iicine und Arme bis auf den Ansatz neu. Überlebensgroß Studi e materiali III, p. 307 = Reinach, Rep. II, 1. 313, 6. 2. Rom, auf dem Turme des Senatoren- palastes Pbut. Moscioni 11243. 3. Sevilla, neuerer Fund, ebenfalls aus Italica: Pierre Paris, Jahrb. d. I. 1903 (XVIII), Anz. S 106; Reinach, Rip. III, 94, 9; Le Musce 1907 (IV), Abb. zu S. 250 inach frdl. Mitteilung von S Reinach). An diesem Kzciuplar bat sich der Kopf, mit hohem Diadem, erhalten. Er erinnert an den mit Damophon ln Zusammen- hang gebrachten Kopf des Capitols Br--Br 265. Die Haltung der Arme weicht allerdings bei dieser Statue ab; im Übrigen ist sie aber sichere Replik Den Widderkopf als Gürtelschnalle hat der Typus gemein mit der Artemis aus Studniczkas Iphigenien- gruppe in Ny-Carlsberg 83 und einem Dresdener Torso: Hcttuor* S. 54, n“ 10= Becker, Augusteum Taf. LXXX = Clarac 699, 1649. Auffällig ist das lange Haar für Artemis. 1816. Weiblicher Torso. Mus. Nr. 493. Aus Fomares bei Sevilla. Hoch ca. 1 m. Sehr zer- stört. Dem von Furtwängler, Meisterwerke S. 88, Anui. & behandelten Typus verwandt Schlechte Arbeit. !8l7.Kopflose Frauenstatue. Mus Nr. 103 Aus Italica. 1,74 m hoch Offenbar die Statue einer Kaiserin mit freier Benutzung älterer Motive. Der unter dem Bauseh durchgesteckte Gewandzipfel wie an der Themis von Rhamnus; doch ist die Ge- saiu mtdisposition des Gewandes strenger und ein- facher wie an dieser Statue. Sehr langgestreckte Proportionen. Auf der rechten Schulter ist das Gewand mit einer großen Nadel zusauimengesteckt. Zu vergleichen Ist auch das Relief Mus. Chiara- monti 5. Feine und sorgfältige Arbeit. 1818. JUnglingskopf. Mus. Nr. 160. 0,39m hoch. Der Kopf ist zur linken Schulter znrflck- gewendet. Im Haar eine Binde. Decorative Arbeit. Zu den auf der Grundlage des Alexanderportraits geschaffenen Idealköpfen gehörig. 1819. Relief, stehendeFrau. Mus.Nr.106. 0,95 m hoch Aus Italica Offenbar die Figur einer Provinz von einem historischen Monumente. Für den Typus vgl. Rieükowski, Barbararum gentium siniulacra, S. 68, Fig. 62. 1820. Links: Unterteil einer weiblichen Statuutte. Mus. Nr. 398. 0,32 m hoch. Saubere Arbeit nach einem Vorbild aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, Rechts: Kopf eines Römers Mus. Nr. 163. Lebensgroß. Aus Italica Zum Einsetzen bestimmt. Kahler Schädel, große Ohren. Ende der Republik oder Anfang der Kaiserzeit. Vorzügliche Arbeit. 1821. Torso einer Panzerstatue. Mus Nr. 104. 1,24 tn hoch. Aus Italica. Gewöhnliche Arbeit Auf der Brust zwei trophäentragende Ken- tauren. Darunter ein Akantboskelch. Auf der oberen Reihe der Panzerklappon Elefanten-, Wid- der- und Ziegenköpfe, auf der unteren Medusen- und bärtige Köpfe und Palmetten. Nach frl. Mit- teilung von E. Michon hat der Louvre neuerdings eine Statue mit entsprechendem Panzerschmuck erworben. 1822. Kolossalstatue des Traian. Mus. Nr 95. Mit E— A 1823 zusammen im Jahre 1788 in Italica, der Geburtsstadt Traians, gefunden, „en el sitio llauiado de los Palacios*. 2,20 m hoch. Vortreffliche Arbeit. VII, 1823—1880 Serill* 1823. Torso einer nackten Kaiaersta- tne. Mus. Nr. 94. Herkunft wie 1822. 2 m hoch, also kolossal. .Stützenrest an der r. UUfte; am r. Knie au&en eine ausgebrochene Stelle. Der r. Arm ging hoch: vielleicht hielt er einScepter, das durch Stutzen mit dem Körper verbunden war Am I. Oberschenkel hinten außen scheint der Stamm weg- gebrochen zu sein. Die Statue trägt in Sevilla den Namen des Nerva; offenbar weil sie mit Traian zusammen gefunden ist. Stilistisch etwa zu ver- gleichen E — A 25. 1824. Kolossalkopf eines Körners Mus. Nr. 162. Aus Italic*. 0,62 tu hoch. Ergänzt: das Kinn. Zum Einsetzen in eine Gewandstatue. Die KUckseite roh gelassen. Im Haar ein Eichenkrauz mit Binde, ln der jetzigen Aufstellung zu sehr nach hinten geneigt Nach dem kolossalen Maati- stab keine Privatperson. Nach der Physiognomie aus vorkaiserlicher Zeit. Die corona civica weist auf militärische Verdienste des Dargestellten. .Sollte Scipio Africanus maior gemeint sein, der Gründer Italiens? Casa de Pilatos. 1825. Kolossale weibliche ßewand- statue. Iltibner 841. Neu: Außenteile der Plintlie, der r. Unterarm mit dum Tamburin, die 1. Hand mit den anschließenden Gewandteilen, die I. Brust, der I. Teil des Gewandwuistes auf dem Bauch, Nase und Oberlippe des zugehörigen Kopfes, der im Haar Weiulaub trägt Arbeit frühestens ans der 2. Hälfte des 2. Jahrh. n. t.'hr. Erwähnt von Ueklcr, Komische weibliche Gewandstatuen, 8.206, Aura. 1. Von den hier verglichenen Statuen ist die „Giunone" des Capitols (Br— Br 359) nur ganz äußerlich ähnlich; auch die Statue aus Kyrene (Keinach, Rep. II, 243, 9) zeigt deutliche Ab- weichungen. Nur verwandt, keine Replik ist auch der E— A 781 besprochene Typus. Näher steht hin- gegen ein Torso von der Skcne des Theaters von Milet im Louvre (Phot Giraudon 1176). Palls man in der Sevillauer Statue überhaupt die genaue Copie einer älteren Schöpfung erkennen darf, wtlrde nach dem Stil des Gewandes und des Kopfes, der einigeruiaaßen an die der vatiraninchen Musen- gruppe erinnert, am ehestender Kreis des Praxiteles in Betracht kommen 1826. Weibliche Gewandstatue. Hüb- ner 842. Neu: Außentelle der Plinthe und Steuer- ruder. Die Kugel, auf der dieses atebt, ist antik, und ebenso die r. Hand (bis auf zwei Finger':, sanirnt Ansatz des Ruders, sowie die 1. Hand mit Füllhorn. Den Kopf, an dem die Nase ergänzt ist, habe ich 6 | seinerzeit für ungebrochen gehalten; er macht mir jedoch auf der Photographie einen nicht unver- i dächtigen Eindruck. Am Altertum de* Ganzen 1 habe ich keine Zweifel gehabt Wiederholung, wie HernnannCÖsterr. Jahresh. 1899[II),S. 156, Anin.1) | richtig bemerkt hat der Fortuna des Braccio nuovo Nr. 86 und ihrer zahlreichen Repliken (s. Amelung zu dieaer Nummer). Hekler, rüm. weibi. Gewand- statuen, S. 180, Anm. 1. 1827. Wreibliche Gewandstatue. Hüb- ner 868. Etwas überlebensgroß. Der Kopf, ein Portrait aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrh. n. Ohr., ist nicht zugehörig. Römische Erfindung mit Be- nützung frühprax Hellseher Motive. Schlechte Arbeit. 1828. Statue der Hygieia. Nicht bei Hüb- ner. L. Hand und Oberteil der Schlange neu. Der Kopf, an dem die Nase ergänzt, schien mir zuge- hörig. Ordentliche Arbeit nach dem gleichen Origi- nale wie E— A 227 und 916; die drei Exemplare zeigen ziemlich weitgehende Abweichungen in den Einzelheiten. In hellenistischer Zeit ist dieser Ty pua mit charakteristischen Veränderungen im Detail der Falten wieder anfgenommen worden: Watzinger, daa Relief de* Archelaos, 63. Herl. Winckelmanns- Programm (1903), S. 9. 1829. Weibliche Gewandatatne. Hüb- ner 911. Etwas überlebensgroß. Neu: die Inschrift, der r. Unterarm, die Maske des nicht zugehörigen Kopfes. Das Unterteil von den Knieen abwärts ist angesetzt; die Statue war aus zwei Teilen ge- arbeitet In der linken Hand Mohn und Abren. Hekler, Römiache weibliche Uewandatatuen, S. 228, Typua XXI, p, and S. 176, 18. 1830. Torso einer JUnglingsfigar. Nicht bei Hübner. Genaue Angaben über daa Stück, daa aelbet zu untersuchen mir nicht möglich war, verdanke ich der Güte Carl Watzingcrs: »Der Kopf ist mit modernem Haisstück eingesetzt und nicht zugehörig. Der Rücken ist vollständig aus- gearbeitet, die Figur war also kein Relief. Sie war bcetimmt, von rechts v. B. her gesehen zu werden, da die linke Rückseite sorgfältiger aus- geführt ist während die Gewandfalten unter dem rechten Arm im Rücken nur roh angedeutet sind. K. Hüfte nnd r. Oberschenkel neben dem Gewand sind rauh gelassen; man sieht noch die Meißel- Schläge. R. Hüfte nnd Oberschenkel sind ganz Dach im Vergleich zu der kräftig vortretenden Brust. Die 1. Hand war mit zwei Zapfen am Ober- schenkel angesetzt ; die Anschi ußtläche ist bestoßen, in der Fläche befindet sieb ein rundes Zapfenloch. Auf der Mitte der Brust war eine Falte der Chla- mys angesetzt Daa r. Bein war vorgesetzt, das 8 Digitized by Google 7 VII. 1831—1860 Sevilla, San Liicar, Frtjus 8 linke seitlich weggestreckt. Vielleicht war die Fignr gelagert und stllttte sich auf die r. Hand auf, die Beinmuskeln sind nicht angospannt.“ — Die Statue scheint mir stilistisch von hohem Interesse zn sein und einer nochmaligen genauen Untersuchung zu bedürfen. Sie macht nach der l’hotographie den Eindruck eines griechischen Originals der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts. 1831. Männlicher Torso. Hübner 873. Kaum lebensgroß. Die Rückseite ganz ausgearbeitet. Nach Watzlngers Mitteilungen ist die Figur vom Gürtel an aufwärts modern; sie soll jetzt den Kopf eines jugendlichen Dionysos mit Efeukranz tragen, ln der oberen Schnittfläche des antiken Unterteils ein viereckiger Zapfen. Unterhalb der linken Hüfte zwei runde Dübellöcher im Abstand von ca. 6 cm untereinander, in deren unterem noch der Dübel steckt. Das gut gearbeitete Stack giebt ein Original aus dem Kreise der an Paionios sich anschließen- den Kunstschule wieder; vgl. La Glyptoth&que Ny- Carlsberg, Text zu pl. 33. ln der Bewegung, dem Vortreten des r. Beines und der Faltengebung be- sonders nahe verwandt der Statue E— A 501. 1832/33. Bärtiger Kopf. Außerordentlich hoch aufgestellt. Der Hinterkopf fehlt nach Aus- weis der Photographie. Hals und Büste neu. Mäßige Arbeit im Stil des 5. Jahrhunderts. Zu vergleichen : Bulle, der schöne Mensch Taf. 228 = La Glyptoth&qne Ny-Carlsberg p. 21, Fig. 6 und 7; E — A 143637 und La Glyptoth£que Ny-Carlsberg pl. 14. 1834 — 36. Jünglingskopf. Httbner 859. Büste und Nasenspitze neu, sonst intact. Sog. attischer Einschnitt am Uinterkopf. Ansteigender Oberschädel. In der Bewegung der Stirn und dem breiten Untergesicht dem Diomed an die Seite zu stellen. Die Stilisierung des Haares in kleinen Ringellöckchcn den dem myronischen Kreise zu- gewiesenen Werken entsprechend. Das gesträubte Stirnhaar zuerst an dem Londoner licrakleskopf Br— Br 568. Der Kasseler Kopf: Jahrb. d. J. 1910 (XXV), S. 160, Abb. 1 ; S. 163, Abb. 41, ist ein nahe verwandter, aber etwas jüngerer Typus. Feine Arbeit. 1837,38. Kopf des bärtigen Dionysos. Hübner 848 (hier fälschlich Tür modern erklärt). Ergänzt: das Bruststück Wie es scheint, strengere Replik des Kopfes im Louvre : G iraudon 1256 (Clarac, Description, Nr. 189; Fröhncr, Notice Nr. 214). 1839-41. Weiblicher Kopf. Hübner 893. Ergänzt daa (männliche) Bruststück, Kinn, Lippen, Nase, I. Braue Hals und Kopf wendung alt. Haar- schopf im Nacken Anscheinend Wiederholung des Kopfes Museo Torlonia 137. Aus der Zeit der Artemis Colonna. 1842/43. Kopfdes „Menander“. Hübner 860. Bruststück und Nasenspitze neu. Gute«, aber etwas outriertes Exemplar. l844/45.Kopf eines Griechen. Hübner 897? Neu : Bruststück, Kinn, Nase, Teile der Lippen und Ohren. Aus derZeit des Albanischen Kopfes, Porträt- werk 391,193, den ich dort wohl fälschlich zu spät, in die jüngere repubiieanische Periode, datiert habe. 1846/47. Kopf des sog. Sciplo. Hübner 866 (von diesem für modern gehalten). Ergänzt: Brust- stück, Nasenspitze, Flicken in der 1. Braue. Kreuz- narbe. Di« beiden Athenastatuen der Casa de Pilatoa (Hübner 839 und 840) sind von Herrtnann in den Österr. Jahresh. II (1899), 8. 155, Taf. 11 und III, veröffentlicht worden. San I.ticar de Barrameda. 1848/49. Kolossalkopf der Koma. Ehe- mals im Palacio de San Telmo in Sevilla anfgestellt (Catälogo de los euadros y esculturas pertenecientea ä la Galerta de SS. A A. RR. los Serenisimos Sonore* Infantes de Kapana, Duques de Montpensier, Sevilla 1866, S. 84, Nr. LXXXV). Neuerdings nach dem Schlosse San Liicar de Barrameda zwischen Sevilla und Cadix Übertragen. Abguß im Münchner Gyps- museum ; danach unsere Aufnahme. Hübner S. 316. „Er gehörte zu einer Statue, von welcher auch andere Reste mit ihm gefunden und wieder ver- schwunden sein sollen.“ Ich habe das Original nicht gesehen ; nach einer kleinen mir vorliegenden Photographie ist es von vorzüglicher Erhaltung. Wiederholungen sind mir nicht bekannt. Fr6jus. Musee municipal. 1850. Tete de Zeus*). Marbre blanc. Trouvfee prds de l'ancien port i la Porte Dor&e. Nex rcataurc. H. 0,40. La tete, plus grande que uature, etait destinee ä Ctre encastree dans le corpe d’une Statue. La partie postericure n'est qu'ebaucbee. La tete etait tournee ä droite. Copie romaine d'un type erfcä au IV» siöcle par la seconde Coole attique soua l'intiuence de Praxitele et de Scopas, apparentc au Zeus d'Otri- •) Wir verdanken die Negative tu dieser Nummer der Gefälligkeit des praktischen Arttea in München Herrn Dr. Adolf I’reysa. Digitized by Google W 9 WI, 1851-1866 coli et an Zeus du Muse« de Conatantinople (B. C. H. 1885, pl. 14.). Cette töte a fitfi publifie dans la planche jointe am < Inscriptions romaine* de Frfijus » par ilfiron de Villefoese et Tbfidenat, Paris, Champion, 1884, et par Espfirandieu, recueil des baareliefs III, 2454, p. 338. Montpellier. Musee munitipal. 1851. Aphrodite drap6e. Marbre blanc. H. 0,375. Provenauco inconnue. Hestaurations: avant-bras gauche, la main et le poignet droit avec la partie supfirieure du manteau ; nn Fragment du braa droit 1 l'aiaselle La töte a fitfi recollfie, mais appartient au corps, Copie romaine de l'Aphrodite Genitrix d’AI- camönes. Cf. Keinach, Repertoire, II, 331, 1. 1852 -1854. Htracles enfant. Marbre blanc. H. 1,06. Collection Campana. Restaura tions: Io uez, le bas de l'oreille droite, le cou, le bras droit et la maaaue, l'avant-bras gauche et los aecessoires, un fragment de la cuisse gauche en arriörc, les dem jambes, du genou A la cheville, la feuitle de vigno. Enfant debout avec les attributs d’Höracles. Bonne copie romaine d’un original de l’fipoque hellfinistiquc. 1855— 1856. Büste d'Hermfis. Marbre blane. II. 0,65. Collection Campana. Restaurations: les ailes, le nez, un morceau de la joue droite, le cou et le buste tout entier. Grattage gfinfiral de l'fipiderme. Cette töte, apparentfie a celle de l’ilerines Mynmien du Vatican (Amelung, II, p. 666, pl. LXI), n'en est pourtant pas une copie (cf. tfite d’Athfinee, E— A 644). Les cheveux sont traites dans le style Myronien, comme dans la statue du Vatican, mais les yeux et la bouchc se rapprochent plutöt de ce que nous connaissons du style de Crösilas. La tfite paralt ainsi ütre une adaptation romaine A une figure d'Hermfis, d'un type athlfitiquo con- temporain de Crfiailaa et de Myron; les ailes seraient, comme dans la statue du Vatican, une addition du copiste romain. 1857—1858. Tfite de femme. Marbre blanc. H. 0,64. Collection Campana. Restaurations: le nez, le bas de l'oreille droite, le buste tout entier. ßrattage gfinfiral. Bonne copie romaine d’un original grec de la deuxifime moitifi du V® siede. Cf. E— A 938. 1859—1860. Buste de daine romaine. Marbre blanc. II. 0,58. Provenance: environs de Montpellier 10 Montpellier. Le nez brisfi; nombreuses firafluree sur le visage. Portrait de femme inconnue de l'fipoque de Paustina minor. Collection de la Societe archeologique. 1861. Tfite de femme. Marbre blanc. H. 0,20. Provenance : Nimes. Le bout du nez brisfi Tfite lfigfireuient inclinfie vers la gauche. Les eheveux, divlsfie en deux bandeaux sur le front, sont massös sur la nuque et serrös par une bände- lette, Copie romaine d’un type hellcniatique dfi- rive d’un type Praxitöllen. 1862. Tete de femme. Marbre blanc. 11.0,26. Provenance: Nimes. Nez et menton refaits; buste moderne. Les cheveux, serrfis sur le front par une large bandelette, sont rfiunis sur le haut de la töte en un large ncBud. Copie romaine d’un type hellfinis- tique. 1863. a) Tfite de femme. Marbre blanc. H. 0,11. Provenance inconnue. La tfite paralt usfie par un söjour dans l'eau. La Coiffure en forme de Klaft indiqur peut Ctre une origine alexandrinc. Epoque hellfinistique. b) Tfite de fern m o. Marbre pentöliqne. 11.0,12. Provenance inconnue. Un voilc, posfi sur les cheveux, retombe sur les fipaules, conformfiment au type des Dfimöter voilfies. Original grec du IV« siede. 1864. Tfite d'homme inconnu de l’fipoque rfipublicaine, I»r s. av. J.-C. Marbre blanc. H- 0,28. Trouvee a Nimes, Rue Sigalon, 23. Le nez et l’oreille droite endommagfie. Coups do pioche sur Io visage. 1865. Fragment de stfile funfiraire grecque. Marbre pentülique. H. 0,33. Larg. 0,28. Rapportfi d'Atbfincs par le Dr Cbresticn. Manque tonte la partie inffirieure du corps. La figure a beaucoup souffert; cependant eile conscrve encoro )a beautfi des typee phidiesquee. La femme, tournfie vers la gauche, fitait probablcment assise. Lea restes indfitenninfie — fragments de doigts (?) — que l’on voit a gauche, appartenaient peut fitre k un personnage placfi en face. 2« moitifi du V« siicle. Cf. E-A 668. 1866. Plaque en terro cuite. Larg. 0,28. H. 0,21. Provenance italieune indfitenninfie. La plaque est brisfie en plusieurs fragments; je la crois authentique. La partie supfiricure est refaite sur une largeur d'environ un centimfitrc; le nez et le front de la femme i g. sont moderne«. Enseigne romaine d’un marchand de volailles Digitized by Google 11 VII, 1867—1871 Genf 12 et de gibier, analogue aux plaque« (Utes < Cam- paua >. Une enseigne scmblable en marbre an Mnsfie Torlonia (n° 379; Daremberg 4 Saglio, Dictionnaire de« antiquitfi», ». v Mercator, Fig. 4924). Cf. aussi, tnfimo ouvrage, s. ▼. Signum, et 0. Jahn, Berichte der Saeche. Gesellscb. 1861, pl. XI. Geneve. Musee d’art ct d'histoire. Le« collectiona d'antiquea dela Ville de Genfive sont reunies depuis le nioia d'oetobre 1910 dan« le Nouveau Musee d’art et d’histoire. On y a groupfi le« anciens foadg du Muafce archfiologique de la promenade des Bastion«, du Muato Fol et du M usto Rath. L'administration municipale a maintenu dan« le Palais de l’Ariana, a I’regny, lee coliection« que feu G. Revilliod y avait formte« M. Alfred Cartier, directeur general des Mu- sfies, a public en 1910 une Notice et guide aomtnaire du Musfie d’art et d'histoire. Partout oit ccla etait poseible, j’ai rfiffirfi aux in- ventaires des anciens dfipfits qui restent valables pour lea nouvelles galeries. Must'-o Fol, Catalogue descriptif par VV. Fol, Genfive, 1874—1879, 4 vol.; Etüde« d’art, etc., du meme auteur, 4 vol. in 4° (ie Livres d'nn dilettante consciencieux, la terminologie eet Im- propre); Catalogue du Musfie Rath, 1906. Quelques articlee de revues ont fitfi consacrca anx coliection« de Genfive: Gaz. des B.-A., 1875, I, p. 369 «q. (coliection Fol, -Schneider); Re v. Arch., 1875, I, p. 271 sq.; 1910, U, p. 401—412 (Deonna). Ponr le« sculpture« antiques en particulicr, cf. NosAnciena et leurs oeuvres, Recueil gfinevoia d’art, VI, 1906, p. 88 - 90 (Navllle); VIII, 1908, p. 41-44 (Nicole); IX, 1909, p. 11 sq. (Deonna); Rev. Arch. 1885, I, pag. 226 «q, (Duval); 1908, II, p. 153 sq. (Deonna); 1909, I, p. 283 (Deonna); Revue des fitudes ancien- nes, 1908, p. 250 sq. (Deonna). Pour lea bronzes, cf Rev. arch., 1912, II, p. 32 sq. (Deonna). J'adopte dana la bibliographie de ces notice« lea abrfivistions anivante«: I) — Deonna; N = G. Ni- cole; Nos Anc. = Nos Anciens et leurs tnuvres; R. A. — Revue archfiologique; M. F. = Musfie Fol. 1867. Bouc trouvfi 4 Sierre (Valais). Bronze H O. 15. 1.ong. 0,165. Inv.C. 1 1GB. Lesjambes sont tronqufies un peu au dessous des jarrets. L’exfi- cution est trfia soigneuse ct «oucieuse du dfitail — on observera par exemple les glandes caprines. — C’est le style naturaliste des bons animalicrs, plus avanct a la vfiritfi que celui de la l.ouve du Capitole. La teebuique eet teile de« toreutes grecs du V« sificle. Toute l’fichine est falte d’une seule lame de uifital appliqufie ; le« jambes aussi sont rapporttos selon une scction oblique. La patine verte est bien conservie. Cartier, Notice Sommaire, PI. XIV, n°3; Rev. Arch., 1910, p. «11. 1868 et 1869. TSted'Eros. Inv. 6131. Marbre pentfilique. H. 0,17. I’rovenance: Rome. Manquent l'cxtrfimitfi du nez, la face antfirieure du cou. C’eat nne rfiplique exacte du type d'Eros erfifi par Phidias, selon FurtwSngler (Masterpieces, pag. 69), qui rangea lui-mßme, dans une lettre k M Naville, la töte de Genfive panni les rfipliquos de ce type. Le visage est plein, presque rond. La chevelure offre des boucles en S, traittos an foret. Asscz bonne copie. CouiptesrendusdelaSocictcauxiliaire du M usfie, 1904, p. 13sq.(plancbe) Nos. Anc. 1906* p. 90 (fig i (Naville). R. A., 1909, II, p. 409. 1870 et 1871. T£te d’Hertnfis. Marbre do i’aros. H. 0,31. Le nez, la lfivre inferienre et le cou sont restaurfis. Deux petites ailes courtes s'filfivcnt au baut de la tfite qu'elle couronnent d une Sorte de dia- dime 4 breche mediane. Cette disposition est rare ; en gfinfiral, les ailes d’Hermcs, superpoaßc« au eräne sont seusiblement paralleles au plan facial. La chevelure presente des mfiches aasez emmclßes, en forme de 8. Bonne copie d'un original qui reste a iden- tifier. M. Deonna, se fondant sur les critfirea du style phidieeque proposfis par M. Salomon Reinacb (Gaz. des B.-A., 1902, I, p.452sq.), a institufi une comparaiaon interessante entre la tfite Laborde, celle du Dionysos de la frise du Parthenon, et la tfite de Geufive. On se rangera de prfiffirenee 4 l’oplnion de L. R. Farneil, Cults of the Greek States, V, PI. XXV et p. 55, qui «e prononce pour un original d'ficole pfiloponnfisienne de 400 environ av. J.-C. En effet, le modelfi du visage est plus sfivere, moins fondu qne celui des tfites phidiesques (cf. le numfiro prfiefident). Le galbe en est moins arrondi. L'expression est plus austfire. Enfin, le type de l'Hermc« aux ailerons super- posfis au front upparait dans plusieurs tfites de style polyclfitfien de la fin du V« sificle (Furt- wängler, Masterp., p. 290, n° 5; Mahler, Po- lyklet, p. 59, fig. 14; 8. Reinach, Recueil de tfites, p. 47, pl. 59). Bibliogr.: Catalogue Fol, n« 1328; R. A., 1908, II, p. 167, fig. 4 et 5 (D). — Pour le type d’liermfis aux ailerons, cf. Furt- wängler et Reichhold, Griechische Vasen- malerei, pl. 20, et Nicole, Meidias, pl. VI, 3. Digitized by Google 13 VII, 1878-1882 Genf 14 1872 et 1873. Hermüs bicüphale. H. 0,47. Marbre jaunätre. Lee nez et une partie du buste sont restaurüs. Rüplique des termes du stade d’Athenes (Har- rison et Verrall, Monuments and Mythol. of anc. Athens, p. 232, tig. 18. Ausonia, 11, 1907, p. 42, 8g. 16. Archcografo Triestino, XXX, 1906, p. 8, Hg. 2). D'nn erttft, la töte de l'Hermüs propyla'os d'Alcamüne; de l’autre, tüte d'Apollon imberbe, da type attribuü par Saviguoni 4 Alcamüne: Ausonia, 1907, p. 41, n" 4, qui ünumüre cinq autres rüpliques. Le type d'Hermüs, aux boucles longues, rame uües par devant sur los üpaules. aux frisures 4 triple etage sur le front, ä la moustache retom- bante, a la barbe carrüe et atylisüe, a ütü erüü par Alcamüne; lo visagc aux traits immobilee, qui üvoque l’art de l’hidias, se Combine avec d’an- ciennes modes ioniennes de Coiffure. Outre la copie cülübre de Pergame, il existe un tres grand nombre de rüpliques; los liste» qui en ont ütü dressüee n’ont qu’un caractüre provisoire. L’inscription AVKOYPrO£ gravüe sur le socle ne doit pas fixer l’attention, car le socle n’appar- tient pas au terrne. Catalogue Fol, 1334. Nicole, Meidias, p. 127, n* 3. R. A., 1908, p. 153, et fig. 1 (D). 1874. ApollonSauroctone. Marbre jaunätre a petita grains. H. 1,61. Trouvü 4 Rome, via dei Serpenti. La partie infüricure du corps ainsi que la plinthe est antique. Le baut du corps 4 partir du bas du tborax, et le haut du tronc d’arbre jusqu’au lüzard sont restaurüs en plitre d’aprüs la Statue du V atican. Catal. Fol, n° 1316. R. A., 1908, II, p. 159, fig. 6, et p. 160, n°4. Gaz. des B.-A., 1875, I, p. 376. JahreBh. des Osterr. Inst., 1898, Bei- blatt, p. 144, Collignon, Sculpture gr„ H, p. 285, nute 2. Omise par Klein dans la liste des rüpliques, Praxiteles, p. 108. — Cf. la rüplique de Napie», E— A 768. — La rüplique de Genüve est interessante parce qu'elle presente les jambes qui sont mutilües dann les autres exemplaires. 1875. Torse d'Aphrodite. Trouvüe en 1850 4 la Villa Ludovisi et achetüe par M. Duval 4 Cam- pana. H. 1,285. Marbre de Luni. Manquent la tüte, les bras, les jambes 4 partir des genoux. Rüplique de l’Aphrodite de Cnide. Le mouvement des bras ne pennet pas de res tau rer notre torse en Aphrodite Anadyomüne, un type connu par divers bronzen de Syrie et d'Egypte. L’exüeution est pleine de saveur et de morbidesse. Catalogue Rath, 712. Une reproduetion du dos, Nos Ano., 1908, p. 41, fig. 13 (N). — Arcb. Anz. 1895, p. 64, n° 1; Reinacb, ltüp. 111, p. 118, 1; K. A., 1908, II, p. 171, n° 15 et fig. 17. 1876. Tüte d'Aphrodite. H. 0,175. Inv. M. F. 1349. Le visage seul est conservü; le fragment a ütü sciü pour servir de müdaillon. C'est une rüplique de la tüte de l’Aphrodite Cnidienne, dont la tüte Kaufmann, a Berlin, ofTre une meilleure Image. Cat Fol, 1349. Pour le style cf. E-A 147/148; 401/402. 1877. Tüted'Athüna casquüe. H- 0,215. Inv. 61.30. Marbrojaun&treapetitsgrains. Autrefois chez L. Pollak 4 Rome Le type en serait praxitüiien, selon M. Klein, Praxiteles, p. 350. Furtwängler combat cetto opinion dans une lettre & M. Ed. Naville et rattache la tüte de Genüve 4 un original de l’üpo- que hellünistique. l'rovenance: Ascoli. N os A n c., 1906, p.8H,PI.(Navllle).C.-R. S o ci ü t ü auxil. du Musee, 1904, p. 13, pl. R. A., 1910, U, p. 409. 1878. Tüte de Dionysos. U.0,39. Marbre Jau- nätre. Les cheveux.couronnüs de pampree et partagüs par une raie, forment deux bandeaux autour da front pour retomber en boucles longues sur les üpaules. Restauratious : le nez, la bandelette de mütal, le bnste. Un buste du Capitole, que les anciens anti- quaires dünommafent Ariane, donne les mümes traits ä Dionysos C'est 4 l’üpoque hellünistique qu'il faut attribuer la conception de ce type effüminü et trop juvünile de Dionysos; les düfauta en sont encore accentuüs par la mauvaise exücution du buste de Genüve. La tüte, mal restaurüs, devait ütre iuclinüe 4 droits, comme le buste du Capitole. Catal. Fol, 1889. R. A., 1908,11, p. 162, fig. 9. 1879. Apollon Lykeios.Inv. C. 1201. H.0,60. Marbre de Paros. Manquent les deux bras — la main droite appuyüe au sommet de la tüte est seule conservce — et le bas des jambes. L'attitude marque la müditation alanguie: rinclinaison günü- rale du corps est vers la gauche. Cf. E — A 335 pour la tüte, E— A 340. Pour le type, Kurtwängler dans Roscher. Lexikon der My thol., I, p. 460; Meisterwerke, p. 570, n° 3; pour l’expreesion de la tüte, cf. Monum. Piot, III, p. 168 (Tb. Reinach). 1880/82, StatuottedeDionysos.en bronze, trouvüe en 1870 4 Chevrier (H** Savole). Inv. C. 229. — H. 0,215. Loa yeux, 4 pupille cave, sont incrustüs d'argent. Le pied gauche manque. Le dieu debout, entiürcment nu, a le corps appuyü sur la jambe Digitized by Google la Genf 16 Vn, 1888—1886 droite. La jambe gauehe rat fitchic. La maio drnite teuait aana doute uu cauthare et la main gaucbe a'appuyait ä un thyrse. La tAte est inclinAc a droite. La chevelure, rAguliArement ondulee, forme an bourrelet Apais, naiasant iur lc front et nouA aur la nuque en un groe chignon d’oii dem nattes retombent a droite et 1 gaucho, aur lea cpaulee Cette gracieuae atatuette, d'une braute pure- ment formelle, offre un atyie compoaite. La tra- dition de l’ecole d'Argoa rat viaible dana le chiaauie dea membrea et dana la aaillic doa pectoraux, maia l'expreaaion du viaage eat aougeuae et lc modele a une morbideaae toute praxitAlienne. F urtwängler efit prononcA le nom d'Kuphranor devant le Dionysos de GenAve. M. Mahler (I’olyklet. p. 112) le rap- proche du Dionyaoa de Tivoli et de pluaieura sculp- turea dout le atyie argien eat teinpArA d’attieiame. Keinach, HApert. II, p. 785, 8 (fauaae in- dication de provenance). Kovue Savoiaienne, 1907, p. 88, fig. R. A., 1909, 1, p, 243 aq., pL III, (D). — MentionnAe: Pro Aventico, III, 1890, p. 62, n° 1; Deonna, L’ Archäologie, I, p. 371, n°3. Un moulage de notre atatuette eat exposc au musAe d'Annecy. 1883. Statuette d'HermAs, en bronze. TrouvAe ä Lograa (Ain). H. 0,143. Inv. C. 1223. Manquent lea deux pieda. Le inf-tal a pria une patine verte aonibre. La cheville droite presente k l'intArieur l’attarhe de l’ailette. Le dleu eat debout; il a la tAte un peu incllnAe aur l’Apaulo droite. L’aplomb du corpa eat comme dana le numcro precAdcnt. Une paenula jette aur l'tpaule gauehe retombe aur l’avant-braa g. Le braa droit pend le long du corpa; la inain tenait .«ans doute la bourae; la main g. supportait un attribut qui a diaparu, sans doute le caducte place de biaia. Type frequent dana lea muatea de province, cf. Keinach, RA perl II. p. 161, 10, et IV, p. 92, n°6. Travail romain aoignt; le viaaga a une ex- presaion aougeuae qui rappelle plua Scopaa que PraxitAIe. Cartier, Notice aommaire, PI. XIV. 1884 et 1885. Torae d’un grec perga- mAnien de l’ex-voto d’Attale Marbre bianc k groa gralna qui me parait ßtre du penttlique. H. 1,37. Acquia en 1877 par M. Dural ä Rome cbez Pacifico Piroli, rue dea Quatre Fontainee. Selon lea vuea interessantes de M. Bieti- kowaki, Die Daratellung der Gallier in der bollenlatiachen Kunat = Celtarum imaginea, p. 16 aq* le grand monument dA- dit par Attale I«r aur l’Acropole de Pergame pour commvmorer sea succes aur lea Galatea, eomprenait, outre lea atatuea de bronze reprA- aentant dea ßaulois vaincua, pluaieura figurea de vaiuqueure; lea deux partiea de la compo- aition auraient AtA dea pendanta fort exacta par le atyie, le mourement et lea dinienaiona. M. Bich- kowaki auppoae, en face du Gauloia mourant du Capitole et du groupe Ludoviai du Gauloia et de la Gauloiae, pluaieura figuree reprtaenttea avee la nuditA htroVque. Le torae de Gentve eat la plua importante dea copiea de cea atatuea quk rtunies M Bienkowaki. II eat reproduit I. c , p. 16, fig. 19, f. S. Reinach, RAp* III, pag. 61, 6. Noa Ane. 1908, p. 39. fig. 11 Le torae de GenAvc eat penebe en avant, et offre un Itger banckement a gauehe. Lee deux braa Ataient abaisaAs. Le biccpa gauehe eat tendu comme ai le braa gauehe Atait alourdi par quelque attribut pesanl La jambe gaucho etait portAe fortemeut vera la g. ; le genou droit parait lAgArement pliu. Ccrtea, dana l’attitudo generale, la atatne de GenAve offre une grandc analogic avec le I’aa- quino. Pluaieura archAologuca l'ont coneidArA com- me une rApliquc du Menelaa de ce groupe. Maia cette hypotliAse ne peut Atre maintenue; en effet, le torae de GenAve est abeolnment nu tandis que le MenAlaa est drapA. Kn outre, M. Bien- kowaki a muntre que le MAnAlaa de la Loggia dei Lanzi offre un atyie plua sevAre et plua archaYque. Knfin, le mouvement violent et l'anatomie de notre torae rappellent beaucoup le Gauloia Ludoviai. C’eat la meine rApartition dea partiea mollee; la pause est limitAe par une forte sailUe dea cötea; le grand dentelA eat trAs exactement marque et le nombril enfoncA. Sur l'omoplate gauehe, on diatingue une trace oblique du panache du casque (1. c-, p. 17, fig. 20), ce qui rnontre que la tAte Atait tournAe tout k fait k droite. Beau morceau de maitriae que noua reconnaia- sons volontier» comme une copie de l'Apoque helie- niatiquo. CaL Rath, n° 718. R. A., 1908, p. 172, et 1910, p. 409, n. 1. Berliner pbilolog. Wochenach., 1909, p. 1002 (Schneider). Un torae du magaain communal du Caeliua (Bienkowaki, ibid. p. 17, fig. 21), offre de grandea analogiea avec le marbre de GenAve. L'exAcution en eat infArieure et date de l’Apoque romaine. Deux autrea repliques: 1. Copenhague, Glypto thAque Ny-Carlaberg, Catalogue n» 388; Arndt, la Glypt Ny-Carlsberg, pl. 110, ä droite; Bicn- kowaki 1. c., fig. 23; 2. Naplea, Bienkowaki, fig. 41 a, p.28; photog. Inst. all. n° 467. — Pour la tAte, B. pro- poae un type anaiogue k MAlangea de l'Ecole Digitized by Google 17 VII, 1886—1891 Genf 18 frangaiae, 1899, PI. II, p. 97. — Cf. ▼. Sali«, Der Altar von Pergamon, p. 73 sq. 1886. Toree viril. H. 0,59. Röplique de l'Höraklös Farnöse de Glycon. Manquent la täte, lee braa, les jambee. Dn fragment de la pcau de lion apparait aoua l’aisaelle ganche; lee tracee de la main droite aont viaiblee eur la cuisae. Assei bonne röplique d'nne exöcution nerveuee; lea mus- clea n’ont paa l'aapeet cotonneux qu'on incriinine a juate titrc dana le coloaae Farnese. Cat. Fol, 1325 Rev Areh., 1908, p 160, fig. 7 (D). Sur lea röpliques de l’Hercule Farnese, Stephani, Auaruhender Herakles, p. 161; nne röplique tr 5s cndotnmagöe dana la trouvaille d'Anticythöre (marbre), Svoronoa, Athener Na- tionalmuaeum, pl. XI, 1. Cf. une mention de l’Höraklös de Glycon dana un papyrna latin de la Collection de Genöve, Jules Nicole, Un cata- logue d'cenvres d’art conservöes 1 Rome 4 l’öpoque impiriale, Genöve, 1906, p. 16. 1887 et 1888. Töte de j eunehomme, achetöe parW. Fol 4 1’hoirie du scnlpteur Teneranl. Inv. M. F. n” 1833. H. 0,86. Marbre jaun&tre de Lunl. ltestaurationa : le nex, lee lövres (partiee medianes), la portion droite du menton ; un öclat a enlevö le sommet du cräne. Bonne röplique d'un original de l’öpoque hellönistique, qui reete 4 identifier. L’artiate a indiquö avec beaueonp de diatinctlon lea paupiöres. I'attache des narinea, lea pommettes. Une couronne de bronxe a laisse un aillon bien distinct dana l’öpaiaaeur des cheveux. Ce 1206. Cat Fol, n° 1317. Digitized by Google 19 VII, 1892—1900 Genf 20 1892, Statuette de Priape. Type banal et travail eommun. Marbre blanc. H 0,76. Catal. Fol., 1319. Noa Anc., IX, 1909, p. 19. — Cf. E-A V, p. 80, n“ 213. 1893. Baareliof archaYaant Fragment. Prov. Home, Collection Pollak. Marbre de Luni. Inv. 6132. 1 e fragment a la forme d'un trapezc irregulier meaurant 0,67 <*> de longuenr anr 0,20 de largeur. La moitie d'un personnage est acule conservee. C’eat un jeune liomme, vetu d'une cblamyde aux plis termincs en queue d’aronde; il live le braa droit pour attaquer de la lance ou de l’epie. A gauche. un aecteur du bouclier rond. La plaque eat complite & gauche. Coiffure k troia I ranga superpoaia de coquilles d’escargot. Style archaYaant. Travail aolgne. Noa Anc., IV, 1906, p. 88 (fig.) et p. 90 (Na- ville). Sociiti auxiliaire du Musie, 1904, p. 13 et planche. 1894 et 1895. Diaque de marbre ayant aervi d’oaci 11 u m. M. F. n°1072 Diam.0,29. Prov.Thiätre d’Orange. Lee deux facea du diaque offrent une reprisentation. A. Deux maaquca juxtaposi», de profil, 4 droite. En avant, maaque de Satyre barbu, couronni d'un bandeau, lea ebeveux for- ment un toupet aur le front; la mouatache eat recourbie 1 aon extriniiti; la barbe, calamiatrie, compte aix boucles, la bonche eat tri» largement ouverte En arriire, maaque comique de jeune femme; la chevelnre forme un double bourrelet aur le front B. Maaque tragique de jeune femme, coiffie d’un bonnet phrygien et paree de bou- cles d’oreilles. Cf. Collection Lecuyer, PI. I, 3 et Vente Lecuyer (1883), n° 278. II ae profile aur un maaque comique d'Hermippoa, an type aocratique, cräne chauve, front ridi, nez court dipriini k la racine, relevc 4 la pointe, mouatachea tombantea, barbe partagie en plu- aieura miclies Sur ce type, cf. Robert, Die Masken in der neuen att. Komödie, p. 18, fig. 35 et 36. Le infime maaque d'Hermippoa, diaposi aemblablement, eat figuri aur un oscillum du Louvre; Clarac, p. 355 B = Rcinacli, Kip. 1. p. 104. Cat Fol, n° 1072. Noa Anc., IX, 1909, p. 18, fig. 10 et 11 (D). 1896. Baa-relief. Inv. M. F. 1352. H O, 40 Long. 0,37. Marbre jaun.dtre. Un Eroa a’eat coiffi d’un grand maaque de Silin e dana lequel il disparait juaqu'l la cein- ture. Il fait l'office de croquemitaine et passe sa main par la bouche biante du maaque. La galerie eat formee de deux autres Eros debout dont le Premier marque aea alannes en ilevant lea braa. Mime aujet aur un relief de la villa Mattel, M— D 2755, et aur une peinture trouvie k Herculanum. Saglio-Pottier, Dictionnaire des An t, s. v. Ludi, fig. 4639. Cf anaai une Statuette de la Villa Albani, n“ 678, Phot Alinari 27617, et une autre qui ae trouvait autrefois k Home, Istituto di S. Aleaaio (Phot. Moscioni 11337}. Cat. Fol,'1362. Noa Anc. , p. 14, fig. 5 (D). 1897. Baa-relief pittoreaqne. Long 0,50. II. 0,42. Plaque deaarcophage. Aniours vendangeura. Sur le grand cöti, un voit une couplede boeufa tral- nant k gauche un char de Campagne chargi de raisins. Un Eroa aurige tient lea renes et fustige lea betea; un deuxiime Eros eat vu de face; il eat drape. Des pamprea d'oii pend le raiain enguir- landent lea branchea de deux troncs noneux qui encadrent la compoaition. On ne aaurait avec D. faire de ces pamprea des platanes, car le feuillage du platane cst pointu et lea artistea de l'ipoque helleniatique excellent k en marqucr lecaractire; cf. baa-relief deTralles, Bull, de corr. hellin., XXVIII, 1904, pl VII. Sur le petit cöti — non reproduit — qui eat tria fragmentaire, on voit un Eros portant une corbeille de vendange. Cat Fol. 1362. Etudes d’art, I, p. 14, fig. Noa Anc., IX, 1909, p. 14, fig. 6 (D). l898.Statuetted'un vieux berger.Ripli- que deE — A 1171. II. 0,83. Marbre jaune. Manquent la tüte, le braa gauche avec la moitie de la beaace, lea jarnbes k partir des genoux, la tete et le» pattes du chevreau. — La poitrine imaciie, la dicri- pitude des chaira aont renduea avec un aouci de pröclsion remarquable. Une riplique du Muaie de l’Ermitage, Catalogue, n° 158, fig., tient, aelon la dcacription de Kieseritzky, deux perdrix dana la besace; la rcplique du palaia Lazzaroni, E— A 1171, porte un chevreau. Enfin, une troiaieme riplique, tria fragmentaire, mentionnie dana le texte E — A 1171, Antiquarium du Caelius, repriscnterait, aelon Wace,une vieille femme portant un agneau, Ann ual of Brit. School, 1903-19, mais difigurie par des ditails de repriseutation dus ä un ciseleur moderne. Tels ce modins k six rayona, la tite du serpent placie dans la main du personnage, au Heu de couronner le chef du g&nie, le difaut d’ailes, le Collier biaarre el les cercles elliptiques qui descendent le long du corps. Le rapproche- ment de ces cercles avec les oeufs naturels diposta sur cbacune des zones que diterminent les eircon- volutions du serpent de la Statuette d’Atargatia que j'ai trouvee au Janicule, avec G. Darier, M 6- langes de l’Ecole franqaise, 1909, p.22, 66, et fig. X, est spicienx, puisque le gcnle du dieu per- san et la Dea Syria se rattachent k des cycles bien distincts. Chez M. Henri Darier, 6, nie Charles-Bonnet. 1906-1908. Statuette d’Amazone. H. 1,04 avec la plinthe. Publice par Gauckler, avec une ex- cellente notice Malheureusement, Gauckler s’etait laisse abuser sur la provenance; j’ai dicouvert par hasard que la Statuette Darier ne provient nullement de Rome, ni des Jardina de Salluste, mais qn’elle a iti acbetie en 1907 par les marebands romains Iandolo et Tolentino a un collectionneur de Sienne, puia transportee k Korne. Gauckler la signala a 1’attention de PAcadimie (C. R. de l’Aeadimie des Inscriptions, 1908, p.274 sq.: l’Amaxone au repos desjardins de Salluste). Sur ces entrefait», la Statuette fut venduo k M. Darier. Marbrc pentilique. Parties manquantes: la tfite, le bras gauche, l’indcx et le medium de la main droits, l’extrimiti dn pied droit avec la partie antirienre de la plinthe. Le marbrc a et6 briae horizontalement au-dessua des genoux. Era- surca profondes au sein. L'Amazone est debout, au repos, appuyie k un trouc de palmier sur Icqucl eile laisse retomber la main dr. qui tient un arc appliqut contre le tronc. Le bras g. devait ramener la main vers le sommet de la tüte. La chevelure tombe en dieordre sur la nuque. Les draperies qui tont nn peu sichet k la verite, sont nn chiton fixe k la tailte par une ceinture sur laquelle il se drape en diploYs; Pftoffe travorse le buste en diagonale et laisse libre le sein dr. La nouveauti de l'ajustement räside dans les quatre boutons disposcs de 0,10 en 0,10 cm sur les fentes de l'etoffe. On voit qu'en deboutonnant le bas de la tunique, PAmazone peut enfoureber sa monture avec une aisance parfsite et sans manquer k la bietuiance. Cette draperie se retrouve sur deux figures d'Amazoues representecs sur un sarcophage de Saida au British Museum (Robert Die ant- Sarkopbag-ReL, I, pl. XLV, fig. 110b et 110c, p. 131). Exicution inegale; certaines parties comme les jambee sont tris savoureoses; mais il y a nne certaine sicheresse dans les draperies, et le sein g. eet quasi atrophie. L’ipoque romaine se d teile par le souci naturaliste qu’ou observe dans le tronc d’sppui: c'est avec un soin minutioux que Partiste a figuri les nombreuses stries horizontales que laisse la chute des palmt» tout le long du stipe. Notre figure devait aervir de Support: eile avait le mfime rille dccoratif que les Ama- zonas du sarcophage eite plus baut; quelques indices d’arehalsme sont Paxe vertical de la statue, la dispoeition des pleds en iquerre, l’iear- tement des seins. Le type de PAmazone de Genöve est ln6dit et reste a identifier. C. R. de PAcad. des Inscr.,1. o. (Gauckler). Illustration, 1908, p. 894, fig. Wochensehr, für klasa. Phil., 1908, p. 938. Rev. Arcb., 1908, I, p. 397. Nos Anc., 1909, p. 82, n. 1. Reinach, Repertoire, IV, 193, 7. Collection de M. Etienne Duval il Morillon pres Genfeve. Elle a etd presentes au public Bavant dans l’Arcb. Anz., 1895, p. 49—64, svsc des repro- ductions insuffisantes (von Duhn); nons en avons donne de meilleures dans Nos Anciens,VIII, 1908, p. 33-46. 1909. Statne de Core. U. 1,76. Marbre penteiique. Autrefois dans Pescalier du palais Valentin! a Rome, M— D 1481, acquise par W. Fol pour M. Duval. Manquent la t8te, Pavant- bras g., le bras dr. jusqu’au-dessus du coude, quelques plis tranaversaux de Phimatlon; la plinthe est encastree dans uu socle moderne. Bienquc dcparce par des r6parations maladroltes, la statue avait cte d6ja tres admiree par 8* Digitized by Google 27 vn, 1910-1914 Genf 2« Hatz. Pour le type, cP Amelung itans le Catn- I o g u e d u V a t i c a n, Gail. d. statue 400, et E- A 2087. Areh. Am, 1895, p. 51, 5g. 8 (von Duhn). Reinach, Repertoire, 111, p. 190, 9. Nos A nc., VIII, p. 34, fig. 2 et planche(N). Ruhland, Eleu- ainiscbe Gottheiten, pl 111, n° 3 et p. 74, n° 1. Klein, Praxiteles, p. 364, n° 3. Farneil, Cult» of Greek States, III, p. 266, note c. 1910. a) Statue de Nymphe debout tenant unevasque. H. 1,65. Marbre de Paros. Manquent la main dr. et l'avant-bras g qui i-tait rapport/i et devait Pormer corpe avee la vaaque. L’extrömite des pieds, le chignon. lea omoplatea out ötö restaurcs dans l’antiquitö. I.a statue a Ate reconstitui-e de 29 fragments antiques Trouvfe dans le Nympheum d’une villa pres d’Aspra; une deuxieint* statue du meine type a passe chez Maldura — M— D 812; la nötre resta chez le pro- prietaire du fonds, le baron Vincentini a Kieti qui la vendit 4 W. Fol pour M. Duval. La statue servait de fontaine. M. Duval a fait reconvrir de stuc l'orifke du canal qui debouchait de fasern döplaisante dans le giron de la döesse. H. von Duhn attribue le prototype de la statue Duval 4 l'6cole de Scopas, en sc fondant sur les traits du riaage, la bouche entr’ouverte, l'arran- gement des chevcux. Le motif de la draperie est assez original. Kxecution inegale. Le haut du corps et la töte sont d’un meilleur ciseau que le roste. Rrizio, Relazionc sulie scoperte etc., Rome, 1873, p. 104 — 106 (fig ). v. Duhn, 1. c., n°4, fig. 3, 4. p. 52. Reinach, Röp. II, 1, 406. 1 et 4. Nos Anc-, p 39, fig. 6 (N). Sur Ic type, cf. Arndt, G ly p to t höq ue N y »Car ls borg, pl 112/113. 1910. b)Torsed' ephebenu II. 0,66. Marbre de Lnni. Manquent la töte, los dcux bras, les jambes au-dessus des genoux. Le bras g. s'clevait obli- quement. Le bras dr. etait abaissc. lat jambe d appui est la dr. Puntcllo sur le cöti- g. v. Duhn, 1. c , p. 53, n° 7. Nos Anc., p. 39, fig. 7 (N). 1911 — 1913. Statue d’Apollon citbaröde. M— D 518. II. 1,70. Marbre de Luni. Trouvtea Home dans lea sous-sols du Latran, deposöe chez Corvhderi, vendue 1500 fr. 4 W. Fol pour M. Duval. Manquent la tüte, le bras g., le bras dr. jusqu’au-dessus du coude, la chevillc et le pied g. : une cassure a fendu le marbre en amputant la cuisse dr. et la ebute des grands plis de la draperie. La lyre n’a laiast- que des points d’attachc; enfin, le manteau tres lourd et tres faiblement attachö sur les Z-paules a presque totalement disparu. La base est moderne. I, ’ Apollon Duval est la perle de la Collection. Matz l'avait beaueoup admiroe 5 Rome. M. von Duhn s'est associt- a ces elogee; malheureusement, la mauvaise reproduction qu’il a publice ne peut donner une idöe de ce morceau de maltrise. Nolls donnons ici, outre le profil dr. dZ-ji connu, los vues de face et de trois quarts 4 g. qui itaient un eompli-mcnt nöcessaire. La statue Duval doit ctre rapprocbZ-e de l'Apol- lon citharöde du Vatican, Helbig, Führer1, n°263, mais eile lui est tres supörieure pour le caractöre et l’exöcution. D’ailleurs, le lien qui rZ-unit ces deux tcuvres est Z-nigmatique. Eiles sont dans le mZ-me rapport que la Niobide Chiaramonti et les Niobides de Florenee. Certes, l'Apollon Duval reproduit un autre original grec et. malgrö les mutilations qu’il a subies, c’est un mouument de premier ordre (< ungeheuer wichtig », m'ecrivait M. Ameluug en 1902). Los rZ-pliqucs de l’Apollon du Vatican sont 4 .Stockholm, Clarae, pl.496, n" 969 et 4 Copenhague, Reinach, Ri-p. II, p. 105 (Arndt, La Glyptothöquo Ny-Carlsberg, pl. 108). Le premier Znliteur a dZ-ja marque plusieurs traits essentiels de l’Apollon Duval: Ic type du chiton saus manches, retenu tres haut par la cein- ture ; le caractöre des plis de la draperie ; la note nouvelle donnZ-e par le manteau qui n'est plus qu'un fond sur lequel la statue se d Zita che en vigueur. A quelle Z-cole convient-il de rattacher l’ori- ginal de ce noble type? En 1895, M. von Duhn. suivant les idZies courantes, songeait a l'Apollon palatin de Scopas ; on me permetfra de rappeier que j’inclinais vers TimarchidZ-s en 1908. M. Savignoni a touche le meme problZ-me dans deux importants articles: A tisonia, 11, 1907, p. Ki, note 3; ibid., V, 1910, p. 93. Dans ce dernier travail, il rapproche l'Apollon du Vatican d une statue d'Athi-na trou- vee 4 Bulla Regia (Tunisie), ibid., fig. 18, et en fait remonter le prototype 4 l'art ionien de la moitiZ du V™ siede. J'observe cn effet dans l’Apollon Duval la draperie mouillce sur la jambe dr., un motif tres caractZiristique de la NikZi de Paionios. Une statue do Muse 4 la Glyptotheque de Munich (Hundert Tafeln, pl. 34; Furtwängler, Be- schreibung, n°231), prZ-sente aussi un ajuste- ment tres analogue. Arch. Am, 1895, p. 50 et fig. 1, n° 1 (von Duhn). Reinach, RZiperL, II, 105, 10. Nos Anc., VIII, 1908, p. 37, planche, fig. 1 (N). Ausonia, 1907, p. 65, note 3. L’Apollon du Vatican : Ameluug, Die Sculpt. des Vatic. Mus., I, n” 41. 1914. Statuette d’Eros bandant l’arc. H. 0,50. Marbre de Paros. Achetco 4 Kome par M Sarasin. La töte est moderne. Manquent les ailee, Digitized by 99 VII, 1915—1920 Genf 30 le braa dr., la moitie de l'arant-bras g., lea jambe» 4 partir d es genoux. La tnain g. tenait le milieu de l'arc dont l'extremite a’appuyait aur le eeio dr. L'Eroe bandant l'arc eet conaiderö comuio une röplique d’nn Eros de bronze dedie par Lysippe a Thespiee. II a ötö imitee sur une peinture murale rrcein- jnent dccouverte et figurant Eros a'efforc;int de tirer de l'arc aur Aphrodite (ROtn. Mitt. 1901, p. 340). No» Anc., VIII, p.36, fig. 5 (N). Arch. A n 1. e., n° 6. La röplique du Muaöc Chiaramonti, Amelung, 495; du Capitole, lirunn-Rruckiuann, 243; de l'Krmitage, Kieaeritzky, 342. 1915 et 1916- Tüte d' II er me» enfanL H. 0,23. Marbre de Paros. La tete presente une legere inclinaison vera la g. Le nez eat reataurö ainai que lea ailettea fixöea au »ommet de la täte. Wer- nicke (Roscher, Lexikon der Mythol., 111, p. 1438) avait supposö que lea ailea modernes aont auperposöea 4 l’amorre de petitea cornea teile» qu’en presentem lea figurcs de Pana et de Satyrea des le IV"’* »iöcle. L'hypotheae eat ingenieuse, maia n'eat pas confirmöe par un examen attentif; lea ailea modernea aont disposeea exactement dana lea sillons creusöa jadia par le aculpteur ancien; je ne vois paa la plus legere trace de protubörances cortice*. L'attribution de la töte Dural 4 un Paniaque que j’avais adoptee en 1903 me parait aujourd'hui perdre de sa vraisemblance. Le viaage, d'une grace charmante et tout enfantine, la bouche puerile, Io regard candidc, lea traits nienua et inutina aont d’un enfant trea jeune; la chevelure eat rönnie au »ommet de la töte en une natte mediane : e'cst la Coiffure d'Eros et dea enfanta. A la vöritö, noua connaisaons peu de reprö- aentationa d'Hermös sous dea traita auaai juvenile». Cf. Coinptea-rondua de l'Acadömie dea In- acriptiona, 1911, p. 539, fig. 3. E— A, n° 1444. Maia lea exploita du petit Hermes, l’invention de la lyre et le rapt dea breufs du Cyllcno prennent pour noua un ragoüt d’actualitö de cea joyeux Dö- pisteurs de Sophocle que viennent de noua rendre lea aablea d'Egy pte : Hunt, 0 x y r h y n c h u s P a p y r i, IX, p. 32 sip La töte de l’Hermöa Dural eat reproduite A Anz., 1895, p. 53, n°9. Hoacher, Lexik der My th., 111, p. 1438, fig. 17. Noa Anc., VIII, fig. 10, p. 40 (N). Sur le type dea ailea, cf. notre n" 1870/1. 1917. Statue de Sörapia debouL H. 1,07. Marbre de Luui. Autrcfoia cliez Maffei ä Vörone (Museum Veronenae, p. LXXV, 5). Aclietöe par M. Dural en 1894. Manquent lea deux mains Le dien eat couronne du moditis et porte la tuniqueet l'bima- tion dont l'extremite retombe aur l'epaule g. Pour le type cf. Amelung, Rev. Arch, 1903, 11, p. 195. Furtwäugler, Meisterwerke, p.367. Bon trarail roinain. Maffei, 1. c; Journ. of hell, atud., 1885, p. 305, fig. (Michaelia); Arch. Anz., 1895. p. 64, fig. 11. Rev. Arch., 1903, II, p. 195. Cf. E-A 56 et III, p 50. 1918. Enfant 4 l’oie. Marbre de Luni. H. 0,50. Bonne röplique du groupe connu. Manquent le pied g., un toupet de chcveux et la töte de l’animal. Le nez eat reataurö. Lea forme* potelöea et l'ex- preasion espiögle du • putto > aont spirituellement renduea. On sait que, selon des traraux röcents, le groupe repröaenterait l’Aaktepiade laniakoa (Svoronoa, comptea-rendua du II“* congröa d’archöolog., Le C’alre, 1909, p. 208. Perdrizet, Bronze» grecs d’Egypte de la Collection Fouquet, p. 4). Reproduit: Reinach, Rep. 111, p. 134, 7. Noa A nc., 1908, p. 40. fig. 9 (N). Cf. Rev. Uni v. Br u- xelles, 1900, p. 241. Arch. Anz., 1895, p.68, n°5. 1919. Torse viril 4 chlamyde. 11.0,78. Marbre de Paroa. Manquent la töte, la main g., le braa dr., lea jambes au-deasoua des genoux La statue a ötö acquiae au sönateur Barracco par W. Fol. Prototype du V“*aiöcle (cf. E— A, Serie III, S. 50, Nachtrag zu Nr. 120). v. Duhn, Le , p. 51, n° 8, fig. 3. Reinaeb, Rep., II, 602. 7. Nos Anc-, p. 20, fig. 8. 1920. Baa-relief nöo-attique. Fragment. Achetö a Rome par W. Fol pour M. Dural. Marbre grcc. Larg. 0,195; long. 0,265; epaiaseur: bord auperieur 0,025, bord införieur 0,09 ; le fond offre donc nn < fruit > tröa appröciablc. Dionysos tournö vers la g.; il sc penche lögere- ment en avant, et tient de la main g. un thyrse mutilü; il avanco le braa dr. qui pröaentait »ans doutc un canthare. 11 eat vötu d’un chiton et d'un bimation. La partie supörieure de la figurc eat aeule conservöe. M. Dural ne fit paa l'acqui- sition dea petita fragments du meme relief qui lui furent propoaöa; ils comprenaient entre autrea. deux tetea de belier, ce qui a suggerö 4 Sir Ccril Smith (Annual of British School, 111, p. 168) l'hypotheae que le baa relief de Genöve appartenait 4 une base triangulaire du type Hauser, Neu- at tische Reliefs, p. 135, n°47. Un autre fragment de rnöme style, maia appar- tenant a un monument distinct, ae trouve au Musöe de C'unatantinople. Il provient de 'Pralles; il eat reproduit, Annual of British School, III, pl. XII a (Perdrizet). Chose curicusc, il offre la Digitized by Google 31 Gent, Aschaflfenburg Vn. 1921-1930 partie inffirieure da Dionysos, et complete ainsi la composition. J’ai publifi dans Nos Anciens, VIII, 1908, p. 44, fig. 16, an fragment de cratcre en marbre, du Musee Barracco, qui presente encore le mfime personnage, incomplet lui aussi. Eufin, d'apres la description de M Joubin, E — A, V, p. 89 a (262), le Mnst' e de Nlraes poes&de une qua- triemo replique du motif, egalcment fragmentaire. Style tres soigne de l’ficole neo-attique. A. Ans., 1896, n° 10. Annual of Br. Scb., III, 1896, pl. XII b; cf. p 168 (C Smith). Nos An c., VIII, 1908, fig. 15, p. 43 (N). Sur le type du Dionysos, qui oflre de* analogies avec le Zeus Talleyrand, cf. Hauser, Neuattische Keliefs, pl. I, n° 10. M. Dnval possfcde encore quelques sculptures antiques dont nous n'avons pas jugfi utile de donner de reproductious: a) Statuette de Cybeleassise II. 0,40 Manquent la tfite, les deux avantbras, le pied dr. L’cxecution eat fruste, mais l’ffiuvre fitait de bonne erole, type de la Statuette de Boston: Mach, Greek and romansculpture, pl. 319 = Köm Mitt., 1901, p.29. Cf. Michaelis, Anc. Marbles, p. 69-1, n°117. b) Double Hermfis d'Apollon couronnfi de feull- läge. Type ordinaire. H. 0,27. c) Quelques fragments de sarcophages de marbre. d) Divers reliefs fragmentaires en terre cuite ayant ecrvi de dficoration architecturale, tnen- tionnfis daus le Corpus de von Robdcn. Collection de M. Edouard Sarasin au Grand-Saconnex pres Geneve. M. Sarasin a rfiuni dans sa villa pluaieurs marbres antiques qui offrcnt un rfiel intfirfit. I.e n° 1926 7 est une pificc vraiment dlgnc d'un grand musfie. Cf.Nos Anc., IX, 1909,pl.l4etsq.(Dconna). 1921. Tfite de saty re riour. H. 0,30. Marbre blanc 4 gros grains. I,e nez est rcstaure. I.e front presente les protuberances de* cornee naissantes. L'expression est gaie et spirituelle. Copie romainc d’apres nn original de l’i'poquc hellfinistiqne. Nos Anc., I. c-, fig. 7, p. 15 (D). Cf. Froehner, Vente II offmann (1888), pl. XXXVII, 4 g. 1922 et 1923. Portrait romain imberbe. H. 0,60. Marbre de I.uni. Le nez e*t restaurfi. Oeuvre d’un excellent realisme. Les poches sous les yeux, lesplisdu front, la chevclure rare sont indiques avec un grand accent de vfiritfi. Epoque des Fiaviens. Nos Anc., I. c., p 25, fig 22. 1924 et 1925. Portrait romain imberbo. 32 H. 0,44. Restauration* : le nes, les oreilles, le buste. Les cheveux sont traitfis en masses isolfiee ; le front prfisente des rides lfigfirea. Epoque de Gordien. L. c., p. 24, fig 21. 1926 et 1927. Buste de «Caligula adolea- cent». H. 0,82. Marbre blanc 4 veines liedevin. Oeuvre excellente. Le galbe filancfi du cou, la fermetfi du profil, le traitement de la chevelnre nous engagent 4 rapprocher le buste Sarasin des portraits de -Caligula. et notamment du buste 33 du Musfie du Capitole; il faut naturellement tenir compte, en comparant ces deux marbres, du chan- gement qu'operent dans les traits le passage de l'adolescence a la jeunesse. Notre jeune gar^on peut fitre dans sa qnatorzifime annfie, et le ■ Caligula. du Capitole atteint saus doute ses dix- huit ans. Mais c’est la mfime forme de botte cra- nlenne qui oflfre au aomraet un Ifiger renflement; Ic mfime traitement des cheveux en boucles plaquecs Bur le front et dispoefies en eroissants; la distance du nez 4 la bouche est plus grande dans le buste Sarasin que dans celui du Capitole. Los dontes oiprlmfis sur l'authenticitfi de l’ceuvre sont injustififi# Le type do trahit rien de suspect et l’exficution trfis savoureuse eat bien antique. M. Bernoulli (lettre 4 M. Sarasin, dficembre 1894) no se prononce pas catfigoriquement pour l'attri- bution a Caligula, mais estime que le buste peut reprfisenter Calua ou Lucius Cmsar, ou qnelque autre prince de la dynastie (cf. A. Anz., 1910, p. 532—534, Studniczka). Nos Ane., IX, fig. 15 et 16 et p. 21; un mou- lage au Musfie de Berlin (Jahr b., I, p- 182, n° 60). Nous ne reproduisons pas un buste d’Auguste appartenant a M. Sarasin, Nos Anc., p. 20, fig. 13. qui nous parait une muvre d’atelier, voisine de la tfite du Vatican: Bernoulli, Röm. Ikonogr. II, pl. II, p. 28, n» 62. Aschaffenburg. Pompeianum. •) (Die Ergänzungsangaben nach frl. Mitteilung von II. Bulle.) 1928—30. Kopf eines Römers. Ergänzt: Hälfte der Nase, einzelne Flicken an der Büste. Die Oberfläche ist stark geputzt, so daß die Uart- andeutung an Wangen und Kinn sehr schwach geworden ist. Herkunft (nach Mitteilung des *) Dio Negative ilaokeo wir der Gefälligkeit des Herrn Conecrvators Dr. Hock io Wdrxburg. Digitized by Google 33 VII, 1931-1944 Aschaffenburg, Hänchen, Mecklenburg 34 k. b. Obersthofmeisterstabes) : Privat besitz König Ludwigs 1. ; 1850 aus Mönchen nach Aschaffenburg Überwiesen. Im Stil dem Madrider Kopf: Porträt- werk 507/08 verwandt und wohl nicht in helleni- stische Zeit, sondern in die Cbergangszeit von Re- publik zur Monarchie gehörig. Zu vergleichen ist auch das Porträt des Sextus Pompeius: Ber- noulli, Köm. Ikon. 1, MUnztafcl II, 51:52, sowie die Gemme des Agathangclos in Berlin: Furt- wingler, Antike Gemmen, Taf. 49,26 = 47,40. 1931/32. Kopf eines Römers. Ergänzt: Nase, Hälfte des 1. Ohres, drei Viertel des rechten. Die Bflste ist modern zugeriebtet. Herkunft: wie bei No. 1928—30. Erste Hälfto des 3. Jahrhunderts. Sammlung Sr. Exzellenz des Grafen Pourlalfts, ehemals in München, z. Z. kais. deutschen Botschafters in St Petersburg. *) 1933/34. Torso des Doryphoros. F— W 507. Fnrtwängler, Meisterwerke 8. 421. Mahler, Polyklet S. 27, No. 17. Sieveking, Münchner Jahrbuch I (1906), S. 146 f., Fig. 1. Neben dem Florentiner Basalttorso die vorzüglichste der uns erhaltenen Wiederholungen. Die Wiedergabe der Adern auf dem Bauche mit Furtwängler dem Co- pisten zuzuschreiben, Hegt kein Grund vor. Auf der Rückseite des rechten Oberschenkels Ansatz der Stütze; Stützenrsste für das rechte Hand- gelenk am rechten Oberschenkel, für den linken Unterarm an der linken Hilfte. 1935. Statuette eines Silens. 0,33 m hoch. Die Nasenspitze ist abgebrochen. Ein bis zu den Hüften reichendes Gewand bedeckt Unken Oberarm und Rücken. Beide Arme gingen nach oben, das rechte Bein nach vorn. Der ganze Körper ist fein behaart, der Penis aufgsbunden. Wohl aus einer Gruppe mit Dionysos. Delicate Arbeit mit starker Benutzung des Bohrers. 1936 — 38. Kopf der Aphrodite. 0,25 ni hoch. Unterer Teil des r. Ohres neu Der Kopf ist zur r. Schulter gewendet Schläfenlöckchcn. Das Haar ist gescheitelt und zur Seite gestrichen, hintrn in einen Schopf zusammengefatlt. Der Kopf stammt von der Figur einer ihr Haar ausdrückcnden Aphrodite: die von der 1. Hand gepackte Haar- strähne ging abwärts und ist in der Hübe des Ohres abgebrochen; die r. Strähne wird von der Hand hochgezogen; eine Locke liegt auf dem Arm- ansatz. über den Typus vgl zuletzt Amelung zu Gab. delie Maschere 433. Harte Arbeit. •) Der bekannt« mit Inschrift Versehens Bronzekopf eines Kindes wird Im Porträtwerk veröffentlicht werden. 1939. Kinderköpfchen aua grünem Ba- salt Hoch 0,08 m. Reif im Haar. Stil des 4. Jahr- hunderts. 1940. Bronzestatuette des Hermes. Hoch 0,175 m. In der Nähe von Mainz ausgegraben und früher in einer dortigen Privatsammlung. Die durch schöne Patina und sorgfältige Arbeit ausge- zeichnete Figur gehört zu der großen Gruppe römischer Mercuratatuetten, die Vorbilder dee poly- klctischen Kreises variieren. Vgl. Furtwänglor, Meisterwerke, S. 426 ff. und zu E — A 218—15. In die Rechte ist das Kerykeion zu ergänzen, die Linke hält den Bentel. Die Lage der Chlamys auf der r. Schulter ist ungewöhnlich. München. Sammlung Dr. M. Berolzheimer. 1941—43. Kopf eines römischen Kna- ben. Sieveking, Münchner Jahrbuch 1, 1906, S. 161, Abb. 6. Hoch mit Hals 0,246 m. Ergänzt: Hais, Nasenspitze, Kinn, Ohrenränder. Auf der Höhe des Schädels vor dem Wirbel ein viereckiges Loch von ca. 2'/> cm Seitenlänge, in welchem nnten Blei steckt; seine Bedeutung ist unklar. Das Haar ist kurz gepickt; hinten auf dem Wirbel einzelne längere I-ockensträhnen. Sieveking a. a. 0., S. 152, vereintet hierin die Tracht römischer Sklaven. Vgl. ferner Amelung zu Vatican, Sala dei Busti 372; V. Sali», Bonner Jahrb. 118 (1909), S. 66, Anm. 1; die Bronzestatuette aus Aegypten: Vente Hirsch, Paris. 17.-19. VI. 1912, pl. LII nnd LUI, n° 433; Babeion, Bronzes de la Bibliothöqne natio- nale n° 867 und das hier Citierte; derselbe, Guide du Cabinet des inidailles, p. 253, fig. 113. Die Tracht des von Sieveking angeführten Pourtal esseben Bron- zekopfes, den wir im Porträtwerk veröffentlichen werden, ist verschieden. Die Schädelbildung des Berolzhcimerschen Kopfes zeigt einige Unregel- mäßigkeiten. Vorzügliche Arbeit der ersten Kaiser- zeit; interessant ist für diese Periode die Pickung des Haares: siehe Text zu Porträtwerk 829/30. Gut Mecklenburg b. Schwerin. (Hier befindet sich ein Teil der Sammlung A. Klüg- manns im Besitz seiner Tochter Frau Bachmann. Das HauptstUck, das Kampfrclief M— D 8736, ist bei Brunn-Bruckniann, Tafel 646 a, veröffentlicht-) 1944. Statuette des Pan. Matz-Duhn 497. Der hocksbeiuige Gott sitzt auf einem Felsen, in der Unken die Syrinx. Die Action der Rechten Digitized by Google 36 vn, 1946-1964 Mecklenburg, Modena 36 ist nicht mehr zu bestimmen. Das Lagobolon liegt am Boden. Der Felsboden links von oben nach unten für eine BruunemnUndung durchbohrt Hübsche Arbeit. 1945- KopfdesPan. Unterlebensgross. Der Gott schulterte I. das Pedum, von dem noch liest vorhanden. Der gewöhnliche attischeTy pus in decorativer Ausführung. 1946/47. Ecke eines Sarkophags. M— D 3384. Auf 1946 erscheint rechts eine Hand mit Schwert, wie Duhn gesehen hat, ähnlich wie bei dem über die Erinyen wegschreitenden Orestes (Robert, Sarkophagrelicfs, II, S. 170). Danach ist die geiiilgelte Eckfigur, die den Vorgang zur R. mit lebhaftem Interesse zu verfolgen scheint vielleicht eine Erinys; dio Hände sind verloren, von Attributen nichts erhalten. Die R. war vielleicht leer erhoben. Erinyen als Eckfiguren eines Orestes-Sarkophags, allerdings in anderem Typus: Robert, .Sarkophagreliefs II, LIV, 164. Gute Arbeit 1948. Ganymed, Relieffragment. M— D 3677, wo auf das Relief in Petersburg No. 332 hingewiesen ist. Das Bruchstück stammt in der Tat von einer Replik dieses Reliefs, von dem eine weitere Wiederholung in Marmor in Villa Albani (Helbig II* No. 826) und andere Repliken und Umbildungen in der Kleinkunst (Gemmen: Furtwängler, Gemmen, Tafel LXV, 62) bekannt sind. Das Fragment ist in unserer Aufnahme zu weit nach links geneigt : der Rückenlinie parallel ist ein Stück des alten Randes erhalten. Links bemerkt man noch einen Henkel des Bechers, aus dem Ganymed den Adler tränkte. 1949. Kleines Altärchen. Die Dar- stellung der Vorderseite vermag ich nicht zu deuten: Zweigbiindel, mit einer Tänie zusammen- gebunden, dazu zwei Hände (? nicht Löwentatzen). Modena. R. Galleria e Museo Estense. (Die Antiken dieser Sammlung sind bei DUtschke nicht aufgeführt. 1950. Weibliche Statuette. Inv. 2044. Hoch 0,60 m. Neu: Kopf, I. Unterarm, 1. Hand saniint dem Gewandzipfel, den sie emporziebt, und 1. Fuß. Der Sitz Ist ein Fels. Die übertrieben gestreckten Proportionen der Figur verweisen ihr Original in nachlysippische Zeit. Als verwandte Figuren seien angeführt: die Br — Br, Test zu 610, Fig 9 abgebildete .Statuette aus Villa Patrizi, jetzt in Sammlung Kanenko in Kiew, und die Statuette aus Rhodos (?) im British Museum Cat III, pl. XXIII, Nr. 2096. 1951 links. Büste des Serapis. Inv. 2087. 0,36 m hoch. Ergänzt : Nase und Büstenfuß. Loch für Modius auf dem Scheitel, jetzt mit Gyps aus- gefllllt Fis fehlen die dem Scrapistypus sonst eigenen, in die Stirn fallenden Locken. Nach der Büsten form etwa aus traianischer Zeit 1951 Mitte. Statuette der sandalenlösen- den Aphrodite. Inv. 2063. 0,62 m hoch. An- tik scheint nur der Torso der Aphrodite. Denn ■ die Vase, mit welcher der auf ihr stehende Eros ungebrochen zusammenbängt, stößt mit Schnitt an den L Oberschenkel der Aphrodite. Das r. Bein der Aphrodite ist bis auf den Full alt; das I. Bein vom Knie abwärts, die Plintbe, beide Arme und der Kopf sind neu. Das Antike ist sehr fein gearbeitet. Zum Typus vgl Furtwängler, Sammlung Sabouroff, Text zu Tafel XXXVII. 1951 recht«. Verschleierter weiblicher Kopf. Inv. 2046. Hoch 0,36 m. Neu: Nase und BUstenfuß. Stark geputzt, aber wohl antik. Viel- leicht aus einer Statue zurechtgeechnitten. Nach einem Vorbild der beginnenden hellenistischen Zeit. 1952. Kolossaler bärtigerKopf. luv. 2039. Hoch ca. 0,45 m. Im Haar eine Wulstbinde. F'luß- gott? Vgl. den Kopf des vaticanischon Nils. 1953 link«. Büste einer Römerin. Brust- stück und Unterteil der Nase neu. Nackenschopf und Schulterlocken. Geputzt. Gute Arbeit. Fri- sur der Agrippiuen. 1953 rechts. Kopf des Augustus. Inv. 2049. American Journal of arch. 1897 (I), pl. XIII, p 268 (Mariani). Kinn bis Stirnmitte ca. 0,20 m. Neu : unterer Teil des Bruststückes und halbe Nase. Geputzt, aber anscheinend antik. Leichter Backen- bart. Typus der Florentiner Büste: Porträt- werk 243/4. 1954 Mitte und 1955 linkt. Archaiac.be Bronzestatuette des Dionysos. Hoch 0,172m. Vollgegosscn Der r. Arm war besonders einge- setzt : Schnittfläche mit Dübelloch. Von einem Attribut der vorgestreckten Linken hat sich nichts erteilten. Das Himation ist ganz mit Sternorna- menten Ubersät. Der Chiton hat ganz kurze Ober- ärmel. Im Haar ein gew-undener Kranz mit drei Erhebungen auf der Vorderseite, die wobl Blüten vorstellen sollen. Der Penis ist unter dem Ge- wände sichtbar. Schöne schwarzgrüne Patina. Ausgezeichnetes Stück rein griechischen Stiles. 1954 links. Kleine Brouzeplaquette. Sphinx, die auf einem riickliugsliegenden Hasen kauert. Sie hält das Tier mit der Unken Vorder- Digitized by Google 37 vn, 1954—1960 tatze und erbebt die Rechte. Archaistische Fri- sur. Da« Stilok scheint das Deckschild einer grüßen Fibel o. ä. zu sein: über dem Kopf der Sphinx ein umgekehrter Blumenkelch, dessen oberes Ende ab- gebrochen ist; hier könnte eine Nadel angesetzt haben. Feine Arbeit römischer Zeit mit schöner grüner Patina. 1954 rechts. Kleine Bronze eines aus einem Blutenkelch auftauchenden Kna- ben. 0,082 m hoch, In der Rechten Podum; links Fruchtschurz. Oben auf dem Schädel Best eines Ansatzes. Die Bronze Btamrnt von einem Tisch (wie Neapel Inv. 72394; Phot Sommer 11115): sie ist unten durchbohrt und auf der Rückseite scheint in den Blütenkelch ein Gegenstand eingegriffen zu haben. Ähnliche Stücke: Babelon-Ülanchet, Bron- ze» de la Bibliotheque Nationale 94, 432 und 433 ; Mon. d. J. 18G4, tav. XII, fig. 6 (Ann. d. J. 1864, p. 386); Notizic d. scavi 1901, p. 381 ff., Fig. 2 u. 3. 1955 rechts. Bronzestatuette der Vic- toria. Hoch 0,145 in. Schwarze Patina. Im Man- tel unten ein Loch. Die Figur war also tekto- nisch verwendet ln Stellung und Frisur archa- istische Züge, wie häufig in campanischcn Bronzen. Vgl. Coli. Warocque 189. 1956 links und 1 957 links. Bronzestatuettc desApoil. 0,215 ui hoch. Hellgrüne, stark wuchern- de Patina. DieFingerstellung ist charakteristisch für das Halten von Bogen und Pfeil (siehe: La Glypto- theque Ny-Carlsberg, Text zu pl. 89—92). In die Hechte ist wohl eher eine Schale, als ein Hirsch zu ergänzen. Der Nackcnschopf ist aufgebunden, das Vorderhaar über der Stirnmitte bis zum Haarband zurückgenuimnen und dort mittels einer Spange, von der jetzt nur noch Spuren, feetgehalten. Linkes Standbein. Die Fiisse stehen mit voller Sohle auf. Das Schamhaar scheint, soweit die Zerstörung er- kennen läßt, spitz zugelaufen zu sein Die Augen jetzt hohl. Ausgezeichnete griechische Arbeit aus dem zweiten Viertel des 5. Jahrhunderts. 1956 rechts und 1957 rechts. Bronzestatuette eines nackten Jünglings. 0,187 m hoch. Schwarze Patina. Der Stachel unter dem rechten Fülle neu. Die beiden vorgestreckten Hände sind durchlocht, zur Aufnahme der Attribute. Der Nackenschopf ist aufgerollt und unter die Haar- binde gesteckt, wie an der vorigeu Bronze. Vorn vier Löckchenreihen. Spitz zulaufendes Schainliaar. Vorzügliche etruskische Arbeit aus der Zeit um 500. Sehr ähnlich eine mir nur aus den Photographien des römischen Institutes No. 238 a— c bekannte Bronze mit der Herkunftsangabe Rimiui. 1958 links. Bronzestatuette der Athene. Modena, Rimini 38 0,22 m hoch. Schwarze Patina Die Stifte unter den Füßen neu. Die Rechte durchbohrt Tür die Lanze. Am 1. Unterarm war der Schild befestigt. Die rechte Helinklappe und der hintere Teil des Holm- busches fehlen. Auf dem Scheitel wird der llelm- busch durch zwei seitliche Bügel gehalten. Die Aegis reicht hinten bis zu den Glutaecn. Das Gurgoneion, mit großen Zähnen und herausge- strecktcr Zunge, siebt fast männlich aus. Kurzer Chiton mit Halbärmeln; darüber Chlamys und über dieser die Aegis. Der Chiton ist durch ein- geritzte Linien verziert; der untere Gewandsauni als Strichrand. Auch die Rückseite sorgfältig. Charakteristische etruskische Arbeit. 1958 rechts. Rechteckige Bronzeleiste mitderFigurdesMarsUltorCapitolinus. Hoch 0,225. Hellgrüne, fressende Patina. Oben gebrochen; an den drei andern Seiten eine schmale Leiste. Unten ein Einlaßzapfen. Die linke Hand fehlt, die rechto ohne Attribut. Um die Mitte des Leibes in Nabelhohe ist eine Binde gewunden. Gute Arbeit. Die Bestimmung der Platte ist nicht festzn- stelien. Zum Typus vgl. B. Schröder, Die Victoria von C'alvatono (67. Berl. Winck.-Progr. 1907), S. 10. 1959. Drei Bronzefigürchen von einem Pferd ebr us tsc h m uc 1^ Die drei Figuren ge- hören nicht zusammen, da ihre Patina verschieden Mitte. Knieetider Barbar. 0,128 m hoch. Schwarze Patina. Hinten großes Loch zur Befesti- gung auf der RückHäche. Der Stachel unten modern. Der Oberleib ist nackt. Der Kopftypus ist der der Daker vom Traiansforum (vgl Uraccionuovo 118). Links. Berittener Römer. 0,123 m hoch. Grüne Patina Auf der Rückseite ein Dübel. Un- terteil der hinteren Pferdebeine neu. Das Schwert in der Rechten ist gebrochen. Helm mit lierab- gclassenen Backenlaschen Auf dem rückwärtigen Teile des Sattels eine herausstehende Spitze un- klarer Bedeutung. Sehr rohe Arbeit. Rechts. BcrittenerRömer. 0,12m hoch. Ver- goldet. Ganz roh. Arch.-epigr. Mitt XII, S. 142 (Douiaszewski) ; XV, S 21 (Benndorf). Fnrtwängler, Intermezzi, S 73 f.; Sammlung Sonizöc, 8. 80. Schumacher, Germanendzrstellungen1, S. 27 ff., S. 85 ff. Rimini. Museo archeologico in der Bibliothek (biblioteca Gamlialungiana). I960. Priapherme. H.0,33. Der Kopf (von Bartspitzc bis Scheitei 0,155 m hoch) ist anscheinend separat gearbeitet, aber sicher zugehörig (Puntello für Nackeuscbopf im Rücken). Die Herme ist be- 4 Digitized by Google 39 Rimini, Florenz, Cortona 40 VII, 1901-1974 kleidet mit einem dünnen Aermelchiton, über den ein auf der rechten Schulter geknotetes Tierfell gelegt ist. Naturalistische Angabe der Haare auf dem Fell Interessant ist die Frisur: ein Haarschopf geht hinten steil nach aussen, eine Strähne ist vom Scheitel Uber die Mitte der großen Glatze bis sur Stirn vorgezogen und wird von einem ornamentierten liand festgehalten, das oben in einen Knoten gebunden Ist und dessen Enden nach vorn auf die Stirn fallen. Das 1. Ohr ist Spitzohr. Darüber ein grosser Puntello (für die IS in de?). In der I. Schulteraeite 3 Mctalldilbe). Der r. Ärmel ist geknüpft. Starke Spuren rütllcher Bemalung auf Hart und rechter Augenbraue. Ausgezeichnete archaistische Arbeit augusteischer Zeit. Zu vergl etwa Cat Sculpt. Brit. Mus. 111,1764 ; Friederichs-Wolters 44S. 1961 62. Doppelherme. H. 0,27. Bär- tiger und unbärtiger Kopf mit Binde im Haar. Erstcrer von der Nase abwärts zerstört. Der un- bärtige erinnert namentlich in der Anordnung der Haare und in der Mniidbildung so stark an den phidiasischcn Eros der Madrider Doppelhenne, dass wir ihn als eine Replik desselben Originales betrachten dürfen. Vgl. Furtwängler, Meister- werke, Fig. 11a, S. 97 und S. 101. Gute Arbeit 1963 64. Weiblicher Kopf. H. 0,36. Bestossen: Nase und Kinn Rechte und hintere Seite des Schädels angestückt. Guter parischer Marmor. Vorzügliche Kopie, wenn nicht Original selbst, des vierten Jahrhunderts, wahrschein- lich der spätpraxitelischen Schule. Im Stil ähn- lich dem Münchener Aphroditekopf: Münchener Jahrbuch III (1903), S. 1 ff. (Sieveking). 1965. Grabrelief. H. 1,74, B 0,60. Aus Bor- donchio in der Nähe des Rubicon. Abgebrochen das obere und das untere Ende. Umwundene Stäbe als Einfassung des Reliefs. Weibliche Figur im langen Aermelchiton, darüber ein Uimation, das über den Kopf gezogen war. Eine I-ocke fällt Uber die rechte Schulter nach vorn. Unter der Figur die Inschrift: EGNATIA ■ >• 1/ CH | LA VXOR Darunter zwei Köpfe von vorn, mit Haarschöpf- chen über der Stirn, ziemlich roher Ausführung. Augusteisch i Die Inschrift: CIL XI 468. Das Relief abgeb. L. Tonini, ltimini avanti il principio dell’cra vol- gare (Rimini 1848), p. 816, Nr. 64. 1966. Relief aus Terracotta. Il.ca. 0,80. Gelber Thon. Der trunkene Dionysos, nackt und bekränzt, mit Uber die Schultern fallenden Locken und leicht geneigtem Kopf, hält in der gesenkten Rechten einen Stab (Thyrsos?), die Linke hat er um den Hals eines Mädchens gelegt, nach dessen Brust er greift, während sie sich lebhaft seiner er- wehrt Sie trägt einen ärmellosen, unter der Brust gegürteten Chiton und einen um die Hüften gekno- teten Mantel. Reste von rosa und blauer Bemalung. Gute italische Arbeit Florenz. Casino Mediceo (jetzt Palazzo del Tribunale, Via Cavour 63, im Huf neben dem Eingang zu der Corte d'assise). 1967—69. Männliche Statue. Über- lebensgroß. Geputzt. Ergänzt: Hinterteil der Plinthe; rechter Unterarm (Reste der Finger am r Oberschenkel alt): das Genital überschmiert. Die 1. Hand fehlt. Der Kopf ist ungebrochen und in- tact Am Stamm unten eine Eidechse. Der Kopf ist ein römisches Portrait auB dem Kreise der E— A 979—983 besprochenen Werke, deren Ent- stehung in iulisch-claudischer Zeit immer wahr- scheinlicher wird. Die Statue schließt sich an Vor- bilder spätpolyklctischer Zeit an, ähnlich wie die Madrider Figur E-A 1685. DieChlamys ist Uber den Stamm, auf dem der linke Ellenbogen ruht, gelegt. Sie macht in ihrer Stilisierung den Eindruck einer getreuen Copie. Die Arbeit ist gut, auch im Rücken. Dio Eidechse am Stamm deutet vielleicht darauf hin, daß das Original der Figur Apollon darstellte. Im selben Hofe, Uber dem Tor der Corte d’as- sfcse, ein guter, wohl antiker, dem Caeaar ähnlicher Römer, auf moderner Gewandbüstc, und über der Tür der Corte di caasazione eine Replik des DoryphoroB- Kopfes mit fehlender Nase, auf mo- derner Gewandbüste, von guter Arbeit. Kunsthandel. (Pallotti, Via Rondinclli 3.) 1970 —72. Kopf der Koma. 0,60 m hoch. Aus Sardinien. Inzwischen nach Amerika ver- kauft. Der Oberkopf mit dem Heimo fehlt. Nase und Lippen bestoßen, Gesicht geputzt. Von zweifelloser Echtheit: viel Wurzelfasern. Spitzer Halsausschnitt: zum Einsetzen in eine Ge- waudstatuc. Von den gewöhnlichen, klassieisti- schen Typeu abweichend. Cortona. 1973/74. Doppelfigur einer nackten Frau und eines mit der Aegis bekleide- ten Mannes. 0,58 m hoch. Heydemann, Mit- teilungen aus den Antikensammlungen Ober- und Digitized by Google 41 VII, 1975-1990 Cortona, Kieti, Rom (Kunsthandel) 42 Mittelitaliens (III. Hallisches Winckelmanns- Pro- gramm 1879), S. 109, No. 6. Nur der Torso mit dem Ansatz der Extremitäten antik Die Beine gingen wohl in eine Herme über. Das Motiv der Kran erinnert an das des Berliner Hermaphroditen (Furtwängler, Statuenkopien, Taf. XII). Eine Deu- tung können wir nicht geben. Ein ähnlich zu- sammengesetztes Doppelfigürchen in meinem Be- sitz: a) Nackter, unterwärts bekleidet, b) Voll- kommen in das Himation Gehüllter. Ohne Kopf. Unten in eine Herme übergehend. 0,31 m hoch. 1975 links. Archaische Bronzostatnctte des Pan. 0,044 m hoch. Zu dem Typus mit ochsenähnlichem Kopfe vgl. Koscher s. v. Pan, Sp. 1408 f. und Arch Ans. 1904 (XIX), S. 34, No. 4, Abb. 4. Rechts. Kleine Bronzestatuette eines schlafenden Sklavcnknaben. 0,03m hoch. Über das Motiv vgl. zuletzt Arndt, La Glypto- thfcque Ny-Carlsberg, p. 196. 1976. A rchaischc Bronzekanne. Hoch mit Henkel 0,125 m. Der Henkel endigt in der Figur eines Löwen Im Stil der Ornamentierung zu vergleichen mit der Bronzckanno der Samm- lung Tyszkiewiez, pl. XIV der Bruckmanuschen Publication, jetzt in Boston (auf Phot. Coolidgo 8658, wo auch links unten eiu in der Form un- serer Kanne entsprechendes Stück abgebildet ist), für die Form mit der Sallingschen Rronzekanne: Burlington Exhibition 1904, pl. LXXI, D 108. 1 977 — 79. Votivhand aus Bronze. Ileyde- mann, Mitteilungen aus den Antikensammlungen in Ober- und Mittelitalien (III Hallisches Winckel- manns- Programm, 1879), S. 108, No. 2; dort die ältere Litteratnr und genaue Beschreibung. Chr. Blinkenberg, Archäologische Studien (1904), S. 79, No. 26. 0,115 tu hoch, in Cortona gefunden. Ehemals Rieti bei Marchese Francesco Canali (jetzt Kopenhagen, Glyptothek Ny-Carlsberg). 1980,81. Herme eines Griechon. Jetzt Ny-Carlsborg 413. Bernoulli, Gr. lk. I, 137, 8. Comparetti, Hendiconti doi Lincei 1897, p 205. Lippold, griech. Porträtstatuen, S. 39. Hoch 0,56 m. Ergänzt die Nase. Geputzt. Nicht Replik des lateranensischen Sophokles, wie Bernoulli ohne Kenntnis des Originals meinte, sondern de» von ihm I, S- 142 ff. und itn Porträtwerk 771 — 75 be- handelten Typus. Von Winter, Arch. Jahrb 1890 (V), 8. 151 ff ist der Typus wegen seiner Ähnlich- keit mit dem Platonporträt auf Silanion zurück- geführt worden, während Hekler, die Bildniskunst der Griechen und Römer, S, XII, in ihm wegen der stilistischen Verwandtschaft mit dem Ammontypus Wörlitz- Boston ein Werk des Kalamis vermutet. 1982 83. Herme des Euripides. Jetzt Ny-Carlsberg 414 b. Comparetti a. a O. Bernoulli Gr.Ik.I,S. 157. Hekler, Bildniskunst S. 89. Lippold, griech. Porträtstatuen, S. 67. 0,46 ui hoch Ergänzt die Nase; auch die Augensterne sind vielleicht erst in neuerer Zeit eingegraben. Repliken: Dresden (Arch. Anz. 1889 (IV), p. 98), London 1833 (Krüger, Arch. Zeit 1881, Taf. I) und Pal. Riccardi (bei Dütschke nicht zu identificicrcn). Auf der Brust in verticalen Columnen die Inschrift Aov(X)[ov fpovoGvroc peiXov i\ /pt:[ä,v p(a ai [xif]- atg xaxeioojv oü- b* 4vo>ei wildem Tanze die Doppolflötcn blies. Die ; Flöte, die von der r. Hand gehalten wurde, war nur gemalt; die andere ist mit dem 1. Arm ver- loren gegangen. Dio Haare sind in einer Haube ge- borgen ; der Mantel ist um die Hüften geschlungen und vorne verknotet. Die Compositiou ist außer- ordentlich gut; die Bewegungen sind mit großem Temperament und viel Natürlichkeit wiederge- geben. Die Behaudlnng der Gewänder ist nicht : fein, aber sehr flott und von starker decorativer Digitized by Google & VII, 2082— 203? Wirkung. Wenn das Stück nickt geradezu von einem derben, nur auf den äußeren Effect hin gearbeiteten, hellenistischen Friese stammt, liegt uns der Rest einer sehr geschickten Cople nach einem solchen vor. 2032. Relief-Fragment: Satyr sein Schwänzchen haschend. Gefunden nach Angabe von Simonetti, bei dem das Fragment vor zehn Jahren aufgenommen wurde, in der Villa des Hadrian bei Tivoli. H. 0,68 m. Br. 0,34 m. Fein- kürnigergelblicher Marmor. Pendant des bekannten Reliefs im Museo Chiaramonti Nr. 708 (Vaticao- Katalog I, S. 797 f.). Beide können sehr wohl aus hadrianischer Zeit stammen. 2033. Sarkophag-Fragment. Aus Nea- pel. Aufgenommen vor zehn Jahren bei Simonetti. H. 0,745 m. Br. 0,80 m. Kleinkrystaliinischer, weither Marmor. Das Fragment stammt von einem hervorragend gut gearbeiteten „Hochzeit« “-Sarko- phage. Links sind die Figuren der Inno l’ronuba und des Ehemanns zum Teil erhalten. Der Mann streckte seine Rechte nach der Gattin aus und hielt mit der Linken deu Zipfel des Mantels, der um die Hüfte gezogen Ist, eine« auf der r. Schulter geknöpften Paludamentums. Rechts von dem Manne, halb von ihm verdeckt, ein Gefolgs- mann, der ein Schwert in der L. trägt (sein Ober- körper ist übermäßig gestreckt, um den Kopf ganz sichtbar werdon zu lassen). Von rechts, wo ein Vurhang im Hintergründe gespannt ist, führt ein Popa mit der R. den Opferstier heran. Er hält mit der L. den Stiel des Opferbeiles und trägt an der 1. Hüfte das Futteral mit den Schlachtmessern. Da er den Kopf nach r. wendet, muß hier min- destens nocli eine Figur dargestellt gewesen sein. Der Stier trägt auf dein Kopfe den in später Kaiserzeit üblichen, giebelförmigen Opferschmuck. Die drei männlichen Köpfe sind vollbärtig. Dar- nach und nach dem ikonischcn Typus der Köpfe war der Sarkophag eine Arbeit der hadriani- schen Zeit. 2034. Fragment eines römischen, hi- storischen Reliefs mit Darstellung eines Trium- phes. Ehemals im Besitze der Giustiniaui (tiallcria Giustiniana II, T. 86), vor zehn Jahren bei Simonetti. U 0,63 m. Br. 1,00 iu Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die beiden Hochrelief-Köpfe, die I. Hand des 1. stehenden Mannes, ein Teil des in seinem r. Arm gehaltenen Stabes, die ganze untere Hälfte des Reliefs. Links ist ein aufgezäumter Pferdekopf fast ganz erhalten. An seiner Schnauze ein großer Ansatz; hier lag jedenfalls die Hand einer Figur an, die mit dem Führen des Pferdes Rom (Kunsthandel) 66 betraut war. Im Hintergründe schreiten nach rechts zwei bekränzte Tuba-Bläser dem Pferde voran. Der rechte trägt Uber der Tunica den im Rücken niederhängendeu Mantel; an dem linken sieht man nur ein Stück diese« Mantels. Im Vordergründe steht rechts von dem Pferde tlem Beschauer zu- gekehrt ein Mann, der eine Tunica trägt und einen Mantel, von dem ein Zipfel über die r. Schulter vorgezogen ist — es kann sich also nicht um die Toga handeln — , während über dio I. Schulter ein größerer Teil herüberhängt, dessen Rand von der erhobenen L. gefaßt wird. Die gesenkte R. hält einen runden Stab (die Ergänzung muß rich- tig sein), an dem wahrscheinlich eine Fahne be- festigt war. Rechts steht ebenfalls dem Beschauer zugewendet ein Tngatua (nach meinen vor dem Marmor gemachten Notizen wäre die Toga Uber den liiuterkopf gezogen gewesen). Nach dem Stil des Erhaltenen, der realistischen Darstellung der Bläser — vorzüglich 1 — und dem Pferdetypus zu urteilen, stammt das Fragment von einem Denk- mal der tiavischen Zeit. 2035—37. Kopf eines jugendlichen K riegers. Ehemals im Kunsthandel, jetzt im Ther- men-Museum (Paribeui, Gulda de) tuuaeo nazionale romano [1911], S. 79, Nr. 315). H.0,35m. Feinkörni- ger, weißer Marmor. Der Kopf, der mitleidslos mit Säuren gereinigt ist, wendet sich leicht nach seiner r. Schulter. Er trägt einen attischen Heim, dessen Oberteil nach Art der sogen, phrygischen Mütze geformt ist. Rechts und links von dem erhöhten Mittelteil je ein Löwe, beide nur in Kesten er- halten; die Vorderbeine der Tiere haben jeder- seits Spuren auf dem vorderen Rande des Helmes (unterlassen. Ungewöhnlich ist das Vorderteil des Helmes gestaltet. Ober den Obren je eine in schwa- chem Relief ausgcfllhrte Volute, von deren oberster Rundling nach vorne je eine gerade, horizontale Kandlinie ausgebt; beide Linien sind dadurch mar- kiert, daß der Marmor unter ihnen leicht vertieft ist, und endigen ihrerseits wiederum je in einer Volute. Zwischen diesen beiden vorderen Voluten bleibt ein kleiner Zwischenraum. Die beiden andern über den Ohren müssen sich einst nach vorne in einem aufgekrempten Rande Uber der Stirn fort- gesetzt haben, im Nacken der übliche enganlie- gende Nackenschutz des attischen Helmes, unter dem eine Reihe merkwürdig schematisch geord- neter Haar-Enden zum Vorschein kommt (merk- würdig schematisch besonders im Gegensätze zu den krausen Löckchen um Stirn und Schläfen). Wir erhalten damit eine Helmform, von der zu- letzt L. Curtius in dem Texte zu Brunn-Bruckmann Digitized by Google G7 VII, 2038 - 2045 Rom (Kunsthandel, Rai. Caetanl, Villa Lante) 68 T. 601— 604, Amn. 9, Beispiele gesammelt hat; vgl auch Helbig, Collection Barracco, pl. 40 (derselbe, Führer, 3. Aufl, I, Nr. 1089). Doch scheinen sich nirgends sonst die von den seitlichen Voluten aus- gehenden Handlinien, die ihrerseits wieder vorn in Voluten endigen, und die Vertiefung darunter zu finden. Es soll nicht verschwiegen werden, dali ehemals, als der Kopf sich im Knnsthandel befand, gegen seine Echtheit Zweifel geäußert worden sind, und es ist in der Tat sonderbar, daß der Stimrand des Helmes, der doch vorhanden gewesen sein muß, so sauber abbrechen konnte, ohne daß die Härchen darunter irgendwie gelitten hätten. Man sollte auch meinen, der Hand hätte einen andern Bruch hin terlassen müssen, eine Fortsetzung des Bruch- streifens an der Uber dem r. Ohr befindlichen Volute unten. Tatsächlich setzt sich dieser Streifen gar nicht fort, und sein Abbrechen durfte schwer erklärbar sein. Weiter hat man nicht ohne Grund gefragt, wie es denn dem Bildhauer möglich ge- wesen sei, unter dem vorstehenden Hände die Härchen mit aller Feinheit bis dicht an die Bruch- linie auszumeißeln Endlich sitzt der Nackenschutz merkwürdig hoch auf dem Halse Die Behandlung mittels Säuren ist so gründlich gewesen, daß sich aus dem Zustande der Oberfläche, die ihre Patina vollkommen verloren hat, nichts mehr entnehmen läßt. Andrerseits macht iler Kopf in stilistischer Hinsicht keinen ungünstigen Eindruck, wenn er auch oeben den Werken, mit denen man ihn am ehesten verglcicheu kann. d. h neben den von Curtius a a. 0. behandelten Köpfen, matt und un- bedeutend wirkt. 2038 39. Polykletischer Jünglings- kopf. Genaue Replik des Typus (lall. d. statne, Nr. 251. Ergänzt : die Nase Gute Arbeit. Ehemals im Besitze des Conte Rocchi; nach dessen Tode ; i. J. 1907 verkauft in einer von dem Antiquar G. Giacomini (Conto Vittorio-Kmanuele 101) ver- anstalteten Vendita (Katalog tav. VI); jetzt in New York: Bulletin of the Metropol Mus. of art III, 1908, S. 7, Abb. 7; Amelting, Vatican Katalog 1 11, S. 416; Jahrb. d. Inst 1908 (XXIII), S 204, j Anrn. 12, Nr. 10 (Lippold). 2040 41. Kopf des Priapos. Jetzt bei dem Kunsthändler A. Barsanti, Via Sistina 137. II. 0,28 m Kleinkörniger hellgrauer Marmor. Er- gänzt: die Nase. Ein Teil de» Bruststückes war ge- brochen Der gut gearbeitete Kopf ist bestimmt, in eine Statue eingesetzt zu werden. Reste der Bartzot teln auf dem Bruststück. Priapos ist kenntlich an der weiblichen Haube und dem kindisch-senilen Aus- druck des Mundes. Die Haare sind nach Weiber- art frisiert, die Bartlocken zierlich gerollt. Augen- scheinlich liegt ein frühhellenistisches Original zu Grunde. Palazzo Caetarti. 2042/43. Jünglingskopf. Matz-Duhn I, Nr. 1673; v. BieAkowski im Wiener Eranos zur 50. Philologen- Versammlung in Graz 1909, 8. 304 f , Fig. 2, 3. Replik eines Kopfes Im Museo Barracco; Helbig, Coli. Barr., pl 55 (derselbe, Führer, 3. Aufl., I, Nr. 1106) Ergänzt; Nasenspitze und Bruststück. Beider ist das Gesicht mit Säuren geputzt wor- den. Der Vergleich der beiden Repliken ist nicht uninteressant. C.istdnrchwcg feiner gearbeitet (man vergleiche besonders die Haare auf den Profüanfnah • men). Dieser 8inn für Feinheit scheint aber bei dem ('opisten auch die allgemeine Auffassung beeinflußt zu haben; das Untergesiebt ist bei ihm schmaler geraten, der Mund weniger energisch, der Ausdruck der Augen etwas schläfrig (die Lider sind stärker betont und weniger geöffnet). Im Ganzen ist C. liebenswürdiger und schwächer, B. weit energischer und lebensvoller; in seinem breiten quadraten Kinne liegt etwas von brutaler Kraft. Ein Zug, wie die eigenartige Stellung der Augen mit dem tiefen inneren Winkel, die übrigens an der großen Bronze- statue von Antikythera wiederkehrt, ist an C ganz verwischt Sicherlich giebt die derbere Copie B. die besonderen, bedeutenden Eigenheiten des Originales mit größerer Treue wieder. Daneben behält C. durch die fast vollständig erhaltene Nase, durch die besser modellierte Stirn und die feiner ausgefilbrten Haare seinen eigenen Wert. Vgl. den Tezt zu E-A, Nr. 222-224. Villa Lante. 2044. Reliefkopf eines Windgottes. Gefunden bei einem Neubau in der Via Buci- mazza, unweit des Janus quadrifrons. Jetzt Im Besitze Prof. Uelbigs 11.0,42 m. Br. 0,40 m. Fein- krystallinischcr gelblicher Marmor. Oben ist Rand erhalten, der ursprünglich stark vorsprang. An den Lippen Ansatz des Blasinstrumentes. Deco- rative Arbeit des 2. Jahrhunderts n. Chr. Viel- leicht besteht ein Zusammenhang zwischen diesem Fragment und einem Gebäude, von dem Vitruv, de diversis fabricis architectooicae II berichtet, einem .Turm der Winde“ nach Art des athenischen. Da der Fundort unweit des Tibers liegt, könnte man auch an eine auf Schifffahrt bezügliche Dar- stellung denken. 2045. Reliefkopf einer Viotoria (?) Fundort und heutiger Besitzer wie bei Nr. 2044. Digitized by Google 69 VII, 2046-2051 H. 0,395 m, Br. 0,42 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase, 1. Braue, beide Lider, Mund, Kinn. Das Geeicht ist geglättet. Beeilte oben zwei BrUche. Oben hat eich Band erhalten, der ursprünglich stark voraprang. Unter dem wage- rechten der beiden Sprünge sind die Federn eines großen Flügels angegeben. Der weibliche Kopf kann seines Geschlechtes wegen keine Windgott- heit darstellen. Er erinnert in der Anordnung der Haare stark an die Victoria von Brescia und wird am wahrscheinlichsten, wie diese, die Siegesgöttin darstellen. Das Fragment kann schon deshalb nicht, wie man in Anbetracht des gleichen Fund- ortes vermuten könnte, aus der gleichen Darstel- lung oder dem gleichen Cyclus von Darstellungen stammen, wie Nr. 2044, da es seinem Stile nach in erheblich frühere Zeit datiert werden muß. Auditorium des Maecenas. 2046. Statuette eines stehenden Mäd- chens. H. 0,72 m. Feinkörniger gelblicher Mar- mor. Der I. Ellenbogen war anf die r. Hand ge- stützt, der 1. Unterarm erhoben. Die L. zog einen Zipfel des Mäntelchens, das auf der andern Seite vom r. Ellenbogen an die Hüfte gedrückt wird, über die 1. Schulter. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Grabetatuctte aus der Zeit des pelo- ponnesischen Krieges. Die Arbeit ist nicht fein, aber griechisch. 2047. Statuette eines knieenden Mäd- chens. H. 0,59 m. Feinkörniger gelblicher Mar- mor. Der r. Arm war außen neben dem r. Bein abwärts gestreckt, ln der Linken liegen augen- scheinlich Blumen mit einem Stengel, der sich von dem Pulse des Unterarms abhebt. Das Mädchen war also blumenpHückend dargestellt. DieStatuette konnte allein stehen, aber auch zu einer größeren Gruppe, etwa des Raubes der Persephone, gehören. Der Chiton gloitet von der I. Schulter; ein Mantel ist mit einem Ende um den I. Oberarm goschlungen, daun um den Kücken gezogen und über die Beine gelegt Die Compositiou der Figur ist gut, ihre Ausführung nicht ohne Reiz, aber kaum original. Die Motive entsprechen dem Stile des 4. Jahr- hunderts v. Chr. Antiquarium comunale (ehemals im Auditorium des Maecenas). 2048 49. F ragment eines weiblichen Kopfes. H.0,21 m. Feinkörniger gelblicher Mar- mor. Das Fragment stammt von einer nicht sehr Rom (Auditorium, Antiquarium) 70 detailliert ausgeführten Replik eines Typus, von dem vier weitere und besser erhaltene Exemplare bekannt sind: 1. im Louvre (Mahler, Polyklet,S. 96, Fig. 25); 2. im Albertinum in Dresden (von Arndt photographiert); 3, 4. in der Glyptothek Ny-Carls- berg (Ant. Kunstvaerker, T. XXI, Nr. 297 u. 298). Bei 2 ist der Hals erhalten: er ist zum Einsetzen in eine Statue hergericlitet und der Kopf gerade- aus gerichtet. Mahler bringt den Kopf — für mein Empfinden ohne überzeugende Gründe — mit Polyklet in Zusammenhang. Zu vergleichen wegen der Haartracht mit dem breiten Stirnbande ist eine weibliche Ten-acottafigur aus Uhegion im Bonner Museum, ein Werk aus der Mitte des 5. Jahr- hunderts. 2050. Fragment eines attischen Votiv- reliefs. H. 0,20 m. Br. 0,36 m. Pentelischer Mar- mor. Gefunden auf dem Esquilin. Erhalten ist die r. untere Ecke. Auf einem Felsensitze gegen einen Baum gelehnt sitzt eine langgewandete Figur, den Mantel um die Beine geschlagen. Sie läßt ihre I. Hand abwärts hängen, wo vor dem Felsen- eitze ein Rehlcin mit erhobenem Kopfe liegt. Augen- scheinlich ist die Dargestellte Artemis. Das außer- ordentlich feine Fragment stammt aus dem 4. Jahr- hundert. Es ist beachtenswert, wie der Künstler dem besonderen Charakter der Naturgöttin durch Darstellung des Felsens und Baumes Rechnung getragen hat. Uelbig, Führer, 3. Auf 1., I, Nr. 1011. 2051. Fragment einer Metope mit dem Torso eines jugendlichen Kriegers. U. 0,86 m. Br. 0,51 m. T. der Platte ohne die Relieffigur 0,1 1 m. Feinkrystallinischer weißer (griechischer) Marmor ln der schmalen Oberfläche ein großes viereckiges. Dübelloch. Rechts davon ein treppenförmiger Bruch ; in dem zweiten Absatz eine runde Bahn von vorne nach hinten (kaum ursprünglich . zu welchem Zwecke sollte sie gedient haben V). Die Grundfläche des Re- liefs wird ol>en abgeschlossen mit einem breiton, horizontalen, wenig vortretenden Streifen Von der Keliefdarstellung hat sich nur der Torso eines jugendlichen Kriegers mit Schild und Chlamys er- halten. Der Schild, den der Jüngling am I. Arme trägt, liegt flach auf dem Grunde, so daß der Torso vor ihm stellt. Die Chlamys flattert nach links zurück, entsprechend der Bewegung der Figur nach rechts. Der r. Arm war gesenkt; die R. muß eine Waffe gehalten haben. Der Kopf war augen- scheinlich nach der 1. Schulter gewendet. Wir müssen annchuien, daß rechts ein Gegner des Krie- gers verloren gegangen ist. Sehr gute decorative Arbeit des 4. Jahrhunderts. Vgl. Katterfeld, die griech. Metopenbilder. 6 Digitized by Google 11 VII, 2052-2001 Palazzo Massimi alle colonne. 2052/33. Statue eines nackten, als Krieger ergänzten Jünglings. Matz-Duhn 10*9. Ergänzt: die Anne, das 1. Bein vom An- satz des Oberschenkels ab. das r. Unterbein, Stamm und Plinthe*) Der Hals ist zwischengesetzt; vom Kopf, der nicht zugchßrt, scheint mir die untere Hälfte antik zu sein; sie dürfte von einer Wiederholung des Ares Borghese stammen. Die Statue ist stark geputzt und geglättet. Um das Motiv der Figur klar zu verstehen, wären Ver- suche mit dem Abguß erforderlich; die Herstel- lung eines solchen ist wünschenswert. Die Be- wegung erinnert an die des Poliuz im Louvre (Gl- raudon 1207; Mon. d. Ist. X, 2; Ann. d. J. 1874, Tav. L); nnr ist sie im Gegensinne. Die Masai- mische Figur wird aber etwas jüngerer Zeit an- gehUren, vorausgesetzt, dass nicht die Kenaissance- giättung den weicheren Formencbarakter erst er- zeugt hat. Furtwängler, Meisterwerke S. S45 ff., hat den Pollux und seine Verwandten auf Pytha- goras zurückgefUhrt. 2054. Statne des Asklepios mitTeles- phoros. Matz-Dnhn 62; dort die ältere Litteratnr. Phot Moscioni 3831 . Ergänzt : Kopf, r. Arm, l. Hand des Asklepios, oberes Ende des Schlangenstabes, sowie ein Stück in seiner Mitte; auch der Kopf des Telespboros schien mir neu. Die Arbeit wird von M— D mit Unrecht gering geschätzt. Wieder- holung der Statue im Pal. Iltti: E— A 219—21, wo die übrigen Repliken erwähnt sind; eine wei- tere auf dem Forum ln dem Zimmer am Lacua Iutumae: Reinacb, Hcp. III, 13, 9; Holländer, Plastik und Medicin (1912), S.'64, Fig. 82. 2055. Statue eines Kümers. M -D 1288; dort die ältere Litteratur. Reinach, Rep III, 178, 8; hier mit Unrecht verdächtigt. Ergänzt: Kopf, der größere Teil des r. Vorderarms, der I. Unterarm mit Hand. Das Altertum der Füße samrnt Plinthe undScrinium ist ungewiß. Der Wurf der Toga, diu des urnbo entbehrt weist die Statue in traiauische Zeit; vgl. Amelung im Vatican- Katalog zu Belvedere 102 i. Die gleiche Tracht hat die, danach wohl in die nämliche Zeit gehörige Statue eines Bärtigen auf dem Forum (Phot. Tuminello; Lanciani, ancient Rome in tbe light of modern discovcries, p. 189 ff., mit Abb.). 2056. Statue eines Löwen. M— D 1G19; dort ältere Litteratur. Plinthe, Vorderbeine und •) Die Abweichenden ErginzanfTBunpafurn von Mata- Dubn halte ich für unrichtig, höchstem Uber doo I. Uber- arm und den I. Oberschenkel konnten Zweifel bestehen. Rom (Massimi alle colonne, Odescalchi) 72 unterer Teil der Hinterbeine, sowie das Vorderteil der Schnauze neu. Verwaschen. Griechische Grab- statue des 4. Jahrhunderts. 2057. Relief mit Fasces M— D 3870. Die Beilgriffc endigen in Köpfen [von I. nach r. : Greif, Löwe, Ammon, Stier (V), Adler (?), Löwe (?)]. Vgl. M — D 3867, 3868, 3869, 3871; nuova descrizione dei Museo Capitolino (1888), p. 22, No. 15; p. 10 (zwischen No. 18 und 19). Samterbei Pauly-Wissowa s. v. fasces. Palazzo Odescalchi. 2058—80. Kolossale männliche Statue. M— D 1028. Ergänzt: beide Arme, wahrscheinlich auch die Beine von oberhalb der Kniec an ab- wärts mit Stamm und Plinthe, der äußerste Teil des Hinterkupfes. vielleicht auch die Nase. An der linken Hüfte die Bruchstelle einer Stütze; wahr- scheinlich lag der Arm näher am Körper an. — Der Kopf zeigt unleugbar große Verwandtschaft mit dem des Diomcd, während der Körper eher poly- kletWher W eise folgt. Es erhebt sich die Frage, ob hier das Werk eines älteren, von Polyklet und „Kresilaa“ beeinflußten Künstlers vorliegt oder eine spätere Contamination Letztere Annahme verdient m. E. den Vorzug: der Körper ist ganz in der Weise der im Allgemeinen polykletischc Vorbilder benutzenden Imperatorenstatuen gearbeitet Ihrer Koloesalität wegen möchte man die Statue für das idealisierte Porträt eines Römers halten. Doch läßt der Kopf, anders als der Hermes Lecca (Ausonia 1907 [II], tav. XI, XII) oder der ehe- mals Marlboroughsche Sard mit dem Kopf des Augustus als Hermes (Furtwängler, Gemmen XXXVIII, 30 = Auctionskatalog Newton- Robinson, London, 22. Juni 1909), keiue directen Porträt- züge erkennen. 2061. Replik derAphroditeValentini. M— D 606. Furtwängler, Meisterwerke S. 654, Anm. 1. Brnnn-Bruckmann, Text zu Tafel 676, Amn. 6, No. b.*) Ergänzt: der Kopf, der I. Arm, der r. Unterarm and große Stücke dos von der I. Schulter herabhängeudea Mantels. In der Quali- tät steht die Replik auf der Stufe der valenti- nischen; das iazzeronisebe Exemplar ist von den •) 16« hier unter«) erwähnte Statue der Cell Penfill, Clerae VS1, 2M9 C, tet doch offenbar uiil der Odescalchi- sehen identisch An Ihre Stelle tritt eie fünfte Replik ein Paeticcio, das Ich Vorjahren leider für die Glyptothek Ny-Carlsberg erworben habe No A12). Es stammt angeb. lieb ans einem der Pnluei Massimi in Rom ( — M-I> 1M1 fi- lier Oberkörper let polykletiscben Stils. Des Gene« wer ln der Renelessnee geschickt es einer Zeuefignr rosain- mengesetet worden. Digitized by Google 73 VII, 2062-2074 Rom (Pal. Mattei, Palatin, Pal. Margherita) 74 mir bekannten das beste. — Der Apolltypus, den ich (Text zu Brunn-Bruckmann 538/9) Dir ein Werk des gleichen Künstlers erklärt habe, ist, wie ein Vergleich mit dem Exemplar aus Bulla Regia ergibt (Areh. Anz. 1908, S. 216, Abb 4 s= Muste Alaoui, Suppl., pl. XXXIV, 2). wohl nur eine spätere Schöpfung mit Benützung von Gewandmotiven der Aphrodite Vgl. auch Glarac 438 F, 803 A. 2062. Männliche Statue, als Herakles ergänzt. M — D 108. Ergänzt: Kopf, r. Arm von oberhalb des Ellenbogens ab, I. Arm bis auf den Ansatz, I. Bein mit Stamm und Plinthe, r. Unter- bein. Der Stil des Torsos erinnert in mancher Beziehung an den des Otnphalosapoll. 2063. JUnglingsstatue. M— D 1010. Er- gänzt: Kopf, beide Arme und beide Beine bis auf die Ansätze, Stamm und Plinthe. Vortreff- liche Arbeit nach einem Vorbild des polykletischen Kreises (vgl. den Hermes Roboli, E— A 103, und E— A 327 [Giardino Cors’ni al Prato]). 2064. JUnglingsstatue. M— P? Ergänzt: der Kopf, beide Arme, 1. Bein von Mitte de» Ober- schenkels ah, r. Bein von oberhalb des Knies ab, Stamm und Plinthe. Zeitlich der obigen Ko 2062 nahestehend. 2065. Statue eine» Jünglings. M— D? Neu: Kopf, Arme, Beine, Stamm, Plinthe. Schulter- locken. Stil des 4. Jahrhunderts. Palazzo Mattei. 2066. Replik des Doryphoros. M— D 1005. Petersen, Bull. com. 1890, p. 191. Ergänzt: Kopf, r. Arm, 1. voll Mitte des Oberarm» ab, r. Bein bis auf den Ansatz, 1. von oberhalb des Knies ab, Stamm und Plinthe. 2067. Replik des Diadumenos. M— D 1037. Petersen a. a. 0. Ergänzt: Kopf, 1. Arm, der r, bis auf den Ansatz, die Beine bis auf die Ansätze, Stamm und Plinthe. 2068. Replik des Dresdner Salbers. M— D 1025. Petersen a. a 0. Ergänzt: Kopf und Hals, r. Arm, 1. Hand mit einem Teil de» Vorder- armes, beide Beine bis auf die Ansätze, Stamm, Plinthe. 2069. Replik des Apollon Lykeioa. M — D 1024. Petersen &. a 0. Ergänzt: Kopf und Hals, 1. Arm, beide Unterbeine, Stamm und Plinthe. Über den Cyclus, zu dem die vier Athleten 2066—69 gehört haben, vgl. ander Petersen» citiertem Auf- satz: Hauser, Osterr. Jahrcsh. VIII (1905), 8. 45 ff.: LX (1906), S. 279, Anm. 1. Palatin. 2070/71. Jttnglingskopf. Ehemals be- festigt an einem modern aufgemauerten Pfeiler, jetzt in einem der Magazinräume in der Villa Mills. H. 0,18 m. Feinkörniger, hellgrauer Marmor. Der Kopf ist leicht zur r. Schulter gewendet. Ein breites Band umschließt die Haare und ist hinten verknotet Jederseit» ist oberhalb der Obren eine Haarschleife über das Band heraufgezogen, wie bei dem bronzenen bärtigen Dionysoekopfe in Neapel; doch ist es hier nicht klar ersichtlich, wie diese Schleifen mit der übrigen Frisur Zu- sammenhängen. Der Kopf ist eine sehr oberflächlich gearbeitete und zudem stark zerstörte Copie nach einein Originale aus der Mitte des 5. Jahrhunderts 2072/73. Jünglingskopf. War an dem gleichen Pfeiler befestigt wie Nr. 2070. l’ente- lischer Marmor. Sehr malt ausgeführtc und stark zerstörte Replik des Kopfe» der polykletischen Knabenstatue in Dreeden (Furtwängler, Meister- werke T. XXVII). Stimmt in der Größe mit dem Dresdener Exemplar überein. Palazzo Margherita. 2074. Rückseite eines weiblichen, kurzge wendeten Torsos. H. des Antiken 0,95 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Steht auf der Balu- strade eines Daches, ist also leider von vorne nicht aufzunebmen. Antik ist nnr der Torso. Bei Schreiber, Die ant. Bildw. d. Villa Ludo- visl, nicht erwähnt. Die Figur ist stehend dar- geetellt mit I. Standbein ; die Haltung der Arme ist in der Bewegung richtig getroffen. Das Ge- wand könnte man einen kurzen, seitlich ganz geschlossenen Peplos mit kurzem Apoptygma nennen. Es besteht aus einem derben, stark go- rippten Stoffe und wird außer durch den um die Hüften gebundenen Gürtel auch noch durch kreuz- weise Brust und Rücken aberschneidende Schnüre gehalten, um bei heftiger Bewegung nicht allzu lebhaft zu flattern oder von den Schultern zu gleiten. Die Dargcstcllte kann eine Amazone oder Atalan'o gewesen sein. Die Wiedergabe des stark gerippten Gewandes ist auch in der flott gearbeiteten Copie noch von großem Reize Die Breite der Gestalt, das einfache Standraotjv und der große Zug in den krausen Linien der auf dem Rücken zusammengeschobenen Falten lassen uns Uber die Datierung des Originales in die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts keinen Zweifel. 6* Digitized by Google 75 VII. 2075-2083 2075. Statue eines Mädchens. Im Treppenhauae. Nicht bei Schreiber. Antik nur der Torso bis zur Mitte der Unterschenkel. Daran ergänzt: der r. Arm von der Mitte des Oberarmes an, der i. Unterarm, der Knopf auf der I. Schulter, allerlei Kalten. II des Antiken 1,05 m. l’entvlischer Marmor Sehr ähnlich dem Typus, der im Yatican- Katalog I, S. 775, Nr. 683: II. S. 751 beliandolt ist; doch ist hier das Apoptvgma weniger lang und die Kaltengebung schlichter. 2076. Copie der Kirene des Kephi- sodot. Im Garten. Schreibers. 163, Nr. 146a, b. Krgänzt: beide Arme, soweit sie nackt sind, mit Rändern der Gewandung, eine Falte auf der I. Schulter, ein großes dreieckiges Stück unterhalb der r Tirust, das ganze untere Viertel des Unter- körpers mit der Plinthe. Über den Kopfs, den Text zu den nächsten Nummern I)cr Körper war recht sorgfältig und detailliert gearbeitet: so ist z. IS. der krause Vorstoß des Stoff-Überhanges über dem Gürtel, der unter dem Rande des Apoptygma sichtbar wird, hier viel zerklüfteter als an der in Villa l’atrizi entdeckten Replik, die schon mehr Einzelheiten giebt, als die Münchener. Ja, die Überhäufung mit kleinen Contrastcn von Dicht und Schatten wirkt so unruhig, daß man sich nicht des Verdachtes erwehren kann, der Copist habe sich zu dieser Übertreibung verleiten lassen durch den Ehrgeiz, die Effecte des Materials am bron- zenen Originale möglichst täuschend wiederzugeben. Jedenfalls wirkt die breitere Formengebung an den beiden andern Repliken ungleich wohltuen- der und echter. Die breiten Flächen des Gewandes sind modern übergangen. Der r. Arm war, wie an der Copie aus Villa l’atrizi, mittels eines Chiton- Armeis gestützt; jedenfalls giebt das Münchener Exemplar, dessen Bildhauer ohne diesen Behelf auskam, das Ursprüngliche. 2077— 79. Kopi der Statue Nr. 2076. ' Copie nach dem Kopfe einer der Karyatiden am Erechtheion. Schreiber Nr. 146a, b. „Ergänzt: am Kopfe der größte Teil der Nase, das Kinn, der ganze Scheitel mit dem Haarschopf ain Hinter- haupt, die von da in den Nacken hcrabfallcndc Haarmasse, der größte Teil des Halses mit einem Stück der Brust, soweit sie vom Gewände frei ist. Abgearbeitet sind die großen Haarlocken, die hinter den Ohren am Halse niedertielen (er- halten die Ansätze). Abgestoßen die 1. Hälfte der Oberlippe, der größte Teil der Unterlippe. Leicht beschädigt die Ohren und die Lider des r. Auges, sowie einzelne Teile der Ilaartonr über Stirn und Schläfen. Überarbeitet die Ansätze der ursprüng- Rom (Pal. Margherita) 76 lieh um den Hinterkopf geschlungenen Zöpfe, um sie der (ungeschickten) Ergänzung anzupassen. Stirn und Wangen sind leicht übergangen.“ Der Kopf ist eine Copie nach dem der dritten Karya- tide in der vorderen Reihe von links gerechnet. Vgl. Helbig, Führer, 8. Aul!., I, Nr. 107 u. II, Nr. 1369. 2080. Replik des Unterkörpers der Venus von Arles. In einem Nebengebäude. H. des Antiken 1,04 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt der ganze Oberkörper mit Kopf und Armen (mehrfach wieder ergänzt), allerlei Flicken im Gewände, der 1. große Zehen, dis Spitze des r., die Rückseite der Plinthe. Der unterste Teil des Unterkörpers war gebrochen und von ihm wieder ein Teil hinter dem r. Fuße abgc brocken. Längs der Bruchlinie ist besonders viel an dem Gewände geflickt, das außerdem hier be- sonders stark überarbeitet ist. ln der allgemeinen Anlage des Gewandes, nicht in allen Einzelheiten — z. T. wird daran die Überarbeitung Schuld haben — , entspricht das Fragment dem neugefun- deneu Abguß der Venus von Arles vor ihrer Ergänzung (Compte-rendu de l’Acad. des inscr. et bellcs-lettrea 1911, p. 656 f., fig. 1; Revue archtalogirpic Will, 1911, p. 452 f.; Illustration 4. Nov. 1911, Nr. 3584 mit zwei guten Abbil- dungen; Jahrb. d. Inst. XXVH, 1912, Anz. S. 469, Fig. 1). 2081,82. Unterlehensgroße Statue der Aphrodite. Im Garten. Schreiber Nr. 290. H 1.13 m. Großkörniger, weißer Marmor. Ergänzt: Nase, Hais, der r. Arm in zwei Stücken, I. Anu vom Armband abwärts mit der Taube, der Pfeiler, die EUßo mit dem untersten Teile des Gewandes, die Plinthe. Der äußere Teil der I. Schulter war al>gebrochen. Über den Kopf vgl. die folgende Nummer. Am äußeren Rande der Plinthe unter dem Pfeiler ist die Zahl 260 eingegraben Die Figur ist erwähnt in dom Text zur vorigen Serie 5. 9 unter Nr 1542 (B 10). Man vergleiche, was dort über den Typus gesagt ist Die Anklänge an Praxitelisches sind zweifellos vorhanden, aber sie liegen zur Hauptsache in Äußerlichkeiten des Arrangements. Ganz unpraxitelisch ist der scharfe Contrast zwischen der stark bewegten I.inie der r. Körperseite und der fast ununterbrochenen Senkrechten auf der andern Seite. Praxiteles oder ein in seinem Sinne arbeitender Künstler hätte den Rhythmus der Bewegung einheitlich durchgeführt 2083. Kopf der Statue Nr. 2081, 2082. Feinkörniger weißer Marmor. Sehr verwaschen Digitized by Google 77 vn, 2084 -2093 und im Gesicht geputzt. Geringe Copie eines atti- schen Originals aus der zweiten Hälfte des 6. Jahr- hunderts. 2084 - 86. Weibliche Statue. Im Garten. Schreiber Nr. 147. H, 2,11m. Großkürniger weißer Marmor. Ergänzt: ein Stück des Schädels vom Scheitel nach dem r. Ohr zu, Nase mit Oberlippe. Unterlippe mit Kinn, ein Stück des Halses, der Rand des Gewandes um den Hals, I. Unterarm, so- weit er unbedeckt ist, mit Hand und angrenzenden Falten. Die Oberfläche des Marmors ist am Kopfe stark zerfressen, weniger beschädigt am Körper. Der Kopf ist angesetzt; er gehört augenscheinlich nicht zum Körper, da sich der an Beine in Halse hinten erhaltene Mantelrand nicht mit dem des Körpers vereinigen läßt. Stilistisch würden beide Teile zu einander passen. Ober den Typus vgl. Vatican-Katalog I, Nr. 77 u II, S. 743 (wo natür- lich »Statuen“ an Stelle von .Statuetten“ zu lesen ist). Die Repliken stimmen nicht in allen Einzel- heiten überein; die hier besprochene ist den an- dern an großzügig-decorativer Wirkung überlegen. Die Abweichungen erklären sich dadurch, daß es den Bildhauern bei diesen für Porträtdarstellungon bestimmten Figuren nicht darauf ankam, genau zu copieren. Der Kopf erinnert stark an die prazitelischen Typen aus der Mitte des 4. Jahr- hunderts. 2087. Statue der Kore, ergänzt als Muse. Im Treppenhaus. Nicht bei Schreiber. Die Statue ist unerreichbar hoch aofgcstellt, konnte also nicht genau gemessen werden; sie entspricht in derGröße ungefähr don erreichbaren Statuen im Treppen- hause (Nr. 2075. 2096, 2097), die alle nicht ganz lebensgroß sind. Ergänzt: Kopf mit Hals, r. Arm mit Gewandrand, I. Unterarm mit Maske, beide große Zehen. Replik der Wiener Kore (R. von Schneider, Jahrb. d. Kunstsamml. d. allerh. Kaiser- hauses 1894, 8. 185 ff., T. X, XI; Klein, Praxiteles, S. 862, Anm. 2, Nr. 1, Fig. 73); Uber da« im praxi- telisehen Kreise verbreitete Mantelmotiv vgl. zu- letzt Vatican-Katalog II, S. 606. Die erhobene R. hielt vermutlich die hohe Fackel, die L. einen Strauß von Mohn und Ähren. Die Arbeit scheint sehr sorgfältig, in manchen Partien ohne rechtes I.chen zu sein. 2088. Statue des sitzenden Apollon. Im Garten. Nicht bei Schreiber. H. 1,42 m. Groß- krystalllnischer weißer Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, 1. Arm ganz bis auf den Ansatz, I.yra und Teil der Falten, r. Hand mit Lorbeerbüachel. r Bein mit Gewand, Teil des Zipfels zwischen den Beinen, 1. Fuß mit Gewandraud, Fels unter der Lyra und Rom (Pal. Margherita) 78 ein weiteres Stück darunter, Falten unter dem I. Oberschenkel, Plinthe Die Deutung ist gesichert durch die langen laicken auf den Schultern und einen Ansatz der Lyra an den Falten unter der 1. Sohulter. Unter der r. Hand hat sich der un- deutliche Rest eines Attribute* erhalten (Ende des Plektron?). Mäßige Copie nach unbedeutendem Original des 4. Jahrhunderts. Die Kürze der Beine läßt darauf schließen, daß die Statue bestimmt war, hoch aulgeetellt zu werden. 2089,90. Statne eines sitzenden Mannes. ImGarten. Schreiber Nr. 244. H 1,80m. Feinkörniger weißer Marmor Ergänzt: an dem Manne Kopf mit Hals, beide Hände, r Fuß, der große Zehen des 1. Fußes, an dem Hunde Kopf und Hals, an dem Stuhle das r. Vorderbein, beide Hinterbeine und die I. Stütze der Lehne; ferner die Plinthe. Verletzungen an der Gewandung und dem 1. Fuße. An der r. Seite des Sitzbrettes ist eine 3 eingeritzt. Vgl. Lippold, Griech. Porträt- statuen, S. 45 ff,, Fig. 4 (= Nr 2089), wo die Statue richtig mit der sog. Olympias im Museo Torlonia verglichen, ihr Original für eine Grabstatue er- klärt und an das Ende des 5. Jahrhunderts datiert wird. Die Copie ist gut gearbeitet Man ver- gleiche die in mehr als einer Hinsicht verwandte Statue des Asklepios auf dem Pincio (Röm. Mitteil. IX, 1894, S. 74 ff.). 2091. Statue eines sitzenden Mannes. Im Garten. Schreiber Nr. 245. H. 1,00 m. Pen- telischer Marmor. Ergänzt: Kopf mit Hals, die Hälfte der 1. Hand, die r. Hand mit dem ganzen Arme, der senkrechte Rand des Mantels dahinter, der untere Rand des Mantels neben dem I. Beine außen, beide Füße, die Plinthe. Mäßige Copie nach einem unbedeutenden Originale der helle- nistischen Zeit. 2092/93. Statue eines sitzenden Mannes. ImGarten. Schreiber Nr. 243. H.l,30m. Penteliacher Marmor. Ergänzt: Kopf und Hais, 1. Schulter, I. Hand, r. Arm, Gewandrand neben dem r. Arme, zwei Falten im Schoße, Zipfel zwischen den Beinen, r. Fuß mit dem vorderen Teil der Plinthe, die untere Hälfte des Sitzes an der r Seite des Dargestelltcn, die beiden Voluten an der RUcklelme bis auf den untersten Teil der I-, der oberste Rand der Rücklebne. Vgl. Lippold, Griech. Porträtstatnen S.78 ff., Fig. 17 (= Nr. 2092), wo die Statue mit großer Wahrscheinlichkeit anf eine Porträtfigur des Epikuros zurückgeführt wird. Die Replik in Florenz ist mit ihrem Gegenstück, einer Statuette des Hermarclios, jetzt veröffentlicht bei Milani, il R. Museo archeologico di Firenze Digitized by Google 79 VII, 2094—2100 Rom (Pal Margherita) 80 p.318, Nr. 88, 89, T.CLVI (fälschlich für Sophocles und Aeachylus erklärt). 2094. Briiunenstatue eines Triton. Im Garten. Nicht von Schreiber beschrieben; wohl aber ist dort auf S 224 unten eine Erwähnung dieser Statue in dem Inventar 1633, Fol. 45 citiert: statua d’una figura d'un Tritono — che auona una buzzina. Überlebensgroß. Weiber Marmor. Vielfach gebrochen. Es ist unmöglich, Ergän- zungen feetzustellen ; aber in der Hauptsache ist sicher alles richtig ergänzt Derbe, decorative Arbeit. 2095. Brunnenstatue eines liegenden Silens Im Garten. Schreiber Nr. 137. H. 1,15 in. Br. 2,70 m. T. 1.19 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Stark verwittert. Augenscheinlich er- gänzt ; r. Schulter, r. Arm mit dem Mundstück des Schlauches, r. Bein des Schlauches, Stück der 1. Schulter uud des I. Oberarmes, I Unterarm mit Hand und Becher, beide Brüste, I. Bein, vordere Hälfte des r. Fußes, r. Wade. Der Kopf war in zwei Teile zerbrochen und ist vielfach geflickt. In den Rand der Ptinthe ist an der vorderen I. Ecke die Nummer 313 eingegraben Sehr derbe, decorative Arbeit. 2096. Statue der Artemia(?). ImTreppen- bause. Nicht bei Schreiber. H. 1,39 m (ohne Plinthe). Feinkörniger, weißer Marmor mit braunen Flecken. Antik ist nur der Torso bis oberhalb der Kniee. Daran ergänzt: der r. Unterarm, der 1. Unterarm mit dem größten Teile dos Tieres und des Bausches, allerlei am Fell und den Falten. Die Göttin trägt einen Chiton, darüber einen Peplos und einen Mantel, der am Oberkörper schräg von der r. Schulter zur I. Hüfte geführt ist, dann eine Nebria und ein Schleicrtuch. An der Vorderseite des Körpers wird z. T- ein Gürtel sichtbar, den wir una augenscheinlich aus Leder und mit metallenen Buckeln besetzt zu denken haben Die Linke hebt einen Gewandzipfel und trägt in dem so gebildeten Bausche ein kleines Tier, das der Ergänzer offenbar richtig als Reh- kälbchen ergänzt hat. Die Rechte wird eine Fackel gehalten haben (vgl. Brunn-Bruckmann, Denkmäler, Test zu Nr 606) Die Gewandung ist mit viel Delicatesse, z. T. archaisierend be- handelt. Es wird ein .neu-attisches“ Original zu Grunde liegen. Vgl. Helbig, Führer, 3. Auflage, I, Nr. 380, 1023 u. 11, Nr. 1548. 2097. Statue eines Togatus. Im Trep- penhause. Vgl. Schreiber S. 249 unten. H. ca. 1,53 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Ergänzt : Nase, r. A rm und I. Hand (beide mit Teilen der Toga), allerlei Falten, beide Fußspitzen, r. Ferse. R. Fuß und Teil des Togarandee zwischen den Beinen waren gebrochen. Eingelassen in eine moderne Plinthe. Die Togatracht entspricht der Mode der ersten Kaiserzeit. Der Kopf gehört nicht zum Körper; er stammt von der Copic eines Herakles aus dem 4. Jahrhundert. Unbedeutend. 2098. Weibliche Gewan d Statue. Im Treppenhause. Schreiber Nr 311. H. 1,47 m. Fein körniger, weißer Marmor. Ergänzt: die I. Hand und der Kopf, an diesem wieder die Nase. Der zweite und dritte Finger der r. Hand ist be- stoßen. Die Füße mit dem Unterteil des Gewandes and des Schriftenbiindels waren gebrochen. Späte geringe Arbeit nach V orbildern des 4. J ahrhnnderts. 2099. Altar. Im Garten. Nicht bei Schrei- ber. U. 0,716 m. Durchm. 0,68 m. Travertin. Vgl. Altmann, Die römischen Grabaltäre, Kapitel I. 2100. Sarkophag: Im Garten, a) Der Sarkophag. Schreiber Nr. 212; Matz-Dubn II, Nr. 3096. Garrucci, Storia dell’ arte cristiana V, tav. 362, 2 und a; Strzygowski, Orient oder Rom, 5. 50, Abb. 18. Vgl. Amelung, Katalog des Vaticana II, 8. 166 (Belvedere 60). H. 1,23 m. Br. 2,26 m. T. 1,16 m. Großkrystailiniacber, hell- grauer Marmor. Ergänzt: an der Vorderseite im 1. Nebenfelde beide Köpfe mit dem oben bogen- förmig abgeschlossenen Grunde and die R. der rechtsstehenden Frau mit der Rolle; im Mittel- felde der r. Arm des kleinen Hymenaeus; im r. Nebenfeidc der r. Unterarm das Bärtigen mit der Rolle. Im Mittelfelde ist die dextrarum iunctio eines jungen Ehepaares dargestellt, nach der über ihren Köpfen eingcmeißelten Inschrift eines Aurelius Theodoras und einer Varia Octabiana C. f. (CIL VI 31953; vgl. ebenda 28358). Im Hintergründe ist ein Vorhang gespannt; zu den Füßen dea Paares steht der kleine Hymenaeus. Rechts ist die Figur des Mannes wiederholt; in lebhaftem Gespräch ihm zugewendet steht ein bär- tiger Togatus mit idealem Kopftypus, die Personi- fication des senatus. Links stehen zwei Frauen (fälschlich mit Köpfen ergänzt, die denen des r. Nebenfeldes entsprechen sollen): von ihnen trägt die eine auf beiden Händen einen Kasten, an dessen Vorderseite ein bogenförmig hängendes Band in Relief angegeben ist. Die r. Frau stellt die Ehegattin aus dem mittleren Paare dar, die 1. eine ihrer Dienerinnen oder Freundinnen, wenn nicht vielmehr, dem senatus entsprechend, eine Göttin, vielleicht Venus seilet, die der Brant den Hoch- zeitssohmnek bringt. An den Nebensciten roh ab- bozxiert je eine Guirlande mit flatternden Bäu- 81 VII, 2100 dem, an der in der Mitte eine Tranbe hingt; Ober der Guirlande je ein Gorgoueion. Die Ausführung der Figuren ist sehr eiend; die Falten sind fast nur wie Rillen in die Oberfläche eingegraben. Die Porträtköpfe sind wenigstens nicht ausdrucks- los, die des Mannes sehr viel individueller als der seiner Gattin. Interessant ist die Form der Capi- täle und die üppige Akanthusdecoration, die sich zwischen Bügen und Giebel und Uber den Eck- säulen ausbreitet und der die reichliche Verwen- dung des Bohrers das Ansehen einer barocken Spitzenarbeit giebt Danach und nach dem Por- trättypus des Mannes, der an das Porträt des Philippus Arabs erinnert (Vatican-Katalogl.T. 20, Nr. 124), sowie nach der Frisur der jungen Frau (vgl. Heklcr, Die Bildniskunst d. Griechen u. Rö- mer, S. XLVI, T. 804) aus der Mitte des 8. nach- christlichen Jahrhunderts. Es ist beachtenswert, daß trotz dieser spaten Entstehungszeit des Sarko- phagen die Toga bei den drei männlichen Figuren der Mode des 1. Jahrhunderts der Kaiserzeit ent- sprechend geordnet ist. Es fehlt auf römischen Reliefs (z. B. denen des Trajansbogens in Bene- vent) nicht an Beispielen für ein gelegentliches Rom (Pal. Margherita 82 derartiges RUckkehren zur alten Mode. Sie wurde wahrscheinlich auch im Leben hie und da als etwas besonders Ehrwürdiges wieder hervorgehnlt, und zwar griff man dabei nicht auf die älteste Mode der republicanischen Zeit zurück, sondern auf die der Periode höchsten Glanzes, der augusteischen Epoche. b)Der Deckel. Schreiber Nr.213. H. ca. 0,79 m. L. 2,16 m. T. 1,06 m. Kleinkrystailinischer weißer Marmor. Ergänzt: an dem Kopfe des Mannes Nase, Kinn. I.Ohr mit Teil des Schädels; der Hinterkopf war abgebrochen. Der Kopf — ein Porträt der letzten republicanischen Zeit — gehört nicht zu der Figur. Der Kopf der Frau, den Schreiber beschrieben hat, ist jetzt abgenommen und durch einen modernen ersetzt An dem 1. der beiden Eroten ist das 1. Bein ergänzt, unter ihm ein dreieckiges Stück am unteren Rande des Deckels, dessen ganze L Schmalseite abgebrochen war. Die Frau hält in der Rechten zwei doppelt verknotete Bänder (Bedeutung?). Der Deckel gebürt ursprünglich nicht zu dem Sarkophage; er stammt ans dem Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. Digitized by Google t7; 4U5.7 ' J- 1 V J Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Herausgegeben unter Mitwirtrung von OEORO LtPPOLD von PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG Serie VIII Text Mit einem Beitrage von Paul Jacobsthal MÜNCHEN 1914 F. BRUCKMANN A.-G. Digitized by Googl FA + LC, 3.7 Bezugsbedingungen. Die vorliegende Publication ist nicht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschließlich direct von der Firma F. Bruckmann A.G-. in München NW zu beziehen, welohe, um die Erreichung dee wissenschaftlichen Zweckes des Unternehmens zu ermöglichen, Herstellung und Versendung übernommen hat, ohne daraus ein eigentliches Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfaßt 278 Nummern, davon 8 Blatt im Format von 24 : 30 cm zu 1 Mark 25 „ „ „ „ 18 : 24 „ „ 80 Pfennigen 245 13 : 18 „ „ 50 Die zweite Serie (Nr. 279 — 678) enthält 300 Blatt in Cabinetformat zu 60 Pfennigen. Die dritte Serie (Nr. 679 — 900) onthält 322 Blatt in Cabinetformat zu 60 Pfennigen. Die vierte und alle folgenden Serien enthalten je 300 Blatt in Cabinetformat zu 50 Pfennigen. Jedes Blatt ist auoh einzeln zu beziehen. Für die Abonnenten tritt eine Ermäßigung von 20°/- ein, sodaß die beiden ersten Serien je 120 Mark, die dritte Serie 128 Mark 80 Pfennige und jede weitere Serie wieder 120 Mark kostet. brock v<* Oscar Brandstetter in Giprig. Digitized by Google Ais neue Abonnenten Bind unserm Unternehmen seit dem Erscheinen der VII. Serie beigetreten: Herr Privatdocent Dr. Georg Lippold in Manchen, Das Museum der schönen Künste in Budapest. Den Vorständen der Museen und Besitzern von Sammlungen, die auch diesmal das Unternehmen gefördert haben, sowie unserm Herrn Mitarbeiter sagen wir ungern verbindlichsten Dank. Paul Hermann in Dresden hat uns durch eine Anzahl treffender Bemerkungen zu den Antiken des Lateran unterstützt, Margarete Bieber eine Reihe von Ergänzungsangaben ebendort nachgepröft, Johannes Sieveking die antoninische Basis in Villa Doria-Pamfili auf unsre Bitte hin genau untersucht. Für die kommenden Serien liegen u. a. Villa Borghese, Villa Albani, Palazzo Barberini, Venedig und eine Nachlese aus Florenz vor. Die Unterschrift zu Blatt 1340 trägt den irrtümlichen Vermerk „Smyrna, Konak“ statt „Smyrna, Evangelische Schule“. Rom und München, Juli 1014. Walther Amelung Paul Arndt Georg Lippold Digitized by Google Inhalt. Nr. 2101—2257. Rom, Lateran Paul Arndt und Georg Lippold Nr. 2258 — 2331. Rom, Pal. Doria Walther Amelung Nr. 2332—2367. Rom, Villa Doria-Pamfili Paul Arndt und Georg Lippold Nr. 2368 — 2381. Rom, Pal. Altempa „ „ Nr. 2382 —2391. Rom, Pal. Valentini „ „ Nr. 2392. Rom, Studio Oanova „ „ Nr. 2393. Rom, Via Margutta 53 B „ „ Nr. 2394. Rom, Kunsthandel „ „ Nr. 2195—2398. Paros, Privatbesit* „ „ Nr. 2399 — 2400. Smyrna, Evangelische Schule Paul Jacobsthal Digitized by Google 1 VIII, 2101-2118 Rom Rom. Lateran. 2101 — 2103. Kopflose weibliche Sta- tuette. B — S6. Helbig3, II, 1143; dcrtLittcra- tur. Hinzuzufügen: Furtwängler, Meister- werke, S. 44. Harte Kopie eines Vorbildes der phidiasischen Zeit. 2104/2105. Weiblicher Kopf. B— S 45. Die Mittelflechte wie an den Karyatiden des Erechthcions. Das Haar hinten aufge- bunden, wie häufig an Köpfen der phidiasischen Zeit. Flaue Kopie. 2106/2107. T orso, Koplik der Sto* phanoafigur. B — S 46. Helbig3 II, S. 6. Pie Dübellöcher rühren von modernen Er- gänzungen her. Gutes Exemplar. 2108/2109. Män nlicher Torso. B — S 48. Der Kopf war wohl antik eingesetzt; die Zurichtung der Armstümpfe dagegen rührt wahrscheinlich von modernen Ergänzungen her. Wenn (was sich jetzt nioht mehr mit Sicher- heit foststellen läßt) die Zurichtung der Unter- seite antik ist, kann nach dem Kontur kaum ein Gcwandstück, wie etwa bei den Prinzen- statuen der iulisch-claudischeu Epoche, an- geschlossen haben. Der Stil des Torsos weist auf ein Vorbild etwa polykletischer Zeit. Gute Arbeit. 21 10/21 II. Replik vom Kopfe des Hermes Ludovisi. Der Statue B — S 40 auf- gesetzt. Erwähnt: E — A 270/71. Ergänzt: Nase, Kinn, Rand des 1. Ohres, 1. Braue, Unter- teil der r. Wange und anschliessende Haare im Nacken, der Hals. Äußerst geringe Arbeit. Die Form des Petasos weicht von der der i Exemplare Ludovisi (E — A 270/71) und Broad- lands (Furtwängler, Meisterwerke, S. 87, Fig. 0) . ab; an der Replik in VillaAlbani(E — A 1103/04) ist der Petasos ganz neu, bei dem Florentiner , (E — A 83/84) war er nie vorhanden; der als Replik bezeiohnetc Dresdener (Hettncr* Nr. 159) hat, nach Ausweis von Photographien, die mir P. Herrmann freundlichst zur Verfügung stellt, j nichts mit dem Ludovisischen Typus zu tun. Diese Verschiedenheit im Attribut könnte es zweifelhaft erscheinen lassen, ob das Original überhaupt einen Hut trug. Allein die Tatsache, I daß bei dem Florentiner Exemplar die Rinde gerade an der Stelle aufhört, wo beim Ludo. visisohen und Broadlands'schen der Hut an- setzt, beweist, daß die Pctasoeform dieser beiden Repliken die ursprüngliche ist. 2112/2113. Torso der Artemis. B — 8 52. Helbig3 II, S. 5. Text zu Br — Br 606, Fig. 2 und 3. Wiederholung der Statue in VUla Albani 062, aber wohl nioht, wie ich frü- her vermutet habe, liest des Originals. 2114. Jünglingstorso. B — 8 53. Furt- wängler, Meisterwerke, S. 346, Anm. 6. Kopf und rechter Unterarm waren einmal ergänzt. Der Kopf ging nncli seiner rechten Seite. Der auffallende Knick der Linea alba auf der einen Seite, andererseits die strengen und knap- pen Formen des Körpers weisen auf ein Vor- bild der Übergangszeit vom altertümlichen zum strengen Stil. Furtwängler sieht hier dio Kunstweise des Pythagoras. Der von ihm verglichene „Apollo“ von Olympia (Ergebnisse III, Taf. LVII, 3 — 5) hat indessen mit un- serm Torso nichts zu tun. 2116/2116. Weiblioher Kopf. B— 8 70. Ergänzt auch der Rand des r. Ohres. Helbig3 II, 1151. Erwähnt: Arndt, La Glyptotliique Ny-Carlsberg, p. 50. Wiederholung vom Kopfe der kretischen Statue: Bull. com. 1897, tav. XIII. Der Wert der Replik wird in Helbigs Führer3 II, S. 83 oben, unsres Erachtens über- schätzt; die Arbeit ist sehr hart. 2117. Kopf des Asklepiost B — 8 85. Dio Büste war vielleicht nur gebrochen. Von den verwandten Typen steht am nächsten der Kopf der Neapler „Zeus“statue Inv. 6265; Phot. Ediz. inalter. 8381 (Replik der Asklepios- statue Capitol Solone 5). Geringe Arbeit. 2118. Männlicher Torso. B — 8 89. Der Kopf war mit einem Dübel aufgesetzt. Digitized by Google 3 VIII, 2119—2128 Rom 4 Unter der linken Achselhöhle ein Stiftloch. Der linke Arm und die Schulter waren mit einem großen Metallstift angesetzt. Auch unter der rechten Achsel ein Stiftlooh, in welchem noch [ der Mctallzapfon steckt. In der gleichen Weise waren die Beine und das Genital angesetzt. Außen am rechten Oberschenkel ein viereckiges Loch mit Ablauf nach unten für den oberen Teil einer Klammer. Im Kreuz große» recht- eckiges Dübelloch. Im abgeschnittenen rechten Hinterbacken Stiftloch. Ob alle diese Zürich- j tungeii antik sind oder von einer modernen \ Ergänzung herrühren, läßt sich nicht mehr feststellen. Am linken Hinterbacken außen Bruchstelle einer Stütze. Der r. Kopfnicker ist gespannt. Zu untersuchen, ob Wiederholung der Neapler, als Hermes ergänzten Statue Inv. 6302. 2119/2120. B acchischer Kopf. B — S i 98. Ergänzt auch die Büste. Am nächsten verwandt dem Kopf im Conservatorcnpalast E — A 478/79 und, wie dieser, aus vorpraziteli- scher Zeit. 2121/2122. Kopf einer Paniske. B — S 101. Zeitlich und stilistisch dem Panstypus des Cossutius Ordo an die Seite zu stellen. 2123. Relief mit Darstellung eines Prätorianer-Signums. B — S 115. Doma- szewski, Die Fahnen im römischen Heere, S. 64ff., Fig. 81. Derselbe, Die Religion des römischen Heeres, S. 3 f. Das Kaiserportrait ist nicht mehr zu bestimmen. 3. Jahrh. n. Ohr. 2124. T orso, Replik der sog. Nio- bidentrophos. B — S 138 a. Amelung, Füh- rer durch die Antiken von Floren*, *u Nr. 173. Hinten Reste de« Himations. An der floren- tiner Wiederholung fehlt das Schulterband, da« aber gewiß dem Original zu eigen gewesen ist. Die Figur ist zeitlich von der Erato der vaticanischen Musengruppe nicht zu trennen. 2125/2126. Jugendlicher Kopf. B — S 142. Der Kopf, von dem wir keine Repliken kennen, gehört nach seiner Haartracht in den Kreis der „Elektra“ von der Neapler Gruppe (Br — Br 306). Sein Geschlecht ist nicht zu bestimmen, wie ja die Köpfe dieser Gruppe unterschiedslos für Männer und Frauen ver- wandt wurden. Die getreue Kopie eines strengen Originals wird er kaum sein. 2127 — 2128. Replik vom Kopf der Steph anosfignr. B — S 157. Helbig* II, 1158. Gcnauo Wiederholungen dieses laterancn- sischen Kopfes sind: 1, Dresden, Arch. An*. 1894, S. l,Nr. 1 (P. Herrmann); 2. der Kopf de« „Oreat“ der Pariser Gruppe Br — Br 307. 3. Offen- bar auch Marmi Torlonia III, tav. 47 (auf nicht zugehöriger Büste; nicht bei M — D). — Am K opf der Steph an osfigur selbst ist Alles'obcrhalb der Binde ergänzt und die Haarpartie unter- halb mit modernen Gypslöokolien ausgebessert. Doch läßt da« Wenige, wa* man vom Antiken noch sehen kann, die Übereinstimmung mit den vorgenannten Köpfen erkennen. Damit ist aber noch nicht gesugt, daß auch die Behänd- lung der Haare de« Oberkopfs identisch war. Denn die zweite albanische Replik (E — A 1093; Dötailaufnahmen des Kopfes sind leider noch nicht in unseren Händen), dio unterhalb der Binde mit dem lateranensischen Typus über- einstimmt, scheint oberhalb das sohlichte Haar der Stephanosfigur zu haben, deren Ergänier sie offenbar zum Vorbild genommen hat. Das- selbe schliolite Haar zeigt auch der Kopf des „Orestes“ der Neapler Gruppe Br — Br 306, wo aber die Haare unterhalb der Binde zwar ähnlich sind, aber nicht genau übereinstimmen. Eine für die Glyptothek Ny-Carlsberg von mir vor einigen Jahren erworbene, durch dio Un- bilden der Witterung arg mitgenommene Wie- derholung de« Kopfe« ist mir in ihrem Altertum nicht mehr völlig sicher: der Oberkopf zeigt da* sohlichte Haar, während die Löckchen unterhalb an die entsprechenden Gypspartien des Stepha- noskopfcs erinnern. Es wird geratener »ein, dieses Stück vor nochmaliger gründlicher Prüfung zunächst außer Betracht zu lassen. Daß trotz der Abweichungen in der Haarbehandlung des Oberkopfe« alle genannten Köpfe auf ein Original des strengen Stils znrüokgohen, ist nicht zu bezweifeln. Wir halten die Tracht dor Ringel - löokchen für das Ursprüngliche, da sie die sinn- gemäße Fortsetzung der Haaranordnung unter- halb der Bindo bildet und da sie außerdem bei dem bestgearbeitetcu und stilgetreusten Exem- plare, dem im Lateran, sich findet- Ob die Änderung des Sohädelhaare« mit paaitclisoher Schule etwas zu tun hat, läßt sich nioht fest- steilen, da gerade bei der Stephanosfigur diese Partie ergänzt ist. Furtwänglcr bereits (Meisterwerke S. 737 f.) hat auf die frappante Ähnlichkeit der Stephanos- köpfe mit einem jetzt in drei Exemplaren | (Amelung, österr. Jahresh. XI [1908], 8. 200 ff.) vertretenen JünglingBtypns hingowiesen, der infolgo seiner Verwandtschaft mit der Lemnia als frühphidiasisch anzuspreohen ist. Eine Digilized by Google 5 VIII, 2129-2149 Rom 6 Verbindung de« latcranonsischen Kopfe« mit dem Torso der Stephan osfigur hat Klein im Prager Gypsmuseum versucht: Museumskunde VIII, 8. 111, Abb. 7. 2129/2130. Zwei liegende 8ilcne. B — S 214 und 215. Helbig3 II, 1175 und 1176. Aus dem Theater von Cervctri. Ähnliche Figuren dienten öfter zur Decoration von Theatern : au Her den von B — S und Helbig angeführten vgl. Reinaeh, Röp. II, 1, 62, 3 (Theater von Azevcdo in Portugal). Der etwas altertümliche Au«, druck der Köpfe beweist nichts für die Ent- stehungszeit der Typen. Vgl. auch E — A 2095. 2131/2132. Satyrkopf. B— S 219. Nahe verwandt dem Alexander Rondanini. 2133. Statue einer Römerin. B — S 222. Pbot. Ediz. inalt. 1376. Die Zugehörig- keit des Kopfes ist unsicher. Er ist ein gute« Portrait etwa vom Ende der Republik. Der Körper ist offenbar eine römische Schöpfung, nicht Kopie eines griechischen Originals. Zu vergleichen sind Figuren wie die Gewandstatue in Neapel: Inv. 6250; Phot. Brogi 12526, und die Fundilia in Ny-Carlsberg 637. 2134. Torso des jugendlichen Dio- nysos. B — S 226. Im Bewegungsmotiv der Neapler Narcissbronze (Br— Br 384) sehr nahe stehend, aber im Gegensinne. 2 1 35/36. Jünglingskopf strengen Stils. B — 8 228. Die Wangen sind über- arbeitet, sie waren ursprünglich voller. Ob, wie wahrscheinlich, über der Stirnmitte eine Locke weggemeißelt ist, läßt sich bei der jetzi- gen hohen Aufstellung nicht festeteilen. Über die Gruppe, der der Kopf sich anschließt, siehe zuletzt Br — Br, Text zu Taf. 672. Ge- ringe Arbeit. Wie die Dmränderung der Up- pen und Lider beweist, nach einem Bronze- original. 2137. Statue des jugendlichen Dio- nysos. B — S 229. Auch auf der linken Schul- ter Ende der Kopfbinde. Starke Bohrarbeit. Nach einem Vorbilde aus dem Beginn des 4. Jahrhunderts. 2138. Bekleideter männlicher Torso. B — 8 234. Bei der Ähnlichkeit mit dem Camil- lustypus ist auch hier wahrscheinlich eine Ge- stalt de« römischen Cultus zu erkennen, über den lleraklesknoten siehe zuletzt Wolters, Zu griechischen Agonen, 8. 7. 2139/40. Jünglingskopf. B — S 253. Kopie eines Werkes der polykletischen Schule aus der Zeit etwa des Kopfes Chiaramonti 139 [Br— Br 338; Jahrbuch d. J. 1908 (XXIII) S. 204, Anm. 12, zu Nr. 13/14 (Lippold)]. Zu vergleichen ist auch der dem Münchner Bronze- kopf (Br — Br 8) nahestehende Kopf Chiara- monti 475 (Phot. Köm. Inst. 183 A u. B). Dio Arbeit giebt das reizvolle Original wohl etwas verweichlicht wieder. 2141/42. Replik vom Kopf des Wezt- macottswhen Knaben. B— 8 254. Furt- wängler, Meisterwerke, 8. 450, Anm. 4. Die unausgeführte Stelle über dem r. Ohr ist jeden- falls mit der r. Hund in Verbindung zu bringen. Flaue Arbeit. 2143 und 2145. Z wei Fragmente eines römischen historischen Reliefs. B — S 258 und 266. Helbig1 II, 1186/87; dort dio neuere Litteratur. Die Reliefs sollen von uinom und demselben Monument« stammen ; indessen ist zu beachten, daß an 2143 dio Pupillen an- gedeutet sind, an 2145 nicht. Daß der physio- gnomische Ausdruck des bärtigen K opf es auf hadrianisohe Zeit weist, während der unbär- tige flavisoher nahesteht, spricht allerdings nicht gegen Zusammengehörigkeit, da auf Monumenten traianischer und hadrianisoher Zeit eine derartige Mischung häufig wiedor- kehrt. Der Arbeit nach können die Fragmente nicht aus vorhadrianischer Zeit stammen. 2144. Bärtiges Portrait. B — 8 263. Nach der Arbeit kaum vorantoninisch. An- dererseits verbietet das Fehlen der Augensterne, sehr viel tiefer hinabzugehen. Die Rollbinde scheint dun Dargestellten als Arzt zu charak- terisieren. Vgl. München, Glyptothek 404, und Brunns Bemerkungen zu diesem Stücke im Kataloge von 1887, Nr. 213. 2145. Vgl. 2143. 2146. Weiblicher Torso. B — 8 267. Im Motiv der Athens RoBpigliosi entsprechend, aber in der Faltengebung von freierem Stil. 2147/48. J ugendlioher Kopf strengen Stils. B — S 271. Ergänzt auch der Hals. Wiederholung des E — A 1456/67 besprochenen Typus. Replik ist vielleicht auoh der der Statue Torlonia 488 aufgesetzte Kopf. Die Frage, ob an der Kasseler Statue der Kopf wirklich zum Körper gehört, wird bei der bevorstehenden Veröffentlichung des neuen Kasseler Katalogs voraussichtlich ihre endgültige Beantwortung finden. 2149. Kopf eines Satyrmädchens. B — S 273. Helbig3 II, 1186. Dem Kopf des bogenspannenden Eros nahe verwandt. 2 Digitized by Google 7 VIII, 2150-1194 Rom 8 2150/51. Weiblicher Kopf. B— S 274. Aach das Kinn ergänzt. Frisur nnd Zeit des sog. Brunnschen Kopfes (Mönchen, Glypto- thek 210). 2152. Satyrkopf. B — 8 275. Ergänzt auch der Hals und Flioken an Kinn und r. Wange. Wie P. Herrmann bemerkt hat, Wie- derholung eines ausgezeichneten Dresdner Kop- fes (ehemals auf der Hermaphroditengruppe Hettner*, S. 105, Nr. 195; Augusteum 96); ob auch Chiaramonti 409 Replik, bleibt noch zu untersuchen. 2153. Kopf einer Nymphe. B— S 276. Aus der von Klein reoonstruierten Gruppe: ..Aufforderung zum Tanz" (Zeitschrift für bil- dende Kunst, 1909, S. 101 ff; Museumskunde VIII, 8. 109, Abb. 6). Flüchtige Arbeit. 2154/55. Replik vom Kopfe des j Cossutius-Pan. B — 8 277. Auch die Ober- lippe ergänzt. Geringe und späte Arbeit. 2156. Sarkophagfragment, Selbst- mord der Althaia. B — 8 283. Robert, Sarkophage III, 2, Taf. XCVII, 300. 2157/5«. Weiblioher Kopf. B— 8 296. Typus der Zeit kurz nach 400 (vgl. Br — Br 508) in Bpätantoninisohcr Ausführung (vgl. den Kopf aus den Caracallathcrmen im Thermen- musoum: Helbig» II, 1337). 2159/60. Herme eines bärtigen Grie- chen. B — 8 302. Hekler, BildniskunBt 46. Re- plik in Berlin: Portraitwerk 621/22. Herrlicher Typus in geringer Ausführung. 2161. Römisches unbärtiges Por- trait. B — 8 307. Naoh der Weichlichkeit der Physiognomie wohl nicht rcpublicanisch, son- dern in die flavischc Epoche zu riioken. 2162/63. Weiblioher Kopf. B— S 313. Der Kopf müßte mehr geneigt werden. Nahe verwandt dem Typus E — A 422/23; Arndt, La Glyptothöque Ny-Carlsberg, pl. 69/60; unten Nr. 2167/68. 2164. Kopf dos Herakles als Kind. B — 8 363. Neu: Nase und Flicken in r. Wange. Wiederholungen: die Statue im Louvro 330 (Giraudon 1204; Fröhner 330; Clarac 282, 1478) und der Kopf in Petersburg 48 (vgl. ebenda Nr. 272). Das Motiv ist aus dem des farnesisohen Herakles abgeleitet. 2165/66. Bärtige Herme. B— 8 374. I Ausoma 11(1907), 8. 43, Fig. 17. Die Nase jetzt ergänzt. Die Furche in der Stirn ist nicht An- deutung eines Bandes. Liste der Repliken: E — A 1656/57. Das dort unter Nt. 5 erwähnte ; ephesische Exemplar ist aus diesem Ver- zeichnis zu strcichon: ca gehört einem andern Typus an, zu dem die beiden Exemplare im Cortilc des Capitol Nr. 7 und Nr. 20, sowie das Stück in Bologna: Revue arch. 1911 (II), p. 131, fig. 3, gehöron. Unsere Nr. 2179/80 (B — 8 391) scheint nicht einen weiteren Typus zu reprä- sentieren, sondern nur römische Kopisten - Variante des letztgenannten zu sein. 8. auch unten Nr. 2169/70. 2167/68. Herme des Apollon. B — 8 378. Nen: Nase, Teile der Lippenränder, Vor- der- und r. Nebenseite der Herme. Zum Typus vgl. Arndt, La Glyptothöque Ny-Carlsberg pl. 59/60 und E — A 1872/73, Bowio Savignoni, Ausonia II (1907), 8.41 ff. Das männliche Ge- schlecht des Kopfes wird durch die athenischen Hermen mit Genitalien bewiesen. Die Arbeit ist von der des Pendants 2165/66 sehr ver- schieden. 2169/70. Bärtige Herme. B — 8 380. Sorgfältigere Wiederholung von 2165/66. 2171/72. Bärtiger Götterkopf. B — 8 382. In der Bildung der Stirn und der Tracht des aufgenommenen Nackenhaares iBt zu ver- gleichen der Kopf in Pisa E — A 200/201. Auch die albanisohe Herme Br- -Br 532 steht nahe. 2173/74. Bärtiger Kopf. B— 8 383. Typus der Zeit um 400. Stork individuell. Geringe Arbeit; fraglich, ob treue Kopie. 2175/76. Kopf des Ammon. B — S 388. Erwähnt zu E — A 398/98 als dem Ammon - typus Berlin — Stockholm — Wörlitz verwandt: in Wahrheit vielmehr eine Replik im Gegen- sinne (der gleiche Fall bei einigen Repliken der phidiasischen sog. Snppho). Eine fünfte Wiederholung in Boston: Phot. Baldwin Coo- lidge 9505; Hekler, Bildniskunst, S. XLVII, Anm. 11. Zum Typus vgl. auch Lippold, Griech. Porträtstatuen, 8. 39. 2177/78. Bärtigor Kopf. B— 8 389. Ob der Hintorkopf ergänzt ist, ist fraglich; vom Vorderkopf ist er durch oino breite, mit Gyps ausgefüllte Fuge getrennt. Die Binde war hinten geknotet. Charakterlos und von flauer Arbeit. 2179/80. Bärtige Herme. B — 8 391. Siehe die Bemerkungen zu Nr. 2166/66. 2181/82. Herme oines Jünglings. B — 8 395. Skopasisch, dem Herakles Lana- downe. nahestehend, aber nicht Replik. 2183/84. Bärtige Herme. B — 8 397. Archaisierende Schöpfung römischer Zeit. Digitized by Google fl VIII, 2185 - 2204 2185. Nereide auf Seedrachen, frag- mentiert. B — 8 398. Repliken nicht bekannt. Sehr frische Arbeit. Ungewiß, ob Wiederholung eines gricchisohon Originals oder römische Dc- corationsfigur mit Benützung älterer Motive, wie die Nereide der Uffizien, über welohe Ame- lung, Vaticankatalog, zu Belvedere 7, zu ver- gleichen ist. 2186. Kopf des Serapis. B — S 400. Etwa« vom gewöhnlichen Typus abweichend. Geringe Arbeit. 2187. Fragment einer Gruppo von Eros und Psyche. B — 8 401. Rosoher, Myth. Lex. s. v. Psyche, Sp. 3245. Reinacb, R6p. II, 2, 461, 3. Römische Erfindung in küm- merlicher Ausführung. 2188. Relief mit Heraklestaten. B — 8 402. Nach der architektonischen Umrahmung nicht von einem Sarkophag herrührend, son- dern wohl Teil einer Statuenbasis, wie das Kopenhagener Relief: La GlyptothöqueNy-Carls- borg pl. 73 (welches offenbar identisch mit M — D 3635, Palazzo Lovatti, ist). Die Figur links im Faß ist tatsächlich weiblich. 2189. Weiblicher Kopf mit Mauer- krone. B — 8 403. Arbeit antoninischer Zeit, ohne ausgesprochenen Stilckaraktcr. Kybole oder Stadtgöttin. 2190/91. Doppelherme des Sera- pis. B — S 405. Overbeck, Kunstmythologie des Zeus, S. 309, Nr. 7. Beidemal derselbe Typus der gewöhnlichen Art. Der Eichenkranz ist bei Serapis ungewöhnlich. Späte Arbeit. 2192—94. Doppelhermo zweier ar- chaistischer Köpfe. B — S 407. Beidemal der gleiche Typus. Repliken : A) Doppclhermen : 1. Ny-Carlsberg 34. 2. Paris, Kunsthandcl 1010. B) Einzelköpfe: 1. Ny-Carlsberg 32. 2. Rom, Thermonmuseuin 586. 3. Ventc Som- zöe (Brüssel, 24. Mai 1904), pl. XVI, Nr. 63; jetzt im Museum in Brüssel (Katalog von 1913, Nr. I). 2195. Relieffragment mit Ken- taurenkampf. B — S 410. Nach der untern Profilierung zu urteilen, von einer Statuen - basis. Der Gestus der Linken des Jünglings hat jedenfalls eine besondere Bedeutung. Ein- gehende und sorgfältige Arbeit. Auffällig der weite Zwischenraum zwischen den Figuren. 2196. Nackte Jünglingsstatue. B — 8 412. Der Torso steht der polykletischcn Bronze- statue ans Pompeji (Guida Ruesch 834) nahe. 2197. Fragment einer Gruppe zweier Rom 10 Kinder. B — 8 416. Der Kopf ist aufgesetzt, aber zugehörig. Die Hand auf der Brust ist eine rechte. Aus der Zeit des Knaben mit der Gans. 2198. Torso eines Silens. B — 8 417. Rest des Bartes erhalten, ninten der Rest des Schwanzes am oberen Rande des Gewandes. Unter der 1. Brust ein großes, fast quadra- tisches, ziemlich tiefes, und ein kleines rundes Loch. Der Kopf war nach seiner Linken ge- wandt. Stützenrest auch an der r. Hüfte auf dem Gewand. Gute Arbeit nach hellenistischem Vorbild. 2199. Rest einer Gruppe, Apoll und Daphnet B — 8 420. Die rötliche Äderung des Marmors legt den Gedanken an kleinasia- tischen Ursprung der Gruppe nahe. Stil und Technik erinnern an die Sculpturen von Aphro- disias. Die Deutung ist nicht völlig gesichert. 2200. Hüft-Herme eines böckohen- tragenden Satyrs. B — S 425. Von der Ziege ist das ganze Vorderteil mit Füßen und Kopf neu, ebenso der Schwanz. Ergänzt auch Schnauze und Ohren des Pantherfells. Geringe decorativc Arbeit später Zeit. 2201. Statuette einer sitzenden Frau. B — 8 429. Seither auch von Alinari (29896) photographiert. Füße und Plinthc sind modern ergänzt. Auch an den Faltenrändern viel ergänzt. Doppelter Chiton. Gefällige Arbeit nach einem Vorbild des 4. Jahrhunderts. 2202/03. Z wei kopflose bacchische Hermen. B — S 432 und 435. An 2202 Bitzt das unterste Blatt-Ende des Schaftes, das aus zwei Stücken besteht, mit Schnitt an, gehört aber nach Analogie von 2203, wo dieses Stück nur gebrochen war, offenbar zu. Das von B — S als Replik angeführte Stück im Museo Chiaramonti No. 228 ist nur ähnlich, ebenso wie Chiaramonti 586 B und 586 C. Sehr feine und delicatc Arbeit. 2204. Unten: Niedrige cannelierto Säule. B — 8 439b. Gegen Wicselers Deutung auf Agyieus Bornes vgl. Reisch bei Pauly- Wissowa I, Sp. 913. Oben: Cylindorförmiger, von Bin- den umwundener Gegenstand. B — S 439. Stephani, Comptc-Rendu 1880, 8. 42, No. 63. Neben der Fußspur auf der Oberfläche ein mit Blei vergossenes Loch. Die Verschlingungen sind in der Form des sogenannten Herakles- Knotens ausgeführt, über welchen Wolters, Zu griechischen Agonen, S. 7 ff. zu vergleichen ist. 2- Digitized by Google 11 VIII, 2305-2230 Wolters vermutet (mündlich), daß das Binden* geechlinge eine Ciste verhülle. Ähnlich wie da« &ygrjrov den Omphalo«. Die Fußspur zeigt, daß diese Ci«te die Unterlage für den Fuß einer Statue mit aufgestütztoni Bein bildete. 2205. T orso einer Mu«e. B — S 442. Der Ansatz am r. Schenkel rührt, wie Arne* lung a. u. a. O. erkannt hat, nicht von einem Aspergillum, sondern von einer Maske her. Die Figur stellt also eine scenische Muse dar, wozu auch der breite Gürtel paßt. Hohe Arbeit nach einem Vorbild hellenistischer Zeit. Eine Replik in kleinerem Maaßstabe in der Galleria lapidaria des Vaticans n°. 76a. 2206/07. Weiblicher Kopf. B — S 444. Süßliche Arbeit ziemlich spater Zeit nach einem Muster des vierten Jahrhundert«. 2208. Männlicher Torso. B — S 445. Der r. Arm scheint modern ergänzt gewesen zu sein. Im Nacken Haar-Enden. Der 1. Kopf* nicker gespannt, Wohl von einer römischen Porträtstatue. 2209/10. Weiblicher Kopf. B — S 447. Der Kopf war nicht, wie B — S angeben, durch - gebrochen: was wie Fuge aussieht, ist eine Sinterspur. Die Haaranordnung über der Stirn erinnert an den Kopf einer der hercu- lanensischen Tänzerinnen und an den Kopf, ehemalB in Catajo, E — A 36/37. Leere Arbeit, 2211/12. Fünf Stirnziegel mit Athe* nen. B— S 449, 452, 460, 468, 471. Über den Typus 2212 Mitte vgl. Bulle zu E — A 1372; Ober den der übrigen Stücke Amelung zu Chiaramonti 448. Vgl. von Salis, Aroh. Jahrb. d. Inst. XXVIII, 1913, p. 18, Anm. 1. 2213. Statue de« C. Caeliu* Satur- ninu». B— S 463. C. I. L. VI, 1704. Die ur- sprüngliche Zugehörigkeit des Kopfe« wird von B — 8 mit Hecht geleugnet: die Toga hat die Anlage der ersten Kaiserzoit, während der Kopf nach der Inschrift zwischen die Jahre 323 und 337 gehört. Er ist ein vorzügliche« Beispiel der Porträtplastik oonstantinisclier Zeit. 2214. Oben: Kindersarkophag mit Eroten. B — S 465. Mitte: Grabrelief ans Travertin. B — 8 464. C. I. ti. VI, 17204. Au« republicanischer Zeit. Unten: Arohitekturfragment. B — S 448 a. 22IS/I7. Die Ara Giuetiniani. B — S 459. Die Rückseite war aus localen Gründen Rom 12 nicht aufnehmbar. Der Stil der Basis erinnert in den leise archaisierenden Zügen an die Basis de« Capitols: Stanze terrene a dritta 1. Über die Verbindung von Atheuu und Herakles auf Weibreliefs «iehc Furtwängler bei Roscher «. v. Herakles, 8p. 21831. 2218/20. Dreiseitige Candelaber- basis. B — S 460. ITelbig*II, 1218. Hauser, { Neuattische Reliefs, 8. 65, Nr. 96; 8. 154. Das Vorbild stammt, wie Hauser richtig bemerkt hat, au» der Zeit der Säulenroliefa von Ephesos. Über die Decoration des untoren Teils vgl. zu- letzt Cnrtius, Jahrb. d. J. XXV (1910), Anz., Sp. 206 f. 2221. Männlicher Torso. B — S 461. Im Motiv im Allgemeinen dem sog. Apollon I.ykeios entsprechend, in der Einzelbehandlung schwammig und flau. 2222. Männlicher Torso. B — S 472. Von einer Prinzen- oder Kaiserstatuc, boi der das Gewand den Unterkörper und die linke Seite bedeckt«. 2223. Männlicher Torso. B — 8 475. Auf der 1. Schulter lag ein Gewand auf. Nach polykletischem Vorbild. Zu vergleichen etwa E — A 1102 und die Neapler Statue Inv. 6271 (Guida Ruesch 245; Furtwängler, Meisterwerke, 8. 448, 3). 2224. Relieffragment. B — 8 476. Eher tiberianiscl) als traianisch; vgl. das Poster Re- I lief Br — Br 595. 2225. Miinnlichcr Torso. Der Kopf ging anscheinend zu seiner Unken. Der Hin- weis bei B — 8 auf den kolossalen bronzenen Herakles des Vaticans, Helbig*, I 293, scheint das Richtige zu treffen. 2226. Relieffragment. B — 8 482. Hel- big3 II, 1219. Der ehemals aufgesetzte Kopf ist jetzt entfernt. Offenbar Rest eines Votiv- reliefs, vermutlich an Aphrodite, Gute grie- chische Arbeit des 4. — 3. Jahrhunderts v. Chr. 2227. Fragmentierte Statuetten- gruppe. B — 8 484. Der Kopf der männ- i liehen Figur ist jetzt entfernt, die Zugehörig- keit dos weiblichen nicht erweisbar. Das Stück ist ein merkwürdiges Mittelding zwischen Frei- gruppe und Relief: der Hintergrund ist nur etwa bis zur Höhe der Knice der Figuren vor- handen ; darüber sind die Figuren auf der Rück- seite voll ausgearbeitet. Eine sichere Deutung läßt sich nicht geben. Die Arbeit ist gering. 2228/30. Jünglingskopf. B — 8 485. I Helbig* II, 1220. Wie Furtwängler erkannt hat, Digitized by Googl 13 VIII, 2231-2245 Rom 14 Wiederholung vom Kopf der Londoner Statue: das Fragment unmöglich von einer Kaiser - Cat. III, Nr. 1747. So lange keine guten Auf- nahmen vom Kopf dieser Statue existieren, ist eine genauere stilistische Vergleichung nicht möglich. Die übertriebene Wiedergabe des oberen Augenlides am römischen Kopf rührt jedenfalls vom Kopisten her. Die Ohren sind auch hier athletisch gebildet. 2231. Relieff ragment, Prooession rnit Laren. B — S 486. Helbig* II, 1221; j dort die weitere Litteratur. 2232/33. Weiblicher Ideal köpf. B — S 487. Auch Unterlippe und Rand der Oberlippe neu. Die Pupillen sind nicht augegeben, nur der Augapfel ist Umrissen. Typus der zweiten Hälfte de« 5. Jahrhundert« in antoninischer Aus- führung. 2234/35. Hermenbüste deB Dionysos. B — S 489. Helbig* II, 1229. Daß, wie Ame- | lung behauptet, die Trauben aus Hörnern um- gearbeitet seien, ist nicht absolut sicher. Die Repliken sind teils zur 1., teils zur r. Schulter gewandt. Im Haar haben sie teils Trauben, teils Hörner. Letztere« wird das Ursprüngliche sein. | Die Kopfweudung des Originals können wir nicht mehr feststellcn, da wir unter den er- haltenen Wiederholungen keine mit Sicherheit ' als von einer Statue herrührend bezeichnen können. Mit dem Wechsel der Kopfneigung ! geht anscheinend durchgängig auch eine Um- kehrung der Einzelformen von Gesicht und Haar Hand in Hand, d. h. die Kopien sind dann directe Spiegelbilder. Vgl. oben zu Nr. 2175/76. Zu den Repliken ist hinzuzufügen ein F.xomplar, das 1911 im römischen Kunsthandel war: arg verstoßen, zur r. Schulter gewandt, unsicher ob Trauben oder Hörner, Binden-Enden auf den Schultern (Photographie bei Arndt). 2236/37. Jugendliche Hernienbüste polykletischen Stils. B — S 491. Helbig* j II, 1230. Ergänzt auch die Lippen. Wieder- | holung des Jünglings mit der Linken auf dem Hintern, der am Vollständigsten durch die be- ; kannte Barraccosche Statuette repräsentiert I wird. Eine weitere Replik des Kopfe«, von einer Statuette, ehemals Glyptothek Ny -Carlsberg I Nr. 353, ist laut dem Poulsenschen Tillaeg von 1914, S. 148 verschwunden. Phot, bei Arndt, der den Kopf seinerzeit für Jacobsen gekauft i hat. 2238. Linker Arm mit Gewand, Sta- tnenf ragment. B — S 495. Die Hand scheint das Gewand gepackt zu haben: danach kann statue mit aufgestütztem Scepter herrühren. Vortreffliche Arbeit. 2239. F ragment einer weiblichen Statue. B — S 497. Dor 1. Arm war gehoben. Das Motiv muß, nach dom erhalteuen Rest zu urteilen, dom der Loda des Timotheos verwandt gewesen sein; nur sind die Formen voller, die Faltengebung schärfer. 2240. Fragment eines „hellenisti- schen Relicfbildos“. B — Sölß. Schrei- ber, Hellenistische Reliefbildcr, Taf. LII, 2. Im vierten Felde dos obereu Querstreifens am Wageu Schwinge mit Pliallo« sicher. Der Schweif des Pferdes ist altertümlich gebildet: vgl. das Relief im Palazzo Colonna E — A 1163. Das Stück ist charakteristisch für die römische Gruppe dieser Reliefs. 2241. Fragment eines „hellenisti- schen Relief bildes*1. B — S 522. Schreiber, hellenistische Relief bilder, Taf. LII, 1. Zur Decoration der „Aschenkiste14 vgl. E — A 1777. Die Zusammengehörigkeit des Fragments mit 2240 ist sehr wahrscheinlich ; diejenige mit B — S 519 (— Schreiber, Reliefbilder, Taf. LI II) hingegen fraglich. 2242 — 44. Weibliche Gewandstatue mit aufgesetztem Kopf des jugendlichen Asklepios. B — S 523. Der Torso ist eine vollständig umstilisierte Wiederholung der großen HerculanenBerin, wie bereits B — S ge- sehen haben. Vgl. Hehler, Münchner archäol. Studien, S. 22G, XIV, j. — . Von dem Kopf (von dem Reif r. sicher ein Teil alt) existiert eine Wiederholung ira Thermenmuseum in Rom (Nr. 103): Hadaczek, österr. Jahresh. XI, 1908, S. lilff., Fig. 16 und 17. Die Deutung auf Asklepios ist wegen des dicken Reifes zum Min- desten sehr wahrscheinlich. Das Original wird etwa in die Zeit des Enbuleus gehört haben. Der von Hadaczek als „freie, stark veränderte Nachbildung“ angeführte Kopf iin Pal. Colonna (E — A 1140/41) repräsentiert einen anderen Typus. Vgl. Anielung in der Wochenschrift für klass. Philologie 1907, S. 1252 f. 2245. Weibliche römische Porträt- statue. B — S 532. Heklor, Münchner archäol. Studien, S. 181; S. 224, I b. Aus Ostia, aus einem Gebäude hadrianischcr Zeit. Was B — S für ein Halsband erklären, ist vielmehr der Rand des unteren Chitons, der auch auf der r. Schulter zum Vorschein kommt. Nicht, wie Hehler angiht, Wiederholung der Hera Bar- Digitized by Google 15 VIII, 2246-2259 Rom 16 berini, sondern römische Schöpfung mit Be- nützung von Motiven dieser Zeit. Frisur und Charakter der Arbeit sind durchaus traianisch. 2246 und 2254. Zwei Reliefs mit Por- träts von Caltiliern. B — S 535 und 567. C. I. L. XIV, 311. Die Porträts sind nicht gleich- zeitig: sowohl die Einzelforincn der umrahmen- den Decoration, als die Buchstaben formen der Inschriften und Büstenformen weichen von ein- ander ab. 2246 ist offenbar das ältere Porträt; es wird noch in flavische Zeit gehören. 2254 ge- hört nach dem Haarschnitt und der trockenen Arbeit in traianischc Zeit: es ist offenbar später als Pendant hinzugearbeitet worden. Der gleiche Fall an den Porträts des Hateriergrabes: s, Text zu Griech. u. röm. Porträts 747/48. Ge- naue Analogien zur Form dieser Reliefporträts sind nicht vorhanden. 2247/4«. Kopf des Hermes als Kind. B — S 539. Helbig* II, 1232. Der Kopf ist zur 1. Schulter gewendet. Der Petasos ist ge- sichert. Hellenistischer Typus. 2249. Links: Priapkopf. B — S 542. Im Haar starke Bohrerarbeit. Nicht archai- sierend. Mitte: Mithraskopf. Nicht bei B — S. Helbig3 II, 1233. Nach Vaglieri, Ostia, p. 113 (fig. 19), ist der Raum, in dem der Kopf ge- funden wurde, von dem Tempel der Magna Mater zu trennen und vielmehr ein Mithracum. Die Pupillen leicht eingetieft. Rechts: Kinderköpfchen. B — S 540. Binde im Haar. 2250/51. Mädchenkopf. B — S 544. Hel- big3 II, 1234. Aus dem nämlichen Gebäude hadrianischer Zeit wie 2245. Das r. untere Augenlid ist stark aufgezogen. In der Haar- tracht und im Stil verwandt der Kopf: Collec- tion Barracco, pl. LXIX. 2252. Grabrelief eines römischen Ritters. B— S 545. C. I. L. XIV, 167. Die Bedeutung der dargestellten Scene ist noch nicht aufgeklärt. Vgl. Schreiber zu Villa Lu- dovisi 36. Aus gordianischcr Zeit. 2253. Attiskopf. B — S 547. Das un- tere Halsstück ist gebrochen, aber alt; wohl also zum Einsetzen in eine Gewandstatue. Auch da« Mützen-Ende, das gebrochen war, scheint alt zu sein. R. über der Stirn im Haar ein viereckiger Metallstift. Der Marmor stark fleckig. Der künstlerische Wert des Kopfes wird von B — S falsch eingeschätzt. 2254. Vgl. 2246. 2255. Grabrelief. B — S 568. Eine Deutung ist noch nicht gegeben. Späte und j schlechte Arbeit. 2256. Grabrelief des Lollius Li- • beralis. B — 8 579. Der Verstorbene ist in dem unteren Streifen dargestellt; oben die Eltern. Frühantoninisch. 2257. Kopf des Helios. Mus.-Nr. 945. Nicht bei B — S. Neu: die Nasenspitze. War zum Einsetzen bestimmt. Hinter dem Stirn- haarsieben Löcher zum Einsetzen von Strahlen. Der Oberkopf rauh. Pupillen angedcutet. I Zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. | An Alexandertypen an klingend. Palazzo Doria. 2258. Jünglingsstatue. M — D 995; : hier ältere Litteratur verzeichnet. H. 1,58 m. Marmor de« Körpers großkryBtallinisch und | weiß; der des Kopfes feinkörnig und weiß. I Der Kopf gehört also nicht zu dem Körper; vgl. über ihn und seine Ergänzungen Nr. 2259. Ergänzt an dem Körper: Flicken in der 1. Schul- ter, die gebrochen war, und an anderen Stellen, der r. Arm bis auf den Ansatz, der 1. Arm von der Mitte des Oberarmes abwärts, Kugel, Baum- stamm, beide Unterschenkel, der 1. mit dem Knie, Füße, Plinthc. Der Leib war in der Hüft- gegeud durchgebrochen. — Das Antike dos Körpers stammt von einer guten Wiederholung des Stcphanos-Jünglings in Villa Albani. 2259. Kopf des Dionysos. Der Statue 2258 aufgesetzt. Ergänzt: die Nase, beide Lip- pen, das Kinn, die 1. Ilälfto des Schädels mit den Haaren, einem Teil des Kranzes und dem 1. Ohr, die 1. Braue und ein Teil des 1. Ober- lides. Von den Blättern des Kranzes haben sich nur zwei erhalten, eins auf dem Oberschädel, das aber überarbeitet ist, und eins hinten. Danach kann es sich nur um Wein- oder Pap- pelblätter handeln; Pappelblätter sind hier natürlich ausgeschlossen. Längs des Kranzes bemerkt man oben und auf der r. Kopfhälfte drei große Löcher; darin werden besonders gearbei- tete Trauben befestigt gewesen sein. — Der elegant gearbeitete Kopf ist der nächste Ver- wandte des Apollon (sog. Adonis) im Gabinetto dolle maschero; ja die Locken um Stirn und Schläfen sind an beiden so ähnlich, daß man zunächst auf den Gedanken kommen könnte, es liege hier nur eine freie Wiederholung des gleichen Typus im Gegensinne vor; zugleich sei aus dem Apollon ein Dionysos gemacht wor- Digitized by Google 17 VIII, 2260—2266 Rom 18 den. Aber die Ähnlichkeit geht doch nicht woit genug, und 80 worden wir hier ein weiteros Werk des glciohen Künstlers erkennen dürfen. Vgl. über den Apollon zuletzt Helbig, Führer, 3. Aufl., n. 264. 2260. Knabonstatue (nicht bei M — D). II. 1,705 m. Großkrystallinischer, schmutzig- gelber Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, beide Anne fast ganz, Flicken im 1. Ober- schenkel, r. Unterschenkel mit Knie, beide Füße (der L mit dem Fußhalse in zwei Stücken), Stamm mit Zweig, Plinthc. Das 1. Bein war oberhalb des Knies gebrochen. — Das Antike stammt von der glatten Kopie einer argivischen Knabenstatue aus dem Endo des 5. Jahrhun- derts, bei der das alte Motiv des einen, mit voller Sohle zur Seite gesetzten Fußes boi- behalten ist. 2261. Statuette des Apollon. M — D 203; hior ältere Litteratur verzeichnet. H. 1,25m. Feinkörniger, gelbliohcr Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, beide Arme von der Mitte der Ober- arme abwärts, Lyra, Dreifuß bis auf die Füsse, den Omphaloe und den untersten Teil der Schlange, der 1. Unterschenkel ohno Fuß, das r. Bein gauz mit dem Fuß, dem Stamm und dem entsprechenden Teil der Plinthc. — Die Bedeutung der Figur ist durch das Erhaltene gesichert. Der 1.' Arm wird auch ursprünglich ein Saiteninstrument (aber die Kithara) ge- halten haben, und der Riemen muß für diese, nicht für dou Köcher, bestimmt gewesen sein. Der Körper ist polykletisch ; es wird nichts Anderes vorhegen, als eine späte Verwertung des Doryphoros, wie in vielen anderen Fällen. Dio Ausführung ist gering. Man beachte die Profilierung der Plinthe. 2262. a. Statuette des Dionysos. M — D 382. H. 0,84 m. Großkömiger, gelb- licher Marmor. Ergänzt: die Nase, dor 1. Arm mit der Uand und dem Tliyrsos bis auf dessen unteres, am Baumstamm anliegendes Stück, die freistehenden Teile, des r. Armes (die Uand mit Krug und Stütze ist antik), der 1. Fuß mit einem Stück des Stammes und der Plinthe, Kopf und 1. Vorderpranke des Panthers. — Die Statuette ginbt in anspruchsloser, summari- scher Ausführung einen bekannten Dionysos- Typus aus dem Beginne des 4. Jahrhunderts wieder. Vgl. Nr. 2263/5. b. Statuette des Herakles. M — D 113; Clarae 802 B, 2013 B. II. 0.86 m. Fein- körniger, gelblicher, wohl pentelischcr Marmor. Ergänzt: die untere Gosichtshälfte mit Hals, der r. Arm fast ganz, Flickon in Brust und Bauch, ein Teil des Löwenfells an der Sohultcr, sowie die Pranke, die sich vor die Soham legt, beide Beine von der Mitte der Oberschenkel abwärts mit Stamm und Plinthc. — Ganz ge- ringwertige, späte Kopie nach einem Typus des 4. Jahrhunderts auf polykletisoher Grund- lage. 2263 — 2265. Statue des jugendlichen Dionysos. M — D 368; Clarae 678 C, 15ÖÖ D. H. 1,45 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: Nasenspitze, die Spitze des Stirn- dreiecks mit den umhegenden Haaren und Blättern, allerlei Flicken am Kranze, an der NebriB — ganz der Zipfel, der sich über die Soham legt — und an den Füßen, beide Arme ganz, die äußere Hälfte des Stammes und fast dio ganze Plinthe. Gebrochen waren der Kopf, der Hals, dio r. Brust, dio r. Schulter, das 1. Bein oben, beide Beine dicht oberhalb der Kniee mit dem obersten Teil des Stammes, das 1. Knie, der r. Unterschenkel in der Mitte, der 1. Fuß. — Die Haare sind hinten in ein Schöpfehcn zusammengebunden. Die Statue giebt in außerordentlich delicater Ausführung — wohl feinster Arbeit hadrianischer Zeit — ein reizvolles Original des 4. Jahrhunderts wieder. In dem Kopf sind nooli manche An- klänge an die Eirene des Kephisodot zu spüren, aber alles ist verfeinert und verzärtelt, ohne jedoch die Eigenart des Praxiteles zu verraten. 2266. Statue des Herakles (nicht bei M — D verzeichnet). H. 2,22 m. Großkrystal- hnischcr, weißer Marmor. Ergänzt: die Nasen- spitze, das Ende der Keule unten, fast der ganze r. Fuß mit dem entsprechenden Teil der Plinthe, allerlei Kleinigkeiten. Die r. Hand war in mehrere Teile gebrochen. Sie hält den Rest eines Köohorbandes. Am r. Oberschenkel außen bemerkt man Gypsflcckcn; hier war das weitere Band mit dem Bein Vorbunden. In den hinten herabhängonden Schwanz des LöwenfellB ist ein Knoten geschlungen. Die Brustwarzen sind umrändert, die Augensterne angegeben. Danach, sowie nach der stark accentuiortcn Angabe der Muskulatur, der virtuosen Unterkühlung des Felles und der spiralförmig gewundenen Kancllicrung der Stütze zwischen r. Handgelenk und Ober- schenkel zu urteilen, ist die Statue in früh- antoninischer Zeit nach einem Bronze-Original von einem sehr geschickten Bildhauer kopiert Digitized by Google 19 VIII, 2267-2278 Rom 20 worden. Dor Kopf trägt die bekannten Züge de« skopadischen HerakleBtypus, wie er uu« am voll«tändig8ten und vornehmaten durch die Statue de« lleroa in Lansdowne-House ver- gegenwärtigt wird. Es ist die Frage, ob der Statue Doria ein eigene« Original zu Grunde liegt, oder ob wir in ihr nicht lediglich eine Kopisten -Variante zu erkennen haben. Um- kehrung der Körperhaltnug, lebhaftere Be- wegung, stärkere Betonung der Effecte würde «ich auch bei dieser Annahme erklären. Sehr lehrreich i«t der Vergleich mit einer elegan- teren, aber leereren Darstellung gleicher Art in Kopenhagen (Arndt, La Glyptothöquc Ny- Carlsberg pl. 102, 103; Billedtavler T. XVI II, 253). Der Herakles Lansdowno ist am besten abgebildet bei Kalkmaun, 53. Berl. Winckol- mannsprogramm, S. 61. 2267. Statue de« Apollon (f). M — D 188. Dort die Litteratur. Ehemals in Villa Doria- Pamfili. Neuerdings auch von Alinari photographiert (Nr. 29757). Unter den zahl- reichen verwandten Motiven kennen wir keine genaue Replik. Am ähnlichsten die Statue des Museo Torlonia 274. Das Standmotiv entspricht dem lysippisehen des Farncsischen Herakles. Die Rechte stützte sich ebenso auf die Hüfte, wie bei dem sog. Narniss in Neapel und dem jugendlichen Asklepios in Karlsruhe. Welche Exemplare dieser Gruppe griechische Originale wiederholen, welche römische Erfindungen sind, bleibt noch zu untersuchen. 2268. Statue des Eros mit den Attri- buten des Herakles. M — D 264; hier ältere Litte- ratur verzeichnet. H. 1,57 m. Großkrystal- linischer, hellgrauer Marmor. Ergänzt: die Nase, Teile des Löwenkopfes über der Stirn des Eros, die Löwentatze auf der Brust des Eros zur R. deB Beschauers, an der entsprechenden zwei Klauen, ferner der r. Arm von der Mitte de« Oberarms an mit dem vorderen Teil der Keule, der 1. Unterarm mit dem darüber hängenden Teil de« Felles und der Stütze zwischen Fell und Bein, die Spitzen der Flügel, das r. Bein von der Mitte des Oberschenkels abwärts mit Stamm, Bogen und Köcher, der 1. Unter- schenkel, die Plinthe. Das Gesicht summt dem Vorderteil des Halses war abgebrochen, ist aber Antik, wie »ich aus alten Sintorresten er- gieht. — Die Figur ist ganz lysippisch ; «io erinnert zunächst an den bogenspannenden Eros, mit dem sie uImt bei näherem Zusehen I keine engere Verwandtschaft hat. Die Aus- ! führung ist glatt und ziemlich hart; wir werden sie in hadrianische Zeit datieren dürfen. 2269. Statue eines eilenden Jüng- lings. M — D 1078; hier ältere Litteratur ver- zeichnet. H. des antiken Torsos 0,45 m. Fein- körniger, gelblicher Marmor. Antik ist nur der Torso. Unbedeutend. 2270. Statue des hängenden Mar- ayas. M — D 245; hier ältere Litteratur ver- zeichnet. H. 1,57 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase, Iwide Arme, beide Unterschenkel, der r. mit dem Knie, beide Füße, das Lendentuch, der Stamm, die Plinthe. Gute Arbeit. Weißer Typus. 2271/72. Statue eines jugendlichen Kentauren. M — D 1611; hier ältere Litteratur verzeichnet. If. (unterer Rand der Plinthe bis zum Scheitel) 1,39 m. L. der Plinthe 0,88 m, Br. 0,325 m. Der Pferdeleib aus rotem, der Oberkörper aus sohwarzgrauem Marmor. Sicher antik ist nur der rote Oberkörper, da an ihm Wurzelfasern erhalten sind, mit dem Kopfe, dessen r. Ohr beschädigt ist, aber ohne die Arme; wahrscheinlich antik ist auch die hintere Hälfte des Pferdeleibes, vielleicht auch die Plinthe mit den Hufen, doch müßte die Plinthe modern zugeschnittcn worden sein. Sicher modern »ind das Vorderteil des Pferdeleibes und sämtliche Extremitäten. — Rohe Wieder- I holuug des einen der beiden capitolinischen Kentauren. Von dem Eroten hat »ich keine Spur erhalten. Vgl. die Bemerkungen Hen- zen’s über die mitgefundenen Reste des alten Kentauren (Arch. Zeitung 1850, S. 167* und 175*, abgekürzt bei M — D). Nach einer an der Basis eingegrabenen Inschrift ist im J. 1850 zunächst nur der menschliche Oberkörper go- | funden worden, bei späteren Nachgrabungen dann auch der Pferdeleib; die Zusammen- setzung, Ergänzung und Aufstellung sei dann im J. 1853 erfolgt. 2273 — 2278. Statue eines Jünglings (nicht bei M — D verzeichnet). II. (Sohle bis Scheitel) 1,75 m. Feinkörniger, gelblicher Mar- mor. Ergänzt: die untere Hälfte der Nase, beide Arme, die vordere. Hälfte des r. Fußes, die Zehen des 1. Fußes, die Plinthe bis auf das Stück unter dem Stamm, dem r. Fuß und zwischen den Füßen. Brüche durch den r. Oberschenkel, unter dem 1. Knie und über dem 1. Knöchel. Gebrochen war auch ein Stück der 1. Schulter vorn; hier ist ein modernes Stück eingeflickt. Der Oberkopf ist besonders ge- 4 Digitized by Gc aogle — 1 r* 21 VIII. 2279-2283 Rom arbeitet und angeaetzt. Beschädigt ist der Naaenansatz. Das Glied fehlt. Die Vorderseite ist gut erhalten, die Rückseite geglättet und wohl auch leicht überarbeitet. Sicher über- arbeitet ist das Plinthenlragment zwischen den Füßen. Der Ergänzer hat die Haltung der Anne richtig getroffen. — Die Formen des Körpers und des Kopfes weisen auf ein Original des 4. Jahrhunderts zurück, augenscheinlich ein Bronzeoriginal, das ohne den plumpen Stamm auskommen konnte — dieser beein- trächtigt hier die Wirkung der schlank auf- ragenden Gestalt besonders stark — , und zwar ein Original der attischen Kunst, wie sie sich neben Praxiteles entwickelte und uns am besten durch die Bronzestatue eines Jünglings von Antikythera vertraut ist. Es ist schwer zu sagen, wie wir das Motiv der Figur zu verstehen habon. Wem gilt der Blick des Kopfes, der zum Himmel erhoben soheintt Hätte der Jüngling neben einer größeren Statue gestan- den und hätte dieser sein Bliek gegolten, so müßte der Kopf eine stärkere Weudung nach der Seite machen. Ein Betender kann nicht dargestellt soin, denn beim Beten wurde die Reohte erhoben und der Kopf blickte nach ihrer Seite oder geradeaus. Deshalb wird man annehmen müssen, daß die Linke einst ein stabartiges Attribut gehalten hat, dessen grade Linie die Hand mit dem 1. Fuße verband und die geschwungenen Linien des Körpers desto nachdrücklicher zur Geltung brachte, vielleicht einen Speer. Der Gedanke an Ganymed scheint mir ganz ausgeschlossen. Jedenfalls haben wir den Dargestellten in den Reihen der Sterblichen zu suchen. Das Motiv des Empor- bliokens bei ruhig stehendem Körper ist übrigons auch ein Charakteristikum für die Kunst des 4. Jahrhunderts (vgl. Amelung, Rom. Mitteil. XX, 1904, S. 141 ff). 2279. Statue des Nil. M — D 574; Clarac 749 A, 1817. L. 1,21 m. Basalt. Er- gänzt: die Nasenspitze, die Hälfte der r. Hand, die obere Hälfte des Füllhorns, das Ende des r. Fußes, die Schnauze des großen, dor Schwanz des kleinen Krokodils. Aus dom Obergesicht waren Teile ausgebroohen. Die Rechte müßte einen Strauß von Ähren halten. Sorgfältige Arbeit. 2280. Statue des kleinen Dionysos. M — D 306. II. des Torsos 0,36. Rosso antioo. Antik ist nur der sorgfältig gearbeitete Torso (Hals bis Scham). 22 2281. Statue des Widders mit Odys- seus. M — D 966a; hier ältere Litteratur ver- zeichnet. H. 0,91 m. L. 0,96 m. Feinkörniger, grauer Marmor. Sehr rohe, späte Arbeit. Vgl. Overbeck, Gallerie hcroisoher Bildwerke, S. 767, n. 20; Boltc, De monuraentis ad Odysseam pertinentibus (1882), S. 15; Müller, Die ant. Odyssee-Illustrationen, S. 30. Die Composition ist zu elond, als daß wir mit Müller daran denken könnten, ihr Original habe zu einer Gruppe gehört, die mit der des Odysseus vor dem Kyklopen eine zusammenhängende Serie gebildet hätte; man erinnere sich der vor- züglichen Figur des Odysseus! 2282. Statue des bärtigen Dionysos. M — D 317; hier ältere Litteratur verzeichnet. H.2,01 m. Feinkörniger, gelblicher (pontelischer) Marmor. Gefunden ebenso wie n. 2271 im Jahre 1849 oder 1850 in der Villa Doria bei Albano. Zu den Angaben bei M — D ist nur hinzuzu- fügen, daß die Oberfläche der Vorderseite ge- putzt und wohl auch leicht übergangen ist. Die Ausführung hat nichts von archaistisch- übertriebener Zierlichkeit. Andrerseits ent- spricht die Durchführung im Einzelnen — Ge- sicht, Chiton — nicht dem archaischen Schema des Ganzen, sondern dem Stile der attischen Kunst gegen Ende des 5. Jahrhunderts. Es dürfte sich demnach um ein archaisierendes Original dieser Zeit handeln oder um die ge- treuo Kopie eines solchen. Man erinnere sich des Hermes Propylaios und des Hekatoion des Alkamene8. Nächst verwandt mit dieser Figur muß das verschollene Fragment gewesen sein, das Le bas (Voyage archöologique, Ausg. von S. Reinaeh. p. 62, pl. 4 I) public iert hat (wieder- holt bei S. Reinaeh, Röp. de la stat. II, 2, 653, 7). 2283. Statuette der Artemis. M — D 671 ; vgl. dort über ältere Litteratur. H. 0,70 m. Marmor des Körpers feinkörnig und gelblich, der des Kopfes kleinkrystallinisch und grau. Ergänzt: die Nase, die Spitzen der Mondsichel, der Köehur, der r. Arm, der 1. Unterarm, Flicken in den Falten längs der r. Beite. Der vordere Teil der Plinthe war zersprungen. Die 1. Hand und ihr Attribut, zweifellos der Bogen, waren einst mittels zweier Puntelli mit dem Körper verbunden. Der r. Arm ist richtig ergänzt. Der Kopf gehört nicht zu der Figur; er gibt in mäßigor Ausführung rin Ori- ginal aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts wieder. Der Körper ist recht zierlich gearbeitet; 3 Digitized by Google 23 VIII, 2284-2288 Rom 24 «r ist in den Motiven der praxi telischen Ar* temis in Dresden verwandt. Man beachte die Profilierung der Plinthe. 2284. Statuette der Demeter oder Kore. M — D 609; hier ältere Litte ratur ver- zeichnet. II. 0,98 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: der Kopf, die r. Hand, große Teile der Fackel, die Füße, die Plinthe. Am r. Oberschenkel außen der Rest einer Stütze für den Schaft der Fackel. Der Körper war in der Mitte quer durchgebrochen; weiter oben noch zwei Quersprünge. Geringe Arbeit. Wichtig j wegen des erhaltenen Attributes, wodurch die j Beziehung auf eine der eleusinischen Göttinnen gesichert ist, und des Gewandmotive« (vgl. Amelung, Basis de« Praxiteles aus Mantinea j S. Ö0 ff., u. tt. von Schneider, Kore, S. 4 ff.), j 2285. Statue der Artemis. M — D 675; ! hier ältere Litteratur verzeichnet. H. 1,73 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Die ganze Figur | ist übertüncht. Sicher ergänzt sind Kopf und , Hals, dio r. Hand mit einem Teil des Unter- ' arm«, ein Teil der Mant< Halten, dio vor dem | Körper herabhängen. ein Flicken gegen die Waden zu, der 1. Unterschenkel, der kleine Zeh des 1. Fußes, der große des r. Wahrschein- lich ist auch die 1. Hand mit Unterarm er- gänzt, sowie ein Teil des r. Unterschenkels. — Geringere Wiederholung der sog. Artemis von Gabii im Louvre. Vgl. nach Studniczka, Ver- mutungen z. gr. Kunstg. S. 18 ff., besonders Furtwängler, Meisterwerke S. 553, sowie Klein, Praxiteles S. 300 ff. und Geschichte d. gr. Kunst II, S. 257 f. Alle nehmen mit Recht die Beziehung auf Praxiteles an, aber Klein weist ebenfalls mit Recht darauf hin, daß wir in dem Original nicht die Artemis Brauronia des Meisters vermuten dürfen, wenigstens nicht, solange wir init Studniczka aus den Inschriften I schließen, daß diese in Marmor gearbeitet war | (Studn. S. 23). Vgl. auch in unserer Serie n. 769. ‘ Klein will zuviel aus der Art schließen, wie an der hier veröffentlichten Replik dio senk- rechten Mantelf alten vorn zum Unterschied von der Pariser Replik behandelt sind. Auch hier ist allerlei ergänzt; wieviel, läßt sich bei dem jetzigen Zustand der Figur nicht mit i Sicherheit feststellen. 2286. Statue der Artemis (nicht bei ! M — D verzeichnet). H. 1,705 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, 1. ; Arm mit Schulter, r. Unterarm mit dem dar- über hängenden Mantel- Ende, allerlei Falten, beide Füße, Plinthe. Der 1. Unterschenkel war gebrochen. — Die sorgfältig und cffectvoll ausgeführto Figur giebt ein prächtiges Original reif-praxitelischen Stiles wieder. Der Gürtel iBt mit flachen, runden Scheiben verziert, die wir uns in Metall vorxustellcn haben. Die Hal- tung der Arme ist vom Ergänzer richtig ge- troffen ; wir werden in der Rechten den Bogen, in der erhobenen Linken tune hohe Fackel an- nehmen dürfen. Mir ist keine Wiederholung bekannt. 2287. Weibliche Statuette, M — D 1484. U. 1,30 m. Marmor des Körpere fein- körnig und weiß, der des Kopfes grau. Er- gänzt: die Nase, der oberste Teil des Halses und des Gewandes im Nacken. An dem unbedeu- tenden Kopfe, der nicht zu dem Körper ge- hört, waren drei Stücke besonders gearbeitet und angesetzt; sie fehlen heute. Eine kleine Vertiefung im r. Auge stammt von einer zu- fälligen Verletzung. An der Linken, die ge- brochen war, fehlen der Zeigefinger und ein Teil des Daumens. In dem Bruch des Attribut- reste« unten zwischen den Fingern ein Eisen- stift. An der 1. Schulter vorn der Rest eines Attributes (schmales Brett, mit der einen Schmal- seite senkrecht zur Schulter gestellt, vorn ge- brochen); man denkt zunächst an ein Saiten- instrument, das aber doch weiter unten und am Unterarm Spuren hinterlassen haben müßte. Auch ist der stabartige Attributrest in der Linken damit nicht in Einklang zu bringen. An der r. Schulter vorn der Rest einer großen runden Stütze. Der Oberarm ist zum größeren Teil erhalten und leicht zur Seite gestreckt. Abgebrochen ist noch da« Gewicht des Mantel- endes, das außen neben der 1. Wade herab- hängt. Die Ausführung des Körpers ist gut. Sein Original muß eine Schöpfung des vor- gerückten 4. Jahrhunderts gewesen sein. Wir begegnen dem Gewandmotive besonders häufig in der praxitclischen Schule (vgl. dio zu n. 2284 citierte Litteratur), aber in anderer Fassung, d. h. in übersichtlicherer Ordnung. 2288. a. Statuette der Aphrodite. M — D 727; hier ältere Litteratur verzeichnet. II. 0,895 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die Nase, schmales Stück im Halse, der r. Arm fa«t ganz, der 1. von der Mitte des Oberarmes an, der r. Fuß, die vordere Hälfte des 1. Fuße«, die Plinthe, an der kleinen Figur der 1. Arm mit der Hand und dem Gewand- zipfel. Der Kopf der kleinen Figur kann nicht 26 VIII. 2289—2*295 Rom 26 zugehören, da er keinen Kalathos oder Modius auf dem Scheitel trägt. Derjenige der größeren Figur kann zugehören. Die Augensterne sind angegeben. Die einst erhobene Rechte muß ein stabartiges Attribut gehalten haben. Das Ganze gibt in mäßiger Ausführung ein im 4. Jahr- hundert beliebtes Motiv frei variiert wieder. b. M — D 1542. II. 0,88 ra. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die Nase, ein Stück des Halses, der größere Teil der Unter- arme, der untere Teil der Figur mit den Knieen. Der Kopf wahrscheinlich nicht zugehörig. Un- bedeutend. Gewandmotiv der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts. 2289/2290. Statue eines Herma- phroditen (1). M — D 845. H. 1,41 m. Fein- körniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: aus Mar- mor Kopf und Hals, der 1. Arm von der Mitte des Oberarms an mit einem Teil des von der Haud gehaltenen Mantelzipfels, der r. Unter- arm mit Ellenbogen und Hand, ein Stück der r. Brust, ein großes Stück des Gewandes hinten; aus Gyps die Mantclfaltrn, die sich vor der Scham ausbreiten. Die alten Abbildungen (Villa Pamphilia T. I; Clarac 667, 1548 B) zeigen die Figur ohne diesen Faltenfächer und mit männlicher Scham. Es ist sehr leicht mög- lich, daß diese nur einer Laune des Ergänzers ihr Dasein verdankt hat. Wir bemerken hinter dem 1. Fuße einen kleinen Schwan, der wohl zu Aphrodite, aber gar nicht zu einem Herm- aphroditen paßt. Die Rechte kann den Teil des Mantels, der sich der Scham nähert, nicht gehalten haben, da der rechte Ellenbogen zu weit zurückgenommen ist. Das seltsame Motiv, daß der Mantel sich in dieser Weise von selbst an seiner Stelle zu halten scheint, findet sich auch sonst, z. B. Clarac 594, 1425 A. Hier dient zu seiner Erklärung noch zweierlei: der Stoff ist leicht zwischen die Beine geklemmt, und der Wind preßt ihn heftig wehend gegen das r. Bein. Das Motiv der r. Hand bleibt da- mit unklar. Die Ausführung der Figur ist gut; die Art, wie das wehende und flatternde Ge- wand behandelt ist, erinnert an den Stil des Timotheos. Doch dürfte das Original nicht vor dem Beginn der hellenistischen Zeit ent- standen sein. Aufnahme der Vorderseite bei Alinari Nr. 29758. Das nämliche Motiv im Gegensinne, mit leichten Varianten, an einer Statue in Villa Borghese (CLXVIII). 2291. Statuette der Aphrodite. M — D 750; hier ältere Littcratur verzeichnet. II. 1,09 m. Die Qualität des Marmors ist nicht festzustellen, da die ganze Figur übertüncht ist. Sicher ergänzt sind an der Aphrodite Kopf und Hals, die 1. Hand mit dem unförm- lichen Salbgefuß, an dem Eros der 1. Arm und der größte Teil des 1. Flügels, an dem Delphin der Oberkiefer. Die Plinthe ist vorn und an der 1. Nebenseite profiliert. Vgl. Amelung, Vatican- Katalog II, S. 114. 2292. Statuette der Aphrodite. M — D 768; hier ältere Litteratur verzeichnet. H. des Antiken (Scheitel bis zum Schnitt über den Knieen) 0,50 cm. Kleinkrystallinischer, hell- grauer Marmor. Ergänzt: die Nasenspitze, beide Arme, der r. mit der Schulter, der 1. mit der Hand, der freistehende Teil der Haarsträhne zwischen Kopf und r. Schulter, das Hinterteil des 1. Oberschenkels, die Unterschenkel mit den Knieen, den Füßen, der Vase und der Plinthe. Die Ausführung ist nicht ohne Reiz; sehr weich sind Augen und Haare behandelt. Vgl. über den Typus zuletzt Furtwängler in Hclbings Monatsberichten I, 4, S. 1 ff. Die Statuette unterscheidet sich von den dort be- handelten Exemplaren durch die Wendung des Kopfes. Eine mit der Statuette Pringsheim (ebenda T. 2) übereinstimmende, kopflose Statuo ist vor kurzem in den Caracalla-Thcr- men gefunden worden und in das Thermen- Museum gelangt. 2293—2295. Mädchenatatuctte. M — D 1387. H. 1,40 m. Feinkörniger, weißer Mar- mor. Gebrochen war der Kopf, die 1. Hand, ihre Stütze. Der r. Arm muß fast ebenso wie der L bewegt gewesen sein ; der Rest einer Stütze für die Hand an der r. Hüfte vorn dicht unter- halb des Bandes (augenscheinlich war der r. Arm einmal ergänzt; sein Einsatz an der Schal- ter ist ansgehöhlt; in der Höhlang ein Eisen- stift; Löcher für solche in dom Stützenrest und dem Rest des herabhängenden Bandes auf dieser Seite des Kopfes [s. darüber weiter unten]). Allerlei Beschädigungen. Die ganze Figur ist stark geputzt, das Gesicht auch überarbeitet. — Von dem Tuch, das den kalat bösartigen Aufsatz auf dem Kopfe bedeckt, muß ehemals rechts und links je ein bandartiger Zipfelherab- gereicht haben und jederseits von der Hand gefaßt worden sein; auf beiden Seiten bemerken wir einen entsprechenden Bruch, und in der 1. Hand hat sich d:i Ende des 1. Bandes er- halten. Die eigentümliche Lockentracht weist nach Ägypten, und so wird es kein Zufall sein, 3* Digitized by Google 27 VIII, 2296-2303 Rom 28 daß wir im Museo cgiziano in Neapel einen Kopf aus schwarzem Granit finden (In v. 1038; Coli. Borgia) mit einem ganz ähnlichen Kopfputz, ln der Gewandung der Figur widerspricht keine Einzelheit griechischer Art. So werden wir in der Dargestellten ein griechisches Mädchen zu erkennen haben, das wahrscheinlich doch irgendwie an einem alexandrinisclien Culte be- teiligt war. In stilistischer Hinsicht ist das Werk recht charakterlos, und man möchte es eher einem neu-attischen Bildhauer zuschreiben, als einem Künstler etwa des 4. Jahrhunderts. 2286 — 2298. Mädchenstatuette. M — D 1467; hier ältere Litteratur verzeichnet. H. 1,24 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Er- gänzt; die Nasenspitze, das Unterteil des Hin- terkopfes mit Schopf, der Hals mit dem Brust- ausschnitt, die r. Schulter mit Nacken, allerlei Falten, der grolle Zeh des 1. Fuße«, die 1. Vor- derecke der Plinthe, die dahinter abgeschnitten ist. Von den Fransen des Mantels ist Manches abgebrochen. An einzelnen Stellen geputzt. — Hülsen weist mir nach, daß der Körper ohne den Kopf von Heemskerck gezeichnet worden ist (I, f. 43); damit entscheidet sich die Frage der Zugehörigkeit des Kopfes negativ (s. über ihn n. 2296). Der Körper giebt in flotter, sehr lebendiger Ausführung ein feines, früh -hel- lenistisches Original wieder. Vgl. Uekler, Rom. weibl. Gewandstatuen (in Münch, archäol. Studien, dem And. Ad. Furtwänglers gewidm.), S. 202, 4, zu Olympia, Bildwerke T. I,X VIII, 2. 2299. Weibliches Köpfchen, der Sta- tuette 2296 — 98 aufgesetzt. Längs deB Kran- zes, der von zwei dünnen Zweigen unkennt- licher Art gebildet wird, sind 17 Löcher ein- gebohrt, wohl um besonders gearbeitete Blu- men oder Blattbüschel einzusetzen. Ein Stirnband verliert sich rechts und links in den Haaren. Die Ausführung ist ganz außerordent- lich weich und zart, so fein, daß man in dem Köpfchen eine originale Arbeit erkennen möchte. 8ie trägt durchaus den Charakter der praxitelischen Nachfolge in Alexandrien. Daß diese tatsächlich dort geblüht hat, wio ich cs einst im Bullettino comunale 1897, S. 110 ff., angenommen habe, ist seitdem durch Bekannt- werden weiterer Funde ans Ägypten nur be- stätigt worden und wird nicht dadurch wider- legt, daß einzelne Fundstücke der gleichen Art auch in Klein-Asien und sonst zu Tage kommen, zumal es sich in diesen Fällen durch- weg um Sculpturen mäßigen Umfanges han- delt, die ehemals sehr wohl von einem belie- bigen anderen Orte an den Fundort trans- portiert werden konnten. Entscheidend ist, daß sich derartige Arbeiten nur in Ägypten in größerer Masse finden, und daß ihr Stil mit dem, was wir sonst über die Eigenart alexandri- niseher Kunst erschließen können, im besten Einklang steht. 2300. Statuette einer Muse. M — D 1466; Clarac 978 B, 2339. H. 0,94 m. Marmor des Körpers klein -krystaliinisch und gelblich; der des Kopfes hat größere Krystalle und schimmert mehr ins Graue. Ergänzt; Nase, Lip- pen, Uinterkopf mit Hinterteil des Halses, Oberteil der Brust und des Nackens, Teil der r. Hand und der Falten von ihr bis zur 1. Schul- ter, die 1. Hand, einzelne Falten, der Saum de« Gewandes hinten, der Rand der Plinthe. Viel- fach bestoßen. Der Kopf gehört nicht zum Körper; er gibt einen sehr allgemeinen Typus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts wieder. Der Körper stammt von einer nioht sehr leben- dig gearbeiteten Wiederholung der hellenisti- schen Musenfigur, die meist mit einem kleinen Saiteninstrument in der Linken dargeetellt wird und zu der Musengruppe gehört, die man mit größter Wahrscheinlichkeit dem Philiskos von Rhodos zugeschrieben hat (Amelung, Basis des Praxiteles S. 79; Watxi nger, 63. Berliner Winokelmannsprogramm S. 6 f. ; Wiegand, Archäol. Anzeiger 1906, S. 30 ff.). 2301. Statuette eines alten Weibes. M — D 1208; hier ältere Litteratur verzeichnet. H. 0,92 m. Grobkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt; der ganze Kopf bis auf ein Stück des Mantels auf seiner 1. Seite, der 1. Arm mit beiden Händen, Füße und Plinthe. Unter der r. Brest der Reet einer kleinen Stütze ; unter der 1. Brust eine größere Abarbeitung; was hier entfernt worden ist, bleibt zweifelhaft. Sehr grob- realistische Arbeit. Vgl. Amelung, Vatican- Katalog I, S. 698, n. 580, u. Wacc, Annual rep. of tho Brit. school at Athens X, S. 105, n. 17. 2302/2303. Kopf des Zeus Pluton. M — D 20; Overbeck, Kunstmythologie II, S. 309. H. 0,41 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Der Kopf war bestimmt, in einen bekleideten Körper eingesetzt zu werden. In dem Loch auf dem Obcrschädel muß ein Modius befestigt gewesen sein. Damit und durch den ganzen Typus ist die Deutung auf den Herrscher der Unterwelt gegeben, aber nioht notwendig die auf Sarapis; denn das At- 29 VIII, 2304-2316 Rom 30 tribut de« Modius war für chthonisohc Gott- heiten auch vor Einführung de« Sarnpiscultes bekannt. In stilistischer Hinsicht macht der Kopf jedenfalls einen älteren Eindruck als die Schöpfung des Rryaxis. Die etwas blasierte Schönheit des Gesichtes wäre bei dem Werk eines Künstlers aus der Mitte de« 4. Jahr- hunderts am leichtesten verständlich. Der Kopist hat sein Vorbild augenscheinlich ver- ständnisvoll wiedergegeben. Technisch un- angenehm wirken die siohtbaren Spuren der Bohrarbeit: wir werden die Ausführung des Kopfe« deshalb nicht mehr der eisten Kaiser- zeit zuschreiben dürfen; aber von hadrianischer Glätte ist sie noch weit entfernt. 2304. Jugendlich-männlicher Ideal- kopf (nicht bei M — D verzeichnet). H. 0,55 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die Nase, das Kinn mit der ganzen Unterlippe, der halben Oberlippe und der halben 1. Wange, die Haare über der Mitte der Stirn und dem r. Auge, sowie diejenigen, die das r. Ohr ver- decken. Brauen und Lider sind stark bestellen. Die Rückseite ist flach und rauh gelassen. Der Kopf war wohl bestimmt, in ein Mödaillon ein- gesetzt zu werden. — Die Deutung bleibt unsicher. Wenn ein bestimmte« Original zu Grunde liegt, raußcsimBeginn der hellenistischen Zeit entstanden sein. 2306—2307. Weiblicher Idealkopf (nicht bei M — D verzeichnet). H. 0,30 m. Fein- körniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die Nase mit einem Teil der Stirn, der Brauen und mit der Oberlippe, ein Teil der 1. Wange und des 1. Ohrs, fast der ganze Hals und die Büste. Sprung im Haar an der 1. Seite. Der Kopf gibt in mäBiger Arbeit ein Original vom Ende de« 5. oder dem Beginn des 4. Jahrhunderts wieder. Wiederholungen sind mir nicht bekannt. 2308. Porträtkopf eines Römers aus den letzten Zeiten der Republik. M — D 1809. n. de« Antiken 0,18 in. Feinkörniger, gelb- licher Marmor. Antik ist nur das Gesicht; an ihm ergänzt: die Nase, das Kinn mit einem Teil der Unterlippe, die Ohren. Die Wangen sind hier und da mit Stuck geflickt. Gute Arbeit. Vortreffliche Charakteristik. 2309/2310. Porträt eines Römers aus den letzten Zeiten der Republik. M — D 1979. H. des Kopfe« 0,30 m. Porphyr. Ergänzt: die Büste aus Giallo antico und Alabaster. Vor- züglich in Ausführung und Auffassung. Antikt Wenn modern, nach welchem Vorbild gearbeitet! 2 II. Porträtkopf eines Römers aus dem Beginn der Kaiserzeit (nicht bei M — -D verzeichnet). H. des Kopfes, der nicht zur Büste gehört, 0,33 m. Feinkörniger, gelblicher, braun gefleckter Marmor. Ergänzt: der Nasen- rücken mit der Nasenspitze und dem 1. Nasen- flügel. Der Zustand der Oberfläche könnte sich wohl durch starkes gleichmäßiges Putzen er- klären; doch kann ich Zweifel an der Echtheit des Kopfes nicht unterdrücken. Als Porträt ist der Kopf unbedeutend. 2312. Porträtkopf des Nero als Kind (nicht bei M — I) verzeichnet). H. des Kopfes 0,23 m. Feinkörniger, gelblicher Mar- mor. Ergänzt: die Nase, beide Ohren, Teile der Locken-Enden, die Büste. Ziemlich unbedeu- tende Arbeit. 2313. Porträtbüste eines Römers aus trajanischer Zeit. M — D 1808. H. 0,53 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Ergänzt: die Nase, Teile beider Ohren (von dem 1. wieder abgefallen), Flicken im Halse unten, Stücke der Rüste, deren Form aber gesichert ist, end- lich der Büstenfuß. In der r. Wange eine häß- liche Verletzung. Der Kopf war von der Büste, diese in zwei Stücke gebrochen. Der Mann trägt kurzgeschorenen Vollbart. Gut in Aus- führung und Auffassung. 2314. R ömisohe weibliche Porträt- büste. M — D 2032t. H. 0,58 cm. Marmor des Kopfes feinkörnig und gelblich, . der der Büste kleinkrystallinisch und gelblich. Er- gänzt: die Nase, der Hals, einzelne Falten, der Büstenfuß. Allerlei Beschädigungen. Der Kopf gehört nicht zu der Büste, die aus der Zeit der Antonine stammt. Der Kopf muß vielmehr eine junge Dame aus trajanischer Zeit dar- stellen. Die Augensterne sind nur schwach angedeutet. In die gleiche Zeit weist die über- aus künstliche Frisur, an der wir vorn eine Mondsichel bemerken; die Dame war als Mond- göttin oder als Diana dargestellt In den Ohr- läppchen waren metallene Gehänge befestigt. Sorgfältige, aber unbedeutende Arbeit. 2315. Porträtbüste der älteren Fau- stina. M — D 2093. H. 0,73 m. Feinkörniger, weißer Marmor. Ergänzt: das Unterteil der Nase, Teil der 1. Braue, allerlei Kleinigkeiten. Der Kopf war gebrochen. Augensterne und Brauen sind angegeben. Gute Arboit. 2316. Römische weibliche Porträt- büste (scheint nicht bei M — D verzeichnet zu sein). II. (Büste mit Kopf) 0,54 m. Fcin- Digitized by Google 31 VII!, 2317 -2325 Rom 32 körniger, gelblicher Marmor. Ergänzt: die Nase, der Wulst oben bis auf den mittelsten Teil, durch den allerdings sein Aussehen und seine Gestalt gesichert ist, Flicken im Hals, ein breiter Streifen im Hals ringsum, die r. Schul- ter, Flicken im Gewand, der Büstenfuß. Kopf und Büste können nieht zusammengehören. Die»' stammt ihrer Form und Ausführung nach aus hadrianischer Zeit, jener aus dem 3. Jahr- hundert n. Chr. ln die»' Zeit weisen Frisur und Stil; Brauen und Augensterne sind an- gegeben. Das Haarnetz, das den Wulst oben bedeckt, ist Von hinten heraufgezogen. Beide Teile sind gut gearbeitet. 2317. Trapezophor. M — 1> 3720. II. 0,88 m. L. 1,66 m. Grobkörniger, gelblicher Marmor. Nach Benndorf -Schöne, Lateran, 8.58, stammt das Stück aus Albann. Die beiden Sphinxe entsprechen im Typus den von Furt- wängler im Münchner Jahrbuch 1906 (1), S. 8 zusainmengestellten Darstellungen (vgl. Ahh. 10 und 11 auf S. 6 und 7). Die Köpfe haben all- gcniein-phidiasischen Typus; die Augen, die besonders gearbeitet und eingesetzt waren, fehlen jetzt. Das Gerank, das sich auf der j andern Seite wiederholt, ist noch straffer, noch mehr in griechischem Sinne stilisiert, als die Ranken der Ara Paoil, mit der dieses Frag- ment doch etwa gleichzeitig sein muß. Außer- ordentlich feine Arbeit. 2318. 2319. Putoal mit geflügelten KaJa- thiskos-Tänzerinnen. M— D 3678; nach Matz vermutlich aus Auzio. Hauser, neuattische ; Reliefs. 8. 97, n° 20*. H. und Durohm. oben 0,62 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Er- j gänzt der untere Ablauf; geflickt der obere I Rand. l)us Paar von Tänzerinnen, das unsere Aufnahmen wiodergeben, ist an dem Rund des Puteais — es ist innen hohl — noch einmal wiederholt. Sehr zierliche Arbeit der ersten 1 Kaiserzeit. 2320 — 2322. Runde Basis oder Altar mit Relief. M— D 3672. H. 0,90 m. Br. und T. unten 0,87 m. Feinkörniger, gelblicher Mar- mor. An der quadratischen Basis und dem Kranz darüber ist viel mit Gyps ergänzt. Die nach der Wand gekehrte Seite ist sehr zerstört. Über der quadratischen Basisplatte zunächst ein mit Bändern umwundener Lorbeerkranz; daun ein Ablauf mit aufrechtstehonden gezack- ten Blättern; dann eine Perlenschnur. Oben [ über dem Relief erst ein glatter Ahluuf, dann | einer mit aufrecht stehenden glatten Blältern. I Auf der Oberfläche eine kreisförmige rauhe Erhebung. Die runde Wandung ist mit einem Zuge von acht weiblichen Figuren in Relief gefüllt; sie sind alle nach 1. gewendet. Zu der Beschreibung bei M- — D ist Folgendes zu be- merken-. 1 schreitet nicht ruhig, sondern stür- misch vor und trägt in der Tat ein langes Ge- wand; V erhebt einen Kantharos; was hier als ergänzt angegeben ist, war gebrochen; VI hält in der Tat eine Fackel; an der Wandseite VIII, eine Tänzerin in Inngem flatternden Guwande; der 1. Arm ist vorwärts gehoben, die Haud hält den Mantel; der Kopf iBt rückwärts ge- wendet und gesenkt; der r. Arm hält einen langen Thyrsos schräg gerichtet. Sehr gute Motive; feinste Arbeit neu-attischer Art. 2323. Aschcnbehälter. M — D 3995. H. 0,28 m. Feinkörniger, gelblicher Marmor. Zu der Beschreibung ist nichts hinzuzufügen, als daß der leidtragende Mann griechische Schuhe trägt. Die Inschrift: CIL VI, 11074. 2324. Grabrelief des Gladiators Ba- ton. M— D 3625; hier ältere Litteratur ver- zeichnet. II. 1,85 m. Br. 1,20 m. Groß- krystallinischer, grauer Marmor. Zu der Be- schreibung bei M — D ist nur binzuzufügen, daß die Ketten um den Ilals, ebenso wie ein Reifen am 1. Oberarm, von je zwei Schlangen gebildet «'erden, die beide zwischen den ein- ander zugekehrten Köpfen ein Mädaillon hal- ten (vgl. dazu M — D 1316, Statue eines Camil- las, jetzt in der Villa des Antiquars Mar- cocchia in Anzio; ebenda 1285, Statuette eines Togatus, und 3870, Cippus des L. Lartius An thus eistophnrus aedis ßellonae). Der Stil des Monu- mentes spricht für die Annahme Winckelmanns (Monum. ined. 199), daß es sich hier um den zu Caracalla’s Zeit bekannten Gladiator -Baton handeln könnte, dem nach seinem Tode vom Kaiser selbst ein Grabmal errichtet wurde. Die Inschrift: CIL VI, 10188. * 2325. Votivrelief an Silvan. M — I) 3768; hier Ältere Litteratur verzeichnet. H. I, 02 m. Br. 0,72 m. Feinkörniger, grauer Marmor. Der Beschreibung lw>i M— D ist nur hinzuzufUgeii, daß mau das Relief nachträg- lich als Schmuck einer Brunnenmündung ver- wendet batte; die Mündung befand sich zwi- schen den Füßen des Gottes. Ein anderes rundes Loch ül>er dem Kopf des Hundes (hier kann kein Wasser hcrabgcflossnn sein). Vgl. Peter bei Roscher, Mythol. Lexikon IV, 1. S. 826, n. 2 und 8. 866 unten ; vgl. auch V. Do- Digitized by Google 33 VIII, 2328-2336 maazowski, Abh. zur röm. Religion 8. 58 und Wissowa, Religion und Cultug der Römer, 2. Aufl., 8. 213«. ; 2326/2327. Kopf einer alten Frau (nicht bei M— D verzeichnet). H. des Kopfes 0,31 m. Porphyr. Im Mundo Reste von Zäh- i ncn aus gelblichem Marmor. Die Augensterne * sind eingebohrt. Der Kopf ist eingelassen in eine zweifellos moderne Büste aus dunkel- grünem Marmor. Auch der antike Ursprung de« Kopfes ist zum Mindesten zweifelhaft; es handelt sich um eine genaue Replik des Kopfes der Alten im Salone des eapitolinischen Museums n. 22 (engl. Katalog p. 288 f., pl. 70). Der Kopf dieser Statue ist modern. 2328. Porträtkopf eines Römer» (nicht bei M — I) verzeichnet). H. de» Kopfe» j 0,31 m. Dunkelgrauer Marmor. Sicher modern die Büste; zweifelhaft auch der antike Ursprung de» Kopfes. Caesar-Typus. Ledern. 2329. Porträtkopf des C. Caesar, de» einen Sohne» der Julia und de» Agrippa (nicht bei M — D verzeichnet). II. de» Kopfe» 0,39 m. GroßkryBtallinischer, gelblicher Mar- mor. Ergänzt: ein Teil am Rande de« 1. Ohr«, ein kleiner Flicken darunter, die Büste. Trotz der Ergänzung und der ganz vorzüglichen Aus- führung ist der antike Ursprung de» Kopfe« zweifelhaft; er stimmt fast genau überein mit | dem falschen Kopfe au» grünem Basalt im Capitol, Stanza d. imperatori 11, mit dem er die Angabe der Brauen gemein bat. — Wegen der Benennung vgl. Studniczka im Arch. An- zeiger 1910, S. 532 f. 2330. Porträtkopf de» II ad ri an (nicht bei M — D verzeichnet). H. de» Kopfe» 0,41 m. Bronze. Vgl. die Bemerkungen zur nächsten Nummer. 2331. Porträtkopf de» Antoninu» Piu» (nicht bei M — D verzeichnet). II. de« Kopfe» 0,41 m. Bronze. Der Hai» ist unten un- regelmäßig gebrochen, der de» Hadrian glatt zugeschnitten. Man beachte die verschiedene Art, wie die Augen angegeben sind. Beide Köpfe sind zweifellos modern, aber augenschein- lich directc Nachgüsse antiker Vorbilder. Was von den Sculpturen, die Matz-Duhn im Pal. Doria verzeichnen, hier nicht berück- sichtigt wurde, ist ganz unbedeutend oder war mir nicht zugänglich, ausgenommen der Krie- ger M — I) 1086, der bei P. von Bieükowski, Rom 34 die Darstellungen der (fallier in der hellenist. Kunst, S. 72 ff., Fig. 85 — 87, publiciert wor- den ist. Villa Doria-Pamfili.*) 2332. Statue eines nackten Jüng- lings. M — D 1105. Ergänzt: Kopf, Stück an der linken Schulter, linker Unterarm von ober- halb de« Ellenbogens an, r. Arm von Mitte de« Oberarms an, r. Unterschenkel vom Knie an, 1. Fuß, Plinthe. Das 1. Bein war in der Mitte de» Oberschenkel» gebrochen. Flicken im Bauch, an der rechten Hüfte und auf der r. Hinterbacke. Das Genital verdeckt. Die Er- gänzungen stammen z. T. erst au» neuester Zeit. Eine Aufnahme der Statue in früherem Zu- stande beim römischen Institut (n°602). Wie diese zeigt, war früher ein Gewand um die Hüften ergänzt; die Genitalpartie ist damals ! zur Aufnahme des Stuckgewandes überarbeitet worden. Infolgedessen kann man nicht mehr feststellen, ob Schamhaar vorhanden war, ob der Torso also einen Jüngling oder einen Kna- ben darstellt. Stilistisch ist etwa eine Statue au» Pal. Aldobrandini (E — A 1354) zu ver- gleichen: Zeit des Omphalosapoll und des Stephanosjünglings. 2333 — 35. Statue des Asklepios. M — 55. Ergänzt: 1. Vorderarm und Teil des an schließenden Gewandes, r. Unterarm und Hand mit Patcra, Nach Notizen, die mir s. Z. Walter Altmann zur Verfügung gestellt hat, geht ein glatter Schnitt durch die unteren Teile der Beine. Man erkennt ihn auch auf der Photo- graphie; danach müßten Füße, Plinthe und auch wohl der untere Teil de» Stammes modern sein. Der Kopf ist ungebrochen. Sein Typus steht dem de« Asklepios von Melo« nahe. 2336. Statue de» Nil. M — I) 575. Zur Beschreibung ist zu bemerken, daß der 1. Arm mit dem Füllhorn auf einem Flußpferd ruht, dessen Schnauze weggebroohen ist. Unten Wellen. Von dem am besten durch die vati- conische Kolossalstatue vertretenen Typus unterscheidet sich die unsere vor Allem durch die Bekleidung des Unterkörpern und die ver- schiedene Verteilung der Kinder. Vgl. Arne- lung, Katalog de« Vaticans, I, S. 130. Geringe römische Arbeit, die gewiß nicht Kopie eines griechischen Vorbildes ist. •) Wir hoffen, in einer der nächsten Serien die noch feh- lenden Stücke nachliefi-rn zu können. Digitized by Google 35 VIII, 2337-2350 Rom 36 2337. Weibliche Gewandstatue. M hi» D 848. Die Statue hat ihre nächatan Analogien iu dem Typu» Berlin -Cherchcll (57. Berliner Winckol man na -Programm). Das Einporsiehen de« Schleiern mit der Linken kehrt häufig auf Relief» de» 5. Jahrhundert» wieder (vgl. Lip- pold eu Br — Br 678) und war vielleicht auch dem Originale eu eigen. I>er Kopf ist nach der Friaur ein Porträt der elaudiachen Epoche. Vgl. e. B. die Sulpicia Platorina iin Thermen - muaeum (Helbig3 II, 1624). Die Verwendung derartiger strenger Typen für Port rät figuren t iat selten (vgl. die „Aapaaia“ Rom. Mitt. 1900 [XV], 8. 182, Fig. 1). 2338. Statue einer Maenade. M — I) 513. Koloesal. In den wesentlichen Zügen Gegenatück der Figur im Pal. Altempa E — A 2373. Pie Ausführung ist allerdings sicher nioht von derselben Hand, und auch in der An- lage des Chitons auf der Brust zeigen sich Unterschiede. In der Stellung der Beine mit dem Apoll der Glyptothek Ny -Carlsberg eu vergleichen, den Furtwängler irrtümlich seinen j Niobidengiebeln zugerechnet hat (Arndt, pl. 33, p. 55). Das Original der Figur wohl aus etwas jüngerer Zeit. 2339. Statue der Athena. M — D 1380. Ergänzt: Kopf, beide Arme, rechtes Schulter- : stück, Gewandfalten an der r. Seite, auf der ; Vorderseite die vorderen Teile der senkrechten Längsfalten. Furtw'ängler, Statuenkopien, S. j 555, d. Wiederholung de« Typus Ince Blundell (Furtwängler a. a. O. Taf. IV). mit Weglassung der ‘ Aegis. Vgl. zuletzt Amelung zu Museo Chiaramonti 496. Eine dort noch nioht erwähnte Wiederholung: Ny -Carlsberg 99. Wenn die profilierte Plinthe antik iat, ist damit die Datierung der Kopie ina 2. Jahrh. n. Chr. ge- geben. 2340 2341. W eibliche GewandBtatue. M — D 1496. Der Kopf ist nicht zugehörig, wie , die Photographie der Rückseite deutlich be- weist. Im Nacken ein Lookenbündel wie bei : Frisuren der iulisch-claudisohcn Epoche. Die Statue war also ein Porträt, für das ein Vorbild de« 4. Jahrhunderts benützt ist. Wiederholung (nach Amelung) in Villa Borghese, auf der Balustrade gegenüber dem Eingang zum Casino. 2342. W eibliohe Gewandatatuc. M — D 1378. Ergänzt: Kopf, Hai., beide Arme, ein Stück über dem rechten Knie und Teile der Faltemnaase an der rechten Seite. Über den Knieen war die Figur quer durchgebrochen. . ln der Arbeit wie im Stil der Selene dea Rracoio nuovo 50 verwandt. Von den bei Amelung a. a. O. angeführten stilistischen Analogien iat vor Allem die Athene von Epheana (Amelung, Raaia de» Praxiteles, S. 23, Abb.5)zu vergleichen. 2343/2344. Zwei weibliche Gewand- atatucn. M — D 1452. Der Kopf von 2344 achten mir zugehörig zu aein; den von 2343 hatte ioh für modern gehalten. Dio Arbeit beider Statuen iat identiach, ao daß aie gewiß ur- sprünglich Gegenstücke waren. Die Friaur dea antiken Kopfe« weiat auf den Anfang dea 3. Jahrhundert« n. Chr. Der Typus iat aua dem der großen Herculanonacrin abgeleitet; ob dies schon in griechischer Zeit geschehen iat, iat fraglich. 2345/47. Statue der Kybele. M — I) 002. Ergänzt: rechte lland und Teil de« Vor- derarms, Teile der Finger und Zehen, wohl auch die Tatzen des Löwen, die Plinthe, ein- zelne Teile de« Gewände«. Der Kopf war im Hals gebrochen, Plioken sind vorn eingeaetzt; er ist aber sicher zugehörig, da die Schulter- locken an Kopf und Körper entsprechen und der Kopf als der einer Kybele gesichert iat durch ein oben auf dem Scheitel befindliche« tiefe« (0,04), rundes Looh (0,065 Durchmesser), in welches Modius oder Mauerkrone eingelassen war (vgl. z. H. E — A 1196). Am Kopf sind die Spitze der Nase und ein Flicken auf der Stirn am Nasenansatz neu. Die Statue soll in Net- tuno gefunden aein. Zu dem Typus der auf dem Löwen reitenden Kybele vgl. zuletzt die Aus- führungen von v. Salia, Der Altar von Perga- mon, S. 62 ff., wo unsere Statue erwähnt ist. Für Kopie eine« griechischen Originals halte ich die Statue nicht. Der Kopf iat nach dem Muster von Werken aua der Übergangszeit vom 5. zum 4. Jahrhundert gebildet, wie die sog. Ariadne-Herme dea Capitola E — A 422/23. Die Arbeit der Statue ist aus der Zeit des Marc Aurel. Die Vermutung, daß aie auf der Spina eine« Circus gestanden habe, ist sehr wahr- scheinlich; siehe M — D a. a. O. 2348/50, Doppelhcrme des Eros. Nicht bei M — D. Erwähnt zu E — A 1646 — 48. Ergänzt: die Nase de« einen Kopfes. In die Stirn Aieees Kopfe« ist ein Eisenring roh oin- getrieben. Ganz verwaschen. Wiederholung des von Furtwängler auf Phidias zurückge- führten Typus (vgl. zuletzt 1868 und 1962). Wiederholung eines und desselben Typua in einer Doppelherme: E — A 1618 — 18, 2190/1, Digitized by Google 37 VIII, 2351-2360 Rom 38 2192 — 94; Typus Hygieia Hope in Villa Albani: Jahrb. d. J. 1904, S. 66; Coli. Barracco pl. 35 u. 36 A. 2351. Jünglingskopf, einer unbedeu- tenden Statue aufgesetzt und nicht xugehörig. Nicht bei M — D. UnterlebonsgroB. Ergänzt: Nase und Teile beider Brauen. Kopie nach einem Werke des skopadisohon Kreises. 2352. Weibliehcr Kopf. Nicht bei M — D. Im untern Privatgarten. Ergänzt: Büste, Hals, Nase, Untergesicht von der linken Schläfe bis zur Mitte der r. Wange, einschließ- lich eines Teiles der unteren Ilaarmassc au der 1. Seite. Dem Kaulbach'sohcn Typus (Porträtwerk 531 — 34) nahestehend, aber keine Wiederholung, da vor Allem dasHaar am Hinter- kopf anders gebildet ist. Vorzügliche Arbeit. 2353/2354. Clipeus mit griechischem Porträtkopf. M — D 3610; dort die ältere Littcratur. Bcrnoulli, Grieoh. Ikonographie II, 63, 10; 65 f. Ergänzt: die ganze äußere Um- fassung, die aus Holz besteht, und die Nasen- spitze, vielleicht auch der r. Brauenknochen. Ob Kopf und oberer Teil des Grandes von den Sohultern an aufwärts zugehören, ist fraglich. Vor gründlicher Reinigung ist unmöglich fest- zustellen, ob Schnitt oder Brach vorliegt. Da der Demosthenes (2355/56) offenbar Pendant ist, so ist der Mangel der Inschrifttafel und das Hinausragen des Kopfe« über den Rand auf- fällig. Es ist sogar zu erwägen, ob er überhaupt antik ist: die Art, wie die Augensterne ange- geben sind, widerspricht jedenfalls der antiken Manier. Der Kopf läßt sich mit keinem sonst bekannten Porträt identificieren. — Vgl. auch Vatioan, Belvedere 45 A*. 2355/2356. Clipeus mit Kopf des Demosthenes. M — D 3610; dort die ältere Littcratur. Bernoulli, Griech. Ikonographie II, S. 75, Nr. 37. Ergänzt: die Nase und ein Teil des Grandes an der linken Schulter, sowie die äußere Holzumrahmung. Die Augensterne sind angegeben. Im Felde eine geöffnete Rolle mit dem Namen des Dargestellten. Die Ab- weichungen von dem gesicherten Typus, be- sonders in der Anlage der Haare, Bind lehr- reich für die Beurteilung ähnlicher Medaillons, namentlich derjenigen mit dem Porträt des Men ander. 2357. Büste einer Römerin. M — D 2057. H. 0,55 m. Im Freien aufgestcllt und stark verwittert. Nach der Frisur und der Form dos Büstenausschnittes aus iulischer Zeit. Singulär ist der Untersatz, mit dem die Büste ungebrochen verbunden ist. Ob der Kopf aus dem Columbariura stammt, neben dem er z. Z. aufgestellt istt Vgl. Beschr. d. Stadt Rom III, 3, 634. 2358. Statue eines Togatus. M — D 1275. Hula, Die Toga der späteren Kaiserzeit (Brünn 1895), 8. 7 f. Nur ganz unwesentliche Ergänzungen. Aus gordianischer Zeit. Wich- tig wegen der Form und der Dätailbehandlung der Toga. 2359. Votiv an Juppiter Bronton. M — D 3773. Weißer Marmor mit grauen Adern. Verwaschen. — Das Relief ist kein grie- chische« Original, auch keine genaue Kopie eines solchen, da die Figuren, die auf Typen de« 5. Jahrhunderts zurückgehen, dem Stil jener Zeit widersprechend auseinandergerissen und künstlerisch unverbunden nebeneinander ge- stellt sind. Die Figur rechts ist von der Sappho Albani abgeleitet. Auch die mittlere geht auf ein Original phidiasischer Zeit zurück, und ebenso ist der sitzende Jüngling in den Formen dieser Epoche gebildet. Wenn wir das Relief ohne Rücksicht auf die Inschrift deuten wol- len, so werden wir in den beiden Frauengestal- ten Demeter und Persephone erkennen und in dem Jüngling am ehesten eine dem eleusi- nischen Cult nahestehende Figur eines Sängers wie Eumolpos. Bei diesem .als Diener des Dionysos würde auch die Pantherin sich er- klären. Die Inschrift hat anscheinend keinen Bezug zum ursprünglichen Sinn der Darstellung, über die Gestalt de« besonders in Kleinasien verehrten Zeus Bronton siehe Cumont bei Pauly- Wissowa s. v. Bronton, wo 8p. 891, 56 ff. unser Relief erwähnt ist. 2360. Relief eines Widders. M — D 3774. Hoch 0,59, lang 1,035 m. Der Widder trägt auf dem Kopfe den gleiohen dreieckigen Schmuck, den wir in später Zeit auch auf dem Kopfe der Stiere finden, die zum Opfer ge- führt werden. Was daneben wie eine kleine Lyra aufragt, läßt sich nicht deuten. Um den Hals trägt das Tier an einem Bande einen drei- eckigen Gegenstand (vgl. Mon. Piot XIV, 1907, p. 193, fig. 68, 69), Derselbe Gegenstand hängt von der Schlange abwärts. Was die Tafel oben bedeutet, ist unerklärt. Schlange und Adler haben M — D richtig beschrieben. Das Ganze kann wohl von einer Kassettendecke stammen. Zweifel am Altertum sind unbe- rechtigt. 4 Digitized by Google 1 39 VIII. 2301 —2366 2361 — 2365. Runde Basis*). M— D 3684 ; dort die Li t errat ur ; hinzuzufügeu : Hauser, neuattische Reliefs, S. 80, n° 113. Rcinach, Re- pertoire de reliefs III, 247, 3 u. 4. Wissowa, Gesammelte Abhandlungen, S. 43. Roscher, Myth. Lex. s. v. Juno, Sp. 607. Zur Ergänzung der früheren Beobachtungen sei Folgende« be- merkt: nach der Anwesenheit der Juno von Lanuviuin (Geburtsort des Antoninus Pius) (2365) kann die Deutung der Portrait« nur im antoninuohen Kaiserhause gesucht werden. Man wird den Kaiser selbst in der Figur zur Rechten der Juno (2364) zu erkennen haben. Das Wenige, das vom Kopfe erhalten ist, stimmt zu dieser Benennung. Auf der rechten Kopfseite sicht e« so aus, als wenn daR Gewand über den Hinterkopf gezogen sei. In dem an- deren bärtigen Togatus (2361) würde man zu- nächst den Vorgänger oder Nachfolger des Antoninus erwarten. Mit Hadrian ist nach Sieveking keinerlei Ähnlichkeit vorhanden; eher käme Marcus in Betracht. Die ideale Haartracht (in der Mitte vom gescheitelt, in langen Wellen nach beiden Seiten gestrichen) ist allerdings auffallend; das Porträt de« Mar- cus müßt«* direct den Zügen einer Gottheit an- genähert Bein. Eine bestimmte Deutung würde sich mit größerer Sicherheit geben lassen, wenn wir das eigenartige Scepter in der Linken der Figur, das von, einem bärtigen Kopf gekrönt ist, näher bestimmen könnten, über die Form derartiger Scepter. die sonst nur aus späterer Zeit bekannt sind, vgl. Wilhelm Meyer aus Speyer, zwei antike Elfenbcintafeln der kgl. Staatsbibliothek in München, S. 18, sowie den Silberschild de« Ardabur in Florenz (Amelung Nr. 259). Ob der Kopf auf dem Scepter unseres Reliefs ideal oder Portrait ist, ist wegen zu starker Zerstörung nicht zu entscheiden. Der Kaiser trägt im Haar einen Kranz. Die Rechte ist erhoben. Außer dem auf 2365 sichtbaren großen Puntello sind noch zwei weitere unter der Wölbung erhalten, ziemlich nahe neben einander, links ein größerer, recht« ein kleinerer. Da unten am Boden keine Spur eines auf- gestutzten Scepters erkennbar ist, wie bei einigen andern Figuren, der von Purgold vor- geschlagene Kranz in der Rechten aber sehr unwahrscheinlich ist, so müssen wir die Deu- tung dieser Puntelli zunächst auf sich beruhen Rom 40 lassen. Der dritte Togatus ist als Kind gebildet. Beiderseits von ihm waren ursprünglich sicher j Figuren, die untik weggemeißelt sind (die | Löcher sind alt): man erkennt noch die Um- risse und deutlich die Spuren der Füße. Die I Figur zur Linken des Togatus stand mit ge- i spreizten Füßen, die andere mit geschlossenen. ; Neben dem r. Oberarm des Togatus hat sich | noch ein Gewandrest der weggemeißelten Figur erhalten. Die Breite die«cr ansgemeißel- ten Stellen l>etrügt unten ca. 15 cm, bei der Figur zur Linken des Togatus im Maxiraum in der Armgegend 30 cm; der Raum für die Figur rechts von dem Togatus ist allerdings außerordentlich beschränkt. Die Wegmeißel ung dieaer beiden Figuren erklärt sich am Besten aus einer damnatio memoriae. Es können dann nur Lucilla und Commodus in Betracht kom- men. Der stehengebliebene Togatus muß dann Annius Verus gewesen sein. Marcus steht zwischen Honos (2361) und Virtus (2365) (Helm und Lanze sind sicher). Die Frau zwischen Honos und Victoria (2362)*) scheint portraithaft gebildet zu sein: m ist dann die jüngere Fau- stina unter den Formen wohl der Venus (in der Linken das Scepter). 2366. Römisches Grabrelief. M — I) 3802. Bläulicher Marmor mit dunkeln Adern. C. I. L. VI, 18239, wo die untere Zeile der In- schrift ergänzt wird: melius eet, non vixisse vitam, quam etc. Der Verstorbene war alßo das Opfer eine« Verbrechens geworden. Wie die Inschrift zeigt, ist nur die r. Hälfte des Re- liefs erhalten. In der Knabenfigur am r. Ende möchte man zunächst natürlich den Ver- ■ storbenen erkennen; doch scheint dem die In- schrift zu widersprechen, die von dem Sohne | gesetzt zu sein scheint, so daß das Grabmal also das des Vaters war. Außerdem dürfte die | Symmetrie eine entsprechende Figur am 1. Ende erwarten lassen. Man müsste höchstens I annehnien. daß der verstorbene Vater am 1. Ende, der noch lebende stiftende Sohn am r. dargestellt war. Jedenfalls w'ar dieser letztere ein Dichter, wie Rolle und Lorbeerkranz be- weisen. Vielleicht ist er auch in dem jungen Mann links im Vordergründe neben Apoll zu erkennen (zu seiner Linken ein scrinium mit i Rollen), ln dieser Scene ist offenbar die Ein* I studierung einer von ihm verfaßten Tragödie •) Wir verdanken der Güte Johanne« Sieveking* eine genaue Nachprüfung der Klnzelbeltru. •) Zu den Oewandmotiven dieser Figur vgl. da» Nlke- 1 relicf von The*piae: Fr— W IBM. Digitized by Google! 41 VIII. 2367-2370 Rom 42 durch die Schauspieler dargestellt. Die Figur links von dem Dichter, mit der Keule, stellt Herakles dar. Die von dem Knaben rechts von Herakles gedrehte Maschine wird von Duhn als Donnermaschine erklärt. Ein ähnliches Instrument zur Linken des Herakles am Boden. Hinter der Mitte der Figuren läuft eine Brüs- tung; den Aufbau links vom Kopfe der Halb- figur würde ich eher für ein hochaufgestelltes Maskenscrinium als für einen Balkon mit herabschauendeu Figuren halten. — Späte Arbeit, frühestens gordianisehor Zeit. 2367. Relief.*) Nicht bei M — D. Beschr. ; d. Stadt Rom, III, 3, 632 f. Weißer Marmor. 0,70 m lang, 0,32 m hoch. Auf einem mit Ge- wand bedeckten Felsen »itzt ein nackter Jüng- ling, der in der Rechten die Leier hält; mit der Linken stützt er Bich auf den Sitz, da» linke Bein geht zurück, da» rechte vor. Um die Brust das Leierband. Recht» von ihm ein Hund; link» jenseits von ihm ein saufendes Kind. Im Wasser, das durch Btrudelartige Wel- lenlinien angedeutet ist, ein Krokodil und ein Wasservogel. Jenseits von diesen am 1. Endo des Relief» ein zweistöckige» turinartiges Ge- bäude, da» per»pectiviBch gesehen ist. Hintor dem Jüngling ein von einer Schlange um- wundener Baum, der einem lauernden, auf einem Felsen flitzenden Pan zur Deckung dient. Aus einer Höhlung des Felsens schaut ein Ichneumon heraus. Pan zieht da» rechte Bein hoch, mit der 1. Hand stützt er »ich auf den Felsen, die Rechte stemmte »ich gegen den Baum. — Mit dem Jüngling ist offenbar Daph- nis gemeint. In das Altertum de» Reliefs «ind Zweifel zu Betzen, namentlich wegen der Form der Lyra und der Architektur de» Gebäudes. Die Arbeit an sich allerdings macht einen un- verdächtigen Eindruck. Palazzo Altemps.**) 2368—2370. Statue de» Asklepiofl mit aufgesetztem griechischem Por- trätkopf. M — D 58. Ergänzt: r. Arm, l. Unterarm, Unterteil der Figur von der Mitte der Unterschenkel ab, Stamm mit «Schlange; versc. itedonc Flicken im Gewände. Geputzt •) Dir Aufnahme ist »tark von der linken Seite her ge- macht worrirn, da vor dem Relief Stechpalmen Hngrpflanit •Ind. die eine Aufnahme direct von vorn unmöglich machten. I»a der Palast Mit einer Reihe von Jahren völlig an- zugänglich int, i«t un* eiue erneute Kontrolle der Matz-huhn- «chrn Krgftnxungaangabcn nicht möglich gewesen. und übcrarlxütct. Der Hai» ist zwiscliengesctzt, der Kopf (neu: Nase und verschiedene Lockeu- tcile, namentlich über dem 1. Ohr) nicht zu- gehörig. Der Typu» der Statue ist zuletzt von M. Bieber (Athen. Mitt. 1913, S. 265 ff.) be- handelt worden (die hier S. 266, Amu. 3, Nr. 16 aufgeführte Statue aus Formiae ist identisch mit Ny-Carlsberg 550). Die hier vorgeschlagene Scheidung zweier verschiedener Typen halten wir nicht für richtig, ebensowenig wie die Zurück füh mng auf den Hephaisto» de» Alkarue- nes: die Varianten fallen nur den Kopisten zur Last, und die Stellung drückt kein Hinken aus. Für die zeitliche Fixierung de» Typu» lehrt unser Exemplar nicht». Der Kopf ist eine Wiederholung des im Porträtwerk Taf. 375/77 und 501/02 publicierten Typus. Erwähnt von Lippold, Griechische Porträtstatucn, S. 71, Anm. 2, der den Typus auf Solon deutet. Die Altemps’scho Replik ist zwoifello» die beste. 2371. Statue eines Nackten mit auf- gestütztem Fuße. M — D 1083 (die Er- gänzungsangahen im Wesentlichen richtig). Rohe Decorationsfigur, die kaum getreue Kopie eines griechischen Originales ist. 2372. T orso einer kolossalen nack- ten sitzenden Figur. M — D 124. Modern: Kopf, Schulten), der untere Teil vom Stumpfe des 1. Beine» und die Genitalpartie; da» Scham - haar roh weggemeisselt. An der 1. Hüfte ein Puntello für den gesenkten Arm. Zotteln auf der Brust. Outrierter späthellenistischer Stil. 2373 — 75. Statue einer Maeuade. M — D 512, zu deren Ergänzungsangaben zu bemerken ist, daß der r. Arm modern und der mit Schnitt angesetzte Kopf nicht zugehörig ist. Außer Kinn und Nase scheint auch der Haarknauf hinten modern zu sein. Die Traube recht» ist angesetzt, die beiden auf dem Schädel sind abgefallen, 1. scheint überhaupt keine vorhanden gewesen zu sein, »o daß die Deu- tung des Kopfes auf eine Macnade in der Luft schwebt. Über den Typus de» Körpers vgl. oben zu Nr. 2338. Der Kopf ist in den Formen das 6. Jahrhundert», etwa im Stil der phidiasischen Zeit, gearbeitet; ob Kopie eine» Originals aus dieser Zeit oder selbststän- dige Neuschöpfung der vorchristlich -römischen Kunst, bleibt zu untersuohen. 2376. Weibliche Gewandstatuo. M — D 1381. Der Kopf ist sicher nicht zugehörig; die Statue war in der Mitte der Oberschenkel 4* Digitized by Google 43 VIII, 2377-2323 Rom 44 quer durchgebrochen, der untere Teil schien uns über ebenfalls antik. I)cm Typus der Athena Ince Blundell nahe verwandt. 2377 — 79. Weibliche Gewand«tatue. M — D 1365. I)a« Oberteil der Figur von der Commissur ab halten wir für modern. Da« Unterteil entspricht im Wesentlichen den Karyatiden der Münchner Glyptothek 371 und 305 = E — A 860 u. 862. Der auf einen Typus des 5. Jahrhundert« zurückgehende Kopf scheint antik zu sein, ist aber jedenfalls stark überarbeitet. 2380/2381. Kopf des Anakreon. M — D 1745. Zwar stark geputzt und übergangen (vielleicht ist auch Pnpillenangal>e modern), doch gewiß antik, da er nach keinem der andern Exemplare gefälscht sein kann. Ursprünglich jedenfalls die getreueste aller erhaltenen Wie- derholungen. Palazzo Valentini (jetzt Präfectur). 2382. Statue des Dionysos. M — D 387; dort Ergänzungsangaben. Wieder- holungen scheinen zu sein: E — A 486 und der dort erwähnte Torso in Eregli (öaterr. Jahreah. I, [1898], Beibl. Sp. 119, Nr. 20, Fig. 31). 2383 — 85. Statuo eines Hermaphro- diten. M — D771. Clarac669, 1551, wodie Statue schon richtig als Hermaphrodit bezeichnet ist: unter dem Feigenblatt ist der verschmierte Penis verborgen. Herrmann in Roschers Mythol. Lex. s. v. llermaphroditos Sp. 2325 unten. Nach der Haartracht gehört die Figur in den Kreis de« Hypnos und Sauroktonos. 2386 — 88. Statue der Aphrodite ( t ). M — D 606. Furtwängler, Meisterwerke, S. 653, Fig. 130. Der Kopf ist sicher nicht zugehörig. Nach der Photographie habe ich sogar Zwei- fel, ob er antik ist: da« Haar an der Seite ist ganz im Stile Beminis gearbeitet. Zur Statue Vgl. zuletzt den Text zu E — A 2061. 2389. Weibliche Gewandstatue. M— D 1480; zu den Ergänzungsangaben ist zu be- merken, daß in der Tat der Kopf nicht zu- zugehören scheint und an ihm die Nase und das Oberteil der rechten Wange nebet Auge und anschließendem Stimteil ergänzt sind. Daß auoh der rechte Unterarm neu ist, be- merkt Duhn mit Recht gegen Matz. Von den zahlreichen Statuen mit verwandten Gewand- motiven scheint am nächsten zu stehen die sog. Urania auf der Treppe de« Conservatoren - palaste« (Beschr. Roms III, 1, 111 unten; 111, 3, 155). Der gut gearbeitete Kopf gebt ebenfalls auf einen Typus praxitclischer Zeit zurück. 2390. 8tatuc der Athene. M — D 631. Der Hals ist xwischengesetzt, die Zugehörig- keit de« Kopfes unbeweisbar. Der Helm schien mir ganz neu zu sein. Die Naae ist ergänzt. Zum Typus der Statue vgl. . zuletzt Amelung zu Braccio nuovo 107 A. Der Kopf geht auf ein Original vom Anfang des 4. Jahrhunderts zurück. 2391. Römisches Grabrelief. M — D 3797. Das Relief ist aus vier Teilen zusammen- gesetzt; die Bruchlinien sind auf der Abbildung deutlich; doch scheint Alle« mit Ausnahme de« untersten Streifens antik zu sein. Die Nasen der beiden Hauptfiguren sind ergänzt. Aus der Zeit de« Marc Aurel; zu dem Kopf de« Manne« vgl. Münohen, Glyptothek 339. Studio Canova. 2392. Fragment eines griechischen Grabrelicfs. M — D 3558. Conzo, attische Grabrcliefs 1039 a. äclavenknabe mit Strigilis und dem Gewand des Herrn. Zum Motiv vgl. u. a. da« New Yorker Grabrelief: Bull. Mctrop. Mus. IV', 1909, 8. 65, Fig. 4, sowie Paciaudi, Monumenta Peloponnesia I, 8. 170. Ehemals Via Margutta 53 B, Besitz der Familie Patrizi. (Jetzt in der Glyptothek Ny-Carl»berg). 2393. Männliche Gewandfigur. M — 1> 1591 A. — Lippold, Griech. Porträtatatuen, S. 44. Fig. 3; 8. 43, Anm 4. Poulsen, Tillaeg 1914, n° 409A. Füße und Plinthe neu. Der r. Arm warimOherarm gebrochen ; aueh erwohl modern. Am r. Oberschenkel eine ausgebrochene Stelle; hier ein Metallstift; dieser ist offenbar in Ver- bindung zu bringen mit einer Reihe kleiner Stiftlöcher und Metallstifte, die «ich vorn, un- gefähr in Bauchhöhe, quer über den Körper ziehen und die uns antik schienen. Eine Erklä- rung für dieselben wissen wir nicht zu geben. Auf der Plinthe hinten eingemeisselt: / / /. F. N. Wohl modern und den früheren Besitzer bezeichnend. Der 1. Kopfnicker scheint ge- spannt. Der aufgesetzte römische Porträtkopf Digitized by Google 45 VIII, 2394-2400 Rom, Paros, Smyrna 46 nicht zugehörig; nach Poulseu an ihm nur der Hinterkopf alt. Wohl eher Porträt als < Idealfigur. Daa Original der Figur gehörte der Zeit um 460 v. Chr. an und ist der „Aspasia“ verwandt. Kunsthandel. 2394. Bärtiger Götterkopf. Zusam- men mit dem Kopf E — A 2038/39 im Früh- jahr 1907 versteigert von Giacomini in Rom als aus dem Besitze des Conte Rocchi-Camerata von Ancona stammend (Katalog tav. V). Ob identisch mit M — D 24 (Villa Carpegna)1 Hoch 0,35 m. Neu: Nasenspitze, Büste, sowie das unterste hintere Stück des Schädels mit einem Teile der Bartlocken. Im Haar eine Binde. Nach einem Typus vom Ende des ö. Jahrh. Paros. Privatbesitz. 2395 — 2398. Statue der Nike, Loewy, Arch.-epigr. Mitt. XI (1887), S. 162 ff., Taf. VI, 2 u. Fig. 16. Bulle bei Ruscher, Myth. Lex. s. v. Nike, Sp. 334 f., Fig. 12. Studniczko, Die 1 Siegesgöttin, S. 18, Taf. VI, Fig. 32/33. Joubin, Sculpture grecque, p. 168, note2. Furtwängler, Kl. Schriften, I, S. 323, Anm. 4. Wir bringen diese Aufnahmen trotz ihrer noch nicht be- friedigenden Qualität, da sie immerhin besser Bind und vom ßätail mehr zeigen, als die bis- her verbreiteten. Smyrna. Evangelische Schule. 2399. Jünglingskopf poly kletizchen Stiles. Hoch 0,24 m. Unbekannter Prove- nienz. Gesichtshöhe 0,151 m, Haar bis Mund 0,111m, Augen bis Kinn 0,09 m, Augen bis Mund 0,057 m. Mit keinem der bisher be- kannten Typen zu identificieren, vielleicht sogar augustöisches Porträt auf polykletischer Grundlage, wie der Stein: Furtwängler, Antike Gemmen, XXXVIII, 30 = XL, 32. 2400. Statue einer Isispriesterin. Aua Tralles. Höhe 1,49 m. Grobkörniger, kleinasiatischer Marmor. Der r. Arm ging schräg nach vorn, der 1. Unterarm war er- hoben. Die Figur hat, wie die Isispriesterin des Louvre (Clarac 308, 2590; Hehler, Römische weibliche Gewandstatuen 213), langes Haar, von dem jederseits eine herabfallende Locken- strähne erhalten ist. Sie trägt, wie die Isis- priesterin des Reliefs auf der Loggia scoperta des Vaticans Nr. 19, Schuhe und ist mit Chiton und zwei Mänteln bekleidet, deren klei- nerer über den Kopf gesogen war; außerdem hat sie die für die Isispriesterin bezeichnende Rinde, die aber hier nicht mit Emblemen, wie auf dem vaticanischen Relief oder der Statue des Ber- liner Museums: Arch. Anz. 1910, 254, sondern mit einfacher Wellenranke verziert ist. Vgl. W. Weber, Die ägyptisch - griechischen Terra- cotten der Kgl. Museen zu Berlin, 8.41, Anm. 65; v. Domaszewski, Religion des Römischen Hee- res, 8. 05. Digitized by Google Digitized by Google 0 TA ^ ' 7 v / S' / Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum Herausgegeben unter Mitwirkung von OEORO LIPPOLD von PAUL ARNDT und WALTHER AMELUNG Serie IX Text Mit Beiträgen von RUDOLF PAGENSTECHER MÜNCHEN 1920 F. BRUCKMANN A.-G. Digitized by Google OEC 6 1924 >i'fc harV, tu-vwu/. 48* S. 185 . das Exemplar sei ganz überarbeitet, ist nicht richtig.) Von vorzüglicher Arbeit und durch die gute Erhaltung des Gesichtes besonders wert- voll. Die stilistische Ähnlichkeit mit dem Om- phalosapoll hier besonders in die Augen springend. Zum Typus vgl. zuletzt Amelung, Helbig ' I, Nr. 761 (mit Nachtrag II). Eine weitere Ver- wendung des Typus zum Portrait, wie die Berliner Statue, zeigt die ebenfalls antoninischer Zeit an- gehörige Büste im Louvre: Cat. somm. 1147 — darac 1082, 3300 A (Phot. Giraudon 1303; Phot. I. Kuhn, 220 rue de Rivoli. Paris, Nr. 889), wo die Hand unter dem Gewand angegeben ist. — Vgl. unten 2538 39. 2421 22. Kopf der Athena. Der Statue D. 73 (Furtwänglor, Origininalstatuen in Venedig Taf. VII, 2) aufgesetzt. Ergänzt: Hals, Kinn, Lippen, Nase, rechte Braue. Die Pupillenangabe ist antik. Die Oberfläche sehr schlecht erhalten. Etwa 4. Jahrhundert, nicht näher bestimmbar. 2423/2424. Kopf des Dionysos. D. 74. Neu: Büste mit Hals, Nase, Kinn. An Lippen und Brauen geflickt. Schwere Augenlider. Ge- läutiger Typus der römischen Zeit ohne )>estinimten Stilcharakter. 2425 2426. Kopf eines Römers. D. 75. Das Stück entzog sich infolge seiner hohen Auf- stellung genauerer Untersuchung Wir haben es aufnehmen lassen als höchst gelungenes Rcnais- sance-Posticciu. Antik ist anscheinend nur der Hinterkopf und ein Teil der linken Wange. Das Stück stammt aus der Sammlung Grimani, die 1586 dem Staate vermacht wurde. 2427. Statuette der Aphrodite. Ü. 76. Der Kopf nicht zugohörig (unten n° 2428/29). Er- gänzt: beide Arme, die Füße, soweit nackt , und die Plinthe. An Brust und an mehreren Stellen des Gewandes geflickt. Geringe Arbeit. Unter den zahlreichen verwandten Statuen ist uns keine ge- naue Wiederholung bekannt. 2428/2429. Kopf, der Statuette 2427 auf- gesetzt. Die linke Seite des Halses ist antik, so daß die Kopfwendung gesichert ist. Ergänzt: Unterteil der Nase und Kinn. Sehr weißer pari* scher Marmor, von dem des Körpers verschieden. Leichtes Band im Haar Feines hellenistisches Original. Zu der von Amelung (Bullettino Co- munale XXV, 1897, p. 110 ff.) zus&mmcngcstcllten Gruppe gehörig, und namentlich dem Basler Kopf: Einzelaufnahmen 899/900 nahestehend. 2430 2431. Kopf des Apollon. D. 79? Ergänzt: Büste, Kinn, Nase. Pupillen nicht an- gegeben. Wenig geputzt. Lorbeorkranz. Wen- dung zur linken Schulter. Eine ältere und bessere, aber nur teilweise erhaltene Replik: Ny-Carlsberg 69. Zur Gruppe des Adonis von Centocelle ge- hörig. 2432 2433. Kopf des Apollon. D. 81. Ergänzt: Büste, Stück an der rechten Augen- braue. Die ursprünglich hohlen Augen mit Gips ausgcfüllt. Kopfwendung nnd Nase alt. Fein- körniger, griechischer, wohl pentelischer Marmor. Unterlebensgroß. Reste von Schulterlocken. Wohl spätgriechische Arbeit mit freier Benutzung des Apollon Lykeios. 2434. Bacchantin. D. 82. Ergänzt: Kopf, Arme, linker Unterschenkel, rechtes Bein von Mitte des Oberschenkels ab, Plinthe und Stamm, von dem nur ein Ansatz erhalten. Gänzlich ver- putzt, nur am Kopf der Nebris noch Sinter. Unterteil des Halses alt. Lockenreste auf der rechten Schulter. Etwas unterlebcnagroß. ln der Bewegung dem Satyr von Lamia (Athen, Nat.- Mus. 239) verwandt. 2435. Statue eines Römers. D. 84. Lo- caler, grobkörniger, sehr bröckliger Sandstein, offenbar aus der Gegend des Fundorts Abano (vgl. Pauly-Wissowa a. v. Aponus). Die rechte Hand hal>e ich ul* antik notiert. Die äußeren Plinthenränder ergänzt. Im Himation hinten am linken Rand, in Nabel- und in Kniehöhe je ein 1 viereckiges Dübelloch von etwa 2 Cubikcenti- metern. Die Urne ist nicht durchbohrt. Aus hadrianisch-antoninischcr Zeit mit Benutzung von Motiven aus der Zeit der Venus von Arles. 2436 2437. Satyrkopf. D. 86. Neu: Büste, großer Teil des Halses, Kinn, Hälfte der Unter- lippe, Nasenspitze. Geflickt an Ohren und Haaren. Die roten Farbspuren modern. Mäßige Wieder- holung des flöteblasenden Satyrs mit gekreuzten Beinen: Klein, Praxiteles 21 2 ff., wo im Repliken- verzeichnis unser Exemplar nioht erwähnt ist. 2438, Statue einer Höre. D. 87. Hoch: mit Plinthe 1,26 m. Ergänzt: Kopf, Hals, Ober- teil der Brust, rechter Arm von oberhalb des Armbands an, rechte Hand und Teil des Gewand- bausch», den sie anfaßt, linker Unterarm mit Gewandzipfel darunter, Kleinigkeiten an den Früchten, Füße und Plinthenrand, Die Anlage des Gewände» ist nicht klar: die Figur scheint doppelten Chiton zu tragen (die Knüpfung des unteren am linken Oberarm sichtbar) und ein Himation aus schwerem Stoffe. Modiflcierte Re- plik eines Typus, der in zwei genaueren Wieder- holungen (Belvedere Nr. 1020 und Tarragona }Arco y Molinero, Catalogo del Museo arqueolö- 7 IX, 2489-2452 gioo de Tarragona 1894, Nr. 378, Abb. zw. S. 44 u. 45; Reinach, R6p. II, 253, 4]) vorliegt. Der Typus erinnert im Allgemeinen an Werke wie die „Goethe -Tan zerin" (Br — Br 252). 2439/2440. Kopf de r Athene. D. 88. Er- gänzt: Büste, die Haarpartie im Nacken und da» Scheitelstück des Helmes. Stark geputzt und wohl auch überarbeitet. Die Nase ist antik. Löcher für Ohrringe. Gute Arbeit. Sehr starke Hals- falten links; der Kopf war also stark nach seiner Linken gewandt, Uber dem rechten Ohr und Seitenhaar kommt das Lederfuttcr des Helmes heraus. Schöner Typus, Praxitelischem nahe- stehend. 2441. WeiblicheGc wandst atuett e. D.90. Hoch: 1,15 m ohne Plinthe. Ergänzt: beide Arme, Außenteile der Plinthe. wahrscheinlich auch der Kopf (Nasenspitze ergänzt) mit Hals und dem Schleier (die Trennungslinie sieht allerdings wie | ein Bruch aus). Gänzlich überputzt. Die noch oben sich verjüngenden Proportionen verweisen das Vorbild des Werkes in das 4. Jahrhundert. Mit den von Furtwängler, Griechische Original- statuen in Venedig, zusatnmengestellten Figuren hat es nichts zu tnn, da es keine originale Ar- beit ist. 2442. Aphrodite und Eros, Statuette. D. ÖS. Stark geputzt. Hübsches Decorationsstück ohne ausgesprochenen Stilcharakter. 2443. Knabe mit Gans. D. 96. Linker Fuß mit Plinthe, rechtes Bein bis über das Knie, Stamm mit Unterbeinen der Gans bestehen aus einem Stück und sind moderne Ergänzung. Eben- so wahrscheinlich auch linker Arm des Knaben samt dem Hals der Gans, trotz des Bruches im Handgelenk. Der rechte Flügel der Gans war mit einem .Metallstift besonders angestückt. Der Kopf de3 Knaben ist intact. Geputzt. Kein Eros, da ohne FlügeUpuren. Römische Erfindung in der Art des Boethos. 2444 -2446. Büste des Helios. D. 98. Zur Herkunft vgl. unten zu Nr. 2478—80. Er- gänzt: Büi-tcnfuß, Nase. Unterlippe, Kinn, Ober- teil des Diadems, sowie die Bronzestrahlcn, deren Löcher aber antik sein mögen. Die zahlreichen roten Farbspuren wohl alle modern Sehr weißer, stark grobkörniger, thosischer Marmor schlech- tester Qualität. Aus Griechenland. Dio Büste ist antik und verweist die Entstchungszcit des Werkes in traianUch-l»«drianis< h? Zeit. Dio Biiste ist mit Ärmelchiton bekleidet, darüber mit einem zweiten Gewand, das, auf den Schultern geknöpft, vorn und hinten chlamysartig herabfällt und die Venedig 8 Arme frei läßt. Unterhalb der Brust am untern Abschluß scheint ein Gürtel angedeutet zu sein. Ganz gute Arbeit ohne stilistische Bedeutung. 2447. Bogenspannender Eros. D. 99. Außer dem größten Teil der Plinthe ist an- scheinend nichts ergänzt. Die von Dütschke er- wähnten Ansatzreste am rechten Schulterblatt und über dem linken Hinterbacken sprechen da für, daß die Figur Bestandteil einer Gruppe war Umbildung des auf Ly wipp zurückgoführten Bogen- Spanners: kindlichere Formen, veränderte Kopf- haltung. 244«. Statuette des Zeus. D. 102. Neu: beide Arme, Beine von den Knien an abwärts, Unterteil des Stammes mit dem Adler, Plinthe. Das von D. erwähnte, mit Blei ausgefüllte Loch am linken Hinterbacken ist vielmehr der Blei- stempel de« Museums. Die „Ansatzstelle am lin- ken Oberschenkel“ ist nicht vorhanden. Ordinäre Arbeit der Zeit um 200 n. Chr., an Typen des 4 Jahrhunderts angelehnt. 2449. Weib liehe Gewandtst at uetle. I). 105. Furtwängler, Originalstatuen in Venedig, S. 293, Anm. 1. Kopf (Aphrodite) nicht zugehörig. Er gänzt: die rechte Kniepartie, vielleicht auch das oberste Stück der Brust. In der Kniegegend war die Figur durchgebrochen. Schlecht erhalten. Auf der hohen Plinthe vorn die späte Inschrift (trochaeischer Tetrameter): ;roö*- Üctov aot uijdh- dxoujTtfottint/i erdadr („Bei den Göttern? Beschädige hier nichts?"). Die Figur ist eine geringe Wieder- holung der kleinen Hcrculanenserin. 2450 2451. Weiblicher Kopf. Der Sta- tuette D. 108 (Furtwängler, Originalstatuon. Taf. VI, 1) aufgesetzt (an dieser ist hinten im Nacken der Rest eines Haarschopfes erhalten). Neu: Der größte Teil des Halses, Kinn, Oberlippe, Nase, untere Hälfte der vordersten gedrehten Locke links. Die Augensterne modern eingear- beitet. Originale Arbeit hellenistischer Zeit, von Furtwängler a. a. (). richtig der von Amelung, Bull. comun. XXV, 1897, 1 1 0 ff.. zusammcngestcSlten ägyptisch-hellenistischen Gruppe zugewiesen. Als verwandt habe ich mir den Kopf im Louvre. Salle du Tibre, 669, notiert. 2452. Statue des Silen. D. 110. Ergänzt: Kopf bis auf die untersten Zotteln des Bartes, beide Arme, verschiedene Teile des Felles an der linken Seite, Penis und Vorderteil der Hoden, das linke Bein vom Ansatz des Oberschenkels ab, das rechte vom Knie ab, Stamm und Plinthe. Großer Stützenrest am Fell, das neben dem rechten Olierschenkel hcrabfällt. Die jetzige Kr- Digitized by Google IX, 2458 — 2464 Venedig 10 gänzung mit gekreuzten Beinen ist durch die er- haltenen Reste nicht geboten. Zwei Wieder- holungen im Vatican: Sala delle rnuse 491 und j Chiaramonti 544; eine dritte war bei Cavaceppi (Clarac 732, 1761). Vgl. Amelung zu Cbiara- raonti 544. Die Wiederholungen weichen, ihrem decorativen Charakter entsprechend, in Einzel- heiten von einander ab. 2453. ß üste eines jugendlichen Römers. 1). 111. Ergänzt: Büstenfuß samt Inschrifttafe), äußerster Teil der linken Schulter, Unterteil der Nase, linkes Ohr. Sonst ausgezeichnet erhalten Vortreffliche« Portrait aus der Spät zeit des Ha- drian. Eine genaue Wiederholung ist der Bronze- kopf der Münchner Residenz E— A 1020/21, den ich seiner Zeit für sicher antik gehalten habe. Nach Vergleichung mit dem Venezianer Kopf sind uns indessen Zweifel hieran aufgestiegen, die dadurch verstärkt werden, daß sich eine sicher moderne Wiederholung aus Bronze im Vorraum der Pinakothek zu Neapel (Inv. 10529) nach- weisen läßt. Antik hingegen scheint eine Replik in Berlin, n° 407. zu sein. 2454—2456. N erelde au f Delphin. I). 113. Brunn- Bruckmann, Text zu Taf. 664 65, Fig. 1 u. 2. Overbeck, Kunstmythologie des Poseidon S. 352, n* 1 a. Heydemann, Nereiden mit den Waffen des S Achill, S. 23, Anm. 66. Hoch bis Halsgruhc etwa 0,95 m; Brust warzrnabstand ca. 16* .j cm. Fein- körniger griechischer Marmor. Der Kopf modern. Das Stück des Gewandes, das man links vom linken Oberkörper sicht, war mit dem noch er- haltenen Stumpf des Oberarms gebrochen, ist aber antik. Rechter Kopfnicker geschwollen, der Kopf ging also zur linken Schulter. Das ganze Gewand, auch in den Faltentiefen, ist voll fitehengehliebener Raspelst riebe. An Fleisch und Delphin sind sie antik verglättet. Die leise, etwas zittrige Innen- zeichnung des Felsens ist antik: hinter den jetzt wcggchrocherien Füßen fehlt sic. Die Statue ist nicht übergangen. Die Rückseite ist nur ange- legt. Die Faltenbündel auf dem Schwänzende des Delphins und das Gewand, das vom rechten Oberschenkel herab zwischen den Beinen nieder- fällt, ist offenbar als zum Hiniation gehörig ge- dacht, obwohl scheinbar mit dem Chiton zu- sammengearbeitet. Die Rechte packte das Ge- wand vermutlich oberhalb des Delphinkopfes. Beide Arme hielten es offenbar auseinander wie ein Segel. Uber den Kopf ging es nicht. Die L'ntcrbeine sind bekleidet zu denken. Nicht sehr feine Originalarbeit aus dem Kreise des Timotheos. 2457. Karyatide. I). 115. Neu ; Außenteile der Plinthe. Der Kopf nicht zugehörig (s.u.n#2458— 60). Rückseite ganz roh: die Figur kann also nicht frei gestanden haben. Der linke Unterarm ging seit- wärts nach außen; keinerlei Ansatzspuren an der linken Seite. Auf der rechten Schulter eine ovale, in der Mitte etwas eingetiefte Ausbuchtung, die vom An*at» der Schulter so weit reicht, als der Oberarm erhalten ist. Ein großer Metallstift mit seitlichem Gußkan&l sitzt noch darin Was hier aufgesessen hat, läßt sich nicht mehr festetellen (siehe zu 2461). Die Arbeit ist ordinär -römisch. „Aus Oasero bei Pola.“ Zum Stil vgl. die Be- merkungen zu 2461. 2458 -60. Weiblicher Kopf. Der Statue Nr. 2457 aufgesetzt. Ergänzt: der Hals. Geputzt. Der Kopf hatte Schultcrlockon. Das Haar ist durch die Binde durchgesteckt, wie beim Sauro- ktonos Schlafenlöckchen. Eine Replik des Kopfes im Conservatorenpalast, im Reoess der Sala degli Orti Lamiani, auf gebrochenem, aber zugehörigem Gewandoberteil (Phot. Alinari 27 189). Dieses Bteht der Selene im Braccio nuovo (fielbig* I 18) nahe, scheint aber keine genaue Replik zu sein. Auch stilistisch dem Sauroktonos verwandt. Zu ver- ! gleichen ferner der Kopf im Capitol, Galleria 22. 2461 — 64. „Muse.*4 D. 120. Pentelischer Marmor. Der Kopf war im Halse durchgebrochen, ist aber antik und zugehörig. Nase intaet. Auf i dem Oberkopf keinerlei Spur einer Auflage. Bruch vom rechten Knie zum linken Unterschenkel ab- wärts. Die Vorderseite durch Feuer geschwärzt. Wie bei Nr. 2457 ist auch hier auf der linken Schulter eine Ausbuchtung, in der sich zwei Dübel befinden. Diese Ausbuchtung beginnt hier erst auf der Mitte der Schulter und senkt sich tiefer abwärts. Der linke Arm war besonders angesetzt; merk- würdigerweise ist aber in der gerauhten Ansatz- fläche kein Dübelloch vorhanden. Er war also vermutlich mit dem auf der linken Schulter auf- liegenden Gegenstand (s. u.) aus einem Stück ge- arbeitet und an der Ansatzstelle des Oberarm« ! an gekittet. Der rechte Arni mit der Maske war nie gebrochen. Die roh gearbeitete antike Plinthe ist in eine moderne eingelassen. In der antiken Plinthe links eine kleine, wie es scheint, antike Ausarbeitung. Die Rückseite ist roh und unbe- arbeitet. Gewöhnliche Arbeit, noch derber als 2457. Von dem Typus der Statue Nr. 2457 gibt cs zwei Wiederholungen: 1. Mantua. D. 720 (Photo- graphie bei Arndt). 2. Petersburg 308 (Hirtb, For- menschatz 1902, Nr. 85, nach „Tresors d’art en Russie“). Von dem Typus Nr. 2461 ist uns keine Wiederholung bekannt Digitized by Google II IX, 2464 — 2466 Venedig 12 Diese Karyatidengruppe hat eingehend zuletzt unter Berücksichtigung der früheren Litteratur be- handelt Collignon, Mon. Piot X, 1903, S. 22 ff. Die vier Statuen haben nichts direct miteinander zu tun. Nr. 2457 wurde Ende des 16. Jahrh. in Ossero bei Pola gefunden. Nr. 2461 befand sieh Ende des 18. Jahrh. noch in der Cosa della Pietä, dem ehemaligen Palazzo Capello in Venedig. Wo sie vorher war, läßt sich nicht mehr festst eilen. Die Vermutung ihrer Herkunft aus Attika ist unbewiesen (Burckhardts Angabe, Cicerone” 1, S. 114 g, die beiden Venezianer Statuen stammten vom Theater in Pola, beruht auf Irrtum). Die Mantuaner Statue muß bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Mantua sich befunden haben, da sie an dem damals entworfenen Grab- mal des Pietro Strozzi (Phot. Alinari 18656) ko- piert ist. Die Petersburger wird zuerst 1815 hei Moschini, Guida di Venezia, erwähnt Ihre Her- kunft ist unbekannt Daß drei der Exemplare aus Venedig stammen, ist rein zufällig. Die beiden Typen sind Gegenstücke: bei dem von Nr. 2457 st der rechte, bei dem von 2461 der linke Arm rhohon. Auch der Mantel ist im Gegensinne umgelegt. Wie bei den Ereehtheion- Karyatiden sind die Gegenstücke jedoch nicht einfach Spiegel- bilder mit sklavischer Wiederholung der Einzel- heiten, sondern, bei gleicher Gesamtanlage, im Detail selbständig. Auch die Köpfe sind verschieden. Die Unterschiede werden zum Teil allerdings dem Kopisten von Nr. 2461 zuzuschreiben sein, wie die Zufügung der Schläfenlöckchen. (Lippolds Ge- danke an modernen Ursprung dieses Kopfes ist nach Arndts Untersuchung des Marmors abzu- weisen ) Die drei Exemplare des Typus mit er- hobenem rechten Arm sind dagegen unter sieh genaue Repliken. Welche Bedeutung hatten die Typen ursprüng- lich? Auf dem Parker Sarkophag von Saloniki (Phot. Giraudon 2127 — 29) und einer Reihe an- derer Sarkophage ( Robert II, Nr. 21 u. 23. Üsterr. Jahresh. I, S. 19, Fig. 18; S. 23. Fig. 25) sind sic als Karyatiden verwandt mit aufgesetztem Kala- thos, die eine Hand das Gebälk de« Sarkophags stützend. Auf der einen Schulter scheint ein Teil dieser Figuren, soweit die Zeichnungen ein Urteil erlauben, einen Gegenstand getragen zu haben, der etwa eine Urne sein könnte. An der entsprechenden Stelle haben die Venezianer Exem- plare die oben beschriebene große Ausarbeitung. Auf den Köpfen der Statuen fehlt jegliche An- deutung eines Verbindungsgliedes zwischen Kopf und Architektur; darum ist es nicht sicher, daß die erhaltenen Exemplare als Karyatiden gedient haben. Für die vorauszusetzenden Originale ist cs aber anch wegen ihres gebundenen Standes im höchsten Grade wahrscheinlich. Die Maske des einen Venezianer Exemplare**, natürlich Kopistenzutat, legt den Gedanken nahe, daß dieses zur Decoration eines Theaters gedient hat, ähnlich wie die Mantuaner Replik einer Ereehtheion -Karyatide (der ersten vorn rechts): Einzelaufnahmen 9, und wie die Statue: Collection* Lambroset Dattari, Vente Hirsch, Paris, 17. — 19. VI. 1912, pl. XXI, Nr. 269 eine freie Replik dieser Statue aus Gortyn: Annuario della R. Seuola di Atene I, 1914, p, 380, Fig. 19 ^ Boll. d’art© VII, 1918, p. 359, Fig. 10; ein Gegenstück, in Peru gefunden (D£thier- Mordtmann, Kpigraphik von Byzanz, S. 85, Nr. 57; Photographie bei Arndt i, im Garten der österreichischen Schule in Kon- stantinopel]. Die Originale der Figuren hat Furtwängler (Statuenkopien, S. 579f.) dem Agorakritos zuge- wiesen auf Grund der Vergleichung mit der Kybele PamfiJi. Daß diese jedoch nicht von Agorakritos stammen kann, ist im Text zu Brunn- Bruckmanu 636/37 nachgewiesen worden, v. Salis (Jahrh- «1. Inst. XXVIII, 1913, S. 16ff.) hat sie für eine klassi- cistischo Schöpfung erklärt, ebenso wie die Karya- tiden; letzteres hatten auch wir früher für mög- lich gehalten. Wir glauben jedoch jetzt, daß für Beides keine zureichenden Gründe vorhanden sind. Was an den Karyatiden archaistisch amnutet, erklärt sich aus ihrer tektonischen Verwendung. Ihre Ähnlichkeit mit der Kybele beruht ledig- lich auf der Entstehung in gleicher Zeit und auf der gleichartigen Tracht. Die Verwandtschaft der Kopftypen ist nicht so eng, daß man auf einen Meister schließen könnte. Ganz verschieden von unserem ist, wa* v. Salis verkannt hat, der Karya- t ident ypus Tralles-Cherchell*). Bei diesem kann nian zweifeln, ob er wirklich altertümlich, aus der Zeit um 470, ist, oder eine archaistische Schöpfung. In letzterem Falle kann cs sich wohl nur um ein griechisch -archaistisches Werk handeln. 2465 66. Kopf des Apollon. D. 121. Overbeck. Kunstmythologie des Apollon, S. 151, Nr. 9. Ergänzt: Büste, Kinn, Nase. Augen und Ohren sind bestoßen. Charakterlose, schlechte Wiederholung des Apollon im Palazzo Vecchio, Br— Br 618,19. Zu den dort angeführten Repliken •) v. Salis spricht 8.18 voo twei Wiederholungen In Cherchell : r r verwechselt dabei G SU ekler« Text eh pl. V mit dem zu pl. IV. Digitized by Google 13 IX. 2467—2483 14 sind die de* Marchese Chigi in Siena (Milani, Studi e materiali 111, tav. V) und die des Thermen- museums (Helbig1 11 1337) hinzuzufügen. 2467 68. Kopf des Traian. D. 122. Bcr- noulli, Rom. Ikon. II, 2, S. 80, Nr. 87. Ergänzt: Kinn, Oberlippe, Nase, Flicken an den Brauen und auf der linken Wange, Teile der Ohren. Geputzt. War eingesetzt. Hinten und oben nur angelegt, ln der Anordnung der Haare dem Kopf der Münchner Residenz E—A 1018 entsprechend. De- corativc Arbeit. 2469 — 71. Dreiseitige Basis. Tän- zerinnen. D. 127. Hauser, Neuattische Relief». S. 100, Nr. 31. Geputzt und ohne antiken Sinter. Vgl. zu Nr. 2472—74. 2472-74. Dreiseitige Basis. Tän- zerinnen. D. 131. Beide Basen sind mehrfach in ihrem Altertum verdächtigt worden. Vgl. Hauser. Neuattischc Reliefs. S. 100, Nr. 31: die Häufung der überein- andergestellten stützenden Zierglieder an den Kanten »ei nicht antik. Wir halten dieses Ar- gument nicht für zwingend . da ähnliche im strengeren Sinne untektonische Combinationen in römischer Kunst nichts Seltenes sind. Nach der Art der Arbeit macht D. 127 einen entschieden antiken Eindruck, während die Ausführung von D. 131 im Vergleiche mit ihr im Ganzen wie in Einzelheiten die Hand eines Kopisten der Re- naissancezeit verrät. Besonder» charakteristisch hierfür sind die Masken an der oberen Deckplatte. Die Stockungen und Brüche sind offenbar zur Täuschung angebracht worden. Über die Typen vgl. Hauser a. a. O. Der Verfertiger von 127 hat stark mit dem Bohrer gearbeitet. Er dürfte in der flavischen Zeit gelebt haben. Vgl. auch Alt- mann, Rom. Grabaltäre, S. 59. 2475 — 77. Dreiseitige Basis. Eroten. D. 132. Hauser, Neuattische Reliefs, S. 109, Nr. 47, b. Ergänzt: die Maske des Eros auf 2476, die VVid- derküpfe (an der Eeke 2475 links auch das an- schließende Stück des Ornamentes), die Köpfe der Sphingen, Stücke in den Kanten, Teile der Flügel, die Klaue an der Ecke 2475 links. Siehe Text zu 2481—83. 2478-80. U nterteil einer weiblichen Kolossalstat ue. D. 133. Waldstein, Arch. Zeit. XXXVIII, 1*80, Taf. VII, S. 71 ff; derselbe, Phidia». pl.V, p. 121. Furtwiingler, Meisterwerke S.229. Rei- nacb, R^p, II, 689,4 (im Gegensinne). Etwa» über- lebensgroß. Mit Sicherheit ist da» Stück gegen Ende de» 18. Jahrhundert» in der Sammlung des Venedig venezianischen Gesandten in Rom, Gir. Zulian, im Palazzo Venezia, nachw eisbar (Valentinelli p.XXlII. Anm. 3: „un frammento di statua di donna“). Wie weit die Nachricht bei Gerhard, Arch. Zeit. XVIII, 43, es stamme aus Konst&ntinopel, he- i gründet ist, bleibt zu untersuchen. Zulian war auch in Konstantinopel als Gesandter tätig; da- raal» hat er noch Valentinelli (Nr. 34) unsere Nr. 2444—46 in Griechenland erworben. Nicht übergangen. Den Marmor habe ich für pariscb gehalten. Da» Fragment ist anscheinend aus drei Stücken zusammengesetzt. Die Fugen verlaufen ' über den linken Oberschenkel zur Mitte des rech- ten Unterschenkel» und von der Mitte des linken Unterschenkels zum rechten Fuß. Auffällig ist ihr unregelmäßiger Verlauf Der linke Fuß war mit einem Metalldübel angesetzt. Hinten glatte Schnittfläche. Der Sitz der Figur war besonder« 1 gearbeitet. Waldstein» Gedanke an Herkunft aus den Parthenongiebeln ist längst aufgegeben. Da» | Fragment gehört nach der StückungHteehnik und der ganz auf Effekt gerichteten Arbeit in »pätcrc | hellenistische Zeit. Eine Wiederholung ist mög- licherweise die Statue in Newby Hall: Michaeli» p. 527, Nr. ls i _ Olarae 503. 1002; 538A, 1002A). Zu vgl. auch Kinzelaufnahincn 786 und 1412; Schreiber, Villa Ludovisi Nr. 41. 2481-83. Dreiseitige Basis. Eroten. D. 134. Hauser, Neuattische Reliefs, S. 109, Nr. 47, c. Ergänzt: Teile an den unteren Partien der drei Eroten, der Widderkopf 2481 recht«, die vorderen Schnauzen der beiden andern, die Köpfe der Sphin- gen, Klaue der Sphinx 2481 links mit anschließen- dem Teil, linker Flügel der Sphinx 2481 link». Die beiden Basen 2475—77 und 2481 - 83 sind sicher antik, da sie, obwohl geputzt, au ver- schiedenen Stellen noch antiken WurzelfAsersinter zeigen. Unter den Wiederholungen i Hauser a. a.O.; vgl. auch Visconti, Mus. Pio-Clem. VI.151; Winne I fehl. Villa d. Hadrian 148; Einzelauf nahmen 1 404 j »cheiden sieh zwei Typen: A) Bodcnlinien unter den Figuren; unteres Ornament mit Mittclpalmette. Repliken; 1. Venedig D. 132. Hauserb. 2. Kirche- riano. Helbig3 II, 1661. Hausera. 3. Louvre. Hau- ser d. Phot Giraudon 1003. 4. Mantua. D. 874. Reinach. Rep. de reliefs III. 50, 3 — 5. Hauser e. B) Keine Bodcnlinien; unten Rankenornament ohne Mittelpalmette. Repliken: 1. Venedig. I). 134. Hauser e. 2. t’andelabri. Helbig* I, 860. Die eine Seite in Phot, in Rom käuflich. Fehlt bei Hau- ^ ser. 8. Florenz. Uffizien 1). 162. Phot. Brogi 9*252. Hauser g. 4. London 2509. Reinach. R6p. de re- liefs II, 471, 3, 4; 472, 2. Hauser f. Digitized by Google 15 IX, 2484 — 2490 Venedig 16 2484. Weibliche Oe wandstatue. D. 185. Ergänzt : da* Oberteil der Figur von unterhalb der Brust an, rechter Arm, linker Unterarm (das Mit- telatück am Ellenbogen mit der Voruärtarichtung des Unterarms antik), der rechte Teil der PÜnthe mit dem rechten Fuß und den anstoßenden Ge- wandteren, die große Zehe de« linken Fußes. Ob die (hinten nicht durchgeführte) Profilierung der Plinthe antik ist, läßt sich nicht entscheiden. Ober- halb der Knice war die Statue durch gebrochen, aber beide Teile sind antik. Die Färbung de» unteren Teiles ist allerdings etwas gelblicher als die bläuliche des Mittelteiles, doch beruht dieser Unterschied offenbar nur auf äußeren Einwirkungen. Hinten ist die Statue nicht ausgeführt. Für die Zugehörigkeit des Kopfes bestehen keine Anhalts- punkte. Ergänzt sind an ihm Xase, Kinn und Haarpartie über der .Stirnspitze. Der Hinterkopf »itzt mit senkrechtem Schnitte an, scheint aln?r alt und zugehörig zu seiu. Der Kopf ist ein Portrait t mianiac'her Zeit. Die Gewandanlage itn Allge- meinen ist die der praxitcüschcn Zeit, während die stark ausgeprägten „Liegefalten“ de» Hirna- tion» und die starke Verjüngung nach oben auf hellenistische Zeit weisen 2485—87. Weiblicher Kopf. D. 186. Ah- guß in München. Ergänzt: Büste, Nase. Hai» und Mund alt. Die oberste Sehüdc!calot te ist mit Schnitt augeaetzt; wie cs scheint, antik. Grob- körniger parittcher Marmor. Der Kopf gehört zu einem statuarischen Typus, von welchem ein ganz erhaltenes Exemplar eich im ConBervatorcnpalast befindet: Marian?. Bull, comunale XXXII, 1904, p. 299 ff., tav. VUTIX (hier p. 312, Anin. 6 MaaUe de» Venezianer Kopfes); Hel big* I, 912. Wieder- holung des Körpers in Korinth: Amer. Journ. VI, 1902, pl. XV; Wiederholung de» Kopfes in Boston: Bulletin XIV, 1916, 2s f. Der Venezianer Kopf unterscheidet sich von den beiden andern Wieder- holungen dadurch, daß einige der das Gesicht zu- nächst umrahmenden Locken kürzer gehalten sind. Am Original habe ich nichts von einer Abarbeitung notiert. In einzelnen Zügen, wie Mund und Augen, scheint der Venezianer Kopf freier zu sein. Die Anlage der das Gesicht umrahmenden Haare i«t dem Kopf mit einer Reihe von Werken nus der Mitte des 5. Jahrhundert» gemein, doch ergibt «ich daraus keine Möglichkeit einer näheren Stil- bestimmung. Zur Art, wie der Mantel umgelegt ist, vergleiche man den Asklepios der Uffizien: Amelung. Führer. Nr. 95; sein Gewand ist auch in der Behandlung des Einzelnen verwandt ; nur ver- läuft der obere Querwillst dort mehr geschwungen und weiter unten. Die Stilisierung des Gewände« über der Brust ist nur an dem besser erhaltenen korinthischen Exemplar zu würdigen. — In der Profilansicht erinnert der Kopf an den der Sphinx in Ny Carlsberg Nr. 491, deren Verfertiger unseren Typus offenbar benutzt hat. 2488—90. Kopf der Aphroditestatue D. 137. Die Statue ist von Aünari (12901; und Anderson (14421) photographiert. An ihr ist da» rechte Bein bis unterhalb des Kniecs dreimal ge- brochen. Die Brüche sind verschmiert. Der rechte Fuß ist ganz au» Gips. Das linke Bein iat am Knie und Knöchel gebrochen; doch ist der (stark corrodierto) linke Fuß alt und hängt mit Plinthe und Stamm ungebrochen zusammen. Wieviel an den Unterbeincn alt, läßt sich ohne Weiteres nicht festatellon Unterarme und Hände sind neu; die Oberarme sind beide an den Achseln gebrochen, nach der Marmorfarbe aber vielleicht alt. Der Delphin, dessen äußerstes Schwänzende au» Gips ist. ist all und hangt mit dem Stamme zusammen. Von dem Eros »eheint nur das rechte Bein (bis auf den Fuß; antik, alles andere Gips. Die an tike PÜnthe ist in eine moderne eingelassen. An der rechten Hüfte ein ehemaliger Stützcnausatz. der jetzt mit Gips verschmiert int Der Kopf war im Hai» gebrochen, der Bruch verschmiert ; er gehört aher zu. Aus Gips ist an ilnn ergänzt: der ganze Oherschädol, das Haar auf der rechten : Kopfseite, das Oberteil der rechten Wange und der größte Teil der Stirn samt dem rechten Auge, | sowie die untere Hälfte der Nase. Antik ist also am Kopfe nur: der untere Teil der rechten Wange «amt dem Oberteil der Nase, Lippen und Kinn, das ganze linke Gesicht »amt dem Ohr und dem größten Teil der linken Schädelhälftc, ferner der Hinterkopf mit dem Ansatz der Locken, die sich dann auf den? Rücken fortsetzen. Vom Band im Haar ist link» ein Stück alt. Das cingeringclte Löckchen über dem Stirnabschluü link» ist antik. Das Ganze stark geputzt. Die Statue int eine Wiederholung der capi- 1 toÜnisclien Aphrodite (Helhig* I, 803). Die Kopie stammt aus früherer Zeit als jenes dem 2. Jahr- hundert n Chr. Rngehörige F.xemplar; namentlich im Kopfe zeigt sich eine größere Einfachheit uud Zurückhaltung. Doch i.«t der Kopist in der flächigen, | linearen Behandlung hier nach der andern Seite vielleicht etwas zu weit gegangen, wie ein Vergleich mit den guten Exemplaren in München und Dresden ;Sieveking. Münchner Jahrb. d. bild. Kunst I LI. 1908, S. 1 ff.) lehrt. Im Allgemeinen ist die Arbeit an Kopf und Körper von vorzüglicher (Qualität. Digitized by Google 17 IX, 2491—24% 2491. Weibliche Gewandstatue. D. 141. (Die von Dütechke aus Valentinelli übernommene Maaßangahe beruht auf einem Druckfehler: es muß wohl 1,75 m statt 0,75 m heißen). Ergänzt: Plin- thenrämler, linker Fuß, die zwei ersten und die halbe dritte Zehe de» rechten Fußes, das ver- tretende Gcwandbüschel zwischen beiden Füßen bis zur Höhe de« darüber fallenden Gewandes, das ganze äußere Gewandstück links vom linken Fuße bis zur Höhe der Hand, der linke Unter- arm, die linke Schulter (Unterteil des linken Ober- armes alt). Der rechte Arm war besonders ein- gedübelt. Die Rückseite nur angelegt. Der Kopf, an welchem die Pupillenangabe modern, ist sicher nicht zugehörig, da die Schulterlocken «ich auf dem Torso nicht fortsetzen. Da« Ganze geputzt. Der Kopf zeigt die Frisur der Agrippinen. Die Statue, von flauer Arbeit, hat in der zwischen den Keinen hervortretenden Mittelfalte und dem aufgezogenen Überfall leise archaisierendeZügc(vgl. Bulle, Archaisiert ndc g riech. Rundplastik S. 2492. Statue de« Apollon. D. 144. Over- beck, Kunstmythologic de» Apollon, S. 210, Nr.4. Klein, Praxiteles, 8. 168, II, Nr. 1. Der Kopf war | gebrochen, ist aber gewiß zugehörig. Ergänzt an ihm: Nase, Lippen, Kinn, vorderer Teil des Mit- I telzopfes mit dem link« und recht« «ich anschlic- j üenden Haar vorn; namentlich auf der rechten I Seite ist da« ganze Vorderhaar neu. Von der Hand auf dem Scheitel ist der Teil zwischen Handwurzel und Fingeransatz sowie der Daumen alt. Die vier andern Finger sowie der ganze rechte Arm sind neu. Neu ist ferner da« Unterteil des rechten Oberschenkel« «amt Knie. Der in der Mitte ge- brochene rechte Unterschenkel schien mir bis zum Fußansatze antik zu »ein, ebenso da« anschließende, mit ihm ungebrochen zusammenhängende Mittel- teil des Köchers, dessen Ober- und Unterteil mo- dern «iml. Neu ist offenbar auch der ganze Stamtu. Der rechte Fuß ist an Knöcheln und an Zehen- ansatz gebrochen: ob antik? Am linken Bein ist die Kniespitze ergänzt; der linke Unterschenkel ist unterhalb des Kniees gebrochen, aber wohl alt und zugehörig, »eine untere Hälfte neu. Der linke Fuß «itzt mit Schnitt daran an; sein Vorder- und Hinterstück sind durch Schnitt getrennt, beide wohl neu. Die Außcntcilc der Plinthe sind be- stimmt neu. wohl auch die mehrfach zusammen- gestückten inneren Teile, mit denen der Stamm zusammen hängt. Hinter dem linken Fuße auf der Plinthe eine tiefe Einarbeitung. Modern sind ferner Schämt eile und Flicken im Bauch. An der linken Hüfte ein wog gebrochener An- Venedig 18 satz. Verhältnismäßig wenig geputzt und von recht guter Arbeit, auch im Rücken. Die Statue ist eine getreue Wiederholung de« sog. Apollon Lykeios (Kleins Zuteilung an eine Variation mit Vorgesetztem linken Bein ist irrig.). Der Zurück- führung des Typus auf den Apollon Lykeios (Lu- kian. Anacharsis 7) hat man widersprochen unter Hinwei» darauf, daß das Original die Kit har«, nicht wie der Lykeios den Bogen, gehalten habe (vgl. Antelung. Helbig“ I, 878). Doch ist die Ki- thara tatsächlich nur am capitolmischen Exemplar gesichert, welche« «ich aber schon durch die Hin- zufügung derChlamvs und durch die stärkere Nei- gung nach seiner linken Seite hin als spätere Um- bildung kundgibt Der Bogen dagegen ist nicht nur »n dem leicht umgebildetcn Dresdener Exem- plar vorhanden, sondern auch durch den Köcher* rest an dem Venezianer bezeugt. Dennoch ist die Zurückfülirung auf den Lykeios nicht wahrschein- lich, da dieser nach Lukian auf eine Stele gelehnt war, eine solche aber bei keinem Exemplar unsere« Typus nachweisbar ist. Dieser kehrt auf zwei athenischen Münzen (Klein, Praxiteles, S. 158, Fig. 23 link« und Inihoof-Oardner, Nuimsmatic Coinm. on Pausanias, pl. CC, XVIII) wieder. Mit einem litterarisch überlieferten Werke läßt er sich nicht identificieren. 2493 96. Jünglingsstatue mit aufgc setztem bacchischen Kopf. 1), 146. Am Kopf sind ergänzt: Nase, Lippen, Kinn. Brauen, der größte Teil der .Stirn und der Locken über der Stirn (darunter befinden sich antike Reste), Kleinig- keiten sonst an Lidern, Locken und Früchten. Die Pupillenangahc w ird wohl auch modern «ein. Die Schwellung derUnterctim ist antik. An Torso wie an Kopf ist der rechte Kopfnicker stark ge- spannt, aber beide verlaufen nicht in einer Linie, sondern der des Kopfe« liegt weiter naeh der rechten Schulter zu. Der linke Kopfnicker ist am Torso deutlich fühlbar, am Halse nicht zu spiireu. Auch hinten stößt die Mittellinie des Nackens nicht mit der des Kopfes zusammen. Der Kopf kann also trotz der Übereinstimmung von Größe, Arbeit, anscheinend auch Marmor, und obwohl die Com- missur an einigen .Stellen fast wie Bruch aussieht, nicht wohl zugehörig sein. Man könnte denken, er sei gebrochen und nur falsch aufgesetzt worden ; aber wenn man ihn dann zur rechten Schulter drehte, damit die Mittellinien hinten aufeinander paßten, so würden vorn die Kopfnicker noch viel weiter auseinander kommen. — Die Arme sind ergänzt; ihre Richtung ist durch die Stümpfe gegeben. Ob antike Spuren für die in die Digitized by Google Venedig 20 19 IX, ‘2497 — 2511 Hüfte gestützte Linke vorhanden sind, ist nicht mehr zu sehen. Die Schamteile sind neu. Die Beine waren am Ansatz und an den Knicen gebrochen. Sie sind jedenfalls alt, ihre Zugehörigkeit sehr wahrscheinlich. Der linke Fuß mit dem Ansatz des Schenkels, die Ferse und die Zehen dea rechten Fußes sind neu, ebenso die Außenteile derPlinthe. Der Stamm mit dem außerordentlich fein gearbei- teten Schweinsfell ist antik, scheint aber nicht zu- zugehören. Kr hängt unten nicht mit den andern Plinthentcilen direkt zusammen. Am Oberschenkel • mit dem allerdings auch früher ein Baumstamm verbunden gewesen sein muß) sitzt er anscheinend mit Schnitt an. Auch ist er weniger geputzt al9 die übrige Statue und von besserer Arbeit. Der Marmor der Statue Ist mehrfach geplatzt, z. B. auf der rechten Schulter und am rechten Glutaeus. Der Rücken ist sorgfältig ausgeführt. Der Kopf ist stilistisch Xr. 2430/31 verwandt. Das Vorbild des Körpers kann nach Motiv und Einzel ausführung noch dem 4. Jahrhundert angehört haben. Amcluug schreibt den Ivopf (Revue areheo- logique 1904 II S. 336 ff. Fig. 7) dem Künstler des Apoll vom Belvedere zu. 2497/9$. Köpfchen des Ammon. D. 147. Ergänzt: das Bruststück. Höhe des Antiken etwa 0,15. Die Nase alt. Nach der Arbeit der Haare und der Pupillenangabc aus dem Eude des 2. Jahr- hunderts n. Uhr, Von flüchtiger und dekorativer Ausführung, aber wegen d<*s lebendigen, fast por- traithaften Ausdrucks nicht ohne Interesse, 2499—2502. Kopf des Mclcnger. D. 14t*. Die Büste, an der der rechte Ärmst umpf ergänzt ist, ist jedenfalls antik und wohl aus einer Statue /.urcchtgeschnitten. Der Halsbruch ist verschmiert; gegen die Zugehörigkeit zum Kopfe sprechen trotz des durchgehenden „Platzer*** rechts vorn die Ab- weichungen von den übrigen Repliken. Atu Kopf sind Nase und Kinn ergänzt; der Mund ist antik. Gute und sorgfältige Wiederholung. 2503 — 07. Gruppe von Dionysos und Satyr. I). 149. Brunn- Bruckniunn, Text zu Tafel 620, Fig. 4. Aus Athen (s. Valentinelli zu Nr. 85). Von der Plinthc sind die äußeren Ränder und das Stück unter dem. samt dem Unterbein ergänzten, linken Fuß des Satyrs, neu. Das rechte Bein des Satyrs hängt ungebrochen mit der antiken Plinthc zusammen. Ergänzt ist ferner der rechte Arm des Satyrs, seine Hand an der Hüfte des Dionysos aber alt. Der Kopf des Satyr», an dem die Nase ergänzt ist, war gebrochen, ist aber zu- gehörig. Füße und Beine des Dionysos hängen mit der Plinthc ungebrochen zusammen Ergänzt ist am Dionysos der ganze Rücken von oben bi» unter den umgeschlungenen Arm des Satyr», ebenso die Rückenpartie unter dem linken Arm Dieser ist alt und ungebrochen bis zur Mitte des Unter- armes; die Hand ist neu. Neu ist ferner der rechte Arm des Gottes mit Ausnahme de« Hand- gelenkes und der Hand, an der wiederum die Finger ergänzt sind. Ferner ein Teil des Kopfes hinten, wo der Arm aufruht. Der Kopf war im Halse rundum durchgebrochen. Vorn ist ein Stück eingesetzt. Die Nase ist ergänzt. Rote Farbspuren am linken l'nterscheukcl des Dionysos. Im übri- gen stark geputzt Stämme hinter den rechten Beinen des Dionysos und de» Satyr». Am linken Oberarm dea Satyrs Rest des Pedums. Die zu- rückgelehntc Haltung des Dionysos ist antik, über den Typus vgl. Text zu Brunn- Bruckmann 620 und Ducati, Osterr. Jahrcsh. XVI, 1913, S. 107 ff. Be- merkenswert ist, daß in Athen, woher unser Exem- plar stammt zwei weitere ähnliche, aber unvoll- endete Gruppen fDucati a. a. 0. S. 108, Fig. 57 u. S. 112, Nr. 12) gefunden worden sind, 2508—2511. Weibliche Statue mit auf- gesetztem Athena-Kopf. D. 154. Hoch ca. 2,85 m mit Plinthc (diese 0,14 m hoch). Die Statue ist derartig mißhandolt, daß eine genaue Feststellung de» Tatbestandes trotz eingehendster Untersuchung nicht iu allen Teilen möglich ge- wesen ist. Der Marmor des Torsos ist grobkörnig, krv»lalliiiiseh. leicht bläulich. In einer Höhe von ungefähr 20 cm über der Plinthc ist die Statue quer durch geh rochen; die Brüche Bind verschmiert, viel daran geflickt. Die Plinthe ist sicher, da» Unterteil höchst wahrscheinlich neu. Modern ist ferner der untere Teil der neben dem linken Schenkel herabfallenden Gewandpartie und der linke Arm mit der Schulter. Die grobgepickte Anstückungs- ftächc scheint antik zu »ein. Die rechte Schulter besteht aus Gips. Der rechte Oberarm ist eher modern als antik. Auf der Rückseite befindet sieh im rechten Schulterblatt, etwa in der Höhe der Brust, ein große», leeres Dübelloeb, etwa 101 f cm tief, 8 cm breit, 5*/Ä cm hoch, und da- neben, nach außen hin, eine etwa ebenso hohe, ungefähr I cm tiefe, I*/t cm breite Eintief ung. Beide Einarbeitungen sehen antik aus. Zur Be- festigung der Statue an einer Wand haben sie offenbar nicht gedient. Am nächsten liegt der Gedanke an einen eingelassenen Flügel. Im linken Schulterblatte ist von einer Vordübelung nichts zu sehen. Doch könnte sie unter dem angesetzten Nackenschopfe verborgen sein. Ein im linken Scliulterblatte steckender Metalldübel ist wohl Digitized by Google 21 IX. 2512— 251 * Venedig 22 modern und mit dem angesetzten Arm in Ver- bindung zu bringen. Am linken Oberschenkel seitlich zwei weggebrochene Stützen, wohl für frei gearbeite Gewand falten. Am Schnittpunkt der Kreuzbänder auf der Brust ist wahrscheinlich ein Gorgoneion aus Gips ergänzt gewesen. Auf der ge- rauhten Fläche drei Stiftlöcher für Metall. Im Ge- wände links über der linken Brust nach dem Arme zu ein kleines, nicht sehr tiefes Loch; an der entprechcnden Stelle rechts, ein klein wenig höher, ein ebensolches, noch weniger tiefes, da» nach dem Arme zu ausgebrochen ist. L)er Zweck dieser Löcher ist unklar. Dio Rückseite ist nur ange- legt. Der Kopf, der früher einen großen Helm aus Gips trug, scheint aus dein gleichen Marmor wie der Torso zu bestehen. Kr ist aber offenbar nicht zugehörig. Der Hata war in der Gegend der Halsgrubc vom Bruststück gebrochen; beide Teile gehören aber trotz etwas verschiedener Färbung sicher zusammen. Das Bruststück ist zum Ein- setzen in einen Gewandausschnitt bestimmt. Der Torso hingegen hatte einen mit ihm zusammen- gearbeiteten Kopf, von dessen nackten Halsteilen noch die äußeren Ränder an den Schultern erhalten sind. Diese sind dann vom Ergänzer für das Brust- stück des aufgesetzten Kopfes zurechtgearbeitet worden. Kopf w ie Torso batten Nackonschopf. Die Reste sind durch ein modernes Zwischenstück ver- bunden. Der Kopf der Statue war, nach der Lage des Nackenschopfes, zur rechten Schulter gewendet Der Kopf ist. samt der Nase, vorzüglicherhalten aber stark geputzt. In der Lippenspalte und an den Augen Reste roter Farbe. Löcher für Ohrringe. Der Helm hatte korinthische Form, über der linken Schläfe auf dem Schädel ein Stiftloch für Bronze. Die Statue trägt Chiton mit langem Überfall, dessen Bausch über den G&rtel gezogen ist. über den Bausch geht ein zweiter, sichtbarer. Gürtel, von dem Kreuzbänder über die Brust laufen. Ob an ihrem Schnittpunkte auch ursprünglich ein Gorgoneion oder nur ein Schmuckstück war, läßt sich nicht mehr feststellen. Aber auch, wenn das Gorgoneion gesichert wäre, wäre damit nicht dio Deutung auf Atluma gegeben, da ja z. B. der Karyatidentypu» Kleusis Alban i lHelbigJ 1832 33) die Kreuzbänder mit Gorgoneion trägt. Die vorausgesetzten Flügel lassen ebenso an eine Deutung auf Nike oder Nemesis denken. Die hohcGürtuug und die detaillierte Faltcngebung des Chitons unten verbieten eine Datierung ins 5. Jahr- hundert. Vielleicht gehört dcrTypus auch stilistisch in die Zeit der oben genannten Karyatiden. Der Kopf steht dem Typus der Athenn Vdletri nahe. 2512. Statue eines Dioskuren. D. 1511. Ergänzt: Plinthe und Stamm, linkes Bein von der Mitte des Oberschenkels ab, rechtes Bein vom Knie ab, rechter Arm, linker Unterarm mit Chla- tnys und 8chwert, von dem nur das Ortband antik ist, die Nase. Am rechten Oberschenkel außen große mit Gips geflickte Stelle. Die An- gabe der Augensterne ist antik. Der rechte Arm ging nach außen Stern auf der Mütze. Römische Decorationsfigur, aus derZeit um 200 n. Chr.. ohne Anschluß an ein bestimmte» Vorbild. 2513. Oberteil einer Dionysosstatue. D. 161 Aus einer Statue zurechtgearbeitet. Neu: die Nasenspitze. Über der Stirnbinde kleine Hörnchen. Gefällige, leere, römische Erfindung im Anschluß an Werke des 4. Jahrhunderts. Amelung erkennt hingegen hier eine Kopie nach einem Werke des Kephisodot (Arch. Anz. 1918. Spalte 52). 2514 15. Kopf der Statue des bogen- spannenden Eros. D. lf>ß. Klein, Praxiteles, S, 281, Nr. 25. Die Statue ist von Alinari, Nr. 12903. photographiert. Gipsabguß in München. Der Kopf sitzt mit Schnitt auf und ist nicht zu- gehörig, da aus anderem, feinerem Marmor und von anderer Erhaltung. Kr stammt von einem andern Exemplar desselben Typus. Unterteil der Nase und ein kleines Löckchen links hinten sind neu. Sonst ist er intact und nicht geputzt. DiitschkcB Angabe, er habe keine Sch eitel flechte, ist irrtümlich. Der Körper, aus grobkörnigem, „tliasischem“ Marmor, ist geputzt, aber el>enfalls von guter Arbeit. Ergänzt sind an ihm die Plinthe, der linke Fuß, der rechte Fuß mit Schenkclan- satz, die linke Hand mit ArmanBatz. der rechte Arm. Von den mehrfach gebrochenen Flügeln scheinen nur die Ansätze alt. vom Bogen ist nur der Rest an der rechten Wade antik. Der Stamm mit dem Löwenfell hängt ungebrochen mit dem linken Bein zusammen. Das Glied ist nicht, wie Diitschke angibt, besonder« an gesetzt, sondern un- gebrochen. Der Kopf, von sehr sorgfältiger Arbeit, zeigt in der Stilisierung der Locken über der Stirn Abweichungen von den übrigen Exemplaren, die aber nur auf den Kopisten zurückgehen. 2516-2518. Dreiseitige Basis. D. 171. Hauser, Xcuattischc Reliefs, S. 138, Nr. 49 Zu- stand der Oberseite nicht zu erkennen, da bedeckt Verwaschen. Die Greifen an den Ecken scheinen großenteils ergänzt Genauere« ließ sich infolge der damaligen Aufstellung des Stücke« nicht fest- stellen. Auf den drei Seiten Anubis. Isis um! Harpokratc*. Anubis hält in der Rechten einen Digitized by Google •23 21 IX, 251 9—2529 Palmzweig. Dam Sistnim in der rechten Hand der Isis ist verrieben. Die untere Dccoralion int der der Dresdner Basis (Br — Br 150) verwandt. 2519/2520. Kopf der St at uet t e des Odys- seus. D. 176. Furtwängler- Urliehs, Handaus- gabe der Denkmäler3 Taf. 43, 8. 142. Roscher, Mythol. Lex. s. v. Odysseus III, Sp. 678. Franz Müller, Die antiken Odyssee-Illustrationen, S. 144. Die Statue ist von Alinari Nr. T2902 photogra- phiert-. Gyps des Kopfes in Miincheu. Fein körniger weißer Marmor. Au der Statue sind er- gänzt* Der rechte Arm, die linke Hund, der Zipfel der Chlamvs unter dem linken Oberarm, der linke Untersehenkel und der Fuß. Die PI int he ist nur in der Umgegend des Stammes und de» rechten Fußes antik, ihre ursprüngliche Form nicht mehr bestimmbar. Das Schwertband endigt auf dein linken Olutaeua in Fransen. Das rechte Bein war am Ansatz gebrochen, ist aber, ebenso w ie der Stamm mit dem darüber geworfenenen Sch uppen panzer, antik, da an beiden Pflanzenfaaersinter vorhanden ist. Der rechte große Zeh ist neu. Im rechten Ober- schenkel außen und im linken Oberschenkel außen sind große Stücke eingedickt , ebenso im Kücken rechts an der (Einziehung der Hüfte. An der rechten Seite des Bauches eine große, weggearbeitete Stütze von etwa 2 */, cm Durchmesser, vermutlich mit einem Attribut des anders zu ergänzenden rechten Armes in Verbindung zu bringen. Der große Chlatnysknopf ist völlig antik. Die ganze Figur ist geputzt. aber nicht verputzt, der Kopf ungewöhnlich gut erhalten. Das Motiv der Statue ist von Furtwängler richtig gedeutet worden: * Palladionraub oder Dolonie. Sie kann nicht, wie Franz Müller an- nahni, mit der vaticnnrichen Odysseus -Statuette (Helbig* 117) zu dem gleichen Cyklus gehört haben, da diese ihrem Stile nach in eine spätere Zeit zu setzen ist. Das Motiv der Venezianer Statuette er- innert sehr an das de* böckohent ragenden Satyrs E— A 1570. Der Kopf ist dem Zeus von Otricoli verwandt. 2521. Maske. D. 177. Ergänzt: Nase, Unter- lippe, linker Teil der Oberlippe. Kleinigkeiten an den Haaren. Vgl. zu Nr. 2571. 2522 2523. Kopf der Statuette D. 181. Die Statuette hat Furtwängler. Griech. Origi- nalität uen in Venedig Tafel VII, 3, S. 303 f. publi- ciert. Furtwängler hat die Zugehörigkeit des Kopfes, an dem Nase und Kinn ergänzt sind, bestritten Mit Unrecht; denn wenn der Kopf auch offenbar infolge von Lagerung in anderem Erd- reich etwas hellere Farbe hat, so entsprechen sich Venedig doch die Faltenzüge des Schleiers an Kopf und Körper (ohne daß ein Stück zwischengesetzt wäre) so genau, daß Zweifel an der Zugehörigkeit nicht möglich sind. Die Formen des Kopfes stimmen zu der aus den Gewandmotiven zu erschließenden Datierung in das 2. Viertel des 4, Jahrhunderts. Frische originale Arbeit. 2524 — 2526. Dreiseitige Candelaber* basis. 1). 189. Trotz der mehrfachen Ergänzungen macht die Arbeit der Reliefs in verschiedenen Einzelheiten einen derartig unantiken Eindruck daß wir das Stück für eine Fälschung der Re- naissance halten müssen. 2527. Torso einer F rauenat atuette mit archaistischem Idol. D 193. Linker Unter- arm und Kopf waren liosondera gearbeitet und mit tiefen Marmorzapfen eingelassen. Stark ver- wittert, alier ungeputzt. Eine Wiederholung, in hall er Größe, beim Earl of Wemysa (Burlington Exhibition 1904. pl. XXXI, No. 42, p. 28 — Rei- nach, R£p. IV, 417, 8; ob hier ebenfalls ein Idol vorhanden war, läßt sich nach der Abbildung nicht featstellen). Grobe, aber vielleicht noch griechische Arbeit nac h frühhellenistischem Vorbild. Nahe verwandt, aber ohne Chiton, die Aphrodite Lovatelli aus Pompeii in Neapel (Quida Nr. 1825); vgl. auch die „Aphrodite*4 von Chaeronea in Athen iNat. Mus. Nr. 080). Das Idol ist, wie Dütschke schon bemerkt hat, dem der Artemis von Larnaka (Bulle, Archaisierende griechische Rundplastik. 8. 20, Taf. 5, Nr. 40) sehr verwandt. 2528. Statuette der Aphrodite. D. 194. Ergänzt: Plinthe mit Füßen, Pfeiler, rechter Arm. die ganze Partie um die rechte Brust und das ganze überteil der Brust now ie der Hals, ferner da» (ie wandstück um den linken Ellenbogen. Der Kopf, an dem das Unterteil der Nase ergänzt ist, schien mir antik, ist aber nicht zugehörig. Der Marmor der Statuette ist an verschiedenen Stellen geplatzt, so daß fast der Eindruck von Schnittflächen entsteht. Der Oberkörper ist arg übergangen; ursprünglich war die Arbeit nicht schlecht. Wenn Kopie eines altern Werkes, nach den schlanken Proportionen erst hellenistisch. In der Gew&ndanordnung über dem rechten Bein steht am nächsten wohl die Venus von Agrn (Rcinach, R5p. II, 335, 9). Der aufgesetzte Kopf ist ein Portrait traianischer Zeit. 2529. Statuette des Apollon. D. 197. Overl eck. K unstmythologie des Apollon, S. 194 Nr. 1; Taf. XXI, Nr. 35. Ergänzt: Plinthe mit HauuiHtaimn unter dem linken Fuß und mit dem linken Unterschenkel, sowie mit dem rechten Digitized by Googid 25 Venedig IX, *2530—254 1 Fuße und dem Unterteil des Stammes neben diesem, der Köcher, von dem nur ein Teil des Bandes antik ist, der rechte Arm von Mitte des Oberarms ab, die linke Hand und das Oberteil der Kithnra zum größten Teil. Am ungebrochenen Kopf sind Nase und Lippen neu. die Pupillen leicht eingerissen, Lorbeerkranz. An der Leier ist die Be- festigungsart der Saiten sehr eingehend dargestellt. Gewöhnliche Kopistenarbeit. Wiederholung im Museo archeologico in Florenz: Milan i I, p. 323, Nr. 184; II, tav. CLVIT = Overbeck a.a.O., S. 194,2. Overbeck führt noch eine dritte Wiederholung (kleine Bronze in Florenz) an, die uns nicht be- kannt ist. Die Florentiner Statuette ist etwas mehr vorgeneigt. Dem Kopf der Venezianer Statuette ist nächstverwaudt der Kopf Ny Carls- berg Nr. 76 (Arndt, La glvptoth&que Ny C., pl. 69). Danach und nach dem Motiv würde man das Original noch in die Zeit vor Alexander setzen. Doch müßte inan den Kopf der Florentiner Re- plik genauer vergleichen können, dessen Haar nach Arndts Notizen seitlich gelockert ist, ähnlich wie bei der Antiochia des Kutycliides. 2530. Torso des Eros aus der Gruppe Eros und Psyche. I). 198. Ansatzrest am linken Oberschenkel. War ehemals ganz gut. Helbig (Rendic. dei Lincei V, 1889, 841 ff.) hat richtig zwei Fassungen der plastischen Gruppe von Eros und Psyche getrennt, die sich äußerlich durch das Vorhandensein oder Fehlen der Flügel Unterseite. den. Von den übrigen Wiederholungen der Fassung mit Flügeln weicht unser Fragment durch die etwas verschiedene Haltung der linken Hand der Psyche ab. Die Litteratur über die (•nippe siehe zuletzt bei Hclbig, Führer11 1, 802. 2531. Männliche Statuette. 1). 199. Neu: Plinthe, Füße, Unterteil des Klotzes neben dem linken Fuß und Kleinigkeiten. Das Gewandmotiv erinnert an das des Asklepios derUffizien (Amelung Nr. 95) und seiner Verwandten. Leidliche Arlteit. 2532. Statuette des Asklepios. D. 200. Der Kopf sitzt mit zwischengesetztem Halsstüek auf. Obwohl er die nämliche braune Marmor- farbe wie der Torso aufweist, ist er doch zu groß, um zugehörig zu sein. Nase, linke Braue und der ganze Bart sind neu. Die Haarpartie im Nacken ist ungeheizt, scheint aber alt zu sein. An dem herabfalienden Mantel links Stützenrest für den linken Unterarm oder sein Attribut. Der linke Teil des Omphalos war antik angekittet. Die Rechte war in die Hüfte gestützt. Viel Licge- falten in» Gewand. Harte .Arbeit griechischer Herkunft, wie schon die Marmorfarbe beweist. 2b Typus der Statuette der Münchner Residenz K-A 915. Vgl. zu diesem auch: Reinacl», Rep. II, 37, 3: III. 12, 8; IV, *22, J. Im Haar ein breites Band. Stark vorspringende Unterst irn. Der Kopf scheint dem Berliner Kopf: Inv. 1502 (Rom. Mitt. XXXII, 1917. S 96) nmheztietohen. 2533. Torsode» bogensp annenden Eros. D. 201. Klein, Praxiteles, S. 231, Anm., n* 19. Vom rechten Flügel ist ein Rest vorhanden. Tiefe Zapfen- löcher für Kopf und linken Arm. In den Einzel- formen stark übertriebene Replik (vgl. Xr.2514 15). 2534 - 2536. Dreiseitige Basis. D. 204. Hauser, Ne uat tische Reliefs, S. 91, Nr. 12. Ergänzt : die Ecke 2534 rechts zu 2535 link». — 2534: Satyr mit Fruchtschiissel vor Altar. 2535: Pan mit Sckwcinsfell, einer Pantherin eine Traube hin- haltend. 2536: Agaue mit dem Haupte des Pont heu«. In der Rechten Doppelthyrsos mit Bändern. — Starke Verwendung des Bohrers. 2537. Torso der Aphrodite. D. 205. Stützenrcst am rechten Oberschenkel hinten. Kein N&ckcnhaar. Rechter Kopfuicker ein wenig ge- spannt. Vorderseite gänzlich geputzt und schlecht j erhalten. Die Linke hat das Gewand über dem Oberschenkel gehalten, die Rechte bedeckte die rechte Brust. Vgl. E A 2015. 2538 2539. Statuettentorso, Wieder- holung der „Aspasia“. I). 206. Neu: Plinthe. Der Kopf war einmal modern ergänzt; der Holz- dübel steckt noch im Torso. Wenig geputzt. Gute Arbeit. Vgl. 2419 20. Eine weitere Sta- tuettenreplik (mit. Kopf und profilierter Basis 0,50 m hoch: „in pietra fosfato di calce“) befand sich 1831 noch im Museo Orimani in Venedig: Antonio Sanquirico, monumenti del Museo Grimani. pubblicati nolP anno 1831, tav. 38 („Mncmosine“). Der Kopf scheint nach der Zeichnung dem von i Amelung w'icdergewonneuen zu entsprechen und könnte danach antik sein. Unsere n° 2538 39 ge- hört zu denjenigen Grimanischen Antiken, die be- reit« 1586 in den Besitz der Republik kamen. 2540 2541. Weibliche Statuette. D. 207. Furtwangier, Originalstatuen, S. 300 ff., Taf. IV, 2. i Abguß in München. Hermann, Text zu Brunn- , Bruekmann 536, S. 2, Anm. 2 Zu Furtwiinglers Ergänzungsangahen ist zu bemerken: neu sind rechter Arin von Mitte des Oberarm« ab, linke Hand mit Ansatz des Unterarms, der von dieser aufgezogene Gewandzipfel (der an Schulter wie Hand Schnittflächen zeigt) sowrie derjenige, der von ihr zum linken Oberarm geht (sein unterster Rest auf dem Oberarm antik). Der linke Arm war an der Schulter gebrochen: ich liale ihn Digitized by Google IX, 2542—2551 Venedig aber für antik bis zum Handgelenk gehalten Das Stück ist von Furtwängler richtig mit den Skulpturen von Phigalia in Verbindung gebracht worden; auch die Faltengebung der Rückseite ist hierfür »ehr charakteristisch. 2542 2543. Kopf der Statuette eines gestürzten Galliers. I). 208. Brunn, Kleine Schriften. II, 417, Abb. 55. Bulle, L)er schöne Mensch, S. 486 ff., Abb. 150, Taf. 228, Das linke Profil auch Phot. Naya 409, die Statue Alinari 12905 und Naya 409. Ergänzt ist die Unterseite der Plinthe, der rechte Arm, der linke Fuß (so wenigstens Dütschko), die Nasenspitze. Iler obere Teil der Plinthe besteht au» mehreren, durch Schnitt getrennten Stücken, die mir aber alle antik schienen, auch das Stück mit dem Felsen und der linken Hand, die am Gelenk mit Schnitt ansitzt. Die Politur ist modern; unter der rechten Achselhöhle und am Ansatz de» rechten Ober- schenkel» antike Oberfläche. Der Marmor bat den bläulichen Schimmer, der auf kleinasiatische Herkunft deutet. 2544. Kopf der Statuette eines toten Galliers. D. 209. Brunn. Kl. Schriften, II, 418, Abb. 56. Phot, der Statue Naya 429, Alinari 19906. Ergänzt: Kinn. Lippen und Unterteil der Nase. Die Plinthe hat nur an der «Schmalseite bei den Füßen antiken Hand; sonst ist sie überall rauh gepickt und auf der Unterseite ausgehöhlt, 1 wohl erst in moderner Zeit. Im Schild diesseits de» linken Arme» drei kleine, offenbar moderne Löcher. Unterhalb von ihnen auf der Plinthe eine Einticfung. die vielleicht antik ist. Am linken Fuß waren die drei letzten Zehen besonder» angestückt, ohne Dübel, offenbar nur mit Kitt Im Gürtel an der rechten Hüfte ein kleines Stift- loch für Bronzezutat. Unter den Hoden und am Beginn der Glutaeenspalte ungeputzte Stellen. 2545 46. Kopf der Statue des Ganymed. D.212. Roscher, Myth. Lex. s.v. Ganymed, Sp. 1598f. Photographie der «St at ue : Sal v i at i 1 39 1 , A I inari 1 8637 . Angeblich aus Konstantinopel nach Venedig ge- kommen. Neu am Ganymed: Unterteil der Nase. Flicken im Kinn, linkes Bein bis auf den Ansatz, rechte« Unterbein, Genital und anstoßende Bauch- partie, beide Arme von der Mitte der Oberarme ab, Gewandrand am linken Oberarm; am Adler: die freistehenden Teile der Flügel, ein großer Teil des Schwanzes, der Schnabel. Der Rücken des Adlers ist in der Mitte dick mit Gips verschmiert, so daß man nicht feststellen kann, ob die Gruppe, wie jetzt, aufgehängt war oder ob sie, wie Over- beck (Kunstmythol. d. Zeus. S. 526 ff.) vermutet. 28 einen Baumstamm als Stütze hatte. Die Pupillen als einfache Löcher. Arbeit um 200 n. Cbr. Eine modilicierte Wiederholung im Gegensinne von der lncatada in Saloniki: Overbeck a. a. 0, S. 527. Nr. 15. Vgl. auch Einzelaufnahmen 239. 2547. Gruppe de» Mit h ras mit Stier. D. 213. Cumont, Mysteres de Mithra II, p. 223, Nr. 50, Fig. 52. Ergänzt: Der rechte Unterarm mit dem Oberteil des «Schwerte«, der linke Arm «amt der Schnauze des StiereB. Hörner, Schwanz- spitze und linke« Knie des Stieres, der flatternde Teil der Chlamys, die Nase des Mithr&a. Der äußerste Teil der Gruppe link« vom Beschauer (rechter Fuß de« Mithra« und rechter Hinterfuß de« Stieres) sind angesetzt , könnten aber antik «ein. Cumont notiert rote Farbspuren an der Tunica. Gewöhnliche Arbeit frühesten« antoni- niseher Zeit. 2548. Vorderteil des Fuße« einer Ko- lossalstatue. D.214. Gesamt maaße bei Dütschke. Länge der dritten Zehe 0,40 m. Ergänzt: Spitze der großen Zehe, ganze zweite Zehe und der hintere Teil des erhaltenen Fußabschnittes rechts. Hinten glatte Schnittfläche, in deren Mitte ein tiefe» Dübelloch. An die«e stößt in etwa« stumpfem Winkel eine zweite Schnittfläche an. in welcher ein kleinere« Dübelloch sich befindet; darin anscheinend noch Metallreste. Stiftlöcher für. Bronze am großen Zeh recht« außen hinten und oben an »einem hinteren Ende, ferner zwei hintereinander am oberen Ende der dritten Zehe und zwei auf der kleinen Zehe, für die Riemen der Sandale. 2549. Rückseite der weiblichen Sta- tuette D. 215. Furtwängler. Originalstatuen, Taf. VI, 3, «S. 31 Of. Zu Furtwängler« Notizen ist hinzuzufügen . daß auch der vordere Teil der rechten Brust neu ist. Das obere Ende des Haar- schopfe« ist nicht „überarbeitet“, sondern modern. Am linken Oberschenkel und in der Kniegegend viele Ra«pe Ist riclte. Am linken Oberschenkel ist der zart ausgeführte Chitonüberschlag sichtbar. Der Gowandtypu* ist ein Vorläufer der zuletzt von Watzingcr (63. Berl. Winckelm. -Progr. S. 9. Anm. 19) besprochenen „Melpomeneu. Der Kopf ist ein frische« Mädchen porträt aus der Zeit der Kaust ina. 2550 51. Kopf der Statuette eine« stürzenden Gallier«. D. 217. Brunn, Kleine Schriften II, 416, Abb. 54. Die Statue: Phot. Naya 410, Alinari 12904. Ergänzt: Beide Arme, das ganze reobte Bein, der linke UnterechenkeL die Stütze unter dem Hintern (zu untermchen Digitized by Google i..: ‘29 IX, 2552-2566 bleibt, ob noch antiken Spuren) und die (mehr- fach gestückte) Plinthe, ferner Penis und Hoden (vom Schamhaar ist nur der Teil links antik). Am Kopf ist die Nase ergänzt. Wae auf dem Scheitel wie zwei puntelli aussieht, ist wohl viel- mehr nur der Rest einer weggebrochenen frei- stehenden Locke. Das Haar ist von der Ab- formung her noch dick mit Gips verschmiert. Die starke Politur ist modern; das Haar hinten ziemlich unberührt: glatt, aber nicht geglättet. — Antik ist von der Figur also nur der Torso mit dem Kopf und dem linken Oberschenkel. Ob die jetzige Ergänzung das Richtige trifft, bedarf er- neuter Feststellung. 2552 53. Statuette des Narkiesos. D.221. Roscher; Myth. Lex. s. v. Xarkissos, Sp. 18, Nr. 1, (= Nr. 4). Sehr schlecht erhalten und aus vielen Teilen zusammengestückclt, so daß die Richtig- keit der Ergänzungsangabon Dütschkes ohne vor- herige Reinigung nicht nachzuprüfen ist . Die Plinthe ist antik und zugehörig. Stamm , linker Ober- schenkel des Narkiss und linker Flügel des Eros hängen ungebrochen zusammen. Zwischen dem Ansatz des Flügels am Stamm und dem Rücken des Eros ist ein Stück zwischengesetzt, wodurch erst die starke Vorwärtsneigung des Eros ver- ursacht worden ist. Bei seiner jetzigen Stellung würde sein rechter Arm, der den linken Ober- schenkel des Narkiss berührte i Spuren vorhanden!, übertrieben lang werden. Der Kopf des Narkiss war nach seiner Linken gewendet. Die Statuette war ursprünglich von ausgezeichneter Arbeit, auch im Rücken, ein Kabinettstück h&drianisch-antoni- nischer Zeit. Von den bei Roscher a. a. 0. an- geführten Statuen ist Nr. 2 (Chiaramonti 655) anscheinend eine genaue Wiederholung, Nr. 3 (Palermo, Einzelaufnahmen 559 dj eine solche mit Zufügung des Gewandes. Replik ist auch vielleicht Berlin 225 und Reinach, Rep. III, 33,3 (nach Gips im Louvre; ein solcher auch in Würz- burg). Die schlanken Formen weisen den Typus in nachlysippische Zeit. 2554. Statuette der Nike. D. 222. Er- gänzt: Kopf, rechter Arm, linker Unterarm (der Palmzweig gesichert). Römische Decorationsfigur von höchst unerfreulicher Arbeit. Die von Dütschke verglichene Statue in Florenz (D. 127 = Einzel - Aufnahmen 350) ist keine Wiederholung. 2555-57. Dreiseitige Basis. D. 223. Hauser, Neuattische Reliefs, S. 91, Nr. 13. Hülsen, Römische Antikengärten, S. 64, Nr. 73. Aus der Sammlung des Kardinals vonCarpi. In Dütschke» Beschreibung ist vielfach rechts und link» ver- Venedig 30 1 wechselt. Nach der bei Hülsen wiedergegebenen i Zeichnung des Codex Pighianus war früher oben der Anfang des Kandelaberschaftes erhallen. Die Basis, auf der das Stück jetzt ruht, ist modern. 2558. Männlicher Torso. D. 224 Stützen- rest am rechten Oberschenkel für den rechten Arm. Nach einem Original des strengen Stils. Die eigentümliche Wiedergabe des PenisanB&tzes findet sieh u. a bei zwei gleichzeitigen Apollon- figuren: der Statue Pitti (Br— Br 304) und dem Torso von Gortyn (Mon. dei Lincci XVIII, p. 251, Fig. 31). Die schlecht gearbeitete Chlamys ist jedenfalls Kopistenzutat. 2559. H e k a t e i o n. D. 225. Petcrsen. Arch. ep. Mifct. V, S. 29. Roscher, Myth. Le\. s. v. Hekate, Sp. 1907f Kopf der hintersten der drei Chariten fehlt. Sonst gut erhalten (gegen Dütschke). Genaue Wiederholungen scheinen nicht vorhanden. 2560. Weibliche Statuette. D. 227. Hoch 1,27 m. Ergänzt: Plinthe, Füße, fast der ganze Gewandwulst vorn, die linke Brust, der ganze rechte Arm und die ganze linke Seite des Rückens; vom linken Arm ist nur die Vorderseite des Ober- arms antik. Am angesetzten, stillosen Kopfe (eines Apollon) sind Hals, Kinn, Unterlippe, Nase neu. Er trägt einen Lorbeerkranz; die Pupillen sind angegeben. Der Torso (Liegefalten) nach einem Original aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts. 2561. To rso einer männlichen Sta- tuette. D. 232. Ergänzt: Plinthe, Stamm, Unter- schenkel, Arme. Geputzt. Wohl von einer Dionysos- figur der üblichen römischen Art. 2562. Hermaphrodit aus dem Sym- plegina mit dem Silen. D. 233. Arndt, La Glyptoth&que Ny Carlsberg, p. 192, Anm. I. Er gänzt: der Stumpf des rechten Armes, die linke Schulter, der Kopf. Sehr schlecht erhalten. 2563. Weibliche Ge wandstat uette. D.234. Furtwängler, Originalstatuen, S. 290 (mit unge- nügender Abbildung). Ergänzt: Kopf, rechter Unterarm, linke Hand, rechter Fuß, Außenränder der Plinthe. Braune, griechische Marmorfarbe. Von Furtwängler richtig als griechisches Original gewürdigt und der zweiten Hälfte des 5. Jahr- hunderts zugewiesen 2564 65. Kopf eines Römers. D. 235? Ergänzt : Büste, Hals, Kinn, Nase. Auch die Warze unter dem Kinn scheint neu, die großen Ohren hingegen alt. Gutes Porträt eine« älteren Mannes aus dem Ende der Republik. 2566. Männli cherTorso. D. 237. Stützen- rest an der linken Hüfte. Reste der Hand an der I Digitized by Google 31 IX, 2567—2577 rechten. Der Kopf wandte sich zur linken Schulter. In der linken Achselhöhle keinerlei Spuren eines Stabes o. dgl. Bruatwarzcnabstand etwa 0,22 in. Auf einen Satyr deutet nichts. Wenig geputzt. Dem Meleager ähnlich, aber jugendlicher und nach der flachen Kürpcrbehandlung aus früherer Zeit. Vortreffliche Arbeit. 2567 — 69. Dreiseitige Basis. D. 240. Hauser. Neuat tische Reliefs, S. 20, Nr. 25. Er- gänzt: die drei weiblichen Vorderteile an den Ecken bis auf Teile der Flügel, die drei Kanten mit dem Perlstab und die Deckplatte von ober- halb der Kopfe ab. 2567: Tanzender Silen. Die Ergänzung des rechten Armes ist abgefallen. Flicken am rechten über- und Unterschenkel. 2568: Macnade mit Tympanon. 2569: Flöteblasender Satyr; vor ihm Löwenfcll über Fels und ein Pedum. Rechter Unterarm neu. Feine Arbeit. 2570. Statuette des Asklepios oder Zeus. D. 249. Der Kopf war gebrochen, ist aber offenbar zugehörig. Die Linke ruht auf einem vom Gewände bedeckten Stamm, die Rechte ist in die Hüfte ge*tütz\ Liegefalten im Ge- wände. Griechische Originalarbeit, auch nach der rötlichen Marmorfarbe. Genaue Wiederholungen nicht vorhanden. 257!. Maske. D. 251. Geputzt Genaue Wiederholung von 2521. Beide Masken sind trotz ihres übertriebenen Ausdruckes sicher antik, Ein ähnliches Stück habe ich i in Saal der bronzenen Michelangclobüstc im Conservatorenpalast (auf dem Tische neben dom „Scipione Africano** Nr. 8) no- tiert. Satyr oder Pan. 2572. Relief mit Herakles und üin- phale. D. 253 Roscher, Myth. Lex. s. v. Om- phale, Sp. 896. Die Frau hat die Frisur traiani- schcr Zeit und Portraitzüge. Im Kopfe des He- rakles sind individuelle Züge kaum zu erkennen Offenbar aepulcral, aber nicht von einem Sarko- phag. 2573. Spätgriechisches Grabrelief. I). 255. Der Kopf der Frau links sitzt mit Gips auf. Er ist alt, aber nicht zugehörig. Harte Ar- beit der späteren Kaiserzeit. 2574. Relief mit Eroten. D. 257. Linksist oben und unten ein Stück ergänzt. Vgl. zu 2577 2575. Relief: Triton und Nereide. D.258 Nach dem Ornamente trotz der wenig lebendigen Motive noch aus der frühen Kaiserzeit, etwa dem Gebäude der Eumachia gleichzeitig. 2576. Fragment eines „Totcumahls“ D. 262. Neu: große Stücke des Reliefgruiides, Venedig 32 Oberkopf von der Nase ab. Durch Größe und sorgfältige Arbeit ausgezeichnet. 2577. Relief mit Eroten. D. 263. Links und oben ist der größte Teil des Reliefgrundes ergänzt; auch rechts Flicken. Die beiden Reliefs Nr. 2574 und 2577 gehören zusammen; sie stammen aus Ravenna. Uber die Gruppe, zu der sic gehören, vgl. zuletzt C. Ricci, Ausonia IV, 1909, p. 247ff. Es sind Darstellungen von Götterthronen. Jcdereeits von diesen vor einer Pilosteretellung zwei Eroten, die die Attribute der betreffenden Gottheit tragen. [Uber Götterthrone vgl. Furtwängler. Meisterwerke S. 188; Reichel, Vorhellenische Götterkulte, S. 36; Fiechter, Jahr- buch d J. XXXIII, 191?, S. 179f.] Bekannt sind folgende Exemplare: 1. Saturn: a) Louvre. Fröhner 337; Ricci Fig. 5; Phot. Giraudon 2101. bj Venedig (unsere Exemplare; Ricci Fig. 6 u. 7). 2. Juppiter: Florenz, Uffizien. D. 523; Ricci Fig. 8; Phot ßrogi 9533. 3. Neptun: a) und bj Ravenna. S. Vitale Ricci. Fig. 1 und 2; Goetz, Ravenna (Berühmte Kunstatätteii 10), S. 1 1, Fig. 7; Phot. Alinari 10250 und 18686. 4. Apoll Ehemals Ludovisi, Schreiber 165. Fehlt bei Ricci. Alte Pho- tographie ,.3122“. 5. Diana. Mailand, Museo Arcbeo- logieo. Ricci Fig. 9; Phot. Brogi 13029. 6. Ceres? Ravenna, Arcivoseovado. Ricci Fig. 3; Guetz, S.9, Abb. 5; Raccoltc artistichc di Ravenna (Bergamo 1905), Fig. 94 7. Bacchus? Florenz, Uffizien. D.519. Fehlt bei Ricci. Phot. Brogi 10018. 8 Her- cules? (Zugehörigkeit nachzuprüfen): Louvre. Fr. 331. Clarac 184, 215. 9. Gottheit nicht be- stimmt. Ravenna, Areivescovado. Ricci Fig 4: Goetz, 8. 10, Abb. 6; Raceolte artistichc, Fig. 95. Nicht zu der Serie gehört das Fragment in Man- tua: D IV, 850. Mehrere dieser Reliefs stammen aus Ravenna; für andere ist die nämliche Herkunft nicht ausgeschlossen , während sie für das in Rom sich befindende zum mindesten unwahrschein- lich ist. Es liegt also nahe, an eine in Ra- venna aufgestellte Wiederholung eines römischen Monumentes zu denken. Die Darstellungen müssen auf jedem dieser Monumente zweimal vorhanden gewesen sein, ln Ravenna befinden sich außer- dem weitere Relicffragmcnte, die ähnliche Pilaster- stellungcn auf Balustraden zeigen und deshalb wahrscheinlich zum nämlichen Denkmal gehören. Wiederholungen von dieaen sowie ähnliche Dar- stellungen gibt es ebenfalls in verschiedenen Mu- seen: Altmann, Italische Rundbauten $. 51 ff.; Ame- lung. Amonia V, 1910, p. 1 10 fl. Es sind 1. Ruhig stehende weibliche Einzelfiguren mit At tri- Digitized by Google 33 IX, 2578— 25x8 buten (Reste von vier Figuren erhalten), a) Ra- venna, Arcivescovado. Ricci Fig. 11 ; Ainelung Fig. 1. b) Villa Doria Pamtfli. Ainelung Fig. 2. c) Vrilla Massimi (Giustiniani). Amelung, Fig. 3 (auf diesem Relief waren früher, nach der von Amelung wie- dergegebenen Publication der Gallen» Giustiniani, noch zwei weitere männliche Gestalten vorhanden, deren Altertum indessen zweifelhaft ist). 2. Kala- ! thiskostänzerinnen. a) Ravenna, Arcivesco- vado Ricci, Fig. 10; Goetz, 8. 8, Abb. 4. b) Villa Al- baui 967. Hauser, Neuattische Reliefs 8. 97, Nr.21; j Phot. Alinari 27684. o) Lateran (nicht auagest eilt). M — D 3499. d) Villa Patrizi. Kingcmauert. Nicht bei M — D. Phot, bei Arndt. Dem Oberteil von b) links entsprechend, e) Fragment, 1913 bei Hart wig in Rom. Phot, bei Arndt. Pilasterkapitcll und Kopfreste wie auf b) rechts. 3. Tänzerin* nen mit Guirlandcn und ’ Früchten, da* zwischen Thy rniat erien und Tempel. | a) Louvre. Altmann. Abb. 15; Amelung, Fig. 4; Phot. Alinari 22605. b) Urbino. Altmann, Abb. 13. c) Kbcmals Villa Negroni. Altmann, Abb. 14. Ab- guß des Mädchens in Würzburg. Der Rundtempel Ist wohl zugehörig, kann aber ursprünglich nicht direkt angeschlossen haben, d) Florenz. Amelung, Führer Nr. 154; Brogi 9323 (Rundtempel), e) Chiara- monti267. 4. Die borghcsiachenTänzerinnen. a) Paris. Hauser, Neuattische Reliefs. S. 46, Nr. 61; Phott. Giraudon 1057, Alinari 22582. b) Villa Pan- | fili. M — D 3498; Hauser, Neuattische Reliefs, 8. 47, Nr. 62. In den Maaßcn stimmen alle diese Reliefs, soweit man nach den zum Teil mangelhaften An- gaben urteilen kann, im Wesentlichen überein. Die äußere Begrenzung ist vollständig nur an dem Pariser Erotcnrelief (la) erhalten. Danach waren die Erotenreliefs an allen vier Seiten von einem Rand umgeben. Bei den Reliefs mit Frauen ist dagegen nirgends ein Seitenrand erhalten, die Länge der einzelnen Compositionsteile läßt sich nicht mehr bestimmen. Die Pilasterdecoration ist in Einzel- heiten, namentlich den Kapitalen, verschieden ge- staltet. — Beim Mailänder Erotenfragment sind die Augensterne angegeben in der Weise dt« 2. Jahrhun- derts n. Chr. Es bleibt zu untersuchen, ob hier nicht moderne Überarbeitung vorliegt, dadiese Angabe bei keinem der übrigen Relief» vorhanden scheint und der Stil entschieden auf die frühe Kaiserzeit weist. 2578. Nebenseite eines Sarkophags. D. 265. Vgl. zu 2583. 2579. F ragment eines attischen Grab- reliefs. D. 284. Pentclischer Marmor Sitzende Frau und Dienerin mit Kästchen. Fein und zart, besonders im Kopf, und nicht spat. Venedig 34 2580. „Toten mahl“. D. 285. Dio Maaße von Höhe und Breite sind bei Dütschke verwechselt. Der gelagerte Mann ist bartlos und bat an der Seite herabfallcndes Haar (vgl. das Relief im Piraeus: Fr-W 1053, Phot. Ath. Inst. G. R. 184). Die große Schlange trinkt aus der Schale, die der Mann in der Linken hält. Mit der Rechten er- hebt er das Rhyton. Die Handbewegung der Frau ist nicht klar zu erkennen. Der Gegenstand (wohl Gefäß), den der Knabe über den Mischkrug hält, ist stark verrieben. Links der Adorant (natürlich nicht zu denken, daß er, wie Dütschke will, dio Linke an den Rand des Gefäßes legt). Verwaschen. Von guter und verhältnismäßig früher Arbeit. 2581. Kentaurenrelief. D. 286. Heyde- mann, 7. Hall. Winekelmanns-Programm, Terra- cotten in Neapel, S. 14, J. An dem Kentauren rechts sind Kopf, Hals und der rechte Unterarm neu. Das Relief ist selbständig, nicht Ausschnitt eines größeren Ganzen: die Composition ist in das gegebene Format eingepreßt. Danach nicht Nebenocite eines Sarkophags. Die ursprüngliche Verwendung unbestimmt. Späte Arbeit, aber sicher nach gutem Vorbild. 2582. Relief mit kelternden Satyrn. D. 287 (aueb hier Maaße von Höhe und Breite verwechselt). Unten weder Wellen noch Fels- boden (so Dütschke), sondern der Marmor rauh gepickt. Gewöhnliche römische Arbeit. 2583. Nohenseite eines Sarkophage». I). 288. Mit Nr. 2578 zusammengehörig. Dionysos und Ariadne, Apollon und Hermes, alle als Kin- der. Apollon und Dionysos zeigen den nämlichen Portraitkopf. Von einem Kindersarkophag. Ar- beit des 3. Jahrhunderts n. Chr. 2584. Spätgriechisohes Grabrelief. D. 290. Die Inschrift: I. G. UI, 1473. Der Knabe, mit Scheitelflechte, scheint Halbstiefel zu tragen. In der Linken hält er, außer dem Gewände, ein kugelförmiges Alabastron. Verwaschen. 2585 86. Neben« eiten eines Sarkophags. D. 293 u. 294. Robert, Sarkophage II, Nr. 176. Bei 2585 ist der linke Rand ergänzt. Vor dem Originale sohien es mir nicht sicher, ob beide Re- liefs vom gleichen Sarkophage stammen. Die Deu- tung Roberts von 2585 auf die Einschiffung der Iphigenie ist wegen des Fehlens des Götterbildes unwahrscheinlich. Dieses Relief stammt sicher von einer Sarkophagncbenseitc. Zu erwägen wäre auch die Deutung auf die Entführung der Helena, namentlich im Hinblick auf 2586, wo nur Paris dargcstellt sein kann. Unklar bleibt hier die Be- ziehung zu Apoll. Digitized by Google IX, 2*87-2598 Venedig 38 35 2537. Spät griechische« Grabrelief. D. 296. Pfuhl. Jahrb. d. Inst. XX, 1905, S. 53, Nr. 18, Taf. 4. Hübsche Arbeit hellenistischer Zeit, dem Stil nach kleinasiatisch. Von Eodckh, C. J. G. II, 3236 nach den Namen der Inschrift Smyrna zugewieaen. 2588—91. Vierseitige Basis. D. 303. Fr— W 2148. Altmann, Römische Grabaltäre, S. 286. Ergänzt der obere Teil der Rückseite von oberhalb der Köpfe ab. Von der ehemals an dieser Stelle angebrachten Inschrift: „Hic locus sacer est“, von der Mommecn (C. I. L. V, 2288) noch Spuren gesehen hat, habe ich nichts bemerkt. Man scheint also nach Mommscns Zeit die abrasierte Stelle frisch ergänzt zu haben. Das Stück, an einigen Stellen geputzt, aber Bicher antik, ist auch in früheren Zeiten bereit« einmal in den Händen eines Uberarbeitcrs gewesen: deutliche Spuren hiervon an der sitzenden Frau mit dem Musik- instrument auf der Vorderseite. Auf 2590 trägt die Nymphe ein Busonband. Andere Flüchtig- keiten der Beschreibung Dütschkes corrigieren «ich durch die Abbildungen. Nach Erfindung und Arbeit gleich vorzügliches Stück der frühen j Kaiserzeit. 2592 93. Statuette der Artemis. D. 809. Phot. Alinari 12907. Gips in Berlin (Fr— W 443). Kopf und Hals jetzt nach dem Neapler Exemplar , ergänzt. Neu ferner: Vorderteil des linken Fülle«, rechter Arm, soweit er aus dem Gewände her Aus- tritt, Teile vom Gewand Was Dütschke für Stütz- punkte für den Bogen hielt, sind wohl nur An- satz« teilen von Faltenenden. Auch auf dem rech- ten Unterschenkel hinten befindet sich eine solche. Von der Ferse des rechten Fußes zur Plinthe ging früher ein jetzt weggebrochener Verbind tut gsst eg. Es existieren zwei weitere Wiederholungen der Figur: die pompei&niscbe in Neapel {Br— Br 356) und die aus Castiglion della Pcscain stammende in Florenz: Milani, Museo archeologieo, tav. CXLV, p. 261 (Phot. Alinari, auch der Rückseite, 31129 und 31 130), die mit unserm Exemplar völlig, auch in der Haltung der Arme, iiberc ins tim men. Andererseits findet sieb auf Münzen des August us ein sehr ähnlicher Typus, den Studniczka (Rönt. Milt. III, 1888, S. 277 ff.. Taf. X) mit dem statua- rischen identificiert hat. Aber die Münzen weichen übereinstimmend in der Haltung der Arme, vor Allem des rechten, von dem statuarischen Typus ab. Auch ist das Schreitmotiv auf ihnen ener- gischer, natürlicher und weniger geziert ausge- drückt. Eine Zurückführung beider Typen auf das nämliche Original ist deshalb untunlich. Oer statuarische Typus dürfte ein Original wieder- geben, da« von der den Münzen zu Grunde liegen- den wirklich altertümlichen Statue angeregt, selbst aber eine archaistisch« Schöpfung ist. Der Zurück- führung der Figur auf Menaichmos und Soidas hat boreits P. Gardner, Corolla Numismatica. p. 104 ff., pl. V widersprochen. Vgl. auch Bulle, Archaisie- rende griechische Rundplastik, S. 11, Nr. 10a. 2594 95. Kopf, der Statue D. 310 auf gesetzt. DieStatue: Furtwängler, Originalstatuen, Taf. VI, 2, S. 299f. Zur Ergänzung der Statue »t zu bemerken, daß der rechte Oberarm «amt dem Armband antik und ungebrochen ist; Schnitt un- terhalb des Armbandes. Der linke Arm hingegen ist mit der Schulter ganz modern; der moderne Unterarm sitzt mit Schnitt unterhalb des Arm- bandes am modernen Oberarm an. Auf der rechten Schulter Loch für Bronzestift. Rückseite ganz roh. Hoch 1,40 ni. Der untere Teil des Halses ist mit dem Bruststück modern, ebenso die Nase. Im Haar ein Band, darin über der Stirn ein tiefe«, kleine« Bohrloch für Bronzeeinsatz. Ober- und Hinterkopf nur angelegt, Fleisch iil>ergangen. Der Kopf hatte gedrehte Seitenlocken. Starker, ma- tronaler Hai». Wendung zur linken Schulter alt. Die Vereinigung von Kopfattribut und gedrehten Locken legt die Deutung auf Isis nahe. Reiz- volles hellenistisches Original. 2596 98. Statue der Aphrodite. D. 312. Die Statue ist an den Oberschenkeln quer durch- geb rochen, aber beide Teile sind antik. Da« Kapital des Pfeilers mit dem Unterteil der darauf liegen- den Urne, dem Ansatz der Finger an ihrem Halse und der Stütze, die das Kapital mit dem Körper verbindet, sind zugehörig. Da« Mittelstück des Pfeilers, da« oben und unten mit Schnitt ansitzt, dürfte modern sein, ebenso die Plinthe «amt Füßen und unterem Teil de« Pfeilers, die aus einem Stücke bestehen und überall mit Schnitt anaitzen. Ergänzt sind ferner verschiedene einzelne Gewand- teile und ein Flicken auf der rechten Schulter, der ganze rechte Arm mit der Hand und deren Ansatzstelle an der Hüfte, der linke Unterarm mit Hand sowie Henkel und Oberteil der Kanne Diese ist durchbohrt: die Statue war also eine Brunnenfigur. Der Kopf sitzt im Hals mit Bruch auf und ist sicher zugehörig. Auch hinten passen die Schlcicrteile in der Bruchflächc genau auf- einander. Ergänzt sind am Kopf: Nase, Mittel- stück des Diadems, der an der rechten Seite herabhängende freistehende Zipfel des Kopftuches, die äußersten freistehenden Ränder de« Kopf- tuches hinten auf beiden Seiten, der oberste Digitized by Google Venedig 38 37 IX, 2599- 2623 Teil de# Haare# über der rechten Stirnseite. Die Pupillenangabe (als Loehi wohl modern. Mäßige Arbeit. Geputzt. Zum Typus vgl Einzclauf- nahmen 1542 und 2081/82. Stilistisch verwandt ist die Statue im Capitol. Galleria 54, und eine 0,49 m hohe, aus ßagdad stammende Statuette im Münchner Kunst handcl (Phot, bei Arndt). Vgl. auch den Hermaphroditen Hirth. Einzelauf- nahnien 1453/54. 2599 2600. K o 1 o s s a 1 k o p f e i n e« 8 a t y rs. D. 314. Vgl. su Nr. 2641/42. 2601 02. Weiblicher Kopf. D. 315. Höhe des Antiken etwa 0,24 m. Neu: Büste, größter Teil des Halses, Nase. Geputzt. Glatte Arbeit. Stil der ersten Hälfte des 4. Jahrhundert. 2603 04. Kopf des Herakles. D. 320. Neu: Büato, äußerste Nasenspitze und oberer Teil des Hin er köpfe*. Die Lippen sind alt. Der Hals war zum Einsetzen. Die Statue trug wohl ein Fell. Geputzt, aber noch mehrfach antiker Sinter vorhanden. Die Form der Blätler des Kranzes um die Binde ist nicht deutlich erkenn- bar. Ganz ausdrucksvolle Arbeit. Wie es scheint, neuer Typus au» der Mitte des 4. Jahrhunderts. In der Gruppe des Herakles Lansdowne ist keine Wiederholung vorhanden. Auch stilistisch ent- fernt sieh unser Kopf von den skopasischcn Typen. 2605 06. Weiblicher Kopf. Ü. 321. Neu: Büste, Hals, Unterteil der Nase, nach Dütschke auch der Haarschopf. Die roten Farbspuren sind modern. Gesicht geputzt. Doppelte Binde im Haar, das' auf dem Wirbel zu einer Art Krobylos aufgebimden ist Stark lebensgroß. Arbeit nicht besonders fein. Erinnert in der Protilansicht an die Knidierin. 2607 08. Weiblicher Kolossalkopf. D. 322. Ergänzt: Büste, Kinn, IJppen, Nase Die Kopfwendung nach rückwärts und zur rechten Schulter ist antik. Späte Arbeit. In der Be- wegung und in den Gesichtszügen dem Kopf der Doidalsas-Aphrodite verwandt, während das Haar wirrer und gelockerter ist. 2609 II. Replik des Kopfesder Athena Veile tri. D. 324. Ergänzt: Büste, Flicken auf linker Unterlippe, Nasenspitze, linke Braue fast ganz, rechte Hälfte der rechten Braue, Retouchen an Stirn, Lidern und linker Wange. Brustaus- schnitt antik; Hals war nie gebrochen. Von einer Schlange auf dem Scheitel (Herrmann, Berl. phil. Wochenschrift 1902, Sp. 174) habe ich nichts no- tiert. Geputzt, aber vortrefflich erhalten und von recht guter Arbeit. Vgl. Nr. 2632i33 2612 13. Porträtkopf einer Römerin. D. 328. Neu: Kinn, Nase, Teile der Brauen. Schlecht erhalten Etwas überlebensgroß. Zum Einsetzen. Nackenschopf. Gute Arbeit. Glau- dische Zeit. 2614/15. Jünglingskopf. D. 329. Etwas überlebensgroß. Schwarzer Marmor. Ergänzt: Büste, Hals, Teil der Oberlippe und Nsse. Der Oherkopf nur ange’egt. Die Kopfwendung zur linken Schulter ist alt Vielleicht Kopie eines frühhe'lenistischen Porträts. 2616 17. Weiblicher Kopf. D. 332. Roter Marmor. Ergänzt: Büste, Nase, der Hinterkopf mit dem Sch’eier darüber, ein Teil des Haares über dem rechten Ohr, die rechte Schulter’ ocke und ebenso die linke mit dem anstoßenden Teil des Halses in der Längsrichtung. Römische Docorationsarheit von guter und scharfer Aus führung nicht vorhAdrianischer Zeit in Anlehnung au den Stil des 5. Jahrhunderts. 2618 19. Kopf des Herakles. D. 334. Ergänzt: Büste (Hals alt), Unter’ippe, äußerste Nasenspitze, linke Braue, das auf die linke Schulter faxende Bindenendc i‘ Ansatz antik), der untere Teil des rechten Bindenendes, der größte Teil der Blätter des Kranzes. Der Kopf war zum Einsetzen. Die Wendung zur linken Schulter ist alt. Von den Eicheln des Kranzes ist eine Reihe alt. Die Ohren sind nicht geschwollen. Gleich vorzüglich in Arbeit und Erhaltung. Wenig geputzt. Steht dem Herakles Lansdowne nahe; doch stimmen die Einzelheiten des Haares nicht überein. 2620/21. Kopf des Zeus. D. 335. Over- beck, KunBtinytho’ogic des Zeus. 8. 78, Nr. 8. Ergänzt: die Büste und der unterste Teil des Lovkonkranzes hinten Der Kopf ist in ausge- dehntestem Maaße überarbeitet ; er ist aber sicher antik, da echte Sinterreste vorhanden sind Mo- dern is* auch die Angabe der Pupillen und der Brauen; die Wulstbinde ist vielleicht erst aus einem Reif zurecht gearbeitet. Ob ein griechi- sches Original zu Grunde liegt oder eine römische Erlindung, läßt sich nicht feststellen. Genaue Repliken sind nicht bekannt. 2622 23. Kolossalkopf der Athena. D. 338. Ergänzt: Büste, Hals, Kinn mit an- schließenden Wangentefen und Lippen und Nase, äußerer Teil der rechten Braue, Flicken auf der rechten Wange. Der Helm ist aus Altem und Neuem zusammengestückett, aber im Wesentlichen richtig ergänzt. Auch der wagerecht hinaus- stehende Haarschopf hinten ist richtig ergänzt, Digitized by Google 39 IX, 2624—2638 da link* genügend erhalten ist, daß man seine ehemalige Gestalt erkennen kann. Geputzt. Die Wendung zur rechten Schuh er ist antik: unter dem rechten Ohr ist noch so viel Hals erhalten, daß man die Wendung beurteilen kann. Ängst- liche Arbeit nach praxitelischcm Vorbild. 2624 26. Oberteil einer Asklepios- alatue. D. 341. Abguß des Kopfes in München. Statuenfragment, zur Büste zurechtgesohnitten: hinten modern ausgehöhlt; in der Aushöhlung die Stütze. Ergänzt: die ganze linke Schulter und der Oberarm samt dem darauf liegenden Gewände, so- wie der vordere Teil des Gewandes auf der rechten Brust von der Brust warze abwärts, Nasenspitze, Kleinigkeiten an den Locken. Dütschkcs Angabe, auf dem Oberkopf sei das Haar nicht ansgearbeitet, iat unrichtig. Am rechten Arm ist unten Bruch; er ging nach vorn auswärts. (Jeputzt, aber im übrigen glänzend erhalten und von höchst sorg- fältiger Arbeit. Die Brustwarzen Umrissen. Am Gewand unter der rechten Schulter ist der Saum leicht eingerissen. Wiederholung des Asklepios der Uffizien (Amclung 94; Phot. Alinari 1221). Zu den Repliken vgl. Lippold, Rom. Mitt. XXX IT, 1917, 100. Hinzu kommt eine Wiederholung des Kopfes, Neuerwerbung der Münchner Glyptothek. Die Venezianer Replik stilisiert die ruhigen und einfachen Formen, wie sie z. B. der Berliner Kopf zeigt, ins Gelockerte, Manierierte, Effektvolle uni. Auch die Wulstbinde wird, wie beim Florentiner und Münchner Exemplar, Zutat sein. 2627 28. Kopf einer Stadtgöttin oder derKybele. D. 344. Ergänzt: Büste, Unterteil des Halses, Nasenspitze, rechtes obere» Augenlid, Teile der Haare. Von der Mauerkrone sind die hin- teren Teile alt. Im Gesicht stark geputzt Schlechte Arbeit aus der Zeit um etwa 200 n. Chr. Stillos. 2629 30. Bärtiges Köpfchen. I). 345. Höhe des Antiken etwa 0,12 m. Ergänzt: die Büste, Unterteil der Nase und Kleinigkeiten an den Haaren. Die Wendung zur linken Schulter ist alt. Nach Pupillenanguhe und Bohrarbeit um 200 n. Chr. Erinnert im Profil an das von Pollak (Röm. Mitt. XIII, 1898, S. 147 ff., Taf. VI) als Kopie des Laokoon veröffentlichte Köpfchen. Weit I geöffneter Mund: die Figur war offenbar in dra- matisch bewegter Situation dargestellt. 2631. Bart iges Porträtköpfchen. D.34S? Inv. Nr. 188. Ergänzt: die Büste. E« fehlen: Nase und linkes Ohr. Höhe des Antiken 0,11 m Nach der Pupillenangabe etwa vom Ende des 2. Jahr- hunderts n. Chr. Kann das Porträt eine« Griechen dieser Zeit sein. Venedig 40 2632 33. Wiederholung vom Kopf der Athona Vclletri. D. 353. Ergänzt: Büste, Kinn, Nase. Sehr stark bestoßen. Der Halsausschnitt antik. Auf dem Scheitel des gut erhaltenen Helms ringelt »ich eine Schlange, in deren mittelster Windung noch der Metallstift für den Helmbusoh steckt. Weichliche Arbeit von viel geringerer Qualität als die Replik 2609 — II. Verzeichnis der Wiederholungen: Furt wängler- Wolters, Katalog der Glyptothek a, S. 203 f. Die Madrider Replik: Einzelaiifnahinen 1612/13. Hinzu kommt ein Exem- plar aus Gortyn: Annuario della R. Scuola Ar- eheologica di Atene I, 1914, p. 143. Fig. 7. 2634 35. B üsto eines ägyptischen Prie- sters aus rotem Marmor. D. 354. Ergänzt: das Bruststück (nach Dütsohke). Von dem Kopf existieren zwei weitere Wiederholungen, ebenfalls aus rotem Marmor (vgl. Hauser, Berl. phil. Wochen- schrift 1907, Sp.600; Amer. Journal 1908, 56): eine im Louvre, Cat. somiu. 1358 (Clarac, Deseription, Nr.51 4 ; Phot . Giraudon 150 '). die andere im Conservatoren- palast. 5. Zimmer der Conservatoren (Beschr.Roms III, 1, S. 122). Nach Ligorio (bei Winnefeld, Villa Hadrians S. 157 ; vgl. S. 145) sind 3 derartige Köpfe in der „Pal ncst ra“ der Hadrian»villa gefunden wor- den, die mit den genannten identisch sein werden. Auf die Herkunftsangabe Ligorios ist allerdings kein Verlaß. Die alte Deutung der Köpfe auf ägyptische Priester wird das Richtige treffen. Der j Schädel ist bei allen kahl rasiert (Analogie zu den i nScipiow -Köpfen); sie tragen I*orbcerkränze. 2636. Kopf des Vitellins. D.356. Bemoulli. Röm. Ikon. II. 2. S. 15. Nr 13, Taf. V. Petersen, röm. Mitt. XIV, 1899, S. 267. Der Kopf ist ein be- sonder» gutes Beispiel für die geschickte Art, mit welcher die Kenaissaneekiinstler Antiken zu falschen j verstanden : durch Brüche. Verletzungen, Stiftlöchcr j für Metall u ä. suchte man den Anschein des Alter- tums zu erwecken. Leider ist auf unserer Abbil- | düng das charakteristische Bruststück vorn Photo- i graphen weggelassen worden, hingegen auf der Ge- sanitvedute Alinari 12885 gut zu sehen. Die Augen- sterne sind angegeben. 2637 38. Kopf des Pompeius, D. 357. Ergänzt: Büste, Kinnspitze, Nase und Teile der Ohren, Lippen und Brauen. Geputzt. Wenduug zur rechten Schulter alt. Zum Einsetzen. Von dem Kopenhagener Pompeius (Ny Carlsberg 597) unterscheidet sich der Venezianer vor Allem durch die verschiedene Anordnung des Haares über der Stirn. An der Deutung beider auf Pompeius Ist nicht zu zweifeln. Da» Exemplar Museo Torlouia 509 steht dem Venezianer naher, ebenso anschei- Digitized by Google 41 IX, 2639— 264t* nend der der Statue Torlonia 343 aufgesetzte Kopf (genauere Notizen fehlen). 2639 40. Silenskopf. D. 362. Dem Kopf de« Silens im Museo Chiaramonti 544 (Hclbig* I, 100) verwandt, aber nicht Replik. 264 142. Kolossalkopf einer Nymphe. D. 363. Gegenstück zu 2599/2600. Die beiden Köpfo sind publiciert: Reinach, Tetes antiques pl. 263/64. Klein, Zeit sehr. f. bild. Kunst 1909, S. 103. . Phot. Alinari 12880 81. Das Altertum beider Köpfe steht außer jedem Zweifel: an meh- reren Stellen antike Pflanzenfasern. Nach Va- lentinelli, zu Nr. 250 (dessen Quelle wir nicht kennen), waren beide Köpfe im Palazzo $. Marco in Rom noch mit schlecht erhaltenen Körpern verbunden. Canova richtete sie her und entfernte möglicherweise dabei die Halszotteln des Satyrs, von denen Valentinelli noch Spuren gesehen haben will. Von dieser Tätigkeit mag auch der jetzige Abschluß des Halses am Satyr herrühren, ebenso wie die Überarbeitung der Haare auf beiden Obt-r- köpfen in der Mitte vorn. Neu ist außerdem am Satyr der Rand des reehten Ohres, an der Nym- phe der Hals, die Nasenspitze und das linke Ohr. Beide Köpfe sind geputzt. Auf der Oberlippe deB Satyr» zahlreiche antike Spuren von Rot. — Die Köpfe entsprechen im Wesentlichen denen der von Klein a. a. O. (vgl. Imhoof-Blumer, Nomisma VI, 1911, S. 12 f.) wiedergewonnenen Gruppe „Auf- forderung zum Tanz“. Von den andern Wieder- holungen unterscheiden sie sich durch ihre Größe; außerdem ist der Kopf des Satyrs auf gerichtet, nicht vorgencigt. Auch stimmen (Einzelheiten der H&arbchandlung an der rechten Seite nicht über- ein. Ob die im Palazzo S. Marco mit ihnen ver- bundenen Körper zu ihnen gehört haben, läßt sieb nicht mehr feststellen. Näher liegt es, anzunehmen, daß beide als Kinzelköpfe kopiert waren und da- her die Abweichungen rühren. Zu Kleins Replikenliste ist zu bemerken: 1. Satyr. Unter Nr. 4 sind zwei Exemplare (Pa- lazzo Torlonia, M— 1)416, und Museo Torlonia Nr. 21) zusammengeworfen. Hinzuzufügen: Museo Torlonia 7. — II. Nymphe. Hinzuzufügen: Kopf im Lateran B — S 276— E — A 2153. — Der Satyr im Museo Torlonia 21 ist. wie sich aus dem Fund- bericht Kuli dell* Ist. 1830, 75ff. ergibt, zusammen- gefunden mit der Nymphe ebenda 162 (im Bericht ist nur die Beinhaltung irrtümlich umgekehrt an- gegeben; mitgefunden sind die beiden Gruppen von Hermaphrodit und Satyr: Torlonia 151 und 157 so- wie die Aphrodite Torlonia 218 [Replik unserer u° 2596]). Zu beachten ist. daß auch in den Venedig 42 Uffizien ein Exemplar des Satyrn und eine« der Nymphe, sowie in Dresden ein Torso des Satyrs, ein Kopf und ein Torso der Nymphe vorhanden sind. 2643/44. Knabenkopf. D.? Hoch 0,25m. Ohne Ergänzungen. Hals zurechtgcschnittcn. Geputzt. Stilistisch schwer einzuordnen : wohl eher griechisch als römisch. Für den Ausdruck vgl. die Sklaven- statue aus Tarent in Berlin Nr. 502. Gute Arbeit. 2645 46. Renaissaneebüste eines Rö- mers. D 108? Inv. 141. Zanctti I, 14. Wie Poulsen, Rürn. Mitt XXIX, 1914, 8.43, Anm. 22, bemerkt hat, Wiederholung des ebenfalls modernen Kopfes Ny ('arlsberg 659 = E — A 1192 (auch aus Venedig). Der Kopf ist in der Renaissance, angeb- lich von Lionardo, gezeichnet worden (Spemanns Kunstkalender, 15. u. 16. August 1913). Museo civico. Vincenzo Lazari, Notizia delle operc dart-e e d’antichitä dclla Raccolta Correr di Venezia. Venezia, Tipografia del Com mercio 1859. — Museo civico e Raccolta Correr, Venezia. Elenco degli oggetti esposti. Venezia 11*99. 2647 links. Kopflose weibliche Statu- . etto. Elenco p. 87. Nr. 12. Früher im Dogen* palsst. D. 242. Aus Sainml. Molin (über diese: Va- i lcntinelli p. XXVI). Hoch 0.52 ln. StArk zerstört. Laufend. Nach der hohen Gürtung und der Ge- i wandimt**e zwischen den Beinen hellenistisch. rechts. Kopflose weibliehe Statuette. Elenco p. 37, Nr 6. Früher im Dogenpalast, i D. 244 (mit falscher Herkunftsangabe). Sainml. I Molin. Hoch 0,54. Kopf und rechter Arm waren j eingesetzt. Frische Originalarbeit au« der Zeit der I Krechtheion-Karyatiden. 2643 links. Statuette des Pan. Elenco p, 39, Nr. 58. Früher im Dogenpalast. D. 185. ; Sainml Molin. Hoch 0,74 m. Von den Knieen ab- wärts modern. Fell als Chlamys. Steht vor einem oben gebrochenen Stamm, über den ein Gewand hängt: Stütze einer Statue? Griechische Arbeit. rechts. Statuette des Pan Elenco p. 38, Nr. 37. Früher im Dogenpalast. D. 191. Samml. i Molin. Hoch 0,51 in. Kopf war gebrochen, ist aber zugehörig In der Linken Pcdurn; Fell um beide Unterarme. Griechische Arbeit. 2649. K opf lose weiblieheGe wandstatue. Elenco p. 14, Nr. 169. Dono Miari. Kopf und. wie es scheint, auch rechte Hand waren besonders eingesetzt. Rückseite nur angelegt, ln der Linken zwei Äpfel (?). Wiederholung in Neapel (Guida 57. Inv. 6240. Phot Alinari 11940). Gute Arbeit nach einem Vorbild der früh hellenistischen Zeit. Digitized by Google 43 IX. 2650—266* Venedig 44 2650. Kopflose weibliche Gewandsta- tuette. Elcnco p. Bl, Nr. 24. Samml. Morosini. Hoch 0,90 m. Penteliacher Marmor. Der Kopf war mit einem sehr tiefen Marmorzapfen einge- lassen. Die linke Hand und der größte Teil des rechten Annes waren mit Mctallstiftcn angesetzt. Ein Metallstift au der rechten Hüfte ist in Zu- sammenhang mit dem Arm zu bringen. Die Rück- seite ist angelegt. Der linke Unterarm ging vor, der rechte Arm war gesenkt. Der linke Fuß weit zur Seite gesetzt. Doppelter Chiton (der untere mit geknöpften Ärmeln) und Himation. Sandalen. Vortreffliche«, nicht sehr feines, aber Hott gearbei- tetes griechisches Original. Trotz der Steilfalte am Spielbein wegen der schlanken Proportionen und der effektvollen Arbeit nicht vorbei len ist isch. 2651. Wiederholung der „Anchirrhoe*. Elcnco p. 81, Nr. 25. Samrnl. Morosini. Hoch 1,50 m. War in der Nabelgegend quer durchge- broelien; beide Teile sind antik. Die Felsplinthe ist antik (alter Sinter). Der rechte Kopfnicker ist angespannt. Kein Nackenschopf. Geputzt und ganz schlecht erhalten, aber ehemals von nicht übler Arbeit Vgl. zu 2652. 2652. Wiederholung einer der „Philis- kos^m usen. Elcnco p. 81, Nr. 21. Saintnl. Mo- rosini. Hoch 1,50m. Besteht aus zwei Stücken: Schnitt in Nabelgcgcnd. Beide Teile zeigen den gleichen, grobkörnigen, bläulichen Marmor; der des Oberteils scheint etwas dunkler zu sein. Die- ses letztere ist ohne Zweifel modern. Zuin Typus vgl. Watzinger, Relief des Archelaos (63. Berl. Winck.-Progr.), S. 6. Nr. 3. Die beiden Statuen 2651 und 2652 stammen aus der gleichen Sammlung Morosini, danach höchst wahrscheinlich aus Griechenland. Sic werden ur- sprünglich schon ziisammengehört haben. Zu der fälschlich dem Philisko» zugeschriebenen Musen- gruppe vgl. zuletzt Sieveking, Röin. Mitt. XXXI I, 1917, S. 74 ff. und Lippold, Röin. Mitt. XXXII 1. 1918, S. 74 ff. 2653. Statuette eines Silens. Elenco p. 13, Nr. 165. Au« Sam ml. Matt ei: Momunentu Matthaeiana I, tav. 42. Clarac 738, 1776. Hoch etwa 1 m. Neu: Nase, Flicken über linkem Auge, rechter Arm, Plinthe. Füße. Stamm. Das linke Unterbein und das rechte Bein sind mehrfach ge- brochen und geschnitten; ihr Altertum ist un- gewiß. Verwaschen. Eigentümliche Mütze. Rö- mische Decorationsfigur. 2654. Idol. Elcnco p. 38, Nr. 31. Früher im Dogenpalost. D. 229. Sanmil. Molin Hoch 0,65 m. Hat anscheinend im Waaser gelegen. Ab: Kopf, rechter Arm, linker Unterarm, Füße. Neben dem rechten Unterschenkel der fragmentierte Oherkörper eines Tieres. Das entsprechende Stück auf der linken Seite ist abgebrochen, «eine Reste völlig unkenntlich geworden. Auf der linken Schulter scheint ein Gewand aufzuliogen. Auf der Vorderseite der Figur in vier Reihen (nach Diitschke noch eine fünfte unten, mit zwei Büsten) übereinander elf Büsten, die im Einzelnen völlig unkenntlich sind; sie scheinen männlich zu sein; nur der Kopf der zweiten Reihe rechte scheint einen Schleier (nach Dütsehke lange Locken) zu tragen. Genaue Analogien nicht bekannt. 2655. Statuette einer orientalischen Priesterin (?). Elenco p. 38, Nr 25. Früher im Dogenpalast D. 243. Aus Samml. Molin. La- faye, Histoire du culte des diviniU* d'Alcxandric, 1884, p. 281, Nr. 63. Hoch 0,66 m. Kopf und rechte Schulter waren früher ergänzt- Für die abwärts gehenden Arme puntelli an den Hüften. Der linke Unterarm ging nach vorn. Die Figur trägt einen feinen, kurzärmligen, gegürteten Chi- ton, der die rechte Brust freiläßt; über diesem ein Himation, dessen Zipfe) vorn iil>cr den Bauch herabfällt. Der Kopf scheint verschleiert gewesen zu »ein. An beiden Armen Armbänder. Der Gürtel ist mit Verzierungen geschmückt. Auf dem Chiton sind recht« zwei Schmuckstücke angebracht, deren eines die Form einer Sichel hat. Auf der linken Seite des Chitons ein bis zum Gürtel rei- chendes durchbrochenes Schmuckstück. Auf dem oberen Querstreifen Halbmond zwischen zwrei Stier- köpfen (?), auf dem unteren ein unklarer Gegen- stand zwischen zwei Reitern (? Flügelgreife?). Diese letztere Partie ist stark versintert. Die Rück- seite ist nur angelegt. Ausführung hart und trocken; ohne Stilcharakter. 2656. Maske de« bärtigen Hermes- Elcnco S. 38, Nr. 36. Früher im Dogcnpalast D. 162. Aus Samml. Molin. Ergänzt: die Nasen- spitze. Das Unterteil de» Hinterkopfes fehlt. Geputzt. Vortreffliche Arbeit. Gehört zu den zahlreichen, dein Hermes de« Alkamencs ähn- lichen Köpfen; genaue Wiederholungen scheinen nicht vorhanden. 2657 58. Weibliches Köpfchen Elenco p. 38, Nr. 35. Aus Samml. Morosini. 0,17 m hoch. Zur rechten Schulter gewaudt. Band im Haar. Ober- und Hinterkopf und ein Teil des Haares über der Stirn waren mit Kitt angesetzt: nach dieser Technik hellenistische Originalarbeit, aber von geringer Qualität Digitized by Googlej 46 IX. 2659—2671 Venedig 46 2659 2660. Kol ossalkopf einer Römerin als Juno. Elenco p. 13, Nr. 166 bis. Früher im Dogcnpalast. D. 346. Aus Sammlung Molin. Friederichs- Wolter« 1517. Famcll, Culta of Greek States I. pl. VI. 0,53 m hoch. Ergänzt: Nase und Kinn, übergangen. Kopfwendung zur linken Schulter aufwärts. Xackenschopf. Leicht indi- viduelle Züge. Danach idealisiertes Porträt in der Art der Juno Ludovisi. Der Schmuck des Diadems ist natürlich für die Deutung belanglos. Glatte Arbeit. 2661 2662. Behelmter weiblicher Kopf. Elenco p. 81, Nr. 22. Samml. Morosini. 0,55 m hoch. Weißer, grobkörniger Marmor. Ergänzt: Kinn, Lippen, Nase, kleines Stück an den Haaren links. Ohrläppchen durchbohrt. Mit zu starker Neigung nach hinten aufgestellt. Auf dem Scheitel ein großes, schmales Diibclloch für den Helm- husch, dessen unterer Teil durch einen Metallstift gehalten wurde, für welchen ein Loch in der Mitte des Hinterkopfes unten sieh befindet. Oberhalb der Ohren beiderseits zwei Bronzestifte zur Be- festigung der Wangenklappen. Decorative Arbeit römischer Zeit. Da wahrscheinlich aus Griechen- land. eher Athena als Roma. 2663. Griechisches Votivrelief. Elenco p. 39, Nr. 40. Samml. Correr. 0,23 m hoch, 0,34 in breit. Unten Eins&tzzapfen. Links auf Block nach rechts sitzender bärtiger Gott in liiiiiatioii, in der Linken ein großes Füllhorn, in der Rechten Schale (?): Agathodaimon (vgl. Athen. Mitt. XVI, S. 24 f.). Ihm entgegen, anscheinend wie aus dem Boden jenseits eines Felsens aufsteigend, die stark zerstörte Figur eines kleinen nackten Knaben (Bewegung des rechten Armes nicht mehr kennt- lich). Hinter ihm die Adoranten: Bärtiger, mit erhobener Rechten, in der Linken einen Hahn (?), Frau mit Mädchen, Bärtiger mit Mädchen, Bärtiger. Ohne Inschrift. Wen der nackte Knabe dar^tellt , wissen wir nicht. Zu vergleichen die nackte Figur auf dem Dioskurenrelief aus dem Piräus (Athen, Nationalniuseum Nr. 1409; Einzelaufnahmen 1245, I ; Svoronos, Nationalmuseum, Nr. 107, S. 15*, Taf. XXXIII, 4; Phot. Aiinari 24328; die Er- höhung, hinter der die Figur hervorkommt, wird gewiß mit Unrecht für ein Schilfsvorderteil er- klärt). 4 Jahrhundert. 2664. „Totenmahla. Elenco p. 12, Nr. 158. Geschenk von Layard. Aus Samos. 0,60 m breit, 0,49 m hoch. Furtwängler, Samml. Saburoff I, S. 26. Amn. 1. Pfuhl, Jahrb. d. J. XX, 1905, S. 138, Anru. 278. Auf einer Kline, vor der runder Speisetiseh, drei nach links liegende bartlose Männer, deren vorderster aus einem Phyton in die Schale gießt. Links auf Stuhl nach rechts sitzende Frau. Neben ihr Dienerin mit Kästchen. Recht« kleiner Mundschenk nach rechts am Schenktisch. Im Hintergrund Wand mit Zwerg- pfcilern. zwischen denen eine Reihe von Attri- buten: Spinnkorb, Schild und Helm. Schild und Schlange, Pferdekopf. Ähnliche Stücke kommen in Samos häufiger vor: vgl. Wiegand, Athen. Mitt. XXV, 1900, S. 175 ff. Pfuhl a. a. 0. 8. 136. Abb. 27. 2665. Grabstein des Zosimos. D. 395. Ehemals im Pal. Sagredo Morosini (*=^ Collegio Ravä); 1901 in das Museo Civico übertragen. Conse, Attische Grabreliefs, Nr. 1988, Bd IV, S. 64 f. Ergänzt : Spitze des Tympanons. Inschrift: Zökuuoc drjuoo&evtive Evoarvftn’g. Etwa claudiBche Zeit. Ähnliches Stück im römischen Kunsthandel: Phot. Moscioni 20317. Inschrift: TylsK VloxliprfdAn«* MtiXifotoi. 2666. Statuette eines Mannes in Hi* mation. Elenco p. 40, Nr. 68. Ehemals im Dogenpalast. D 246. Samml. Molin. Hoch 0,62 m Ergänzt: Plinthe, Fiiße mit Ansatz der Unterschenkel, Teil des Gewandes rechts unten. Der Kopf (neu: Nase) sitzt mit zwischengesetztem Halse auf, gehört aber anscheinend zu. Verwaschen. In der Linken Schriftrolle. Hübsche spätgriechi- sche Arbeit. 2667. Torso eines Toga tun. Elenco p. 15, Nr. 170. Samml. Correr. Rückseite roh. Die Hände waren mit Bronzestiften besonders einge- dükelt Wiederholung der zu Augustus ergänzten Togastatue aus der Venezianer Sammlung Giusti- niani im Louvre, Cat. so mm. 1212 (Hehler, Bildnis- kunst 164; Bernoulli, Ron». Ikon. II, 1, S. 36, Nr. 53; Phot, der phot. Gesellschaft 12508). Beide Statuen unterscheiden sich durch die Anlage des Gewindes sowohl als durch die detaillierte Wieder- gabe der feinen Fältelung deutlich von stadt- römischen Arbeiten. Sie stammen wohl beide aus Griechenland. Vorzügliche Arbeit. 2668 2669. Kopf des Sarapis. Elenco p. 88, Nr. 30. Ehemals im Dogcnpalast. Wohl D. 231. Samml. Molin. Nicht ganz lebensgroß. Nichts ergänzt. Auf dem Oberschädel Abplat- tung für den angekitteten Modius. Die Rückseite angelegt. Kurz in die Stirn fallendes Haar. Der Arbeit nach alexandrinisches Original. 2670 2671. Kopf eines bärtigen Grie- chen. Elenco p. 38, Nr. 32. Ehemals im Dogen- palAst. D. 317. Samml. Molin. Ergänzt; Die Nase, Gewnndrest nuf den Schultern. Unten Digitized by Google 47 IX. 2672—26*1 Venedig 48 abgebrochen. Ganz verwaschen. Wiederholungen nicht bekannt. Typus den 4. Jahrhundert* v. Ohr. 2672 2673. Gricchisch-ägy pt ischcr Por- trätkopf nun Basalt. Elenco p. 38, Nr. 28. 8a mini. Correr. Lasari 1481. v. Bissing, Recucil de travaux (Maspero) XVIII, 1896, p. 132 ff., lies, p. 1391.. mit Tafel; derselbe, Denkmäler ägypti- scher Sculptur, Text zu Taf 105 — 111, Amn. 22. 0,15 m hoch. Im Nacken Rest des Pfeilers. Nach v. Bissing aus dem 3. '2. <1 ahrh. v. Chr. „Der Kopf gehört mit zum Besten, was wir aus Ägyp- ten» Spätzeit haben. - 2674 2675. Unbärtiger Porträtkopf. Elenco p. 38, Nr. 27. Ehemals im Dogenpalast. D. 358. Sam ml. Molin. Von Valcntinelli und ihm folgend von Diitschke und dem Verfasser des Elenco wird das Material al» künstlich gefärbter Trachyt von den eug&neischen Bergen bezeichnet. Es ist schwarzer Basalt. Ergänzt ist das Brust- stück, die Nase, das rechte Ohr, Flicken an Lippen und Kinn. Lebensgroß. Vortreffliches Porträt eines Afrikaners (?) wahrscheinlich der republikanischen Zeit. Vgl. etwa Arndt- Bruckmann 208 209. 2676/2677. Kopf eines römischen Kna- ben. Elenco p. 39, Nr. 41. 0,29 m hoch. Bläu- lich-weißer Marmor. Ohne Ergänzungen. Vor- zügliche Arbeit vom Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. 2678. B ronzestatuette eines Reiters •Schrank E, Nr. 67. Altertümlich, von grober Arbeit. Herkunft uns unbekannt. Dem Stil nach eher italisch. 2679. Kopflose Bronzestatuette der Athcna. Elenco p. 31, G. 1. Aufnahme etwa in Originalgröße. Die Gewandanlage i*t im Allge- meinen die der Athene Farnese. 2680. Bronzestatuette des Ero». Schrank D. In der Linken Fackel, in der Rechten Apfel Über ähnliche Stücke vgl. S. Loeschcke, Lampen von Viudonissa, S. 480 f. 2681. Mosaik. Elenco p. 39, Nr. 38. Aus Aquileia. Etwa 0,53 in im Quadrat. Villa mit Gartenanlagen am Meeresstrande. Von den bei uns nicht abgebildeten Nummern des Dütschkcschcn Kataloge» werden die guten Porträt« in den „Griechischen und römischen Porträts1* publiciert. Gesamtveduten der Porträts; Alittari 12884—87. Anderes ist zu unbedeutend um veröffentlicht zu werden. Zu den übrigen Stücken ist zu bemerken: D. 80. Furtwängler. Originalstatuen, Taf. IV, 1. S. 292 f. D. 190. Der Photograph hat leider nur das ! Profil aufgenonimen (Abzug bei Arndt;. Ergänzt; Büste, der den Hinterkopf verhüllende Schleier aus schwarzem Marmor. Nasenspitze. Flicken an Unterlippe, den Ohren und auf der rechten Wange. Der Hals ist alt. Stark geputzt. Sehmales Band im Haar. Wohl Porträt einer Griechin. Vgl Porträtwerk 2I5/21G und Einzelauf nahmen 358,59 und 1190. D. 202. Phot. Naya 273. Alinari 18 636. Ergänzt an der I*cda: Kopf mit Hals und Hals- band, linke Schulter, linke Brust und Hälfte des Unken Oberarms, Teil der linken Hüfte, linker Unterschenkel, rechter Unterarm; am Schwan: Kopf und Hals und rechter Flügel. Die profi- lierte Plinthe ist alt. Auf der Rückseite ein bis oben hinaufreichender Stamm. Unter der rechten Adlerkralle das Gewand der Leda ■ I). 203. Furtwängler, Originalstatuen. Taf. V, 8. 805. D. 210. Furtwängler, Originalstatuen, Taf. 1 ii. II, S. 28211. Die Zugehörigkeit des Kopfes schien mir nach eingehender Untersuchung der Bruchstelle nicht ganz sicher: direkter Anschluß Bruch auf Bruch war nirgends festzustellen ; überall ist Mastix zwischengegossen. Rechts und vorn tritt das Halsstück des Torsos vor dem des Kopfes vor. D, 219. Furtwängler, Originalstatuen. Taf. III. S. 296. Furtwängler» Angabe, der Kopf sei un- gebrochen, ist unrichtig. Er sitzt mit Schnitt im Halse auf und ist anscheinend nicht zugehörig, da er im Nacken etwas zu schmal für den Torso ist (der Unterschied war auf beiden Seiten mit Mastix ausgefüllt) und der Kopfhals Falten hat, die sich am Körperhals nicht fortsetzen. Die von Furtwängler S. 297 erwähnten zwei kurzen ge- drehten Locken im Nacken sind oben und unten Angekittet und also wohl moderne Zutat gelegent- lich der Aufsetzung des Kopfes (ganz ähnlich wie an Furtwängler Taf. VI. I. S. 309f.). 1). 230. Phot. Alinari 12900: Muse aus der rPhiliskos“gruppe. Vgl. zuletzt Sieveking, Rom. Mitt. XXXII, 1917, S. 77, und Lippold. ebenda. XXXIII, 1918, 8. 75, Anm. 8. D. 236 habe ich b. Z nicht gesehen. I). 254. Phot. Naya 2154. Votiv-, nicht Grab- relief. Überarlwitet. D. 256. Ganz unbedeutend. Phot, bei Arndt. D. 264. Phot. Naya 2152. Furtwängler, Originalstatuen, 8. 315 f. Digitized by Google Venedig, Rom. Hamburg 50 49 IX, 2682—2690 D. 266. Nur Profilaufnahme vorhanden (bei Arndt). Weißer italischer Marmor. Glatte und leere Arbeit nach einem Vorbild des 4. Jahr- hunderts. D. 295. Phot. Xaya *2156, Alinari 12914. Vgl. Einzelaufnahmen 1500. Osten- . Jahresh. I, 1898, 8. 17 ff,, Taf. II. D. 297. Phot. Xaya 2153. Mon. Greea 1881, pl. II. Roscher s. v. Attia I, 726. D. 299. Fhot. Alinari 12912. Friederichs- Wolters 1069. Roscher, Myth. Lex. a. v. Heros, Sp. 2573, Anm. Feinkörniger Marmor, dem peu- telischen ähnlich, aber heller, gelber und ohne i die Schichten und die* charakteristische Verwitte- rung jene«. Beiderseits Rand mit Löchern für | Bronzestifte. Die untere Lebte ist links abge- brochen, sie ging ursprünglich weiter. D. 318. Habe ich leider nicht aufnehmen j lassen. Nach den Abbildungen lei Zanetti II, 16 und bei Clarac 554, 1166 ist cs eine Wiederholung der Statue Giuatiniani (jetzt im Thermenmuaeum): Bull, comunale XXXII, 1904, p. 48, Fig. 8. Weitere Repliken: 1. Petersburg 273; 2. ehemals Jerichau: M— D 855 (American Art Review II, 1 [1881], p. 56 — 57. Fig. 9); 3. Dresden; Becker, Augusteum Taf. 81 (von Amelung erkannt). I). 333. Nicht gesehen. Rom. Privatbesitz (Professor Mengarini). 2682. Torso der Artemis. Summarische Wiederholung des von Klein, l'raxitelische Stu- dien, S. 53 f. und von Wiegand, atheo. Mitt. XXV, 1900, 8. 156, n° 11 besprochenen Typus. Vgl. auch Rom. Mitt. XXXIII (1918), S. 96, Anm. 1 (Lippold). 2683 84. Kopf des Hermes. Ergänzt: der obere Teil des rechten Flügels. Aus Polykleti- schcm abgeleitet. Saubere Arbeit. Die Replik des einschenkenden Satyrs dieser Sammlung ist bei Klein, Praxiteles, S. 192, Xr. 12, Fig. 30 u. 31, und bei A. Maviglia, Bull. com. XXXVIII, 1910, p. 163, Fig. 1 veröffentlicht Hamburg. Museum für Kunst und Gewerbe. 2685. Attisches Grabrelief. Purgold, das Hamburgische Museum für Kunst und Ge- werbe, Hamburg 1902, S. 87. Hoch 0,61 m, breit 0,275 m. Frau nach rechts, reicht einem zu ihr nufblickcnden Knaben in Himation die Hand, mit der Linken faßt sie das Obergewand an der Schulter. Kurz geschnittene Haare. Oben Giebel in Relief. Gute, noch etwas strenge Arbeit. 2686. Attische Grableky t hos. Hoch 1,11 m. Fuß und Mündung ergänzt. Ein nach : links sitzender bärtiger Mann zwischen einem Miidchen, dem er die Hand reicht, und einem zweiten Mann mit Vollbart, welcher sich auf die Stuhllehne aufstützt. Inschriften (nachE.Zicbarth): „Neben dem Mädchen TIMA I'OPA ; der sitzende Manu heißt AIQN (zu diesem Namen vgl. Ro- bert, Oedipus, S. 390); der stehende XM1KPOX EAEYXINIOX (ein anderer oder derselbe Xfth 926 J s " '»/{** '*C ( ■'*, tr« { ) Al« neue Abonnenten sind unserem Unternehmen «eit dem Erscheinen der IX. Serie beigetreten: Da» Archaeologische Institut, Berlin. Die Buchhandlungen A. Aaher & Co. und Emst Wasmuth, Berlin, K. W. Hieraemann, Leipzig. Da« Archaeologische Museum der Universität Breslau. Da« Archaeologische Institut der Universität Tübingen. The Univereity ol Illinois, Urbana U. 8. A. Die Universitätsbibliothek, Utrecht. Da« Kunsthistorisehe Institut der Ri jks- Uni vereitelt, Amsterdam. Die Universität, Oent. The British School of Archaeology, Athen. Professor J. D. Bcozley, Oxford. The Bryn MauT College, Brvn Mawr (Penn«.), U. S. A. Da« Archaeologische Xutionalmuscum, Athen. Die Ergänzungsangahen über die Antiken im Casino der Villa Borg heue, die P. Arndt vor vielen Jahren gemacht hatte, sind von P. Mingazzini und G. Lippold nachgeprüft worden. Den größten Teil der Antiken de« Palazzo Barberini haben die Verfasser de« einschlägigen Texte« nicht selbst zu Gesicht bekommen; die Ergänzungsangaben beruhen auf Notizen von W. Amelung und P. Mingazzini. Den Vor- ständen der Museen lind den Besitzern der Sammlungen, die die Veröffentlichung der Kunstwerke gestattet haben, sowie unseren Herren Mitarbeitern, vor Allem Herrn Dr. Paolino Mingazzini in Rom, der unermüdlich und aufs Eifrigste für uns tätig war, sprechen wir unsem verbindlichsten Dank aus. München, Erlangen und Rom, August 1925. Paul Arndt. Georg Lippold. Walther Amelung. Bezugsbedingungen. Die vorliegende Publication ist nicht durch die Buchhandlungen, weder im Abonnement noch in einzelnen Blättern, sondern ausschließlich direct von der Firma F. B r u c k ni a n n A.-G. in M ü n e h e n zu beziehen, welche, um die Erreichung des wissenschaftlichen Zweckes de« Unternehmen» zu erim'Vg- lic hen, Herstellung und Versendung übernommen hat. ohne daran« ein eigentliche« Verlagsobject zu bilden. Die erste Serie umfaßt 278 Nummern. Die zweite Serie (Nr. 279 578) enthält 300 Blatt. Die dritte Serie (Nr. 579 900) enthält 322 Blatt. Die vierte und alle folgenden Serien enthalten je 300 Blatt. Jede» Blatt ist zum Preise von 1 Mk. (einige Nummern in größerem Format zu 2 Mk.) auch einzeln zu l»czichen. Für Subscribcnten tritt eine Ermäßigung ein, so daß jede Serie 240 Mk. kostet. Jede* Textheft zu Serie I — X kostet 3 Mk.; das Register zu Serie I — V 3 Mk.; das Gesamt- Register zu Serie VI — X erscheint im Jahre 192t». Digitized by Google Inhalt. Nr. 270! —2784. Nr. 2785- 2881. Nr. 2882- 2040. Nr. 2941 — 2044. Nr. 2046— 2005. Rom, Villa Borghese, Ourino Rom. Villa Borghese. Park Rom. Palazzo Barbcrini . . Neapel, Museo nazionale München, Glyptothek . . Nr. 2906 - 2000. Nr. 2970 2972. Nr. 2973 — 2090. Nr. 2997 - 3000. München, Kunsthandel München, Privatbesitz Schloß Tegel bei Berlin Mitau, Museum . . . Paul Arndt und Georg Lippold. Paolino Mingazzini. Paul Arndt und Georg Lippold. Paul Arndt und Georg Lippold. Paul Wolters, Paul Arndt, Georg Lippold. Paul Arndt und Georg Lippold. Paul Arndt und Georg Lippold. Walther Amelung. Philipp Lederer. Digitized by Google 1 X, 2701-2709 Rom, Villa Borghese, Casino Rom. Villa Borghese. A. Nibby, Monument i scelti della Villa Bor- ghese, Rom 1832. A.Venturi, il Museoe la( lalleria Bor- ghese (Collezione Edelweiß IV), 1893. — Eine Nach- prüfung der Amdtschen, vor mehreren Jahrzehnten gemachten Ergänzungsangaben wird der freund- lichen Bereitwilligkeit von Dr. Paolino Mingazzini, sowie erneuter Untersuchung durch G. Lippold im Herbst 1925 verdankt. Vestibolo. 2701. Torso des sitzenden Apollo. Muse- ums-Nr. II. Overbeck, Kunstmythologie des Apollo, S. 204. Nr. 10. Reinach, r^pertoire II, (563, 8. Abguß in Paris, Ecole des bcaux-art«. Nach Ven- turi 1826 bei Frascati gefunden. Unterlebensgroß. Für Ergänzungen hergerichtet. ChlamyB um Schul- tern und auf rechtem Oberschenkel. Auf dem Felsen links Rest der Leier. Am Felsen unten eine Schlange. Oberkörper zurüekgelchnt, etwas nach seiner linken Seite gedreht. Ganz jugendliche Formen. Geringe Arbeit. Im Bewegungsmotiv zu vergleichen der Apoll de« Museo Barracco 100 (Helbig* 1096), sowie Humann-Watzinger, Magnesia a. M.. S. 188, Fig. 187. 2702. Männlicher Torso. Nr. III. Über- lebensgroß. An der linken Seite viel am Gewand ergänzt. Der Kopf ging, wie ec scheint, zur Linken. Rechtes Standbein. Keine Stützenreste. An den Armbrüchen Löcher für die eingesetzten Unterarme. Am ehesten Rest einer Imperatorcnstatue. 2703. Unterteil einer Leda-Nemesis. Nr. IV. Brunn-Bruckmann, Text zu Tafel 048, Nr. 6. Overbeck, Kunst rnythologie des Zeus, S. 494, Nr. 11. Vorzügliche Arbeit. Vgl. unten Nr. 2755. 2704. Torso der Athens Parthenos. Nr. VIII. Hclbig* 1530. Schreiber, Athen» Par- thenon, S. 572, Tafel IV. H. 2705. Männlicher Torso mit ChlamyB und Schwertband. Nr. IX. Rechtes Standbein. Am rechten Unterbein Rest des Stamme«. Ara linken Oberschenkel außen Stützenrest. Der linke Oberarm ging etwas zurück. Für den gesenkten rechten Arm Stützenrest am äußeren Oberschenkel; weiter unten Ansatz des Stammes. Am rechten Schulterblatt hinten am Sch wert band ein Rest, der etwa vom Helmbusch des stark nach der linken Schulter gewendeten Kopfes herrühren könnte. Das Schwert ging fast wagrecht von vom nach hinten. Gute und sorgfältige Arbeit. Aus dem Diomedes abgeleitet. Vielleicht römische« Porträt. 2706. Herakles - Statue. Nr. XII. Ergänzt: 1. Ellenbogen, hinterer Teil des 1. Oberarms, Ende der Keule. Linkes Standbein. Puntelli am rechten Oberschenkel. In der gesenkten Linken die Keule, um den Unterarm da« Löwenfell. Der bärtige Kopf, mit Kranz und Schultertänien, zur Rechten gewendet. Römische Deeorationsarbcit mit allge- meiner Anlehnung an Typen des IV. Jahrhundert«. 2707. Männlicher Torso. Nr. XV. Nibby» pag. 16, Nr. 6, tav. 2 links. 1826 in Villa Lucidi bei Frascati gefunden. Ergänzt: unterster Rüc ken, r. Brustwarze. Der Kopf war zur linken Schulter ge- wendet. Auf der rechten Schulter Rest einer Stütze» die zum Handgelenk führte. Dos Motiv ist nicht ohne Weiteres klar. Nibbys Gedanke an einen bogcnschießcnden Apoll i«t unmöglich. Dem ersten Eindruck, als sitze die Figur, widerspricht die Hal- tung der Arme; man könnte eher eine dem Krupc- ziontreter ähnliche Bewegung vermuten» bei welchem auch der Unterleib stark vorgeschoben ist. Doch scheint unten Gewand angesetzt gewesen zu »ein. Im Vergleich zu dem Krupeziontreter sind die Formen einfacher und älter. Gute Arbeit. 2708. Männlicher Torso. Nr. XVI. Her- kunft wie bei 2707. Rechtes Standbein. Angabe der Adern auf dem Bauch. Tänien-Enden auf den Schultern. Stützenrest auf dem rechten Oberschenkel außen. Die Arme gingen beide abwärts. Der Kopf war zur linken Schulter gewendet. Geputzt. Sehr gute Arbeit. Brustwarzen bronzemäßig Umrissen. Der Statue in den Ufizien E— A 228 verwandt. 2709. Oberteil einer Wiederholung des polykletischen „Narkissos“. Nr. XXIII. Digitized by Google 3 X, 2710-2717 0,38 hoch. Furtwünglcr, Bull. d. Int. 1877, 150, Nr. 6; Meisterwerke, 8. 483, Anm. 3, Nr. d. Modern zur Büste hergerichtet. In der Mundgecend quer durchgebrochen. Ergänzt ein Stück uin die linke Brustwarze. Gehört zu den flaueren Exemplaren de* Typus, den zuletzt Bieber, Katalog von Cassel, zu Nr. 11, besprochen hat. 2710. Torso eines sitzenden Kaisers. Nr. XXVII. Nibby, pag. 16, Nr. 6, tav. 2, rechts. Herkunft wie bei 2707. Kopf. Arme und Beine waren angesetzt; die Anaatzflaehen sind modern hergerichtet. Wiederholung des Tiberius im Lateran (Arndt-Bruekmnnn 706; Helbig3 1167), genauer übereinstimmend, als die« sonst bei derartigen Figuren der Fall zu sein pflegt; effektvoll, aber derber in der Arbeit, als jener. 2711. JünglingstorKo. Nr. XXIX. Nibby» | pag. 16, Nr. 16, tav. 2, Mitte. 0,62 hoch. Für Ergänzungen hergerichtet. l>er linke Arm war er- holten, der rechte ging etwas nach außen abwärts. I>er Kopf war zur rechten Schulter gewandt. Feine j und zarte Körperformen. Erdgeschoss. Salone. 2712. Kolossale Satyrstatue. Nr. XXXVI. Helbig* 1531. Aus Palazzo Cevoli (Sacchetti). Er- gänzt: Kopf, Arme, linke« Bein, der größte Teil der Plinlhe. Da» rechte Bein ist antik, mit dem Plinthenstück darunter, das Knie ergänzt. Ira Rücken ein kurzer Satyrseh wanz. Auf dem Torso Rest des ursprünglichen Bartes, der zu der jetzigen Ergänzung nicht stimmt. Tatzen de« Felles am Hals. Haare und Adern auf dem Bauch. Das ursprüngliche Motiv läßt sich nicht mehr bestimmen. Helbig gibt an, die Ergänzung sei nach in gleicher Weise bewegten Bronzefiguren herge*tellt. Was er damit meint, wissen wir nicht: unter den zur Zeit Heemskercks (der die .Statue schon mit den jetzigen Ergänzungen gezeichnet hat) bekannten Bronzen kennen wir keine Analogien. Vorzügliche Arbeit hellenistischen Stile«. 2713. Prinzenstatue. Nr. XXXIX. Nibby, pag. 43, Nr. 7. Bcmoulli, Rüm. Ikonogr. 11,1, 148, Nr. 14. Ergänzt: Kopf, rechter Arm vom Ansatz an, linker Unterarm, Vorderteil de« rechten Fußes und ein kleines StCiek beim Knöchel, die linke Wade und das Stück de« Mantel« hinter derselben, der Adler. Die Tänien- Enden auf den Schultern sind alt. Die Reste der antiken Plinthe, die mit den Füßen Zu- sammenhängen, und in die moderne eingelassen. Gewöhnliche Wiederholung des iu lisch -claudiscben Rom, Villa Borghese, Casino 4 = — : — * -= . — 1 „ -3 Prinzentvpua; vgl. z. B. den »Marcellus' in Neapel: Anult- Bruekmann 709. 2714. Statue des Meleager. Nr. XL. Nibby, pag. 43, Nr. 8. Helbig* 1532; dort die Er- gänzungen. In der Anordnung der Chlamys stimmt diese« Exemplar ziemlich genau mit dem Kopen- hagener (Ny Carlsberg 387) und dem ehemals im Palazzo Strozzi in Florenz befindlichen überein: aber die Abweichungen in Einzelheiten beweisen, daß diese Chlamys römische Kopistenzutat ist. Über Eberkopf und Hund vgl. Amelung. Kat. des Vati- cana II, S. 34, und Winter, Jahrb. d. Inst. XX XII, 1917, 228 ff. Helbig« Angabe, der Körper zeige gedrungnere Formen als das vatioanisehe Exemplar, läßt sich mit den Photographien allein nicht nach- prüfen. 2715. Togastatue mit Kopf des Augu- stus. Nr. IXL ( 41). Nibby, pag. 43, Nr. 8, tav. 10. Helbig* 947 (in der 3. Auflage weg- gelaasen). Bemoulli, röm. Ikon. II, 1, S. 32, Nr. 25. Mariani. Bull. com. XXXVIII, 1910, pag. 114, Fig. 1. Hekler, ßiklniskunst 165 b. Amer. Joum. XXV, 1921, pag. 145 ff., Anm. 2, Nr. 3; pag. 158, Nr. 8. »Ergänzt: Nase. Stücke an der Gewandung, der rechte Vorderarm mit der Schale, die linke Hand mit der Kolli*« (Helbig). Der Kopf ist auf- gesetzt und von anderem Marmor; er ist deshalb wohl nicht zugehörig. Neu scheint an ihm. der Olierschädel zu »ein. Die Ausführung der Statue ist nach der Profilierung der Plinthe nicht vor das 2. «Jahrhundert nach Christus zu setzen. 2716. Statue einer Römerin. Nr. VIL ( 44). Helbig* II, S. 235 oben. Nibby, pag. 46, Nr. 9 oben. Lippold. Kopien, S. 214, Anm. 218. Er- gänzt: rechter Vorderarm, linke Hand, Nasenspitze, ein dreieckige« «Stück de« Schleiers über der rechten Schulter. Der Kopf ist ungebrochen. Der Körper Wiederholung der »Tranquillina« im Louvre (Hekler, Münchner arch&ol. Studien, S. 203 ff., S. 231, XL VI d), der Kopf ein Porträt aus der Zeit der Julia Mammae». Der Qualität der Arbeit nach würde man die «Statue früher datieren; ist der (auffallend kleine) Kopf aus einem älteren Porträt umgearbeitet (wie die« Hekler für die »Tranquillina« vermutet)? 2717. Satyrstntuc. Nr. VL (=* 45). Nibby, pag. 125, Nr. 4. Beschreibung Rom« IIT, 3, 256, 4. Helbig* 949. Clarac 717, 1715. Früher im Zim- mer VIII de« Erdgeschosse«. Nur der Torso und die Beine bis zur Mitte der Oberschenkel antik. Rückenschwanz und starke« Schamhaar. Starke Drehung von Brust gegen Bauch. Die harte Becken- linie öfters bei ähnlich bewegten Satyrn. Digitized by Google 5 X, 2718-2724 1. Zimmer. 2718. Weibliche Statue. Nr. LVI. Nibby, pwg. 56, Nr. 2. Clara« 532, 1 108. Emzelaufnahmcn, Text zu 1153: »Feinkörniger, weißer Marmor. Der sehr zerstörte und geflickte Kopf nicht zugehörig. Ergänzt: Hals, Teil der linken Schulter und dt* linken Armes, linke Hand mit Kugel, Clewand, da« vom Unken Unterarm vom und hinten herabh&ngt, Flicken im rechten EUenbogen, rechter Zeigefinger und Scharnier und vordere Schenkel dt* Zirkels, viele Flicken im Gewand recht« und links vom linken Bein und im linken Schienbein, Vorderteil de« linken Fuße« mit Gewand. In moderne Basis eingelassen. Vielfach gebrochen und an den Brüchen geflickt .« Die Ergänzung de« Attribute« der Rechten zu einem Zirkel ist unrichtig; wie aber der an Hand- gelenk und Unterarm anliegende Reet zu ergänzen ist, läßt sich nicht sagen. Auch an den übrigen Wiederholungen sind keine Attribute erhalten. Uber die RepUken vgl. Herkenrath, Athen. Mitt. XXX, 1905, 245 ff. und Milet, Ergebnisse I, V (Nymphae- um), S. 57, Nr. 4; S. 00, Nr. 8; 8. 70. Lippold, Kopien 8. 85. Anm. 88. Herkenraths Datierung der tiefgegür- teten Frauenstatuen in antoninische Zeit (vgl. auch Neugebauer, Asklepios, 78. Berl. Winekeltnann.s- Progr., S. 4, Anm. 7) ist nicht bewiesen. Gegen diesen Ansatz spricht auch das Vorkommen der Tracht bei Terraeotten, die so spät nicht datiert werden können. Die von Schaal, de Euripidis Antiopc (Dis«. Berün 1914), S. 67, Nr. 2 erwähnten Gruppen (Froehncr, Terres euites d’Asie de laeoUection Greau II, pl.70, Nr. 104; ßurUngton Exhibition 1888, pl. 53) sind allerdings offenkundig falsch. Dagegen ist z. B. in Budapest ein echtes fragmentiertes Stück mit dieser Gürtung. Der Gürtel ist an unserer Replik als Strick gebildet. 2719 Nebenseite eines Pasiphae-Sar- kophuges. Xr. LXI. Helbig* 1358. Ergänzt: »An der Figur des Eros der Kopf und der Palm- zweig — das ursprüngliche Attribut scheint ein Bogen gewesen zu sein — , an dem Manne und an der Frau die Nasenspitzen.« Ursprünglich vollstän- diger: eine zweite Säule ebenfalls mit Eros davor war erhalten. Nach Robert ist Minos dargestellt der in Gegenwart etwu seiner Mutter Europa dem Poseidon statt des gewünschten Stieres ein Frucht- opfer darbringt. Gegen diese Deutung bestehen Bedenken, da die Überlieferung ein solches unblu- tige* Opfer nicht kennt, bei Euripides, soviel wir wissen, nur der Chor dem Vegetarismus huldigt. Auch sind die Eroten vor dem Tempel nicht erklärt. Eine andere Deutung ist allerdings bisher noch nicht gefunden. Der Kopf des Minos lehnt Rom, Villa Borghese, Casino 6 sieh deutlich an das Porträt des greisen Sophokles , (Arndt- Bruckmann 981 ff.) an. 2720 und 2721. Kopf des Apollo. Nr. LX1II. Neu: Büste, Hals, wohl auch die Angabe der Pu- pillen. Überarbeitet oder wenigstens durch lau- fende« Wasser ganz mitgenommen. Die Haarschleife ist hinten geknüpft. Offenbar vereinfachte Wieder- holung des Casslcr Apoll: der späte Kopist hat die zierlichen Einzellocken gruppenweise zu größeren Strähnen zusammengefaßt; an Stelle der Nacken- zöpfe kurzes, herabfallendes Haar. Die Schulter- locken sind weggefallcn. Wohl keine beabsichtigte ' Umstilisierung, sondern Vereinfachung aus Bequcm- | lichkeit. 2722. Relief: Aias und Kassandra. I Nr. LXIV. Helbig* 1537: »Ergänzt: die Nasen- spitze und die rechte Schulter des Aias, die Nase der Kassandra, außerdem ein Streifen an der oberen linken Seite der hinter Aia« befindlichen Säule«, ferner die rechte Brust der Kassandra. Stark verschmiert. Die ursprüngliche Verwendung läßt sich nicht mehr feststellen. Wohl nach einem malerischen Vorbilde aus der Zeit des Frieses von Phigalia; Epoche des Vasenmalcrs Meidias. Von den Vasen mit der gleichen Seen© ist am i meisten die Wiener Amphora: Roscher, Myth. Lex. II, 983. namentlich in dem wehenden Mantel des Aias, verwandt. Zum Motiv vgl. Lykurg und die Mänade auf den Marmorvasen Corsini und | Uandelabri: Roscher, myth. lx*x. s. v. Lykurgos, Sp. 2197 ff., sowie dos Bostoner Priamce- Relief: Brunn -Bruck m um» 607 b, das auch im Stil Ver- wandtschaft zeigt. 2723. Knäbchen im Mantel. Nr. LXV. Helbig* 956; a S. 236. Holländer, Plastik und Medizin, S. 126, Fig. 57. «Ergänzt: das unterste Stück de« über den linken Arm herabfallen- den Mantels, Füße. Plinthe, Nase.« Vgl. zu Nr. 2726. 2724. Archaistische Fraucnstatue. Nr. LXVI. Nibby, pag. 62, Nr. 7. Beschreibung der Stadt Rom III, 3. 240, 15. Neu sind: linker ■ Unterarm mit Hand (ausser den Enden der ersten I drei Finger), rechter Unterarm mit Hand. Falten - , teile; der Kopf (neu: Nase), mit Frisur tmianiacher i Zeit, ist aufgesetzt. Der Körper selbst macht den Eindruck eines antiken KopisUm-Pästiccio«: im Oberteil archaistischen Figuren von der Art der •Spes« im Conservatorenpalast (Bulle, archaisierende griechische Rundplastik Nr. 27) verwandt, ira Unter- teil an Figuren wie die Berliner Statuette aus C’ometo (Br- Br 673 1) erinnernd. Ober- und Unter- teil hangen ungebrochen zusammen. Digitized by Google 7 X, 2726- 2731 Rom, Villa Borghese, Casino 8 2725. Frauenstatue. Nr. LXVUL Nibby, pag. 62, Nr. 7. Beschreibung der Stadt Rom III, 3, 240, 17. Ergänzt: linke Hand mit Ansatz den Armes. Kleinigkeiten an Füßen und Gewand, der ! Kopf. Die Plinthe ist ungebrochen; die Profilierung | fehlt auf der Rückseite. In der Gewandanordnung zu vergleichen die Typen Doria -Olympia (E-A 2296) und Magnesia (Watzinger, Magnesia, ä. 202). Ob unser Stück wirklich Kopie oder eine römische »Schöpfung« ist, ist nicht zu entscheiden. 2726. Knäbchen im Mantel. Nr. LXIX. Helbig* 955. Ergänzt: »Die linke unter dem Mantel befindliche Faust, die Füße (mit unterstem Teil des Gewandes), die Plinthe, die Nase.« 2723 und 2726 ! standen bereit* Ende des 18. Jahrhunderts im Park der Villa. Sie wiederholen mit leichten Varianten den nämlichen Typus. Uber diesen hat zuletzt Klein, vom antiken Rokoko S. 134 ff. gesprochen. Seine Replikenliste Anm. 169 ist auf zwei Typen zu verteilen. Bei dem einen ist der linke Arm höher gehoben, infolgedessen dos linke Bein stärker ent- blößt. Der rechte Arm ist noch weiter zur linken Schulter hin gehoben. Zu diesem Typus gehören ! von Kleins Liste die Nummern 1 (Spada) und 5 I (Louvre). Von den Exemplaren des anderen Typus, zu denen unsere Nr. 2766 und Klagcnfurt: Egger I S. 72, Fig. 46 hinzukommen, sind die Neapler: Inv. 6109 und 6113 nicht als Varianten zu rechnen, da der Kopf von 6100 neu, der von 6113 von frag- licher Zugehörigkeit ist. Sicher den echten Kopf haben Kleins Nummern 4 (Wien, ungebrochen) und 3 (Aix, Replik) sowie Klagcnfurt. Darnach sind die Köpfe der borgheaiachen Exemplare wahr- ! scheinlich nicht zugehörig; an 2726 jedenfalls ist der Marmor verschieden, ein Stück im Hals zwnschengesetzt . Für die immer noch nicht ge- sicherte ursprüngliche Bedeutung ergeben sie I nicht*. Zu vergleichen die Knälichcn auf atti- schen Votivreliefs, die dort mit der Familie an treten. I Interessant ist, daß von dem Typus vier- oder fünfmal Exemplare paarweise Vorkommen (Aix, Borghese, Chiaramonti, Neapel, Coetanzi [ ? M-D 150—151)). Von dem Kopf von 2726 Ist eine Replik der Statuette M-D 1166 (Spada) aufgesetzt. Eine weitere anscheinend auf dem Pariser Exemplar des anderen Typus (Klein Nr. 5). Eine hat P. Jacques (Reinach, pl. 82) gezeichnet. 2727. Relief mit Artemis Kurotrophos( ?). Nr. LXXL Helbig3 1636. Roscher, Myth. Lex. II, 1630, 55. Ergänzt: »ein dreieckiges Stück des Reliefgrundes hinter «lern Nacken der sitzenden ! Figur, die Nasenspitzen der beiden Frauen, die ! Schnauze des Tieres, die beiden freistehenden Stuhl- beine, Stücke der unteren Rahmen leiste links.« Die Köpfe scheinen überarbeitet. Ob nicht noch be- deutend mehr ergänzt ist (worauf z. B. die seltsame Form der oberen Umrahmung schließen läßt), kann erst nach gründlicher Reinigung des Reliefs fest- gestellt werden. Sicher neu ist noch ein Stück im linken Oberschenkel der Stehenden. An anderen Stellen scheinen nur Sprünge überschmiert zu sein. Die Deutung der Sitzenden auf Artemis ist durch Kocherhand und Reh gesichert. Die Ste- hende kann naeh Größen Verhältnis und Tracht nicht gut eine sterbliche F'rau sein; eine mytho- logische Erklärung ist bisher allerdings noch nicht gegeben worden. Die Artemis ist im Stile des 5.-4. Jahrhunderts erfunden, die Motive der stehen- den F'rau sind nicht vor der hellenistischen Zeit denkbar. 2. Zimmer. 2728 und 2729. Kopf der Aphrodite. Nr. LXXXV. Helbig3 1544 (das dort gegebene fitst aus Nibby bezieht sich auf Nr. 2747/8). Canina, Tuscolo, tav. 36 links. Neu: Na»e, Unter- lippe, rechter Augenknochen, Herme, hinterer Haarschopf, Flicken im Haar. Verwaschen. Kopf- wendung zur linken Schulter alt. Vgl. unten Nr. 2747/8. 2730. Hüfthermc des bärtigen He- rakles. Nr. LXXXVI. Helbig3 1545. Ergänzt: die Nase, die Oberlippe, der rechte Backenknochen, da« rechte Ohr, ein Teil de« linken Ohres, die Schnauze de« Felles (da* linke Ende des Unter- kiefer« alt), einzelne F'licken. Der untere Teil des Schaftes war gebrochen, ist aber samt Plinthe (an der hinten Stücke ergänzt sind) alt. Mit Säuren ge- putzt. Eis gibt eine Reihe ähnlicher Hermen (vgl. Jppcl. Bronzefund von Galjüb 35), von denen aber nur die im Capitol (Fauno Roaso Nr. 15) und die londoner Bronze: Cat. Br., pl. XXX, Mitte n® 1291 (au« Halikarna««) genaue Repliken sind. Die Zurückführung auf Damophon beruht auf dem Vergleich mit einer Münze von Megalopolis, die sich aber wesentlich dadurch unterscheidet, daß Herakles hier ithyphallisch ist und aufblickt. Übrigen« ist die Beziehung der Münze auf den von Pausanias (neben Werken des Damophon, nicht ausdrücklich als dessen Arbeit) genannten Herakles durchaus problematisch. Die Augensterne «ind leicht angegeben: Arbeit vom Ende des 2. Jahr- hundert« n. C., aber wohl noch etwas früher als die der Replik im Capitol. 2731. Brustbild der Tellus. Nr. IXC. Neu: Nasenspitze, Lippen, Haarbüschel über Stim- mitte, die vier vorderen Schulterlocken (die hinteren Digitized by Google 9 X, 2732—2735 alt), Stücke de» Nackenachopf«, Flicken im Ge- wand. Der Kopf ist eingesetzt, aber zugehörig, da sich der Nackenschopf auf dem Rücken fort- netzt. Früher Isis genannt, ohne jeglichen Grund. Das Relief der Basis (Fruchtkorb zwischen Rin- dern) läßt vielmehr an Tellus denken. 3. Zimmer. 2732. Brunnenschmuck. Nr. CVÜ. Jetzt im 8. Zimmer. Helbig3 1549. Ergänzt: an der auf dem Felsen sitzenden männlichen Figur der Kopf, die Hälfte des rechten Unterarms nebst Hand und Muschel, das vordere Ende der Angel, der grosse Zeh des linken Fusses. Die vordere Hälfte des linken Unterarms ist angesetzt, aber nebst Hand (ausser den Spitzen des ersten und zweiten Fingers) alt. Von den beiden dahinterstehenden männlichen Figuren haben sich nur Stücke der Füße, von der obersten Ziege nur die Klauen erhalten. Auch an den anderen Ziegen sind mancherlei St ücke restauriert. Vom Gewand auf dem Felsen sind die untersten Falten alt. An der kleinen sitzenden kopflosen Figur links ist das rechte Rein bis auf den Fuss ergänzt, an dem in den Wogen sitzenden Mädchen links die linke Hand mit einem Stücke des Seethiers. Der Felsen ist hinten ausgehöhlt; da« Röhrenloch endigt hinten in einer kk*ineren Höh- lung. Zu Helbigs Beschreibung ist hinzuzufügen, daß der eine der Insassen des zweiten Nachens einen Fisch angelt, deren eine größere Anzahl »ich in den Wogen tummelt; duß unter den Ziegen links ein Polyp zum Vorschein kommt; daß ferner für die Ziegen wohl ein Wächter vorhanden ist: die kleine, kopflose Figur links oben am Felsen. Die Größen Verhältnisse des Sitzenden machen es wahrscheinlich, daß diese Figur eine besondere, doch wohl mythologische Bedeutung hatte. Sein Linkes Schulterblatt ist besonders stark gebildet, ohne dass man ihn als eigentlich bucklig bezeichnen könnte. Polyphon» und Galatea ? Spätere römische Dccorationsarbcit . 2733. Gefesselter Knabe. Nr. CXIII. (Jetzt im 6. Zimmer aufgestellt.) Clarac 883, 2258. Beschreibung Roms III, 3. S. 250, 4. Helbig3 1556: »Ergänzt: die rechte Hand, abg<»m»hen von einem Stücke des Zeigefingers und de« Daumens, die untere Hälfte des linken Vorderarmes nebst der Hand und dem von ihr gehaltenen Gewandzipfel, das rechte Bein von der Mitte de« Oberschenkel» abwärts, der linke Untenvhenkcl, die Füße, die Plinthc.« Der untere Teil des Stammes hängt un- gebrochen mit der modernen Plinthc zusammen; auch sein oberer Teil mit Gewand, der vom Körper Rom, Villa Borghese, Casino 10 getrennt ist. »st offenbar neu. Kopf ungebrochen, i Repliken: a) Florenz, Arazzi47. Spon, Misoel Innen 312, II; Reinach, Repertoire III, 158, I; Athen. Mitt. XXXVII, 1Ö12, S. 53, Anm. 2. Aufnahmen für Brunn- Bruckminn liegen vor. Kopf ungrbro- i eben, b) Ehemals Rom. Palazzo Coraetti. M-D , 1155 (Kopf anscheinend mit denen der beiden I vorigen Exemplare übereinstimmend), c) Louvre. ' Cat. «omm. 304; Reinach, rep. III, 130, 6. d) Etwa 1910 im Florentiner Kunsthandel (Rardini); ohne Kopf, Arme, linke Schulter, Unterbeine. Zwei weitere Torsi im Vatican, Galleria dei candelabri I (Nr. 28 und 61; Hinck, Annali 1866, 85). Bei keinem Exemplar sind Flügel angegeben: die durch Parallelen wie die Aulos-Gemme (Furt- wängler, Gemmen LVII, 9: Daremberg- Sag lio 1 b. v. Compes, pig. 1428) und die Boetoner ! Terracotten: Phott. Baldwin Coolidge 8372 und 8379; Handbook 1911, pag. 114 (aus Myrina) nahe | gelegte Deutung auf Eros ist demnach unwahr- scheinlich. An dem Pfeiler neben dem Florentiner I Exemplnre ist unten ein Stierschädel angebracht, der ein Heiligtum andeutet; weiter oben befinden sieh auf besonderer Platte (als Votiv zu denken) zwei Ohren: der Knabe erhofft Befreiung durch die Gottheit, die hierdurch als /jt^xoof (Weinreich, | athen. Mitt. XXXVII, 1912, 1 ff.) charakterisiert wird. Weiteres läßt sieh zur Deutung vorläufig | nicht beibringen. Zur Fesselung vgl. auch die ' Münchner Bronze: Münchner Jahrbuch der bilden - I den Kunst V, 1910, 140. Abb. 3. Hellenistische Erfindung. Nach Angabe des Augensternes und der Bohrerarbeit fällt die Ausführung des borghesisehen Exemplare» nicht vor die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. 2734. Statue des Herakles. Nr. CXIV. Kopf gebrochen, aber anscheinend zugehörig. Er- gänzt: Na«e, linke Hand mit Äpfeln, rechter Unter- I am» mit Keule, rechte« Bein von Mitte des Ober- 1 schenke!» an, linker Fuß und Unterteil des Stamme». I Kpheukranz. Pupillen angegeben. Starke Bohrer- ! arbeit. Wohl Porträt eines Römers des 3. Jahr- hundert« n. Uhr. als Hercules mit Anlehnung an ältere Typen. 2735. Knabe mit Vogel. Nr. CXV. (Jetzt im 6. Zimmer aufgestellt.) Helbig1 968. Reinach, | rep. II, 465, 5. Au» der Sammlung dclla Porta. I »Ergänzt: der linke Vorderam» nebst dem rechten | Flügel des Vogels, die Unterschenkel des Knaben, j der Schwanz des Vogels, der Stamm, bemühe das I ganze darüber herabfallcnde Gewand, die Plinthe.» ' Der Kopf (neu: du» Kinn) war gebrochen* Nach Mingazzini sind modern ferner: der Hinterkopf, Digitized by Google II X, 2736—2746 die Schultern mit den unteren Enden der Haar- hinde; nach Uppold auch beide Arme. Im Haar ein spitz zu laufende* Diadem. Über die Form des- selben vgl. Arndt, Strena Helbigin na, S. 13 f. Hübsche Arbeit. 2736 und 2737. Kopf, der Apollonstatue Br— Br <157 aufgesetzt. Nr. CXV1I. Helbig3 1548. »Ergänzt: die Nase, Splitter an den Ohren, das Kinn, die längs des Halses hcrnbreiclicnden Lenken.« Nach einem Original vom Anfang des 4. Jahrhundert«. Wiederholungen sind nicht be- kannt. 2738 - 40. Weiblicher (7) Kolossalkopf. Nr.CXX. Helbig4 * * * 8 1547. Beaehr. Horns 111, 3, 247, Nr. 11. Nibbv pag. 80. »Ergänzt: die Nase, beide Brauen, der größte Teil der Lippen, das Kinn, die Haan* über der linken Schläfe bi« zum Scheitel hin, der untere Teil der über den Nacken hembfallenden Locken, die Büsteu (Helbig). Modem geglättet. Wiederholung in Neapel: E-A 525 26; Guida 510. Nach Amelung (bei Helbig) pergamenischer Typus: die hellenistischen Elemente sind gewiß unverkenn- bar, doch ist die Möglichkeit zu erwägen, daß die Erfindung als solche erst römischer Zeit angehört. Ähnlich da« Pariser Hochrelief: Heydemaiui, Pariser Antiken (12. Hallisehes W’inckelmanns- Programm). Taf. I, S. 15, Nr. 2(1; Uifalvy, Alexandre, pag. 33, fig. 10, welches ebenfalls früher in der Villa Borghese stand. Aus antoninischer Zeit. 2741. Artemisstatuette. Nr. CXXUI. Nibby, tav. 44; Reinach, rep. II, 324, 3. Neu: Stamm. Beine (rechtes Knie alt), rechter Arm fwmmt Schulter, oberste Falten am Hals link*. Nase. Der Kopf sitzt mit zwischengesotz lern Hals- stüek auf, acheint aber zugehörig. Wiederholungen im gleichen Maßstabe im Ginrdino della l*igrut 165 und in Villa Borghese. Portico dei Leoni: E-A 2800. Reizvolle, originelle Erfindung au» der Zeit etwa der Wiener Artemis von Larnaka. Auch die Arbeit ist fein und zierlich. 4. Zimmer. 2742. Statue der Artemis. Nr. C’XXIX. Nibby pag. 91. Beschr. Roms III, 3, S. 248, 8. Clarac 567, 1209. Ergänzt: der rechte Arm, soweit nackt, der linke Arm mit einem Teil de« Ärmels, die Unterbeine, die Plinthe und der Stamm bis auf einen kleinen Teil. Der Kopf ist nach Mingazzini trotz eines schmalen zwischengesetzten Stücke« im Habe zugehörig; auch da« Diadem ist antik, nur überputzt. Da« Gesicht ist nach Lippold ergänzt (Schnitt ringsum, direkt hinter dem rechten Auge und vordem linken Schläfenlöckchen). Der Köcher Rom, Villa Borghese, Casino 12 scheint, soweit man von vorn sehen kann, modern zu sein. Der Chiton ist dicht unter der Brust und ein zweites Mal über der Scham gegürtet. Schweins- feil. Hellenistische Proportionen: die Figur ver- breitert sich nach unten. Von den ähnlichen Typen steht am nächsten Ny Carlsberg 80. Schlafmlriek- 1 eben. Die Haarwellen charakteristisch hellenistisch. Stark geputzt. Gute Arbeit. 2743. Statue der „Artemis”. Nr. CXXXV1I. Nibby pag. 91. Beschr. Roms III, 3, S. 248, 18. Clarac 567, 1208 A. Ergänzt scheint : rechtes Unter- bein (Fuß alt) mit Knh, linke Hand mit halbem Unterarm, rechter Arm. Am Kopf, der wohl zugehörig ist, sind Nase, Kinn und kleine Flicken neu. Keine Spur eine« Köchers, die Deutung auf Artemis also fraglich. Doppelter Chiton: der untere mit Ärmeln, der obere mit Überschlag; i Mantel auf linker Schulter. Zur Behandlung des Chitonüberfalles vgl. den Apollo Barberini. Auch der Typus des Kopfes gehört in die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts. Gute Kopie eines eigenartigen Vorbildes. 2744. Statue der „Amymonc*’. Nr. CLXI. Nibby, pag. 91, tav. 23. Helbig2 971. Zeichnung im Escorialensis: K-A 1406 (Egger, Cod. Escor., S. 132 ff.); dort Angaben über die Herkunft. »Er- gänzt: der Kopf mit dein Halse, der rechte Vorder- arm nebst dem ihm benachbarten oberen Teile des | Delphins, Splitter an den Füßen« (Helbig). Neu ferner auch ein Stück im Bauch rechts. Die Schulterlocken alt. Ganz geputzt. Zu dem Typus vgl. den Text zu Br- Br 675 recht*, wo unser Exem- plar Anm. 1, Nr. 14 aufgeführt ist. Zu der dort gegebenen liste der Wiederholungen ist als Nr. 13 b hinzuzufügen da« Exemplar im Provincinlmuseum in Saragossa: Burrea y Aragon, Duque de Villa - hermosa, Discursos de Medallas v antigüedades, herausgegeben von Jose Ramön Melida, 1002, | 8. 115. 5. Zimmer. 2745. Weibliche Figur. Nr. CLXVIII. Ergänzt: Kopf, Gewand hinter diesem, rechter Arm von Mitte des Oberarmes ab, linkerUnterarm, Falten- I teile, einige Zehen. Stützenrest an der linken Hüfte. Abarbeitungen link« und rechts von der Scham. Geputzt. Halblebensgroß, ln Einzelheiten variierte Wiederholung im Gegensinne im Palazzo Doria: E-A 2289/90. Vgl. Klein, vom antiken Rokoko, S. 127, der die Erfindung ohne zureichende Gründe in den Beginn der Kaiserzeit datiert. Hübsche Arbeit. 2746. Nymphe mit Muschel. Nr. CLXX. j Aus Sammlung della Porta: röm. Mitt. VIII, Digitized by Google 13 X, 2747-2755 pag. 240, Nr. 36. Kopf nicht zugehörig; Nase und Schulterlockcn »ind an ihm ergänzt. Am Torrn» «ind die Schulterlocken alt. Rechter Arm vom An- satz an, linker von Mitte de« Oberarms an neu. Ansatz der Muschel alt. Geputzt. Halblebensgroß. Leidliche Arbeit. Unter den zahlreichen Statuen mit ähnlichen Motiven finden «ich keine genauen Wiederholungen. Vgl. unten zu 2763. 2747 und 2748. Kopf der Aphrodite. Nr. CLXXIV. Nibby, pag. 105, tav. 31. Mitte. Helbig* 973. Br>Br, Text zu 576, Fig. 3. Ergänzt: die Büste und der ganze Hinterkopf. Aufbesserungen an Nase und Kinn. Die Kopfwendung zur rechten Schulter aufwärts ist alt. Geöffneter Mund. Das Antike von guter Arbeit. Wiederholung im Gegen* sinne von Einzelaufnahmen 2728/29. Kein Anhalt, beide Köpfe für Pendants zu erklären. 2749. Torso einer sandalenlösenden Aphrodite. Nr. CLXXMI. Bemoulli, Aphrodite, S. 339. 0,93 m hoch. Kopf des Eros, rechter Ober- schenkel der Aphrodite waren gebrochen; linker Unterschenkel war einmal ergänzt. Der Kopf der Aphrodite ging zu ihrer Rechten. Gew and auf linker Schulter. Reste der linken Hand des Eros auf der Brust der Aphrodite; er steht auf ihrem linken Oberschenkel. Lockenrest auf der linken Schulter der Aphrodite. Vom Stamm ist nichts antik. Über das Motiv zuletzt Kl in, Rokoko, S. 86; vgl. auch E-A 1951, Mitte. Hübsche Arbeit; geglättet. 2750. Knabentorso, Brunnenfigur. Nr. CLXXX. Nibby. pag. 65, tav. 17. Reinach, Reper- toire II, 475, 5. 1835 an Via Noincntana gefunden. Lebensgroß. Gefäß und Stütze sind durchl»ohrt. Der Oberkörper ist etwas zurück und zu seiner Linken gewendet, das rechte Spielbein etwas vor- gesetzt. Deutung auf Hylas oder Ganymed grund- los. Gefällige Arbeit. 6. Zimmer. 2751. Statue der Athen». Nr. CLXXXIII. Br-Br, Text zu Tafel 008, Fig. 5. Helbig3 1557. Die %'on Hülsen, löm. Antikengärten, S. 56, Nr. 13 vermutungsweise mit der unsrigen ident ificierte Carpi’Behe Statue war nach der Beschreibung Ahlro- andis ein anderes Stück. »Ergänzt: der rechte Arm nebst dem größten Teile des rechten Ärmels, der linke Arm von der Mitte de« Olierarmes abwärts nebst der Hand und dem von ihr lierührtcn Stücke des Schildes, die vordere Seite de« rechten Ober- schenkels, die Zehen des rechten Fußes mit der darunter befindlichen Ecke der Plinthe, ein großer Teil des Schildes, der Kopf der Schlange. Der der Statue aufgesetzte Kopf ist antik, aber nicht zu Rom, Villa Borghese, Casino 14 dem Körper gehörig.« Zu diesen Angaben i«t hinzu - I zufügen, da»« gerade bei der linken Hand ein Stück des (ausser unten) son«t ganz ergänzten Schild- rande« erhalten ist und da«« von der Hand keine i Spur mehr festzustellen ist. Neu i«t ferner der linke große Zeh. Rechts an der Hüfte eine große schräg i aufwärts gehende Stütze. Nnckenhaar. Am Kopf i «ind ergänzt: Lippen, Nasenspitz*, vorderste- Teil de« Helme« und de«»en Rhujm\ Der Schild ruht auf einem Blattkapitell. Der unten* Teil der Aegis ist 1 umgckrempclt ; die geknöpften Halbärmel gesichert. Kopisten Variante der Dresdner prax italischen Ar- temis (zu dieser vgl. zuletzt Bieber, zu Cassel 17 — 19). Die Arbeit der Statue ist wesentlich ge- ringer als die de« Kopfe», der einen Typus unge- fähr der gleichen Zeit wiedergibt. 2752 und 2753. Weiblicher Kolossalkopf. Nr. CLXXXVi. Arndt, la Glyptotheque Ny Carls- berg* S. 50, Anm. 4. Ergänzt: Büste, unterer Teil des Halses, Na«e, groß«* Stücke am Oberkopf und der ganze Hinterkopf. Dal linke Ohr mit I der Partie dahinter ist alt. Feinkörniger, stark bläulicher Marmor. Die Pupilionangabe anscheinend j antik. In den Kreis der von Arndt a. a. O. zu- sam menge» teilten Werke gehörig. 2754. Beckenträgerin. Nr. OIXC. H«*l- big2 976. Aus Sammlung dclla Porta. Die Statue ist au« zwei Teilen zusammengesetzt : Schnitt in der Höhe des Nabels. Ergänzt: «1er ganze Hals summt dem Oberteil der Brust, »««laß die Zugehörig- keit des Kopfes nicht erweisbar ist (so auch Ainohing j zu Vatican, Gail, delle Statue 405), der linke Busen, I beide Arme mit dem Gefäße (welche« von Helbig I auf Grund einer «über «lern linken Knie vorhandenen AriHatzspur« für gesichert, gehalten wurde; doch ist die««* ganze Stelle jetzt vollständig ü bersch miort), der vordere Teil de« rechten Fuße«, Spitze de« linken großen Zehe«; am Kopf Nase und Kinn. Gänzlich verputzt. Geringe Arbeit. Der vaticnnischen Statue: Helbig3 214 nächst verwandt, doch in den Einzel- heiten nicht genau übereinstimmend. Der Kopf- typu« etwa aus der Zeit de« Sauroktono». 2755. Leda. Nr. CVIIC. Nibby, pag. 112, tav. 35. Canina, Tiiseolo. tav. 35, links. Bewehr. Rom» 111. 3, S. 252, 10. Br Br, Text zu 648, Nr. 5. 1823 in Villa Lucidi bei Frascati gefunden. Neu: linker Arm, Vorderteil de« rechten Daumen», da« herab fallende Gewand, Hinterteil de» Sitzes, größter Teil «ler Basis mit dein Fußschemel, linker Kuß und drei | Zehen des rechten, Hals und Kopf de« Schwane i. Kopf der Leda ungebrochen; «ler Oberkopf neu. Da« Ganze völlig geglättet. Zu der bei Br-Br a. a. 0. gegelx*nen Repiikenliste i«t zu bemerken, daß ein Digitized by Google 15 X, 2756— 2760 Rom, Villa Borghese, Casino 16 Exemplar aus Villa Borghese, dos mit keinem der genannten identisch «ein kann, abgebiklet ist in dem Auktionskatalog Capobianchi, 23. '24. März 1893 (»Muaee du Pavillon de l’Horloge ä la Villa Borghese«), pl. II, Nr. 323; vgl. (Jraeven, röm. Mitt. VIII, 243, zu Nr. 20. Dagegen könnte das nicht abgebildete Exemplar Nr. 251 dieses Katalogs das Münchner oder das Kopenhagner »ein. Die dritte in diesem Kataloge aufgeführte l>eda Nr. 785 gehört nicht hierher, da sic überlebensgroß war. Ke befanden sich also vier Exemplare in Villa Borghese, die allerdings nicht alle gleicher Herkunft waren (vgl. Graeven a. a. 0.). Nachzutragen ist ferner der Kopf auf der Statue E-A 788. 2756. Knabe im Mantel (Wiederholung von Nr. 2723 und 2726). Nr. CVIC. Ergänzt: Plinthe, Füße und Unterteil des linken Unterschenkels, Stück * in rechter Hüfte und rechter Schulter. Falte an der linken Seite, Mantelrand hinter dem Halse. Der Kopf (ergänzt: Hai«, Nasenspitze. Kinn und Ober- teil der Kopfbedeckung) weicht von dem gesicherten Typus ab, gehört daher nicht zu. 2757 — 59. M&dchenttatue. Nr. CVC. Hel- big3 1564. Ergänzt: der rechte Arm von der Mitte des Oberarme« ab, der linke Unterarm mit der Hand und dem erhobenen Zipfel de« Oewandcs, die Nase. Viele Ausbesserungen am Oe wand. Die antike Plinthe ist in eine moderne eingelassen. Am rechten Oberschenkel außen verschmierte Stelle: vom Attribut der Hand. Kopf und Hai« sind eingesetzt, die Grenzlinie verschmiert; im Nacken kein genauer Anschluß an das Gewand. Die Arbeit des Körpers (vgl. z. B. den linken Oberarm) ist wesentlich besser als die des Kopfe«, dessen Zugehörigkeit auch dadurch zweifelhaft wird. Die Statue selbst wird ein griechische« Original. Grahstatue des 4. .Jahrhunderts, sein, während der Kopf ein Kinderporträt au« der Zeit der Ludovisi- scheti Menelnosgruppe ist. 2760. Asklepios und Telesphoros. Nr.CIC* Hclbig 3 975. Holländer. Plastik und Medizin, S. 129, Fig. 59. »Ergänzt: an der Figur de« Asklepios die Nase, der rechte Arm, der Schlangenstab, abgesehen vom unteren Ende, die linke Hand mit der »Schale; am Telesphoros der Kopf. Die Ober- fläche hat durch starkes Abputzen gelitten.« Vom Typus der Statue sind keine Wiederholungen be- kannt. Der Kopf steht dem Asklepios von Melos nahe; seine Zugehörigkeit ist nach Mingazzini wegen der Gleichheit von Marmor, Proportionen und Arbeit wahrscheinlich, nach Lippold fraglich. Die Arbeit der Statue ist gewöhnlich. 7. Zimmer. 2761 und 2762. Kopf der Statue des auf einem Delphin reitenden »Satyrs. Nr. 0C. Hclbig3 1560. Ergänzt: die Nasenspitze. Der Hals- bruch ist verschmiert, der Kopf aber zugehörig. Er besteht aus dem gleichen streifigen Marmor. Die Ohren waren von jeher spitz, ihre Form verdankt nicht, wie man gemeint hat, einer Überarbeitung ihre Entstehung. Die Erfindung geht gewiß noch in die hellenistische Zeit zurück. Zum Motiv vgl. auch E-A 1418. 2763. Bacchantin. Nr. OCI. Hclbig3 979. Alt nur der Torso von der Brust abw ärts bis unter die Kniee. Ergänzt auch die ganzen äußeren Falten an der rechten Seite. Reizvolle Arbeit nach einem Vorbild der späteren hellenistischen Zeit (Mädchen von Anzio). 2764. Statue des »Paris«. Nr. CCI1I. Helbig* 980. Antik: Torso vom Hals abwärts bis zu den Knieen (Glied neu) und linker Arm mit Ge- wand (Partieen um Ellbogen neu). Der stark ver- waschene Kopf (ergänzt: die Nase und das Ende der Mütze) antik, Hber sicher nicht zugehörig; das Hals- Ende des Kopfe« hinten bedeutend schmäler als das de« Torso«. Das Motiv entspricht im Gegen- sinn dem de« polykletiachon Narkissos. Kopf ohne besonderen Stilcharakter. 2765. Statue der Aphrodite. Nr. OCXV. Beechr. Roms III, 3, »S. 2.54, 13. ßernoulli, Aphro- dite, S. 256, Anm. 1. Ergänzt: der Kopf, der Ober- leib bis unterhalb der Brüste, die Arme bis auf die linke Hand, die Glutaecn. Die Füße sind alt; die antike Plinthe in die moderne eingelassen. Kaum lebensgroß. Motiv der Aphrodite von »Syrakus, über die zuletzt Klein, Rokoko, S. 88 f. gesprochen hat. Genaue Wiederholungen scheinen bei dieser Aphro- dite nicht vorhanden zu sein, ein Zeichen» daß kein maßgebend«» älteres Original zu Grunde liegt. Vgl. oben zu 2746. Gute Arbeit. 2766. Statue der Athena. Nr. OCXV II Hclbig3 1559. Beechr. Roms III, 3, S. 254, 15. Neu: Plinthe, Füße (vom linken der Ansatz alt), rechter Arm. linker Arm bis auf den Ansatz an der Schulter und das Unterteil der Finger, Unterrand der Aegis, unterer Rand de« Feploa- über falle«, der Kopf (unterer Rcat des ein wenig zur rechten »Schulter gehenden Nackenschopfes alt). Hoch 1,58 m. l>cr Typus der Statue ist von Reisch (österr. Jahresh. I, S. 55 ff.; vgl, zuletzt Bieber, Skulpturen in Cassel, S. 15 f.) mit der Athena des athenischen Hcphaistciona in Ver- bindung gebracht und dem Alkamene« zugeschrieben worden. Das Beweisstück ist ihm der dem Schild Digitized by Google 17 X, 2767 — 2774 Rom, Villa Borghese, Casino 18 als Unterlage dienende Akanthoe an der Replik von Cherchell. Da dieser aber sich nur an jener einen Replik findet, die drei anderen Repliken (Borghese, Ros* pigliosi, Chiurnmonti) aber dafür das künstlerisch bedeutend interessantere Motiv des eingestützten Armes haben, so muß das Exemplar von Obere bell als Umbildung gelten: der Kopist wollt«* den im Original fehlenden Schild anbringen. Der Akanthos j als Schildstütze, den die Athens Hephaisteia hatte, findet sich auch bei der Athcna E*A 2751, wo er ja sicher erst durch den römischen Kopisten hinzu- gefügt worden ist. Gegen die Zurückführung auf Alkamenes spricht auch der Stil : das Original kann nicht älter sein als die Eirene des Kcphisodot. Die Qualität des borghesischen Exemplare» wird von Reisch S. 71 untemchätzt. 8. Zimmer. 2767 und 2768. Kopf der Statue des Mar- syas. Nr. CCXXV. Helbig3 1564. Linker und hinterer Oberkopf war abgebrochen. Von dem Kopf gibt es zwei genaue Wiederholungen: 1. Florenz, Museo archeologico. Milani. Guida II. tav. XLIII; I, S. 314. Nr. 44. Minto, Bott, d’arte XIV, 1920, pag. 46, fig. 6.- 2. Rom, Kunsthandel. Stark fragmen- tiert, von Araelung photographiert. Diese beiden Re- pliken, die mit dem borghesischen Kopf genau über- einstimmen, beweisen, daß dessen Eigentümlichkeiten nicht erst der umbildenden Hand des Kopisten ihre Entstehung verdanken. In der Ausführung läßt sich wirklich nicht »widerliche Virtuosität! der Marmorarbeit, sondern nur getreue Wiedergabe des Bronze Vorbildes erkennen. Dieses gehört noch «lern Kopf, wie bereits Klein (Geschichte der griechischen I Kunst III, 232) richtig bemerkt hat, in die Nähe des jüngeren (lysippischen) Sokratctsporträta, ist aber stilistisch bereits vorgeschrittener. Noch weiter entwickelt ist der Kentaurenkopf im Conscrvatoren- palast: Helbig3 925. Der Kopf der Marsyaastatuo I im Conservatorenpalast: Helbig3 954 weicht so stark von dem borghesischen ab, daß ein directcr Zusammenhang nicht wahrscheinlich ist. 2769. Männliches Sitzbild. Nr.CCXXVÜ. Helbig1 982. »Modem: der rechte Arm mit dam Plektron, der linke Arm mit dem ihn bedeckenden Teile des Mantels, die Lyra, wie die über die Lyra fallende Gewandmasse. Doch ist «1er unmittelbar unter der Lyra herabreichende Gewandstreifen antik, und die an seinem oberen Ende sichtbare Einbiegung läßt darauf schließen, daß auf dem Uber den Sitz herabfallenden Gewände ein Gegenstand aufgestützt war.« Diese Angaben bedürfen bei der raffinierten Ausführung der Ergänzungen einer Nachprüfung durch Reinigung. Hinzuzufügen wäre zunächst noch, «lass Plinthe, Füße, Sitz und Unterteil ungebrochen Zusammenhängen; dass das Gewand über dem R ückcn und die Faltenrücken | zwischen den Beinen ergänzt sind, und dass vom Gewand oberhalb der Schamgegend nichts antik ist. Durch Nabel und Brust gehen wag* rechte Bruchlinicn; im wesentlichen ist der Ober- körper aber alt. überarbeitet. Der Kopf, an welchem Nase, Kinn und Ränder des Petasos ergänzt sind, kann schon seiner Kleinheit wegen nicht zugehören. Seine späte und rohe Arbeit verbietet eine bestimmte stilistische Einreihung. Die Statue zeigt in Körperformen und Gewandung Elemente des 5. Jahrhunderts; doch möchten wir sie nicht mit Sicherheit als Kopie eines Werkes dieser Zeit bezeichnen. Eine Deutung ist nicht zu geben, da die Attribute modern sind. 2770. Statue des Sarapis. Nr. CCXXXIII. Helbig3 1563. Arbeit sehr gering. Wichtig nur wegen des Kerberos. 2771. Gruppe: sitzender Mann und kleines Mädchen. Nr. CCXXXXI. Helbig3 1561. Die Deutung hängt davon ab, ob die Schultcrloeken. wie Amelung und Lippold angeben, ganz nuxlem, oder, wie Arndt notiert hat , durch Ansätze gesichert sind. Im enteren Falle könnte cs eine Grabgruppc griechischer Art von Vater und Tochter sein. Andern- falls kämen nur Apoll oder Dionysos (vgl. E-A 2088) mit einer Schutzbefohlenen in Betracht. Der dem Mädchen aufgesetzte Kopf ist der eines Knallen truianischer Zeit. I. Stock. 2772. Wiederholung der großen Her- culanenserin. Nr. CCLVILL Nibby, pag. 57, tav. 14. Beschr. der Stadt Rom III, 3, 238, 4. Aufnahme direct von vorn: Alinari 27 469. Er- gänzt: Kopf, rechter Ellenbogen mit halbem Ober- und Unterarm bis zur Hand, vorderer Teil der linken Hand mit Ähren. Geputzt. Gute Arbeit. 2773 und 2774. Kinderkopf. Nr. CX?LX. Bruststück und Kinn neu. Der Oberkopf war ge- sondert gearbeitet und abgefallcn; er ist sicher alt. Am Schnitt ist ringsherum auage bessert. Wiederholungen in München, Glyptothek Nr. 250 A (jetzt Nr. 477) und Petersburg 223. Der Halsrest der Münchner Replik läßt erkennen, daß der Kopf stark nach der rechten Schulter abwärts bewegt war. Typus vom Beginn der hellenistischen Zeit. Das Borghesische Exemplar steht dem Münch- ner an Qualität nach. Digitized by Google Rom, Villa Borghose, Patino 10 X, 2775— 2784 20 2775 - 2777. Rep ik den Herakles Far- nese. Nr. CCLXI. Schon im EHcorialensu» gezeich- net: E-A 1480. Hülsen, römische Antikcngärtcn, 8. 56, Nr. 5. Stephani, Ausruhender Herakles, S. 163, Nr. 12. Amelung, Florentiner Führer, S. 32 zu Nr. 14. Sieveking, Terraeotten Loeb, II, S. 48, Alim. 5. Der Kopf: Text zu Br- Br 609, Abb. 4 und 5. Vielfach gebrochen und ergänzt, aber ini Wesentlichen richtig. Nach Mingazzini ist die Plinthc antik und nur in Kleinigkeiten ergänzt. Neu sind weiterhin Flicken in den Oberschenkeln, der größte Teil der Brust, Stücke am Fell, der rechte kleine Zeh. am linken Fuß der große Zeh, der zweite Zeh und zwei Flicken, ferner die Finger der linken Hand und das Unterteil der Nase, die Finger der rechten Hand Nimmt den Äpfeln. Ver- kleinerung des Originales auf Lebensgröße. In der Qualität der gleich großen Florentiner Replik: E-A 346 (Brogi 18060) lad Weitem ü Ix* Hegen. Die Ähnlichkeit der Haarbehandlung mit der des Ares | Ludovisi springt in die Augen. 2778. Weibliche Gewandstatue. Nr- CCLX1I. Nibbv, tav. 34, pag. 114. Bosch r. der Stadt Rom, 111, 3, 8. 253, Nr. 14. Der Kopf, wenn nicht ganz modern, jedenfalls nicht zugehörig; neu auch die Unterarme, das Ende des Gewundzipfels vorn, die Nasenspitze. Wiederholungen sind nicht beknnnt. Gute Arbeit. 2779 -2781. Kampfgruppe. Nr. CCXLV. Hel big* 1565. Rolx?rt. Sarkophage, II. S. 142. Er- gänzt ist auch der Kopf der weiblichen Figur und die Nase des Kriegers unter dem Pferd. Die richtige Deutung der Gruppe hat Habich, die Aiiuizoncngruppe des attalischcn Weihgeschenkes S. 67 ff., gegeben: die Reiterin ist nicht eine Ama- zone, sondern eine römische Person ification, wie Virtus, die Unterlegenen Barbaren, da* Ganze Denkma 1 eines römischen Triumphes. Ein d i re c ter Zusammenhang mit pcrgamcnischer Kunst ist nicht anzunehmen. Die Ausführung ist gering, aber nicht sehr spät. Eine genauere Datierung läßt sich in- folge der starken Überarbeitung nicht geben. 2782. Gruppe von Ares und Aphrodite. Nr. CUL. Nibby, tav. 44. pag. 110. Ravaisson, VY-nus de Milo, pl. 7, 1, p. 210. Reechr. der Stadt Rom, 111. 3, S. 251, Nr. 3. Furtw&ngler, Meister- werke, S. 621h Anm. 1. Montelatiei p. 274. Lippold. Kopiecn. S. 276, zu X V II, Anm. 292. Aus der ßamm- ( lung von G. della Porta: röm. Mitt. VIII, S. 237; S. 240, Nr. 39. Der Umfang der Ergänzungen ist aus der Skizze bei Ravaisson ersichtlich: nur den Kopf des Ares halten Furtwftngler und Arndt für antik (an ihm sind Nase, Unterlippe, linke Wange, Kinn. Teil des Helm husche« neu). Mit dem linken Fuß tritt Aphrodite auf die Waffen. Die Füße der drei Figuren waren nie von der Plinthe getrennt. Der Typus der Aphrodite von Uapua ist in römischer Zeit mit zwei verschiedenen Arestypen zu einer Gruppe verbunden worden: einmal mit «lern des Ares Borghese, das andere Mal mit einer aus dem Doryphoroa abgeleiteten Figur. Zu letzterer Abwandlung gehört: unsere Gmpjx\ die Florentiner (Alinari 1256), das Relief von Side, das Medaillon der Faust ina minor (Gnocchi, i mc- daglioni romani II, 67, 8). Als Einzelfigur ist der Ares dieser Uombination in der Statue der Villa Alhani E-A 1099 erhalten; der aufgesetzte (und vielleicht doch zugehörige) Kopf ist hier allerdings nach der anderen Seite gewendet. Die Arbeit der borghcsiachcti Gruppe nicht vor hadrianischcr Zeit. 2783. ßronzestatue eines Knaben. Nr. CCL1I. Nibbv, pag. 89. Beschr. der Stadt Rom 111, 3, 249, 32. Bernoulli. röm. Ikon. II, 3, 74. Saodrart, Teutsche Akademie 1 1. 2,T. ee, rechts, S. 57 ( »SammluviL7 Arundel» ; vgl. Michaeli«, Anc. Marbkw. p. 297, Nr. 7). Aus Sammlung G. della Porta: röm Mitt. VIII, S. 240, 43. Hoch 1,03 m. Dunkelgrüne Patina. Viele ant ike Ausbesserungen von Gußfehlem. Das linke Bein scheint verdrückt zu sein. Der rechte Arm mit der Kugel, der von der linken Hand ge- haltene Gewandzipfel, der linke Vorderfuß, wohl auch der Oberkopf, mit schlechter Patina, sind modern. Das linke Bein war beim Ansatz des Ober- schenkels und unter dem Knie, das rechte im Knie und am Fuß gebrochen. Der Hai« ist verschmiert, der Kopf wird aber, obgleich er etwa« zu groß erscheint, doch wohl zugehören. Das Genital fehlt. Das Gewand ist gesondert gearbeitet und aufgelegt. Hohe jagdstiefelähnliche Fußlieklcidung, oben mit Löwenfell abschließend. Porträt aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Uhr. 2784. Weiblicher Kopf. Nr. CX’LVII. In eine moderne Büste eingelassen. Der Hals ist quer durchgehrochen. Ergänzt: Nasenspitze, oberer Teil des Diadems, der ganze Kopfschleier. Stark ge- putzt, aber wohl antik. Charakterlose römische Arbeit ohne bestimmten Stilcharakter. Digitized by Google 21 X, 2785 - 2780 Rm, Villa Borghese, Park 22 Rom. Villa Borghese. Park. 2785. Statua togata. M — 1)12015. Bestaun; j avambraccio destro, mano sinistra, piede destro con 1 un tratto della toga Aderente, una fetta di ambo lc | spalle. La Iwvse, aderente, <* incnstrata entro quella mtxlema. Altezza della statua metri 2; della testa, | cm. 40. — 1-a teata, evidentemente non pertinente, ' e un ritratto di Domiziano. le7.zinon pertinenti, ma soprat utto perchc la forma del busto e propria del teinpo. — I dati tecnici (capelli e baffi a oolpetti di raspa). stilistici (pupilla a euorc, sguardo volto in alto «1 a sinistra) e soprat utto fisiognomiei con* fermano truttarwi di un ritratto di Alessandro Severo (222 -235), rappresentato in uno degli Ultimi anni della sua vita, easendo egli morto a 26 o 27 anni. Piü vecchio quindi che sul ritratto di Firenze (Bernoulii, III, Tv. XXIX — XXX), ma della atessa eta di quello vaticano (Sala dei busti 361 Amclung II, Taf. 71 ca Visconti, Museo Pio-Clcmentino VI, tav. 56). 2793. Ercole. M — D 106. La patina uniforme prodotta dall'esposizione all'aperto rende assai diffieile dire con eaattezza quali sieno le parti di rcstauro. Certamente moderne mi sembrano: la testa, ravambraceio sinistro con la pelle di leone sino airaltezza dell'inizio della gamba. la base, amho i piedi, il malleolo sinistro, il rialzo di terra con la fnretra. Dubhi — ma propendo piü per considerarli inodemi ehe antichi — mi sembrano il polpaccio destro e la gamba sinistra da metA femore a metA polpaccio. Il braccio destro «1 il braccio sinistro, se sono modern!, provengono da un rcstauro differente dai rirnanenti. La testa del leone mi sem- Rom, Villa Borghese, Park 24 I bra antica ed aderente alls eoecia sinistra; il vello I A trattato in modo differente dalle parti certamente | di rcstauro. Infine c> stato rcstauroto in cemento il ! membro. Altezza. senza la base, metri 1,90. — 11 torso appartenevu probabilmcnte al tipo rappresen- tato da Clane 791, 1982 (RAp. I, 467, 1), 802 C, 1984 B (Rep. I, 474, 1). Assai simili sono pure ß— A 64 (Rep. II, 226, 7) ed E A 132 (RAp. II, 209. 8) che differiseono dai primi per la posizinne dcll» mano destra poggiata sul fianeo, anziche sul gluteo. Ambeduc i tipi sono derivati dall’Ercole Farnese, ma £ diffieile deeidere Be la Variante spetti ad un artista ellcnistieo o ad un artista romano. 2794. Replica della c. d. Poli mn in della Sala delle Muse. M — D1450. Rcstauri: la testa e l'indice della mano destra. La base appartiene alla statua. Questo esemplare non si trova sulla lista eompilata dalla signorinn Esther Boise van Deman in A. J. A. 1908, pg. 335. Agli esemplari ivi eleneati vanno aggiunti nitro*): Ny Carlsberg, tav. XXVII, n° 394; Milani, Guidn. pp. 323, n. 140. e la re- plica dcll’ Antiquarium Comun&le ricordata da Amclung nel testo ad E~A 1993, pg. 49, N° 4. In quanto alla data dell'originale, tutto ciö che aappiamo dello svolgimento stilistico dell’arte greea eselude che un'opera di tale raffinamento tcenico c stilistico e di una torsione sul proprio aeee cosi forte (assai piü che neH’Apoxyomenos, benche non come nella “Innocenza” della Sala del Gladiatore nel Museo C’apitolino) possa appartenere al IV see. i Le duc uniche dato possibili sono o quelle del le eosidetto Muse di FiJisco o 1’etA adrianea tarda; quest'ultima mi sembra preferibile a causa del ca* rattere della testa, ehe nella unione di forme classi* I camentc oomposte con un sentimento melanconico | s'inquadra assai meglio in questa etä (cfr. Bulle. I Archaisierende griechische Rundplastik, pg. 31; I cfr. anehe il eosidetto Antinoo della Sala del Gladia- tore nel Museo Capitolino) ehe nell’etA ellenist iea. 2795. Piccola Ercolancse. M— D 1451. Kestauri: testa e collo. ambo le mani, la base, il piede destro per la parte ehe emerge dal manto. l’estremitA inferiore del panneggio fra i piedi e per un’altczza minima; manca infine TestremitA inferi- ore del manto dietro il gomito sinistro. Dalla mano sinistra alla coscia destra po&sa un taglio, ehe perö ; non 6 cosi orizzontale da far credere che la statua 1 sia stnta eseguita in due pezzi singoli. Ambo le parti l sonocertamenteantiche. Ptedeain.ealzato.--llno(Stro esemplare non 6 compreso nell’elenco redatto dalla signorina Esther Boise van Deman in A. J. A. 1908. pg. 333 ne in quella dello Hekler, Römische weib- liche Gewandstatuen, pg. 227, tipo XV (fra i due Digitized by Google 25 X, 2796- 2798 Rom, Villa Borghese, Park 26 elenchi si arriva a 42 repliche statuaric; ma la lista ui potrebbe ogevolmente raddoppiare). Le differente ehe si risrontrano nel panneggio, rispetto alTesem- plare di Drcada ( Br — Br 558), vnnno attribuitc allo stile dolle opoche alle quali appartongono per IWcuzionc le due replicbe. panneggio e raratterizzato dal contrasto tra le parti 2796. Ara funcraria di Sesto Pedio che coprono le gambe - quasi senza pieghe ed Hirruto. Non sul M — D. L'iscrizione trovasi in aderenti ad esse — ed il rirco „sacco“ nel mezzo, C. I. L. VI, 1485 XIV, 3994. dove * ripetuta la che si divide in tre grosse pieghe separate da bihliografia anteriore. Le prime tre linee sono solehip rofondi presso a poco uguali. Una stiliz- riprodotto anche in Hiibner. Exempla epigraphica »«one del panneggio assai simile la presenta script ume linguae latinae. n° 274. L’individuo 6 1 I’ Apollo della Sala delle Muse, che va attribuito menzionuto altresl nella Prooopographia Iinperii ad un periodo di poco anteriore. Ad una gene- Romani, III, pg. 20, n° 153. Altezza m. 1,90, larg- razione piii tarda, almeno per quel che riguarda hczza m. 1,20, profondita m. 0,80; altezza delle let- | l’eeecuzione, va invece assegnato il bellissimo tere mm. 95, 90; sui lati orcio e pater». — Pctti- Apollo Citaredo riprodotto in E— A 1180—1181, natura c busto adrianei; cfr. Bemoulli, II, 2. tav. j ora nella Glvptotera di Monaco (Furtwängler— XXV'I, dove ritroviamo anche il drappo poggiato Wolters, Führer» 213 a), dove le pieghe centrali su Ha spallu. Un altro esempio, contemporaneo a 1 *000 divenute piü frequenti e meno regolari. Al qucato, di busto entro l’acroterio tra pulvinari in I regno di Marco Aurelio attribuisce il Curtiua il Altmann. Römische Grabaltäre, pg. 246, fig. 193. I rifacimento del motivo ellenistico di Athena La datazionc 6 interessante, oltre ehe per gli epi- | in atto di allacciarsi 1’egida oonservata nel grafisti, anche per gli »torici delle magistrature i Liebighaua di Francoforte aul Meno (Stadel— Jahr- romane, avendo il figlio (ehe riuppare in C. I. L. VI. ’ buch, III, pg. 186—195), le cui pieghe centrali sono 1485 = XIX, 3995) occupato la carica di legatus nncor piü sminuzzatc «1 irregolari. Una stilizza- juridicus Asturiae et Gallacciae (su questa *ione simile trovasi anche sulla base della colonna carica, vcdiC.I. L. II, Supplement». col. LXXXVI). Antonina nel Giardino della Pigna. Tutto cid co- 2797. Torso di Artemide. M-D 2374. ! sPir« * datare il rifacimento in eta adriane». Robert, die antiken Sarkophagreliefs. III, 2, 2798. Statuetta di Artemide. M — D 694. tav. 59, pg. 226, n° 185,b. v. Leukippiden. — Altezza Altezza cm. 31. — La linea del kulpos d viaibile cm 75; altezza della base, cm 7. 11 Robert solo j *>tto la linea sinuosa della nebride; una zampa dubitativnmente colloca questo pez/o frn i frain* pendc dalla spalla ainistra, un’altra aulla gamba menti di aarcofago. L’altezza della base cd il fatto | sinistra; aulla gamba deatra una protubernnza in- ehe un tratto di essa ha la superficie liseia e non forme indica che la mono deatra pendeva inerte, frammentaria conferma che si tratta di una statua. Ixt cinta ehe tra versa diagonalmente il pezzo, Il dubbio del Robert se la cinghia che passa tra i due j rende quasi sicura la denominazione di Artemide. seni abbia o no appartenuto ad una faretra, non (Cfr, Ny Carlsberg, Tav. VII, 89; Tav. VI, 82; ha ragione di essere, pcrche la cinghia poggia effet- Roscher, s. v. Artemis, col. 74, § 4). II modo con tivamente aulla spalla deatra e non aulla sinistra. cui la nebride e avvolta trova i suoi paralleli nei Quindi l’affinitä che tro'vava il Matz fra 1' Artemis tipi di Musa riprodotti in E— A 395 e 116)3 (vodi Colonna ed il nostro pezzo sussiste, ma non si tratta piü sotto nl n° 2865). Cfr. altreel il Dionysos del che di una affinitä aasai vaga nel motivo (nel nostro n* 1793 o quello riprodotto Hull atlante di Ny torso il movimento della dea e assni piü veloee, sl da Carlsberg, tav. XI, 155a. La sfrangiatura deU’orlo, aecostarsi assai piü al motivo del T Artemis di V*er- ehe qui d eosi chiara c regolare, non c* frequente: sailles). resa piü forte dalla identita del veatito. Il cfr. tuttavia Ny Carlsberg, Tav. XII, 158; corpo estremamente slanciato, dal petto eeilisaimo Chirac- Reinach. pg. 304, 2. Nessuna replica a me colloca il prototipo della statuetta nella eth eile* conosciuta. Ixt cintura sotto il seno e la |x>sa poco nistica tarda ( Krahmer in Römische Mitt. XXX VT 1 1 I mossa ne daterebbero l’originale nel primo dlenismo; — XXXVIIII» 1923.24, pg. 180—181, fig. 5, 6; agli ma probabilmente si tratta di una Variante romana. esempi ivi citati aggiungi la terracotta di Rerlino 1 Come tante altre Diane caccia trici, sopruttutto riprodotta in Priene, pg. 351, fig. 416, che presenta di dimensioni inferiori al normale, anche questa avrh altresi Io stesso scheina pimmidale, prodotto dalla I servito di deeorazione ad un giardino o ad un magrezza della parte superiore quasi nuda in con- boschctto. tm-nto con la parte inferiore, dal panneggio volumi- noso allargantesi a guisa di campana). Ixt stilizza* zione del panneggio, perö, e estranea a quella fase stilistica e deve essere attribuita all'artista romano che ha ripreso, modificandolo, lo stesso motivo. 11 Digitized by Google 27 X, 2799 — 2804 28 2799. Statuetta di Artemide. Non mil M — I). Altem cm. 47. Sulla spalla sinistra c sul fernere sinistro tracec di puntello; sul sono sinistro, invece. una semplice lesione superficiale. — Cfr.* |**r il tipo, Museo Torlonia, tav. II. n° 6 — Rep. II, 31«. 4 = Clarac 576, 1240 = R6p. I, 309, 8; ibidem, tav. XII, n° 48 r= Clarac 572. 1223 (con testa diffe- rente) = Rep. 1, 307, 6; Becker, Augusteum, tav. 100 = C hirac 562. 1203 a Rep. I, 298. 0 = Clarac 575, 1 234 - Rep. I, 309, 3 Rep. 2. 314, 9 (seeondo quanto il Prof. Hermann ha voluto gcntilmento comuniearmi per lettera, oltre la testa che era stata giü tolta quando fu eseguita la fotografia conuini- cata al Reinach, sono stati tolti ancora. perehe di restauro. il braccio destro, ravarnbraccio sinistro «1 il polpaccio sinistro). Perö tutti questi esemplari differiscono per la presenza della cinghia fra i due seni che attesta l'esistenza della faratra, la eui mancanza nella nostra statuetta rende piü proba- bile ri|Kitesi ehe come attributo nella mano sinistra vi fosse una fiaoeola piuttoato ehe una laneia. Assai simile e Clarac 571, 1219 = Rep. I 307, 2 M— D 679 ehe perü il Matz sospetta che sia cmnpletarncnte moderna. Cfr. infinc la statuetta di Dresda alta tre palmi riprodotta in Augusteum tav. 52 Rep. II, 316, 9 (testa non pertinente), che differisce dal nostro esemplare solo per la mancanza del nodo nella cintura sotto i seni c — a giudienre dalla man- canza di tracce — per una di versa posizionc dclFat- tributo della mano sinistra. Seeondo il Bceker sulla spa Ha vi si troverebbe una faretra, ina in tal caso non si eomprende la maneanza della cinghia sul petto. L’originale viene generalmente datato sul prineipio dcllYtA ellenistica (E A 2014), ma la strettezza dei seni riapetto ai fianchi fa pensa re ad una etü piü tarda. 2800. Statuetta di Artemide. Non su M — D. Altezza, cm. 52. — Replica della statuetta (nltczza cm. 46) del giurdino della Pigna pubblieuta e riprodotta in Amelung. I, pg. 865, n# 165, tav. 108 = Rep. UI, 254. 2. dove mancano preaso a poco le stesse parti che qui; perö il nostro pezzo conscr- va in piü un bravissimo tratto del ginoechio destro nudo, il ehe conferrna la supposizionc del catalogo che la statiia non portasse una veste talare. Una terza replica trovasi nella (lalleria Borghese, nella Sala di Apollo e Dafne: E — A 2741. In tutti e tre gli esemplari la testa era ad inserzione. Seeondo quanto ini eomunica il Prof. Lippold. una quarta rc- pliea si troverebbe a Palermo. 280t. Statuetta di Artemide. M — D 704. Altezza. cm. 45. — Del braccio sinistro, che nella fotografia c rinmsto un poco in ombra, non resta Rom, Villa Borghese, Park ehe un moncone teso orizzontalmentc in basso. \m statuetta si riattacea evidentemente al tipo dell’ Ar- temis di Versailles, ma la stilizzazione delle pieglie (nota il rigonfiarnentosimmetrico attomo alla gamba sinistra) induce a vedervi una Variante di un artista romano. 2802 e 2803. Musa (c. d. Anchyrroe). M— D 825. Le condizioni di luce del locale non permettono migliori fotografie. La base ö aderente. Altezza, cm. 68. — fc interessante il eonfronto fra questa statuetta e la replica riprodotta in E — A 1 150, per rilevarvi le differenze profonde nel tratta* inento delle pieghe. II nostro esemplare e di piccole dimensioni, come assai sfiesso in questo tipo. In quanto alla data deU’originale, mi sembra eaaerc piü vicino al vero queUa proposta dal Sieveking (Rom. Mitt. XXXII, pg. 88 -89) che esclude che possa essere anterion» alla metü del seeondo sec. a. C., ehe quella del Lippokl (Rom. Mitt. XXXIII. pg. 82 — 83) che colloca ilgruppoall'iniziodel terzosec. a. C. Una replica di piccole dimensioni, assai importante perchö eon la testa pertinente, e stata ritrovata insieme con una raplica della l'olimniu di Berlin« nei c. d. Nuovi Seavi di Pompei ed £ riprodotta in assai pieeole dimensioni nel numero di Aprile 1924 di Dedalo, a pg. «71,edin Ippel, Pompeji, Abb. 105. 2804. In alto a sinistra: Piccolo frainmento di gruppo. Non sul M — D. Altezza mossima dcll’intiero frammento, cm. 17, lunghezza del mignolo cm. 5. — Se la frat- tura sul fianco sinistro del bambino sia del tutto causa le o dovuta alla caduta di un oggetto che il bambino reggeva nella sinistra, non mi e stato possihile determinare. Il gruppo doveva avere grandezza quasi naturale. Una replica esatta non mi ö conosciutu. A giudicara daUa piccolezza del bimbo, evidentemente un neonato. deve trattard di opera romana. Korse, ma difficilment«, pro viene da un sarcofago. Cfr. RolK*rt III, 2, tav. 51. n° 161 e 163. In alto a destra: Coperchio di sarcofago. M— D 2226. Mama sul Robert. Altezza masaima cm. 16; lar- ghezza del listello inferiore cm. 20. 11 frammento ä incastrnto con il lato destro in basso. Se vera- mente il frammento appartiene al coperchio di un sarcofago, si tratta di un tipo senza replichc. Anche la disposizione delle figure giacenti su diversi piani 6 rara. Cfr. tuttavia E — A 1697, di cui perö oecorre- rebbe sapera quanta parte sia di rastauro. ln basso a sinistra: Frainmento di sarcofago. M — D 2339. Altezza cm. 18, larghczza cm. 32. I | Digilized by Google j 29 X, 2805 -2807 ln basso a destra: Frammento di statua di Apollo. Non su M — D. Altczza massima, cm. 44. Fra la gamba ; ©d il tronco non vi e alcuna tracciu di fondo : trattaai i quindi certamente di una Btatun. Un’altra statua I di Apollo ritto con il grifo alla sua destra e ripro- | dotta in Clarao 482, 926 B — Rep. I. 244, 7. 2805. A sinistra: Statuetta femminile drappeggiata. M — D 4028. Altczza, cm. 38. La statuetta appartiene nl tipo di cui ha trattato, eloncandone venti repliche, 10 Hekler in Römische weibliche Oe wandstatuen, j pg. 147—149, dove perü occorrerebbe distingucre j le varianti (cool, ad ca,, i nn° 12 e 13, dove il manto | lascia aeoperto anche un tratto aotto il seno sini- j atro); tipo che aarebbe stato as*ai in voga durante 1’etA giulio-claudia per le statue iconiche femminili. | 11 prototipo viene generalmente asaegnato alla | steasa fase stilistica dell’Athena Hope- Farnese, : prendendo come base per la datazione il motivo I con eui e drappegginto il manto; argomento di per | sc non sufflciente, Come esecuzione, il nostro pezzo i va collocato nel regno di Adriano. In metzo: Frammento di tarcofago. Non su M-D. | A Hinistra. piedi ed eatremitA del manto di un amorino volante a sinistra, certamente in atto di | reggere un dipeo o una tabella. A destra. resti di i una rappresentnzione di Apollo Sauroctono. ma con le gambe incrociate, coine nel Oanimede del Braccio | Nuovo. Ije tracce mostrano che la gamba destra era piegata innanzi a quella sinistra. La lucertola £ rappresentata assai gründe in rapporto alla figura, socondo l'uso dei bossorilievi. Che il dio sia rappre- •entato nel rilievo in una posa simmetrica ris petto all'originale prassitelico & dovuto certamente a ragioni dekorative; forse neU'altra estremita ve ne era un altro eguale. A destra: Frammento di rilievo. Non sul M— D. Altczza, cm. 60. — La figura poggia su un listello inferiormente concavo ed adomo di una deeoruzione curvilinea a bassissimo rilievo (quel che ne A rima- Bto e troppo poco per poter preciaare sc si tratti di \ rami o di altro). A che ubbia appartenuto il fram- mento non »aprei dire con aicurczza. Probabil- mente ad un v&ao del tipo Rcinach, R6p. de relicfa, III, 343, 1 — Museo TorlonU. CXX, 467. II pan* neggio aprentesi ad onda Htm metri ca mente da ambo i Iftti sta fra il panneggio dcllc Vittorie degli spigoli del aarcofago della Stanza del Fauno nel Museo Rom, Villa Borghese, Park 30 Capitolino (St. Jones, tav. 81, n° 18 A, 18 B) o quello di una dellc figlie di Licomede in una delle stanze terrene del medeaimo Museo (ibidem tav. 16, n° III, 1). accostandosi perö assai piü a quest* ultimo che al primo. Il sarcofago con ramazonomachia va datato all'inizio del regno di Antonino Pio (cfr. il n° 2796), l’altro nclla fine del secondo secolo (petti- naturn della defunta). Collocherei perciö questo frammento nel regno di Commodo. 2806. Figura femminile ammantata. M — D 1 422. Visibile, in assai piccole proporzioni, nelle fotografiedelPintiero tempio ( Alinari 6794 e Moscioni 6184). — Di reetauro sono: 1'avum braccio destro con la mano e l'attributo, la mano sinistra, il piede destro con un tratto del panneggio soprastante e della base sottostante, un tratto del panneggio e della base presst) il piede sinistro. La testa ö per- tinente, giacehe il velo che eopre il capo collima perfettamente con quello che copre la spalla; ma poiche present« un taglio netto nelT cstremitA inf., ovrA prolmhilmente sostituito un* altrn pit’l antica. II ritratto «> datato dalla capigliatura (dell'orec- chio destro A visibile un piccolissimo tratto) nel regno di Giulia Domna. Non mi e riuscito di trovare una replica di tale tipo di figura ammantata, il che mi induce a pensare che si tratti di una Variante dovuta al copista, tanto piü che nella regione tra il fianco ed il braccio sinistro il panneggio e cosl poco chiaro, che nasce il sospetto che non sia stato ben compreso. ln ogni modo, il manto trasparente (le pieghe del ebitone sono visibili nel tratto a sinistra del pol- paccio destro) e strettamente avvolto richiamano alla mente 1p Muse del rilievo di Archelao di Priene e le due Ercolanesi. 2807. Frammento di rilievo storico romano. Manca sul M — D. Forse — ma non £ nulla di piü che una ipotesi — questo frammento provien e dalhi ,,/storia del trionfo di German ico con malte figure, alla p. 10 et ton. p. 20“ di cui nell'inventario della raccolta d'antichita di Gian Battista Della Porta (Rüm. Mitt. 1893, pg. 239, nu 1). Se infatti, come suppone il Gracven, il Delhi Porta uni diverai bassorilievi per fare questa ..Istoria“, non sarebbe da stupire che questo frammento fosse stato da lui unito agli altri attualmente conservati neU'atrio del Museo. In tutti i modi, esso e giA ricordato dal Manilli, pg. 144. con le parole „ Tavola gründe di marmo. nella quäle < scotpito un Servo armato che tiene un cavallo “ e poscia dal Montelatici pg 70 con le parolc „an quadro grande con sua cornice attorno di stucco , nel quäle stä situata, quasi di tulto rilievo la figura inliera di un soldalo, con la corazza indosso , che tiene in freno un cavallo , funo e Callro Digitized by Google 31 X, 2808 - 2810 Horn, Villa ßorghosc, Park 32 di marmo antico Alt ezza massima m. 1,10; lar- ghezza massima ni. 1,10. Resttiuri: al cavaliert* il braccio sinistro cor» un tratto dollo «pallaccio, la mano destra con il prineipio del polso. la testa e tut to il corpo dall'inizio delle gambe in giü; al cavallo l’orecchio destro e il oorpo dall'inizio dolle gambe in gib. A sinistra del cavallo il rilievo continua va: si acorge infatti, sotto il muso, una testa di grifo in rilievo bassisdmo e, sott'eeso, un margine adorno del c. <1. raotivo del cane coirente; sopra il muso del cavallo si vede un margine assai sottile disadorno e piü in alto ancorn. a sinistra, quak asa che nomiglia a delle ciocche lanoae. Che il rilievo continuasse ancora sotto Tintonaco, non mi pare; in tutti i modi non oerto per un gran tratto. L’occhio del cavallo ha la pupilla incisa, a forma di un semplice cerchietto iscritto entro un altro eerchio maggiore. L’oggetto adorno di bassorilievi n sinistra della testa del cavallo b quasi ccrtamente uno scudo; ma u che abbiano appartenuto le ciocche (o ehe altro sia) piü a sinistra non saprei dire. — Per quanto abbia cereato, non mi £ riuseito di trovare un altro esempio di eguale foggia di corazza a squaine munita di spallacci; ma benche la divisa dei pro* toriani ei sia pressoche ignota. pure mi aembra assai probabile che qui sia rappresentato un pretoriano a cavallo, di cui sappiamo da un passo di Dione Casfiio che portnrono una corazza a squame sino al regno di Macrino (Darcmberg»8aglio, s. v. Lorica, pg. 1315). Questo argomento quindi poco ci nerve per la deterrninazione della data ; ed egual mente poco ci aiuta la {adle di leopardo sU-sn innanzi al corpo del cavallo, giacchi: essa apparc tanto su monumenti traianei (lastra deH'art'odi Costantino: Br— Br 580) quanto su sarcofagi dell'etA di Alessandro Severo. I Stile del rilievo indica una ct A anteriore alla eseeuzionc della eolonna di Marco Aurelio (cfr. Petersen, die Marcussäulr, tav. XXI, a sinistra) e posteriore alla esecuzione della eolonna Traiana : cfr. C'ichoriua, tav. X Vf, sopratutto lastni 27), cui perü si accosta di piü che alla prima. Mi pare quindi impossibile scender piü giü di Adriano. Con il frnrn- mento del Louvre provenionte da Villa Borghese (riprodotto in Papers of the British School at Korne, HI. pg. 226, fig. I) di et A adrianea, il nostro fram- i mento ha molti punti di contatto (dettagli anato* mici sulla testa del cavallo qul e del lutrbaro che si dlfende 11; margini dcllo spallaccio qul e del para* guancie 11), ma vi »ono anche delle differente che indicano un’ etA posteriore (maggiore corporeitA del rilievo, abbandonata incongruenzA delPocchio di prospetto sul viso di profUo). Torniamo quindi di nuovo al regno di Adriano. 2808. Kitratto colossale d’etA costan- tiniana. Non su M — I). Ricordato dal Manilli, di Nerone giovane" e poscia dal Montelatici, pg. 60 con le parole „testa di marmo, assai maggiore del naturale, rappresentante Nerone giovane «1 infine dal Brigentius (lib. II. pg. 30) nei versi . . LUCOS I qui dividit ambos;adspectal C allem pubentis imago I Neronis la idcntificazione £* assicurata dalla men- zione, nove versi piü sotto, dell* . .immatie Caput". Korse anche da idcntificarvi con la „testa di Colosso maggiore assai del naturale di Ciulio Cesare cosa bellissima “ menzionata nelTinvrntario di G. B. Della Porta (Rom. Mitt. 1893, pg. 242, n° 86). Proporzioni tre volle il naturale. DUtanza, dalla radicc del naso alla punta del mento cm. 38; da un orecehio all'altro in linea retta, cm. 50; lunghezza del dorso del naso, cm. 16. Nella parte non visibile la superficie e lasriata rozza. l«a testa v int atta. il busto e modemo. Is» sola testa sara ripubblicata in Arndt* Bruckmann. Porträts. Le proporzioni colosaali obbligano ad iden- tificare l'individuo ritrattato con un membro della fnmigliu imperiale; lo stile e 1h pettinatura impedi*- cono di alluntanarsi troppo dalla etA di Costantino. Dal eonfronto del profilo con i ritrutti raffigurati nelle raonete — per quanto d possibile venire a delle roncluaioni, data la tipicitA dei ritratti monetari del tempo — preferirei riconoeccre qui Costantino II, figlio di Costantino Magno, morto a 24 anni. 2809 e 2810. Protome di olofante in nltorilievo. Secondo una notizia datami dal cnpoeiiKtodc Daorchini, il pezzo fu qui trasportato sotto il sindaco ( olonna c trovavaai anteriormente in un magazzino presso il Fontanone dell’Acqua Puoln. Restauri: le zannc e quasi tutta la probos- cide (in marmo bianco); i piedi cd il lato inferiore della comice (in ccmcnto ?). Nella p&reto posteriore si uota un largo incavo wmicircolare, che la aolca perpcndieolnnncntc nel mezzo e termina nel foro |K>sto fra le duc zampe della beetia; la roceia non A divisa dalla parete di fondo da alcuna frattura. Altezza, cm. 93. Larghezza cm. 57. — Che non truttisi di lavoro baroooo mi aembra

  • 7( Amelung, Führer, pg. 138, n° 194). Tutte le opere eonfrontate si ripor- tatio alla mctA del IV sec., in uno stadio artistioo di poco anteriore all' Alcasandro di Lisippo dallo sgunr- do volto verso il eielo. Diffictle perö e dirc quanto di tutto ciö che e comune dipenda dal lavoro dei eopisti. 2813. Ritratto femminile romano. Re- stauri : busto, parte anteriore del eollo, mento, bocca e naso. Lc eioeehe che cadevano sulle spalle sono spezzAte al loro inizio. I»a testa viene riprodotta come esempio di una Variante della pettinatura In voga duninte il potere delle due Agrippine. 2814 e 2815. Ritratto femminile ro- mano. Di restauro non vi d che la spalla ed il seno sinistro: tutto il resto 6 intatto. L* eceezionale stato di conservAzione e la mancanza di patina mi han fatto dubitare che il pezzo potesse essere moderno; ma un esaine ulteriore della superficie dei eapelli mi haconvinto che il marmo e stato in tempi recenti assai energicamente pulito con un qualehe stru- mento usato oggidl, il che spiega come in un primo inomento le parti suddette sembrino dovute del tutto alla mano di un artista recente. — Il busto, caratteristico delPrtA traianea, conferma la data- zione che si ricava dai dati stilistici (occhi aperti, sguardo fisso da un lato, bocca energicamente chiusa). Per6 la pettinatura — per la quäle ho trovato un secondo esempio, nnch'csso dntato dalle giesse caratterist ich© nello stesso periodo, in un busto del Museo Capitolino (sala delle Colombe, n° 95; »Stuart. Jones, tav. 40) — conserva solo nella parte superiore il tnido» che vediamo nel busto di etA traianea riprodotto in Hehler tav. 240, b e prelude invece all’ nceonciaturn di Faustina Senior© (ibidem. 283, a, b); sicchd infine possiarno datar© la testa nel regno di Adriano. 2816. Ritratto virile romano. Busto non pertinente. Tutta la superficie della faceia c delle orecehie ha assai Bofferto e per giunta 6 stnta coperta di orrihile stucco. Tuttavia la forma generale del viso si d salvata e varii critorU stili- stici (pupilla , posa della testa, direzione dello sguardo, rughe fra le sopraeciglia. grossa borsa laerimale) assegnano come data a questo ritratto P etA di Carac&lla. Cfr., per i eapelli, il c. d. Aureli- ano del Museo Torlonia (Atlante, II. tav. CLVIII, n° 607) che appartienc press* a poeo all* etA di Gallieno. 2817 e 2818. Ritratto femminile ro- mano. Restauri: naso. busto col collo, taasello sopra il sopracciglio sinistro. La parte superiore delP acconeiatura non present« aleuna diversitA Digitized by Google 35 X, 2819 - 2830 Rom, Villa Borghese, Park 36 di csecuzionc dal rcsto della testa. Iw» ritengo perciö pertinente cd eeeguita a parte. — lw» pettinatura trova la somiglianza piii stretta eon quella ehe appare pulle monete di Kaust ina Seniore e nel »uo ritratto proveniente da Villa Adriana (A — Br 755) differendone perö princi palmente in ciö: ehe* le trecee — qui certamente postiere -- eireondano il capo, anziche essere avvolte sul sommo, a guisa di piccolo nido. Nella fisionomia ravviso una grandc Homiglianza — sopratutto nelle labbra — eon il ritratto bü eitnto del Vaticano: anehe con il ritratto di Monaco (E A 1024) ehe ha una ncconciatura aaaai simile e che quasi certamente rappresenta T imperatrice, la rassomiglianza fhuognomica e assai gründe, sopratutto di profilo. Non rni sembra del tutto cacluao quindi ehe bi tratti di un ritratto del!’ imperatrice. Cfr. anehe, per la pettinatura. E-A 1023; Aunonia IX, tav. VII; E-A 758; Atene, Museo Nazionalc, fotografia dell* Ist. Arch. Germ. Bieber 2464; idem, idem, 2406; Mus. Cap. Sale delle Colombe, 15 (St. Jones. Tv. 37). 2819 e 2820. Ritratto virile romano. Busto non pertinente; naao di reatauio; una bruttn patina verdastra, prodotta da una qualehe soNtanza con la quäle nono stati riappicricati i pezzi distae- eati, ha uniformemente eoperto il viso del personng- gio. Sul lato sinistro, la parte coperta dai capelli ha assai sofferto. — Gli occhi leggermente socchiusi, le borec sotto gli oechi e lo sguardo penetrante, fiaso verso lo spettatore assegnano eome data di csceuzione V ctA adrianen, e non, come forse si sareb- be in un primo momento tentati di farc, all’etA repubblicana. 2821 e 2822. Ritratto feinminilc roma- no. Naso auperfieialmente restaurato in eemento, restauro in gran parte caduto, busto in eemento. — La pettinatura riappare nulle monete di Manlia Scantilla e di Didia Clara (Bemoulli, J1I, Münz- tafel I. n° 5, 6). rispettivamente moglie e fißlia di Didio Giuliano. che imperö per soli due meai nel 193 dopo C. Una certa rassomiglianza tra il profilo della testa e quello delle monete rni induce a vedervi Didia Clara Btena, la madre cssendo esclusa dalP eta giovanile del peraonaggio rappresentato. Cfr., per la pettinatura, Amelung, Sculpt. des Vat. Mus. II, Tav. 77. n° 801. 2823 — 2825. E r m a o Telamone. Come si scorge abbastanza bene au Ile fotografie preae di profilo. oltre alla ealotta del ernnio in ce- mento, sono rcstaurati in marmo il naso e la parte posteriore della testa, del collo e della spalla (dal bot tone in dietro) ; il corpo inoltre £ pieno, non inca- vato posteriormente come nci busti. Nessuna frat- turn fra testa e collo; il marmo delle parti antiche 6 azzurrognolo, differente da quello dei restauri. II pezzo e quindi ritagliato da una statua e deve perciö trattarsi o di una erma doppia ritagliata o di un telamone appoggiato ad una parete. Un pezzo a&sia simile, anehe easo ridotto a busto, trovasi nel Palazzo dei Conaervatori, nella Sala dei Trionfi di Mario, sopra una porta. ma non £ elencato n£ gulla Guida del Bocconi, n£ sull’ Hclbig-Anielung. Deve quindi trattarsi o dell' alt ra inetA dell’ erma doppia o di un «pendant« . Le braccia sono coperte di maniehe sottilissime. appenn visibili sulla fotografia. Mnnca ogni indicazione di woi. Il pezzo ha la super- ficic aasai consunta. come se foeae stato lungo tempo sott’ acqua. — Che si tratti di un’ opera di stile arcaizzante, e reso evidente dalla stilizzazione dei riccioli e dalla forma degli occhi. Strette attinenze stilistiche si riscontrano (sopratutto nei riccioli) nella testa del Museo Capitolino riprodotta in E — A 440 (Stuart Jones, pg. 247, n° 69. Tav. 57 c 58), che appartiene evidentemente al periodo adrianeo. Per la corona di margheritine non ho trova to aleun parallele nelP arte antica e non so trovarvi altra apiegazione che quella, che sia »tata ricavata da un grosso ceicine. Se questa ipotesi e giusta. easa con- forterebbo l’opinione che si tratti di un telamone. anzich£ di un* erma doppia. 2826 e 2827. Ritratto virile romano. Di restauro: il naso, la punta del mento e la parte j superiore del cranio. II marmo del naso c del mento £ differente da quello del cranio. Anehe il busto (la tabelletta non £ »tata mni staecata) sembra di marnu» differente da quello della testa (ma anehe I differente da quello del restauro); ciö ehe perö non j basta ad eecluderne la pertinenza. — I capelli a eiocche grosse c la barba reaa a colpetti di raspa eollocano queeto ritratto fra Caracalla od Alessandro Severo; la stilizzazione delle pupiile (doppia lente unita in bamo) e lo sguardo diretto da un lato vanno d’ accordo con tale datazione. Si noti il cerchio ineiso sul pomo di Adamo, di cui non mi so render ragionc (cicatrice ?). 2828 —2830. Testa ideale greca. La testa £ stata restaurata sopra un busto antoniniano. cui quasi certa mente appartiene tutto il collo. Il naso cd il mento sono restaurati in marmo, la bocca e I* estremitA di molte ciocche in eemento; perö sul lato destro la superficie e stata liberata dalla patina di eemento che la copriva prima di essere fotogn»- fata. — La stilizzazione e la disposizione delle ciocche trova una certa soiniglian/a nella testa dell’ Apoxyomenos (Br— Br 487) con cui ha in comune la leggerissima sporgenza sopraorbitale e la Digitized by Google 37 X, 2831-2837 38 mancanza di „Überschneidung'4 del sopracciglio superiore. Perö la testa dk V impressione di un ritret- 1 to fortemente idcalizzato; impressione avvnlorata da un leggero boIco per la benda, che »i scorgc assai l bene nel profilo sinnt ro. Per quel ehe si puö dire, dato il pessiino stato di conservazione, proporrei ‘ eome data ii secondo terzu del IV m*e. 2831. Testa femminile ideale. Naso. lab- bra e parte delle guanec restaurate in stucco, ma solo superficial mente. La pupilla non e inciaa, ben* ehe sulla fotografia possa sembntre altrimenti. — L* interesse della testa riaiede principalmcnte nella ! acconciatura. di eui non sono riuseito a trovare | una replica. Un» certa analogia »i riscontre perö nella pettinntura della testa ripr. nclle figg. 1 —2 del testo a Br Br 073, destra. Ia largn zona piatta tenninata buI vertiee da un fiocoo indistinto fa pcnaarc ad una fascia su eui poggi un nastro. eome nella testa della ♦Clio* della Sala delle Muse ( Anderson 2247 ; Hel big- J Amelung I, pg. 177. n° 270); ma la superficie non e eosl liscia eome tale ipoteai richiederebbe. Con la testa della statua sii citata questa presen ta anche una lontana parentcla nel mmlellato della super- fieie, nella forma degli ocehi, nel profilo allungato, nel trattamento di capelli ; si che non dubito che stilistieamente vadano confrontate. 2832 t 2833. Ritratto femminile ro- I mano. Naso di restauro; punta del mento eaduta. busto antico e pertinente, di forma e di Stile della 1 seconda meta del II sec. d. C. (manto su tunica; taglio poco sopra 1* ombelico). Sopraceiglie indicate a brevi colpi di rnspa. Benda indieata con incisioni a zig-zag. — L* acconciatura oorrisponde talmente a quella delle monete di Faustina Minore (Ber- noulli II. 2, Münztafel V. 1), che si puö sospettare che sia rappresentata addirittura 1’ imperatricestessa. 2834. Frammento di bassorilievo rap- presentante una scena di sacrifieio. Misure | approssimative: altezza m. 1.4)0; larghezza m. 1.00. Reetauri: eetromiU della coda, lc zampe dal ginoc- chio in giü, parte anteriore del ntuxo. Da ident i- j ficarsi prohabilmente con 1* ariete ricordato dal Bri- gentius(Lib. II, pg. 23) nella descrizione del V *Avl- j ariunu : En summa hic Aries ornut fastigia postis etc. - Come stile, il rilievo si avvicina assai all* ariete , del suovetaurilia dei rostri traianei nel Foro Romano (Anderson 323). Ofr. inoltre. per controprovu. il suovetaurilia di Gneo Domizio Ahenobarbo al Louvre (Alinari 22 558) e quello proveniente dal palnzzo di S. Marco, anch’esso al Louvre (Alinari 22 085 Mon. Piot, XVII. tav. 17). eheappartiene alla prima meta del primo secolo. Ambcdue differiscono nella stilizzazione del vello. Una stilizzazione assai simile 1 Rom, Villa Borghese, Park si trova invece nell’ ariete del suovetaurilia del rilievo in onore di Marco Aurelin ineastrato nell' arco di Costantino (Br— Br 530) ehe perö ne differisce assai per una maggiore corporcitk. L* otk traianca (o tutto al piu a< Irian ca) del rilievo 6 infino confer- inata dalla terzultima lastra della colonna traiana (Oichorius, tav. CXIII, n°413). Non c qulndi del tutto escluso che questo frammento abbia apparte- nuto al Io stesso monumentoda eui provienc il n® 2807. 2835 2837. Statua togata. M-D 1301. La statua fu trasportatn nel luogo dove trovasi tuttora, togliendola da una delle due basi (C. I. L. XIV, 2800. 2800) nddossate al Uasino dei Venti preßso Piazza di Siena, per cura del Prof. Mariani, in sostituzione della statua qui pubblicata sotto il numero 2881 . Su questa sostituzione vedi Bull. Com., 1910, pg. 139, nota I. Foree ö da identificare con la statua citata in Ennio Quirino Visconti, Monu- incnti Gabini, III, pg. 75, tav. 45 = Ediz. Labus, 1835. pg. 70, tav. XVI, n® 45; nel quäl caso essa proverrebbe da Gabi, aenza perö essere ident ificabilc eon aleun pprsonaggio nominnto delle iscrizioni uscite da quegli scavi. I^a statua avrebbe inoltre in originc occupato presso a )x>co lo stesso posto di adesso. Rest au ri: grosso tratto della toga sotto il bracoio destro. piccolo tratto dcll' avambraccio de- stro. polso della mano sinistra, parte anteriore dei piedi, un piccolo tratto in basso del pilastrino che soetituiace la «capsa» . I>a base antiea eezzi e la base antica e innist rata in quella moderna. 2840. Fi gura femminile a mm« nt ata. Non sul M — D. Ci tat« nei testo di E A 2340 - 234 1 . Altezza, scnza la base e senza la testa. raetri 1.40. Di reatauro: la testa, I’ avambraccio destro, am Inj 1c nuuii. I-a base antiea A inenst rata in quella moderna. — La Htatua e una replica della statua di Villa Pamphilj riprodotta in E A 2340 2341 (‘larae 43.1, 792 B Rep. I. 210. 3. l’na lontnna rmasomi* glianza vi <> anehe con E A 62. a ainistra. II confronto con la statua di Villa Pamphilj e assai interessante, oltre che per le differenze dovute all« stile delle epoche nclla quäle le due opcre aono state esoguite (quella appartiene all« rnctA del I sec. d. C., questa all« seconda metA del II) e a piccole differenze di dettaglio ehe si riseontrano piii o mono dappcrtutto (ad escmpio il laccio della cinghia sotto i «eni ed il drappeggio pendente dal I* avambraccio sinistroche nella statua di Villa Pamphilj ecendeva certamente piü in baaso, ma era separate dal corpo, eome dimo- stra il puntello rimasto), sopratutto perPaggiunta del chitone. Di qucsta aggiunta conosco sinora ein- que altri esempi: 1) Afrodite diCapua, nelPaggrup- pamento con 1’ Ares Borghese (vedi gli esempi in Lippold, Copien, pg. 224 e nota 288). 2) Artemis Colonna (vedi piü sotto al n° 2854). 3) Artemis-Tyehe (E — A 133 o 1543). 4) Demetra di Chcrchcll-Ber- lino; cfr. Kekule, über Kopien einer Frauenstatue aus der Zeit des Phidias. Tv. II. 5) Irene di Cefiso- doto (E — A 2076). Anehe nelle statue viril! fu fatta questa aggiunta (lippold. Copien pg. 198). Nono- Manie la rarita delle repliche. £ assai probabile ehe nella statua Pamphilj si ahbia effettivamente una eopia di un originale del IV secolo. Cfr. K A 319. — II Manilli. pg. 25 parlando della balnustm ehe eir- conda il piuzzale innnnzi al Museo dice: *ai sei angoti della Piazza sono alzute sei statue di donne vestite tutte e poste sii piedestatli , scolpiti eome gli altri , ma tuttavia piü grandi : e sono . cominciando verso Tramontana. Faust ina Giovane : una impera- trice : Lucilla in habito di Cerere : Giulia Soemia, tmperatrice, in habito di Sacerdotessa con la Patera : Cerere co ’ i papaveri : e Faust ina Vecchia velata.* II Montelatiei a pagina 29 dA una descririone piü diffusa delle stesse statue, ma sostanzialmentc uguale e nello stesso ordine. Il Brigentius (Lib. I, pg. 18) enumera le »ei statue con questi versi: «. . . . Faust ina Parens et Natu, super bis j insignes Thalamis, Cererem meniitaque sacro / Veri uxor Lucilla, Peplo et victata Saccrdos. f moesta Ceres iethaeum istic gcrit ipsa Papaver / atque eadem inventas iltic ostentat Aristas.» Anche adeano sulla balaiist ra «i ergonosei statue femminili drtppeggiate; ma evidentementc piü di una ha rambiato e testa ( e Attribut!» »1 che A quasi impossibile identificare le 1 statue descritte due mccoH or sono con quelle attual- mente ivi esistenti. 2841. Euterpe. Non sul M — D. Bestaun: il flaute, eeeetto un hreve tr>ittoattiguoaUa paltna della mano, le dita della niano sinistra. la parte nuda dell* avambraccio destro. La base antica t» ineastrata entro quella nuNlerna. La pertinenza della testa. i di visu dal eollo da una fruttura, non e esclusa; il na*o e di restauro. — Ncssuna replica enatta; eome motivo di panneggio la statua si riattacea a qucllo frequent issimo della Urania della aala delle Muse. Cfr. tuttavia la Euterpe riprodotta in Clarac 506. 1010 ~ Rep. I. 263.4 e sopratutto E— A 397 (Wör- litz) ehe rappresenta una Erato. La differenza del panneggio trn queste due statue sono pert» troppo forti per attrihuirle »cnz’altroni copisti. 11 drappeg- gio c le proporzioni impediscono didatare I* originale nei V sec. cd anehe nei IV; seppure non si tratta addirittura di un* opera del tutto romana. 2842. Cerere. Non su M — D. Alinari 6796. Moscioni 6190. Rest» Uli: naso e bocca. La base non e stata mai separata dai piedi: perö le pieghe conti- gue alla base sono Stilist iea mente un poco aoHpcttc. il che fa dubitare ehe tutta la parte Inferiore della statua, dallc ginocchia in giü sia moderna. La testa e di mnrmo differente dal corpo e present« sotto il eollo un taglio netto: se tuttavia essa fasse in origine ad insorzione e quindi forse pertinente, non si puö determinare ehe con molta difficolti. La pettinntun» mi sembra (giaeche non corrisponde perfetta mente a nessuna delle pettinature ehe si trovano sulle rnonete) ehe vada piuttosto neU'etä di Otaeilia (metA del III aec.) che in quella di Giulia Donma (fine 11). Lu statua si riattaeca al tipo XLI Digitized by Google 41 X, 2843-2851 T Rom. Villa Borghese, Park 42 dcllo Hekler da cui differisce soprntutto per la mano destra coperta dal manto. Anche le altro varianti doltipo (Röm. Mitt. 1900. pg. 195; Ckrac 959, 2464 D de Rep. I, 590,3; Sala della Biga 007; Museo Torlonia XLVII. 188) differkcono per queato particolare: k Variante snr » prolmhilment© da attri- buirsi all’ artista roinano. 2843. Statua di Cercro. Non hu M — D. La 8tatua b un pasticcio di duc atutuc di differente tipo: la sutura rorre lungo una linea orizzontale all’ altezza del polao ainiatro. Di reatauro aono: la testa col collo, 1’ avambraeeio «lestro, quasi tutta la mano ainistrn eon il poko, il piede sinhtro con il aandalo (il piede e la mano sinistra in gesao). La base 6 anch’ «*sa modema. I^eapighe della mano sinistra aono quindi antiche. — La parte inferiore appar- tiene invecc nl tipo XXI dello Hekler. di cui un eaempio & riprodotto in K— A 1829. La statu- ettariprodotta in Montfaucon, Ant. Expl. I, 21. 3 = Rep. II, 241, 1 differisce dal nostro pezzo quasi unicamente per il brsccio destro sollevato e per k mancanza delle spighe nelk Hiniatra; ma non mi pare oscluso il aospetto che si tratti di una falsi- fienzione imitata forwe appunto da questa nostra statua stessa. lai datazione dell’ Anielung per V ori- ginale (fine del IV sec.) mi sembra troppo alta: efr. per il gesto della sinkt ra il tipo della coeidett« Anchymie. Per I* esecuzione della jwrte «up. cf. k base della Colon na Antonininim nel Giardino della Pigna (Ameiung, I, Tal« 116)* 2844. Figura femminile ammantata. Non su M— D. Reatauri: braccio destro, eccctto forso 1’ inizio, V avambraeeio ainistro, la parte ante- rior© della testa (la |>arte antiea non b pertinente), i piedi ed il panneggio fra essi. Li base b antiea. — Deik statua non mi aembrano ehe caistnno repliche esatte, bencht i singoli particokri del drappeggio si ritrovino in numeroatarimi eaempi. Ma nono- stant© ciö, e nonostante il taglio netto ehe divido quasi orizzontalmrnte k statua sotto la cintura, non credo ehe si tratti di un paaticcio, benal di una contaminazionc di un artista romano. 2845 e 2846. Ara rettnngoiare. Ncn su M— D. Gib citata dal ManiMi. pg. 140 ccm le parole: »Ara quadra di Mer cur io : da ve in facciae scolpita V Arculadcir inccnso, ilCappeilo e ilCaduceodetr istesso Dio ; c datte allre faccc la Ratern, V Urceoto et altri StrumentidaSacrifizio .<• Citata quindi dal Montelatici, a pag. 67, con le parole »Ara quadra dedicata a Mercu- rio, perquelto siriconoscedalC esserviscolpitoin faccia il di lui Cappella et il Caduceo; Cacer radelC incenso t datf attre faccie intorno, la pater a. V urceolo, la testa di un aride et altri istromenti da sacrijicio .» Non sembra che abbia cambiato molto di posto da nllora. Marino di Carrara a venature azzurrc; larghezza ni. 1,65; altezza m. 0.68; profonditA in. 0 80. Sui kti non fotografati rispettiva mente un orcio ed una pater» del conaueto tipo. L’ ultimo oggetto a destra, frammentario, nel lato riprodotto al N*2845, e mani- fest» mente un caduceo, che. insieme con il petaso alla sua sinistra, derigna Mercurio eome la divinitb cui 1’ ara era deriieata. L’acerra all» sinistra del petaso appartiene al ti|K> privo di zampc che vedi- amo talora in mano a sacrificanti ( Daremberg-Sagbo s. v. Acerra, fig. 42); pu6 anche darsi che i piedi fossero ridutti a delle piccolissime Hfere (cfr. ibidem, fig. 41) non espresse pcrcho considerate naseoste dalla cassetta stesan. SulP «so di adornare V altare di simboli vedi Paulv-Wissowa s.v. Altar (Reisch). Co me data dell* esecuslone propoirei l'eti traianea, brissandomi aulT omamento dell* acerra che ritorna quasi ident ico sull* arco di Bencvento. 2847- 2851. Ercole. Non su M — D. Forae da identificarri con V »Aventino alto del naturale» (su questa espressione vedi il commento del Grae- ven) nominato ncll* inventario di Giambatt. della Porta (Röm. Mitt. 1893 pg. 241 n® 62). Le descrizi- oni non pennet tono di decidere con quäle dei due Er coli ricordati dal Mnnilli a pg. 43 e a pg. 44 debba hwctc identifieato queato pezzo. Similmcnte non b ehtaro se il nostro pezzo debba eeaerc identifieato con 1* *H ercole con la Clava e i ponti in mano da tui catti net Giardino delle Hesperidi in segno iT Havere superalo cd ucciso il Dragane che ne stava alla custo- dia» ricordato da Montelatici a pag. 23 ovvero con 1* »H ercole con la clrna nella destra c nel hraccio sini- stro la pelle del Leone, con i pomi in mano» ricordato a pg. 146. Reatauri: ant ho le gambe da Ile ginocchia in gib (il ginoochio «inistro £ del tutto moderno, quell«» destro per meta), k clava, la pelle cd il troneo dal!' altezza corriapondente; inoltrc i due bicipiti. L» tc'sta £ riattaccata. ma certamente pertinente ed b anche riaccomodat* giustamente, eome si doduce dalle estremita della tenia aderen ti alle apalle. Il marmo delle parti antiche b a grann di media gran- dezza. quello delle parti moderne a grana fine (Car- rnra). La fotografia n® 2847, del lato anteriore, b statn eseyuita prima della guerra : non sono quindi in grado di dire se qualehc tratto dei polp*«.‘ci o dei piedi o della base fosae antico. Perö non 1«) credo. nonostante In patina differente e lo statu frummen- tario, giacche le statue esposte alle intemperie hsnno sovente subito dei reatauri succesaivi. Del re*»to il res ta uro mi sembra giusto in ogni sua parte. — La muscoktura del corpo presenta tutti i earatteri dello stile policleteo. Lo stesso dicasi della pondera- Digitized by Google 43 Rom, Villa Borghese, Park 44 X, 2852-2854 zione, ho il restauro «> iriusto; ne \o propor/.ioni «i allontanano troppo dal canone di Pottcleto. Ln testa invece presenta nella pronuneiatissima spor- grnza dcll'osso sopraorbitale o xoprntutto m*Ua fort«* torxione del collo. cui si accompagna lo sguardo diretto in alto c di lato, delle caratteristiche eile- nistichc sia pure esagerate dalT artefice, per mcglio caratterizzare 1* eroe rappresentato (efr. il ritratto di Aleasandro Magno rinvenuto a Prione, riprodotto in Jahrbuch, 1 Hill*, taf. I, o qucllo di Pergamo, Alt. von Pergamon VII. 1. pg. 156, fig. 137, a, b, c sopra- tutto il profilo del Diadoco nol Museo dolle Terme in Hekler, tav. 84). Tale dixcordanza e Stilist ica 6 in* «lizio indubbio di un* opera eclettica; la predilezione per lo form ule policletee ci riportn verso il primo secolo doll* impero. II «Ir. I**hmann-Hartleben mi fa o*xervare la stretta somiülianzn di questa statua con P Kreole Mastai, in bronzo dorato, della Rotonda Vaticana, che dettacli teeniei e la stretta somigli- anza con la xtat.ua iconiea di vtk xillarm riprodotta in llokler tav. 127 b. nonclie il luogo di rinveni- mento (teatro di Pompeo). assegnano alla metA del primo sec. av. C. (la statua di Dolo con i suoi rieordi cllcnistici e piii antiea della statua romana, nella quäle gia si avvertono le nuove tendenze classichcggianti). L’ Ercole di Villa Borghese, insiemc con F Ercole della Galleria Pitti riprodotto in E — A 231, sarebbero ambedue una elaborazione ulteriore della statua del teatro di Pompeo. Una clabora- zione aneora piii tarda si avrebbe infine nelF Ercole in bnsalto del Museo di Parma, proveniente dal Palatino {Gargiolli C 6556). 2852. Torso di una Statua di Apollo. Non su M — 1>. Form* menzionato nel Montelatici, pp. 22 con le parolc: * Apollo appofäialo ad un Ironcot . Restauri. ben distinti dalla qualita doll marnio (marmo antico a grana grossissima; marmo mo«lerno a grana finissima: Carrara di w*eonda qualita): teeta e collo. braccio e mano sinistra (stringe un bastoneino e pogiria su un tratto del gluteo sinistro moderno), il goniito destro, la metA inferiore dei glutei, le gambe, i pie«li, eccetto la parte aderente al suolo del pie«le destro, qualche tratto del serpente, tra cui la testa. La base £ antiea ed aderente. eccetto il tratto nel quäle £ inserito il piede sinistro; il ramo che unisce il tronco aleorpoe antico, sl che ne e assicurata ln pertinenza alla statua. — Il restauro mi sembra giustificato in tutte le sue parti, eccetto nella posizione del braccio sinistro ehe non 6 giustificato da nenuna traccia antiea. £ vero che fuori del restauro scelto dal restauratore, non rimane altra posizione penaabile che quella ciel cosid- detto periboetos. Cfr. tuttavia (naturalmente occor* re robbe rigunrdare tutti i restauri) Clarac 485, 938 — Rep. I, 248,1 ; Torlopia XCI, n°370 = R4p. II, 96, 8; in posizione in versa Clarac 476 B. 906 D— Rep. 240,7 ; 476 I), 348 B 241,5; 488, 946 A - 250,4 ; 488. 946 = 250,5. L’ originale, sc un originale si ha da amniet tere, apparteneva ad una fase* Stilist iea di poco anteriore all' Hermes di Prassitele (muscolatura piii marcatA, come nel satiro Ludovisi). 2853. Figura femininile su! tipo della Elettra di Napoli. Non sul M -D. Forae da identificarei con la • Statua della dca Flora con una corona di fiori in mano, tcricndo con la sinistra un panno, che gli (sie) pende dolle spalle» , menzionata in Montelatici, pg. 86. Restauri; la testa. 1’ «vam- braccio destro. grossissimo pezzo della gatnba sini- stra con un tratto del panneggio aderente. Kavam- braccio sinistro con la mano cd un piceolo tratto del manto stretto da questa. Sotto il gomito sinistro trovasi adesso un tratto di panneggio pendente, della stcasa pntina della parte inferiore della statua (che A stata ingiallita cd arrossata dalla ruggine) e dello stesso Stile delle parti antiche; forae quando fu fatta la fotografia, cioA prima della guerra, il pezzo era caduto. La base d antiea ed aderente. — All' altezza dell* ombelieo un taglio netto, indizio di lavorazione separate dei due pezzi. — Su questa Variante del tipo della Venus Genetrix, vedi Her- kenrath, eine Statuengruppe der Antoninenzeit. in Ath. Mitt. 1905, pg. 245 — 256, e Neugebauer, Askle- pios 178® Winckelmannsproirramm) pg. 4, nota 7; Lippold, Kopien, S. 85. Agil esempi citati aggi- ungi: Bartoccini, Guida del Museo di Tripoli. n° 15, riprodotto in Rep. III, 199,1, e 1’ esemplare dell’ Antiquarium Comunale riprodotto ibidem 1 99.3; la nostra statua differisee dagli eseraplari eitati dallo Herkenrath non solo nei particolari. ma anehe per una maggiore snellezza e sopratutto per un rninor movimento nel panneggio c quindi per una maggiore fedeltA nl protot ipo. Io credo che il nostro esemplare vada messo in prineipio alla Serie. 2854. Artemis «lei tipo Colonna. Non sul M — D. Restauri: Ambo le brarcia da meta bici- pite. s«*no sinistro. le gambe quasi per intieru, il tronco, un lembo del ehitone sopra il tronco. La testa, antiea ma non pertinente, 6 stata attualmente (la fotografia d anteriore alla guerra) sostituita da una m oder na. — Questo esemplare non e elencato Delle liste del Klein {Praxiteles pg. 310. nota 2) edclT Ame- lung (Braccio Nuovo, 92, pg. 108). Appartiene al sottotipo iminito di muniehc, di cui il Klein enumera altri tre esempi. Una replica. important isaima nono- «tonte la sua mutilazione, perehd con la teste per- Digitized by 45 X, 2855 -2858 tincnte, d riprodott« in Milet I, V, pg. 58, n° 0, fig. 6 ( Herkenrath). 2855 e 2856. H erme«. Non «u M — D. Pro- veniente dai magazzini del Palazzo dei Conser- vatori. Restauri (a grana fine, ben distinti dal marmo sntico, a grana gross«): braccio destro, eccetto I* inizio con V Attribute ed un tratto della cos- eia ad csso aderente. polpaccio e malleolo destro, tassello sulla coecia «inist ra, malleolo sinistro con un breve tratto della tibia, niano e pol«o sinistri, con la parte aderente, quaai tutto il caduceo, eccetto un breve tratto di uno dei due aerpenti. l’estremit» inferiore del nmnto con l'e8tremitii inferiore del tronco, qualche tratto della base. Dell* »riete, la zanipa anteriore sinistra (1* anteriore d. manca ; gli zoc- coli sonoperö ambedue antiehi) cd un tratto de] petto Della testa, il labbro superiore, il naso, gli ocohi, la fronte eon un tratto di ca pell i »opr* rasa ; infine tutta la ealotta. I.* testa d eongiunta al corpo da una fett* modern», ma ciö non baata di per sd ad eselu- deme la pertinenza. anzi la eura presa nel restaurare un fmmniento cosl rnutilo (il tassello fr» la te«tn ed il collo fu probabilmente reso neceasario dalle frnt* ture non bene eollimanti) porterebbe all» conclunione opposta. II tipo Htatuario espresso in questa «tatua si ritrova in numerosiastmi cseniplari, tutti perö piit o meno differenti 1’ uno dalP alt.ro. Su di csao hanno parlato: il Furtwilngler, Meisterwerke, pg. 502 - 506); 1* Arndt (E— A213— 215); V Amclung (Führer durch die Antiken in Florenz, pg. 138, n° 103); di nuovo il Furtwängler (Collection Somzee, pg. 0* 10); il Bulle (E-A 631—632) «1 infine il Mariani (Au«o- nia II, 1007, pg. 207 — 234). II ritmltato di tutti questi studi ei puö riaasumere prosso a poco cosl. Esistono tre sottotipi principali: uno — che poaaiamo chiamaredell* Hernie« Richelieu — dicuisidoccupato il Mariani, rappresentato da numerone vnrianti. di cui nessuna d munita della testa originale della divinitd (la testa delP enemplarc Le ecu d un ritratto idealizzato di et h augustca, come ha visto il Lippold in Jahrbui-h, 1011, pg. 274. Anche in ei6 1* e«. Lecca va inaieme con la «tatua di Formia ehe porta un ritratto contcmporuneo o di poco posteriore). Alle repliche elencate dal Mariani occorrc aggi- ungere quella rin venu ta a Formia e pubblicata dall* Aurigemma in Boll. d’ Arte, gennaio 1922, pg. 315—320, la cui bcllezza fa assai dubitare che I* Hermes del VilUno I^ecca sia un originale, mentre avvalora il sospetto enunciato dal Mariani per gli altri tipi, che i copist i roniani abbiano etMi ge- rat« le evcntuali reminiscenze policlctee dclf origi- nale (e cid vale anche per la rcplica Lecca). Il secondo sottotipo— cui solo spetta il nome di tipo Rom. Villa Borghese, Park 46 Lansdowne — e rappresentato da tre eaemplari: Lans- I downe, Pitti» Berlino 106. Il terzo (tipo Aegion) d rappresentato anch’ csso da tre esemplari: Aegion, Berlino 100. Napoli. I.*a noetra «tatua d differente I da tutti e tre i «ottotipi, da cui si distingue, oltre ; che per il gettito della clamide, aggiunta dovuta al | ooptsta (cfr. Rep. I, 161.3) e per la prewcnzadell’ ari- | etc che ha stessa origine (efr. la rcplica di Trento, Mariani, pg. 218, fig. 7), per la posizione del j piede de«tro e per la muscolatura piü nettamente policletea. Ma piü che la copia di un originale di j rcuoIa policletea credo che hisogna vedere in questa «tatua un’ opera di et& romana. In quanto nlla testa, essa presenta tutti i earatteri del IV sec. o del lavoro in mnrmo: solo il mento ricorda piut- towto i tipi di etä policletea. Ma benche cid potrebbe farcredere ad un’ opera del principiodel IV sec. nella quäle si «arebbero combinnti gli influssi della nuova generazione con le persistenze della precedente (cid che tomerebbe assai opportuno per coloro che vogli* I ono vedere in Naukydea di Argo 1* inventore di questo tipo) persisto nel vedere nella «tatua un’ opera di un eclettico romano. 2857 e 2858. Replica del Marsia di Agram. Non «u M — D. Forae da identificarsi con una delle duc «tat ue di Erhole menzionate al n° 2847 — 2851 ; forae anche da identificarsi eon la «tatua rieor- data dal Brigcntius (libro I, pg. 70) eon i verai «. . . hic gestans hiuneris horrenda Leonis f tergora fl arm al its nodoso Robure dextram J eminet A leides . .• Bestaun al oorpo: braccio destro, eccetto un brovis- «irno tratto all* inizio, con l’attributo, braccio sini- stro, i) membro, ambo i ginocchi, un breve tratto ! della caviglia destra» 1' alluce sinistro, un piccolo tratto della pelle al dinopra del tronco. Tutti i rcatnuri «ono in marmo di (’arrara, eccetto il roem- I bro che d in cemento. l^a statua d in marmo pario | della migliore qualitd. purtroppo assai giiosta dall’ (-«posizione all’ aperto. Riprodottn in Jahreshefte, j X, 1907» pg. 321, fig. 05, donde Rdp. IV. pg. 128, I. La rcplica Borghese d, come »tato di conservazione, inferiore a quella di Agram; ha perö il vantaggio di aver conaervato ambedue i piedi. Oltre alla terza replica di Holkham Hall, ve ne ha forae una quarta riprodotta in De CavaUertia» anno 1585, I, tav. 61, dove d data come osistonte a Villa di papa Ciulio. Etwa differiscc dalla nostra »olo per la mancanza del troneo e per una differente; testa. Non d quindi escluso ehe »i tratti del medesimo pe/.zo. Una altra replica, dotata di una bcllissima testa, d «tata rinvenuta reccntemente a Leptis M.igna (belliHsima riproduzione della aoU testa su!!’ Illuatrazione ltaliana, 1924, n° 47, pg. 672, Digitized by Google 47 X, 2859 — 2865 dove per una «vista e detto “Nettuno*'). II tronco £ in qu«*stn statua altrvttanto hasso comc nella replica ingle#«*, o nello «tato attunle di ronservazione non «aprei dire sc superiormento «ia «pezzato; ma non tni pnrc. In quanto alla data «1a imsegnare all* originale, sott d’aceordo con Io l!ada«*zck nel vedervi un’opera postlisippeji ; ma il confronto con il ritratto di Attalo I e con la testa frmminile rinvenuta a Pergamo ed ora a Berlino ( Springer- Michaelis- Widters, X edix., fig. 794 — 795) dal cui sguardo profond«) usocnte da «otto le sopracciglia corrugate 081*0 11 n simile penaioro agitato, m’ in* «lueono a datarv la «tatua verso la fine d«*I I II «ec. av. Cr. In qimnto alla testa, non pertinente, ve«li i niimeri segucnti. 2859 e 2860. Ritratto greco. Sovruppoato alla «tatua prcecd«*nte. R«*»tauri: naso, orecchio d«*«tro; la testa c unita alla »tatua di Marsis per mezzo di una fetta modcrna. Per Io «tile e per la fugtr ia della bar ha o dei capelli, la t«*sta da eon- frontarsi c*on il ritratto di Kpicum riprodotto in Brrnoulli, (Jriechisehe Ikonographie, tav. 19. d, e sopratutto con il ritratto forse di Hermarco (ibidem iav. 20). Anehe il ritratto di Fpicuro in Nuova York ripnalotto in Delbrück tav. 25 va eonfrontat«» \m «lata mi parc quindi ehe debba esscre collo» ata nelP ultimo terzo «lei IV »ec. fra il ritratto di Ariatotele e«l il Dentostene «li Polyeuktoa. 2861 e 2862. Figura femminilc amman- tata. M — D 1459. Visibile anche in Aliimrl 17 579, ma in piceolisaime proporzioni. Dal tenipo in cui fu elencata dal Matz e «la quello in cui fu «'»«•guita la fotografia di Aliuari. Ia statua ha camhiato poato «lue volte. Rostauri: testa. nmlio le mani. quasi tutta la base, ln jmrte dei piedi uscentc dal «lrap- pcggio, un tratto «lei «Irappcggi«) ad «*s»i aovraatantc. Iy.» parti nudc »ono state rscguitc in gesso «lurante Ia guerra, e in questa occasione 6 stata tolta ln testa antica, ma non pertim*nte ehe vi era »ovrnpposta e ehe trovasi attualmente nel nmgazzino «lelln villa. La testa, descritt« dal Matz-I)uhn, e visibile sulla fotografia di Alinari. nonch«* su una fotografia es«*guita |»er conto della Caaa Bruekmann prima della guerm, e rappreaenta un*Afr«Mlite simile all* Afrcxlite di Petworth. Ncssuna replica esatta n me conosciuta. Un po* le si aecostano la statua di Aristonoc di Ramnunte (’/;q. 1891, tav. 5) e la statua riprodotta in Iiep. IV, pg. 407. o® 7 c quella da Cnido riproflotta in Rep. II. 242,5. St tratta evident«*mente di una Variante dei tipo della Urania «lella Sala «lelle Muse. 11 fatt«> che questa Variante sia cosi isolata temlerebbe a«! eseludere che si tratti della copia «»satta di un originale greco Rom, Villa Borghf«e. Park 48 e ad attrihuire la Variante airartefice romano: ma la storia doll* evoluzionc di qu<*8to motivo di figura drappeggiata (che votliumo gia apparire sui vaai attici della seeonda mcti «lei V wo.) e ancora troppo poe«i studiata per poter «lire au cif» una parola defini- tiva, Uhe il prototipo tu ppresentasse una Persefone mi sembra aasai prolmbile, tantopiü che in tal modo ben si eomprende il favore g«x!uto da ohso nella tipo- logia funeraria di eta romana; ma non credo chi* T originale doll’ Urania Vaticana »ia da identificarsi con ln lVrscftme ritratta sul rilievo votivo eleusinio, ripro«h»tto in Baumeister, pg. 416, fig. 457, caacndo qu«*st’ ultima da «latarsi n«*I primo trentennio dei IV »er. Invece 1’ Urania vAti«*ana, «lal «Irappeggiamento assai simile al »Sofocle lateranense, dove essere datata nella seeonda metA «iello stesso bccoIo. 2863 c 2864. Ce re re. Non au M — l). Restauri: testa (in marmo). le punte «lei p«jlli«rc e dcll' indice della mano sinistra. le estremita anteriori «lelle spighe, il <*«>llo, la parte inf«*riore della veate, j t pirdi. la baap. — L’ attributo «»asendo quindi in parte antico, abbiamo probabilmente uno degli in* numercvoli casi di una statua iconiea funeraria con la defunta ident ificata con la Perwfone mistiea. Si tratta di una Variante della Pudicizia dei Braeeio Nuovo. Lista di repliehe in Amelung, Belve«iere 102 c c Lippifld, Cupieen, nota 246 al eap. XVII. j Non solo la replica di Cherchell, ma «liehe la prima I «lelle repliehe elencate da Amelung 6 munita «l«*gli attributi di Persefone. P«*r «lecidere se si tratti di una Variante «htvuta ad artisti nmiani o a«l artist: greci, oceorrerebbe uno studio aceurato dei hasse- rilievi ««'polcrali e delle teriwotte «‘IlenLstiehe; tutta via ame s«*inbra che nuUa imix-disca di vederivi una copia «li un originale greeo della stn-onda metä dei secondo secolo av. C. 2865. Muhr? Restauri: (in cemento) testa, collo, gmswo tratto d«*l jietto (in alto a «lestro), nmbo le bra«‘cia «ron 1* attributo, un tratto dei pan- neggio H«»tt<» la mnschcra. L' «*atn*mita della zampa 1 libern pt-ndente dal kolpo« manca; il panneggio I sottostante d stato eoperto eol cemento con cu sono «tat«* inipiastrati* tutte le »uture e le apezzaturc. Manca imdtre 1* alluce sinistro ed un tratto triango* Iure «lella base innanzi ad esao. I«a baao £ antica cd a«lerente. Altezza, con i restauri e senza la base, inetri 1.78. I^a »tatua fu qui trasportatn sotto r Am minist razione Colonna — «otto la quäle furono pure eseguiti gli attuali orribili r«*»tauri — traen- dola dall* Antiquarium CVmiunalr. Kssa ^ quindi idcntica con la replica di E--A 1993, cit-ata sotto il n° 4, prov«*nicnte da porta Maggiore. 1,ä replica di Ny C.irlsberg e riprodotta altresi in R«'»p. III, Digitized by Google 49 X, 2866 - 2868 119, 8. Cfr. ancora Lippold, Copieen, not» 72 al cap. XV. ln quanto alla datazione dell' originale, non credo ehe esso possa fand risalire alla gencrazione di Prasaitele. ma ttttt* al piü a quella di Liaippo. All’ etÄ di Prassitele invece farci risalire 1’ originale dell« statua di Wörlitz (E — A 395). il cul motivo 6 »tato evidentemcnte ripreso dall* autorc deUa nostra statua, modificantfblo secondo lo stile dt I suo tempo. 2866. Statuctta di Eaculapio. Föne, ma difficilmente M— D 84. Probabilmente da identi- fiearai eon )u »statuctta di Escutapio alla piedi ß 1(2 *, menzionata nelTinventario delle antichita di G. B. Della Porta (Röm. Mitt. 1893, pg. 239, n® 18). Da una nota del Graeven aembra ch»» nl suo teinpo la statuctta si trovnsae dictro il Museo. La testa, certamcnte non pertinente, £ stata durante la guerrn, r pcrciö dopo che fu caeguita la fotografia, sostituita da una testa moderna, nd so cosa ne avvenne; non mi parc che (da da idcntificnre con la testa ripro- dott-a al n° 2871. Ln base eantica edaderenteedha form» ovale; anche un tratto della elava. per un’ al- tezza di 10 cm., & antico. Son di restauro il reato della elava, con T avambraecio che lo rcggo, ed il gomito; inollrc varii tratti del manto. di cui il piii grosso e 1* eatremitA della picgu cadente dal ginocchio destro. Il niarmo antico e a grana fina, um non cos) fine oomc il lunensc; e inoltre assai luecntc, ma non so se sia greco. Altezza, con la testa e senza la base, ni. 1.3*1. — Is» statuctta si riattacca al tipo trat tato dal Neugebauer in Asklepios (78° Winckelmanns* Programm) e present« la Variante, che non ho ria- contrato altrove cos) chiaramente espressa, delle pieghe a zig -zag del lembo scendentc lungo la gamba sinistra sopra Y omphnlos. Solo sulIa statua di Ber- lino (Neugebauer III, 2) se ne scorce un timido inizio. Naturalmente ai tratta di una Variante del copista romano. 2867. Statua di Daco. Non su M — D. Gifc ricordato dal Manilli. pg. 16 eomc esistente in un luogo poco dbtante dall' attuale e giA sopra T ara sulla quäle |>oggm attualmente, eon le pa- rolc « mezza figura di marmo assai maggiore del naturale, d' un Part ho prigiono . Ricordato anche dal Montelatici, pg. 16 con Ic parolc •mezza figura an/iea di marmo, assai maggiore del naturale, che con ambo le mani legale d' avant i in sembiante di gran mestizia, rappresenta un Partho fatlo prigione. Posa questa grande figura sopra un sarcofago ,* ecc. (acglie la descrizione dell“ ara dcscritta nel n® aeguente). Anche allora i due pczzi trovavansi entro un’aroo. differente perö dall’ attuale. Ricor- data infine clal Brigcntius (I-ib. 1, pg. 8) con i ver- ai r mneula captivum religant ubi bellica Parthum / Rom, Villa Borghese, Park 50 hfne latus addex trum deilectit nostra mcaturn / semita*, etc. Dinienaioni doppie del naturale. La testa in marmo bianco, il corpo in marmo giallo con venatnre azzurrc. Parte posteriore eaeguita assai sominaria- mente; un grosso «punto di differimento» A visibile. Nuso e qualche tratto delle ciocche e delle soprac- ciglia re« taurate in cemento. I^a statua sembra ehe inferiormente preeenti un taglio netto. — La posa e uguale a quella ehe troviamo nella statua di Daco harbato del Museo Chiaramonti ( Amelung I.Taf.57, n° 536), dove le parti nude sono anch’ esse in marmo bianco ed il pnnneggio in marmo colorat-o e la partc conservata delle brnccia e delle gambe e presso a poco ln medesimn. La stessa tecnica dei due marmi la troviamo anche nelle Otto statue di baibari pro- ! venienti dal monumento adrianeo, attualmente so- pra V arco di Costantino ( Rep. III. 61 , 8.9 Beilori. Veteres Arcus Auguttorum. 1690. Tv. 23; un fram* mento al Museo Capitolino: St. Jones, tav. 7. nü 21 ). Il nostro pezzo ö pregevole anche per Io stato di conscrvazione. Cfr. altresi P Atlante di Ny Carlsberg tav. 56. n® 676. 677; Amelung I tav. 1, n° 9; tav. II | n° 127 ; tav. XIV n° 1 18; Museo Torlonia II. tav.CIU n° 412, assai interessante pcrche non tenninato. 1 Tutti queeti monumenti sono di dimensioni superiori al naturale, come il noHtro pezzo. Sono da confron* tarsi infine i due barbari in marmo nero del Palazzo dei Conservatori (Bocooni, pg. 119, n® 3 e 7) e le due statue colossali di Frigi rinvenute a Corinto I (A. J. A. 1902. pg. 7 e segg. con figure e tavola aniunse), indubbiamente di poco posteriori alle | statue di barbari della ('apitale. 2868. Ara funeraria iseritta. Non su M- D. L’ iscrizione 6 riprodotta in C. I. L. VI 1924. dove & anche riportata la bibliografiti anteriore, fra cui i passi del Manilli e del Montelatici. Altczza | massima. m. 1,70; larghezza mossima in. 1,25; pro- ! fonditä m. 0.70. Orcio e patera «ui lati. — I«a petti- natura della moglie e quella di Domizia. ma quella del marito A quella di Traiano (Bernoulli, II. 2, tav. 24), con cui il pernonaggio ra ppreten ta to ha in comune anche la stilizzazione dei tratti fisiognomici. | Cfr. altresi il personaggio rappresentato ibidem. tav. 27. La forma del busto A un po’ mono complcta | di quella del busto capitolino. eiö che puö anche di- penderedalla tirannia dello spazio.Tuttavia sia nota to I che il busto del marito premorto ha una forma legger- mentc piii stretta di quello della moglie, beneid questa abbia una pettinatura piü antica, il che si spicira facilmente supponendo che la vedovn abbia | scelto per se un ritratto da giovane. Anche lo stile I delle pieghe fa scendere V esecuzione all’ inizio della 1 otk trai Alien. Lc pupille (un semplice punto in Digitized by Google 51 X, 2560—2878 Rom, Villa Borghese. Park 52 origine), sono assni corrose. La decorazione dd coronamento (cfr. Alimann. Römische Grab- altäre, fig. 44, di etä flavia) non contrasta eon qucsta datazionc. Questo monumento e interessante perchö fomisce una data ahhastanza precisa, che puö easere utile agli epigrafisti e soprntutto agli Studiosi della storia delle magistrature romanc (su i sgunttlo e degli occhi, il Paride aeduto della Galleria delle Statue (Amelung II, Tav. 47. n° 255) e, per la disposizione dei capelli sulla fronte, la testa di Woburn Abbey riprodotta in Furtuängler, Statuencopieen im Altertum, tav. VI. 2871. Testa barbuta. Non su M— D. La testa ha assai sofferto per T umiditä, si che non si puö dire nulla di preeiso. In alto, un ciuffetto di capelli, appena pereettibile in fotografio. Sembre- rebbe ln copia di un ritratto di filosofo greco, ma il lavoro non mi sembra romano. Forse proviene da un altorilievo. 2872 t 2873. Ritratto virile romano. Non .su M— D. Assai corroso dalle intemperie. Il naso restaurato e di nuovo caduto. Meta del III aee. dopo Cristo. Cfr.. oltre che i ritratti degli imperatori del tempo (soprntutto Traiano Decio), E— A 1447 (cosidetto Sertorio di Erbach) ed i ritratti ripto- dotti dal Rodcnunldt in Zeitschrift für bildende Kunst. N. F. XXXIII, 119—123« 2874. Frammento di bassorilievo. Non su M — D. Marino di irrana finissima, differente perö dal niarmo di Carrara e differente anche dal marmo del bassorilievo di cui al nuitiero seguentc. II pezzo ö »tato collocato con la partc posteriore piatta in modo che si presentasse all’ obbiet tivoeome si presentava ullo spettatore quando faceva paite del!’ intiera »tele. Distanza dalla radice del naso alla punta del mento. cm. 1 1 Va — I particolari stili- »tici si ritrovano frequentemente su stele funerarie della fine del IV sec. ( Utberschntidung nell* ocehio sinistro) e nulla. all’ infuori della qunlitn del marmo, impedirebbe di vedervi un lavoro uttico; forse si tratta di un’ opera provinciale o di un artista emi- grato. 2875. F rammento di altorilievo. Non su [ M — D. La lastra 6 rotta irregolarmentc tutto in- torno. Distanza dalla radice del naso alla bocca cm. 6*4. Marino a grnna di media grandezza, diffe- rente da quello del bassorilievo trattato nel n° prece- dente. — La bella testa di vecehio e indubbiamcnte un ritratto; duhbio e peiö se il frAmmento provenga »la un rilievo funerario. Stilisticämente la testa va confrontata eon il ritratto di Epicuro, quäle ci ö dato dal!’ esemplare di Nuova York (Bull, of the Metro* | politan Mus., VI, pg. 150; ripr. Delbrück, tav. 25; per il confronto, sono assai piü adatte due magnifiche fotograiie all' Istituto Germanien): sopratntto gli occhi e la zona liscia sotto 1* ocehio sonosomiglian- tisaimi). Perö si ritrovano nella nostra testa alcuni caratteri piü tardi, quali un maggior movimento nei capelli e nelle ciocche della barba, eleinenti che la riaccostano ai ritratti della prima etä pergnmena (ad <>». a quelli del Br. Mu»., Smith 1800 e 1801) ed al Galata del donario attalico in Venezia ripro- dotto in Bulle, der schöne Mensch, tav. 223. senza perö giungere coal basso. Il pezzo va quindi datato nella seennda generazinne del teizo secolo av. Cristo. 2876 e 2877. Ritratto virile romano idealizzato. Non su M D. Naso di restauro. corona assai lacunosa, si da render impossibile 1* ident ifieazione della pianta da cui c forraata; la pupilta e stata fortemente invrandita in etä modema, ma non dubito che in origine vi fosse un semplice piccolo punto. quäle noi lo troviamo sull* Am Paris; il |m*zzo ha subito una forte rilavorazione, di cui si scorgono tmcce evident i sulla guanria sinistra. — La doppia fila di riccioli fa pensare all* ctä di Domi* ! ziano (Cfr. la testa del Louvre, Gimudon 1328 Bcrnoulli, s. v. Domitian, n° 11, nella quäle perö la fila superiore delle ciocche £ modema). 1 Cfr., per lo »tile, i due littori dell* arcu di Tito riprodotti in Strong, La scultura romana, pg. 111, I fig. 73, che prosentano la stessa aria un po* trasognata e lo ateeso ocehio aperto ed assai incavato. 2878. Statuetta di Musa. Non su M — D. Ixi statuetta ha una posizione leggerniente diago- nale rispetto all* obbiet tivo, t*»l che le proporzioni sono licvissimamente falsate. Altezza m. 1.20. Anche qui le superfici lavorate sul braccio sinistro e sul piede sinistro dimostrano che le parti man- canti erano lavorate a parte. La testa era ad insor- zione. I,a parte posterior«* ö lasciata rozza. Marmo n grana grossisMinm. Anche qui si notano 1c misure inferior) al normale che troviamo piü o mono nelle j altrc repliche (E— A 2300: m. 0,94 con hi testa non Digitized by Google 53 X, 2879 — 2881 pertinente; ChUmmonti 174 B: m. 0,86 scnza U testa; anche le repliche Pamphilj — . W, eatzinger 7 Napoli = Watzinger 6 aono inferiori al normale) e che troviamo in un’altm delle .Muse del rilievo di Archelao (cfr. N° 2802 - 2803). 2879. Statua di Apollo. Non au M — D. Le parti qut muncanti aono state restauratc durante la guerra in eemento, in modo che il dio foase rap- prcsentato in atto di auunare una cetra jkjggiata sul pilastrino; dai monconi di ferro rimasti hi deduec che anche prinm la Mtatua cra statu restaurata cos). Si notino i ttandali, i riecioli sulla spalla (quello sinistro huI manto) cd il profondo intacco all* inizio del membro. 1-a base £ adcrente. La parte inferiore üino all* ombelico, e in marmu a grana fine, pro- babilraente lunense, a venature azzuire; la parte superiore in marrao a gruna grosaa. L* omero ed il principio del braccio destro aono attualnientc in eemento; probabilmente anche allora (la foto* grafia ö stata eseguita prima della guerra) tratta- vasi di restauri. Ix* dimensioni sonn superiori al normale. — La parte inferiore 6 una repliea di dis- creta fnttura. delP Apollo di Cirene, di cui il Klein ha elencato nitre sei repliche ed una Variante (Praxiteles, pg. 162 — 163. not-a 1, tipo IVf, Halb- gekleidet; del n° 2 lo stesso autorc preseutu una fotografia in Gr. Rokoko, pg. 125 e «egg., fig. 56). Alle copie ivi elencate aggiungi Rep. III 20,2 (Ermi- tage); III. 20,5 (Cherchell); IV, 50,5 (Miuec Alaoui); Mendel, pg. 317 n° 114. a Costuntinopoli. Se infinc. come v jirobabile, tutte o qualcuna delle «tu tue riprodotte in IX* CavaUeriis III. 7 e IV, 92, coin- cidano eon qualcuna ddl’ elenco del Klein, oocorre- rebbe ancora indagare. Sul tipo parla anche Ami*- lung nel testo a Br- Br 593 cd infine il Klein in Gr. j Rokoko, pg. 127. L* originale non puö a mio avviso essere anteriore all» aeconda raetk del III »ec. av. C.s basta per escludere la datuzionc nella generazione di ScopA c Prassitele. il tipo del viao e degli oechi, ben viaibili nella fotografia riprodotta nell* articolo di Ainelung, ed il gettito delle pieghe ehe ritorna in tante statue riprodottc dal Klein. Ix> varianti della noatra statua (sostegno, sandali, decomo Hella piega tra i due piedi), sono certamente dovute al eopista. Li jmrte superiore puö derivare da una Variante del medesimo tipo: ma puö anche avere appartenuto ad una statua di Dionysos in simile atteggiamento. 2880. Statua virile di stile areaico. Non su M — D. Orn all* Antiquarium, nella prima sala. — Sulla stutua ha trattato lungurnente il Della Seta in Bull. Com. 1908, pg. 1, e »egg.; fotografie da tre lati nelle tavole I — III. La prima c ripetuta in Rep. Rom. Villa Borghese, Park 54 I IV, 362,3, dove nel teato ö detto trattursi di Traiano J Deck), equivoco dovuto all* ultimo verso del Brigen- tiu» citato dal Della Seta: *tu Romae , Traiane Decus» . — Avendo avuto agio di oeservarc la statua | nel Magazzino Archeologico, insieme con il Dr.Kaach- nitz ed il Dr. Ed. Schmidt, siamo giunti ulla eon- clunione che il polpaccio destro, aasai corto rispetto ni femori ed a tutte le proporzioni della statua, pur ^ non essend« dello stesso marmo e dello ateaso rcatau- ) ratore del polpaccio sinintn», non ö dello marmo fiel I torso; che anche i piedi. che formano tutC unocon I la base e la parte inferiore del tronco. sono differenti I per marmo e per lavorazionc dal torso; e che non ] ö escluso che il polpaccio destro poasa appartenere | ad essi e che i due pezzi possano essere antichi. Certamente moderne sono inoltre le hraccia (il brac- cio destro e rcstaurato giustamente, ina la mano stringeva probabilmente una lancia poggiata a terra; il braccio sinistro ö certamente troppo distante dal corpo, contro lo stile del tempo), i lembi del man- tello (lo stile delle pieghe e differente da quello della parte antica ; inoltre I’ a vanzo di puntello sulla eoscia ninist ra sta ad indicare che il manto giungeva sin li) e la parte superiore del tronco (che in antico giun- geva probabilmente solo sino all'altezza della trat- tuia fiel ginocchio). Anche togliendo alla statua quella origiualitA che il Della Seta (che non ebbe tutte le comoditA che ho avuto io nell* esame del marmo) volle vedervi, essa rimane per noi un inter- ! eesantissimo e rnrisaimo esempio di una copia di un originale greco contempo raneo al frontone orientale di Olimpia, sull* immagine di una delle cui figure virili ritte penso che si debba restaurare la statua. 2881. Statua di atleta in atto di ungersi. Non hu M D;oraall* Antiquarium Oomu- nalc. Su queata statua ha gik parlato il Mariani in Bull. Com 1919, pg. 139 -146. fig. 14. La statua c visihile, in piccole proporzioni, sulle vedute della facciata del Museo in Alinari 6798 e Ander- son 440. Alle notizie ivi datc dal Mariani aggiungi che forao la statua va ident ificata con una delle *due statue di Gladiatori » citate dal Manilli a pg. 40 e con *r Eroe vestito atta militare con la corazza in - dosso et uno scudo tondo in mano con una testa scotpi- tavi nel mezza* citata dal MonteUtici a pg. 22, J salvo che invecc non si tratti del ^Gladiator e con I r elmo in capo e la spada in mano» deoeritto a pg. 1 68. Anche il Brigentius (lib. 11 pg. 25) parla di un | « Gladiator Arena j hinc velut in media i pugnut». Digitized by Google 55 X Bibliograf ia Manilli, Villa Borghese, Roma, 1650. L). Montelatici. Villa Borghese, Roma, 1700. A. Brigcntiu«. Villa Borghesia poeticedcsoripts, 1716. In Ouattani, Memorie enciclopediche, III, pg. 93, si jmrla «li un catalogo di Villa Borghese com pi lato dal Pacetti, ehe pero non so se »iu statu poi puhblieato. Per aiutare coloro che volessero eventual* mente ritrovare le statuc esistenti n Villa Borghese — aieno esse o no riprodotte nel presente lavoro — ho accluso un elichC* con la pianta della villa, tratto da una pianta mesaami gentilmente a disposizionc dal Direttore, Oav. Galimberti. Ln Villa £ divisa in otto zone; i numeri eorris|>ondono a quelli dcll* attuale serie delle K— A; le lettere greche ai pezzi non fotografati di cui qui presso si da la »piegazionc. Zona 1 (fra Porta del Popolo, i Piloni Kgizii cd il (»iardino del Lago). Come e noto. questa parte fu aggiunta a quelln piil nntiea nel principio del seeolo «corso e vi lavoro il Canina. 0 2785. Si trova sul prato a sinkt ra del Vialc del Fioeco. Li presso e il «arcofago «li Prosenete (Matz- Duhn, 2453) ed una colonna au cui rimane la pari«* inferiore di una statuetta, che forse d P avanzo delP Aselepio eleneato in M -D 84. 2786 e 2787. Si trova sul lato destro ddla fontana del Fiocoo. a) Si trova «ul lato »inistro della fontana del Fioeco. M- 1) 1534. Copia della eoaidetta „Spinne- rin“ di Monaco. Riprodotta nclla monografia del Flasch, die sogen. Spinnerin, pg. 8. ß) Nel mezzo della fontana del Fioeeo. M 1)78. Aselepio, rirordato dal Kjellberg, Asklepios, pg. 37, N. 20, e dal Neugebauer, Asklepios, pg, 51, Nota 197, N. 10. K riprodotto. con tutta la fontana. in Alinari 20198 a, Andereon 2912, Moscioni 6174. 2788. Su un vialc che conduce all’ Istituto Internationale di Agricoltura. AI suo poato trova* vasi anteriormente il Dionysos eleneato in M I) 384 (ora all* Antiquarium comunaie). y) dirimpetto all;» statua precedente. Una delle due erme ricordate dal M — D 321, 326; dove »ia amlata a finire V altra. non «o. Altezza, dal ver* tiec del capo sino alla base del phallos, cm. 104; Rom, Villa Borghese, Park 50 larghezza de! fusto em. 30; profonditii del fustn cm. 24. «*) Süll* areo di ingresao al (liardino del Lago. Statua virile nuda, M D 1070. Le due figure femminili ammantate eleneato in M— D 1383 e 1465 non sono riuseito a trovarle. I Zona 11 ( (liardino del Lago). 2789. Nella cella del tempio di Esculapio. #) Statua di Apollo M — D 227. La denomi- nazione «• basata unienmente sui restauri. Acroterio centrale «lei tempio. C) Nike M D 923. Ali di latta ; sono di restauro il braceio »inistro con il aerpente, 1* avambraeoio «lestro eon la patera. Quindi ne Nike, n»* Hygicia. Gli attributi bann«» seambiato la mano da cui sono generalmente tenuti, il ehe deve unicamente nttri* buirsi al desiderio di «immetria con 1* altra statua p«»sta sul!' acroterio sinkt ro. r4) Nike 922. Ali di latta; le braccia non mi sembrano di restauro. Evidentemente il restau* ratore ha voluto ehe la statua rapprcMUitusse una Nike jht eolui ehe la vedease «li fianco e ia figlia «li Eseulapio per ehi la vedesse di facciä. i>) Artemis M— D 670. | i ) Artemis M D 682. | x) Figura virile nuda I marciante M-D 1079. I >) Herme» M— D 170. j fi) Figura virile nuda M-D 990. r) Hygicia M— D 864. i) Figura femminile am- niantata M-D 1560. o) Erote seduto M — D 526. Su una colonnett« presso il vinle centrale. Lc statue elencate in M~ 1> 990 a ( Figura virile nuda), 128 (Herakles), 492 (Pan), 1411 (statua fern - minilc seduta; ricordata dal Lippold in Ath. Mitt. 1918. pg. 66) non sono riuseito a trovarle. 2790 2795. Sui pilastri del canccllo sulla via Appia Felix. .*r) M — D 10. La testa, una volta di Zeus, £ st ata ca m hin tu e rappresenta una figura giovanile. (») Apoll«, M D 220. n) Afrodite M-D 737. r) Figura togata M — D 1224. La toga $ di foggia repubblieana. Il tempio di E»eulapio d visibile in Moaoioni 6181, 6182, 9001, 9002. Lato «inistro del tetto del tempio. Lato posteriore del tetto del tempio. | Lato destro del tempio. Digitized by Google 57 X Rom, Villa Borghese, Park 58 3 Digitized by Google Villa Borghese 59 X Rom, Villi Borghefte, Park 60 Zona II! (Porti co dei Leoni). 2796. Addoftftato aUa parcte efttema del portico. 2797 — 2805. Infisai nella parete interna del portico. v) M— D 844. Forse Ermafrodita, forse un Bemplicc Priapo. Sono conaervati, oltre il tronco, i femori ed il ginocchio sinistro. Altezza massima, m. 1,35. »/) M — D 509. Non un Priapo, ma un fanciullo con frutti nel grembo (petto infantile, non femmi- nile). Altezza massima. cm. 40. Appartengono allo stceso tipo Rep. II, 432, 7 ; IV, 208, 2. X) 11 rilievo M — D 4029 non c’ü piü, n6 so dove »in andato a finire. Perö nella parete vi e una traccia. le cui dimensioni corrispondono a quelle datc dal v. Duhn per questo pezzo. Zona IV (Fra il Giardino del Lago e 1* Uccelliera). 2806. Nel tempio di Antonino o Fauatina. 2807. Presao la cosidctta «Prospettiva» . 2808. Preaao il Prato dei I)aini. 2809 t 2810. Nel giardino Zoologie«, presao P ingresao. Delle quattro statue togat« elencate in M— D 1300—1303, due aono riprodotte sotto inn. 2835— 2839. Le alt re due non sono riuacito a trovarle. Zona V (Uccelliera). 2811—2815. Sulla atrada che conduce al Parco dei Daini. V») Sopra il tetto doll* Uccelliera e perciö non fotografabile a causa deU'altezza. Sopra un busto barocco: ritratto dell’ eta di Commodo. Guance imberbi, capelli ricci, pupille inciae, testa e sguardo Tolti leggermente a destra. Restauri impoaaibili a controllarsi. 2816—2833. Parete orientale della seconda parcella dell’ Uccelliera. 2834. Parcte oecidentalc della terza parcella dell’ Uccelliera. <«>) Sopra il tetto dell’ Uccelliera. Non foto- grafabile a causa della altezza. Testa barbata ; per quel ehe sembra, di ottima produzione. Korse filo- sofo greco del quarto secolo av. C. A) Ritratto romano dell’inizio del terzo secolo d. C. Su un busto contabulato, probabilmente pertinente. Zona VI (Piazzale innanzi al Museo). 2835 - 2841. Addossatc alla facciata anteriore del Museo. 2842 e 2843. Sulla balaustra che circonda il piazzale. D) Statua togata con testa femminile. Zona VII (Piazzale dietro il Museo). 2844- 2862. Sui pilastri che circondano il piazzale. r) Repüca del coaidetto «periboetoa» del Museo Capitolino. Esccuziond trascuratu. Assai restaurato (gamba destra d ft sotto il ginocchio, mano sinistra, braccio destro, parte superiore del tronco, parte inferiore della nebride, naso, orecchio destro). J) Piccolo frammento di una statua di Priapo. Di antico non vi & che il corpo e le braccia che reggono I il manto ripieno di frutta. Cfr. R£p. Il, 73,5; 73,6; 74,2—7. Forse ricordato in Manilli, pg. 140, con le parole •Una Statua d' un Servo vecchio che porta dinanzi con amhe le mani, un panno grande pieno di uva e ie fehlende Iris war in weiße GußtimsHe eingelegt.“ Wiederholungen: A. Statuen. 1. München, Glypto- thek 448 a (jetzt 502). Basalt. 2. München, Glypto- thek 224. 3. Vatican, Gal. d. St. 267. Kopf: Phot. Moscioni 11 706. Reste des Barte« w’cggearbeitet. B. K ö p f e. 1. Louvre. Phot. Giraudon 2096. Wohl — • Cat. somm. 677; Fröhner 277. 2. Vatican. 8. dei Busti 315. Phot. Moscioni 21 887. 4. Magnesia a. M. Watzinger, S. 219 Taf. VIII. Im Gegensinn. — Schöpfung der ersten hellenistischen Zeit; ein zweites Werk des gleichen Künstlers ist der Fauno msso (Gab. dellc moschere 432). München. Glyptothek. 2945—48. Bronzestatue, sog. Spinnerin. No. 444. Die Statue ist aus verschiedenen, gesondert gearbeiteten Stücken zusammengesetzt, die unter Benutzung von Gip* und Klammem aneinander - gefügt worden sind. Die Teile sind: 1. die Füße. 2. Unterkörper bis zum dreieckigen Gewandüber- Digitized by Google 09 X, 2948-2949 München, Glyptothek 70 fall, und zwar: a) Rechtes Bein und anschließende Teile, vorn bis zur großen, aufwärts ziehenden Mittelfalte, hinten durchaus bis zur linken Kante (Chiton und Mantel in einem Stück), b) Linke Nebenseite des Chitons (unten), c) Chitonfalte links neben dem linken Fuß. d) Vortierseite von Chiton und Mantel bis einschließlich der großen Mittelfalte, die vom rechten Fuß zum Nabel zieht, e) Große Mantelfalte unter dem linken Arm. 3. Überschlag vorn und rechter Teil des Gewandwulstes über der Brust. 4. Linker Teil dieses Wulstes und an- schließende Brustpartien und der bekleidete linke Oberarm. 5. Linker Unterarm vom Ellbogen ab mit dem darauf liegenden Gewand. G. Rechter Arm, soweit nackt (die Hand war vielleicht ge- sondert gegossen). 7. Rest des Oberkörpers. — Köpf und Hals neu; an den Händen Alles antik. Moderne Flicken am unteren Rande des Überschlags an der rechten Hüfte, am Chiton rand hinten unten rechts, in der Faltenticfc links vom linken Fuß. über- schmierte Ergänzung auf dem Bauch. Oie Patina ist körnig wuchernd, an einzelnen Stellen dunkel - rot; die giftig grüne Farbe der untersten Partie in der Mitte vom, an Chiton uud Himation, läßt darauf schließen, daß man dort zu reinigen versucht und die zu glänzend gewordenen Stellen wieder über- schmiert hat. Gußflicken am rechten Oberschenkel vom. Ob, wie behauptet wird (Abeken, Mittel- italien, S. 381; Kugler, Kleine Schriften II, 528; Urlichs, Oie Glyptothek S. 110; Flasch, Sog. Spin- nerin, S. 2, Anm. 2), einzelne Teile nicht gegossen, sondern getrieben sind, muß von einem Techniker untersucht werden. Schon Friedcrichs (Bausteine1 No. 724) hat richtig bemerkt, daß Schuhe und Ringe durchaus nicht gegen die Deutung auf eine Göttin sprechen. Vgl. auch Lippold, Kopien S. 208. Die Schuhe scheinen übrigens auch l»ei der horghcsischcn Replik (vgl. die Abbildung bei Episcopius II 8t) ursprüng- lich vorhanden gewesen zu sein. Für die Haltung der Hände vgl. die Bronze des Mus. arvheologico in Florenz: Milani Uv. XXXIII S. 139 Nr. 0; diese Atliona hält in der Rechten die um den Unter- arm sich windende Schlanae, in der Linken (Heyde- mann, Mitt. a. d. Antikensammlungen in Ober- und Mittelitalien, S. 79, Anm. 12) den Rest eines Geräte««. Ähnlich Ist vielleicht auch die Münchener Statue zu ergänzen: ein Helmbusch ist nach den Berichten in unmittelbarer Nähe gefunden worden (offenbar identisch mit dem Stück im Münchner Mus. f. ant. Kleinkunst: Christ, Führer [1901 ] S. 78, Nr. 915). Eine weitere Replik befindet sich in Villa Sant- angelo bei Pollena am Vesuv. Kopf, Unterarm, Füße sind an ihr ergänzt. (P. A. und G. L.) 2949, »Telesphoros«. MarmorsUtue, mit Plinthe 79,5 cm hoch; 1920 aus dem sog. Anti- quarium in die Glyptothek überführt (Nr. 500). W. Christ, Führer durch das K. Antiquarium in Mün- chen (1901), S. 52, 574. GroßkryBtAllischcr grie- chischer weißer Marmor. Nur die Nasenspitze und eine Stelle an der linken Augenbraue mit Stuck aus- gebcssert. die Vorderfl&che der einst zum Einlaasen bestimmten und vermutlich runden Plinthe anschei- nend zur Erzielung einer ebenen Ansichtsseite vom abgearbeitet. Oie Rückseite ist nicht modelliert, nur eben nbgepickt, so daß wir Aufstellung vor einem Hintergrund annehmen müssen. Diese wird auch dadurch wahrscheinlich, daß der freie Raum unterhalb des Mantelsaumes von den Fersen an bis zum (auch hier gradlinig abgeschnittenen) Plinthen- rand durch eine stehen gelassene Marmormasae ge- füllt ist. Die Kleidung des ganz steif, mit etwaa ge- hobenen Händen dastehenden Knaben besteht aus einem, vermutlich kurz gedachten Chiton und dem lick&nntcn Kapuz-Mantel, der als Wettermantel im ganzen Altertum verbreitet war. An sich liegt also kein Grund vor, den Knaben, dessen etwas vulgäres Geeicht durchaus keinen vornehmen Eindruck macht, für etwa» anderes zu erklären, als für eine genrehafte Knabenfigur. Aber es muß zugestanden werden, daß der Typus auch in etwas vornehmerer Auffassung vorkommt, bo in Mantinea (B. C. H. | 1890, Taf. 8; vgl. dort Foug^res 8. 595) und Kreta (dort 8. 598), ohne daß man die Figur schon darum . für eine göttliche Person halten müsste. Auch die andern statuarischen Exemplare des Typus (S. Rei- nach. Rep. de la etatuaire II, S. 469.470; III, 8. 13; V, 8. 223) geben keine Entscheidung, wohl aber kommt diese Gestalt nicht selten in zweifelloser Ge- meinschaft mit Asklepios vor (vgl. Roschers Lexikon der Mythologie V, 8. 309; Darembcrg-Saglio, Die- tionnaire V, S. 70 und die dort angeführte Litera- tur). Wesen und Ursprung der merkwürdigen Ge- stalt des Telesphoros sind noch ganz ungeklärt , und auch die reinliche Sonderung der, vielleicht in ver- schiedener Anwendung eine« und desselben Typus entstandenen Exemplare will deshalb nicht recht gelingen. Oie in den Bonner Jahrbüchern 118, 1909, 8. 206. Anm. 3 genannten, mit verstecktem Phallos ausgestatteten apotropäischen oder vielleicht eher zauberischen Bronzefigürchen werden vielleicht die Deutung bringen. Unser Exemplar zeigt ungemein einfache For- men, die z. T. durch den Gegenstand bedingt sind Digitized by Google 71 X, 2950 — 2954 München, Glyptothek 72 Es ist aber zu bedenken, daß Bohrung ganz fehlt, und doch hätte sich durch sic oder eine ähnliche Bearbeitung dem Haar ein in pikantem Gegensatz zu der schweren Kapuze beruhender Reiz leicht j geben lassen. Die« nicht ohne Sorgfalt gearbeitete I Exemplar wird man also wohl vor die, aufgelockertes 1 Haar so besonders bevorzugende antoninische ■ Epoche setzen, ln die trajanische würde es wohl gut passen. (P. VV.) 2950-53. Sitzender Togatus. Nr. 517. 1 Früher in der Akademie der bildenden Künste auf- gestellt. Erwähnt : Urlichs, Glyptothek S. 4, Nr. 5. Einer der frühesten römischen Ankäufe König Lud- wigs. Der Kopf gehört nicht zu: er ist aus anderm Marmor. An ihm sind ergänzt: das ganze Gesicht mit Ausnahme des linken Auges, der linken Wange und der linken Stirnseite; der größte Teil de« rechten Ohrs, der untere Rand des linken Ohrs. Der Hals ist bis zur H&lsgrub« antik, die Wendung de« Kopfe« zur linken Schulter gefiebert Stiftlöcher: eines in der Höhe des rechten Ohrläppchens im Haar, ein zweites etwa 6 cm dahinter, links unterhalb des Wirbels, wohl für einen Brunzekranz. Das Erhaltene von sehr guter Arbeit. Nicht näher bestimmbarer (laudier. — Der Körper. dt*Hsen Marmor dem pen- telisohen in der Struktur verwandt ist, ist außer- ordentlich stark ergänzt. Antik int der rechte Teil des Oberkör]>ers von der Schulter an lind der Bauch. Der Rücken ist bis auf die Schultern alt ; der linke Oberarm hängt mit ihm zusammen; vom Unterarm ist nur der auf dem Mantel aufliegende Teil alt. An der linken Schulter sind ergänzt : die Falten im Rücken, das ganze Faltenbündel der Toga bis in die Nabelgegend sammt den anstoßenden Teilen der Brust (diese Ergänzungen bestehen wiederum aus mehreren Teilen). Auf der rechten Seite ist die ganze Schulter samint dem Gewand über dem Ober- arm außen neu; ferner (aus anderem Marmor) Ober- und Unterarm und Hand. Gesondert ergänzt ist ferner der vom rechten Ellbogen herabfallende Teil der Toga. Vom rechten Bein ist nur der Ansatz de« Oberschenkel? und das unterste Stück de« Unter- schenkels bis zum Knöchel antik; der ganze vordere Teil de« im Knie gebogenen Beines ist neu, ebenso wie der Fuß mit dem Untersatz darunter (nur der innerste Teil des Fuße« ist alt), ferner auch das über das rechte Stuhlbein herabhängende Gewand. Auch das linke Bein (von anderem Marmor als das rechte) muß modern «ein: Schnitt am Ansatz de« Unken Oberaehenkels. Weiter oben sind noch mehrere moderne Stücke eingesetzt. Der linke Fuß sitzt oberhalb des Knöchels mit Schnitt an: auch I er ist modern, die Ergänzungen aus verschiedenen j Zeiten. Das Kissen hängt mit dem Rücken zu- sammen; sein unterer Teil sitzt durchgehend mit Schnitt an und ist modern, ebenso wie die runde «Stütze unter dem Stuhl und die Stuhlbeine samint Plinthe. Wahrscheinlich war der ganze Sitz ge- sondert gearbeitet. In neuester Zeit sind an der Statue verschiedene Ergänzungen in Gip« vor- genommen worden. (P. A. und G. L.) 2954. Oberteil einer archaischenRelief- Stele mit drei Frauen. Nr. 241. Die hier gebotene Photographie ist um so mehr geeignet, die früher (E — A 846) gebrachte zu ersetzen, als sie nach dem erst jetzt gut sichtbar gemachten Original her- gestellt ist. Vor allem ist e* jetzt klar gew orden, daß sich da» Relief nicht weiter nach links fortaetzte. «Seine Höhe ist noch 31 cm, seine Breite war nie größer als 46 cm. die Dicke ist noch gegen 11.5 cm; die seitlichen und die obere Kante sind sauber ge- glättet. Die Einfassung d« Bilde« besteht nur aus, allerdings stark bestoßenen »Streifen; architek- tonisch war sie nicht gestaltet. Die Herkunft de« Reliefs ist noch nicht sicher er- mittelt . Brunn(Nr.l 17)gab, ebenso wiefrüherSchom, Delo« an, L. Urlichs (Glyptothek S. 35. Beiträge zur Gesch. der Glyptothek S. 26) vermutete in ihm ein** Erwerbung Haller«. Dessen nach seinem Tode gefundene Liste der dem Kronprinzen gehörigen Antiken ist in einer von Gropiu« herrührenden italiänischen Übersetzung in Straßburg erhalten. Darin wird genannt: Framraento d’un Baaso rilievo doll* laola di Paros, nach englischem Fußmaße 1' zu 0.4 Yi groß, was 30.4, bzw. 44.15, bzw. 1 1,25 cm ausmacht, und mit unserem Relief so genau stimmt, daß mir die Identification und damit die Herkunft aus Paros gesichert scheint (Beschr. der Glyptothek* S. VI). Einspruch hat jedoch H. L. Urlichs erhoben (Wochenschrift für klass. Phil. 1917, S. 412), während G. Rösch. Altertümliche Marmorwerke von Paros (Kiel 1914), S. 8,1 wenig- stens geneigt scheint, zuzustimmen. Die drei linkshin schreitenden Frauen sind in dem «Streben nach Abwechslung socomponiert, daß die mittlere in Vorderansicht, die andern im Profil erscheinen. Entere trägt je eine lange beiderseits de« Halses herabhängende Locke und einen starken, durch horizontale Furchen gegliederten Nacken - schöpf. Die Gewänder scheinen faltenlos, nur unter dem linken Arm der Vordersten sind Falten ange- deutet. Sehr verschieden sind die erhobenen Hände gebildet. Bei der Ersten sehen wir jene gezierte Handhaltung, bei der die Spitze des Zeigefingers und Daumens aufeinander gelegt, die andern gerade ausgestreckt sind. Die zweite hebt die flache offene 73 X, 2955-2957 München, Glyptothek 74 Hand, die Dritte legt anscheinend alle Fingerspitzen zusammen. Ob diese verschiedenen (»osten den Ge- stalten verschiedene Bedeutung geben sollten, ob sie einen Dreiverein von Göttinnen, ob Adoranten darstellen, ist aber nicht auazumachen, obwohl die bei der ersten Frau beschriebene Handhabung, die vielleicht auch hei der dritten gemeint ist, als Adoration verstanden werden kann, ebenso wie die der mittleren. (P. W.) 2955. Bruchstück der Sima des Apollo- tempels in Bassai, nach L. Urlicha’ Vermutung (Glyptothek S. 35) durch K. von Haller erworben; ich kann diese, an sich »ehr glaubliche Annahme nicht beweisen. Andere Fragmente der Sima sind in London (Catalogue of Seutpture 1 Nr. 505, ie Fugen sind auf der Photographie gut sichtbar. Neu ist Alles, was links von der Fuge liegt, welche als Kontur die Sohle des linken Fußes begleitet, dann zur rechten Hand hinzieht, den zurückflatternden Mantel — dessen Zipfel auf dem anpassenden Bruchstück in Rom erhalten ist — links umsiumt und von ihm sogar ein kleines (modernes) Stück, den äußersten fast senkrecht laufenden Falten- rücken, abschneidet und von da gradlinig ungefähr senkrecht aufwärts zieht, etwa in der Höhe des Nackens rechtwinkelig nach rechts umbiegt und nach einer kurzen wagerechten Strecke wieder gradlinig nach oben führt. Die Bruchstücke rechts von dieser Fuge sind alt mit Ausnahme der zwei kleinen drei- eckigen Füllstücke. Sie scheinen aus demselben, etwas bläulichem Marmor zu bestehen wie die uanze linke obere Ecke des Reliefs, und da der vom unteren dreieekigen Füllstück aus schräg nach rechts oben führende Bruch als Fortsetzung des im ergänz- j ten Teil nach links abwärts verlaufenden Bruches i erscheint, muß angenommen werden, daß die ganze schon ergänzte Platte einmal durch Sturz ihre linke obere Ecke verloren hat. Dabei brach sie zuni Teil in der schon vorhandenen rechtwinkeligen Fuge, zum größeren Teil in der heschriel»enen schrägen Linie auseinander, so daß der antike Schopf der I Gestalt nebst einem Teil des oberen Rahmens und des Reliefgrundcs abbrach. Vermutlich ist gleich- zeitig der antike Teil der Platte auch in Gürtelhöhe der Gestalt und dem vorgestreckten Arm entlang ungefähr wagerocht und in einer vor dem Gesicht her laufenden Linie senkrecht durch gebrochen. Bei der Zusammensetzung mußten am oberen Teil des Bauches zwei Flicken in das Gewand eingefügt und der Rücken des untersten rund geführten Fal- tenzuges (in fünf der Länge nach aneinander ge- fügten Stückchen) von der Hüfte an bis fast zur j Schulter, ergänzt werden. Auch die rechte Hand mit Ähren nebst dem hitlbcn Unterarm ist neu; die Abbildung der Monumcnta Matthaeiana zeigt hier eine andere Ergänzung, nach dem Text »Mohn«, der allerdings mehr wie eine zusammengerollte Binde aus- sieht, und muß auf Grund der Beobachtung Hausers für ebenso falsch erklärt werden, wie die jetzige. Sie erscheint aber schon in einer Abbildung, die für uns die erste Spur des Reliefs darstellt. Auf dem Frontispiz der Recherche» curieusw* d’antiquite von Jakob Spon ( Lyon 1683) ist als zweiter der malerisch gruppierten Reste des Altertums auf hoher Basis ein Bildwerk zu sehen, wie die zugehörige ExpLi- cation angiht, aus S. Remy en Provence, nach einer Zeichnung, die absolut mit der genannten Abbil- dung Mattei, auch in dem Grade der Erhaltung, übereinstimmt und von unserem Relief genommen sein muß. Da es also keine Statue, wie sie Spous Abbildung zeigt, ist. wird man die angegebene Her- kunft auch auf eine Verwirrung in Spons Papieren zurückführen müssen. Daß er in Villa Mattei ge- zeichnet hat, beweist das Nymphenrelief CIL. VI, 1, 549 = Recherches S. 481 und Miseellaneaeruditae antiquitatis (1685) S. 32. und auch die Inschriften de« Sthennis etc. etc. (Löwy 481—485); ob unser Relief sich in der Villa oder im Pallazzo befunden hat, nagen die Mon. Matthaeiana nicht, sie haben aus beiden Quellen geschöpft (I. 8. III, XV ff.), XLUlff.). (P.W.) 2965. Relief mit geflügelter Gottheit, aus kleinkiystallischem weißem (attischem ?) Mar- mor; rechts alte Begrenzung, oben und unten wohl auch, obwohl die Kanten sehr bestoßen, z. T. auch modern überarbeitet sind. Links quer durch ab- gebrochen. Höhe 68,5, Breite 58 cm. Bis 1920 im sog. Antiquarium, jetzt in der Glyptothek Nr. 514. Vgl. W. Christ, Führer durch das K. Antiquarium in München, 190], 8. 33, 626. Links stand ein. durch den Bruch zur Hälfte verloren gegangener Mann, den Kopf, wie es scheint, nach seiner Rechten gewendet. Er trägt nur einen Mantel, der den oberen Teil der Brust frei läßt; der gesenkte linke Arm ist von einer ziemlich großen .Stoffmasse umhüllt. Der von hier herabfallendc Zipfel trugt an der Ecke einen rundlichen Rommel. Die Füße ruhen nicht auf dem Boden, der über- haupt keine deutliche Wiedergabe gefunden hat, vielmehr ist unter dem fast in Vorderansicht dar- gestellten linken Fuß nur eine ohne scharfe Form in den Reliefgrund übergehende Bosse stehen ge- lassen; bei dem im Profil gebildeten rechten Fuß, der nicht so störend aus der Fläche herausficl, hat man selbst darauf verzichtet. Die zweite Gestalt, rechts, ist in der bekannten steif symmetrischen Haltung eines bestimmten Nike- Typus, auf der Kugel stehend, gebildet (vgl. F.’ Studniczkn. Die Siegesgöttin S. 15, Fig. 23. Roscher* Ix'xikon III, 1, S. 335. Bahelon et Blnnchet, Bronze* de la Bibi. Nationale Nr. 678 ff. ) Ihr bis auf die Füße reichendes Gewand flattert gleichmäßig hach beiden Seiten; darüber trägt sie ein nach Art des dorischen Peplos auf den Schultern zusammen- gestecktes hulhlanges Obcrgewand, das dicht unter den Brüsten gegürtet ist. Auf dem Rücken scheint Digitized by Google 83 X, 2966—2972 München. Glyptothek — Kunsthandel — Privatbesitz 84 ein, dies Gewand etwa« an Länge tibertreffendes Mäntelehen zu hängen, dessen untere Erken — die rechts wieder mit Bommel beschwert — seit! ich von den Schenkeln flattern; es ist wohl zusammen mit dem Oborgew'and auf den Schultern festgesteckt gedacht. Nahe den beiden unteren Ecken des Män- telchens sind, noch im Bruch kenntlich, lloasen vor- handen gewesen, die irgendwelche Gegenstände am Grund haften ließen: hier die mit dem größten Teil der Arme verlorenen Hände zu vermuten, geht schon wegen des großen Ahetandca nicht an, auch das be- liebte Motiv, mit jeder der Hände einen Gewand- zipfel oder mit beiden zusammen eine Girlande fassen zu lassen, ist nicht möglich. Die Gestalt muß Gegenstände getragen haben, die, vom Relief - hintergrund ganz gelöst, von den, anscheinend etwas schräg aufwärts geführten, Bossen gestützt wurden. Ihre nähere Bestimmung wird durch die Unsicher- heit der Deutung der geflügelten Gestalt erschwert. Die Schmetterlingsflügel, welche hinter ihren Schul- tern auf ragen, genügen nicht zu sicherer Bestim- mung. Allerdings sind Bie zweifellos in der Ober- fläche zwar modern geglättet, aber doch nicht etwa aus Vogelflügcln umgearbeitet, wie man wohl ge- meint hat. Sic müssen ursprünglich gleiche Form gehabt haben, weil oben zu viel Marmor ansteht und weil der Reliefgrund keine Überarbeitung zeigt. Auch die Bossen lassen »ich dafür nicht verwenden. Natürlich wird man von den Schmetterlings- flügeln aus zunächst auf Psyche raten; aber gerade sie auf einer Weltkugel stehend zu sehen, müsste uns erstaunen. Daß diese Flügel auf Eros, aber aueh auf andere, besonders weibliche Gestalten übertragen wurden, ist bekannt. Vgl. L. Stephani, C. R. de »St. Peterabourg 1877, S. 140. 0. Jahn, Arch. Bei- träge, S. 196. A. Furtwängler, Gemmen, Taf. 24,39. Es scheint, daß die Schmetterlingsflügcl besonders bei Nemesis beliebt gewesen sind; zu deren bildlicher Gestaltung vgl. H. Posnansky, Nemesis und Adra- steia: Roschers J^exikon III, 1, S. 155 ff; Hermes 1902, S. 134 ff.; B.C.H. 1898, S.599, 1912, 8. 236 und 248; Österreich ische Jahreshefte 1910, S. 56; 1912, 8. 78; und was sonst an diesen Stellen angeführt ist — ein »ehr verschiedenartige« und noch nicht ge- schlichtetes Material, bei dessen Sichtung man nicht überschätzen, aber auch nicht außer Acht lassen darf, wie Nemesis mit anderen Gestalten ver- quickt worden ist. Ich neige, einer Anregung P. Arndts folgend, nun tatsächlich dazu, die Gestalt unseres Reliefs auf Nemesis zu deuten; die Welt- kugel, auf der sie steht, würde für diese /iamin’oMa tov xdofiov, Regina Orbis (C. I. L. VI, 1, 532) passen, zumal »ic nicht nur hier vorkomint. Ob die Kugel und das so viel häufigere Rad dahei gleichbedeutend ist (Herme* 1902, S. 139), «las wage ich nicht zu behaupten, wenigstens nicht, wenn wir die bedeutsame Weltkugel annehmen, ob- wohl das Epigramm B.C.H. 1902, S. 600 sich auf Xlueoiq xvxi.or fyovna nui.ov bezieht, das zuge- hörige Relief aber nur ein Rad zeigt. Geht dieser Deutungsvereueh nicht vollständig irre, so werden wir — auch unter Berücksichtigung der formalen Tatsache, daß die Weltkugel für den Künstler so wichtig schien, daß er bei gleichmäßiger Anordnung weiterer Gestalten auf eine Darstellung des festen Bodens zu verzichten bereit war — neben der Herrin der Welt andere ähnliche, vielleicht durch pantheistischc Verquickung gewonnene, Götter- gestalten vermuten. Aber erhalten ist nur der Rest einer, Asklepios ähnlichen Figur. Der Stil de» recht hnrt gearbeiteten Reliefs wird wohl provinzial beeinflußt sein, aber nicht eben spät, und nicht eben römisch. (P. W.) München. Kunithindel. 2966 -69. Jünglingskopf. Aus florcntiner Privatbesitz. Soll nach Stockholm verkauft worden sein. Hoch 0,25 m. Feinkörniger Marmor mit gelb- lichem Ton. Ergänzt: Nase, Hals links und hinten und die freistehenden Locken-Enden rechts. An den Lippen geflickt. Dreifache, über der Stirn ge- knüpfte Haarbinde. Starke Neigung zur linken Schulter. Das kurze Haar spricht für männliches Geschlecht. Römisch-klaasieiMtischc Schöpfung, ähn- lich wie der Kopf mit Pinicnkranz: Ny Carlsberg 403 a. Nach der Bohrarbeit im Haar mit den stehen- geblichenen Marmorstegen antoninische Arbeit. Mönchen. Privatbesitz. 2970—72. Jünglingstorso. Auf einer Hel- bingschen Versteigerung in München erworben. Hoch 1,20 m. Weißer grobkörniger Marmor mit grauen Streifen und graugrünen Glimmerflecken. Der Kopf ging zur I. Schulter; wie der glatte Schnitt zeigt, muß er einmal ergänzt gewesen sein. Kein Nackenhaar. Auf der r. Schulter oben am Hals großer ( weggebrochener) Chlamysknopf . An der 1. Hüfte, «in Ende des Sehwertbandes, eine wegge- brochenc Stelle, an der der Knauf des Schwertes gesessen haben könnte. Der 1. Arm ging abwärts Digitized by Google 85 X, 2973—2978 Schloß Tegel bei Berlin 86 nach vorn; nach der Art der Bruchfläche war er niemals ergänzt. Daa Attribut der R. ist schwer zu deuten; man möchte am ehesten an lange Haare denken. Ein Löwenfell ist nicht wahrscheinlich; die Formen des Körpers sind für Herakles zu jugend- lich weich. Ebenso schwierig ist die zeitliche Einreihung des Torso«. Für die Art, wie am Rücken und links sich die Falten der Chlamys einrollen, kennen wir keine Parallele. Aber eine Entstehung in der Re- naissance oder späteren Zeit wird, nach Mitteilung des Besitzers, von Wilhelm von Bode für ausge- schlossen erklärt. Ebensowenig ist an eine moderne Arbeit zu denkeu. Nach der starkbewegten Mus- kulatur kann die Erfindung des schön gearbeiteten, aber nicht originalen Torsos, der zunächst ein Rätsel bleibt, nicht vor die pergamenische Zeit gesetzt werden. Schloss Tegel bei Berlin. 0. F. Waagen, Das Schloß Tegel und seine Kunstwerke (Berlin 1859); hier citiert als W. — J. Höffner, Schloß Tegel, in Yelhagen und Klasings Monatsheften XXVI, 1912, S. 349 ff., mit Abb. Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Havelland (ill. Ausgabe, 1910, 8. 133 ff.). Für die Erlaubnis, die Sculpturcn in Tegel neu aufnehmen zu lassen, sind wir dem Urenkel Wil- helm von Humboldts, Herrn Geh. Reg. -Rat Rein- I hold von Heinz zu lebhaftem Danke verpflichtet. | 2973. K nahen« tat ii e, ergänzt als Dionysos. I W. S. 15 f. C’Iarac 690 B, 1600 B; Friederichs-Wol- | ters 1487. H. 1,516 *». Feinkörniger weißer Mar- mor. Ergänzt (die Ergänzungen wurden nach An- gaben von Rauch indessen Atelier ausgeführt): Kopf mit Hab und Schultern, Arme, Teil des Rückens, Flicken im Unterleib, Glied, r. Hinterbacke, hinterer Teil de« r. Oberschenkels, Stück unter dem r. Knie, Teile der Zehen, der Stamm; die Unterschenkel, Füße j und Plinthe scheinen von älterer Ergänzung zu stam- men ; am r. Unterschenkel sind Verwitterungsspuren j von moderner Hand nachgeahmt. Das Antike sehr verwaschen. Schlicht gearbeitete Kopie nach eifiem Vorbild vom Ende des 4. Jahrhunderts, in dem sich pra- xitelische und lysippisehc Motive mischen. 2974. Nackter Knabentorso. W. S. 8. Friederichs-Wolter» 1290. »Im Jahre 1808 in der i Nähe der bekannten Poststation la Storta. in der Nähe von Rom gefunden. H. 0,65 m. GroßkrystalÜ- nischer weißer Marmor. Kopf, 1. Arm, Glied. Unter« | schenke! waren ergänzt. R. Arm abgebrochen. Im | Stammrest eine Bohrung für Wasserleitung. Weich- liche, noch unentwickelte Formen. Der Knabe eilt vorwärts mit Vorgesetztem r. Fuß; dagegen war der 1. Arm vorgestreckt. Der Kopf war nach der I. Schulter gewendet. Nach hellenistischem Vorbikl, in der Bewegung an den eilenden Hypnos er- innernd. 2975—2978. Zwei Fragmente einer Gruppe der drei Chariten. W. S. 7 f. »Diese beiden, in Athen gefundenen Torsen wurden dort von einem französischen Offizier der ägyptischen Armee Bo na partes gekauft und — nach Friederichs- Wolters 1483 im Jahre 1807 — nach Rom gebracht, wo Wilh. von Humboldt sie käuflich von dem Kunsthändler Antonini erwarb.« 2975 —2976. Torso der recht« stehenden Charis. H. 0,93 m. Parischer Marmor. War mitten durch- gebrochen. L. Standbein. L. Arm war gesenkt, r. seitlich ausgestreckt. Der Kopf war nach der I. Schulter geneigt. Stützenreste: an der 1. Hüfte außen zur Verbindung mit dem Stützwerk außen, wohl einer mit Gewand bedeckten Urne, wie bei den meisten anderen Repliken ; am r. Oberschenkel außen zur Verbindung mit dem r. Oberschenkel der mittleren Charis; unter der 1. Brust zur Verbindung mit dem r. Unterarm der mittleren Charis. 2977 —2978. Fragment der links stehenden Charis; Unterleib mit Oherschenkeln. H. 0,656 m. Marmor wie beim vorigen Torso. Die Oberschenkel waren abgebrochen ; ausgebrochen war die l. Hüfte (die Brüche mit Gips geflickt). Sprung im Un- terleib. R. Standbein. Stützenreste: an der r. Hüfte außen, dem an der 1. Hüfte des Torsos entsprechend; am 1. Oberschenkel außen zur Verbindung mit dem 1. Oberschenkel der mittleren Charis. Aus diesen Stützenresten ergibt sich, daß es sich um ein Fragment der 1. stehenden, nicht der mittleren Charis handelt. Waagen hat in »einen Treaaure« of art in Great Britain III S. 254 f. die Vermutung ausgesprochen, ein Fragment der dritten Charis befinde sich in Ince Blundell Hall. Nach seiner Beschreibung — broken off above somewhat higher than the nose, and below, in the centre of the thigh — läßt sich diese Sculptur in keinem der beiden von Micliaelis in Jnee beschriebenen Aphrodite-Torsen (Anc. tnarbles S. 356, n. 63 u. 63 a) wiedererkennen; vgl. M. Bieber in Revue archcologique 1914 I S. 250; der hier citierte Torso 63 a stammt nach Michaelis Beschreibung von einer Aphrodite, die ihre Scham mit der 1. Hand bedeckte. M. Bieber bildet ebenda den Torso in Tegel nach dem Gips- abguß in Dresden ab; zwei Photographien des Digitized by Google 87 X, 2989 — 298 1 Schloß Tegel bei Berlin 88 Torsos nach dem Abguß in Berlin unter den Einzel- aufnahmen des Berliner Seminar» n. 112 tl. 113. Uber die Chariten* Gruppe im Allgemeinen, die verschiedenen Wiederholungen, Präcedenz der malerischen oder plastischen Fassung vgl. Furt- wängler in Höschen mvthol. Lexikon I 883 f.; Eucher In Pauly-Wissowa III 8. 2167; Bulle, der schöne Mensch, 2. Au fl., 8. 315, Text zu Taf. 161, u. S. 657, Text zu Taf. 31 8; Ghislanzoni im Notiziario archeologico II 1916 8. 51 ff.; L. Curtius in „Die Antike“ I S. 50 f. Eh kann kein Zweifel sein, daß die Tegeler Torsen von der künstlerisch wertvollsten aller er- haltenen Wiederholungen der Chariten-Gruppe stammen und daß ihre Können stilistisch strenger und einfacher sind als an irgendeiner der anderen Wiederholungen. Wer diese Torsen allein nach ihren Formen datieren wollte, wird sie ohne Weiteras für Werke aus der zweiten Hälfte des 4. Jahr- hunderts erklären, und zwar für Originalwerke. .Sie entfernen sieh in stilistischer Hinsicht noch sehr I wenig von der Knidischen Aphrodite, stellen al»er | am nächsten der Venus von Kyrene, deren Original mir trotz Curtius* gewagter Neudatierung nur in der ersten Hälfte den 4. Jahrhunderts verständlich scheint. Mit der Venu« von Kyrene Italien die Torsen auch zw eifellos das Standmotiv gemein. Von derjenigen Wiederholung der Gruppe, die in dieser Hinsicht, wie bereits Ghislanzoni richtig bemerkt hat, ebenfalls mit der Venus von Kyrene ülierein* stimmt, von der ersten Kvrenaecr Wiederholung, unterschied sich nun allerdings die Gruppe, von der unsere Torsen stummen, darin, daß liier, wie immer sonst, di«* außen stehenden Chariten auf dem nach außen stehenden Beine feststehen, während jene Gruppe in Kyrene die gleiche Figur im Typus der Venus dreimal unverändert wiederholt, nicht zum Vorteil der Gesamtwirkung. Es ist das nur eine von den zahlreichen Abweichungen fast »Iler Wiederholungen untereinander. Die Figuren stehen fast nie ganz gleich auf ihren Beinen; sie stehen einmal mehr, einmal weniger in einer Ebene; die I. Hund der I. stehenden ruht einmal auf der r. Sehulter der mittleren, einmal auf der gleichen Schulter der r. stehenden; die Körper der mittleren und der r. stehenden sind einige Male so dicht aneinandergerückt, daß sie sich berühren; die Köpfe stimmen, wro Bie erhalten sind, weder in ilirer Haltung, noch in Formen oder Haartracht Uber* , ein; als Stütze sind rechts und links neben die Figuren meist Urnen mit Gewand gestellt, bei der Gruppe in Siena aber baumähnliche Gebilde. Die Urne mit Gewand ist übertragen von den Dar- stellungen der Aphrodite, bei denen sie sinnvoll ist. Aber was soll sie eigentlich neben den Chariten, die gar nicht an Baden denken, sondern ihre Gaben bieten ? Dazu das ganze unentbehrliche Stützwerk zwischen den Figuren, das zu vermeiden einige Kopisten — Gruppe im Louvre und Gruppe 2 in Kyrene — zwei von den Figuren so nahe anein- andergerückt halien. daß sie sich berührten ; freilich wurde dadurch das ursprüngliche Verhältnis des Dreiklangs gestört. Spricht das wirklich Alles so durchaus für die Existent eines plastischen Vor- bildes, wie sie kürzlich so kategorisch behauptet worden ist ? Können dagegen die Gründe auf- kommen, die Bulle den Abweichungen zweier deco- rativer Malereien in Pompei entnimmt ? Ist es für die Zeit, in der wir doch die Entstehung der Com- positum annehmen müssen, wirklich ein so natür- licher plastischer Gedanke, die drei Figuren in einer Tübene nebeneinander aufzureihen ? Daß wir von einem derartigen Gemälde aus dem 4. Jahr- hundert nichts wissen, besagt natürlich gar nichts. So verführerisch c« wäre, in den Tegeler Torsen Beste der Originalgruppe zu erkennen, nach der alle anderen plastischen und malerischen Wieder- holungen zum Teil mit sehr weitgehenden Ände- rungen gearbeitet worden wären, muß ich das doch ablchnen. OriginalgriechiHch freilich ist die Arbeit und ein sicheres Zeichen dafür, daß die Composition der Gruppe bereits im Beginn der Zeit Alexanders geschaffen worden ist. 2979. Oben: Sarkophagf rag ment. W. 8. 13. H. 0,318 m. L. 0,767 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: oberer Hand, untere Leiste mit dein untersten Streifen de« Reliefs, 1. Ende mit r. Unterschenkel und Gewandteilen der Kore, ihr r. Arni fnst ganz (Hand antik), das r. Ende. Dar- gestellt ist der Raub der Kore. Von einem Kinder- sarkophag. Spätantoninisch. Unten: Statuette einer Tänzerin. W. 8.10. H. 0.705 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Kopf und Hals, I. Arm mit Thyreo«, 1. Bein von der Mitte des Oberschenkels abwärts, r. Unter- schenkel, soweit unbedeckt, mit Fuß. Stütze und IMinthe. Ganz unbedeutende Decorationsarbeit. 2980 -2981. Statue einer Muse; sogen. Anchyrrhoe. W. 8. 10. »Gefunden vor der Brücke Ponte Molle bei der Osteria la Finocchia.« H. 1,19 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt (angeb- lich von Thorvaldsen ; vgl. Friederichs- Wolters 1595) : Kopf und Hals, beide Arme bis auf die obersten Teile der Oberarme, beide Hände mit Gefäß und Gewandteil, einzelne Falten, r. Fuß mit Gewand, großer Teil des Gewandaaumes auf der r, Seite auf Digitized by Google 89 X. 2982—2990 der Seite des r. Beine«, der Felsen. I>cr halbe 1. Fuß mit Teil de« Gewände« war abgebrochen. Außerordentlich delicatc Arbeit. «Stark geputzt. Da« Sonett Wilhelm von Humboldt« auf die Figur in »einen Gesammelten Werken III» S. 400, 17. Zum Typus vgl. zuletzt Text zu E — A 2651/2. 2982. Knabentorso mit Mantel. W. 8. 8. H. 0,58 m. Feinkörniger weißer Marmor. Kopf, Arme, Gewandzipfel und beide Unterschenkel waren ergänzt. Flicken im Unterleib. Sehr verwaschen. Der 1. Unterarm war aufgestützt. R. Standbein. L. Fuß war vorgeeetzt. Der r. Arm war leicht vor- gestreckt. Beide Hände werden etwas gehalten haben. WTeiehe, noch knabenhafte Formen. Wohl in Anlehnung an ein Original vom Ende de« 4. Jahr- hunderts gearbeitet. Vielleicht Grabstatue. 2983 2984. Zwei Statuetten-Köpfe. 2983 a: Köpfchen de« Apollon. H. 0,18 m. Fein- körniger gelblicher Marmor. Ergänzt: Nase. Lippen, großer Teil des Kinns und der 1. Wange. Skizzen- haft Ausgeführte Wiederholung de« Apollon Lykeios Capitol- Berlin. 2983 b u. 2984: Weibliches Köpfchen, stark nach der r. Schulter gewendet. H. 0,19 nt. Fein- körniger gelblicher Marmor. Ergänzt : die Natic mit Umgebung. In den Augen ein leicht schmerzlicher Ausdruck. Einfache Kopie nach einem Typus des 4. Jahrhunderts. 2985. Zwei Statuetten-Köpfe. a) Bärtiges Köpfchen. H. 0.15 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt : die Nase. Antoninische Arbeit nach hellenistischem Vorbild. b) Heraklesköpfchen. H. 0,19 m. Feinkör- niger hellgrauer Marmor. Harte Arbeit nach skopa- dischem Vorbild des jugendlichen Heros mit dem Löwenfell auf dem Kopfe, der leicht nach der 1. Schulter gewendet ist. Wohl nach dem gleichen Original gearbeitet, wie die entsprechende Statuette des jugendlichen Herakles im athenischen National- muscum (Stais, Marbres et bronzes du Musce nat., I S. 52 n. 253). 2986 — 2987. Römisches Kinderporträt. Identisch mit W. S. 8- »die stark lebensgroße Büste eines Römers von guter Arlnrit* ? H. 0,52 m. Marmor des Kopfe« grobkörnig und gelblich, der der Büste feinkörnig und gelblieh. Schon demnach gehöre» Kopf und Büste nicht zueinander. Diese stammt zudem von einer Mädchenbüste hudrianischer Zeit — das Mädchen war als Artemis mit dem Köcher- band dargestellt — ; der Kopf ist ein Knabenporträt der claudisch-flaviscben Zeit. Ergänzt : Nasenspitze, Teil des Habe« mit Teil des Kinns, der I. Wange und der Haare im Nacken. Lebendiger Ausdruck. Schloß Tegel bei Berlin 90 2988. Relief mit sitzendem Zeus. W.S. 13 und Frhxierichs- Wolter« 1863. Durch W. von Hum- boldt au« dem Palazzo Kondanini erworben. H. 0,685 m. Br. 0,475 m. Feinkörniger weißer Marmor. Ergänzt: alle vier Ränder, breiter Streifen rechts von l oben bis unten mit dem 1. Unterarm, einem Teil des Szepters, dem 1. Bein fast ganz, dem Vorderteil des r. Fuße« und dem größten Teil des Schemels; außerdem die Haare über der Stirn, r. Augen- knochen mit Auge, Nase, Teil des Bartes und j Flicken im r. Arm. Ziemlich stark überarbeitet. 2989. Relief mit Prometheus. W. S. 13 I und Friederichs- Wolters 1864. Herkunft und Mar- mor wie bei der vorigen Nummer. H. 0,885 m. 1 Br. 0.463 m. Ergänzt : alle vier Ränder, der ganze Re- , liefgrund links von der Figur; an dieser selbst Stirn 1 mit Vorderschädel, Nase und Mund, halber r. Unter- arm mit Hand, Vorderteile beider Füße. Ferse des r. Fußes. Schräge Sprünge im unteren Teil. Die beiden Relief« 2988 und 2989 sind in ande- rem Marmor gearbeitet als das Moirenrelief 2990, haben andere Herkunft und sind jenem vor allem I qualitativ weit unterlegen. Zu beachten ist auch die | Verschiedenheit der Höhe, die doch so erheblich ist, daß sie sich nicht allein durch die Ergänzung der i Ränder bei 2988 und 2989 erklären kann. Keinesfalb I können diese ursprünglich mit dem Moirenrelief ein Ganzes gebildet haben. Sie sind auch dein Madrider Puteal, das immerhin in seiner decorativen Leben - ! digkeit keinen unerfreulichen Eindruck macht, j unterlegen. Die Tegeler Platten können ubo als Beleg für I die ursprüngliche Zusammengehörigkeit der Moiren mit der Darstellung der Athena-Geburt nicht ver- wendet werden. So verliert Hausers hypothetische Reconstruction eines ira Peiraieus aufgestellten Altäre« (Osten*. Jahresh. VI 1903 S. 99 ff.) eine ihrer Hauptstützen. DaO die von Hauser so glück- lich wieder hergestellten Reliefplatten mit den Horen und Agrauliden stilistisch mit Moiren und Athenaecburt unvereinbar sind, ist schon bei Helbig. Führer 8 I S. 66 und von Arndt und Lippold ira Text zu unseren Nummern 1724—30 hervorgehoben w*or- den. Ob Arndt und Lippold mit Recht in dem Relief des Madrider Puteais nur eine neuattische Klitte- rung ursprünglich unzusammenhängender Typen erkennen, ist mir sehr zweifelhaft. 2990. Relief der drei Moiren. W. S. 16 und Friederichs- Wolter« 1865: ^In der Villa Palom- bnra, hinter der Kirche Sta. Maria Maggiore (in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts), gefunden; später im Palazzo Ms «sind (alle Colonne, aus dem das Relief 1809 durch Frau v. Humboldt erworben Digitized by Google 9t X, 2991-2996 Schloß Tegel bei Berlin 92 wurde). Der schöne Kopf der ritzenden Parze wurde erst später be i drin Kunsthändler Malatcsta aufgefunden und dem Kumpfe angefügt. Die Be* stauration der fehlenden Teile ist nach Angabe von Bauch in dessen Atelier in Born gemacht worden.* 11. 0,73 m, L. 1,115 m. Feinkörniger gelblicher Marmor. Ergänzt : der ganze 1. Kund; fast der ganze Beliefgrund um den Oberkörper der sitzenden bis zu dem der mittleren Moire mit fast dem ganzen r. Arm, der r. Hüfte und dem Unterleib der sitzen- den, sowie einem Stück Gewand unter dem 1. Ellen- bogen; ein Flicken im Rande unter dem Felsen; an der mittleren Moire die Nase und ein Teil des r. Oberarms, ein Gewandzipfel unter dem 1. Ellen- bogen; ein Stück im Bande unter der Figur; an der rechten Moire das ganze r. Ende des Reliefs mit dem Vorderteil der r. Hand, 1. Unterarm, Rolle, Globus, Pfeiler; 1. Fuß mit (iewand und unterem Bande. Die Oberfläche der antiken Teile ist meist gut erhalten. Sorgfältige Arbeit der ersten Kaiser- zeit nach der bekannten Moirengruppe des Madrider Puteais. Vgl. K-A 1724 — 30. Die Arbeit dieser Reliefplatte ist der des Puteais an Feinheit über- legen. Noch eleganter ist die Ausführung des Kopfes der sitzenden Moire auf dem Fragment eines dritten Exemplare«, auch mit plattem Grunde, im Thermen- Museum (Paribeni, Le terme di Diocleziano e il Museo naz. romano4 S. 225 n. 588). 2991—2994. Puteal. W. S. 6. Vormals in der Kirche S. Oalisto in Trastevere, wo da« aus demselben geschöpfte Wasser für wundertätig galt. Der Legende nach soll der heilige Cali x tu« durch dieses Puteal in den darunter gelegenen Pozzo ge- stürzt worden sein und so das Martyrium erworben haben. Wi v. Humboldt erwarb das Puteal käuflich aus der Kirche. Er verfaßte gemeinsam mit Fr. A. Wolf die Inschrift: Puteal sacra bacchica exhibens idem illud in quo ad martyrium patiendum circa a. CCXXIII S. Callist us deraersus traditur ex eius- dora S. Callisti aede romana transtiberina eraptionis iure huc deveetum. H. 0,95 m. Durchm. oben 0.75 m. Feinkörniger gelblicher, augenscheinlich pcntelischer Marmor. Ergänzt: an dem Herme« Kopf, Büste, r. Arm {bis auf einen Streifen am Handgelenk), r. Hand, Hüfte mit Gesäß und Teil des r. Oberschenkels, Flicken am l. Oberschenkel und r. Schienbein; das Kind bis auf die Beine: ein Flicken r. unten vom Herme«; an der Figur r. vom Hermes Kopf mit Hals und Teil der Brust, sowie einem Stück der Thvr« 7 Photographische Einzelaufnahmen ANTIKER SCULPTUREN Serien zur Vorbereitung eines Corpus Statuarum ARNDT-AMELUNG Herausgegeben PAUL ARNDT und GEORG LIPPOLD REGISTER ZU SERIE VI— X Bearbeitet von O. BRENDEL Preis 3 Mark E. BRUCKMANN A.-G. MÜNCHEN 1929 Digitized by Google Vorwort. Das vorliegende Register ist in allem nach dem Vorbild desjenigen von G. Lippold für Serie I— V bearbeitet worden. Die einzige Änderung besteht darin, daß sich jetzt in den Abteilungen III und IV nicht die kursiven, sondern die steil gedruckten Zahlen auf die Abbildungen beziehen, die kursiven nur auf Erwähnungen in den Texten. Cher den Gebrauch von Abkürzungen, die Bezeichnung bekannter Statuen durch ihre landläufigen Namen und ähnliches sind dieselben Grund- sätze eingehallen worden wie in dem Register zu den Serien I — V. Ebenso wie dort bezieht sich das chronologische Register ausschließlich auf die in den Texten ausgesprochenen Meinungen. O. BRENDEL. Digitized by Google I. Inhalt von Serie VI— X. No. 1501 — 1703 Madrid, Prado VI, S. 1 — 39 .♦ 1704—1777 „ Museo arquiologico 39—53 >t 1778—1783 „ Kunstakademie „ „ 53 1784—1800 „ Sammlung Alba „ „ 53 — 50 „ 1801 Barcelona VII, „ 1 „ 1802—1809 La Granja „ 1—2 ,, 1810—1824 Sevilla, Museum * „ 2—5 1825—1847 „ Casa de Pilato« „ „ 5—8 „ 1848 — 1849 San Lücar de Barrameda „ 8 ,. 1850 Fr^jua 8-9 „ 1851 — 1800 Montpellier, Musec numicipal „ 9—10 ,, 1861 — 1800 „ Societe archäologique „ 10—11 „ 1807 — 1905 Genf, Mus^e d’art et d’histoire . „ „ 11 — 25 „ 1906-1908 „ Collection Darier „25-20 n 1909 — 1920 „ (Morillon), Collection I)uval „ „ 26—31 „ 1921 — 1927 „ ( Grand- Saconnex), Collection Sarasin 31—32 „ 1928 — 1932 Aachaffen bürg „ „ 32—33 „ 1933—1940 Sammlung Pourtale» (früher in München, dann in Leningrad) „ 33—34 „ 1941—1943 München, Sammlung Berolzheimer ,. „ 34 „ 1944—1949 Ehemalige Sammlung Klügmann (jetzt Mecklenburg b. Schwerin) „ 34—35 1950-1959 Modena „ 35-38 „ 1960-1966 Rimini „ 38-40 „ 1967—1969 Florenz, Casino Medice^ „ „40 „ 1970—1972 „ Kunsthandel „ „ 40 „ 1973—1979 (!ortona „ „ 40—41 „ 1980 — 1985 Ehemals Rieti, Sammlung Canali ., „ 41—42 ., 1986 — 2041 Rom, Kunsthandel „ „ 42 — 68 „ 2042-2043 „ 2044 - 2045 „ 2046 - 2047 „ 2048 - 2051 ,» 2052 2057 .. 2058 - 2065 „ 2066 -2069 „ 2070 2073 „ 2074 — 2100 „ 2101 2257 2258 -2331 „ Palazzo Caetani „ 08 „ Villa Lante „ 68 — 69 ,, Auditorium dee Maeeenas „ 69 Antiquarium comunale „ „69—70 „ Palazzo Maüsimi alle eolonne 71 — 72 „ Palazzo Odeecalchi „ 72—73 „ Palazzo Mattei „ 73 „ Palatin „ „ 74 „ Palazzo Marghcritn „74 — 82 „ Lateran - VIII. „ 1—16 „ Palazzo Doria ,. „ 16—34 Digitized by Google No. 2332 - 2307 2368 -2381 „ 2382- 2391 „ 2392 „ 2393 „ 2394 „ 2395 2398 „ 2399 — 2400 2401 2410 2411 2016 „ 2647 - 2681 „ 2682 2684 .. 2685 2687 „ 2688—2690 2691 -2700 2701-2784 „ 2785— 2881 2882 - 2940 „ 2941-2944 „ 2945 - 2965 „ 2966 2969 „ 2970- 2972 „ 2973 - 2996 „ 2997 - 3000 Rom, Villa Doria Pamfili M Paluu» Altempe ,, Palazzo Valentin! „ Studio Canova „ Via Margutta 53 B „ Kunsthandel Paros, Privatbesitz Smyrna. Evangelische Schule Venedig, Hof des Dogenpalastes „ Museo areheologieo (früher im Dogenpalaat) ,, Museo civico Rom, Sammlung Meng&rini Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe ,, ehemals Sammlung Klügmann ., ehemals Sammlung Reimers Rom, Villa Borghese, Casino „ Villa Borghese, Park ,, Palazzo Barberini Neapel, Museo Xazionale München, Glyptothek „ Kunsthandel ,, Privatbesitz Schloß Tegel bei Berlin Mitau, Museum VUI. S. 34-41 „ 41-43 „ „ 43- 44 .. 44 „ „ 44-45 .. ,. 45 ,. 45 .. 46 IX. .. 1-3 .. 3-42 „ 42-49 .. .. 49 49—50 .. .. 50 ,. 51 —52 X. .. 1-20 ,. .. 21-61 .. 61-68 .. .. 08 „ ., 68-84 .. .. 84 „ „ 84-85 .. .. 85 92 03-94 Digitized by Google II. Verfasser No. 1501 — 1849 Paul Arndt „ 1850—180(5 Andre Joubin ,♦ 1867 — 1927 George« Nicole». .. 1928—1943 Paul Arndt .. 1944 — 1949 . . Georg Lippold .. 1950 -1959 . . Paul Arndt 19(50 - 19(5« Fritz Weege ♦, 19(57 — 1985 Paul Arndt „ 1986 2051 Walther Amelung .. 2052 2069 Paul Arndt 2070 — 2100 Walther Amelung „ 2101 -2257 Paul Arndt u. Georg Lippold „ 2258 - 2331 Walther Amelung „ 2332—2398 Paul Arndt u. Georg Lippold „ 2399 — 2400 Paul Jaonbathal der Texte. No. 2401 2681 Paul Arndt u. Georg Lippold „ 2682- 2700 Rudolf Pagenstecher „ 2701 — 2784 Paul Arndt u. Georg Lippold „ 2785 — 2881 Paolino Mingazzini „ 2882—2948 Paul Arndt u. Georg Lippold 2949 Paul Wolters „ 2950 — 2953 Paul Arndt u. Georg Lippold ,, 2954 — 2965 Paul Wolters „ 2966—2972 Paul Arndt u. Georg Lippold ,♦ 2973—2996 Walther Amelung „ 2997 — 3000 Philipp Lederer Digitized by Google 1 Agen — Berlin 9 III. Ortsregister. (Mo »or den auftfrfDhrUn Stüekrn »lohend«' Zahl entspricht der Mu§*um»nuruiner. IHc kursiv gedruckten Zahlen beiiehen »ich mir auf die Teate. die audim auf die Aufnahmen »«-IHat. Zahlen in Klammem beci<-l en »ich auf die Serien I— V der E-A.. Agen (Frankreich). Venu» 2528. Agram. Marsvas 2857 >58 (Kepl.). Alx en Provence. (Kutal. Gibert) 217 Asklepios 2532. 214 Knäbchen im Mantel (1392), 2726. Anzio. VILLA DES ANTIQUARS M.j (M.-D.) 1285 Togntus, Statuette 2324. 1311» Uamillus 2324. 3876 Cippua den L. Lartiu* Anthus 2324. Aschaffenburg. POMPEJANUM: Römer, schwach bärtig, Büste 1928/30. Römer, bärtig, Kopf 1931/32. Athen. NATIONALMUSEUM: 67 Jünglingskopf 1855/56. 1 182 Kopf vom Siidabhang 2403/05 (Rep).). 193 Muse (Melpomene) 1568 (Kopfrepl.). 215 17 Musenbasis von Mantinca 1568. 231 Themis von Rhamnus 1817. 232 Aristonoo von Rhamnus 2861/62 , 239 Satyr von I^amia 2434. 241 Herme« von Aegion 2855/56. 244 Jüngling von Eretria (624) 2019. 245 Unvollendete Gnippe Satvr- Dionyso« 2503/07, 240 Jünglingsstatue 4. Jhdt. (639, 40) 1794. 253 Hera kkeeta tuet te 2985 b. 274 Athena- Statuette aus Epidauros 1724/30 (Anm. Sp. 43). 275 Athena 1724/30. 332 Bärtiger , Götterkopf 2411/12 (Replik). 441 Frauenporträt 2817/18. 680 Aphrodite von C’hacronea 2527, 698 JünglingH;4tatue(713) 1794. 710 Statue der Megiste (724) 2410. 715 Grabrelief aus Salamis (661 64) 1745. 716 Grabrelief (658) 1865. 1409 Dioskuren- idkf (1246) 2668. 1464 Relief 6005, 1532,1538, 1539 Reliefs 1735. 1828 Kolossale Porträtstatue 2847/51, 2812 Votivrelief 1724 30. 13 396 Bronze* statue von Antikythcra 2042,43. (Sybel) 4151 Kopf 1718. Torso (Herakles Farn.) 1886. AKROPOLIS-MUSEUM (Catal. Dickins) 695 Trau- ernde Athena 1641(42, Unvollendete Gruppe. Dionysos- Satyr 2503/07. PIRJU-SMISKUM: 115 Rcl. Athena 17H/30 (Anm. Sp. 43). STADION: Doppclhcrme Apollon- Hermes aus dem Stadion 1872 73, 2167:68. Avignon. Aphrodite 1542. Barcelona. PROVINCI AI-MUSEUM: (Katal. A. E. de Molins) 716 Weibl. Gewundstatue 1801. Basel. Apollon (Steinhäuser) 1626. Aphroditekopf (899 900) 2428 29. Benevent. Traja ns -Bogen 2838/39. Berlin. ALTES MUSEUM: 37 Aphrodite 1542. 59 Artemis ('oionna 2797. 69 Asklepios 2866. 83 Demeter ^ (Cherehell) 2840. 154 Fortuna 2908. 158 As- klcpi« »köpf 2624 26. 193 Hermaphrodit 1973/74. 196 Hermes (I^ansdowne) 2855/56. 199 Hermes (Aegion) 2855/56. 222 sogen. Urania 2905. 225 Narkissos 2552/53. 310 Bärtiger Grieche 2411 12. 322 Bärtiger Grieche 2159/60 (Repl.). 502 Skla- venstatue 2643/44. 586 Weibliche Statuette mit archaistischem Idol 2724. 610 W. Kopf (vom Südabhang, Repl.) 2403/05. Inventar 1502 Büste aus Statue hergerichtet 1638/40, 2532. Inv. 1529 Büstchen 1802/07. Aus Pergamon: Athena vom Altar 1724/30 (Sp. 43, Anm.). Aus Magnesia a. M.: Männl. Sitzatatue 2701. Kopf des echnippchenschlageoden Satyrs 2943/44. Agypt. Abtlg. : Isispriesterin, Statue 2400. Digitized by Google 3 Bologna ANTIQUARIUM: Bronzen. Inv. 8824, Pan, 1975 links. Mar» Ultor 1958 rechts. Terrakotta : 8853 W. Statuette aua Prienc 2797. PRO ATBESITZ: von Kaufmann: Aphrodite-Kopf 1876. U. von Wilamowitz-Moellendorff : WeibL Ge- wandatatue 1507. Bologna. Hernie (Hermes Propyl.) 2165166. Bonn. AK A DKM KUNST-MUSEUM: W. Terrakotte aus Rhegion 2018/19. Boston. MUSEUM OF FINE ARTS: (Catal. Caskey.) 62 W. Kopf 2185/87 (Repl.). 68 Ammon (Wörlitz.) 1980:81 ; 2175:76. 78 W. Kopf 199.1. 99 Priamus- Rel. 2722. Kybele-Statuette VII Sp. 31. a. Bronzekanne (Tyazkiewicz) 1976. Terrakutten au» Mvrinn 2733. PRIV ATBESITZ: bei Mrw. J. J. Gardner. Amazone (172/74) 1793. Brescia. Nike 2015. Broadlands. (Mich.) 9. Herme« (Ludoviai) Kopfrepl. 2110/11. Brüssel. MI SEE DU CTNQUANTENAIRE: 1 Anha istischer Kopf 2192/94. Budapest. K UN ST H I STÖR. MUSEUM: 00 KHn. Rel. 2224. Terrakotta, Frauenstatuette mit tiefer G Ortung, Frgmt. 2718. Cambridge (England). FITZWILLIAM MUS.: Apollon-Statuette (Kopf- replik) 1986 J90. Cambridge (Maas.). FOGG MUS.: Aphrodite 1642. Candia (Kreta). MUSEUM DES SYLLOGOS: Weibl. Kopf 2115/16. Knabe in Kapuzenmantel 2949. Chatsworth House. Dionysos- Kopf 1993 (Sp. 49, Anm.). Catajo. s. unter Wien. — Florenz Cherchell. Athen» 2766. Apoll (Kyrene) 2879. Karyatiden (Trallea -Cherchell) 2461:64. Pudicitia (Vatikan)» Kepl. a|s Ceres 2863/64. Cortona. (Heydemann) 2 Votivhand aus Bronze 1977 70. 6 Doppelfigur, nackte Frau — mit Aegis be- kleideter Mann 1973/74. SkJavcnknabe, schlafend 1975 rechts. Paii, Bronze- statuette 1975 links. Bronzekanne 1976. Delos. MUSEUM: Fragmt. eint« langgewandeten A)>ollon 1556. Weibl. Statue mit Nebris (aus dem Theater- Viertel 1993 (Sp. 51). Dresden. j STAATE. SKULPTUREN SAMMLUNG: (Katalog Herrmann) 27 Basis 2615 18. H6 öleingieüer 2068 (Kepl.). 75 Stephanosfigur, Kopfrepl. 2127/28. KO Hermeakopf 2110/11. 84 Sitzende Muse 1557. S8 Polykletiachcr Epheb VII Sp. 22 C; , 2072/78 (Repl). 95 W. Kopf 2048 49. 117 Dres- dener Artemis 1568; Kopistenvariante 2751. 180 Artemis 2799. 184 Nymphe, Torso 2641/42. 185 Artemis, Torso 1815. 190 Apollon 2804 unten rechts. 197 Euripides (Kepl.) 1982/83. 215 Askle- pios, Statuette 2532. 237 Satyr. Torso, 2641/42. 241 sogen. Ariadne 1568. 269? Artemis 2799. 289 Aphrodite (Capitol) 2488/90. 318 Aphrodite i 1542. 326 Große lierkulanenserin 2242/44 (Repl.); 2772. 327 Kleine Herkulanenserin 1532 links ; 1568 ; 2449; 2795; 2910 . Hvgieia IX Sp. 49 (Kepl.) GIPSSAMMLUNG: Satyrstatue 1811. Erbach (Odenwald). Hermes als Kind (1444) 1915/16. Sogen. ScrtoriuH (1447) 2872/73. Eregll ( Peiint hos). Dionysos 2382. Florenz. ! GALLEKlA DEGLI ARAZZ1: 47 gefesselter Knabe 2733 (Repl.). | MUSEO ARCHEOLOG1CO: (Milani 1) S. 139 Nr. 6 Athen» (Eigene) 2948/48. S, 172 Nr. 2588 Silber- schild des Flav. Ardaburiua 2361165. S. 249/50 Terrakottagiebel 1890. S. 261 Artemis 2592/93 (Kepl.). 8. 314 Nr. 44 Marsyaskopf 2767/68 (Kepl.). S. 318 Nr. 88/89, Epikur und Hermareh (nicht Sophokles u. Aeschylos!) 2092/93. S. 323 Digitized by Google 5 Florenz — Cent ti Nr. 134 Apollonstatuette 2529 (Repl.). S. 323 Nr. 140 Polyhvmnia 2794. 8. 328 Nr. 178 Aphrodite 1542. (Amclung 203) Hinter, Bronzestatuett-c, 2029. (Amelung 271) Bronzepcrträt aus Livorno 1610. GIARDINO BO BO LI : I). 84 Herme« (103) 2063. Nicht bei I).: Sitzende Muse (200) (Repl. Klio Vatikan) 2568, PALAZZO (TORSI NI LUNGARNO: D. 270 Apoll (Ly kein») (335) 2879. PALAZZO C0RS1N1 AL PRATO: IX 247 W. Ge- wands tatue (310) 2840. IX 252 M. Statue (327) 2063; Kopf (nicht zugehörig) (327 ) 2812. Bei IX S. lOtt oben erwähnt Dionys«» (325) 1793. CASINO MKDICKO: I)oryphon»«-Kopf VII Sp. 40. Männl. nackte Statue 1007 150. Caesar-ähnlicher Römer VII Sp. <0. PALAZZO OR LAN 1)1: Asklepioskopf D. 503 (340/41) 8924 25 (RepL). PALAZZO PITTI : D. 2 Männl. Kopf 2812. D. 4 „Apollon“ -Statue 2558. I). 1(5 Hern«*« (Lanx- downe) (213/15) 1940; 2856 56. I). 1» Asklepios (219/21) 2054 (Repl.). D. 27 W. Kopf 2822. D.30 Hygieia (227) 1828. 1). 33 Herakleantatue (228 30) 27V8. I). 35 Herakles (231) 2847 51. D. 36 Hera- klca (Farnese) 2630 (Repl.). I).4l Aphrodite 1542. PALAZZO RICCARDI : Euripidc* 1982 83. PALAZZO STROZZI: Meleager-Statue (ehern. Strozzi) 2714. GIARDINO TORRIGIANI: D. S. 214 Ganymed- gruppe (289) 2545 46. CFF1ZIEN: D. 12 Rom. m. Porträt 2930 31. 1). 13 Hermes (Ludovisi) (83 84) 2110fU (Kopf repl.). IX 65 Augustus 1953 r. D. 84 Ariadne 1552. D. 95 Herakles (Farnese) (346) 2775 77 (Repl.); 2793. I). 132 Griech. Porträt IX Sp. 48. I). 153 Sitzende Nymphe 2641,42. D. 162 Neunttische Basis 2481; 83 (Repl.). 1). 194 Alexander Severus 2791 92. D. 197 Asklepios 2624126 (Repl.). D. 198 Asklepios (92 93) 2485 87 ; 2531; 2914/15 . D. 213 Kopf einer Griechin (358 59) IX Sp. 48. , I). 248 Nereide 2185. D. 263 Niobiden-Trophos ■ 1635 36 ; 2124 (Repl.). D. 321 Bärtiger Kopf ! (368/69) 1649 50. J). 361 Unfertiger Römer 2674 75. D. 497 sogen. Karneades 1654. IX 519 i Relief, v. Bacchusthron? 2577. D. 523 Relief. | von Jupiterthron 2577. I). 535 Dorvphoros. Basalt -Torso <94 95), 1933 34. D. 536 Relief mit Rundtempel 2-577. D. 546 Satyr ( Knipeziontreter) 2641 12. 1). 554) Apollino 2017. D. 551 Gruppe Ares und Aphrodite 2782. \V. Kopf (3645) 1635 36. PALAZZO VECCHIO: I). 510 Apollon (340) Kopf 1879, 1). 512 Apollonkopf 2465:66 (Repl.). UNBESTIMMT: Clarac 686, 1611 Dionys mit Löwen, sitzend 2009. Clarac 775, 1932 Madchen- statue 2906. Formlae. M. Statue (Hermes Richelieu) mit Porträtkopf 2855 56. Frankfurt. LKEB1GHAU8: Muscngruppc 1568 (Sp. 16). Athens 2797. W. Gewandstatue 2905 (Repl.). Frijus. MUSäE MUN1CIPAL: Zouskopf 1850. Genf. MUSEUM (Katal. Deonna): 50 Kroskopf 1 8*58 69. 2348 50. 1646 48 (Repl.). 51 Hermeskopf 1870 71. 52 Doppelhcrme 1872 73; 2167 68. 56 Apollon Sauroktonos 1874. 58 Aphroditetorso 1875. 59 Aphrodite. Kopf 1876. 60 (ehein. Duval) Kora, Statue 1909. 61 (ehern. Duval) Apollon Kitharöde 1911/13. 62 (ehern. Duval) Bogen- spnnnender Km« 1914. 63 Männl. Torso 1886. 65 Männl. Torso 1884 85. 66 Kopf eines jungen Mannes 1887 88. 67 (ehern. Duval) Knabe mit der Gans 1918. 68 Alter Hirt, Statuette 1898. 69 (ehern. Duval) Nymphe ein Becken haltend 1910 a. 71 (ehemals Duval) Sarapia stehend 1917. 73 Aphnxlite VII Sp. 23, i. 74 Aphnxlite -Torso VII Sp. 23, k. 76 Aphrodite, Statuette VII Sp. 22, h. 77 Aphnxlite (Capitol), Kopf VII Sp. 23, m. 80 Aphnxlite, Kopf VII, Sp. 22. e. 81 Behelmter Athenakopf 1877. 82 Athens- Statuette VII Sp. 23. 1. 85 Flora, Kopf VII Sp. 22, g. 88 Kybele, Kolossalkopf VII. Sp. 23. n. 90 Selene, Statuette 1891. 91 Priapus. Statuette 1892. 92 Dionysos, Kopf 1878. 94 Männl. Torso VII Sp. 22, f. 96 (ehern. Duval) Männl. Torso mit Chlamys 1919. 98 Herakles, Hermenkopf 1889. 122 Bartloser Mann, Porträt 1901 02. 125 (ehern- Sarasin) „Jugendlicher Caligula“, Büste 1926 27. 128 Lucius Verus, Büste VII. Sp.23. s. 12t) Nero, Büste VII Sp. 23. r. 131 Porträtstatue 1903. 132 Männl. (nicht W.) Kopf 1904/05. 133 Bärt. Porträtkopf VH Sp. 23. p. 134 Verschleierter Frauenkopf VII Sp. 23, q. 135 W. Porträtkopf 1899 1900. 137 Relieffragment, archaistisch 1893. 138 Neuattische« Rel.Fragm. (Dionysos) 1924). 139 Neuattisches Relief VII Sp. 24, v. 145 Mar- nionliakus 1894 95. 156 Relief (En» versteckt sich hinter Maske) 1896. 157 Relief (Eroten in ländl. Scene) 1897. 160 Totenmahlrelief VII Sp. 23, o. 175 Reliefkopf VII Sp. 23, u. 204 Rc- Digitized by Google 7 Genua — lief VII, 8p. 24, w. 2UT) Neuattischea Relief VII Sp. 24, x. *206 Xouattisches Relief VII Sp. 24, y. (Nicht bei DiVmna): Inv. 1165 Bedn 2755. 353 Statuetten köpf, polykletisch, (verschwunden?) 2236/37. 365 a Mädchenkopf 2024 25. 387 Me* ieager 2714. 388 Männl. Toreo 188485. 394 „Polyhymnia“ 2794; 1993 (Sp. 52). 395 Muse 1993 (Sp. 52). 396 Muse 1993 (Sp. 47); 2865. 400 Jüngling Alba 1789 92. 403a Kopf mit Pinien- kränz 1993 (Sp. 48); 2966/69. 409 a Griech. Digitized by Google Korinth Madrid 10 Port rätst* tue 231)3. 413 Grieche, Herme 1980/81. 414 b Euripide*. Herme 1982 83. 4131 a Jüng- ling von Epidauro* 2401. 485 Satyr 1975 links. 488 a Symplegma ( Hermaphrodit- Silen) 2562. 491 Sphinx 2485/67. 512 Paatieeio 2061. 528 Togastatue 2019. 532 W. Gewandslatue 1801. 537 Fundilia 2133. 550 Asklepios 2368/70. 500 Römer 2027 28. 597 Pompe jus 2637/38. 597 a Römer 1984 85. 859 Römer, Re- naiasaneearbeit (1192) 2645 46. «78 «77 Atlanten (Barbaren) 2867. 777 Sarkophag 1742 links. 817 Relief (Sessel) 2006. Kopfrepl. d. Stephaii. PINAKOTHEK: Röm. männl. Porträt, Bronze (Inv. 10529) 2453. (modern). MU8K0 EGIZIANO: Weibl. Kopf (Inv. 1038) 2293/95. PALAZZO BISIGNANO: Muse 2878. Newby Hall. (Michaelis) 6 Aphrodite 1542. M. 18 Weibl. Sitz» statue 2478)80 (Repl.). M. 33 Apollon 2852. New York. METROPOLITAN MUSEUM: Griechisches Grab- relief 2392. Polykl. Jünglingskopf 2038 39. Kpikur, Büste 2875. Satyr, sein Schwänzchen haschend, (Rcl.) 2032. Paris. LOUVRE (Catal. Sommaire): 81 Kopf des „Orest“ 2127 28. 87 Bacchus Richelieu 1687/81; 199 /; 1993 (Sp. 49). 287 ( ’haritengruppo 2976/78. 304 Gefessel- ter Knabe 27JJ(RepL). 345 (Froehner400) Askle- pios-Statue 2789. 366 Aphrodite (mit Inschrift des Praxiteles) 2410. 393 Bärtiger Dionysos (Fr. 214) 1837/38. 412 Historisches Relief 2807. 439 Venus von Arle« 1538 ; 1542; 1568; 2080 (Unterkörper. Repl.). 464 Athen» von Velletri (Repl.), 1612113. 518 W. Gewand nt» tue 2842. 529 Artemis von Gabii 2285 (Repl.). 545 Eros Borghese 1796. 548 ‘ (Fr. 330) Herakles-Statue 2164 (Repl.). 573 Herme« 2855/56. 589 Artemis von Versailles 2801. 640 Zeus (Tnlleyrand) 1920. 669 W. Kopf 2460/51. 677 (? ) Kopf des schnippchenschlagenden Satyrs 2943/44. 731 f. EYagmcnte von der Sima de« Apollontempels zu Bsssai 2955. 752 Vot ivrelief au« Eleusis (Kore und Demeter) 2861/62. 866 Are« Borghese 2052/53 (Kopfrepl.); 2882184. 888 Asklepioskopf 2914/15 (Repl.). 889 „Pollux“ 2052/53. 975Suovetaurilienrel.(dee Ahenobarbus) 2834. 1096 Suovetaurilienrel. (von San Marco) 2834. 1147 W. Büste 2419/20. 1212 Togastatue (erg. Augustus) 2667. 1264 Domitian 2876/77. 1340 (Fr. 334) Rcl. (von H em kiest hron ?) 2577. 1358 Ägypt. Priester 2634/35 . 1394 Ganymed, von der Incantada in Saloniki 2545/46 . 1544 Isia- pricsterin 2400. 1612 Borghcsisehe Tänzerinnen, Rel. 2577. 1662 (Fr. 337) Rel. (von Satumthmn ?) 2577 . 2119 Sarkophag aus Saloniki 2461/64. 2219 W. Gewandstatuc 1507. 2265 Knäbchen im Mantel 2726. 2463 Oseillum 1894/95. 2716 „Tranquillina“ 2716 (Repl.). 3070 Athena (Me- dici) 1730. (Froehner, Notice) 213 Bärtiger Kopf 1649150. Digitized by Google 17 Parma Apollon 1626. W. Kopf 2048 40. Panzerstatue 1821. Hochrelief 273$ 40. Relief, Tänzerinnen 2000. Photographie Giruudon 1003 Dreiseitige Basis 2481/83 (Repl.). 1 176 Frauentorso aus Milet 1825. 1 183 Herakles -Statue 2093. 1288 M. Statue 1813. 1369 M. Statue 1813. 1388 W. Gewandstatue 1801. 1397 W. Gewandstatue 2911. Narkissostorso, Gips 2552 53. BlHLIOTIlfcyUE NATIONALE, Bronxen: !H. 432 33 Knaben aus Blüten aufsteigeml 1954 r. 853 Bronz«*Htatuette Sitzender Sophokles 1610. £67 lsispriester ? 1941, 43. 3 RH Sitzender. Silber- statuette aus Bordeaux 1610. Mt'StöE GUIMET: Asklepiosstatue 2789 (Rcpl.). PRIVATBESITZ: (Coli. Level) Herakleaherme. roter Marmor 1889. Parma. GALLERIE: Dütschke 957 Herakles, Basalt (vom Palatin) 2847:51. Paros. PRIVATBESITZ: Nike 2395 98. Petworth. (Mich.) 73 Aphrodite, Kopf 2861(62. Philadelphia. Gruppe des Dionysos mit Löwen 2009. Pisa. Dütschke 1«. Weibl. Kopf (200- 201) 2171(72. PolUna (am Vesuv). VILLA SANTANGELO: Repl. der Münchener Spinnerin 2945! 48. Pompei. Nuovi Scavi: Musen 2802(03. Ravenna. ARCTVESCOVADÖ: Reliefs von Ceres ? -Thron 2577. Rel. von Götterthron 2577. Rel. 4 weibl. Figuren 2577. Rel. mit K alathiakost&nzerin 2577. SAN VITALE: Reliefs von Neptunthron 2577. Rieti. MARCHESE FRAN. C AN ALI: (VII Sp. 41 42) s. unter Kopenhagen, Ny Carlsberg 413, 414 b, 597 a. Ritninl. MUSEO ARCHEOLOG1CO: Priapherme I960. Doppelherme 1961 62; 2348(50. Weibl. Kopf 1963/64. Grabrel. 1965, Terrakottarcl. Dionysos mit Mädchen I960. — Rom 18 Rom. VILLA ALBANI (Katal. Visconti): 1«, 24. 91, 97 Karyatiden 2508111. 03 Herme 2171/72. 106 Satyr mit Dionysoskind auf den Schultern 1570(71. 317 Stephanosfigur, Repl. (1993) 2127(28. 596 Hermes- stat ue < 1 1 02 ) 2223. Dieser Statue aufgesetzt Kopf - repl. Hermes (Ludovisi) (1103,04) 2110(11. 604 Ares (1009) 27112. 6«2 Artemisstat ue >112 13. 678 Eroa-Statuette 189«. 711 Weibl. KopI(112122) 1993. 74» Sogen. Sappho 1S07; 1732 33. 8!« (!) Neuattische Reliefplatten 1683(86. 906 Stephanus- figur Repl. 2258. 948 Neuattisches Rel. 1688. 967 Rel. mit Kalathiskost&nzcrin 2577. 977 Rel. mit Dreifußraub (nicht Neapel!) Vll. Sp.24x. 982 Neuatt. Rel., Nymphen u. Silen, Vll Sp. 24 y. 1011 Relief. Ganymed 1948. Port rät köpf 1844/45. Hygieia (Hope) 2348(50. PALAZZO ALDOBRANDINI : .Jünglingsstatur (1354) 2332. ISTITUTO DI SAN ALESSIO: Statuette, Erosm. Maske 1806. PALAZZO ALTEMPS: (M.-D.) 58 Asklepios mit aufgesetztem Porträtkopf 2368 70. 124 Kolossale nackte Sitzfigur 2372. 512 Mänade, Kolossal- figur 1993 (Sp. 46); 2338; 2373 75. 1083 Nackte männl. Statue 2371. 1365 VV. Gewandstatue 2377 '79. 1381 Weibl. (kiwandstatue 2376. 1745 Anakreon, Kopf 2380 81. SAMMLG. W. AMKLUNG: Bärtiger Götterkopf i 1832 33. PALAZZO BAKBER1N1: (M.-D.) 36 Sarapisknpl 2917. 51 Statuettengrappe Asklepios u. Hygieia 2914' 15. 94 Heraklesstatue 2891. 95 Herakles- statuette 2885. 182 Apoll (Mantua) Kopfrepl. 2912 13. 186 Männl. Statue 2893. 189 Knabentorso 2892. 594 Knabentoreo 291 1. 610 Demeter 2902. 648 Athena 2918. 667 Isis 2895. 700 Artemis, Statuette 2904 . 832 Höre 2909. 880 Fortnna- statuette 2901. 975 Narkissos (Polyklei) 2890. 1094 Laufender Gallier 2894. 1111 Knabenstatue (Weetmacott), Kopf 2886 89. 1177 Sitzender Grieche» Statuette 2925. 1276 Toga tu* 2929. 1323 Ares (Borghese) mit Kopf „Alkibiades“ 2882/84. 1388 Weibl. Gewandstatue 2898. 1388 Fortuna? 2908. 1394 Weibl. Gewandstatue 2899/2900. 1446 Weibl. Gewandstatue 2910. 1488 Weibl. Gewandstatue (als Urania ergänzt) 2905. 1500? Weibl. Gewandstatue 2896. 1506 Weibl. Gewandstatue 2907. 1508 Hygieia (Hope' 2897. 1546 Weibl. Gewandstatue 2903. 1553 Mädchenstatue 2906. 1675 Jünglingskopf 2916. 1697 Jugendlicher Kopf mit Stirnbinde 2920 22. 1740 Asklepioshenne 2914/15. 1777 Römer, Kopf Digitized by Google 19 Rom 20 2930/31. 2006 VVeibl. Kopf, archaistisch 2923 24. 2074 Römerin, Kopf 2932. 2143 Römerin, Büste 2933. 3543 Römisches Relief mit Schiff 2936. 3581 BacchischesRel.-Fragm.2934. 3666 Marmor- gefäß 2935. 3885 Grabrel. (C. Rubrius Urbanus) 2938. 3912 Grabstein (Cbminia Tychc) 2937. 3926 Grabaltar (P. EgnatiuB Nicephorus) 2940. (Nicht bei M.-D.): Jugendlicher Kopf mit Stim- binde 2919. Clipeus 2939. Männl. Porträt mit Kopftuch 2926. 27. MUSEO BARRACCO: (fatal. 1910) 94 Athenakopf 2035/37. 100 Apoll 2701. 107 Diadumenonkopf, polykletisch 1578/84. 109 Athlet mit Hand auf dem Hintern 2236/37 (Kopfrcpl.). 114 Doppel- herme 2348/50. 115, 1 1 6 Hydrophorenstatuetten 1999/2000. 159 Jünglingskopf (222 24 ) 2042/43 (Repl.). 166 Fragment einer Muse 1568. 169 Fragment eine« Marmorkraters 1920. 177 Priapmaske 1786187. (Helbig) pl. LXIX Mädehenkopf 2250/51. PALAZZO BORGHESE: Dionysos (486) 2382 (Repl.). VILLA BORGHESE: Casino. Vcslibolo : 2 Apollo sitzend. Torso 2701. 3 Männl. Tons.» 2702. 4 I^eda-Nemesis 2703. 8 Athena Parthenon, Torso 2704. 9 Männl. Torso mit Chlamys und Schwertband 2705. 12 Herakles- statuc 2706. 15 Männl. Torso 2707. 16 Männl. Torso 2708. 23 Polyklet. Narkissos, Oberteil 2709. 27 Sitzender Kaiser, Torso 2710. 29 Jünglings- torso 2711. Erdgeschoss : Salone. 36 Satyrstatue, kolossal 2712. 39 Prinzenstatue 2713. 40 Meleager 2714. 41 Togastatue mit Augustuskopf 2715. 44 Rö- merin, Statue 2716. 45 Satyrstatue 2717. I. Zimmer: 56 VVeibl. Statue 2718. 61 Pasiphae- Sarkophag, Nebenseite 2719. 63 Apollonkopf 2720/21. 64 Aias und Kassandra. Rel. 2722. 65 KnAbehen in Mantel 2723; 2726; 2756 (Repl.). 66 Frauenstatue, archaistisch 2724. 68 Frauen- statue 2725, 69 Knäbchen in Mantel 2726 (s. auch 2723). 71 Artemis Kurotrophoe, Rel. 2727. II. Zimmer: 85 Aphrodite, Kopf 2728/29; 2747/48 (Repl.). 86 B&rt. Herakles, Hüftherme 2730. 91 Tellus, Brustbild 2731. III. Zimmer: 107 Brunnenschmuck 2732. 113 Ge- fesselter Knabe 2733. 1 14 Herakles, Statue 2734. 1 1 5 Knabe mit Vogel 2735. 1 1 7 Kopf der Apollon- statue 2736/37; 2096. 120 Weibl. 7 Kolossalkopf 2738/40. 122 Herakles (132) 2793. 123 Artemis- statuette 2741; 2800 (Repl.). 126 Artemis 2840. IV. Zimmer: 129ArtemiB, Statue 2742. 137 Artemis, Statue 2743. 161 „Amymone“ 2744. V. Zimmer: HW VVeibl. Figur 2745; 228990. 170 Nymphe mit Muschel 2746; 2765. 174 Aphro- ditekopf 2747 48. 177 SandAlenlösende Aphro- dite 2749. 180 Knabcntoreo, Brunnenfigur 2750. VI. Zimmer: 183 Athcnastatue 2751; 2766. 186 VVeibl. Knlossalkopf 2752/53. 191 Beckcn- trägerin 2754. 193 Leda 2755 ; 2703. 194 Knabe im Mantel 2756. 195 Mädchenstut ue 2757/59. 199 Asklepios mit Telesphoros 2760. VII. Zimmer: 200 Kopf der Statue „Satyr utif Delphin reitend“ 2761/62. 201 Bacchantin 2763. 203 Paris, Statue 2764. 215 Aphrodite, Statue 2765; 2746. 217 Athenastatue 2766. VIII. Zimmer: 225 Kopf von Maray&sstatue 2767/68. 227 Männl. Sitzbild 2769. 233 Sarapis 2770. 241 Gruppe, sitzender Mann und kleine« Mädchen 2771. /. Stock : 258 Große Herkulanenscrin 2772. 260 Kin- derkopf 2773 74. 261 Herakles Farnese 2775 77. 262 VVeibl. Gewandstatue 2778. 245 Kampfgruppe 2779/81. 250 Gruppe, Ares und Aphrodite 2782. 252 Knabe. Bronze 2783. 257 VVeibl. Kopf 2784. j VILLA BORGHESE: PARK: (M.-D.) 10 Zeuskopf X Sp. 56; 2790,95. 56 Asklepios, Kolossalstatue 2789. 78 Asklepios X Sp. 55. 2786/87 . 84 ( ?) As- klepios, Stat uette 2866. 84 (?) Asklepios, Statuette X Sp. 55. 278. 5. 106 Herakle» 2793. 128 Herakles X Sp. 56, 2789. 170 Hermes X Sp. 56. 27S9. 220 Apollo X Sp. 56. 2790/95. 227 Apollo X j Sp. 56, 2789. 321. 326 Hermen X Sp. 55, 2788. 384 Dionysos X Sp. 55, 2788. 492 Pan X Sp. 56, 2789. 509 Kind mit Früchten X Sp. 59, 2797/2896. 526 Eros sitzend X Sp. 56, 2789. 670 Artemis X Sp. 56, 2789. 682 Artemis X Sp. 56, 2789. I 694 Artemis, Statuette 2798. 704 Artemis 2801. 737 Aphrodite X Sp. 56, 2790:95. 825 Muse (Anchirrhoe) 2602/03 ; 2878. 844 Hermaphrodit oder Priap? X Sp. 59, 2797/2805. 847 VVeibl. Peplosfigur 2786 87. 864 Hygieia X Sp. 56, 2789. 911 Kopf mit plirygiseher Haube 2869 '70. 922 NikeX Sp. 56, 2789. 923 NikeX Sp.56, 2789. 95*0 Nackte männl. Figur X Sp. 56, 2789. 990 a Nackte männl. Figur X Sp. 56, 2789. 1070 Nackte inännl. Statue X Sp. 56, 2788. 1079 Schreitende männl. Figur X Sp. 56, 2789. 1153 (?) Kind X Sp. 60, 2869/77. 1224 Togafigur X Sp. 56, I 2790 i 95. 1290 Togatus 2785; 2838/39. 1300 To- ga tu« X Sp. 59, 2809/10. 1301 Togatus 2835 37; 2786; 2868(39; X Sp. 59, 2809/10. 1302 Togatus 2838,39; X Sp. 59, 2809/10. 1303 Togatus X Sp. 59, 2809/10. L383 Weibl. Gewnndstatue X Sp. 56, 2788. 1411 VVeibl. sitzende Figur X Sp. 56. 2789. 1422 VVeibl. Mantelfigur 2800. Digitized by Google 21 Rom 22 14AU „Polyhymnia“ 2794. 1451 Klein«* Her- kulanettscrin 2795. 1459 Weibl. Gewandstatue 2801 62. 1465 Weibl. Gewandstatue X Sp. 56, 2788, 1514 Muse 2790. 1534 „Münchener ♦Spin- nerin“, Rcpl. X Sp. 55, 2786/87 ; 294848. 1560 Weibl. Gewandfigur X Sp. 56, 2789. 2226 Sarkophagdcckcl 2804 oben rechte. 2339 Sar- kophagfragment 2804 unten links. 2374 Artemis. Torso 2797. 2453 Sarkophag des Prosencte« X Sp. 55, 2788. 4028 Weibl. Gewandstat nette 2805 links. 4029 Relief X Sp. 59, 2797 2808. (Ohne M.-I).- Nummern) Männl. Torso 2788. Ale- xander Severus. Büste 2791 92. Grabnltar des Sextus Pediua Hirrutus 2796. Artemis, Statuette 2799. Artemis, Statuette 2800 ; 2741. Apollo- statue, Fragm. 2804 unten rechts. Kleine« Gruppen -Fragm. 2804 oben links, Sarkophag Fragm. 2805 Mitte. Relief, Fragm. 2805 rechts. Römisch, historisches Relief. Fragm. 2807; 2884. Konstant mische# Kolossal porträt 2808. Eie- fantenprotome 2809 10. Bacehiaeher Idealkopf 2811. Männlicher Idealkopf 2812. Weibl. Por- trät, röm. 2813. Weibl. Porträt, röm. 281415. Männl. Porträt, röm. 2816. Weibl. Porträt, röm., 2817 18. Männl. Porträt, röm. 2819 20. Weibl. Porträt, röm. 2821 22. Herme oder Tolamon ? 2823 25. Männl. Porträt, röm. 2826 27. Griech. Idenlkopf 2828 30. Weibl. Idealkopf 2831. Weibl. Porträt, röm. 2832 33. Relieffragment mit öpfer- acen© 2834. Weibl. Mantelfigur 2840. Euterpe 2841. Ceres 2842. Ceres 2843. Weibl. Mantelfigur 2844. Rechteckige Ara 2845 46. Herakles 2847 bis 2851 ; 2887; 88. Apollo. Torso 2852. Weibl. Figur, (Typ der Elektra. Neapel) 2853. Artemis (Colonna) 2854; 2840. Hermes 2855 56. Marsvaa (Ag- ram) 2857/58. Griech. Porträt 2859 60. Ceres 2863/64. Muse ? 2865; 2798. Daker, Statue 2867. Grabultur mit Inschrift 2868. Bärtiger Kopf 2871 ; 2866. Männl. Porträt, röm. 2872 >78. Relief- fragment 2874. Relieffragment 2875. Ideali- siertes Porträt, röm. 2876.77. Muse 2878. Apol- lon, Statue 2879. Männl. Statue, archaisch 2880. Athlet, sich salbend 2881 ; 2838 87. Porträt, Zeit des Commodus X Sp. 59. 281 1118. G riech. Por- trät, Philosoph ? X Sp. 59, 2834. Männl. Porträt, röm., X Sp. 59, 2834. Periboetos, Rcpl. X Sp. 60, 2844162. Priapstatuc. Fragm. X Sp. 60, 2844)62. Relief, Stieropfer X Sp. 60, 2867/68. Satyr X Sp. 60, 2878/79. PALAZZO CAETANI: (M.-D.) 797 Aphroditekopf 1993 (Sp. 45). 1673 Jünglingskopf 2042,43. EHEM. PALAZZO CAMUCCINI: (M.-D.) 1285 To- gatus, Statuette 2324. STUDIO CAN0VA: (M.-D.) 3558 Fragm. eine« griech. Grabrel. 2392. CAPITOL: (Cutal. Stuart Jones). Corlite : 7, 20, Bärtige Hermen 2168/66. Stanzeterrene adritta: 1,1. Basis 22 1811 7. III. 1. Sar- kophag. Achill und Lykom«leat6 Rel. -Fragm. (^ornrion) 2231. 487 Weibl. Idealkopf 2232/33. 480 Dio- nysos, Hermenbüste 2234/35. 491 Jugendl. Her menbüste 2236 37. 405 Linker Arm, Statuen* fragm. 22.ai8. 407 Weibl. Statue. Fragm. 2230. «515 Hellenistisches Reliefbild 2240; 2241. 510 Re- lieffragm. 2241. .522 Hellenistisches Reliefbild, Fragm. 2241. 523 Weibl. Gewandstatue m. As- klepioskopf 2242/44. 532 Weibl. Porträtstatue, röm. 2245. .535 Rel. mit Porträt (Caltilier) 2246. 530 Hermes als Kind, Kopf 2247 '48. 540 Kinder- köpfchen 2240 rechts. 542 Priapkopf 2240 link». 544 Mädchenkopf 2250 51. 545 Röm. Ritter. Grnbrel. 22.52. 547 Attiskopf 2253. 567 Relief - porträt (Caltilier) 2254. 568 Grabrelief 2255. 570 Grabrel. (Ixdlius Liberali») 2256. (nicht bei B.-S.) Männl. Torso 2225. Mithras- köpf 2240 Mitte. Helioskopf 2257. (M.-I).) 3499 Relief mit KaUthiskcwtänzcrinnen 2577. PALAZZO LAZZERON1: Alter Hirt, Statuette (1171) 1898. VILLA LECCA : Hermesstatue mit Porträt köpf 2058(60 ; 2855 56. VILLA MADAMA: (ehemals am Eingang des 1. Casino) Musenstatue 1993, 5. MALDUR A (Via Quattr. Font. l()0):Nymphe 19/0». PALAZZO MAKGHER1TA (Catal. Schreiber, Die ant. Bildw. d. Villa Ludovisi): 137 Liegender Silen 2005; 2129 30. 146 a, b Eirene (Kephisodot) 2076, Kopf 2077 79; 2840. 147 weibl. Statue 2084 86. 212 »Sarkophag 2100. 243 Sitzender Mann 2092/03. 244 Sitzender Mann 2080 00. 245 Sitzender Mann 2001. 290 Aphrodite- Statue 2081/82; 1542 B, 10; Kopf 20811; 2596 98. 311 Weibl. Gewandstatue 2098. (nicht bei Schreiber) Weibl. Torso, kurz gewandet 2074. Mädchenstatue 207.5. Venus (Arles) 2080 (Unterkörpern* pl.). Kora, Statue 2087. Ap<4lon sitzend 2088. Artemis 2006. Togatus 2097. Altar 2000. PALAZZO MASSIMI ALLE COLONNE: (M D.) 52 Asklepios mit Telesphoros 2054. 1080 Nackter Jüngling 2052/53. 1288 Römer, Statue 2055. 1610 Löwe 2056. .3870 Relief mit Fasees 2057. PALAZZO MATTEI; (M.-D.) 1005 Duypboros 2(166. 1024 Apollon Lykeioe 2069. 1025 Salber (Dresden) 2068. 1037 Diadumeno* 2067. 1 324 Männl. Torso 1813. 2755 Relief 1896. Verschollene »Satyrstatue 1585(87. VILLA MEDICI : (M.-D.) 1689 Bärtig«» H«*rrae 1656/57 (Repl.). Digitized by CjOOqIc 27 Rom 28 MENGARINI: Artemis, Torso 2682. Hermeskopf 2683/84* Einschenkender Satyr, IX Sp. -19 (Repl.). MONTE VERDE: (138/39) Eroe 1046 4S (Repl.). (147 48) Aphrodite- Kopf 1876. MUSEO MUSSOLINI (enthält unter anderem die Skulpturen des ehemaligen ..Auditorium des Mä- cenaa“, des „Orto botanico“ und „Mitgazzino Cüo- munale“). Otal. Boceoni, Musei Uapitolini, S. 275 ff., Nuovo Museo): Sala III : 11 Priap, archaisierend. 2096; 1769. Sala V : tt Salber, ursprünglich Villa Borghese, 2881. Sala V: 13 Attisches Votivrelief, Pragm. 2054). Sala VIII : 8 Archaische männl. Statue. Ursprung). Villa Borghese 2880. Sala VIII : 13 Dmmedmkopf (809/10) 1659162. (M.-D.) 384 Dionysos 2788. Weibl. Kopf, Fragm. 2048/49. Metope, Fragm. 2051. Alter Hirt ? 1898. Torso, den Figuren des attali- schen Wcihgeachenks verwandt 1884 85. Sitzende Muse 1 565,167 . Muse 1568. Muse (Polyhymnia) 1993 , 4; 2794. Muse. Fragm. 1993. 4 (jetzt Villa Borghese, Park, oben 2885). „Elektra“ 2853 . Stehende*« Mädchen, Statuette 2S 60. H Frauenstatue 2084 '86. Fortuna 1826; 2901. WZ A Athen« 2390. lim Nil 1952 (Kopf). llü Barbar 2861. 127 Barbar 2867. G aller ia Lapidar ia: lila Muse 2205. Museo Chiaramonti : 5 Relief 1S17. DJ Fortuna (118«) 1516. DIi Athena 2766 (Repl.). I Hl* Poly- klet. Kopf 2139 10. 174 B Muse 2878. 17« Xiohide (laufend) 1911 13, 228 Herme 2202 03. 2«7 Relief (Guirlandentänzerin) 257 7. 297 Kopf 2116 17 (Repl.). 356 Daker 2867. 40« Satyr- i köpf 2152. 448 Stimziegel 221 ! 12. 448 B u. D , Kn&bchen im Mantel 2720. 475 Folyklet. Kopf 2139 40. 495 Bogenspannender Krön 1911. 490 Athena 2339. 535 (Jallierkopf 1*02 Q 7 . 544 Silen j (Kopf) 2152 (Repl.); 2639 io. 580 Alte Frau I 2301. 580 B u. (' Hermen 2202 03. 001 Weibl. Porträt-Kopf, Kirn. 2 *21 22. «2« Mädchcnkopf 177X 80. 630 Herakles 2891. «55 Xarkissos 2.552. 53 (Repl.). 603 Hvgieia 2075. 704 Odyweua 2519 20. 708 Relief 2032. Giardino dellu Pigna: 1D5 Artemis. Statuette 2711 (Repl.); 2800 (Repl.). 223 Buhim der Antoninus- xtiule 2797 ; 2843. 233 Isis 1505. 335 Weibl. Torso 1553 (Repl.). Weibl. (Iewandatatue 1533. Belvedere: Ui Meleager 2711. 42 Aphrodite 2291. 45 A2 Porträt 2353 51. 53 Sog. Antinous 1585 87. i 112 Apoll 1813. 1020 Statue einer Höre 2438. Sala degli animult : 224 Hochrel. 28Q9 10. G aller ia deile Statue : 251 Polyklet. Kopf (Hermes) 2012; 2038 39. 255 Paria 2869 70. 25« Herakles 2891. 258 Statuen-Frngm. 1993. 2«7 Schnipp- eben schlagender Satyr 2915 44. 400 (Jewand- statue, weibl, 1909. 401 Aufgesetzter männl. Kopf 2812. 405 Beckent rügen n 2751. 409 Satyr 1993. 414 Ariadne 1552; 1697. 417 Hermes 1X55 56. Sala dei Bttsli ; 315 Schnippchen schlagender Satyr. Kopf 2913 11. 301 Alexander »Severn« 2791 92. 372 Porträt 1911 13. Gabi netto deile Maschere: 425 Goethetänzerin 21718. 432 Fauno roaao 2913 11. 433 Aphrodite 1936:38. 438 Bncchisches Relief 1689. 443 Apollon (Adonis) 272A1L Loggia Scoperta: 111 Relief 2100. Sala deile Muse : 491 Silen 2152 (Repl.). Musengnippc 1532 links; 1568. 499 Melpomene 1 621 23 4 Kopf); 1995. 2 (Kopf- repl.). 503 Thalia 1557. 504 Urania 2841 ; 2*61 62. 505 Klio 2831; 1561; 1993 (Sp. 52], 508 Poly- hymnia 1532 links; 1993 (Sp. 49 Repl.. »Sp. 52 Kopf); iZJl 51 1 Erato 2121. 515 Kalliope 1564. 51« Apoll Kitharöde 1911.13; 2797. 517 Ter- psichnre 1563; 1993 (Sp. 52* Anm. Repl.). Sala Rotoilda: 539 Zeus (Otrieoli) 2519 20. 544 Bronze-Herakles 2225 ; 2847 51. Sala delta croce greca: 564 L. Venu* 1813. 571 Muse, Statuette 1993. Sala delta Biga: «07 Weibl. (Jewandstatue 2842; 2910. «08 „Sardanapal“ 1624 25. G aller ia dei Candelabri : 21 Marmorvaac (mit Ly- kurg u. Mänade) 2722. 2H Torso (gefesselter Knabe) 2733. Dl Ähnl. Torso 2733. 111 Artemis ULI rechts. 134 a Puteal 1690 93. 148 Satyr mit Dionysosknaben 157Q ; /, 181 Xeuattisehe Basis 248 1 83 (Repl.). 182 Musenstntuette 1993 ( Sp. 52* Anm.). 184 Antiorhia ( Kutyehides) 2529. 200 ApoUonotatuc 1759; 2096. 232 Marmorgefäß 2935. 209 c Perser (vom Attalischcn Wcih- geschenk ) 1539:41. G aller ia Geograf i ca : 17 ( ?) Weibl. Kopf 1732 33. Garten: Frauenstatue (781) 1825. Hvgieia (Hope. Repl.) (782) 2897. Weibl. Sitzstatue (780) 2478.80. Aufgesetzter Kopf. Leda (788) 2755. Sammlung Salting. Bronzekanne 1976. San Lücar de Barrameda bei Sevilla. Roma. Kolossalkopf 1848,49. Saragossa. PROVIXCV ALMUSKUM: (Burrea y Arag6n. Di*- curaoe) S. 115 Amymone 2711 (Repl.). Schwerin. MUSEUM; Bärtiger Kopf 1651.52. Sevilla. MUSEUM: 04 Nackte Kaiserstot ue. Torso 1823. 35 Trojan, Kolossalstntue 1822. 99 Männl. Torso 1811; 18 13. lim Artemis Torso 1815. 11Ü Männl. Torso 1810. 103 Frauenstatue 1817. 104 Panzer- statiie Torso 1821. 10« Relief, stehende Krau 1819. 1118 Männl. Torso 1813. 115 Männl. Torso 1812. 150 Jünglingskopf 1818. 152 Römer. Kolossalkopf 1824. 1D3 Römer. Kopf 1820 rechts. 212 Atlas. Statuette 1814; 1995. 398 Unterteil weibl. Statuette 1820 links. 493 Weibl. Torso 1810. (Neuerer Fund) Artemis 1815. UASA DE P1LAT08: (Katal. Hübner) 839 Athena. Statue VII Sp. 8. 840 Athena, Statue VII Sp.S. 841 Weibl. (Jewandstatue Kolossal 1825. 842 Digitized by Google 31 Side — Venedig 32 Weibl. Gewandatatue 1820. H48 Dionysos-Kopf, bärtig 1837 38. 8511 Jünglingskopf 1834 30. 880 „Mcnander“ 1842 43. 888 Sogen. Scipio 1848 47. 888 Weibl. Gewandatatue 1827. 872 Männl. Torso 1831. 803 Weibl. Kopf 1830 41. 807 ( ?) Kopf eine« Griechen 1844 45. 911 Weibl. Gewandatatue 1829; 2843. (Nicht bei H.): Jilnglingsfigur, Torso 1830. Hvgieia, Statue 1828. Bärtiger Kopf 1832 33. PA LAC IO DK SAN TELMO: s. u. San Lucar. Side (Kleinasitm). Relief, Gruppe Are» und Aphrodite, aus Side 2782. Siena. SAMMLUNG CHIGI: Apollonkopf 2 465 66 (Repl.l. Artemis 1815. LIBRERIA PICCOLOMINI : Charitengruppe 2975 bis 2978. Smyrna. EVANGELISCHE SCHULE: Jiinglingakopf 2399. Isispriesterin 2400. AUS MAGNESIA A. M.: Mädchenfigur 2906. Stockholm. NAT10NAL-MUSEUM: (Katal. IL Brising, Antik Konst i Nationalmuseum). 3 Apollon Kitharöde 1911113 . 5 Stehende Muse 1993. 8 Stehende Muse (Euterpe) 2841. (Lagrelius III, 63} Bärtige Herme 1651152. Tarragona. MUSEO ARQUEOLOGICO: (Catalogo 1894) Nr. 378 Statue einer Höre 2438. Schloss Tegel bei Berlin. Knabcnstatue. als Dionysos ergänzt 2973. Nackter Knabentorso 2974. Zwei Fragmente einer Drei* (’lmritengruppe 2075 78. Sarkophagfrngment 2979 oben. Tänzerin. Statuette 2979 unten. Muse ( Anchirrlme) 298t i 81. Knabentorso mit Mantel 2982. Apöllonstntuette, Kopf 2983 n. Weibl. Statuette, Kopf 2983 b u. 2984. Männl. bärtiger Kopf, Statuette 2985 a. Hernklesköpfchen 2985 b. Rom. Kinderporträt 2988 87. Rel. Zeus sitzend 2988. Prometheus 2989 Drei Moiren 2990; 2988 »H> auch /;:■/ :<>. Puteal 2991/94. Oaoillum 2995 links 2998 recht«. Oscillum, Fragm. 2995 rechta/2996 links. Trient. Hermes 2855 56. Tripolis. MUSEUM: (Bartoceini, GuidaV 15. .Elektra“ 2853. Tunis (Afrika). BARDO-MUSEUM: Athena uun Bulla Regia 1911 1 i. Apoll (Kyrene) 2081; 2879. „Cmi“ 1553. Weibl. Gewandstatue 2861/62. Turin. MUSEO CIVICO: D. 312 Frauenstatue 1533. Urbino. Apollon Kitharöde 2013. Relief mit Guirlanden- tänzerin 2577. Venedig. DOGENPALAST (Katal. Dütschke V.): Hof de« Dogen palaatca : 58 Männl. Gewandatatue, grieoh. 2401. 59 Weibl. Gewandatatue 2402. OüTogatus 2408. 81 Weibl. Statue, (erg. als Fortuna) 2407. 82 Männl. < »ewandi«tatue,griecli.2408.63Weibl.Ge- wandstatuc 2409. 84 Weibl. Ge wundstatuette 2410. MUSEO ARCHEOLüülCO: (Dütschke V.) 85 Bart. Götterkopf 2411 , 1 2 88 Weibl. Kopf 24 13 15. 89(?)*) Jünglingskopf 2418 1Z. 2ii Knabentorso 2418. H „Aspasia“, Kopfreplik 2419 20. 13 Athena. Kopf 2421 22, 24 Dionysos, Kopf 2423 24. 75 Römer. Kopf 2425 28, 18 Aphrodite. Statuette 2427. Iil(D Apollon, Kopf 243<| 31; 2£il '"<■ i üii Demeter t IX Sp. 12L a_l Apollonkopf 2432 33. • 82 Bacchantin 2434. 84 Römer. Statue 2435. 88 Satyrkopf 2438,37. 82 Höre, Statue 2438. 8h Athena, Kopf 2439 44 >, Üü Weibl. Gewand- stotuette 2441. 93 Aphrodite und Eros, Statuette 2442. 98 Knabe mit (Jana 2443. 9& Heli<*s, Büste 2444 48; 1614 15. 99 Bogenaj)annender Eros 2447. 1112 Zeus, Statuette 2448. 1115 Weibl. Ge- wandstatuette 2449. 108 Weibl. Kopf 2450 51. LLü Statue des Silen 2452. LLI Jugcndl. Römer 2453. LL3 Nereide auf Delphin 2454 50, 115 Ka- ryatide 2457; 2461 64. 120 Muse 2481 84 : 2457. 1 21 Apollonkopf 2485 68. 122 Trajan, Kopf 2407 08. 122 Dreiseitige Basis 2489 71. 131 Drei- seitige Basis 2472,74. 132 Dreiseitige Basis (Eroten) 2475 77; 2481-83. 133 Unterteil weibl. Kolossalst »tue 2478 80. 134 Dreiseitige Basis (Eroten) 2481 83; 1494. 135 Weibl. Gewand- atatue 2484. 138 Weibl. Kopf 2485 87. 137 A phroditestatue, Kopf 2488 , 141 Wcibl. Ge- wandatatue 2491. 144 A|a>lloii, Statue 2492. 148 Jünglingsatutue 2493 IML 147 Ammonköpf- •) luv. 244. Digitized by Google :« L4Ü Dionysos- Satyr, Gruppe 2503 07. 151 Weibl. Statue mit aufges. Athenakopf 25« »8 11. 159 Dios- kur2512. lül Dionysoa, Sta tue 2513. 1641 Bogen- spannender Eroa, Kopf 2314 13; 253.7. UJ Drei- seitige Basis 2516/lÜ. 170 Odysseus- Statuette. Kopf 2510/20. 122 Muke 2521$ 2611 (RepL). 181 Statuette (Kopf) 2322 23. 189 Dreiseitige Kandelaherbasis 2324 20. 190 Römischer weibl. Porträtkopf IX Sp. HL 193 Frauenstatuette mit archaistischem Idol 2527. 194 Aphrodite. Sta- tuette 2528. 197 Apollon. Statuette 2529. 198 Enatuno (aus Ems- Psyche* Gruppe) 2530. 199 Männl. Statuette 2531. 200 Asklepios. Sta- tuette 2532. 201 Bogenspannender Kn« 2533. 202 Leda mit Schwan IX Sp. HL 2Uli Demeter IX Sp. HL 204 Dreiseitige Basis 2534/36» 205 Aphrodite, Torso 2537. 200 „Aspasia“. Statuettenton«» 2538 39. 207 Weibl. Statuette 254t» 4L 208 Gestürzter Gallier. Kopf 2.342 43; 2876. 209 Toter Gallier. Kopf 2544. 211» Demeter IX Sp. HL 212 Ganymed. Kopf 2543 40. 213 Stiertötender Mit hraa 2547. 214 Fuß einer Kolos- salstatue 2548. 215 Weibl. Statuette. Kück ansicht 2549. 217 Stürzender Gallier. Kopf 2530 51. 219 Demeter IX Sp. HL 221 Karkimme. Statuette 2552 53. 222 Nike, Statuette 2554. 223 Dreiseitige Basis 2555 57. 224 Männl. Toren 2558. 225 Hekateion 2559. 227 Weibl. Statuette 2660. 230 Muse IX Sp. HL 232 Mann!. Statuette. ; Torso 2561. 233 Hermaphrodit 2562. 234 Weib). Gewandstatuette 2563. 235 (?) Römer köpf 2564 65. 236 Aphrodite IX Sp. 1L. 237 Männl. Torso 2506. 240 Dreiseitige Basis 2507 69. 249 Asklepios? Statuette 257«». 251 Maske 2571 ; 2621. 253 Relief, Herakles und Oniphale 2572. ; 254 Grieeh. Votivrelief IX Sp. HL 255 Spät- ! grieeh. Gruhrel. 2573. 250 Rön». Rel. IX Sp. HL 1 257 Relief. Eroten 2574. 258 Relief. Triton u. . Nereide 2575. 262 Toten mahlrel. 2576. 203 Relief 1 mit Eroten 2577; 2674. 204 Votivrel. an Herakles IX Sp. HL 265 Nebenseite eines Sarkophags 2578. 266 Weibl. Idealkopf IX Sp. Hl 284 Attisches Grabrel.. Fragm. 2579. 285 Totenmahlrel. 2580. 280 Relief. Kentauren 2581. 287 Relief, kelternde Satyrn 2582. 288 Nebenseite eines Sarkophags 2583; 2678. 290 Spät grieeh. Grabrel. 2584. 293 94 Nebenseiten eines Sarkophags 258,3 86. 295 Sehiffskampf, Rel. IX Sp. HL 296 Spät- grieeh. Grabrel. 2587. 297 Votivrel. an Attis IX Sp. HL 299 Grieeh. Grahrel. IX Sp. HL 303 Vierseitige Basis 2588.91, 309 Artemis, Statuette 2592 üiL 310 Weibl. Statue, Kopf 2-594 95. 312 Aphrodite, Statue 2596 98; 2641 42 ; 34 1642. 313 Hygieia IX Sp. HL 314 Satyr. Knlumal- kopf 2699/2600; 2611 42. 315 Weibl. Kopf 26« »1 02. 320 Herakleskopf 2603 '04. 321 Weibl. Kopf 2605 06. 322 Weihl. Kolossal köpf 2607 08. 324 Athen« (Velletri) Kopfrepl. 2609 1 1 ; 2032 3.1. 328 Römerin. Porträtkopf 2612 KL 329 Jüng- lingskopf 2014 15. 332 Weibl. Kopf 2616 17. 333 Flußgott IX Sp. HL 334 Herakleskopf 2618 19. 335 Zeuskopf 2020 21 . 338 Athens, Kolossalkopf 2022 23. 341 Asklepiosstatue. Ober- teil 2624/26: 1668 40. 344 Stadtgöttin? Kopf 2627 28. 345 Bärtiges Köpfchen 2629 30. 348 Bärtiges Köpfchen, Portrat 2631. 353 Athens ( Velletri), Kopfrepl. 2609 11: 2632 33» 354 Aegypt. I*riester, Büste 2634 35. 356 Vitellius 2036. 357 Pom pejus 2037 38. 302 Silenakopf 2639/40. 363 Nymphe, Kolossalkopf 2641 42; 2-5S0 2600. 103 ? Römer, Renaissancebüste 2645 41L Philosoph. Porträt 1644 (RepL). Knabenkopf 2613 44. Weibl. Kopf 2458 00, Weibl. Kopf (auf 2402) 2403 «»5. Weibl. Kopf (auf 2427) 2428 29. (ehern. Grimani): Statuettenrepl. Aspasia 2638 39. Bärtige Herme 1666 67. MUSEO CfVICO (Eleneo): 6 Kopfksc weibl. Statuette 2«347 rocht». L2 Kopfl. weibl. Statuette 2«U7 links. 21 ,.Philisko«‘4-Miise 2652; 2661. 22 Behelmter weiblicher Kopf 2601 02. 24. Kopf- lose weibl. Gewandstatuette 2650. 25 Orien- talische Priewterin, Statuette 2655. 25 (?) „Au- ch irrhoe“ 2651; 2662; 2980 8], 27 l'nbärt. Por- trätkopf 2674 75. 28 Grieeh. -Ägypt. Porträt- kopf. Basalt 2672 73. 3ü Sarapia, Kopf 2668 69. 31 Idol 2654. 32 Bart, grieeh. Kopf 2670/XL 35 Weibl. Köpfchen 2657 58. 36 Bart. Hermes, Maske 2656. 31 Pan. Statuette 2648 recht«. 38 Mosaik 2681. 411 Grieeh. Votivrel. 2663. 4J Knabenkopf. röm. 267677. 58 Pan, Statuette 2648 links. Ü1 Reiter. Bronzcatatuette 2678. 05 Mann im Himation, Statuette 2666. 153 Toten- mahl 2604. liiu Silen, Statuette 2653. 166 Rö- merin als Juno. Kolossalkopf 2659 60. 169 Kopf- lose weibl. Gewandatatue 2649. 170 Togatus, Tom» 2667. Schrank D Eros 2680. (pag. 3J_1 G 1 Athena 2679. D. 395 Grabstein des Zosimoe 2665. Verona. MUSEO CI VIGO: (D IV.) 506 Röm. Grabstein 2006. Sammlung Earl of Wemyss. Bacchischer Kopf 2811. Frauenstatuette 2627. Venedig — Sammlung Karl of Wemysa Digitized by Google 35 Wien — Unbekannte Aufbewahrungsorte 36 Wien. KUNSTH 1 STORI SCH ES MUSEUM : Artemis (Larnaka) 2727. (Wiener) Kora 1801; 2087 (Hepl.). Athenakopf 1508,09. K na heben im Mantel 2720. Stehende Nike (aus Samothrake) 1522 <25. Aus Ephesus: Ganymed mit Adler 1509. Bärtige ! Herme 1656:57-, »115/8«. EH EM. CATAJO: (D. V) 446 Hygieia (62 links) 2840. 509 WeibL Kopf (36/37) 2209/10. 702 Sa- | rapis (56) 1917. 796 Herakles (64) 2793. VASEN: Amphora mit Aias und Kassandra 2722. Wüten House (Pembroke). M. 1 a „Bonus Eventus“ 2001. Woburn Abbey. M. 129 Kopf (Paris) 2809/70. Wörlitz. MUSEUM (Katal. Hoeäus): 26 „Thalia “ (395) 1993; 2798 . 28 Erato (397) 2841. 30 Sitzende Mine 1557. 36 Ammonkopf 2175(70. 69 Aphrodite- kopf (401/02) 1870. Würzburg. GIPSABGÜSSE: Narkissos. Torso 2552(53. Belief- | fragm.. Guirlandentänzerin 2.577. Kunsthandel. FLORENZ: (Bardini) Gefesselter Knabe 2733 (Repl.). (Pallotli) Romakopf 1970*72. MÜNCHEN: Aphrodite. Statuette 2590(98. Jüng- lingskopf 2966/69. Weibl. Kopf, modern! 1732(33. NEAPEL: (Barone:) Weibl. Kopf 1558/00. PARIS: (Feuardent:) Sitzender Herakles, Statuen- frgmt. 2094. (Hirseh:) W'eibl. Statue 2401 04. ■ Bärtige Herme 1056(57 (Repl.). Doppelherme I 2192194. (Bronzen :) Demeter (Greau) 2902. Sklaven- knabe, Statuette (Hirseh) 1941(43. Elefant 2809/10. ROM: (jetzt Prinz Ab&melech): Muse 1993; 2798. (Barsnnti): IViapos, Kopf 2040/41. (Benvenuti): Stadtgöttin (1196) 2345/47. (Giacomini): Polyklet. Jüngl. Kopf (jetzt New York) 2038 39. Bärtiger Götterkopf 2394. (Hartwig): Relief mit Kalathiskostänzeriii 257 7. (Jandolo): Apoll oder Dionysos. Torso 1991. Kleines Mädchen (jetzt München Glypt. 272 a) 1992. Alte Frau, .Statuette 1994. Atlas. Statue 1995. Fragment, von kolossaler Reiterstatue 1996. .lugemll. männl. Torso 1997. Männl. Sitz- figur, Torso 1998. Karyatide, Kopf 1999/2000. Jünglingskopf 2001/02. Römer, Kopf 2003 04. Grieeli. Relief, Fragm. 2005. Grabrelief, Ehren- oesacl 2006. Grabgebäude. Fragmente (jetzt Rom Museo Xazionale 14 ) 2007/08. (Murvocchia): (M.-D. 180) Apollonstatue 1986/90; 2010/11. 8. auch 2324 (Anzio). (Simonetti): Dionysos mit Löwen (jetzt Philadel- phia) 2009. Männl. Torso 2010/11. Hermes, Statue 2012. Apollon-Statue 2013. Artemis, Statue (jetzt Kopenhagen Glypt. 89) 2799; 2014. Aphrodite, Sta- tue 2015; 2537. Statuette, Aphrodite 201 6. Sitzen- de weibl. Figur, Oberteil, 2017 (nicht in Kopenha- gen). Erotisches Symplegma 2018. Togatus (jetzt Kopenhagen. Glypt. 528) 2019. Apollonkopf 2020. Hermes Propylaio«, Kopf 2021 . Athenakopf 2022. Jünglingskopf 2023. Mädchenkopf (jetzt Kopen- hagen Glypt. 365 a) 2024 25. Jünglingsköpfchen 2026. Rom. Port rät köpf (jetzt Kopenhagen Glypt. 560) 2027 28. Röm. YVagenlenkcr, Bronze 2029. Attisches Re lief frag ment 2030. Friesplatte, drei Bacchantinnen 2031. Relieffragment (Satyr sein Schwänzchen haschend ; jetzt New York) 2032. Sarkophagfragment 2033. Fragment, röm. -hist. Relief 2034. (Veroeh. Kunsthändler): Jugcndl. Krieger, Kopf (jetzt Rom. Muaeo Nazionale 528) 2035/37*). Weibl. Kopf (1190) IX Sp. 48. Männl. Kopf, un* | bärtig (1378,79) IX Sp. 51. Dionysos, Hernienbüste 2234/35. Bärtiger Götter- kopf 2411(12 (Repl.). Köpfchen, Ismkoon ähnl. 2029(30. Grabrelief des Hyginus 2065. Marsyaskopf 2707(08 (Repl.). Bronzekopf (ältere Faustina). falsch 2817(18. Unbekannte Aufbewahrungsorte. (ehemals Lecuyer) PL I, 3, Auktion (1883) Nr. 278, 1894(95. (ehern. Stroganoff) Athenakopf 2022. Sitzender Herme« 2009. YVeibl. Kopf 1732(33. W. Gewandstatuette, Montfaucon Ant. Kxpl.l, 21, 3, 2843 (falsch!). Verschollenes Fragment (Le bas, Voyage areh. 52, PI 4, 1) 2282. •) l’aribcui (1911) Nr. 214. Digitized by Google 38 37 Panw — Verschiedene Werke der Mitte des 5. Jhdta. IV. Kunstgeschichtliches Register. Kun.lT g'ilruckle Zul.k-.i brtlehni »Ich nur aut die Tete, dk- »mlem »ul die Aufnahmen ,e|l»t. Zahlen in Klammen. Iw.ich.-i. aleh nuf die Serien I— V der E.-A.) A. Archaische Kunst. Paros ( ?). Oberteil einer Stele mit Relief, drei Frauen (Miin- eben) 29.54. Cyprlsch. Kalkstcingruppe {Kentaur raubt Nymphe) VII Sp. 22 a; Elfenbeinplakette VII Sp. 22 b. Um 500. Menaichmof» und Soidun. Bild der Artemis 2592/93. Bärtiger Kopf 1713. Nicht genauer fixiert. Dionysos, Bronzestatuette, 1954 Mitte/1955 links. Pan, Bronzestatuette, mit oehsimähnliehem Kopf 1975 links. Gefäße. Bronzekanne 1970. B. Fünftes Jahrhundert. Agcladas. Stephanosfigur 2127 28; Replik 2106/07 (von Pytha- goras?). Kopf (Ähnlichkeit mit frühphidiasi- sehen, der Leinnia verwandten Werken?) 2127/28. HcraklcsKtHtuette (Ludoviai verwandt) 1721. Zeit der Stephanosfigur. Jünglings- Statue. 2332 (auch Omphttlosapoll gleichzeitig?). Olympia. Ostgiebel. Replik einer gleichzeitigen männlichen Figur 2880. Apoll 21 14. Paros. Nike 2395 98. Schule von Sikyon. Aspaaia 2119 20 (Kopfreplik); 2538 39 (Statuetten- kopie); 2337. Verwandte Figur, männlich (um 460) 2393. Kalamls. Ammon, Kopfreplik 2175;76. Ammont yp verwandt 1980 81 (oder von Silanion?). Omphalos-Apoll, Replik 198690 (vgl. Choiseul* (louffier; Attribut, keine Schale?). Verwandte Torsen 2062; 2064; 2332. Aspasia (Omphalos- Apoll verwandt?) 2419 20. Verschiedene Werke strengen Stils. I Übergang vom archaischen zum «trengen Stil 2114 ( Jünglingstorso; a. auch Pythagoras). ; Jünglings köpft* 1719 20 ; 2135/36; 2147-48 (s. auch Polyklet). Männl. Torso (2. Hälfte 5. Jhdt. ?) 2558. Apoll von Mantua, Kopfraplik 2912/13. Herkulanensische Tänzerin 2209(10 ( verwandt« r Kopf). Karyatiden von Tralies-Cherahcl (um 470 ?) 2461164. 1 Apollon, Bronzestatuette (2. Viertel de« 5. Jhdt«.) 1953 links 1957 links. Pythagoras. „Pollux“, verwandte Statue 2052/53 (etwas jünger), i Stephanosfigur 2106/07. i JünglingstonMi 2114 (Apoll von Olympia ähnlich?). Myron. Athena-Mareyasgruppc ; Athen« 1554 (Statuen- raplik); 164142 (verwandter Kopf); 1993 (Sp. 63). Dresdner Sa Iber 2068 (Replik). Perseus verwandt ? 2035/37. 1 Myronische Hnarbchandlung 1834(36; 1855:56, Verschiedene Werke der Mitte des 5. Jhdts. Hermes Ludoviai, Kopfraplik 2110/11 (Petasos zum Original gehörig?). Männl. Statuen 1808 09 (Jüngling); 1810 (Torso). Bärtige Köpfe 1649/50; 1651/52 (Herme). Jimglingsköpfe 2070/71; 1834/36 (Kassel). Digitized by Google Parthenon — Polyklet 40 39 Artemis-Statue, Fragment 2112 13, Köpfe, weiblich 1732/33; 2485/87. Terrakotta (aus Rhcgkin) 2048(49. Parthenon. ( Istgichclkomposit i«m 1724180. Fries. Kopf de« Dionysos, verglichen mit dem Weber-Labord eschen Kopf und einem Hermes- kopf 1870,71. Pferdetypus, anders als Parthenon 2005. Phldias. Athen« Part henos 2704 (Torso); 15 10 15 (Statuette). Zeugthron (dazugehöriges Relief ? bogenschießender Apoll) 2090. Athen« Ix*mnia 2127(28 (verwandte Jünglings- köpfe). Kroa 1868/69; 19*11(02; 2348/50 (I)oppelherme des gleichen Typua); 1W6 48 (Doppelherme mit Aphrodite). Aphrodite 2728 29 (Kopf); 2747/48. Athena Medici -Sevilla 1508(09 (Kopfreplik); 1730. Sappho Albani 1732/33; 2175/70. Mit anderer Frauenfigur phidiasischer Zeit auf Relief 2359; verwandte Gewandstatuette 1507. Apoll von Kassel 2020 (Kopf); 2720 21 (ver- einfachte Replik). Tiber-Apoll 291115 (Asklepios vom gleichen Mei- ster?). Phidiasisch, Athenastatuette 1722. Phidiasischer Kopftypus an römischen Sphingen s 2317. Nicht von Phidia«, sogen. Amymone 1538. Zeit des Phidias. Weibliche Statuette 2101/03. Weibliche Köpfe 2104/05; 2373 75; 2831 (verwandt der Statue Neapel, Guida Ruesch 136). Athena Farnese 2079 (verwandte Rronzeatatuette); davon abgeleiteter Fra u ensta tuen tv pus 2805 links. Mänade. Kopistenvariante nach Phküaaiachem Vor- bild, Kopf 2373/75. Alkamenes. (lenetrix 1788 (ohne Kopf); 1851; Variante, sogen. Elektra 2853. Hephäst 2308 70 (Asklepiostyp. unrichtig auf den H . zurüekgef ührt ). Hermes Propyl« ins 2021; 2282. Doppelherme mit Apollon 1872 73. Ähnlich 2656. Hckatninn 2282 ( Dionysosstatue, daran und an Herme« Prop. erinnernd). , Area Borghese. Replik 2882 84 ; 2782 (zu Gruppen- hildungen verwendet). Hera Barberini 2245 (nicht Wiederholung, aber nach Motiven der Zeit). Unsicher; Apollon (Herme) 2167 68. j Nicht von Alkamenes, Athena 2766. Agorakritos. Aphrodite Valentin! 2380/88; Replik 2061 (Torso). Späten» Umbildung 1544. Apollontypu«(KünrtlerderAphroditeValcntmi)206/. , Athena-Typus (auf Stirnziegel) 2212 Mitte. I Gleichzeitige Karyatiden 2457; 2461 64. Kresltas. Diomede* 1834130; 1659 62 (Variante de« Kopfe«); 1S55/50; verwandter Kopf 2058 60; männl. Torso, vom Diomedea abgeleitet 2705. Athena von Velletri. Kopfrepliken 1612/13; 2609/11 ; 20.32 33; verwandter Kopf 2508/11. Nahestehend? Behelmter JfingUngakopf 1038/40. Argivlsch (Sikyoniach). lTm 450. weibl. Kopf 2115/10; gleicher Typus, kolossal 2752 53. Weibl. Kopf, Karyatide 1999/2000. Knnhcnstatue, Tono 2200. Jünglingskopf (Zeit Polyklet«) 2147/48. Hermeskopf (peloponnesiach um 400) 1870/71. Polyklet. Allgemeine«: Polykletische Elemente beim Antinous von Bel vollere ? 1585 87. Doryphoroa; Torso 1933 34; 2060 { Hi-plik) ; Köpfe 1870 71: VII Sp. 40. ? Kopf auf dem „Polyklet4* der Gruppe von Ildefonso 1588,92. Ableitung 2261 (Apollonstatuette); 2782 (zu Gruppenbildungen verwendet). Verwandt. Statuette mit Helm VII Sp. 22, d. Dindumenoe 1578 84 (Madrid); 2067. West maeottseher Athlet: Kopfrepliken 2141 42; 2886 89. Knahensieger der Gruppe von Ildefonso, West- macott ähnlich. 1588 92. Sog. Narkissoe: Replik 2709 ; 2890; 1602. Entsprechendes Motiv im Gegensinne 2764. Knabenstatue Dresden (Kopfrcplik) 207273. Athlet mit der Hand auf dem Hintern (Barraceo) 2236 37 (Kopfreplik. Hermenbüste). Kanephoren, verwandte Gowundatatuc 2377 79. Digitized by Google 41 Paionios — Kephisodot der Ältere 42 Halber, auf Polyklet zurück geführt 28« I. Herme« 2012 (Kopie nach polykl. Typ.). Pan (Casautiu* Ordo) Kopfrcpl. 2154 55. Verwandter Typua 2121 22. An Polyklet anschließend. Jünglingsstatuettc, Bronze 1723. .Manul. Torsi VII Sp. 2?f c; 2058/00; 'JOGI, Anm. (zu Pasticcio verwendet ) ; 2003; 2108 (H); 2100; 2223; 2708. Herakles 2847/51. Herme« (Kopf buh Polykletischeni abgeleitet) 2083/84. (Typ des Herme« mit Flügel über der Stirn, poly- ldeiiach ?) 1870171. Köm. Merkuntatuette 1040. Jünglingsköpfe 2130 40; 2390; 2038 39. Weibl. Kopf, polyklet isch ? 2048 49. Männl. Statue nach polyklet. Vorbild 1903; 1967/09. Typen de« IV. Jhdt«. unter polyklet. Nachwirkung 2262 b (Heraklesstatuette). Paionios. Nike 1011 13 (verwandter Apollon Kitharöde; Mitte de« V. Jhdt«. ? vgl. auch den Apollon Kitharöde im Vatikan. Helbig9 263; a. auch u. Skopa«). Schule de« Paionios : bekleideter männl. Torso 1831. Verschiedene Werke dieser Zelt. Xiobidengiehcl Ko|>cnhngcn : Apoll 2373173 (ähn- liehe Figur); 2338 (verwandte weibl. Figur). Demeter von Cherchell 2337 (verwandte Statue). Verschiedene Werke vom Ende des V. Jhdts. Kredit heion- Koren 2104:05 ; 2461,64; 2786187. 2077,70 (Kopfrepl. der 3. Karyatide von link» in der vorderen Reihe). 2647 recht« (weibl. Gewandatatuettc der Zeit). Phigalia: Relief (nach malerischem Vorbild) au« der Zeit des Frieses 2722. Stil de» Friese* an weibl. Gewandstatue 2540 4 1 . Sima vom Apollotempel 2955. Athena Ince Hl. Hall. Replik 2339; verwandt 2376. Bärtige Herme (Madrid) 1656 57 (dort Repliken- liste; auch ein (Jegenstück vom gleichen Künst- ler erwähnt); 2165/66 (Replik; Scheidung der Repliken in zwei Typen); 2160/70; 2170 80. Fortuna, Statuette 1516 («Hier römische Krfimlung ?) Mannl. Köpfe, bärtig 2171 72; 2394. u n bärtig 2228 30. Weibliche Statue 1553 (kolossal). 2075 (Frauenstatue, kurzer Peplos). (Jewandstatuetten 2288 b; 2563 (zweite Hälfte V. Jhdt.). „Griechische Originalstat ucn“ IX Sp. 48 (I) HO, 203, 210, 210). Weibliche Köpfe 2300; 1635/36; 1857,58 ; 2083; 2232 33; 2283. 2305 07 (Übergang ins IV. Jhdt.); 2345/47 (Kopf einer Kybelestatue). Verschiedenes : Artemis Kurotrophos auf Relief, nach Typen de« V.- IV. Jhdts. 2727. (iralmtatuette (Zeit de« peloponncsim-hcn Kriege«) 2048. Sitzende Grabstatue, männl.. Zeit der, .Olympia«** Torlonia 2089/90. Reliefs. Grabrelief 1865 (Frgxnt.). Votivrelief 2005 (Frgmt.). Porträt. Anakreon 2380 81. Männl. Gewandfigur 2303. Vasenmalerei. Aison (Innenbild einer Schale) 1730. Meidiaa 2722. Nicht näher fixierte Typen des V. Jhdts. Männliche Statue 1830 (Jüngling). Sitzstatuen 2009 (Dionysos mit Löwen); 2769. Männl. Köpfe: Bärtig IS32/33; 2411/12. Weibl. (Jewandstatue -2896. Sitzfigur, Römerin (nicht V. Jhdt.) 1768 70. Weibl. Kopf 2616/17 (röm. Arbeit). Tiere: Bock (Bronzestatuette) 1S67. C. Viertes Jahrhundert. Allgemeines. Kmporblicken der Statuen de» 4. Jahrhunderts 2273 17 v. 1 Ähnlichkeit männlicher und weiblicher Geaichtazüge an Werken des 4. Jhdt«. 2811. Kephisodot d. Ältere. Eirene. Statucn-Replik 2076; Kopf 2077/79. Weibl. Kopf, Zeit der Eirene (Ende d« ß. Jhdts. ?) 2162 63. Weibl. Kopf, Eirene verwandt 1778/80. Dionysos« Statue, Kopf noch an Eirene erinnernd (nicht praxitelisch) 2263 65. Dionysos- Statue. Oberteil 2513. Herme*« Madrid (Mercuriua Librum pattem in infantia nutriens? Nicht Timarcho«) 1585 87. Digitized by Google 43 Zeit Kephisodot« — Auf Praxiteles zurückgeführt 44 Zelt Kephisodots. Athcna 2766 (nicht .von Alkainencs). Verschiedene Werke vom Anfang des 4. Jhdts. „Amymone“ 2744 (ernte Jahrzehnte des Jhdts.; . 8. auch Praxiteles'. Athena-Kopf 2390. Dionysos- Statue 2137; Statuette 2262. Männl. Kopf (Apollonstatue aufgesetzt) 2736 37; li&rtig 2173/74 (um 400). WeibL Kopf 2157/58 (kurz nach 400). Naukydes. Herme«- Statue, Werk vom Anfang d. 4. Jhdts. oder eines römischen Ekletikers? 2855,56. Euphranor, Dionysos von Tivoli, Statue? 1734; verwandte Sta- tuette 1532 rechts. Bronzestatuette, Dionysos 1880,82 (Ausgleich von j attischen und argivischcn Elementen). ..Adonis“ von Centocelle 2259( verwandter Dionys« w- kopf); verwandter Kopf 2430 31. Eubuleus 2242 44 (gleichzeitiger Asklepioskopf). Paris (?) (Statue Vatikan Call. d. Statue 255) ver- wandt. Kopf mit phrygiaoher Haube 2869 70. Nackter Jünglingstorso 2691 92. Jugendlicher Kopf (praxitelisch ?) 1621/23. Zelt des Euphranor. Nackter Knabe 1593/98 (nicht 5. Jhdt.). Männl. Torso 1812. Tlmotheos. IxOa 2755; 2703 (Unterteil einer Leda- Nemesis); 1551. Ähnlicher Kopf 2695/97. Im Motiv verwandtes Fragment 2239. Epiduurische Skulpturen 2695,97. „Athleten“ ? Jbnglingsknpf 2042 43. Hon*, der (»oethetänzerin verwandt 2438. Weihl. Statue 2017 (Kreis des T.). Nereide 2454 56 (Kreis des T.). Dionysos (Madrid) 1627 31. Bacchus Richelieu da- von verschiedene, weichere Weiterbildung. Faltenstil «les T. verwandt 2289 90. Skopas. Allgemeines: Augenhildung 2026; Skopasischer Ge- sichtsausdruck < Hermes. Bronzestatuette) 1883; Skopasiseher Stil (Kcliefkopf) VII Sp. 23, u. j Herakles I .ansdowne, Kopfreplikcn 1545 47; 1619/20; 2001/02; 2181/82 (Henne). Statuettenkopie 2985, b. Verwandter K«»pf 2618 19. Oder selbständiger Typ? 2266. Motiv des H. L. 2S85. Mcleager, K«*pf 2499,2502. Torso verwandt, aber älter. 2566. Kopf vom Südabhang 2403 05 (Replik); verwandter Kopf 2920/22. Athena Rospigliosi 2146. Hygieia Hope 2346:50; Repl. 2897. Bronze-Herakles, Vatikan verwan«lt 2225 (Torso). Apollon vom Palatin (oder von Tinmrchide* ?) 1911 13. Apollonkopf (Pal. Vecchio, Repl.) 2465,66. Skopas zugeschrieben. Aphnxlite von Oapua 2782 (zu Gruppen verwendet); 2840 (Chiton hinzugefügt). Skopaslsch. ? Nymphe mit Becken 1910, a. ? Zeuskopf (Zeus von Otricoli verwandt) 1850. Nicht «kopasisch 260304 (Herakleskopf). Maussoleum. Artemisia, verwandte weihl. Gcwandstatuc 2898. • Praxiteles. Basis von MantLnea 2284 (Statue, Kon? <*ier De- meter), einer der Musen (Amei. S. 50) verwandt. Ähnlich 2287. Sauroktonos 1874. Auf Sarkophagfragment, mit gekreuzten Beinen, 2805 Mitte. ln der Gruppe von Ildefonao 1588/92. Torso mit SauroktonoH verglichen 1991. Verwandte Köpfe 1796; 2458 f 60 (weiblich); K«»pf einer Beckenträgerin, Zeit des S. 2754. Haartracht 2383 85. Kindische Aphnxlite: Torso 1875. Kopfreplik 163334; 1876. Variante 2291. Ähnlich 2605 06. (’lmritengruppe, nahestehend 21*75/78. 2811. Hermes von Olympia: 1527 J31 (Gew'andbehand- lung); 1585/87; 2811 ; 2852. Auf Praxiteles zurückgeführt Musen: Musengruppc Vatikan ( Th esp jaden '!) 1557 bis 1568; (nur Kreis des Praxiteles) 1993 (s. auch Sp. 53). Madrid (Verhältnis zur Vatikanischen) 1568. Digitized by Google Praxitelischem verwandt — Brvaxis 45 Polyhymnia 1532 links (Repl. Madrid); 1993, 4; 2794 (Repl.); daran erinnernd, Frauen - statue 1825 ; Zeit der P. 173t». 2704 (nicht 4. Jhdt.?) hellenistisch od. hadria- mach ? Krato 2124 (dmiiit verglichen Torso der Xiobklen- trophos). Urania 2861/62 (verglichen mit Sophokles !*ate- ran). Verwandte hellenistische Statue ( Euterpe) 2841. Stehende Muse Wörlitz 1993 (nicht praxiteliaeh); 286.5 (doch praxiteliaeh 7). „Amymone“ 1538 (Statue vom Typus d. A.); 2744 (datiert in die ersten Jahrzehnte des 4. Jhdts.). Aphrodite von Arles. Repl. 2080 (Unterkörper). Motive ihrer Zeit an männl. Porträtstatue 2435. 1642. Aphrodite Petworth 2861 62 (ähnlicher Kopf). Apoll Lvkeios 187!*; Repl. 2000; verwandt 2221. Weiterbildungen 24 16; 17 ; 2432 33. ? 241*2. Statuettenkopf 21*83, a. Apoll. Kit haröde ( verwandt Artemis -Tyclie) 1522 25. Apoll von Kvrene 2871». Dresdner Artemis /«5 4 J (Tyche vom Typus der D.A.); verwandt 2283. 2751 Variante als Athen«. Artemis von Gabii, Repl. 2285 (nicht die Brauronia). Artemis von Larnaka 2741 (gleichzeitige .Statuette). 2800* Artemis Colonna 1831* 41 ; verwandter Kopf 2696 97. Torso 2854; ähnlicher Kopf mit St im binde 2910. 2797 . Artemis, reif praxiteliaeh 2281». Athena-Köpfe 2622 23 ; 2022 ; 2431» 40; 21*18. Brunnscher Kopf 2 160 '61 (verwandt). Dionysos 7 oder Apollon 11*1*1. -Kopf, llermenhüste 2234,35. 2382 (Erfindung praxitelischer Zeit). 1527 31 (oder 3. Jhdt. 7 s. auch Timotheoa). Eros von Centocelle: Torso 21*1)7 1*8. 1688192 (als Todesdämon). Ens vom Palatin, verwandter Torso 171*5. Große Herculanenserin. Repl. 2772. Umstilisiert 2343 44 ; 2242*44. Kleine Herculanenserin 2441* (Repl.); 2795; 2806; 2910. Kura. (Wien), Repl. 2087. Nurkissos. (Neapel) 2134 (verwandter Torso). ..Periboetos“, Repl. X Sp. 60, 2844 621 \ Torso 2852 (älter als Hermes Olympia). 1572; 1811. 46 ■ Einac henkender Satyr, Repl. IX Sp. 49. Ähnlicher Kopf (weibl.) 2413/15. j Satyr Ludovisi. Torso, Variante 2788. | Satyr mit gekreuzten Beinen. Kopfrepl. 2436 37. i Sogen. Sardanapal 1624; 26. Praxitelischem verwandt. 1 Aphrodite (Euploia 7) 1642; (Kreis des IV., um 350). Aphrodite 208 1 82 ( praxitelische Anklänge ) ; 2596 98. Zeuskopf (zweite attische Schule; Zeus von Otrieoli verwandt; Einfluß des IV. und Skopas 7 ) 1854*. Weibl. Köpfe 1963 64 (sp&tprax italisch); 1781 82 (mit Diadem, nach praxitel. Vorbild). Weibl. Kopf und Statue, praxitelischen Typen nahe- stehend 2439,40. Tansgra -Statuetten 1668. Nachwirkung des Praxiteles. Athena 2390 ( Sohülcrkreis d. Pr.; Ende 4. Jhdt.). Weibl, Gewaodstatuen 2409; 2484 (hellenistisch?). Weibl. Köpfchen (alexandrintsch) 2291*. ! Männl. Torso (hellenistisch) VII *Sp. 22 f. Zweite attische Schule. Schlafgott 1599/1601. Zeuskopf 1850. Verschiedene Werke d. 1. Hälfte d. 4. Jhdts. Artemis 7 Statue 2743. Weibl. Gcwand&tatuette, Unterteil 1820 links. Weibl. Kopf 2601 02; Mftdchenkopf 24*24 25. Bacchiscber Kopf (vorpraxitelisch) 2119/20. Verschiedene Werke der Mitte des 4. Jhdts. Apollon mit der Gans 1687. j Jünglingstorso 1794; bacehischer Torso 2493,96. Männl. Torso, zeitlich zwischen Hermes Madrid und Bacchus Richelieu 1997. Bacchus Richelieu 1993 (Sp. 50); 11*91. Stehende Muse Wörlitz 1993 ; 2866 (s. auch Praxi- teles). Kopf mit Modius (älter als Brvaxis) 2302/03. Bryaxis. Sarapia 2774*; 211 17. Vom gewöhnlichen Typus abweichend 2186. Kopf mit Modius 2302/03. , Zeus kolossal (Madrid) 1501 03 (verwandt dem Kör- per der Zeus von Inco Bl. Hall; dem Kopf Zeus von Otrieoli). Zeus von Otrieoli s. auch Praxiteles, Skopas; 1889 ( Herakleskopf, mehr der Zeusmaske Farnese als Zeus von Otrieoli verwandt). 1860 (verwandter Kopf). 2619 20 (verwandter Odysseuskopf). Digitized by Google 47 Leoehares — In den Texten ni< Leochares. Apoll vom Belvedere 2493/96 (verwandter Kopf?). Satyr von Lamia 2434 (Bacchantin, verwandt). Zeit des L. ? Ganymedgruppe 2545 40. Thymilos. Von Th.? Gruppe Dionysos mit Satyr 2503 07. Lysipp. Apoxvomonos verwandter männlicher Kopf 2828/30. Herakles Farnese, Replik (Torso) 1880. 4630; 2164. Spätere Herakloatypen, davon abgeleitet 271*3. Verwandtes Standmotiv 2207. Hoarbehandlung verwandt Area Ludoviai 2775/77. Bodens pannender Eros 1014; 2514/15; 2533 (Torso); 2268. Verwandter Kopf 2141*. Motiv des bogenspannenden Eros 2013. Umbildung 2447. Silen mit Bacchuskind 1637 (Knpfrepl.). Nackter männlicher Torso 1577 links. Muse (Zeit de« L.) 2865; vgl. auch 1903. Eros mit Herakles» ttri buten 2268. BAcchischcr Kopf (Zeit de« L.) 2811. Nachwirkung des Lysipp. Silen-St&tue (Chiaramonti- Venedig) mit lysippi- m*hen Motiven, hellenistisch 2452. Marsvaskopf («pater als Sokratesporträt) 2767 68. XarkisHOH 2552 53. Sitzende weibliche Statuette 1950. Männl. Torso (Ende des 4. Jhdts.) 2010/11. Männl. Ktipf (später als Alexanderporträt) 2812. Kontrapost in der Schule des Dyaipp 1568. Euthykrates. Symplegma des Euth. ? 1574/76. Verschiedene Werke aus d. 2. Hälfte d. 4. Jhdts. Poseidon, kolossal 1517/20. Charitengruppe 2975/78. Weibl. Gewandstatue 2903; weibl. Torso, Ober- körper entblößt 2560. Jünglingskopf 2916. Weibl. Kopf 2522 23 (2. Viertel 4. Jhdt.). Archaisierend : Dionysosherme (Zeit dt« „Sardniia- pal“) 1624 25. Karyatiden von Tralles-Cherohel 2461(64. Schule des Praxiteles. Antinous von Belvedere 1585/87 (Hermes Madrid nicht von Timarchoe). jht fixierte Werke de« 4. Jhdts. 48 Kephisodot der Jüngere. A t benage burt (auf Altarrelief) 1724/30. Verschiedene Werke aus der 2. Hälfte des 4. Jhdts. Are« Ludoviai 277577 { Hoarbehandlung verwandt Herakles Farnese). Bronzejüngling von Antikythcra 2273/78 (ver- wandte Statue). Satyrkopf (verwandt Alexander Kondanini) 2131/32. Sitzender Mann ( Graba tatue, Ende 4. dhdt.) 2089 1*0. In den Texten nicht fixierte Werke des 4. Jhdts. Aphrodite (Capitol) VII Sp. 23 m. 2488/90 (Kopie). 2015 (Ableitung). Aphrodite, halb entblößt 2288 a. Apollon (Steinhäuser) 1626 (verwandter weibl. Kopf). Apollon -Statuette 2529 (noch vor Alexander); 1526. Sitzend 2088. Asklepine-Statue 2789. Athene- Kopf 2421/22. Fortuna -Statuette 2901. Ganymed mit Adler 1569. Helios. Kopf 1614/15. Herakle«, Statuette 2262 b (Typ de« 4. Jhdts. auf polvkl. Grundlage). Kopf 1628/29; 1631; 2097. Herme« als Kind 1915/16. Hygieia 1828. Hypnoe (Madrid). Kopf 1549 50. 2383 85 (praxitelisch ?). 2974 ( hellenistischer Knabentorso, daran er- innernd). Jüngling (Alba) 1789,92. Karyatiden Albani 2508/11. Niobidentropho« 2124 (Repl.). Sogen. Spinnerin (München) 2945/48. Zeus -Kopf 1611. Männl. Statuen 2265 (.liinglingsstatue). Knabenstatuen 2886/89 (Torso); 2892 ; 2418 (be- kleideter Torso). Männl. Kopf 2023 (Jünglingskopf). Weibl. Gewandstatuen 201*8; 2340/41; 2441 (Sta- tuette); 2840 (nach Original des 4. Jhdt«.); 2905. 1826 (mit antikem Porträtkopf). Sitzend 22t) 1. Knieend 2047 (Persephone?). 2441 grieeh. Originalstatue (Venedig). 1992 (Grab- oder Votivsta tue), kleine« Mädchen. 2402 Grabfigur. Digitized by Google 50 49 Nachwirkung de* 4. .Ihdta. — Doidalaaa von Bithynien Weibliche Köpfe 2983 b 84 (Statuettenkopie); 2999 bis 3000; 2250/51; 1702; 18t>3 b; 2200/07. Kinderköpfehen 1939 (grüner Banal t). Nachwirkung des 4. Jhdts. lleraklt«Mtatiie nach Typen de« 4. Jhdts., römisch 2706. Znintatuette nach Typen de« 4. Jhdts., hellenistisch 2448. Tiere. I/iwe (Grnhstatuc) 2056. Gefäße. Grahlckytho« 2686. Malerei. ( iemälde dt* 4. Jhdts., Vorbild der Charitengruppe ? 2976/78. Porträt. Sogen. Alkibiades 2882/84. Alexander Rondanini 2131 132. 2812 (Lyaippisch). Helioskopf Alexander-Ähnlich 2257. Idealkopf Alexander-ähnlich 1818. Aus Priene, aus Pergamon 2847 /St. Aristoteles 2859/60. Kuripidt* 1982/83 (Herme); 1658. Sokrates (Lysipp) 2767/68. „Solon“ 2368/70. , .Sophokles“, nicht Lateran -Typ, von Silanion oder Kalamin? 1980/81. Philosoph X Sp. 59 2834 W\ Bärtige Köpfe 2670/71; 2109/60; 1700/01. Weibl. Kopf (dem Kaulbachschen Typ verwandt) 2352. Reliefs. GrabreLiefs (attisch) 2685. Fragmente 2.392; 2579; 2874. Votivreliefs 2663. Fragmente 1735; 2030; 2050; 2226 (4. 3. dhdt. v. Chr.). Toten mahlrelief 2580. Metope 2051. Basis nach Vorbild aus der Zeit der ephemsrhon Süulenreliefs 2218/20. Relieffragment 1731 (1. Hälfte de* 4. dhdt«.). D. Hellenistische Kunst. Verschiedene Werke vom Ende des 4. Jhdts. Athens 2390 (Schülerkreis des Praxiteles). Weibl. Gewandstatuen 2409 (nach Praxiteles). 2484 (hellenistisch? Praxiteiiache Gewaudanlago). Beginn der hellenistischen Epoche. Artemis (Kopenhagen), früh hellenistisch 2014; ähnliche Artemis 2799. Asklepios (Statuette) 2532. Demeter 2902. Hermaphrodit (oder Aphrodite) 2289 90; Replik 2745. Priap, Kopf 2040 41. Pascjuintigruppe: Menelaos 1884/85 (älter als die Figuren des a Malischen Weihgeachenks). .Satyr, Schnippchen schlagend 2943/44 (vom gleichen Künstler, wie der Faune rosso im Vatikan). Ikk'kchen tragend 1570/71. Silen-Statue nach lysippischen Motiven 2452. Männl. Statuen 2531 (Statuette). Knabenstatuen 2973 (Tegel); 2982 (Toroo m. Mantel). Männl. Köpfe 2026 (Jünglingsköpfchen); 23*4 (jugendl. Idealkopf); 2416/17 (Beginn der Diadochenzeit). Weibl. Gewandstatuen 1555 (nach hellenistischem Vorbild): 1737 (Statuette, verwandt H ekler Typ XXI); 2206,98 (Mädchenstatuette); 2527 (Fmuonstatuette mit archaistischem Idol); 2649 (Kopie nach frühheUcnistischer Frauenstatue); 2560 (Statuette); 2725. Pergamenisch. Attalisehes Weihgeschenk : Knieender Perser (Galle, ria dei Candelahri) 1539/41 (verwandt kauernde Aphrodite). Ähnlicher Perser, Stütz-Figur 1603. Grieche 1884/85 (verwandt Gallier Ludovisi). Gallier: Kopf eine« gestürzten 2542/43. Kopf eines toten 2544. Kopf eine« stürzenden 2550/51. Herakles mit Telephon (Louvre) 2693 (verwandter Torso). Attalos I. und Frauenkopf Berlin 2857/58 (vgl. mit Marsyas von Agram). Kampfgruppe*, römische Virtus mit unterlegenem Barbar, Zusammenhang mit pergamenischer Kunst? 2779/81. Gigant (Torso), pcrgameniseh-rhodisch, nicht vom attalischcn Weihgeschenk (Kopenhagen) 1799 bis 1800. laufender Gallier, nicht pergamenisch 2894. Jünglingstorso, nicht vorpergamenisch 297072. Weibl. Kolossalkopf 2738/40 (oder römisch?). Porträt: Alexander aus Pergamon 2847/61 (ver- wandter Herakles köpf). Digitized by Google 51 Boethoe — Nicht fixiert« hellenistische Werke 52 Doidalsas von Bithynlen. Kauernde Aphrodite 1 $39/41 (drei Typen; Zusam- menhang mit pergamenischer Kunst?). 2307/08 (verwandter Kolossal köpf). Boethos. Knabe mit der Gans 1918. Komisch«* Nachahmung 2443. Gruppe ?. weier Kinder. Frgmt. der gleichen Zeit 2197. Rhodisch. Philiskoa (Musen) 2300 (Repl. einer Muse); 2852 (nicht von Philiakos); IX Sp. 48 (D. 230). Anchirrhoe 2651 (Koplik); 2802/03 ; 2980/81. Polyhymnia (Vatikan) 2794 (Zeit de« Philinko* oder hadrianisch ?). Polyhymnia (Berlin) 2802/03 Koplik, zusammen mit Koplik einer Anchirrhoe gefunden (Datum: zweite Hälft« de« 2. Jhdt#. v. Chr.). Philiskosmusen verwandter Typus < Hekler Typ XXI) 2843. Verwandte Statuette 2878. Laokoon ähnliche« Köpfchen 2629/30. Daran erinnernd, Atlas 1995. Aegyptlsch alexandrinisch. Sarapis 2668/69. Aphrodite, sandalcnlöftend 1951 Mitte. Köpfchen 2428 29, Weibl. Köpfe 2450 51. 2299 (nach-praxitelim-h-alexandrinisch). 1863 a. Damophon. ? Artemistorso 1815. ? Heraklesherme 2730. 3. Jhdt. v. Chr. Capitolinische Aphrodite ( ?) S. oben Sp. 48. Apoll (Kyrene) 2879 nicht prnxitelisch. Marsyaa ( von Agram) Kcplik 2857/58 ( End© 3. Jhdt. ). Zeusstatuette (um 200, nach Typ des 4. Jhdts.) 2448. Sitzender Greis (Statuette) 2925. Weibl. Gewandstatue (frühestens 3. Jhdt.) 2907. 2.-1. Jhdt. v. Chr. Arche] nosrtdief: Apoll 1356. Weibl. Mantelstatue, an Figuren des Reliefs und an kleine Herculanenserin erinnernd 2806. Asklepios von Melos 2333/33 (verwandte Asklepios, statue) 2760. Eros und l*svche (Torso von einer solchen Gruppe) 2530. Münchener Spinnerin 2945/48. Replik X Sp. 53. 2786/87 «. Weibl. Gewandstatuen 1537 (Zeit der Pudieitia). 2863/64 (Variante der Pudieitia. Vatikan; 2. Hälfte des 2. Jhdts.). 1556. Späthellenistisch. Artemis- Statuette (mehr A. von Versailles als A. C-o. lonna verwandt) nach späthellenistisehcm Typ 2797. Kolossale Sitzfigur, männlich 2372. Weiblich (Frgmt.) 2478/80. Knabenkopf (oder römisch ? Sklavenstatue Berlin aus Tarent verwandt) 2643/44. Nicht fixierte hellenistische Werke. Aphrodite von Syrakus, ähnl. .Statuen 2746; 2765; Kopf 1936/38. Pringsheim 2292 (Verwandte Statuette). 2527 (nach hellenistischem Original ?). Sandalen lösend 2749. Artemis- Statue 2742. Kospigliosi (Kcplik de« Torso) 2682. Ariadne schlafend 1552. Athena-Kopf (nicht praxitelisch) 1877. Dionysos, Kopf (Typ der sogen. Ariadne) 1878. Herakles, Kopf 2847/51. Als Kind, Statue 1852/54. Herme« als Kind, Kopf 2247,48. Isis? Kopf 2594/95. Knalie mit Vogel spielend 2735. Gefesselt 2733. Im Mantel 2723; 2726 ; 2756. Kro peziontreter 2707 (ähnl. Bewegung). Mädchen von Anzio 2763 (verwandt© Statue, Bac- chantin). Marsvas, aufgehängt. 2270. Pan, Kopf (attischer Typ) 1945. Sitzend (Statuette) 1944. Statuette 2648 link« u. recht« (rechts ithyphnl- lisch). Satyr, Kopf lachen«! 1921; Kopf 2152. Auf Delphin reitend 2761/62. Koloesalstatue 2712. Silen, Kopf 2639/40; Torso 2198. Männl. Statue: Torso (praxitelisch« Nachwirkung) vn Sp. 22 f. Sitzstatue 2091. Männl. Köpfe: bärtig ( Statuettenkopie) 2985a. Junger Mann 1887/88. Weibl. Gewandstatue 1506 (Statuette); 1798 (auf praxitelischer Grundlage); 1816; 2205 (Muse, Digitized by Google 53 Porträt — Neuattiach 54 Ton«)); 2410 (Statuette; HpätgriechischM Ori- ginal ?); 2841 ( Euterpe); 2906 (Mädcheosta tue); 2908 (Fortuna?). laufend, Statuette 2tW7 link». Stehende Frau auf Relief, hellenistisches Motiv? 2727. Alte Frau, Statuette 2301. Weibl. Köpfe 2657/56; 1862. 1861 (naehpraxiteliseher Typ). Gruppen: Symplegma 2018; 2562 (Hermaphrodit von Gruppe mit Silan); 1738 (Satyr und Herma- phrodit ? Frgmt.). ..Aufforderung zum Tanz.** Kopf der Nymphe 264 1 42;21 53; des Satyrs 2599 2600. Athunm« und Learchos, nicht hellen istisch, son- dern römische Erfindung? 2941 42. Grabgrup|>e? Vater und Tochter 2771. Porträt. Demosthenes 2355 56 (auf CLipeus); Zeit de* D., bärtiger Grieche 1653; D. u. Aristoteles ver- wandtes Porträt 2859 60. Epikur (und Hermarch), verwandt 2859 60. Verwandt, etwa« jünger (Rel.Kopf) 2875. Sitzatatue dt« E. 2092/93. Metrodor (Statue, ähnliche Mantelmotive) 1998. Acsohine« 2401 (verwandte Gewandstatuc); ähnlich 2408. Menander 1842 43 ; 2355 .56’. Attalos 1. und Frauenporträt aus Pergamon 2857)58. Diadoch im Thermen muaeum J*47j51. Unbekannte: Philosophen iDoppclherme) 1643/45. Bärtiger Grieche (Herme) 1654. Männl. Porträt auf Clipeus 2353/54. Jünglingskopf? (frühhellcnistisch) 2614/15. Griechisch-ägyptisch, männl. Porträtkopf aus Ba- salt 2672 73 (3. 2. Jbdt. v. Chr.). Perser? Männl. Porträt mit Kopftuch 2926 27. Mann im Himation. sputhellenistisch 2666. Sitzender Greis, Statuette 1610. Alte Frau 1899 1900. Relief. Grabrcliefs 1745; 2958 (Kulak tos). Spät griechisch 2584; 2587 ; 2959 (Nikoldos). Totenmahlreliefs 2956 (Ende 4. Jlidt.). 2957 (Beginn des Hellenismus). VII Sp. 23 o (2. Jhdt. v. Chr.). Sarkophag- Platte 1897. Verschiedene Reliefs: 2964 (München) Rel. mit ge- 1 flügelter Figur. Fragmente 1744; 2031. E. Italisch-Etruskische Kunst. Bronze. Etruskisch-archaisch : Nackter Jüngling. Statuette (um 500 v. Chr.) 1956 rechts 1957 rechts. Reiter, Statuette (altertümlich) 2678. Nicht datiert: Athens- Statuette 1958 links. Terrakotta. Zwei weibl. Büsten ( Unterweltsgött innen ?) 2700. Urnenreliefs. Paris von seinen Brüdern bedrängt 7560. F. Römische Kunst. Umarbeitungen und Varianten älterer Kunstwerke. Aphrodite (Capitol), Varianten 2015; 2537. Apoll von Kyrene (Variante) 2879. Kopf (röm. Erfindung?) 2267. Artemis von Versailles (Variante) 2801. ? Artemis 2798. Herakles (H. Farnese verwandte Statue) 2793. Römische Kompilation ? 2891. Herrn«« (Vorbild myroniach-kresiläisch) 1855 56. Mänadr, Kopf (Vorbild phidinsisch) 2373 75. Männl. Statue 2893 (römische Erfindung?). Weibl. Gewandstutuen: 2806 ; 2842 (Variante von Hehler Typ XLI); 2844. Musen 2790 ; 2861/62 (nach Urania Vatikan). Künstler und Kopisten. K leomene* 1568 (Kopist der „Thespiaden“). Stephano«- Figur 2106/07. Kopfreplik 2127/28; Torso- Replik 2258. Oreet-Elektra-Gruppe: Elektra 1853 (weibl. Figur, Typ. d. El.). Verwandter Kopf 2125/26. Parteiisch, Gruppe von Ildefonso 1588 92. Höre, Statue 2909. ? Kopf (Dionysos) 2259. Schule von Aphrodisias: Künstler: Atin. Syneros? 1752 55 Anm. Nahestehend? Grupp«*, Apoll und Daphne 211*9. Neuattisch. Rundskulptur: (?) Madrider Musen 1568. Mädclienstatucttc (nicht 4. Jhdt.?) 221*3 95. Aphrodite Capitol, Umarbeitung 2015. Apollon 2013. Artemis, archaisierend 2096. Reliefs: Von dreiseitigen Busen: 1680 82; 1756 58; 2469 71 (flavisrh); 2472,74 ( Kcnai-ssanccfal- schung); 2516/18; 2534,36 ; 2555 57 ; 2567/69. Mit Eroten 2475/77; 2481/83. Kandclabcrbasis 2218 20. Runde Basis (oder Altar) 2320,22. Basisfragment VII Sp. 24 v. Digitized by Google Archaistische Werke — Verschiedene Werke de* 2. Jhdta. n. Chr. 56 Putcal: Mit Kalathiskustänzcrinnen 2318/19. Mit baechisehen Szenen 1090/93; 2991 04. Mit Athenagebuit ( Matirider Putcal) 1724,30; da- nach Moirenrelief 2990; nicht dazu gehöriges Re- lief 2988 (sitzender Zeus) und 2989 (Prometheus)? Relief-Gefäße: Fragment 1689. Eiförmig 1694/90. Verschiedene Reliefs: Fragment, schreitende Höre 2964. Reliefs mit Satyr-Mänadc 1687/88. Mänaden, vier zusammengehörige Rel. 1093 ‘80. Kampf um den Dreifuß VII 8p. 24 x. Zwei Nymphen und Silen VII 8p. 24 v. Archaistisches Frgmt., Dionysos 1920. Archaistische Werke. Artemis 2096; 2592,93. Amazone, Statuette mit archaistischen Zügen 1906 08 (Fälschung). Hennen: Priap 1786 87; I960 (Augusteisch). Bärtig 2183 84. Doppelhenne oder Telamon ? 2823/25. Sphinx auf Bronzeplakette 1954 links. Victoria mit archaistischen Zügen, campanische Bronzestatuctte 1955 rechts. Weibl. Gewandstatoon 1505; 1759; 2724; 2461 04 (archaistisch ?). Weibl. Kopf 2923/24 (Frisur des Mantuaner Apoll). Reliefs: Fragmente 1813; 1920. Ara Gittstiniani 2215/17. Verschiedene Werke aus der Zeit der Republik. Herakles 2847/51. Toga- Statue X Sp. 5ß. 2790, 95. Reliefs: Ahenobarbus- Basis 2019. Grabrelief 2214 Mitte. Relief mit Schiff 293«. Arbeit der Katserzeit. Alte Frau, Statuette 1994. ? Männl. Torso. Bronze-Herakles Vatikan verwandt 2225. Verschiedene Werke der frühen Kaiserzelt. Augusteisch: Ara Paris 2019; 2317 (Trapezophor, verwandte Arbeit). Untersatz 2935. ? Grabrelief 1965. Julisch-Claudisch: Atlas (Statuette mit Inschrift, datiert 49 n. Uhr.) 1814. Prinzenstatuen 2 108 >09. Fragmente von einem Grabgebaude (Gladiatoren- Relief Chieti) 2007 08. Reliefs: Fragmente 2224 (eher tiberianisch als tr&janisch). Triton und Nereide (dem Gebäude der Eumachia gleichzeitig) 2575. Grabstein des Zosimos 2665. „Hellenistische Reliefs“, Fragmente 2240, 2241. Flavisch: Nike von Brescia 2045 (verwandter Reliefkopf). Historisches Relief mit Darstellung eines Trium- phes 2034. Nicht genauer fixiert: Togastatuen 2097; 2213. Fragmente von Reiterstatuen 1996. Tischfuß 1743. Reliefs: Vierseitige Basis 2588/91; Oscillum- Fragment 2995 rechts 2996 links. Erotenreliefs 2574 ; 2577. Fragmente, Prozession mit l#aren 2231. Verschiedene Werke trajanisch-hadrianischer Zelt. Trajansbogen 2100; 2845 / 40 (Ornament). Artemis. Statuette 2797. Helios, Büste 2444/40. Sarapis, Büste 1951 links. • Telesphorus ? 2949. Polyhymnia- Replik (spätbadrianiseh ?) 2794. Weibl. Gewandtorso (abgeleitet von Athena Hope- F&meee) 2805 links. Frauenstatue 1801. Togastatue 2055. Daker (hadrianisch ?) 2807. Reliefs: Historische Reliefs, Fragmente 2143; 2145 (flavisch oder hadrianisch ?); Fragment (zeitlich zwischen Trajansäulo und Markussäule) 2807. Maskenreliefs (Ende I. Jhdt. nach C’hr.) 2962,03. Mercur-AJtar 2845/40; Grabaltar (mit Porträt- Büsten und Inschriften) 2868. Grabaltar (Sextus Pedius Hirni tu») 2796. Grabrelief ('. Rubrius Urbanus (vorhadrinnisch) 2938. Sepulkrales ( ?) Relief, Herakles mit Omphale2572. Hochzeitssarkophag 2033. Verschiedene Werke des 2. Jhdts. nach Chr. Antonmisch: Mithras mit Stier 2547. Area-Aphrodite (Gruppe, nicht vorhadrianisch) 2782. Kybclc, Statue (Zeit des M. Aurel.) 2345/47. Windgott, Relief köpf 2044. Frau mit Mauerkrone, Kopf 2189. Weibl. Kopf (nach Typ des 5. Jhdts. v. Chr., nicht vorluidrianisch) 2616/17. Weibl. Peplosfigur, Karyatide 2786 87. Tiefgegürtete Frauenstatue 2718. Klassizistischer Jünglingskopf 2966,69. Reliefs: Runde Basis (mit Porträts der antoni- nischcn Familie) 2361 /05. 3 Digitized by Google 57 Verschiedene Werke de« 3. Jahrh. n. C‘hr. und der späteren Kaiserzeit. Maskenreliefs 2060/61 ; Oscillum 2005 links 2000 rechts ; Frgmt. von Relief-Vase ? (Zeit d. Com- mndtis) 2805 recht«; Frgmt. eine« Kinder- snrknphag» {»pätHritoninisch) 2070 oben. Grahrelicf (Zeit de« Marc Aurel) 2301. 2. Hälfte de» 2. Jahrhundert«: Ammonköpfchen 2407/06. Helioskopf 2257. Dioskur (um 200) 2512. Weibl. Kopf, Kybele oder Stadtgöttin (um 2(40) 2627,28. To^iaUtuen 27 H5; 2835/37; 2715. Reliefs: Bacchiaehe Szenen 2034. Sarkophagdeckel (Selbstmord der Altham) 21541. Verschiedene Werke des 3. Jahrh. n. Chr. und der spateren Kaiserzeit. Togastatue mit < ontabulatio 2020. Relief»: Rel. mit Signum 2123. Grabrelief«: de» Gladiators Baton (Caraealla« Zeit) 2324; ein»’» römischen Ritters (Gordia- nisch) 2252; 2360 (Gordianisch); 2573 (grie- chisch). Sarkophag (Mitte 3. Jhdt.) 2100. Nebenseiten eine» Sarkophag» 2578; 2583. Römisch, nicht näher bestimmt. Artemis, Statuette 21HM. Atliama» und Learehos, Gruppe (röm. Erfindung?) 2941/42. Athen« oder Roma? Kopf 260162. Blutenkelch, au» dem ein Knahc auf»tcigt 1054 recht«. Elefantenprotome 2809 10. Eros mit Fackel, Br.-Statuette 26SO. und Psyche, Gruppe 2187. Dionysoskopf 2423/24. Fortuna (verwandt Aphrodite Valentini) 1544. .,Flußgott“-Maske (Quirinus?) 1627. HrraklcH sitzend, Statuette 2694. Hermes, Br.-Statuette 1883; Kopf 2688 80. Isis- Priesterin, Statue 2400. tar, Br.-Statuette, Kopf nach Typen des 5. Jhdt». v. Chr. 1773 74. Nereide auf Seedrachen (dekorativ?) 2185. Nike, Statuette 2554. Nil (nicht nach hellenistischem Vorbild) 2336. Roma 1848,40; 1070 72 (Kopf); 2661 62 (Kolossal- köpf). Satyr, Böckchen tragend, Hüftherme 2200. Surapi», Doppelherme 2190 01 (späte Arbeit); stehend 1017. Silen, Statuette 2653. 58 Silvan 1770. Tellus 2731 (Brustbild). Zeus, Kopf (röm. Erfindung od. Kopie?) 2621» 21. Mannl. Statuen (s. auch Porträt): Heroisch 2371 (nackte Dckorntionsfigur m. aufgestütztem Fuß); 2208 (Torso) ; 2222 ; 2561 ;2702; 2705 ( vom „Dir», medee“ abgeleitet); 2713; 1003 u. 2058 60. poly- klctisch beeinflußt ; l823(Nerva ?); sitzend 27 10. Fragment, linker Arm (von Kaiserstatue ?) 2222. Bekleidet 2138 (Torso); 2028. Himat ionstat ue 2401. Toga- Statue 26457 (griech*. Arbeit ?); sitzend 2950 53. Panzerst« tuen 1606; 1821 (Torso). Weibl. Gewandstatuen (s. auch Porträt): 2010; 2011. 1827 (mit praxiteiischen Motiven); 1820 (Typ Hekler XXI p); 1817 (nach älterem Vorbild). 1768 70 (Antonia ?). Weibliche Köpfe 2784; VII Sp. J3q (verschleiert). Relief»: rlipcu» 2030. Brunnenschmuck, dekorativ 2732. Fragment von Reliefgefäß 1742 links. 0»cillum mit Masken 1804/05. Relief mit Kentauren (späte Arbeit) 2581 ; keltern- den Satyren 2582; Widder 236t»; fünf Frauen 1607; Stier 1698; Eber 1690; Fasces 2057. Hcraklestaten 2188. Votivrelief (an Silvan) 2325; (an Zeus Brontoo, nicht Kopie) 2350. Grabrelief 2255 (ungedeutet). Historische« Relief (Provincia?) 1810. Sarkophag: Kindersarkophag 2214 oben. Nebenseiten 2585 86 ; 2719 (Pasiphae); Deckel 2804 oben rechts. Fragmente? 1741 (Marsyas);? 1802 07 (Gallier- kampf); 11446 47 (Orestcs-S.); 2156 (Al- thaia); ?2804 oben links; 2804 unten link»; 2805 Mitte; VII Sp. 31c. Aschenurne 1777. Ara, kleines Altäre hen 1949. Grabaltar (P. Egnatius Nicephorus) 2940; 2099. Grabfigur: Hypnos 1775. Bronze. Mar« Ultor (auf Bronzeleiste) 1958 rechts. Drei Figuren von Pfcrdebrustschmuck 1959. Votivhand 1977/79. Bttstchen eines Wagenlenkcrs 2029. Terrakotta. Campan&rcUefs 2687;? VII Sp. 31 d (Fragmente). Italisches Relief (Dionysosgruppe) 1066. Stirnziegel (mit Athenadarstellung) 2211/12. ; Relief 1866. Digitized by Google 59 Bronze — Porträt Malerei. Pompejanisch : Herma phroditenfresko in Neapel 1642. Wandgemälde: En«, Aphrodite den Bogen ent- reißend 1914. Mosaik: Villa am Meeresstrand 2081. Glyptik. Agat hangeln«- Gern me (Berlin) 192X160. Aldos- Gemme 2733. Sard Marlborough (Augustus als Herme«) 205X160. Gemmen 1948 ( F urtwgler. Tafel LXV, 52); 2399 (Furtwgler. XXXVIII, 30). Architektur. Fragment 2214 unten. Porträt. Republikanisch ‘.Männlich: 1669 70 (falsch); 1671172 sogen. Julian; 1824 (kolossal mit Eichenkranz); 1804; 190 1 ,02 ; 2003 04 ( Kopf, velatus); 2027/28; 2308; 2564 05; 2819 20; oder griechisch? 1844/45. 2300/10 (roter Porphyr, echt ?); 2074/75 (schwar- zer Basalt). VII Sp. 40 (Cäsar ähnlich); 2328 (Cäsar ähnlich, falsch?). Pompejus 2037/38; S. Pompejus ähnlich 1928:30. Togastatue 2019. Keliefporträt auf Deckel 2100. Weiblich: 2133 (Statue). Augusteisch : Männlich: Augustus. Statue 1005; Kopf VII Sp. 32; Sp. 23 t (jugendlich); auf Toga-Statue 2715; 1953 rtxdits; Cajus Cäsar 2329 (falsch). Unbekannte: 1703 (männl. Büste); 1820 rechts (Kahlkopf); 2311 (echt?); 2399 (polykletische Anklänge?); 2930 31; 2926 27 (augusteische Büste, Kopf mit Turban); Knabenkopf 2070 77. 1941,43 (Sklavenknabe?). Weiblich: Ideales Frauenporträt 209597. Claudisch: Männlich: Tibcrius 1765/67 (Sitzstatuc); Männl. Torso, Replik de« sitzenden Tiborius Lite ran 2710. Drusus Minor 1606,67; 1763 64. Jugendlicher „Caligula“ 1926/27. Claudius (Bronzekopf) 1702. Nero Vll Sp. 23r ; als Kind 2312. Unbekannte:? 1967 69; 2950/53; 1668 (Zeit des Nero; Jugendlich 1663 64; 1783 (Knabe); 2757/59 (Kinderpnrträt). Statuen: 1604 (Primonstatuc); 1903 (heroische Statue); Togatus 2400 ; 2838 39 (Kopf tibe- rianisch). Weiblich: Antonia? 1708/70 (Statue); 2340,41 60 (Statue noch Typus d. 4. Jhdts. v. Chr.); 2337 (Statue strengen Stils); 1007,09 Statue, Agrip- pina ähnlich). Weibl. Köpfe: 2491 ( Agrippinafrisur); 2813 (Agrippina ähnlich); 1953 links (Agrippina- frisur); 2357 (Büste); 2012/13. Flavisch: Männlich: Vitellius (modern) 1783; 2636. Domitian 2785. 1760/61; 1922/23; 2161 (oder republikanisch?); 2876,77 (idealisiert); 2929. Caltilier (Relief porträts) 2240. Knaben portrüt 2980 87. Statue (Nerva?) 1823. Weiblich : 1677, 78 (neronisoh-othonisch ?) :1675/7G (Frisur der Julia Titi); 2868 (auf Grabaltar). Trajanisch: Männlich: Trajan, Statue 1822; Kopf 2467/68; 2835 37 (mehr Trajan als Vespaaian ähnlieh). Caltilier 2254. Unbekannte: 2313; 2808 (auf Grabaltar). Knabe 1771; Gruppe, Mann u. Mädchen 2771. WciblUh: Statue 2245; Kopf 2314 (als Mond- göttin); 2549 ; 2484 (auf Gewandstatue); 2724 (auf archaistischer Statue); 2528 (auf nicht zu- gehöriger Aphroditestatue); 2572 (auf Rel. als ( Imphaie). Hadrianisch: Hadrian, (moderner Bronzekopf) 2330. Antinoua, Kopf, 1588,92. 1658 (grieeh. Inschrift: T. Stateilios; Büste, Chiton mit übergeknüpftem Fell). 2453 (junger Römer). Weiblich: Altere Faustina 2315; 2817/18 (ältere Kaust ina ?). Zeit der F. 1859/60 ; 2549; 2814/15 (Büste tra- janisch). Antoninisch : Männlich : Antoninus Pius ( Bronze, modern) 2331 ; Lucius Verus, Büste VH Sp.23s ; Togastatue 1772. Porträts der antoninischen Familie auf runder Basis 2361 65. Unbekannte : 1 630(aln Herakles ?) ; 1 665 ; 1 67 1 72 (Ende d. 2. Jhdts. n. Chr.); 2144 (Arzt); X Sp. 59 i f> (Zcitde« Conunodus); 2631 32 (Grie- che, Ende des 2. Jhdts. n.Chr.?). Statuen 2435; 2783 (Knabe, Bronze). Weiblich : 1826; 1827 ; 2832 33 (jüngere Faustina) ; 2806 (Zeit Julia Ilomna); 2821 22 (Didia Clara?). Statue, (Typ Aspaaia) 24 19 / 20. Mann und Frau, auf Grabrelief 2256. 3. Jhdt. n. Chr.: Porträtköpfe 2872/73. Männlich: Alexander Severus 2791/92. 1. Hälfte 3. Jhdt., 1931 32; X Sp. 59. A; 2816 (Zeit de« Caracalla); 2826,27; 1924/25; Digitized by Google 62 61 Vorrömisch in Spanien - Zeitlich in den Texten nicht fixierte Werke 2734 (als Herakles); 2608/99 (Zeit de« Gnl- IicmiH); 2872 73 (Zeit Trajnnus Dccius). 2358 (Togatus). 2100 (auf Sarkophag, an Philippus Arahs er- innernd). Weiblich: 2310; 2710 (Zeii der .lulia Mammaen; aus Älterem umgearbeitet?); 2011; 2032 (um 220); 2033 (um 240). 2842 (Zeit der Ütacilia Seren oder 2. Jhdt. ?). 2343,44 (Statue umstilisiert nach Typus der großen Herkulanenscrin). 4 Jhdt. li. (’hr. : Gajus (’aelius Saturninus 2213. Constantin II.? (Kolosaalkopf) 2808. Nicht genauer fixiert : Männlich : 1840 47 (Kahlkopf mit Kreuznarbe); 1084 85 Herme ( weder Cicero noch Seneca); 2425 20 (Pasticcio ?). Weiblich: 2050 00 Römerin ah Juno (Art der Juno Ludovisi). Stuekniasken aus dem Kay um VII Sp. 24 r. G. Varia. Vorrömisch in Spanien. Kalksteinfiguren aus «lern Cerro de los Santo« (iberisch) 1708 13. Aegyptisierende Statuen (falsch?) 1715/16. Kentaur (Bronze; archaisch grieeh. Import ?) 1717. Eber 1704. Stier (mit Menschenkopf) 1714, nach habylon. Vor- bildern; Köpfe ( Bronze) 1705 07, Mykcnischem Dionysos als Kind (Rosso antieo) 2280; 1837 38 (bärtig). Flußgott, (Kofossalkopf) 1052. Flora, Kopf VII Sp. 22g. Ganymed ( Relieffragment) 1948. Hekataion 2559. Herakles 1548. ' Alter Hirt (Statuette) 1898. Jood. Isis 1610 18. Kentaur 2271/72 (farbiger Marmor). Knabe mit Fischen 1742 rechts; Torso 2750. Kore (Gewandstatue) 1909. Kvbele? VII Sp. 23 n; VH Sp. 31a (Statuette). Mithras 2249 Mitte. Masken 2521; 2571. Nil 2279 ( Basa Itsta tue). Odysseus unter dem Widder (späte Arbeit) 2281. Paris, Kopf mit Mütze 2764. Priap 1892 (Statuette); 2249 links. Priester 2634 35 (ägyptisch). Priesterin 2655 (orientalisch). Pan, Statuette 1739. Satyr 1740 (mit Schlauch); 2717. Selene (Statuette) 1891. Silen 1935 (Statuette); 2095 (Brunnenfigur, rö misch?); 2129 30 (liegend). Sklavenknabe schlafend 1975 links. Triton 2094. Tänzerin 2979 unten (Statuette). verwandt ? Münzen. Griechisch 2492 (Bild des Apoll Lykeios); 2739 (Megalopolis, ithypha llischcr Herakles). 1501(03 des achäischen Bundes (Zeusfigur). Italisch 2309(10 (C'apua, Atella, mit Elefanten). Römisch 2592/93 (Augusteisch, archaistische Ar- temis). 2832 (Faust ina Minor); 2782 (Faustina Minor, Medailkm). 2821 22 (Didiu Clara, Manl. Scantilla). Zeitlich in den Texten nicht fixierte Werke. Aphrodite 1573 (mit Muschel); V 1 1 Sp. 22f (Kopf); VII Sp. 22h und i (Statuetten); VII Sp. 23k (Torso); 201 6; 2427 ( Statuette); 2441 (mit Eros). Apollon VII Sp. 3lb( Doppelherme); 2701 (sitzend). Artemis 1577 rechts (Torso); 1797 (Statuette). Asklepios 2570 (oder Zeus ? Grieeh. Original). Athens VII Sp. 23, I (Statuette). Attis, Kopf 2253. BacchiHche Hermen 2202*03. Ziege 1679. Zeus mit Ägis 1504. Männliche Statuen: 1910 b (nackter Ephcbe. Torso); 1919 (Torso mit (’hlamvs); 1793 (Torso mit Löwen feil); 2269 (eilender Jüngling); 1521 (nackter Jüngling, kolossal); 2707 (Torso); 271 1 (Jünglingstorso); 2118 (Torso). Männliche Köpfe: Ideal-K. 2177/78 (bärtig); 2769. Porträt-K. VII Sp. 23p (bärtig); 2871 (grieeh. Philosoph). Weibliche Statuen: 2778 ((Jewandstatue): 2407 ( Gewandstat uc). Reliefs: Votivrelief VII Sp. 24 w. Totenmahlrelief 2576; 2664. 2195 Relieffragment (Kentaurenkopf). 2367 Daphnia von Pan belauert. 1896 (Relief). Krieger von Terra kottagiebel ? 1890. Stntuettengruppe 2227. Vortierteil vom Fuß einer Koioasalstatue 2548. ('annelierte Säule und in Rindennetz verhüllter Gegenstand 2204. Digitized by Google I 63 64 V. Alphabetisches Sachregister. F. O. ibei Ortmuuneii» = Fund-Ort. Abano F. 0. 243«"». Acemr 2843,46. Adler, auf Blitzbündel stehend, an Stelle der In- schrifttafel auf einer Büste 1665. Adoration 29.54. Adoranten 2957. Aegis. Attribut de*» Zeus 1504. von Zeus-Statue ? 1638.40. bei einer mann-weiblichen Doppelfigur 1973 74. Aeuvpten F. 0. 2026 ; 2299. ägyptische» (alexnndriniKchcH) Kultsymbol ? 2293 95. Afrikaner? Nackter Knabe 1593/98. ? 2674,-75. Agat hangelos. (iemme Berlin 1928, '30. Agathodaimon 2663. Agaue (auf Oscillum) 2995 link»;96 rechts. 2204 unten. Agyieus Boraos. (Nicht A. B.) 2204 unten. Aias und Kassandra. Rel. 2722. Aion 2886. Aison ( Vasenmalcr) 1730. AknnthuH- Dekoration 2100. als Schildstütze 2766. Aktaion auf Basisrel. 1757. Albano F. O. 2282; F. O. 2317. Alkibades (sogen.) 2882 84. Althaia. Selbstmord der 2156. Alexander auf dem Bucephalus ? 1744. Alte mit Böckchcn 1994. Altes Weib. Statuette 2301. Kopf einer Alten. Porphyr 2326 27. Amazone, Statuette, (falsh) 1906 08. oder Atalante? 2074. Ammon. Typus Wörlitz- Boston 1980 81; 2175,76. Kopf ii uf Fasces 2057. Köpfchen 2497 >98. Maske auf Oseillum 2995 Iinks/96 rechts. Amymone. (sogen.) Statue 1538; 2744. Anakreon. Kopf 2380/81. Anchirrlme. (sogen.) s. u. Musen. Ancona F. O. 11813. Annius Vems 2361 '65. Antinous, Kopf 1588 92 (Sp. 21). Antonia 1768,70. Antoninu« Pius 1783 (nicht Antinous). Bronze 2331 (modern). 2361/65 (Porträt auf rumler Basis). Anubis 2516 18. Anzio F. 0. 2318/19. Apex, auf Khren»e*wel dargest. 2006. und Athlctenknppc 2029. Aphrodisias. Kunstschule von . . . 1517/20; 1752/55. Aphrodite, von Arles 1538; 1542 ; 2080. Capitol 1534 36; KopfrepL 1565 67; VI 1. Sp. 23 m. von Capua verwandt 1533. < Jenet rix 17.88; 1851. Kallipygos 1688. Kauernd 1539/41. Petworth. verwandter Kopf 2861/62. Pontia oder Euploia? 1542. de» Praxiteles. Torso 1875; Kopfrepl. 1633/31; Kopf als MedailloTtHchtnuck 1876. V'alentini 2061. ihr Haar aus drückend, Statuette 2292; Kopf 1936 38. Sands len lösend 1951 Mitte; Torso 2749. mit Ero» 2442. mit Eros und Delphin 2015; 2291; 2488 90. mit Muschel 1573. halb entblößt 2288 a. Kopf VII Sp. 22 e; 2428 29; 2728/29; 2747/48. Statuette VII Sp. 22h; 2016; 2081/82; 2427; 2528. Statue 2386 88; 2596 98; 2765. Torso VII Sp. 23 k; 2537. ? auf röm. Sarkophag 2100. Votivrel. an A. 2226. Faustina d. j. als Venus ? 2361 65. Aphrodite? 2289/90. Digitized by Google 60 Alphabetisches Sachregister Apollon, bartlos ( Alkamcnes ?) 1872/73. vom Archelaosrel. 1322 25. mit der Gans 1887. in Kassel, Kopf 2020 ; 2720/21. als Kitharödc, auf neuRtti»cher Basis 1682; 1911/13. nackt mit Kithara 2013; 2529; 2261. halbnackt mit Leier 1526. langge wandet 1522/25. Lvkeios 1879; 2069; 2492; Kopf 2983 a. in Mantua. Kopf 2912 13. Omphalus-A. 1986 90. Sauroktonos 1874; auf Sarkophagfragment 2805 Mitte, de» 5. Jhdta. 2061. sitzend 2088; Torso 2701. Doppelberme VII Sp. 31 b; Herme 2167 68. Statue 2879. ? Statue 2267; ? Torso VII Sp. 22, F. Bronze-Statuette 1956 links 1957 links; 22 »1 . Kopf 2430 31 ; 2432 33; 2465 06; 2560. ? durch Eidechse bezeichnet? 1967/69. oder Dionysos? 1991; ? sitzend m. klein. Mädchen 2771. und Daphne? Frgmt.' 2199. Beziehung zum Helenaruuh ? 2585,86. bogenschieöcnd, auf Rel. 2690. Throne des . . 2577. Apolloniu« von Tvana, sogen. 1655. Aquileja F. O. 2681. An». Kleine* Altärchen 1949. Giustiniani 2215/17. des Mercuriua, niedrig rechteckig 2845 46. Feldaltar aus Steinen aufgetürmt 2962/63. der Gruppe von Ildefonso 1588/92. Archaismus, d. 4. Jhdta. v. Chr. (Dionysosherme) 1624/25. ? Karyatiden von Tralles Cherchell 2461 , 64. S. auch oben Sp. 55. Arrhemoros, Tod de« . . . auf Grabaltar 2940. Architektur-Teil {Hel. von einer Kaasettendecke?) 2360. Frgmt., Sima des Apollontcmpels in Biutsai 2955. Einfassung eine« Totenmahlrel. 2956. Area und Aphrodite 2782. (Borghese) 2882/84. Ariadne, schlafend 1552. Arimaspen auf Campanaid. 2687. Artemis, Kurotrophos 2727. laufend 2797 ; 2801. Statue 2285; 2286; 2742; ? 2743; 2014. Torso 1577 rechts; 1815 (langt* Haar); 2682; 2112/13. Statuette 1797; 2283; 2592 93; 2741; 2798; 2799 (Fackel oder Köcher); 2800; 2904. auf Votivrel. 2050. Büste eines Mädchen« als A. 2986 87. Arzt, durch Wollbinde gekennzeichnet 2144. Aschcnurnc, röm. 1777; 2241. Aschen behält er 2323. Ascoli F. O. 1877. Asensi. ehemals in Samml. A. 1719/20 (Jüngling*- köpf). 1731 Hel. -Frgmt. (aus Athen). Asklepios mit Telesphoros, Statue 2054 ; 2760; mit Kapuzenknaben 2949. Statue 2333 35; 2368/70; Kolossalstatue 2769. Statuette 2532; 2866. Statuenoberteil 2624,26. Kopf 2042 44 (mit Reifen). Büste 2117. Herme 2914/15. ? Votivrel. an A. 2090. oder Zeus? 2570. -ähnliche Figur auf Rel. 2964. Aspasia, sogen. 2538 39 (Statuettenrepl.); 2419 29 ( Kopf). Aspra, Nympheum einer Villa in der Nähe von A . F. O. 1910 a. j Atargatis, Statuette VII, Sp. 24/25, zl. Athamas und Ijcarchos, Gruppe 2941/42. I Athen, F. O. 1718 (Dionysostheater ?); 1771; 1665; 2503 07; 2975/78. gekauft in, VII Sp. 23 K. Togastatue, in Athen gearbeitet 2019. : Athena, auf der Atlas- Metope Olympia 1784 85. in Frankfurt, verwandt 1641/42; 1554. Ioee Bl. Hall (ohne Aegis) 2339. Paithenoa 1510/15 (Statuette); Torso 2704. Phidiasisch, Bronze* Statuette 1722. Sevilla-Medici 1508,09 (Kopfrepl.). Statue 1508/09; 2390; 2751; 2766 (Hephai- steia d. Alkamcnes ?). Statuetten VII sp. 23. 1.; Bronze (aus- schreitend) 1958, 1.; 2679. Kopf 1877; 2022; 2421/22$ 2439/40; 2508/1 1 ; 2632 33; 2918$ 2661/62 (oder Roma?), avif Stimziegeln, Palladiumtyp und Statue 2211 12. mit Herakles auf Reis. 2215/17. sich die Ägis umlegend 2797. -Gehurt (auf Putoal) 1724 30 ; 2989. Athlet, »ich salbend 2881. Atlas, knieend, die Weltkugel tragend 1814. als Stützfigur 1995. Digitized by Google 07 Alphabetische« Sachregister (>8 Atta Huche« Weihgeschenk 1799/1800. Fig. vom . . . 1884/85. Attis, Kopf 2253. Attribute durch Kopisten verwechselt 1568. au» Bronze gearbeitet 1086/90. schmales Brett ? 2287. „Aufforderung zum Tanz“ (Kopf der Nymphe) 2153; 2260. Augen -Sterne graviert 1569; 2014; 2023; 2143; 2288a; 2314 (und Braue); 2315; 2316; 2512; 2529; 2560; 2631; 2734; 2752/53; 2816; 2868; (schwach) 2960/61. Augapfel, nicht Pupille umrissen 2232 33. Antik graviert? 2380/81; 2493 96; 2596 98; 2577 (Sp. 33 u.) 2620 21 ; 2636. Pupille, Punkt (wie Ara pari») 2876 77; leicht eingetieft 2249 Mitte; angedeutet 2143. Pupille hohl 1904/05 ; 2545/46. Augen hohl, Marmor 2419/20; 2432,33;. 2920/22. Augen hohl, Bronze 1 705 ; 1956 links. 1 957 links. Pupille hohl, Bronze 2943 44 (Iris ein- gelassen); 1723; 2029. Pupille graviert, Bronze 1786/87. in Silber eingesetzt 1880/82. eingesetzt (modern) 2330 ; 2331 (Bronze), nicht gebohrt 2144. ü berechn ittene« Lid an Grabrel. 4. Jh. 2874. Augustu», Togastatue 1605. Kopf (Eichenkranz) VII Sp. 23 t.; 1953 rechts; 2715. Büste (Sarasin) VII Sp. 32. Said Marlborough 2058 60. Aurelius Theodorus, Sarkophag 2100. M. Aurel. Vitus, Centurio 2939. Azevedo (Portugal) F. O. (Theater, liegender Silen) 2129,30. Bacchus, Throne des . . . 2577. Bacchantin 2763. bacchische Szenen s. u. Dionysisch. Bagdad, Provenienz 2596 98. Bänder, doppelt geknotet in der Hand einer Frau, unerklärt 2150. Barbar. Daker 1673,74 (auf Pferde brustschmuck); knieend 1959. unterlegene Barbaren in Kampfgruppe 2779 81. sitzend, auf Clipeus 2939. Barcelona K. O. 1801. Basalt, weibl. Kopf, schwarzer B.. falsch? 1732 3'! Kinderköpfchen, grüner B. 1939. Nil, Statue 2279. Basis, dreiseitig neuat tisch 1680,82; 1756/58; 1920? Fragment; 2218 '20 (Kandelaber); 2469/ 2471 ; 2472 74; 2475/77 (Eroten); 2481/83 (Eroten); 2516/18; 2524/26 (Kandelaber); 2534 36 ; 2555 57; 2567/69; rund VII Sp. 24 v.; 2320 22 (oder Altar?); mit Porträtfiguren der antoninischen Familie 2361 '65. vierseitig 2588/91, einer Dionysosstatue ? 1752 55. Teil einer Statuen basis ? 2188; 2195. Verhüllte (’iste, Unterlage einer Statue? 2204 unten. au» Bronze mit Palmetten in Silber eingelegt VII Sp. 22 d. Bassai, Sima vom Apollontempel 2955. Baton, Gladiator 2324. Bccerri, Grenzsteine, Grabmonu mente ? 1704. Bemalung, Farbspuren rot 1752/56; VII Sp. 22 e; (Haar); VII Sp. 22h (Haar); VII Sp. 231 (Himation); I960; 2503 07 (Unterschen- kel); 2508 11 (Athenakopf); 2547 (Mi- thras-Tunica); 2641:42 (Satyrkopf), rotbraun 1775. rosa ii. blau (Terrakotta) 1966. braungelb, Hintergrund e. Grabrelief» 2958. Haare durch Bemalung gegeben 1784/85. Binde, Enden einer Kopfbinde in Bronze angesetzt 1778/84. um die Mitte des Leibes 1958 recht». Stirn binde. Dionysos 2513. jugendl. Kopf mit Stirnbinde 2919; 2920 22. vorn auf der Stirn geknotet 2411/12. Haarbinde dreifach, über der Stirn geknotet 2966/69. Haubenbinde, weibl. Kopf 2413/15. Binde in weibl. röm. Frisur 1677/78. Blüten-Kelch, aus dem ein Knabe aufsteigt 1954 rechts. Bock. Bronzestatuette 1867. Böckchen, von alter Frau gehalten 1994. Bordonchio (Rubicon) F. O. 1965. Bronze, Statuetten: 1956 links/ 1957 links (Apollon); 1722; 1958 links; 2679 ( Athens); 1880/82 (Dionysos); 1954 Mitte 1955 links (Dio- nysos); 2680 (Eros); 1883 (Herme*); 1940 (Hermes); 1975 links (Pan); 1954 rechts (Blüte, aus der ein Knabe aufsteigt); 1 773,74 < Lar); 1 955 rechts ( Victoria ) ; 1723 (Jungling);VII $p.22d( behelmter Epheb); 1 956 rechts / 1 957 recht»( nackter J üngling ) ; 1 975 rechtst Sklavenknabe schlafend); 2678 (Reiter); 1717 (Kentaur); 1867 (Bock). Digitized by Google 69 Alphabetisches Sachregister 70 Stierköpfe, altspanbch 1705 07. Knabenstatue 2783; Schnippchenschlagender Satyr 2043 44; Münchner Spinnerin 2945 48 (Zukh mmensetzung). Plakette (von Fibel) mit Sphinx 1954 link«. •lebte, darauf Mure Ultor, 1958 rechte. Figürchen von Pferde brustsch muck 1959 (Barbar, zwei röm. Heiter). Claudius -Kopf 1702. Römer, Kopf, vergoldet 1959 recht«. Römischer Wagenlenker, kleine Büste 2020. Hadrian 2330. Antoninus Pius 2331, modern. Votivhand 1977/79. -Kanne 1978. Zügel au« Bronze an Marmorn* lief eine« Heiter« 1744. Brunnenfigur, Pan 1739; 1944 (liegend); Silen (liegend) 2095. Aphrodite 1542 ; 2596,98. Nymphe m. Becken 1910 a. Dionysos m. Löwen 2009. Triton 2094. Knabentorso 2750. ? Elefanten protome 2809/10. Votivrelief an Silvan, nachträgl. ab Brunnen- rel. verwendet 2325. BrunneiiMehmuck 2732. Brust warzen, hronzemäßig Umrissen 2624 26; 2708; 2885. Büste, der frühen Kaiserzeit, hellenistisches Por- trät? 2926 27. Ulaudiseh mit Untersatz 2357. Flavisch mit Frauenporträt 1675 76; und trajanbeh,auf zusammengehörigen Reliefs 2246, 2254; trujanisch 1771; 1951 links; 2006 (Porträt auf Szepter); bekleidet (Helios) 2444 46. auf trajaniseheni Grabaltar 2868; weiblich 2814/15. Hadrianisch 2316; 2986 87 (weiblich als Ar- temis); 2796 (auf Grabaltar). Antoninisch 2314; 1655 (Adler an Stelle In- schrifttafel); 2828 30. drittes Jahrh. n. Uhr. 2791,92; 2932 ; 2933; mit Inschrift (T. Stateilio) 1658. Gew'andschmuck eines Idols 2654. antik? 2117; zu Meleagerkopf gehörig ? 2499 2502. modern aus Statue zugeschnitten 1638/40; 2624 26; 2709. Cfielius, C. Caelius Satuminus 2213. Calcei s. u. Schuhe. Cales F. 0. 1734; ? 1746/51; 1752/55; 1772. Caius Cäsar 2329. Caliguhi? jugendlich 1926,27. Caltilier- Porträt« 2246; 2254. Camillus 2138. Uampana. ehemals Sammlung C. 1852/54; 1855 56; 1857,58. -Reliefs 1666. Camuceini, ehern, in Palazzo C. 1999/2000. Uanova 2641/42. Carpi, Kardinal von . . ., ehern. Sammlg. C. 2555/57. (’astiglion della Pescaia F. O. 2592 93. Cavaceppi, Silenatatue bei C. 2452, Uavalleriis. de, Zeichnung männl. Statue Madrid 1585,87. Marsyas (Agram) 2857/58; Apoll ( Kyrene) 2879. Ceres, Throne der . . . 2577. Statue 2842; 2843 ; 2863 64. Cenro de los Santo» F. O. 1708/13; angeblich F. 0. 1715/16. Uervetri F. O. (Theater) 2129/30. Chariten-Gnippe, Frgmte. 2975/78. Chevrier (Savoyen) F. O. 1880 82. Chieti F. O. (Umgebung) 2007 08. Chiton mit geknöpften Halbärmeln 1759; doppelt mit geknöpften Halbärmeln 2650. doppelter Frauenchiton 2201; 7 2438; 2743. doppelt gegürtet, langer Überfall 2508 11. doppelt gegürtet 2742. mit Apoptygma 1891. über den Schenkeln geknöpft. Amazonench. 1906/08 (Fälschung), durch Kopbtcn hinzugefügt 2840. Chlaina an der Halsgrube geknüpft 1759. Chlamys über Stütze geworfen, älter als Hermes des Praxiteles 1585 87. über dem Panzer getragen 1744. über Baumstamm geworfen, getreue Kopie ! 1967/69. Kopistenzutat ? 2012; 2013. Uiste von Binden umhüllt ? 2204. Cista mystica, Maskenrelief 2960 61. auf Dionysosrelief 1752. Claudius 1762. Inschr. Tib. Claudio Caesari . . . 1814. Clipeus mit unbek. Porträt 2353/54; Demosthenes- porträt 2355,56. Deckel eines Ossuariums ? 2939. Cominia Tyche, Grabstein 2937. Commodua 2361/65. Contabulatio 2929. Corneto F. O. VII Sp. 22 e. Digitized by Google 71 72 Alphabetisches Sachregister Correr, ehern. Samml. 2663 ; 2667; 2072, 73. Corfcona F. O, 1977-79. Cumae, Provenienz 2997/98. Currey, ehern. Samml. VII Sp. 24 x u. y. Daker 2867. Da m na t io memoriae 2381/95. Daphne ? Frgmt. 2199. Daphnia auf Relief 2367. Dea Syria VII Sp. 24,25 z1. Delos ? F. O. 2954. Demeter 1863 b. «xler Kore ? Statuette 2284. und Persephone? auf Rel. 2359. Statuette 2902. „Gr. Originalstatuen“ IX Sp. 48 (D. 80, 203, 210, 219). Demosthenes 2355 56. Diadem 1781/82; 1505. mit Efeu u. Weinkranz (Priap) 17£6 87. besonders eingesetzt 1993, spitz zulaufend 2735. Diadtimenos Polyklets 1578 84; 2067. Diana. Porträt (trajaniach) als I). 2314. Throne der . . . 2577. Diomedee, Kopf, variiert 1659/82. Dionysos Statue, nackt, angelehnt 1527/31; von Tivoli verwandt 1532 rechts; 1734; jugendlieh 2137; 2263/65; Statue (bär- tig) 2282; Statue 2382; Oberteil 2513; Torso 2134. Statuette, Bronze 1880 82; 1954 Mitte, 1955 links. Marmor 2262; ? Statuettentorao 2561. Kopf ( bärtig ) 1 837 118 ; 1 878 ; 2259 ; 2423 24 ; 2811. Herme (bärtig) 1024/25; Hermenbüste 2234 2235. Maske auf Maskenrel. 2962 1i3. sitzend, mit Löwen 2009. und Satyr, Gruppe 2503/07. als Kind 2280; Kind von Ziege gesäugt, auf Maskenrel. 2960 61. Dionysische Szenen: Relief gef äß (Frgmt.) 1689. Puteal 1746 51; 2991/94. runde Basis oder Altar 2320/22. Maskenrel. 2960 61; 2962 63. Reliefs 1752/55; 2934; Frgmt. 2031; Terra- kotta 1966. Dirskur 2512. Domitian 2785. Doppelhcrrac des Apollon VII Sp. 31 b. Apollon- Herme« 1872,73. des Eros 2348/50. Ems- Aphrodite 1646 48. des Sarapis 2190/91. Bärtiger-Unbärtiger 1961 62. zwei archaistische Köpfe 2192 94. zwei Philosophen 1643/45. oder Pendants? 2823/25. Doryphoros des Polyklet 1933/34.. Kopf VII Sp. 40. Dreifuß, Streit um den delphischen 1). VII Sp. 24 x. Drusus Major 1768,70. Minor 1666 67; 1763/64. Eber auf Rel. 1699. Kolossal, vorrömiseh 1704. Egnatia, Grabrel. -Inschrift 1965. P. Egnatius Nicephorus. Grabaltar 2940. Eichenkranz auf Portrat-Kopf (kolossal) 1824. bei Sarapis 2190/91« Eirene des Kephisodot 1585/87 ; 2076. Elefanten- Protome 2809,10. Eleusinische Gottheiten ? 2359. Elfenbein-Plakette, eyprisch VII Sp. 22 b. Epikur 2092 93. Krinys, Eckfigur eines Orestes- Sarkophage« ? 1946, 1947. Eros, bogenspannend 1914; 2447; 2514/15; 2533 (Torso). Statue m. Herakleaattri buten 2268. Torso 1796; 2997/98 (Centocclle). Bronzestat uetto (Fackelträger) 2680. Kopf 1868,69. Doppelherme 1646,48 (mit Aphrodite); 1901/62; 2348/50* und Psyche, Frgmt. einer Gruppe 2187 ; 2530. bei Aphrodite 2015; 2016; 2749. Stütze einer Narkissoestatuette 2552/53. Reliefs 1896 (versteckt sieh hinter einer Maske); 1897 ( Ernten Ihm der Weinernte); 2475,77 ; 2481 83 (Eroten, neuattisehc Basis); Erotenreliefs 2574; 2577. ? Gefesselter Knabe 2733. nicht Eros, Knabe mit der Gans 2443. Eumnehia (Gebäude) 2575. Eumenidcn schlafend, auf Orestes- Sarkophagen 1697. Eumolpo« ? 2359. Kuripides verwandtes Porträt 1658. Herme mit ein- geritztem Vers aus dem „Alexandroa** 1982 83. , Eutakto« (Grabstein) 2958. Digitized by Google 73 Alphabetisches Sachregister 74 Fälschung, Porträt. 1069/70; ? 1762 (Claudius); ? 2800/10; *2311; ? 2328; ? 2329 r15 („Nest“), hellenist. Lockentoupet, (griech.-ägypt.). 1593 98. gedreht© Locken (ägyptisch?) 2293 95. Löckchen vor den Schläfen bei Isis (archai- stisch) 2923/24; 1954 links (archaistisch). Mittelflechte 2104/05. männlich: Alt-Jonisch 1872 73. Haarschleifen an der Seite (archaisch) 2070 71. drei Reihen Buckellöckehen (archaistisch) 1893. Nackenschopf aufgebunden 1956/57 links u. rechte. • Nackenhaar aufgenomnien (bärt. Götterkopf) 2171/12. neronisch-othonisch ? 1677/78. des Priap I960. Kinderfrisur (Zopf i. d. Mitte, hinten über- gelegt) 1915/16. Fruehtopfcr 2719. Füllhorn (Lar) 1773 74. Gabii F. O. T 2838/37. Gallier- Kampfe (Reliefs) 1802/07. Statuetten, (Venedig). Köpfe 2542/43; 2544; 2550/51. laufend 2894. Ganymed mit Adler 15419. Relieffragment 1948. Kopf 2545. nicht G. 2273,78. Geflügel- Händler, Aushängeschild 1866. Genf F. O. (Rhonebett) VII Sp. 23 n; VII Sp. 24 w. Germanicus 2807. Ghezzi. Cavaliere, Zeichnung von . . . 1993, 5. Giebel- Figur ? 1890 (Terrakotta). Gigant 1799/1800 (Torso). GiuNtiniani, ehern. Samml. 2034. Ara G. 2215/17. Gladiator. Grabrelief des Baton 2324. Gludiatorenk&mpfe. Rel. von Chieti 2007/08. Glykon (Bildhauer) 18841. Gorgoneion bei Aphrodite ? 2016. auf Sarkophag 2100. auf Kreuzbändern (Athena?) 2508/11. Gortyn F. 0. 2461/64. Grab- Altar. 2099 ; 2796 (Sextus lVdius Hirrutus); 2868; 2940 (P. Egnatius Nicephorus). -Gebäude, Fragmente 2007/08. • Gruppe (Vater und Tochter) 2771. -Lekythoe 2686. Digitized by Google 75 Alphabetische« Sachregister 7f> Grab- Relief. griechisch: 2685 (attisch); IX Sp. 49 (D. 299). Fragmente 1731; 1865; 2392; 2579; 2874. sp&tgriechisch : 1745 (hellenistisch); 2573; 2584; 2587; 2665 (Zosimos); 2875 (hel- lenistisch mit Porträt?) römisch: 1965 (augusteisch ?) ; 2006 (antoni- nisch); 2214 Mitte (republikanisch); 2252 (Ritter); 2255 (unpedeutet); 2256 (Lol- lius Liberalis); 2366 (Fl. Valerianus); 2391 (antoniniwh); 2938 (CV Rubrius Urban ua). -Statue. griechisch: 2089/90 (Ende 5. Jhdt. v. Uhr.); 2402 (4. Jhdt. v. Uhr.). 2046 (Statuette). 2056 (Löwe). oder Votiv ? 1992. 2863 64 (Porträt als Persephone Mystica). ? Knabe mit Mantel 2982. -Stein 2937 (Cominia Tyche); 21*58 (Kulak- tos). -Stele 2959 (Nikolaus). Porträt« verschiedener Zeit aus einem Grab 2246, 2254. Graf, ehern. Saniml. (Totenmasken) VII Sp. 24 z. Greif, Kopf auf Fascis. 2057. Grimani, Samml. 2425 26. Gruppe, Apoll und Daphne ? 2199. Ares und Aphrodite 2782. Athamas und Learcho« 21*41/42. Athena und Marsyas 1554. Chariten 2975/78. Eros und Psyche 2187. Satyr u. Hermaphrodit ? 1738. Grabgruppe. Vater u. Tochter? 2771. Kampfgruppe 2779/81. ungedeutote Statuettengruppe 2227. von Ildefonso 1588,92. Gurtung doppelt, unterhalb der Brust u. «iberhalb der Scham 1533. hohe Gurtung 1568; 1993 (Sp. 50; Mitte des 4. Jhdt«.); 2402. tiefe Gurtung 2718 (Strick); 2410 (Schleife vorn). breiter Gürtel 2205 (Muse). Hadrian 2330, Bronze, modern. nicht H. 2361/65. Haller, K. von . . Erwerbungen Hallers ? 2954; 2955. Hand, rechte H., «Irei Finger ausgestreckt, als Votiv 1977/79. Harpokrates 2516/18. Heemakerk, Statue von H. gezeichnet 2296/98. Helios, Kopf 1614/15; 2257. Büste 2444/46. Hekate (Hekateion) 2559. Helena von Pari« entführt? 2585/86 (Rel.). Helm, attisch in Form einer phiygizchen Mütze mit Volutenkrempe 2035/37. Wagenlenkerhelm 2029. I Herakles, Farnese 1548; 1886 (Torso); 2775/77; 2793 (verwandt). Lansdownc, Motiv de«, 2886 (Statuette); Kopf 1619/20 (Efeukranz); 1628/29 (ko- lossal); 2001/02; 2618/19 (nahestehend). Ludovisi- Herme verwandt, Statuette 1721. Bronze- Herakles de« Vatikan« verwandt 2225; 2847 51. Statuen 2706; 2891. Torso 2693. Statuette 2262 b. Köpfe 1545 47 («kopaaiach. Reif im Haar); 2097; 260304; 2985 b (Statuettenkopf, jugendlich). Herme 1889; 2730 (Hüftherme). als Kind 1852/54; 2164 (Kopf), als Porträt 2734 (Statue); 1630. ? auf neuattischer Basis 1681. -Taten, Rel. 2188; (Ara) 2215/17. und Omphale 2572 (Relief), in Theaterscene 2366. ithyphallisch 2730. Throne des H. ? 2577. -Knoten 2138; 2204 unten. Hermaphrodit, Gruppe s. u. Satyr. ? oder Aphrodite 2289/90. Statue 2383/85. au» Symplegma mit Silen 2562. Hermarch 2092/93. Herme, Euripides 1982/83. Grieche 1980/81; 2159/60 (bärtig); 1654 (birtig). Römer 1984/85 (ungleiche Schultern); 1777 (auf Aschenuvne). Apollon 2167/68. Pendant zu 2165/66; Replik von letzterer 2179/80. Dionysos 2234 35 (Hermenbüste); 1624 25 (archaisierend). Priap 1786/87; 1960 (beidemal Schaft be- kleidet). Bacchische Hermen 2202/03 (aus Blättern aufwachsend). Jüngling 2181 82; 2236 37 ( Hermen büste). Bärtig 2183.85 (archaisierend); 1527/31 (Stütze einer Dionysoastatue); 1585/87; Digitized by Google 77 Alphabet isohes 1650/57 (». auch 2165/66» 2169 70); 1649/50; 1651/52. Hüftherme 2730 ( Hei akles); 2200 (Böokchcn- tragender Satyr). Doppclfigur männl. -weiblich. mit den Beinen in H. übergehend 1973 74. a. auch u. Doppelherme. Herrn«» Ludovisi 2110/11. mit myroniacker Haarbehandlung, Kopf mit Fl ügeln 1 655 56. dea Naukyde« ? 2855,56. Polykletisoh 2012 (Statue); Köpfe 1870 71; 2683/64. Propylaioa 1872 73 ; 2021. Rronzestatuetten 1883; 1940. als Kind 1915 lß(Kopf mit Flügeln); 2247 48; 2688/8». Maske 2656 (bärtig). auf Oscillum 2995 rechte 96 links. Hermippos- Maske 1 894 95. Himation-Statue 2019 (Römer). •Statuette 26645. Hirt 1898 (Statuette*). Honoe 2361/65. Hope, fälschlich als in Sannnl. H. befindlich be- zeichnet (Asklepios-Statue) 2789. Höre, Statue 2438; 2909 (FrühÜngshore ?). schreitend, auf Rel. 2964. Huetor ( Granada) F. O. 1759. Humboldt, W. v. 1724 30; 2975/78; 2980 8| (Sonett an eine Musenstatue); 2988; 2991/94. Frau v. H. 2f»90. Hund, unterm Stuhle einer Sitzstatue 2089 IM). oder Wolfskopf, Pmcmbolion eines Schiffes 2936. auf Orabrel. 2959. Hygieia 1828; 2897 (Hope); Statuette IX Sp. 49 (I). 313). Hyginoe, Grabstein 2665. Hymenaeus 2100. Hypnos 1549/50 (Madrid); 1570,71 (verwandter j Kopf). Sehlafgott? 1599/1601. als Grabfigur 1775. Jacques. Pierre, von ihm gezeichnet 2726; 2789. Ianiskos der AsklepUdc ? 1918 < KnuU* in. der Gans). Idol, weibl. archaistisch 1588 92 (Gruppe von llde- fonso); 2527 (Attribut einer Frauen- statuette). 2654. Inschrift, -tafcl 2355 56 (Clipeus m. Porträt), republikanischer "Zeit 2936. Sachregister 78 Grabinschr., pansche Formel 2958. auf Replik der kleinen H ereu lanenserin 2449. V’ erseht »I len 2588 /9 1 . Io mit Isis verbunden 1616'18. Iphigeneia, Entführung der ? 2585/86. Isis 1616 18; 2516 18; ? 2594 95 ; 2895. auf ihren und Sarapiskult bezüglich ? 1698. den Horus säugend, iberisch 1715. -Priesterin 2400. Italica (bei Sevilla) F. O. 1738; 1739; 1810; 1811; 1812; 1813; 1815; 1819; 1820 recht«; 1821; 1822 u. 1823 zusammen. Julian, Apostata, sogen. 1671/72. Juno von Lanuviiim 2361 65. Pronuba 2033. Römerin als J. 2659,60. Juppiter. Throne des . . . 2577. Kulathna-artiger Aufsatz 2293 95 {Mädehensta- tuette). auf dem Kopf de« Heros eines Totenmahls 2957. Kalathiskostänzcrin 2318 19 (Puteal); 2577 (auf Reliefs). Kalkstein-Skulpturen, spanisch 1708 13. .Stier mit Menschenkopf, iberisch. 1714 (Rel.); 17 15; 16 (zwei iberische Statuen). Totenmahlrel. 2957. Kandela ber- U ntersatz 2935. Kanne 1976 (Bronze). Karneades, fälschlich sogen. 1654. Karyatide 2457 ; 2461 64 ; 2786 87 (weibl. Pfepktt- figur). Kentaur 1717 (Bronze-Statuette). 1743 (auf Tischfuß). trophäentragend 1821 (auf Panzerstatue), raubt Nymphe VII Sp. 22 a. jugendlich 2271 72. Kentaurenkämpfe 1694 96 (auf Rel.- Gefäß, neuattiseh); 2195 (Rel.-Frgmt.). Kentaurenrel. 2581. Kerberos 2770 (mit Sarapis). Kindc*rköpfchen 1632; 2773 74; 1939 (grüner Basalt). -gruppe 2197 (Frgmt.). Kluft-ähnliche Frisur 1862 a (Frauenkopf). K lenze, Leo von 2957 ; 2960 61. KJeobuloe-Stat uette 2925. Kleoinenes. Thespiaden 1568. K line 2938 ( Seitenlehnen endigen in Menschenfüßen). Kniendes Mädchen 2047 (Statuette). Knabe im Mantel 2726; 2723; 2756; 2949 (Tcles- phoroe); 2982 (Torso). Digitized by Google 79 Alphabetisches Sachregister 80 gefesselt 2733. mit Vogel spielend 2739. Statue 2783 (Bronze); 2886 89. Torso 2892. Koffer. Mann hebt (jewand aus K. ? 2995 rechts/ 2996 links. Koloesal-Stntue 2789 (Asklepios); 1517 20 (Posei- don); 2867 (Daker, doppelt lebensgroß); weiblich 1553; 2898; 2478/80 (Unterteil einer Sitzstatue). 1765 67 (Sitzstatue, Tiberius). 2548 (Vorderteil eines Statuenfußes). 1996 (Reiterstatue, Fragmt). Kolossal- Kopf, Satyr 2712; 2599/2600. 2641/42 (Nymphe); 2738,40 (weibl.). 1824 (Scipio Afr. Major?); 1763/64 (Drusus Minor); 1822 (Trajan). 2808 (Konstantin II.. dreifach lebensgroß). Kopf, besonders eingesetzt 1736; 1737; 1765/67; 1793; 1798 (Muse); 2108/09 (nackte Statue); 2118 (mit Dübel); 2731 (Brust- bild); 2878 (Muse, Statuettentorao). zum Einsetzen gearbeitet: Roma 1970/72; Athen« 2022, Zeus 1850 ; 2302 03; Weibl. 2048 49. 2. Porträt: 1760/61; 1763 64; 1820 rechts; 1824 (kolossal); 2003/04 (für Togastatue). Oberkopf, besonders gearbeitet, Stockung 2273/78. aus Statue modern zurechtgeschnitten ? 1951 rechts. Kopie nach Bronze 1568; 2135/36; 2266 (antoni- nisch); 2273/78. hellenistisch ? 1884/85. Erste Kaiserzeit ? 2302 03. Hadrianisch (oder antoninisch ? Spiralförmig geriefelter Puntello) 1986 90; ? 2263/65; 2268; 2545 46. Antoninisch (2. 3h. n. Uhr.) 1569; 2157/58; 2232 33 ; 2730 ; 2733 ; 2738/40 (oder Er- findung?); 2843 ; 2912/13 (Apoll von Mantua); 2916; 2985a; 2488/90 (Capitol. Aphrodite). Späte Kopie 2262 b. «Hier Erfindungen? 2267. ungenau 2084 86 ( Frauenstatue als Porträt); 2343. 44 (Große Hcrkulanenserin als Por- trät); 2720/21 (Kassler Apoll, verein- facht); 2975/78 (Charitengruppe); 2179 2180; 2242 43 (umstilisiert). verkleinert 2775/77 (auf Lebensgröße); 2802 2803 („Anchirrhoe“ zusammen mit Statuettenformat); 2983a (Apollo Ly* keios, Statuettenkopf), im Gegensinne 1688 ; 217576; 2234 35; 2259; 2545/46; 2745 ; 2747/48; 2914 15, 4; 2943 44 (Schnippchen -schlagender Satyr). Zutaten und Veränderungen 2339 (Athen« Inre Bl. Hall ohne Agis); 2461 64 (Maske, Zutat); 2024 26 (Asklepios mit Wulst- binde); 2714 (Meleager); 2766 (Schild bei Athenastatue); 2751 (Dresdener Artemis als Athena); 2855 56 (Widder u. Ohlarays an Hermesstatue); 2897 (Schlange bei Hygieia Hope), paarweise kopiert 2726. Kora 1588 92; 1909; 2087. Kaub der K. 2979 oben (Kindersarkophag). Kottaboy, von Satyr gespielt ? 1688. Kranz, Lorbeer 1558/60 (mit Stirnbinde); 2006 (Sp. 57; mit Edelstein); 2634 35. Akanthus 1889; Eiche VT I Sp. 23 t; Pinien? 1993,3 (in Marmor angestückt); Mar- geriten? 2823 2825; Palmetten 177374 (Lar); Efeu u. Wein 1786/87. oder Diadem? angestückt 1760/61 (Porträt), aus Metall zugesetzt 1768/70; mit Meta 11- stiften 2920 22. teils Marmor, teil» Bronze? 1621 23. 2361 65 (Porträt). Kreuzbänder«, d. Rücken weibl. Gewandstatue 1533. Schnüre kreuzweise gebunden 2074 (weibl. Figur in kurzem Poplos). 2508/11, I Kronos, vom Typ des . gefälscht VII Sp. 24 zl. Kybole, Kopf? VII Sp. 23 n. Statuette, sitzend VII Sp. 31 a. oder Stadtgöttin? 2189; 2627/28. auf springendem Löwen 2345/47. Lagobolon 11444; 2962/63. Las Cabezas de San Juan (bei Sevilla) F. ö. 1814. | Laokoon 1887/88. I I>ar, Bronzestatuette 1773/74. Laren in lYozession 2231. Storta (bei Rom) F. O. 2974. Lebensgröße bei Statuen 1993 (Sp. 51). Lada 1551 ; IX Sp.48 (D. 202); 2695/97 (verwandt); 2755. -Nemesis 2703. Legatus juridicus Asturiae . . . 2796 Lentini (Sizilien)? Provenienz VII Sp. 24 zl. Leopardenfell als Pferdeschmuck 2807. „Polyhymnia“, Statuetten); 2878 (Muse, Liegefalten 1736. Digitized by Google 81 Alphabot -fache* Sachregister 82 Ligorio, Pirro. Fundangabendes P. L. 1568 (Madrider Musen); 2634/35. Lionardo da Vinci 2645.-46. Id via ? 1768/70. Logras (Ain) F. O. 1883. Lollius Liberal», Grabrel. 2256. Uwe 11176 ( Bronzekannenhenkel); 2035/37 (aal Helm); 2056 Statue. lyöucn-Kupf 2057 (auf Pasee*). • Fell 1783; 1788 (Muse). -Klauen 2835 (Gerätefüße). -Füße 1768 70 (Sessel); 200«. Lucilla 2361/65. Ludovisi, Villa F. 0. 1875. Lykurgos 1872/73 (lnschr. auf Sockel). Lyra« Sehildkrötenleier in St ierhörner endigend 1563. Mänade 1738 (tanzend); 1883 (oder Muse? Sp. 4«; 8p. 50); 2338; 2373 75. auf Relief 1683 86 (neuattisch); 1687. 1688 (mit Satyr). ? Fragment 1742 links. Mainz, Umgebung F. O. 1040. Mantua, Grabmal Pietro Strozzi 2461 64. Marcus Aurel ins 2361.65. Mars, Ultor Capitolinus 1858 recht«. Marevas, aufgehängt 2270. von Agram 2857/58. Kopf 2767/68. von Sarkophag? 1741. Martigny (Wallis) F. ü. 1004 '05. Masken 2461 64; 2521; 2571; 2862 63. als Oscillum 1884 85. Maskenrelief (doppelseitig) 2960,61; dort auch über Weihung von Masken durch Schauspieler. Rest einer M.. nicht Aspergillum 2205. Mattei, ehern. Sam ml. 2653; 2864. Mauerkrone 2188; 2627,28. oder Mixlius 2345 47. Medaillon, Kopf zum Einlassen in M. gearbeitet ? 2304. von zwei Schlangen gehalten (Hals- u. Arm- reifen eine« Gladiators) 2324. Meleager, Statue 2714. Kopf (Büste) 7 2488 2502. Menander, Kopf 1842 43. Mercur, Altar 2845/46. Meritla (Spanien )F.0. 1760 61; 1 oder Italien ? 1776. Meßpunkt am Kinn 1570 71. Metopen ? 1752/55. Frgmt. 2051. Minos, ein Fruchtopfer bringend? 2718. M Uhras, Kopf 2248 Mitte, mit Stier 2547. Möbel- Schmuck oder Votiv? 2028. Trapezophor 2317. Miküum VII Sp. 24 zl (mit Strahlen); 2288 a; 2302 -03 ; 28 1 7 ( Sch muck : Zweig u . Ä hren). Moiren 2980 (Re).). Molin, ehern. Samml. 2647 links u. rechts; 2648 links u. rechts; 2654 ; 2655; 2656; 2659 60; 2666 ; 2668 69; 2670/71; 2674/75. Montecelio (Comiculum) F. 0. 2018. Montfauoon 2843. Montpellier, Umgegend F. O. 1859 60. Mora del Rio (Cordoba) F. O. 177374. Moroeini. ehern. Samml. 2650; 2651 ; 2652; 2657 58; 2661 62; 2665 (Pal. Sagredo-M ). Mosaik 2681 (Villa am Meercsstrand). Musen, sogen. Anchirrboe 2651; 2802 03 ; 2980 81. Euterpe 2841. Polyhymnia 1532 links; 1558 (Sp. 16); 1983, 4; 2794; rtcenische Muse 2205. Statue 1556 (Frgmt.). 1798:2461/64; 2790; 2865. Statuette 2300 ; 2878. Gruppe 1532 (Vatikan); 1556 -1568 (Ma- drid); 1568 (Frankfurt). Gruppe im Tempel des Herkules Musarum (aus Ambrakia) 1993 (Sp. 51). Gruppe des Philiskos 2652 (nicht von Ph.); IX Sp. 48 (D. 230). Unterscheidung d. M. Erfindung helleni- stischer Zeit 1568. oder Mänade? 1993. Nadel, zum Heften des Gewände* auf der Schulter 1817. Narkissos 1602. polykletisch 2709; 2880. 2552/53 Statuette. Neapel, Herkunft 2033. Nebris, Luchskopf ? 1759 (Frauenstatue) 2031 (Bacchantin). 2096; 2798 (Artemis). Nemesis ? auf Weltkugel stehend 2965. Neptun, Throne des . . . 2577. Nereide 2185 (auf Seedrachen). 2454/56 (auf Delphin). Nettuno F. 0. 2345/47. Nero VII Sp. 23 (Büste), als Kind 2312. Nike, archaisch (in Paroa) 2395 98. 2403/05; 2508 ‘11 (oder Nemesis?). Digitized by Google 83 Alphabetisches »Sachregister 84 Nike, 2554 (Statuette). •ähnlicher Typus 2065. Nikolaos, Grabstele des . . . 2059 Nil, Statue 227» (Basalt); 2330. Nimes F. O. 1801; ]862; 1864. Nymphe, Beckenträgerin 1010 a ; 2754 ; 2153 (Kopf), mit Muschel 2746. Kolosaalkopf 2641,42. Odcscalchi, ehern. Samml. 1086/00; 200» (Pul ). Odysseus 2510/20 (Statuettenkopf). unter dem Widder 2281. Ohren als Votiv 2733. Omphaloe bei Asklepios 2532. Orange F. O. (Theater) 1804/05. Orestes- Sarkophage 194647. Ornament, ncuattisch 2218 20. Oscillum 1804/05; 2005 links 2006 recht«; 2005 recht«. 2006 links. Ouero (bei Pola) K. O. 2457. Ostia F. O. 1538; VII Sp. 22 d; 2245; 224» Mitte; 2250/61. Pacetti (Bildhauer) 2780. Paestum F. O. 1765/67; 1768/70. Pnlaimon 2802. Palombara, aus Villa P. 1724/30 (Moirenrel.), Pan 2154/55 (Coasutitu). »Statuette 1075 links (Bronze, ochsenähnl. Kopf); 2648 links u. rechts. Brunnenfigur 173»; 1044 (liegend). Kopf 1045. auf Relief 2535 (mit »Schweinsfell); 2060/61 (gefesselt). auf Daphnis lauernd 2367. Paniske 2121 22 (Kopf). Panther- Fell 1009/2000; 2000; 2200. Pantherin bei Eumolpoe ? 235». Panzer- Statue 1606. Schuppenpanzer 2807 (der Prätorianer ?). Paris 2764. Kopf mit phrvgischcr Haube 2860/70. Pan» F. O. 2305 98; 1 2954; ? *2058. Parthenon, Ostgiebel 1724/30. Paaquino- Gruppe, Repl. de« Menelaos ? 1884 85. Pedius, Sextus P. Hirrutu» 2706 (Grabaltar). Pentheus, Agaue mit Kopf de« P. 2536. Peplo« kurz, «eitlich ganz geachtamen, kurze« Apoptygma 2074. •Figur, weibl. 2786/87. Pera F. O. 2461 64 (Sp. 12). Pergamon, Athena de« Altars 1724/30. Periboetos siehe u. Satyr. Persephone ? 2047 (kniende« blumenpfliiekende« Mädchen). t 2861/62 (Urbild der Urania Vatikan). 2863/64 P. Mystica als Porträt« tatue (Typ Urania Vatikan). Perser, knieend als Stützfigur 1603. Personifikation des Senatus 2100; der Virtus T 2779,81. Perspektive 2367. Petasoe, Kopistenzutat ? 2110/11. Pfeiler mit Resten eine« Tieres 1745 (hellenistisches Grabfel.). 1814 in Form eines Baumstammes? Pferd (auf gr. Rel.) 2005: Kopf (auf röm. Rel.) 2034. Pferdebrustechmuek 1050. Phallo«, in Tclesphorusfigürchen vereteckt 2949. Platanen 1897 (hellenist. Rel.). Plinthe. antik 2461 64; 2503 07 ; 2544; 2775/77. rund, profiliert 1533. vorn profiliert 1734; antik profiliert ? 2484. im Umriß der Figur 1814. Hadrianisch-Antoninisch 2552/53 ; 2. Jhdt. n. Uhr. 2330; 2715. oval 2866. mit Inschrift 244» (kl, Herkulanenserin). zum Kinlassen in PI. 294». Politur des Marmore, modern 2542/43 ; 2544; 2550/51. Polyhymnia s. u. Musen. ' Polyphem u. Galathea ? 2732. Pompeji F. O. 2802/03. 2960/61 (Maakenrel. in der Caaa degli amo- rini). Pompejus 2637/38 ; 2847/51 ( Pompejustheater). Popa 2033. Porta, Giambatt. della, ehern. Samml. 2735; 2746; 2734; 2782; 2783 ; 2785; 7 2807; 7 2808; 2847/51; X Sp. «0, J, 2844 82. Porträt, griechisch. Solon T 2368/70. Anakreon 2380/81. »Sophokles als Greis 271». Euripide8 1982 83 (Herme); verwandt 1658. Demosthene« 2355/56 (in Clipeus); Zeit de« D. 1653 (bärtig). zwischen Demosthenes u. Hermarch 2859/60. Epikur 2092/93 (Statue). Mcnander 1842/43. 4. Jhdt. v. Uhr. 1 2670/71 (bärtig) ? X, Sp. 59, 2834 w (Philosoph), hellenistisch 1654 (Herme, bärtig) ? 2614/15 (Jüngling); 72631 (Ende 2. Jhdt., bärtig); 2875 (3. Jhdt., Rel. -Kopf). Digitized by Google % Alphabetisches Sachregister Rß mil>ckunnter Grieche 1844/45; 1980 81 (Herme); 2159 60 (bärtig); 2353/54 (in Clipeus); 2871 (bärtig). 1643/45 (Doppellierme, Philosophen). Statuette, sitzend 1610; 2925. Griech. -Ägyptisch, mann). Kopf 2672 73. Perser ? mit Kopftuch 2926 27. Weib!. Köpfe 2352; IX Sp. 48. oder Fälschung nach Heraklestyp ? 17(81 01. röm isch ( Re puh lik ) 1669 70 (gefälscht); ? 1824 (koloesal, Eichen* kränz); 1864; 1901/02; 1928 30 (bärtig); 2027 28; 2100; 2308 ; 2309 10 (Por- phyr); 2674 75 (BaaaK); 2819 20. Togastatue 2019. (Übergang in die Kaiserzeit) Fori pejus 2037 38; 1928/30 (bärtig, S. Pom- pe jus ähnlich). Caesar ähnlich 2328 (dunkelgrauer Marmor); VII Sp. 40. 2003/04 (Velatus); 2564 /«5. Römerin. Statue 2133. ( Anfang der Kaiser zeit) 1703 (Büste); 1820 rechts (Kahlkopf); 1941 1943 (Knabe). 2311 (echt ?). Idealisiertes Frauenporträt ? 2095 97. ( Augustei sch-Claudisch) August US 1605 (Togatus); VII, Sp. 23 t; VII Sp. 32; 1953 recht«; 2715. 1926/27 (G. oder L. Caesar?); 2329 (falsch ?). Tiberius 1765 67. Drusus Minor 1606 67; 1763 64. Claudius 1762 (falsch?). Nero VII Sp. 23 r; 2312 (als Kind), unbekannt 1663 64; 1668; 1903 (heroisch). 1967 69(); 2399 ; 24S.). 2156 (Selbstmord der Althaia). 2804 oben links (von Ph&dra-S. ?). 2804 unten links; 2805 Mitte. 2979 oben (Kinder-S.). 2100 (Hochzoitad&retellung); 2214 oben (Kin- der- S.). Nebenseiten 2578, 2583 (Kinder- 8.). 2585.86; 2719 (Pasiphae-S.). -Deckel 2804 oben recht«. Karyatiden an S. 2461/64. Sepulkralrel. nicht S. 2572. Sassoferrato (Sentinum) F. O. ? 1996. Saturn, Throne des . . . 2577. Satyr, ausnihend ( Periboetoe) 1572; 1584/87; 2852; X Sp, 60 /*; X Sp. 6t» H. Böekchcn tragend 1570/71; 2200. das Dionysoskind auf den Schultern tragend 1570 71 ; Schnippchen schlagend 2943 44. mit Schlauch 1740. mit Hermaphrodit 1738. Statuen 2712 (kolossal); 27)7. mit gekreuztem Beinen, Kopfrepl. 243 » 37. auf Delphin reitend, 2761/62. Kopf 1921 (lachend); 2131 32; 2599/2600 (kolossal). -Mädchen, Kopf 2149. auf Relief mit Mänade 1687, 1688; auf den Fußspitzen gehend 1756; »ein Schwänz- chen haschend 2032; mit FruchtachQuel 2534. kelternde S. 2382. tanzend 2962 63 (Relief), oder Pan? 2571 (Maske). Scheitelflechte (an jugendlich-männl. Köpfen) 1775. Schiff (röra.- republikanisches Rel.) 2936. Schlange 2945/48, Athena mit Sch. 2957 (auf Toten mahlrcl.). Schuhe, griechisch 2323. Halbstiefel (hellenistische« Grobrel.) 2584. Jagdstiefelähnlich, mit Löwenfell 2783. an einer Göttin (Münchner Spinnerin) 2945 48. Schulterband von Kopisten weggelassen 2124. Schwan, Attribut 2289/90. Schwein, Opfertier 1735; 1993 (VII Sp. 46) Ferkel- feil und Ferkel. Schweins-Fell um den Kopf einer Karyatide 1999 2000; bei Artemis 2014, 2742; an Stamm Aufgehängt 2493/96. Schwinge mit Phallos 2240. Scipio, Africanus Major ? 1824 (Porträt). fälschlich sogen. 1846 47; 2634 35. Selene, Statuette 1891. Senat us personifiziert 2100. Sessel (Seils curulis?) 2006. Sette Bassi F. 0. 1993, 2. Sierre (Wallis) F. O. 1867. Sichelschwert (mit andern Waffen) auf CUpeua 2939. Signum der Praetorianer 2123. Silen mit Bacchuskind (Kopfrepl.) 1637. liegend 2095 (Brunnenfigur); 2129/30 (Deko- ration von Theater bauten). 2452 (Statue). Torso 2198. Statuette 1935 (Gruppe mit Dionysos?); 2653. Kopf 2639/40. Symplegma mit Hermaphrodit 2562. Silvan 1776; 2325. Sima 2955 (Apollontempel in Bassai). Sitzstatur 1765/67 (Tiberius). 1768 70 (Antonia?). 2769 (männl., 5. Jhdt. v. Chr. T). Sklavenknnbc, schlafend 1975 rechts (Br.-Sta- tuettc); mit Strigili» u. Gewand des Herrn auf Grabrcl. 2392. Smikrus, Elcusinios 2668. Smyrna. Provenienz 1745 (durch Konsul Spiegel- thal). 2587 (Grabrel.). Solon 2368/70. Sophokle«. sogen. 1980/81. als Greis 2719. nicht Sophokles ( Doppelhcrme l 2092 03. Iclmeutai 1915 76. Spina eine« Zirkus 2345 47. Spon, von Jakob von Sp. gezeichnet (in Villa Mattei) 2964. Sphinx auf Hasen kauernd 1954 link«, als Trapezophoren 2317. Statcilio«. T. 1358 (griech. Inschrift auf Büste). Stele, archaisch, Oberteil mit Rel. 2954. Stern auf Mütze 2512. Stier mit Kuh als Pendant (Hochrel.) 1698. Bronzeköpfe (spanisch) 1705 07. mit gehörntem Menschenkopf (Re!., iberisch) 1714. •Kopf (auf Fascis) 2057 ; unter der Keule des Herakles 2694; Maskenrel. 2960 61. Digitized by Google 91 Alphabetisch«! Stier- Schädel, zur Bezeichnung einet Heiligt ums 2733. -Opfer 2033; X Sp. 80 E. Mithin* mit Stier 2547. Stirn- Krone an Aphroditeköpfen 1542. Stirn-Ziegel 2211/12. Stuck- Masken aus Fayüm VII Sp. 24 z. Stückun^. Seite und Hinterkopf 1003 04. weibl. Kopf (3 Stücke) 2287. Kopf (Statuette) 2527 (ebenso linker Arm), weibl. Köpfchen (hellenistisch) 2657/58. Statuen: 1906 (kolossale Reiterfigur L 1997 I (Unterkörper); 1998 (männl. Sitzfigur); 2461/64 (linker Arm); 2508 11 flinker Arni); 1829 (2 Teile); 2835/37, 2838 39 (Togastatue. 2 Teile). Bronzestatue (Münchner Spinnerin) 2045 48. eingesetzte Flügel 2997 98. antike Flickung 2532. Stütze, an Statue? 2648 link» (Pan); Stamm, für Wasserleitung durchbohrt 2974. Idol als Stütze 1906 08. Stützfiguren, architektonisch, 1603 (kniender Perser); 2006 (an Sesseln); 2077/79 (Krccht heion- Karyatiden). Suovetaurilien 2834. Symplegma, dis* Euthykrates? 1574/76 (Frgmt.); 2018. Symposion, (Zyprisch, auf Klfenbeinplu kette VII, Sp. 22 b. Szepter, mit Büste als Bekrönung 2361. Tänzerin, Statuette 2979 unten. Tarent F. O. 2643/44. Tegea, Ostgiebelgruppe (Stil der Köpfe) 1887 88. Telesphoros mit Asklepios 20.74; 2760; 2949. Tellus (Brustbild) 2731. Tenerani, ehern. Samml. 1887/88. Terrakotta» Tanagra -Statuetten (prax italisch) 1568; 1736; falsch 2718; Büsten 2700. Reliefs: Campana VII Sp. 31 d ( ? Frgmte.); 2687; italisch 1966; römisch 1865. Hcichroliefatatuctte (von Giebel) 1890. Tbespiaden des Praxiteles 1568. Theater-Aufführung 2366 (m. Donnermaschine?). •Dekorationen ? (Karyatiden) 2461/64. Thorv&ldsen als Erg&nzer 2980 81. Throne, Götterthrone, Reliefs 2577. Thymiaterion 2957 (auf Totcnmahlrel.). Tiberius 1765 67. Timagora ( Mädchen- Name) 2686. Sachregister 92 Tisch-Frgmt. ( Bronze) 1954 rocht«. dessen Stützen in Zweibttfer-( Hirsch- ?) Vorderbeine ausgehen 2956 (auf Toten mahlrd.). 1 Tivoli F. O. (Hadrians Villa) 2032; (Palaestra) 2634 35; VII Sp. 22 h. Toga-Statue 2019 (republikanisch) ; 1605 ( August us) ; 2097 (erste Kaiserzeit ); ebenso 2213; 2100 (augusteische Toga im 3. Jh. n. Ohr.); 2715 mit August uskopf ; 2838 39 liberia- nisch. 2835/37 mit flnvischem Kopf; 2785 (Donii- tiansknpf). trajanisch 2055. Lucius Verua 1772. sitzend 2950/53; mit Uontabulutio 2929. Torso, männlich: mit Löwenfell 1793; mit Chlamys 1813; 1919. mit rätselhaftem Attribut 2970.72. Toscana F. O. (Meeresstrand in Südtoscana) 2022. Totenmahl -Relief 1735; VII Sp. 23 o; 2580 ; 2664; 2957. -Fragmente 2576; 2956. Totenmasken (aus Fayüm) VII Sp. 24 z. Trajan, KolossabtaUie 1822. Kopf 2467/68. Trajanus Dcoius 2872/73 ; 2880. Travertin- Kopf (Aphrodite) VII Sp. 22 e. -Reliefs 2214 Mitte; 2099 (Grabaltar). J Triton, Brunnenstatuo 2094. auf Tisehfuß 1743. Triumph auf römisch -historischem Rel. 2034. Troja F. O. (Umgebung; Metope vom Athena- tempel?) 1744. 1614 r15 (Heliow-Mctope). Tropaion von Viktorien geschmückt (Panzernd.) 1606. Tuba 2034. Turban 2926 27. Turm der Winde (in Rom) 2044. Tvche mit Ruder und Füllhorn 1543. Untergewand durchscheinend 1737. Urne mit Gewand überdeckt (Stütze) 2975 78. Valerianus 2366 (Grabrel.). Varia Octabiana 2100 (Sarkophaginschr.). Vase. Marmor 2935. Velletri, angeblich F. O. 1993.3. Velum an Frauenkopf 1863 b; (angestückt) 1899- 19(8»; VII Sp. 23 n; VII Sp. 23 q. Frauenporträt des 3. Jhdta. n. Chr. 2932. Digitized by Google 1 93 Alphabetische« Venedig, ehern. Pal. Capello 2461/64. Venus 8. Aphrodite. Verhüllung der Schamgegend 2893. Verona, ehern. Samml. Maffei (Sarapis) 1917. Verus, Lucius. Kopf auf Togastatue 1772. Büste VII Sp. 23 b. Viatores 2868. Victoria, Bronze- Statuette ( Ca m panisch) 19.55 j rechts. auf Relief 2301/65; ? Rel. Kopf 2045. Virtus 2361/65; 2779,81. Vitis (der (Zenturionen) 2938. Vitellins (modern) 1783; 2030. Vogel auf Totenmahlrel. VII Sp. 23 o. Votiv-Rel., griechisch 1735 (Frgmt.); VII Sp. 24 w; 2005 (mit Pferd); 2050 (Frgmt.); 2220 | (Frgmt.); 2359 (Jupiter Bronton); 2003 I (Agathodaimon); ? 2030; IX, Sp. 48, (D. 254). an Silvan 2325. oder architektonischer Schmuck ? Stier- köpfe 1705 07. Sachregister 94 Wagenlenker (römisch) 2029. Wagner, Martin 2957. Weltkugel, von Atlas getragen, mit Ansatz eines darauf stehenden Gegenstandes 1814. daraufstchend weibl. geflügelte Figur 2904. Widder- Opfer, Rel. 2300; 2834 (Frgmt.). •Kopf (Maakenxel.) 2960/61; auf Gürtel- schnalle 1815. Windgott, Relief köpf 2044. Zeus (Typus Inee Bl. Hall) 1501 03; ebenda zitiert Zeusbronze in KonstAntinopel. von Otricoli 1501/03. mit Acgis 1504. Statuette 2448. Kopf 1011; 1850; 2020 21. -Pluton, Kopf 2302 03. sitzend (Rel.) 2988. Votiv an Jupiter Bronton 2359. Ziegenkopf 1079. Zosimos 2605 (Grabstein). Zotteln am Gewand (s. u. Fransen). Zulian, Gir.. Samml. im Palazzo Venezia 2478 80. Zyklus von Athletenstatuen 2066/69. Digitized by Google // S / Digitized by Google Digitized by Google This book should be returned to the Library on or before the last date stamped below. A fine is incurred by retaining it beyond the specified time. Please return promptly. Digitized by Googl